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vor mittag alß man den brieff uff oder vor dem Münster laß und dem amptmeister schweren solt, da ging Hanß Jörg eines gartner hauß an zu brennen under den wagneren, also daß die burgerschafft in den harnisch mußte und bleib also dem amptmeister ungeschworen, aber am mitwuch darnach schwur man dem amptmeister herrn Conradt von Dunkenheim dem iungen.
Anno 1514 war ein kalter winder von neuwen iar an biz auff Pauli bekörung daß der far bey Arbogast zu fur (fror) deß man dorüber gehen kondt.
Anno 1515 uff das neuw iar da reget und schneidt (es) und kam ein heller pliz und ein großer donner- schlag.
Anno 1515 iar waß ein nasser sommer und groß wasser daß es von Johanni in der meß reget biz uff Bartho(lo)mei tag, daß nit 2 oder 3 tag schön, in einander war, also daß wein und korn uffschlug, ein maß wein umb 3 d, und ein fiertel frucht, weißen 8 oder 9 ß, das korn 5 ß, ein becher ancken 27 d, das es gar theuer war.
Anno 1516 iar, das war ein dürrer sommer daß es lang vor Johanni nit reget biz uff sant Michel tag, dorum die sommerfrucht theur würdt, alß gerst, habern, auch daß krautt und ruben, die brach man von Hochfeldt gehn Straßburg und galt ein well ruben 3 d, dan daß feldt so dürr war daß man nit zu acker faren kundt, noch sechen.
Darum schlug die frucht uff, daß fiertel weißen 6 ß und das korn 9 ß, aber es kam ein gutter sechet und wuchs das selbige iar gutter wein, aber wenig, der ancken und keß war vast theuer, dan es kein omet waß.
Anno 1516 iar umb St. Michel tag, da macht man den mitteln pfall under St. Thomasbruck und hetten große nott
1
Sebet =
Ernte.
2 Omet = Herbsterute der Wiesen.