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Fragen die sich wohl auswerfen, aber mit einiger Sicherhett nicht beantworten lassen.
Das Manuskript selbst, ein dicker Band in Folio-Format, kartonnirt in modernem Einband mit dem modernen Titel: Elsässische Chronik, umfaßt heute noch 263 Blätter; es läßt sich aber nachweisen, wie man weiter unten sehen wird, daß jedenfalls zwei oder drei Blätter am Ende der Handschrift schlen. Dieselbe ist nicht zu gleicher Zeit und von derselben Hand geschrieben worden. Es lassen sich mindestens fünf Schreiber auf diesen Blättern erkennen, von denen der älteste kaum älter als die lekten Jahre des XV. Jahrhunderts sein mag. Woher der frühere Besizer, Hr. C. F. Heiz, den Schluß gezogen, daß die Chronik im Jahre 1392 begonnen wurde, wie er es auf dem Titelblatt niedergeschrieben hat, vermag ich nicht anzugeben, da ich keinerlei Anhalt dafür in der Handschrift selbst gefunden habe. Jedenfalls sind die Haupttheile derselben (nicht etwa bloß die zeitgenössischen Be- gebenheiten) erst im XVI. Jahrhundert niedergeschrieben wor- den, und zwar so daß sich vom Jahr 1516 bis zum Jahr 1543 drei Mitarbeiter nachweisen lassen. Eine weitere Hand verzeichnete dann von 1567 an, Jahr für Jahr, in immer flüchtigeren Zügen, die Summe der Begebenheiten, bis zum chronologischen Schluß der Chronik. Der leste Besizer hat dann, unsrer Ansicht nach, die weitläufigen und interessanten Berichte über die Armagnakenkriege (fol. 1528-183a und 1888-1923) auf weiß gelassenen Blättern hinzugefügt und am Schlusse des Bandes die verschiedenen Mandate des straß- burger Magistrats niedergeschrieben, mit denen die Handschrift endet.
Es wäre unnüß und würde uns auch zu weit führen wenn wir hier das Verhältniß dieser verschiedenen Schreiber im Einzelnen nachweisen wollten. Es wäre dieß um so nukloser als es sich ja sum guten Theil um blosses Abschreiben früherer