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In dem iar ist graff Wilhelm von Fürstenberg uff die 21 fenlin knecht angenommen und in der Wangename und zu Geißspiken gemustert und wegzogen uff mentag noch Jubis lati, den 27 April, darnach uff Vendenheim und Weissenburg gezogen und bey Gernssheim ist der landtgraff von Hessen mit eime großen volck zu im kommen, den Necker uffzogen, in daß landt Würdenberg, da bey Lauffen, den 12 may mit den Würdenbergischen und Königischen ein scharmüzel gethan und vil erschlagen, also daß die Königischen weichen mußten und sey daß landt innammen bis uff Aßpurg, auch darfür gele- gert und darin geschossen. Darin war oberisch pfalzgraff Pfiliß, der doch in dem scharmüzel bey Lauffen durch ein schenkel geschossen war, und in einem tag darin geschosien, haben sey gleich uffgeben. Also ist herzog Urlich wider daß keisser und konig, wider ingesetzt worden, doch darnach ein friden gemacht und dem volck geurlaub geben, den 3 men
anno 34.
Im 34 iar hatt man angefangen daß Münster mit blattstein zu machen und alle grabsteine us dem Münster ges than.
Anno 1536 iar brandt in Thoman Olmanns hauß bey dem blotterhaus, uff freitag nach Anderis in der naht umb 9 uhr und werdet biß umb ein, war sehr kalt. 4
Anno 1573 iar uff mittwuch vor Mattheys den 21 Febru- ari kam ein groß wetter mit donner und blik und schlug in daß Münster in ein ercker.
Auf den sonabend, so der 29 may, ist des brotbeckers haus genand zum Treubel, bey dem Pfennigthurn mit sambt 5
Geispolsheim. - Philipp.
3 Es handelte sich um die Wiedereinsetzung des Herzogs Ulrich von Würtemberg in sein Land, das Karl V. seinem eigenen Bruder, König Ferdinand verliehen hatte. Der Friede wurde zu Kadan in Böhmen den 29. Juni 1534 unterzeichnet.
• Wörtlich bei Meyer, Chron. S. 130.