- - 57
diser zeit animeister, von der burgere wegen, und herr Egloff Rötter, der stettmeister, von wegen deß adels, in beysein der herren von Zürich, Bern und Bassel. Darnach so sindt Meine Herren mit in hinuff geritten, da haben sey unß widerumb geschworen. Solche bündtnuß werdt nit lenger dan ein iar, darnach so haben sey die brieff im feldt zerrissen und uß ge- wesen. 2
In dissem 1530 ior haben Meine Herren die schutten an S. Clauß thorn in Hans Bocken Garten und an dem vih- marckt bey S. Elssbetter thor gemacht, dessglichen die greben usswenig bis an die thürn wider gemach und haben die bur- ger daran fronen müssen zu der schutten in herrn Hanß Bocken *garten unndt haben die burger angefangen zu fronen uff mentag nach Remisscere den 14 tag marti und uffgehört den zinstag nach Johanni tag, anno 30.
Ufs dunstertag nach Petteri und gar schedlich verbrandt, uff 100 und
ren.
Pauli da ist Erstein 30 heusser und scheu-
In dissem iar war der reichstag zu Augspurg von wegen deß glauben, da schicken Meine Herren die gesandten herrn Jacob Sturm, herr Mattheys Pfarrer. Herr Jacob Sturm trug nit allein das geschefst der von Straßburg an, sondern auch der mit verwandten sachen für den keisser und stenden deß reichs.
1 Egenolf Röder von Dierspurg.
2 Es läßt sich aus dieser trockenen Notiz die historische Bedeutung des Abschlusses sowie des Rücktretens von diesem Bündniß nicht errathen; und doch schloß es den Uebertritt Straßburgs von der freieren Ansicht Zwing = li's zu den weit engeren Grundsäven Luther's ein, ein Verlassen der zuerst angenommenen Grundsätze über die Sacramente insbesondere, weil die Lutheraner, Sachsen vor allen, sich weigerten, mit den Anhängern Zwin- li'scher Frrlehren ein Blindniß zu schließen. Deshalb mußte Straßburg sein Büudniß mit den Eidgenossen rückgängig machen. 3 auswendig. - 4 Reminiscere.