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Uff sämstäg nach Misericordi haben Meine Herren älle cloſter verbotten, kein meß zu singen oder zu lessen, allein in den 4 stifften soll man ein ampt der meß singen, und nit mehr dan eine; deß tags hätt man daß Salve in dem Münster auch abgethon und allen kürchen.

Zu allen Heiligen hatt man auch meß gesungen, die haben Meine Herren in der vasten abgethon, daß sey weih aqua und weihsalz gereicht hatten, wider Meiner Herren gebot, anno 25.

Uff mentag nach Cantati hatt man S. Cloren uff dem werdt abgebrochen und daß bollwerck dargebracht und vollendt, anno 27 ior.

In der wuchen haben Meine Herren alle dienstknecht in Straßburg die werhafft waren 2 b. wardtgelt geben, haben doch irem meister werden müssen, anno 25.

Darnach so hatt man zwey fenlin knecht angenommen. In dem iar ist Martin Buker, uber der mauren weg komen der statt.

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Anno 26 uff mittwuch nach Quasimodi ist die statt Straß- burg ußgezogen mit 600 man zu fuß und 60 pferdt, und etlich geschütz, gehn Wilstett wider den Herren von Hanaw daß er ein burger hatt gefangen, doch ist er den tag ußkommen und uff den abent wider heim kommen.2

Uff samstag vor Simon und Judae hatt deß Maller hauß uff dem Hollweg gebrendt, anno 26.

Uff mentag Sant Bärbarä abent hatt man das groß kreuk hinder dem fronaltar in dem Münster weggethan, 26.

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Diese merkwürdige Angabe gestehe ich nicht erläutern zu können. In den mir zu Gebote stehenden Quellen habe ich über einen Fluchtversuch (?) 2 Buker's nichts gefunden, kann auch die etwaigen Ursachen eines solchen t nicht errathen, und überlasse einem Gelehrteren die Meinung des Chro= {) nisten zu euträthseln 2 Siehe über diesen Zug Meyer, Chron. S. 111.

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* Ueber Lage des Hohlwegs siehe das so verdienstvolle Werk Straßbur- ger Gaffen- und Häusernamen, S. 79.