Uff Samstag vor Judica, am abent spott, hatt man unser liben Frawen bildt in dem Münster in der capelen hinweg gethan.
Uff zinstag nach Judica hatt man all closter und pfarher beschickt in die cankeley und inen verbotten alle cæremonia abzustellen, nemlichen den Balmtag, Cartfreitag unsern herr gott in das grab zu legen, kein palmschüssen, kein fuss- weschung, auch kein krissamtauff, noch heilig ölig! ge= segnet.
Item uff montag noch Palmarum haben M. §. alle clo- ster beschickt und inen verbotten kein beicht zu hören, auch den leutten daß sacrament nit zu geben, und kein meß zu halten, dann zum tag eine, die möchten sey singen oder lessen, und derzu leutten und die kürch ussthun, sunsst so sollen sey die kürch zu haben, auch so möchten sey ir horas singen oder lesen, doch mit beschlossener thür, auch nit darzu leut- ten.
Auch hatt man den creusgang uff S. Marx tag den man für den gegen todt hatt, abgestellt, das man den nit mehr thun durf.
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In dissen 1525 da war der baurenkrieg in allen landen, ursach dan sey kein frondienst, schakung, die weidt, wasser, wilbrett, alles wollen frey haben von der oberkeit, auch in den geistlichen kein zehen geben, darum viel erschlagen waren, auch sey wider vil schaden thatten in Schwaben landt.
Darnach uff donsterstag nach S. Jorg sindt die bauren uber Rein auch zusammenkommen und Oberkirch ingenommen und dem bropst zu Allen Heiligen alles genummen, waß sey fan- den von wein, korn, dessgleichen hatten sey Schutern, Etts heimmünster und Schwarzach.
In den osterfreitag da ist aber ein grosser hauff bauren zu samen gelauffen, umb Molzen 3, Dachstein und daselbst alle
Del. * jähen. - • Molsheim.
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