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Ad diem 17 marti ist docter Johan Marbach' gestorben, welher 60 iar alt war und 40 iar ein kirchendiener war zu Straßburg, und haben in 6 kürchendiener getragen, herr Jo- hänn Frey der iung, Floris der iung, glöckner und 2 helffer zum iungen St. Petter und der pfarher in der Rubrehtzaw und hatt herr Faber die leichbredig gethan, daß 20 capittel in der Apostelgeschicht, und sindt uff 3000 personen mit der leich gangen.

Ad diem 6 april hatt man 2 grosse carthaunen versucht zu schiessen, von dem Meziger thor, mit doplder ladung, nem- lich 25 pfd bulver, welchß der wildtman und wilt frauw ge- nandt war. Nun war die wilt frauw 3 schüß woll abgangen und darnach im zollkeller gewochen 50 centner und 64 pfd. Dar- nach den wilten mann auch beschossen und 2 schüß woll ab= gängen, aber an dem 3 schuß versprung hinden der bulver- kammer und ettlichen personen geschedigt, ein scheider zu todt, darnach Jörg Leittersperger sun, auch Jörg genant, beide schenkel oben halb entzwey geschlagen, undt ein wundt an dem fuß, den waden, welchem doch wider geholffen war.

Ad diem 25 april haben Meine Herren alle burger uff die zunfftstuben gebeutten lassen, und ist ein mandatt verlesen worden, und den zünfften angeschlagen worden, deß inhalt: Es sindt allerhandt briff und zedel hin und wider in den gassen gelegen und angeschlagen worden, daruß dan leichtlichen ein grosse uneinigkeitt der oberherren und der burger entstehen möchte, daß doch menniglich darfür halte hätt Dr. Johannes Sturmi und seine mitgünstigen scholches gethan.

Ueber Marbach, siehe Trenß L'Eglise luthérienne de Strasbourg sous I Marbach, neu bearbeitet von Ihme, in Rudelbach's Zeit= schrift für lutherische Theologie, 1872, dagegen aber auch Schmidt, Jean Sturm, Röhrich u. s. w., die ein viel ungünstigeres Bild von ihm entwerfen als seine zwei obgenannten Bewunderer. * Kuprechtsau.

5 Ueber die widerwärtigen Händel des greisen Rectors mit der lutheri- chen Partei siehe das treffliche Werk von Schmidt, Vie de Jean Sturm.