35 -
fressen, wiewoll etliche iegermeister darbey waren, denoch über- segen', anno 24.
Uff suntag Letare haben die barfüssermünch zu Straßburg ire kutten ungethan und langen pfaffenröck angethan und ir har lassen waxen und parett uff getragen wie weltliche priester, auch grosse kapten über die axel wie die magister tragen und im Cor gannz weiß uber den schwarzen rock und die kapten über die axel angetragen und haben daß alein gethon, die convent kinder sein gewessen zu Straß- burgk.
Uff zinstag mitwuch nach Judica haben meine Herren einer statt Straßburg alles inventieren, daß in dem closter zu bar= füssern ist gewessen, zins, gelt, kleinotten, mith ußgenummen, biz uff weider beschwerdt.
Darnach uff den andern tag darnach haben meine Herren auch alles inventiert zu den beiden S. Claren werdt und am roßmark, ursach die, die frauwen alle morgen in daß münster findt in die predig gangen, auch ettlichen haben man genummen und haussen bleiben.
Darnach in der vasten hatt man in der krufft alle tag ein teutsch meß gelessen und darnach ime daß sacrament in beider gestalt geben, deßgleichen auch zu S. Martin und S. Thoman, doch welcher es nit hatt wellen in zweyen ge- stalt nemmen dem hatt man bericht nach seinem alten wessen.
Uff sontag Judica hatt der bischoff von Straßburg Wil- helm von Honstein ein Mantatt lassen ußgohn iu dem ganzen bistum daß die priester die ire meydt, die da argwö- nigst seindt, von sen sollen thun bei grosser peen. Welcher daß nit thette, im 9 tagen, daß man niht von seiner pfrunden im flogen soll lassen, sunder man soll denen armen leutten gebenn. fol. 61b.
übersehen. * Crypte des Münsters. 3 sich. 4 Soll wohl folgen heißen.
1