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Anno 1589 iar, herr Niclauß Fuchxs, ammeister. Ad diem 7 ienner hatt die zunsfstuben zur Luzern iedem zunsftbruder 2 ß für sein öhrtin' geben, und den schwertag nicht gehalten, wie sunsten gebrüchlich ist.

Ad diem 16 april hatt man die dolchen verbotten, einen umb 2 1/2 d angeschlagen, sindt dem Gollen Thumerlin pos- siwillen gemacht worden, gar schendlich.

Ad diem 25 iuni sindt bey Hagennauwe gemustert worden 800 ritter und 4 fanen knecht. Ir oberster war Vit von Schönbergk, zug in Frankreich, ist darin erschossen wor- den.

Ad diem 4 augusti hatt man daß erst mahl raht uff dem neuwen baw gehalten und den märkt bey der alten Mezig an- gestelt, hatt die alt Pfalz wider ußgestrichen.

Ad diem 25 octobris hatt sich daß kriegsvolck umb Straßburg gesamlet, welches der von Sanki und Lentin hatt füren sollen. 5

Ad diem 21 und 22 november ist der herzog in Lutringen mit 14,000 starck, ritter und knecht, über Zabernsteg zogen, diß kriegsvolck zuvor trennen. Da sindt die unsern den 18 diß monatt in der nacht uffbrochen und nach Schlettstatt zo- gen. Also zog inen der herzog nach.

Ad diem 24 november haben Unsere Herren das geschütz uff wöll lassen füren und burger uff der zunfftstuben wachen müssen.

In differ wuchen sindt die fünff fenlin vertrent worden, die ritter aber uff Bassel zu flohen.

Frten, Zehrung. * Pasquillen.

Ich vermag nicht zu sagen, wer dieser Thomas Goll gewesen und warum er mit Schmähschriften verfolgt wurde.

* Ein Mitglied der bekannten Adelsfamilie aus Sachsen, welche Frank- reich drei Marschälle de Schomberg gegeben hat.

* Ueber den Zug des Herren von Sancy, den Heinrich IV. um Hülfe nach Deutschland gesandt hatte, siehe auch Meyer, Chron. S. 116-117.