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In dissem 1523 ior umb S. Bartho(lo) mei tag hatt graff Felix von Werdenberg und graff Wilhelm von Fürstemberg und graff Ittel Früß von Hohenzorn (zollern) und Marxs Sit - tig von Emß uff 10000 Kneht gemustert in dem Riet umb Erstein und Schlettstatt und uff 4 wuchen da still gelegen und darnach in Hochburgundt gezogen und ettliche schlösser gewon- nen, und uff Simon Judä wider wegzogen, hatt man die kneht mit engelotten bezellt.
In diſſem iar hatt der bettlerorden angefangen uff S. Michel tag daß kein bettler uff der gassen darff heischen, und thett in aller kirchen küsten stellen, da man daß gelt in thett thun und den armen alle wuchen us thett theilen. Auch so hatt man uff hundert armer schuller in der wuchen 3 mahl singen dörffen vor den heussern am zinstag, am do- nerstag und samstag.
In dissem 1523 iar uff sontag nach S. Gallen hatt ein lütpriester zu S. Thoman in Straßburg ein frauw genommen, sein kellerin, und hatt sich selber uff den obgenanten sontag uff der cankel ußgerufen, vor allem volck und ist der erst priester der in Straßburg ein frauw hatt genummen. Und ist uff montag vor Martin in dem münster offenlich zu kürchen gangen und darnach meß gelessen und geprediget wie vor, alle zeit.
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In dissem iar hatt ein brediger münch mit namen Martin Bußer, ein kübler son von Straßburg, geprediget, aber hatt sein kutten von im gethan, der hatt auch ein closter frauw zu der ehe genommen, von Lobenfelt, hatt alleweg am abent
Engelotten = angelots, damalige französische Geldmünze.
* Er hieß Antonius Firn und war von Hagenau, s. Jung, Refor mation in Straßburg, S. 138.
3 Lobenfeld, ein Kloster im Kreichgau. Das Datum der Heirath ist strit- tig; der jüngste Biograph Buzer's, Baum nimmt das Jahr 1522 an; auch der Name der Frau Röhrich: Elisabeth Pallas; Jung: Elisabeth