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Festung « New-Troia », ' oder die Schilderung des Brandes von Rosheim im Jahr 1385.2
Die geistigen Fähigkeiten oder die historischen Kenntnisse des Compilator's darf man auch nicht allzuhoch anschlagen, wenn wir zum Beispiel fol. 135a lesen: „Anno 453 kam der Honen König Attilam (sic) mit einem grossen heer, hatt einen hauptmann der Konig Hekel genant war." 3
Indessen sind doch in dieser Handschrift die Abschnitte über das innere Leben Straßburg's im Reformationszeitalter allzu interessant als daß sie nicht verdienen sollten an das Tages- licht zu treten. Wohl weiß ich daß einzelne Züge dieser Chronik bekannt sind und ich werde nicht verfehlen in den Noten, welche den Text begleiten, darauf aufmerksam zu machen, aber trok den vortrefflichen Arbeiten von Jung, Röhrich, Schmidt, Baum, und Andern, wird es nicht ohne Werth sein diesen Originalbericht über die zeitgenössischen Ereignisse selbst vor Augen zu haben.
Gerne hätte ich diesen einleitenden Worten noch Einiges über den Dialekt unsrer Chronik beigefügt; es sind darin Formen vorhanden, welche anscheinend mit unsrer elsässischen Sprache nicht harmoniren. " Indessen bin ich mir viel zu sehr meiner Incompetenz auf sprachlichem Gebiet bewußt, um mich an solche philologische Untersuchungen zu wagen und
'„Der König Dagobreht waß herr uber das ganz Elsaß und Straßburgk, denn zu dissen zeiten gehörten sey alle dem König in Frankreich, dann das landt war sehr vermischt mit der welschen sprache, daß daß Elsaß schier halber welsch war." Imlin's Chronik, fol. Ga.
2 Jmlin's Chronik, fol. 336.
* So wird auch der Bruder Ludwigs XI, der duc de Berry, „Herzog von Beyern" genannt. fol. 200a.
* So z. B Kreig für Krieg, breiff für vrief, sey für sie, scholches für solches u. s. w. Andre Stellen (die über Karl den Kühnen) verrathen durch ihre Formen (so z. B. Koningk für König) einen niederdeutschen Ursprung.
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