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capell, 'thet nur schaden an dem dach. Der 5 ging mit einem grossen regen und schlug in S. Thoman Kürch, dä waren ettliche herren bey einander, die wolten ein glocken ver- dienen anders zu hencken, wie daß wetter ansing, da gingen 7 personen herab, die andern 3 bleiben da oben uf dem schnecken.
Da schlug daß wetter oben in undlauff wunderbarlich herumb in dem holzwerck, und ußwenig, da verschlug es die uhr mit dem zeiger alles herab, darnach wider in die kürch und zer- spalt daß gewölb bey der orgeln, darnach zu der thüren hi- nuß, und schlug ein grossen stein mit dem angel hinweg daß der gutter hinuß feil, darnach widerumb in die kürch dem cohr zu, dem andern dachstul zu und verlohr sich daselbst.
Disse 3 herren waren uff dem schnecken, herr Jonas Büt ner, und der zimmermann und des glockenhenckers gesell. Dem herr Jonas hatt ein ſtein im ein wundlin uff den kopff ge- schlagen, hatt im sunst nichts geschadet, den andern zweyen hätt der dunst nidergeschlagen, hatt auch keim nichts geschadt, aber die herren stunden under der thür gegen der wag über, die hatt der dunst nidergeschlagen und geschediget, nemlich herr Melchisedech Stumpff, schaffner zu S. Thoman, der ist dott bleiben, dan der dunst hatt in ersteckt.
Den herren Johannes Faber, pfarherr in S. Thoman kirch hatt es uff der lincken seitten troffen und in langer schwach- heit gelegen. Herr Theophilius Goll, ein schulherr, ist auch lang schwach legen. Herr Conradt Dasipodicum ein mathe- maticum, & ist auch in der schwachheit gelegen. Docter Peit- ter, herr Steffan der sigrist, sindt alle in der schwachheit
1 Diese Capelle stand in der Weißthurnstraße, auf einer kleinen, später abgetragenen Erhöhung, an der angeblichen Stelle da Bischof Arbo- gast begraben worden.
• Th. Goll war Lehrer am Gymnasium.
3 Dasypodius ist ein wegen der Münsteruhr und ihrer Wunder bekannter Name.
* Hier ist wahrscheinkich Michael Beuther, Professor an der Academie gemeint.