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graff von Reysferscheidt ein freffel begangen am Anderis Lan- gen, bey dem wykheußlin uff der strassen. Also haben Meine Herren von Straßburg dem graffen 600 daller abgefordert oder der statt zu weichen, wiewoll in der bischoff von Straßburg den herren vou Straßburg den zollkeller hatt wellen verburgen, därnach hatt er daß müssen versprechen zu ge- ben.

Im september ist der Bruderhoff von 4 thumherren inge- nommen worden, der graff von Wittigstein, der graff von Mansfelt, der graff von Solms, der herr von Wunnenburg und den schas gesucht mit sampt den eihorn und kleinotter aber nicht gefunden, weder nur einen bössen münz-kopff, doch so haben sey einen geschworen notari gehabt und inventiren lassen, auch vill 100 fiertel frucht verkaufst, damit in ir pre- benten haben bekomen, daruß so ein groß geschrey von dem gestolen schas ist worden, daß nit darum zu sagen ist, daß dan die andern pfaffen graffen mit dem bischoff gethan hatt. Item dem bischoff hatt man leider gedicht und dem thumprobst auch so schandtlich passiwili 2 daß doch nie einem bischoff so schandlich ist nachgeredt worden, älß ihm, aber wu kein schandt, da auch kein ehr, wie man sagt.

In acht tagen darnach so die graffen in dem Bruderhoff waren, haben in Meine Herren wider ingenommen und lany- knecht dorin beseket worden, doch die graffen darin gelassen, damit die verstolle rodt nicht ein uffrur anfange.

Ad diem 1 novembris da sindt der bischoff von Straßburg gehn Straßburg kommen und von Meinen Herren ein antwort wissen wellen ob sey Kays. Maj. mandatt halten wellen oder nicht.

Es handelt sich vielleicht um das bekannte Narvalhoru, das als Ein- horn lange Jahrhunderte in der Schakkammer der Herren von Straßburg glänzte und in den Reisebüchern des XVII. Jahrhunderts oft vorkommt. Pasquillirt. - 5 die verstohlene Rotte.