Anno Chri 47 Chronica.

ſti.

1308

Beffert das Bistumb das vor ans Dergleichen kein Bischoff gethan/

Starb dreyzehn hundert zwanzig acht/ Sein Grab war zu Molsheim gemache.

TM dreyzehn hundert achren Jahr!

Zu Straßburg groffe auffruhr war/ Dann: damal stund das Regiment/ Allein in der Edelleuth Hand/ Die Tyrannisirten so sehrs Das man es nicht kont leiden mehr/ Dann wann man eim was machen foltr Gab er drumb was er felber wolt/ Wolt einer was darwider sagn/ Dorfft man ihm wol die haut voll schlagn/ Auch erhielt man nichts vor Gericht/ Dann man halff keinem Burger nicht/ Dört auch keins g'meinen Manns Klag an/ Er gab dann einem Edelmann/

Jährlich Zing/vnd Schirmgelt der nam Sich sein an/ wann er ffreytt bekam/ Waren also zu dieser zeit/ Die Burger recht leib eigne Leut Als nun in obgedachtem Jahr/ Die Bürgerschafft beysammen war/ Am Sontag nach S. Jacobs tag/ Reden sie von der schmach vnd plaz Die sie vom Adel musten leidn/ Da waren etlich onbescheidn/ Und wol bezecht/ die woltens wagn/ Vnd die vom Adel allerschlagn Auff ihrer Stub zum hohen Staz/ Als sienun kamen auf den weg Dat man bey dem Kindeburger Thor/ Die Bruck abgeworffen zu vor/

Da lieffen die Bürger geschwind/ Zum Barfüſſer Brucklein/daß sind/

Auffruhr zwischen dem Adel vnnd Handwer cken.

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