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Den 20 mey ist Johannes Thomas pfarher zu S. Clauß worden.
Umb pfingsten hatt der Rein so groß worden daß man die Reinbrucken gegen Kell an schiffen mit seillen und ketten ge- bunden, hatt aber nichts geholffen, dan den 14 Junii, umb 2 uhren, hatt der Rein mit gewalt 9 ioch mit den schiffbrucken und hölzern hinweg gefürt und an die neuwe brucken, die man daß iar eben hatt angefangen zu machen, getreuben daß es sey mit gerissen und nur 3 ioch von der neuwen brucken stehn bleiben, auch so hatt es den grossen kran mit dem radt hin- weg gefürt uff einen rein in dem Rein, einer armbrust schuk weit, also daß man must leutt und roß und waß sey kunden hinüber furen, welches doch von strenge des Reines, schwerlich hatt könden sein, dan der Rein ist hinder daß zollhauß bik an die bruck bey dem ziegeloffen gelauffen, hatt der statt und fremden grossen schaden gethan, von wegen der meß, daß man nit uber die bruck faren oder wandern mocht. Doch so hatt man ettliche ioch gemacht und in die schiff gestellt und encker in geworffen daß man wider darüber hatt faren könden, war eben mitten in der meß geschehen.
Auch ist umb Johanni ein grosser hauffen, alles oder mehr- theil Welsche für Straßburg kommen, für den Weissen thurn mit weyb und kindt von hunger wegen, also daß uff ein mahl 900 gezelt sindt worden, daß inen die burger allerley speiß mit theillten. Deß naht haben Meine Herren sey in der herberg ligen lassen und in zu essen und zu trinken geben, des mor- gen wider für das thor gewissen. Ettliche hat man hinder die mauern bey teutschem hauß getheilt in 2 hauffen und mit theillen underscheiden, weib und man, mit 2 langen dischen und von S. Marxs und Ellenherberg gespeisset, und da sen weg zogen, hatt man sen mit einer zerung darzu be- gabt.
Das jezige Correctionshaus oder „Raspelhaus“.