- - 50
war daß mehr theil daß man soll hinweg thun. Also war abgestelt daß man kein meß solte hälten, es wer dan bewissen, und schreiben es dem bischoff, welcher in widerantwordt, er hette mit betrübtem herken vernummen, müß also dulden, waß aber sein ampts belanget, daß musse er thun.
Uff den reichstag gehn Speyer da santen Meine Herren von Straßburg, herren Jacob Sturm, herren Daniel Müg, noch des römischen Reichs gewonheit deß reichs sachen zu trac- tiren und zu handeln dahin gesandt. Da hatt sich konig Ferdinandus ußgeschlossen, als sey die meß zu Sträßburg abgestellt haben, daß sey kein assessor und beysizer solten sein wie gewohnlichen war, ein vierteliar ein statt umb die ander.
Da daß unser gesandten vernomen hatten, da sagt herr Jacob Sturm zum könig Ferdinandus, wan sey nun von dem romischen reichsgewonheiten und ordnungen ires beysizes und stattordt der reichstegen entsekt sindt, so dürffe man hinfürtter vor inen ir gewonlichen beylag nicht gewerdig sein, daß doch nit hülff.
In dem april da sindt ettliche brieff angeschlagen worden von einem Balyser Just, ein angenomener Nam, den niemandt erfaren kundt, wider etliche herren, nemlichen Juncker Egloff Roder, stettmeister, herrn ernhardt Friedrich, herrn Daniel Mug, herrn Clauß Kniebieß, herrn Martin Herlin, all 3 ampt- meister, und ettlichen predicanden, wie daß sey alle solten meineydig sein, und bößwicht wehren, und ir uff 800 wehren, die wolten welche nie evangelisch wehren, alle zu todt schlagen. Auch stundt in einem brieff geschrieben sey kennen in wol, er sey auch irer einen und sey haben einem 12 gulden wellen
• Bekanntlich geschah „der große Schöffenschluß" mit 184 gegen 94 Stimmen, welche vorerst die Messe noch nicht „aberkennen" wollten. Siehe Baum a. a. D. S. 449.
• fie.
* nicht.