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Leider bleibt in dem Cyclus welcher drei Jahrhunderte um- faßt, gerade einer der interessantesten Abschnitte unsrer Ges schichte, derjenige des dreißigjährigen Krieges, unvertreten. Gerade für jene Epoche hatte ich wohl in früherer Zeit die Abschrift der so anziehenden und genauen Chronik Wencker's in's Auge gefaßt. Unglücklicher Weise ist es damals, bis auf we nige Auszüge zu speciellen Zwecken, bei der Absicht geblieben, und heute ist die kostbare Handschrift unrettbar verloren, wie so vieles Andre das eines bessern Looses würdig gewesen wäre.
Vielleicht wird in späterer Zeit der theilweise Abdruck der Walther'schen Chronik, deren Original auf der hiesiegen Stadt- bibliothek sich befindet, für diese Lücke einen gewissen, wenn auch ungenügenden Ersak bieten.
Der vorliegende Text ist einer Elsässischen Chronik entnommen, die sich in der kostbaren Heizischen Sammlung befand und mit ihr ein Eigenthum der Kaiserlichen Landes- und Universitätsbibliothek geworden ist. Zu leichterer Be- zeichnung derselben habe ich der fraglichen Handschrift den Namen der Imlin'schen Chronik gegeben, weil auf dem ersten Blatte folgende Notiz zu lesen ist: „Diese ge= schriebene Chronick der Stadt Straßburg fand ich unter alten Familienbüchern. E. F. Imlin, 1823."2 Von wem sie herrühren mag, ob sie von einem früheren Mitglied dieser alten straßburger Familie selbst angefertigt wurde, sind
Bibliothèque Alsatique, catalogue de la collection C. F. Heitz, p. 128, Nr. 1893.
• Es ist der Schreiber dieser Zeilen der bekannte Maler und Zeichner, welcher die malerischen Burgruinen unserer Vogesen gesammelt hat.
• Gegen Ende der ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts spielt der Stadt- advokat D. Jmlin eine wichtige Rolle in der innern Geschichte unserer Stadt.