k Xi 3 A d * * A * a # E n Zu AE: von vo 13 hoch Die Emeis Dis iſt buch von Ome Herr der k gern. vnd ſactt oon Eigentſch afft der Omeiſſen· Vñ Velden oder eren / vnd von geſpenſt der geiſt / ond von dem Wuͤtenden Gee wundetdo rlch / vnd — man daruon glauben vnd foil, £ dri tre docte Johs Heiler vs Ké peebícant der Keiſerli chen ſreiẽ ſtatt Straß burg / der ſelben zeit⸗ am qu ade iC ebigto alle It : mag (Go die enangella darzů ſůchen / in feinem euan gelib Hie augezoͤgt MT Tél erſten pꝛedig figur vonn dem euangelium an be Sontag Sepageſima Iſt der erſt ſontag voꝛ herren faſtnacht. turo ^ plurima ceuenti ret. S Tor See, 0 U AM ", AN bg NM ei \ ANN SE à ( H We, b l | ) MIT , N ON 28 n] NP | "t. LÉI > m d N - i 2 — Yi N. " O€MI | — Wr ME E T cM ; E DE * b e D Wi ei E = | a — — | 1 IB X EE | e A | = 4 , E | H " é e 2m | | V A f L- , v ` 4 , Ta Se | 1:7 l Das tet werden die recht leben wollen / vll hüb / hyſtoꝛien vnd evempelam blat Da man ʒalt tuſent fünf hundert vnd acht iar / da hat der gotzfoͤꝛch tig bochgelert Soctoꝛ Johãnes Geiler võ Reiſerſoerg pꝛedicãt der ſtat Straßburg in dem hohen ſtifft / diße nachgendige ma/ tery gepredigt von der Ommeißen. Nach dem vnd bꝛůder Je hannes Pauli minder bꝛůder Guardian 53 der zeit zů den barfů ſern da ſelbſt n / von yeg licher pꝛedig ſolli⸗ ches behalten hat in feinem haubr / darna⸗ ch abgeſchuben von ietglicher pꝛedig / als hernach geſchꝛiben ftot, — — Pie fahet an die tafel vñ inhalt vber dis bůch / behend zefinden alle Geier, Die erſt oꝛedig thet er vff Son tag voꝛ herren faſtnacht vñ ſagt von ſibẽ vꝛſachen / warumb er die matery der Om! meißen hat flir ſich nemen wollen ein ſchoͤ ne hij toꝛy an dem blat vi Die ander pꝛedig tbett er vff herren faſtnacht / ſagt von der Eigent ſchafft der Emeißen vnd iſt mancherley uͤbung / vnnd ſagt von dem laſter müſſig gon / was die Leyen / pfaffen / münch/ſollen wercken / yegliches nach ſeinem ſtand / vnd wie ein menſch teil hat an des andern gůt⸗ that Particeps fum) an dem blat. oft, faſt leerliche hübſche exempel. (Die dꝛit pꝛedig der andn eigentſchafft / ſagt von cleine vnd ſchwertze der Omeiſſen von demütigkeit (dore epe pel an dem blat II Die fünft ſagt von einem dꝛelfeltigen gůten / ond dꝛeifeltigen boͤßen regiment / vnnd vil von den iuncrfrau den vnd von denen die tunckfreuwlichen ſtand ſchmehent / ein nüwe hiſtoꝛx / vn d wie ein ruhes land hat mer frummer dan ein feißt land an dem blat pl Sampſtag Die von frío vnnd einigẽeit vnd von küſcheit in der ec⸗ die dꝛefeltig iſt / vnd welche ſchwere des od leichte den lon meret oder mindert / Zoff - tzame woꝛt d. an dem blat pol Alt faſtnacht Die ſibendt ſaget wie die thier vernünfftig ſeind / wie Gottes krafft in allen thieren erkant würt / vnd hart ftra fen wider die regenten von gerechten pꝛela⸗ ten die zů feiner zeit gelebt haben hubſche ding an dem blat ` petit Am Montag Die acht ſagt vi vonn re feꝛmieren vonn dem Conſilium zü Baſel vnd Coſtentz / wie nicht ein gemeine refoꝛ mation mliglich iſt. Jrem wan man meꝛn in ein conſilium berůffte ſeind wider refor; mieren / wie die obern ſeind nicht ein gantze vꝛſach der boͤſen der vnderthon / kurtzwei⸗ lig zeleſen E ) vx Zinſtag Die fierd pꝛedig Doner Die neund pꝛedig die ſa ſtag / ſagt wie die Onmeiſſen kein fürer ha hen / wie gott etliche menſchen felser terc vo den vnrefoꝛmiertẽ cloͤſter / wie die verſpot⸗ get von dem karren weg vnd den vem ffs pfad zů dem hymmel / was die weg ſeind / vnd wet fie gon (ol / vil von pꝛieſterlicher A i ëm Ti I , v L| - , ud wrde / was groſſer ſchad kummet / da ein pueſter artzny gibt / vnd richt vnſuberlich d mand vnd pfaffen | Mitwoch Die ʒehend was ſünden miiffig gon bo get / vnd von dreierlei ar beit / wie der laſterẽ widerſtot iſt beſſer / nutzer / ſeltzamer da tu gent ůben von abſtinentz vnd fünff vꝛſach en / warumb ietz fo wenig abſtinentzer [etri leblich zeleſen am xæv Donnerſtag Die eilfft pꝛedig ſaget vonn fibmerley menſchen / Münch / Pfaffen / Leyen / Vat⸗ ter vnd můter / Siinder / Pꝛelaten / Vnder thon / wie ſie die andern hindern an ewiger ſeligkeit / vnnd laſſet nicht da Binden / an dem blat xx vii Freitag Die: swélfft ſagt wie ein menſch v feit tt contemplation gen fol vnnd auß feiner fille zů einem wircklichen leben vß ſyben vꝛſachen willen / faſt geiſtliche vnd lige matery vin Sampſtag Die. viii. ſagt von tugent dem gelſtlich en bꝛot / vil von der gnaden gottes / vil vo der ffe vnd harte in dem gotßdienſt / vo andacht / was es ſei / wie man got in der bit tere dienen ſol / wie die ffe das werck nick t verdienlicher macht / berliche erclerung vit vnderſcheid gerſtlichen kiren/ ein epempel von einein ritter eee Reminlſrere Die vierʒe pꝛidig ſagt von ſibẽ I chniß/ an dem blat den der menſchen / vnbewegliche wenſchen vntüwig / rüwig & Vnd wie nicht ein cel inan fein frauw nach ſeinem boͤßen willen bꝛuchen ſol / dꝛü ding die in der ee ſein / ein ſchoͤn exempel von Baſel von einem ſchů⸗ macher. Ein exempel auß dem Algew vo einer tochter. Montag Die fünffzehed pꝛedig ſagt vonn ſiben Pꝛopheten / von got pꝛedicant / dein confcía entz / der tüffel /f eiſch dt. wie es nicht alld e gen tft gangen / wie die Propheten vo gott tes befelch verkündet haben warumb / von Goͤppingen dem ſaueroꝛun wie es verbꝛãt Item wie der tuffel ein artzet iſt / vnd dref fet die pule mit dꝛeien fingern / ſchoͤne dica Zinſtag Die. xvſ.pꝛ dig ſagt von blintheit vnd geſich t der mẽſchẽ / ven den lerern / wie ma ſich fol halten in Treum vßlegen / vnd ſibẽ ding die ein nenſch (el thůn / wann er ein boͤſen iraum geheoi hat / nutzliche ding vñ nottürffrig xxxũil Mitwochen Die ſibentʒe hen ſagt vil vꝛſachen waher treum kummen / vnd welichem es zymmet fie auß zelegen / võ einem mp dem traumer wie er bapſt werden ſolt ym Conſilium sp Coſtentz / da wurden dꝛei bep ſte abgeſetzt . Item wan die hexen zena⸗ cht hin vnd her faren / wie es iſt / was es (ft zwo hyſtoꝛien von fant German an dem blat xxxv Donnerſtag Die. pꝛedig ſagt von dem wükiſch 4 5 : > ' * | d - Ki, ^. " f » * 7 E , L^ 9 Das Regiftet en heer / von dem volck das zenacht fol hin vnnd her lauffen / oder ioch in dem tag au! ch / wa her es kumpt / ſiben vꝛſachen. Hüb⸗ ſchbe hiſtoꝛien von einem ſchaffner / der hie fe Natalie / auch von Karoli quinti (rege Kancie) xxx vii Freitag Zie . xx. pꝛedig ſagt von des tüffels ge) ſpeuſt / was es iſt / wie er co macht. Leem pla von fant Anthonlo von dem warſagẽ gefichten vff einem nagel machen / dꝛei vꝛ⸗ ſachen / warumb man ein kind nimpt / von fco Denis was co (ef, xxxix Sampſtag Die. xx. ſagt von fünff wilden mannen vnd ob die zauberer mögen geware thier machen / vnnd wle die die pigmeni in Gal licia ſtreiten wider die krench von den hei ligen mannen bei Bern xl | Sontag Oculi Die. Vi. ſagt ſiben vifa cd warnmb ern wann die woͤlff ſchaden thůn die kind vnd die menſchen freſſen mit figuren vf der al ten ee gerieret xli Montag ES Die. xxii. ſagt ob die hexen die menſchẽ mögen in thier ver wandlen als die wirtin thet von Arces / ven Siomedes / vnd was thier der boͤß geiſt machen mag kurtz vnd gur an dem blat xlii Zinſlag Die. xxiii.ſagt von ſiben fragen / vonn roſſen die ett was in den ſeiten haben. Itẽ von vedo fiel kinden / ob der tüffel móg ein menſchen holen. Item ob man einem die / liche ʒůeſſen mög geben. Item von dem ge Vind zenacht in einem hauß / ſiben vꝛſa⸗ chen / ſeltzame matery zůſammen delefen/ en demblat III | Mitwoch \ Diexxtüilfage wle ð tüffel ein menſchen mag ſchedigẽ an leib / ſeel/eer / eben / innen Siluam wie er in feiner geſtalt vmb ein fraw bület zů Nazareth. Itẽ wie er ein gã tzes doꝛff verbꝛant. Item ob die hexen die ding auch künnen vnd vermoͤgen / wie der tüffel auch feine ſacrament hat dit | Dunnerſtag Die. v. ſagt vnder vnderſcheiden der ſacramentẽ goto vnd des tüffels / vnd wie ma des tliffels ſol müſſig gon vmb gottes willen des menſchẽ vnd des tüffels willen vit wie et ift ein lügner / todſchleger / vnſer feind / vnnd mag vire nichts gůts günnen [aft hüvſch vnd weltlich ding xlíiif Freitag Die. xx vi.ſagt Seel vꝛſachen / warumb mer frawen hexen fein Dan man. Fre dꝛey vꝛſachen / warũmb den frawen in Findber ten mer wid fert dañ in anðn zeit — xlo Sampſtag Die. xx vli.ſagt ſiben vꝛſach / warumb die hexen kind mogen verderben mit irem geſicht / geißt in let yn Vaſcinatio) Hübe ſche natürliche woꝛt / vnd dꝛei vif rumb man Fevery geweichte Heilige bꝛu chen můß an dem blat xlvii A etate Die. xxviii.pꝛedig ag / wie das má wil bꝛauchen wider verzauberte menſchen / ſie genern (ol ſiben ding nit haben / vnd we? in weiß / noch zeit / noch zal / noch Gott foil man hoffen TT Montag Die. Mix. ſaget wie es vff kummen ift das die alten weiber kinder ſegnen vnnd das ſich / vnd wle vll ſachen haben ein dii ten anfang gehabt vnd ein boͤß end genũ⸗ men / alo die faſtnach vnd vff den tag ws (ant Joſep vo dem du haſt ein pꝛedig vm Euangelibůch Keiſerſpergii d xix d — | H & | b D i a Feigiſter Zinſtag Die dꝛeiſſigſt ſagt wie mã vil ſtuck bꝛuchen ſol wider ve zauber / bůß⸗ fatikeit vil daruon wie die ſünd iſt ein wur tze aller w:derwertigkeit. Item ſiben ſchoͤ rer woꝛt ven dem weich waſſer / va vnnd vie es zebꝛuchen (ft in den hüßern vnd fid len fruchtbarlich gemeinen menſchen Mitwoch Die. xxxi ſagt vonn geweichtem ſaltz / kertzen / palmen / oſterabent feuer / oftetjto: ck/ von heiltumb bel im tragen / von geſeg⸗ neten dingen in der heiligen eet wie helffen Bunnerſtag | Die. xxxii. ſagt von ſactamenten vnd ſacramenilichen dingen / was vnderſcheid da iſt / wie die ſacramentliche ding haben nicht allwegen ir wirckung / von ſiben vꝛſa chen / waher ſie es haben / vnd dꝛei vꝛſachen warumb De nicht wircken wunderzeichen / wie im anſang des glaubens li Freitag Die. xxxĩii.ſaget wie die hexen künnen Fri erſigen / das ſie kein milch geben. Item das ein man kein man iſt wie das zůgat / wie man ein axſthelm milcket / wie dem ft he zehelffen ſei. Item ob man das wetter moͤg beſchweren / wle der tüffel wittert an dem blat liiii Sampſtag es ſtot ſontag Die. vxxilii.ſagt wie der tüffel kan vnd mag eins menſchen leib anſich nemen / ab⸗ er den ſelben leib nit lebendig machen / wre er in dem ſelben kan geberen (De ſuccubis er incubis). Item durch ſiben weg bꝛingt er zůweg das der menſch ein ding ſicht für das ander lv ding haben wider fein lebe, Judica | Die xxxv. pꝛedig ſagt wle nitt müglich (ft zũerfaren dem menſchen / warumb gott dem boͤſen geiſt vnd den hexen ſemlichen gewalt gibt vber gůte menſchen / vnd gebẽ doch die lerer vil vꝛſachen / iſt die erſt das die boͤßen noch boͤſer werden / vnd von gei ſtolne n gůt wie es wider kumpt Jet Montag nach Judica Die. xxx vi.ſagt von der andern vꝛſa⸗ ch / das got wil beweren / wie trüwe knecht wir ſeind / ob wir woͤllen ſiech ſein / vnd ver luſt leiden / vnd ſein gnad haben / oder die Sinſtag Die. xxx vii. fadt von der dꝛitten vꝛſa⸗ ch / warumb got ſemliches verhengt vber frumme menſchen / iſt bewerung fein ſelbs vnd ſeiner gedult / vnnd merung der gloꝛy vnd erclerung der meinung / vß deren mã diene vmb feine ſelbs willen / oder vim zyt lichs willen / vnd was die liebe iſt li» S Mitwech | : Die. xxvvili. pꝛedig (adt von Ser (Cnff ten vꝛſachen / wie demuͤt in leiden behütet wütt / vnd macht den menſchen gotz foͤꝛch⸗ tig / vnd fact von einem haußuatter / der bate get das er beſeſſen würd / ſie (cet ven der ſechſten vnd ſibenden vꝛſach / ift groſſe eer / iſt es leiden vil goͤtlicher geſchꝛifft vnd lieblicher excemrel Dunnerſtag Die reste, ſagt von zwo vꝛſachen / leit dens der gůten / iſt troͤſtung der gůten / vñ vmb der ler willen der böͤßen / wie leide ift ein zeichen / das einer gottes ſunvnd find iſt / m it vil exempeln vnd gefchsiffe bewer⸗ et an dem blat lif Freitag Die. vl. ſagt von Sei vꝛſachen leiden dy boͤßen ſollen ſich vbel foͤꝛchten / ſo die ftum - E i mE NT ^ Von der Erneißen men leiden. Item ſie moͤgen nicht wið gott mur mlen die boͤßen / vnd die gůten thůnd genůg für ir ſund / vnd wie man die vitet IIII der dꝛit ſpꝛicht ich fol nemen was ich woͤll eb ei alo gůt ding. Frag ich euch dañ in 3 gemein / ſo gibt mir niemãs kein antwurt len fol gottes find / darumb das fie ville So hab ich mich Kier betrachtet ef das den vſſerleſen matery. Pal mabent Die. vli.ſagt von dꝛeien vꝛſachen leidẽs ein mẽſch lert ſeine ſünd bekennẽ mit vil gů ten leren. Item leiden hindert den menſchẽ an vil ſünden / vnd warumb die kind an de kindlin tag in dem ſintfluß vmb ſeind tí men. Item wie die gloꝛy gottes vnd ð heili gen gezoͤgt wirt in dem leiden der menſch en / darumb mer menſchen beſeſſen ſeind woꝛden zů den zeiten Criſti deñ voꝛan hin Le, vnd die letſt pꝛedig. lxiii. End des Negiſtere. Indem iar da man salt nach der geburt Criſti. M. ceccc.vili.iar / da hat der hoch wirdig Doctoꝛ Johannes Geiler von Keiſerſperg pꝛedicant in dem hohen Stifft zů Straßburg die ſaſten ge pꝛedigt von der Ommeißẽ / das hat frater Johannes Pauli Guardian zů den barfů fern võ ym gehoͤꝛt vnd vffgeſchꝛiben võ fei nem mund / das voꝛ nit getruckt iſt. In dem ſontag Serage ſima fieng er an zů pꝛedigen. Vade ad ſoꝛ⸗ mieam / o piger et diſce ſapientiã. Pꝛouer: bioꝛum. vi.) Gang hin zů der Omeißen o du treger fuler / vnd ler weißheit. Ch hab euch ie Zo vil faſtẽ gepꝛedigt / vñ bab vil eeren perſonen ge fragt wz ich vff diſe faſtẽ e fol füt mich nemen. Einer ſpꝛicht ich fol dis nemẽ / der ander ein ande woꝛt meins anfangs / das ich die Emeiß woͤl für mich nemen, Wañ einer altwiire ſo bedarff er auch etwas gemeiner vnd lei⸗ chterer matery Yan ein iunger / wã fo wir alt werden ſo ſeind wir vngeſchickt / ſeind wir nuͤchtern vnd oͤd / ſo ſeind wir bloͤd / als vo: dem ymbis. Wañ wir aber geſſen fo werden wir fol vnd ful / alſo öͤd/bloͤd / foll / ful / vnd bleibt vns nét dañ ein ſchwatzigs mul. Darumb ſo ich (e alt binn vnd very dꝛoſſen / ſo hab ich gedacht was ich doch di⸗ ſe faſten flir mich woͤl nemen / ſo laß es ebẽ ſein / als das Salomon das woꝛt meins an fangs zů mir ſpꝛech. Gang zů der Omeißẽ o du treger vnd fuler menſch / vnd leer der weißheit / vnd wil das ſelbig thůn / vñ wil diſe faſten von der Omeiſſen pꝛedigẽ / vmb ſiben vꝛſachen willen. Pꝛopter Salomonem Pꝛopter naturam foꝛmicarum Pꝛopter ſpiritum ſanctum infoꝛmantem Pꝛopter doctoꝛem ſcribentem Thomã Dro bantinum Pꝛoptex viros maximoe Pꝛoptex notabilem hiſtoꝛiam Pꝛopter materiam pꝛedictam Vmb Salomons willen Vmb der Ommeiſſen natur willen Vmb der leer des heiligen geiſtes Vmb des doctoꝛs willen Thomas Bꝛobã⸗ tinus / der die Omeiß geiſtlich vßlegt. Vmb der groſſen man willen Vmb der ſchoͤnen hiſtoꝛien willen Vmb ð materyen wille des fernigen lars. , [| E - Von der Zi dem erſten fo wil ip von der Emeiſſen pꝛedigẽ wann Salomon ratet das (Pꝛouerb € . Vade ad founícam.) Gang zů der Am? meiſſen o du treger menſch / vnd leer der weißheit / wann ſie tregt y / in dem Summer da s ſie in dem winter tis effe hat. N " | CES * — ÄM 1005 ll * d 7 ESL jii | NAT | ka pu — e^ LÀ Sch 4 Zů dẽ andern vmb eig ner natur willen der Ommeeſſen / wañ fie vil eigentſchafft hond die leerlich ſeind / wol ſechtʒig hab ich zůſamen geleſen. Du Haft auch gehoͤꝛt. piii CLeuwengeſchꝛel. Z dem diitten wã der hellig geiſt uns das lett, Pꝛouerbi . quatuoꝛ ſunt mí nima terre, Foꝛmica / Locuſta / Stellio / Le puſculus) Die Omeiß / Sternẽtier Av ni * / D J iiu dl | dl hy Lt \ d * CA LÉI LES D ^ U ^ . Led K P^ SNNSQNNNN \ Omeiß geiſtlichẽ beſchuben als Thomas Biꝛobantinus. Zũům. v. Dz groß mechtig lũt vnd lerer Babe woͤllẽ erfarẽ die natur vfi eigẽt ſchafft ð Omeiſſen. Als da iſt geſein Plinius / Iſi doꝛus / Solinus / Ariſtote. Albertus mag. | | — — té — dä) "ës SES 1 (Q al | 4 9 3 APR | 8 d Lë \ gh £ NS d — * — —À "uL ^.^ : "DW Ami — X JY 2 RAN AS SES. EA — IE — »-— 6, y, pt 9p Y» 7 «e PH I M 17^ e SIE HIT — — | NU : | M Wer d. NS | * — SS — cht ES - m | Y ' Nom. == — e d 4: P NS E d S BEER — Zw. S — EIN ZN dp S | 16 X | 2 8 CTUM ER Ce 2 , 2 UI KSE E v A). X . à; BIRD: » 2258 E CAES CA? à " NES N X. N — — mw. ſchꝛecken / Heßlin. Diſe vier thier fein wei ſer / dann die weiſeſten auff erden. We Zů 96 fierdẽ / wã die doctoꝛes haben die | d P j ; 4 4 A | Eus * í pne d — | — ſontag Faſtnacht dem fünften mal großmechtig Lut vnd lerer haben voͤllẽ er · faren die natur ofi eigẽtſchafft ð Omeiſ⸗ fen. Als da ift geſyn. Plinius. Iſidoꝛus / Solinue/Ariſto. vñ Albertus magnae dem ſechõtẽ vinb einer ſchoͤnen hyſtoꝛy willẽ / die beſchꝛeibt ſanctus Iheronimus / von einem altuat ter / ð hieß Malchus / gar ein heiliger má vnd was der / dẽ man das krut das er gei pflantzet het / darnið ſchlůg. Ser was in eim cloſter da vil bꝛũder in waren in ein? er gemein Ber ſelb Walchus gieng in dẽ cloſter zů ſeinem oͤbern vnnd ſpꝛach. Ich würde gerriben vnd angefochtẽ. Das ich in ein wuͤſte fol gon / vnnd fol Ein ſydels leben füren. Wan in der gemein lebe / wil mir nit zů volkommenheit dienen. Der altuatter oder fein oͤberer ſpꝛachs im ab / vnd ſagt er ſolt bleibẽ / es wer nit mer dã ein anfechtung des böfen geiſtes. Alſo na ch langer hübſcher red / er ließ in gon Da hůb er ſich vff / vñ er müft durch ein ſoꝛ⸗ glichen walt geen / ee er kã da er hyn wolt als gieng einer durch den Otenwaltt / da vil teüber vnd bůben ſein / da nyeman al lein gat / ſunder alwegen vil miteinander. Alſo giengen / laß ſein / ſechs oder mer mit Malcho durch den walt man vnd froe? Da ſye nun in den walt kamẽ / von oꝛdenũg gotes. wan der Mal⸗ chus wüßt nit was got vber yn verhengẽ wolt. Da wurden ſie gefangen vnd ver⸗ kaufft wan in den ſelben landẽ verkaufft man die leũt / Alſo ward Malchus vonn dem herren der in kaufft / geoꝛdenet / das er des vihes ſolt huͤten / kuͤ vnd kelber / vñ das thet er trülich vnd mit groſſem fleys das er dem herrẽ gantz lieb ward / wan er nam zů an dem vyh / vñ ce ging im glũ VII cklich. Alſo ward der herr foꝛchtẽ / das im der hirt Malchus ente ieng vnd hinweg lief vnd gedacht er wolt im ein weib gebe wan er dan weib vnnd kind überkem / ſo wird erbehempt / vnd blib im bei 9€ vif) Alſo kam er zů dem Malcho vñ ſagt im er wolt im ein frawẽ geben / deren eine vy mit im gefangen vnd verkaufft wer woꝛ den / er antwurtet / Das wól gott nit / ich bin ein criſt / vnd hab mein keuſcheit gott dem herren gelopt / ich nym kein frawen. Der herr nach groſſen ſtreichen vnd gei wen die er dem Malcho thet / vnnd nach langer hůbſcher red die da Iheronimus ſchꝛeibt. Jere. das er dz weib nem / Zů na cht da man ſolt beiſchlaffen / da giengen fie in ein hũtlin oder hüly hinyn. Es was da nit vil beth noch kũſſin). Da fiẽg mal chus an vnd fadt feiner frawẽ 2c. Wie er vf einer gemein oder ſamlung komẽ wer vnd ſeligklich in keuſcheit gelebt het / vnd zohe ſein meſſer vß vnd wolt ſich ſelber er ſtechen / ee das et fein keüſcheitt verlieren wolt. Da ſpꝛach die fraw / er feltt es nice thůn / ſie wolt keũ ſcheit mit im haltẽ. Alſo bliben die zwey beieinander / vnnd liefen den herren im ſin / ye machtẽ kind mitein ander. Der Malchus / wann er des vyhs hůt / ſo ſahe er als wie die omeyſſen ein we (ep heten / wie ein der anðn halff yr bürdy tragen / vndwie eine die and den weg wei ſe /ettlich dy andern sf grab trügen. Daz (ft ( Ad pꝛopoſitum noſttrũ ) Wan er nun ſemliches ſahe / fo ſchlůg er in ſich ſelber / vñ gedacht in dem cloſter da du geweſen biſt / da leben ſie auch alſo fridſamlich mi einander. Einer troͤſt den andern. Einert hüfft dem andern fein bürde tragen. Du wilt widerumb an das ſelbig oꝛt in dy ſel bige gemem. On er ſagt es ſeiner frawen ſye ſpꝛach. So wil ich mit dir. Ser Mal⸗ chus ſtach zwen boͤck vnd nam EC heütt / 77. 4 dei à * D = H x 7 LA e . Ld . » * — L4 B LI : ; vnd neiyet ſie zeſamen vnd bließ ſye vff vnd ruſt das ſelbig fleiſch 5l das es zů be halten was / oje mans aii ym den ſelben landen mit meerſaltz bereiten kan / das es lang weret. Vñ lege die vff geblaſnẽ Fort vff das waſſer vfi ſchwam mit feiner fras wen vber das waſſer. Vnd da ſie bei zwẽ tag waren gegangen / da ſahent fie nn en zwen nach reiten / vnnd ergedacht (als es auch was )es was der herre mit einem knecht. Der gůt Malchus gedacht / nun biſtu des todes / vnd kunt im nit entlauf⸗ fen / da kam er zů einer hüli zů einem lo⸗ ch / das gieng tieff in das erdreich hynen / da gieng er vnnd fein fraw in die grube / vnd dürfften nicht fuv Einen gon / ſie for chtent Scoꝛriones / Baſiliſcus / vnd Ze wen d. Da fand er ein neben loch / da ent hielt er ſich. Der herr het in vez ſeinen an gen verloꝛen / vnd ſahe doch woll die DOE: trit in dem ſand / wan das erdreich ſande⸗ cht wae / vnd ſahe an den füßtritten / das ſie des hinyn watent gangen / der knechtt gieng in die hüli / nach dem vnd ſie ynen geruffet hetent / ſie ſahent fie wol / ſy ſolten herfür geen auß dem loch / da ſchwigẽt fie der knecht wolt ſie herauß mit dẽ ſchwertt treibẽ vfi gieng zů weit hinderhin / da faf ein Leuwin da hinden / die hete ein lunge Leuwelin / die erwuſcht den knecht vnnd erwürget in / vnd ſpey fet ſich vnd die iun gẽ Leuwelin mit. Da der knechtt ſo lang darinnen was / vnd nicht herauß woltt / da gedachte der herr villeicht haben ſy in ermoͤꝛt iren ſeind zwen / vnd ſtott ab von feinem kemelthier / vnd gat auch hinyn / die Leuwin zerreiß in auch. Da dz Mal chus gewar ward / da wz im erſt angſt vn XI E | | VS 1 2 15 CNN gedacht gaſtu hinauf / fo wũt fy dir auch alfo thůn / vñ was im wee emt. Die lo RK An vi H "A N N. ^ LI . , RR win da fie marckt / dae man ir was yñen worden / da wolt ſie nicht mer da bleiben vnd nam das iung Loͤwelin in das mill - vñ trůg es hinweg. Sie rgett wie ein op wan ein Fas merckt das man weiß wa fy die iungẽ hat / ſo vetragt fy yo Da Mal chus da ſach / das die Toͤwin im ſtatt het geben hin urg zegen / da dancket er got V herren / da giengen fie herauß vnd f aſſen auff die kemelihier der so eiet / vnd ritten wol zehen tag. Es iſt ein lange hiſtoꝛy. . Alſo das ich ſag das diſer Malchus von den Emeißen gelertt iſt woꝛdern wider heim zůk eren. AZudemſibenden ſo wil ich von der Onmeißen ſagen (pꝛopter pie ſentes) vmb der gegen wüttigun menſch⸗ en willen / wan ven der enmeißen zepꝛedi⸗ gen gat wol der voꝛgangnẽ materiẽ nach wá ein gůte zeit hab ich euch geſagi (fünff Von i zehen ſtaffeln der volkumenheit in der ma fůnßeh tet y. vil ſubteiligkeit iſt) vnd werden die fEafflen ſelben dem adler zůgleichet / der in der EA ift neul he flũger. Nun ke n nicht yederman dem ch auch adler nach fl egen / darumb würt (ido dy getend fc matery wol de rauff füͤgen das wir do / des Ry ch dem hewſchꝛecken nach kumẽt / der vff ſerſper ſpunget vnd wider herab felt vnd wider ged. vffhin / vnd der Onmeißen die auff dem , erdreich krüchet Alſo haben ir waz ich en . ch diſe faſten ſagen wil. An dẽ pfaffen faſt nacht tag. Eſto miti domine. Hat der hochge⸗ let er Doctoꝛ Key ſerſperg gepꝛedigete p. 7 die H gentſchafft der Emeyſen / Thema / T. gang cad zů der Emeyßen. i Vn iſt es hüt vm cag oe euch verhieß ich I wolt die Emeyß für mich ne ? men / das wil ich euch leiſten vii mag das wort wol zů euch fulen tregẽ | A A N ^ U 11 Ld st - E: * D * E x $ p A % E * di gé E ; $a ) ! * Eigenſchaft der Emeißen menſchen geredt werden / wan ir an dem moꝛgen ligen zefulen / fo ir ſolten off Gent lieber got / fo man an dem moꝛgen sd pie? dig leutet fo iſt es kalt vnd zeucht das lee? lachen anſich wan dan du nicht auff wilt ſton / ſo fol der / der dich wecket / zů dir ſpꝛe chen das wort meins anfangs ( vade opt) ger) O du fuler vnd treger menſch / gang zů der emeyſſen vnd lere weißheit. Wã du Die erſt eigenſchaft die iſt Pccupationũ Varietas) V. Mancherlei uͤbunge hie auß gelegt würt. "-— 9 AA, e : * — N N v \ N e * X : 2 . - == — a e — — — — — 2 » LI e — Get, 2^ — * " > H 22 E? KN POL t LI ae WI e a" Lë KW A | foberlic tragen da fpeiß. Ee ketſchet etwan ein Emeiß ein groͤſſern laſt weder ſye tft die anderen tragen todten zůuergraben / die dritten ſtond an dem weg / als wolten fie die anderẽ weißẽ / das fie nichtt yrren / vnd den rechtẽ weg giengen / alſo das d ne müſſig gatt / ſie weiß was ſie thůn fo vñ was ir ampt iſt. Aber wir gond gantz — B —— Je Emeiſſenn SEE weiß Yo ettliche was ſy VIII haſt gehoͤꝛt / wie wir nit alle moꝛgẽ dẽ ad 3 let nach fliegẽ / ſo ſollẽ wir doch der emeiſ⸗ ſen nach kryechẽ darzů one Salomõ ex 4 mant / gang zů ð Emeißen vnd ler weiß⸗ heit / o fol falí das wir in der faſten billich ſollẽ thůn / zů der emeiſſen gon wã Salo⸗ mon ð derweiß geheiſſen iſt vns dz ſelbig ratet / ſo felle wir feine rat folgen ( vade igl tut opiger)o treger gang zů ð Emeiſſen. 7 — =s > mũſſig / darumb fo iſt vns als die zeitt ze lang / wir ſeien geiſtlich oderweltlich / wan wir nüt thůn. Da lauffeſt du in des ſche⸗ rerßhaus vnd ſchlechſt ein weil auff eer lu ten / yetz da hin / vnnd da in denn winckel vnd dir iſt nicht anders / dan wy einem in einer badtſtuben / ift er in dem bad / ſo iſt im zeheiß / ſo gat er herauß / ſo wiitt im zů kaltt / ſo lauffet er dan widerumb an das warm. Alſo iſt es vmb dy kellerin in dem hauß / yetz fo iſt ſie oben in dem hauß / dan da nidẽ im hauß / vñ blitzet ſtete vo einẽ B íi m | . ; NW : IH: | Ga tf — Y V N A P^ k / 2» ren y^^ VNY N N SS fea 7 PEX ELE NS N N | | -*— l; 7 9 N N [^ N N \ GI EN WS AVI vie — E N E x N N NY: TA AC Si ») ! — IN NN "4 WA A i + | | UN Sy E ZK: 1 W N Q N d 1 J| ; Ya B K ^d EE Sch AN N V IV EA H '| e — ' m: NC NS X VRR N E: 72 VAT — B E WW d 7 | l \ | en — W — N * d: N | * — $9. ^w : : ( V & E——-— N NSNC | jy ed e — ——— M! — AR. : in | ] - ZEN le e | ^ » 3 i ott an das enbemwottibf'e habẽ nichtt dapfierlich angeſchlagẽ wz fy thůnwoͤlle Darumb ein ſemlicher fuller kegel fol nũt / alle zeit ft im zelang wan er müſſig gat / darumb ſol er von den emeiſſen weiß heit / wie vil irẽ fein noch jo gat keine mft fig. 2Ufo fol es in den ſamlungen fein in den cloͤſtern / in ſtetten/ in den hüſern wa vil lie beieinander ſeind. Auch in deinem hauß fo fol yeder nan wiſſen was er thůn ſol / dꝛs iſt wider vil frauwen / die máffid dono vnd ſpꝛechen. Ja ſolt ich erſt ſpinnẽ vnd neyen / ich hab wol ſo vil zů im. bꝛacht das ich ein gnad fraw bin / ich hett es inn meiner mürter hauß nicht gethon / ich wil es hie auch nit thůn / das (ft das erſt wow das ich haben woͤllen ſagen. Zu dem andern ſpꝛich lch. Du ſpꝛicheſt was ſeind die werck der Emeiſſen / das ich fol von inen leren CH diß mal (o nym dũr werck. Ettliche ver⸗ graben die todten die anderen tragen ſie zů grab / Die dritten tragen ſpeyß yn / vñ weiſen die anderen den rechten weg. Alſo in der weitt iſt es auch ettliche menſchen ſeind ackerlüt / der (ft ein ſchůmacher / der ein ſchneider /der ein gerber / vnd Ariftos teles / der teilt alle ſtaͤtt / vnd das volck in den ſtetten in drey teyll. Ein teil ſeind die wercklüt / hand werckßleut / vy ſie dan hei ſen / ſchneider ſchů macher. Der ander teil das ſeind die burger. Die dritẽ die ſeind die edlen. Alſo ſollent die in dem erſten teil von der emet fen lernen die todten zegrab tragen ( Eſt inepta locutio) Es ſeind die handwerckß leut / de en mancherlei auff erdreich iſt. Dir mũß ſchũ machen / der mif si orbe: gon / Det ander kan es nit fo mäß ich pꝛedigen / vnd yegklicher über ſich in fenem handwerck / ſo gewint er na⸗ Die erſt rung im vnd ſeinen kindern / vnd von Mé ſeloen erſpart er etwas / das er armen len t auch 389uff kummet / vnnd das ſelb ſpeiſen vnd Bären / was iff das anders eis todten zůgrab tragen / wan wir ſterben al le ſtund / ia alle augenb ick. Ja ſpꝛicheſt is ich bin ein onge blũtlin / ich bin noch nit todt / ia wol todt / ich mag noch wol blitzen Du blitzeſt wie du woͤlleſt / ſo lauffeſtu op ſtirbſt ymmer zů. Wit (inge in der heiligẽ kirchẽ Media vita in moꝛte ſumus quc) Mitẽ in dem lebe feind wir jm todt / das (ft war / ſo du muten in dem leben biſt / ſo ſtirbeſt du obnen inn dem hymmel da iſt das leben on allen todt. In der hellen ift der tod on alles leben / der ewig tod. (voꝛ dem vns got woͤll behieten) Hie auff erh reich da iſt der vii todt das [he beleinan der vnd mit einander vermiſchei / du biſt lebendig tod (media vita) hüt biſt du ge⸗ ſundt / moꝛgen kranck / hũt blytzeſt du die ſtatt auß / moꝛgen ſo ligeſt du da heim an einem ber / vnd Gëft dich dy peſtilentz an darumb (o leben wir vnd ſterben / vnd die handwercks leut die ſich vnnd ander ne ren vnd ſpeiß gewinnen / vnd armen Lä ten auch geben / was thůntt die / dan das fie todten zů grab trage, Liebergot dein vatter vnd / dei mürer ſeind dir todt vi vergraben / du kanſt inen yes nicht vilme ihůn / als du geren t?ezeft du richteſt inen vff ein iarzeit / vnd begaſt inen ir leir ffil ſybenden vnd dreiſygiſten / heteſt du inen vil gůts gethõ / vnd fie geſrelßet die weill fie lebten / ſo heteſt du techt die todten zů grab getragen. Es iſt vmb vns gleich als vmb ein tre chter / wan man wein in ein fa ſchüttet / durch cin trechter / dyweil in dem trechter iſt / fo lauffet es hin durch ſtyll in das fas wars aber nicht mer in dem tre res iſt / ſo * | í y ’ ZW f d * d | * , Cigenſchaft der ſahet es an gurgeln vnnd bluttern. Alſo (ft es mit eng auch / wir achten vnd Reif fe numen das ſterben / wan wir an dem + I A binziehen ligen / vnd ſich leib vnd ſeel (oll | e * ſcheiden / das iſt falſch/ wan alles vnſer le AT ben ijt ſterben / vnnd lauffet der wein oder das waſſer durch den trechter in das (af vnd wan der menſch an das beth kumet [o ift der trechtet (Bier auß gelauffen / fo fahet dan der menſch an ʒů rühelen vnnd zů gurgeln in der kelen wie einn trechter Darumb ſo hab ich recht geredt das die handwerckßlüt die narung gewinnẽ / vñ armen leuten auch mitteilen / das ſie die todten zů grab tragen / wie ertliche Emei ßen thůn. X Aber dle ſelhige handwerckolũt / die fol len nitt da geſtonn / das ſie allein den leib wolten fpeifen ſich ſelber vnd die Iren vñ auch den armen geben / fie ſollen ſich hoͤ⸗ her oꝛdenen in ger, Got dem herren auch ett wan anhangen / vnnd werck thůn die beſſer ſeyn dan denn leib ſpeyßen / als da ſelnd tugenden uͤben / Betẽ / Faſten . wá dich got zů einem beſſeren berüffe hat dã zů dem / wir leſen in ewangeliẽ wie ein tám gling kam ap dem Berren vnd begert fe lig zů werden / der Herr ſppꝛach volg mir nach / der iüngling ſpꝛach / ich wil ee mei vatter vnd můtter begraben / als welt er ſpꝛechen / ſie ſeind altt ich můß ſie erneren ynen notturfft geben byß das fie ſterbenn ſo wil ich dan kummẽ Der Herr antwur tet im ( ſie ne moꝛtuos las die todten / die todten vtrgraben / vnd folg du mir nach. Als wolt der Gert ſpꝛechen. Es ift ein güt werck dem menſchen narung gewinnen / aber ich wil dich sa einem beſſern berüffẽ Alſo Got dem herren an hangen r ſollẽt die handwercks lüt ʒů seite anſich nemẽ; Von den anderen Emeiſſen. SOT Jeanðn Emei hen tre gen f; eiß ynn / ger⸗ 2d! ſten vnnd har ern was es PN, A ven ifi vro ſchaffen inen — green nut / da ſollen lere die andern menſchen / das ſeind geiſtliche leut / die ſollent betten / ſingen vnnd leſen / get loben / wan ſie dürffen nit hacken vnd rũten / noch ſchumachẽ / wir thůnt des din ges nit / vnnd haben vn ſer narung / man ſchickt uns den wein in den keller / vnd dz koꝛn in denn kaſten Darumb das ich nit darff arbeiten vnd andere auch / Darũb das wir vnſers dinges ſoͤllen warten / get tes dienſt volbꝛingen vñ was vns zůſtott nit gibt mã es vne / das wir dꝛey oder fier Büren an dem barren haben zeziehen / als da thůn die ſtoltzen Baccalarien an den biſchoffs hoffen / vñ ſeind die biſchoff mit dem ſelben volck vmbhengt / als ein Ja⸗ cob bꝛůder mit můſchlen / das fol nũt. So wir geiſtlichẽ Münich pfaffen vit Nunnẽ eſſen ener arbeit Ir ſpeiſen vno fo ſolten wir euch das zeitlich erſetzen mitt dem geiſtlich e. Aber vil gůte haben / rent vnd gült / wein vnd koꝛn d. Vñ das geiſt lich nitt widerumb thůn / das ergertt die menſchen . Es ift aber nit darmit außgeri cht / das du etwan ſpꝛich ſt / man ſolte den pfaffen nemen das halb gët das fie Babe was fol inen fo vil gůts /ſie Babe seuil Es (ft war / es hat mancher senil vnder denn pfaffen / darumb fo ſoltu es im nichtt ne men ich weiß nit wie es gon würd / wã mã allen den nemen (olt des fie zeuil habẽ / ee würd manchem leid werden / heteſiu der pfaffen gůt gotgebe wie es darnach gieng aber a ſo / den pfaffen vnd den cloͤſtern yr dit lon / vnd ſunſt lůgen vii fie darzůũ Hal ten das ſie recht lebten / vnnd thetten das darumb ſie das gůt nieſſen vnd haben. Iu D UE ^ *** ’ AN 4 Af 1 M * [^ k CH D D Im Cchermitw och Die n Alſo ſ ig ich das die geiſtlichen geoſſen 3 ſchaffen mit irem gets dienſt / arüb fic garan haben / von den pꝛieſter / redt Paulus ad Thimote. v. Dup'ieti honoꝛe digm ruit pꝛeſoyteri / Pꝛieſter / das iſt a len gi kliche i die wol vo: ſeind / vnd than das ſie hei ſen / die ſeind sve: feltizer cerwirdig / ein eer hie vff erden / die an er ter in ewiger ſeligkeit Ja hee auff erdreich ſeind De ʒw.ier eeren wirdig. Die erſt iſt due man yn zucht vnd eer erzeigen ſol / die ander err / as man ſie ernerẽ ſo / noturft ſol man in geben. Sie ſchaffen freilich groſſen nutz / Ja nyt allein innen / ſunder allen andern menſch⸗ en / ia wan ſie ond du fein vſſerhalb todt⸗ ſande ond in goͤtlicher gnad / was dan al fe ein frnüd gottes gute thut / da Babe die ndern o teil daran ( patticipee ego. . Wan ein pꝛieſter zů Rom meß lißet in gnaden gettes / ſo haſtu hie nutz darnon / vnd wan zu he ein Pater natier in gotes gnaden berteſt / jo hatt der zů Rom nutz vnnd tei d ran / was iſt dae ( Participiũ) da geſtont fle l / es redt deiner me dauon dan Petrus de P.llude in quarto) Du (csi Bet wie 1. dae zů / das einer ʒzů Rom nut hie foi haben / das wil ich dir ſagen. E iſt vmb die ding gleich als vmb ei nen menſchen der vil alter an im hat / da ſeind die aber ſchwach vnd kranck / vnd die finger gel / die een ſpitzig / der mñd bici Glo iſſeſt du ein füplın ein bꝛiege un / der mag n empfahet allen das bꝛieg in / ber alle guder ampfa gen nutz / die eben vndẽ an dẽ fůß werde ſtarck / die finger in/f. Ge an rot D werdẽ / ð mũd vñ alleg ider wer den dann gebeſſert. Es zücht yegk ichs giden ſich das un nett iſt. Alſo ijt es hie auch / wan en gerecht menſch erwae aute thůt / ſo wi ri Wor dern allẽ ir teil Satuo, Von den dꝛytten Emeyſſen. Je Dꝛittẽ Emei deen ſten an dem weg T | | welten ſie die ndern den Mr 8 ef Eé weg weißen / end die drit — te menſchẽ das ſe ind die edlen / Pꝛelatẽ em be under blſchoff vii Doctoꝛes. Es feat gr mancher was hatt der edler der vnnd der zeſch ffen / ſie gond mũſſig fie gond ut ml d wan De da hei men in den b ich rn leſ n ond lagen wie ſie in de n rat ſollen raten vnd vꝛteil ſpꝛe⸗ chen andꝛe leren vnd den rechten weg wel ( n vino dae voc ſtraffen / das iſt das ct gen ampt / der biſchoff pꝛedig en vn id den wer zů dem 8 nme leren . (Paſtoꝛes er docteꝛes ) Hirten vnnd lerer / darumb ſanc. us Panlus ) der hat die zwei empter zeſammen gebundẽ / hirten and doctoꝛes. das fie ſollen ire ſcheflyn weiden als hirtẽ / vnd ſie veiſen end leren als doctoꝛes. Aber wat leren fie vns / nit gãtz / an der heiliqſten seit/fei id wir am aller leichter tigiſten wan | ceo ons vertragẽ vnd nitt darũb ſtraffen / es iſt euwer gewõheit oder (Potius co: ur tela) am hauxt der faſten am Eſcher nut wochen fo die heilig kirch vn e: nut m t andacht zů der kirchẽ dre dé za e nx / of der pꝛieſter dir die vff dein kaun t legt / ond dich des todes er mant / ont d ſoꝛicht mẽſch gedneck das dn e d biſt vn wider zů eſchen wärjt dar zů fo man die altar oerhẽgt / vñ dich zů hohẽ dingẽ ermantt / ſo ſeind wir am aller ver tüchte ẽ / ſie lan ẽ hinun dher ep ſe nd fo nerriſch / machẽ vg der oꝛdenũg dete vnd der heil igẽ kirchẽ ein gelt óc ofi verachtẽs Die hübſchẽ freuwẽ vñ dy edlẽ berůũmẽ ſich / vñ werffen einanð mit eſchen / vf fol gar ein hübſch ding ſein. Wz got dẽ herrẽ zů gehoͤꝛt das ſolt man gott laſſen / wã mã doch vberein dy leicht ettigkeit thun wolt a wb 1 | | s d 1 * e d = E? Á EB. ^ di ^ CR fal 0 d der Emeißen ſo fol mã rs doch nit eben off dẽ tag thůn vff das haupt ð faſtẽ / warũb thůt ma co nit moꝛn ſo es ondas heiſſet ð geil mõtag. Es kam fernt einer in dẽchoꝛ lau en ð was beroͤmt ep beſchiſſen / vñ ſpꝛach men feit kummẽ ein kind tauffẽ / wer er ʒů mir kumẽ / ich wolt im ein vßweiſung Babe ge ben / nich wũdert wie ir pꝛieſter fie abſo U utere x5 ſie erẽ in d beicht / kein mir e ner zebeicht / ich wolt im zum minſtẽ ſagẽ waz drum vñ dran wer. Du ſpꝛichſt die allen habẽ es auch cero die alte ſein nit narrẽ geben / ſie ſend werlich als wol narrẽ ges ſein als wir ietzund ſeind / vñ wir als wol ale ſie. Du findeſt alt narrẽ vfi ig witzig vii findeſt alt witzig / vñ iunge narrẽ / vfi tung vfi att narrẽ Die biſchoff ſoltẽ darin ſehẽ / was gate mich an / gotgeb du tuͤge ſtes oð nit/wiltu nit zum hym̃el / ſo lauf s der hellẽ. Es ift aber nit recht / dz ma alſo mit erber leutẽ laßt gea alt bꝛuchẽ vfi ſcha den geſchehẽ / ale da mã den eutẽ die oͤffẽ neð ſch echt vñ dy f.njter zer wirf Es iff diſe zeit hoͤher ʒů er gere keit zebꝛuch / es ift die zeit 95 ma die ſchlüſſel vff fol gebẽ als en apt dz (y gel / ſo er ſein amyt vff gibt oð ein far dẽ herrẽ dy ſchlüß el entgegẽ treit. Au dem diittẽ ſpꝛich ich Dun ſoꝛicheſt was zeichẽ gibeſtu vns / das ich alſo lebe ſol / wẽ wũderu erck ietz geſche hen als vor zeiten geſchehẽ ſeind / ſo würd ich im glaubẽ beſtetiget dir zeglaubẽ vnd zet hůn was du vro lere ſt dd. Ich ſpꝛich dz du nítt ſolt wunderzeick ẽ begerẽ vii ſůchẽ wan du folgeſt nach den iudẽ / dy zeichẽ be gerte n. Es iſt auch nit not wã der glaub mit wũderzeichẽ genüc f; m beſtetiget ijt Es iſt vm̃ den glaube gleich als vm ein Roſamarin oð Meieronin gertlin / dã mã das zů dem erſtẽ ſetzet / ſo maf má es dick beſchůttẽ mit waſſer / darãb daz der grõd X neßer vñ bag zů der wurzzlẽ ſitz / wan ab er die wurtzel an hat geſtoſſen vnd erſtar cket / ſo bedarff man das gertlin nitt mer beſchüttẽ. Alſo ð glaub tft ep ſtarck / dar umb fo bederff ce (ei nit me der wundzel chen / ma fol auch nit leichtlich glaube wa etwan ein geſchꝛei v gat daz wundzeichẽ gewircke: werden / man fo: es vor wol erſa ren. Aber wa ſemliche leckerei fürgat / vñ mã die leut betrügt / da ſicht nymans zů⸗ warũb es bꝛingt geltt / der herr des lande nimpt ein teil darus / Der biſchoff der ni met den ander teill / vñ den dritten teil Ve legt man an den ba w der ſelben kirchen. Au dem fyerden ſpꝛich ich. Du ſpichſt / ich woltt wol miracnien vfi wunðzeichẽ ſehẽ / aber nit auß für witz oð dz ich am glaube zwe ff nem aber dar umb / d and mẽſchen deſter beſſer würde vii get darin gelobt würde vnd geert / da ſpꝛich ich das das ein rechte menũg wer⸗ wer alſo zeichen begert. Au dem funfften ſpꝛich ich / daz ch e nliche zeichẽ ly / die má ſagẽ fold ly ß võ eim armé mã zů Nürnberg der was nit ein betler / er was funjlein ar mer han duercks mã / der vo feiner arbeit ledt / der het got lieb / vñ begert etwa dick ʒům heiligẽ ſacramẽt zegon daz fein anda cht ge. neret würd / nun iſt es nit gewõlich dz die ma vil vn dick zůgangẽ als frawli⸗ ch geſchlecht / mã macht auch ein geſroͤtt darauß / wa ein man etwa dick ſolte zum ſacramẽt gon. Dißer (rum má der geda⸗ cht er wolt fic richte darzů / das er dz ſa⸗ cramtt geiſtlichẽ empfieng / vnd wan die zeit kam andꝛe men ſchen zum ſacrament ſolten vnd woltẽ gon / ſo bereitet er ſich nit anders dan felt er auch mit andern zu Ve ſacrament gon / mit Bertẽ vfi Faſtẽ. Es iſt nit not / das du an dem abent faſte ßtt B iud » i 4 Afs e Eſchermitwoch Die wan da des moꝛgens zů dem ſacramentt wilt gon / wan du dich ſanſt bereiteſt mitt tugenden in wendig. Vnnd andere men ſchen ʒů dem altar giengen vnd den mund off theten / ſo knũwet er doꝛt Gin? auch bei dem altar / vnd thet auch ſeinen mund vff vnd ließ im gleich ſein / als het er das ſacrament ſchon entpfangen. Da er ein zeit alſo an dacht hett gehebt sa got / vnd ſich ſelbs verachtet das er nit wirdig wer zů dem ſacramentt zegon / da aber die zeit da was / daz er ſich wie voꝛ be reit het zů dem ſacrament / vnd aber den mund vff thet / da andꝛe men ſchen das fa crament empfingẽ / da er den mund wie⸗ derumd zů thet / da empfand er cin parti⸗ cte; oder ein vierteil von eincr hoſtie im mund vnd groſſe ſũſſ keit vnd andacht / da er menig mal / dz al (s empfand / da ge; dacht er off ein mal da er es aber empfan de / du wilt erſaren ob es ein ſtũck vo eim er hoſtien ſei / oder ob du es numen wenſt als wer es dir in dẽ ſchlaff widerfarẽ / vnd eher den finger vff die zungen vnd lägett waz an dẽ ſing r wer / da ſahe er an dẽ fin ger hangen ein ſtũck von der hoſtien. Er thet in wider vff die zungen. Aber darna ch empfand er nymmerme (elc fürfige ) eit noch andacht /got enzohe ym die genad wie faſt er ſich darnach darzů bereitet. Au dem ſechſten ſpꝛich das du bei der cleinen Emeiſſen ſollt ver ich Du ſpꝛichſt ia wã ich auch alſo ein mi rackel emp fünd vnd ſemlich andacht ep ` ſiiſſi / vñ mir (ie got auch geb. Lůg du fie dich das du gotes gebot halteſt / vnd dich in tugenden uͤbeſt / vnd gott dem herren angan zeſt / vnd thů das dein / vñ laß dar nach got walten. ſibenden ſpꝛich ch. Du fragſt warumb entzoch gott der ber dem frummen man die guad chen die lerer / das im got der herr nüt en tzoch / wan er was eben gotes frũnd uach als vo / vnnd die gnad wircket mit in im die (affe vnd die andacht. Es ſtot daruff das mencher in feiner dürrer mer verdle ne vnd got lieber ſei / dañ einer der vil der ſüſſe hat / wan andacht ſtott nicht in der ſinlicheit / ſie (fot in dem freiẽ wilẽ. Dar⸗ umb da ward dem menſchen nichtt von Got entzogen Sehent ir es / alſo haben ie die drei erſten Emeiſſen. In dem Eſchermitwoch die zweite eigenſchafft gepꝛediget Wie dy Emeiſſen ettlich clein vñ ſchwartz ſeind. Jeander eigẽt e Lo — ^ Pm e e Zr Aa cchafft der Emeiſſen ſch CG Ge Qartz vnd clein ſein / vnnd SN y deiner fie fei ye ſchwer⸗ " — gl per fie ſein vñ ſovil keffer meſſiger fie ſeind / geſcheider vnnd win 4 ger ynirem geſert / darumb fo ſiheſtu daz die jelben deinen Emeißlin würſcher bei ſen / wan die groſſen / Vnd was fol ich hie — bf Lesch * ' k ch «N e 7 * s * H di lernen / Syben ſtück. Zu dem erſtẽ ſpꝛich ich ſtonn / die demůt / vnnd bei der ſchwertze verſtandt einfaltigkeit / v und leer hie das niemande ſolt verachten oder verſchme hen / Das cleinn iſt vnnd ſchwartz vnnd verachtet des leib. Es fort darauff das groſſe kunſt vnnd weißheitt vnd got ted gnad in im ſei / dae ler bei der (Engt ſen die man nitt verachtet / darumb das E ſchwartz iſt / noch dennocht iff begabt / das ſie ſemliche geſcheide in yr * X 1 EL | | | a LL | MEM | E. j * 72 x NS Ki: i Eigenſchaft der Emeißen hat / darumb ſpꝛicht Tatho / wen man die kind in der ſchůlen lert ( ini co: )cleine leut (ole du nicht verachtẽ / es kumpt dick das ſtercke vnd weißheitt in inen verbo: $ gen iſt / du findeſt manchen groſſen mun cken / in dẽ kein vernũfft iſt / er tft ein groß kald ein vnflat / vnnd kan nũtt / vnnd iſt niendert zů geſchickt / groß vnd ful iſt eyn ſrꝛich woꝛt / das ſeind zwen ſchaden. Her widerumb ſo findeſtu ein cleinen menſchẽ von leib vnd perſon / vnd iſt geſchicktt zů allen dingen / vnd dapffer / ſtarck vnnd ge ſcheld / darumb ſo ſag ich / das man deine emeißlin cleine menſchen nicht verachten fol. Ich habe defen von zweyen Fünigen/ von Dario vnnd Alexandꝛo wen ich / die frirtent widereinander. Darius der ſchi ckte dem Alexandꝛo zwenn oder dꝛey ſeck vol mag ſomen / vnnd ſchꝛeib im dar zů / das er mer volckes het weder er / darumb fo felt er abſton wan er hett als vil zekrie⸗ gen / als manch koͤmli in den ſecl en wer. Da nam der Alexander ein bꝛieflyn vnd thet pfefferkoꝛnlin darin vnnd ſchickt es. Datio / vnnd embett im damit / aiewol er wenig volcks het gegen feinem volck / ſo wer aber ſein wenig volck gar zapffreß vnd kün dann fein volck / darumb (o wer fein volck als magſomen / vnd ſein. volck wer als pfefferkoͤꝛnlin da ein koͤꝛlin mer bi tzlet auf der zungen / dan ein gantze hand s fol magſomen. Alſo kummet es mit den deinen leiben daꝛumb (ol man nie mans verachten etii dae er ein cleine mei iſt / das hat vov lang der fram heid Seneca) wol gewiß te / da er ſpꝛach. (Anima magnifica ſub quacun qʒ pelle latere roteft) Ein groß) mũitige ſeel / die mag under einer yeglich⸗ en hut verborgen ſein / gotgeb wie die hut iſt / ſie (ei weiß oder ſchwartz / groß oð cleĩ XI hubſch oder vngeſtalt . Zu demandn ſpꝛich ich vnd ler hie vnnd verſtandt bei der cleinẽ Emeiſſen demůt / vnd bei der ſchwertz e verſtand einfaltigkeit / ſo würſt du findẽ wie die ſelben cleinen ſchwartzen Emeiſ⸗ ſen / das (ft die demütigen vnd einfaltigẽ ſchlechten menſchen / etwan dick mer von got mit gaben degabet ſeind / dan etwan die faſt witzig woͤlẽ (cin. Sie fno gewas re gemahel vnd geſponſen Jeſu criſti vn ſers herren da ven in dem bůch der lieb⸗ habende feel fragt fie an gottes ſtat. v.ca. Deus eft ſponſus) wer ift mein geſrens der / des loͤcke ſchwartz fein als einn rap. Bei der ſchwertze verſtand ife einſalti⸗ ckeit der ſelben menſchen / wan fie got lieb ſeind / von denen ſpꝛach auch der Herr in dem Ewangel io. Mathei an dem. eet, Da der herr einen cleinen knaben in mit ten vnder fie ſtalt / vnd ſpꝛach (Niſi effici amini) Es fei dan das ir werde dein als die Emeiſſen [o moͤgent ir nicht yngen in das reich der hymmel. Zu dem dꝛittẽ ſpꝛich ich das die cleinen ſchwartzen Emeiß in / die demütigen ſchlechtẽ einfaltigen men ſchẽ ſeind got lieb / vnd got hat vil zeichen mit inen gewirckt vnd gůtheit inen erzeũget / er wirt inen auch groß cer vnnd gloꝛy an thůn in zůkünfftigen seite / da ven freicher Job (deridetrr iuſti ſimplicitee) die ein falt des gerechtẽ würt verſpottet werden von den reichẽ / als ein ampel / nemen der woꝛt war Dy einfalt des gerechtẽ verſpo ten die reichẽ als ein ampel / biß zů feiner zeit fant Gregoꝛſus vber dy woꝛt ſagt wz ein einfaltiger menſch ſei. Ein einfaltiger menſch ð fadt ſchlechtlich ws im in dẽ her⸗ gen iſt / er kan nit falſch ſtin / vñ vil erdin ckẽ/ er kan nicht liege / er ſagt ſchlech lich : E ! ) | ; H „ : * Eſchermitwoch die gerauß als es an im ſelber iſt / vnd wann einer dan fo einfaltigklich ſein meinlig ſa⸗ ger / ſo fien die andern erwan vnnd (pot, ten ſein / vnd (lagen im den muff nach / vnd treibẽ in vm̃. Als wan einẽ etwas ge ſtolen würt / vnd einer wil es vmb gottes vía ee nach laſſen / dan das er es mit re cht foꝛdern woͤl / vnd vil vngllicko mach en / den haltet man für ciné narren / wan wer yetzund nicht kan vll liſt / vnd beſchiß vnd den andern nicht vber das fell werf⸗ fen / den haltet man für ein thoꝛen / Wer aber vil be chiß kan vit leckerei / den halt man für ein weißen / da ſpꝛichet man / das (ft ein behender man. Man Beilfer (ep be hen digkeit / wer vil beſchiß kan / er iſt eyn behẽder geſel / dz er iſt / er iſt ei beſchißner geſel / darumb ſpꝛichet Job / es würt ver fporte: die einfalt des gerechten. | Darnach ſo ſpelcht er / die elnfalt würt verſpottet als ein ampel. Ein ampel iſt auß wendig ſchwartz vnd vngeſtalt vnd verſchmahet. Aber in wendig iſt ſie klar vnd llichtet vnd hat das liecht in ir. Alſo diße einfaltige menſchen verachtett man vußwendig. Ja ſpꝛicht man was ſol er / er ſt doch weder zů ſyedẽ noch zebꝛaten was ſol er. Vnd darnach ſpꝛicht Job biß zů ſei ner zeit / das (ft biß an dẽ lüngſtẽtag/daz wirt die vſſerwoͤlteſt zeitt ſein den armen ſchlechten einfaltigen menſchen / wan inn dem tag / da wäre innen Gott groſſe eer anthůn / er vetirt fie ſetzen zů ym auff den richtſtůl / da werden fr verurtellen die ge waltigen / vnd werden die rechẽ / die ir hie geſpotet haben / des tado warten wir/wir wan er iſt ons verheiſſen in der geſchꝛifft Zu dem fierden ſpꝛich ich. Du ſpꝛicheſt kanſtu mir nicht dan al ſo von einem ſemlichen ſchlechten einfalti gen menſchen von einer ſemlichen deinen chwartzen emeißen ſagen. Ich ſpꝛlch 7a. joꝛius an dem erſten bů ch Dialogoꝛum ) Da ſchꝛelbt er von eid ner ſemlichen em fen, Es was zũ Rom yn einer kirchen ein meßner eder ein ſyge riſt / die was in fant Steffens eer gewey⸗ het / der ſelb kirchuater oder meßner der hieß. Conſtantinus vnd was cin dütrer armer ſchlechter man vnnd einfaltig ein ſolllche Emeiß. Der het groſſe liebe zů den ampeln an zů zünden. Es füget ſich das da oll gebꝛaſt / vnd kein al me da wz auß einfaltikelt flet er dy ampel vol eo? ſer / vnd thet ein tachten von bintzen dar ein / vnnd zündet es an / da fieng es an ze⸗ bꝛinnen / vnd bꝛennet als wer es oͤll gewe ſen. Sehent ir wie got der herr der einfal tigkeit / da bei (Einb das das waſſet erfũl let das amyt Wilt du nun wiſſen ſeln cleine / wie de mũtig er wae / Du haſt re von ſeiner einn falt gehoꝛt / das wunderze ichen gieng vf das yederman den Conſtanciũ ſehen wol te der das zrichen het gethon / da kam ein bauer in die kirchen / vnd begeret auch dẽ Conſtancium zeſehen / vnd fraget die leut inn der kirchen weliches der Conſtantlus were / da ſtůnde Conſtantius auff einer lei tern / vñ machet dy ampeln / der hoꝛt das der bauer nach im fraget. Der bauer da er Conſtantium ſahe / da verachtet er yn vnd ſpꝛach / iſt dao rutzig ſchwartz unge | flale menlin Conſtantius / es ift doch nit an im das zů einem menſchen gehoͤꝛ / der bauer gedacht Conſtantlus det ein ſemli ches wunderztichen felt haben gethon der wer ein groſſer hũbſcher ſchoͤner man /da er in nicht fande als er ym in fürgebildet hett / da verachtet er yn. Conftantino den het gehoͤꝛt wie in der bauer verachtet hett * lieff er behend die leitter herab s dem auren / vnd hielße den bauren vnd vm $2 I 13 | I * d ; | L| 3 T | j Hd Ni TM — k 4 i -— fing in mit feinen armen vnd £ufferm der XII alſo das ſy alle mal meint / das hauß wolt vnd ſrꝛach. Du haſt allein offen augen / » vff ſie fallen. Aber fte ruͤfit get irem ge vnnd haſt mich cett angeſehen / alle an dern menſchen ſeind blind in mir. Sehẽt yr wie ſchlecht vnnd demütig die onmeiß was nun hoͤꝛe von ciner andren. Dyße Omeißen gehoͤꝛt den mannen zũ aber die zwo die hernach kummen gehoͤ⸗ ren den frawen zů / vnd hie nemend war die Hoftet frawen vnd die begynen / vnd das voͤlklyn ſollent hie einfaltt leren. Ich liß von einer Eloftet frawẽ die was (rt einem kloſter / deren ampt was / der kir⸗ chen zewarten auff vnnd zů zetbůn. Sie was ein cuſterin / ſie was aber nicht cuſte⸗ rin als vnſer cuſlerin fein dy in die kloͤſter vnnd in der ꝑfaffen hůßer lauffen / vnnd den iungẽ münchen vnd iungen pfaffen die bet machen / vnd ſie beſtreichen / vnd zellen fegen Die was ein groſſe gots frün din / da die ſelbe ſterb en ſolt / da hoꝛten die ſchweſteren die engel ſingen / dye zů irem end kummen warẽ Da ſpꝛach eine zů der anderen / Een auch das ich hoͤꝛe / Alſo hoꝛten ſie es allſament. Zu dem fünften ſpꝛich ich daz ich euch leyen auch můß von eincr Eneigen ſagen / vnd beſchꝛeib der lerer / vnd i t auch der miraculẽ eins / das sh (ei ner zeit geſchehen iſt / ſpꝛicht / da fct geſinn ein bürin ein lunckfraw in eim doꝛſt / nit fere von Nürenberg die was ſchlecht vñ einfaltig / vnd het got lieb vnd reinikeit / die gieng alle tag in die ſtat zů pꝛedig / wã man pꝛedigt. Sie het einen garten / da zo⸗ he fie kraut in / das aß ſie / vnd het ein ků / die malck ſie / vnd fürt alſo ein erber leben Die ſe big iunct fra w die Criſtum dẽ her⸗ ren ap einem gemahel genummẽ het / vn: in kenſcheit v erheiſſen zehalten. Der boͤß mahel in irem gebet / das er ir zůhilff kem vnd ye mer ſie angefoch ten ward / ye ſter cker fie wurd / das ift ( antipariſteſis vnd Virtus laceſſita creſcit) vnnd hilfft gar wol. Die ſelbige bü rin die Emeiß het ein anfechtung auß ein falt / das ſie ein zeichẽ begeret von got / darin ſy moͤcht erkennen ob got yt gemahelſchafft an heite genum men oder nit was er wolt. Da ſie lang al⸗ ſo gebettet het / vnd was vmb ſant Mar⸗ tine tag / da was ſie in irem garten vnnd gedacht aber daran / vnd bate Gott den herren / wer es nicht wider ſeinen goͤtlichẽ willen das er fie erhoͤꝛte / vnd ir ein zeichẽ geb / vnd gedacht. Nun wilt du in dẽ win ckel ſehene vnd trüwen er werd dich cthoͤ ren / da ſie alſo dar blicket / da ſach ſie drey hübſcher violen / da ward fie fto / vnd na⸗ me die vnd behielt fie für ein gotee gabe / vnd was wol ein wunder / das vmb fant Martins tag ſo der winter alle ding ver derbet hat / vnd ſie drey violen fand. Al⸗ fo behielte ſe die violen ein gantz iar für ein zeichen das das Got der herr jr gema kelſchaf t an het ginommẽ. Da aber nun das iar herum̃ kam / da geriet ſie zweiffeln vnd gedacht die violen weren en das von natürlichẽ gewachßen / vnd es were nichtt ein zeichen von Got. Vnnd da bat ſie got widerũb / das er ft ein andere zeichẽ geb / das er ſie zů einem gemahel genũmen het vnd bat er welt etwas laſſen find enan el’ nem oꝛt in dẽ garten da ſie hin ſehen wolt da ſahe fie an ein oꝛtt / vnd fand ein hüb⸗ ſches finger in / das was gewundẽ ale ma die trũw d machet / das ring in nam ficeft ſtieß es an fron finger / vnd dancket Dot das er ſie 35 einem gemahel nit ver chma het hett. Da ſyꝛichet der lerer / das er das geiſt trib fie vmb / vnd thet ir vil zů leid / kringiin geſehen hab / vnd kunt nicht wif » | DENIM * | | (| } i N — Hon der Emeißen en vé was metall es wer / das es aller glei Vnd er ſchweig ſein lebenlang / vnd ter cheſt wao feinem gereinigtem ſilber. Zu dem ſe echten lpꝛich ich. Du ſpꝛicheſt mich dunckt nicht das die iunckfraw hab recht gethõ / alle eln set chen von Gott begerẽ der gemahelſchaft wan es was ye Got verſücht / vñ Got [olt fie auch nit ethoͤꝛt haben. Der doctoꝛ ver’ antwütt es / vnd entſchuldiget ſy / das fie es auß einfaltigkeit hett gethon / daz zeugt das fie Got erhoͤꝛte vnnd ire begird erfül le. /als wan etwan ein kind etwas groſſes thũt daruß ſchaden kummẽ mag / ſo vet! ſpꝛichet man es damit / es ift ein kind / was woͤllen ir darauß machen. Ein kind hatt es gethon. Alſo deren kintheit entſchuldi⸗ get ſie. Wir leſen von einem man im altueter bůch / der was diß rr frawen gleich in eyn⸗ falt. Es was ein ma der hieß Paulus op würt genant der Einfaltig / der het einn weib. Je wie es gieng / er fand ein andern man bei ir / da ward er ſo zoꝛnig vnd lieff bynweg / vnnd kam zů (ant Anthonio yn die wüſty vnd ward fein (anger. Vnd es kam darzũ / das er groſſer zeichẽ thet dan Ant honine. Off ein mal kame vil altuet⸗ ter zůſamen / vnd redten miteinander / vñ was ir rede von den Pꝛopheten / vnd von Criſto J heſu dem herren. Da fieng Pan lue an vnd thet ein frag an ſie. Ob Chri⸗ ſtus voꝛ den Pꝛopheten wer vff erd gewe⸗ ſen / oder die Pꝛopheten vo: Chriſto. Das was ein weiſe frag. Es iſt küntlich daz dy Pꝛopheten vor Chꝛiſto fein geweſen / wan ſie haben lang voꝛanhin ym geweiſſaget Aber dißer Paulus was ſo einfaltig das er es nit wüßt. Sanctus Anthonius der ſchnawet in an vnd ſpꝛach. Gang hin vñ ſchreig Dißer Paulus gie ng hinweg vn gedacht dẽ woꝛt nach. Gang vii (weg nymemer kein wort. Wan er gedacht An tbonius iſt dein oberer / darumb ſoltu bil lich thůn was er dich heißt. Eo was aber nit (ant Anthonius meinung geweßen 9 er alwegen felt ſchweigen. Sant Antho / nius der foꝛcht das des lauffs vit des ib / erfals von denn ſiechen menſchen zegros würd. Wan man hielt vil von dem Pan lo. Anthonius der machte Paulo ein zell / weit hinden in der wũſte / vñ was nit wol zů im zekommen da er wonet. aber Anthe nus der blib da voran in der wůſty / vñ was kleiner ſiechen kamen / die machet er geſundt. Was abet groſſer bꝛeſten waren die ſchickett er hinderhyn in dye wũſte ʒũ Paulo. Da ward 2intGonío fürbꝛacht ein beſeſſner menſch / der was gebunden / wã er yederman freſſen wolt / vnnd ball wie ein hund Sant anthonius ſchicktẽ im zũ Paulo. Da er zů im kam / da baten ſie in das er gott den herren ſolt für yn bitten. Er leget ſich in ſein gebet / vñ bettet lang Da er auf gebet het / da troͤwet er dẽ Eet? ren / vnd ſpꝛach. Es ſey dan ſach das du dem men chen zehylff komeſt / ſo wil ich di ſen gantzen tag vngeſſen bleiben. Vonn ſtũdan da ward dißer mẽſch erloͤßt vo dẽ boͤſen geiſt. Sehen yr wie got der almech tig anſach dy einfalt dißes ſeligẽ Paulo · _ Zu dem ſpbenden ſpꝛi ch ich. Du ſpꝛichſt / Haben nun diße Gett ligen / alſo get getroͤwet / vnd wunderzai⸗ chen begertt / warumb ſol ich es nitt auch thůn. Ich gib dir antwurt / Das ſemlich geſchichten der heiligen / die werden vnß fürg ehalten / nit das wir den heiligen ynn den dingẽ nachfolgen / aber das wir ong daran ſoͤllen verwunderen. Vnd ift Re⸗ gula iuris vni ſingulariter Coce[fus non debet trahi ad conſe quentia. / bi ar Ti NY | | e Ld L^ | , H 4 d T La | | | | ! L| d , , —— C». f dunrſtag nach dem Eſchermitwoͤch gepꝛedi get von der eigentſchafft wie die Emey (fen durcheinanð lauffen. ôdꝛitte eigent y 2 chafft ð Emeißẽ iſt / dz ſie 1 7 durcheinanð lauffen / mit groſſen ſcharen vnd hau⸗ fen / noch fo haben fie keinen fürer / Feine kün nig der fie regiert / noch keinn obern vnnd ygrliche weiß was fie khůn ſoll / Es ſein zweyerlei thier Ettliche die wonen al⸗ lein / als Beren vnd Leuwẽ. Andere thier fein beyeinander wonen / als Daubẽ / hũ⸗ ner / die in einer Für miteinander fliegen / (Oder wie dit er dleut dan reden) Auch ſchaf gond mit groſſen herden miteinan der. Wir menſchen müſſen beyeinander ſein. Ein menſch mag im ſelbs nit genũg ſein / wir müiſſen all einander bꝛuch?( Ho mert animal pollítícam ) Alte Emeiſſẽ auch es ſeind ir vil beieinander. Bu ſpꝛichſt / was ſol ich hie lernen. Du ſolt Syben ſtück mercken. Daz du Vie bei leren ſoltt an dem cleinen thierlyn in ce Emeiſſen / die groſſe me; chtige weißheit / Got den herren erkennẽ / dao das clein thierlin / vnd iren (o vil inn einem hauffen beie nander wonen / on fü rer / on ein fürſten / on ein lerer. Andꝛe thi er die haben fürer / krench wo fy fliegen / ſo fliegen fie mit hauffen in einer zeilen ein / ander nach Sie haben aber ein fürer / der flüget voꝛanhin vnd zeugt inen den weg vñ wa ſie zenacht ſton / ſo habẽ fie ein hüt ter als ein wechter ð ſelb nimt ein ſtein in die clauwẽ / vñ zücht den ſchẽckel vff / vñ AE⁊Zů dem erſtẽ ſpꝛich ich | XIII wan er wil entſchlaffen / ſo empfallet im ð ft erwachet er. Des geichen die Hering die farent da⸗ her mitt groſſer vyle / ſie haben eyn fürer Ein hering der ſchipfft voꝛanhin / vnnd die andern all nahin / das wiſſend die ny derlender die kaufleut baß dan ich. Dye ymmẽ oder binli apes / der auch vil beiein ander fein, fie Gabe ein künig vfi ein lerer haſt du nie kein Lmeiſſen Eünig geſehen wan man 55 We baden iſt / So get man einem ein Emeiß künig / Wan mà vff die matten ſpacieren gat / ſo will einer einem ein boßheit thůn / ſo ſpꝛicht er ap im / kum ich wil dir der Emeiſſen Fünig zeigen / vñ wan dan er ſich faſt nach zů dem Emelß hauffen thůt / vnnd wil in ſehen / fo nim; met er ein handfſol mit Emeiſſen / vñ wür fft ſie im in den bůſen / das iſt der Emei⸗ ßen künig / Die emeiſſen Gabe kein künig ( Zu demandern ſpꝛich Bu ſpꝛichſt wie haben fie kein Burer oder künig / Nun iſt doch got ir fürer / wann er alle ding furt vnd zücht ( Que ab optimo et pꝛimolante omnia reguntur) Wan vo dem erſten gůt alle ding geriertt werden. Alſo regiertt er auch alle Emeiſſen / vnd jegliche in ſunðheit. Ich gib antwurt vii ſpꝛich das es war iſt / Das gott alle ding zücht / vnd regiert die emeiſſen auch / wan wir ſpꝛechen das die Emeiffen kein fütee haben / Das fol verſtanden werdẽ ( inf dem generis vel ſpeciei) Võ (rem geſchle⸗ cht oder von irerley. Die krench habẽ ein kranch sf einem fürer / die heringẽ ein bei ring / vnnd die binli ein binli s eine m Ea nig oder zů cíneu fürer. Aber die Emeiſ⸗ ſen haben kein emeiſſen der ir fürer oder künig ſey. Wir willen wol das Got ein gemeiner fütet iſt aller geſchoͤfft / vnd np * den gei | (, Eigenfchaft der h e Dunrſtag nach Eſcherm itwoch meinẽ regieren vff erdreich geſchehẽ ma⸗ gt / kein regenwürmlin im ardreich mage ſich biegen vnd kriechẽ on gottes hi ff vit ſt ur. Wan got der herr ein ding ſchoͤpftt ſo gibt er der ſelben creaturen ein ſtoß in kr offt / des ſe ben ſtoſſes leben ſie / vnnd rhũr was ſie ſol thůn vñ ir zůſtot zethůn Nym das gerne), Wan einer ſchieſſẽ wil zů dem zyll / ſo ſpantt er das armbꝛoſt vnd ler ein pfeyl oð ein boltz vff 9ae arm bꝛoſt vi iruckt die eñ auß / ſo ſchlecht die ſeñ hindẽ an den boltz / ſo ſert der boltz võ dem ſelben (ap byß an das zyl. Alſo gibt got einer geſchoͤpfft wan er fie macht / vñ in kra t des ſelbe n ſtoſſes wirckt ſie was fie thůt· Alſo von dẽ ftof flũget der adler vnd ſpigt der hirtz / vñ laufft das roß Al (o reg. ert auch Gott alle Emeiſſen / abe wir reden hie nit von dem gemeinẽ redi, ter aller ding / ber von dem fürer irerlei — Du dem dꝛittẽ ſpꝛich ich Du frage findet man nit auch ſemlich e emeiſſen / enfallige menſchen die on fue rer ſein vnd on lerer / vnnd aber von got gelert vnd gefürt werden Ich ſpꝛich ia du findeſt fernliche emeiſſen / die kein menſch lert den weg zů der ewigen ſe lickeit / vnnd got gibt es inen yn / er (ft ir lerer Du finſt menſchẽ armer baurẽ frauwen vnd man nen / etwan in welden in den suchen ſitzen die niendert kein pꝛedig Bösen fie kummẽ nit heruß / vnd kummet niemans zů inen / vii ít die beg erd da / fie begertend. Aber fic ſeind feämmer vfi beſſer weder die yn den ſterten ſeind / die alle tag hoͤꝛen pꝛedig vnd ſchꝛyen vnd goͤlen / vñ beſſer dan die vil rates yflegẽ / vnd rat (chen wie ſie fig da vnd da in der fach halten ſoͤllen. Wa⸗ rumb / got der herr lert fie der färt ſie / vñ ſeben clarlich ding / wie da gehoͤꝛen zů der ſelen heil. Da ſpꝛicht ( Nicolaus de lire. i Iſt es ſache das ke zerey yn dem glauben Johãnis.ii.) ober das worte vnctlo vos) vfferſtot / rüffen zů get / die ſalbung gotes der heilig geiſt wört euch leren. Es iſt ſoliche E neiſſen vmb ein ſtruſ⸗ fen ey Ein ſtrus iſt gar ein thoꝛecht thier / es hat ʒwen fettig vn flügt aber miendert Wan man es ioͤcht o ſpant es ſie vff vnd helffen im ʒům lauff vnd hat (GB wie ein kalb. Der ſtrauß legt ein ey in dem Hen monat in Julio / da die fon am woͤꝛmeſtẽ iſt / ond leget das in ein wagen leiß / vnnd verdecrt das mit ſand / vnd gat hinweg / vnd verg ſ et feince eyes / bꝛuͤtets nit vß⸗ vnd gedenckt auch nit das ein wage dar über moͤcht gon ond zerbꝛochẽ werden / ſo tunt de ſoñ als es dan in den heiſſen lan den iſt vnd die bꝛũttet dan das verlaſſen ſtruſſeney op, Alſo ſpꝛicht ſant Gregoꝛins dz mãche frũme perſon ſei verlaſſen von feinen obern / das die erberkeitt die in im iſt / das wriß vorn ey / der totter ſolt in ein erber leben verwandelt werden / ſo (t nie⸗ mane der es of bꝛůtte / geiſtlich lebendig mach / vnd ijt alſo vndern ſand verboꝛgẽ vnd vertrochen / damit es aber nicht ver dero / ſo kumpt die fofi vnd die hytze gënt tlicher gned / vnd bꝛüͤtetz auß der goͤtliche g ans / der erleuchtet den ſelben menſchen vnd weißet die Emeiſſen die ſuſt niemáo haben / vnd aber gern thetten was fiewis f ten zethůn da mitt ſie gelert wũrdẽ. O ich glaub dae der ſtruſſeneyer vil vnder euch vertrochẽ ſeind vnd von euch ver achtet. Lu dem fyerden ſpꝛich ich / Das man ſe nlich Emeiſſen die kein fürer habẽ den got / find man in den oꝛdẽß lüten in vngerefoꝛmiert cloͤſtern vii auch gefoꝛmiertẽ / du findenſt manchẽ in eim vn gerefoꝛmierten cloͤſter dem wuñ vnd wee iſt / das es nit recht zů gat / vnd alfo ein eif à 1 " | ! 1 d V T | DA , d 1 n2 | WI ? ; lend lebe iſt / vnd er woltt gern recht thů n vnd ſelig werden / wer weißt vnd lerıt den ſelben / ſein oberer nit / wen er ſelber nit re, cht thůt / vñ ka ſich ſelber nit lerẽ / auch die andern ließen es nit geſchehe / ſolt er etwas mit dem in ſunderheit an fahen gleich als wañ ein biſchoff etwan ein gůten gedankt hatt das vn das ſolteſtu abſtellen &. vnd (adt es darnach feinen Amptleuten / vnd de nen die bei im ſeind / ſo ſpꝛechen De dan nüt genediger herr / es ſeind fantaſeyen / wa kummẽ ir mit den fantaſeyen her. Rei cht thůn heiſſet yer fantaſeyen / vnd ſpꝛe⸗ chen es im ab / ſemliche bůben ſolt mà in ein waſſer werffen. Wan ein ſemliche emeißlin iſt / ein (em licher menſch in einem ſolichen vngerefoꝛ mierten cloſt er / So haſſen De in all / er ift vnð inen nit anders dan wie Daniel vn⸗ det den Leuwen in der grubẽ / vñ wie ein kützlin oder ein til vnder andern vögeln ſo hutzen ſie al vber in / vnd ſtechen vff in vnd iſt vn der inen gleich / wie ſant Stef, fan vnder denen / die in verſteinigten. Ir ſehen wie man ſantt Steffan malet / das die / die in verſteinigten / ſtondt all ob im / vnd werffen mit ſteinen in yn &. Wan d es cloſter ſchen mit den maurẽ iſt gerefoꝛmiert / vnd man in wendig vbel lebt / vnnd ein ſemlichs Emeißlyn vnder inen iſt / ober den hutzen De alle / ſie haſſet in / vñ ſpꝛechen / wa kummet der geiſt her ſehen wie ift er (o geiſtlich. Ein ſemlicher der mag wol ſpꝛechen ( Socius fui dꝛaco⸗ num et ſtructionum Job.) Ich bin gewe fen ein gefell vnd ein beiwoner der Dra⸗ chen vnd der Struſſen / wan ſemliche lei chte verlaſſne better ſeind Struſſen wis ein ſemliche Emeißlin vñ ſeind ſeine Dra chen / ſie woͤllen in all freſſen. . zu dem funften ſpꝛic XIII ich. Du frageſt findet man nitt ſemliche frumme menſchen vn der den boͤßen. ch ſpꝛich ia / man hat fic funden iy dem alten teſtament / vnd in dem neuwẽ gehe. Mi cheas was einer da dem künig niemand dofft die warheit ſagen / da ſagt er ſie im Deß gleichen Jeremias / Gelias auch / da waren dꝛeihundert Pꝛophetẽ Balam bei⸗ emander / vñ er allein vac gotes pꝛophet In dem neuwen Teſtamentt haſt du iren vil. tym ſanctum Benedictum Ber’ für / der was ein ſolich ſchwartz; Emeiß lin da er in ð hülin doꝛt lag vñ ein groſſen na men het ( Erat magnus re et fama / Da was nitt weit von im ein cloſter / da ſtarb der apt / da wurden die münich eins / vnd kumen zů im / vnd baten in das er ir apt wolt werden. Er ſpꝛach lieben bꝛüder / eu⸗ wer ſytten vnd geberd / vnnd die meinen gehöͤꝛen nicht zůſamẽ / ich wil es nit thůn Sie wollen nicht ablon / vnnd ſagten ym vil zů / ſie wolten im folgen / vnnd wolten gar gůt garn ſr innen. Sant Benedict na me es an / vnd ward ir apt / da er apt was da welt ct ſie refoꝛmieren vnnd vil abſtel⸗ len vnd woltt ſie eins lochs neher gürten, Das mochten fie nit erleiden vnd ſpotie⸗ ten einanð / vñ ſpꝛech ye ciner zů dẽ ande ren wie nun / haſt du rin aptt vber kům; men / du wolteſt in nur haben / ſo hab yt, Sie gedachten wie fiefein ab kemen / vnnd rũſteten im ein ſuplin zů. Ecin mal da hieß im fant Benedict servir cken bꝛin gen / da bꝛachten fie im wein in einem glaf der was vergifftert / da man im das glaß bott zetrinckenn / da machet er das creas darüber / da zerſpꝛang daz glaß / vñ ward der tranck verſchlitet / Da erkant er in Ve geiſt das es gifft was geweſen Da pꝛach er / got der herr wöl es euch ver eihẽ / was haben ir mir voͤ len ihůn / ich es euch u : Neitag nach Eſchermitwoch voꝛ ge ſagt / dz yr vñ ich nit zeſammẽ ren ich wil ewer apt nit ſein / vñ verließ die apt / vñ gie ig wið in ſe n hüli vñ ſpelũck Der lerer ſchꝛeibt von einẽ anderẽ clo ſter / da was auch ein leicht leben in / d apt ſtarb / die nmünch wurde eins / dz fie ein gů ten geſellẽ vnder inen erwoͤlẽ woliẽ / damit er nüt abſtalte / vnd inen nüt werte vñ ſie ließ alfo in ítem lebe bleibẽ Da der ſelbig erwoͤlt ward / da ward ſein cro gefürt vo got vnd berürt von der gnad gotes / dz er das cloſter woltt re vꝛmierẽ vnd beſſern / vnd ließ es doch on vii in der zeitt ee das die cõfirmation kam da bewarb er ſich vn der den edlen / als dan ſe mliche cloſter 5a? ben / die vber fie herrẽ ſeind / da er beſteti⸗ get ward / da berufft er ſie zů ſammẽ in dz capitel / vñ ſagt inen wie er biß her groſſẽ ſchadẽ feiner ſeelẽ hette zů gefügt / vñ fürs bas fo wolte er feinen oꝛden vnd regel Gal ten / vñ wolt inen voꝛ gon / vnd fie nit hei ßen das er nit vor anhin thůn woltt / vnd ſpꝛach / thůn was ir mich ſehen thůn. Die Emeiſſen warde von got gewyßẽ / wan ð lerer ſpꝛicht / Das es leichter iſt ein gantz nũw cloſter bau wen von grund auff / dan ein cloſter wider bꝛingẽ / das alfo verfaté iſt. e frauwenc oͤſter / die nit refoꝛmiertt ſeind / vnnd auch mañ cloͤſter / die ir offen heiſſẽ / es felo nit cloͤſter / es fcio hůrhüſer. Zu dem ſechßten ſpꝛich ich. Da frageſt du / wie ſtot eo vnb die / die alfo feinen offnen vngereſoꝛmleriẽ dë ſtern / Die erer ſ ind vng eich an (re fen tentz. Ettlich ſeind ꝛeuil ſtreng vnd hart / vnd ſpꝛechent fie ſeien des teuffels / das ift wer, Andere ſeind zewelch vnd zemilt Die ſpꝛechen wan man in ſemlichẽ offnen cloͤſtern thet das andꝛe criſtẽ menſchẽ the ten / ſo wer er der behaltnen / oder die well die kirch fic du det / vnd feiner (fan vnd ſtatt fie laßt nëm gon / ſo ſtandt er wol , dite ſeind zemilt / andere halten das mitel die gebe den vnderſcheide / wã einer fü ſtück hab / So ſtand er wel. dem erſten / So ſol er halten die hen gebot / ond ander criſtenliche oꝛdnug vnd die ding die ander leyen halten · Zů dem andern halten ſein regel / vnd ding die er gelobt vnd verheiſſen bat got dem herren. esü dem dritten / ob man in vo der ges mein nit verſech / daz er nuͤt hab dan mit vꝛlob ſeines obern / das zů einer notturfft gehoͤ:t. Zů dem fierden / ob er zeuil hete / das er andern bꝛuͤdern die mangel Babe mitteil. Zů dẽ fonftẽ / So fol er des willce fein wen man kume vnd das doter wol refoꝛ⸗ mieten / vnnd ym notturfft geben / das er nit darwið wolte ſein / ſunð darin gehel en zi dẽ ſy bend ſpꝛich ich Da fragſt du / wie iſt es ein ding / wa ein er wer in einem ſemlichẽ offnen dofie / vñ ſehe das er fein fell nit behalten moͤchte. Item wa ſol einer fliehen / der alſo in einẽ vngerefoꝛmierten cloſter iſt. Item wã einer gelobt hat geiſtlich si wer den / ob er genůg thuͤge / wan er in ein ſem lich ofen cloſter gat. Item wan man in auch ſunſt niendert auff woltt nemen / ob er genũg thet in eim ſemlichen clofter, Jiem vie iſt es mit einẽ muͤnich / ð auß eim gerefeꝛmiertẽ cloſten gat in ein vnge⸗ refoꝛmiertes. Ich gib antwurt / das die le rer nit clarlich hie auß trucken e foꝛchtẽt fie verbꝛennẽ ſich oð verbꝛüͤgẽ ſich / darũb (o laß ich es auch alſo ſtõ / aber in ſemlichẽ zwifelhafftigẽ dinge (ol einer rat ſůchẽvñ dem nach gon von einẽ frũmẽ gelertẽ mã Es wer nüt das er gelert wer / wañ nichtt BE HÄ . , " | ) i b. dg I i ; H Et. hn AA 4 I & (Ex P 22 d , — Die mm Cigentſchaft der Emeißen erberckeit vnd frumckeit auch da wer / al ſo haben ir das. Jetzund nicht mer. sun Freitag nach dem Eſchertag Prediget Doctoꝛ Keiſer ſperg die Herden Eigentſchafftt der Emeiſſen vo item Regimẽt Je fiero Cigct 94. ſchafft der Emeiſſen ift/ ð daz gar ein ander regimẽt ; A ift under den Emeiſſen / dan vnder den ymẽ / wan die ymen haben ein künig vnder dem fie ſeind / vnd haben ein haupt dem ſie gehoꝛ fam ſeind. Die / Emeiſſen hon kein hauptt noch künig / vnnd zottern ſunſt durchein⸗ ander. Darumb iſt not das einander re⸗ giment vnder den Emeiſſen ſei / dan vnð den imẽ / da ſpꝛichſtu / waz fol ich hie lerẽ. Zu dem erſten ſo ſolt du leren vnd merckẽ kürtzlich / das da iſt drei feltig gůt regimẽt / vnd beſchꝛeibt es Ar. ſtoteles in polliticoꝛum. viii. Et hicoꝛũ et pꝛimo Rhetoꝛice) Das erſt gůt regimene iſt / da einer ein gãtzes land ein gantz vol⸗ ckeregiert / vnd er von dem volck zů dẽ re⸗ giment geſatzt iſt vnd darzů erwoͤlt / vnd er ift alfo ein frũmer erberer gerech techter das er nicht feinen nutz ſůcht / vnd weißer vnd leret / vnnd gat inen veꝛ / das iſt das beſte regiment / das da funden mag wer⸗ den / So ſpꝛicht Ariſtotelee / vnd das regi ment heiſſet Regnũ ) ein reich / der oberer heiſſet ein künnig von künnen vnnd von dem wyſſen / wã er von dem volck dar ge⸗ (estt iſt / als einer der mer wüſſe vnd kun ne was irem gemeinen nutz gůt mag ſein dan kein anderer / darüb heiſſet er ein kü nig von künnen. Es iſt gewonlich wan vil miteinander vber feldt gon ein ferren weg / als bildet oder kaufleut / iſt einer vnder i nen der die ſpꝛach an dem beſten kan vnd des lands ſitten / den werffen fie auff für ein oberen / dem ſeind fie gehoꝛſam / was et De heiſſet / der heiſſet ir künig. Alſo in einem reich da man einen hat für ein künig / der nit niſtet vnd ſamlet ſtets auff ſeinen deller / aber er fücher was dem gantzen land vnd der ao mein mag gůtt ſein / das ift das beſt regi⸗ mit wa ein ſemlicher ift ¶Et melio: eft bo nus rex quam rex) Es iſt beſſer ein bonẽ künnig / dan ein künnig / ein gůtter kunig Bonus rep quam rex) Vnd das reich hei ſet in kriechen Monarchia. Zu demandern ſo iſt ein gůt regiment / ein reich / Da nit einer allein rigiert / aber es werden ettliche von der gemein dar geſetzt / vnd deren wenig darzů erwoͤlet / als die welſeſten / frümſten vnd erberften vnnd beiten zů dem ſelben regiment / das iſt auch ein gůt regiment / aber nicht als gůt als das erſt / da einer al lein regiert / vnnd das regiment heiſſet in kriechiſcher ſpꝛach Ariſtrocacia. Das dꝛit Regiment oan das minder gůt / da vil ſeind die da regie ren / als ein gantze gemein / das heiſſet inn kriechiſcher ſpꝛach Tchimogrec ta. Soltt man von den regimenten reden / als Weir ſtoteles daruon redett / (o wißte niemans was es wer / es ſchickt ſich nit / vnd die nũ wen Tranflacoses weichenn von ym als Thomas Argentinus. Nun zů dem andern ſpꝛich ich das wy⸗ derſynd / ſo ſeind dreierlei boͤſer regimentt Das erſt bóf regiment iſt / da einer al ein ein gemein / ein ſtat / oder e n land regierer vnd der iſt bof ein ſchalck / er ſůcht nichtt dii H 1 ii e d | E - 6 nach Eſchermitwoch mer dan ſeinẽ nůtz / alles raſplet er zů im / vii adyier der arme vnderthzonẽ nicht / dz iſt ein boͤß regiment / vnd verlürt d. n nos men ein» küniges / vnd heiſſer Chyrãnus (Gregoꝛins ſuper Job pit paſtoꝛis ẽ oues tondere non degludere ) Es heißet nit de⸗ dintite, Das iſt ein ampt eines gůten hir⸗ ten das er fein ſcheflin fel ſcherẽ nit ſchin den Degludere / heißt (Binden, Ein herr ein iuncker (ol ein zymliches vo [eine ſche⸗ flin von ſeinen vnderthonen nemen / das er ſie ſchere vnd nicht ſchinde. Ein gůtter hirt der fol feine ſcheflyn weiden ſpeißenn vnd innen die wolle abſcherẽ nicht dy hut chicen, Meinſt du nicht das mann der Thyrannẽ vil find / die alfo arme lũt ſchin den / vnd verderbẽ in beiden ſteten in den geiſtlichen vnd in den weltlichen. Das ander boͤß regimẽt iſt / da vil zů einem regiment geſetzt ſeind / die nitt den gemeinẽ nutz ſůchen allein fren nutz Gert vff iren deller / vnd wan man inen etwas ſagte das nůtz vnd där möchte fem fo ſa⸗ gen ſie / was gat es mich an / ich hab kein nutz daruon / was hab ich darnon. Es iſt gar ſchmoꝛotzeriſch alfo reden vnd nichrt wollen thun on dein eigen nůtz vnnd ver gebens / das man dir ficte lon můß gebe, Das drit boͤß regiment ift das boͤßeſte da ein gemein regiert / vnd das bůbẽuol⸗ ck angeſehen würt vnd freunſchafft / vnd nicht erlich vnd frumme perſonen. den fyrdẽ ſpꝛich ich Das durch die drey gůten regiment gere giert ſeind worden das volck von Iſrael. Sie haben gehabt einen das was Moy ſes den inen got gab vnnd in ſatzt an ſein ſtat / das er fie ſolt füten auß Egyptẽland vnd fie felten im gehoꝛſam ſein / er regiert ſye wol. Sie fein darnach mit den andern regimẽt geregiert woꝛdẽ / Da got zů Moy (ce ſpꝛach er / woͤl dir auß alle volck. lex. man die frum (cien 2. die dir helffen regie ren / das warent die oꝛdenlichẽ richter die. vx. Mit dẽ dritten regimẽt ſeind fie gere giert woꝛdẽ / da De kein richter mer hetiẽ⸗ als am bůch Judicũ ſtot geſchubẽ / dz yeð man thet dz in gar düchte ſein. Darnach hat got dz volck allein durch ſich ſelber ge regiert / als er die Emeiſſen regiert / dy nit hond wed kũnig noch fürer / vnd got FCO? ret fic ſelder / als ir geſtert hoꝛtẽ. Alſo lag zeit hat got das volck durch fid ſelber ge regiert / vñ het inen got geben ein frumen ma der was ein pꝛieſter hieß Samuel⸗ de ſegt got / wie er fic haltẽ ſolt. Diſer € muel het ʒwẽ ſün die ware bůbẽ / ſie namẽ Gabe vnd ſchẽckinen von / vnd gabe falſch vꝛteil / das volck wolt es nit mer lei⸗ den / vñ kamẽ zů Samuelẽ vnd ſpꝛachẽ / gib vne ein künig / als andere voͤlcker ha ben / dein ſün thun vns dz / das woͤllẽ wir nit mer leidẽ / ſo biſtu alt vñ ſtirbſt ſchier / vii kanſt vns nit lag me regirẽ / Samuel erſchrack vii hoꝛt co nit gern vo feine Im nen / wã er es hier gewiß t het / fo hoꝛt er es nit gern / das fe woltẽ gott verlaſſen / vnd nit von im durch in mer geregiert werdẽ vii wol tẽ ein eignẽ Einig erwoͤlẽ Samuel der gab fic in fein debet vnd bat gott er wolt im ſagẽ / wie et ſich haltẽ (olt mitt dẽ volck. gott ð herr ſpꝛach zů im / er ſol thun was das volck wolt / vnd felt ſie laſſen ein Eiinig erwoͤlẽ. Er folt aber inen ſagẽ was vbels vii (Gabe ine würd entſpꝛingẽ / wa fie got woltẽ vᷣlaſſen vfi eignẽ Fünig Babe woltẽ / da erwoͤltẽ fie Saul / ð was fo grad vñ alſo lang / das er mit dẽ haupt vber al les volck außgieng / der geſchichtẽ des ſel bigen künige / feind die bücher (regũ) fol. Zu dem fünfften ſpꝛich x » T E wa "u , D i ; b | id r iM | | , , 1 MEM Bm. EW D. SCH E 3 1 E: #5 E: ^ di id i y * E - TUN - ich /Daz alfo etliche menſchẽ on alles mit tel võ got geregiert werdẽ wie die Emeiſ⸗ ſen / wã es iſt not 95 fie gott regiere / wã ſie ſunſt nit ſelig wurdẽ du findeſt vil mẽſch en / die nit legen künnẽ in büchern / fie ha⸗ ben auch niemã der fie lerevfi inẽ pꝛedige den weg zů dẽ hymel / So ift auch niemãt der inen ein gůt exẽpel vñ beiſpil voꝛtrag Ire obern die es vo recht thůn ſoltẽ / wan es ſchon in cloͤſtern iſt / Die ſelbẽ obern ſol ten es thůn / ſo thũd fte es nit / ſie ſeind die erſtẽ am ſpil vñ in aller leckerey / vñ bieten fib herfür gleich ale daz boͤß in einet wan nen vñ ergerẽ ſie / dy ſie ſoltẽ beſſern. auch ift es in den weltlichẽ mẽſchẽ / wan ſchõ et wã ein tochter nit geneigt iſt auff die welt fo (ft fie vo ir můter verachtet / die mater fluofit (ie treibt ſie sf ð welt / zů hofart vñ ſpꝛichet was wil auß dir werdẽ / warzů biſtu gůt / wie kanſtu fo vngeſchick fein &. vin ð gleichẽ woꝛt. So nun das Emei ßlin niemãs lert vñ fürdert zů got / ſund an feiner ſeligkeit gehindert würt / So ift es not dz es got ð herr ſelber lere / wie wolt es ſunſt ſelig werdẽ / es werẽ ſunſt nit alle ding wol geo:dnet / wan Natura no Sch cít) In ð natur gebꝛiſt nit wz not iſt / was iſt dz geſagt. Es iſt ſo vil geſaget / wer da befehuf dẽ haßẽ / ð beſchuf im auch dẽ wa ſen / es iſt eĩ ſpꝛichwoꝛt / wer eim dz lebe gi bet / ð gibt im auch dz er dz lebẽ mag vffẽt haltẽ. Er gibt einer frauwẽ ein kind. ſo gi bet er ir auch bꝛũſt dz fie es ſeugẽ mag / vñ gibt dẽ kind die neigũg dz tütlin zeſugen / wan ein kind geboꝛẽ würt / ſo bald mã es ð můter an den arm gibt / ſo weiß es noch nit ob es tag oder nad tt iſt / ſo fahet es an vii ſůcht das bꝛüſt lin vnd wil ſaugẽ. Alſo (ft co hie auch mit ð gnad gots / dy vlaßt die menſchẽ nit / die ſunſt nit weiterkũnnẽ kũmen in denẽ dingẽ dy zů ir ſeelẽ ſeliceit not ſeind / wã vff die meinũg ſpꝛach ð her Jeſus ( Ego vobiſcũ vſqʒ ad cõſum̃a &.) Ich wil bei euch ſein beiſtẽdig bis zů end ð welt. Wie kũnd aber got enfer vᷣgeſſen ð fort für die Emeiſſen treitt. Es ift kein vater ð ſeiner kinð vergeſſe noch můter / noch kein Bene ir hũnlin / noch kein ketzlin irer iungen / De tragen fie von eim oꝛtt an dz anð in dẽ mul / vñ fahet dañ deſtermer má damit fie ire iũggen ernere / vñ hatt got ſoꝛge vor die Emeißẽ / gar vil mer fit get er dir 3a die ding das iſt ſein gnad dy dir not iſt zů deiner ſeligkeit angeſehẽ / daz du ſunſt niemãs haſt / ð dich den weg lere du kanſt nit leßen vnd (o du ſchõ lyſeſt / ſo veſtoſtu es nit vri haſt niemãs ð dir es er clere. Nit wil ich ſagẽ den dz du leßen ſolt vñ zů pꝛedigt gon ſolt. Aber ob es ſich be⸗ geb / as du nit leßen künteſt vñ s pꝛedig kummẽ / ſo laß dich dẽnocht gott nit er er⸗ lüchtet dich vii fort dich / weiſet dich in Ve dingẽ / die dir not ſeind zu ewiger ſeilikeit Zu dem ſechßten ſpꝛich ich / Das die emeißẽ die frũmẽ mẽ ſchẽ die gehindert werdẽ vnd ire obern gots erma nũg hinðſich ſchaltẽ ep De hinðn an irer feel heil / dy oͤmeißlin woͤllẽ haltẽ gotes qe; bot vñ die des herrẽ / ſo ſeind ande die rat; ten inẽ dz wiðſpil So verlaßt fie danocht got ð herr nit. Es (ff et gemein ſpꝛichwoꝛt vndleichtfertigẽ mẽſchẽ / wã ei iũckfraw er wa ol vn rei bleibe, fo kũmẽ ande bóf mẽſchẽ vñ ſpꝛechẽ wz nimſtu dich an iſt nit beffer ci ku die ale iar d kalb bꝛingt dã ein kalber die kein kalb bꝛingt. Durch die red fie iũckfrawẽ Hindn an ire iũckfra wſchafft zehaltẽ vfi eelichẽ ſtat erhoͤhẽ / ab er iunckfrawlichẽ ſtat ſolche bubẽ (olt mã hartiglich ſiraffen / ſie fein boͤßer da ð ter er Vigilant ius / ð welt eelichen ftat gleich wirdig machen der iunckfraweu ſtatt / ſo machen die buben iunckfrawe f att mind DI - TER D ) g | i i * L| — — Eſchermitwoch vñ verſchmchet er dẽ elichẽ (fat. Solt ich alfo grob daruõ rede als Jeronimus redt von Eelichem ſtat / du meinſt es ſei nüt du habeſt dan ſo vil kind / das ſie dir am halß hangen / vnd vff die achßlen ſchyßẽ vñ pflũttern ⁊ẽ / Sie hindern auch wirwẽ an irem witwen ſtat vnnd verwerfen in. Vonn den boͤßen verkerten menſchen / die andꝛe hindern an gůtẽ. Redet ſanctus Johãnes / ſanctus Paulus / vnd fant Ja⸗ cob. Sant Johannes in Apoca. ſpꝛichett Exit in nouiſſimis dieb) Es würt kum⸗ men in den letſten tagen vnd zeitten / ke⸗ Get vnd antecriſti / wider criſten Antecri ſtus) Heißt einer der wider criſtum iſt dẽ ir heiſſen ð Enteriſt / dz ifl war / Ex wũrt vez dẽ end der welt kũmen. Aber ierz ſeind vil entcriſten / das iſt wid criſt / das ſeind alle die / die wid die ler criſti leren / als Wir, die Eelichẽ ſtat erhoͤhen woͤllẽ vber iunck frewlichen ſtat. ſanctus Paulus ret auch von inen Qui fpiritu dei ag untur) Wel che menſchẽ geweiſſet werde von dẽ geiſt gottes / das ſeind kinder gottes / Wan die habẽ daz recht clar liecht gotes als ſpꝛech er / welche dar wið rede die wandlẽ in ð fin fiere vii ſeind nit kinð gotes / aber des teüf fele. fanctue Jacobus ſpꝛicht (Qui indi⸗ get ſapientiã Wer da weißheit bedarff ð beger fie von got / Die weißheit wie er ſe⸗ lig werd / ſo wil fie im got gebe vberflüiſſig Zu dem ſybendt ſpꝛich ich / Daz ein ſolche emeiß fun dẽ ift woꝛdẽ in dem land dobẽ im algew / da das bꝛott ein end hat / vñ die ſchlehẽ ſchier zeitig Gi? end ob lindow in dẽ ſelbẽ ruhen landt / da ſchꝛeibt ð lerer das da ſei geweßt ein lunck fraw / die got faſt lieb het vnd got dienet / Als ð ſelbẽ iunckfrawẽ vil in dẽ ſelbẽ land ſeind / vñ weð unfie noch begyne ſeind wa die cloffet nit da ſeind noch begynẽ hüßer Zů der iunckfrawẽwãdlet einer in yr ug vnd nã ſich an / Es wer in aller erberckeit als man daß die leckerei verdeckte / da es lang geweret / da fieng er an vñ ſagt eyt Wie er ir (o hold wer / als die boßheit ſich nit lag mag verdeckẽ / da (ie Host dz er fie vnoꝛdẽlich lieb het / da ſagt fie in mei huß ſollẽ ir nit mer gõ fo dz euwer meinũg iſt Er antwurtwoͤllẽ ir mich nit gerẽ lieb ha ben / es würt darzů kũmẽ / dz ir es muͤſſen thũ. Tia was ð pfaff voꝛ im arckwõ dz er zaubery kũd vnd dẽ teuffel beſchwerẽ / wie es herũb gieng / die iunckfraw fieng an ge denckẽ / dy geſtalt waͤdel &. weiß vn berd des pꝛieſters / ſie empfand dz es ein anfech tung was vnd ein anklopfen des teüffels Sie verachtet den wind diſer anfechtũg / vnd het ein zůflucht zů ð můter gotes vñ si dẽ liebẽ heiligẽ dz fie ſye woltẽ beſchir⸗ mẽ. Es fügt ſich dz ein erbere geſelſchafft frawẽ vñ man woltẽ zů vnſer frauwẽ gẽ einſideln / das nit weit dauon iſt / an dẽ ſel ben ott beichtet fie . vñ gab ir got ſolche gnad dz fie aller anſechtũg ledig ward / vñ ka in dy ee vñ vᷣdientẽ dz ewig lebẽ mitein anð. Ich ſpꝛich zũ ſybẽdẽ / 95 ma vo ð iũk frawẽ lerẽ ſol. Zů dẽ erſtẽ ein troſt vñ hof nung Babe D got / dz er dir an deiner ſeitẽ ſtãd / vñ dir helffen woͤl wa du fichteſt wi der die laſter. Ler hie dʒ nüt beſſers iſt wi⸗ der die ʒauberei vñ des tüffels geſpẽſt dã got anrüffen. Zũ drittẽ ler dz gemeinklich (o vil dz lad ruher iſt / ſo vil mer frũer leut da fein, Alfo was die iũckfraw in dẽ ruhẽ land im algew / da dz bont ein end hat / wã der weiß ſpꝛicht Non inuenitur ſpũe) der geiſt ð weiß heit würt nit fundẽ im erdrei ch da ma ſüſſiklich ſchlafft / noch in einẽlei be ð der find ep äer Alſo wa ruhe lad ſein / da fein vil erber mẽſchẽ. Alſo wa fell lad ſeid / da ift große boßheit / als wir hie zů Staßburg ſeind / da habẽ wir allẽ ſchleck vii můtwil / darũb iſt groſſe leckery * b. + d A | IET | | ! , , | " H | | i * [| E ET E du 125 v: K a Z EM v AN 4 di E hie. Alſo in.eim mẽſchen auch / wan er im ſelber ruch vnd hart wer / vnd das ein zeit teieb als die lunckfrauwe / So wuͤrd dar nach in im auff gen die goͤtliche ſaſſigkeit vnnd deren würde er empfinden alfo Ba + ben ir dae. 4. —— — = L. E , Ge e — — *-— Mx * ^ Lo 4. 37 ſchafft der Emeiſſen dz Lellickeit / das die das iſt doch vnder andern thierẽ nitt vñ ſeltzam / ye ein thier kiffet mit dem andern vnnd kyflet On die emeiſſen Ein voͤglin beißt das ander / Ein roß ſchlecht das an der Ein hund beißt den andern / was ſoll (dj hie leren. Zu dẽ erſtẽ lere das du frid vff erdtrelch habeſt / vñ nachfolgeſt ð Emeiſſen / vnnd dẽ fat des paradyß / im ſtat der vnſchuld im paradiß wer Adam — Die ım Eigentſchaft der Emeißen Am Samſtag .. d — , ST « — ; 2 — eg — A * e [S 3 A Y ei d 2i Lé Lee | Je fünft Eigẽt xvn voꝛ ten faſtnacht Pꝛedigkt Doctoꝛ Keiſerſperg Die fanffe Eigenſchafft võ einheilig keit der Emeiſſen. | b. nit gefallẽ / ſo wer groͤſſer frio vñ einhelli⸗ keit vno dẽ mẽſchen geweſen / wã alle méi ſchen von einẽ menſchẽ gemacht ſein / da⸗ mit frid vnd inen wer / got der herr woltt Adã ein hilff gebẽ / die im gleich wer vnd (atit ein ſchlaff in Adã / vñ in dẽ ſchlaff da nam er ein rip im vß der ſcitẽ / vñ das rip (ft fleiſch woꝛdẽ / vß Ve mach et im gott ein weib. Euam. Er nam das rip vß ð ſeittẽ das iſt in mittẽ des mannes / vñ machett eiu frauwen darauß. Er hat die fran wen nit gemacht auß dẽ haupt / des zů einẽ ze. chen / daz die fraw nit ober den má (el di: ſchen. Er hat fie auch nit gemacht vß 7c füſſen / das ct fie verſchmahen ſolt vnnd fie haltenn für ein fůßtůch / aber auß cim tip das in mitten des lefbo iſt / des zů eim zeichen / das die Ceſraw dem man gleich i e * P e - "t " " » - e * > | ri \ E ei / . ER — ) | : : ER ] 4 Im: Ke $ f A 7 * N N ame / e S 707 S 1» V € ——— 1 Gr dung? | E uil 8111 11 BN. U | Ak uat | WIN , | | 7 GR 8 [—- — | -E KE A Eech € ! * / S TB — ßen einand diẽſtbar ſeint y Ed 26 o» x e 8 | vnd gehoꝛſam / vñ haltẽ ſridẽ vndeinan | | - | - ( iſt / vnd fein geld vnd zůuerſton vnd für geben ein helicket / einbertzikcit zwiſchen eelentẽ Es ſtot gar vbi in einem hauß da fte miteinander zancken / vnnd die frauw můß vnd wil meiſter ſein / Die frauw fell ein geſellin ſein nice meiſter / fie foll auch nit ein fůͤßtůch fein, atunb fo ſollen ir Eeleut vonn der emeiſſen euch miteinander in friden zehal ten ein gemahel mit dem andern in cínit/ tit zeleben Es ſpꝛicht die ewige weiß heit (Ecceſiaſtici. xx v. In tribus benepla / cítum ) Es fein drei angeneme ding vot got vnd dem menſchẽ / Enickeit der b:üd welche ſeind eins geſchlechts werde genãtt bꝛüder in der geſchꝛifft / ly be der nech ſtẽ vñ fraw vnd man die ſich wol miteinanð be’ tragen / die drü geſchlecht ſollen in gůtten dingen eins miteinanð ſein nit in boͤſem. u demandern ſpꝛich ich. Du frageſt ob man noch einheillikeitt vio feio find auff erdreich in Eelichem (tat. So merck das in eeichem (tat dꝛeier ley keuſcheit ift Natürliche criſtenlichẽ vñ goͤꝛliche keuſcheit / iunckfrauwen ſein des luſts mer innen woꝛden / vnnd wolten fein hinfür auch nimmer mer innen werden / vnnd das heiſſet iunckfroweliche keuſch eit. Witwen ſeind des lu ſies innen woꝛdẽ Sie woͤlent fein aber fürbaß mũßig gon vnnd das heiſſet witwyſche keuſcheit. Ee⸗ leut ſein des luſte innẽ woꝛdẽ vnd woͤllen ſein mer inne werdẽ / aber mit keim ande ⸗ ren / dan mit irem gemahel / das iſt eeliche keu ſcheit / die ift dreiſeltig. Narürliche keuſcheit in der Ee das (ft da ein menſch in Ee eliche werck oder ſie be de nytt treibenn / wen die zeitt fo fie bei dũckt nach můtmaß / das fie geſchickt fein kindt zů empfahen / das ein frucht da wer den fole ep darnach elicher werck mũſſig nach Eſchermitwoch gon bif die frucht zů der welt kumt / das der im iar nun ein mal. Ad werd Adã vnd Eua geweſen vñ ire nachkũmen im paradeyß / Wan ſie nit gefallẽ werẽ. Eyn thier das ein weiblin iſt / laßt das menlin nit ʒů / wã es ſchwãger iſt auf geſchloſſen / ein merh / weder bꝛeckin katzẽ noch ander weibe thier thũ das / byß das fie geberen. Alſo ich wen Julius der keyſer der fragtt fein frauwen vffein mal / wie ee kem / daz die weiblin ð thierẽ die mẽlin nit zů ließen wan ſie ſchwãger werẽ byß fic geberen / ſie antwurt / ſie weren vnuenifftig / wan fie vernũfftig werẽ / ſo thetẽ ſie es auch. Spꝛi cht der lerer / daz er alſo zwei hübſche men (en kent hab / die in der eealſo lebten. Zu dẽ dꝛtten ſpꝛich ich Das die and keuſcheit in ð ee heißt ( Ca) ſtitas criſtiana) Criſtenliche keuſcheit ifl da zwo perſonen zeſamẽ kũmẽ vnd beiein ander ſein ein iar oð fyer / vñ machẽ kind eine zwei dri / vñ mache zum letſten eins 95 ſie da mit woͤllẽ fürbaß rà habẽ vñ der ding mũſſig gon. Alſo ſein geweßt vatter vfi mütter ſancti Nicolai. Soliche eme ßlin vii ſoliche mẽſchẽ findet má auch no ch vff erdreich / der le ec (eet er hab ir drũ par erk. t / dy geſchielt ware kin d zemachẽ vii würdẽ cia fürba ß dy Pig nit merzetũ. Zů dem fierdẽ ſpꝛichich Das die drit eeliche keüſcheit / iſt goͤtlich / da zwei mẽſchẽ zamen kũmẽ vri greiffẽ sü ð heiligẽ ee / vñ bleib € iũckfraw byß in yr end / alſo iſt geweßt Maria vh Joſeph/ſo liche menſchen findet man auch noch / ð le rer hat ir auch ein par kent / vnd alſo in ð ee zůſein / wie geſagt iſt / dz fein ſchwere fa chen vnd wunderberliche vñ groſſe ding. Es iſt als groß als da die drey kinð in dẽ glüenden ofen ſaſſen / vnd bliben vnuetſe ret / wer ift ð / der dech dz zrlaſſen iſt kan UN T HI , éi OI hi , | | | | H 1 uU i NI | K 4 i BEEN | A * D E d AR d? N "NM 4 — — anrüren vnd vnbeflecktt bleiben / wer iſt darnach der / der da kan wonen vnder dẽ ſchlangen vnd ſcoꝛpionen / vnd er nit ver gifftet werd. Alſo bei frawen wonen vnd ligen tag vnd nach bei yn. vnd ſich nit ver nnrein gen. Ambꝛoſius ſpꝛicht vnd mach et ein lang theding open (Mulier eft ia nua diaboli et via iniquitatis) Wan dur ch die pfoꝛt ift ingangẽ der teuffel in dyße welt zů dem erſten da er etuan betrog. Au dem fünfften ſpꝛich ich Du fragſt / ſol má auch keuſcheiten als du daruõ ſageſt raten denẽ in der ee / oder ſol man es inen widerraten. Ich antwurt vnd ſpꝛich / das man ſolliche keuſcheit nit fol ( Indiſtincte) vnnerſcheidenlich raten eder widex ratten vnd 9atyii fechten / dan es ſeind alo vi / als wunderzeichẽ / end der zeichẽ denen man nit (ol nach folgẽ. Sun⸗ der fie werden vns fürgeha ten zůuerwun dern vne De in dem geiſtlichen rechtẽ fa gen / das ein freiheit fo eine geben wũrt / ſo fol má nit ziehe in ein recht / das die gnad alſo in der ee scleben etlichẽ geben iſt / das mag man nit ʒů eim rechtẽ bꝛingen. Sãt Paulus vnderweißt die bloͤden vnd kran cken Ecleut / dae fte ein zeitt lang vonein⸗ ander ſoͤllen ligen / als ſo ſie betten wend / vnd ſich ſchicken zů andacht vff das ſie ir hertz deſter bafi möge vfferheben zů got / Vnd darnach ſoͤllen Ce aber zeſammen t gen. Alſo teufch in der ce ʒůlebẽ / wie geſa⸗ get iſt / wa ſemliche leut werẽ / die alſo wol ten leben / vnd ſemlich qnad heten / denen ſol man es nit widerratẽ/ man fell es inen nit abſchlahen / Wan ein menſch die beſ fern ding e woͤlet / vnd der geiſt gettes in inen iſt vnd wer den ſelben hat / die ſollen dem febm ein außtrag geben vnnd dem geiſt nit erloͤſchen. | ſpꝛich XVIII lch / Laß dich nicht befremden ſolich nw keüſchcit zů haltẽ inder ee Abꝛaham vnd Sara / die waren alt / vnd Herren kein kin dlyn / da i(t verſehenlich / das fie keuſcheitt miteinander hielten / biß dao der engel ln nen befalch im würde ein fan werde. Sa⸗ ra da (ie es hoꝛt / da ſtũd fie Binder ð thür vnd lachet / Das ſie erſt mit dun gauckel werck vmb gon ſolt / vnnd fff verſenhen lich das fie darnach / nach der geburt Iſa ac der ding müſſig giengen. Jachatias vnd Elizabet ſie warẽ beid alt / vnd gien gen det dingẽ müſſig. Item die vãtter vnd mütter ſancti Nicolai / nym ſie nech clarer. Maria vnd Joſeph. Ethmundus was ein biſchoff in Engelland zů Can ⸗ delberg / des mütet gieng in ein cloſter / vñ erwarb das von irem man vnd gemahel Item Melania was ein groſſe Roͤmerin vnd was acht iar bei irem man qeweft/ Darnach beckert fie den man / vnnd. xx. iar was fie ledig bei im. Sarumb ſyꝛicht (Johannes ſaliſpergum in pelicratico ve hemeneiſſimus eꝛateꝛ ( Pica puluinaris) ein p fulwen atze vber redet den man was fie wil/ Das (ft die cefta v. | Jiem ein Hirt vñ die itti Malchns bliben keüſch ep vderrraffen zwen art vñ all uetter / als man im altuet erbuch lyßt. Item Johannes der apt der kuntt die boͤßen geißt nitt außwerffen vnd ein bau wer warff fie auß / der ſich lang keuſch lich in der eegehalten / das ſatzet der apt; Bei h. nes gröffer afi ein einſidel fein. Item ſant Rünigund bleib ein innckfraw bey "Rey (ec Heinrich. Item Radigund / die bleib ein iũckfraw bei Lothario de künig dem ſibendẽ vñleſten ſpꝛich ich / da ſagſt es cheint ſchwerer ze ſein ei seit müf ig zegõ / de gatz máüfig E (t herter ein zeit kuſch zeſeĩ vn vnkůſch at - M . 1 , * I MEM , „A - ma meiden / dan allwegen kenſch zeſein / was nun ſchwerer iſt / das iſt dẽ menſchen mer verdienlicher Ich gib dir antwurt das in zweierlei wiß kumpt eim mẽſchẽ ein ding ſchwer vnnd hart an. Einthalb / darumb dav das werck ſchwerer ift zethůn / dz ma cht das werck verdienlicher. Zů dem an dern des halben der das werck thůt / vnd die ſch were machet das werck nit verdien licher. Aber als du dauon redeſt von keu⸗ ſcheit / o iſt die ſchwere deinenthalb / dar; umb (o fff nitt verdienlicher. der gewontt bat (i$ niet zerechen / wan dem etwas qe ſchicht / ſo ift er gedultig / der fein aber nit gewont hatt / den kumptt es hart an nach selon (Pꝛimus habet habitum) Darũb hat es nit ein geſtalt / das der me verdien lon / den es harr an kumpt / weder der an / der der alwegẽ (cum iſt / vnd gewond hat recht zethůn / vnd in leicht an kum / Darumb fo ſolten die beichtuatter da war nemẽ irer beichikind / der nature irer gelübden vꝛſach (rer geſchicklicheit vnnd tomplevion / vnnd die menſchen nitt bald darzũ bꝛingen / das fie keuſcheit gelobẽ / ſie ſollen die menſchẽ ermanẽ / die keuſch woͤl len ſein / das flyhẽ vꝛſach zů ſolchen dingẽ als da feid Heiffe ſpeiß / gew ttz / malmaſy Ein beichter der ſolich eelent belcht 85 ret wie geſagr iſt / Der fell (ie leren vnnd vnderweißen / das ſie ſich von einander thüͤgen / zwel bett in einer kamern haben / das eins das ander nyt verarckwenig als ir gehoꝛt ß̃aben. Er fol ſie auch weißen dz ſienyendert kein vertruwen vff ſich felber habẽ / ſunder allzeit got bitten inen zehilff zekummẽ / wan der herr ſpꝛicht (Sine me nihil) On mich fo vermoͤgen ir nüt / dar⸗ umb ſpꝛach der weiß (Non poſſum) Ich mag nit keuſch ſein / du gebeſt ſie mir den — Im der alten ſaſtnacht Die VI Sontag der altẽ nacht oder Inuecanit / Figur des Ewan gely / Hat der Doctoꝛ gepꝛedigt die Se chßt eygentſchafft der /Emeiſſen / iſt von fürſichtickeit. Ch dei aio WP a5 t d 4 ^ e * $ * » e * o Y. , " LI € $ D LI A e g , e 2 - A0 dt m^. Ze e 1 E bꝛingen ir werck. Su ſyꝛichſt wie kũn⸗ nen ſie vernünfftig fein ich wont es wer nur eyn menſch vernänfftig fein dan die thier auch vernünfftig Dz es war iſt wen wir e gentlich von der vernũ fr redẽ woͤl⸗ len / ſo tft allein der men ſch vernünfftig / Aber die vernun fft würt mit gemeinem name hie genuũmen für ein geſcheidheit⸗ die ir got yt Gat gebẽ / das (y das thůn fol (Pꝛo ſelicitudir e) die vernunfft würt gei nummẽ für ſoꝛgfeltikeit die ein thier hatt / vnnd in den geſchefften der thier / da wirt erkant die weißheit Gott des allmechtig. 1 |^ n Lud — ] : : JE: Vë U | | \ ‚In d // d Mos ES D IER A GL N: xd 4 ^i a | | jl IN % N N Dr, SUN AX ME (E | ! Il SSES | p", $1748 | NS 1% TERM Je. VI. Eigent ſchafft iſt (ſagacitãe) das i (ft fuͤrſichtickeit / weiſheit | — vernunfft /geſcheidickeit / | — Die Emeiſſen ſeind vn⸗ e o uerdꝛoſſen / vnd hon ein gůtt gedechtnyß E Ld was fy felle thůn / am meꝛgẽ fut vff / vñ (rat fo zottren ſie noch hinundher / vñ vol Die der XIX Gotes weiß heit würt als wol erkant in eim ſchnacken ale in ei ré groſſen El phã ten/er wiſſen wol / was ein ſchnack iſt / daz (o clein iſt / vnnd fo vil cleiner fu ßlin hat / alſo in einer Emeiſſen würt gottes weiß heit auch erkant / das gott hat ſemliche be ſcheidikeit kůnnẽ ſetzen in ein ſolichs ciein koͤpflin. Ein Emeiß hat groͤſſer auge we der der koff iſt / ð kopff ift fo clein das die augen nitt mögen in dẽ koͤpflin geflon da⸗ rumb ſo gon zwei gebelin / oder zwei zinck lin vom koff fürußhin an denen ſton die augen / vnnd die natürliche geſcheidickeit die fie von got hat ir angeſchoͤpfft die v heit heiß ich ir gedechtniß vnnd venunfft Es iſt in der Emeiſſen wie in andern thierẽ en, e ſchaff das ſicht ein eſel vnd ſicht das er lang oꝛen hat / vnd foͤꝛcht ſich nit / vnd ſicht ein wolff / vnnd hat nie keinẽ mer geſehẽ vnd flůcht den wolff / vñ nit den eſel / wer ſagt dẽ lamp / daz ð wolf E fein feiend iſt / vnd nit der eſel. Nũ iſt Sei ch feintſchafftt vnſichbar ich / matan fie nitt ſehen noch hoͤꝛen noch mecht / ſe ift wed ſauwer noch ſüß. Got der her hat ð nature der thieren geben ein ſießheit vnd geſcheidikeit / die heiß ich it vernunfft (Il lam ſagacitatẽ) auch alle Bier nehen ſ ch zů ð vernũfft des menſchẽ fo vil De mög? (Attingunt aliqaalítet Oꝛiʒontem rat io⸗ nis hominis /ſicut Bomines angeloꝛuʒ vel intelligẽtie.) Der geſchoͤpfft ſeind gleich wie ein kethẽ ift Ein ring begreift den an dern ring / der ander / den dritten Z. urch vfhin. Alſo alle geſchoͤpft hangen aneinã⸗ der / Die beum gent zů der vernunft des menſchen ſo vil ſie moͤgendt / darnach die thier noch mer/ ond ein thier mer dan das ander kumpt weßer zů der vernunfftt des menſchen reicher an die vernunft des en gels / vnd ein engel des andern / alſo daz al egeſchoͤpfftt hangen aneinander / wie die ring an eiuer ketten. Das ſibeſtu wol dez ſemliche vernunfft ift in den thieren / Du ſpꝛchſt we du etwas ſiheſt von den thier⸗ lin das der vernunfft gleich iſt / wer lernet fie es / nun hond ſie dech nunðt vernunfe gott hatt es in fie geſchafft. Du ſiheſt ein ſpinnẽ / wan ſie ein wep machet / fo henckt fie an den baum ein fadẽ an / vñ an ein an dern baũ auch ein faden / wie kũmet ſie ab er hinuff / vñ macht das ſpinweb eben an dem oꝛt da fliegẽ ſein. Wer ſagt der katzẽ das ſie iren iungen vor dem Potter fol ver) bergen / du ſtheſt wie die ſchwalm; ire ne⸗ ſtlin machẽ / du ſiheſt mitt dem ſchaff wie v geſagt iſt / das die thier ſe niche vᷣboꝛ gne ding kennẽ die ine ſchedlich ſeind / dz heiß ich die vᷣnunfft / vñ alfo fad ich / dz die Emeiß witziger iſt on beſſere gedechenyß hat dã vil andere thier / waz fol ich hie cce Zu dem erſten ſpꝛich ich Das du von Emeiſſen leren ſolr / vnd al ler meiſt die regentẽ in beiden ſtaten. Ich red nit von den regenten im hoͤchſtẽ noch von den minſten aber von den mittelmeſ ſigen / als da fein pfarrer / pꝛoͤbſt Z. die fol lent lernẽ weißhtit vnd ſoꝛg zettagen gegẽ (ren vnderthonen das fte von inen wol ge leet werden on geſp eif et mit guten exim pelẽ / vfi narung auch haben des leibee / ſo fer ſie moͤgen. Alſo was ſanctue Paulus ein pꝛelat Ad coloſeñ.) vnd auch ( Ad thi⸗ moteũ) Ich bit gott vnd bin daran / das mein frucht in euch bꝛinge. Lu dẽ andern ſpꝛich ich Du ſpꝛichſt es felt wol alfo ſein / ce ift ab⸗ er nit alſo die obern ſolten gůten wandel vit exẽplẽ iren vndern voꝛti ragẽ / es iſt ab er nit alſo. Die criſtenheit iſt zerſtoꝛt von obnẽ biß vnden vß / von dẽ bapſt bis vff dẽ ſigeriſt / von dẽ keyſet bif vff dẽ hirtẽ/ ce fols fein ſpuchſtu wie du hartes iſt ab 5 H * * H er alſe. (Oueſtio per debet ſeluitur per nõ fac t): ucht Ger ſon. darũb gat es (o vbel Ich gib dir antaurtt / das du gemach ſo t faren / nit ſo freuel ſein in deiner red / in deinem vꝛteil / vnd gedenck das ð herir ſpꝛicht ( Nelite indicare et non indicabic.) Irſollent nit vꝛteilen / das ir nit geurteilt werden / Diteil du die Pꝛelaten nit / vnnd de Regenten / vnnd far gemach] das du nitt falleſt. Wolteſin / darumb dz ein Re⸗ gent vbel thůt alſo vꝛteilten / ſo felteſtu in deinem vꝛteil / Barumb das ein münch ein büb iſt / darũb ſoltu nit ale můnch bis ben ſchelten / Darũb dz ein pfaff vnrecht thůt / da rũ b ſeind fie nit alle ſchelck. Sar⸗ umb dz ein eefraw oder ein iũckfraw vber das boͤglin trit / darũd ſoltu nit alle raw en vnd iunckfrawen Büren ſchelten / es (ci noch vil frũmer frauen vnd iunckfrawẽ Des ſolt du eim gleich riß nemen von oꝛ⸗ denung der heilig. n kirchẽ. Die kirch hatt die gewonheit / dz ſie kein gemein nech cõ⸗ mun in ban thůt. Du haſt nie geſehen / dz man kein landt / noch kein Get / nech kein doꝛff in den ban thuͤge / wan men vermeſ fer ſch dz vil vnſchu diger in der gemein ſeind / Alſo ſolt du auch nit vꝛteilen / dae ð oͤber boͤß iſt / vnd der auch vnd diſer arch Noch ſeind fie es nicht alleſammen / dar! umb / ſo lüg was du vꝛteileſt / man findet noch vil frummer obern. Zu dem dꝛitẽ ſpꝛich ich Da moch ſt ſpꝛechẽ / es reden dech vil mé ſchen alſo/ Das die regiment fo boͤß ſeint vnd die regenten / ſol ich dan nitt auch at fo Satmcn reden. Ich ſyꝛich ncin vfi wan (cen heilig leut alfo vꝛreilen / ſo ſoltdu nit alſo vꝛtei en / wan femlich heilig leut / die möten auch feen in ben asteil. Du c(t ein figur vom Helia/wie vff ein mal/ da kamen bei fünffhundert pꝛe pheten Bala⸗ da ſagt / da kein feur kã. Da rüſt Hellas am zeſammẽ / vñ ws er allein der pꝛophett gottes. Sie we lien ir get Balac wer rech ter got / da welt Helias fein got wer rech ter got Sie kamen des miteinanð vber⸗ cin / das fie ſolten ire op (fet zůbereiren yet tlichs ſeim got nach feiner gewonheit / vn welches orffer von dem für von himmel verzert würd / des get ſolt rechter get (eit Heliae gab inen den voꝛtantz / ſie ſelten ir opffer zů dem erſten bereiten / ſie ri ſtet⸗ ten op ffer zů / vnd die. ccecc. bttien vnnd ſchꝛũwen zů irem get / das er inen das feüi er von dem hyñ el ſant. Es wae nüt Heli as ſpꝛach ſchꝛeien faſt / er (ft etwã noch im v irtzbauß vnd Cor es nit / als dan ð text fen altar auch ʒů / oñ Le fürchẽ bei dem altcr vm bher machẽ / als mà vff eim ack er thůt / vnd füllet die vol waſſer / vnd be ſpꝛengt den altar auch mit waſſer / vnd lel get das op ffer vff den altar / vnd knyet ni⸗ der / vnd bat got das er wolt zeugẽ das er allein ger vnd her wer in Iſreel / vñ das das volck glauben an in hett / da kam daz felir vom hym̃el vnd verzart das opffer / vñ lecket das waſſer ſuber vff / alles volk licfF zũ Hellas vii hieng im en op ſchlůg Helias die falſct ẽ pꝛopl ecc alleʒete d.ʒ. ve Da das I fte lou on ver nam / da en bee f c Hella mem vmb dis zeit (o můß dein haurt ligen bei den tedten Pꝛophetẽ da er das hort / da floh er in die wüſte/got ſagt zů imwas er da there, Helias ſpꝛach da bin ich BSR vnd můß fliehen / darumb das ich allein deinn eter bin / Vund das bóf ſtraff Got der her feodo. ein helia du felteſt / du biſt nit allein mein erer / wã (d$ hab mir ſelber noch behalten ſiben tn ſent man / die ire kny noch nie gebogẽ Ba) ben vor keim abget. Sehen ir da / wy der hellig má Beliae falte / vñ meint dz nit w. Exmeinet er wer allein dotce erer da da _ — 4 1 T „in | A | i ei U e | TA | "I In * | t l | | , ^ 1 f b " I i | | | I ? Tr DÉI | 7 | 3 | ! | d emm m / ^ ch ^^ E Ec 4 1 d aes OR. E Lo EM Die v1 Eigentfchaft der Cmeißen XX ren noch tte tauſent zů im. Da ſpꝛicht Gregoꝛius / das got in allen ſtatten im fel ber etliche behalt / für fein fino etliche die ner / vnd nit alle ding den heiligẽ menſchẽ sët / vñ offenbar. Alſo ich hie auch / ob et; Cie heilige frumme menſchen ſpꝛechen / das die criſten heit alfo verderbt wer vnd zeſtoͤꝛt / dz Ecl oberet mer gůt wer / ſo glau⸗ be es nicht wan ſie moͤgen auch felen vñ betrogen bp wie Helia. Zu dem fierdẽ ſpꝛich ich Es ligt doch an dem tag fy ꝛichſ u als ein baue an der ſonnen / was die reg enten für ein weißen füren. die Pꝛoͤbſt / Pfarter / dis ſcheff / Stheſt du nit fo vil vnkruſcheiten alfo vil geitee / nyman kan vie erfüllen fo vil ſauffemp⸗ [o vil hoffatt / vnnd man fü cht das nüt gute in inen iff, Item du ſyꝛichſt / du entbloͤßeſt die Dom ckheiten / vie heimlich eiten der regentẽ off; enbareſt du. Nein ich offenbar ir heim li; cheit nit / wan iederman ficht es wol. Aber ich wein vnnd clag es / Vac es vr gedeckt vnd nit gedeckt iſt. Als Bernhardus frei chet (Secreta non detegimus (co detecta deploꝛamus. | Zu Gem fünften ſpꝛich ich / Das nit alle mittel pꝛelaten / noch dy hohen regentẽ boͤß ſeind Man findt noch frumme bid erb regenten / vnd bring t der lerer etliche herfür auß ſeinen landen. Alſo wil ich etliche dir zeugen / die n ir dett ha⸗ ben / vnd zů vnſern zeiten bei ſechtzig oder ſibentzig iaren ſeind geweßt / vñ will Feine her für ziehen der da lebt / wy wol ich nit dã gůtz von inen allen weiß. Nym zů dem erſten dy Pfarrer herfůr darnach die Biſchoff. em zům erſtẽ do ctoꝛ Creutzer / der was ein frum biderinã euwer ſeind vil da die in hentt haben vnd ich fein erſte pꝛedig hoꝛt / die er in dem est thet / da er ein pꝛediger münch ward 38 ba ſel/der iſt hie zů Straßburg zů ſant Lau teni ein lentpꝛieſter geweßt vñ ein Vica ryvff vnſetm choꝛ / x ie der durchechtet iſt worden von vnnützen ſchlechten leutẽ / d weiß man auch wol / ſie fein auch ſchicr ale ellendglich vmbkummen. Der ein ertrãck der ſiel zů ted / der drit erſtach ſich ſelbe. Nym meiſter Hanſen roten herfür / der Pfarter was zů ſant Laurẽtzen / ward ein Carihüſer / vnd ſtarb da. Nym meifler Martin. N. vnd einer iſt in einem deꝛff pfarrer geweſ tzů. N. ein fcũmer bidermã Vnd ich Johannes Geiler von Keiſer freta würd bald. xilli. ier alt / vnnd ſtand nech hie zů ſchꝛeyen vn zů bellen. Aber ich gedenck das es gar ein behůtſamer ſtiller leben was weder es yetz (ff, ziii dem fecbften ſpꝛich ich / Nim die biſchoff / ſo findeſt du frũme pꝛelaten / fm ein zů Bomberg / einen zů woꝛmß / einen zů Trent /all zů vnſern Der zů Bom berck ein frum tiderbman / rꝛedigt ſe ber / weihet ſe ber / armen leuten troͤſtlich / Er gab des biſtumb vff / das er deſter bafi mochte got eng, Ja wol ietz biſtumb vff gebẽ. Zů Weꝛms ein feum mer biſchoff / da ſpꝛicht ð lerer / Da er pre (fet wolt reweicht werden / da fe: er gezog ea durch drei Lt b / das er geweicht wür de ven einem biſchof / der nit wer ſy meni acus. Su Trient ein biſche ff genant Eu charius ein heilger man ð ſelber weihet / er het kein weich biſchoff / vñ was daz biflüb verſetzt / geneiget armen leuten. Lech vil geſchichten / da Fame fein ret zů im. Gne⸗ diger herr man müf gelt vff nemẽ / vñ et; was verſetzen / da kũmen die gültlent ví woͤllẽ gelt habẽ / liebergot ( Nihil et ne no crant in ſacco) Es was niemano daheim es was niendert gelt da. Er f; * dz wöl | | : H e * Sontag nach Filter aſinacht got it / das Ich dem biſtumd nütt verſetz verlauffen was da (ft von fiber geſchirr das ich von meine veterlichẽ erb hab / vñ bezalẽ mit als weit ole es reiche mag. Ich hoff vnd trüwe got dem herrẽ / das er mi⸗ ch auß dem ellẽd erloͤße / das geſchach au⸗ ch. ee das dz iar herumb kam / da ſtarb er vii für zů ewigẽ leben / als wir glaubẽ fol len / die welt was ſein nit wirdig. Du ſpꝛ chſt. Seind die biſchoff vfi die pfatrar jo heilig vit frum dewrft/ warũb haben fie auch nit wundzeichẽ dee. Ich gib antwurt on ſyꝛich / wer es not gewelẽ den glauben zů beſtetigẽ als es nit iſt / wã er wol bewert iſt / ſo hetten fie wund werck auch gethõ. Aber es ift innẽ genũg gweßẽ vnnd ift dir auch genug / das fie erberlich gewandelt haben / nach dem gebot gotee. Zu dem ſybendẽ ſpꝛich ich / Das die Regentẽ / biſch off xl. ſollẽ tti lich weidẽ ire ſcheflin vii vnðihonẽ nit pꝛe digen vñ gůten exẽplen / vñ eb ce not wer fo ſollẽ fte inen auch leip liche narũg gebẽ / vnd ſich nit laſſen irre ire tede / vnd die die vm fie ſeind vfi ſich laſſen vtrfürẽ. Man fund nech wol frũme herẽ / bi che ff vn an der wã die rat gůt werẽ / die machẽ dy her ren boͤß Sant Bernhard ſchꝛeibt 5ü Eu⸗ Genf vé bap ſt / ð ws vos fein münch gewe ſen / da rũb doꝛſt er wol mit im reden / vnd (Get dz woꝛt am geiſtlichẽ rechtẽ De iudi⸗ cifo li vi. ca. i. Vñ Johãnes Ander. thůtt auch ein reprig darzů. Da fidit Bern; hard. Tõ eft in coꝛde cui laterata bolt.) O mein bapſt ð ijt nit geſunt im Gerne dẽ wer die ſeitẽ ſeĩd / wer ſeind des bayſts ſeit h ten dã dle cardinel die im an ð ſeittẽ (ic Biſchofs ſeitẽ ſend ſeine ret die da nebẽ im ſein. Wã nun dz hertz 9 herr gůt iſt on dy ſe itẽ Eräcke vñ ſiech vfi bůbẽ ſeind / dũcktt dich nit dz dz hertz auch ſiech iſt / ſo im die ſeitẽ wee thũ. Ver dick vnd vil kumpt es das ein biſcheff ſchlecht etwas ab sü ſtel len / dz vnrecht iſt. ob es ſchõ zditlichẽ ſcha⸗ den bꝛecht / das vfi daz / ſo ſpꝛicht der / der an der ſeitẽ iſt. Nũt gnediger herr / wa kũ mẽ ir mito fantefcy her / wz weite ir mitt zeſchaffen 66 es ift en fantaſey. Ser and en der (eite / diger herr es get kein gelt / es bꝛecht ſchadẽ / wã alfo ſpꝛe chen (ie im ab / waz zů erberckeit dienẽ moͤ cht / dz ſeind boͤſe ſeiten. Job ſpꝛicht. c. In iren ſeiten ſeind feiner lei. in laieribꝰ fal le ſac ii en eft) Sißeſtu nit wie an der bi ſchoff Leen ſitzen feiner leu Mat, ſeind die mit dẽ groſſen beuchẽ / die bei dẽ biſchoffẽ fisci an irer ſeiten. Ich hab ein mal von den obꝛen depict iget / vñ fol ven dẽ ſoꝛigẽ bifchoff etwaz ceſagt habẽ / dz verkert má mir Ich weiß wol wer es thůt / es iſt auch gůt zemerckẽ v et ce 1606 Ich wil ein mal den kũbel mit der milch vmbſchũten / der hat es geſagt / ich hab es gepꝛediget. Ein reid (ft kein red /me n f. éralfo machen wan einer etwas wider mich hette / ſo ſoltt er mit ſchꝛeiben / das vnd daz foit du geſa get haben / ond mein ant wurt hoͤꝛen. Im Montag nach deral un Faßtnacht / Pꝛediget Doctoꝛ Reyſer ſrerg die Sybend Eigentſchafft ð Emei ßen / iſt von Bauwen. wee in dẽ ſeittẽ iſt / wan eim das ſtechẽ up 7 ein feitẽ kũmet hat plereſim /ð ift nit geſt "Ne ð baxſt vñ biſche ff ſeid wie dz hertz Wer 1 HIE ſein die ſeiten / da rat du zů / da v eiſt woll KS Jeß bend eicét (nA Y ſchffat ð Emeißẽ ift Edi " 14 M | Wéi | | Dauwung / das dy bauwe ir Gang | KP "EE im haufen / vnd made yit wẽdig auch gebew kamern / vñ deckẽ die gemacht mit den bletern die fic abgenagẽ hon / vñ hinyn gedünſen / oñ die ding die thůn fie aleſamẽt on ein fũrer vri on et E nig / ſie werde vo nie mãs gelert / dañ allein von got dẽ herren. Du ſpꝛichſt was fol ich hie lernen. Das erſt fol er lernẽ hie vi verſtõd bei dẽ Emeiſſen huffen vñ bei ire baw Die vᷣſamlãg ð ganze criſtẽheit Als wá ð bapſt ʒammẽ berufft die geiftlis chẽ vñ weltlickẽ pꝛelaten / gls weit die gãtz welt iſt / als geſchickt in eim cõſilio / da be⸗ tfft má ſie zeſammẽ. In eim ſemlichẽ co ſiliũ) folle fte fict haltẽ beieinanð / vñ thũ wy ich fer geſagt hab / als die oͤmeiſſẽ thũ vii wá fic nit die oͤmeiß fürfich nemẽ / ond võ ir lerẽ / ſo ſhlaffẽ ſie nüt. Zů dẽ erſteẽ So bawer die Emeiß ein hauß / vñ licht es off Alſo die in eine bawẽ vii vffrichtẽ das Gan f der gaͤtzen criſten⸗ heit / das mà darin moͤge got dienẽ. Ir wi ſen wol das da iſt ein ʒwyfeltige cri ẽhelt ein ſtreitbar / als wir hie in diſer criſtẽhe t — — E? - ſeind / wir fechtẽ vñ ſtreit.ẽ vn Lac zů ſe d ge verſamlũge ſollẽ (y bauwẽ / beſſern / ble qtzen ob etwas daran zerbeochẽ wer durch refoꝛmierẽ. Das anð / das die Emeißẽ thũ /iſt das ſie inoẽdig gemach darin ma chẽ / alſo die in eim (cõſilio)ſollẽ in der criſt enheit in baw mach / die ſtänd vffrichten vnd oꝛdnen das man darin halten die je) hen gebot gottes / vnd auch fein rat. Zů dem drittẽ / So gedẽck die oͤmeiſſẽ mit bletern ir / wid sm vñ kelt. Al fo in eim(cõſilio) fol ma die arınd decken. Das iſt wid die gis ð laſter ſtrytẽ / daz fy Die vir Cigentf dft der Emeißen xxi ſelben famem den bauwvnd ir hauß alfo te der anſechtũg des boͤßẽ geiſter / vñ wid die ſchlangen die er ſeber ift die da kroch / vñ wolt zů got gekrochẽ ſein da ervß dem hym̃el geſtoſſe ward. Zů dẽ fierdẽ / So thůn dy oͤmeißẽ die ding alle en ein lerer / niemã fũrt ſie dan allein get / Alſo get der heilig geiſt /ſol die lernen in einem (coͤnſi⸗ lio) vnnd ſunſt niemane. Ich ſpꝛich dem So nim war ob alſo gebau ẽ ſei weꝛd e wy ich geogr hab in vnſern vyan lungẽ vnd (conſilia) die da geweſen ſeind / beſ und im conſilio )58 Coſtentz / vñ dat nach aiel vii nym die drei ſtänd für Oa juice ſtat weltlichẽ vnd Oꝛdẽßleut. Bei geijin chen vᷣſtand one die weltlichẽ pꝛieſter cc nant ſein / ſo wuͤrſtu finde dz vo de hoch ſtẽ biß vff dẽ minſtẽ᷑ / alle (Cit vᷣderbt ſeio Vñ nym dẽ ſchaufalt / dz ſolit jein ð geit ſtlich ſtatt / Biſchoff / Bapſt / Cardinell⸗ Pꝛoͤbſt / Dechen/ E. Der ſchaufalt ift fuil vii fol nüt / betracht in / ſo findeſt du [enit che hoffarr/uͤbermũt. Nie mat kun one ei ten gnůg anthůn / niemã ka vns erfüllen / wir huffen vnſer pfrůn den / ein pfrůn vff die and / wir kriegẽ vim die empter / als béi her vffhyn von eim ampt zů eim hoͤhern. Wz ſol ich ſagẽ vo vnkenſcheit / wer ift à ð ſich nit ſüdel in ð katlachẽ vnd in de vn flat dz ſolt ð ſchawfalt ſein. Tim ve «not tat für dich die Oꝛdẽß lent / ſo ſeheſtu wye gãtz ð zerriſſen iſt. Sie ſeind größer bůbẽ vnd als groß als in weltliche ftat. vnd im geiſtſichẽ ſtat / ſie ſeind in aller leckerei for nendꝛã/darũb ift daz verßlin war. C2uid quá acit mde &.) Was die welt thůt / (o wild münch Sand daran fein, Zů Aa kam ein münch zů eim Cardinal d Cardi nal wolt in vm̃treibẽ / vñ ſpꝛach (Cuir quã agit mðs £o) Was die welt anfahet abgeſtelt werde / auch fie decẽ wid die kel da wil ð münch der anð ſein - muͤnch ul - and criſtẽheit ſeind die auſſerwoͤlten in gotes teich / die hond ietz uͤberwũdẽ vfi triumphierẽ / dy erſt criſtẽheit. Diſe heili⸗ | Y fach nit Pater reuerẽdiſſunc)! lit nitt. Der Cardira ſpꝛach / warũb nit. Er ant wurt ct wil nit ð and ſein / er will alweg erſt lein · S Cardinal lache. Dit ßlüt (eio die / die dẽ (tac ð zu elffbotẽ nach go⸗ vii iren ſtat durch eugẽ / zů Vene ſpꝛach 9 herr Vos eſtis fal terre) Ir ſeint ſaltz des erdtreiche. Es ſollen cloſterleut andꝛe me ſchẽ ſaltzẽ mitt gůtẽ lerẽ vfi exẽpe H, Aber ſie ſein gewarlich ſaltz (Suubi / auari / lu⸗ vurioſi.) Die erſtẽ drei bůchſtabẽ die ma eisen ſal / daz ſeind ſie / vñ ſeind alfo verſal tzen / mit dẽ dreiẽ ſtückẽ / mit hoffatt / mit gertzigkei / mit vnkeuſchelt / das man ine micht mer kan zehilff fumme Im conſiliũ zů Baſel / da iſt ein mã ſechß gãtzer iar al lein ob 9€ fick geſſen / wie ma kr d ein ga⸗ tze refoꝛmatiõ machẽ in der criſtẽheit / vñ ward dẽnecht nüt darauß / wie wol ſuſtvil düte da gemacht ward / als gre ſſe kriege vii blt vᷣgieſſen wid die hußen ward ab geſtelt. Aber auß dẽ punctẽ ward ntt on wat ſechß gãtzer iar dareb geſeſſen Deß gleichẽ im conſi iũ zů Coſtẽtz ret má auch võ einer qincíne refeꝛmatiõ ðcriſtẽ heit ob mã ir nit möchte zehů ff kũmen / dz fy dech nit fe ellẽdglich zerhudelt vñ zerriſſin wer ð weg mocht aber nit fundẽ werdẽ. Es iſt ſunſt auch vil gůts beſchehẽ / vnd beſunð ð fil ð bãpſt ward abgethõ Es warẽ zwen bepſt etwã drei. Die zů Ro hetẽ ein :/ vnd zů 2Innion oz auch einer / wã einer Rõ ſtarb / ſo machtẽ ſie ein andern wã der zů Auinion ſtard / ſo machtẽ fie auch ein ans dern / dz wet ale mer dã. x. iar / ward als zů Coſtẽtz abgeſtelt. Der weltlich ftat ift auch vᷣderbt. ſpꝛicht ( Sãguio pꝛeĩpũ nõ facit bona farcimina) Furſtẽblůt gibt nit güc w ürſt / wã es wil nit zeſamẽ ſagen. Wan blůt in eim darm nit wil beteinanð b'eíbé/fo wůrt nimer diit würft da. Die fürſtẽ fein wid einanð / ſie ſechtẽ vñ ffecite wid ei nanð / wie wolt më die refoꝛmierẽ. 5. dem dꝛitẽ ſpꝛich ich Du ſpꝛichſt mag mã nit ein gemein tefoꝛ macien machẽ. ch ſpꝛich nein. Es iſt au ch keln hoffnũg das es beſſer werd vmbe die criſtent ei / watumb nit. Es feit Troy vꝛſachen / vñ vmb dreier geſchlecht willẽ Vmb der heupter Vmb der vndert hon Willen Vmb frummer menſchen Das erſt / So mag mã kein gemeſn re⸗ foꝛmatiõ machẽ vm heupter ville. ã trá tem ein con ſiliũ berüfft / fo betrachte wae lũt man dar ſchicket / wã man Pꝛela⸗ ien fel vßlleſen / die man in ein conſiliũ fol ſchickẽ /o liter ma die ebt vß / betracht die ſe ben ert /a; Pꝛoͤbſt / wʒ Dechẽ / laß ſchon jein dz mé docteres ale gelerte dar bert ffe wen wir (c6 dar kummẽ / vs fein wir für ler / wir ſeind hit wert Zů dem an dern vmb ð vndertk willẽ. Ir alle vñ in ð gã nen criſtẽheit / die weren dar wider. Zů ve drittẽ vm der frũn en etbern menſchen willẽ / wã die ſelbẽ fein vnd den boͤſen gůt vfi leide vil v: ð wertikeit von inẽ / dauon ſie groß verdienẽ haben / das nit wer wan alle o eit guͤt wer / vñ ein gemein refoꝛma⸗ tion wer / es mag nit beſſer werdẽ. nit mer da voꝛ.xxv.iarẽ / ee ich her kam zů Añ̃ er ki wyer da obnẽ im lãd / da ich das a be. gert hab vñ auch da defirmt bin woꝛdẽ aber nit getaufft / da was im gentzẽ ſtelin kein man der ein Eure mãte het / aufiges nummẽ ein mã der wz ein wei beil oð ſtat tier Sie Getié all lãge rock an biß für⸗ die kny hinab / wie die a tẽ baurẽ ſeind ga gen. Aber ietz ſo gond ſie zerhackt / vnd ſo kurtz / vñ verbꝛemt / als ma in groſſen fee te menðt gat. Mile wachß et lecterei vñ bof heit mit den burẽ vff / darũb ſag ich dz es voꝛ. xxx. laren / da ich her kam hie vii an ( \ ! | | * E d derßwa gar ein be zutſaz yngezogẽ lebe vs 24i dem fierdẽ ſpꝛich ich Das nit mag ein gemein reſoꝛmatiõ wer den lu ð gantzẽ criſtẽ heit. Aber in ð ſund⸗ helt möcht ieg icher wol fein ſtat ep yedit cher oberer fein vndihon refoꝛmierẽ. Ein biſchoff in ſein biſtumb. Ein apt in ſeinẽ cloſter. Ein rat mm ſtat. Ein burger fein hauß / dz wer leicht. Aber ein gemein eefes maclõ ð gantzẽ criſtẽheit / das ijt hart vñ ſchwer / vñ kein cõſiliũ hat es moͤgẽ betra chtẽ efi weg moͤgẽ finde. Warũb / Dz wil ich dir ſagẽ / du ſiheſt ws groſſen &cfté vnd erbeit daruff gat. Wã má nur ein cloſter (ci refoꝛmierẽ So můß ma voꝛ zũ dẽ ba⸗ pſt / vꝛlob nemẽ / vñ si dẽ künig Aber wá man die cloͤſter diffoꝛmiert / ſo bedarff es ein lauter nũt / dz iſt yedman erlaubt / ye⸗ dermã tůt es von im ſelber. Das gantz (cõſiuũ)ʒů Baſel was nit fo mechtig / dz es moͤcht ein frawẽcloſter refeꝛmicrẽ in ein’ er ſtat / wan die (tat hielt es mit den frawẽ wie wolt dã ein cõſiliũ erſt die gãtz criſten heit refoꝛmierẽ / vñ iſt fo hart ein frawẽclo Ger ztrefoꝛmierẽ / wie hatt wer es dan die mãc offer refoꝛmierẽ / befund da nicht Wa rer in ſeind / vñ ein groſſer anhãg Gabe Es iſt veꝛ etlichẽ iarẽ zů vnſern zeitẽ ge weſt / das mà ettlich ſtand vii frawencloͤ ſter hat gerefoꝛmiert vii beſchloſſen / vnd ift lang wol geſtandẽ / aber es fahet an wi derumb abnemẽ. Darl b fo es (o hart iſt die g ng criſtẽheit vnd dy ſünder ſtend ze refoꝛnierẽ. Darn fo ſtoß ein leglicher fen haupt in ein winckel / yn ein lich / vnd ſeße das er gotes gebot halte vfi thů das recht ſei / damit das er ſelig werde zi dem flifftẽ ſpꝛich ich Du ſpꝛichſt mich dũckt dz dy obern ſchul dig fein, das man (o übel lebt inallen ſtan H Die vn Eigentſchaft oer Emei — Bet XXII den / wan warumb. Wen die oberen wol voꝛ anhin giengen vnd recht theten ſo giẽ gen die vnderthonen nahin / ond (ff vmb ſie als vmb ein leithammel. Der gat den pfaffen voꝛ / vnnd wa er anhin gat / fo 308 tten die andern ſchaff alſamẽ nahin. Ein oberer der iſt der leithammel / vnd fole fi nem vnderthonẽ wol voꝛgon. Es ſpꝛicht (ant Gregoꝛius / wann der hirt ber die fi vnd feißen gon wil vnd uͤber die ſchar pffen eck der hohen berg / ſo fallen die ſchof zetod Ober abhin / Wan aber der hirt elt einer bꝛeiten matten gieng feinen [&efün voꝛ / vnd ſie da weidten / ſo weren ſiſicher Alſo iſt es mit dẽ obern auch / darumb ſo ſpꝛchſtu / was ſollẽ wir thůn / ſo wit fo boͤſ obern vnd hirten habẽ Wan ein roller nit gũte pferd hat / was wilxr gůtz faren / vnd wan die zefoͤꝛderſt vff dem wagen fo heß lich vnnd vngeſch affen ſeind / a ie fein erſt die hinden in dem wegen ſitzen. Ich gib dir antwurt vnnd ſpꝛich das dein obern ſeind ein groſſe vꝛſach das man in ſtatien uͤbel lebt. vñ man vnrech: thůt / fie ſeind aber die gantze vꝛſach / wan du haſt dein eignen freien willẽ / den mag dein ober er dir nit nemen noch zwingen / wañ er dir ein ding ſagt / gebũt vfi verbüit / was kan er mer thůn / vñ wan du vnrechr thuͤſt / fo ſtrafft er dich darumb / er kan nit me thũ darũb du biſt ein vnueruü nfftiget mẽſch wer dein oberer ein gantz vꝛſach deiner ir rung / ſo heteſt du kein (ino darẽ / oñ wür de dich got nit ſtraffen / aber dy obern ſein greſſe vꝛſach daran / aber nit die gatz vꝛ⸗ ſach. Du ſpꝛich ſt es ſolt aber alfo ſein / das die obern voꝛanhin ſolten gon. Es ſolt ge wiß alfo ſein / es ift aber nit alſo Ja ſpꝛech n etwan die obern vn die vndn man hat vor auch gethõ / dy alte fein nit narrẽge weit Es (cin etlich alt narrẽ geweſt / eitli⸗ che alt ſein witzig geweſt. als du noch wis ili | | N " * — tzig alfo gethõ / du ſolteſt nit warnemẽ vy ma gethöͤ her vfi má thů. Du ſolteſt war nemẽ ws mã th ſolt / vñ dz iſt dy menũg Sencce( Nemo curat quid faciẽdo fir fco quid fiat.) Vñ iſt war wẽ die obern recht voꝛgiengẽ / ſo wer eo beſſer vf erdtreich dã tiff Ach gott wa 9 haupt krãck ep Tech iſt / ſo ſeind alle glið erſchlagẽ vfi ſchwach. Aber dz würt dich vnðthõ nit entſchuldi gen / dz dein oberer boͤß oð gůt iſt. Wiltu dich ent ſchuldigẽ vñ folgeft nach dem ob eren / ſo tr boͤß iſt. Warũb folgeſtu im au⸗ ch nit nach/wã er gůt iſt / da wiltu nit an⸗ warũb / du haſt des böfen gewont / vñ daz dit knpt dich hart an. Einer ð da gewõit hat zůuerzeihẽ feine feien / dẽ kũpt es leichtt an /aber nit den / ð fein nit gewõt hat. Ei⸗ ner ð gewõt hat ftit eff ʒeſtõ am moꝛgẽ / ð ſtot mit freudẽ wff vnd gern. Aber ein fu ler vñ treger ð weder ſich dreimal vm vi (jt im ein bũrde vff zeſten. Ja ſpꝛichſtu fo vil mich ein gůt werck hartt ankũpt in ſo nil co mir ſchueret iſt / ſouil es mir vᷣdien⸗ licher iſt. Nein nein / die ſch were vñ harte iſt deiner vngewõlicheit halb vnd deiner vngeſchickte halb / wã es ift boͤß recht thũ da man es nit gewõt hat / die ſchwere me⸗ ret dir nit dẽ len / ſie müſt des werkßhalb ſein / wan warũb / wá die harte deinẽthal ben dz werck dir verdienlicher mechte / ſo wer ein werck im anfanck dir vᷣdienlicher dan fo du es. x. oder. xx. iar gethen he teſt / wã im anfang kam es dich uͤbel vñ hartt an / vñ fo du es lẽger thůͤſt / ie leichtere dir würt / vnd wan du es. xx. iar haſt gethon f^ thuſtu es mit freudẽ vnd haſt ſũſſigkeit da rin / ſo wer ee dir mind verdienlich / dz (t aber nitt war. Alſo Gaffu dz ein gemein refoꝛmacien nit geſchehẽ mag Es ift Gert | | aber nit vnmſtalich / vñ wie kein hofnung fer teil dz má übel lebt. Du haſt auch /wle ale flat vᷣderbt ſein / vñ dy vnðn zerbꝛochẽ Ich ſpꝛich zum. VI. Bie wol ein oberer nit kan alle bꝛeſtẽ abſtellen vii feine vndthõ refoꝛmierẽ als er gern tet fo ſol er doch allé ſeinẽ fleiß ankerẽ dz ſelb zethũ / vñ wã er dz ſein hatt gethõ / vn ma wil im nit folgẽ / ſo hat er noch dẽnocht fct nen lõ von got dẽ herrẽ / wã got belõt den willẽ wa daz vßer werck nit mag ſein / als bie ijf Nim das exẽpel / wen ein Morin in ein badſtub giẽg / ð bad pb op wüſch ſie / fie wůrt aber nit weit / noch můſtu de ba ð dz geit gebẽ. Es hüfft gar wol zit einẽ gů ten lebẽ / ein qůter oberer / ein gůter hirtt / vñ darũblwã má ein dtt obern ein qure hirten / ein gũtẽ biſchoff / ein goe pfarrer vberkũpt / ſo (el má got trülit/ für in bit ten / datũb ift dae ein gewõheit der Heilige kirchẽ / dz má für dẽ bapſt bitet / für dẽ bi⸗ ſchoff / für dẽ kü nig / für ein ganze rat Daz iſt vo manchẽ grobẽ "d ð es bacht / (pz! cht et wã dz got dẽ biſchoff Vene im rat den gon ſie n ich an / dz ich für ſie bitẽ ſol. O es get dich vil an. Was gat die in eim ſchiff ð ſchiffmã an. Aller derẽ leben ep heil die ym ſchiff ſeind hangt am ſchiffman / wan einer im ſchiff den ſchiffman wolt ſchlahẽ fo lieff n ale die zů die im ſchiff werẽ / wã⸗ warumb / ſolt men in vber vßwerffen oð erſtechen / ſo Fong keiner mer faren / vnnd gieng dz ſchiff vnder. Alſo als. vnſer heil hangt am obern daz heilig biſtumb han get am biſchoff / das heil diſer ſtat hangt an dẽ ratt / wan die wol regieren weiß vñ gerecht ſeind / ſo ift vns deſterbaß. Zu dem bendẽ ſpꝛicꝰ ü Ze es beſſer werd / vnd wie die oberen ich / Du ſrꝛichſt/ o nun ein oberer nit kã nit die ganz vꝛſach ſeind / aber ein groſ / keſeꝛmierẽ an coſter ein ſtifft zc [ol er nit « mE ritiẽ geb / wz hab ich mit inẽ zeſchaffẽ / wz Zen nefcit diſſimulare) Vi frraffen/wä er ſicht / dz má vnrecht thůtt Ich ſpꝛich ia er ſol ſtraffẽ dapferlich / doch mit maß vnd mit beſcheiden heit. (Argue obſecraui crepa ad Thimot.) Straff bitt treu . Man mb f darumb alle ding nicht mit barthen behauwen zů dem ruͤheſten durchin gon. Es ves ein ſpꝛich woꝛt / keiſer Sig munds der pad Heſcit regere qui Ver nicht kan durch die finger ſehen / der kan auch nicht regie ren. Man ſol ſtraffen wan es nutz bꝛingt wan aber groͤſſer ſcha den mag entſpꝛingẽ auß ſeiner ſtraff / den er nutz ſchüffe durch fein ſtraff / ſo fol er nit ſtraffen Solẽ ein ob (Green ein ſtraffen vn Ser ſelb würde nur deſter (are vñ verkerter / ſo el er in nit ſtraffen. Er ſol aber dem az zů mer cken geben / dad er es weiß. Er kumpt au ch et wan felt er es nit ſtraffen / ſo fem groſ fer ſchad darauß / wan die andern würde vnd er auch deſter boͤßer vnd freuẽ icher Voten wan fte ſehen das man 9; nitt ſtra fet / da fol má ſtraffen / wan ſchen ð nit ge beſſert wlürt den man ſtraff. alſo fel grefſe beſcheidẽheit da fein in ſtraffen / dz ma al wegẽ den gro tfece ſchavẽ fürkum. Su D heſt dz ein gůter artzet dz thůt / wan einer ein fluß hat an elm ſchẽckel / ſo kumt er ji artzet vnd laßt ſich heilen / der artzer ſpꝛi⸗ cht/ ch heile dir es nit zů. wan fo ich dir es zů heil / ſo lauft es dir vfi zeucht zũ hertzẽ vnd ſtirbſt / iſt vun nit beſſer ð ſchẽkel flie ße / dan ſterbẽ. Sẽliche vnðſcheid habẽ ge habt die altẽ auch in irer ſtraff. Wir leſen Sa ul dy weil er noch got den heilgẽ geiſt het / da hett er ein groſſen anhag von dem volck / vnd warẽ etlich die in vercchteten vi f das vnſer Eiinlesfoll vnſer künig. Hie voꝛgon. Saul thett eben als Best er es nit / wã er fad? wol / ſolt er fte ge ſtrafft hon / dz u er nit gat geweßẽ / es Gert groͤſſern ſchaden bꝛacht dẽ nutz. Alſo thet Die vn Eigentſchaft der Emeißen XXII der groß kůnig Dariue / da das volck zũ im kam / vnd wolten Danielem hon / vnd in yn die Lewen gtubẽ werffen / der künig můſt thůn als die ſach zů der zeitt ſtůnd / vnd gab den Fürften danſelem / damit dz fte in nit zetod ſchlůgen / vnd im hauß x3 hoff verbꝛanten. Alſo thet der frum Ma thattias / da er fach wie Anthiochus Ihe ruſalem vnd den tempel beraubt / die zier de gottes / ſilber geſchir vñ anders zerbꝛa⸗ Vir weich hinderſich vff dẽ terg / biß dz die frũmen vñ erbern zů im kamen / vnd er im wider ſtand mecht thůn. Im sinftag nach der altẽ faſtnacht figur des Ewangeliume Pꝛedi get Sen ag die Acht Eigent⸗ pe di i weg zemachẽ. 10 0.4% d vi de b . - | "7 ei mon H f ^ ^ ^ — | * y, E dẽ bal: weg macht abẽtũ erlich vñ heiliche weg mas KS wonẽ t 9€ felbe wegẽ / dz (eio Prey dig / ſiemachẽ weg vfi ſůchẽ dy heillchẽ we ge / vñ wonẽ in dẽ "dé elbe Wa ſol ich lernẽ. "ff das ert ſo ler hiedẽ aller nechſtẽ weg wandlen / der da gat zů 1 = Y * 7% wer = ZA — P. -E- 7 7 3A m E A — : E: = ZA ke: » z TG, E ZA ^ Ch " 1 * Án — n : : ec ER 2 r4 y — E Y , . > — 4 4 N — \ De 4 EN 1 2€ N N SW, S /& EN d "7, jJ os ^ N > 7 | 1 K KA E e VA Wl 1 Ka T 21 1 NE * | a Zinſtag nach ſafinacht exi 1:157. E fein vil we 3 su him̃el Wel ches it ð ſchlecht weg Der ſcklecht wed al weg der nechſt / welcher weg krũ gat iſt r tale naß als der ſchlecht Darũb (adt et wan eme / ich weiß ein nehern weg dẽ ð ift we iſt ð recht weg nit anders den die ge bot gotes halten / von FE rechte weg ret Je temias ( Querite que fit vía (affa ambula te in ea) Suchen vnd fragen welches der recht weg ſei / wandlẽ die ſelbẽ / ſo werdẽ ir er friſtung vi rů finde euwern ſelẽ / nit aU u egen im wůßt vfi im kat hinundher qo knetẽ / ſů he den rechtẽ v eg / vñ bleiben nit alweg in der rechtẽ (tta f; god etwã auch den fůß pfad Der fuͤßpfad iſt gewenlichẽ neher dẽ die landſtraß / o9 der wagẽweg vnd nicht allein den gemeinen weg, dono alu egẽ alfo genaw am pꝛet anhin gon vi warnemẽ ws todſünd ſei / dz ſelb wiltu nit th n Aber der teg ichẽ fund ð achteſtu nit du werſt deinẽ kindẽ nit / es ſei dã tod ſũd dz iſt nit recht / vñ als Bernhardus ſagtt lagwere in pꝛeceptis alſo ful fein in 9€ ge bottẽ gottes allein die felbe haltẽ vn nicht gege groͤſſers hinzůthůn / das felt aber e menſch thůn wan er findet dardurch rü w feiner ſelen. Du ſiheſt wol dz ein menſch / dz got dẽ herrẽ wil dienen das hat gar vil anfechtũg. Es wolt gern bei dẽ herẽ recht thůn / got dienẽvñ ð welt auch dienen der faßtn cht ir rechtt thůn vñ ð faſtẽir recht auch (En. Sie woltẽ gern ein reyententz lin mache da má mit beide hendẽ anhebt das mag nit ſein. Es wer nit beſſere dan ein dar fer durbꝛuch / vnnd der welt gantz vꝛlob gegebẽ / vnd got Sien / du bedarfeſt da rũb weð münch noch pfaff werdẽ/dar⸗ umb füch rů Peiner ſelen. Was ſpꝛicht Je remiae ande dan dz eriſtus felber hat de ler Venite adme KRũmmẽ ʒů mir / ir die da beſwert ſein / vñ lernẽ võ mir / wan ich bin gütig / vnd eins demütigẽ hertzen / ſo — werden ir findenri eũ w ern ſelen. Zu dẽ andern ſpꝛich ich Du ſpꝛichſt ich fol den fů ßpfad ſůchẽ als den nehern weg 5 dem hymel. Welches iſt ð ſelbig weg Ich ſpꝛich ð ſelbig fůßpfa de iſt uͤbung ð tugẽd. Wae (ft dz ande de haliũg ð debet gotes / das ſein die engen weg / vñ daz iſt dy eng pfoꝛt zii hym̃ẽl. Da nid ſpꝛicht (S vᷣtute in vᷣtutẽ .) Sy werden gon von einer tugent in die anðn / vnd alſo wyrt got geſehen in Sion / dz iſt in ewiger ſeligkeit / das iſt ð fü ßpfad. Wz fft tugẽt uͤben de gots gebot haltẽ Di ſolt nit ſtelẽ / wz ift dz anðs / dan erber vnd ge recht ſein / du felt ſaſtag nit bꝛechẽ / waz ift das ands dan (Temperãtia) Alſo faa ich durchhaltũg ð gebot gotee/ vñ durchgon vo einer tugẽt in die ansicht ma gert in ewige le bẽ Darũb (ag ich dz tugẽt be ijf ð ét wed zü hym̃el dy nio poꝛt dy zů dẽ hĩ⸗ eligat dueg iſt ẽg on boͤß zů findẽ / vñ we mãſchõ finet (o ift er böß zůhaltẽ / wã cĩer ð ein kũt ſchaffter iſt / ſol ein volck durch ei wald fürẽ / wan er 9€ wald woll anreitet / fe Cumrt er gar leichtlich hindurch Wan er aber im anfang irret / ye lenger er itret je mer er irrt. Aiſo hie auch / darl b ſrꝛach Salemen. Neque ad dextram) Ir ſollen gon weder sür rechten noch zů der lincken hand / aber den miteln weg ſollẽ ir gon. Zu dem dꝛitẽ ſpꝛich ich uf ꝛichſt die oͤmeiß die ſůchet heimlich weg ws fein die heimlichẽ weg zů ewige le ben. Ich ſpꝛich dz es fein cõſilia / ob es fcio dr heĩlich € weg ð betrachtũg oS dee ſchau wende lebẽs/dz ijt die recht eng pfoꝛt / wie en meſch got anhãg in ſeinẽ raten / dz Bere iſt vfi gol ein eng pfoꝛt. Du hoꝛſt ʒũ nech ſtenwie ein mẽſch foit fein key ff in ein loch ſtoſſen / vñ lůgẽ dz er recht lebte / daz wer ð heimlich weg ð emeiß ẽ eine mẽſchẽ da ein , 4 » we L d d " || dr, 4 "Ak ( meẽſch alf» abkert võ ð welt / wã erwolt be trachtẽ vfi cõtẽplierẽ / dz er alſo gar anhiẽ ge / dz er nit achtet wz alle menſchẽ hind er im theiẽ / vñ er nit achter / das ev fib nitt vm̃koite / dz er lůgt was er thet. Dziſt der eng weg da ein mẽſch im ſelber vf die ße ůgt we er thü / wãer etwʒ ſehen wil / ſo lů⸗ get er voz ob es ſich zim. Deßglelchẽ ei ho zen alſo in eſſen / in trinckẽ ws wolreiß dz don eo ift ein můtwi / ein leckere / vñ da einer im ſelber alfo in dz kartenſpil (c wy uil béfee (et du darin haſt. Bu ſolt thůn wie ein wolff. Ein wolf (o er gat ofi wil et ſchof holẽ vñ eĩ gerümpel macht mit dem fuß / ſo ſtraft er in / dz er im ſchadẽ hat qo thõ wã dz ſchaf ift gewarnt weꝛdẽ / vñ iſt im entgẽ ger darũb ſo heißt er in den fng Alſo ſoltu auch thůn / wz feld dy füß ð fe lẽ da die begird / dy ſoltu ſtraffẽ vfi dir (el ber vf die eißẽ lůgẽ / wã du ctws wilt bege ren / tedẽ/hoͤꝛẽ / oð greiffen / gon oð ſtõ/ das wyð erberkeit wer / dz werd die heimlichen weg der emciſſen. Aber es iſt vm vns cle (dj ale vin die geyſſen / die hoch wolle tlt men vo eine aft zů de andn / ſie wollen alle bletlin vᷣſůchen vff alle eſt ſteigẽ. Alſo wir wid alle ding erneißẽ / erfarẽ / ſeht op hoͤꝛẽ zii dem fyrdẽ ſpꝛich ich Wer ſein aber die / die in ſunðheit ſollẽ dy heimlichẽ weg gotes ſůchen. Ich gib ant⸗ vurt / das ee drei geſchlecht ſein. Es ſeind Biſchoff / Pꝛediger / Oꝛdẽfleut. Ich mig mein ſelber auch nit vergeſſen. Die erſlen ſeind Biſcheff / die ſolten alſo ger dẽ Gem gantz anhangẽ / das ſie alle ding ſoltẽ let? fen fallen / vñ den dingen nach gon / ſo te ren ftc es wið e mbher / ſo Babe fie ſouil ze⸗ ſchafen mit thöͤꝛech weltlich dingẽ / das ie den gantzẽ tag zeſchaffen haben / daz fie kaum zeit habe ir zeit zebettẽ vñ dẽ atham Die vm Eigentſchaft der Emeißen XXIII zůnemẽ / da kumpt dz / da dae / da mëllen ſie vm̃. v. ſchilling zů gericht ſitzen / vñ dẽ ſtab in der hand hõ / vñ hö fo vil zeſch eff en 95 fie ir hertz nit moͤgẽ zů got richtẽ / dz zimmet ineñ nit Sie find ʒegůt darzũ / ſy ſoltẽ ſich fin ſchammen Es ſeind zů de andern die Pꝛedicantẽ / die an er biſcheff flat ſitzen / vnd die auch / dy den biſchoffen an der ſeitten ſitzen / als feine ret ſeind / dy ſollen got anhãgen / ond in ſich ſelber trin cken / das fie darnach vf güſſen / vnd auß güßen / das fie vor hen in ſich gerrũckẽ / ab er weiſtu wie es vm vns pꝛediger iſt. Es iſt vm̃ vns pꝛediger wie vm̃ ein ſchneider Ein ſchucið ð nimt dz mul voll waſſer er trinckt es aber nit / es berũrt im auch daz hertz nit / vñ daz waſſer ſpeũtzet vfi ſpꝛẽgt er vff das thůch. Alſo iſt es vi ere pꝛedi gert / was wir pꝛedigen / das gat nur vonn dem mund ber / es kumpt nit vom hertzen wir muͤſſen uns zwingen / das wir ſagen das / das wir in vns gerrunckẽ hon vß dẽ büchern / das wir der ſach recht thügẽ / dz iſt ein arm ding / varumb ſeind vnſer vill die da ltr du ie cin roꝛ / aber wenig wie ein filbein ſchal. Ein rez empfahet dein wein vnd lauft der durch / vñ b'el t nit im tos, Aber ein ſilbꝛin ſchal / wan mã dy vol (e cket / ſo lauffi fie vber / vñ fat fie dẽnechtt gnůg. Alſo ſeind wir wie ein reꝛ / di rch dy laufft die ler ep die geſchꝛifft / es bleibt ab er nit in im / die ſeind gleich einer atzlen. Ein atzel in eim keffig die ſpotet yedermã vnnd kan redẽ wie man fte gelert hat / iet; ſchꝛeit fie wie ein roß / ietz wie ein ſchaff a. Wan man ſie aber pfetzet / ſo ſchꝛeit ſie yr natürlich geſchꝛei wie ein attell cp dan (o gest má daz fie eln atzel iſt. Alſo ift es mit vns wir pꝛediger künnẽ aller wet iren be Gen ſagẽ wie wir gelert ſeinvß dẽ bũch ern Aber wã wir vnſer ſelber ſein / ſo hoͤꝛtt ma wol dz wir atzlẽ ſei / vñ nũt gůtz in vns ift is. * EN * deralten Zu dem funfftẽ [pa ich Das die geiſtlichen klen in den heimlich en wegen wandlen / vnd allermeift die 02 denßleut vñ die / die den bapſt / den biſch offen / dẽ pfarrern zůhelffer geben ſein. Es fein darnach die Pꝛoͤbſt / dechen / vñ ande die ſich weltlicher ſachẽ annemẽ vñ vnð⸗ ſton. Als der artzney Diſe alle drel geſchle cht ſoltẽ alle kartẽſpill laſſen faren / vñ y nen ſelber in ir eigẽ kartẽſpil ſehẽ vii lige wienil bob er ſtein ſie in der han d hetten. zu dem ſechßten ſpꝛich ich / So wil ich die alle laſſen farẽ / vñ wil vff den oꝛdeng lütẽ bleibẽ / die ſich artzney annemẽ dz ſie nit ſolten thůn / kein Oꝛdẽß man / noch pꝛieſter / er (c wie er woͤll foU ſich ð artznei annemẽ / warũb / da iſt er se gët darzů / er hat andete zeſchaffen / er (t si eim hoͤhetn geordnet. Kein viter (cl der weißen vogt ſein / nit daz er es nitt künte / aber es simt ſich ſeinẽ ſtat niti / er Of zegůt darzů 2Ufo kein pꝛieſter fol keim artznel ge ben / wan er es (dion wol kůnte / wan er iſt zegũt darzů / Và das er mit dem (eic vii mit trek vmgang. Er (ol ein artzet der fe len fein vnd nit des leibs. Alſo (ft auch dẽ prieſtern verboten / dz keiner fol adnocat ſein vnd libel machen / vñ mit den weltli⸗ chen dingen vm̃gon. Das iſt wol war ein pꝛieſter mag ei aduocat fein in einer fach eins armen menſchen. Er ſol aber tet gelt darũb nemẽ / wa ſeind wir wan vns kein gelte würd / ſo wer vnſer ampt bald auß. Lu dem ſybendẽ ſpꝛich ich / Du fragſt / was ſchadens kumpt da⸗ non / wan ein pꝛieſter ſich artzney an a Ich ſpꝛich das vil ſchaden dauon kumpt Homicidium Thodſchlag Irregularitas Vngeſchicklicheit Excõmunicats Bann Cõtempiꝰ fapíet ¶ Verachtlig ð obere N. codſchlag / das die medi ombꝛacht werdẽ / wanwa eim artzet gehort groſſe kunſt vii geoffe mb ge: let fein vnd trũw. Sag mir eins wa hat es der pꝛieſter gelert / kein pꝛleſtet hat kein ʒügniß von keiner hohẽ ſchůl / das er in ð kunſt gefindfert hab R. wer wolt es in ge lert habẽ. Ariſt. fragt. v. ethico. ofi Birda nus vber den — lches leichter ſel ein richter ſein / oder ein artzet ſein / vnd ſagt im text. wie daz kein recht m (o man es bꝛuchet. Du Bart da dz Secret vii daz Catal ſext. Clementi. Da dy artickel ð ſtat / dy gen voꝛ allt anzin ift iſt es nit gnũg / daz du die ding alle wiſſeſt vn inen vꝛteil nach wilt ſpꝛechẽ / nech heißt es kein recht / alſo lag es geſchꝛibẽ iſt / es fei dã daz man es außpꝛech vñ dẽ gemeinẽ ma mit teile vñ im mitteilẽ dy geſchubnẽ recht da ligt die kãſt an / dyweil es geſchꝛibẽ iſt vit im bůch Get Je heißt es kein rechtt / aber wã mã ee fol außpꝛechẽ / da bedärft es gro fer kũſt / wan má můß da betrachtẽ /zeit / perſon / eigẽtſchafft / vñ kan mà ein ſentẽtz geſchꝛetbẽ / ð geſchꝛibẽ iſt / nit mittellẽ alle mẽſchẽ / da müß ein richter wiſſen zů vnd von zethũ / das machtt dẽ affen gea, Es ift nit vßgericht / ia e» («x alfo geſchꝛiben mã můß es auch wiſſẽ zůmerẽ vii zů min dern / nach eigẽſchafft ð perſonẽ / vñ ſo mã es bꝛaucht / ſo heißt es ein recht vn nit die weil es geſchꝛibẽ ſtot Vt ð ſacris pt), Al fo vil in ð artznei geleſen hon machtt kein gelertẽ artzet / es ligt als in d darreichũg / (o má die artznei dẽ ſiechẽ gibt. Ariſt. gibt im text die exẽpel. Es iſt nlt genůg dz ein artzet weiß dy eigẽtſchaft ð rutẽ in welchẽ grad ſie heiß ift oð kalt / feucht oð dürr/ ce erſt ſchad iſt | wiß de wie man den ſiechẽ fol! mitteilen da můß man wiſſen zů ond von zů thůn da můß man erkenen die nat. r . vñ hei ft dan ertznei wan man es eq mitteilt. cf IRéln ein mali n q u dle / ward vfgebẽ zů determi ert vii erclerẽ eim do ctoꝛ in ð artznei võ den ſech tage ð meiche ð ſilbig erklert das da werẽ in anc mẽſch⸗ en. chtagẽ / vñ wá má eim argney geb / (o bꝛecht dic feloe artzney ein neü wẽ bꝛeſtẽ mit ir Nun lůg zů /ob eß nit groͤſſere kunſt bedoꝛfft artznei mit ze⸗ teilen. Du ſagſt was fol ich hie lernẽ auß allẽ dẽ. Zům erſtẽ ſolt du lernẽ / Das du dich nit ſolt die artzney annemẽ / Es ſeind zwo kün ſt / die alle we t kan on geſtudiert / Das ift artznei vnnd heilig / alle welt kan atong Es iſt ye dna ein arzer das ift geſund / vnd 9.5 ſel man thůn &. Vnd weiſt nüt dardb/ vu Cer ft uu die na tur noch cõplevion ves /ne ch zeichen des hyñ ee mod) zeit / vund kanſt im weð zů noch ve Ja ſꝛichſtu. Es hat mir gebolſẽ / ia darub ſoͤ hilft es einẽ endn / du bift ð nat ur/ ein „der iſt einer anðn na tur (Ergo hõ € aſinus eff bõa cõſequẽtia) exü dẽ anðn/ſo lere hie / Dz du dich nit laſſeſt vñ glaubſt an eim vngelertẽ artzet (o du hoͤꝛeſt / daz es fo verfalich ift art ney jene mẽ. Ich bin auch vff meĩ alter kũmẽ on artzney / ich la ß die natur wirckẽ / dy ift der beſt artzet / wan die zeit kũyt / ſo EU fer kein artzney / Ich koͤꝛ auch das mẽlin kaũ peffileng es fahet an / unn fel yeðman ges rüſt / wan ce Cumnr das man bereit ſei. Zů dem drutẽ er ein mile dẽ Babe mit eim artzet / wã im die kunſt feit / wã es ali fo ſoꝛg ich iſt arte zegebẽ vfi zenemẽ /in nit glich verachtẽ / wẽ d ch fein artznei nit hilfft / wan er allẽ fley ß ankert / vnnd alle kunſt bꝛucht / fo (ol er dir artzney gebẽ die den ſiechtag mere / vñ du vñ er wenẽ er ge Die Cigentſchaft der be dir ein artznei / ſo gib t er dir gifft. Ja es ialſo in dem buch ge ch iben / vaz iſt nus geſagt / man mif auch a iſſen zů vnd ve zet hun /warnemẽ der perſenen / der ſtat / ð zeit / wie ein richter ð gerechtikeit (el thün einem menſchẽ. Es ker als in alicatione. darũb ſpꝛach ein artzet zů eim kunigeEin newer aec er der můß ein eig en kirche ff habẽ / ich hab vil leut gro c Der ki nig ſrꝛach / wie wer dac. Er rin / do icl toj cto? was weꝛdẽ / da g. b ch cro / u ie in den büchern ge va / da ſturdt mir vil kracket. LN eite nir lager ich es inen werd / en bab cc gelert dar sl và daruõ zei hũ / ee manchẽ meld en Fett, Die ans ki ſt / creycóman ten vngelert ij? die heilig geichꝛifft. Ein yegu⸗ cher Bachãt vii Baccalary / a a er ont der ſchůl lũmen vnd pꝛieſter weidẽ / ſo künnẽ ſie alle (Caſus reſolnierẽ ) vnd Ppꝛedigẽ vii hau en drein £ vnd iſt ein arm ding. Der ander ſchad der da kumpt ene pꝛieſter der ein artzet ii / dz ut (Irregularitas) off geſpat ſein. Es qt nit vffgehẽckt / aer v fj at osden Fleur oð pꝛit ſter/u ar [cur ei ſeinde ſo machẽ fie ſich vnteuglich vá vnde chickt ire empier zůuerbꝛing en. Wan euet € n at tzet ift yn der welt vnd wil pueſter werden / fe ift er vnge chickt vnnd vnreugli var ů / man můß erſt mit im diſpenſte en) wie kan ir dann artzner geben / ſo er yea priejter iſt / darumb fo ſpan nen ſie ſich ſelber vff / das fie iere empter nit ſolten verbꝛing en. Der dꝛit ſc ad iſt (dco municatio) Sie mögen nit wol o iru né die vꝛſach darũb man die leut bannet / z geiſtlich recht das verbeut / das feel ſoꝛg CH Dechan / Pꝛobſt/ pfa rrer dy ſollẽ i nit die Keyſerliche recht nt ierene datũb das ſie an (tcn emptern gehindert NN der Filten geiſtliche recht ſol man leren. Der firede ſchad CC og ptus ſuptrio:ũ.· Sie vadit iren oberen wenn ue oberen haben ſie gelert / vnnd bi (cff haben fie geweihet got zedienen / ni⸗ chl dat fie mitt dem ſeich vnnd harn vmb gond / ſie fein zehoch vnnd sf einem Bößern t Im mitwoch nach ð altenfartuacbt amyt geeꝛdin et EG, Der fünſt ſchad iſt dalum. ) Andere menſchen werde darnon geergert wann fie har en ir gůt dargeden / vnd geben ir olivis (ic noch dar / das ma Get (ol für bitten / nicht dag ſie artzet elt len fein. Jetzun d nit mer. = Doctoꝛ "eife perg von der. ix. Eigentſchafft der Emeiſſen Das ijt gemeine arbeit. V I EN AC E KA. N * b» | A 18611 E CNN \ * 1 » T ». , * N NS AU * " "man Lé 1 ^ - uu W / * | 1 ‚2 ) — — NN 1 — — AP IAN AER TE ! — A ! ra i AN WI — — — ———— — 222 MË , - — ( fft ð Emeißẽ (Laboꝛis cõmunitae) Gemcĩ arbet Sie arbeitẽ allmitenan⸗ neméffia gat. Es ift gleich als da má ein gemein ẽ frõtag hat / eĩ gemeĩ werck / da lau Pr ales außhin waz ſtab vn ſlang getragẽ mag O du fulergang sie der Emeißen / vñ lerne wey ß heit. Was ſol ich lernen. Er Sp. - N * — — — — -— — — — — — IISIC » N VER - £ zin dem erſtẽ ſpꝛich ic Das du felt lerne fliehen das groß laſter müſſig gõ Du feseft fraw oð mã / iũg oS alt / rych eð arm / edel oðvnedel / ſo ler võ ð oͤmeißẽ / dz du nit mũßig gagſt wãwermü ßig got ð findet vil laſter. Es ſpꝛicht ſant Bernhard (Accidia € ſentina oĩm vſcioꝛũ) Müßig go it d grub d pfitz / eĩ lech da al laſter infließẽ. Du ſibeſt wie in eine hof et wa ei grub iſt / da flüßt aller wũſt in vnd waſſer / wz vo dechern flüßt / dz laufft als | | " | ^ 1 -] , — \ d | — ** tan [3 MA LORD ANNIS - 2 a! S A AN NS 2 NN K NS TL y m * * Na (7 (A INK: sé N A. vf. ZEN N T Kéi „ * ^ e: Nr ex 77 — A 2 Ir RÄ S = 4 AU. ——M —— NS Be D — X » à — — ES IN — 1 ili \ — nf . A , \ , — 1 i | d it ES = * m T Wu ` == — x — — N NN Y M L id B — d H E Md RN * ecu, \ dx i) | iN — "uH E : Ser - Ü } v N — Ze * Ww ^ — E 7 / | DÉI M, EN, er, ei Y * ^ III 7 — f, N 2 e \ N 2 A , WE — 7 LL v? A ME * " | T ke? Fe — ER > | A SS Ned : CG — vult 3 ns e Q AT ts ` bk \ e? — Te 4 ? e Un [A — Ü " NL | N Ges E. N. — CB, d EXUS- 2 A * — " GE — — "€ —ͤ—ũu — — | 1 - "ual A geng, — - om —— _ JEN E | » — — — = | » op bé Ar ^ de. IN. elget P t | e 9 4 MAS -o- — — | guercken / zie reger el der ſie gond all aug wercken / die treget ein " ef 4 [4 , ^ es BE: Dro ett : 1 4 , d / | 3 TOR vi 3 F | in dle ſelb grůb / laß ein ſpꝛach Gau (cir, Dʒ mittel ſt aʒ in eim ſchiff iſt wã mã vil waſſer vß dẽ ſchiff ſchoͤpft / ſo ſchoͤpfft ma nůr an eim oꝛt / wã alẽr vnflat lauft an dz oꝛt / wã es tieff iſt. Alſo et mẽſch ð da müſ⸗ ſig gat / ð hat ſemlich ſentin / ein ſemliche grůb in feine hertzẽ / da alle laſter yn vñ za mé flieſſen/dz kaſtu nit baß erkennẽ / dan wa du dein ſelber warniĩſt / ſo finftu es vñ iſt war. Dauld bꝛach ſein ee nit da er im krieg wz / wã da het er ande zeſchaffẽ. Ab⸗ er da er müſſig giẽg vii Eet krieg hett / vñ daheĩ vff dẽ lotterberlũ lag vi ſah des tit⸗ ters weib Berſabe ſich weſchẽ / da vᷣſieler Salomõ da er dẽ tẽpel baut da vy er weiß Aber da er müſſig gieg / daward er zë eim narrẽ mit den weibern / datũb fo kũpt vf mũſſig do vnkeuſcheit / wie geſagt iſt / das iſt die erſt (fino Zũ andern / So kumrt auß mũſſig gõ Verboſitas) Schwetzung vñ das gat allermeiſt die weiber an / wan fie nũt:ethũ habt / ſo fahẽ ſie an ſchwetzẽ vñ zedeffern. Zů dẽ drittẽ / So kumpt darauß Nuge) Genkelteding ! Nuge) Geif ſen nit lügẽ Mẽdaciũ) heiſſet ci lügẽ aber Nuge ) dz fein vnnütze wort vfi werct gau kelteding Pꝛonugis maximiani) Wã ein mẽſch nicht thůt / ſo facht es ſemlich gauk elwerck an. ſant Bern hard freicht (cium ejl nouerca vᷣtutũ et mater viciorti) (Of fig gon fft eln ſtieffmůter ð tugẽ / ein mů ter ð laſter. Betracht dich ſelber / ſo wirſtu findẽ wer du biſt / frag dich ſelber / wie biſt du ſo gotlaß woꝛdẽ alſo verrůcht / kein an dacht iſt me ĩ mir / warũb / da gãg ich mü⸗ fig vn thů nũt gůte / alſo ſpꝛichſtu / darũb o heißt Bernhardus müſſig gon ein ſtief můter Studer. Du ſiheſt wol das die kid die ſtieffmüter hon / die kind ſein verfaren Lieber got die ſtiffmüter n hond kein ſoꝛg zů inen / ſie ſehẽ ebẽ wie die weißẽkind. Sy zwecht in ſeltẽ / mã gibt in übel zeſſen. Ab⸗ Die Eigentſchaft der Emeißen er iren kindẽ kan ſie woll gůts thũ ſie ſehẽ auch vil hũbſcher dan (tc ſtieffkind. Alſo müſſig gon ð tugẽt (ft ein ſtieffmůtter / ſie achtet ir gantz nit / fie ſtrelet tügẽt nit / fie ſamlet nittzeſamẽ / fie vacht fie gatz / Sie Hr auch ein můter der laſter / ſie gebird fie vi ift ir ein vꝛſach dz ſiheſtu wol an e fei gen weibern / wã ſie müſſig gon / ſo lauffen fie von eine winckel in dẽ anon yetz obnẽ im hauß yetz vndẽ / dan en? der thür / vñ machẽ zirli mirlin gartẽ türlin / vñ ſtoſſen dã mit dẽ meſſer in ein climſen / vñ kũt va and leckerei hernach. Zů dẽ fierdẽ / So kumpt darauß fürwitz / wã ein mẽſch alſo müſſig iſt / ſo nimt er fen ſelbs nit war / ſo wüͤrt er ( curioſus ) wundgern dz er wil war nemẽ vñ wiſſẽ ws and leut thũ. Wã dic. v fin gon auß / vñ wolle ſehẽ wz für gat vñ hoͤꝛt wz má ſagt. Theteſtu epws/fo dico fiu dẽ ſelbẽ nach / vñ macht 9€ mẽſchẽ vnſtet vñ das gat aller meiſt die frauwẽ an / die võ ix art vnd natur nit als ein ſtarckes ge mũt habẽ / ale dy mã. Darũb ſo ler du tre ger von ð Emeißẽ. Zů dẽ. v. So macht müſſig ao hoffertig. Dauid ſpꝛach (In la boe hoĩm noͤ ſunt) Sie ſeind nit ð arbeit vnd wercken nit mit den menſchẽ / darũb fo werdẽ ſie aũch nit mit den menſchen de: ſtrafft / aber mit den boͤſen geiſten / darũb fo hat fie gehalten heffart / Alſo wachßen fünff ſtück von müſſig gen. zu dẽ andern ſpꝛich ich Das werckẽ iſt ein fürderniß ʒů betrach ten / wã wircklich lebe můß alwed voꝛ gon dẽ ſchawendẽ lebẽ / Des haſtu ein ſchoͤn fi gur in dẽ büchern Moyſi. Got hat gebot ten dz kein menſch (olt gon zů c berg St nay / vß genũmẽ Moyſes / dz gemein volk ſolt off dem ebnẽ weg bleibẽ / welch et aber I zů dẽ berg gieng / den ſolt man erſchieſſen oð vᷣſteinẽ / alſo daz niemã — Kn 4. à E t er nit von im vernüget würde · Moy ſes gieng vff den berg / berg ward vmb ge den mit einẽ weiſſen wolckẽ / vñ da kamen bliczigẽ vri duner. Der hoch berg bedeut ein ſchawẽt lebẽ / dz Moyſes vff giẽg. Dz volck vff ð ebne bed ent ein wirklich leben Alſo 9s dz wirclich voꝛ můß gon ee fie vf de berg des ſchaweidẽ kummẽ moͤgẽ. Wz iſt 9s wirklich lebẽ / die laſter erwirckẽ. Be tracht du dich ſe ber haſtu zoꝛẽ in dir ſelb niðgelegt / ð hat dir ein ſchadẽ zůgefüget / kanſtu dich ſe ber uͤberwindẽ vñ im dẽ na ch lon / du moͤchſt dich rechẽ / vnd du wilt es vm̃ gots willẽ nit thũ. Du haſt ein an⸗ mũt zů ð frawen / die fraw zů dẽ mã / ſtat zeit wil / wer da / es würd es nieman innen noch ſo wiltu es nit thůn / deßgleichẽ in an dern laſtern Solich fihiſche begird muß ma vor vndtruckẽ / vii dz heißt ein wirkli⸗ ch lebẽ / dz můß vor gõ eim ſchawẽdẽ lebẽt An dem dꝛitte ſpꝛich ich Seiten mal dz wirklich lebe můß voꝛgon dẽ ſchawendẽ lebẽ. Wz wercks můß dz ſyn Es ift doch men gerlei wirckung. Ich gib antwurt das dreierlei ſein ( Eſt labor, Opera tionis Handrxcrcke Caſtigationle Keſtigung Refrenationis Sammen Das erſt werck iſt ein hand werck / daz mit der hand zů gat. Als treſchẽ / zymern ſchůmacher / ſchneið / vñ ð gleichen. Dz an der werck heißt keſtigũg des leibe, Als da iſt faſtẽ / betẽ/ wachẽ / diſciplin nemẽ bilger fart . damit ð leib geleſtiget würd. Dz drit werk iſt zeumẽ dir faber et zaum in le gen / den laſtern ein wiðſtand thũ / als du ſtreiteſt wið den zoꝛn / dein natur (ft deci get si zom / du über windeſt dich / dz wiſſẽ (e frawen wol / wan ir ſol en dem zoꝛn wyð ſton / da holart / iugent / da falt dir gůt 8 eii erb. Aber es berürer dir daz hertz nit / du laſt ce dich ut freuwen / der neid iſt da Mitwoch nah Reminiſcere du wilt dich rechen / noch fo tiber windeſt du dich vnd thůſt es nit. Es iſt ein vnglũ ckhaff ige fano der neid / ſie peinigt niemã dan der ſie in im hat. Du müft lag ein an dern neidẽ / ee dz im ein bůl off dem kopff wirt Es ſchadet im nit / daz du in neideſt es ſchadet dir ſeiber. Alſo ſtreben vñ ſtrei ten wider die laſter / vnd dir ſelber ein zaũ inlegen / iſt die drit arbeit Zi oem fierdẽ ſpꝛich ich Du frageſt welche arbeit iſt die hartſt vn der den dreien Arbeit mit ð hand a irckẽ / Den leib keſtegen / oð im ſelber ein zaun in legen / Ich gib kürtzlich antwurt / das die drit arbeit aller ſchwereſt iſt / Die erſt ar beit mie S hand werckẽ iſt die minſt / Die and tft ſchwer den leib keſtigẽ/faſtẽ / beten wachẽ / Aber die drit arbeit / dich felber seu men / demein / fihiſchen glũſtẽ widſtõ / ver zeichen vri ein anðn darfür biten / dz iſt dz aller ſchwerſt / im ein exempel / Du Dm? deſt ein ſchů macher / der lieber einẽ eĩ par; ſchůh machte / ia drũ par / dã das er im éi zyhen ſolt. Du f. neeft ein fraw fy nẽ nit et was 95 ſie zů irẽ eemã ſyꝛech / lieber hauß dz woꝛt Pa mã nit vß mz bꝛingẽ. Aber ge gen dem knecht / da hat ſie es bald geſpꝛo chen / aber zů dem ceman ſpꝛicht fie es nit / darumb iſt das rtt werck das herteſt. Zu dem fanftẽ ſpꝛich ich Du fragſt vnð den dreiẽ arbeitẽ / had wer cken / keſtigẽ on zůnemẽ. Welchs werck iſt dẽ mẽſchẽ aller nützlicheſt vi firðlicheſt od beſſer got Vc hetrẽ anzůhangẽ / das ein mẽſch im ſeibẽ werck ſich aller meiſt über, Ich ſpꝛich dʒ mã dir keĩ gewiße regel ge ben mag / da muß má anſehẽ die eigẽtſch affð perſonẽ / einẽ hüfft dz / ein andn etwas anðs. Eim armẽ iſt es beier daz er werck dz er narũg überkum / dan dz er im ſelber vll keſtigũg an thü. Alſo ſpꝛicht Ariſtote. | N Ki | " r Bee, " e E * 4 Lt NT E 3 "SS? 2 Die N Eigentſ chaft der Emeißen ( Mellus eſt dicari quam philoſophari) Aber (olt du wiſſen / dz die drit arbeit wy der dich ſelber ſtreiten / dir ſelber wiðſton⸗/ die laſter uͤberwindẽ ift das beſt / vñ iſt be ſet dan keſtigen den leib / wan warũb dich ſe ber alfo zemnen / das macht dich nit zů einẽ dauberich oder zů einem narren / als faſten vfi wachen ef andꝛe keſtigung des leibo. Aber wir pꝛieſtet / vfi die eꝛdenf lůt beſunder in den cloͤſtern / die ſingen / hülen faſten / vnd meß leßen. Aber wan es kumt das fie ſollen den laſtern widerſten / da iſt niemans daheim / ſie gond inẽ ſelber nien⸗ dert in ab. Alſo ihũd auch vnſer geiſterin die gon alltag zů pꝛedig vñ beichtẽ gen ʒů kirchen / ader wan es daran kumt / ſo ʒiehẽ ſie die ſpyß am hag ab / alſo thůn wir do⸗ ctoꝛes auch Ich můß mich felber auch bei der naßen herfür ziehen / wir pꝛedigen / di⸗ ſputiern von leſen in ð ſchůl / aber kein laſt er ſtellẽ wir in vns ſelber ab / dã was vtie geluſt dem gon wir nach. zu dem ſechßten ſpꝛ ich ich / Du frageſt ven ve miteln werck / daz ift vo keſtigũg des leibs ep befund võ fa⸗ ſten · in ð zeit wir ie ſeind / kan mã nit vy ßen wienil mã doch eſſen ſol / darmit mé ð ſach recht thet. Moyſes ein altuatter im altueter bůch / ð ſagt dz es vil ſchadẽ bꝛin⸗ get / wã ein men ſch zewenig ißt / als wã er seuil ißt / Darũb fo ware die altuerer dar au ob mã nit ein mitel moͤcht findẽ wieuil ein bꝛůð ſolt eſſen off cintag / dn bei er mõ chte bleibẽ / vñ meinte etliche altueter wa em bꝛůd affe alle tag zwo mutſchen / vñ ie tliche mutſch ein pfund thei / dz wer des ta ges zwei pfund bꝛots. Da ware, die bꝛüð fro vñ meintẽ / wã einer des tags ein mut ſchẽ het / ſo möcht er es nit wol geſſen. Ab ’ er vz pfund dz iſt / dʒ weiß mé nit / ob es ei apoteker pfund iſt / oð eins metzgers pfũd Da es an Moyſes kam dẽ aunater dz er ſein vꝛteil geben ſolt. Da ſpꝛach er liebẽ vetter mã kan keine gewiſſe regel gebẽ wy vil ein menſch fol eſſen. Es fol ein ieglich⸗ er alfo vil eſſen / biß das er meint vnd ent pfindet % er genug hab zů vffent haltẽ fef ner natur / dz iſt vngleich / eier bedarf mer dã ð and. Ich weiß wol dz ein gerber mer zeſſen bedarff dan ein ſchneið / wa fein ar! beit iſt groͤſſer. Wir leßen von Milone d ein och en vffein mal mit der fuſt zetode ſchlůg / vñ den och ßẽ aß vff ein mal. Dar vmb ſo iß vñ trinck als vil dir not iſt / wa du aber genůg geſſen haſt / vñ ſiheſt nech ein bißlin da / da treibt dich luter dei ſchle cke / vnd ſunſt nüt / das ift fach. Zu dẽ ſibẽden ſpꝛich ich So ſemlich heilg leut fein giweßt die (em. liche groſſen abꝛuch hahẽ gethõ / als Dri cus / Frãciſcus / Benedictus / Wie kunt es dã dz mã ſemlichẽ abbꝛuch auch nit findt in vnſern landẽ. Ich (paio daz dz herkũt võ. v. vꝛſachẽ Pꝛopter acrem /cõplexionẽ/ perfectionẽ / Ipocxiſim/gratiã.) Zum er ſten fo iff es em des lands wil en Ven art ift es 95 má in den heiſſen läden minð ißt 9a in dẽ kaltẽ / wã fy moͤchtẽ es nit vᷣdoͤwẽ Dʒ ſcheſtu wol in welſchẽ landen / da gibt man einem ein ſaletli / vnd macht ein mo neſterli / end iſt genůg / mã gibt eine Cau/ fen als vil fleiſch als fünffen dain / wart b das ift vꝛſach / das fie minð eſſen / wan dy woͤꝛme dle vſſer dem leib iſt / die zücht dy woͤꝛme von dem magẽ des menſchẽ in die vß wendige glið / derumb ſo mag man in den heiſſen landen nit als wol Tenwe ale in den kalten la ndẽ. Wan in den kaltẽ lan den / da lauffet die woͤꝛme ven den vßwen digen glidern zů den inwendigen g. idern / zwar wan man das fir vom haffen thůt ſo mag er nit als wol ſieden / als wan man das feür sim hafen ther. Was ift ð mag anders dan ein 1 ein D ' | | thothelt / wan du giſſeſt vñ gleich 58 dem ofen oð ʒů dẽ feür geff / wen dy vßn ẽdige bitz zicht die inwẽdig Sig heruß zů ir / vñ dea eft kã nit wol ( Es iff patauti pateſte fie) die bꝛunnen vnd keller fein im winter waͤrm / vñ im ſum̃er kalt. Es iſt auch ein boͤß zeichen wan du geſſen haſt on dir die hend kalt fein, Zñ anðn das ein menſch baß mag groß abſtinẽtz thůn à ð anð dy iſt cõplex fein natur fleg matici von art ef ten fie mind à die einer heiſſen natur fein Du findeſt einẽ ð in zwen oð in drei tage kum ein mal trinckt. Ein ander můß all tag vnd alle mal trincken. Wan man zů den badẽ iſt / der ein mag im bad nit trin ckẽ/ ein anderer mü fi zetrinckẽ Gabe In dẽ thierẽ iff es auch alſo. Ein ſchlãg mig vil eſſen / ein ber (dt den Poren zwen monat. Zum dritten iff es ( Perfectio) Lieb die en menſch chat zů der volkumẽheit / Got iſt im fo lieb / ae er vim ſeinent willẽ gern ſemlichẽ abbꝛuch SC Or / er truwet es gefall got we l. Du ſiheſt das ein nat in der ner ſchen liebe ein ganze winter bloß haupts lauft vii fent nct vff / watũb / die metz wil les alſo habẽ. Der anð laufft vnd rent als ſei er vnſinig / das kan die nertiſche llebe / fele dan nit goͤttliche liebe me vermögen, Zũ fier dẽ fo iſt ( Ipecriſis)vꝛſach gleiß Peter / das mancher groß abſtinentz leidet dz er heilig woͤll geheiſſen ſein / das ſihe ſt du in den betlern. Es ſitzt mancher betler vff der gaſſen alſo zeriſſen vñ nackẽt / vnd gehabt ſich fo übel dar? b dz er dich bweg das du im etwas gebeſt / vñ kan doch mit krutern eS mit ſalbẽ machẽ / dz im nit als wee iſt / vñ in nit als übel frürt als er ſich ſteit / etwan ift e auch an im ſelber alſo. im fünfftẽ / So iſt gnad gots die da wirckt. Es fein groſſe ding geſchiiben vo den heiligẽ vetern / von fart Frãciſco / o minico / deren ding felle wir viro mer ver Mitwoch nah Reminiſcere wunderẽ den nachfolgẽ ſant Bñdict ð lag etwan dick vff bloſſer erden ſch laffen / er ſpꝛach aber zů feinen bꝛůdern / ſie ſolten es nit thün wan fie were zart vfi bloͤd Mich dunckt aber das feine bꝛüd das gebot ires vatters trülich halten. Jetzund nit mer. Im dun nach ð alte faſtnacht Pꝛed igt dectoꝛ Keiſerſperg dye v. Eigent ſchafft von der Emeiſen ſagt / ger vñ fuler zů S oͤmeißẽ. hle folie lerne alle criſtẽ mẽſchẽ / dz keĩs Band hinð an € yn gang ewiger ſel keit / vñ in ſundheit ſollen hie lernẽ. vii. geſchlecht. ci Mũch vii Yid ne. Pfaffen. Leien, Vater vi muter der. Pꝛelaten. vnd Vn deithen Zu dem cti e ſollent hie lernen Münch vnd Nunnẽ. Es iſt in kei foco wan ich (ee nun nẽ vñ münch Es fein ceren nan?! Ich thũ es cuch inẽ nit zeſchmach. Ich thů es vm̃ der !ürze willẽ / es fein eren nan en. Aber die uͤppigẽ lent nenne es in zeſchmach / vñ iſt alſo in ein miß bꝛuch kũmẽ. Sie ſollen hie lernẽ / dz fie nit einanð hinðn an dẽ wel ge ewiger ſelikeit / vñ keiner dem ant für das liecht ſtand / wã die oꝛdẽßleut wið ein⸗ anð ſein vñ meint ein ieglrcher ſein oꝛden ſei heiſiger vñ hoͤher dã Sand oꝛdẽ / vñ ly fen vii sante miteinanð / ð vetter halb vit des alters halb / ſo iſt ð oꝛdẽ alſo a lt / ſo ift der elter / vñ ſant fẽciſcus hat mein oꝛdẽ das keins dz and hindn fel gag zů ð oͤmei. CC E i23 Diraro im y redim ẽtalitaiis ) kein wc dy and hinðt / ſy lau for uche anð vñ dy heilichẽ weg die fie gemacht hõ / ein teil lauft of dẽ huffẽ / ein teil in dẽ hufen / noch fo ift ir art daz keine die andn hindt in irẽ geſcheft / gang du tre | geſtifft / vnd der Dominſci oꝛdẽs / der Be nedicti &, Das (ft nüt nũwes / co Gat ſein anfang von den apoſtenn / da etliche ven ſant Paulo getaufft warẽ / der von Petro der von Appello / vnd uͤberhůbẽ ſich irer taufer Aber ſant Paulus ſtraſt fie darũb ſie were all in criſto getauft. Alſo ift es ein thoꝛecht ding / das wir vns vnſer vetter halb woͤllẽ uͤberheben tiber ander / vnnd wöllen doch inen nit nachfolgen / vnd thũ wie die iuden im ewangelio theten / die glo rierten Abꝛahã wer ir vater / ſie woltẽ ab⸗ er im nit nachfolgen. Johañ. vii. Sie ſol ten es nit thůn. Criſtus ð herr ift vnſer cl ler apt / vnd wir ſein alle vnder im / darũb binder Fein oꝛden den anðn / vnd veracht in nit / war wiwalle ſamẽ eins oꝛdene ſein / ep Criſtus (t vnſer aller apt. Auch felle fie lerne die andn nit dachten vin (rer do cꝛoꝛes / vñ rcc meinũg willen So iſt ð ein V Bomi / der ein Scotiſt / ð ein Albertiſt ‚dein Ockaniſt. vnd tft angſt vnd not da / vnd nent kein münch ein lerer eins andn den. Ein barfuͤßer mũnch / ia wol dz er thomã allegiert / wy gůt ding er ſagt. Ein pꝛediger münch allegiert kein Scorum⸗ das iſt ein thoꝛheit. Es gilt mir als gleich er fei wer er woͤl / die weil er etwas gůts fa get / ſo iſt erX mir ein gůter lerer. Vnnd die . mud ſeind alſo widereinand / vnd ſtot ie einer dem anðn für das liecht / vnd werde nymmer eins / dan wã es iff wider de drit⸗ ten teil / vnd werden eins als Pilatus vnd Herodes wider Criſtum Sie werdẽ eins wan man feur ſol legen da ſchaden ſol vß kammẽ Sie thůn gleich wie Sampſon / der wolt ſchedigẽ feine ſeind der fieng. ccc. füchß vnd band inen die ſchwentz zammẽ vnd facklen darzwiſchẽ / vnd ließ ſie in dz kom lauffen als es zeitig was / vnd verbꝛẽt inen das koꝛn. Sie ſollen lernen einander nit hin dern ande gůtẽ. Sie ſchꝛeien etwã widereinand off der cãtzel der fact dz /der ſagt dz ander vñ dz widerſpil / vnd ſchꝛeiẽ widerein der / nit anders dan wie zwẽ goͤch vff zweien baumẽ wideun nander gucken. Zu dẽ andern So ſollen die pfaffen vnd mũch hie lernẽ vs ſie auch einanð nit hindn an dẽ weg zů ð ewigẽ ſe⸗ lieit / ſie folle ſich wol miteinanð betragẽ nit widereinanð ſein / einer den andern m haſſen / nit einer dẽ andn für das liecht (to als dick geſchicht. Die münch fein dẽ pꝛie⸗ ſtern geben zů helffern / dz die ſelen wol ge? weißer werdẽ zů ewiger ſelikeit / dz folle dy pꝛieſter gedenckẽ / von felle dy oꝛdenẽleut ge denckẽ 5 ſie ir helffer ſeĩd / vñ dz ſie es vo dẽ gnadẽ Gabe der oꝛden / vnd nit ſich uͤber die pfarrer erhebẽ / wã fie nit den pꝛieſtern gehe ſein ʒů ſchadẽ / vii gedẽckẽ 95 fie ben knecht ſeind eins herrẽ / mũch vnd pfaffen Es ſtot gar übel wã zwẽ knecht ſein vno ciné herren / vñ fic beid ſeind wid ereinanð vnd ieglicher ſein nutz ſůcht vñ De nit des Bere nutz ſůchẽ. A fo hie auch / die beichter ſuͤchẽ ie nit nutz ð ſelen / aber des feculo heil ep nit der (cle heil. Es ift vm fie wie vm̃ die in einẽ bad / da farẽ fie mit ð had ü ber eins vñ waſſer datuff vñ daruõ / nit mer dan mã bald vil vßteib. Alſo thoͤn er liche beichtuetter kurtz darnon / dz mã vil gelts uͤberkũ. Macht ð bapſt die oꝛdnñ ge dz ð pꝛieſter eg ichẽ beichtkind felt ein pfẽ nig gebẽ / es weren nit alſouil beichtucter. Wa kũt es her / dz alfo ct alter Haß ift zwi⸗ ſchẽ münchẽ vñ pfaffen Es iſt vꝛſach der greit / hoffart / vñ der teüfſel / die drei vꝛſa⸗ chen halt ich Es ſpꝛach einer elt ein mal züm anðn / weiſtdu nit wa her der alt ha ß kum zwiſchẽ münchen vfi pfaffen. Eo iſt vm̃ ð eyer willẽ vñ ſpꝛach er / wie ift dz / dy pfaffen eſſen die huͤner / ſo eſſen die much die eyer / ſo haſſen die mado die pfaffen v3 | HO un D EU ch d nah fíe fo vil hũner eſſen / darũb fo fein die dt ge / du hetteſt in da mit nit be alt. Es ift sBeur/fo haßẽ die pfaffẽ dy mlich dz (le dy * leider war / wir geben euch böfe exempel⸗ hüner sr mache darũb dz fy vil tier eſſẽ dem dꝛittẽ ich vñ ſollẽ lernẽ die Leiẽ hie / oz fie dy pfaffẽ nit hinðn an dẽ weg ð ſeil keit Du haſt zů DE erſtẽ gehort / wie die münch vnðeinanð ſich ſelbs nit ſollen hinðn. Du haſt darna ch gehoͤu / a ie mind vnd pfaffen einanð nit ſollẽ irren. Zen fo muß ich ſagẽ / wie ir Leiẽ ene pfaffen nit (clie für dz liecht ſton vñ vns hin dn an dẽ weg der ſelikeit. Ir lei en haſſẽ vno pfaffen / vñ (ft auch ein alter haß zwiſchen euch vnd ons. Wa her für der ſelb haß / das yr one feind ſeind. Ich hab darfür / das es da her kumt / von vni ſerm toꝛechten leben / daz wir fo uͤbel lcbé/ vnd euch erger niß geb / ich weie ẽ ſunſt Fei vꝛſach / das kan aber nit die gantze vif: (ccn warumb / wan ein vᷣſamlung bei einander wer erberer pꝛieſter / dy kein erger niß nie herten geben / ſo haſſeten ir ſe dan nocht auch. Es ſpꝛicht mancher dy p fafßẽ bond zeuil / vnd wilt inen das ir nemẽ vii dem biſchoff vnd andern abziehen ir düre das (ol nũt / wanwarumb / es fel niemans gon ſchneidẽ mit ſeiner ſicheln in einẽ frem den acker / ſolt ed ein baut dem on än thũ fo wer es vnrecht / warũb nemen die leien etwan den pꝛieſtern ir gůt von der kirchen vii gebẽ inen nit das ir inen ſchuldig fein von recht vfi von recht geben ſollen. Du ſpꝛichſt / waz fol man in geben / die pfaffen hond ondas zevil. Wiltu fie damit bezalẽ ſo haſtu ein gůte ſach. Wã ein armer ma der wer eine zwen güld ín ſchuldig / vfi wa er in bezalẽ ſolt / So wolt er im dz · ein ne men / oð im die zwen gůöldin nit bezalẽ / vñ wan man ſyꝛech / warũb er im dz ſein nem vnd im nit die zwen güld in gebe. Er ant wurt / er iſt ondas reich / er hat ondas gnů noch ſoltu darũb vire daz vnſer nit nemẽ Zu dem fyrden fo ſollen hie lernen Vater vn (Outer Haſtu kind Bil der eder Schweſtern / die woͤllẽ ein er ber lebẽ füren / got dienẽ / in ein cleſter ge dit gůtẽ öͤmeißk ſoltu nit hindn in (té ten werck. Es kumyt dick das die kind ge ren recht thetẽ / ſie woͤllẽ faſten / betiẽ L. fo woͤllẽ es ir vater vñ mütter nit geſtattẽ/ dz iſt vnrecht. Wan ein mẽſch wil gon in ein cloſter vnd wil geiſtlich v erden / da ma gel ft. «8 vñ erberlich lebt / vñ du hinderſt yn daran xf thůſt das vmb demes elgenen nũtz vfi gefüch willẽ / ſo me g nit ten werdẽ / du rateſt dan im e$ cınd enðu in den oꝛden zegon / woͤllent fie es nit thůn fo biſt du es ſelber ſchůldigꝛethůn. zii dem funftẽ ſpꝛich ich es ſellent hie lernẽ dy te d ſi nð / dz fte die ge rechtẽ vfi er bern mẽſchen nit hindn an de weg der fcd keit. Wan eit et et wan wil gei ſtlich ſein / ſo ſpetten fie fen vn hindern in an dem gůte . Sehen ſp ꝛehẽ fie wie ſein d wir fo geiſtlich / wa kumpt der geiſt her / wie fand wir (o Cenſcietzrecht / vnd mach en das ein ſemlich oͤmeißlin vil vnderne⸗ gen laßt £e, Wilt du nit got dienen vnd den rechten weg wandlen / ſo irre doch me mene daren / ſpott deren nit die den weg gotes wan dlen. Wie kanſiu din weg haſ⸗ ſen / durch den du ſelig můſt werdẽ. Was ift der weg / es iſt pen itentz vn rũw thůn für Feine ſünd / augent ben £, vfi dẽ weg biſtu feind ep vᷣſpoꝛeſt in. Erloͤſch nit die fack o die da riechen / ſie mogen wol wyð entzünt werden. Du findeſt menſchen wie wol fie in todſündẽ ſeind op bꝛennẽ ale die facklen ale die getechten in goͤticher liebe⸗ «uid 1 pt; 4 M M * Ri 24 | d à T D » | L] 3 Li UD = e i , m- =: 22 : : Se IA x V AE f A € d - 11 Ae LES * D - e Die der Emeißen XXIX (o riechen fie doch. Es iſt noch etwas gäre in inen / ſie beten / ſie gon zekirchẽ/zů pꝛedig vñ riechẽ alfo die ſelben ſoltu nit gãtz ab? je ßen vnnd erloͤſchen mit deinem geſpoͤt. Zu Cem (edostén ſpꝛich ich Dz hie ſollẽ lernẽ die regem ẽ / dz fte ire vnðthen nit inðn an ir ſelikeit / vñ dy vn derthon die obern auch nit hinðn. Die ob ern woͤllẽ etwã Gut oꝛdnũg machen / vnd das es recht zůgang / ſo woͤllen eo die vnð thon nit. Nim nur dz geſang für dich im choꝛ / wen man ſpꝛicht man ſolt ein not als Lon machẽ als die anð / ſe ſpꝛechẽ ſie / fein wir dã münch woꝛdẽ / es ſolt aber nit ſein Zu dem ſübend Es ſollẽ alle menſchen hie lernen / das keines das ander Binder an ewigem leben Niemans des andern ſpet / das es recht thůt / thůnn du auch das recht iſt / vñ veracht das ſpo ten. Der her Jeſus iſt auch verſpotet woꝛ den / vnd allwegen die gůten von boͤſen vᷣ ſpotet ſeind woꝛden / vñ ſie auch zů geſpoͤt⸗ te woꝛden. Jetzund nit mer. Im Freitag nach ð alten Faſtnacht. Da pꝛeidigt der Doctoꝛ Key ſerſperg die. xi. Eigentſchafft fact von in gezogenheit / Vade ad Foꝛmicam. Je. Nl. Eigent ſchefft ð emeiſſen iſt (2d xe weid qon, Wiewol die oͤ⸗ —iÜämeiſẽ ire häßlin hond de bawen / gedeckt vnd heimliche weg gema; cht bond / vnd ſtecken datin das man fie kum ſehen kan / noch fo bleibẽ ſie nit dar in alwegen / ſie gon herauß vnd füdjen ir na rung / was ſol ich hie lernen. On ſolt lernen biſtu eingezogen vnd haſt die genad gotes / das du künteſt off dir (d ber ſitzen vnd betrachten / vnd dich einge zogen halten / vnd von dir ſchüten alle zei tliche ding / noch fo lete hie bei der oͤmcißen nit alweg in der hule deine hertzen vnnd vff dir ſelber zeſitzẽ / aber ler hinuß gon zů vſſerlichẽ dingẽ / du müft (EG wie ein ms ßlin. Ein müßlin Lider in eine lech off dẽ feld / vnd gat nit herauß / der hũger treibt es dan herauß / vñ wã es heruß gat / ſo loi get es ein wenig heruß / vñ laufft wið hin yn / vnd dan aber heruß / vñ laufft / vñ fü cht (cin narũg. Alſo ein mẽſch mag nit al⸗ wege ingezogẽ ſein / er muß etwa auch her auß / vnd ſeind ſüben ſtück darumb es tin menſch thůn ſol. Superioꝛem obedientem Equalem auxilamem Inferioꝛem gubernantem Seipſum paſcentem Se ipſum inferieꝛa exercentẽ Seipſum moꝛes cõponentem Seip ſum operantem u dem erſten fo ſol ein mẽſch vf feiner ſti e rů vii contẽplierẽ ef gon vm̃ ſeins obern willẽ / dz ma im gehoꝛ fam fc. Lieber got du biſt in einẽ cloſter cd wa du biſt / ſo wolteſtu gern rüwig fein Propter beeẽ / betrachtẽ / ſo kũpt gei oberer op heiſ⸗ (ct dich and dig thũ / als in dẽ choꝛ gon ſin gen / da meß leßẽ / da dz almůßẽ Hole Ich velt et wã lie ber da Heime betẽ / ſo můß ich gon pꝛedigẽ. Alſo du auch / du legeſt gern bei Lazaro im grab / vñ weiteſt lieber deĩ ſünd / oð ſeſſeſt lieber bei Magdalena bei dẽ Kiem des herẽ / vñ betrachteſt goͤtrlich ding / ſo müftu deinẽ obern geheꝛſam fein vnd dz ſoltu auch thũ / wã es iſt geſchꝛibẽ Melioꝛ eſt obedien ria.) Es fft beſſer dte hoꝛſame den opffer / daz aftu ein f. gur in d, . Freitag nach der Ilten faſtnaht Maria vñ Magdalena / da Marta kã zů Magdalena vfi ſpꝛach / ð her iſt da / vñ rů fer dir / da ſtũd fie gleich vff vii giẽge vß Bin vñ ließ ir füße em 9s herrẽ willen Al ſo thů du auch / wa dei oͤberer dir rüff / iſt dã ð her da / ſo bis im gehoꝛſat / vñ laß Jet ftike ſtõ / vñ gãg vß dir ſelber ap gehoꝛſaz Zu dẽ andn fo ſol einer vßhin oo vim (ane nechſtẽwillẽ wa er dei ner hilff bedarff. Deĩ nechſter mẽſch ifns tig / betrübt / vñ gat im uͤbel / des leibe hal be / vñ der ſelẽ halb. Des leibß halb /er iſt kranck / ſiech / arm / Der ſelẽ halb / er ift tro ſtloß / betrũbt / ein ſünð / ein vn wiſſender oð ws es dã iſt / wolteſtu da vf dir ſelber fi tzẽ / vñ in eim ſchawendẽ lebẽ ſein / vñ Set nechſtẽ alfo laſſen verderbẽ / dz fclt nũt du felt dein ſtille vᷣlon ein zeit / vnd deim ne/ chſten zehilff kummen / das iſt got angenẽ in dẽ fal. Alſo du kanſt im e ff kummẽ eſſen vñ trinckẽ gebẽ im handreiche thůn almůßẽ gebẽ / herbergẽ / troͤſtẽ/ vndweißẽ den vnge ertẽ ſtraffen / dẽ ſünd / vñ ſůchſt elle Sae heil ð ſelẽ / vñ nit das heil des ſe⸗ ckels. Alſo fol ein ieglicher hauf nater war nemẽ in feine hauß / wer ſein bedarff zetroͤ ſten oð zeweißẽ oð zeſtraffen / dz er vonim ſelber gang v hin ander mẽſchen ef bis licher liebe / das iſt got ein gefallen. Zů dẽ drittẽ / So ſoͤllen hie lernẽ dy ob ern vß gõ dẽ vndthonẽ zenutz. Es wer ei toꝛech ter obꝛer dz er wolt vff im ſelb ſitzen sp betrachtẽ wá er ſehe dz ſein vnð thõ vu ſcheitern giengẽ / darũb ſo ſollẽ ſie võ ir rũ gon / das dz heil ir vnðthõ geſůcht werde / Zwei ding fein die obern ſchuldig dẽ eng thonẽ Cuſtodiã et oifciplina) Hůt vii vn derweiſung. Es fein gůt vnd boͤße in eim cloſter oð wa es Sá iſt / da iſt dẽ ober nort dz fie die gůtẽ obern behüte / dz fie gůt blei ben / vñ dy bößẽ lernẽ vii (tta (fe dz fie gët | Made / oñ alſo hůt vhi ſtraff miteilẽ irẽvn derthonẽ dz kůnnẽ fte nit thun / o (ie vff in gelb ſitzẽ vn betrachtẽ. Nun ſihe du in ei feat die obern ſeien die alſo ſollẽt iren vnð thonẽ voꝛgon / inẽ gůt eperel voꝛtragẽ hůt vñ ſtraff mit in zeteilen / vñ darzů ſoꝛg zů im bet auch haben. Etwã in ſich ſelber on ʒů betrachtẽ vnd in ir eigen kartẽſpil auch ſehẽ wienil boͤſer ſtein fte darin here vnd alfo it vndthõ warnemẽ / vnd darzů ir ſelber. Wã waz wer es dz du leßman sii hymel bꝛechteſt / vñ ʒů der hell füreſt. Dar umb ſolt keiner kein ampt vff To nemen wan einer fein ab möcht fein vnd and da weren / vnd wan ſuſt niemã da were / So ſolt im leid ſein / dz er ein oberer ſolt fcis, Zu dem frerden UK? ich / Dʒ ein mẽſch vf im ſelbe ol go vm̃ fein ſelbs willen fein narũg zů überkũmen Ein menſch hat ʒwo nature in im. Er (ft leiplich vnd geiſtlich / vnd mag on leiplich ſreiß bleibẽ / darumb fo můß er etwan vf im ſeiber gon ſein leipliche narũg zenemẽ ei Ein uͤl oð ein kützlin / das ſitzt dẽ gantzẽ tag in der finſterniß / vnnd man ſicht es nit / vnd kumpt nit herfür / wan (o es her für kůͤmt / fo ſtechẽ all vögelvff es / wã es iſt verhaſſet ven inen / noch wen es nacht wüͤrt / ſo fliget es herauß dz es můß fage fürſich vnd feine iungen (Sec Gerſon. Zu dem füfftẽ ſpꝛich ich Das ein menſch vß im ſelber gon ſol( Ad inferioꝛa exercenda Vnder tůgẽt sis uͤben Wã etwa lag ein mẽſch ſich geübt hat in betrachten / vnd hat herfür gezogen ſeinẽ ton den er leidẽ muß / dz (trend iungſt vꝛ⸗ teii ewige vᷣdamnie / damit dz er ein ders forcht in im ſelber vfferweck / fo kan er uit alwegen alfo ſton in der gotes feꝛcht / võ ð foꝛcht kũpt er darnach ap goͤtlicher lieb fo mag dan liebe vnd ſoꝛcht nit beiein vnder 1 -—-——— Km 11 UA IP Ii | : CAS i : | mE ^ p : * ha =: t 7 WA * 1 * i ri | j d e , - > Ww Die Eigentſchaft der zogen ſein / vnd vff im ſelber ſitzen / darũb Ban (Qnia charitas perfecto foꝛas mit tit timoꝛem) ¶Tiebe vnd foꝛcht ſton nicht beieinanð / vnd von der foꝛcht kumpt mã zů der hoffnung / vnd man kumpt darzů / das got eim ein froͤd ꝛſt vnnd ma mit luft got dienet / vnd alfo ſuſſigl ich got anhãgt Wã nũ ei mẽſch alwegẽ in im ſelber (efi fo kũt er nit ſich alſo in dẽ vndn tugẽdẽ uͤbẽ. Zu dein fierdẽ ſpꝛich ich Das ein mẽſch auß im ſelber gõ ſol Pꝛop ter moꝛes componẽdos ) Vmb ð ſittẽ wil len Homo eft aĩal polliticum. Der mé (co uf ein gefellig thier / Wir mẽſchen má ſen beieinand ſein / Wir ſeind thier als die tauben die miteinander fliehen / Aber nit als die uͤler die allein fliegen. Nit als be? ren die allein ſeind. Aber ale Biegen vnnd ſchaff / die in einer ſchar miteinander lauf fen. Alle men ſchen bedoͤꝛffen der andern / darumb ſo iſt not / das ſie beieinander wo nen. Ein bader bedarff des ſchůmachers ich bedarff auch des ſchũmachers Darũb das wir beieinander müſſen fein/fo ſollen wir auch ſyt vnd geberd habẽ / das wir bei einander moͤgen bleiben / vnſer ſitten ſollẽ habẽ Maturttatẽ) Humilitaeẽ / Nanſue rudinẽ ) Sittikeit. Es ſolt ein menſch fein ſchwerer ſiten vñ zeitiger geberd / nit lycht fertiglich mit lachen vnd vm̃ ſich gaffen. demutiger geberd. Wan einer hoffertig er geberd iſt / ſo ift ma im feind / er (et iung oder alt / fraw oder man / edel oder vnedel fo reiche man das im got den ritten gebe dem hoffertigen ſcheißer / waz hõd wir mit im zeſchaffen. Wan er aber demütiger ge berd iſt / ſo iſt im ale welt holt / vnſer geber de [ellen auch fein ſenfftmütig vnd gũtig. Zu deim ſechßtẽ fo fol ein mẽſch vſſer im ſelber gon ( Pꝛopter fe ipſũ operantẽ ) Vmb ſeines hand wercks willẽ. ſo iſt not daz (y etwã mit ð hand auch wer cken / darumb was ein menſch kan daz ſol er etwan bꝛauchẽ / vnd ſich mit der handt üben / damit das er darnach deſterbaß oi ber moͤg yngesoden ſein. Ein menſch kan ſpinnen das ander neyen. In den clöfferis da kan einer ſchꝛeiben / ein anderer bi binden / der ander holtzhauwen. Das Bas ſtu von ſant anthonio / da er vff im ſelber ſaß / vñ gedacht wie er ſelig würde / da kã der engel gotes zů im / vñ machte an einer matzen / da er ein weil gemacht / da ſtůnde er off vnd betet ein weil / darnach aß er / darnach betet er wider / darnach macht er aber ein weil an der matzen / vnnd ſpꝛach darnach zů anthonio. Alſo thů du auch / ſo würſt du ſelig. Ein mẽſch fei wie geiſtlich er woͤl / wan er nit etwan mit ð hand auch werckt / (o mag er ſich nit als wol ynzlehẽ⸗ ale wan er alle mal fid) uet mit ð hand. Im Samſtag nach der al ré Faßtnacht hat octo: Reiſerſperg ge pꝛedigt Die. xi. Eigentſchafft von der Speiß Gang zũ der Emeiſſen. E ES I ſchafft der Emeiſſen iſt / dae die Emeiſſen gar an⸗ — T ders ir ſpeiß brauchen wen as binlin machet fein ſpeiß Es ißt honig vnd wachs / es macht aber den honig vñ dz wache / Es finde nit ho⸗ nig noch wachs es machet es. Aber die Emeiß findet ir ſpeiß. Sie sortert Éom in die hũli / Sie macht aber das koꝛn nit; Es iſt gleich als vmb die bauren vnnd vmb die edlen. Die bauren bauwen das koꝛn das (te eſſen / das ſeind die ymmẽ ð edlen die es nit bauwẽ den fürt man es mit we⸗ Ein menſch mag nit allewegen alſo inge gen heim / hie ſol du lernen. ? | | Samſtag nach d A dem erſten ſpꝛich ich Das bei dẽ ymẽ die it ſpeiſ fiber machẽ (ci mã verſtõ die volkſmẽ mẽſchẽ/alo da ſeind geweßẽ dy liebẽ heiligẽ / die yn haben getragẽ hie off erdẽ / vñ als vil als ir bꝛot ber gemacht vñ ir ſpeiß / dz fie geſſẽ hõ vñ yetz eſſen võ dẽ bꝛot ſpꝛach yener stum Ferré Luce.piiii.( Beat us qui mãducat) Selig iſt ð mẽſch ð da ißt 9 or in dem reich getter. Was iſt dz bꝛot das wir ma⸗ chẽ ſollen Es iſt gerechtiktit / võ dem bꝛet fiet geſckꝛibẽ Eecle.xiiii.ca.Añ obitũ tu⸗ um) Veꝛ dẽ tod ſoltu wirckẽ gerechtigkeit / va in ð Belle 9a finde men fein freif. Ale wolt ð weiß ſpꝛechẽ / ſetige dich hie vnd yf gerecht ikeit / wã in Selle kan ma kein gů tes wirckẽ / wã gerecht keita ürt hie W te werck vii wircl ð tugẽt guumẽ. ſelbẽ werck vñ tugẽt fel nit allein ein men ſch thũ vñ velbzingé eenfaltenklich / fund er fel ein groſſe begird zů inen habẽ nit an ders dan hungert vnnd dürſtet in dar⸗ nach /als 9 herr daruõ ret (Bcati qui efus riũt et ſiciunt iuſtie) Selig fein die / die da hũgert vn dũrſter nach I gerechtikeit. Es ſrꝛach einer im pſalter ( Oblit (om cõmeð re) Ich hab vᷣgeſſen zů eſſen mei bꝛꝛot / dz [ft die gerechtikeit. Allein die gerechtikeit mag dein feel entſerigẽ xfi ſunſt nüt / ond Ser b heteſtu alles dz vff erdtreich iſt lu⸗ fice vfi gelu ſtes / ſo magſtu nit darus erſe tiget werden / aber gerechtikeit dy erſetigt dich Wir leſen von ſant Athenio wie er (m geiſt ſahe et'(cG fto die da luft co wid weytẽ in das mul / Etliche die ſtůnden eb einer katlochẽ / vnd lieſſen den geſtenck in ſich gen ven dem wuͤſt. Ettlichẽ die aſſen fand mit han Sol ſchobẽ ſie in / aber fy wa ren mager vfi dürr darbei / vñ wurdẽ nit fol des lufftes / noch der des geſtancke no; ch der der des ſande / vnd vetwũdert ſich des (ant Antheniue. Da hoꝛte er ein Dim Ilten faßtnaht die ſꝛach. Diſe Mt bedüten drei fünd v8 denẽ die mẽ ſchen nit erſettiget noch erfol u erd en. Der den u indt in ſich weyet das ſeind die üppigen erer / die von dem winde uͤppiger ee ny m̃er erfült werdẽ / als hoher vffthin. S (t einer ein burger / ſo wil er zun fftmeiſter ſein / darn ach ciner fnfise&av ner / darnach am̃eiſter. Im geiſtlichẽ ſtatt auch alſo. Iſt ein vicary / ſo wil er ein thũ herr ſein / darnach dechan / Abet der wind erſetiget niemãds / deßglẽichen ð geſtanck ven dem ſchwebel auß der katlachẽ erſeti⸗ get auch niemane / wer ift der ð ſich erläfte in dem vůſt der ſündẽ / das er ir nit beger mer K, Des g tichẽ das (anb des zeitliche gate erſetiget dich nit / wir kauffk ein pſrũ den off die ander / vnd da eingült vff die ander / noch fo kanſtu nit fol wardẽ / dz iſt das (Suxerbia / Auaritia / Luxuria. Zu dem andern ſpꝛich ich / Das bei den Emeißen fol verſtandẽ werde ei anſabẽ ð mẽſch. Die Emeiß iſſet (reif die (te nit gemachet hat. Alſo die an pfahenden mẽſchen / dy Gate et wan enab vnd entp finden etwas ſuſſikeit vd geiſtli⸗ ches troͤſtes den ſie nit gemacht oð vᷣdient habẽ / Wiewol es iſt dz ſie gebeichtet habẽ vñ ſich zů got gekert haben / noch ſo ſeind fie geneiget zů ſũndẽ Pꝛopter habi⸗ tue) Sie ſeind mit boͤßer gewenheit noch bekleidet / vnnd fein goͤttliche ſüſſikelt nit uert / vngeſchickt dar; ů. Noch fo gibt es inen etwã got / das ſie me zůnemẽ in tu⸗ gendẽ vnd laßt ſie hie vfferdtreich ein we nig Sie frend ð ſelikeit vᷣſůchen als er den dreyen apoſteln hũt hat gethon im Ewã. das ſie noch ynbꝛünſtiger werdẽ / vñ das (jt ein frei ð ſelbẽ anfahendẽ mẽſchẽ feeld die inẽ got gibet on ir vᷣdienẽ / wie ð Emei fen ir freifion ir vᷣdienen. Ven der freiß fter geſchꝛibẽ Pꝛouer.xili. multi cibi noua ubus patrũ In den nũwen rüren (eis T. i "| H MIL " * * . i "e E. | | d ' | v 4 p Die Xn Cigentſe ſreiß vñ and werde es ſamlẽ on vꝛteil colaus de lira)legt e» wol vß / ir wiſſẽ woll v5 ein nüwes iſt / ma dz erdtreich vff bꝛicht vit dz koꝛn da ſeiet / vñ nie keins da (ft geweßẽ / dz heißt ( Jouale) vfi kũt di ck / dz einer ein nũw gerüt macht / vñ et an derer yſſet dz vꝛot Sano. Alſo fein die groſ fen doctoꝛes vñ leter / Die habẽ vilnüwer getüt gemacht / bucher geſchꝛibẽ vn pꝛedi⸗ gen gemacht / vñ ich vi ande bꝛuchẽ die (cl big frücht vfi ir bꝛuchẽ dz ich erarbeit / wã ſtudierẽ vfi pꝛedgẽ gat nit en arbeit sh. Vff 95 drit ſpꝛich ich / Oz ein zwifeltig cao iſt. (Grã gratũ faclẽs et qva grauis data) Ein tad die dich get angenẽ macht vit e ĩgenad die vm ſuſt gebẽ wirt ied mã ich nen die zwo gnadẽ / fur vfi ER, ëm fierdẽ ſpꝛirh ich / Dz ich die quao heiß die ſaur gnad dy dich got ang enẽ macht. Nit das [te far ſei / aber fie ift dir nit ſüß / won du entpfindſt ir nit / du weiſt nit wa du ſi beſt co nit / ny mã veiß cb er in gnadẽ gots ſei oð nit / vñ ftot daruff das du die guad haſt vñ kũt dich dẽnocht ſuer an / vnd ent pfindeſt kein füge in gůtẽ werchẽ / vnd leit dẽ in ð ſelbẽ gnad. Zũ fünffiẽ ſr ich ich Das da iſt ei ſüße gnad / dz leiß ich vy ge nad da ein mẽſch nit iſt in ð gnad oð er iſt in ð gnadẽ dy in angenẽ macht got Er iſt villeicht in fünde vfi hat ein luſt got zedie nen / vñ wirt zůr ſelbẽ zeit gãtz nũt angefo chiẽ / s ift ftil oim in vfi entpfint gets troͤ ſtung vnd goͤtliche ſüſſikeit / die hat er nit vdiẽt / noch fic dar zů geſch ekt / aber frey wirt ſie im von got gebe, Zũ (eftt ſꝛi chich/Das die erſtẽ die in der gnad gots ſein / vnd es aber nit entpfindẽ vnd kumt fie uͤbel an dits zethũ vnd werde angel och ten. Aber in der ruhe vi dürre / habẽ ſieci groß vᷣdienẽ. Wã ſie ſein in der gnad gots Diſe mẽſchẽ fein gleich den Heilige apoftel ft der Emeißen XxXXI da der her ſpꝛach. Wã der bꝛuͤtegamer võ den kindern gat / ſo eine ſie. Alſo diſe me ſchẽ die wenẽ dot fei vo inen gigen / daz fie Ed andacht noch ſüſſiktit entpfindẽ in gů ten werckẽ / dz doch nit iſt / got iſt bei inen — wle wol fie es nit wiſſen / vnd deine gůten werck fein dir nit minð vᷣdienlich / dã als wen du vil Die darin hetteſt / darũb fo far für in der ruhe vnd dürre. Zů dẽ ſibende ſpꝛich ich/Dz die andn mẽſchen mit ð fü, fen gnad off dz mal nit gereitzet werdẽ no ch angefochtẽ vnd iſt ſtil vim ſie / vñ Babe groſſe andacht vii ſüſſikeit. Darũdb fo ſolt du nit meinẽ das ſie darũb me vᷣdienẽ dã die erſtẽ / wã fte ſchõ auch ĩ gnadẽ fein (Ce teris paribus) Mã wie inen ir ruhe ir vᷣdie nen nit mindt Alſo cte (fe meit inen ir vᷣdienẽ auch nit als (Ceteris paribus) i diſe die mit freudẽ vnd ſüße ir duig thün ſeind gleich dẽ a peſteln / da ð herr ſyrach / dy kind in gegẽ wertikeit des ſpoſen möge fie nit trurẽ. SS arb vñ vo dẽ allé fo ym ein gů din rat / dẽ dir ð Gerſon gibt Su rer magnificat ) Man fol die wort mit gol de an die thüren ſchꝛeiben. Darumb das du vil troͤſtes vnd ſüßikelt heteſt / wolteſt du darumb meinen / das du beſſer vñ vol kumner wereſt vnd get vil mer ange nem er / das fol kein menſch thůn / vñ dauõ ein zeichen neinẽ / war bei ſol ich aber mercken 95 ich beſſer bin / da bei merk es/ſo vil me du dy find flüheſt vnd abſtelſt / vnd in ve gebotẽ gots zů nimſt / da bei wif es / vnnd nit dabei / d dich leicht o hart ankũet opt gots dienſt / dir ſuß eð ſaur werd Des gel chen fo merckẽ pꝛieſter hie / fo ir etwã meß wölle leſſẽ / ſo meine ſie / wã fte erws vorn hin hettẽ / als (Oi dilecta)vñ pſalmẽ vñ etwz lliße entpfündẽ / ſo meinẽt ſie / ſy feine gar wol gerüſt / geware an dacht ſtot darĩ dz du wölieft die ſünd fliehen / gotes gb:t halten / vnd gas thũ / ob Fein fü 7 imer , LAC da ver / warli die pſalmẽ thũ nit vil wñ d; nit da iſt. Du ſpꝛichſt ich wolt gern vo ciné menſchẽ hoꝛẽ / dz alſo die ſuße gots ce habt Eet, Ich hab ein iunckfraw hie zů fire Fburg gekent / vii fein ewer vil da die fie duch ectent habẽ / dy iſt v ff ein mal fot einẽ altar geknũwet / vñ het gebetet / da iſt cin ſemlicher glaub vfi ein liecht durch fte gãgen / in dẽ empfant ſy ein ſemliche freud vñ troſt/ dz ſie meint / wẽ es alſo in it bibẽ ver ſtil ſtõ / ſo wolte fie nit feliger wölle fet Es (Per modũ traſeuntie no permenẽ tie.) Ich liß võ einẽ ritter / die weil er ein ilicet edeimã wz / da ws er můt willig vnd wz iin niit euil. Er hoꝛt lieber pfeif/ en vit trũmetẽ /dẽ 95 gotzwoꝛt / vñ ws ale fie dan ſeind / ſo Hee ſeind. Da er ritter felt wer den / da fuͤr er uͤber mer / als mà ſye dan in der iugẽt gen Jeruſalẽ ſchickt dz fic eiwaz trfarẽ / vñ fete ei wã genß vß ei kumẽ ge uch vier / da er die heilige ſtet alfo (cit. S dn hertz wert berürt vo got / dz er ſich beſſern wolt / vñ welt alle tag ein fund ge bet Bi, Da er wið heim kam da nã er zů fn tugendẽ / vnd gieng in dẽ iar ein mal ʒů dem ſacramẽt / vnd nam noch mer zů / vñ giẽg we mal in e iar vñ nã nech mer :ü vnd giẽg drü mal / vff die hoͤchſtẽ hechzeit Vff ein mal da er dz ſacramẽt entpfangen het / da enp fant er ein vngewõolichẽ ſüßen geſchmack in dẽ ſacramẽt / da er die hoſtiẽ ebEin ſchlůcket / vñ bleib ð geſchmaketlich tag lag nahin / vnd kũt nit wiſſen wẽ er dẽ geſchmack gleiche ſolt / dan einẽ nũwgeba «né bꝛot / võ dẽ aller reiniſtẽ mel / das off drreich wer gebachẽ. Da er dz alſo ellich mal gehabt het / da fieng er an zweifeln ob es ein betrũgniß wer cd nit / eb der geſch⸗ mack von got wer oð von dem teußel / vñ g decht es kan nit wol von get ſein / ã du haſt dich nicht alfo gehaltẽ / dz dir got fein ſũͤſſe miteil / wiwol du gebeichtet Haft, vñ gerüwet / wer weiß ob du im recht haſt ge hon. Vnd ge dachtt dan wiðumb es kan von Ve teuffel auch nit wol ſein. Ich glau be nicht das ð teuffel in dẽ heiligen werck fein wirkung mög habẽ / vnd fragt da die gelerten hin vnd her / aber im kũd níemáe kein beſcheid gebẽ. Es fügt ſich darnach / das er an ein pꝛedig kam / da hoꝛt er pꝛedi⸗ gen von einẽ gelertẽ man von oꝛdnũg / wie van wer ein zwifiltige ſüßikeit. Ein dy we re in wendig verboꝛgẽ / die gnad die nem machte den menſchẽ got dẽ herrẽ / die enyfint man nit mit leiplicher ſůß ikeit / aU lein enpfynt má Sir ynflichũg o ſüind / vñ in si nen g der tugent / vn d in den gebo ten gotes. Aber die ander ſüßil eit / wer die man enp fint leiplich im leib / die ſelbig It die macht den menſch en nit angenẽ get dem herren. Aber got der her / der geb etwan den krancken anfahenden menſchẽ leiplich die ſelbig ßikeit zůuerſůchẽ / da mit fie geſtetckt würden vnd nit vnderwe gen leßent oð vff hoꝛten zewirckẽ diſe wer ck der heiligẽ penitentz. Vnd da der ritter den vnðſcheid heꝛt / da was er sefriden vñ gedacht daz er von den andern menſchen vnnd Bee nech mc an erſt recht zethůn. Es iſt vmb got wie vm̃ ein roller Ein vel ler der hat fier oð ſechs roß an einem leit⸗ (cil vnd fert dahin vnd gat der w agẽ mit den roſſen nienen andere / den wie der rol ler die roß weiſet mit dẽ leitſeil. Alſo gend alle menſchen ia alle ding / nit anders den got wil / der alle ding an ein em (eíl hat. Nm andern Sontag in Faſten figut des felben Ewaͤngeli ume Vnd iſt Die dreizehẽ de Eigentſchafftt Der Emeißẽ ſagt vnðſch⸗ aid ð bewegung. mi s" ET Kid Lung i "T ut " , An r E TL D 4 ^ ke = * | e ;cm " €* i 3 e , v #3 3S SE d my KR, 7 i ? Le £ » VE "UM Wo Zi eg el ege RA. p Li QE ne ab . 22 2 ni) Die wircklichẽ menſcht. Als da ſeindt die in Eelichẽ ſtat. Du haſt weib vn kid das ift nun recht / du biſt aber verhaſplet vnd verſtrickt / du wolteſt gern Got anhã⸗ gen / So haſt du angſt vnnd nott wie du dein kind ernereſt / vnnd krücheſt alſo vff dem erdtreich anhin / wie die erſien met? ßen. Wã du wolteſt vngern wið gotes ge⸗ bet thũ Du halteſt dein fiertag / du ſchwe reſt kein falſchẽ eyd / ſamer got das iſt war du wilt nieman betriegẽ . Noch (o kanſt du Got nit anhangen als du geren hetteſt Ich hab dir si dem nech ſten geſaget / das die wircklichen menſchen vngeſchickt fein zůſchowendem leben / wan fie ite Em pter mëtten verſotgen / die oͤmeiſſen ( Col ligunt Fenum / Lignum / et Stipulam) Sie ſamlen / holtz / hewblumen / vnd egge len / Die oͤmeiſſen / da stet eine ein hoͤtz⸗ ln / da eine eis ſtücklin von einem greßlin N d SS RENT \ „ dc AN S neißen XXXII ſchafft der Emeiſſen iſt Di uerentia meta.) Vndſcheid der bewegung / wann erliche «4| (Rapunt aliqui aci Quitüt alas. alte volant) Et lich kiechẽ / erlich gewinnẽ fe⸗ deren vñ lauffen alſo mit dẽ ferichen darnon / Die dꝛyttẽ fliegen / waz ſol ich hie lernen Du ſolt lernen daz ſybnetlei menſchen ſeind. Al Meint Wirkliche mẽſchẽ Cöriplarini Schouẽd mé Doctrĩatiui Die lerẽd mé Inquieti Vnruwige méi Quieii Rüwige menſchen Quietati dy rüid gmacht ſeĩ Immoti Vnbweglich mo oder ein hewblũmlin / oder ein eggelen. Al fo die in etlichẽ ftat die sießen holtz / das iſt das fic fic teglich verſundẽ / vñ etwan toͤ⸗ tlich / das mif alles im fegfeuer verbiens nen / vnd můſt got antwurt darũb geben Wen es iſt recht dz du dein fraw lieb haſt vñ deine kind. Aber das du ſie zů lieb haſt vnd inen me vertregſt / vñ me an hangſt den du ſolteſt. Tim das exempel. Du haſt dein fraw lieb / das iſt recht / du Goff ſie ab⸗ er me lieb dẽ dir not iſt / du haſt dein fran nit allein lieb darũb das ir kindlin mitein anð machẽ / od das der mã ſich darnoꝛ be⸗ hüt das er nit in eebꝛuch fal / oder ð fraw en daruoꝛ fci daz fte nit in eebꝛuch fal / daz ſeind dꝛey vꝛſachen oatüb ir in der Ee ein ander leb folle haben / das ir kindlin mit 9 einander machẽ / oder du man dich erger befüteft das du keiner andern frawen be gereſt / oder das du deiner frawen daruoꝛ ſcgeſt / das fie keines andern - í D | NO LS : D - : Ben A 25 2 AT 7 { e f 2 V gr f P J S * > Y 4 5 Az E — ) 3 A al ( * * — NS 2 St e" N \ * AX EZ 7 1 E = | at || N ës E = SEIEN ER | 7 al ek | | Y — . d e Ex 3 J TR > e | | | IN 4 = & JE AZ - | / NP ^ ZE we | N — N | 8 27 | U — ji — — — = — . í i - . ... JE Ee a u H andern Sontag der Wa da ſunſt anders dein fraw lieb haſt / vmb leckerey vnd buͤberey willen vnd ein ander vertragen me dan zů den dꝛeyen vꝛ ſachen iſt / fo thůſtu ein todſünd / das iſt holtz vii henblůmẽ vñ aglen gezogen / daz fegiener mů das alles verbꝛennẽ / da iſt bewert ge ſchꝛifft. Ee iſt da nit mit vf de! richt. Als mancher ſpꝛicht / ya die fraw iſt mein / der mã iſt mein / warũb ſol ich mein fraw nit bꝛauchẽ wie ich wil / als die bůbẽ etwã (pite Das ift nüt geſagt / du haſt ein ſchwert / ein meſſer / magſtu das bꝛan chẽ wie du wilt / es iſt dein / du mageſt dir ſelber die gũrtel mit abſtechẽ / nein du / des geichẽ du Haft dein hering / ſtokfiſch / Eer: ſch / wein / magſtu auch die ding bꝛauchen wie du wilt neyn. Du ſolt fie alfo bꝛauchẽ das du fie nit mißvꝛaucheſt dir zůſchadẽ Dumagſt dich nit mit erfülẽ dz du fol «& huͤrẽ vfi bůbẽ Es ſol zůcht op erberkeie in tuch ſein. Als vil zů den dreiẽ dingern not iſt / wie geſagt. Alſo fein die ómeifé die vff dem erdireich kriechen zeitlicher ſoꝛg. Die andern Emeißẽ die die fettich uͤberkumẽ / vñ alſo darnon lauf fen. Das ſeind Contemplatiui (Die men (n die fic uͤben woͤllẽt in eine ſchowen den leben. ſie entſchlagen ſich aller zeitlich er ding / vnd empfelhen es anðn leuten vñ Gr hangen got an Als vil Be mogen. Die oͤmeißẽ gewinne fettich ep ſeind geſchick; ter got an zůhagen / den dy erſten in wirkli chem ſtatt / ſie bekumen ſich in ſchowendẽ leben. Das iſt / ſie betrachten nitt die ding die der welt zůgehoͤꝛen. Aber die ding die der ſelen heil ſeint. Sie gedenckẽ an ewige verdamnyf / An ewige ſelikeit. Sie geden cken an die ding die der glaub in halt. Als ven der beiligẽ Dreyualtikeit / als ít es né nen / als Iheſus iſt abgeſtigen zů der Bels dinum rdeſt dz nit me uͤber dy sügabßimag Als ien. Wff erſtandẽ / vff gefaren zů dẽ hym me / vnd der gleichen. Diſe mẽſchen feine gleich der tauben (Columbe de argentate et doꝛſi eius in falle) An die taub die uͤber ſylbert was vno der ſchwan uͤber gůldt. Die dꝛittẽ Emeiffen die da fliegen. Das ſeind die gelerten vnd be ſunder Pꝛediger. D ie zů dem erſten ſchoͤl pfen / vnd darnach in die andern menſchẽ auß gieſjen / die heiſſent ( Doctrinales oð doctrinatiui Die ſelbẽ ſeligẽ. Das ſeind die von denen De niel ſpꝛicht (Qui ſunt bi qui c. Wer ſeind die / die alſo fliegent als die wolcken. diſe Emeyſſen die alfo das volck leren. Die tragen yn gold / ſyl. ber / vnd edel geſtein Plura frater Johan nis Pauli Hic obmiſit de aliquoꝛum 029 tacione qui parum ediferant. Die fierdẽ emeiſzẽ feint (Inquieri Die vnruwigẽ menſchẽ / das (cito die / die nit mögen an einem oꝛt ſein / Cert blitzẽ fie von einẽ oꝛt zů dem andern. Sie thůnt nit anders den ſeſſen (ie vff ey⸗ tel oͤmeiſſeniſie werden getriben von anfe) chtung. Diſe oͤmeiſſen folle ſich üben in et tlichen zymlichẽ werclen / etwas gůtz wir cken. Die noͤgen weder froſt noch Zeite lei den. Die ſoliẽ got biten vmb gedult Was ſol ich fpꝛechen / ſpꝛich herre kum m ir sei fle/ſrꝛich das Pater noſter / geheiliget wer de dein nam Erloͤß vns vo allé uͤbel og, Die fün ften ömeiſʒẽ hei fen (Quleti) Die riiwigen die gern allein ſeind / vnd ſich uͤben in gůten dingen. Es ſeind die / die Fein zeitliche freud froͤwet / ſy achten keins tantzene / noch eſſes / noch lu ſtee / Den oͤmeiſſen Den menſchen wach; | fargem fechtich · Es iſt nit gnůg das De allein ſeind. Es iſt mancher menſch gern allein / vñ iſt doch nitt deſter beſſer. Wan D A M 3 kd Kay | "m ut 1 T " d na LJ | r E. PESE b a E > /g E 213 " D Die xm Cigentſc wen ſchon einer allein iſt / ſo kan er denne⸗ cht wol ſoliches in Hyſrania bedencken / vnd mit nerriſchẽ wercken vmb gon. Ab; er die fo fie allein ſeind vnnd das fie ſich uͤden in gůten werckẽ. A ſo (ft ein oͤmey fe geweſen mit fetichen Moyſes. Maria Magdalena (ſancta momca) Augaſtin'. Magdalena flog alle tage ſyben mal vff? vnd hoꝛt die Engel ſingen ( Sanctã mor nicam) Die muͤter ſancti Auguſtini die ſeꝛach vff ein mol ( Vole nus m celã) Laſ ſen vns in den hym̃el ſtiegen. Die leut die bei ir waren / die ſpꝛachen waru nb fie alfo redt / ſie ſpꝛach (Coꝛ meumet caro coul in de viunm. ) Mein hertz vnnd mein fley⸗ ſch entſpongt in dem lebendigẽ got. Diß ſeind die enempla vnd ander me. (Gerſo⸗ nis in ſermones de Spiritu ſancto.) Wilt du aber ein ſolliche oͤmeiß lernẽ er kennẽ die alfo fetich hat gehabt. So nym das der lerer ſchꝛeidt (Johannis nider in foꝛmicatio &.) Es iſt ongefer vmb daz có bn n zů Baſel geſchehen. Da iſt ʒů Ba fei geweſen ein ſch umacher / der hieß mol⸗ berg / ger felvig hett drü kind / zwo toͤchier vnd ein knabẽ. Ein kind hieß Katherina das ander Adelheit / der knab hieß z ohan nes. Es ſchickt ſich das der Molber der ſchůmacher zoch auß den hauß in ein an der hauß / als etwan ein biderman ein an⸗ der hauß entlehẽt. Da er in 9; and haus zohe / da was ein gartenn in. Die kind luf? fen in den garten / vnd laufft ietlichs kind an ein baum vnd vmbß eng den vnd ſpꝛa ch yetliches der baum uf mein / der baum ift mein als dañ die kind th ind. Da das glentz herein ſtach / als es vets thůt Da bꝛa cht ietlicher baum ein blům die wider (em art vñ natur was / der baum den Rote: rina vmbfangen her / der bꝛacht ein weiße blüm / der baum den Ade heit vmbfan⸗ gen het / der bꝛacht ein weiß roß. Aber der der baum den Foßanes het vmbfangen / der bꝛacht ein rote tofic/9; was wider die art der beu n / kein apfelbaum treit roſen / als ven große ſtoͤck apfel tragen. Aber $ urch die blůmen wolt got zeugen was auß den kinden ſolt werden. Es fuget fi daz inen vater vnd mütet ſtarb Katherina die die net gott in reinikeit got dem herren die ſie im verheiſſen het / biß das ſie. xx v. iar alt ward. Adelheit deer got in ir iunckfraw ſchafft biß ſie. lv. iar alt ward. Vñ der 5o hannes der ein ſchůmacher was ir bꝛuͤder der erneret die ſchweſtern biß er. xx. iar «ie ward. Da ward er ein pꝛediger mund) vii ward gen Pꝛaggeſchickt / da lert er vrnd nam alfo zů / dae er in zwei iaren lert / .o er die andern alle uͤberi raff / vñ ward ein berümter tre ffenlicher pꝛediger vnd d. rei e tet der ſünder Des fermone hab ich u Rolmar ge ehen / es iſt me dan. xxx v. lar vnd ijt geſtoꝛbẽ als ein marterer / aa man in gehaſſet hat das er wz ein pꝛediger vnd ein beſchirmer der warheit / dz warẽ rechtt oͤmeißẽ / dz was ein wundbarliche vetu] dlung / vñ alſo we gotwil / ſo "redet ein «pe helm vnder dem bauck ipie? die baure. Die ſechſzten Emeiſſen ſeind Qu etati) Die gerůwertẽ / die gemacht ſeind / das ſeind die mit groſſem widerſtand habẽ anfechtung uͤber undẽ Als noch dick eine geſch cht / wen einer en frauwẽ ſicht / fo wen detſich vm alles 9, in im iſt / als mit zoꝛn / aber er uͤberwintt / ai ſo mit kreffien daz er hindẽnach zů ruu en kumpt / den menſchen / den Emeiſſin wa ( fen fechtich / wilt du alfo ein Emeißlin wi ſen / ſo nim die iunckfraw von Iſna im al gow Vt nid refert fuo foꝛmicatio. Es iſt geweſen imalców bei z ß u ei tochter in das was ſyden lar alt Da es alſo der ſchaff - des vihe⸗ ul D | [ E 1 | M di AN E * et / mit boͤſen knaben / die fingen die bó en kraben an vim das toͤchterlin zebulen / te mit werte aber mit zürnen vn mit wer cken / als dan die leckerei frü anfacht / das t ichierlein wetet ſich / Da es elter warde. Eò gelebt got dem Bere fein reinickeit / vñ thet groſſe abſtinẽtz / ſie faſtet die gãtz faſt vfi anð heilige tag / ſie tranck die zeit kein wein / aß ken flelſch / kein oͤl / noch anckẽ oð buter / noch ð keinerlei / vñ eher darzů groſ e arbeit. Das erdreich in dẽ land ift zehe vii wen man zů acker gat / ſo bleiben groß vri knollen / die erſchlůg fie dẽ pflůg nach / ſemlich herte werck ihet ſie / vfi gg ir dz waſſer in dy ſchů / vñ erfroꝛ we ſie ʒů nacht heim kam vnd ſelt ſchlaffen gen / ſo kniet (e ni für ir bet / ein gantz ſtůnd / vñ bůb ir hertz vff zů got dem Bere Alſo lag das ir die ſchůch an die füß gefroꝛẽ. Wen fic dy ſchů wolt außziehẽ / ſo zohe fie almal die ſolen mit dem ſchůch ab den füſſen / dz hart lebẽ fů rt ſie / biß fie alt ward. xxv. iar Da giẽg ſie in die ſtat Ißna hinyn / da ka men zũ ir wol bei. l. iunckfrawẽ vn hengen ir an vnd dientẽ got in ð iunckfrauſchafft mit ir / deren meiſterin was ſie alſo lang / biß ſie. xxx. iar alt ward / vnd fuͤrt ein hei laco lebe vfi ware weð Nunnẽ noch bee in nen / wã da (t kein cloſter noch beginẽ huß ZU dẽ ſibẽden ſpꝛich ich Das da ſeind ( Immoti) Die vnbewege⸗ lich ſeind / etlich oͤmeiß ſeind ted ep lige vff dem erdtreich da. Alſo feno etlich me ſchẽ geiftiich tod. Ariſto. ſpꝛicht / Das zwei zeichen ſeind des lebene / ewegen vnd em finden. Wen ein menſch fig bewegt vnd empfind / ſo lebt es alſo viderumb. Eein menſch das ſich nit empfind vfi nit peae⸗ du (6 man es pfetzet / das (ff tod alfo geiſt⸗ | lich. Ee ſeind etliche mẽſchẽ die ſich nit be wegen / kein gůt verck volbꝛingen ſie / das Nm Montag nach Reminiſcere des (ft geiſtlich bewegung Da ein menſch fein glider bꝛaucht zů feiner ſelen heil. Sy beweinen ir ſünden nit / ſie rüwen fie auch nit / ſie haben auch kein gůten fürſatz. Abt er die ir ſůnd rüwen / brich eten vnd daruõ wóllen ſten / das iſt ein zeichen das fic get? "e leben / Die erſten empfinde auch nit e (t fte foꝛchten iren teo nit / die hel nit / das letſt viteil nit. Warũb Danid fps cht in ir perſon (Adhelit paruimento ani⸗ ma mea.) Mein ſcle iſt gelegen vff dem boden / die ſelben menſchen ſeind aifo du das erdtreich vnd mit den irdiſchen din⸗ gen bekümert daz fie ir hertz nit künnẽ v f keren zů got Sui fum coꝛda.) Was ſolẽ fic aber thůn / Eie (ellen ſpꝛechẽ das wow das nach hin gat (Viuifica me ſcdm ve? bum roum.) O herre mach mich ſelig na ch deinem woꝛt. Er ſpꝛicht nach deinem woꝛt / was iſt daz woꝛt / Es iſt (f folo mor tem peccatoꝛie.) Ich wil nit den todt des ſünders / aber das er lebe / vnnd in welcher ſtund der fünder erſeufftzet / fo wil ich im feine find nimmer ne gedencken / das ift das weit gettes. Nach dem bit in / das er dich lebend ig mach. Darũbe erſeufftze für deine ſünde / vund ſchiei mit der heutigen fraua en ym Ewangelio vff zů dem herrẽ Herre / Mein tochter ift kranck / mein (d kum ir zů hilff. Wil er dich nit gleich erhoͤ ten / ſo laß noch dennocht nit ab / auff ap den heiligen / rüff fie ann / das fie für dich bitten. Als tfe fraw auch thet wil er dich nech nit irhoͤꝛen / ſo ful im für fein fig vff das erdreich als ſie thet / laß nit ab fie wol te auch nytt ablon. Welche frauwe vnder euch het alſo verharret / Der Bere zům er gab er ir kein antwurt / Zů dem an dern ſchlůg er es ir ab / "Ono zů dẽ driten vet ſchmechtt er ſie / da er ſie einem hunde gleichet. Der herre wolt (rci glanben zen? gen. Alſo verharr du auch in deſnem gel | 4n 1 4 135 | al un D. i a) , — ' Ai 4 D e Ki : e ^ 9 * d AL f i / gewirer/w bete fo würſt du hoͤꝛẽ als der here zů ir (rg ch/ gang hin vnd wie du geglaubet! Haft» alſo vidfar dir Vnd ir tochter was geſunt Alſo biß nit todt / nit lig gãtz vff dem ero: treich ale dy todtẽ oͤmelſſen. Du fole thůn als der hewſchꝛeck / der bleibet nit vff dem boden ligen / er ſpunget vff / ſo felt er denn widerumb herab / ſo ſpꝛinget er wider vff. Alſo du auch gab rũwe vnd leyd für deine ſünde beicht fie vnd hab ein gůten willen ſo wůrt dein fel geſund Jetzund nũt mee. Nm Montag nach dem andern Sontag in der Faſteñ. Da pꝛedi⸗ get Doctoꝛ Reiſerſpꝛerg Die ſyrzehend Eigentſcha ffe Von der weißagung. | > N d , € XIIII. Ciget cchafft ð Emeiſſen ift Pꝛo Inoſticatio.) Das (ft wey gung. Sie erkent ir ar en es Regnẽ oder Schneyen ſol ſo wãdelẽ ſie nit / o lauffen ſie in dẽ hauffẽ hinyn gleich ale wen die leuß ep floͤhe uͤb⸗ el beiſſen vnd not thůnteſo ſpꝛcht man eo würt bald regnẽ / auch wen die ſchwalmẽ vnd můckẽ nider fliegen / Es iſt ein seii chen des vngewiters / wan der lufft in der hoͤhe iff dick / ſo fliegen fie nider vff dem er dtreich / was ſol ich hie lernen / Du ſolt ler nen / ſo die oͤmeiſſen dich warnen vos dem regen / vnd iſt alſo ein Pꝛophet / So lerne das die ſyben Pꝛopheten ſeind Drei gůt / Vnd fyer boͤß / vnd lůg ietliches welchem er nach folgett Deus Got Pꝛedicatoꝛ eis Sein pꝛediger Coſciẽtia Weißag Gewißni iabolus Der teuffel 4 Pꝛedicatoꝛ eine Sein pxceícel Cato / Mundus Keiſch dy Welt Der pꝛophet iſt got der herre / der weißt alle ding / als werẽ ſie gegenwertig. Das darff man nit faſt be A weren / wã es ift offenbar. Wen eins ettwã das ander fragt / vñ es weiß nit / fo ſpricht es got weiß. Got weiß es gewiß wol / wen Got kent alle zůkünfftige ding. Er xuget das er ein pꝛophet was im Paradeyß vit das in niemans betriegẽ mag. Da er ſpꝛa ch zů Adam vii £ua (Inquacumq;.) In welcher (fon ir werde eſſen von der ver⸗ bornẽ frũcht / ſo werden ir ſterben / das iſt auch geſchehen. Du ſpꝛichſt / wie iſt got ein pꝛophet. Er hat etwan durch pꝛophe⸗ ten laſſen weißagen vnd ift nit geſchenhẽ Als inen got hat yn gebẽ zů ſagen. Als ge ſchach zů Iſaie: eiten / da in got hieß fag? dem künig scc ie Er (ole ein ha uß rüſtẽ er můſt ſterben vnd er ſtarb nit. des glei⸗ chen hieß er Jonam gon in die ſtat Nini nen vnd ir face daz nach vl. tagen (ole f vndergõ / vñ geſchach au h nit. Wiegicg dz zů. Es iſt ein groſſer vnðſcheid ( Inter) Pꝛedeſtinationem Pꝛeſcientiam Communícatíonem Du frageſt die ding nitt. Ich veran wurt es alſo / Das dieſe pꝛopheten haben recht geſaget. Iſaias daz der künig ſter ben ſoltt vnnd geſchickt was sii dem toer/ allein nach der ſchicküng vnnd nach dem regimẽt / der andern ſachen halb. Vnd die warnungen vnnd reden der Pꝛor he ten / ſeind nit eigentlich weiſſagunge gen: fen. Aber trengen. Gott hat ynne ge dꝛoͤwer das fic ſich beſſerten Zů dee en ſfenbarungen fein ertwan die ; en geſchlechtt / vnnd einfaltige menſchenn. Arme frau wen daß ſchickt zů emrhahen von — die nii y ui E EJ Li N ` B v ! Fim Montag nach Reminiſcere Vim das vonn Ger pingen. Es iſt ein ſt. tin in ſchwaben heißt Geppingen / da was ein ftum bider menſch yr / ein armes froͤwelin. Das ſagt dennen in der ſtat dz bald ein gloſſe plag aurd uͤber fie gon / dz geſchꝛei was in der ftat. Sie fragten ſie / welcherlei plag / ſie ſpꝛach von feuer / ſo fra dete fie in welchẽ hauß würt es vff gon / Sie ſpꝛach in des mans hauß. Da er dz hoꝛt / da zohe er auß ð Got dz er kein ſchuld daran het. All welt wüßt das es ein frum bidermã ws Mã hieß in wi? einziehẽ / nit lag darnach da gieng es im ſelbẽ hauß an vh wüft nieman wie / vñ verbꝛt die dán ftat. Sehent ir daz got dem atmen froͤlin geoffnet hett / was zůkuͤn ffüig wae. Der ander Pꝛophet.iſt gotes pꝛediger. Ein pꝛedigeriſt ein pꝛophet vnnd ein emeiß die dich warnet voꝛ dem groſſez vnge witter / das uͤber dich kumen wird Darũb fo fol ein pꝛeidiger ſteiff fen vñ vnerſchꝛockẽ / vnd dapferlich ſagen die warheit vnd die ſünd ſtraffen / ia war no men. Zů einem tra diger würt geſagt das woꝛt / das ven ſant Johanes geſchꝛibẽ iſt (Tu puer pꝛor heta alt iſſimi.) Du biſt ge heißen ein pꝛophet des aller oͤbeſtẽ / darũb ſo er ein knecht iſt des hoͤchßten gotes des heren / ſo vil gehertzer vnd vnerſchꝛokner ſol er es in ſagen was ſeinẽ apt zů gehoͤꝛt/ Dn ſiheſt das eins küuiges boiſchafft ges dürſtiger vii malſcher iſt den eins fürnſtẽ bot Darũ ſpꝛach got zů dẽ pꝛedigern De di tibi faciẽ durioꝛẽ (up ſilicem et adamã tem.) Ich hab dir gebẽ ein angeſicht / vñ ein ſtirn / herter den ein kißling iſte vñ ada mant / ſemlich pꝛed iger ſollent nit ſein Als ſedechias der falſch was aber Aſmicheas ein pꝛorhet waz im künig bůch Achab da er wolt beſtreitẽ das land Syriã / da ſpꝛa ch er zů feine fůrſtẽ. Ale pꝛophetẽ ſagẽ mir gů auß gen umẽ Mich eas den haß Kä Sedechias ð pꝛophet der het ff dẽ kor ff gemacht / vnd gieg ves 9e Eo nig ſtoſſen mit dẽ hoͤꝛnerẽ vñ ſpꝛach zum künig. Alſo würſtu erneifen vá vm ſtoſſẽ (Siriam) Es ward aber nũt darüß die | diener des kůniges die kamẽ zů Micheã / vũ ſpꝛachẽ lieber fad dẽ kün g gůtz zů wa alle pꝛophetẽ hond im gůts zů geſagt fung du auch als die andern / dz er gern Foz, UE ſpꝛach das woͤl got nit / was mir got ſaget das wil ich trülich ſagen. Alſo folle die pre diger auch thůn / was inen got ſagt in de büchern / die ſelbig warßheit trülich ſagen. Der dꝛit pꝛophet iſt Cõ ſcientia angedo:ne erberkeit / die ſagt dir wiß dz vñ dz wuͤrt dir geſchehẽ / vñ ob du kein pꝛediger hoͤꝛeſt . tiemãs lo ret / ſo ift dein gewißne vii ſin dy leret dich was du thůn oder laſſen ſolt / damit fragt Multi dicũt à oñ dit nobi.) "Dil mẽſchẽ fragẽ / wer zeugt ene ws dist iſt. er antwur te bald daruff Sigrũ eft fap nos.) Es iſt libet vns bezeichnet dz liecht deins ande ſichts / dz liecht goted dein erberkeit die du heiſeſt ( Conſcieno.) In dẽ liecht deiner co ſciẽtʒ ſichſtu vs gůt oð boͤß iſt. um cĩ ex⸗ empel võ eim woiff vfi vo eim ferlin / Der wolff wen er wil ein ferlin raubẽ / ſo nimt er ee bei eim oꝛ vnd beißt es nit uͤbel / vnd ſchlecht es alfo mit dem ſchwãtz da Binde vfi treibt es naher vñ drabt nebẽ im inher vii gat mit im in dẽ wald / vñ wintzlet nit deſler minder vñ gat doch anhin. Alſo ein mẽſch ð ergietig iſt / oð qiu gütig / odet luſt gütig / es ſeĩd drei giet / du Haft ein anmůt zů dé ampt / da st Sé gůt / da zů dẽ frawẽ / da zů dẽ man / vñ es weiß niemãs / vñ iſt kein ſchand das ift der wolff Jo wintzleſtu in deiner gewiſni. Es iſt wið got / es würt ein kind da / du kumeſt zů ſchandẽ / du teft ir nit me ab kumen. Mit dem wintzlẽ ga fin nu deſterminder au hin zů ſünden. "T A A i4 bi? Vin"? 4 H m T 4 , d. DU d Lid PLI "| ' * e | B n | | | y E PR PUN i * DUM US | 74 * , E^ L M Pr e Der ficto Pꝛophet iit ó teufel. Der oꝛdenet fein pꝛophecey daruff daz er dich zů ſündẽ bꝛingt / als er Euam vnd Adã weißet / Da ſpꝛach er / Nein nein in keinen weg werden ir ſterben. Alſo wei⸗ Get er dich altag vñ gidt dir in / dz er dich zů jünden bꝛingt oder in ſündẽ behalt. Ee ſein vil die da ſündẽ vff erdtreich alle welt gat den weg / die alten hond es auch dero ſie ſeind nit narren geweßẽ. Du biſt noch iung / ſtarck/gůter cöplepion Be ift barm hertzig er verzeihet bald ſtzechen fe, Da thůt der teuffel wie ein artzet / Wẽ der zů eine ſiechẽ kumet / ſo greifft er im dy pulß mit dreien fingern / mit dem zeuger / mit dem mittel finger vñ mit dem golt fin ger / oder gertzfinger / vñ ſagẽ im von groſ fer geſuntheit / vnd von lange leben / vnd liegen die bůben / daz man hammẽ darbei ſegnet. Alſo der teuffel berürt dir dein her⸗ tze mit dreien fingern / der zeuger (t daz er dir ingibt; Es ſeind vil ſund alle geiſtlich en gond damit vm̃ / wer es ſünd / ſie thettẽ es nit / Laß dich nit vff den finger / Sene ca ſpꝛicht Omnio curat) Jeder mã nimpt war wz mã thůt niemã nimt es war waz man thũ felt &, Das vil ſünder ſein/ was hilfft es dich / das dein ſtraff wirt numen deſter großer / ſo vil me ſcheiter an ein feu⸗ er gelegt / ſo vil me daz feuer groͤſſer würt. Der lang finger iſt Spes) Hoffnung lang zũ lebẽ / du bif geſund / du magſt wel eſſen vnd trincken / du biſt einer gũtẽ com plexion / vñ magſt wol ſchlaffen. Da laß dich nit vff / wen má ein kertz vff ſteckt fo bꝛint ſie im anfang heiterer dã im end / ſo fte ſchier vff dé liechtſtock kumt / ſo bꝛit ſye atich vñ als heitter als im anfang / da mã fie off ʒůnt / aber nit als lang. Alle (fe Der golt finger iſt (¶Miſericoꝛdia dei. Gottes barmhertzigkeit. Go lath leicht chen ab / da bꝛingt er herfur Magdalenã iſt ein fiinderin geweßt / d moͤꝛder am acá tz vii vil ander damit er dich betrůget / da thut der teuffel wie ein ſogler am rein / ſo ſchꝛeiet man den im zů. Ein auß das dir t hundert gebe / ſo würfft er den ein epp ogel vß / der ift ſein / vñ felt geich nið mit dem ſe bẽ antfogel der fein iſt / facht er dar nach vil antfoͤgel wan ſolt er alle foͤgel ex) würgen / ſo künt er keinen mee fahen. Ab⸗ er mit dem zammen facht er die wilden / Alſo mit etlichẽ ſünðn facht er die andern wan (elt er ein ſünder gleich erwürgẽ ſo er toot (inb thůt / ſo ſündet niema ns me ſuſt mit den ſündern facht er die andern. Der fünfft Pꝛopbet iſt (Pꝛedicatoꝛ diaboli.) Des tuſels pꝛediger Wer ſeind diſe / Es ſeind die / die daz gots wot vit die warhe t ſoltẽ füge fo (act ſie dz man gern hoͤꝛt / vñ ſtreichẽ den kůtzẽ / alls ich etlich nebẽ mir gehe bt hab / ws ich fage das man vngern hoͤꝛt / ſo fagien fie das wi der mich was / vnnd das man gern hoͤꝛt / das ſeind die / die da fact was inen zů gei hoͤꝛt ¶ Ton que Jheſus criſtus ) Ader nit ding die da got dem herren zů gehoꝛen. Der ſechßt Pꝛophet it (pꝛopꝛia cato) Dein eigẽ fleiſch/dz ijt ein falſcher pꝛophet / wã er rat dir weiche ding wii was dem leib wol thůt / lang ſchlaffen vnndzů der ee greiffen / als vnſer geiſterin thũ die ſich ſelbs beſehẽ vfi inen ſeiber wol gefallen voro ſpꝛechen du biſt noch wol et nes mans wert / ya eines treſchers / aber nit eines troͤſters / vnnd dein eygen flei ch rat dir was zů eren / zů gůt vnd zů luft die nenẽn mag. Dem folge nit / er betrügt dich vm̃ dich / dau biſt als geſund ale vortzehen | En fiſch der laufft von im ſelbs in ein rfi? ale laren / aber du biſt nit lang geſund. fen hiuyn / er kã aber nit vo im ſelber Vat 4 | _ | d ^ EC 62 - Lé f nach Reminiſcere Ithieriin daz es wartet vff ein on dÉ dy da auß kumen / (ol er herauß kumen fo müß der fiſcher in heruß nemẽ. Alſo von dir (el ber kanſtu wol in todſünd fallen / aber nit ſelber heruß kumen / got můß hand an le gen vnd dir helffen. Darſbe (o ſpar dein beſſerung nit biß in den alter. Ja wen ich alt würde fo wil ich mich beſſern vnd gů⸗ tes thůn. Ich ſag dir du feleſt / wen du alt würſt vnd nüch fern biſt / ſo biſt du blöde vnd oͤd. Wen du dan giſſeſt was wilt du gin, thůn / du můſt geſchlaffen hon / wan fol / doll vnnd ful darnach. Du haſt laute ren wein / vnd haſt gemiſten wein / vnnd haſt heffen oder trůſen gebeſt du got dein iugent / ſo gebeſt du im lauteren wein / di beſt du dein mittel leben / ſo gibeſtu im vᷣ⸗ miſten wein /gibeſtu got dein alter / ſo gi? beſtu im die trũſen O gebeſtu (ie im. Der ſybend iſt (Mundũe) Die welt die rat dir groß git er vii Empter &. vñ iſt als falf ch. yo Im Zinftag nach Remi niſcere) Pꝛedigt Doctoꝛ Rey ſerſpergk Dye fünffzehent Eigentſchafft von wun derbarlicheit Der augen. E Bc ſchaſt der Emeißẽ iſt ( Oc N: derbarlicheit der ongan ir ſehen das die ougen der oͤmeißẽ die ſtont vſſerhalb dem kopff / wan das koͤpflin iſt ſo clein das die augen nit darin moͤgen ge⸗ ſton darũb fo gond von dem koͤpflin ect zincklin herauß gleich wie ein gaͤbel oder Zwei hoͤꝛlin oder herlin / da ſtond die ange an / vnd wen man im dy augen abhaut fo kan es niendert me hin kumen / vnd gond 5 ſch wancken hin vfi her Aber das hat gott geben der Emeiſſen dem armen blinden culoꝛũ mirabilitas.) Wũ⸗ geſicht vnnd wen es fie herwũſchet (o hen ckt es ſich an fic ep lat fte nit biß fie die in den hauffen hinein bꝛingt / da bleibt es dẽ darin vnd kumpt nitt me heruß / was ſol ich hie lernen. Au den erſten So ler dʒ du zwei auge haſt in deiner ſeelẽ / du weiſt das wol ondas, Mit der lingen auch ei ner ſelen ſolt du anſehẽ dyße irdiſchẽ ding von inen lernen vnd ſie bꝛauchẽ zů deiner notturfft / mit dem rechtẽ aug deiner ſelen (Gor vnd betchat die himeliſchen ding. zii demandern ſo lerne hie das du wol verſehẽ ſeieſt das der rent fel dich nit verblend / wan fein kunſt iſt al le darauff das er dich moͤcht erblenden in deiner ſelẽ / in deiner fino, Der tüffel tůt wie ein rap / der rap wen er vff ein dieb flü get am galgen / Das erſt das der rap (Op ſo beißt er im die ange auß. Alſo fo du gelt chſt in deiner ſelen / ſo (aft der tüffel nüt darumbe vnderſtot er dich in der feclen s verblenden darumb ſo ſihe für dich. Zudem dꝛitten ſo lerne wen du blind biſt / oer:tet/ verſtrickt / vñ weiſt nit wa auß oder yn / wa hund hauß halt. Eo ſei in deien eignen ſachen / oð yn den ſachen des glaubene / vnd die den glauben an treffen / vnnd den wellent zů der ewigen ſeligkeit. So gaft du ſchwanck en mit dem haupt / ſo lig das du dich on? henckeſt an ander Emeiſſen / dy da gefeße damit ſie dich in ewige ſelikeit füren. Du ſpꝛichſt wer ſelnd die ſelbẽ geſehendẽ oͤmel ßen an die ich mich fol bencken. Ich ſpꝛi⸗ ch das es die ſeind die heiligẽ lerer / die die geſchꝛifft auß hõd gelegt als da iſt. Alexã der de ales ſanctus Thomas / ſanctus Bo nauentura. Wylhelmue parriſieñ.)vñ an ? 8 { un T / "n Da | B | 4 € e Je. V. Cigent | | ) | "EX Lan. 11 Y -- ^23 2 Non ambigere die ſolt du vmbefahen vnd die heilig ge 4 ſchifft verſton / nit wie du wilt / als die võ dem freien geiſt thuͤnt / auch nit verſtonn nach dem iext / als die huſſiten thůnt / Aber den text verſton als in die heiligen lerer auß gelegt hond. Wan (n verwir⸗ ten ſachen als da iſt / die teuffel beſchwerẽ Hexen werck treiben / mit zauberey vmb gen / ſegen hon / vnd vff treum halten vfi daruff glaubẽ / in diſen ſtücken fol man al wegen zů der heiligen geſchꝛifftt lauffen / Du ſpꝛichſt da kũſtu mit recht Aa du wilt ven troͤmen ſagen. Sol ich vff troͤm hal / ten / oder fol ich nũt daruff haltẽ / oder wie iſt es ein ding darũb. Es würt mir etwan war / wen mir das vnd das traumt. Ich gib dir ant wur⸗ vn ſprich / Das du etwa magſt daruff halten / doch mit groſſer bei ſcherdenheit. Troͤm kumen von vil vꝛſa⸗ chen her. Sie kummt etwan von follem bauch har / das einer seuil ſreßẽ hat mat cher ei ſpeiß. Et wan von einen leren buch wẽ einer ein douberiger iſt / ſo hat er wilde troͤm / etwan fo kummẽ fie von Got dem herren. Sie kũmen etw ẽ har / daz du dich voꝛhin damit bekümert haſt / vnd alſo ſo vil ſachen ſeind da von troͤmẽ / ſo kan mã nit wol daruff haltẽ. Du ſpꝛichſt / Ich ha be enpfundẽ / wan mir dauon hat getraũt das mir ein leidẽ vfi wider wertikeit ift ꝛe⸗ haden gangẽ / Etwan traumt dir / wle du vf ein creütz treteſt / oder waſſer ſchoͤpfeſt / oder in die kirche geſt. Etwan fo traumpt dir / wy du vos dẽ iungſten vꝛteil ſtandeſt vnd ewiglich verdampt ſeieſt. Da ſolt du ben regel in halten / ſo kanſt du nit felen in deinen troͤmen. fie ſeind kurtz. I Von aſſerere Vit beſtetigen 3 Aſe firmare Sich feſten 4 Occaſionẽ fugere Vꝛſach fliehen Nit gas vm ſtoßẽ | f Die x Eigentſchaft oer Emeißen XXNVI dere die den heiligen geiſt gehapt hond / | y Hoꝛare Betten 6 Scrutart Erfaren 7 Humiliare ODemütigen Das erſt iſt Du ſolt die treum nit beſtetigen das es alſo můß ſem Nit frenelich daruff haltẽ / es mag ein be trug ſein. Es wer dan ſach das dir es got geoffnet het / vnd die gnad von got heteſt (rëm vf zelegen ale Jetemias ſpꝛach / ws mir got geſagt hat das wil ich glaubẽ den fo wer es ein offenbarũg vnd nit ein traũ. Das and lt treũ nit gantz vmb ſtoſſen / nit gantz verachte / vẽnocht etwas daruff halten das dz leidẽ mag dẽ traum nach gõ / vñ wẽ es geſchicht vñ dir ve (ft geweſen / ſo thůt es dir ale wee als wen er on dein wißẽ vñ vngewarnt kumẽ wer (Ninns ere iacula) ſchus ſchadẽ min⸗ der wẽ má es vor weiß zc Da wer zeſagẽ. zu dem dꝛitẽ du ſolt dich feiber feſten / wen du ein traf haſt gehabt Satuó du beſoꝛgſt dzle den oð wiðuerti⸗ keit / oð ioch freud darnach folgen moͤcht/ ſo feſtige dich ſetz dir für wen der traũ für ſich gieng / ſo wolteſt du dich alfo vnd alfo halten. Alo der Lranciſcus betrachtet als man ſchꝛeibt De rebus ſamiliaribus epi⸗ fola ſecũda. Da kam er gen koͤn vfi het vil land durch wandlet / vnd wolt teuſche land auch beſehen / da was es vff (ant Jo bannes des tauffers tag. Da ſahe er wie der frauwen kraut in den Rein würffenn mit allem irem vnglück / vnnd ſchicktenn es den Rein ab. Aber Franciſcus betra⸗ cht het ſich gefeſtiget / was im vff dẽ wege begegent / So (elt es in nit beu ed en Wen ol einer ín d hauß gon / vñ weiß dz ct dar⸗ ein wil gon / vñ da iſt goͤckliſch volck das mit narrenwerck vin gat / leichtfertig / vñ g , t : B It | * i A E C p er weiß das vnd fiſtiget ſich vnd fet ym. fur wie ge chickt er ſich wil halten / ſo mag er es wol thũ / weder wen er da hin wer gã gen / eñ het ſich nit alſo vo: bewaffnet mit ſemlichem fürſatz. Das fierd ift vꝛſacb flie hen. Iſt es das dir et was iraumet / dauon das du beſoꝛgeſt daz dir etwas leiden / zoꝛn oder ſchãd ſol darauff entſpꝛingen. So iſt die ficeo Regel / das du vꝛſach / ſtege vnnd weg flleheſt / wan ſolteſt du vꝛſach hiiſſer ſteg vnd weg ſüchen zů dem ſelben leiden So wereſt du ein vꝛſach des ſelben vbels vnd nit der traum. Das fünfften iſt got bitẽ vnd in anruffen / dae er daz uͤbel zů dem beſten woͤll verwandlen / daz dir der trom bedeutet / wan wider wertikeit sis empfa⸗ hen / vnd tugent sa uͤberkummen / iſt nütt beſſers den ſtarcke gebet / wan fie qn thõ uber kumpt der menſch durch fein gebett vnnd dutch gebett der lieben heiligen die get fir einen bitten. ^ 325 ſechſt iſt dich felber erſůchen. Als wen dir traumt võ der iũg ſten vꝛteil / võ flerben vñ vo ſachẽ da ſich tin menſch můß beſoꝛgen. Da iſt nüt beſ fcre dan das ein mẽſch ſich ſelber erfar er⸗ gründ fein cõſcientz / ob etwas in ſeiner ge wiß ni ſei / das vnrecht ſei / ſo fel er raumẽ vnd ein andechtige beicht thũ / vnd (id rei nigen ob der traum im war würd / das er ver dem leſten vꝛteil daꝛff erſcheinen. Daz ſybẽd ift ſich demũ tigen / ob es ſich begeb das im treum war würdẽ / vii ſemlich offenbarung het / vnd treum künd außlegen / das er fid des nitt ü ber hüb / vnd gedenck daz ſemliche ding ſe nd anadẽ / vm̃ ſuſt gebe werdẽ / vñ dich durch got nit angenẽ machẽ / Jetz nit mer. | Im mitw oco nach Re miniſcere Pꝛedigt Sector Key ſerſpeig Ven treumen. Il ſeind in der (ERE matery võ treumẽ. Da heꝛeeſt du geſtern wie es iſt vff treum ze / Balıen/ vii vᷣfarlich / wá vil vꝛſachen herkummẽ / vnd nit võ einer vꝛſchachen. Die ſelben vꝛſachen da von treum kumen. Nach ð lerer ſancti Thome dy hab ich vff einen ſepten geſetzt Nun zů dẽ erſten So kumẽ treum her das du im tag darus geret haſt / vnd da mit biſt vim gãgen / zenacht (trett dir dar uon. Darumb wẽ eins etwa feti ſeltʒamẽ traum ſagt / vnd ſyꝛicht / ya k men ſemli che fantaſeien her. So f ꝛicht daz and wir babent geſtert darnon geret / vnd das ift (Caufa ext rinſeca a coꝛpoꝛalis. € andn / So kumen treum (Ab affectibue.) Von begirden / Es ſei liebe / hae /geitikeit⸗ oder võ anðn hertzungẽ. Als da iſt / freud oder trurikeit. Die ding fein in deiner bel gird / dar üb fo traumt dir daraõ. Du bei gereſt der frawen / od des mane / oder du het ff gern das ampt / vñ begereſt ð ſy eiß Vnd im ſchlaff ſo traũt dir daruõ vfi das (f'(Canfa intrinſicaſpinalis. Zũ dritẽ So kumẽ treum her ( Ex cõpliexione geſchiklicheit des leibs / vñ vo der copleiyf on / als einem eta ã treumt voy er im ſchne gang / od im waſſer ſitz. Dz iſt ein zeichen dz er iſt kalter natur / vnnd alſo mag man wol tteum vßlegen. Es gehoͤꝛt aber 9€ ar tzotẽ si, Etwã traumt dir wie du mit feu er vm̃ gangſt / vn d wie es bꝛen / daz ift ein zeichen das (Colera)uͤber hand hat in dir vñ u ẽ dir alfo traumt / ſo mutreſtn den gã ren tag / dir traumt etwan wie du fliegeſt das ift ein zeichen das du vilblůtz haſt. LT 4 i (Ad ut E r | L d 3. T y EI * » [E v — 1 - 4 d * Nm Witwoch nach Keminiſcere xxvn esi dem fyrden / So kumen die treum] Gef ewerdẽ. ſrꝛicht ( Tohannis Andꝛee Ly aere. ) von dem lufft / oder von dẽ ele ment das vim dich gat / vñ dir iſt. Siheſt du nit / wen einer ligt vnd ſchlafft / vñ die hand hanget im über ab / vñ hebſt waſſer dar / dis die hand in dem waſſer iſt / gleich ſo facht im an zů traumen von waſſer. Al (o mag man troͤm vꝛtheen ð ( Philoſophi. Zů dem fün fren, Ee kumẽ die treum von dem hymmel / en von feinem ynflůß Vach dem als der Planet regiert So ma diit treum Gabe. Wen einer an dem mon eit vnnd ſchlafft am monſchein / ſo hat er wilde treum / wan der mon iſt feuchter na tur / vñ wen dan einer auch ſeücht er com; pley iſt / fo kumen ſeltzſame tteum. Es fol wol einer v(Fften in dem ſchlaff / vnnd her gon / Alſo vꝛteilen die troͤm (Aſtronomi) ſternen lůger oder ſe zer. Si dem ſechßten / €» kumen die tr me etwan von got dem herren vnnd von den engelen Zů dem bh benden / So kumen ſie ven dem boͤſen geiſt. Wan die menſchẽ dy mit im zeſchaffen hond / ſich im ergeben hond vnd pack mit im machẽ / denẽ gibt er ant wurt vñ oͤffnet inen im traum was er wil Vnd alſo haſt du ſyben vꝛſachen des treu mes / das du aber nit off treum ſoleſt hal ten. So wil ich dir ein exemp el ſagen. alfo an ſant Mart nus gent ward geſetz⸗ et zů dem tag / zeit vnnd ſtund / das man ein Bapſt erwelen ſolt / der ven der gantzẽ criſtenheit ſolt gehalten werden Da hofft ale der münch er ſolt Bapſt werden / vnd was fein doch nit genoß / weder in geiſtlich eit noch in der kunſt. Die zeit kam derer⸗ uoͤlunge / vñ ward erwoͤll Martinus (Il le de columna.) Noch hoffet er als er ſolt ein Biſchoff werden. Es füget ſich das yn der faſtnacht die iungen münch ein kün / nig machtẽ ein ein Biſchoff vñ ein babeſt / Als man inen zů freunden ſemliche ding sü lat. Da ward ð ein Biſchoff. Da ward er Bapſtr Er was ein bone bapſt / Da ſa he er erſt das es narrenwerck was. Nun frageſtu wasſagſtu vns aber von dẽ weibern die zů nacht (al ten ef fo fie zůſam en kumen. frageſt ob ett daran ce Wen je far en venußberck oder e die Hexen wen fiealfo hin vnd her faren / Faren ſie oder bleiben ſie / oder ift es ein geſpenſt oder waz fol ich dar uon halten. Ich gio dir ant wurt ale nach ſtot. In dẽ conſilio si Coſtẽtʒ Bon volget hernach a wurdẽ drei Bapſt angeſatzt Es was voͤnn den Vntolden oder einer zů Rom. Der and zů Auinion. Der von den Hexen. drit für hin vnd her. Da was ein münch der het ein traum / dem leget man im auß 6 Da er Bapſt ſolt werden / oder zům min) ſten ein Biſchoff / wann der ſubtileſt weg. (Apoteſtandi de oꝛdine.) Sft ein weigbi m | der renffel kan inen ein ſchein alſo in kopff machen vnd alſo ein fantaſey / das ſie nit andere wenen dan ſie faren allenthalben / vnd wenen ſie geen beieinander / vnnd bel andern frauwen vnd tantzen vnnd ſpꝛin gen vnd eſſen / Vnd daz kan er aller meiſt Berne thůn / die da mit im zeſchaffen hoͤd (5 verp flicht ſeind Pacte intertoꝛi vel ex⸗ lerieꝛi.) Vnd das laß dich nit wundern das es inen fo eigentlichen troͤmpt / das fie venei ee fer an im ſelber alſo. Dir troͤmt etwan vatürlichẽ ſo eigentlich von einem dinge. Ais wie du fo vll g din habſt oð reen troͤmet dir / wie du bei den mannẽ ſeyeſt / oder bei den frauwen / oder habeſt das / vnd das zů eſſen / vnnd troͤmet dir fo eigentlichen / das dir troͤmrt / Es fei kein raum es fef alfo in der wathelt / vnd wen du erwacheſt / ſo iſt nũt da. Einer kam etwan fecere in einem traum machen. \ . \ N N ^ D — — — X \ p — * A e NN * N , "ag — — e e * Va N 1 EN d "UT "P \ i 2 A E - — = \ 4 IN a — [/ AP 0 8 4 = — Cp ; A \ * » « LI — 4€ A . i f " d * he [] e — W. "ah , vi 1 ZA " KA KI d A * * * LE * , ' en vnd vnholden Einer findet etwas in dem traum / das er in manchem nit finden kan / kan das dye natur / vieni mer kann ſolliches der boͤß geiſt / da ein menſch went das nu iſt Ab fo 69: ein exempel. > 7 Ich lyß Das ein pꝛediger kam in ein off Da was ein fraw die ſagt wie fie yi nacht alfo vm für. Der pꝛediger kam zů ie vnd ſtraffi ſye darumd / fie ſolt daruon ſton wä fie für nimmer / ſiewürd betrogen Sie ſyꝛa ch / woͤlent ir co nit glaubẽ / ſo wil ich es euch zeugen. Er ſyꝛach ia / er wolt es ſehen. Da es nacht ward da ſie faren woltt da rufft ſie im / da ſie faren wolt da leat fie ein můlten vff ein banck / da man deck in macht in den doͤꝛffern / vnd beſun der in dem land bachet iederman ſelber. Da ſie in der multen alfo ſaß vnd ſich ſel⸗ ber mit oͤl/ vnd ſpꝛach die woꝛt die ſie ſpꝛe chen ſolt. Da entſchlieff fte alfo ſitzen / da wont fie ſie für / vnd het ſemliche freud in wendig das fie fechtet mit hendẽ vnd mit füſſen vnd facht aiſo faſt dz die můlt über : TI il ; Sem = — N eg E à — M ev - | 1 £x DAS — Den SEN F N Ch Ki D - d N 5. EN} * St — = — Us | 1; | di d | / =: — E ee MU IN d d 4 — TE v y * | AR - / V, —— - asi e ve o — 03 sü erften ſpꝛich LA ^i" | | ich / Das ſie hin vnd her farẽ WS oibeiben 9 | i VAN vñ bleiben doch an einer ſtat " * m H I bá , hi^ D? juste. H mitten vnd ſchlůg ir ein loch in den kopff Du haſt bewerte hyſtoꝛiẽ vonn einem helligẽ dir hieß Germanus ein gre ßer hei liger mã/ der ſelbe hei lig bí ſcho ff kam ynn , cia doꝛff in einer fronfaſtẽ. Da die wirtin polt nider gon / da richtet De den tyſch ʒů / wein vnd bꝛot vnd was ſie gůtz hette das, ſatzt fie dar / der Biſchoff fragt / warumb fie das thet / ſie ſpꝛach da rumb. Da wer den noch hinnacht kummen vnſer gůtten runde / die zeren da / der Biſchoff der was cher vnd welt lagen was da werden woit. Damau geeſſen het / Da kam Sanctus Germanus dar vnnd bekant das es eitel boͤſe g eiſt waren die da ſaſſen / in geſtalit hüdſcher frawen. Er beſchwůr fie das fie nit weichen ſolten / vñ berůfft die un haus vnd zeugt fie inen vnd ſpꝛach ʒů der frau; wen im hauß / kennen ir die Ate ſpꝛach ia / das ſeind vnſer nechſten nach baurẽ / das (jt die / das die / da ſpꝛach ſanctus Gera nus / So gond hin vnnd lůgent ob (ie nir da heim ſeind in (ren heußern / da ſie an hin giengent vnnd fügen da funden De die frauwen all an iren beiten ligen 9a fa Bent De wol das ce ein betrug wae. Nun ſpꝛich eſt du / Nun ſehen wir dich wen man etwan ein ſemliche frauwen wil verbꝛennẽ vnd pferst-fie mit genden zan gen das fie es nit empfinden / wie geet den das zů. Ich ſpꝛich das es wol mag (cur. Wen der boͤß geiſt mag fie alſo inwendig entzlinden das fie die auß wendig hitz nit enpfindet / wan das mag natürlich geſche hen / man kan ein ſemlichen herten ſchlaff in ein menſchen bꝛingen / das er nüt em pfindt was man im an thůt. Alſo gat es denen die ſant Vel ins ſiechtagẽ hond von dem wütenden Heer den banck ab fyel vnnd lag fe vnder der wen ſie den ſiechtagen leiden fo enry finde“; e nit / waz man inen anthůt. Sant A guftinus ſchꝛeibet von einem wen er num / mát darnon / aber. men einen menſch en hoꝛt weinen dem es übel gieng / So gieng im das leiden alfo zů hertzen das er nyder fiel vnd nũt von im ſelber wüßt / wen das die natur kann gar vil mee kan das der böß geiſt. Jetzun der nit mer. LÀ Im dunrſtag nach Remi niſcere pꝛediget Doͤctoꝛ Keiſerſrerg von dem Wütiſchen vnd Vn holden Heer. Ir ſeind noch der blinden vnd augẽ 5 loßen oͤmeiſſen In mate — Aq » " 72 a e L Ze ich. Alſo redt der gemein man daruon. Das die die vos den zeilen ſterben ee dẽ das inen get hat vff geſetzt / als die die in die reiß lauffen vnd etſtechen werden / oð gehenckt vnd ertrenckt werden / die müſ⸗ ſen alſo lang nach irem todt lauffen byß das / das syl kumpt / das ynnen got geſetzet hat / vnd dan fo würckt got mit innen wz fein göttlicher wil iſt. Vnnd die die alſo lauffen die lauffen aller meift in den fren) faſten / vnd voꝛauß in der frenfaſten voꝛ weinnachten das iſt die heillgeſt zeit. Vñ laufft yer licher als er (f£ inn ſeinem cleide. Ein bauer als ein bauer. Ein ritter als ein ritter / vnnd lauffen alſo an einem lef tregt einer das Fröß vos im. Der ander den kopff in der hand / vnnd lauſſt einer voꝛ auß. Der ſchꝛeyet / Rüße ab dem Alg das dir got das leben gebe. Alſo re⸗ det der gemein man daruon. Ich weiß G ü d e VAS Suſpucheſt was s V wilt du vns vo dem wũ⸗ tiſchen herr ſagenn. Ich kan dir nit vil daruon ſagen / du weiſt mee daruon dan | | | B Dunrſtag nach Reminiſcere dem TE Za "T P "e. ., e "CP XI T e A, Lé UU : D d " za €, ` up. * 4 2 en oꝛten võ dẽ wütiſchẽ heer E nſpeculo hiſtotiali. li. xxx A. c.c, 5 karolus quintꝰ.) Künig sis Frac kreich ð ift nach ſeinẽ todt mit etlichẽ Có: hinun dher geloffẽ vnd hat renitẽtʒ gethõ. Aber ð ſeld karolus wardt erloͤßt durch dz gebet (fancti Dieni y) daz fein penitẽtz hat off gehoͤꝛt / vñ das wüti⸗ ſch her vñ die heiſſen karolo quinti. Aber anð nennẽt ſ elalle quint) Ich lyß dar rad von einẽ groſſen thũherẽ / der Gy 8 Jo hãnes der het ein ſchaffner / der oz getrt w wit weiß / das man doch ſeltẽ findet in der ſchaffnery. Es füget ſich das ein ar derer groſſer her ein ꝑꝛobſt kam zů dẽ hertẽ vf bat herberg bei im / Der hieß burckatt der wa? ein pfetzpfennig / vñ her das gelt lieb er bat den thůmherrẽ das er im feinen fchaffner wolt leihen Natalt / dan er hieß natalis / wã er wyßt das ct ftum was / vñ 2 e — — e - — — * " an zwei ckart wolt kein beniegen bon an dẽ frei 4 ben. Er meint er ſolt im den minſtẽ pfen ning verrechnẽ. Da meint der ſchaffner⸗ er wer ein frum man / ſein Cert het im ver trauwet er ſolt im auch vertrauwen. Es wer gar ſchmarotſers vnd ſtümpers / der Natalẽ kam in ein ſemlich leide vñ wider wertikeit dz er ſich dem boͤſen geiſt ergab da er dz gero het. Da woltẽ (ie bei der Haf cht durch ein waſſer retẽ / da ertrankt der boͤß geiſt den Natalem den ſchaffner. IE het feta erſter herr der thům herr ein pactt gemacht mit dem natalem dem ſchaffner welcher vc: dem andern ſtůrd / So ſolt er cn anðn euſcheinen in. xxx · tagen wer es nit wið gots wil. CS (fet natalem erſch ein ſeinẽ herren vnd was angelegt als wer es ein hübſcher mantel mit einer kappen vit ducht den thůmhertẽ / er wer bley in / wan er ſahe in an. Er het alle nacht einn ampel in ſeiner kamern bꝛinnẽ. Da er in ſahe da meit ergebe im gůte rechnẽg. Der tlm erſihꝛab er nit ab im. Vnd ſpꝛach zů im na deer lefe im Natalem fein (Ga ffner. Na⸗ | Valle gab auß vii ſchieib an / der herr Bur talis biſt du da. Iſt her burckart võ rom knmme / das du hie biſt. Et ſpꝛach nein er nt TAM m ) m S ME 4 79 Ti > AC DEN ** M * d Ay ES Ü wi — à EX — 7 Ze \ 2 € x y Ae p; n ) — 4 — " E i 3 2 | M zh Ae a P. - "ech i T". | A Y Se d SEN — — EN NH2 E: " d | 4 — — — — T^ N : H T SM = — ead — Se — =. N Be : E^. k hs H 2 ud — Le ITAL 8 CA vit é - ^ a M - A eT E da — — - —t——— séi U | Ö M ad P - ev" 7 - Bon dem wüti (ft nit Pomp: aber ich bin todt vnd bin euch erſchinen wie vn ſer gelüpt in hat ge haltẽ / Er ſpꝛach/wie ſtat es om dich / da ſpꝛach er / ich hab mich dẽ boͤſen geiſt erge ben / noch fo bin ich zů rüw vn beicht kum men vñ bin in groſſer pein / den mãtel den ch an hab der ijt ſchwerer vf mir 9c kein téut in vnſerm land wen er off mir lege das er aber hübſch ſcheint das bedeut dag ich hoff ich werd erloͤßt / vnd Got wil ſ ich uͤber mich erbat nẽ. Daru nb je bit ich euch / daz ir mir ze uf kument vfi dot für mich woͤllẽ bitten. Der ber ſpꝛach oit du in dẽ wütiſchẽ her gelauffen von dẽ man ſigi. Er f: ꝛach nein Rarolus quintꝰ/hat ſe n pennentz erfirle vñ hat 9 wũtiſch heer vf gio: dz find ich an gé ost geſchuben. Wa her aber ſemlich volck / Es kumpt von ſybnerlei ſachen. Von den heiligen engeln zů dem erſten. Von den boͤſen geiften zů dem zweiten. Von dem himeſchen beer zů dem dritten Von ſelen in dem fegfeuer zů dem ſier den Von den ver dampten A dem ſünffien. Von des engele ingeben zů dem ſechßten x V dem erden fo kunt ſemlich volck von 98 bei encelẽ das haſtu ein in Heliſeo der künig von Iſrael kriegt wider den künnig von Siria vñ was der kunig ven Sirien an ſchlůg das wüßt dir tůnig von Iſreel. Er wolt ſich vff eĩ wagenbutg lege. Da er dar kam da lag der künig von Iſrael vor darin / daz wundt den kuͤnig von Si ra vñ ſpꝛach a le get es nun zů / Nun fad ich es im nit / ſo mein ich nit das kein eck Bifalr xt: reter in meinem rat fe der es im ſchꝛeibt. a ſpꝛach einer / Herr er hart tin en det [egt es un, der heiſſet Heliſeue. Der Ri — L ſchen Beer XXXIX nig ſpꝛach wa er wer / Es ward im gean wurt / in Sochaim % ſtetlin / der Künnig ſchickt fein volck dar / vñ welt das ſterlin bel gen vnd gewinnen / vnd Heliſeum :ü todt ſchlagen / der Heliſeus gienz mit ſey nem diener für daz ſterlin hinuß Da ſahe ſeiner diener einer des Küni ges volck vo Syria vnd erſchꝛack uͤbel.Heliſeus ſpꝛa ch nic foͤcht dich / Es ſeind mee bei ve den bei innen / vnd bat got den herren daz er ſeine n diener die augen off tet das er es auch ſehe / da ſahe er das / das gantz ge bg an den andern ſeiten vol geharneſch ter leut vnd da ward er Déif, Heliſeus der gieng zů innen vnd het got vo: gebet ten / dz er fie erblindet / nit recht blind / ab⸗ er das ſie nit wüßten vnd nit ſehen wa fte weren vitio ſpꝛach da zů innen / den ir Io? chen / der iſt nit in der ſtat. Es was war er was nit in der ſtat / er was voꝛ der ſtat / kummen mit mir / ich wil euch füren da er (ff. Da folgten fie im nach / da fuͤrt er fte gen Samaria ein /daz waz dy ftat da der kůnig ven 3 fr.el in wonct. Da bat He⸗ liſeus get dat er inen die cu en wider vff thet / das ſie erk anten wa fie weren das ge⸗ ſcha / da ſahen ſie dae / ſie in der ſtatt wa ren. Da der künnig von Iſrael ind wonet des fe ent fie waren / der Rünig ven yita el ſpꝛach zů Heliſeo / Sol ich ſie zů toꝛt ſchlahen / er ſpꝛach nein / Du felt inen kein leid thůn gib ine elen vfi trincken vñ bitg inen wol vfi lof ſie oto si (rein her foren, Zů dem andern So kum men ſe mich geſchich ten von vẽ boͤ en geiſt als wir leſen vonn ſant Martin dem der boͤſ geiſt erſchein mit einer groſſen ſchar ge nd geſroꝛet vnn d (re Marti⸗ ^ne ker f du mich nit Ich tin Grott us Je ſus den du anbetteſt / ſant Martin f pud Criſtus hat nit geſagt daz er ru t in Y i nach Go vnd in ſpoꝛn well wider kummen. Aber als ct wütt vꝛteilen am iungen tag. Zu dem dꝛitten So kum met es ven dem himeliſchẽ hoͤꝛ als etwan ein hei ger Patron iſt in einer ſtat als wir leſen von einer ftat hieß Nola die het ein Detten Sant Selip der hat die ſtat lange e. beſchirmet wider ire feyent. Zu dem fierden ſo kum met co vo den ſelen in de fegfeuer die etwã crſcheinẽ in einer fele dz fie hilff begerẽ vo ven lebendigẽ ale wir vil exẽpel des hõd / et wan (o erſcheinẽ fie zů beſchirmẽ ite dien er voꝛ irẽ feiendẽ / Alo wir lefen vo einẽ rit ter der den ſelẽ dienet wen er uͤberein kirch hoff gieng / ſo betet er einpater noſter op X b.f h die (Cc got dẽ herren. Es fyegt ſich das ſeine feyent vff ein mal vff in warten vnd wolten in zetod £o geſchlagẽ / er war} de gewarnet das er ſie flohe / ſie eiltẽ im na ch. Ee begab ſich daz er uͤber ein kuchoff fiehẽ müſt / da gdacht er an fein gewõheit eb er dz pater ne ſter bere volt oder nit vfi gedacht du wilt ee ſterbẽ den du deine ge⸗ v õbeit vnd wegẽ lon wilt / vnd betet. Da dr feyẽt vff ce kirchoff trettẽ woltẽ. Da ſa Fen fie vil geharniſchier leut da Dep / da er ſchꝛacken fie fe übel das Dr hinweg flußen (i[o ward der ritter behůt von den ſelen. zu dem funfftẽ So bum met es vo dẽ vᷣdamptẽ dz die vᷣdamptẽ al o erſcheinẽ / darũb iſt dz nit war das mä ſpucht / daz die bdamptẽ alweg en elm et Fine ſie kumẽ auch daruß aber dz iſt war ſie tragẽ alwegẽ ir ſtraff vnn d irepein bei men / die ſe bẽ ſelẽ erſcheinẽ etwã ee mẽſch en zů beſſerung / das De ſich daruo: Gre, znoem fech£te fo kunt met es von feh:ckung der hei igen en gen die in dem demütt ſemlichs geſchicken fü * " » en machen es feind epmpel. An dem ſibendẽ ſo kum met es vo dẽ ge penſt ð böfen geiſt die im Forff des menſchẽ kinnẽ ſeimlich geſchich tẽ macdẽ wie ſie aber das zůwegẽ bꝛingen vñ wie ts zůgat / das wil ich moꝛgẽ ſagen. pꝛedigt cto: Teiferfperg von des teuffels geſt enſt Gang zů der Emeiſſen. blinde N : Se & die niendert hin kumen kan felo geſpenſt it was / wan ce vergat / ſo fpif cht man es ift des teiffelo geſpenſt. Es hei fct Pꝛeſtigium vñ nit pꝛeſagium aber pꝛe ſtigium) des tenffels geſpen ft. Des tenf 5 fele geſpenſt ift nit anders den das ec ma chte das etwas ſche nt / end das ſolb doch nit iſt. Er macht dir ein gefert vos dei nen augen das du weneſt daz doch nit iſt / das ift des teuffels geſrenſt. Du ſpiichſt wie gat aber ſemlich erſchein engen sa / ich hab ſyben weiß zůͤſamen geleſen durch dit eo zů gat vnnd beſchicht. zu dem erſten ( Artific aliter.) mit der hand vnnd mit der kunſt ale du ſiheſt an den gauckleren die Einen verſchlagen vino mit irer kunſt machen das du weneſt ein ding ſei das nit iſt. Er kan get verſchlagẽ / du weneſt er hab gelt in einer hand / So hat er in keiner nüt / du weneſt er gebe einem ein pfennig in das maul / ſo iſt es ein roß dreck. A dem andern ſo macht man ein geſpenſt (aturaliter) Natür à j * ki MW | [| und ut a ii H 1 , D n MU | | P i | I | | | * * a e - - —— ER | e ra Se | 4 e . * 7 4 j * 7 1 LES ke * t ^ LI . N "e Gei A — LI — o LN CN EEMMI | ^ x^ | — 1 | - ) | * rd H * | t SE » ^ A Ze 1 N f; p: fe ; E ; " . * e ' Hon dem Geſpenſt | dë font Auguſtinns ſpꝛicht d das kreuter find wen man eim die für legt / fo (Heine, die troͤm obnen nit anders den were es eit tel lintwürm das (ft natürlich / oder si na cht in einer ſtubẽ we man da ſchwebel ont nt oð gebꝛentẽ wein fo ſcheinen die men (den alle als weren (te blaw vñ geel / aber das feuer ſcheinet alſo. Zu dem dꝛitten fo kum met ſem lich geſpenſt von dem boͤſen gett wan kan ein mon; alſo geſichten mach en mit ſeiner kunſt vnd dorch die natur / gat vil mee kann der teuffel die kunſt die menſchẽ zů betriegẽ vnd alſo ein geſpenſt machen / wann der teuffel liffiger iſt denn kein men ſch. | Zu dem fyevoenfobümt ſemliche geſpenſt auch von 9€ böfen geiſt der es machen kan durch die krütter wan kan es ein menſch durch kreuter / gar vill me kan es der boͤß geiſt / wann wyewol er ab geſcheiden ijt von gottes genad / ſo gat im doch nüt ab in ſcherpfe feiner vernüfft die hat im got gela ſſen / darumb fo weyß er vnnd kent die kreuter. Lu dem funften ſo lꝛann er ſemlich gef; enft machen durch anne mẽ Als fant Gregoꝛius ſchꝛeibt ( In dialogo) von einer cloſter frawe die gieng am moz/ gen auß in ein garten vnd aß ein vngeſe⸗ gnet Lactuben blat / da war d fie beſeſſen man ißt in den heiſſen landen ſemlich kalt kraut / da het der boͤß geiſt ſich verwand⸗ let in das Lattich blot, Alſo leſen wir von ſancto Anthonie / Da er zů dẽ erſten mal wolt in die wüſti gon / da fand er ein groß ſalbeienn blat da lygen · Er gedacht w kumpt das ſalbei blat da her / nun iſt doch niemands hie gaugen / wer es ſchchon ye ! mano entpfalien / ſo het er ee wol entpfun; e XXXIX den / vnd wer wider Binderfich gangẽ vii * hett fie geſůcht / teuffel eo ift dein geſpenſt da verſchwand ſie / da het der teuffcl die ge ſtalt der ſylberin ſchüſſel an ſich genumen à Anthonius weiter in die wüſty giẽg da fand er ein groſſen klotzen rechtt vnnd gewar gold dae het der teuffel dar gelegtt oder villeicht got der allmechtig ð in darm wolt veſůchen wer weiß wie es dar (ft tut mẽ / als bald er er es ſah da luff er daruõ. z dem ſechßten ſo kan er machen das er eim menſchẽ in é kopff kan vᷣhoͤnẽ và im ein geſpenſt op geſichit alſo made dz einer wenet riwz kt dz nit iſt / du ſiheſt wen ein mẽ ſch gewent hat vñ darnach ſicht fo wẽt er es ſel ande dẽ es iſt Nun zum fy bendẽ ſo lian er machen ſemlich gefz enſt durch die bewe gung ð cõplexlõ halb derẽ du biſt Er kan wol machẽ 95 dein blüt (6 bewege in dir vñ vff laufft in dẽ kopff daz du wenſt ein ding (ci dz nit ift. Du ſiheſt etwan da es finſter vm dich iſt / ſo ſiheſtu ein dap ver deinẽ augen vñ ein heitere ſo keine da iſt / auch (o wenſtu es dag ettwã zenacht einer voꝛ dir hin ſo niemãs da iſt / ſemlich gett (jt allein in deinẽ augen vii nit vſſerthalb Des gleichen kan er bewege die feichtikei⸗ ten die in dir ſeind. Ich wil es alſo nen nẽ / lufft / euer / waſſer / erdreich / vo den fie * 1 ten ein süfamcift re ert. Du weiſt nit was colera noch fegma noch melanco la iſt / du möchten villeicht wüſſen was ſanguis wer. Alſo durch bewegung € ferm licher naturẽ kan er ein geſpenſt in dir ma chen. Nnn fragſt du weiter / u ie geet es zi mit den warſegern die war fügen, Vñ geſtolẽ gůt durch gelt: wyderun b ban gen. Sie machen geſichter n vfi ein nagel ſalben den mit oͤl vnd ma ein uncta "" \ LU | N, - t 3fteitag nach Reminiſcere we chnEind it vñ ran vnuerfleche | gemeinlich die kind die alfo (n femuich vii daz mé f in den nagel ſehen vii maf face was ce in de nagel ſicht. «ong es ein iunckfraw ſcin / was ſagſt du daruon. Ich ſag darus das es iſt des teuffels ge ſrenſt / ſemlich geſchichtẽ ſein on alles mit tel wider die goͤt ich eet vnd glory / darũb ſo ſolt man es nitt geſtatten in keinen weg Aber man acht ge nũt vnd laßt es geſche⸗ hen. wan warumb wen man ſie vertreibt fo treit es ken nutz vff im. Aber ws ein (cy ferlin vnd ein nützlin vff im rect Dem kan man wol nach gon / vñ wen man ſchõ etwas geillchs ſolt abſtellẽ allein fo es nůtz trege fo muß es fein. Aber gots ere beſchir men da iſt niemans daheim. Můß es ab/ er eben ein iunckfrawlin ſein dy in den na gel můß ſehen. Ich ſpꝛich nein vnd einan⸗ der menſch moͤcht das auch ſehen. Aber ſy nemen ein jung menſch ein iunckfraw vf drelen vꝛſachen willen / des böfen geiſtes halb / des zauberers halb / vnd des iungen menſchen halb. Zů dem erſten / So net me ſie ein iunckfraw des boͤſen geiſts halb Won der boͤß geiſt ift ein feyent aller reini ckeit vnd keuſcheit. So nymt er ein iunck frawen da zů ſehen / das mann went er fei ein liebhaber der lunckfrawſchafft. Item thůt es zů ſchmach der eptiſſin aller iunck frauwen / das iſt Maria zů leid / wan võ lr geſchꝛibẽ ſtot (Fpfa conteret) Sie wũrt dir tretten vff dein halß ep du wũtſt haſ⸗ fen ir verſtnen. Zů dem andern / So nimpt man ein (an ckfraw vmb des saut bꝛers willen / das er ſein boßheit damit de cke / vnd das gifft (albe mit honig vnd be ſtreicht fein boßbeit mit erberter vnd die men ſchen wenen ee ſei alſo erberkeit. Hit crament empfahẽ / Da ſagt der lerer das gel lũgen / hond wilde fantaſeien vnd bof geſichten in iren augen / darumb fo hüten euch leihen ewer kindt nit zů ſemlichen (a chen wan ſie werden verderbt. Zů dem fünfften fragſt du / Was ift aber an fraw Venus berg da fie Gínfarert vnd fo gůt le ben da iſt / ſo vil hübſcher frawẽ fo vilta⸗ tzes / vnd ſpꝛingẽs / vnd Eft die fraw vente die iſt die / vnd iſt die c. Ich ſpꝛich nüt üb eral daran iſt / da des tüffels geſpenſt wa wie geſagt ijt fo kan der teuffel in iren koͤ pffen ſemliche zůrichtẽ das fie wenẽ das es etwas ſei vñ iſt dech nüt daran vñ dar umb ſchꝛeibt Sec pee neið in feiner oͤmel⸗ fen ven einem riter der welt auch in fraw Venue berg faren vii vas im ſchlaff / da er erwacht da fan d et ſich in iner mifrla) chen ligen daz was raw venuß berg. Zů dem ſechß ten / Wat ſagſtdu vns ven den heiligen die bei den beren ſoͤllẽ fein in den welden fe n heilig leut / die má nit fel fin den / aber sii eilichẽ zeiten vñ feſtẽ So folle fie durch den ufft herein faren zů etlichen doͤꝛffern ef pfalkirchẽ / vnd ſolle n das fa er errẽ hab das ni t daran fd vnd ſei ein betriegnyß / vñ ſchꝛeibt von e nce Eptiſſin in eine cloſter zů deren der teuffel ſaget ws (ie im ſchenckẽ wolt / ſo welt er ſte auch dur ch die luſtt bꝛingen zů der kirchen . Ilm ſamſtag nach Remi niſcere pꝛedigt Doctoꝛ Keiſetſperg vonn wilden man en Gang zů der oͤmeiſſen. Du fraſt von wildẽ man nen. Ich wil nit von den wilden mãnen ſagen von den die frauwẽ ſagẽ ale fie ſpꝛe⸗ ſrꝛachẽd / nun gat es dech mit erberkeit zů ce mif doch numen ein iunckfraw fes... chen mein man iſt ein wilderman Ich het Zů dem dritten vmb des Fir ds wilen / dle gantz faſten von denen zeſagen Ich das da lügt das mar das ſe big verderbe gen rechte wilde man. vnd ander menſchẽ da mit gen inne. Wãõͤ Es ſciut fünfferlei wilde man. | , TE c pt] | " , | ' Vv. * = H [^ » f * , * f L3 , "ENS d » GK , A | d , / ; y ^ L:] „ 3 Hen wilde man ſeind nit daz fie wild : EG ſeind / aber man hat ſie at | geachtet vnd fcino alfo —beceidet geweßt / 9s ſeind LI d. ret. . KN: * .. GEI * die heiligẽ lent geweßt in ð wüſti vo denẽ du haſt im altuetter bůch. Da ſeind erlich becleidet / mit bletern von Palmẽ ale (ant. Onofrius als man malt. Ale ift geweßẽ ſant maria Magdalena die. xxx. iar in ð hülin ſaß. Alſo was ſant maria egypciaca vii vil andere ale fant Egidins / da er de ſchoſſen ward für ein reich : zu dem andern fo ſeind wüdemã die heiſſen Sachenni) daz ſeind wildmã haben hoͤꝛner vñ krum naſen vñ ſeind oben vß wie mẽſchen vndenauß wie geiſſen op haben doch vernũfft die iaget man vñ fahet ſie in gene wie wilde thier Alſo hat fanctao Antoni? einen geſehẽ in der wüſte da er ſancrũ Paulũ den erſtẽ ein ſy del ſůcht / als fant Jeronimne ſchꝛeibt in (Legẽda Pauli pꝛimi heremite.) ſanctus Anton ius erſchꝛak uͤbel ab (m da er in fa he. Der wi dmã bott im dattel kernen da ward er wið er quikt / ſant Antonius fragt in was er da thet / er antwurt im. Ex wer ein bot vßgeſant vo feine gefelie die in der wüſte da wõten / das er die altueter ſolt ſů chen / vñ ſpꝛach zů antonio. Ich bin toͤtlich wie du ich vñ mein geſellen eren den gott vñ die gären ð heiden / aber wir haben ge hoͤꝛt wie der gemein got ſei võ hymel her⸗ ab kumen vñ menſch woꝛdẽ / vnd ſein lob vñ ſein nam gang vß in alle welt vnd ich bit dich dit den gemeinen got für one cle, * ſamen das ſchꝛeibtſant Johannes. wilden Wannen v , XXXXI Geíffen Hyſpani) Vñ feid in hyſpanlavñ find nit eigẽtlich wild / aber vᷣwandlet dz má [ie nit off zůcht gleich als ein ferlin dz ferlin wilð wirt. Als auch mãcher betler wen du im zeſſen gibſt / wen er giſſet (o fert er daruon vngedackt nit ande wie ein fer) lin vo bé trog laufft / alſo ſpꝛichc( Albertus magnꝰ ) esſel si net eit fra wẽ vñ má ge fange woꝛdẽ die mã lebẽdigẽ oy frawẽ tod Die firdẽ ſeind E igineni dicunt et piginem a cubitu. ) Das ſeind cleine mẽſchẽ nit lẽger dẽ ein elẽbogẽ / ſant Auguſtinꝰ ſpꝛicht / ſie ſein numẽ halb ellẽ⸗ bogen lang vñ werde nit elter den. vii. iar vnd wen fie, ili. lar alt ſeind fo geberen fte wilde mẽlin in Galilea/ als man gon fant Jacob gat nebenuß im meer in den inſu⸗ len die ſelden haben ein krieg mit den ceni chen vnd fechten wider ſie daz ſie die kren⸗ ch uͤberw inden / diſe lůtlin mit groſſer mẽgi ʒiehẽ fie auß vfi ligen ein halb iar ze! feld wið die Drock win v en ic auß die ßẽ landẽ dor hin fliegẽ / ſo fami he ſich vñ mir groſſer ſchar uͤberfallẽ fie 21e menſchen als ptholome ſchꝛeibt / biß das vi: zeit kumpt das fic wid heruß flegẽ / vñ wen fie herauß flyegẽ et wan. Ce, oð lx. miteinanð vnd ha ben ein fürer / die mẽſch in ſchlagẽ die kren⸗ ch serod in der ingẽt vñ ſůchẽ fie in den ne⸗ ſtern vñ was ſie für einẽ findẽ die ſchlagen ſie entzwei wan ſuſt fo mécaren ſie ſych der krench nit erweren ſie nemen uber hand vii von den ſelbigẽ eyerſchalen on von den fer dern machẽ ſie inen hüger vnd becleibens mit kot vit mit erdi reich vñ ſpꝛechen etlich dʒ (ie nit geware mẽſchẽ fans aber ther / ſie ſeind aber die aller nech ten thier be d ver nunffr vñ glidmoß des meſchen on neher ven kein off aber es ID thier. Es ſeind mãcherlei lüt in dẽ inſulẽ fundẽ weten da Die dꝛiten wilden mam! vm ger zů ungern, Die. v. wi Solltarii ot Satham Sambſtag nach emint iſcere teimá ſeind bof geiſt. Du fragſt / künẽ durch krürer oð wle er im thůt dy vnddem die zaubꝛer geware vn echte thier machẽ — Gong dy thier werdẽ vñ er macht dy ihier dz iſt ð teuffcl an irer ſtat vñ ſie wenen ſie ie 9a dz feur machſt / dn machſt dz fine habẽ es gethõ wie ma den darns tet. Ich mt / du Hoff es wol vff du lelſt Holz data gib antwurt wie Auguſtin vfi Rabanus Vj diſe ding kan ð tenffel thůn in kurtzer vii (reiche ia / das ſie mogẽ machen vñ uol zeit aber nit in eim engẽblick aber bald. fünẽ tier ale da ſein / roͤſch/ſchlãgẽ vñ ſol Aber es ift kenn gewarwunð vñ ein rechte liche wã dle lerer ſagẽ/ dz ð bó geiſt kan zachẽ wan es beſchicht zů betriegẽ den m wol in kurzer zeit dẽ ſomẽ beingẽ / wẽ ð (^ ſchen darumb fo iſt es ein falſch zeichen. men da iſt vii den die zaubꝛer ir (In re 31 m dꝛittẽ fontag ð faſtẽ ciones Vñ beſchwerũg vfi geet die opp gehöꝛẽ vfi bruch /ſo kan er es wol machen Oculi predigt N ege vo de — I d SE ` NN É | 7 3 7 d 7 ; d LER — : - y ES == d = — D =! S - t ==) = 24 d S WA - L > S* — | a " 8 ^ : - N — | — : c C» E: J ER vitu rne Scnectutem Alter | von dẽ werwoͤ ffen füge Experien tiam Vm̃ ð t£rfarund ſeind alfo werwoͤlf dy in & Inſamem Fe die Ri vi | c vf 1 eſſen. Als man Deum Gote ſagt das fie alfo mit vethengiẽ zaum die E dẽ erſtẽ ſo ge menſchen ſchedigen vnd heiſſen ber wolff kel vnm feb oder werwoͤlff. Du weiſt mee darus din. wen dy woͤlff nüt zů freſſenfin ich. Ich ſpꝛich ia. Es ſeind ſemlich woͤlff den in den weldẽ fo müſſen fie ſich nahen die alfo die kind vnd menſchẽ freſſen· 8 34 den leuten vnd dy menſchẽ freſſen wan das geſchicht wg ſibneriei vꝛſachen. der hunger treibt ſie / du ſiheſt wol wen es — mg unger H kalt iſt das die hirtz lauffen der ſpeiß len Grimme nach bif ann dit doͤꝛffer / vnnd die voͤgel T ra L d ' — — A53 - — CA * " i 1 Ka | E A { a po | | e bif in die bꝛottamer Ginín ð ſreiß nach. e el Zu dem andern ſo treſſe die woͤff kinder vmb der grimickeit willẽ das ſie geim ſeind vnd das iſt Pꝛopter lo / coitum/fetum.) Ir grimmi kumte zů dem erſten vmb der ſtat willẽ / die woͤlf dean den kalten stern gewoꝛffen werde die ſeind cleiner des leibßhalb vnd grym mer den ander wolff. Zů dem anderen So kůmt ir grimme von des willen / das fie re mling ſeind als vmbe die llechtmeß (ft fo fte lauffen fo ſeind ſie grimmer denn ſunſt im iar / ſo fol man De auch mee foͤꝛch⸗ ten dan ſunſt im iar Es iſt ein ſpꝛichwoꝛt wer sit der liechtmeß nit ein wolff ſoͤꝛchte vnd zů der faſtnacht ein bauren / vnnd in der faſten ein, pfaffen fo man beichten fol der ut ein gezertz man / darum die iungen g ſellen die ligen immerme dar an den ta⸗ gen yefeczen wen fte beichten ſollen vnd die fr iuwen hond etwas in den henden vnd zero egen es das es nüt me wert iſt / darũ [5.9: má die pfaffẽ in ð faſtẽ vñ die bane in d faſtnacht / ep die woͤlffin dé hoꝛnũg. Zů dem dritten / So kumpt feine grim ne von feinen iun en her / wen die woͤffe Io hond jo ſeind fte grimmer den zů an dern zelten / du ſiheſt es ſchier in allen thie rn. Ein moꝛẽſu wen fie iunge ferlin hat / Jo heſtu wie ſie rumhelẽ. Ein katz froe für rt zé ketzlin. Alſo die woͤlff auch. dem dꝛittẽ ſchedi unte ölff vmb das alters willen / wen wo alt fs wũrt et ſchwach / er wu rt am in ſe nen lendẽ vii ict die Her’ lach / vnd nag dae gewild nit me erlauf⸗ ſe/als hirtz re h fo mag er ein menſchen b. 8 erſchleichen den daz gewild So mag er es au ij baß hedẽ mit den zenẽ die kind vnd die mẽſchen den das gewild wan was iu nd / die en in dem alter bꝛechen Im / vnd mag übel beheben daz er fahet / du fi heſt wol in den alten weibern wie inen die lefftzen zittern vnd haben nienen kem zan mee vnd iſt angſt vnnd nott da / ee das he die lefftzen vnd den mund xff thůn man hett ee voꝛhyn erbeß en geforten, Zu dem fyrden ſo kum met es vmb der verſůchung willen vnnd vmb der erfarunge willen / wan ale man da von ſagt / fo ift menſchendeiſch gar (i ße darumb wen ein wolff ein mal menſch en fleiſch ver ſůcht / ſo lat er nit me nach / er lůget das es im me wũrt / darumb er ay ll thůnwie dy ſchlemmer vn demmer thůnt wa fit den beſten wein wilfen da hengent fie fiet hin das er innen werd. Lu dem fünften ſo iſt es vmb ir vnſinnikeit. Ein hund wen der wütig iſt vnd vnſinnig ſo beiſſet er yeder man / er uͤberſicht ſeinẽ eignen herren nit / vñ was iſt ein wolff dan ein wild hũd wen der vnſinnlg würt / ſo uͤberſicht er niemas zai dẽ ſechßten fo Run met es von dem teuffel her / das er ſ h et wan verwandlet / vnd ein wolffer geſtalt an ſich ny mt. Alſo ſchꝛeibt Vincẽcius in ſpeculo hy ſtoꝛiali. Vnnd hat es genum men (Ex Valerio maxi mo das in ello punica.) Da die Roͤmer kriegtẽ wider vy ven Africa / da der hauptman lag vnnd ſchlieff da kam ein wolff vnd zohe im fein ſchwert cuf vii trůg e» Ginweg/ das was der teuffel in eins wofffs geſtalt. Des d ei chen ſchꝛeibt (Guilhelmus arrhiſ enſis. Das ein wolff vil der kinder erróbt vnud vertrig fie vnnd thet groſſen (Ga: en / da Das ein man der kam nn die fantafey 7 das er der felb wolff wer. Vnd hinden ach fand man in in dem wald ligen / vnd wer ſchier hungers geſtoꝛden. , ; 1 f Sontag St dem ſy ben dẽ ſo kum met es ven gots oꝛde iung / das got gé durch die woͤlff etliche land vnnd doͤꝛffer wil alſo ſtraffen. Alſo leſen wir von Huli ſeo / da Heliſeue von Jericho wolt vff de berg ſteigen / da waren vil boͤſer bůben da die ſpotten ſein / vnnd ſpꝛachen. O alan keyff ſteig vfchyn / o kal kopff ſteig vffhin was geſcha / er verflůcht ſie / da giengen. ii. beren auß der wũſte vnd zerriſſen bei. li. kinder / das was gotz oꝛdenung. Des glel⸗ chen leſen wir von einẽ Pꝛopheten der ſol te nüchtern fein botſchaft von got befolhẽ verrichten / ie er ward uͤberredt das er ein mal mit eim andern zemoꝛgen aß Da er widerheim welt reit ẽ vff feinem eſel. Sa kam ein lew der erwürgt in vnd thet dem eſel nüt. Da was gots oꝛdenung. Sarüb ſol man Gott den herren verrichten’ wan er den men ſchen durch die thier vm mag bꝛiugen / Jetzund nit me. Occuli oder montag nach halb faſt / ſagt et wider von den Vnholden oder Hexen. was halten von den Hey en künen De oder mögen fie — din menfa verwan dlen / Als die menſchẽ in woͤlf / in ſchwein / in vs gel. Als wir leſen. (De ſancto Anguſtino de cinitate dei. Der ſchꝛeibet võ einer be tiemten zaubꝛerin / die hieß Arces / die ver wandlet die knecht (Vlixis) In. ſchwein oder ſew / Darumb het Vlixes zwen kne; cht off ein mal zu ir geſandt / der ein wart zů eim ſchwein / der an der aß was ſie i v e | P m z : Y'a : i? LEE ^* ' e ^ *. U man kumpt v ff den punctẽ / vnd dir fadt was du daruff halten ſolt dz ift dir gnůg Zů dem an dern / So leſſen wir von ci ner wirtin ( Stabularia) Die kund keren ire geſt in eſel vnd pferd vnd mifit der wirtin ir holtz vnnd fect tragen. Viun wiewol De alſo ver wandlet warẽ / noch fo verloꝛen ſie ir vernunfft nit. | Zů dem dritten / So leſen wir võ Dlo medes da ð vber mer für / da gig dz ſchif vnder vnd kam ein geſchꝛei das Diome des wer verſchlundẽ / vnd wer ein gott wot den / vnd die heiden bauten im ein tempel ſein geſellen ertruncken vnd wurden ver wã dlet in weiß fogel mit langen roten (d nebelen. Vnd dy foͤgel flogen vınb dẽ tem pel herum Diomedes. Vñ wen ein kriech sim tempel kam / ſo liebten ſich die ſoͤgel zů im / wẽ aber ein anderer kam der nu ein kriech was fo ſchuſſen fie vff in als welten fie in erſtecheẽ / vñ ale iar ein mal / So flo gen die foͤgel an das mer vnd namen vef fet in die ſchnebel vue beſpꝛẽgten den tem pel inwendig / was ſol ich daruon halten. zai dem erſten ſpꝛich ich Dao du nüt daruff foli halten / das kein mẽſch wes in ein wolff noch in ſchwein ver wandlet würt / dan es tjt ein geſrenſt vnd ein ſchein vo: den austen oder in dem kopf getut daz er went dz nit iſt / wie du voꝛ mals hoꝛteſt / wie die geſpenſt zů gõd haſt ein text im geiſtlichen rechten ( xx v. Que ſtione Sc.) Da ſpꝛicht daz heilig techt wer da wer der da glanbt das iemand ando kund den menſchẽ verwandelen in ein an der thier / oder kein thir in das ander / den got der almechtig / ð ift böfer dé kein heid Tu dem andern ſpꝛich ich zeſſen gab / Dẽ andern dem geſchach nüt von (Circee) Das die knecht nit ſeind die wan er nüt aß von der ſelbẽ ſpeyß / Es iſt ein lange hyſtoꝛie / iſt nit not zůſagen. wan ^os geweſt / ſie habẽ ce wol gewent / ab in warheit was es nin. Li z WE TOR TAE u "Mnt d ut H Mi H | d k i I" i Iv M. h HIM J | : " , | Had " d ! % pi H " € i P Léi — , | 1 D » " | i. Géi “4 LI SH LI PER & | Ze / Ze, * 4 D | * ZE " D *- id Von dem Geſpenſt Zu d dꝛittẽ von der wir tin die / diẽ geſt eſel macht / ſag ich das die bürdin die fie getagẽ hond fein gewar bür dy geweſen / vnd ſie haben es nit getragẽ / aber die boͤſen geiſt die habẽ ſich heimlich dar gethon / vnd die bürdi getragen. zi dem flerden von Di omedes d. halt das De alle verdampt fein was ſie ſeind vnglaubig geweßt. Aber dy teaffel künnen wol die foͤgel dahin oꝛdinen oder ſe ber in der geſtalt der foͤgel da Biet gen vit in den tere mit waſſer beſpꝛengen damit fie die menſchen in boͤſem glauben be alten das Diomedes got ſei worden. Hun dem ſpꝛich ich 9; u iu allen voz geſageẽ ſtücken / ſolt halten das es geſpenſt fci geweßt vnd nüt an im ſelber il Vnd der teuffel kein men ſchen in thier kan machẽ. Noch kein thier in das ander verwandelen. dem ſechßten ſpꝛich lch / Das der teuffel die ther ka ek? die võ natur gemacht moͤgẽ werdẽ. (Vel q ie generãtur per puttefuctionẽ.) Als da ſeind meuß vnd ſchlangen / froͤſch / wenn man etw au wůſt lang lat ligen / ſo mögen (lange darin wachſen / alſo kan der teuf; fel wen er den ſomẽ hat von ſchlangẽ von froͤchen / oder von andern vnfolkummen thieren / So kan er in auß bꝛyeten durch die woͤrme vnd wie er im den thůt. Nun zu dem ſybendẽ ſpꝛi ch ich / Was die natur nit vermag von yr ſelb nit zemachẽ. Dz kan ð tůffel auch nit made Nun die natur kan nit ein men (Ge in thier / noch ein thier in das and verwã⸗ olet darũb · ſo kan es der teuffel auch nit. nach ſagt er von dẽ verzůcktẽ frauẽ in dir Gi XILIII faſten vnd andꝛer zauberey. A TEN geft du von den frauwın dien der fronfaſtẽ verzů⸗ ct werde vii vnentpfint lich ſeind wẽ má fie bꝛent mit llechtern cS fie pfetzet fo empfinde fie es nit. Vñ we (ie 55 in ſelber kumẽ fo ſagen was ſie geſe⸗ hen hond. Da ſeind fie in der hell geweßt da haben ſie das vnd das geſehen / vnnd künnen von geſtolnem güt ſagen vnd an der heimliche ding. ee Zů dem andn/wee ſageſtu zů den pfer den die etwan in den ſeiten hond ſtegreiff / ſtrick op wollẽ vnd zeichen / vñ ſpꝛicht mé die Heyen haben es geritten vñ iſt etwã als het man es mit wachß betreoͤſft. Zů dem dritten ſagſt du von den wech ſel kinden die da erwan ligen in den wagẽ zwei drũ iar vnd moͤgẽ wol eſſen vñ trin⸗ cken vñ legen nũt zů / vnd iſt nũt dẽ haut vnd bein da in dem fel / vnd fie das recht kind hinweg tragen. Zů dem fierden / So kan der teuffel ein men chen von eim est tragẽ zů dem andn wider feinen willen / ſo man etwar ſpꝛicht das dich der teu ſtel gell, Zů dem fünfften kan man eim zů effen geben das einer alſo mif einer frauwenn nach lauffen vnd man ſpꝛicht ia ſie hat es im zů eſſen geben. Zů dem ſechßten / Wz halteſtu daruon wen ein gerümpel zůnacht in eim hauß iſt thůnt es die ſelen. Da fie in ſchüſſeikoꝛd rumplen vnnd eins hieher das ander vest hin werſſen / vnnd wen du an dem morgen Sat: kummeſt / ſo iſt es als mann es om abent gelegt hat. Ich antwurt. — die erſt frag d i "n fo N if d enn den franwen die in den fronfaſt een t. Daz es ein geſpenſt iſt / wie du gc Röꝛt haft / das dir der teuffel in den kopf a machen kenn das du weneſt du ſeheſt die ein der hel en vnd andre ding aber es iſt nut daran / ia wie ſeind ſie den vntntphin tach kan der teuffel auch machen vnd fie in u endig en vnnd entzünden / daz De auß w ẽdig nitt wüſſen was man innen ibat fant Augiſtinus ſchꝛeibt von einem den hab er kant vnd hieß Reſtitutus wen der hoꝛt einen menſchen weinen Jo ward er vnentpfintlich vñ entpfant lag wit nũt Z ie gnder frag ſpꝛich ich veg den keſſen die vnnd anders in in hon. d. Ich ſpꝛich das es auch nüt ift vnd iſt numẽ ein geſpenſt. Es kumpt au⸗ ch et wan daz die im hauß oder des 9s roß ift die ding ſelber machen / wachß daruff (ët en das ſich die leut verwundern. Die ote frag mit den wechßel ki en / das es der tüffel wol kan vnd vermag ein kind ab weg thůn vnnd ein and er e endes armes kind in die wagẽ legen / der er ſelber ſich in ſollicher geſtalt d. r legen vnd das geſchicht etwan vnnd viderfe rt den kinden wen mann fie nider kret vngeſegenet vnnd on andere criſtli; che ding vnnd oꝛdenunge. Darumb ſo gehoͤꝛt greſſer Feb darzů / mã fol aber fem icke kind mc leich tlich abweg thůn / man fel co Con mit dem rat gelertẽ vernünff⸗ uger gottes foͤꝛch tiger menſchen. De Der frag als mench eo ſpꝛicht vas dich der ceuffel hol kann er menſchen wider ſeinen willen tragen ven m sf dem endern Ich ſpꝛich ia / wan der dit engel der kan es als wir leſen vo Aha ge. Alſo kan es der boͤß geiff auch / wann wiewol im get feine genad hatyentzogen / [o hatt er im doch inn feiner naturlichen krafft mt ab gebrechen. es geſchi chit dick dae einer v et er hab in gefürt an ein ander oꝛt (c es im geiſt ein geſpenſt iff, Etwan iſt ce auch grwarlichen alſo. Da ſchꝛeibt Gtilbelmus Parrhiſienſis von ei nem mechtigen reichen burger der hett ein kind das wac fůnff iar alt / dae pfatzet der teuffel / der vatter ihet das kinde inn ein cleſier / in einer nacht ward das kind veti leꝛen / vnd ward Binden nach fundẽ in der Pfpſterei / da hett es der teuffel durch das dach übe:ein getragen. Die funfft frag ob man eim moge zů cffe geben daes er můß cin! er ne ch lauffen. Ich ſpꝛich ya / vnnd nein ya der ier ffel mag dich wol reizen vh trey ben V5 du na hin larffeſt / das ift ya / Nein u en du uclieſt im. a erſtant / ſo iſt ce nein / wen u dein ſünd tüwen woͤlteſt vnd te x bro vor den herten aurüff en vnd dir foe ein gewalt -— ift ed nein. Crib jolof dich nit wunde ren wen einer in anfechtung nit zů get ſch reit biff / vnd im ſelber kein gewalit wil ann tkůn / da ift den kein wunder das in der teufel teittet wie er wil. Du ſiheſt wen du haſt ein grün za eiglin in den hen den / vund zeugſt es eim iungen geißlin o? ter eim ſcheflynn / ſo folget es (en nahin. Afo (Trahit vnum quod que ſua volup tae.) Einer wirt gezogen von ſeinem ei gnen luſt / wen du ein habſche fraw ſiheſt oder du ein hůbſchẽ man / du legeſt den dir felber ein gewalt an / ſo he ſcheſt du nahin ya ſpꝛechenn ſie / das ift ein grünnerman. Es iſt mit einem menſchẽ wie mit einem cuk / den der eng. lin eim augenblick in eld ſchiffman / in einem ſchiff. Die weil er das růder in der hand hat / So wendet er nem puncten über die grůb Daniels trů af in" mn bi al ut H H A) Li R h l^ V. * Lë 8 Im * 4 * 1 y " Í * . , » * 4 3 d 2 das ſchiff wie er wil / vnd mag dem wind t widerſtch / wen aber der ſchiffan das r ter vnd die riemen / df vnd geſchir hin hinweg uürff / ſo müſt von net wegen dz ſchiff ſchwanc ken gon vnd ſchweben hin vnd her wa hin es der wind wirffe. Alfo wen ein menſch das rüber goͤtlicher anao von im wirfft vnd fein gůten willen / ſchif vnd geſchir / da mit er ſich der anfech ing erweren ſolt / So müß er von dem wind der boͤſen begitd hin vnd her gewert wer⸗ den / wen einer ein roß reitet mit dẽ zaum fo mag er gar leichtlich das roß wende vff welches oꝛt er w il / wenn er aber kein zaum hat oder dem roß den zaum vff die oꝛen le get fo můß er wa das rof hin wil on felſt ls bald über ab in das kat. Alſo zeum di⸗ ch felbeg oti thůn dir gewalt an vnd rüff got zů / ſo kan man dir es nit zů effe gebe ſo iſt es nein / aber on dae / ſo iſt es ya. Die ſybend flag von dẽ gerũmpel in einem hauß / p ich das co berkummen mag von fünff oder von ſe⸗ chße vꝛſachen. Zů dem erſten vonn den ſchlechten bó (en geiſten / die nit vil gewalt von gott ha⸗ bent empfangen / wan wie die menſchẽ vn gleich ſeind. Alſo die geiſte auch / die ſelb⸗ en einfeltigen geiſt rümplen alſo im ſchüſ⸗ ſel koꝛb ep machen ein ſemlich gefert. Zů dem andern / So rGünt es et wann böß leutt in eíné hanß / das Dr die andern vnrũwig machen. | Zů dem dritten fo ſtilt man vnder fem licher geſtalt. Zũ dẽ firdẽ/ſo bůlt má mit ſemlicher le kerei / es ſeind bó ß geiff etwan in den cloͤſt Von dem Geſpenſt XLIIII ſet / vnd fo wennt er es Kopfft alfo in dem haͤuß hin vnd her vnd es fei ein geiſt Zů dem ſybenden / So kumpt ce etwa das man einem damit wil das hauß leidẽ Einer wolt ce gern lehenen oder kaufen / fo vll man es im nit gebẽ / (o macht er daz man went es gang ein geiſt da. Dakum wa alfo ein gerümpel iſt / das leg den ſelen nit zů / wan ſie thůn es nit / die inder hellen kummen nit herauß das ſie es theten Die in dem ewigen leben die gond nit mit dem narrẽ werck vmb. Die in dem fegfeuer dy hond anders zeſchafen / Jetzund nit meer. Im mit woch nach Oc culi zzediger der Decteꝛ / ob der reuficl mo ge den mẽſchen ſchadẽ zů fügen oder nit. Du frageſt mag ð teuffel den mẽſchen ſchadẽ zůftügẽ oð nit. Ich (pri ia er mag dir (Gat ẽ ʒů fügen / an Seine gůtt / an dei⸗ nen eren on gůten lümbden an dem leibe vnd an dem leben / vnd an den ſynnen. Zu dem erſten So mag er dem menſchen ſchaden ʒů fü zen an [uv nem gůt des haſt du vil in der heilgen ge ſchꝛifft. Nym den Job herfur / der was mechtig vnd reich / er het zehen kinder / vil tůſent Ochſen / Eſel Kemeltiervñ Schaf Aber vff ein tag da nam im der teuffel al les das gür das er het / vnnd het nüt mee. Warũb verhenckt das got / vñ wie ein mẽſch fic ſegnet / ift frum vñ byder da zůü / vñ hylfft dennocht nüt wis den teüffel das würſtu als hoͤꝛẽ nach vñ nech / ich kan es nit als eins mals ſagen / Du můſt mir der weil laſſen / Die matery facht erſt an. Zi dem andrẽ ſo mag er ern vñ in dẽ hüſſern die hin vñ her lauffẽ ¶ dich ſchedig en an deinem gi tten weit vn Su dem flinfftẽ / fo kumpt es von kran her das einem etwan der Eopff fa lob. Er kan dir oe? vnd "es 38 = nd wir ein Hiſtoꝛy in ſant ye gen des hond ift ge gen / ſchi if, Da ned ein der ein et d Occuli ronimus legend. Es was gar ein heill⸗ ger man der hien Siluanus vnd was ein biſchoff zů Nazaret der het den heiligenn Jierenimum gar lieb / alſo das er im vil eren an the t. Es verdꝛeußt kein heiligen da oben in dem hym̃el nit / das du einem me cken an thůſt den dem andern. Es iſt kein neid noch haß noch vergunſt da / ſun⸗ der hebe Was ere du ein em heiligen ann (ED / die haſt di inen allen gethõ. Alſo di fee Silnanus der het fant Feronimũ (aft lieb / das verdꝛoß dẽ teuffel / vnd gieng vñ nam ſich an er wer Siluanus vnd in der geſtalt kam er zů einer erlichen wit wẽ an tr beth / ſie fragt was das wer vnd wer er wer. Er ſpꝛach er wer Siluanus vñ hett fie eb vfi wolt bei ir ſchlaffen. Die fraw was frum vfi macht ein geſchꝛei / der ſchal ck ſchluff under das beth / das volck in de hauß ſůchiẽ in vmvñ vm / hindẽnach da ſtack er vnder dem beth. Er ſpꝛach liebẽ fründe ir ſehẽ wol dz ich der biſchoff Sil uanus bin. Ich bit euch machen mir kein geſchꝛei ich wil hinweg gon. Alſo an dem moꝛgẽ da was die gantz ſtat vol / das der heilig má het woͤllẽ die fraw ſchendẽ. Die ver ümdũg mit er leidẽ. Es fügt ſich di men ein beſeſſnẽ men ſchẽ beſchwůr / da fa ger ð teuffel wle er Siluano dz ſpil si het giricht. zii dem dꝛittẽ ſo ſchedi get er ein men ſchen an ſeinem leib. Da iſt aber Jeb vff der ban / den der teuffel folle der böfen eißlin cder bloͤtterlin / gefült het vnd mecht niennen bleiben. Er vergrůb ſich in den miſt / vnd mit einem ſcherben kratzet er den ar ind ab der haut vnnd den eiter. Der tüffel het im genummen alles das er bet / vnnd hat im nüt geiaſſen der: ein ho ß wd» die fein ſpottet. Ein lange Hiſtoꝛy. Es iſt geſchebẽ in Mentzer biſtum da macht der teuffel ein gantz delt Inrüwig Er klo fer mit hemern an den hüſſern et zer warf inen die fenſter vnd volbꝛacht vil vnglücks / vnnd ſeind vil zwitracht/ ye zů dem letſten / da nam ere n man in VE of für ſich vnd durecht den ſelben vnnd feier ſemlich vnrüwe das má ſpꝛach ce wer vm feiner ſünden willen / vnd was ein frumer man . Er verbꝛant im fein hauß / der gũt frum man gieng inn ein an der hauß / das verbꝛant er auch. Alſo 95 dem frumẽ má in dem doꝛff nien; ans mee herbergẽ wolt / der gůt man muͤſt vff den ãckerẽ wonen / die pꝛieſter ſatzten creutzgeng off / In der pꝛoceß da warff der teuffel einen mitt eine ſtein das im das blůt uͤber das angeſicht ab ran. Alſo verderbet der teuffel dz doꝛff alle huſſer verbꝛunen die da warent. dem fierdẽ fo ſchedl get er den menſchẽ an ſeineẽ ſynnẽ an ð 9 ſtentniß / dz du dein vᷣnunfft noch dein in nerlichẽ ft nit bꝛauchẽ magſt / daz ſeeſtu wol an den menſchẽ die da befeffen ſeind. Zu dem fanfſten ſo mag er den menſchen ſchedigen an tem leben das el in toͤrtet des tit die hei ig geſchꝛifft vol / im Thobiam für dich / da was ein to chier X guelis / da het der teuffel ſybẽ mã erwürckt wann ſie ierget ſein vmb luſtes willẽ des leibs zů verbꝛingen vfi nit vmb der kindlin willen vff zů ziehen zů der ere gottes. Aber Thobias ward gelert wie er ſich halten ſolt daz im nüt geſchehe / die er fte nacht / die ander / die drit felt er ir mũſ⸗ ſig gon vnd beiten & · Alſo hond ir das der teu d den men (Gen ſcheidigenn mag an dem gut / an dem lümden / an dem lei⸗ be / vnd an ſynnen vnd leben. Du f. geſt / ich habe das nun wol ver V, ſtandẽ das der boͤß geiſt kan den menſchẽ “A 1 Mi TOM TA ARM W Umi T1 4 LI r 4 1 * Lk y Li Lë 4 | m LA ^ i CE" A * — E ' " * n" T E: , L| . GT, 4 . d d aſſo ſchedlgen / künnens aber die Hexen vnd die zaubꝛer auch / Was Set teüffel , kan Ichlantwurt vnnd ſpꝛich. Zu dem ſechßtẽ das die wirckung der Hexen oder des Jaubꝛers (Hö eſt pꝛincipalis caufa illius affectus) Iſt nit wircklich vꝛſach des werckes dz da geſchicht. Du ſiſt das fie cine mẽſchẽ Die bürſtẽ oð ein wůſchbletz oð ein ſtrowyſch in ein ſchẽckel gtoſſen / vñ hagel vii wetter mach. Da ſpꝛich ich / dz das die Hexẽ oð vnholdẽ nit thũ. Dae ſelbig ift ein anfen⸗ cklich wirckliche vꝛſach des ſeſbẽ 95 da qe ſchicht. Es iſt nit me dẽ ein zeichẽ / wẽ ð ri fel de das zeichen ſicht vñ die woꝛt hoͤꝛt / ſo weiß er was ſie gern hetẽ / der thůt den dz ſelbig / vnd der teuffel thůt es vnd nit ſie. dem fibenoen ſpꝛich ich / Von an fech tung der welt / oder balde darnach da der teuffel zů rüſt abgoͤtterey das man daz bild eret. Da hat der teuffel ein pact gemacht mit etlichẽ menſchẽ / op inen woꝛt geben vnd zeichẽ wen ſie die zei⸗ chen thũt vnd die woꝛt bꝛauchen / ſo wtl ep t$ das ſie. begerẽ vii alfo thüt co ð tüffel durch ítent willẽ Aber dz dz die hexẽ thũc ſt numẽ ein zeichẽ vfi nit die wircklich v: ſach. Nim das exempel (o verftoft du es. Ein hexin die wil ein wetter oo hagel ma chen (o nimpt De ein beſem vfi ftot in ein bach vnd würfft dan mit dem beſem waf fer tiber den kopff hinderſich auß / ond dẽ fo kumpt der hagel / das waſſer hinderſich werffen vnd die woꝛt ſpꝛechẽ / das machtt als kein hagel. Aber der teuffel wen er die zeichen ſicht vnd hoͤꝛt der macht da obenn in den läfften vnd in den winden fein de / fert vii macht das wetter. Ja ſpꝛicht ma nich menſch / ich glanb nit das Deep thůn Ich gland wen ich mich geſegne das mir kein Hein nüt thüge / ſie künnen es aber Von dem ALV nit thůnn / das ſeind vnuernünfftig red / man ſicht es doch mit den augen 96; es ge ſchicht/pa fie thůn es nit es Ift war ſie thũ es nit / det teuffel kan es machen vim irent willẽt wen fie die zeichẽ ſetzen vfi die weꝛtt ſpꝛechen das er fie gelert hat. Nim ein am der exempel mit dem wech ſin bild / ein he⸗ pin oder ein zaubꝛer der macht ein achim bild / vnd beſchwert das vnnd macht ſein gefert darüber vnnd Det darnach für das (clo bild vñ waz er de wechfi in bild an cut Das thůt der teuffel dẽ an in des namẽn es gemacht iſt / ſticht die hevin de wechſin bild in ein aug / ſo ſticht der teuffel dem au ch in ein ang / ſticht ſie das bild in ein ſchẽ ckel / ſo ſticht der tüffel im auch in ein ſchẽ ckel. Des gleichen in andern bilden / Alſo fo ein hexin in ein waſſer lůget oder in ſpy⸗ gel / vnd waz ſie dem bild an thut / dz that der teuffel dem an / dem fie es günt Da ſpꝛicht ein doctoꝛ zů gleicher weiß wie criſtus der her fein ſacramẽt / wen ma die bꝛucht / ſo wirckt er vnſichtbarlich da Alſo der teuffel hat (ein (levecrament / Es Beiffen nit ſacrament. Tim das evempel in des ſacramẽt des taufe / da ceſchet der pꝛieſter dẽ kind offen den leib vñ ſcꝛichtt die wo: darzů. Ich tauff dich in 96 nomẽ des vatters vnd des ſuns vnnd des heill⸗ gen geiſtes Amen. Das weſen vnd dye woꝛt nemen dem kind nit ab die erbſünd. Es ſeind aber zeichen die vns got gebẽ hat / wen wir die bꝛauchen fo wil er inwen dig vnſichtbarlich die ſünd ab (allen, des gleichen in der beicht / der pꝛieſter ſpꝛichtt die woꝛt / er lat dir nit die iino ab. Alſo ler der teuffel den Hexen vnd den zaubꝛern ſemlich zeichen geben / wenn ſie die bꝛauch en fo wil er das thůn das innen ebenn i. Darumb fie ſemich zeichen bꝛauchen vñ iſt ein gůte geichnyß / Jetzunder nit mee⸗ H hí da dg et oll jid f et t nach cu voꝛmitfaſt Dediger der Soctoꝛ co man die hexen moͤg bꝛechen oder nit. Geſtert habẽ ir gehoͤꝛt den redire grũd den der zauberey wan die heven die ding tchünt / ab er der teuffel der thů es / vñ ſie fec en die zeichen die er inen geben hat. eg ^ EI... "hen arce dem hun Guben vpL be die er het / die wolt er nit erkennen / das er ſie von got het / er meint er het es von im ſelber / darum fo er kein le hen herren wolt habẽ vnd wolt ſelber herr fin. Da ſpꝛach er (Aſcer dam.) Ich will mein ſtůl ſetzen Aquilon ep wil gleich fein dem aller hoͤchſtẽ vnd das hat er des ſelbẽ mals vnderſtandẽ vnd hat es geiribẽ bíf ietz / vnd treibt es für vnd für. Darum fo er got hat wellẽ gleich ſein / So hat got ſein ſacrament als den tauff / beicht &. Vff ge⸗ fect vnd ein pact mit vns gemacht / wenn wir die bꝛauchen / als wir fie (ellen bando? en / ſo wil er ons nit fellen / er wil daz ſetzen vnd thůn / das darũb dz ſacramẽt iſt vff geleet, Ale hat der tůffel got woͤllẽ gleich ſein / hat auch fein facramét wellen vff ri ehren vnd den hexen ſemlich; eichen gebẽ die er gedachtt hat / wan got hat ſie nit ges machtt / noch kein engel / nech kein menſch hat fie erdacht. Aber der teuffel hat geſagt das Te die bꝛauchen ſollen vnnd wen (ie es tʒůnt / ſo wil er auch thůn / dar umb ſte die eiche n bꝛꝛu hen / dem ein aug auff ſtechẽ den la jnachen / dem das thun / daruiub der been / So die hexen waſſer mit über den koff hinderlich auß werffen 9s macht nit den regen. Aber der teuffel der wircket vnd thůt die ding durch (cin angeſchoͤffp⸗ nach Occuli te macht / die im got gebẽ hat. Aber das iſt vndſcheid zwiſchẽ den ſacramẽten got tes vri des teuffels dae / die ſacramẽt toto (cliét nit Sũt efficatia) Got wirckt alwe gen die ſacramẽt / aber des teuffels dle fele wan der teuffel wirckt nit alwegen das ich dir bed enr in der alten ee. Die zaubꝛer die machẽ alle werck die Moy fes vnd Aaron machtẽ ef genumẽ die ſchneckẽ / dy deine mücklin dy kuntẽ fie nit machẽ / da ſpꝛachẽ Le Hic ẽ digit dei) Dz iſt die krafft gore Nun iſt ein Frag vff dyß mal. yumet es ſich we de einer verzaubert iſt / laß (cn das er lam (eio waz es ef er die ꝛcrbier umb ſtoſſen c9 hinweg ihůn / da mit r wið ce (unt werd Scotus g br aftwurt. Ich wil dir ein and anwurt geben vil ſpꝛich ya wẽ du verzaubert v ereſt lam d. Vnd du kün teſt dich geſunt machen / vnd die zaubꝛer vmb ſtoſſen on andere vnd nüwe saubetey ſo magſt du es wol thun. Aber zaubert y mit ʒauberey vᷣtreibẽ / das fol zit ſein / als die thũt die ſich etwan laſſen feine mit o botnẽ ſegẽ oð m t «nen zaubereyẽ aber W ch céfunt machẽ mit nati f€ dingẽ als mit kreutern / mit betten / beichten got an rüfen oder durch andere ding die den die criſtenlich kirch bo ucht / ed ſunſt wen da zauberci in eim ʒiegel verwicklet wer vnd du ſchlecht ich DE zy egel vm̃ſtiſſeſt on zan berei das moͤcht man wol thůn. Aber zau berty mit zauber vᷣtreiben / daz fel nit fein vñ du ſolteſt lieber ſiech vñ krãck ſein / dan mit zauber geſunt werdẽ / wan der teuffel der ſelbig müſt dich geſunt machẽ / ſo ſoltu des tüffels müſſig gon daz ift wyð die mẽ ſchen die da sis den teuffeln op zů den ten fel beſchweren lauffen wen De etwas ver nt T d a MÉ 2 : Le - Er 7" — cU [ton SEPA da velt et die [ t Jop E [i : L4 Den lieren got gebe ſpꝛechen ſie wer mir hilfft / Le D das folr pit fein, Ja ſpꝛechẽ ſie / Ich gang doch mëng zů einer erberen frawẽ. Es gilt ebengleich es gat durch den teuffel zů / ob du zů im gangeſt oð ein anðn dar ſchickſt Das du aber des teuffelo müſſig ſoltt gon kein rat noch hilff von im ſůchen das kanſt du erkennẽ vß dreyelei vꝛſachẽ (Ra Dei Gote (cioe, Homines Ses menſchen Diaboli Des teuffele GA dem erſtenn N vmb gotes willẽ / wan got ein yfferiger Got (Ego um dens celotie) Waz iſt : Jeifferen. Ein eifferer iſt ein man der ſein frauwen alfo lieb hat das er nit leidet das ſein fraw iemans anſeh mit niemans redet / den mit imevñ fie niemã an rüre den er / vñ aller man müſſig dd vnd wil das fie kein gemeinſchafft mit yo mans hab den mit im / das tft ein yfferer. Alſo ift got gegen vns. Er nent ſich felbe ein eifferiger got. Er hat one fo lieb daz er nit wil das wir nüt lieb haben den in / vñ vmb ſeinent willẽ / vnd zů nie mans ſchꝛei en vmb hilff den zů im /niemans anruffẽ den in. Batumb hat got den kin än vonn Iſrael we we getroͤwert / ee das fte in das verheiſſen land kamẽ / da er zů innen ſpꝛa hM > d ch / du würſt kummen in ein land da ſeind zaubꝛer vnd hexen / die vff fogel geſang / vff troͤm halten vnd teuffel beſch weren / Der ſach ſollẽ ir müſſig gon / ir feind 3 be ſerm vff geſetzt den das ir mit dem narrẽ werck vmb gon. Des gleichen hat got au ch wee geiroͤwet durch Sfayá da Iſayas hat weißgeſagt / dz got fie würd gebẽ in dy hend des Küniges Aſyrioꝛũ da ſůͤchtẽ Te hilf von dẽ RKünig von Egyptẽ land / vñ meinten gottes oꝛdenung da mit bꝛechen. Was ift egyptus / es iſt als vil geſpꝛochen Von dem Geſpenſt XI. VI als (Tenebꝛe) Finſternyß / vnd die zů dem teuffel gond / 28 wem / dono fie den zů der fynſternyß. Des haſt du auch ein figur an dem fyrden bůch der Künig. c.. vonn Ochoſia em Künig / der was oben sü cé fenſter auß gefallen her ab ein bein ab / al fo das er zů beth lag. Er ſchickt ſein bot ſchafft zů dem abgot Beelzebub vnd ließ in fragen ob er von dem ſiechtagen gene⸗ fen ſolt. Da fie vff dem weg waren. Sa begegner innen Helias / der fragt ſie war fie woltẽ / ſie ſagten es im. Er ſpꝛach aont hin vnd ſaget dem Künig ob kein got ſey yn Iſrael das er zů Belzebub ſendet. Sa ger im er werd nit geſunt werde aber ſter⸗ ben / ſie koꝛten wiðumb vnd ſagtẽ im inen wer einer bekumẽ / ð im das entboten het / du würſt ſterben. Der Kũnig fragtt was er an hett / ſie ſpꝛachẽ er iſt ein rawer man vnd hat ein lidern gürtel vmb / da ſpꝛach ð Künig es ift Helias / da fie die botſcha⸗ ft ſagten / da ſchickt er ein groſſern herren zů im vnd wolt den Pꝛopheten beguͤtigen vii nam der felbig herr fünffsyg man mit im / die weil was Helias vff den berg ati gangẽ / der ſchꝛei sà im / heiliget man kum zů de künig Helias ſpꝛach / Bin ich dẽ ein frund gottes / ſo kumt das feuet von hym⸗ mel vnd verbꝛent dich vnd dein. fünfßig man Da kam das feuer vnd verbꝛant fte Der Künig ſchicket andere fünffsyg dar / denen gieng es auch alſo / Den dritten den er ſchickt der lert ſich demütigen gege im. A ſo hond ir dae got faſt mißfeit zů dem teuffel lanffen rat vnnd hilff von im begeren das iff die ſünd die det nent denn geiſtlichẽ eebꝛuch / wan wie es eim frumen man myßfelt / das fein fraw ir Ee bꝛicht / alfo myß felt ce got dem herrẽ daz man an dere Goͤtt anrüffet vnd eret denn yn / als ¶ Die teuffel beſchwerer thůnt. zu dem andern fo ſol mã 4) uu das got ots we cle ich die on ne ura fe in b il C Nm dunrſtag nach Occuli es nit thůn / vmb des menſchẽ willẽ / Wã ð mneſch hat wiðſagt dem boͤſen geiſt vñ allen ſeinẽ nach zotterẽ / wen du zů den Ec ren laufeſt fo würſtu bꝛüchlich an got dẽ herren. Wie wol gefiel es eine herreen wen du ein cio an im bꝛechſt vñ zů feine (ey ent giengſt / rat vnd Buff von im ſůchteſt. zii dem dꝛitẽ vmb des tenffels willen / Um war was da rechter menſchen ſein / die zů den Heven vnd zů dem teuffel lauffen wan er iſt. Aduerſarius wider wertick Inimicus Feind Hotnicida Todtſchlegig Menday Lügner Certe Betrieger Inmdioſus Neidiſch Z dem erſten / So iſt er dein wider rart Er iſt wider dich / das hat er beʒeügt wan er vnſer eltern verderbet hat Adam vnnd dus vnd vie in innen &. Zů dem andern / So iſt er vnſer aller feyent er haſſet alle menfe en / das ſie ann ſeln ſtat kummen ſollent. dẽ drytẽ / So iſt er ein todt ſch eger vñ hat ſich ſelber vm̃bꝛacht / vñ Ada vnd Eua / vnnd wolt gern vnß ale verderben Zů dem fyrden / So ift er ein lügner / ya ein vater der lügen / Dy pff lügin hat er geboꝛn / da er ſpꝛach Nequaquã) Nein in keinerlei weg werdent ir ſterben. Si dem fünfftẽ / So ifl er ein betriger gibt er dir etwas oder thůt dir etwaz gůtz ſo thuͤt ex es allein darumb daz er dich vfi andꝛe menſchen si im siehe vnnd euch be trüget darumb thut er ee auch. Zů ven ſechßten / So kan noch mag er keinen menſchen nüt gůtʒ begeren noch gůnnen. Ja er hat mir nie gefelt das m & lin in dem glaß hat mir alle wegen war ge⸗ geſaget. Es iſt wol auß gerichte Et ſa⸗ get dir war vnd haltet dir / ya darumb dz er dich berriege / wen er lieg das du im au ch glaubeſt. Er fadt war oder lieg / ſo (olt du im nüt gla ubẽ. Chꝛiſtus in dem ewan⸗ celio wolt kein zeug niß von innen haben da er fte auß treib vn ſie ſich rümpfften du biſt gotes ſun da hieß er ſie ſchweigen vnd iſt das hütig ewangelium. Nm freitag voꝛ mitfaſtẽ (aat 9 Doctoꝛ watu froͤwelich geſchlecht mee verwüſt fei mit hexerey den die mé Two fraꝭ ſeind zerbün kurtz daruen. Dle erſt warumb ift froͤwe lich ge chlecht mee verwüſtet mit hexerey vn ver tüffel bꝛucht fie me zů sauber yden die man. Wan wen man ein man vbꝛent So bꝛent man wol zehen frawen Die Be vin tůt nit als diſe heidniſch fraw ı het bei Sen bꝛunnẽ / wan ſie fragt den herrẽ nũtz liche ding / die weiber frage aber nerriſche ding. Guilhelmus parrhiſien ſis der dU bet dꝛey vꝛſachen / Warumb frauwen mee dan die man Hexin ſcind. Leuitatem Pꝛopter Intelligibilitatem TLoquacitatem Zu dem erſten vmb der leicht fertickeit willen. Wan wer da bald glaubet / der ſelbig (ft eine leichten fertzen vnd die frauwen ſeind eins krancken Ber’ tzen / ſie glaubent bald fre ſeind gůtt zů Ch er reden das weyß der teuffel wol / das fie ſchwecher ſeind den die man vnnd vil ce glanbẽ darumb fo bꝛaucht er mee die fra wen darzů den die man. zii dem andern ſo hegrei fein die frzuwenn bald / wer da iſt anet ei A» 14 A e TT | HE " e a Lei í d | 2 Ke A 8 d ^ A E u x : ^ E c" 1 X 4b o — flyeſſen den natur / vnnd die me iſchen die da hond flieſſende hirn / die verſton onnd be zeiffen ein ding oald / ſie behalten aber ni lang / das ſihejt da in dem waſſer / wen du ein ſygel in das waſſer truckſt das wa ſer e npfacht 9; ſygel bald es behalt es ab⸗ er nit lang/ aan ais bad 91345 ſygel dar non chůſt io fliſſet das wafſer wider zeſ⸗ men. A fo ſeind d e frau wen fen ree on flieſſender natur / darüo verſtont fie bid vnd mer yken bald / daru no wen ein frau in der iu ze it wol gerat / 93 wol gelert wũr de / ſo findet nan kaum ſtzim ner menſch⸗ en / Ja findet man ke n boͤſern menſche in den frauwen / wen ſie ttoel gelert werden t vnd uͤbel ger itẽ / aber die nenſchẽ die hert Eo» f hond die moͤ en Lu n einn ding ver! ſton / oi gegveiff en / wen fte es aber begrei fen ond wae ſiè oegreiffen das ver jeſſen fie gar kau n / vnd die Ale hert lernig ett die hond nitt vil bó er fanta ſeien / nit de. hat der boͤz geiſt nit geen zeſheffen. zu dein dꝛiten ſo mozẽ die frauwen doc; jd vꝛigen / kurz was e en fraw weiß. das maß herauß / es mag nitt bleibe sta nb wen der tü ſel 9 c frau: wi alſo leret / ſo leret ſie es ein andere fra⸗ wen / vi die aber ein andere / ond alſo für vnd für vnd g.wint er vil ſelen. Die andre frag / Wie kamt eo das den frzuvrn in den kindbethen me widerferit den zů andern zeiten / ſy ſpꝛechen ce iſt mir in der kindbeth widerſare nn. Es fano auch drei vꝛſachen. Die erſt iſt / Vmb iren willen von irer kranckgeit wegen / wan fie fan eachtter natur / vnd beſunder der zeit [o Le inligen wh fi die natur reiniget / ſo haben De 699 ſe dempff vff ſteigen in den kopff/vĩ má fen von notweg n vil boͤ er gedenckẽ/ vd zu fall hon / ond fanta eien den za andern zeiten / vnd bildet innen ym, Da nãt an e Von dem Gefpent XLVII iſt das fige Tu wol der ſeltzamer gelüſt die fie haben / Etwan fo gelüſt ſie offen leimẽ zů eſſen / vnnd auß lachenn zů trincken &, Was es den iſt. Zů dem andern / So iſt es vmb ir i enſt willẽ Pꝛopter famalarium.) Es die nen innen etwan leut die nit rein ſeind / op mit den zauberechten gon / vñ wen ſie die kindbethern ſollen geſegnen / ſo můß fie es thůn mit eim bloſſen ſchwert vñ můß ein ſchwartze henn an dem betſtollen hangen an einen (af gebunden fein &, Vnnd alſo mit narren werck gond ſie vmb. Zů de n driten es beſuͤchen ſie ent / bit ben [te 9 uß es wer beſſer / da Ea mpr das beßlin s mãmlin Daz iſt ( Pꝛopter vi ſitationem.) Vnd der teuffel teilt fen teil auch darzů. m ſontag ro: Mitfaſtẽ da pꝛediget er co man die kind vcr / zauberen moͤg nit dem geſichtt De Faſtinatione. S iſt zeſagẽ von der 5eucter die da god vo den augen / vnd ven dem mund Solinus vfi Daní | "na Die ſchꝛeibẽ wie in Aff rica ſei ein volck / wen ſye ein ding anſedẽ vnd das ſelbig loben / g eich [> facht es an zedoͤꝛren als wen fte ſehen hudſcden ſomen (Segetes "Off eine n acker oð ein huoſch reß / oder einen höbſchen baum / oder eu hubſch kind / vonn ſtund an / ſo boldſie T. loben fo de tet es. Es ſeind auch [Eit ya de n ſelben land die habẽ in ier gag. u. augapffet / vnnd was fte an ſehen Vae ver (ie mit i , e Hexè g ffiẽ fic mit irem geſicht/ A ſo ve Hex auch / wie get das zů. Item wir ſehen m. ſchen die mit dem geſicht ſolit ein dug v gifften als dick occ cht das zauber oder hexen ein kind anlegen jo ſol er gut H it | Nm &onta»o: iuitffoften mee thůn / vnd doꝛret vnd verdyrdt / Da iſt meu frag off diß mal wie das zů gang vnd od das "0 mög gen / das die kind [eis en vergifft werdẽ mit dem geſicht der he⸗ xen on alle andere zů thůn. Ich gibe ong) wurt vfi bai ya / wan die gloß Ober daz ven (ſancti Pauli Ad galathos o galathe Quie ves vaſtinauit.) O ir galathe wer hat euch vergifft das ir nit glaubẽ dz ewã dz ich euch depꝛediget hab / ſpꝛicht die gloß alſo. Etliche men ſchẽ ſeind die da fcu rende vii bꝛennẽde auge ben 95 ſie die kid verderbẽ wen fie ſie anſehen Darumb fo mag es ſein als die gloß ſagt Wie iſt das. Ssnctue Thomas der gibt antwurt Zi dẽ erfien ſpꝛich ich elſo (Cegttecío vehemens exſiccat vapo⸗ ret.) Inbꝛünſtige ding die doͤrren oder machen trucken feuchte in den menſchen / ſtarcke ding ſugen v ff vnd etwan treiben (te auß (var ff oder feuchte die inwendig feine in ſich ſelber keren mit sn; nerlichẽ gedenc ken das er ftc feiber (Bui tzen macht / daz abe wir von dem herren 36du/ da er an den oͤlberg ſchwitzet / da er (cin leidẽ hinder dacht vnd im fein paſ⸗ fien entgegenn gieng da er blůt ſch u itzert was das chꝛiſto / wie vil me mag das vnſ⸗ er eim ſein. Es (eit auch in vns geiſt eð wind in allen ſinnen in dẽ ang in dẽ eet Ar inn der bildung das Beiffen (Spiritus vitales) Lebendige geiſt / durch die felbi ; gen wir ſehen vnnd hoͤꝛen. SD dem an dn ſpꝛich ich Das ſemlich geift oð wind y der geſicht dienen vii fo vil ſie ſubtiler ſeind / ſo vil me der menſch baß geſicht vnd ſcherpffer. Zu dem dꝛittẽ ſpꝛich ich as die geiff eder die ſubtilen wint ang den augen gend sf einer seien weine vnd doch von einem menſchen weiter den ven den andern vnnd vn gleich / laß (tin dae De vonn mir außgiengen biß an die wand / von einem andern inoͤgen ſie noch weiter gon z, (Loquimur hie de illis va poꝛibus et ſpiritibus non denifione que nõ vitem extra mitt fco intus teciplẽdo. Zl dem fyrdẽ ſpꝛich ich Daz du clerlich ſiheſt an ciner frawen die vngeſchickt ift kranck ven ir ſelber / wenn die in ein nu wen ſpygel ſicht / ſo würde det ſpygel vermaſſet von iren augen / wan die dempff vnnd die feuchte vonn den augen auß gond vnd den ſpygel verflecken. dem ich / Daz co wol mag fein, das ein Hexin mit trem geſchicht ander leut mag vergiff ten wan es iſt mũglich / Wan warũb wen eine in dem leichnam alfo verwüſt iſt / vñ vnder würflich ſemlicher groſſen ſundenn vnnd ſch were laſtern das fie vil ſeltzamer einbidung gedenckẽ vnd fantaſeyen hab vnd ſemliche einbildung zeugt vnd erkent man etwã allermeiſt in dẽ aug OR ſemli⸗ che geiſt wie geſagt iſt die in dẽ augẽ ſeind ſeind vergifft / wen ein ſemliche perſon am? der leut anſicht / ſo ſtot ce wol daruff dz ð ſelb ð alfo geſehẽ würt dz er vergifft wũrt. Zu dem ſechßten fpzicb ich / Das die inge kind als die nüwen ſpyegel allermeiſt geſchickt ſeind ſemliche vermaßung si emphahen / vnd darumb ſo mag es natürlich zů gon / das ein kindt ſol allein von dem anſehen einer Hexynn vergift werden / daz nymmer gůt thut vi alſo ſol ſterben. dem ſrbenden ſpꝛich ch vñ ſtür fe auch darzů thůn / daz es on 4 H Taler itu. "al - L| E ut B 3 . 1 Ww 3. U 77 4 BEEN * / " 1 7 Lo 2 L , : , firgndBab, y Dye ander frag. Du flageſt warum mus man die hecken zů der zauberey bꝛauch en als ein f. den zeucht man etwan durch Dal nee man mit zaubert c. Ein we chin bud / daz mif man vff den altar le⸗ gen vnnd ai man fo vil mellen dard ber leſen. ee mann es bꝛaucht / was bedarff c der heuigkeit. Ich tuch das ift auß dreyelei vꝛ/ achen willen. Zu dem erſten vmb fen ſelbs willen / 51 dem and n vinb des zaubꝛers will. Zů de n dritten vmb der einfalt ande ren men (cen wil en. Zu dem erſten / So můß man es heili gen mb des tffeie wille / wan er es got da init zů lad cr ind verſchmecht da mit die chꝛiſtenliche eꝛd en ung vnd ire Lo crament / ond wer damit zaubert das ſie de er ſchwerer ën: vno Dort auch dam t mee der achten. Zu dem anderm fo tbütt er eo omo des zauberere willen daz er ſich vi me verſundet. So er mit heiligen din den vmb gat / wan er (jt nit allein Soꝛtt⸗ legus er würt auch her dee heiukeit vnd er fo vil er Gber kum das / das er beger: / fo fl et mit groͤſſern ſch weren ſünden vnd git / wan gott etwã 2 . Auguſnnus (Der regat pꝛeꝛici us imconcedit ir tus.) Jů dem dritten / vm das e nfaltigẽ mer ſchẽ willẽ / wen en einfeuiger menich hoͤꝛt dae es alſo mit gů ten dingẽ zů gat /ſo glaubt er auch daran vnd ce deſtermin der vfi ſpꝛichtt es [eno nat den goͤrl cle ding. zu demer/ten frageſtu DREI bꝛucht ma die ding allermaſt in de 4 dem Geſpen AXLVIII Heilige zeitẽ / als in ð frõfaſtẽ vor weinech ten Ich ſpꝛich wie ich erſt geſprochẽ hab dz er es thůt darũ dz des gatib:ere ſlůnd deſter groͤſſer ſet / wã ws mã an dẽ heiligẽ ze tẽ vn rechts thůt / iſt ſchwerer (inb den inanð n zeittẽ. Einer ð ei ee bꝛichet ande ſontag 8 thůt zwo ſünd. es iff ein erck ſeint ab⸗ er zwo ſünd. Er bꝛicht fem ee / vñ bꝛicht de ſyertag dẽ ſon ag wá er thůt ein knechilich v erck dz ande ſontag vᷣbotẽ iſt. Es ift nit alle n an dẽ fyertag vᷣbotẽ zů acker gõ/ha⸗ Chen ep ſchůmachẽ auch ſündẽ / uu fim dẽ it dz ſchẽtlichſt werek / vñ d erſchno deſt dienſt / wan du dienſt der lite vn biſt an dem ſontag ein ſünden knecht. liche ding vor weihẽnachtẽ ihũ daz iſt ven hie / uir Babe vil vö fet erlche dig hat die criſtẽheit ab gethõ / die heidẽ heitẽ ein got dẽ nantẽ ſie dẽ J ẽner jan / vñ ſpꝛa chẽ er wer ein her des iars vhi maltẽ in vn gleich /etlich maltẽ in als ein má vñ gaben im in ein haͤd ein mit wei / n die anð Bad ein becht, And maliẽ in ande / vñ ma chte im. ii. antlit 95 e n da foꝛnẽ dz and t in den / dz er ſche in dz zůtünftig ier vñ in dz vᷣgangẽ iar / dẽ gaben fie. ů Jannario den monat vĩ den got ere fte ale wir den nij wen Jars tag eren die beſchneidun ge des herrẽ ofi ertẽ in mit mocherlei. tlic mit tontzẽ vfi ſ ingẽ / and mit and mit danreiß in die ſtub en legen / and mit fech⸗ ten ander dae fie einander [dicken lebků; chen / wein &. Was es dan waz vff die zei te die kirch daz ab geihen / o haben ee ab? er die boͤſen mẽſchen geſratt by ß zů déit nacht (c fre vnſinnig ſeind / in bucke dati la uffen. daz ift als von heidẽ hie Die ding ſolt man abſtellen d greſſe cenſaentz darumb haben / wann es iſt ein greß gen von dent dem Ferien / ctzund nit mee. Ich N / die d es Í die n ger ie en , | " ! lap t 6s nesch eine willẽ gen / wer erb i ſein fründen Imſontag Letare zů mitſaſten figur des Ewanceli tmo vnd rꝛediget der Doctoꝛ / Wan ein menſch verzauoext iſt v ie es ſich halick ſol. S SEM RS — poo en machẽ eð aas es den iſt / fo mag man im ^N a j ein mẽ ch verzauber er iſt / wen y zehilff kumer / mit eim nüwen zauber / dy zaubꝛer Hexe Vnholdẽ wie wan zauber mit zauber vertreit en zimpt du eo neuẽ wilt / eim ſchadẽ zů fügen / lam ¶ ſich nit. Nun ſrꝛich ftu wie ſol ich mich ab. " d " Ze . - / - - SCH — — d d — em 2 Ze — De di — > - = — po : d - Aem wt — * .. ^i H en y [ | | m n. phi j mi 1 TL M d — — y» -) Ray DN , v^ a E Lé 3 2 ; A S 3 l a M N d AN A AN | — ] M 4 E " 7 T Soe d 7 Sz x . C — i NM. c » d n | zt 2109 9. d EN d 2 T | hi d & SC We ̃ —„— , | 3 E "JT z EN - 5 1994 En 13 5 | > | HS: — — ei EAR A a " \ I ^ Y - : zi , 2 . - e — | 2 E » (e A | — j iN EI | - EK — 25 Sch Icd — -i.» Ki — — Ww | | de : ; PR AR ec -— 1 “ \ T e : , — 4 M N ` L Ge b | p " $^1 S (E GC cb \ A ZA dé A ! Cm (^4 - E 4 — ^ e KE X er A 2 d d . | — ® dech FE, e Jd — 2 "IL 2 — A ANN... *3 af * NN . — pe X "n ) e « EZ i NW "7 - Ca: wi | e N X > . M. = » r2 3X à wei K , — H NS : ^ b» 7 x " -1 E - j eg 7 e P 4 A KA , . 4 i >» M p 4 Us i . 1 ? 54 | — — 7 Kr 2 1 UR 1; . e : 7 "^ A Y — NX ri „, 4 » AA. Se e G^ "wu 5 3 * 7 — N Fe CES R d 5 | : pi 1 | | | c. AY IBZ - E AV- 245 Im 1 | «di des L / | - H - d | "Y n 3 1 ^ » * | A N — "€ SE 2 — i zz At N dé — IM 1 ie a F ] 2 7 L 7 S * d Kr: a d d | er halten in den dingen / das ich mich nitt verb: j was fol ich mir an laffen thůn. Da mit mir geholffen werd wen ich kran ck bin vii verzauberet / Ich wil dir yen fa gen was du nit fole thůn / Moꝛn fo wil ich dir ſagen was du ſolt thůn / Wẽ man dir wil ettwas anthůn / ſo du verzauberet biſt foliia das es deren ſybnẽ keins an im hab Es ſol ſein. S ? Non pꝛohibitum Lit verbotten Non ſcandaloſum Niit geergert inoꝛdiuatũ Geoꝛdnet moͤg fett got Jon diabolicum Nit teuffels nomen Non falſum Vit erlegen Von vanum Uiit uͤppig Von exſpectatũ Nit võ dẽ eltern gehoͤꝛt Zu dẽ erſten ſo ſol es nit verbot ren ſein / weder von got noch von ð heiligen kirchẽ / das man dir wil anthůn⸗ Wan du ſolteſt ee kranck ſein den ſemlies chs dir laſſen anthũ / alſo groß iſt gehoꝛſa me vnd iſt beſſer deñ opffer / vnd wie wol es iſt / dz du deinẽ obern nit gehoꝛſam ſolt ſein / wan er dich hieß vnrecht thůn / aber düte vnderwegẽ lon von gehoꝛſame / das fol man thůn ſpꝛicht Gregorius. Alſo we dein oberer dir gebüt das du dich ſolteſt laſſen zauberẽ / daz ift boͤß / ſo ſolt du es nit thůͤn noch laſſen geſchehẽ Saul wolt opf fern got dem herren das im nit zů gehoͤꝛt Samuel verbot es im vmb der vnd vm̃ andere gehoꝛſa me ließ in got zů tod ſchla hen im kriege. 3 Zu dem andern fo fol es hit fein ergerlich. Es iſt nit genůg dz ma ſich hüttet vo: boͤßẽ / auch vos aller geſtalt des boͤſen (Ab eme ſpecie mala abſtinete voe.) Spꝛicht ſctũe Paulus / wer nitwillẽ hat zů fte len / der fol nit diebiſch gebaren. Wen er ſchõ das werck niemer thůn wolt alſo hie auch ſoltt man dir etwae anthůn Bon dem Geſpenſt ALIX wider den zaubꝛer daz ein boͤß geſtalt wer ſo ſolt du es nit laſſen geſchehen. ⁊u dem dꝛiten was mã dir an wil thůn Dz es geoꝛdnet moͤg wer den in die ere gotes / wã ale vn ſer thůn vñ ler vnd moͤgen / ſo fel in gotes ere vnd glo ty gericht werden. Darumb den rechten ſchůh zům erſten anlegen / kan in gotes ere nit gericht werden / oder den linckẽ s dem andern mal anlegen. Itẽ wen du aus dẽ hauß geff vnd eben off die ſchaell triteſt vnd nit darüber vßhin. Itẽ wen eineem ein Bag über denn weg laufftt / das ift gar Zu dem fierden ſo ſol es nit teuffeliſch fein als ſeltzſamen namen oder ſeltzſame figurenn die du mrt keneſt oder verſtoſt. Du ſolt kein figur zů laſſen / deñ die figur des creutzs / darumb we mà kumpt vnd wil dich ſegnen / bꝛaucht man etwas anders den das du verſtoſt / vnbe⸗ kant namen feind es teuffels namẽ / ſo laß es nit über dich ſpꝛechen. dem fünften ſol nit falſch ſein. Alſo das lügen darin be⸗ griffen weren vnd vnwarhelten. kein uͤppigkeit vff im tragen noch leicht; fertikeit. Nun dem frbenoen fol es gewartet ſein / du würſt gunt werden vnnd ich hab es von meiner großmůtter gehoͤt / wan man das thůt / fo würt man alſo bald geſund. Alle werden die iun gen leut in der iugent verderbt, So folt du allein deine cum in dot — er dir die geſuntheit gebe wan er wöli/ vit (olt nicht hoffen weder in geſchꝛifft / nech in woꝛt / noch niendert ein S | | | | | | | | | | | | B aJ dem Freitag nach mitfaſten (Cen fol nit hoffen weder. In modum In die weiß In numerum In zal In materiam In matery In rent us In zeit nie In heum In ſtat Irſitum Inſitzen oder ffen Inſutum Gegen mit ternacht Zů dem erſten / So ſollen ir nicht hof⸗ fen in die u ei. es muͤß eben elle ſein / alſo ſten Alſo můß man ſpꝛechẽ / wan man yn dem ſe gen ſtamlet / ſo wer es nichtt me / es můß bald en ſtamlen geſagt fein / oð mã můß es eim heimlich in ein oꝛ raunẽ. Dz tft als falſch / Vnd narten ein weintropff / Win wan man den holeton uͤberſchꝛüwẽ das ift ein Foftlich ding / wan man ce aber beſchꝛeit / ſo fel to nut mer. ale wan mann yn volt helen in einem keller / vñ man ſyꝛe ch / was wilt du da thin . Das ift die weiß in die ſol man nit hoffen. Zů dem andern / So ſol man nicht hof fen in die zal / es müß gerad fo vil ſein / vñ nit mer fo vil woꝛt / es mů ß gerannet fein. GD dem dritten / So hoff nicht in die ſtat Wen du wilt etwas thůn / ſo müßt du in den keller gon / eder auff hin vnder das dach oder an ein wegſck eid. Nun zů dem fierden / So ſolt du nicht hoffen in die matery / es můß eben geſchꝛi ben fein mit fledermüß blůt / eð mit gold oder mit ſuber / dz iſt ( Materia exequa.) Jetzſid Materia in qua.) Es můß eben megt pergamen fein ( Virg neum.) Zů dem fünfften / So hoff nicht in dye zeit Eyſenktaut (L erbena.) Das mũ ß mon grabẽ en dem moꝛgen vor der ſonnẽ auffgang mit golt. Zů dem ſechf ten / So můß man da eben ſton / vnnd nicht knſüw en / oder Enti 3 wen vnnd nicht fien, Zů dem ſiebenden / So můß men bete gegen mit ternacht / vñ ſunſt (o fll eo nüt Darumb ſo ſag ich / das du niendert in hoffen ſolt / dan in das Pater noſter vñ jn den glauben Sc. Darn mb ſo felen die / die da bueff bei inen tragen / die (ür ſtechẽ vi hann en ſollen ſein / laß ſchen fein’ das die b:ieft krafft haben vnd Belffen dar für / ſo biſt dech du dte teuffels der ce bei im tra get / vnd duo glaubt. Du ſolt nüt laſſen ſpꝛechen fiber dich dan das Pater noſter / den glauben vnd ander criſtenlich geber / das magſt du bz vchen v fi die die Heilige habẽ gemacht / als die ſy ben zeit ſeind / vñ magſt auch bꝛauchẽ / dz gebet darzů aploß gegedẽ iſt / die berẽ. Du ſpuichſt / ſol ich nit der zeit warnemẽ vr der ſtat meine gebet tes / vfi der matery / der weiß vnd geberd vnd der sal d. Ich gib dir antwůrt / vnd hab es ai ch auff ein ſer ten geſetzt. Ds du lieber das Pater noſter betteft das get ſelber gemacht hat / vnd daz Aue Maria / das der engel er dacht hatt / dann ander gebet / iſt nit vnrccht. Das du lieder beteft knüwen den ſton / Gen dan ſytzen / iſt nit vnrecht. Das du lieber beizejt in einer gemein / da drey oder Der deiein nder ſeind / iſt nit vnrecht · e du lieber beteſt in der kirchen de n yn dein nem hauß / oder in einer wegſcheid / dz iff auch nit vnrecht. In dem Montag nach mitfaſten / Figur des Ewangeliums vnnd pꝛedigt der Doctoꝛ Reiſer ſperg Wie die alten wei⸗ ber ettwun das vih ſegnen TU "n HA" Hu EE 4 " "alf 1 T| , I : | 7 E 1 i Ti Y 1 ' A 4 | V. Sa i A * E " C * D T 7 A 4 H " 3 E = x 2 — Ze 1 e dk das ſegnen vff kummẽ z ? y, dy altẽ weiber etwa Fü vñ lico feqenérwá die mẽſchen auch. Ich uu da mit die frũmen alten er bern frauwen vngeſchmehet haben. Ich gib dir ein kůrtz antwurt / es hat ein gůtẽ anfang gehabt / aber es Gat ei boͤß end d. nummen. Als vil ding ſeind die in gůter meinung vnd in erberkeit hon angefangẽ vnd hon boͤß end genumen. Ich welt dir wol vil eeempel geben / aber fie würden rũ ten / ich wil es aber nit thũ / Nim aber nur die faſtnacht für dich / die hat ein gütẽ an fang gehabt / vnd iſt das darauß woꝛden Wie hat faſtnacht angefangen. Es ſeind am yynſtag vor der Eſchermitwoch gůtt fründ zeſamen gangẽ / vñ haben geſrꝛochẽ wolan wir werdẽ anfahen faſten / vñ kum men nit me zeſamẽ / wir wolle heut beiein ander eſſen vi dz iſt erberlich geweſenvñ Ift das darauß woꝛden / das fie vnſynnig ſeind vñ daz weſen treiben acht tag in die faſten hinein Es iſt zeuil / ey ſpꝛechẽ ſie / w ligt daran / co ligt vil daran. Waz ligt dar an wan man die deinen band vff ſchnei⸗ det mit dem meſſer an den reifen an einẽ faß mit wein / die kleinen bandt halten die reiff / die teiff haltẽ das ſaß. Wen má nun die band vff thůt / le fallen die reiff dauõ vnd gond die daugen voneinanð / vii ſto⸗ ſet der wein dem faß den boden auß. Dar umb fo ſchlechſt du ein kind vff die hand wan es an eim faß alfo ligt zebexen. Alſo ſolt man einem boͤſen anfang widerſtand thůn. P:incipiis obſta. Die menſchen vnd die thier ſegnen hat ein gůten anfang / aber ein boͤſen außgãg gewunnen. Es hat ſein anfang von dẽ heiligen Apoſteln / zů denẽ der Sette ſpꝛach In meinem namen werdenn euch die bor - ſagt der Von dem Geſpenſt L V ſtagſt wie iſt fen griſt vnderthenig fein. Er ſpꝛach au ch zů innen. (Si qud pecierit ) ¶ Iſt es ſach das ir etwas begeren in meinem nof men / ſo würt ce euch geben / vnd dz haben fie gethon. Wan eim ein tier kranck od ein gůt fründt ſyech ws fo berůfften De m / So bettetent ſie ob innen / vnnd huͤben ire hertzen / ſyñ / vnd gemüt ff zů got / vnd le geten ire hend auff die ſiechen vnd wurde geſunt / Daz haben diẽ apoſteln gethon / es haben es auch ire nachkummen gethon vnd iſt hindẽnoch alfo zů eim miß bꝛauch kummen / das boͤß leut / vnnd allermeiſt durch das freuwelich geſchlecht / dit Habe angefangen vich vnd leut ſegnen mit gů⸗ ten woꝛten vnd ſeltzam woꝛt datund er ge miſcht / vnnd anderer ding warnemen ale die weiß / der ſtat / der zal &« Sie bꝛauchẽ ſeltzame ding vnnd ſeltzame ſegen. Ee giengen Prey bꝛüder uber feld Da fpi cht ein lerer / das es noch nit vnrecht wer wann frumme eerenleut / als pꝛicſter oder doch / Leyen / Alſo ob den ſiechen bettetẽ / vnnd geſuntheit von got begerten / es wer dan ſach / dz andere da weten die ſemlichs auch darnach woiten thůn / vnd böß das vnder das gůt vermiſchten. Sant Joſepß was vff dy ſen tag / dem thet der Doctoꝛ auch ein et an / die ſelbig pꝛedig ſůch in des Keiſerſperg Peſtil oder in Ewangelien bücher Amber, 165. Am tag nach mitfaft octoꝛ wie man zauber nit nit zauber vertreiben ſol. geholt uie man Sch, cr nit niit | NS UA dan ein men(ctbin ſol / wan er ſiech ift vo zauber / ſel nit wid cti ii 1] S) ^ NS d n E " d vi die / (o tra en er/ er / | 'gt vn loß nit xt rd L jt n" | mE ; ME mm EN nach mitfaſten ſten ich oꝛdenung fin. Nun iſt das zů ei in der gemein gitet / wir müſſen auff die ſunderheit qon So wüß daz ſechß oð hben ſtück geoꝛdenet ſein d die man bꝛau / chen fol wider den zauber / zwey wil ich hü te ſagen. Penitentz / Sacramentliche ding geweihet / Saltz / Geweicht Rertzen / Pal men / Oſterfeuer / Heiltum. Ns iſt daz erſt os lg Geh du bꝛuchẽ ſolt / o du kranck N u} vii verzaubꝛet biſt / das iſt. “penitentia) Bußfertikeit. Du ſolt dich reinigen durch beichtt / rüw vnd genäg thůn / Bethen / Haſten / Wach en / Almüfen geben zc, Vnnd laß dich nit wundn / das ich dich weiſe zů der penitẽtz als zů der erſtẽ artznei / wa die ftinb ift ein wurtzel des ſiechtagens. Darumb wann du in ſündẽ biſt oder geſůndet haſt / ſo gi / bet zů dem dickern mal gott der herr dem böfen gtiſt gewalt dir durch die hexẽ fev lichen fib rage zů zefügen / wan kranckhei ten dick vnd vil kummẽ von finden wege Darnmb ſpꝛach der herre zů dem bei der ſchoffw§eſche / der. xxxvili. iar da gelegenn was. Sich das du nit mer ſündeſt / dz dir nit groͤſſers :eehandẽ gang Darumb fo ich ſpꝛich zereinigen / zereinigen ſich durch Pe nuẽtz / da weiß ich dich sa der wurtzel des ſrechtagens / wan die wurtzel vnd die vifa ch des ſiechtagens hinweg gethon würt / das dañ der ſiechtagen auch vff hoͤꝛ. Das hat der herr Iheſus ſelber gethen / die pꝛo pheten Babe es den iuden dick gethon. Dz geiſtlch recht dz thůt es auch.. g. i. Der bert hat die (Gro vos hinweg gethõ ee daz er den geſunt machet bé das perli geſchla⸗ gen het / den man mit lylachen für den her ren ließ. Zů dem ſpꝛach der herr Confide fili.) Sun hab ein gůt hoſſnũg / dei ſũ nd fein dir verzigen. Der herr tct als ein gů ter artzet / der zům erſten erſůcht ynnd er tant die wurtzel des ſechtagẽs. Ser was kranck vim feiner ſünde willen / darlb do treib der her vo: auß die find als die wur tzel des ſicchtagens. Der ſiech oder die / die (n Betten darbꝛacht / moͤchten wol kat ` oder gedenckẽ / wir hon in nit dar bꝛachtt / das du im die ſünd verzeiheſt / aber dz dn in geſunt machſt. Der herr wißt aber wa der bꝛeſt her kam. Darumb thet der herr wie ein bewerter artzt / der kumt D eim Së iſt an eim ſchenckel wee / ſo legt der artzt im kein blaſterlin vff das bein vfr den bꝛeſtẽ er gibt in pyllule / vnd purgiert in / wan er erkent das der bꝛeſt an dem bein vom ma gen herkumpt / darum̃ fo ſicht er zů ð wur tzlen des bꝛeſten. Aber dem wee iſt / méi cht auch ſpꝛechen / mir iſt an dem bꝛin wee vnd ir woͤllen mich purgieren / geben mit plaſter vff mein bein vnd pꝛeſtẽ. Alſo tct der herre Iheſus auch der tryb voꝛ die ſün de auß die ein wurtzel was des ſiechtagen alſo (elt du auch thůn / wã der bur auß de eiſſen kumft / ſo kan man in darnach Heil len / wan die weil der butz in dem eiſen iſt (o heilt er nir. Die pꝛophcten haben die in den alwegen gewy (en zů der penitentz / wã ſie leiden hetẽ / es ver Krieg / Ceiier / Ster ben / Peſtilentz. Dae geiſtlich recht weyßt dich auch zů tüw / zů weinen / vñ dich mit Feine trehen zeweſchen / wie dan ſtot. xxii. q. i. Scoti. Vnd das iſt das erſt / daz man brauche fol wið den zauber. Das and das man bꝛauchen fol wid zauberei / das ſeind die ſacramentlichẽ di ng als da ſeind wei waſſer / geweicht Liechter / Palmen / Freu ter. $65 fo wil ich dir von dem welwaſſer ſagen / vnd hab ce defert vff ein ſepten. Zu dem erſtẽ ſpꝛich ich dz der boͤß geiſt gewalt Ober ons hat ont der fünd willen / vmb det erb ſünd vii vm̃ ger ſũnd willen / die ein menſch ſelber tut nt \ | pt, Jt HN TU Dy LI D f | " 1 H 1 di | D. e 2 | e A LI + A 1 * * * D H 7 I] AU H * Lë e, L t , NE KC? A MOS " vnd nit allein hat er gwalt uͤber vns ap? chuͤberalles dz zů vnſerm leib gehoͤꝛt / als da ſeind vnſere cleider / eſſen vnnd trinck en hauß vnnd gemach &. Das co aber al fo ſei ſo nim zů eim zeichen. Wan man et was wil weihen vñ got dem herren wilzů ſchꝛemẽ fo treibt man zů b erſten den bó/ ($ fm geiſt daruõ / Als wan má wil ein kißch en weihẽ / das waſſer weihẽ / ein kind tauf fen / ſo beſchweret má ver den böfen geiff darus / datũb das ma dem kind thůt vor der kirchen / das ir heiſſen einſegnen / ee dz man es taufft / iſt nüt au ðs dañ das man de boͤſen geiſt da vᷣtreibt / Darumb fo ſolt man mer fleyß haben zů dem weihwaſſer edi man hat. In eũwern hůſern haben ir geweicht waſſer / ir ſpꝛechẽ weinwalfer/ es heiſſet git weinwaſſer / es heiſſet geweicht waſſer. Aber à den hüſern / da fein die gei weichte keſſelin erlecht / aber nit die weinke ſel / die erlechen nit. Vnd alſo ſol man den boͤſen geiſt von vns ſelber vertreiben / vñ von allem das vino zů gehoͤꝛt mit dem wa fer vertribẽ hat ſant Themas in quarto. zi dẽ andern ſpꝛich ich Das der boͤß geiſt vndſtot dich D beſche digen an deiner ſelẽ / an Peine leib / am gůt An deiner ſelen wil er dich ſchedigen / dar umb ſo ficht er dich an mit wilden gedan cken / mit wilden fantaſeyen / die ir t eiſſen anfechtungẽ / da mit er dich zů ſündẽ bꝛin⸗ ge / vñ wan er dich zů ſündẽ bꝛingt / ſo hat er dir ſchon den ſtrick an den halß enweif fen. Zů dem andern So wil er dir ſcha den zů fügen an dem leib mit kranckheitẽ das du dich verſündeſt in vngegult vnd muͤrmelſt wider got vnd got leſtereſt. Zů dem dritten / An deim gůt wil er di ch ſchedigẽ / dz erdtreich vnfruchtbar ma⸗ chen / das koꝛn vnd wein verderbẽ daz du dich dſündeſt. Itẽ an deinen kindẽ pꝛocu Von dem LI riert er vᷣſoꝛgt vn fruck tbarkelt / da wi fo man das geweitht wa ſſer bꝛauchẽ den teu fel vnd (cin geſpenſt zů vᷣtreiben. Du méi (teft ſpꝛechẽ / was bedarff es [o vil gefette den teuffel zů vᷣtreibẽ / das weiwaſſers vfi ande das man durzů bꝛaucht / get der her künte in doch wol vᷣtreiben / vnd in gantz su nüt machẽ mit eim ſtreich / wan er nur ein hand vff huͤb / ſo wer er abgethon. Es ff war / wã got alein fein mech tikeit bꝛuch en wolt dz wil er aber nit Er wil ſein weiß heit auch bꝛauchẽ in dem regierẽ / das alle ding oꝛdenlich ſollẽ zů gon. Got wil nit dz weiß bꝛot an den beumẽ wachße / er kündt es wol / er wil aber nit. Man fol bzor über kummen durch die rechte mittel Man ſol koꝛn ſeyen. ſchnelden / tre ſchen / malen / vn bachen / vnd darnach fell haben. Alſo hie auch wir follen fechten vnd ſtreitien. _ Zu dem dꝛittẽ ſpꝛich ich Das du das geweicht waſſer bꝛauchẽ ſolt wider alle die ding / die dir der boͤß geiſt zůfügt zů den dreien dingen an denen dich der bóf geiſt ſchediget. Er ſchediget dich an deiner ſeelen / daz er dich macht ſunden da wider bꝛauch veich waſſer / wan v eich⸗ wa [fet nimpt hin die ſünd. Ja verſtand teg ich ſünd / wan totſünd die bedütffen ei ner ſcherpffer artzney. Zü dem andern / So ſchedigt er dich an dem leib vnnd an gůt da wider ſolt du dein leib vnnd dein gůt auch die frucht beſpꝛengen mit weich: waſſer das haſt du durch drei weg. Zů dem erſten / Haſt du co am geſſtli⸗ chen rechten De cõſecracione diſ. iu. In dem alten geſatz da namen ſie eſchen von einem verbꝛãten kalb das geet ffert was⸗ vnd wurffen ce in waſſer / vnd beſpꝛengtẽ die menſchẽ mit / vnd wurden dereintet/ gar vil me das waſſer dz gemiſcht ift mit dem geweichtẽ ſaltz / nimpt ^ np hin. lil E 8 ie j t/ ü á E d » € / 1 * nach mitfaſten A dern anden / So haſt du es von he dass fols werff in das waſſer daz nat wert was / vnd ee ward düt, I dern dritten / So haſt du co in dem ſegen Über das weichwaſſer vnd uͤber dz ſaltz / vie das weichen fol alle geſpenſt wa hin 95 gewoꝛfen wůrt Se. Darũb ſolt man lügen das der ſegen recht gejcheiben wer. Es haben ettliche bücher (Adiurane) es Gciffez (Adiuratus +) Zu dem ſpꝛich ich Das die Sacrament / als wechwaſſer / vund der gleich / ſol ich ſie ſacrament nen nen / habẽt nit ir Era fft von ir auff ſetzun⸗ ge / als die gewaren ſacrament / aber nach andacht des der fie empfacht. Nym das eve Der tauff/fyrmung & Die Bas ben nicht yr wirckung von des wegẽ / der (te darreicht / oder der ſie empfahet / aber. (Eyopere operato.) Von des wegen ð das hat vff geſetzt / das fft von gottes we⸗ gen / der gibt genad / das ift aber im weiß 4 waſſer nit / das gibt nicht gnad von fein? er vf ſetzung / aber (Ex opere operantie) ven dee willen der das empfacht. Darũb das waſſer virckt nicht das du über dich beſpꝛengſt / aber die andacht vnd die mei⸗ rana die du haſt vnnd der glaub in dem du das waſſer nimmeſt. So wirckt es an ch nit allem in deinem glauben / da Eifer anch der glaub der ganzen criſtenheit vii der heiligen vetter die das geweicht waſ⸗ fer auff Saben geſetzt / das ift die meinung Petri de Palude.) zn dem fünfften ſpꝛich is / Das recht ift gethon / das die menſch⸗ en das weihwaſſer bꝛauchen vnd beſpꝛen⸗ gen ir hauß vnd hoff / yr cleider / ire ſreiß vnd tranck / kam̃ern vnd beth &. Daz ma geſt du darauß nemẽ / das der pꝛleſter yim koꝛ an dem ſontag / ſo er ann u gibt vo: der meß / ſo würfft er co zů dẽ erſt en vff den Frõaltar an die bild / an das (a cramẽt hauß vff dẽ letner / vñ an alle wẽd dz geſpenſt vfi den boͤßẽ geiſtzů vᷣireiben das ð pꝛieſter nit gehindert aerd daruon in feiner andacht / thůt ma dz in der kirch en / warũb wolteſt dañ du es nit moͤgẽ thũ in deinem hauß / dẽ teuffel 5 vertreiben. zu dem ſechßten ſpꝛich ich / Das má die leut nit fol darumb ſtra fen die da kranck fand / vnd ire bꝛeſten be⸗ ſpꝛengen mit dem weich waſſer fic ſelber vnnd die iren / yr fych / ſtal / vnd alle oꝛt im Bau / das magſt du wol thuͤnn / doch die weil kein vff ſatz da ift das du es nit mi, (cft thůn / ann dem moꝛgen vo: der Zongen auf gang / vnnd es můß eben des waſſers ſein / das der pꝛieſter in feinem keſſel hatt vnd kein anders / vnd dein hoffnung ſolt du nit in das waſſer ſetzen / aber in gotden herren / vnnd darnach in das waſſer als in da / uber das der nam gots des herren iſt angerüfft weiden. z dem ſybendẽ vnd ʒůu dem let ſten ſpꝛich ich / Das man die mem ſchen auch nit verachten fol die ed nit thũ Als wan ein menſch daz weihwaſſer ſo ho ch achtet darumb das der nam goted dar über angerüfft iſt / vnnd meint das frd - 1 e der / ſtal / wer ein ſchnoͤde ſtat / vnnd mann ſolt vmb der cec gets das weihwaſſer nit dahin werffen / vñ nit dem Centurlo ſpꝛe⸗ chr J ch bin nit wirdig das du dahin kum meſt / das wer nicht vntecht vnnd flfinde daruff das der menſch vmbe ſemliche e mt willenn als vil er würbe / als der / der da vil weihwaſſers hynundher wütffe Al fe haben ir das. | rt "d "t em | , * , Mer d | 4 D * ? m ` N a | A & ^ be * »* * E * ` ` . 2 - £- ; E "Rt RT. * Fs 3 ` CES Za CH T KR * 3 EUM — SS ei — — > f * 4 "n^ . A * Qo — IN N ei > * Aw ` A AT — - — » C ^ We? - ft ch LJ DIN a loe ai A *. ^" 3 * $ $ " " Md WM ^, ^s SAN ! dim," ^ ^ ^ ' ^ * . ^ Lol "^ A > e ^ ^. LU , * Vë ^ ' 18 dem In dem Mitwoch nachmittfaſt. — | "v. , E Ru ding ſeindt je quf gerichrer die die heili Ir kirch et wider die satiberey/ penitentz / das ëredte das geceicht faits, Das ift die kertzen die man an der liechtmeß weicht vnd bz cht / wan der ſegen fiber die kertzen der gat gerad darauff. Es ver lang zů erze enn wre der pꝛycſter Gott bittet / Das er die menſchen woͤll erleuchten die die kertzenn tragen . Darumb iſt es recht gethen⸗ das man kindtbetterin fel ſegnen mit den kertzen / wund fie vnd das gantz hauß bei leuchtet mit den kertzen vnnd ſo ſol mann hie ſtra ffen die hoffertigen die ſich beſcha⸗ a men kertzen zetra gen an der liechtmeß. Diſe ding ſeind alle techt ʒebꝛauchen / doch das man nüt falſches darunder ver miſche wie du zů deim nechſten hoꝛteſt. e , AMT ` Das fünft iſt die [2a me dye man an 9€ Palmtag u ey hen ge pt / denn ſol man anch bꝛauchenn wider denn boͤßen gey ſte Wann der ſegen darüber gat darauff. Item der pieſter bitter eu ch darynn was vno gott ſei / vnnd Ober? wyndunge geben woͤll wy der denn boͤßen geiſt / durch die Palmen, Wann die al; ten henden dae / warn einer uͤberwand / fo gab man im ein Dalmen eft in fen hand wan man in ynfürc Darumb fe fol man die palmen die gewricht fur eer ich ten / in den hůſern vf ſtecken / end in ericht DI * 7 D | — | Ch | ! 2 | e 7 77 N ». \ N AU ge 3 CR EN A "1 De MN S 2 — EA - d | 1 f 5 n 0 — * Nun Y TN Ss, 4e — — || e S > Lë = = SACHR , — K 22 = 'á — nzi & == L| — fe 5 7 — 7 E M / / — 3 d | 7 3 == 2 * : % E Gë JH ER / SEE = b É 2 iH nia Hd Es n = —— | Bp: A 772 Sch e ut Ss 3 2 »NT> 1 7 Hd E * 2 Wie [/ ES ER e d E BIS i * ** ==: A — — 4 ech — — — E 2 4 | gewel | EH — t £j KS das man fie bꝛent wan es wyttert oder ha geit vnd danneert. Darnach (eim blůmẽ oder kraut das man weihet an vnſer fra⸗ wentag der him̃elfart / an etlichen oꝛtẽ an ſant petere tag. Die blůmẽ mag man ge ben zeſſen fych vfi lente für fulen inwendig wan ð ſegẽ gat daruff / vñ iſt nit vnrecht / das du daz vñ anð geweicht ding bꝛuchſt fo die heilig kyrch die ding bꝛaucht. Wan die heilig kirch wijrt geregiert on mitel vo got dem heiligen geiſt / vnd der pꝛieſter ð weicht die ding alle in perſon der gantzen criſtenheit / vnd bittet auch in der perſon der criſtenheit tiber die menſchen vnd für fie die die ding bꝛuchẽ. Nun iſt es nit glau blich / das ſemlich gebet von got dem her; ren nit erhoͤꝛt werd vnd vmb ſunſt ſei. Du frageſt / Sol ich geweichte blůmen vnnd kraut dem fych geben zů geſuntheit Warũb gibt man nicht die binlinvon de Oſterlamb den hunden / das geſegnet ift/ man ſpꝛicht fie werden vnſynnig / oder fol mã ſie inen gebẽ / wan es lãg ſtot / ſo württ es vnluſtig. Ich wil vff der hund feiten ſein / vnd ſpꝛich das man ſie inen wol gebẽ mag / es ſchadet nüt / ſie trinckẽ dick gewei cht waſſer / vnd ſchadet in nüt. (Eſt di ferencia inter ſanctificationem et ſanctifi catum.) Es iſt ein vnderſcheid zwiſchen dem das der pꝛieſter weicht vnd geweich tes gibt was von des pꝛieſters handt em pfangen ert vnd heilig iſt / das fol man nit dẽ hundẽ gebẽ vñ den thieren aber dz and d er geweicht hat mag má wol thun zu dem ſechßten fo wei cht man auch das feuer an dem O ſterab⸗ ent / das iſt auch zebꝛauchen in dem heuſe ren wan der ſegen daruff gat. Aber der ſe gen der uͤber den Oſterſtock gat / ð hat ein andere meinung. darũb falten die / die ker tzen vß dem oſterſtock machen woltẽ vñ Mitwoch nach mitfaſten in (ten heuſern bꝛennen fiir geſpenſt / wan der ſegenn des oſterſtocks gat nit vff die ing er hat ein andere minung Zu dem ſybendẽ fo wei het man heiltum von den lieben hei gẽ vi tregt dz bei im für geſpenſt / es ſei gebein oder cleldung / oð was es dan iſt das iren leib angerürt hat / das eeren die menſchẽ vnd tragen es bel inen ʒů der eer gotes vi der lieben heiligen. Darumb wa das iſt / da flücht der teuffel / vñ bleibt nit da / wã er iſt ein feind der eren gots vnd dem heil der ſelen / darumb da die geſůcht werden / vnd er ſie nit kan hindern / da bleibt er nit er fleucht daruon. Darumb fo (ft es recht gethon / das man heiltum anrürt / ep bet im tregt / vnd geſuntheit von im ſuͤchet Al ſo ſeind vil geſunt woꝛdẽ die die greber ge ſuͤcht haben der lieben heiligen. Uym die exempel nacheinand / das dur ch heiltum vil zeichen geſchehen ſeind. Zů dem erſten / Die (raw im: Ewange lio die. xli. iar kranck von ir ſelbs geweſen waz / die gedacht rürteſtu nur an dẽ ſaum ann ſeim rock du würdeſt geſunt / das ge / ſchach. Nit das der rock ven im ſelber fo heiligwer / aber das er dem herren fan lelb berütt het / vnd was heiltum. Zů dẽ an dern fant Peter ð ſchickt (ein ſtab herauß da man in legt vff ſanctũ Maternum / da ward er wið lebẽdig / er waz heiltũ / vñ het in an gerürt vnd in feinen hendẽ getragẽ. Zů dem dꝛytten Von ſant Paulo leſen wir wie groſſe zeichen ſein geſchehen (Per ſemiclncia) durch die ſchütz / als dle zy mer leut ſchürtz voꝛ inen tragen. Mit dẽ ſchur tz den ſant Paulus trũg / wã er iſt ein Fé wercks man geweſen / ſein groſſe wunder verbꝛacht/lyß Actuum. xix. c. Zů dẽ fierde ſant Jacob mit dẽ muſchel d at d d N Pg 4 1. 1b H I» * Am ` HL TN | , Li] * „ e (Cé kel A e A * e a bu = 1 " H e E e , Y PF * OD P. A i | (8 "3 ger hat gaunt gemacht vñ die teuffel very mé mit einem wũſchtůch oder ſchweiß tůch / ls die legend. ſant Martin hat groſſe wund gethon mit dem das fein leib hat angerüͤrt. Zů dem ſechßten / Die heiden namẽ dẽ ſchleier von (ant Agatha / vnd lieffen ae gen dem feurenden berck / vnd beBüre die at voꝛ dem fener. Zů dem ſybenden Die epiſtel die der her de künig Abagaro ſchickt / ſeind vil geſunt worden, Zů dem achtend / In ſant Andꝛeas le⸗ gend leſen wir von einẽ alten man / der vn keuſch daz ewangelium im bůſem het / vñ die fraw ſahe ein gütliche liecht ob im / vñ des dings iſt vil. Darumb ſo iſt es nit vn recht gethon / wan es bꝛint / das man mit dem oe ament vmb das feat gat / got an tüffet vnd intret in den dingen Über, die ſein heiligen namẽ angerüfft / vñ die ding die die heiligen an inen getragẽ haben / Da ſiheſt wol wã einer ein groſſen Eer: ten lieb hat vñ im dienet / vnd er thůt em vil gůts / ſo eret er nit allein den herrẽ Ted ber / ex ever auch feine cleið. ſein diener / vn alles das dem herrẽ zů gehoͤꝛet / ya des her ren hund / du thüͤſt des herren hund mee eren an / dañ einem andern hund. Alſo iſt es mit got auch vnd femen lieben heilgen vnd mit irem heiltum / was die heilgẽ an gerürt habẽ / oder von irem leib iſt / ſollen wie glaubẽ dz got vns durch die ſelbẽ dig me ʒehilff kum / dã on die ding Darũb (o ſiheſt du das manich ding das von im fel ber / võ ſeiner natur ein ding nit vermag wan es (n des heiligen ert geweicht wũrt / oder fein heiltum berürt / ſo hilfft ee. M xm das Exempel. Item bꝛatch das waſſer fancti Antho ny ſür das feuer an einem glid / vnd Bilffe Das waſſer hat das vonn im ſelber nit abet das man fant Anthonius heilthũ yn Zů dem fünfftẽ Von dem Geſpenſt das waffer Gat geſtoſſen. Item (ant Gundbꝛecht waſſer bauch en die / die von wütendẽ hundẽ gebiſſe fei Item ſant Peters waſſer trinckt man wider das kalt. Item ſant Agatha bꝛot wider feuer. Itẽ wan eim im halß wee iſt / fo bínt er vmb fein halß ep kelemein geweicht liecht in der eer ſancti Blaſy. Itẽ fant Valẽtin waſſer ift gůt für de fallẽden ſiechtagẽ. Alſo nag mà die ding wol thůn vnnd bꝛauchen auß einem gůtẽ criſtenlichen glauben zů dem lob gots / do ch dz der vff ſatz keiner da ſeie wie voꝛma les du zům nechſten hoꝛteſt. Im Dunrſtag nach mit faſtẽ Da pꝛediget er wie es kumpt daz / dz weih waſſer zů scire nit hilfft wis zaubꝛey. FR haben von dem weihwaſſer end von andn dingẽ vo ßuckun / die wir bp? chen wider den sauber vnd wid den böfen geiſt. Nun kũpt es vil vñ dick / dz má fie dꝛaucht vii helffen. Wã wen ein beſeßner mẽſch ſchõ mit weihwaſſet beſpeẽgt vütt fo weicht ð tüffel dẽnocht nit / warũ iftos Zu dem erſtẽ ſpꝛich ich C5; die heilige kirch zwei ding bꝛucht wid den boͤſen geiſt / Das erſt iſt / facramenta das ander ſeind Sacramentalia. Sacra menta/als da ift der Cauff / die itmung⸗ daz heilig ſacrament des altare / bricht Cé Die bꝛucht die hei ig criſtẽbeit / als die gro fen wagen vnd gewer wıd den boͤßẽ geiſt Die andn ding als die cleinen gewer / on heiſſen ſacrament liche ding deren ſein vil als da fein pꝛieſter ſalben / künig ſalbẽ / ept weihen / Biſchof weihen / Ein cloſter frau en ſegnt᷑ / Ceider weißen Rye weißen, * van die el vit ein en che vñ (t, wa eil 1 Jit ei d C E altar weißer vnd deren gleichen. un iſt vnderſcheid vnder den ſacrament vnd vnder den ſacramentlichen dingen / der Bapſt mag die ſyben ſacramẽt nit ab thũ noch keins vnder inen / wan fie võ goil oc herren vff geſatzt ſein / vnnd nit von men ſcheh. Aber die ſacramenilichen ding die mag er nach laſſen / vñ darin diſpenſyern als da ift ein biſchoff / der ſoſ kirchen vnd altar weihen / er möcht wol nachlaſſen / dz ein ſchlechter pꝛieſter auch weihete. zi dem andern ſpe ich ich / Daz die ſacrament ole egen daruinb das fte vff geſetzt ſeind / wan gert in alwe⸗ gen bei ſtot als denn zeichen die er geſetzt vnd inen verſpꝛochen hat bei zeſten / wan drei ding ſeiud da xegen wertig. Miniſter idone Ein geſchickter diener Recta incontio Ein recht meinung Et quod non ponit obicem Rein ry gel ſtoſſen ſich ſelbs nit hindere. ef" A dem erſten fo frageſt du was da fe ein ge „ cſchickter diener des ſacra⸗ SEL 1 mente. Da wil ich dir (ade "ym dae evempel, Dae Sarcamentt des tauffec / das ſol niemans darreichen wan ein pꝛieſter da iſt / iſt kein pꝛieſter da vii ein ma. Wen ich hab es geleſen / ſo fol es kein fraw dar re chẽ / ſunſt (o mögen es die frawen geben. Aber ein rechter diener des ſacramẽts vii taufe iſt ein mẽſch des gleichen im ſacramẽt der penitentz iſt der recht diener ein pꝛieſter der dich abfolnie + ret von deinen ſünden. Wa du ſchon eim lex en beichteſt / ſo mag er dich nit abſoluie ten von den ſünden wan er iſt nit der re⸗ cht diener. ZU dẽ andern was iſt ein dem Dunrſtag nach rechte meinung. Wann man dich taufft Haſt du vernunft / ſo fol das dein meinũg fein das du woͤlleſt von deinen ſünden er lófet werden / von erbſündẽ In der beicht ift daz dein meinũg. dz du von eint cige nen ſünden woͤlleſt abſoliiert werden, Si dem dritten / So ſolr du dich ſelbs nit wen (Nen ponere obicem) kein laden beſchlieſſen / daz gotes gnad nit zů dir ep moͤge gen. Nimſt du daz facras ments des tauffs das du es nemeſt / dar umb es von got vff geſetzt iſt / vnd nit an genumlich ( Ficte Das ſacrament der pe. nitentz empfaheſt vñ ein fürſatz habſt nit me ʒů finden Dictum Scoti hic omiffus eft) Vnd alfo wan die drũ da ſeind / Ein rechter diener / Ein rechte meinung / vnnd einer ſich ſelber nit hindert / vnd ein rygel zwiſchen im vnd got ſtoſſet / So habẽ die ſacramen alwegen krafft / vnd got ſtot in nen alwegen bei en felen vmbe des pacts willen den er mit inen geſetzt hat. Zu dem dꝛitẽ ſpꝛich ich Sas Sacramentalia) die andern gen ei chten ding von denen du gehoͤꝛet haſt. Als da (ft weich waſſer / Salt / Palmen nicht alweg n krafft haben / wan Get Eco nen pact mit inen gemacht hat / vnd das ſie nit alwegen helffen / da iſt etwann der ſchůldig an / der De gemacht hat / etwann der / der fie dar reicht. darumb fe kumt es dick das einer (o! ein teuffel beſchwerẽ / vñ fol ein teuffel auß weren / der ſelb hat me teuffel bei im dan der den er beſchwert. Wie kan nun ein teuffel den andern a uß treiben vnd auß u erffen. Zu dem fyroé ſpꝛich ich Dʒ ſemlicke ſacramẽtliche ding etwa Era t haben vñ helffen vß der barinhertzikeit gotes / vnd auß Feine verdienen Feine me 1 * Ji E ny 1 i IN di * /' Lg (hi 4. Op . D at A 4 | T "ME or , * LI A i Mi 17 di A TA i E ** r " H ki g. 1 | H H I e * | 3 H p ! * 11 e E. Kén. ^ ax 4 4 e ER be 4 i A | E = J ſchen / allein von den gnaden dote, Zů dẽ andern / So kumt es erwan ven den gna⸗ den gots zů eim teil. Zům anðn von der ſchikung / vnd von dem verdienft das der die ſelben ding besucht, Zů dem driten / So kumpt ſemlich hilff her etwa von ver dienen das ð die ding geweicht hat zů dẽ andn teil von dem verdienẽ etlicher heili gen / die der ſelbig geert hat. Zů dem fler den / So kumpt ſemlich hilff etwã von dẽ verdienẽ des / der das ſelbig geweicht hat. Zů dem fünfftẽ / So kumt es etwan der von glauben vnnd vonn dem verdienſt der gantzen criſtenhelt. zu dem fünftẽ ſpꝛich ich Das ſemlich ſacramẽtlich ding nit helffẽ vñ nit ir wirckung ha ben / darumb dz dz ſelbig nit not ift ( Iſte effect non eft nes ceſſariꝰ / nó viilie/nó dignꝰ. Daz werck iſt nit not / es iſt nit nützlich vnd er iſt ſein nit wirdig / dem das gůt ſolt widerfaren. Zů dem erſten / So iſt es nit not / das das werck geſchehe / den glaube zů befrerí gen va der glaub ient genůſam beſtetigt iſt vñ nicht wun ðwerck bedarff / als ein meyeron / die weil er nw geſetzt iſt / ſo be⸗ darff er das man in beſpꝛeng mit wafer bif er gewurtzelt / wan er gewurtzelr / ſo be darf er ſein nit me. Alſo da der glaub new waz vnd erſt gepflantzt / da was nott das in got beſpꝛengt mit wundzeichen. Jetz fo er erſtarckt iſt / ſo bedarff er fei nit me. Au ch fo folle wir im glaube vᷣdienẽ vnd dar⸗ umb fo iſt vnſer vᷣdienen gar vil groͤſſer / weð wan wir zeichen vri wund werck ſehẽ. Zů dem andern / So iſt das werck den nit nützlich dem es ſolt wiðfaren / dir felrt zů armůt / kranckheit / ſchand / was es dan ift, Der teuffel Fazer dich vnd ficht dich an / vnd das iſt nutz vñ gůt / vñ verdienſt ln den dingẽ / vñ got hat dir dz zů gefügt / € Von dem Geſpenſt Lum er wels watüb er der geiß den ſchwãtz nit hat laſſen wachßẽ. Criſoſtimus ſchꝛeibt ei (on Epiſtel zů eim münch den der teuf⸗ fel fatzet vnd troͤſt in / vnnd lert in gedult / vnd ſagiſim das er darin verdient. Zů dem dritten / So ift der dẽ das gůt werck widfarẽ ſelt / ſeind nit wirdig. Wã waxrüͤb er hat nit ein rechtẽ glaubẽ vñ hat got nit lieb / vnd hat dein fleiß zů goͤtlichẽ geboten iſt vnbarmhettzig. Wie kan nun got den erhoͤꝛẽ / ſo er i im ſchꝛeyt / der (eun oꝛen beſchloſſen vnd gots gebet nit hoͤꝛen wil / vñ fo arme leut ſchꝛeyen zů im / ſo hoͤꝛt er ſie nit Wã er nun zů got ſchꝛeyet / (o bes ſchleußt got fein oꝛen op hoͤꝛt in auch nite n dem ſechßtẽ vñ zum ſybendẽ ſpꝛich ich daz auß den dingẽ allen folle wir leſen / das di zauberer cn hexen was fie bꝛauchẽ / das fie allewegẽ vᷣmiſchẽ das boͤß vñ daz gůt vndeinanð. Aber dy frumẽ menſchẽ dy bꝛauchẽ nit dan dz gůt iſt / vñ das zu der cer gots gehoͤꝛt. Zů dem andern ler / das die ſacrament alwegen ir wirckung haben / aber die ſacra mentliche ding nit alwegen. Zů dẽ dritẽ (olet hie das die ſacramẽt oder execramẽt des teufflo nit allewegen fürſich gon vnd dick felen. Wan warüb die zeichẽ vnd die ſacramentliche ding got des herren felen etwan als du gehoͤꝛt haſt / das es nit note iſt / das das werck für fi gang. Zum andern. So wer es den (doen nit nütz vi gůt. Vnd zů 9c drutẽ / So ift der ſelb des nit wirdig warũb ſoltẽ den aleweg des tí fele zeichẽ fürſſich gon. Zů 9€ fierd en fo ler hie daz die felen die ir ding ſetzẽ vff ein nit felen f^ fie den heiligen dienen. Als einer ð dienet ſant Barbara / faſtẽ iren abent / vñ meint es fel im nit / 95 er ſterb vngebeich⸗ tet vñ on das ſacramẽt. Wiltu dein ding ſetzen vff tin / nicht fal ſo felſt du erſt & ufft (ia ex⸗ icht ige df AIV nit Foi ati an re; hit * in d tel ie j Ree oz Keyferfpere/ dat die Hexen nuch ar einem Axthelm meicken. cd | | | T Unwolandufta E DASS Get / Was fol ich daruff hal „ verſeihen vnd inen die milch nemen das fie nicht mer milch geben ^vi künnen ſie milch auß einer alen oder auß einer Axthelmen melcken. Ich ſpꝛich ia / durch hüff des teuffele / ſo kůnnen ſie es wol / wie gat das zů / das iſt ein gewiſſe re gel in der matery / das der teuffel kan ein ding von einem cet an das ander tragen das leiplich iſt ( Per motum locaremus.) Durch die angeſchoͤpfftẽ ſtercke die er hat von got dem alemechtigen. Da her kum met es das ein böfer geiſt kan einen groſ⸗ (cn felſen ertragẽ als ein foͤgelin. Ein an derer boͤſer geiſt der mag einen berg vmb ſtoſſen / vnd alſo vermag einer mer dann der ander / wan einer ſlercker iſt dan ð an Iten / nẽt die hexen die kü ge e der / ein ding von einem est bewegẽ 55 dẽ andern. Da her kum met es / wan ep hey vff ein g. bel fist vnd ſalbet die ſelbig vii ſpucht die won die fie ſpꝛechẽ ſol / ſo fes Te dan da hin wahin ſie numen wil / daz hat die gabel nit von ir ſelber. Die (alb thůt es auch nit ſunſt wann ſie ein gũtterlin ſal bete / das (elo für auh daruon / darũb fo thůt es der teuffel / der fürt ſie vff der gab len hinweg / wan er ſein ſaeramẽt vfi fein zeichen ſicht von der hevin. Alſo iſt es mit dẽ kuͤen auch / die milch iſt ein ſeiplich ding / vnd wie geſagt iſt / So mag der ten fel ein ieglich leiplich ding / wan es im got verhengt / tragẽ von einem ert an das an der. Alſo der milch in einer kuͤ/thůt er au ch alſo / die mag er anf ir nemẽ / auß (rem leib ziehen / vnd an ander oꝛt tragen / wan er das zeichen ſichtt der Hexen vnd wan e — ® Silke LE yt f | i E | " Á Be" CH — — * — 22 = ITE ^ E 2 E "m — UT + 7 dnt 2 = D'A = "Mi / 1" — — / | EN 1222 Aer EN. NE " ` -— — — | | | A FM = IN 12 74 ER |y KI € EN STU. SS P/E : = € — at P H — E— 7 = T | | — N RS = = VN PE SSSI Il SB A At a D? n) "A* = E — " 8 AC eh, EZ EE Zeen M M | , | | "e Gë j Si P E- ES. ; KH * M H i , e d kan ð tenffel in kurtzer zeit milch dar bꝛin gen / vnd (te yngieſen in ir geſchir / vñ ſicht man in nit / vñ ſo wenet dy hexin / ſie lauff auß der ſaul / oder auß dem axthelm. Der teuffel kan die feuchtikeiten off ste hen in einem menſchen durch ein menſchẽ gon / als der ſonnen glantz durch ein fenſt⸗ er gat / einem mẽſchen (ein zung Bebé, Als wir in dẽ ewãgelio habẽ / vñ dir eng uͤber das hertz machẽ / ſagẽ die lerer / dz der bof geiſt durch fein kũſt auch kůne / er kan bür ſten oð har durch die ſchweißloͤchlin / oder durch die herlin eine in ein ſchẽckel ſtoſſen alſo ſubtil ift er / oð har ep bürſtẽ dari bet gen vri darein legẽ / wanmã eine den ſchẽ⸗ ckel off tůt / dz man went dz har ep bürſt en fein, darin gewach ſen. Er kan auch die lebendigẽ geiſt / ich kan nit geſchickter darus reden / oð die feuchtikeit hinderſich halte / wañ einer zů einer frawẽ Dirt dz er kein man iſt. Scotus ſpꝛicht / das ein hex ein nadel krüm̃et / die well die alfo krũ fei alſo lang moͤge der keiner frawẽ / das iſt ein zeichẽ der hexĩ / die weil 9 reuffel dz set che ſehe / ſo macht er fei gefert / dz einer Fei man iſt £z, Der böß geiſt hat me gewalts Es ftot von im geſchꝛibẽ ( Nõ eſt ptãs fu per terrã. Es iſt kein gewalt vff erdẽ ð ſeinẽ gewalt moͤg gleichẽ. Es iſt aber eins er ſtercker dañ der anð / wie es geſagt (ft als vnð den mannẽ / der ein mag ein cent⸗ ner tragẽ / der and mag zwẽ centner trage Alſo ein boͤſer geiſt der mag die kron von dem thurn hinweg tragẽ / ð and moͤcht de thurn em ſtoſſen / wañ ce im got geſtatet Die ander frag Mã ein nem ein ků alſo vᷣſigt / vnd vm̃ die milch kũpt / mag man nit o£ (y he zůhilff kum̃en od wa mit wer im zehilff zekummẽ. Ich gib antwurt / das ein ding daz vil vꝛſachẽ Von oem Meywaſſer LV die heyin wentt / ſie melck ein axthelm / ſo hat vñ von vll ſachẽ herklpt daz kan man mit einer artzney nicht hellen das ein ků er ſeigt vnd vm̃ die milch kum̃et / das mag natürlich geſchehẽ. Zů dem andn / So geſchicht es wan fie mit kelbern gon / fo et! feigen fie. Zů dẽ drittẽ/ſo mag es kum men / das fie etwã kreuter effen dz die Preis ter die art habẽ / das ſie milch vertreibenn dẽ mag man mit natürlichẽ dingen zehllf kummẽ / warũb nit. Zů ec fierden / So werden fie auch etwan vᷣzaubꝛet / daz ð ten fel die milch hinweg tregt / wa man da dẽ zaubꝛer on zauber moͤcht vertreiben / vnd man ſich hůt vos den punctẽ / die ich zů de nechſten erzalt hab / das wer recht /darũb iſt erfaren vnd iſt funden woꝛden / das ein fram erber mẽſch ift gangẽ ʒů einer ſemli⸗ chen ků / dy vᷣſigẽ waz / vñ hat gebetet gett pater noſter vnd WI aue Maria / vn dz zeychen des creutzes tibet ſie gemacht vnd iſt ir die milch wider kummen. Die frag iſt dunret vnd man beſoꝛgr de hagel £c, So mag man dz wetter ſegnen. Da ſpꝛich ich ya / wan warũd / der teuffel macht fein ge fert da obnen herab vff dz erdtreich / dar⸗ umb ſo moͤgẽ wir es vᷣtreibẽ mit goͤtlichẽ gewalt vñ goͤtlichẽ dingẽ. es hat ein deco vß ð geſchufft / das ð tüffel wetter macht in dem Job / da macht der teuffel das feit er herab gon / vii verbꝛent dem Job zehẽ kind ſyben Din op drei tochter. Er macht ein wind / der warff im dz hauß vm̃. Es wũrt darauß genumẽ das man wið das wetter leutet / dz man mit dẽ leutẽ die bo) ſen geiſt vᷣtreibt / ſo fie hoͤꝛẽ die trum etẽ go tes die glockẽ · Wan im altẽ geſatz / da Gong chtẽ ſie trum̃etẽ als wir ietz glockẽ bꝛuchen tem man lenter das man die welt ce/ mant / das ſie ſollẽ betẽ vñ got — 95 | € t ^ — rach (dno vnſtre gexer wider den böfen geiſt. Es witt auch daruß genumẽ dz man (n Clita ep dobnẽ im land auch / da gat man cc werrer entgegẽ mit dẽ ſacramẽt. In ſchwaben da můß der pꝛieſter für daz doꝛff hmuß gen / vnd muß das ewangeliũ Johqnis in dẽ anfang was das woꝛtt &. Wꝛder das wetter ſpꝛechẽ vnd das weter beſchweren. Der keiſer auch im keiſerlichẽ rechten lobt die / die ſemliche wetterm rin ſtraffen vnd abthũn / vnd feind groß lobwirdig ( Cinerũ quod io. p. iyiy. Sontag nach mitfaft pe diget der Horte Võ des teuffels gewalt geftere gehoͤꝛt mãcher lei von her [a en vn auß denen dingen nim ich die ding die geſa get ſeind. Jů dem erſten / Das der teu fel fo ſtarck iſt / das et berg bewegt / vñ do ch einer ſtercker iſt dan ð anð / wã was ſie f :bé vo ir art vñ natur vñ kunſt / das ha ben ſie tzit verloꝛt / vñ ift kein gewalt auff erdtreich der ſeinẽ gewalt gleicchen mée, Du dem andn / So nim ich daruß daz der teuffel kan milch vo einer ků nemẽ ep fie anð ßwa hintragẽ / vñ wá die hexẽ we; nen / ſe melckẽ ein ſůl oder ein axthelm ſo ſchẽckt ð tůfel vnſichtbarlich die milch in = dem dritten nim ich darauß das ð téfel utc? dich kan gon / vñ dich fiae macken / als die wöͤꝛine vfi hitz durch dich gat / wan du bei einem offen ſtoſt. — tf dem fferden / ſo nim darauß / daz ð teufel der kan har vñ bͤͤrſten in ein bein ſtoſſen / das Zu es nit empfindeſt. Zů. v. /ſo nim daruß dz er kã dir augẽ vñ hinðn / dz fie nit gebucht werde ei. vi. So kan er die lebendigen geiſt bind: / ym latein gat eo hin ( Srũs vita les) Die ein man machẽ vngeſchi ctt wá er zů einer frawẽ kumpt / dz er kein mal. Zů dem ſy benden / Vnd da hab ich es gelaſſen / So kan der teuffel / Schnee / Re gen / vnd Wind / Hagel / vnnd Sun machen / wan er die feuch ꝛikeiten sammen bꝛingen kan in einer kurtzen zelt / wann er die zeichen ſicht der hexen. Darũb die he ven künnen ein hagel machen in einer ftu ben / Es müf aber alwegẽ waſſer da fein (Opoꝛtet habere mateeia ſubiectam.) Der teuffel kan auch nũwe ſpeiß bring? vnd nit zů feiner zelt. Jetz fo Cnr er kyrß en bꝛingen / er macht (ie aber nit. Er weiß aber wa ſte inn landen zeitig ſeind / als da die warmen land ſeind / da kan er fle har bꝛingen / alſo zů reden in eim augenblick. Er kau auch gebꝛaten Hüner / Capuni vnnd ſeltzame ſpeiß herbꝛingen / wann er weiß wa fie gekocht ſeind vnd bereit. Dat umb die mit den ſachen vmb gend / die la den geff vnnd grriffen nur zů dem fenſter auß vñſindẽ was fie woͤlen. Ein fragen auch der ten P 1 fel eins menſchen leib an fü ch nemẽ vnnd im ſelber e Leien, Ich antwurt kur tzlich vnnd ſptich ya / Aber der feib leib cé HO nimet / der lebt nit / wan der ten / fel würd dem (eben leib nit 56 gefügt als ein fem (Sicut forms fco ficut motor) Oder als ein feel aber als ein beweger. Darumb der teuffel kan den leib wol be wegen / aber nit in der foꝛmierung als die ſeel in irem leibe vnd lebendig machen. esi dem andern / So kann der teuffell nit leiblyche werck oder werck des lebens wircken in dem leib wen der leib nit lebtt Zů dem dritten / So kan der ſelb leib nit eſſẽ noch trinkẽ / er kq es wol zerſchnelde dy ſpeiß zerbeiſſẽ / vñ mit dẽ sene ktiwẽ / ab hin ſchlůkẽ / aber die ſpeiß vᷣſchwit da / vñ wire nüt vᷣert in dẽ ſelbẽ leib. Zum. ili. 4 , E Ld d A7) ls tas ASA 4 "at AR | ;' P ii A * Ji na " 8 IL Mii Lë Y ATTE Nui TTD » WT d ^W 40 Mt ’ n ud | | | 2 j K — J B ! E CA La E: 1 b % p" d TM M — i - ' K E — ET H . H % H „ T. 3 ^ M A , p SS "NS / LEGS E - — ie 22 3 E: , CN j pempfint ð ſelb leib nit. Zũ. v. ſo gebirt e nüt / er iſt vnberhaftig. Zũ. vi. fo ret er du die vñ wert wol / wað tüfel tan wol ſemliche woꝛt foꝛmierẽ vii machẽ durch den leib aber es ſeind nit natürliche woꝛt. Off das ſyebend / ſo kan er / hend ot füß / augen / vnd naſen / vnd alle glider be wegen / vnd geſicht vnd gehoͤꝛt nit. Du frageſt zů dem andern. der teufel in angenumne leib geber er nit / da wid iſt dz gemei woꝛt / ſo ma ſpꝛicht / dz die had mit bé boͤſen zeſchaffen. Daz wil ich 9t kurtz ſagẽ / es iſt nit hübſch / lag vff dẽ dingẽ (fo. Ich wil nit dar widſei dz dy boͤſen mit dẽ hexen vfi mit anðn zeſcha fen habẽ / wã die bücher ſancti Auguſtini vn Iſidoꝛi ſeind des fol ( De ſuccubls et incubis 2c.) Er gebirt aber nit durch den angenumnẽ leib. Alſo thůt er im. Er kan ſich wie du gehoͤꝛt haſt) in eins mans de ſtalt vᷣwandlẽ / vfi mit einer frawẽ vm̃gõ wie ein mã / vñ kã võ eim anðn mã dy na tur nemẽ. Als etwan eim traumt vnfletig ding vñ darnach gat dz darnach pflegt ze gon / die natur kan ð teuffel in ir krafft bei haltẽ vñ den ſomen das er nit verſchwjnd vñ durch fein liſt an daz ot der frawẽ bꝛin 0: kind da würt · Aber ð tũfel iſt nit des ſelbẽ kinds vater / aber ð mã des ſomẽ ð teufel genũmẽ hat vñ dahin getragẽ des geichẽ kã der teuffel ein frawẽ geſtalt op? ſichnemẽ ep si eim má thũ in aller gſicht vñ geſtalt daz alle ding vᷣgon / als ſo fraw vn mã beieinanð ſeind / dz heiſſen (ſuccu⸗ bi). Der tüffel kã auch eim zůſagẽ / er wöl inzů einer frawẽ bꝛingẽ / vñ er £s ſich in ir geſtalt vᷣwandlẽ / v wã du wéffou ligſt by ð ſelbẽ frawẽ / ſo ligſtu bei de tüffel Hai mo ſuꝑ apoca.) Der ſpꝛicht daz ð lufft als folböſer geit iſt/ ld in de ſumer ind ſonne Von LVI ſcheĩ foller ſtoͤblin vñ geniſch ift. Johãnes Veid ſpꝛicht / wan du tiber feld gaſt / fo fir heſtu ^ groſſen 75 vnd einanð ſtiebẽ.alſo ſtiebẽ die boͤßẽ geiſt au ch durcheĩanð Du fragſt zů dẽ. li. Wie kã aber ð tüfel dz ʒů wege bꝛingẽ / dz er ein me ſchẽ alſo blẽdet dz er nit fie vn erkẽt. Sz wil ich dir kurtzlich ſagẽ / als vil dir not iſt ilt du abergrürlich ſehẽ/ſo ſich Gabꝛielẽ in ſentẽciis der macht dꝛel vꝛſachẽ ich hab ſyben daruß gemacht (Et eft caufa ratõis Obiecti oſtenſi Medioꝛum vel medii. Es laßt fio nit Specierũ obiectinoꝛũ wol tüſchen on Diuerſarum ſpecierũ vil rede Occuloꝛum i dem erſten ſo bꝛingt er es zů wegẽ mit dem gegẽwurff daz du [f heſt laß fein das ein ků da vor dir ſtand / vf du ſiheſt ſie / ſo Ea er dir ein ſchein ma? en voꝛ / dz du weneſt es fel kein ků / co fei ci roß / wã dy bild kaͤ er dir voꝛ machẽ / dz du weneſt es fc eins / ſo es ein andere iff, dem anderen fo kan er das / das du yetz ſiheſt / laß die ků ſein / vii (fet vor dit / ſo kan er fie decke / dz du fie jetz nit mer ſiheſt. Lu dem dꝛittẽ vmb des mitels will. ſultu etwas ſehen fo muß ein mittel fein zwiſchẽ de 95 du ſiheſt vñ dem aug (Quia ſenſibile poſitũ fap ſenſum re fit ſenſatio) Wen ich die hend leg off mei aug / ſo geſihe ich die hend nit. Wa ich die augẽ vf die ků lege /o geſihe ich die ků nit es můß ein mittel da ſein / vnnd nach dem als das inittel geſchickt iſt / nach dem ge! ſiheſt du / Nym dz exempel von eine pfal oð von eine ſteckẽ in ciné waſſer / wã du ft heſt / ſo weneſt du er fei gebꝛochẽ / vñ ift do ch nit gebꝛochẽ. Wan warũb du ſiheft den pffal durch zwey ä den luft if iſt. h ich es / Re unten mma n er die he; er (fu a ſein .) 1 Ange baft | kyrß weiß | o da bor? lich, und T. SCT: d" i u j € P. vñ durch dz waſſer / vñ das waſſer iſt ein dicker element dan der lufft. Alſo die zwei mirc! bettiegen dein geſicht / 95 du weneſt der ſteck ſei gebꝛochen / ſo er gantz iſt. Alſo kan der teuffel auch wol ein mittel machẽ das ein ding andere ſcheint dan es an ym feber iſt / ſo die natur das kan. vm der ( Spẽs coꝛpoꝛales) willẽ Wã einer wil etwas ſehẽ / ſo mũſſen vo ec ſelbẽ ding (3s er ſehẽ wil) ſtreimẽ gon bif in fein aug (uff geſehe er nüt. Wã du ein ků wilt ſehen fo müſſen glãtz oð ſtreimẽ von ð ků in dei aug gõ. Wã nit ſtrymẽ von euch zů meinẽ augẽ giengẽ / ſo geſehe icheuwer keins. Alſo die ſelbẽ ſtreymẽ / die kan ð tüfel verwãdlẽ vñ andere ſtreimẽ machẽ gũ in dein augẽ ale von einem roß / da mit du weneſt du je heſt eins / ſo ſichſt du ein anders. Zu dẽ fünften ſo kan er es durch vnðtrukũg ðgewarẽ glaͤtzẽ vii ſtrei me des gegẽwurfs Der gegẽwürtig ift vii zeigũg anderer (ren / die er hefftet in den lufft / dz wil má aber nit gern nachlaſſen / vn die ſelbẽ ſtreimẽ gon biß zů dẽ ang / vñ alſo das das aug eins ſicht für daz ander. Zu dem. VI. fo kan er dʒ eug berriegẽ /feũchtikeit on ande in de au ge machẽ / dz einer wenet dz nit iſt. Als wa einer ein dele ſpiegelvff die naßẽ ſetzt / waz er ſicht dz vꝛteilet er gel / wẽ er ein weiſſen ſch eier ſicht / ſo wenet er / er ſei gel / ſo er we y iſt / dz iſt nit des ſchlelers balb aber des augẽſt iegele halb durch oc du ſiheſt. Alſo kumpt es dz du dick ſpꝛichſt / lch weiß nit wie es kũpt mir iſt gruͤn on gel voꝛ dẽ au ct. Ee ift nit ves t€ augẽ / es ift in dẽ angẽ Alſo kã es natfirlich fein dz du wenſt etwã eins / vñ ift ein anðe. ‚im dz exempel leg zu ẽ finger uͤbereĩc nð / dẽ mitelſtẽ über dẽ zeuger / vñ nim eĩ bon vñ walg fie vns 9e Von Geſpen beide fingerẽ (o wenſtu es ſein zwo deni ſo es nut eine iſt / vñ du weiſt dz e» nur ein iſt vñ empfindeſt aber zwo bonẽ / daruß haſt du auch dz ein vndſcheid ift zwiſchẽ ð va ſtentniß vñ ð empfintniẽ / du weiſt vñ éi ſtoſt dz nur ein bon iſt / vñ empfindeſt ab er zwo. Alſo kã ð tüffel auch machẽ / dz du betrogẽ biſt Seier gſicht ep enpfinechelt. Tu dẽ. VII. ſo ka er die bil dung in dir bewegẽ / dz du eins für V5 and wẽſt. Wã du ein ftawe ſichſt die iſt dir an mũtig/ſo laßt fie ein bild ĩ dir / wa du ſchõ ſchlaffen daft vnd nit an De gedenkſt / no ch fo ſteckt dz bud in dir Oder du ſiheſt ein hüb ſchẽ mã / vñ deßgleichẽ. Wã du nun entſchlafen biſt oð doch wacheſt / ſo kan er dich befürnere mit ð feibe frawẽ oð mit di ſelbẽ man / er kan dz felb bild in? fantaſey bewegt / dz du falleſt in böße gelüſt / vñ vn rüwig wurſt. Deßgleichen in zoꝛn vnd in dem Gag. Wan einer ift der dir leides hat gerhon / du biſt über in erzürnet / vnd haſt es ſchon vͤgeſſen / fo kan er die bild in dir bewegen / damit er dich zoꝛnig mach vnd reichlich / alſo ift es mit freudẽ nuch. fant Bonanẽtura ſchꝛe bt von einẽ dem ward ein (cavo alfo fürbꝛacht / vnd der teü fel bil det ſie im elfe hart yn / das im nit anders wae / wan werer perſoͤnlich bei ir geweſen Alſo groſſen gewal hat er / wan es im got verhengte / ſo ließ er keinen menſchẽ uͤber ein tag alt werden / Jetz nit mer. Im ſontag Judica oder Sontag vor dem Palmtag pꝛediget Doctoꝛ Reiſerſrerg vonn dem das got dem tüffel ſouil uͤber den menſchen verengt / vñ ftot hie die figur des tag es von dem ewan gelio dz magſtu ſuchẽ. \ a 1 , v1 "n IK i | hi ZL ut Mr y ! ) N | | | LA N Le H , " LR * ir & | 5 € Ki di. - "o. 4 E ! X " af . a | : E 2 e e d e Nid w^ * | Lf ! I TTE d [ (Ob £3 ai: 1 De » Ev, 1 Y. WR * K ap eur * * ` ^ * 3 * « 4 KE? e A: ^ NN * T € e EN ^s XX [4 M e — — pm " - B 2 er a > - — — — — 4 +2, * A ^ * ( . \ aun. »3 a» «2. * An Er * y ELEC - - . eb EX 1 | e - p d 3 ! , i ] TUR: 1 1" | = GM * UR enifo | EN d A 7 — " ein iſt LN Ug ! (a | ð N K 75 K ver On "HL N * : — * 1 ) ' t vñ vᷣ (TEN ^ \ f) GC A Wi y. am AN Y N — — deg -— - nig 7d; d ké UR CN tci ^ EN SN Lë J^ | SC D * : - ^4 d vi | Ri V / | 22k IE. | | — LIES SCH — SM: 2 l e PERF 3. "e N * — d ST: KU Gs PB 7 4 Z — \ — X. , / A , . [ - pu Ca 71 7 7122 ſchõ 54 ^r e — 1 e % N H ai > T. tH ! MM X E SE — | ) SM 4 Q 22 CA AT 2 v ANS NN d | | à G ) un - X. 3 E N N TUS 7 h an ei | e — — CH e 7 — x Wi ES d INGE, 2 - Hi d ES > VS " N y SA 4 | K — TA ; m taſe 7 ET ^ | ! ru 0 2 d pu y / — AA TH SI) Af, AN wd ) d fal H "^ e | 7 : 2 Le 4 — 7 ah y E — 2 if - d 9a 1 1 ; | SS "Té 21 hoe J 2 En 14 Zë AV. — dir e - E 2 2 LA » di | P ^ ZE ; v N = ^ [- ; PE 25322431. a Es fi t 8 — Wei ee LAE. T Z , JAM ^ - EL zm zi ES SE ard M. i "m / . Mes £ = NEL = —— N^ Ji | (KS SIE Zéi ex (TIEN LAM Lg - Mt lise — ZEN VE * Ze AE 8 : La € * ` — AË : ! 2 — , ^ e 4 : 7 à; ^ — VB 4 ^ p 2: bot e E "iU p N K :j A EIN : Á | — — Se SI "1 — Can * 2 d — M rs. * 3 2 GER VÄ x EN d». " zm Se Ca jj — Ti 4 dé 2 * Ed * T j "^v Che A el 74 — 1 d fi \ 1 |! ex 2: » Le / ET . ^ " uy ZA d Ne: ant 9 NS: e A i ^4: DN ] A A - ei SE j * E A : d. Y x SR e a * HK e , CH MUT * ' > * e € » , = B. SE A d I2. S 3.63 E E) ; : G D | Lo E adl “3 | | ! ' | | í ' = — : Bes jr N à Ad ^4 ZE S " AN > 1 WM * - T am 4 : | 1 N 42 : | | si 4 qz * | - de Ali E i NI 1 Ais AN »3 ZA — ` A wi Er mas ERIT E 1% Eme TAM 2 Lie - L Ss | — Wie " — ^ av 3 d - Aa |» * : E AS : 2m (A: a3 L L. Ss ; — de — PL ^ 3 D «t E , - 4 — 3 e 713 ^ * xx EN GE & — 2 — | -—^ — “ e " : /— 2-5 F - AY e 27 — : E ^ p ZA wech Si u^ il - f er — — — — ” - 2: — | = E- ES i — ELO 4 E" » 7 d y | —— Ré — — — — zw — — — — — * 2 — dem dꝛiten ſpꝛich ich — warũ vnd die hexen / ſo vil gewalt tiber fic haben / daz flc fid) kranck machen vnd ſemliche betrübniß vnd leiden innen zů fugen. Ich gib dir antwurt. Au dem erſten ſpꝛich ich Das es nit mũglich iſt / das man die vꝛſa ch moͤg geben / warũb es got laßt geſche⸗ hen / das frumme menſchen ſemliche ding leiden. Aber got thut techt vnd vernünff tiklichẽ / aber warumb / das niemã erfarẽ. Zu DE andern ſpꝛich tco Das ſant Auguſtin an der ſachen geſtan den iſt / wan einer voꝛ den leuten reden ſol vnd ſo er nit me reden kan / ſo ſpꝛicht man er iſt geſtanden. Alſo ſant Auguſtin da er an die frag kam / warumb got den behalt vnd den nit behalt / den geſunt macht / vñ den nit geſunt macht Da geſtůnd er vnd (adt das fein verſtentiß das nit moͤcht be greiffen / warumb got das thet. Dental ch vernunfft mag es nit begreifen / du ſolt es auch nit vnderſtõ zů erfaren / warum got das thůt. Es ift genůg in einer ſtat / das ein rat weiß ein ſach / vnnd vor Yard’ ber geſeſſen iſt / ee das vꝛteil außgeſpꝛochẽ iſt woꝛdenewarumb das geſchehen ſei / vñ iſt nit not daz man das dem gemeinẽ mã ſag. Alſo mit got auch. Es mag es auch nieman begreiffen / warũb got das thuͤg. Aber die heiligen lerer geben vꝛſachen als vil als ce mũglich ift zů er dencken. Du kanſt nit erfaren die ding die vff de erdtreich ſeind / wie wolteſt du dan erfarẽ die ding die in dem hymmel ſeind. Uym nicht mer herfür dann ein kreps / der hatt vil plunders an im / vnd du kanſt nit wiſ⸗ Von Geſpenſt fen warzů er ein yeglichs bꝛaucht. Da hin den hat er ein keum ding / damit zücht er ſich im waſſer hi nd ſich / da feinen da hat er zwo ſcheren / damit zůcht er ſich fürſich / vit vff dẽ land ws er era fitt vñ ergreift das hebt er damit vñ in den ſeitẽ wañ du in off thůſt / ſo hat er wollen oder bauwol die ſelbige tregt in enbot in dem waſſer. Def gleichen nim andere wunder für dich fo wert du nit warumb got die beſchaffen hat / vñ du wilt dy heimlicheit gots wiſſen Zu dem ſterdẽ ſpꝛich ich Das ſanctus panlue auch erſtutzet an ð frag / der dennocht was enzuͤckt gweſt bif an den dritten hymme / da er ſpꝛach zů dẽ Aoͤmern. xi. c. (O altitudo diniciarum [a pientie &.) O wie hoch (ano die rechtũd der weiß heit vnd der kunſt gotes / wie vn b · griflich fein (eme vꝛtel / wet iſt ſein rat geweſt ZS wer ift (ein regel geweſt / als wol te er fi ꝛechẽ / es mag memã dahin kummẽ Zu dem fünften ſpꝛich ich Das dich nit ſolt wundern / das got dem teuffel c eſtattet / das er ſchediget frumme menſchẽ. v ir leſen dee vil in er geſchꝛifft Wir leſen von einem menſchẽ in dem ewã ge io den der teufel fat: et. Jetz fo warff er min dae feuer / yetz in das waſſer / vñ lef en nicht dae er das habe gelitten vinb ſel ner ſünden a illen / vnd der herre macht in darnach ſelber geſunt. Wir leſen von ſan cto Anthonio von dein groſſen heiligẽ waz er von den tenffe ln gelitten bat / das weiß die gantz welt wol. Item Jeb wie er iſt ge fatzet woꝛdẽ. J tem baꝛtiſtam hat det gela fen im ſein haupt abſchlahẽ vmb einer Up rigen büben willen. | Nun frageſt du wan die Heyen nicht weren / würdẽ die ſelgen nit noch dennocht geſchediget werden von dem teuffel. Ich gib dir antwurt / das das niemans v 0E AS "f | Amm I A MH "Ae e e LP E ut "ny DÉI mn d' 113 MI Mil D » H "TUM tud "EM 1 *, E: h 4€ 1 * . * * " 4) } "T E wë i * * i95 "wi * 4 H e e E B E t e 7 4 / " v 22 x A EN A VY UR "LE : biib kein menſch lebendig einen tag. kan wiſſen. Aber dz ſolt du wiſſen / als ich g ſtern ſagt / wan dem tüffel fein böfer wil fürſich·gleng / vnd im got das geſtattet ſo zu dem letſten ſpꝛich ich wiewol es iſt / das 95 niemans kan ergrün⸗ den / warumb got das verhengt / nüt deſt er minder fo ſamlen die lerer etliche ſachẽ zeſamen / warumb got daz thüͤge vnd ver heng. lamlich / Criſoſtomus / Gregoꝛius Der vꝛſachen ſeind. xv. Seductio maloꝛũ. Betriegũg ð boͤßẽ Pꝛobatio fidelitatis Bewerũg ð trüw Pꝛobacio pacittie Bewer ĩg ð gedult Aagmẽtacio gloꝛie Merung det gloꝛy Pꝛobacio intẽcionis Bewerũg ð meinũg Cõſctuacio gũilitatꝰ Behaltũg ð demůtt Maioꝛitas gloꝛie — gloꝛy des mẽ⸗ ſchen Conſolatio Cooͤſtung Inſtructio maloꝛũ Vnderweiſung der boͤſen. | Timoꝛ maloꝛum Fercht d boͤßen Concluſio eoꝛundẽ ¶ Beſchließung der boͤſen. Cognicio culparũ Bekantnis S ſünd mxedicio pctõꝛum. Hinderũg ð ſund Daio: dei Gtoſſe gottes gloꝛy Satiſfactio Genũügſamthün Warumb last got die bé ßen menſchen verſürt werden. oe erſte vꝛſach itt. darumb got den boͤßen geiſten fo vil gewalt gibt / S ift verfürung ð boͤſen me boeen / off daz daz boͤſe mẽ ſchen noch meer verfürt werdẽ vñ vertieft (o geſtattet das got. Es iſt billich daz got Sontag voꝛ dem Palmtag LVIII fie alfo laßt fallen vnnd recht / fo (ie fo tó:e chte menſchẽ ſeind / das fie verlent die Eet? lige geſchꝛifft die ſie haben / vnd die heiligẽ lerer / die da ſie außlegen / vñ hencken ſich an verfſirer / an alte weiber / Iſt billich daz got ſie laßt verblenden vnd verblent eer? den / verhartet werden / vnd ver dieffet / ſo (ie dot verlaſſen vnd die heilige decirte (UE billich das ſie got auch veria. Zu dẽ andern ſpꝛich ich das get thet alfo Ochoſe dem Künlg / rõ dem ir nun hoꝛten / da der ſiech warde / da ſchickt er feine knecht zů dem Beelzebůb dem abgot / vnd ſücht rat vn hilff von im des knecht begegnet Helias / vnnd embot ym das er wiſſen ſolt / das er von dem bet nit kommen felt daruff er ſich gelegt hete Darumb das er het verlaſſen got / vnnd EU geſůcht von dẽ abgot. Gerſon ſchꝛei bet auch von einem fürſten in Franckrei⸗ ch der gieng mit den dingen vmb. Mann riet im er ſolt gelert leut fragen / wie er im ſolt thũ. Er ſpꝛach ich thů es nit / ich weiß wol was fie mit tieten / ſie wur denn mir es widerraten / vnd fo bin ich nit in dem oi? len daruon zelaſſen. Alſo ſtarb er ellendili ch als Gerlon ſpꝛicht. Du ſpꝛichſt wie fol ich im thůn. Es geſchicht doch / n ir iſt an den augen wee / mir hon die zehen wee qe / thon vnnd das mich die zauberer hond ge heiſſen thon / das hat mir geholfen. Das gelt her ich verloꝛen / vnd fft mir wid woꝛ⸗ den / wer es wider got ſo geſchehe es nit. Zu dem dꝛittẽ ſpꝛich ich Es iſt war es geſchicht / es iſt darumd nit recht. Eebꝛuch vnd Tetſchleg geſchehen auch alle tag / ſeind fie darumb nicht ſund Got verhengt es / wan er wolt ſo geſchehẽ ſie nit. Alſo hie auch. Du ſolteſt ee die krã ckheit leiden / vnd des gelds manglen vm be gotes willen / dan wider get geſant [eum Da hin Mite da hat fürſich/ tgreifft wa du banwol aſſer. für dich chaffen wiſſen ich | 'tano (ft biß )3 dẽ um ſa | | die vn in rat 6 wol mmẽ ich dem me ewã 7 ct leß ö E | in in’. iß ge la | e | mit dee teuffels EH: wan du ſolt kein gei meinſchafft Babe mit dem iliffel. Du frei cheſt ich ſůch weiß heit / geſuntheit / vñ dz gelt das ich verloꝛen hab bei den zaubern wan es got mißfiel / ſo geſehe es nit. Au dem fierdẽ ſpꝛich ich Gett geſtattet es nit darũb ob im die wer ck wol gefallen / aber vmb deiner finden willen geſtattet es got / das es nach deinẽ boͤſen willen gang/ daz du fo vil mer miſ dieneſt ofi ſchwerer verſündeſt / ſo du mer glauben daran haſt. Darũb ſagt das deli ſtlich rech t. xx vi.q.ii.et.iii. Spꝛicht (ance Auguſtin. (Qui ſalutem querit) Wer da heil ſůchet on den gewaren heilmacher / ð ift geſunt / kranck (Vide textum) Die geſuntheit ftiret dich 58 ewiger ſeilik heit der. ſeelen. Die erkantniß fürt dich zů ewiger blintheit / du haſt dz gelt widerſun den / vnd leib vnd ſeel verloꝛen. Zu dem fünftẽ ſpꝛich ich dir geſchicht als denen ín Egipten landt. Sie heiten Moyſen vnd Aaron / die wa⸗ ren diener gotes. Sie koꝛten ſich aber ven innen vnd hiengen Jambꝛes vfi Mam ⸗ bꝛes an alſo die verlont got die heillgen le rer / vnd hangen dem teuffel an / vnd mer uͤppigen dingen dan got. Au dem ſechßten vnnd zů dem ſyebendẽ / So ſpꝛich ich wie der aU mechtig got groſſe wunderzeichen wirckt durch die die da haben ein rechten glaudẽ Alſo wirckt der reuffel wunderzeichẽ gur? ch die die da haben ein falſchen glauben. In dem ach Judica/da ſagt Doctoꝛ Keiſerſperg weiter von dem gwalt der boͤſen vnd den Hexen. Von Ge v d ift die ander vꝛſach. darüb doch got fo vil gwalt den gibt oder dem teuffel über die menſchen. Ich habe wol verſtanden die erſt vꝛſach⸗ das got das laßt geſchehen zuͤuerkerung der boͤßen / ſo fie haben die heilige geſchꝛy⸗ ft / dle heiligen lerer / die ynnen ſemlichs wi derraten / vnd raten innen got dem heren an zehangen vnd fid) von den dingen se: keren. Vnd die woͤllen das nit thůn. So laßt gott innen geſchehen nach irem wil len. Da mit yr ſünd vnd ir ſtraffung 9e! ſter gröffer (ci in der verdampniß N. (Pꝛebatio um.) Die bewerung ſei⸗ D er / wie [ejt De im trüwe wollen halten. Wan dir ein ſach angelegen iſt / vnnd du liebe darzů haſt / waũ es ſchon dir nit gat nach deinem willen / noch laſt du nit nach Alſo kummet es das du trũw ha teſt einer wuͤſten buͤbĩ / dy du lieb haſt / ſo laſſeſt du nit ab / wie vil du leide ſt vmb (rent will. Alſo wii dich got auch beweren / ob du rm getreu ſeyeſt oder nit / Was ifl das geſa⸗ get. Dir wůrt dein fyhe ſiech vnnd kran ck / ein Roß / ein Ků / oder du würſt ſelber krãck / verzaubꝛtt / oder du verllireſt dis cd yens gelt / oder cleinoter / vnd ein anderer der iff auch ſiech / oder fein fyc oder var? lürt gelt / vnd der ſelbig bꝛingt ſie im wy derumb / er würt geſunt / vnd (ein frd v fein gët kumpt herwlder. Da vil got dich verſůchen / ob du ynn lieber habeſt dan di ch ſelber / dañ dein fych oder dein gůt / wá got hat dir ve verbottenſemliche ding eg sauber ſůchen / wann du nun ſchad ſchand d ner trũwen glaubigen die EN" Me | | UI Pr Re ; ^" QU | ME: ih J y . S. * ^ Y «fa... A T " 1. 8 : ( | N y M AN vio ^anbererm AT ph P 4 i i un ^ c». — ^» : > e " L] LA * * B d F. à 2 Gei 1 y d 3 " 4 A | ai "n £e E | TIT T. , 7 SS bow. E E 3 o» * 1 7 D eh iſt ein zeichen / dz dir got lieber ift weð fem lichs / das du wid feinen willẽ nit wilt uͤb⸗ erkummen / got wil vns pꝛobieren / ob wir glauben vnd in lieb haben / vnnd halten fin gebot. Das ift die art des liebhaber er laßt fid nitt bald abweifen von der ſa⸗ chen die im hefftig an leit / wan er ſchon b ttiben würt / fo vnderſtot er es widerumb B Hat er aber nit ein gantze liebe / ſo laßt er ſich bald abweifen/ wã die ſach gat im an der baten hertz / lat eim ding ein ding fein. Das haſt im ( Deuteron x viii. c.) Da got gedot / ſein bei dir dreũ außleger / Warſeger / Jaubꝛer / Hexen. Du ſolt nit an [ie glaubẽ / fund man fol fie serod ſchla hen / Darũb fo felet dz kelſerlich recht / als & ih it es allẽgiert hab De malefíciío) dz die die zanbern vn die inẽ ſchẽ ſiech mach⸗ en / eie ſol man toͤten. Aber die / die die mẽ ſchen geſunt machen / ſeindt nit des todes wirdig / ſie fein aber groſſes lore vnd lebe wirdig. Sol das Keiſerlich recht in war⸗ heit ſton / ſo müſt man me zwibeln an den ſtockfiſch machen. Wan wen man das wolt verſtõ alfo rohe onein gloß / ſo wer es wider das goͤtlich geſatz. Wan als du ge Gott haſt / ſo zy mmet es ſich nicht daß man mit zauber zauber vertreib / vnd ein men ſch ſol ee ſiech ſein / dañ das er ſich ließ ae) fund machs et war mit / dz wið got wer. Aber zů diſer seit (ft war woꝛden / das woꝛt das der Herr in dem ewangelio ſagt in den letſten ʒeitten werden die menſchen lówe vnd kalt werden in der liebe gotes / das iſt ietz erfült worden. Wan in dem am fang des glauben vnd die erſten chꝛiſten Als (fant Agnes Katherina dt.) Die haben ec ir leib vnd gůt verloꝛen / ce das ſie haden gewoͤlt die abgoͤt anbetten vnd von got weichen. Aber wir vmb daz Palmtag ſchmach / ſiechtagẽ lieber wilt leiden / deñ ſemlichs abkumẽ wid den willẽ goto, 95 LIN aller minſt dinglin / ſo lauffen wir zů dem zauberer. Iſt dir nicht me dan an einẽ fin ger wee / got gebe wer dich geſunt mach ie. Nm ʒinſtag voꝛ dẽ Dalm tag / pꝛedigt Keyſerſperg / warum got dem boͤſen vnd der zauberniß verhen got liber die menſchen. Je ͤdiite vꝛſach V. vatumb gott ſemliche zau & berei vnd leiden vnd wid; A über frumme oi bbere menichen verGendeta vnd inen zů ſent. Iſt ( Pꝛobatio pacientie) Bewerung der gedult / vñ merung ewigs lebens. Wie fol ich dʒ verſton. Rein men? ſch erkent ſich ſelber / er weiß nit was er v mag oder nit vermag / es (ei dan dz er voz be wert werd / durch leidẽ / ſchand / vnd wi derwertikeite vnd in den ſelben vürt er (E ch lernen kenen / vnd wie ſtandhafflig er ift oder nit iſt. Nim daz exempel in einem hafen / wen du ein nüwen hafen wilt kauf fen fo ſiheſt du in an / vnnd weiſt nit oh er gebꝛochen iſt oder nit / wan du aber daran klopfeſt mit dem nagel / an dem thõ fo ho reſt du ob er geſpallẽ ift oder nit. Alſo Fat du nit wiſſen ob du eder ein anders gedul⸗ tig iſt oio daz man an dich clopfet mit wi derwertikeit / ſo thoͤnſt du denne nach dem vnd du geste biſt / ſo hort man wol ob du mürmleſt dar widet oder nit Das magſt du erkennen ſancto Petro vnd in dem Abꝛaham. Sant peter wolt mit dem heren in denn todt gon / da aber die frawe zů im ſpꝛach / er wer auch ein iũ⸗ ger des menſchene da er verleugnet des £e ren / da kant er vnd andere in / wie beiten’ tlich vnd wie ſtarck er was. Wer wolt ab er das Binder Perro geſůcht haben / daz er fo kranck wer geweſen. ' rüb den H, uy, 1g bt wi en e! A | L4 — e; , lí / * " x | Abꝛahẽ der wůßt nit ob er got gehoꝛſam wer oð nit / biß das got gebot daz er feinen liebẽ fi: Iſaac felt vf einẽ hohen berg fü ren vnnd ſolt im das haupt abeſchlahen / vnd in darnach verbꝛennen / vnnd un gott vff opfern. Alſo keneſtu dich nicht feiber/ wie gedultig du biſt / bis das man dich be⸗ wert. Dz ift 95/9; Iſaat zů Tim ſun eſan ſpꝛach ( Accede fili mi) Sun kum zů mir das ich dich anrür / vñ bewer ob du mein ſun ſeyeſt. Alſo es ſei dañ daz dich got voꝛ anrür Ae bekent er dich nit ob du fein ſun ſeieſt durch gedult. Wann er aber dich an rürt / du biſt geweſen in groſſem gůt / vnd kummeſt zů armẽ tagen / dir verbꝛent huß vnd hoff / du kummeſt võ groſſen eren zů ſchanden / geſuntheit in groſſe kranckheit vñ du da gedultig biſt / ſo dich got alſo op? kürt / da kennet got dein gedult. A dem an dn ſpꝛich ich Das es gůt gedultig ift zeſein / wan es eim wol gat. Du biſt reich / mã bꝛingt dir dein gült mit wãgen heim. Du haſt hübſche kind / ein liebe hußfraw / ein hübſches huß hoff vnd garten. Du biſt geſunt / vñ haſt genüg / vnd biſt niemands nüt ſchuldig / da (jE gůt gedultig zeſein. Es iſt Te deuz laudamꝰ. ) alle tag an allen oꝛten. Wã es ſich aber vmbewendet / du kummeſt vm̃ dein gůt / du würſt kranck vnd Dec / ſchul dig / du kummeſt sa ſchandẽ / vnd gat das waſſer tiber die koͤꝛb / dein fraw / dein kind ſterbẽ dir / wã esauch Te denn landam?) wer / vnd du gedultig wereſt / vñ got dan ckteſt / ſo wereſt du gedultig vnd ein recht milch, Aber was thůn ir wan es euch wol gat / ſ ift co recht / wan es euch übel gat / ſo mürmelt man wider got / vñ laufft ma zů den zaubern vs teufel beſchweren / dz man geſunt werd vñ cns gůt uͤberkum. Au dem dꝛꝛtẽ ſpꝛich ich Das got der Gate Job alſo bewert hat. Von dem nym ein exemxel. Job was qot lieb vnd wolt got fein gedult zeugen aller welt / vnd gab dem teuffel gewalt tiber yn der rüft zů das feine feind kamen vnd für ten im hinweg ſeine och ßen / 95 feuer kam von dem hymmel herab vnd verbꝛent im feine ſchaff / vñ bewegt die wind widerein ander / vnd zů fier oͤꝛtern warff der wind das hauß vmb / vnnd erſchlůg im zehenn kind eins mals / vnd ward er ſoller cleiner eiß lin / vonn der ſcheitlen biß zů der folent auß / vnd faf off dem miſt / vnd kratzet den eiter mit einem ſcherben ab der haut. Nech mürmlet er nit wider got / vnd lobẽ got vnd dancket im vnd ſpꝛach (Somin dedit / domlnus abſtulit.) Der herke hat mir co geben / er hat es wider genummen wie es im gefallẽ hat / alfo fft es volbꝛocht Da waz fein gedult bewert / darũb er waz ves nur berant in dem ost da er were Ab er nach der gedult hat er ſein namẽ la ſſen auß gon durch die gantze welt / alſo das man noch von im ſagt vnd pꝛedigt. Dy (et Job het wol zů got dem herren mögen? ſpꝛechen. Her warumb haſt du mich alfo laſſen verderben / ich hab mein koꝛn em bꝛot auß geteilt armen leuten / mein wolle ven meinen ſchaffen den armen geben sis cleiden / du ſolteſt doch die armen habẽ an geſehen / hett eſt du mich nit woͤllen anſehẽ Aber er wolt nit alſo mit gott reden / er lo! bet got vnd dancket im / vnnd ſpꝛach / der hert gab der her nam. Alſo thůn du auch danck Got dem herren / vnd lob in in wi derwertickeit / ſo biſt du ein rechter gedul⸗ tiger menſch. got nit allein von zauber / vñ ſuſt leidẽ zů ſchickt / z er dein gedult bewer / er thůt o | ^ u .* N ES * 3 ^ » E 8 4 " LI T i , new "7 WERE e MI 4 ín 1 Ti 75 ! 1 E. ^is * Ki gr CN Von Gottes euch darumb das dein lon in ewiger ſelig keit deſter gröͤſſer ſei / wů fo vil me du Bye kummer vnd leiden haſt / ſo vil dein fröde vnd cer aröffer ift in ewiger ſeligkeit. Ja das wil ich ſagen / das dich got me belontt vnd dir groͤſſer eer vnd len gibt / dan dir müglich ift zůuerdienen. ( Non funt con digne. Es (ft kein leiden genůgſam verdiennn ewige ſelikeit. Zu dem fünfften ſpꝛich lch / Das alles leiden das dir got zü füget an cine leib / von zauberey / Hunger / vñ gurſt/froſt / Armůt / wie es genant mag werden / das dich got angreifft / iſt es ein gewar zeichẽ der liebe gots gegen dir / dar umb (o nim es in dem beſten auff / ex weiſ warunp er es thůt / darumb fo wil ich dir ein ſeltzam wo? ſagẽ / aber ein gwar woꝛtt Su ſpꝛichſt ach ich bin vmb mein gůt kummen / es iſt mir geſtolen woꝛden / oder verbꝛunnen / het ich doch das ſelbig gůtt vmb gots willen geben / fo het ich lon von got dem herrẽ / ſunſt ſo bin ich darũb kum men. vnd hab den gots lon auch nit / das ſeind swen ſchaden Da ſpꝛicht Criſoſtom das das nit war iſt / wan dir etwas wider deinen willen zehanden gat / es kumt von got oder von dein teuffel / oder von boͤßen menſchen / oder wie du vmb dein gůt kum meſt. Biſt du gedultig in dem ſelben ver lůſt / vnd lobſt got vnd danckeſt got in dei ner wider wertileit / ſo verdienſt 9n als vil nle wan du dag ſelbig vmb goꝛes willẽ ge ben heteſt / wá got alle ding in dẽ beſtẽ tůt vnd rechtlich / wiewol wir es nitwiſſen. Lu dem ſechßtẽ vnd zů y dem ſydenden ſpꝛich ich / Das da nid geie get iſt die frag / die erwa die narren tunt fo fie ſpꝛechen / warũd verhengt got dz ub el uber den menſchẽ. Es iſt ein frumer me ſch/er bettet gern / er iſt gotzfoͤꝛchtig / vñ ift L: arm vñ ſiech ce kan weð ſchwimmẽ od watten / der hagel hat im wein vñ Eoo? ec ſchlagen / vnd hat armen leuten gern geteilt / vnd ift niendert gück da. Vn d. iſt ein ſchalk / ein bůb / der iſt reich/geſunt. Der hat wollen ʒů den heilgen gon »i üt ermoͤꝛdt woꝛden. Der hatt uͤber meer woͤllen faren / gan Jeruſalem / vnd ift er truncken. Der wolt kirchen haben gebu⸗ wen vii pfründẽ ſtifften / ſo ift im als (citt gůt vndergangen / verbꝛunnen. Es geſchi cht als in gůtem / got weiß warumb er ſo⸗ liche thůt / weer keinn ander vꝛſach da / fo ſolte doch die genug ſein / daz mit ſemlichẽ leiden vns got die welt wil verbittern / vñ vite das tütli entzyhẽ das du nien dert an hangſt dañ allein an got dem herren. Barumb got einem men ſchen etlich leiden zů fügt. ee fierd vꝛſac warumbe gorjemlich ieicé NM cinem menſchen zůfügt / iſt ntentionibue pecoris) Ju doeweren dein meinung / wart b du im dieneſt / vmb deinet willen / oder vmb ſet net willen. Es feind zweyerlei menſchen die got dienen. Eiliche vmb des zeitlichen willen / darumb das fie narung haben vo got / eſſen vnd trincken / vis die weilt fie dz haben / vnd inen got gibt geſuntheit / vnd gat wie ſie es anſchlahẽ / ſo loben fte got vñ dancken got. Wã inen aber ſolichs abgat ef inen übel gat / fo mürmelen fie vn Bä chen / vnd (dno vngedultig / vñ loben gott nit. Die dienen got nit vmb gots willen / aber vmb ires eigenen nutz willen. Die andern menſchen ſeind / die dienẽ gott vmb keine zelttlichen willen. Allein vm̃ gots willen vmb ſein ſelbe villen / got gebe eo gange ynnen wol oder übel / ſo gei 5 | fs E d "M 4 B » H E nen fie got gleich. darũb das ſemlich mci nung erkant werd / ob du ym dieneſt vmb ſelnent willen / eder vmb rins andern wil/ len. Nym das exempel an einer frumen frawen / wan die ein man hat in fremden landen / den hat fic lieb / vnd günt im guͤtz vnd ob es fach wer / das fie kein nutz nym⸗ merme von im habẽ ſolt / noch wolte ſie dz es im wol gieng / dy hat den man lieb vm̃ ſein ſelbs willen. Alſo ein tochter yr müt: ter / wã ſie yr nymer gůts thet / ſo wolt dẽ nocht die tochter daz es ir můter wöl gien ge. Des gleichen die můtter auch hat alſo lieb ir tochter / das würt gemeiner fünden / dan das die tochter ir můter alfo lieb Has be / die můter günt der tochter gůtz (Vel. le alicni bonum et diligere) Vnnd ob die tochter der můter nimer gůtz thet / ſo wolt dẽnocht die můter / das es der tochter wol gieng. Alſo ſolt du got gleich lieb habẽ vñ im gleich dienen / wan es dir uͤbel gat / vñ falleft in ſchãd / in armůt in leiden / in krã ckheiten / als wol in loben ym dancken / als wan es dir wol gat / wan ſolteſtu im allein dienen / ſo er dir gebe was du wolteſt / vnd ſunſt nit / ſo würd das ſpꝛichwoꝛt war gei gen get nũmme gelt / niimme geſell. yim mitwoch voꝛ dem Palmtag pꝛediget docto: Reyſerſrerg wa rumb got dem bófen fo vil uͤber den men fen verhenget. 2 ES Bu boten die. v. ſach / warũb got der herr vᷣ NI boer dem tüffel / vñ den sau beren / den hexen (o vil gwalt über den menſchen vnd werde die vꝛſach ver ſtandẽ ven allem leldẽ / Es fef armůt / ſchmach / ſchand / ſchad z. was es iſt. Re du goties willen bedarffeſt. Zynſtag nach i H LE Pie folt du erkennen daz e dem Pglintag Jeſechbte viſa „ch habẽ vir voz handẽ vit d dio iſt be (itti der demüͤt L err feꝛcht / vnd der beſchir > Tse mung gote / das du demũ tig bleibſt die nit verlüreſt / got allweg fa chteſt vnd erkenneſt das du gotes POD bei arffeſt alle zeit / ſo laßt er wider wertickeit tiber dich gon. Wie iſi dz / als bald als es eine menſchẽ wol gat / geſum iſt / vñ reich / fo büt er ſich herfür. vñ felt in hoffart / vñ uͤberhebt ſich. Aber die well er arm ift vi kranck / ſo dußet er / vnd ift demütig / víffe got an / vñ force in. Darumb ſpꝛach Da uld (In laboꝛe hominum ns ſunt ideo.) Sie ſeind nitt in arbeit der menſchen / vñ mit den menſchẽ werden ſie nis gegeißler (Ideo tenít eos ſuꝑbia opoꝛti ſunt iniqui tate fun.) Darumb hoffart haltet fie vnd ſeind gedeckt mit ir boßheit. Wao fft das geſagt / ſie ſeind nit in der arbeit ð melde dz fcio die mũßiggẽger derẽ vil hie zů fta burg (cio vii werde nit geſtraſt fie habẽ keĩ leidẽ / eo gat in wie fte wellẽ / ſie feind geſunt Was folgt me hynnach / darũb haltet ſye hoffart. Sie ſeind hoffertig / vnd mit boß heit überzogen Alle ding habẽ iren wurm der in inen wechßt / In dem keß wachßen die maden würm in den oͤpfeln vnd byrẽ / in dem thůch ſchaben / in dem holtz wach ſen wũrm. Alſo auß reichtumb vnd geſun theit wachßet hoffart / daz ſeind ir wlirm. Gleich wie maden in dem keß wachßen / Alſo wach Bet hoffart auß reichtumb vi auß glückſamkeit Darumb daz du demũ tig bleibſt oder demütig werdeſt / ſo ſendt dir got zůletden. Zu dem andn ſpꝛich ich Das got der herr that gleich als einet / ð n tof hat / das im lieb iſt das behaltet er ſcetiges in dẽz aum. Er legt in dem zaum 4 | * "e ' , E € ' | , d » ^ S — ^ : "7 — ZA nitoff die oꝛen. Es (ft kein roß fo gut wen man es nit bei dem zaum halet / es ſtruch et. Alſo wil dich got auch bei dem zaum halten in leidẽ / in armůt zc Wan warũb fo bald wir einwenig moͤgen / ſo wir ettwz über kummen oder geſunt ſeind / ſo bieten vit vire herfür op woͤllẽt groß gehaltẽ Zudem dꝛitten fo ſpꝛich ich wen ein menſch gedenckt das der teuf⸗ (d fo vil gewalt hat vnd die zaubꝛer vnnd die hexen / uͤber tin mẽſchen / vnd ſo vil lei den vnnd wider wertickaͤt dem menſchen mag zů gefüget werdẽ. So ſtot er ſtetz oð [clt fen ſton in gots foꝛcht vnnd rũfft got an / das er in woͤlle dehütten vnnd beſchir men voꝛ ſemlichem leiden / gleich als einer der eis mal beſeſſen iſt gweßt von dem bé fcit geiſt / wen der erloͤßet würd / fo rüffere er alle ſeine lebtagẽ got an / dz er yn fürbaß daruoꝛ behüt / alſo der méich auch / das iſt wider die menſchẽ die da meinen ſie ſeient on todſünd oder reich zc. On bedoͤꝛfent go tes hilff nit / daz iſt falſch wan der du alſo angefochten würſt / ſo baß es dir gat vnd ingent dir baß zehanden gat zewircken on qure werck / ſo vil mer du zů got rufen (olt vmb hüff / her kum mir zehilff ( &euo in adiutoꝛiũ meũ .) Es iſt als einYeoffe kunſt gewunnẽ gët zübehaltẽ daz man nit darumb kum / als vngewunnẽ gůt zů ge winnen / als mit tugenden auch (Jon m nus eff noua acquirere quam parta tueri. Zi dem fierden ſo nimes auß einer Hiſtoꝛyenn der altuetter bůch⸗ da was ein altyater den hielt man gar für hoch / vnd kamen groß Pꝛelaten zů im vñ trib die boͤßen geiſt vß / ye er geriet im ſel ber wolgef allen 9s man ſovil von im Biel’ te Da er das an im ſelber empfande da Bewerung des Geſpenſtes LXI bat er dot das er in wolt fünff Monat la fen beſeſſen werden von dem boͤſen geiſt / das er ſich ſelber lerte erkennen / Got erhoͤ ret in vnd ließ ein teufel in ynfaren / vnnd ward vnſinnig / man legt in an / fünf Mo nat / darnach ward er von Got erloͤßt / vñ ward nimermer võ uͤpiger ere angefgchtẽ⸗ zu dem fünftẽ ſpꝛich ich Es würt genumen im Dautt da er ſaget In legem pene mihi.) Mein hertz (t e (amen gegoſſen vnnd geloffen ole milch / als wolt er ſpꝛechen Habes multae ttiba laciones in cosdemeo,) Vil leidens Haft du an meinem Her tzen zů gefũget. Aber (Boni faiſſet mihi / quia humiliaſti me.) Sie iſt mir gůt geweſen / wan du haſt mi ch da durch gedemütigt du ſiſt wol ale bal de wir etwas mögen (o verachten wir yeð⸗ man / niemans ift vnſers gleichen. Zu dem ſechſtẽ auchhaſt du es in ſancro paulo der tin ſeiten weder ſpechen andere eo was fleiſchliche begirde gegen einer iunckfranwen / hie ſancta Le da (Stimulne carnie) Wie co ijf fo hat Got dem teuffel gewalt geben in zefatzen warũb ( Te magnitudo re. ) Dz ich mich nit erhoͤhe vmb der offenbarungen willen die ich hab. Er was gewe en in dem dꝛittẽ himel vnd het das goͤtlich weſen geſchen. (per modum tranſeuntis ſed non perma nentis . Darumbe was er nit ſelig / gar vil mee iſt ons not leiden vnd viderwerti bett das wir vio nit erheben. Zit dem ſybenden ſpꝛich ſch/Das die Hexen fellen wen [te erbere menſchen etwan leren wider den zauber / vnd ſol nit felen / als wen es haglen wil ſo (ol man das weter bel den dꝛey Xa de vñ ver ` beſchir Ww feig als es eich / | vñ iſt vñ fr 1-7 eo.) vñ (Blet [qui vnd dat (56, tá kei ye oß ! » d y heglen das hat kein grund in der heiligen geſchꝛifft wan he ben die heilig n leut kein ſichere moͤgenn haben für leidenn vil min der die Hepen. Jeſrbend nia iſt wie man leidens nit A erſchꝛeckẽ ſol / das dein ere vnnd gioꝛy deſter groͤſſer een du an got bleibeſt angen wie wol / ſe du leiden vnnd wider wettickeit hast. Es iſt ein ritter nit erlich der yh einem krieg bleibet / die weil er kein feyent ſicht. Es iſt nit loblich einer mu ren das fie bleibt ſtonn / die weil kein walt waſſer an ſie iſt gefloſſen. Es ift nit lobli⸗ ch eim turn das er ſteiff ſtot / da nie kein darres büchs daran gericht iſt geweſen. Es iſt nit erlich einem apffelbaum das er wurtzelen hat ep vol er oͤp ffel hangt / das er ſton bleibt vnd nit om» felt / vnnd die orte nit herab fallen. Aber daz iſt einem Ritter erlich ſo vil er mee wunden vnnd ſtreich emp fahet vnd bleibt ſton. vñ wen die waldwaſſer daher laufen vñ die muer ſton bleibt Vnd ſich der thurn nit bewegt ven den groſſen bí en. Und der baum von dem groſſen wind / daz iſt innen erlich Alſo (ff es dir nit erlich das du nit zů dem teuffel lau eſt vfi zů den zaubꝛern die weil du geſunt biſt / reich in eren vnd haſt nëtt verloꝛen Aber daz du nit zů einem laufeſt fo du werzaubert biſt / Sicch vnd Krank vnd haſt gelt verloꝛen das iſt dir erlichẽ Alſo iſt es geweßen den dreyen kinden in dem glüen den offen / die woltenn ee ver bꝛinnen den das ſie / die ſaul vfi bildunge det küniges en wolien betten / wiewol got ſie behůt. Alſo ware die ſyben Madhabel wir begont nit vil heiligen auß dem alten teſtament / ee fie wolten ſchwe nnin feiſch eſſen / ee lieſſen tie inen arme vnd bein ab hauwen / vnd die haut uͤber die oꝛen abzie; hen ec ſie wolten von gottes gebot welcht Das haben auch gethon die heiligen Apo ſtelen / was haben fie erliten vmbe des her ren wi. len. Alſo haben ir die (y ben vꝛſachẽ, m dunrſtag voꝛ dem Palmtag pꝛediget Doctor Keiſerſperg das west felt / ſo einer ſüꝛicht / Ich habe cii nen gůten glauben / der teuffel oder ſein geſpenſt mag mir nit thůn. 2 KR haben gehö ret ſyben vꝛſache watũb Ee dore herre tiber feum me nenſchen verhengt das fie der tcufſel ſatzet vnnd die Hexen Vnd groß armüt / ſchmach / vnnd ſchand vnd leiden lat er ſie leiden / vnd hoꝛteſt wie das wert falſch rft da einer yꝛicht / Ja ich hab einen gůten glauben ich trüwe got fo wol das er mich behüt das mir der teuffel noch bóf leut nit magın thůn das felet. Wan fancrue Pau us der ward gefatzt ven dem teuf el / vnnd het auch einen rech ten glauben da ift kein zweiffel an / So nun das ſanctiu m Panlum nit halff/ was meinſt du / ſicher zůſein. Darumb ſo fol ein menſch gedultig jein in allem leiden 95 im vff erdtreich zůkumpt / daz boßlen we ret nit lang / wen man fynſter metten fir / get / ſo boßlet man vnnd clopffet / es weret aber nit lang / es vergat bald es würt bal de tag. Alſo ſchicke dich in die ſach vnd leid wie es dir gat / iſt dein leiden faſt groß fo froͤwe dich / es wert nit lang / du ſtirbeſt ſchier / iſt es denne Cem dein leiden fo ma geſt du es deſter baß leiden vii tragen waz dir got zůfüget / Es bꝛingt dir ewiges lebẽ got wil dir die welt damit verbieten (Q pꝛodeſt homini .) Was hilft daz einen menſchen das er die gantz welt gewün vñ feiner ſeelen ſchaden zůfugt. LI * | | | j = , H , e L E e , — i c * 12 E X i E " =: 3 E y Warumbegot frummenmenſchen lei den sf Oe et. Je gcht vꝛſache 2 warumb get frumme men 1 ſchen alſo leiden zů füget ift C onſolatio.) Troͤſtunge was troͤſtung wen er mir mein leiden ab⸗ nem / ſo wer ich wol getroͤſt ſpꝛicheſt du. Du biſt ein erber menſch / du halteſt get? tco gebot / du wolteſt vngern thůn das et? der got wer / du thůſt yedermã das im lieb lſt / des gleichen in allen andern Gären wer cken / warumb her ſemlichen frum⸗ men menſchen femlícdg leiden ʒů / dir zů et: nem troſt / wie ift das. Wie vil du gäe ti eſt / vnd vil uͤbels leideſt dz iff ein recht se chen als vil man zeichen vff er dtreich ha; bendnag / daß du ei ner biſt von der zal de ren die da ſeind in ewigem leben / vnd iſt cin zeichen das du ein fründ gores biſt vi ein kind vnd ein ſun gottes. Zu dem eriten ſpꝛich ich Wen frumme menſchen leiden oder Joch boͤſe auch / wẽ fie gedultig ſeind / ſo (ft es in nen auch verdienlich / leiden ijt die landt⸗ ſtraß die da gat recht zů dem ewigen lebẽ das UE dir bezeiget woꝛden durch vil treff enlicher ʒů gen. Tum den erſten ſanctum paulum ver ſpꝛicht (Per multas tribula ciones et conuerſationes.) Durch vil [ef den vnd wider wertickeit / So müffen wir ingon in ewige ſe igkeit. Nim den rechten zügen Criſtum Jeſum vnſern herren der ſpꝛicht ( Beati eritis cum malediceritis.) Selig ſeind ir wen man euch würt flůche vnd man euch würt durckechten / vñ alls bóf über euch geſagt würt / vnnd mann würt uͤber euch liegen / vnd würt daz alles leiden vmb me nent willen / freüwent euch vnd entſpꝛingent / wan euwer lon iſt liber flüſſig in dem hymel. Tum den dritten xi voꝛ dem Palmtag LZI gen ſanctum Jacobum der ſpꝛicht (Bez tus vir qui (offert) Selig iſt der man ð da leidet anfechtung wen er alſo darin bes wert würt / fo würt er empſahen die kron des ewigen lebens. Alſo glaub den zũgẽ vnd allen andern / das leiden iſt die recht Liöfteag die da gat zů dem ewige. leben. Zu GC andern ſpꝛich ich Das vil gůtz than vnd vll boͤzes leiden das (ft en zeichen das du ein feiind gottes biſt / biſt du den gots fründ / ſo ift get auch dei fründ / wã ce ſeind (Coꝛtelatiua ) "Lé einer ein vater iſt / ſo můß er auch au: Eine haben des vatter er iſt / alſo biſt du en es frũnd / ſo můß einer fein des (rimo vu bil A ſo biſtu gotes fründ / ſo iſt rauco ven fründ / vñ alſo gũtz thůn vnd darzů laid e / ift ein zeichen der früntſchafßt / darumd 19 ſpꝛichtmann das gott vil rund had ⸗ wan er innen alſo thůt / nim die gores CL nach einandet / vnd ſihe was fie critic ha ben. Abel der was der erſt no vnd opfert got von den b: (en thierc. Ba nam got ſein opfer vß / vñ er ward erſchia gen von feinen bꝛüdern / das er dienek get das ſein fründ zwo kronen het in dem cot gen leben / ein von ſeinem opffer / die ander von ſeinem blůtuergieſſen. Moyſes was ein gots fründ / erſach ein man von Egypten der wolt ſeinet o. der einen gewaltigen erſchlůg in zetodt / ound vergrub yn in den ſande / was er darnach leid varo geliten hat von dem voice ven Iſrael die bücher ſeind des fol. Dauid was ein man nach dein hertzen gottes / was het et erliten ce das er zů dem reich kam / das volck vonn Iſtael heit im Got im außer welt das er von im welt ge boꝛenwerdẽ / waz hond fie erlitten. xl. lar in der wũſte. Alle pꝛoyhetẽ des lcen geſatz waz haben ſie erlitten / die * (iu Uu. ſchẽ | Apo es her Ace, pag €i 0 í tb | um 1t en nd ie d fo t * * d , : Dunrſtag voꝛ dem f2almtaq fol. Gang in das nüwe gaſatz vnnd lůg was die Ax peſtein / ie maͤrterer vnd alle heiligen gelten hend waren alle gots frũd neue Pau ge da er verſteiniget watd. Da ſxꝛact er in det perſen aller ſammen. (E urimus et ſicimus ) Vuß hůgert vn 9 rſtert / Vnd ſeind nacken vnd bloß vnd ſeind vo nailer welt verſchmacht / vñ (citt g eich als der wůſt vri die fegeten hinder der thür / die man auß würfft ( Peripſima Man ioͤchet vnß vonn einem oꝛt zů dem andern / geich als die ſchaff vnder dy wolf Nim dem letſten Maria die muůͤter gottes die ein geware freundin iff geweſen was hat die gelitten / nim nit me den vao get meonle / Da er ſpꝛach dein (cioe (ci wire durch dꝛyingen werden mitt dem ſch nertzen feines leidens. Sie iſt in allem leiden des herren gegenwertig gewe ſen fie vnd andere frauwin die fründ gotes wa⸗ ren / darumb fo fag ich daz eo vfferdreich geliten můß ſein / wan hie vnd Post in froͤ den ſein / das mag nit geſein ſanetue Pau lae ſpꝛicht ( Qui pie volunt vlueri) Wel che menſchen woͤl ent gütiklich lebe in Cri [to die müſſen vil durechtung leiden / dar umb ermanet vnß Jacobus (Gaudiũ ey iſtimate fratres) Lieben bzüder ir ſollent es für ein freud haben wen ir fallen in vil anfechtung vnd leiden. Zi dem dutẽ ſo iſt es ein zeichen das er iſt ein fon gettes ( Quem di ligo ceꝛrigo. Wan got thůt vns ale ein vater feinem fun den er lieb hat den ſtra⸗ ft er. ( Proprio filio ſuo non pepercit deus) Got hot ſeinẽ natürlichẽ ſun Crifto Jeſu nit Über ſehen / wie meinſt du ob er dem erwũnſten fun uͤber ſehen woͤl/ wan durch fein leide můſt er eingon in ſein reich / alſo wir auch⸗ das koꝛm das in kaſten geleis fol werden das muß vo: getroͤſchen werden vnd der ttübel vo; getrotet werde er man mind, Wan der treidel der an der reben Gen bleibt vnnd nit vnder die trot kumet den freſſen die foͤgel oder er geeriiret om hert zũ amen / v nd das koͤꝛlin das nit vn der den pflege kun pt / das bebe in den ſpꝛuwern ligen vnn d freſſen es die meuß. Alſo der mech der nit hle getroͤſchẽ würt mit dem yfiegel der wider wertickeit. kan der inn die ſchller der ewigen ſeligkelt getragen werden. vo: vnß ſehen / wie leren ſie es. Alſo wen fie feßen das andere menſchen ſo erber vñ gerecht ſeind / vnd leiden darzů ſemlich wi der wertickeit das iſt ein zeichen daz fie got hie nit wil belenen / ſo můß er fie von nett wegen doꝛt in ienner welt belonnen unnd fie ſebent da rzů Viet dar ſie gott vn⸗ danckbar ſeind vnd dem nechſten vnbar mhertzig / end Got gibt innen hie kein lei den zů einer ſtraff/ſo werden ſie gelert 5ü gelauben das da zu künfftig iff ein vafi co ein Gericht / ein Stra / vñ ein belonung Vund das nit allein das iſt / das wir vet vnſeren augen ſehen / auch ein ander lebẽ das wir nit ſehenn moͤgen. Das iſt das ſanctus Paulus ſpꝛicht ( Si aam eem) Wen wir allein ein hoffenung hetten vnd nüt ſunſt daran wer / ſo werent wir vnglü ckhafftiger weder alle völcter vff erdenn Als velt er ſyꝛechen / wo (ft es aber nitt wan dz ewig leben ift an im felber das wir hoffen 58 erwerben / J etʒund nit mee. H de CR IX facb iſt Doctrina malen.) 4 [os B Die ler der boͤſen / die bof l(LM leren da bei / was leren lie dabei /ſie leren erkennen. dabei das da ? eynn andere welt den dyſe welt die wir i Nm Freitag 502 dem ylmtag ſagt er das die vnfrumen men E Glen groß foꝛcht hon. iſt Timo: malozum;5o mini.) Foꝛcht derboͤſen meſchen Billich follen ſich böſen foͤꝛchtẽ/ ya ſtraf ſoꝛcht fol in inen vfgon / wen fie ſehen daz die geiſtlichen vnd frumen alfo geſtrafftt vnd gepeiniget werdẽ / ſo moͤgen ſie geden cken wie würt es vns gonn / ſo es denen ſo übel gat vnnd ir follen fÄnden ſtecken / das iſt das fatte Peter ſpꝛach in feiner Canoni⸗ asi iudicũ dei incipit.) Iſt es alle daz das vꝛteil gotes anfacht an dem hauß go tes (Et ſi iuſtus vix falsabitue.) Vñ iſt es alſo das der gerecht menſch kum bebal ten würt / wa wil der ſůnder vnnd der vn , gerecht erſcheinen / Die erveren menſchen Kë fein das hauß gottes in denen got wonet durch gnaden ſtrafft got fic fo hart / ſchle⸗ cht alſo an ſie vñ wont in inen / wie wil er den plagen die / in denen er nit wonet vnd iſt da zeit jetz dz got fein hüſſer ſtraft / wie wirt es den denen gon die gotz nüt achtẽ/ vñ der gerecht würt kum behaltẽ / Ja wol kum / wã er mũß groß arbeit darumb Bar ben vnd vil widerwertickeit darumb leidẽ wa wil den der ſün der vn der uͤppig men ſch erſcheinen. Nit in dem hyinel / wan da hat er kein ſtat / ſo mag er vf erdtreich nit bleiben / ſo bleibt im kein ſtat dẽ ewige ver’ daniß / das (ft auck das / dz ger her ſpꝛach an dem Rarfr eitag A den frawen die da weinten Da er ſich wider dem crũtz zů in nen koꝛt / vnd ſpꝛach ( ilie Jeruſalem noli te flere ſuper me / Sed ſuper vos et ſuper filios veſtros.) Ir tochter von Jeruſalem hit weinent über nich / ſunder Ober euch vñ uber euwer Finder, Count fie bé grü H Reiferfpergs pꝛedig Je zehend vꝛſa LXIII nen holtz alfo, Wiewürt es de dürren holtz gon. Er ret võ ymſelber / er was das grün holtz / ſie warẽ das dürr gol Bin ich nun als das grün holtz alfo geſchꝛemt zů leiden vii hab nie kein fünd gethõ / warzů vh zũ welchẽ leiden ſeind ſie dan geoꝛdinet. Dar umb ſog ich daz / daz die groſſe foꝛcht fol er ſton in den boͤſen fo fie ſehen die gůtẽ leidẽ Je. XI vꝛſach ift (Löclufislabio,) Beſchluß Eder müler d boͤſen / wen die IL güren leidẽ / ſo möge ſich die boͤſen nit entſchuldigẽ. Es ſpꝛicht mãcher finder die heiligẽ hond gůt mache gehebt fie Betten gots dena vnd haben nut gelit ten. Sie haben es nit gar gür machẽ gehe bt / wan ſie haben geltitẽ wie wir leiden vñ fein blüt vii Bel geweſen wie wir / Dar⸗ umb Habe fie gelittẽ / fo magſtu auch lade vñwürt dir dz maul beſchloßẽ damit / wã wen die heiligẽ nit heten gelittẽ / vñ wer in en als ſchlecht nach irem willen gangen ſo möchte die boͤſen ſpꝛechẽ / ſie hetten gůt ma chen ſie habẽ nüt gelittẽ darũb ſo ſeind ſie geſin fleiſch vfi blürt wie wir ſeind. Das ſagt "ent Jacob von Helia da er got bat das es ſo läg nit regnet / vnd bat darnach got da kam der regen / ſpꝛicht ſant Jacob Helias was leidlich wie wir ſeind / dz ſpꝛa ch fanc? Paulus vo im ſe bo ( Actuũ / Da aulus vnd Barnabas kamẽ in ein (ott pꝛedigẽ die hieß Liſtris da macht paulue ein krüppel geſunt vñ gerad da luff dz ge mein volck zůſamẽ vnd ſpꝛachẽ / zwen goͤt von himel ſeind zů vns kumẽ. Mercurius ep Appollo / da kamẽ die pꝛieſter vñ bꝛach ten ochſen vñ woltẽ es inen opffern als go ten / da gieng Paulus zů inen heruß vnnd ſpꝛach / o ir mã vas woͤllẽ ir thůn / wir ſein nit goͤt / wir ſeint toͤtlich vñ leidlich wie ir fein d. Aber bald darnach da rr Lë , _ 1 ' — Freitag voꝛ dem Palmtag fic in / vñ lieſſen in für tod da liegen. Dar nach ſtůnd er off vñ macht ſich in ein an der jt / Wann die ſtein lagent im noch in der fantaſei / er empfand ir auch in ð fes darnach ſpꝛach er erſt ( Per multas tribu lationes Durch vil widerwertikeit muſ⸗ fen wir eingonn in ewige leben / darumb zů beſchlieſſen die trũpſel der böfen leiden die gůten (Concluſio.) Wie got dem menſchen die ſund ablaßt Je. XIV v: ſach „it ( Satiſfactio pio peccti rue) Gnůuͤg thuͤnn für N dein ſünd / wie gat daz sit. Nun merck ʒů dem erſten ſpꝛich ich. Wẽ ein menſch hat gerůwet vnnd gebeichtet / > ^ 4 Za -^ PIN e * ' ^ i vnnd ein willen nit mee ʒů ſünden / ſo laßt im got ab ſein ſünd das iſt das im got ab lat ewige peinn vnnd ſtraff / die er in der Be darum̃ leiden ſolt nüt deſterminder fo bint dich got zů einer zeitlichenn Graf hie vff erdtreich / oder in dem jeafeur zeleiden. Wan goto gerechtikeit die heiſchet genůg thůn. Ja ſpꝛechen ſie got iſt barmherzig / es iſt war. Er iſt aber als gerecht als bar mhertzig er iſt / darũb fo laßt er nüt nach / man můß der gerechtikeit dennocht gnůg thůn / es fei hie oder doꝛt / Es wer den das dein rüwee fo groß wer daz er dir alle ſtraf hinweg thet. Alo inn Maria magdalena was / aber wir reden hie von dem gemeinẽ geſatz. zi dem andern ſpꝛich ich Wer fein gentia thůn fest darauff das er im feg feuer woͤll genůͤg thůn / der tzůt doͤ: lich. Wan da iſt ein herte bezalung da würt nüt nachgelon / Got wütet in der hel len / ond zürnet in dem fegfeuer / aber vff er dtreich ift er barmhertzig / dz legt Dauid auß in diſen erſten (yen Pſalmẽ (Dom ne ne in furoꝛe tuo arguas.) Herr in dei nem wüten fo ſtraff mich nit / das ijt ind hellen / auch nit in deinem som in dem fee feuer. Aber in deiner erbermniß / dz hie vff erdreiche da zů gericht ſitzt / dein barmher tzickeit / vnd ſtraff mich doꝛt da zů gericht first die gerechtickeit / das ift daz / das fant Auguſt in begert Hic vꝛe hic ſeca.) Hie bꝛen hie zerſeg / allein das du hernach ab/ laſſeſt. Zu dem dꝛittẽ ſpꝛich ich Das got barmhortzglich witckt mii dem menſchen denen er ir genůg thůn / das fie in dem ſegfeuer ſolten leiden / vnd erfüllen verwandlen in zeitlichem leiden vnd in wi derwertickeit / das fie hie genita thůn vnd co Qo:t nit doͤꝛffen / Got der herr thůt mit den ſelben menſchen gleich wie ein, Goltſchmid Steinmetz Eein Zimmerman Artzer Gott thůt wie ein goltſchmid / wen der golt hat das mit anderm vermiſcht ift 9s ſol nüt zůuergülden / ſo leit er vot das gelt in daz feuer / ſo würt es gereinigt / alſo wer den die frumen auch gereiniget von dem leiden das innen got zůfũgt. : Er thůt wie ein ſteinmetz / dex ein ſtein fol in ein muet legen / ſo ift er hoͤgrecht vñ vnglelch Jo Bower er in vo: in einem win ckelmoß vnd macht in gleich. Alſo einn zymerman der ein baum hatt / ſo hawet er die eft zů dem erſten ab vnd bereitet in zů dem baw. Alſo du ſolt ein ſtein werden vnd geleit werden in das hemmeliſch 3e ruſalem. Saͤrumb fo můſtu vor darzů be reit werden / vnd gehauwen darzů. Vl dem fierden So tit got wie ein artzer / wen er zů eim ſiechen kn * m vw d H L | ; e m" AE 1 e Á - = Tv , e Lj AA Ks 1 L N d , d "e e Ké met vnd ſicht dz im geho ffen mag werde (c gibet er im ein ſyrop etwas bitt ers / da mit er in purgiere. Alſo thůt got ð ſchickt Aer leiden zů vnd widerwertickeit / als ein cceli vnd gibt dir nit das / das du gern herteſt / er gibt? ir aber das / das dir melt ch vñ gůt iſt / Darumb ſo ſollen die die al ſo freien got hat mir das leiden ʒů gett get Da in meinen kinden / da an dem dàt da an eren / geb mir Gott das oder dao fo wolt ich es wol leiden. Es hat niemands kein leiden der ſein nit gern ab wer / vñ ein ander liebers het wen du ee gern hetteſt fo wer es dir kein leiden. Darumb fo folg dem artzett er iſt bewert / er weiß was dir gůt iſt vnd er bit dir das ſteuflin zetrinck en des leidens wan er ſpꝛach zů Petro da er ſch weren wolt das ſteuflin / meines lei⸗ dene gas mir mein vatter geben hat wilt vn nit Vae ich! das ſelbig außtrincke. Zu dem ſpꝛich ich Wen ein artzet ſo bewert wer / was er einẽ 5 ^ ſtechengeb vnd er das ſelber voꝛhin nem / das macht dz ein ſiech deſter froͤlicher die artzney trünck / das hat der herr Jeſus cri ftue gethon / der beweret recht artzet / Er ſchickt dir zů vñ gibt dir ſchmach / ſchand an deinen eren. er hat es vos gelitten / vnd die artznei werſůcht / Sie leirenn im zů er wer ein fraß vñ ein geſel der ſünder Item würſta geſchlagẽ / er iſt gegeißlet vnd qe Front woꝛdẽ / foͤꝛchteſtu de de tod er ift gſtoꝛ ben / foͤꝛchteſtu ein ſchẽdtlichẽ tod er fft ge creutziget woꝛden / das was ein todt als fo man einẽ henckt oder ertrenckt oð redert. Zu dem ſechßten ſpꝛich ich ft es alfo das ein ſiech glaubt einem artzet was er im thüge vnd mit im hand⸗ let das er es im / in dem beſten thůt. Wa⸗ rumb wolteſt du den nit dem hoͤchſten ar tzet der von himmel herab kummen ift 9 Ld pꝛedig LXIIII glauben was er dir zů füget das er es inn dem beſten thůt vnnd er die ding alle vo: verſuͤcht hat Zů demſechßten ſpꝛich ich / Das einn menſch ſol gedultig ſein in allem ſeinem lei den vnd vergůt fol vffnemen was im got zůfüget. Ja ſpꝛichſt du wer kan allewe⸗ gen gedultig ſein / ſo mir fo vun vnnd wee iſt / vnd ich fol mich nit winden / das heißt nit vngedultig / ſo ſich einer windet [o ym wee iſt / Das ſich ein fraw windet fo fte ein kind fel machẽ / oder ein man der daz grün hat daz heiſſet nit vngedult. Vnd was hei fct gedultig ſein / das heiſſet gedultig / das du nit wider got oder wid fein gebot r6üff wen es dir uͤbel gat / du biſt verzauberet / kranck vnd ſiech / du mageſt dich winden wie duwilt / dy weil du auß dem leiden nit wider got thůͤſt / (o biſtu alle wegen geduls tig . Der hat dir ettwas gethon das thůt dir wee / die weil du es nit rechen wilt wider got / ſo biſtu alewegen gedultig Pa cientia eft qð non recedat a virtute.) Nit von tugenden weichen iſt gedultig zeſein. zii dem ſyben den ſpꝛich ich / Das du darumb niemane ſolt vꝛteilẽ das got ſein feyend ſei / der er gots feyend ſei / darumb das er vil leider / van als mã ſpꝛicht einn vnglũckhafftiger menſch iſt⸗ wan als du gehoͤꝛt haſt / ſo iſt ce ein zeichen der früntſchafft gotes / ol gat thůn vnnd vil uͤbels leiden / vnd wen du vff den rü: cken felleſt vnd die naß enz wet fieleſt. Du haſt ein lange hy ſtoꝛe am dritten Tkünig bůch von einem Pꝛop heiẽ / den fen det got zů eim TRünig der hieß Jheroboã der wolt den goͤtern weiroch opfern. Da ſpꝛach got er ſolt zů im gon / vñ in ſtraf en vñ ſolt mit niemans ejjen noch trinckẽ vñ nit die ſtraß heim faren die er d dem Kü nig gfaren wer / Daer zů dem - wm Dom 1 det: in ð Cof nher icht ſant ^ D em fie len wi nd it BEEN Zumtlag voꝛ dem Palmtag vii in ſtraft da ſireckt er den arm auß v wolt den Pꝛophetẽ ſchlahẽ / da bleib im d arm alfo geſtrack / oñ mocht in nit mee zů im bꝛingen. Da er daz zeichẽ cere het der künig lůd in zetiſch / er ſpꝛach got hat mir verboten ich ſol weder eſſen noch trincken biß ich wider heim kum. Er ſaß vff ſeinẽ eſſel vlib für wider heim / da was ein falſch er Pꝛophet det reit im nach vñ fund in vn der einẽ baum fi itzen. Er ſpꝛach zů im kum heim mit mir / vnnd iz mit mir / er ſpꝛach got hat zů mir geſagt / ich (el nüt eſſen big ich heim kum der (elo ſpꝛach eo fft ein en gel bei mir geweſt / der hat mich geheißenn ich ſol dich heim fieren vnd dir zů eſſen ge ben. Er glaubt im vñ gieng mit im heim Da ſie ob dem tiſch ſaſſen / da kã ein ſtim die ſpꝛach / darumb das du mir vngehoꝛ⸗ fam biſt geweſenn / ſo ſoltu nit vergraben werden in das grab deiner eltern / Er ſaß vff ſein multhier vnd wolt heim reiten da kam ein Lew vñ trwürckt in vnd ſaß bei dem koͤꝛper / Vñ der eſel ſtůnd auch bel in der Lew aß den eſel nit / vnd hůt des leich nams. Daz geſchꝛei kam dem ſelbenfůt / er für auß hin / vnd leger den todten leib off den eſſel / vñ vergrůb in in fein grab. Da («gen die gloſen / Das gott der almechrig den zeitlichen tod von dem Lewen diſem ſeinem fründ zů gefügt het / damit die vn gehoꝛſame geſtrafft würd / das er geſſenn het wið gots gebot / damit er nit ewiglich geſtrafft wũrd. Alſo ſpꝛich ich wer wolt oe Pꝛopheten geurteilet hon / daz er ein fründ gottes wer ſo im got ein ſeml chen herten tod zů hat gefüget vnd defanft/ alfo ſollen wir nie nans vꝛteilen das er boͤß fei zc, darumb ſo er vil widerwertikeit leidet. m ſamſtag Palm abet Predigt der Docte: wie ein menſch fol le⸗ rin e kennen fein ſund. "^ - Je. n, vꝛſach & Y cuiparum ICH Bekantniß der ſimden E ein menſch len kench SEIEN fein miſſeta: / darumb fo ſtupfet vnd treibt in got mit leidẽ. Wie dz LJ ſünd wölleft erkenpiẽ / die rüwen vñ beichtẽ Wan du aber dz nit wilt thũ / du wilt dein ſünd nit erkennẽ / ſo ſtreckt fein hand über dich vnd rürt dich an mit armůt / ſiechta gen oder was es den iſt / da mit dir memo⸗ ry vñ gedechtniß in dein auge vff gangẽ vi Qu erkenneſt dein ſündedle du hid got haſt gethon vñ ſpꝛicheſt mit den bꝛüdern Joſepß Merito hec patimur ) Billich lei ` den wir das / wan wir haben geſündet inn vnſenrn bꝛüdern das es innen übel gieng da leiten ſie es iren ſünden zů / vnd kamen in ein gedechtniß irer ſund / es iff ein lange hiſtoꝛy Alſo ſag ich / ſchickt dir got leidẽzů (o biß gedultig / er handelt mit dir nitt an dere / den wie ein vater met fe nem ſan / wẽ ein kın von dẽ vatter gangẽ iſt wis feine willen / So treibt er in vider herzů mitt ð rũten / vnd ein hirt ein fich mit dem ſtecke Alſo wil dich got wider zů im rreiben mit leiden / daz du dein ſünd erkẽneſt / wan du durch die ſünd von im biſt gangen. Alſo tet er dem bei der ſchafweſch da er zũ im ſpꝛach ſünd nit mee das dir nit boͤß ſers be gegne / des gleichen die Sodoinlter vñ die beſe 7nen menſchẽ in irem leiden bekanten ſie ire ſünd / die ſie voꝛ nit bekanten. lent hie lernẽ / daz die menſchẽ die wið got c * felbig her Enmpt von dem pflantzen / von ant dem teuffel / von zauberey da mit du dem ſünd erkenneſt / dauon ret ſanctue Criſoſti mus / got der hetr iſt nit ein richlicher ſtra fer / der herr ſtrafft nit bald vnd gleich fo | man ſündet / beſunð er wartet ob du dein m , | / Ka TN murmlen darumb das er inen leiden vnd fummer sa ſendet das fie nit wirdig kint |! etae lebens / wan warumb / wen ein va ter etwas zů dem beſten thet id er von dem vatter Tff vnd wide iy mürm et fo ber al bet et ſich ſelber feirs erbteiles / Alſo bernubſt du dich ſelber es ewigen erbe, Zu dem andern fo folle hee lernen die die da ſpꝛechen / was hab ich denn deron daz mich alfo gott angreifft / erthůr es dir zů gůtem / das da deiner fürs de ſolt gedencken / vnd die erkenneſt. Zu dem dritten fo ſollen hie lernẽ die die etwan vmb vnſchult em? gedultig werden / al etwan fo facht man dich vinb diebſtal oder vm einer andern veſachen willen / vñ man toͤttet dich / ſoſolt du nit außer got spürmeln wan haſtu daz nit gethon / vnd biſt des vnſchuldig / ſo ha ſtu aber ſunſt in andere weg wider got ge⸗ thon / darũb dir got ſemlichs hat zůgefũgt Wie Got den menſchen leiden zůfüget Das die ſünd gehindert wer den. Gott der herr ſchickt dir | | C ei, leiden zů wie es dir kumt das er dich Kinder an dei in de weg ſei / dn ſiheſt wen du ſtarck biſt / leich in eren / lung / geſund / So bꝛaucheſt t die gaben gots nit zů der ere gotz beſun der wider got dein ſtercke vnd ingẽt bꝛuch tea 15 der vnkenſcheit vnnd leckerei dein gar zů freſſen vñ zů ſauffen vñ zů den bů⸗ ben tedigen. Biſt du in emptern / du lůgeſt LXV würſt / vñ etwan den tod / damit du gehin dert werdeſt an den Tor den aller ſammen / das iſt dz / daz der weiß man ſpꝛicht (So? pientie (iit Raptus dt hinc.) Er iſt von Binnen genamen das die boßheit iin [ei verſtentniß nit om keret / oder dir betrogẽ würd in ſeiner Teen Da ret got durch den weiſen / daz er dick ein frumen menſche in der iugent ſterben lat / damit das die ſünde vermiten bleibt / die er würd thůn wan er lenger lebet / Darumb fo ihůt im got gro ſe gůt das er in in der ingent lat ſterbenn So wir daz glaube das got einẽ den todt zů fügt / daz er gehindert werd an den jun den / warumb woltẽ den wir nit auch glau ben das gott eim leiden vnd wid wertikeit auch zů füget darumb dz er die fund müſt mindern die er ſunſt volbꝛecht. Da würt nen finden vnd daz die widðwertickelt dir wie du ein andern vñ der moͤgeſt trůcken datumb [o fidet dir got zů ſchmach (Bad eat das du verzaubꝛet würſt / befeffen A nidergelegt vn vmb geffoffen die nerriſch frag die man etwan thůt / ſo mancher fps cht ws ʒeicht got dz vnſchuldig kind dz es alſo verzaubert iſt / alſo kranck / alſo lam / Es můß fein lebrag ein krüppel ſein / was zeihꝛt gott das vnſchuldig blůt. Ich frag dich was hat got gezygen die vnſchuldigẽ kind in die er hat laſſen etſſechen. Da vet herr geboꝛen ward vnd Herodes alle kne bli nerioͤttet / die in dem land warm / was hetten die gethon. "Stein was hetten die kind gethõ / da er ließ die fleiſch Fazer vo dem feuer obnen herab mit ſchwebel vnd bech verbꝛennen / vnnd alle iunge kind die in den ſteten waren / waz heren die do hen. Item was hetten die kind gethõ die im ſyntfluſt vmb kam̃en zů Noe zeilẽ De nic me den acht menſchẽ vff erdtreich bon. Die frag wil ich mit meiner frag hinſtof fen ws habẽ die kind all getßõ. Ich gib dir ant wurt vnd ſyꝛich / das ger der herr den kindẽ leiden zů füget vo zwo vꝛſachẽ wege dem erſten xb rum den / = ench bie le dz dem | fofti ſtra ein in ber oi ge ot D Je. xu vꝛſa ch ift hinderniß der fünd ch ich vmb des nutz willen der kinder. Zů dem andern vmb ſtraff der vater vnd müter. Zů dem erſten vmb nutzes willen der kind. Nim die kind für dich / die Herodes toͤttet / weren die ſelbigen bei leben b'iben / ſo weten ſie mit dem herren Jeſu vff gewachſen vnndweren me denn dreyß g iar alt woꝛden. Da der herr Fer ſus leid fo hettẽ ſiemit andern iudẽ geſchꝛu wen / wan fie warent fein lantzleut (Cruci fige crucifige eum, Vund Betten ſich ver ſündet vnnd weren verdampt woꝛden / da hat innen got baß gethon das er innen lei den an ftem leib hat zů geſendet / weder 9; Tamſtag ro dem Palmtag da was der. mon Achoꝛ der ſtal ein mend in vnd die feinen vnd das fein fraw vnnd p get achoꝛ Joſue cay (culo. Da belegert m ein ſtat / da verbot got dae man nüt von ver ſtat behie t man felt es alles verbemi etwas gelbo Vo es denn was / da ließ gat vll man erſchlo: gu werden vmb Set ftn den willen / ye co uard offenbar das der a geihon het. Da gebot got Joſue daz inen kind vnd was im si gehoͤꝛt das ſolt man alles verbꝛennen / die kind hetten nüt dii thon noch das fich / noch müft es als bom nen. Er ` eme geſtrafft das er wi Gre das die kind vnnd ander vmb (cinent fie [Baden an Teen felen, heten empfangen willen bꝛennen müſten. E — — vnd in ce auch Ketten die kind gelebet / fo Beten fie Vatter vii můtter wach getol: N Je NV. get ín (ren ſünden / dauoꝛ waz got vnd ließ iff glery fie vo: ſterben. das die cler get; Hees gezeuget vnnd ge frat bbdaret werten / So füger Zu dem andern ließ ſie ger erwan fra mnien menſchen leider got vnd laſſet alle tag die lind leiden vm ſtraff willen vatter vnnd můter / wan wa xumb / vater vnd můter vertragen innen zeuil / vnd zlehen fie vff in boßheit / in der kintheit lereſtu fie ein ſchellẽ dentzlin dan tzen / Du lereſt (ie ſpoͤtwoͤꝛtlin reden vnd vnnücze ding reden / flüch en vnd ſchwerẽ/ vnd lereſt ſie vff buppen hoffertig ſein vñ zübeſt (e zů aller boßheit / darumb daz du fie laſt wider got thůn / vnd gefelt dir wol wen ſie got erzürnen / vnd haſt fie etwann lieber den got / darumb fo ſchl kt inen gott zů leiden das du geſtrafft werdeſt in yen vnd in dem das ſie leiden des Haft du vil in dem alten vnd in dem nüwen teſtamẽt Ds iſt dae / dz got ſpꝛach durch den pꝛo⸗ heit. Ego fm deus zelotie) Ich bin ein te ffrriger got / vnnd ſtraff die ſůnd biß in W das ferd geſchlecht hinein das hat er gez vnd noch Gt beitag fo ſein die menſchen kranck vnd ſiech / vnnd moͤchten geſundt werden wen fie nit ſelber et wan eln ergel darfür ſtieſſen ſich ſelber hinderten. Da got menſch iſt a oꝛden / da fcín menſchen beſeſſen worden denẽ voꝛa nhin in dem al te teſtament darumb daz fie got außtrib in mẽſchlicher natur / darumb Vae die glat ty gots gegroͤſſert wũrd / des gleichẽ ward der blind geboꝛen das der herre in erleuch tet. Alſo ward ſanctus Petrus gefangẽ / das in det herre lediget das fein glory vnd ere gezeuget wird, Alſo noch alle tag dei ſchicht / das etliche menſchẽ betriebet befef fen werden vnd vil leiden damit fie erlöft werden vnnd die ere gottes gezoͤgt werd vnnd der lieben he igen. (Octaua die Srraifinie, Vnnd endet hie mi dle Emerß. M.d. x vi. 4 | & | HN | 1 D f T / H e Bewerung des Geſpenſtes Hat er durch willen gottes veracht ges wit digen Docto: Keyſerſperge / wan die Rarwochen pꝛediget er andere matery von dem leiden vnſers herren deren ettli⸗ ch findeſtu in Ceiferfperce ewãgeliẽ bůch nliwe lich getruckt Vnnd zů lob vnnd ere den egemelten Docto: Keiſerſperg ein cla vnnd Egitauium hie angezeuget wie nach ſtot. A Cyn über geſchꝛiſt der be greonyß Doctor Johannis TReiferfrerg/ durch Sedaſtianum b:ant geſetzt. Den alles Straßburg weint billich Johannes Geiler lobes rich Den doctoꝛ Keiſerſperg man nant Vmb den trurt warlich Doctoꝛ Bꝛant Das er geſtoꝛben (ft in zeyt D A | o Hie vſider delen ſtůl leit Den er ob dreiſſig iaren Bade hegiert wol in pꝛedigere ſtadt Er was ein gezierd der geiſtlicheit Ein Spiegel aller miltikeit Ein liebhaber frydens vnd tugent Ein vnderweiſer alter vnd iugent Ein pflalitzer der gerechtiktit En beſunder feyendt der boßheit Laſter vnd boͤſe werck auß rũter Der ſünder ſtraffer vnnd bedũter / Ein troſt vnd zůflucht aller armer / Ein milter vater vnd erbarmer Sti! vffrecht dapffer vnd demütig Vit ein außnemer det perfonen Sein ler vnd Groff thet niemans (one Sundet mit gieicher wag vnd meffen Acht er den cleinen vnd den groſſen / Hat ſich mit pfrũnden nit beladen Voch die gehufft zůr ſelen ſchaden / Sunder hat ſich vernyegen lon / Mit dem ampt das er hat gethon Reichtumb vnd ere vnd groſſen bart ` LXVI Die pfrunden pfenning pꝛe diger Hat er geſtrafft ſtetz durch (ein leer Stanthafft vnd ſtyff iſt er geſein In woꝛten vnd in wercken ſein Nit hat er ſich bewegen lon Als das Roꝛ von dem wind iſt gewon Was er mit woꝛten hat gelert Hat er mit wercken vos fürkert Recht gůte werck voꝛ hin gethon Damit gelert im nach zů gon Zeytliche frende / vnd uͤppige ere Der welt / hat er geflohen ſere / Geleſen ſtettes die heilig geſchꝛifft Vnd was der feelen heil antrifft / Darumb hat er durch vil der tugendt Durch gůte werck von ſeiner iugent Verdient on ʒweyffel ſolchen lon Der ewigklich nit würt zergon / Vff Tetare iſt er geſtoꝛben Ewige freud bei dot erworben Die im got mere / auch vnß allen Amen ſpꝛech wem es thůg gefallen. Starb vff den seßenden tag des Mer; to vff mit faſt zů mittem tag Da man salt Tauſent Fünffhundert vnd zehen. Item diß dad iſt Getruckt vnd ſeligk⸗ lich geendet In der (fat Sraß burg vo ohan nes Grienninger off Frei tag vo: mitfaſt In dem lar von uſti⸗ o D H —AMHhM | von i ttd du DI er es nan und man diti «eni wi ch dd Dom get yt net gel 6 en b d rd ny, B 1 4 ef € % L| 9 B 9 LJ * E D D e Ur L3 Li 4 * " 3 H « , * e e. ^ H x * 4 D " fi D p / — wm m Ta — — — — . H Uü 2d E , - 595 2 Lé nfunffe dem hochgelerten (lee von Relſerſperg/x zeit in dem hohen ſti Jetz nuw — M — ep — ꝛedicant = TN — 2: y lente nnd haltet fgelegt von | E ji — m Alii eg Ub SE M \ | | "ul uc Wd, | II TY — KI LE , / D € j ek d ^4 * A -" — E be? e f+ | 6M " 4 — » SÉ — 4 S ^ ,* B ` , ^ e e, e Nu 8 er vnd pꝛedig / an Dectoꝛ Johanne? Ge traßburg der DI To d i der ſtat S e is bijchl nutzlicher le c ti ner d LL kün ifo hen f S * te - " i T / My 1 N yid . A . | H * DEI | u / a Ba » , —,— SES H — É — ' — Se, SCH | Z [ | | | a W ; "n Sak dl DL [ Un. , , — i X/At | 1 bt 4 SEEN » (42:9 S NI 1 Tx en #3 4—7^3 m | AN ANC > — — ^ — D — 3 "Pp — en, ET LE TA d. "e -—— - '" G » , — | REIN EE. E AE \ * GA — N ei — — Ki \ A IN >. UN NN | & "m ELT. \ 77,7 * X * j 1 Kal — n Eu — — AN, Ka 19 d ^ EI T \ A — 4 7 ER — SH e ; "A N - Lë * #77, Jive N Nd mu Ma; ^ | 77% X 275 | A , a A, — — 4 A H , / ‚A A an $ BIFAN | | | N = E Y — 9 > ' 1 | Zei » ^ — e | | : y Ki, BE | » ' ^4 d + y — i ) ZI e ze. Lo = Y-— ch S , — — — e AE - E Hi. —— «al —— X 2 $ - — \ N — ——— 2 0 e — ; A H im balten ſol. oder gůt / aber es weiß es nit / wie man ſich mit dem felben halten ſol. Das iſt das Regiſter über das büchlein Kerr der Ri nig ich dient euch gern. | Die er ſt pꝛedig ſagt / Wie men get dienen ſol / vnd watumb / vnd wie nit aller dienſt von al en menſchẽ got angenem iſt / no wie man zwey en herren möge dienen eder nit Die ander ſagt / Was das (ft in got oꝛdnen / vnd man nit dem geluſt follgenäg fein vnd uie got fine. dienen narũg ſendet / Vnd wie man das reich gots zů. dẽ ei ſtẽ (idit Die drit ie pꝛe g ag. Wie ein menſch ſol ein heimlicher knecht gottes werden / vnd was alle tag zů center lieren wer. ët, | Die fierd xꝛed ge ſagt / Wie in ſyben weiß verſtandenn wütt/ des wort hab Get lieb tiber alle ding. | Die funfft pꝛedig ſagt / Zů welcher zelt fol ein menſch got lieben uͤbor alle ding / vnd wie da ſeind gebot vnd verbet. i Die ſech ßt pꝛedig ſagt / Wie in vil weg die lere Sanett Pauli erfüllet mag werden alle ding thůn zů der gloꝛy gottts. Von dem hoffgeſynd. Die ſybend pꝛedig ſagt / Wie ein menſch ſich ſelber ſel lieb ba ben auch / fe ſeinẽ neſtẽ Die acht pꝛedig ſagt von der oꝛden ung von der liebt / Wie man lieb fol haben. Zů dem erſten / get / ſein ſeel / datter vnd můter / kind / vetern V ie die kind varer, yñ má ter tnteren / wie der leib ſol der ſeelen dienen / vnd wie ce. ſelig wire durch die vier gaben. Die neunde pꝛedig ſagt von katzen kůſſen / von dem feind vnnd was ein feind iſt / vñ wie man ſich gegen dem feind halten fell, 3 Die ʒehend pꝛedig ſagt / Was man dem feind aiinné (el ven vſſen herauß / im nit bo er günnen / vnd im nit gůtes vergünnen / ym in der letſten nüt aite wöllen (En, Die erlfft pꝛedig ſagt / Wie man dem feind gůts fel thůn and wae gůte. Die swólfit pꝛedig ſagt von dem feind vmb den du es nit wol vetdienet geft. das er dir feind iſt / wie du dich gegen im halten ſolt. Die dreizʒehend ſagt von dem feind vi den es wol verdient iſt / wie man ſich gegen Dye ſierʒe hen piedig ſagt von dem feind den Sa geſchediget haſt / es (ei an leib / ſel cet Die fuffʒehend pꝛedig ſagt vnd ift ein beſchlaß der matery / weiche vnſerm Künnig Gott an de nangenemſten iſt / den freund oder den feind lieben / vnd welche fehwere in dem werck / das werck ver dienlich er machet / vil hũbſches dinge. End des Regiſtert * & H * LU p des TX d ` * — ; - —̃ ÄH— — — P. i SH M !/ " = : * € der heiligen LXVI M A BI / / 679 : ur cht d Wei UN mi — e ` e " d Un | / ^ E. A 1 1 | MEVEST sinn emer alſo Fünig wütt/ ſo ſpꝛechen dan die an dn alſo. Her e der künig ich dient euch T E. gern / was iſt envet be/ ger / iſt die antwũrt. Das ir mir gebieten vii das ich wol erzũgẽ moͤcht. Alſo in dem gotz dienſt iſt got auch vnſer künig dẽwir felle dienẽ darũb fo voll ich euch etwʒ ſchluſ red vnd Cõcluſiones) ſetzẽ von den ſund n gotz dienſt. Es ſchadet nit iß oꝛenkützlig / dem erſte * 7 | ich / Ein mẽſch ſol warne men vñ wiſſen / wazwercks thun ſol dz im ʒůſtet vnd muglich (ei nach ſeiner natur. Wan watíto got hat geben ein feel die vernünff tig iſt / ñ das liecht der natur vns gegebẽ darũb von der ſelbẽ vernunft ſollẽ wir wi fen waz wercks wir imwidu nb ſollẽ thůn zů einer dãclbarkeit des gůte / d wir von im habẽempfangẽ. Wã ein künig oð ein fie iſt aber faſt erlich. Ich wil ſchlecht hin furſt erhüb eto ẽ ein mã vß d n iſt achen durchgon / vnd nit vil allegieren. Als wã er ein burẽ an nem vfi dem dreck / u 0] Soceniacoa man zalt nach der geburt des herrẽ Je | [a virfero behalters / Tauſent fünff hundert vnd ſyben ler / Da hat der gotzfoͤꝛchtig. Do dienſt ctoꝛ Je hãnes Geyler von 828 in dem hohen ſtifft s Straß burg / di er nit fc nachgendige materx von dem Herr der künig ich diente gern. In einem ſummer ae d fein piediget. Vnd bꝛüder Johanned Dan minder bꝛůder zů den barfüffern Straßburg (dit zů der ſelben zeit vonn des Doctoꝛs mund gehoͤꝛt vnnd vff geſamlt / daz ſemlichel ſchatz vnd nit verloꝛen würde / wan wort der weifen follen mit golt auß gewegen werden. à In dem o:etseben Sontag nach der Dꝛeyfaltikeit tag ett dys Ewangelium. (Beati oculi qui viderunt et crediderunt. Vnnd pꝛediget der Doctoꝛ in dem münſter/ vnd behielt bꝛůder Johannes Pauli ſolichs von der ſelbigẽ pre vnd dig / das Fin S ſpil / Gerr der künig ich diente gern / geiſtlich aufgelegt 7 % W / 4 um 1 t AN A I / - Sa 3 98 m N ZS: S cA NO H en. | inii AN EI 277. i! Mi bé MEL 4 GH 22 l | e M VS EN | Ex E: N S Zo ES Sa D: X Ep eg IS; * L Ki 1 | | ' Der. Xin. Sontag geſch lechre / vnd bꝛecht in zů groſſen eren / er mecht in reich / vñ müſt allwegẽ bei um fein £& was cet er im dan an thet / ſo wer ð wol ein ſchalck vii ein buͤb / ð da nit warne me /was er dẽ herẽ zůgefallẽ thet / dz er im dancket des gůte / ſo er im gethõ het. Alſo was ſeind wir anders dan wůſt vfi vnfle⸗ ter / wůſt ellen vnd inen / vñ got hat vns erhoͤcht vii geert Sarũb wan wir nit war nemen des wercks damit wir dienen ſoltẽ got dem herrẽ / ſo werẽ wir nüt wert. Der meiſter von hohẽ ſynnẽ ( In. ii. diſtinc. i.) da fragt er. Warũb got den menſchẽ hab gemacht / antwurt er / das ð mẽſch got er keñ / darnach in lied hab vnd beſitze / vnd ſich ewigklich in im erfreuwe. Nit thůt es got daruũb das wir im ſollẽ dienẽ das er vnſers dienſts bedoͤꝛffe. Neln / Er iſt von ewickeit ale mechtig / als weiß / ale herlich geſein ale ietz. Aber ð herr thůt ee vm vn (ctt wille / das wir alſo durch fein dienſt $ diene vñ erlãgẽ ewige lebẽ. Vñ alfo ewige lebe uͤberkumẽ iſt ons gar vil erlicher Ian wan es got ð herr vne win ſunſt gebe Wã ein edelmã vo eim künig ein leehẽ hat / ein ſchloß/oð ein lendlin / ein vogtey / fo íft im vil erlicher / wã er es vm̃ in vᷣdient hat dã wañ er es im vᷣgebẽs gebẽ het wã er ſpꝛech en mag / ich hab es vmb den künig vᷣdernt ich bin ſo lang zů feld gelegẽ / dz vñ dz für den gelittẽ / der künig hat mir es nit vmb ſunſt gebẽ / ich hab es wol vm in verdient Alſo oꝛdne ſich ein menſch zů gots dienſt. Es iſt aber nüt / ir forgen nur / wie ir hoch an der dienſt ð menſchẽ kemẽ vnd euwer kind an ð herrẽ Goff moͤchtẽ bꝛingẽ. Ach ſpꝛechẽ ſie / ich hab ein ſun / ð müf ein pfaf oð eĩ münch werdẽ / gleich als wer er ſunſt niendt zů gůt / vnd vachteſt in / ſo du in gi beſt sii dẽ tors dienſt / du meinſt / es wer er licher wã du in gebſt dz er ſolt dienẽ in der katlechẽ / ein weibBabe ep kind / tag vi na cht fechtẽ / vnd yomer on not Babe, Ander wie fie ire kind an groß herre dienſt bꝛech⸗ tẽ / in wer lieber fie dientẽ de künig on lon dan eine andn mind n herrẽ / der innen ein iars.vl.güldin geb. Darnmb ſo fecht vnd ſtreit ein ieglichs darnach 95 es got diene in dẽ werck oz feiner natur füg. Der dient eim herrẽ im ſtal in ð miſtlachẽ ein E in ð küchin / ein andꝛer ob ð kũckel Eich dienẽ dẽ herrẽ daz fie voz im ſton / d dienſt trift alermeiſt / die geiſtlichẽ an / pꝛieſt er vñ oꝛdẽ ßleut / die voꝛgot ſoltẽ ſtõ / vñ wiswoll es iſt / dz alle welt got fol dienẽ / ſo ſolten ee doch aller meiſt thũ wir criſtẽ / wan wir ha bé dz liecht des glaubẽs / da wir vil künen in ſehẽ / oz ong got gůtz hat gethõ. Ja feit chſtu / ich kã ntit gedẽcken des dinge. Ich glaub es wol Aber vs zů uach / zů log, vñ zů anðn uͤppigẽ dingẽ dicte / dz kanſtu wol / kaſtu nit de glaubẽ / ich meint du ſrꝛe cheſt in aletag. Nym die artickel des glau bte für dich. du glaubſt in got ð dreifaltlg vñ einig iſt / d ſun iſt mẽſch woꝛdẽ / vñ hat dich erloͤßt / geboꝛẽ vo Maria ð iũckfrawẽ Vñ am iuinſtẽtag richtẽ / vñ werde die ge rechte qo in 9s ewig lebẽ / die boͤßẽ in das ewig ſeuer &. Vñ ð gleiche gedẽck Wir cri gabẽ auch beide teſtamẽt / dz ner vñ dz alt / dar durch wir gelert werdẽ waz wit folle thũ / vñ wy vns get vᷣheiſſen hat. Da rũb ſpꝛach Dauid ( Nõ fecit taliter omni nationi) Got hat nit alle geſchlechtẽ alfo gethon ale vns criſten menſchen. Ich vil geſchweigẽ ð heiligẽ altueter lebẽ / die vns voꝛgangẽ fein vñ v ir iren fůßtrittẽ nach ſoltẽ gon. Darũb fo ſpꝛicht vnſer ſpil / ber ð künig ich diẽte gern / wz iſt ewer beget dz ir mir bieten / das ich wol erzlgen möcht. 6d Alſo in dem don dienſt ſol einer warne? men was im zů ſtot into om̃ie ſernitꝰ re ſpicit poſſibilitatẽ) te kumpt dz du einer frase hoffiereſt ob dem tiſch / ſie hatt es de i | | "mm 3 E f p T ^ Z7! f "4 FAR É 5 STU Poss Ka E: f ei ` "ew Ander ber n lon ein t vnd diene dient d nich > er vñ woll nic für gůt / warumb fie üfer das felb nice gern / ie het lleber ein anders. Oder (let fie te gern / ſo (ft es ir ſunſt nit angenẽ / ſie hett. ce liber von eine andern. Alſo aller dienſt If nit got angenẽ von allen menſchen. ich / Das dz werck / das 9 moi ſch fol thůn / ſol erlich fet f ein gut werck fein Es iſt ut genůg das du ſpꝛichſt / ich hab nit bó/ (ce im ſyñ / vñ es můß ſich dir zymẽ zethũ Eo fei ein iñerlich oder ein vſſerlich werck in allen hũſern ift gleich zedienen. In einem Dau iſt das gewonheit / in eim an dern hauß iſt ein andere gewonheit. Dar umb wan die dient von einẽ hauß in ein and hauß kamẽ / ſo muſſen fie erſt lerẽ vñ den neiſter vñ die fraw fragẽ / wie mã im thun fol In eim hauß ler man vf dẽ tag Loo / in einẽ andern hauß (jer man ein an ders. Alſo wir ſollẽ trüwelich nahin fragẽ was wir ſollẽ thůn / zů pꝛedig gon vnd lo? ſen / wan nit alle mẽſchẽ gleich got dienẽ in allen ſtattẽ / ſant Paulüs ſpꝛicht ir folie nit witzig ſein. bei euch ſelber / aber fragẽ was got gefellig ſei c. Als die megt etwan thũ die an ein dienſt kumẽ / die fragẽ die alten dienſt / wie den herrẽ vñ ð frau xé zedienẽ fei damit ſye ð fach recht thuͤgen Alſo wir Coꝛrelarium (auch Was dienſt vnd kunſt ſeind die nit mó gen in dẽ dienſt gots geoꝛdnet werdẽ vnd gezogẽ Directe vel in directe) Seind fire flic /fürwitz / vnd niendert zů gůt / als da iſt Aſtronomia / Poetria / Oꝛatoꝛia) wan man die künſt wil bꝛauchẽ leckerey op bei ſcheiſerei vñ Wiot zůuerliegẽ / fo wer belleg nan lert ſie nit. Wan tma aber lett wol re⸗ den / das man ein an dern ůberredt / daz er Bii thüge vñ got diene / dan (o ift es geoꝛ⸗ dnet in dẽ dienſt gots / vnd wer ein hübſch wi err der kůnig ich dient gern LXIX kunſt vnd verdienlich. Wan einer etwas böfes voꝛim hat / du biſt ein redner / vnd künteſt den üͤberredẽ / das er das uͤbel vn derwegen ließ. Sant Auguſtinꝰ vñ ſant Criſoſtomus das ſeind auch redner gewe fe, Criſoſtomꝰ iſt der n gñe demo ſtra⸗ tiuo) den ich geleſen hab / vnd fein criſtẽ ge weſen. Cicero fft auch ein redner geweſi / er hat aber den glauben nit gehabt / er fet co ſunſt auch geoꝛdnet. Ja G9 bin ein Juriſt du oꝛdneſt aber deine kũſt nit in got / mer wie du die leut beſcheiſſeſt / vnnd fie vmb das ir bꝛingeſt / vnd darumb lißeſt du dẽ gantzen tag ob den büchern vnd nit vmb gottes willen. Deßgleichen auch etliche (Theologi) die ir künſt nitt oꝛd nen in got / mer in buͤberey vnd beſcheiſſerey vnd ſein des teufels als ſie gon vnd ſton. Es ſol ein dienſt in eim hauß nicht mer warnemen / dan allein was feinem dienſt zůgehoꝛt. Al fo wir auch / wir folten nüt erfaten noch er neiſen / den ws vnſerm ſtat va dienſt gots zů gehoͤꝛt / Der weiß ſpꝛichet ( Qut ſerua to: eſt maieſtatls oppꝛimetur a goꝛia. dꝛite ſchloſte de iſt. Es (ft nit gnůg ez mã get diene / man dien im dan erꝛdẽlich. ſant Paulus ſyꝛicht ( Om̃ia fiant in nobis (com oꝛdinem Al le ding geſchehen in ons o ꝛdenlich (Ratio nabile obſe quiũ veſtrũ id eff ſcdm oꝛdinẽ) Ciim daz exempel von tiſch diener vnnd von de eleiden. Es kumpt das ein knechtt (ol ein herrẽ cleide 08 die iunckfraw die fra wen. Es iſt nit gnůg dao 9 knecht alle det? der bꝛingt / hoßen vnd wammeß 3 er lege es im dan an / wã er in cleiden ſol / vñ legt (im dz wãmeß uber die bein / vñ die hoſſen an de kopff / vñ die ſchůh an die hend / vñ 95 hewbd tiber die fuß / vñ ſpꝛech ` D wol an her ir ſeind hed kr | en ee It ha Inte db kei / S Dt ſtu pꝛe u ig jt € | H 6 vnd fuͤß / vnd ſpꝛich ich bin gecleider/sber nit oꝛdentlich. Des gleichẽ im tiſch We nen. Es iſt nit genůg dae einer herʒů bꝛin get dae not iſt / er thuͤ dann das ſelbig ez denlich. Wan er den keß in das můß bꝛo ckeie / vnd die biren vnd nůß in das glaß ſchangkte / vnnd den wein uͤber denn keß ſchutte / das wer vneꝛdentlich gedienet. Alſo wil det das man im fein dienſt ez dentlich verbꝛinge. Darumb jo Sanctue Paulus (Omnia facite oꝛdina lite Sc.) Alle ding felien ir thůn oꝛdenlich. Es wet ſunſt den wagen geſpant für die reß / vnd nit die roß für den wagen. di de iſt KAS | remotio.) Hynnemung d — bi dernie. Du fifeft das in eitcn dingen. Wiltu mon ein keilerin din gen / ee fie dir zůſagt / thůt De alles hin weg das fic hindern moͤcht am dienſt/ hat beem man / ſie ſpꝛicht / lieber hei re ir 9o:fi fen mein mã nt Tod er ift nit in der fct, Hat ſie kind / ſie ſrꝛicht mein kinder ſeind Ver je ꝛcet / ſie kumen nit zů mir. Oder waz des gleichen wer / thůt ſe hinweg / darmit der herr kein mißfal an ir hab. Ein bu er tbůt auch elle ð ein nůwe rlitt wil ma⸗ chen / ee dz er ſeret / ſo rütet er die doꝛn vor kin weg / vnd hawet das holtz ab / vnd ett beet es / Darnach ſo fert er erſt mit dem pPüg darein / vnd kert das erdreich vmb / vnd darnach fo fever er erſt das koꝛn dar⸗ em. Alſo wer got dem herren wil tree lich dienen / der ol ves tkůn / das inn daran bindern mag. Das iſt wid er vil menſchen die vff in ſelber ſit en / vnnd vollen hemmeliſch ding betrachten / vnd v oͤllen contemplieren vnd fahen an zůge der ken von get / vnd heben aber noch nit er ßgerttei dit alten dein / die alten ſtoͤck er. XII, Sontag nach der. Ill. künig tag alter gewonheit / vnd wan ſie alſo ſitzen, ſo geen boͤß glüſt der vn keuſcheit vnd & of zeriechen / vnnd der hat dir dasige⸗ thon / vnd der das / warumb / ſie ſein noch mit dẽ pflůg nit daryn gefarẽ / vnd haben Lotte noch nit außgerütet / vnnd ſitzen da wie die affen. Ein aff ſitzt etwan vnd me wet vnd kuͤwet eben als eg et / vnnd hatt doch nüt in dem maul. | | d red iſt ( Quio impediat Was doch bas ſei / daz di ch hindere an dem dienſt gottes frageſtu. Ich Fa das ce it Ser uitus creature) Der creaturẽ dienſt Wie ſpꝛicheſtu / mag ich nit dienen eine menſch en vnd got. Ich ſpꝛtch du mag wel die nen ʒweyen herren die vndercinander fun Du magſt wol dienen hie eim Rat / vnnd dem Künig / wan f e fein vndereinander / vnd drei hercen die ob einander ſeind Ab er ʒwen &e ren die gleich wollen ſein / mag (tu es nit thůnn. Du magſt nit vnſerm künig dienen ond dem künig ven Franck; reich. Und (Nicolaus de Lira fps Co trariaſ ꝛecipien : ibus. Die da gebietenn gebot die widere nander ſeind. Nun ſyꝛi chſtu mag ich nit denen einem menſcken vnd got / fie ſiend doch auch vnderein and weg" Ich gid dir antwur / eas du nit magſt die en (Creature et creatori / ſimul et femel puncipaliter et vltimate.) Der creaturẽ vnd dem ſchoͤpfer / flirnemlich vñ entlich Du migſt wol einer creaturẽ dienen / wá du den dienſt oꝛdneſt in got. Aber daruff vnd das das mein anſch lag iſt / vnnd nit ger vermeineſt / ſo magſtu ce nit thũ. Es ift mancher menſch der einem menſchẽ ell ſo dient / hat in ſo lieb / das er ſein entliche meinung / darein (et dem menſchen woll ſchlos A 4 à d d r | | de. e — Aë l E | é Li 8 , e . T | ) T Y 1593 , P sägefallen vnd ſunſt nüt. ZA a magſt du pol vnſer entliche meinung ſein / als du y zunt hoͤꝛen würſt. Vnd alfo ijt mein mei nung das nie mands der creaturen mag dienen vnd dem ſchoͤpfer fürnemlich vnd entlich. Du aft hüt daz Ewangelium Nemo poteſt duobus dominie ſeruire.) Es mag nieman zwey en heren dienen zc. chhloßred iſt (Quod Boma NS debet ſuam actionem tam re LE interisen quam evterio:em ferre in deum / tam actualiter quam habi tualiter.) Das ein menſch alle feine wer ck / ſie ſeien innerlich oder vſſerliche werck ordnen / vnnd ſchicken in got / wircklich o9 vertrochenlich vnd heimlich / das kan ein naenſch wol than. £e fet das ein frauwe E kind ſeuge / koche / das feuer betrech. Oder dn ſitzeſt in dẽ Rat / Oder du gibſt ein vꝛ teil / oder du in acheſt ſchůh oder cleider / oð gerbeſt. Die magſtu alle in gott ov nen / wan du ſolt nicht auff dẽ werck ſton aber du hät dich mit ernerẽ / daz du mé geſt got dienen. Als ich yetz hie ſtand vñ pꝛedigẽ / dz (t el leiplich werck / dz ich euch leer / ed mag in got geoꝛdnet werden Wan watumb / ich ſtand nicht off den werck. Ai das yr fo lieb ſeind / das ich euch leer Nein / ich ler euch darumb / das ir die warheit lernet erkennen / die ſünd meiden vnd got dien m das ir ewige leben verdie⸗ nen / wir muͤſſen alle einander dienen / eyn handwerck dem andern / wir müſſen aber nit daruff geſten / ſunder in got oꝛdnen. | Du ſpꝛicheſt / Das ift ein hart ding / | maß ich alle ding in got oꝛdnen wircklich en oder getrochlingen Wund was ift wirck lich in got geo:dnet oder heimlich / was íf err der künig ich dient gern dem ſelben vnd got nicht dienen / wan got LXX (Actualiter vnnd Habitualiter. Ich gib dir antwurt vnd ſpꝛich / Das wirckli⸗ chen ein werck in got ficken’ iſt nüt an ders / dan wann ein menſch ein werck wil thůn / vnd ee er es thůt / ſo richtet er (ein ge mát vff zů got / vñ lůgt ob das werck mo ge in got gericht werden (Direct. vel in⸗ directe. Schlechtlich oder neben vmb hin vnd beſeitʒz. Nim daz exempel / wan ein fraw ir kind wil ſeugen oder was et iſt ſo ſol ſie gedencken / iſt das werck gůt oder nit / ſo ſagt gleich ir vernunfft es iff gůt / got hat es dir gebotten / du ſolt ce ſpeiſenn vnd erneren / wan es iſt dein kind. Jetz hat ſie das werck wircklich gericht in gott. Aber vertrochenlich vñ heimlichen yn got ein gůt werck richten iſt / deñ wan ein menſch lang ſein werck wircklich in got ry chtet / ſo würt in im ein gewonheit / das er es vfi der gewonheit allewegen in got richt vñ ob er nit alewegẽ gegenwurticklich an got gedenckt. Als ein menſch wan det al⸗ molen gibt / ſo oꝛdnet er es in got / vñ von dem ſelben vil almůſen kumpt er in ein ge won cit / das er es allewegen in got richtt / vnd ob er ſchon nit an get eben gedenckt. Nym das evxempel. Ein narr der etwa verhaft ijt hinder der metet eſſe/er trin cke /er ſchlaff / er wach / er fol thůn was er woͤl / ſo ſteckt fie im allewegen in dem kopf Alſo was ein menſch fol thůn / ſo ſolt im allewegẽ das in dem kopff ſtecken / vñ ſein werck daz er wil thůn / oꝛdnen zů gottes ge botten / findet er das es moͤcht hin zů gezo gen werden / vnnd darin beſchloſſen wer / das er rs dann thet / wer da nit / das er es dan vnderwegen ließ. Das iſt wircklich vnnd getrochenlich oder heimlich gericht in got vnd ſunſt nüt anders. MD it | | ' | Im fant Patheus tag das was der fierzehend Son tag nach der Dꝛey ſaltiktit tag In dem munſtir hat gepꝛediget der hoch. ge et Doctoꝛ Keyferfperg von dem das ein menſch [ci s "on vnd lon ale in got richten ſol. 54 ret von der güldin regel ein mẽſch fidi folam S richten vnd warnemen / vn angeſch lahen das er got dien. Zů dem andern warnemẽ / was dienſt man ſol got dem hetren thůn. Item wie man hin weg ſol thůn was einen hindert an dem gottes dienſt Man ſpꝛicht gewon lich thů den eierkůchẽ vnder dem arm hin weg. Item waz ſol man hinweg thůn / den dienſt der creaturen wan endt lich vñ für⸗ nemlich mag man nit der creaturẽ dienen vnd det, Itẽ ich hab euch geſagt / w ie má allewerck fol in got tragen vnd oꝛdnen ge / genwirrigklich / wircklich ep mit anſchla ge (Actualiter)oder bereitlich vnd geſchi⸗ cklich bereit ſein allwegen das ſelbig zethũ das iſt(Vlrtualiter vel habitualiter.) Als wan einer in der reiß ſein harniſch an hat vnd gewer in feiner hand / ſo ſtreitet er nit er iſt aber bereit zů ſtreitten. Alſo ob ein menſch ſchon alle ding wircklich vnnd ge? gen wirtigklich nit oꝛdnet in got (o ſteckt do ch dein im / ep ifl bereit daz ſelbig zethůn Setundum Bonauenturã ſunt ſynonima virtualem et habitualem tum ſecundum Sanctum Coram et Scotum multum differunt.) Du ſpꝛlcheſt was ift das vf tragen ich ſol mein wer in got vff tragen / wie off tragenn / ſol ich es inn eim koͤꝛblin vff hin ehen. Nein dz vff tragen yn got ift nüt anders dann got haben inn deiner meinung vnd ſie vmb gottes willen Dot La | Van Yu etwas thůn wilt / ſo gedeneckſt du das hat dir gott gebotten vnnd iſt re cht. Darumb ſo wilen es thůn oder du wilt etwas meidenn / ſo gedenckeſt du das (ft wider gottes gebot / darumb fo wilt dn es nit thun. Darumb das wir ee nit al (o in gott vff tragen vnnd oꝛdinen in det ſo verlieren wir vil gũtter wercke. Ich weiß nit ſpꝛicheſt du / warumb ich es thů⸗ Ich gang alfo anhin / ich thůn es alfo anhin / darumb fo würſt du lonn emyha / hen alſo anhin. Zu dem fecbfte ſpꝛich ico dae diſe güldin Regel ax ie man es in gott oꝛdnẽ ſol / rürt ſanctus Paulus ad Coꝛiñ. ¶ Nemo ſibi viuit / nemo (ibi moꝛitur / [ed H ) ^ D " * N | (| | mE | d à p de, E | 3 B der ich dient gern vlnfrm? in deũ et moꝛimur Nieman lebt im jelb / nieman ſtirbt im ſelb / ſunder wir lcbé in got ofi ſterbẽ wir / ſo fein wir gotes wir leben vns nit. Alo wolt er ſpꝛechẽ / der mei lebt got / vñ nit im / der im felber wi der ſtot / nit vff ſich ſelber geneigt iſt / noch vf fid) ſelbkr ſchnelt / vnd in allen feinen wercken ſicht er got an. Es gang im wol oder uͤbel / fo nimpt er eo recht vff / wan er meint vnd glaubt / das es gots wil ſei / vñ ſein eigen geſůch vnnd nutz ſetzet er neben ſich an ein oͤꝛtli / das iſt das recht ſein ſelb verlaugnẽ. Es iſt bald geſagt / aber im ſel ber alſo in fleiſchleichẽ ſachẽ abgon / iſt ein hart ding. Des gleichen berürt die ol din regel auch fant Paulus ad Coloſenſes da er ſpꝛicht ( Omnia quecunq; facitis ad gem: dei fcire) Was ir thůn / ir eſſen oder trincken oder was irthůn / das thůn alles zů der eer gote, Dis woꝛt gat aller meiſt die Regenten an vnd die Pꝛelaten / die ire gůrte werck (ellen offenlich thůn zů getes dere o9 eec Wan der herr ſpꝛach zů (cn (Vos eſtis lux mundi ) Es ift aber euch genug / das ir co in got vff tragen / dz (ft dz ir es in got oꝛdnẽ. Als wan du ob bé tiſch ſizeſt / vñ wolteſt gern mer effen vnd trinckẽ op deinẽ ſchleck genůg ſein / vñ du ſpꝛicheſt. Nun wol an ich hab gent / ich nil das überig vmb gottes willen vnder wegen laſſen. Aber was thůn wir. Wan ich zů einem ſpꝛich / Ward yſſeſt vfi trin⸗ ckeſtu. Ich weiß nit / ich yß vnd trinck / ich gang ſchlaffen / vnd ſtand vff das es mir wol thůt. Sehent ir wie er da geſtot vnd die werck oꝛdnet. Darumb hab ich geſagt das man vil gůtz verllürt / das man es nit oꝛdnett wir leben wie das ich anhin zc, — Dauid der kunt es rechtt oꝛdnen feine werck. Er was ein groſſer mechtiger vnd ein derümpter Kijnnig / vnd auff ein mal was er vñ ſein volck im harniſch / vñ was LXI im feft heiß / da fieng er an vfi ſpꝛach Ach het ich des waſſers auß ð ciſtern vo Deg lehẽ / ſo wolt ich redlich trinckẽ. Das hoꝛten eg iũge mañ / vñ wolten auch ein ert inle gen. Nun müften fie durch die feind gon / ſie kamẽ gen Bethleem vñ ward inen des waſſere / ſie bꝛachtẽ es dẽ künig / da er das waſſer het / da nam er es in ſein hand vnd ſpꝛach. Solt ich trinckẽ / vñ ſolt das volck als durſt ſterbẽ vñ dz blůt derẽ iungẽ trin cken / wã fie hetẽt ir ledẽ gewagt / ich wil es vin goto willẽ vnder wegen lon / vñ ſchůtt es vß. Das was recht geoꝛdnet. Wie oꝛde nen wir. Wir hoͤꝛẽ nit vff zefreſſen on zeſu fenn / biß das wir ale fol ſeind / das wir es mit dem finger reichẽ moͤchtẽ / oder als er; lich thůn / biß das ſie ſich bekotzen. Ein menſch ſol im ſelber ymmer zů / vñ ſtetiges weren / vnnd lůgenn das wir recht thügen / das wir nicht zeuil nemen / ſtetres werẽ wie man den kinden thůt / denẽ můß man ſtettes weren Was iſt aber vnſer we ren / dan der in dem glaß ſcheinet vnd dir wol gefelt / vnd nicht mer dan ein ſchleek iſt / ſo ruck das glaß ab den augen. Aber wir / wir trincken byß vns der wein bitter in dem mund duncket / oder wir kein athã mer haben / eder nut mer in dem glaß iſt / dae iſt auch ein aberzil. Alſo oꝛdnen wir vnſere werck aber nit in got. | Wir leſen (In collactonibtie patrſi) dz ein altuater het die gewoheit / dz er in aile dingẽ ws er tet oð ließ fo ſpꝛach er die; wẽ verfi Sense in adiutoꝛũ meũ inten. One adiuuandũ me feſlin. Er pꝛach O get tũ mir zehilf vñ eil / vñ mit dißẽ woꝛtẽ oꝛd net er fein thũ vñ lon in got / er ef od trũncke / oð wã er fei noturft thet fo het er die woꝛrt in ſeinẽ mũd. O got eil vn kum mir zeb uff Alſo ler du auch / rüff got an in allen werck en / würſtu angefochten welcherlei / as ſpꝛich Herr kum mir zehilff bald / gatt " - a à e "s M e La ze , ^ es dir wol vnnd bift froͤlich / Spꝛich denn verf Domine adiuuandum me) Herr kum mir zehilff / das ich mich in meinem glück nit verſünd. Deo gleichen wann co dir übel gatt / ſpꝛich aber mit dem altuat⸗ ter. Herr kum mir zehilff c. Es iſt ein ei) gene cdllation daruon ( In Caſſiodoꝛo.) Zů dem ſybenden ſpꝛich ich vonn diſer goldinen regel / daz der mẽſch der alfo rei cht gegen got geoꝛdnet iſt / vnnd alle ding künte in got oꝛdnẽ / der ſtuͤnd ſteiff vñ moͤ chte wol aller anfechtung widerſton Aber wer nit alſo alle ding kan oꝛdnen / ſo Cumt im ein anfechtung / vnnd noch eine off die ſelb / ſo wlirt er vii iſt ſchon uͤbergaucklet. Nun rüſpern euch wan diſe ma tery mag nit geleret vnd erſchoͤ werden. Du ſpꝛicheſt alſo ſolt ich thůnwie du mit ſageſt / die ding alle nach den geboten got tes richtenn / ſo würde ich mager müß zie⸗ hen / ich würde zů grund gonn. Ich gib dir ant wurt vnd ſpꝛich. V dem erſtẽ fo D * 4 ſpꝛich ich nein / Wann du dot wol getruweſt / ſo laßtt ier doch nit / er verſicht dich er ſchickt dir notrurfft si. (Ur eil a ber kein iunckern auß dir ziehen dz er dir zůfüge / dz da vil boßheit du mit moch teſt vᷣbꝛingẽ / er tet deiner ſelen ſcha den wan er es ther / du ſolt eo auch nit von im begeren / Dien du im trüwlich vnd ge trüwe im das er dich nit laß. Es wer einn toͤꝛechter menſch der dem Roͤmiſchen key⸗ fer wol diente / vñ meint das er im nit moͤ chte notturfft zůfũgen vi in verſehen / da rumb betten wir ( Panẽ noſtrũ quottidia⸗ num.) vnfer teglichs bꝛot gib vns. Ich ſpꝛich ʒů dem das der her die ſeel ge macht hat vñ dein leib / er kan inen auch Der. XIII. Sontag ſchickẽ noturfft. Zů dem drittẽ würt dz hewert (A minoꝛi) Er ſpeiſet die vogel des himmels / ſie fein nůt trage mit in / vil mer thůt er es euch. Zů dem fierden / die blůmen bekleidet er bas den Salamon becleidet was. Meinen ir nit das er euch hudlen moͤg ya ſchicken damit yr euch be cleiden. Zũ. v. ſpꝛich ich mit Bernhar do (Sollicitudo eft abicienda) Man ſol die ſoꝛg binwerffen / aber nit die arbeit / mã fol angſtbarkeit ep ſoꝛgfeltikeit hinwerffẽ aber die werck wyrckẽ iſt recht / aber zeuil ſoꝛgen (ft recht. Mã fol fag bindẽ vff den herbſt / vñ in ð ern treſchẽ on yn fürẽ. Es fft ein arm mẽſch gelegẽ im Aue Maria) Ir Babe co alle wolbekãt. Ein arm meld lieber got daz hat kein ſoꝛg / wã ich etwã fte fragt ws fie thet ob fie kein ſoꝛg hett / La fie cleið uͤberkem / da ſpꝛach fte ws wil ich fet ge habẽ / ich hab keĩ ſoꝛg / ich laß eĩ ſaw ſo: ge / die můß. xvi. ſchůh habẽ / d darf ich nit ſpꝛich dem andern / dz drü ding not ſein indẽ gote dienſt zewiſſen Re = dei querite) Gotes reich (aen (Juſticiam eius operate) Sein qo rechrikeit wircken ( Temposalia colligete) Zeitlichs ſamlen. Sůchen zů dem erſtẽ das reich gots / vnd ſůchẽ fein gerechticht! ckeit. Zeitliche gũtter be darfſtu nit ſůch⸗ en / du ſolt ſie numẽ ſamlẽ / wã we du thůſt wz du ſolt / vñ ſůͤchſt gots reich vñ ſein ge rechtickeit / ſo haſtu 95 Subſtantiuñ (vit den fo gibt er dir 9s (Adiectiuũ) z ſelnd zeitliche gůter / du kunſt den wein nit mai chẽ wachßẽ / got můß dir den geben ep die ſoñ / darumb ſo bedarffeſtu nüt thůn dañ die fro tegſamlen. et zu ich Du fragſt / wz ift doch dz reich gotz / dz reich qo t ift die ſelikelt / die iſt got nit /gott ift wol L E | H B | I » P 1 t : * p e E NES : A? CAL / "nt D . | AE r K K Vë LA Kb 2 Li " Br y Rich der heiligen ein / Ein gegen wurff vo dem die ſe ickeit ift As wan ich in ein piege ſi he / ſo hab ich ein freud. Der ſpiegel iſt nit die freud / er ift wol ein gegen wurff ð fröd Alo gor iſt tin gegenwurff der frend in o (citeit, Sol ich vmb der ſelikeit willen / da en menſch ſich got von angeſicht zů an geſicht / alle mein werck thůn vnd die lt gkeit zů dem erſten ſůchen. Ich gib dir antwurt das das reich qorteo in viererley weiß genummen würt. pꝛo eccleſia militãte Für diſe criſtẽheit Pꝛo eccleſta trrũphãte Für die heiligẽ in dem hy m̃el lpſa beatitudine Für die ſchauwũg gottes po Jr deo obiecto Fur get ſelber Zů dem erſten für diſe ſtreitbare kirch en. Diſe criſtenheit heiſſet das hym̃elreich du haſt ewangelium von zehen iunckfrau⸗ wen / fünff weile of fünff narren / die kein liecht hetten in iter ampeln ( Simille eſt regnum celoꝛum.x. virginibus. Zů dem andern / So würt daz reich go tes genummen für die criſtenheit vnd ver ſamlung im hymel / die iers trlumphieren / darũb ſpꝛach der weiß (Fulgebunt iuſti i cut ſol) Eo werden zwitzern oder enſchei nen die gerechten / wie die ſoñ in dem reich Zů dem dritten / So wlirt das — (dots reich goto genummẽ für die freud vñ erſet tigung der heiligen im hym̃el. Alſo ret der herre daruon / da er ſagt ( Ego diſpono vo bis renum dei) Ich wil euch bereiten dz reich gotʒ / als ce mir mein hym̃eliſcher va ter bereit hat / daz ir mit mir eſſen vni trin cken in meinẽ reich &. nit das kaponen da zeeſſen ſein / aber da würt el erſetigũg fein Zu dem fierden / So würt das reich gots genumen für got den herren der ein gegen würf iſt vnd ein vꝛſach der freud vnd der ſeligkelt. Um ein exempel. Ein mütter LXXII hat ein kind / einn kneblin vff der ſchoz fie tentzlet es off vnd ab / halſetz / truckt es an ir bꝛuſt / küſſet es vñ hat tauſent freud mit im / vnd fpꝛicht zům kind du mein freud / du mein troſt / du mein hoffnunge Es iſt offenbar / das das kind nichtt i⸗ freude iſt / ir freud ift im hertzen / das it auch uit ir hoffnung / die hoffnung iſt im hertzenn / das kind iſt aber ein gegenwurff / vnd ein vꝛſach der ſeben froͤd / vnnd der ſelbigen hoffnung Aber got der herr iſt nit die fob vnd die ſeligkeit die erſetigung in dem rei ch gottes. Er iſt aber ein vꝛſach vnd ein gegenwurff von dem die freud iſt vnd die ſelikeit. Alſo vo dem hym̃elreich ſagt Ma theus (Regnũ dei intra vos eff) Das lei ch dete iſt in euch / got der in euch regiert. Zudem fierdẽ ſpꝛich ich das / Das reich gotz hie genumẽ würt da 9s ewãgeliũ ſpꝛicht / (ad; e 53 dẽ erſtẽ 95 rei cht gote / vnd fein gerechtikeit nit würt ges numẽ für die criſtenheit / für die ſtreitbare kirchen / auch nit für die uͤberwintliche Fit ch / in dem him̃el würt auch nit genummẽ für die freud im hym̃el / würt aber genum men für das reich gotee / daz dct ſelber iſt / vnnd das reich follé wir zů dem erſten ſů chen / vñ vnſer entliche meinũg in inſetzẽ⸗ vnd dae er in vns regiere. Aſo heten wir in de Pater noftcr (Adueniat tegnũ tuũ.) Zů kũ ons dein reich / dz bitu daz wir ge recht ſein / vñ du in vns regierẽ moͤgſt. A ber w; regiert in vns / nit got / aber hoffart vnkeuſcheit / neid vnnd haß &, Die ding follen wir auß treiben / damit gott möge in vnt regieren / vnd in yr iſt alle vnſere freud Vnd got iſt ein ſemlich gůt / das er vo vns nit weiter etwaz zů geoꝛdnet mag werden / wann er iſt das letſt end / wan alle ding die werden in yn geoꝛdenet / vnnd er niendert hin. Darũb ſo dienen wir ym nit vmb der ſeligkeit willen / wann das were dz el ie i / t | Bn WI € Seat vtendis) Aber vmb ſeins ſelbs wil len dienen wir im / das er ift daz hoͤchſt gů te. Darumb ſo fol er über alle güter gelie⸗ bet werden. Es wirt dich auch baß freu⸗ ym lieb iſt / dañ das du ſelig biſt / vnd me ſroͤde daran haben / das dein freud got ge faltt / wan das du froͤlich oder ſeligbiſt. (Sccundum libꝛuen Bern hadini.) Du ſpꝛicheſt was ich noch gehoͤꝛt hab biß her iſt als noch in der gemein. Wie müſt ich aber got dienen. Ich ſpꝛich in der ge⸗ mein das du (olt got dienen. Als der weiß ſruch t ( In bonitate ſernite el / et in ſimpli cttate quexite llum) In gůtheit dienent im vnd in einſalt ſuͤcheut in ( Cũ gaudio) Das iſt mit freudẽ / gern vnd mit willen Nu daz man dich müſſe darʒů noͤrẽ / wan daz iſt nit ein gůter dienſt / wan man dich mit dem har darzů ʒu ingen muß / vnd in einfalt ſůchen. In einfalt ift da man im vin fein ſelbs willen dienet. Zweifalt iſt / vé man im vmb eins andern willen die net. Dien got vnd ſich die helle nit an / ſich das hy m̃elreich auch nit an / wañ wen du Im dieneſt das du nit verdamyt wei deſt / Das iſt ein ʒwifalt / vnnd das er dir das hymmelreich geb das wer aber ein zwifalt an den andern ſeiten / das ſol nit ſein. Du ſolt got dienen vnd magſt dienen Amar re concnpiſcentie) Auß liebe des lůſtes / do; ch d Mme: amicitle) Liebe ð frünt ſchaft voꝛ ſei/ vnnd das du kein freud noch luft. wolteſt haben / das du den loft in get vnd fein liebe da rumb wolteſt verlieren. Z dem ſechßten ſpꝛich Du frageſt / was dienſt in ſunderheit / wan ich got dem her ren dienẽ colt. Ich hab als bif her in der gemein gehoͤn ven dem dottes dlerſf. Won die kind machen miteinander her der fünigich Henze gern / vnd was iſten wero dienſte / dz ir mir bieten das ich wol erzügen moͤcht Ecce peſſibilitas) Stheſt du die müglicheit des dienſts / darũb fex chen ſie recht / das ich gethůn möchte. Alſo der hy m̃eliſch künnig begert auch nüt von dir / dan das du wol thůn magſt. Zu dem ſpꝛich ich Was iſt aber der dienſt. Ich ſpꝛch das got eln geiſt ift ( Et que tit adoꝛatoꝛes et honoꝛatoꝛes Johãnis. iii.) Got iſt ein geiſt / vnd ſücht anbetter vnd trer in dem geiſt vnd in warheit. Darũb die vßwendigẽ anbettungẽ vii eeren ſeind nicht / wan ſie nit von trien herauß geoꝛdit Der dienſt gotes in der ſunderhelt Get in den dreyen goͤtlichen tugenden (In Fe Spe / et Charitate / que habent in media) te deum pꝛo obfecto) In dem Glauben / hoffnung / vnd liebe / wan die drel tugend haben allem got vez augen vnd zů einem gegẽwurff. In deiner feel ſeind zu ei ding es iſt die vernunfft / vnnd der wil. Von de nen ſoltu got recht dienen. Mit Deiner ver nunfft / das geſchicht durch den glauben / da du got mit deiner vernunfft zů gibeſt / das ex allemechtiger vatter iſt / vnd ſchoͤ⸗ pfer aller creaturc. Sein ſun vff erdtreich (t geſant vnd menſch woꝛdẽ. Empfangẽ von dem heiligen geiſt &. vñ andere ding die dan in dem glauben ſton / das iſt einn ſunderre eer vñ dienſt / da mit du dem kü nlg ſolt dienen Deßgleichen glauben das er (ei in dem heillgẽ ſacrament des altars in der hoſtie / nit das die hoſtien got ſei / ab er das das darunder geglaubt würt / wan ein anders iſt das mann ſicht / ein andere das man glaubt Zů dem an dern mit der vernunfft / ſo hoffeſt du in yn. Er wol dir ewig leben ge / vnd dich erſettigen vnnd erfüllen zn wen deinſeligkeit Les fie get gefeit vnnd 099 Herr der künig ich dientegerrn ewiakelt / vnd begereſt ſunſt keiner freud den der ſeinen /uͤber alle ding / da haſtu in lieb Amoꝛe conenzifcentie,) Vnd das iſt dae recht werek Zorte, ) Zu dem drit ten · So haſt du dein willen mit dem dein auch got dem herrẽ in dem. Wan du lieb haſt über alle ding / vñ vmb kein gůts wil len wolteſtu in uͤbergeben / vnnd in lieber dan dich ſelber / wann du got wireſt ober moͤchteſt ſein / ſo wolteſt du es nit ſein / du wolteſt es im günnen / vnnd begereſt das ſein wil in allen dingen volbꝛacht werde / vnd du thůſt es auch / vnd wilt thůn waz gottes wil iſt. Ja ich weiß nit was gottes wil iſt / ſuͤch die zehen gebot herfũr / da Dm? deſt du gotes willen in. Diſe ding alle ent ſpꝛingen auß rechter goͤtlicher liebe Vt de tio diligitur amoꝛe amicitie.) : e ez oem vl. ſpꝛich wi ich. Dz wir gern got de Gere dem künig dienẽ ſollẽ / wã et hat vire darũb gemacht Da bio ſpꝛicht pfe fecit nos (co no.) Er hat vns gemacht / vnd wir nit one ſelber / wa rumb/zů feinem dienſt. Als wan einer ein karſt macht / darumb das er in den reben mit hacke. Er hat vie erkaufft dz wir im die nẽ em̃ eſtie ) Ir ſeind atanfft mit eim groſſen ſold / ragẽ got in euwern hertzen. Alo da einer ein roß kaufft / daz es in trage / im diene. Ex hat vns auch vot gedient / warin / in dem aler ſchnoͤdeſtẽ diẽ ſt. Er hat vns vnſern miſt vñ vnſer katt vßgefiert / vnſer ſünd / darũb fo ſollen wir im wider dienẽ. Es ift kein dienſt etlicher dañ ð gots dienſt. Ein künig fo vil er me chtiger ift vnd groͤſſer / fo vil du meinteſt dz deine kind groͤſſer eer heten / wan fte im dientẽ / oder inen ſchõ kein len geb oð min der lon gebe dan ein andꝛer künig. Wer iſt ein groſſerer künig dan got. aruimb die hoͤchſt ter wer im zedienẽ. Es (ft anch kein dienſt nützlicher / dan der gotes dienſt / wã den ewigen lon wil er dir geben / der da iſt Got vatter / Sun / Vnd heili⸗ KI e 8 , u mf LS d Lei P - ^ wow * ^ " — k ^ : VU e de ^ > ^w = - T * — — e - — - ü | "WT, T e ITI b ij F obo - wi c1 - — 4 ger geiſt ?. S D || $inoc.xv. fontag nach der Dꝛeſſaltigken tag / fi gur von dem Ewangelio / ma⸗ Vgeſt du daz ewange ium Saptediget Docte: Keiſer ſperg in dem münſter vnd bꝛũ der Johannes Pauli / Behielt ſolches daruon. —-4 wie eines iegklichẽ mẽſchẽ anſchlag vnnd fürnemen fol ſein / das er ein diener gotes woͤl ſein / vnnd alle ſeine werck woͤll in got rich 3| ten, Die menſch en haben gro ſe ſoꝛg was ſie auß (ren kinden , — — v * — EB — P c E ' 7 (7 TH, — = ^4 m 3! - — AV/NI TE ==: | — — (9 IN eh — 2A A A — A "n LE "e — —— Va — 2 UP, — ) — E p —— WË * NER = — — — 1 G — E—— — ; y» N * AVA E = ke * — 2 | 735 (A 23 E: KA X E - uit — — Ze WA ta — ^ A — x A 7 EZ A1: — EU H3 ^ NI 4 d | — 42 ` E A |— E S — E — | | ; , E 2 | di 18197 ch m E bi ,. cK L | | u e — KI M — A > / L bk > — Kaes? e ssi — 4 d E e. | \ W — | \ | 1 | EA E Ed | l — \ ZE | | 2 S 1 \ — — — — — / * * H E , U ` 5423 - Ke Sontag nach der Dꝛeifaltigkeit machen woͤllenn. Beſundet wann fie Frei eicr in in haben ſo mus der dar ʒů der zu dem handwerck &, Mach diener gores 5; eauß / du bedarffeſt weder münch noch pfaffen daruß machen. e Es ſpꝛicht ein altuatter / das ein diener gottes darnach ſtand / das er von den die nern fei die alle zeit ſtonn voꝛ get, Een ſtalknecht ift auch eins künigeo diener / ab er er kumpt nit für den künig / er hat ſein lebtag nie keinn woꝛt nit imgeret. Es ſeind diener des küniges die bei un in fein? er kammer ſeind / als ſeind Secretary vnd kemmerling vnnd also die / die alle wegen vor im ſtond / von den ſelben ret der altına ter / das wir der felben geheimẽ knecht / go tes ſolten f — el vñ die den künig nymer ſehen. Das ſeind die menſch en die da ſeind ſchlechtlich vnd einfaltigk lich in den gnaden gottes / vnd lond es da bei bleiben ſie lugen nicht / das ſie hoch an hin kummen. Nach dem ſolten allermeiſt fechten die Oꝛdenßleut vnd die pꝛieſter vnd ander in geiſtlichem ſtand / das ſie nahe bei goꝛ we ren Vnd die reichen burger die genůg ha⸗ ben vnnd einer wol als vil hat / als zehenn doͤꝛfften / die der ſach moͤchten erwartenn vnd ſunſt nüt zeſchaffen habẽ / das De mó Gren ſpꝛechen Sicut oculí ancille tue &.) le die augen der maget in der hend ð frauwen. Alſo fallen fein vnſer augen ge; gen got Et ficat oculi ſeruoꝛum tueꝛum.) Als da ſein die augen deiner diener inn den henden der herren. Alſo vnſer auge in den henden gotes. Die diener die vor eine kinig ſtond / vnd (ft ir ampt da zeſton die wincken ire augen nicht von dem kün⸗ nig. Er trinck / Ex eß / Er ſtand / Ex gãg wan cr außwürfft / ſie ſeind da vnd tretten ce, Wan er einem winckt / ſo fft er bereit. Alſo ſeind die augen der diener in denn henden der herren. Alſo ſolt es mit vns auch ſein / das wir alle zeit vnſer augen sü got vffrichten / vnd warne mt was fein eii wer / vnd was er von one haben wolt / vñ dae / alle die tage vnſers lebens. Dn ſrꝛicheſt / ich hab fo lane got gebiet net / vnd fo lang / vnd hab in darumb vnd darumb gebetten / vnd hat mich noch nit erhoͤꝛt. Es ſchadet nũt wan du im lãg dieneſt / vnd erſt an dem letſten fo du ſter⸗ ben wilt / vnd ſo du erhoͤꝛt wuͤrſt / ſo haſtu wolgefochten. Vnd das ift das / das Day) nid ſpꝛicht ( In lege domini meiditabitur die ac nocte. Tag vnd nacht betracht yn dem geſatz gotes / wan du etwas thůn wilt vnnd lůgeſt ob das gleich foꝛmig fet dem geſatʒ gottes / vnnd nicht wider die eben fei das ijt gedencken in dfi geſatzen gots Nun wer gützewiffen wie ein menſch dar zů Cem / das et alfo ein heimlicher Pie ner gottes wer / vnd alfo künt vo: got ſton Da haben die heiligen vetter vil mitel geſůcht / wie ſie darzů moͤchten kummen. Einer alſo / der ander alſo / vnd meint ein⸗ er das wer ein mittel / vnd gieng das aller meiſt an die / die da leben von der kirchen gůt (De patrimonio crucifivi. Vnnd an der ceichen die ſunſt nüt schaffen haben. Das ein menſch alle tag ein beſundere betrachtung hete / wan er auff im ſelber ſe ſe / vnd wolt etwas betrachten / daz er doch wißte waz er betrachten ſolt Wan wen ei ner ſich ſelber ferze zů betrachten / vnnd nit weiß waß. Ee das er findet was er bei trachten woͤll / ſo (& ein vierteil fund hin weg / darumb ſo nemen ſie für ſich alle tag ein ſundere betrachtung. An dem Montag von den heiligen en geln / vnnd ſetzen den glauben für ein fum dament vnd eren darnach iren eignen en⸗ e * i : ^ f d ` £. d € TI H * » der künig ich dientegern ge/ ond bitten all engel an dem Montag das ſie got für dich bitten / vnd begerſt die ander bit in dem Pater noſter (Aduenlat. regnũ tuum) Zů kum vns dein reich / vii das er dir gebe die ander tugent ( Spes) Hoffnung / dz du in in moͤgſt hoffen / vñ geo dir die and ſelickeit Beati mites) Se lig ſeind die ſenfftẽ / ſie werde daz erdtreich befizen der lebendigẽ / vnd das in dir be’ ſtrriget würt. Das ander ſacrament die irmung / vnd got von dir nem die ander pen der hellẽ / daz ift Vermis ) Der wurm des hertznagend. An dem zynſtag keꝛte⸗ ſte du dich zů den heiligen Pꝛopheten ond Patriarchen. An dem Mitwochen zů den heiligen apoſteln. Vnd an dem dun nerſtag sit den heiligen martirern. Am Freitag zů den heiligen einſydlern vnd bei dina, Am Samſtag zů den heilgen iunckſrauwen vnnd andern frauwen die (cid ſeind. Am Sonnentag zů der Bei) ligen Dꝛeiheit / Got vatter / Sun vnd hei liger geiſt / vnd alfo auff ſybene hab ich es geoꝛdnet die du begeren ſolleſt. Die ſyben gaben des heiligen geſtes Die ſyben gaben des leibs vnd ſeelen Die ſyben Sacrament Die ſyben ſelikeit Die ſyben tůgẽt / drei goͤttlicher / Vnd fier angel tugent. " Die ſyben peen der hellẽ von dir nem / vñ dich vo: innen behüten woͤlle. Diſe ding hab ich euch far woͤllẽ ſchꝛey ben / als man den ſchůlern fuͤrſchꝛeibt / daz heißt dir aber zc / da male ſie die bůchſta; ben ab / wan die finger ſeind inen zart / ab er darnach ſo gewonen ſie es / das ſie behẽd ſchteiben / Wer alſo ſein hertz feſtete / der were ein diener gottes / wan dein hertz iſt vnbeſten Hip / datumb fo wer es gt daz du es bun a Almechtickeit LXXIIII deſt / alſo an ein gegen wurff. Pſalm̃. (eat tatõnes mee diſſipate funt) Mein gedeckẽ (ſpꝛach Dauid fein zerriſſen vnd zerflof fen, Darumb fol ein milch alle tag etwas haben damit es ſich bekümmere / vnd die menſchen die das thůn / die thun als einn für ſichtiger haußuarter / der daz kom zum erſten faſſet / vñ ſtelt das herab in daz huß wan der müller kumpt / ſo ſpꝛicht er / Tim das Fon vnd far anhin / nit das man es erſt muß faſſen. Alſo wan ein menſch ce > reit iſt / das er weiß was er gedencken wil der hat das koꝛn ietzundan gefaſſet &. Ab; er iſt es nũt mit ene / heiliges creutʒ / wan ich an dem moꝛgen hab meß gehoͤꝛit oder meß geleſen / hab ich nit genůg gethen / wz (olt ich mee thůn / fol ich ern kunckel ſpin⸗ nen. Du bedoͤꝛffteſt dennocht keine Fetz? nen / du hetteſt wol zeſchaffen / wan du di⸗ ch im gottes dienſt veolteft bꝛauchen. Andere haben etwas an ders gehabt zů betrachten / haben für ſich genumen / die fünff vocal / als a. e. i.o.u. Die fünff ſtimmen laufen in allen din gen / kein hund kan bellẽ / kein ků Ea ſchꝛey en / es müſſen der ftymen etlich da ſein. Al ſo etliche betrachtẽ bei den fünff ſtimen et (was in got e Sein gerechtickelt i Sein kindtheit vnd vnſchuld o Sein ewige belonung u Sſeinedwige ſtraffung Diſe ding kindeſtu In collationibꝰ pattũ caſſiani collatione Jſaac) Mit vil ſchoͤnẽ woꝛten / gehöꝛen nit hiher zeſagen Gerſon in decacoꝛdo (tie) Spꝛicht er alſo. Du moͤ chteſt a mir ſpꝛechẽ / waz fol mit dz ſubteil ding / Ich wolt lieber etwas grobs hoͤꝛen daruon ich gebeſſert würde. So lche man; ſchen gleicher er den bauren / vñ einer ben? ckenn. Ein bauer der hoͤꝛt - etwas iu * * LI LI H 1 , JE ?3 B We Lef j ſchlaben vf der drummẽ eder vf der beu cten / den das er hoͤꝛte ein keſtlichen mei ſter et man ein gar Rück vff der eig en ma chen. Aiſo die menſchen auch Wiltu ab er e twas leichtes hab enn / ſo rin den ver Del für dich ( Deus in a diuteꝛium meũ ir tende ) Den verſickel hatt nit en vꝛſach die heilig kuch vß allen pſalmen gezogen vnd geeꝛdnet / dae man in dem anfange sti allen: eiten frenn (el, Her kum mir zehulff / vil gůtes ift in den verfictd / beſ⸗ chloſſen. Herr kum mir bald zehilf / vnd du gad den verſickel zů gůtem vnd zů boͤſem buchen / ze ieb od er zelcid é SS demerſten iſt ET ^ L du ſchꝛe eſt zů gor. Zů vé iſt darin n deſßloſſen ( Foꝛcht / das du foͤꝛchteſt du moͤgeſt deinen feinden nitt widerſten. Zů dem dritten iſt darin be ſchloſſen ſtercte gottes / das er dir moͤg hel fen. O herr kum mir bald zehilff. Zů dẽ fuxden Spee) Hoffnung das du un tru weſt / er wil dir seu kümẽ / ſunſt fo ſchꝛü weit du nit zů im. Zů dem fünfftẽ Dro ridencia) Fürſichtickeit / das du de in feind ſiheſt / als der wechter ſichtt weitter weder v ir. QUfo ſiheſtu vile deiner feind / Da⸗ ruinb ſpꝛicheſtu herre kum bald mir zehilf Si dem ſechſten( Amoꝛ) Liebe die du za im haſt / wan wen ich wyßte / das mich ener nicht walt erhoͤꝛen / ſo wat ich meinn bitten vnde wegẽ lon. Aber in dem ver ſickel. O got bald kum mir zehilff/ wirt qe/ merckt hebe / wie gor zů une vri wish im haben / dat er vns wil erhoͤꝛeen. Man mag auch diſen verſickel ſpꝛechen in lieb vnd in leid. Heir bald kum mit zů hilf Ein cleid das mau mag sh lieb vnd zů er leide tragẽ / hat man gern. Als die "rant wé ſpꝛechẽ / in dem deid kum ich j liebvñ zů leid mit teren / a ie mag man aber scie be vnnd seio den verß bꝛauchen / dad ai ich dir ſag ch. | Saligia / Superbia / Auaricia / Ira / Gula nuidin / Accidia / Poffart nim zu dem erſtẽ (üt dich / Gatt in dir auff he ffart / wie gët du ſeieſt / vnd wie wol du künneſt u ft ch bald O got kum mir bald zehiff / laß mi ch in det hoffart nit vndergen / kanſt du ce Y nit reden / ſo gedenck es Des glechen / wan die fran wen ver dem ſyiegel ſ on / vnd ch mutzen / die leffaem vffeinander beiſſen vnd betten vor den ſpiegel / ond lůgen dz fie in der kirch en das maul nit zeweit vff thuͤgen / vnd man nit ſehe die hübſchenn holtſeligen / gelen / ſh warken zehen / vnnd wie innen been oder lachen anſtund. Val de ſchꝛy zů gett. O herr bald kum nir ze; hülff / daz i in boͤſem. In gůtem / wan du etwan ef vir ſelber ſitzeſt / vnd erkenneſt dein ellend / vnnd wie du alſo ein ellend er mẽſch bit ſo ſpꝛich. O Fee bulo kum mir ʒehilß / vas Sie demů t nit bald vonn mir gang. Rim den geitz der ſtupfft dich / der bt dich / du haſt alles das dein vatter het / vnd dein großuater / vnd alle dem foꝛd ern Beten nit als vil als du al kin haſt / noch laſtu dich nit beniegen / vñ kan dich nieman erfüllen. Schꝛei zů Gott O berr kum mir zehilff. In gůtem biſtu milt gegen armen leuten / vnd verachteſt zeitliche / ſpꝛich bald / herr lum mir zehilff. Nim rnkeuſcheit würſtu entricht in deinem leib / ond gen bóf bewe gung n dir vff vnd boͤß geluft vnd decem cken. Du gedenckeſt wie was daz ein ding 2 ! 67 v * Lo — i TM * * E N D" : , Y TN * , D oet | el keſch D get" E [| dr d it A geſchrei da | u Zë AM r per es noch alfo ein ding win dich x, Die ^^ man die buͤler / die da weiber da Beime ha ben ſitzen eefrauwen / wann fie heim kumẽ von der bůlſchafft / ſo glarren (ie vnnd lů gen in alle winckel op thün die augen welt off vnd ſeind ruch vnd vnſinnig / vnd fft kein gůt wort in inen / wu wu / das ſeind bi ben. Bald ſpꝛich. O herr kum mir bald ze⸗ hilff / vnd ob es fach wer / das dir alle ei ne har zeberg giengen. Iſt es dan dz du rüwig biſt vnnd kül vmh dich iſt / ſo ſpꝛich aber. O herr kum mir bald zehilff / das ich nit harter fal vnd uͤberſtoſſen werd. Bim den fraß für dich Iſt eo ſach / das der ſchleck dich treibt / das du gern das vnnd das eficft vnd trückeſt. fo ſpꝛch bald bald / O got kum mie bald se hilff rc. Si effet caufa ſobꝛit.) Sit es fach das du bt iſſeſt. Es müſt einer frü kum men der nüchter ſpeichleten bei innen fund Herr der künig ich diente gern LXNXV an demmoꝛge vmb die zwei oder drli. Ja wann er nit dz flefchlin am bet het anhan gen. Iſt es dann das du faſteſt vnd heim kummeſt / vnd nit gleich als bereit ijt wie du wilt / Hab pacientz oder gedult / vnd ſpꝛich her kum mir zehilff. Pim zoꝛn D ir iſt etwaz ge ſchehen / das blůt vmb das hertz erhebett ſich/ die naße wütt ſpitz / daz antlit rot / die leff tzen zittern / vnnd kanſt nit me reden / ſpꝛich bald. O herr kum mir EU, Vñ al? ſo dnrch daz woꝛt / ſo magſtu alle dein wer ck/hohe vnd nidere / groß vnd clein / richtẽ in got. O herr kum mir zehilff. Darumb ſo hab diſe woꝛt in deinem mund / oder in dem hertzen / du eſſeſt / du trinckeſt / du ſtã⸗ deſt vff / du gangeſt nider / du thuͤgeſt dein hantierung / vnnd ob du vff das heimlich gemach giengeſt. Spꝛich allewegẽ. O herr kum mir zehilff. Nm. xvi ſontag nach der faltickeit tag EN Wa: figur des Ewan gell me ma ji bii Johann Pauli ſollichs. daz A dir voꝛ one habeñ ſpꝛicht al⸗ JC fo, Herr der künig ich diente gern. Waz iſt eu wers dienſte Das ir mir gebieten / dae ich wol erzligen mag. So ſpꝛicht "t dem künig lieb vnd i : iit m5 Po on M LIII ( B r^ 4 ; D [ " 1 | | 8 875 X IL GË, «x58 E , Le : — ?— 25 15 G IH — N WEN d F * e M. — — d A Y Le A 2 — e ES ET acitu in en. Von de pꝛedig Kr | sm — doten in bé X KA AES, | 4 EN| 9 a] | E — — * y: | I = ı 777 | V | N. { SEC ML — tcm 7 — > eh ei 8. 2 N — — "e, Kä — | | ry AN T = D — SE | 2 I CANC D X E 4 A / /, ! e "^ 31 \ NE — G S N E Ve 37 25 SE 14 — 23 " : LA e ) — \ | ^ E: » 7 29 — Wi "s ` Q tü an Al das ir dem ein ec N JE AN NV Bin. So gat dat ſe big vn Na [E dch, E: Z4 künig. Das gebt: M^ | EN — tes E m. et künig nlemans / ct fei va " - | e " — e " o — Lë LI ' 2 E -^ nern. Er ſpꝛicht es s dem Erico: nit / er gebüt im das er gang den ſtal miſten. Wan die menſchẽ des hoͤꝛen leſen In can tico. Oſculerur me cum oſculo.) Er küſſet mich mit dẽ kuß feines mũ des / ſo gedẽck en ſie gleich ann den gaͤffer / gieich als f kein kuß da ym geiffer. Verſtand dae eb en auch im ge ffer gegen got / das got von dr dein dienſt haben wil / als von ſeinem lieben angenemen fründ / das du in lie bſt libe: alle ding / vnd alle ding in in eꝛdneſt⸗ das ift gottes küſſen vnd die cer die du Dé künnig an foit tin Jetz ſichſt du wa ich auß hin wil. Du ſpꝛicheſt wie wirt daz verſtanden hab got led ber alle ding. Wan hab ich got lied ůber alle ding. Ich gib dir ant wurt in ſyben weiß, dein kind / oder me dañ alles das / das da iſt. Alſo bit du nit ſchuldig got lieb sega ben tiber alle ding. Wan warumb yes iſt nit in deinem gewalt vñ in deiner vermũ geicheit / vnd got wil dich nit verbindenn sit dem das dir nit müglich iff, Es tft nit in dir / das du dich erſpyegieſt in got / vnd dir got alſo 53 hertzen gang / ald diſe leipli che ding. Du empfindeſt das / das du mer lieb Saft in deinem her gen vnd dein hertz me berürt etwan oin hlndlin / oder ein óp: fel / oder ein ander clein ding. Wan aber em ſemliche empfintlichelt gegen get wer / fo wercſin deſter beſſer. Als wer leſen ven einer geiſtlichen per; ſonen waz ein iunckſrauw / die auff ein scit in irem gebet was / vnd onn tren anſchlag | vnd firnemen kam ein ſemliche ynbꝛunſt vnd lieb in der empfinilicheit zů gott / das ir das hertz zerſpꝛang / daz was ein ſelige tod. Darumb got mag dir zů im ein ſem liche lebe wol geben / wan von dit Vies ben / iſt dir vnmüglich. Ich ſpꝛich on dein unſchlag. Wan ein menſch für ſich nem alſo got zelieben / das im fein hertz ſolt bet chenn / oder furſich nem alſo feine fünd ze weinen oder zerü ten / das er ſein ſtürbe dz wer falſch / oder. ob er ee nit mit anſchlage thet / vnd aber empfunde daz es im ſunſt an ſein krafft gieng / ſo bald er es empfun⸗ de / fo wer ct ſchuldig [ico zů einem anden zekeren. . C cotue ſpꝛich / Das Hazınad der fiffict eit in der em pfintlicheit werd er wan gege ben (Incipientibus hominibus.) Den anfahenden menſchen / darumb daz fic git verleckere vnd verleckere / vnnd ſie zů im ʒieht / alſo durch die ſüſſickeit / vnnd wan fie dan alzeit im gedient haben / ſo enzücht et inen die ſüſſickeit / darumb dz er fie mit eim beſſern in dem hymmel belone / vnnd ſie nit vff der ſüſfickeit bleiben ſton / vnd Samit nicht (en lon ynne men. Darũb ſo ſoltu eins thůn / du ſolt gott dem herren dienen / gotgeb er geb dir die ſüſſickeit oð nicht / wan ſunſt wen du kein ſüͤſſickeit het teſt / vnd ſie dir got nicht gebe / ſo wolteſt du im nit dienen das wer vmb ein ſold ge dient / vnd wer falſch. Es iſt auch nit ſi cher ſich an die liebe vnd ſüſſickeit zeeinen die da iſt in der empfintlicheie Gerſon da er ſchꝛeibt zů ſeinen ſchweſtern / wie ſie ſich in item debct halten ſolten / Da ſchꝛeibt er von einer iunckſrauwen / die genůg zeſcha fen heit / das fie ſemlicher ſůſſickeit wider) ſtünd / vnd He außtribe / vnd lobt ſie foſt am ſelben oꝛt. | dcerſten In Y E | ſenſualitate. Das du me | Av. liebe Gettejt in deinem Ger | Ls M tzen zůgot / vnd dir dor me anlege dan dein man Dein fraw me dañ * HA TR E A " * d D ; ) * Wie man got lieb ſol haben LXXVI anderen | ſo mages alfo verſtanden werden etwas lieb zů Babe p ^ .. uͤber alle ding (Ex amoꝛe amicitie deſiderii. / Das man eim gũdt etwas gůtz das er voꝛ nit hat. Nim das exempel. Ein ärer hat ein ſun Er ift ein bůb / ein lecker / noch fo günt fie im das er geſunt wer / r iſt kranck / vnd das er narũ ge hette / vnnd wolt das es im wol genge, Alſo ſoltu got nit uͤber alle ding liebha ben / das vu im erwas volkummen es wol teſt begeren das er nit gete / als du im wol teſt b geren allmechrigteit / gerechligkeit / das er als voꝛhin hat / das wer falſch. T n zu dem dꝛitẽ mag es verſtanden werden ME d ^ Tee dad i5 boot uͤber alle ding lieb haben NE A noꝛ amieuie complacen⸗ e $ € c tie.) Im günnen die hoͤch ten guͤter vnd dir geſallet / das er die ſelbigen hat. um das exempel. Ein můtter hat ein fun der iſt hübſet / wolkünnend / ein ceren man / ge ſundt / reich / ſie kan im die ding nit geden oder begeren er hat eo voꝛanßin Sie gun net es im aber wol das er es hat. Alſo ha⸗ ſtu got lieb tiber alle ding / wan du im git neſt das er de beſten ding hat / du wolteſt nit das kein andꝛer off erdtreich wer Her got / ond wan daes wereſt / fo wolteſtu es im günnen / vnd wolteſt un weichen. * 4 ; groͤſten hegird u cu pre fi bona nav hne /ſed no mapime) Du got die guͤter aber mit lẽ⸗ wen willen. Maucher dunt dem andern et waz / aber ſchiechtlich Mancher gant de König wol das er kunnig iſt / aber es ga? mit von groen her ten / wan er wer es lie ‚Pu got lieb Oper alle ding ber ſelber. Alſo got mit deiner groͤſtenn begird günnen / die beſten ding biſi du auch nit ſchulbig/ wan es auch nit in deinem gei walt it | ls fünffte gott 4 lieb haben tiber ng A wüttveritanem Appꝛes à Y ^ ciatie Dae du gotes fo groß vnd fo koſtlich achteſt/ wie wenig du ir haſt / vñ wie clein fie in dir iſt / ſo ges beſtu ſie vm̃ kein gůt / vnd vm̃ aller welt gũt wolteſtu du ir nit mangeln / vñ nemeſt kein gůt das du in erzürnieſt / vnd fem ge? bot uͤbertreteſt. Vnd alſo in diy du lchuldig got uͤber alle ding libe zehabẽ in vnd fein liebe fo koſtlich achten / vnd dz wer vor gantzem hertzen lieb gehebt. Sanctus Chomas (In ſecunda ſcde.) Legt rs auß von gantzem hertzen lieb ha ben / wũrt nit das hertz genum en ( Pꝛo coꝛ de in pectoꝛe) Fur dae hertz 9; in der bꝛuſt da ligt. Aber für dem willen / das Wim wol woͤlleſt / wie geſagt iſt Ee iſt mancher let liebe (ft dilectio in affectu / in afecta ejt amoꝛ amicitie deſidern / Eſt ames ami citie complacentie. Da aber der herr ſpꝛicht in dem Ewã⸗ gelio. Du ſolt got lieb haben von gantzem gemut / von guntzer ſeel / von gantzem her tzen. Was ſol ſo vil blũdere / kanſtu mir es nit in einem woꝛt ſagen. Ich ſpꝛich ya / Si fe ding alle von gantzem hertzen / ſeel / vnd gemijt iſt als vil geſagteals hab Got lieb über alle ding. Die lerer haben vil mit zeſchaffen / vnd geben vilerlei außlegung iſt alles darinnen beſchleſſenn. Habe Gott lieb uͤber ale ding. Vnnd die cm deren geet die der Herr bꝛauchet von gi pem hertzen / ſeel vnnd gemuͤt v. Sein nütt andere / rann nagel uu 2 n p D — x. r^ e Lager B H , d 5 $ " : | D » m das er deſter fefter vnd tlefſer hin n gang Du fißeft wan man ell einen pfal ſchla hen / das man etwan fiertzig ſtreich daruff thů t / damit das er tieff hinyn gange. Al (o9 er Herr hat diſe eet gebꝛauchet / als ſchleg vonn gantzem hertzen / gemiet / feel vndkreffien / damit das ce in das Berne ſi tze. Diſe ding die obnen geſagt ſeind finds In dem ſybenzehenden Sontag nach der Dꝛeyfaltig Der. Sontag nach der maͤn nit in ( Jacobo voꝛaglene) Mann findet es in dem nieiſter von hohen ſinnen vnd (Petro be Ellaco in pꝛimo ſentencia rum diſtinctione pꝛuna.) Diſe ding fol man alle wiſſen. E ijt keins es iſt eine güldin wert. Ja wann ich eo wol küme verkauffen. Jetzund nicht mer. keit tag. Figur des Ewangeliums mageſtu ſuͤchen. Vnnd von der pꝛedig im iünſter be hielt bꝛuͤder Johannes Pauli ſolliches. nan den kunnig / herr T. L - ` "aS Es / KZEA RUND: — — 3| im ein eer (eL en thůn in líebfaben über alle ding. Non ſr ꝛicheſt du / wann vnd zů welcher zeit můß ich al ſo mein gemüt in got vffrich⸗ un vnd in fiber alle ding lieb baben / vnnd das erfüllen. Herre der künnig ich diente Wan dee groſſen lerer dar en eeſtend / wan ſie daran ku men vnd ſtetzen daran (De | tempeze quantum ad cxerclit am diulne dilectionie.) Du ſpꝛicheſt / Es můß eln seite haben wan ich Got fel uͤber alle ding lieb haben wan ich kann nicht ſtet igs an gol gedẽ cken / als ich an ein medlin gedenck / oder cle ein můter ann ir kind / wa ift es / was gebꝛiſt Ich mif geſchlaffen haben / ich mif eſſen / iez fo ich pꝛedig / ſo tan ich an got nicht geh dencken. Got über alle ding lieben / daz iſt Pꝛeceptum affirmatluli. Das bin det dich nit zů al ler zeit. Es fein in gotes gebottẽ / gebot v verbot. Du felt vater vñ můter eit / dz iſt ein gebot. Du kanſts nit allewegen thon. Es nct vff im daz du ine ellen vñ trir ckẽ gebeſt nig ich dient gern / dienen ſol / 1: den, Es uer gůt daz iram . den puncten ein mal cederet. - > e j , e — : A IN AW MS A d Da - WE | D. / 5 * 2 2 N. AMT A 4 E- E A i OM Za Eis ) 4% ] - z ZW MU C à $i ' 85 — N j / de 2 Si Lë / ex e A. " 2 — d AE N — u: Pape " / | LP — j di Lä — ES Z cl 3 - EN d | E d 2. EN "A? Ne E | 4 N n | ; bn Y / ENS 2 ZA N G " ANSA L o3 EX VW — Ti — "um Z^ à fs 2 I 243! NN "P. Es , — . —- Ei A ey g 1 — : T. — — e 177 ESL 2 | SEA N f " * Hy £ P — i — - 5 . } "soc X - — 4-3 — — NUNT 1 A 2 A ` S M SWR N, x € d 7 | 3 VE d — | — e ^ o J ` d R | - — b — 1 R de om WE A BI: : " 3 — ^ LE GEN ON da — y We MN e - , i | ) A8 UN " Le, F , = * Heir der künig ich diente ger vnd netturfft / das kanſtu nit alwegen thũ wan ſie bedoꝛdden fein nit / oder fie ſeind nit bei dit / oder fie ſeind tod. Darumb fo wil ce ein ſtett vnnd ſein zeit haben / wan du es r. M ſolt. Es fei darnach verbotten da ſolt nit ſtelen / nit vnkeuſch ſein / nit fal ſch gezeugniß geben / die binden dich zů al ler zeit / wal ala egen biſtu ſchuldig nit ze⸗ ſiclen / nit s moͤꝛden. Wann ein burger in diſe ftat kem / ſo muſt er ſchweren gebot vnd verbor des Ammeiſters schalten, Al ſo got uber alle ding lieben / vnd hertz hab en zů den gebotten gottes / wan ift die zeit wan ſol ich es thůn. A 5 wil dir ſagen was es ift, Ich wil eb en coan wie man zů Oſtern thut / wau má (pot? bꝛicht / fo es noch nüwrat ift vnd uͤrenbeiß als ir es nennen Pꝛimitie So bc man nit die zeitigen allein a/ man bilcht ab die noch gruͤn p ſeind / vnnd halb tot? ond halb weiß / onnd eins vnder dem anderen. Alſo wil t: meinũg der lerer geben da etlich gruͤn eto vnd vnzeittig Aber ate / die ſibent die würt zeitig werdẽ / vnd mit deren laß dich denügen / ſie würt vr auch 22138 thünn / Ich halt mich des vnd lag cot walten. Nym ſanctum Chomam der gibt dir die er dber. Albertum magnum Anriſtodeꝛenſem Reich ardum Scotum Bonauentur am d? volckot | Sanctus Tomas Wan du wol; leſt dein gůte werck richten in got / ſo feieft du in fo: uldig tiber alle ding lieb zehaben als ich dir qefadc hab / wie du all gůtẽ wer ck ſolt in got richten. Du wileein almũßs geben leuterlich vmb gots willen / nit dar umb das du des bettlers abkum̃eſt/ fce (cc 1 e vnd ſiheſt in uͤdel an / vñ darumb das dir got dz hymelreich geb. Vir das es boß das du ein almůſen gibſt vit;b ves bymel/ reichs willen. Aber das iſt beſſer da du we der hymelreich noch helle ann ſich ft vs tu heſt nüt cn dan den villẽ goto / daz ce gor wol gefal Vnd wan du alfo ein wieck wilt in gott richten vnd oꝛdenenn / ſo ſoltu dort wircklich uͤberale / ding lieb haben / die erd ber iſt noch grin vnd vnzeitig. bag dir nit genug Quia facit circulũ Wa du es in got oꝛdnen wilt / ſo hab got lieb über alle ding / vnnd wan du got lieb haſt uͤber alle ding ſo oꝛdnen dein werck in got. Albertus magn gibt die ander abba oit ſpꝛicht / daz dẽ ein mẽ ſch got (el lieben über alle ding / wan er daran gedenckt vnd im got fürbꝛachtwürt í in (ci gedãck / als dz hoͤ chſt gůt / vnd das er In das hoͤchſt gůt ſol fein werck richten. Ce ſeind vil werck / die man nit fol noch kan in got richten / als ee bꝛechen iſt vnd vnkenſcheit. Es zimpt fich nit das man den vüft tragen foL für denn (ciel gottes des herren. Aber ſunſt ande re werck / als da ijt ſchlaften / eſſen. Du wilt ſch affen vund eſſen / das du her naͤch deſter ſtercker ſeieſt got ʒedienẽ / die erdber die chũt dir ſein auch nit dene. Altiſiodorẽſis gibt die oct erdher / (E ein groſſer lerer / ð ſpꝛicht ein int ſch fol got lieben uͤber alic ding. Dan ein mẽ⸗ ſch empfinde ein ynbꝛunſt sa got S£ herren vñ im got zehertzẽ gieng / vñ ob d inbꝛünſt in der empfintlicheit nicht wer / aber in dẽ willen ep in der vernunft. Su magſt ein ſemliche liebe zů got haben / vnd moͤchteſt dennocht eim [en hertz mögen freſſen / oð ſelber mögen hencken. EH Es iſt dir aber wi der deinen willen dein hertz zyttert dir ge⸗ gen im / aber es ift ale in der ſmicheit / vñ iſt wider dein willen vnd vernunfft. Alſo wann du ſchonn Gott betrachteſt H a ' LI t ' Di y ^ Der. Sontag nach der vnd gat dir auß einem rohen heetzen / vñ tſt ein vngeſotner roher vngeſchmaltzter vngeſalgener gedanck / ſo nimpt in got an wan er auß vernunfft gat / wie wol er nitr auß ſinlicheit gat / wan warumb / Got er kent vnſer blind ikeit / vnſer kelte / ruhe / vñ vngeſchicklicheit. Es ligt nit als an dem rotz vnd geiffer / als mancher der kan das leidẽ criſti weinen / vnd gat im faſt zů her tzen / vnd iſt darumb got nüt deſter lieber vnd deſter neher / vnd mancher der wolte es gern thůn / ſo wil es im nitt in das bertz Es iſt im aber im willẽ / wan einer fein en/ de daruff ſetzt / das leiden chꝛiſti zůweinen / vnnd darnach nüt deſter beſſer iſt / daz iſt natrenwerek. Als vil menſchen / wann fte es ietz geweinen / uͤber ein weil (o lachen (y fie liegen / ſie ſchweren / ſie reden den leuten uͤbel nach Le. das ift nüt / ce mag im auch nach gefolget ſein. Was in einem menſchen iſt / das ʒeuget ſich auſſen / wit künnen vns nit alle gleich auſſen halten / win wir innen gleich (citt, Sant Franciſcus der empfienge die fünff wunden yn hend / vnd in füßen / vi in der ſelten wan das was im in dem hertzen / dz was als von der ſunderheit / daz würt nit iedtrman gegebẽ. O Her es lſt mir leld / daz ich dich erzürnt hab. Nim das exempel / du haſt geſtolen / gmoͤn / dein ee gebꝛochẽ / wz es iſt / es falet dir zů / du gedenckeſt daran / das haſt du gethon / da biſt du nit ſchuldig zerüwen / wan es kumpt dir nit alfo inn (Ratione ofr fenſe) das es wider got ſei / darumb (obi ftu es nit ſchuldig zerũwen / wan du aber daran gedenckeſt / das ha ſtu gethon / vnd es was wider got / ſo (el es dir leid ſein / daz du Got erzürnet haſt / das iſt (In ratione offenſe) fürkummen. Wan das tregt die recht frünt ſchafft pff im / wan du et wann gedenckeſt darin du deinen fründ erzürnt haſt / das das ſelbig dir leid ſei / das Tu gethon haſt / vnd dein freund darin erg) net haſt / wan was frũndſchafft wer dae / dz dir wol gefiel / dae / darin du wider dei⸗ nen fründ gethon heteſt. Alſo gegch got auch der vnſer rechter fründ iſt Ad pꝛopo Ai Reichardue / der gibt die fierd ertberori ` ſpꝛicht / dae eim menſch gott fel lieben Ober alle ding / wan er dar an gedeckt / das er co fol thün / vnd es ſchuldig fca: (t ſchier gleich mit dem voꝛigen / vnnd iſt es doch nit / das iſt ein enger weg den wir nit gerẽ gon / wit gond als gern durch dy weit thür vnd gib die evernpel. Er ſpicht / wan ein menſch fein ſtind hat gebeick t vñ gerũwet fo ſeind fie im firzĩgen. Nit deſter minder wan hernach ein med daran grẽckt !( In ratione offenſe ) So (ft er alwegẽ ſchuldig das ſelbig zerüwen / vnd ein mißfal darü⸗ Cer zehaben / vnd gedencken / oder ſpꝛech en ſitum) So ein menſch gedenckt an ſein ſünd / vnd daz es ſünde iſt / ſo ift er ſchuldig ein miß fal darüber zů Babe zc, Alſo meint der lerer Reichardus wan er an got geden cket wie er tiber alle ding ſel geliebt ſein / das den zeit da ſel / dz er in tiber alle ding ſol lieb hab en. Scetus vnnd Bonauentura vnnd die die n nach folgẽ / die ſ ꝛechen / daz ein men ſch ſchuldig fei ſein hertz in got zerichtẽ / vñ get uͤt er alle ding lied / an dẽ Sõnẽtag eh an dem feiertag / wan der feiertag ſei dar! um auf geſetzt / vnd ſunſt auff andere mal auch / als wan ein menſch zů dem Sacra ment welt aene Holckot ein lerer der ſpꝛicht. Das ein menſch ſchuldig ſei / das werct in Gott zů richten / das er verbuyden ſei zethůn. Aber nicht das werck / das er da nichte verbun den ſei / vnnd wan er vnderwegen 1 H L Lë Lë ' BENE em * * * ' $ 2 , €. deg 2 1 i — Herr der künig ich dientegern ee dʒ ſebig ſchuldig werck ʒů richten in get [o tlt er ein tor ſünd Aber er Eug ei teglch find wan er dz werck nit ingot rich te / dz er nit ſchuldig fei zethůn. Die erper wil ich nit eſſen. m das exẽpel. Du gib eſt eiu almůſen / das biſtu nit ſchuldig wa Qu z nit in got richteteſt / ſo theteſt ein te giche jünd Wan aber ein mẽſch in der let ſtẽ not lege vñ / du kemeſt im zehilff vñ oꝛ dnereſt daz werck nit in got / ſo teteſtu ein todſünd. Meint S lerer. Es wer dan ſach 95 du heteſt ! Virtualẽ intention ẽ) Die du von lãger uͤbung ð werck vñ ir oꝛdenung heteſt üͤberkumẽ / die ertber gefelt mir nũt Die ſybẽt ertber die mir gefelt Iſt die / dz du dick dein meinũg vffrichteſt ʒů got vñ dick got liebſt tiber alle ding. Die vfftich: LXXVI tung iſt in allen werckẽ. Als da iſt kind ba den / ſeugen / feuermachẽ / ſchůmachẽ / das du daruon lebeſt vnnd got moͤgeſt dienen Du gibſt almüfen allein darumb / dz du meineſt das es got woll gefal / vnnd alfo in got oꝛdnen / vnd got heben uͤber alle ding iſt verdienlich zů ewigem leben / vnnd das nit thůn oder doch ſeltẽ tůůn / iſt ſchedlich vii zů der hellen fürderlich / das iſt die zeiti ge ertber / derẽ ich mich behilff. Ich kan im nicht anders thůn. Es iſt keiner der lerer die ich geleßen hab. Es moͤcht villeichten ein anderer fein den ich nit gelegen het / ð es gantz außtruckt / wan ee doch ein men ſch ſolte thůn. Die ding hab ich euch wöl 4 len ſagen / das ich andern vꝛſach gebe weit ter daruon zeleſen die damit vmbgond. In dem. Iii. Sontag nach der Dreiſaltickeit tag magſtt. indien das Ewangeliumn zoͤgt an die Figur / ven der Pꝛedig in dem miinſter behielt frater Johannes Pauli ſolchs daruon. | IB | vergangnẽ tag habt ir gehoꝛt / wie vnſer kün⸗ nig in dem bi, Her der kün⸗ nig ich diente gern / vns gebũt im ein eer an zet dun / in küſſen das iſt in lieb haben uͤber alle ding. Noch iſt ein andere cer / die wir im felle thůn / die fein liebhaber ſanct Paul' berürt es in der Epiſtel. Got loben in e Ze vnd trincke Omi in gloꝛia in dei facite.) Ir eſſen oder trinckẽ / fo thuͤn es zů der gloꝛy oð eer gots. Da merckẽ die heiden / die teilten ir opffer in fierteil. Ein teil des trugen fie heim vnd af ent es Da fact ſanct Paulus za ir zů dẽ heldẽ gen eſſen fo ef ſen wz ma euch fürſetzt / vñ fragẽ nit. Wa abet einer ſpꝛech eſſen / es ift von dẽ geo ferten V \ ' B ox — — ͤ NA IA N el * 229 122 — Y P dë 15 71 -— - — A * / — \ 2 7 c» e TA , SETA Fa A -—- t€. 7 ES ? | A* X 3 3 / SN TY ER ^om | # WE — IL (à HA / "uc IPSE 7/7 "Back BE 4 4 Ze 3 | SL Ka | 3 zT : 1 $E CET PE. | E611 730] RC l4 "RA I Su d ? ! Dé ; | 2 14 —— 2 ZA 1! wx A: \ » ! N 1.4 2 — NE / V. Le | 27 Ai 2 ! [ ; : * - N | 7 ` KN \ 2 S | À \ | — ^ — et, 2 "e - - 4 vw N = — " — et? — , —— — 2n CC : FR — e N TER Hi " : — feeiſch / ſo ſollen ir es nit eſſen. Wan ð ſelb Reib oS ein ſchecher criſt / der moͤcht geden cken ir eſſens dẽ abgot zů eren / vñ wire da durch geergert. Mir den heidẽ möge wir wel fan vfi trinckẽ / aber nit mit de iudẽ⸗ ſpꝛicht fant Thomas. Darũb ſpꝛach font Paulis ir eſſen oð trinckẽ / ſo hn es zů ð eren gots. So kum̃en vnſer doctoꝛes vnd kerſchẽ das woꝛt zů allé gutẽ werckẽ vri zů allen dingen / das doch fant Paulus allein sis eſſen hat geredt. Laß aber ſein / dz wir all vnſere werck ſollen thůn zů der giory gots fein wir es alle ſchuldig / oder wie foll man dz wort vᷣſton. Es iſt keiner ð als vil darnon ret / ale Guilbelmꝰ Altiſtodoꝛẽ ſis⸗ vii wil dir es ſetzen vff fsben punctẽ / vnd werde auch vnzeitig erber darunder ſein. ſpꝛi ; chich / Dʒ; dz west vᷣſtandẽ impo:tat quandamfamã. gloꝛy vff im trag ein rům. Alſo dz durch dein zi det — růme habe. Alſo biſtu einfeltiger nit ſchuldig D thůün zů der gloꝛy gotz / wan warumbe / du thůſt heimlich ein gůt wetck / du faſteſt hei lich/es weiß es niemans. Wie kan got da⸗ non ein rům vo mẽſchẽ empfahẽ / es weiß kein mẽſch. Abẽr die pꝛelatẽ vfi die regẽtẽ dy ſollẽ es thůn wan ð herr zů in geſpꝛochẽ hat Sic luceat lux. Ewet liecht fol lüchtẽ voꝛ dẽ mẽſchẽ / dz fte got darin gloꝛificierẽ. V dẽ andern die dwerck than zů der gloꝛy gots EI (Gen verter man dz gloꝛy gotz vf m trag Quandã adheſienẽ vel fru tionẽ vel cognotet felicitatẽ quam dam ſeðm ockam Es iſt freilich war / daz rationes Thome familiaritates Scoti xfi cognatiões ockam bꝛingẽ wenig andacht. Es iſt verhaſpelt / vñ ein Zeit ding. Wa man ſpꝛicht ich thůn dz du d oz, gote ef vnb der gloꝛy gots v ilẽ / das tft darumd daz du dich erlüſlige ſt vñ erfroweſt in got vnd ewiglich ſeheſt / das ſoltu auch nit thũ Wan warumb / das anhangẽ vnnd ſehen vnd nieſſen gotts iſt ein creatut vñ ein ge ſchoͤpft / wan dan du die wert thereſt vm der ſelben geſicht vnd anhangẽ willen / ſo theteſtu es vmb eins geſchoͤpftes willẽ / dz wer falſch / vnd wer ( Amoꝛ cõcupiſcctie et nen amicitie) Man mag wol gute werck nn vmb des lůſtes in got vnd vmb der ſelickeit willen. Man ſol aber nit da bleibẽ ſton / dz wer vnrecht / man ſol es nit in got richten vnd oꝛdnen. Alſo das du das cütt werck wilt thůn ʒů der cer gote / ob du ſchõ got nymer mer ſolteſt ſehen / vnnd Vig das hymmelreich nimmer fole gegeben werde, DOD wurt zude OH ten verſtandẽ zů der gloꝛ go ^v * — e - ^. du ſelig werdeſt / nit froͤwe dich. d iner fell deine werck / das entlich gottes wil in dein er gkeit ein fürgang hab. d M Vn. zů dẽ fierdẽ ^ ſo mag es geſchehẽ zů der er | gots (Virtualiter) Anfeng⸗ manm ſpꝛechẽ krefftiglich / vboꝛgẽlich Ich ſpꝛich anfenglich/Dz ift da ein mẽſch für ſich nimt ein gůt werck zethũ / vnd wil dz ſelbig thũ vß einer rechtẽ meinũg vñ fa cht ee an vñ oꝛdnet es in got vñ ob er dar nach nim̃er mer daran gedecht / daz er das thet win gotz willẽ / ſo Reife dẽnocht zů ð eet dots geſchehẽ Virtualiter) Anſenglich es an got hat angefangẽ. it dz excel M e Ter | » as 4 Der. in. Sontag nach der Dꝛeifaltickeit ag werde. Thun es alles SE za dglory garen (Qi | q tes. Das iſt v5 gotz wille vo KS er bꝛacht werd Du truweſt es gefal got wol / darumb fo thůſtu ese vñ daz ckeit fo wol / aber ce froͤwet ! e bas dz go tes wil in dir volbꝛacht werd / vnnd thůſt : / ^ 5ñ.. NE WU WD QE LNeiſerſpergs Pꝛedg zethůn zů der gloꝛie gottes /alſo biſt du es wen eln (ies ſchleſſen wil / ſo legt er einen boltz auff ein geſpannen bogen / vnnd tra cket mit de. n ſchlüſſel die fen auß / vnd iſt die ſtercke des armbꝛoſtes bei dẽ bolts oy er nider felt. Des glelchen wen einer ein ſtein würfft / ſo iſt die ſtercke der hand bei dem ſtein biß das er nider felt / er bedarff nit ſtetz bei dem ſtein ſein / vnd in für ond für treiben mit der hand / als die kind die Vie rei (f treiben / die ſchlagen für vnnd für auff den reiff mit einem ſtecken. Alſo du auch. Ein menſch nympt zehen oder zwentzig gůl din in den ſeckel ynn der meinung / das er ſie vmb gottes willen ge⸗ ben wil / vnd gibt fte auß vñ gedenckt dar nach nimer daran / warum̃ er es auß gibt / Ex hat es in ders anfang gethon vnnd ift nit not daz er es zů einem ytlichen mal thü ge das iſt ( Virtualiter ad honoꝛem del.) Anfencklich zů der cer gottes gethon / oder einer wil genn Rom gonn. Er bletzer die ſchů vnnd macht den mantel in der meinung das er gen Rom woͤlle er bedarf vff der ſtroſſen nit alwegen gedencken an Rom / ann fant Peter / vnnd ſant Paulus / er hat es in dem anfang gethon / vnd das iſt genůg. : funfft omnía capite diſtributi⸗ Ane / omnia in gloꝛiam def facite.) Da ein menſch gloꝛy gottes / vnd darnach alle ſein werck vnd sii eim jeg ichem werck / het ein ſunde re würckliche / gegen wertige meinung es vütttó verſtanden (Vt ein gůt werck chůt / vnd vers wircklich vñ gegenwerticklichen v thůt zů der eer vnd LXXIX nit ſchuldig wan wir es nit vᷣmoͤgen vnd wer vnß zů vil ſchawer / das iſt (Omnia diſtribuiue. man zů der gloꝛy gottes alle ſammen / da (Omnia ſublata.) Würt genummen (Collectine.) Da mann alles das / das ein menſch thũt vnd thůn wil / iſt das fein wil das er es alſo zů der gloꝛy gottes woͤlle thůn vñ oꝛdnet als es eins mals in got /al (o ſeindt wir es ſchuldig zethůn zů der glo xy gottes. dem ſibend fo würt es verſtanden zů der gloꝛy gortes (Wega tiue.) Als da ein menſch fein werck nit oꝛdenet wider die gloꝛy gottes vnd zůſchũ den gote / alſo heiſent dein werck alle geo: dnet zů der eer gotes die weil du ſie nit oꝛ dneſt wider die eer gots alſo haben ir daz Vff Sontag Simon vñ Judetag ſontag Sidur des E wãgeliums pꝛediget der Doctoꝛ zũ fant Johan vnd be hielt frater Johans ſolich. o eit haben wir gehoͤꝛtt / wie vnſer Künnig den wir vnß ſelber erwölier gert den ^us d » | E n Le " k 2m: A ch d EH. | Wë t ai | D D ene gott / das wir im ſelber ein eer ann ſeilen thů n vnnd inn lieb haben tiber alle ding. Er gebüt auch vn» feinen hoffge ſind ein ere an zethůn / das iſt vnſerm ne / chſten ynnd auch vre ſelber. Wan er (r: cht / Hab den nechſtenn lieb als dich ſe ber / vnnd dich feiber lieb Bonn ift einn regel der liebe dee nech ſten / wan er ſpꝛicht als dich ſelber. Vnnd die weil du dich ſelbs nit kanſt lieb honn / ſo kanſt du auch dein n chſten nit lieb hon / wan dich ſelbe lieb hon (jt ein bildner der liebe des nech⸗ fin. Diſe ding ſeind dir not zewiſſen / wan waramb du thůſt was gůts du wol leſt/ got lieb / du beteſt / du faſteſt du verfifan: f£ dich mit deinem feyent / wen du dich ſelber nit rechcht lieb haſt vi dei iẽ nechſtẽ als dich ſelber fo iſt es nüt wã $5 UE die moß mẽſur Her ding aller. B dem erſtenn Di ſpꝛich ich / Oz da ſeind Breis elrlei gitter als ( Supꝛema / vnfuna. ) Die hoͤchſten glitter / die mitlen / vnd die vnderſten gütter / Die hoͤchſten guter alo da ſeind das Himmel reich / Goͤrliche anſchowung / das heiſſenn die oͤ erſten guter. Die mitlen gitter / das ſeind en gottes (gent vnnd ver dS dienlich werck / durch die gütter mann zů got kumpt / wan fie ſeind das mittel vnnd tůgent nim ich nit hie ( Pꝛo actibus virtu HR tum.) Für wirckung die den tůgenden nach folg ung thuͤnt / oder inen nach folge Aber ür die gebot gots durch die man kumpt zů den tůgenden als (Ariſtoti es qnarto ethicoꝛum.) Ven nden füge. Die mmfles gi rer on die n derſten / ſeind die q tter der natur vnnd des glücks / als da t5 ſcherpfe der ſin / gůt gedecb tniß / wol Grosch / leben / reden / gutter des glücke c tun ein lebe fra w / hübſche kind / gůtte natung hen / vel gehalten ſein / nit verach tet ſein / als ein hund &, Dyſe dvũ giter můſtu dir ſelber gůnnen vnd auch deinen nechſten. Aber dir vñ im gat mit groſſem vnder ſcheid / darumb fo ſrꝛich ich zů dem andern / das du dir ſelber die oͤberſten gür ter / das iſt ewig leben got ſchowen / gunen ſolt Cõdicone) On geding / on si fats ſche dit, Alfo wenn du ewige leben begiren wilt / ſo bedar ffeſtu nit ſpꝛechen lieber hen gib mir ewige lebenn / iſt es meiner ſelenn gůt/iſt es it nit gůt f» gib ce ir nit / on fem lichen zůſatz ce dir begeren / wan es (o werden wir ſelig / Sie ſpꝛochen nist es vns nütz vñ gůt / ſo zeug es vnc. Alſo del nem nechſtẽ ſoltu auch ginnen Wie ober ſten gi ger woe dir ſelber on zoͤſatz . Es iſt auch nit gnůg das du fie dir gůnneſt / du mũſt auch d. rnach ſtellen / vnd mit al krefften darnach fechten daz du fie uͤberkn meſt / wan der ſchoͤp er hatt dich darumb vff erdtreich geſetzt das du hie das him̃el⸗ reich ſolt verdienen / nit das du ein (dem vff erdtreich fecit, | een ſyuck ſt du ee iſt ein wet nig guͤtz lebe vff erdtreich / A ver ſich ver ſaum pt der hab den ſchadẽ. Du haſt wat gſagt. Aber nit als du es in deinẽ ſiñ haſt. N ae (ff das o gir leben. Es iſt ein erber tugentreich la ben das iſt das gů le en. Wen einer er berlich lebt nie mano key nn ſchaden thůt / vff recht mit feinen ſachen vmb gat / vnd fürt ein frum criſtenljch leben / o fpi? cht man bei meinem ej d der flirt ein gůt le ben das heißt man gemeinlich ein gůt le ben. Des gũten (coeno ift wenig off ertt! reich wer fich de vtrſumpt der het eu ige (ft de ner ſeien alwegen dat/ Daz Babe ge thon die heiugen altuetter in irem gebet. (Dauid oſtende nod is faciẽ tuam et ſalui erunus.) O herr zoͤg one dein angeſicht ſchaden das gůt leben (ff nit in der leckerei als dn es nenneſt / das heiſeſtn ein qiia le⸗ ben das du dich als vol friſſeſt gebꝛottes vnd ſaufeſt das du es wider gibſt vnd fre ſen biß in mitternacht / vnnd wen es eins ſchlecht ſo můß man iñen erſt würſt boat? ten / oder ein (pec? ſuppen / oder ein eyerkn chen machẽ / das tft ein ſerweſch fyheſch Le: ben / das heißt nit ein gůt leben. Ja ſpꝛech e ſie witz kumpt nit voꝛ iaren Es ift war witz kumpt nit voz (atom. Jar ſeind auch nit gůt für thoꝛen / du findeſt manchen al ten narren die das fihiſch leben auch ſůch⸗ en. Ein ſemlich en alten alten na rren haſ⸗ fcc der teuffel vnd die menſchẽ. Alſo ſein d wir hie ſchelmen mit ſreſſen vnd ſauffen. dꝛitt ich / Das du dir ſelber die mitten gürter auch gün⸗ nen ſolt on zů ſatz/ als da iw ſeind gotes genad vnd tu gent / verbꝛingung / genaden reicher vnnd verdienlicher werck / du bedarfeſt nit ſpꝛe⸗ chen (ft es meiner (tien gët die gnad oder tůgent / ſo gib mir es. Es iſt der ſelen al wegen dut tu gent vnd gorte genad vnnd diſe mittel güter das haben gerßen die hei ugen altuetter Dauid (agr ( Seduc me domine in ſemitao.) O herr für mich inn ven fů ß weg deiner gebot / ſie ſpꝛachẽ nit iſt es mir gůt ſo weiß mich den weg. Alſo velnen neſten lr du diſe mittel gütter be geren wie dir. V dem fierdenn ſpꝛich ich / Das du dir ſelber Sl die mynſten güter begeren — ſſoolt/mit vnderſcheid vñ mio eim gedin he der gedechtniß / reichtumb / hübſche kin — der / das Got der herr vlt die ding wol agr. ale 93 (t ſcheryffe der ſyñ / e⸗ LXXX ben / nach dem vnd er weiß das es deiner (ed nutz iſt vnd gũt vi ſunſt nit. Alſo ſolt du diſe niderſtẽ gũter auch begerẽ vn gan nen deinẽ neſtẽ ſeient (ie feiner ſelen gůt fo günſtu (te im / ſeind fie im ſchad fo anbinſt du ſie im. Es iſt mancher mẽ ſch (on vñ hũbſch vit wol geziert ep bꝛingt vil lit zů fal vnnd ſich ſelber auch / das ift feiner feel ſchad. Es iſt mancher reich / es wer im nü pe er wer arm / es iſt mancher geſunt es wer im beſſer vnnd näger er wer ſiech / da rumb fo fol man diſe vndern gürer nu bes geren den mit vnderſcheid ſeind fie deiner fele gät das dir die got gebe / ſeind fie dir nit gůt das dir ſie got nit gebe / vnd ob du das geding nit allewegẽ mit woꝛtẽ vßtrũ⸗ ckeſt / fo (ol es doch alwegen in dir ſtecken Alſo müß man vᷣſton vñ außlegẽ das in de Pater no. ftot ( ©; libera nos a malo) Sunder erloͤß vite von uͤbel / ſiechtag / ar můt / angefochtẽ ſen / dz fein als uͤbel / vñ fein et wã ð felen gůt ep nützlich / fo folieit wir nit im ſiñ habẽ das vns gott daruon erloͤſe / wen fie deiner ſelen gůrt weren / vñ das widerteil ir ſchedlich wer dz ſol in dir ſtecken / ob du doch nit daran gedechteſt / darũb fo im Pater noſter vo: hin dein wil der werd / vñ der wil gots iſt dir nit zů ge bẽ dẽ dz ð ſelen (E vᷣdienlich zů ewige lebẽ. aich / Das ein men fue een ſol vnd weder im fel noch feinem nechſten begeren was das wider ſpil iſt / vnd wider diſe ding die ich ep geſagt bab. Ewiges leben fol man begeren on zůſatz / es gleich en die mittel gärter durch die du zů got ku meſt / vnnd die andern güster nit dünnen weder dir noch deinem nechſten / den mitt einem geding wie geſagt iſt xs Se | it er ü m ie H ^ ` e i | dai Ü Ye 1 B FEN N 7 , "f \ al < fü fr N Í Lea A | C / p B H t ſontag nach der | du dich felbet vñ Seine nech⸗ ti fen lieb Gabe ſolt in got / den gerechtẽ mẽſchẽ haſtu lieb in got / vnd den ſünð haſt lieb om gotz willen de gerechtẽ ftu lieb wa vts truweft er ſei ei tẽpel gots vit dz get in im won / de fünder haſtu lieb wont (do got letz nft in im / ſo würt er do⸗ ch in im wonẽ vñ mag in im wonẽ wen er ſich nun bekert. Alſo hab dich ſelber auch lieb in got trüweſtu 95 du gerecht ſeieſt fo hab dich ſelber lieb / dz got in dir wot biſtu ein ſünð / dz her nach got mag in dir wonẽ , e ch ich / Dz du dir ſelber cot d lebẽ tugẽt gnad gots &, Sie miítle güter vñ die vn⸗ dern guter dir vñ deins neſtẽ nit ande gü nen ſolt den vm̃ gots willẽ / das ð wil gots darin vergang. Das lert dich ſanct Pan chſten vn on eins 95 letſt daz hat waz er thũtvnd wircket da hat er kein lon noch nutz daruon / der her nimpt denn nutz vnd was er verdient vnnd gibt im eſ ſen vnnd trincken. Alſo wir ſeind gots be um / gottes acker / gottes roß / goter knecht Datumb fo fol er als vnſer herre / alle eer haben vnd was wir thůn vnnd laſſen ſol als ymb gotz willen geſchehen vnd in got alſo werden geoꝛdiner. Zů dem andern / So magſtu dich (cU ber in got lieb Habe vñ dir in got din diii nen oder vm̃ dots willẽ/ daz du dein werck richteſt in got vfi thůſt fie vm feine ville aber nit In me diate fed mediare) Stra cks vnnd gleich on mitel. Aber du oꝛdneſt fie in ein and werck / vñ ſeind dennochtin got vfi geſchicht entlich vim gotz wille 1 em exẽpel go eim ſchůmacher / Ein E macher ð facht an ſchůh zů machẽ / darũb das er gelt über kum / noch gſtot er da nit was wil er des gelte / dz er narung Gab e! ſen vñ trinickẽ / warũb ißt er vnd trinckt / das er leb / warſib lebt er / das er hie dz hy. melreich vᷣdien / waz wil er des himels/daz 2 er got ewiglich lob vñ im diene / warũbwil er in ewig ich loben darũb daz gore wil in im verbꝛacht werd / Sehẽt ir wie ſchůma chen würt ang fangẽ vnd nit mb gotes willẽ en mittel Es würt dennecht in gott zum letſten gericht. Es ſeind wol ſyben Ins Criſtus der herr fant Auguſtinus vfi die natur. ſanctus Paulus ſpꝛicht /yr eſſen oder trinckẽ oð was ir thůnt dz thůnt ale si ere vñ gloꝛy gots. Criſtꝰ ð herr ſpꝛichtt du felt got lieb hõ von gantzẽ hertzẽ vo gã tzer (cel & Da ſpꝛicht (ant Auguſtinꝰ wir ſollẽ gern vnſere werck an dz ost tragẽ da fie one an dem aller verdienlichſtẽ vi an dem nützlich ſtẽ fein daz (ft in got. Der na tur lert dich das alles dz du thůſt vñ wür⸗ ckeſt fol em got deines herẽ willẽ geſchehẽ Nim ein epempel bei dem baum / beide acker / bei eim roß / bei einem knecht. Wen em her ein baum het der ſein iſt / fo ifc aus ch die frucht ſein die an dem ſelben baum wechßt des ð acker iſt / was er da rein ſeigt vnd was er treit iſt auch ſein / het einer ein roß waz es verdiẽt (ff als des herrẽ. Ein er kauffter knecht als mã in welſchẽ landen dingen dis oꝛdinen. Ich glaub es woll oder acht tnittel ee das es in gott kumpt⸗ vii wirt in gor gericht / man verdient gelt das man narung hab / man t(fer vnd HUE cket das man leb / man lebt das man das hym̃elreich verdiene / doꝛt got ewigckllch lo be / da geſtond gewõlich die lerer Ich gang aber weiter hinein das entlich Gots will an vns volbꝛacht werd vnd alſo wütt der ſchlemp in dẽ rincken gethon / Das dz erſt vnd das letſt si (ammel kumen. Du ſpꝛicheſt ich kan mich nit mit den } e e v El zm [c Fa Ce E 3 } | « 4 | ED % | 4 H ge ` Reiſerſpergs eſſen die narren / vnnd wen man 56 inen ſpꝛicht warumb gibfin dem narren nit ein vß weiſſung. So fie en ſie / wie wol ich es nitt wil thůn / ſo thůt es mir dennocht wol das der narr alfo naher laufft. Zů dem ſybendẽ / So ſiheſtu wie man alle ding die one got gebẽ hat mibꝛucht da kem ein lange matery herfüt. Ein ander pꝛedig ſagt von der oꝛdenung / Welches vor oder nal ch geliebt fol werde von vns / gepꝛedigt in dem münſter Straßburg (In excelſo trono) On» behielt frater Jo Pau wa kumpr es aber her / dz du es nit kanſt Es kumpt her ven vnſer doꝛheit vñ ki: d heit halb / vñ das wir ſo grob ſeint / vnnd wit der nützlichen ding nit achten / Vnd kumpt herr von einfalt deren die euch le ren vnd pꝛedigen / das ſie es euch nit leren vnd euch nit ſagen. Aber villeicht fie es ſelber nit wüſſen / wir hõd ife cleine ding lied vnd achten der groſſen ding nüt / die kind achtẽ nit ob / Rent / Zinß / vñ gült in ‚ging wein vnd koꝛn. Sie nemen keß vnd bꝛott oder örffel darfur Se. Nun aber war wie wir vnns die ding dem erſten (o bei, rn wir one ewige lebe om vnſert willen 95 es vns wol gãg vnd geſtond da / vnd ſetzen vnſer end dar vf eꝛdnẽs vnnd richten co nit in got / das fen wil in one wolbꝛacht werd. Zů dem andern / So begeren wir genad gete tügent vnd kunſt / nit das wir sti got kumen. Aber daz wir groß ere / empter vñ vll gůts uͤber Zon? vit groß gedaltẽ werd Zů dem dritẽ / So volbꝛingẽ wir güre werck / nit das wir ewigs leben damtt uͤb + er ke ninẽt oder got da durch gelobt wrd Aber das wir lang leben / geſuneheit vno zeitlichen lon damit erwürben. JZů dem fyerden / So gefelt dir vol an deinem neſten was in hindert / an tugendẽ vnd an de newigen leben / daz ſeint die la ſter / Welcher (ets ein bůb kan fein hinden vnd foꝛnnen / vnd kan flůchen / das gefelt dir wol / du ſpꝛicheſt da würt etwas auß / das iſt ein redlich geſel. | Bů dem fünfften / Wa hond wir lied ein ander in gott. Die me zen haben euch lieb vmb des gelts willen / vnd ir die buͤ⸗ ben vmb deckerel willen. Se? Zů dem ſechßtẽ ( In conatibus) Wen die frawe i die boͤſen werck nit wollen thõ ſo geben fie iũen dennocht gůtte wert vnd li ſo vil darun. find, Ze ka Ere ſollẽt a Rhaben geho ret ein lags vñ ein bꝛeitz vie vnſer künig got der herr wil habẽ dz wir im vnd allem ſeinem hofge n thůn / ſein hoffgeſindt (ft dein neſter / v dein neſter int vater vñ můttr dein kind bꝛüder vino ſchweſterin vetern / andere de ne fründ / andere die bei dir wonen / ond deine feyent auch / von dci nen würſtu ein eigen matery hon welchen fel ich ein voꝛauß thůn Ich h. b vater vii můtet kind / ſie bedoͤꝛffen beid meiner hilf Nun mag ich innẽ nit allen zehi ff kumen Ich wil dir eln oꝛdnung vn ein regel gebe wie jiegewonlich die hetligen lerer gebenn vnd von diſem redet auch der meiſter von hohen ſinen am dutten bůch CO vele, vnd etlich docte ꝛes daruber Gabe vil mit zeſcha ffen / wie man fol lieb hon. Zů dem erſten got den almech tigen Z dem andern dein eigen ſee l Zů Ser drittẽ die ſelen vater vi: můt. Zů dẽ fier dẽ dein kind vi vei hußfraw Zů dẽ fe nfften dein ſchweſtern vn bꝛũð Zũ.vi.andꝛe fründ vñ ie bei dir weng Zů dem ſybenden dein Dr | d m becerem ^ A Tip 7 WE Sri V2 145 EJ dE * e O * DN TE " | Ich rede hie ven der o: dnung als (Ari ftett.ee ſrꝛicht. v. methaphiſice cedoꝛ. dar uon redet / De o:dine per fecrícni et nio cam pese.) Von der oꝛdenung der volue heit / Vnd mit der zeit wellẽ men vordüre (cl thün / ich ret nach der volkument eit / welich aller meiſt geltebt werden. Ach hab dir geſagt warin die liebe gottes ſtot das du nit allem fele habẽ ( Affectiue gut effect re Von begird auch mit werckẽ v5 wercke eind dae ewen du ein mẽſchen lieb haſt fe rede ſtu im wol / du lobſt in / du rüft im reucrentz an / end der gleichen Al ſo het teſtu get lieb / ſo theteſtu im ſemliche zeich⸗ en / der liebe auch vñ das werẽt die funckẽ die da ſluben vß der eß / oð auß der ſchmit tin deines hertzen / zůcht / eer / lob gets / knie biegung vnd der gleichen. Jet: (ft geſagt woꝛden / Wis ſol ich yeð⸗ magſt vñ ſolt es auch dir ginnen anf gro fer begird den andern menſchen ( Quia ca ritas incipit a ſe ipſo.) Die liebe facht an / an im ſelbs. Unzuüdemandn ne? ut ſyꝛich ich / Das du allen me: Ii ſckengüte gennc ſolt / als vil el. dir ſelbe / das dir dienen mas / vnd frderlich mag ſein zů ewige le ben / du g inneſt dir ſelber dz dir gos deine (ep vergebe das er dir genad geb vii ru⸗ gent ewige let ẽ / vnd fo vil seitliche gůtes cle Fir net iſt zů dem ewige leben &. Die din fe'r du gleich vil v nnd gleich groß al len n. enſchen. Ale vil geſuntheit als vil men / mit eren vß ſchlagen / daz wer iñen kranckheit / als vll eren vnd ſchandẽ rech tumb / vnñ armůt als dir auch vñ dir not iſt sis hymelreich vnnd das ift dein nefas lieb gehabt als dich ſelber (¶ Et hocquaniũ ad deſideriũ) Aber du bij? nit ſchuldig die ring allen menſchẽ begirdẽ begerẽ vh gin nen als dir ſelber / vñ in dẽ ftücten ſolt du dich ſelb er lieber hon den andere menſcht. (Quantũ ad volen di.) Du ſolt dir bete ren vnd wänfde vñ darnach ſtellẽ daz du zů dem Röchiten in z€ Ed kemeſt got ge be wa andere men ſchẽ hin kemen vnd daz weren rechte Haben, ich/ Dz du Vater vñ min er ſelẽ lieber ſolt hon de deine kind nim liebe ine di als lie erben leniẽ / ſo fol dein Gëtter vnd můter voꝛ gon / wan warumb du ſolt ein yetlich ding lieb habẽ nach dem als es dir gůtz cer Gon hat vñ dich vor ge liebt hat / vnnd es vmb dich verdient hat Vun uer hat dir me gůtz gehon den din vatter oh muter / ſie habẽ dich ver lieb ge habt vn vm dich verdient das du fie Lebe ſolt vñ lieder haben ſolt den dein kind dae umb ein fladen uͤber den zaun 9. n andern wider heruͤber. Du biſt en innen ghangt ale ein apfel an eint baum / waz du biſt dz biſtu von inen / fie he ben dit pappen inge Dit en / dein windiẽ ß geweſchẽ / die du beſchiſſen haſt / gea benthürt / es heißt ietz gehoffiert / du wereſt in deinẽwů ſt verde: pen / da du zenacht haſt metten geſůngen / wie vil ſchꝛecken haben fie ven delnẽt we gen ger ome. Sie Gabe dich vff gehabt vt des nachte geſungen / ſie Gere lieber geſchla ſen fie haben dir dein kubel ef gerragen. Aber es iſt ales ver lo n / dn haſt es alles vergeſſen ſemlich büben felt man (we! , | m Dem dꝛiten ſo mencün guͤnnen / vnd mir auch / das wir | kummen vff katzen fpi Eh ſpiich ʒum das da wolmagft Buc. dem menſchẽ gůts gun ẽ vnnd dir auch, Aber du H geſunt. Aber du biſt ſchuldig daran das du fte nit lereſt vnd ſtraffeſt / darũb fo ver achten fie dich dir gefelt wol wen fie kũnẽ ſchwerẽ ſchwetzẽ. Eya da würt etwas vf du ſiheſt wie manica die kleinen kind. v. oð ſechß yerig vffmutzet mit ſchleirẽ halß bant / zolern mit aller leichtfertikeit als we ren ſie. xx. iar alt / ia ſoꝛechen ſie / es iſt ein kind. Es iſt war / es (ft gewiß ein kind / es wechßet aber in der leckerey vff vñ gewõt der hoffart vii büberei / vñ laßt nimerme daruonn / darumb fo ſtraff fie fo halten ſie à E dich in eren / die boͤſen. ſpꝛechen was fol ich „ dem vater vñ můter gůtz thůn / ñendan N lieb hon dein bii (cowefre cken das fie mich geboren hond / ſie weren fro das fle mein abkemẽ ( Eſt naturaliter) Es (ft natürlich geweßẽ das fie mich geo ren hond. Ein mo: machet. ít ferlin / waz ſollẽ fie der mé vil gůtz thun / das ſie ſie gemacht hat vmb ſemliche woꝛt felt vat ter vnd můter kinder ſtraffen. Aber es ge⸗ fcit innen ale wol was ſie anfaBen wen fte künnen ſpꝛingen / tantzen / gaucklen vff de ſeil gon ſpilen / fluchen / das ſehen fie gern / vñ ſpꝛechẽ daz iſt en redlich geſel / da würt erwas fe nim das darã das fie dich o achtẽ wan du mort bezalẽ waz ſie verthũt. Ce Ch [p ich su dem CIEL fierden das da nach vater vfi mürer lieb ſolt Rabe dein kind Affectſue et effectiue) Mit begird vnd den wercken ſie leren vnd vff siegen Ja ſpꝛechen ſie / warumb fol ich vat ter onnd můter lie er hon / deñ mein kind (Caufa ſangninis) Sie fein mein blůt on fleiſch. Es uf wid die natur on was ſeint dein vater vñ můter ſeind ſie nit auch del P t * 4 e blůt vnd fleiſch / darumb feind das bübg . die vãtter vnd mütter in ellend la ßen vii mangel leidẽ laßẽ / vnd ale an ire kind hen cken das fiefie můtwillig siehe, Es iſt nit LN III natũrlich ſyꝛicheſtu 9 ich meine kind min der ſol lieb haben / den vatter vnd mutter ch gib es zů / Aber die genad gete felt die natur ſtraßen / du ſpꝛicheſt aber / wen vat⸗ ter vnnd můtter boͤß ſeind vnd vetachtet fo ich dennocht innen gůts thů n / Ich It: ch ya mis begird vnd wercken . Allen taz dern ſollent itr vätrer vnnd mütter erlich vnd gut duncken / vnnd ſie in eren halten vnd innen gůte thůn. Fdas fünft ſpꝛi chich / Dz du darnach felt 4 , | ein vetern vfi anderegüre geſellẽ / vñ die bei dir wonẽ / vnd auch dein ſeyent / nan kan diſe matery nit vff daz ge neweſt auß teilẽ wãwen mã ein ding ꝛcuil teilt / dd iſt ce nu lůſtig / wen ma ein traut zů clein hackt / vnd ift alo wer es voz gett wet geweßt / ſo mag ich ce nit eſſen Alſo cf matery ſol man nit zeuil teilen man maß etwã obnẽ en hin laufen / als ein han uͤber die aliit oð gend kelẽ lauft alfo hie auch 4 * > 3 - r ſech du lieb ſolt Gen dem leib on deincs neſten waã wotũ (Onme beatificabile cft diligendũ ) Ein ie tlich ding das ſelig mag werde ſoͤl mã lied Gon dein leib vñ deines neſten leib werdẽ ſelig darũb vñ gün im gůtz / was gůtz / gů⸗ ten wein / gůt bꝛot zc, Du ſolt iñ en. ii. dig günnẽ vñ auch darnach ſtellẽ. Zũ erſtẽ dz ð leib dir dien vfi vnd würflich fei ð ſelẽ dz die el durch dẽ leib hie vf ertteich erwecb ewios er darumb 9 "dé zů geben iſt. Aber es (fEnür er Ein Ze die fel) wil fie centem ieren fo wil 9 leib nit datan die ſel wil frü vff ſtenn / d wechter hat den tc g geblaßen / vnnd ſpꝛicht du ſolteſt uff ſton die ſch mid ſeĩd lãgvff geweßẽ (o wil ð le b nit vffer ſch eit fi vngern Ke bet es iſt UU — | » 0 m N a B mE 1 d d D "A } * " — ſontag nach der kalt. Er wil vol ſein / vnkeuſch ſeir /er ift geneigt zů aller leckerei vnnd was die ver nun fft ſagt das sehen wer / ſo iſt der leib darwider vnd hindert die ſeel an irer ſelig keit / das iſt falſch / was ſol ein feder die nit recht geſchniten iſt / niemans ſchꝛeibt gůt ding nut alfo hie mit dem auch. Zů dem andern / So ſoltun deinẽ leib vnd deines neſten menſchẽ leib dite gon? nen vii in lieb Habe vm der fier gaben wil len die er würt über kumen von ſeligkeit ð ſelen / die ſelbig ſelikeit würt durch de leib deine vnd in ſchoͤn vnd hübſch machen Subtil tas Subtilikeit Agilitas Behendikeit à. Es ift Claritae Clacheit In paſſibilitas Vnleidickeit Dein leid wirt werdenn als ſubtil das in nüt hindern wütt. Er würt durch enn muer durch in gon. Er würt gering wer den wa er gern wer da würt er eins wegs fein yetzun dan / ſo bedoͤꝛfft nan eins sude/ das ma dich vff hin ig op elner wein lei tern dich abhin zelaſſen / als ein wein fei Er wort clar werdẽ vn hübſch / ya clärer den die ſoñ ietz iſt / ietz hond wir die groͤſte not wie wir den leib hübſch machẽ / vnd le gen groß arbeit daruff / vñ wen wir lang gemachen vnd gemutzen / ſo wůrt er kum hübſcher denn (ant Anſtetz fůterfaß / ſch⸗ wars vñ vngeſtalt và ſůchen nüwe find das wir gern hübſch a eren. Er würt emt leidlich / kein ſchwert wũrt dich ſchn eiden / noch kein feüer würt dich bꝛenẽ (ens ift kein ding (o clein nit / es letzet dich. | Goem ſybendẽ zü let zich i 3 WIE Nie ding die ver ge ſagt ſeind / gatz nit thũ wir d ſoltẽ nach rechter vnunfftt die ſel lieber hon deñ den leib / wle man dz ſelbig t&üt das ſiheſtu wol. "Sft der leid kranck vii buſt im etwas / bald dz kumpt Wie fick müſtu ſein an der ſelẽ ee das du nach dem beichter ſch ickeſt / der da iſt der ſelen artzet. Itẽ du ſolteſt lieber hon die ſele deines neſten denn ſeinen lelb oder och fein gët, Aber wen dir eln (cimo trae würt / du lůgſtwa dz dat ſei / ð ſelẽ achteſt du nit / du wilt kein pꝛieſter zů im lon es iſt noch nit daran / darumb fo ſtirbt mãcher mẽſch vngebeichtet oð on das heilig (acra ment / vñ on daz heilig oͤl / wir Gabe dz zeit lich gũt mee lieb vnnd lieber den got vnd freund / leib oder ſeel / warub wen du get verllürſt / dn lauffeſt zů den warſeger dz es dir wið werd du ſiheſt got nit an noch leib noch ſel / Man (ol des teuffels máffig gan Ja ſpꝛechẽ ſie / es ift doch wur was er fadt es iſt mir nützlich / mir würt mei ding wi derũb / was ſol das ſein / noch iſt es dir võ got verbotẽ dz wir durch den weg ſolen dz verlorẽ (ft nit wid uͤberkumẽ. Wen ð küg von franckreich vnſere Einige, feine wer / vñ vnſer Künig het dir vᷣbotẽ kein feft ſchaft mit ĩ zehõ / vñ er volt dich reich ma cé vñ du ne meſt esan / er ſchlieg dir dein kopff ab / er ſyie vu fele meins ſeinde müſſig gon. Alſo der teuffel vñ die mit im vmb gont / rat von im nemen / die ſeint all vnſers künigs feind / Darum ſoltẽ wir nit mit im zeſchaffen hõ / aber fein achtet nie. mans wan ce bꝛingt kein gelt. Darüũb (o Babe wir name die felen vati achtet vñ Belt nũt vff die. Als Bernhar dus ſpꝛicht ( Si cadit aſin ) Iſt es daz ein eſel felt eo laufft alle welt zů vn hilfft man im / felt ein mẽſch fo achtet fein niemans / würt ein pfennig vᷣloꝛen od ein güldin / ſi ch bucket man vi ſůchen biß daz man in ſindet / wie dick würt ein feel vᷣloꝛẽ vii iſt niemans dem es zů hertzen gang. " ) | | m i M i e e *. * mmm B ( , ' à] | - N 1 ER, T d wi 3 * ` Wës 1 Keiſerſpergs Dꝛedig Rm andern ſontag nach det hailigen dꝛei King tag / pꝛediget $9.07. oer kaiſerſperg im minſter vnd frater Jo hannes pauli behielt ſolich . 5 A Hier Künig wie “du gehoͤꝛet haſt wil das du da geſch lecht eren ſolt Nit (ES ILS sl allein in. Er heißt dich im ein ere an thůn fo kuſſeſtu in. Ex heißt au ch etwan eine an feine hoff ein ere an thůn vit in küſſen / wã ein künig wil nit 95 man in allein lieb hab / er wil auch das ma fein hoffgeſind liebhab. Er gebüt dir auch et wan die katzẽ zeküſſen. Nun frageſtu waz die katz ſet So ſpꝛich ich daz fient ift den die felnd / vñ die katz die dich kratzt in deĩ antlit / die můſtu küſſen. Da fragſt wz do ch de £a; 08 dein feind ſei ( Diffinitiue) So gib ich antwurt (Tn imicꝰ eft qui tibi vult malũ male) Der iſt dei feind ð dir bó ft» gũt vñ důt / varũ diſe. vil wort annim da; der / der dir Géie wil / zů VÜbeſſerũg⸗ð iſt nit deĩ feid als ein riter Vicit kind ſchlecht im dz loch vol / die ift nt fein feind / mã fol kind zymlich ſchlagen Man ſol kind ſchla gen nach irẽ alter. Man hernütet eine et wan den geind / dz im die leuß in dẽ bußẽ fallen / vñ iſt man dennocht nit fein feind Als ein cloſter da man eine in ein kercker legt / da tot man uͤbel / es ift ein boͤß ding noch uf man nit fein feind wan man thůt es im nit zů boͤſem aber sa gůtem. Zu dem andern ſpeich ich da ma einẽ boͤſes zůfugtvñ ſchadẽ om des gemelnẽ nutz wegẽ iſt mã auch nit fe fcio Als dick geſchicht / z mg eine mit růtẽvß ſchlecht / Sé anðn Genctt/ oð eim dẽ kopff abſchlecht / dz thůt má im nit zů leid oð 3 gůtẽ. Aber darũb 95 fid) andere darã ſtoß P die bloß gerecht ickeit (o bíftu auch nit (eus LXXCIII ſen vnd daruon gebeſſert werden. Zu dem dꝛiten ſpꝛich ich vé má eine ſchadẽ zůfugie darum das die gerechtickeit ein fürgag hab / vñ ſiſt nit an ſeĩd. Als má rederr / oð waz es iſt / and die ſelbẽ nit ſeĩ feĩdwã fie ſehẽ gerech ticken an Zum fierdẽ ſpꝛich ich dʒ ð nachrichter / vñ die dit einẽ arme et faga ot zůfügẽ die es nit thõ vm des lons willẽ oð vßreichlicheit / dẽ bloß des ampts halb vn dz ſie oßlẽdẽ dẽ ſentẽtz 9 recht gefelt iſt wiewol fie im ſchadẽ zůfůgẽ vñ boͤſes / De ſeĩd aber nit fei feid wa fie es inẽ nit doͤſtli⸗ ch zů fügẽ. als in etlichẽ ſtetẽ iſt / da (ie iren lo hẽd got geb Dr richtẽ oð nit / wa aber dz nit iſt vñ mã inẽ lõt nach dẽ vñ ſie richtẽ / tá es nit fein dz fte woltẽ dz fie vil Bere si richtẽ / damit dz ſie vil gelts hetẽ / wã ſie ab er gedinckt knecht feit/fo chic ſie als wẽig ſũd ale ei metzgerknecht ð eĩ och ßẽ abthut Zudem fünften ſpꝛichich c wen du ein ſchaden 56 füge ſt an jeind leib vmb feins nutz wille/fo biſtu mt fein eint Als ein vatter der hat ein ſun / der ift vn⸗ finníg du mit in in keten ſchlagẽ du biſt nit fein feind / des gleichen 94 man einem tin bein abhawet von ſant Anthonio. Zu dem ſechẽten fp:ich ich wẽ ein Tirã regiert vii wer acm lüten Bere ori hindt die mẽſchẽ am gotz diẽſt / vñ du wolteſt dz er nit wer / dz die mẽſchẽ ſein ledig weren wie wol du im boͤſes begereſt du biſt aber im nit feind wan du es im nit wilt boͤſtlich / oder du ſeheſt das man ene wolt in das regimẽt ſetzen der das uͤbel nit ſtraft laß ein biſchoff / ein Apt / ein Vurger meiſter (cin da vnd im gets dinſt abnem vi du vᷣgünneſt im dz ampt / du bin auch nit fein feind / wan du ſiheſt den amptinã ) A BEN HEN ^ | * Der. ſontag nach der nit en aber den gottes dienſt. ſybende / Das der heißt dem rechter feyentt oder dir boͤſes wil bo ſtlich vñ vit vß keiner vꝛſach die vor gſagt ſeint alleĩ dz er ſich rech &. dz iſt die katz die dein künig dir gebũt zů küſſen das har er den iudẽ nit gebottẽ / das ift ein Bert ding ſpꝛicheſtu / wer mag das thon. Ich ſyꝛich das es Bett iſt die katzen zeküß ſen / dein feyent liebẽ / als du es für dich ny! meſt. Aber es iſt nit hert wen du ſie küſſeſt als du fie küſſen ſolt. Wie ſoltu fie küſſen / du bedarfeſt ir nit die owe küſſen damit ſie dich cramet du bedarfeſt ir auch nit die zehen küſſen / damit ſie dich beißt. Aber da ſie glat iſt vff dẽ rucken ſtreicheſtu fie da ift (ie gat oð am kopff wa 9n fie küſſeſt da haſtu des künges gebot genůg gethon wan er gebüt dir / du ſolt die katzen küſſen aber nit an die dopen oder an diezeen Al fo vnſer künnig gebeut ons vnſern ferent lieb zehõ / das katzẽ küſſen. Er heißet aber. Se nit in lieb hon in feiner leckerei vnnd boß heit / vñ darumb daz er dir leides thůt das ſeind die zen vi eren, Es ift genůg das du in küſſeſt vnd lieb haſt da er glat iſt / das iſt darpb / das er ein creatur iſt vñ die natur lieb haſt / als deinẽ neſten vñ als du alle criſtenliche mẽſchen küſſen ſolt vñ lieb habẽ. Es kumpt etwan dein kind lan fen zů dir vn hat ein rotz ind naßen Gan gen / du wilt es küſſen / du Eüffeft es aber nit an den rotz an der naßen / aber an die ſtirnẽ. Alſo hie auch Nim ein anð exẽpel. Du haſt ein geſellẽ ein kauffmam zu Ba fel oder zů Venedig / wa es dẽ iſt / ð hat ei becleidet in vnd haltet in bd Im: vnd "i i wet wen et zů feinem vatter kum ſo wider gelt er es im. Alſo vmb gottes willen hab lieb deinen fe; ent got wil ee bezalen. Im dꝛitten ſontag nach ver heilgẽ drei Rlinig tag pꝛedigt Docte: Keiſerſerſperg in dem mũnſter / vnnd fra yt Johannes Pauli behielt ſoliche. vnſer künig ons gebüt die ka Foi gen zekülſſen vnſern feind lub ehaben &. Wie geſagt iſt / vñ ft gůt das ma die ding ſagt / wan vil dar an leit / Nun (ft ein zwifeltiger kuß der ka tzen / vñ liebe des feyente / ein vß wẽdig vit ei inwẽdig / wz du deinẽ feyẽt gůnẽ (olt và Inne herauß ſe ind. vii pũctẽ zeſagẽ / vã vz mã im vñw ẽdig (el EG / vñ mã die katzm werde ir auch. vii. ftück Böen. SA. Y Veinefegentan ſolt D * daoas du geheiſſen ſeiſt P dz dn in litb Saft vñ die katzẽ küßeſt ifft Non op tare malũ nec diffauere / Daz das du im nie boͤſes begerſt boͤſtlich / vñ im nit güte vᷣgünneſt / das ift nit Gert wẽ du es recht vo einanð teilſt. In deinẽ fo ent ſein sw ding. Es ift fein lectgrei vñ boßheit durch die er d ir ſchadẽ hat gethõ / dz dei genumẽ dir übel geret &. Dz (eit katzẽ clawẽ Soft. biſtu nit ſchuldig in zeliebẽ / du folt dz haß ſen / wã we du dz lieb hete ſt / ſo het u daz vneecht lieb. Aber in ſoltu nit haſſen / dar (ib ſo fellẽ die mi ſchẽ die da ſpꝛechẽ ich bin im nit feid/ ich haß aber in om feiner bof heit wille / daz tf falſch / du felt in om kein - Ca € * — v E D ar ^ "` * CEN — 47 , . — 16 ; fem ð iſt grindig vñ ein bib der laufft võ . er fiche v illẽ get. and dz in deine fei ſeinẽ varter / vñ kumpt zů dir vnd ſpꝛicht ich bin des ſun / du ſpꝛichſt zů im vmb ſei⸗ ent iſt das iſt die natur die got beſchaffen hat / die iſt gůt / vñ alfo lere es von einanð nes vaters w illẽ wil ich dir gůts tn vis , teilen die boß hei von der natur / daz boͤß polo gp " ^ e ' | H ( ) fi i * von den gůtẽ / ſo würt es dir leicht Ein eo empel von einem hund nim hie. Wen má vint ſeyent vo iñen heruß Ns and das du X : legen wir wol et was mit. bitt get für deinen feind / nit in drr ſundheit aber in der ge⸗ mein nit in außſchlagen in deinẽ gebet / wen du das pater noſter ber? teſt / vnd fi pꝛichſt vergib vns vnſer (alo of genumẽ dẽ vnd dẽ / dem du feyent biſt dus wer falſch vñ theteſt ein nliwe todſũd darũ ſoltu deinẽ ſeyent geiſtlich gümer he Pꝛedg LXXXIIII gerẽ/dz hym̃elreich vᷣzeißũg ð ſüͤnd «c, On vf nemũg. Aber zeitlich güter geſuntheit reichtung ſoltu im begerẽ mit eim geding ſeient ſie ſeiner ſelen gůt das es im got geb ſunſt ſo wel er ſie im nit geben / auch dẽ fey ent lieb hon ( Eſt pꝛeceptum aß rmatũ.) Iſt ein gbot / bint dich nit zů aller zeit / ab er zũ (fere vnd zů zeitten / wan es ſeind bot vhi verbot / zů allé zeiten biſtu ſchuldig nit zůſtelen / aber nit 5 allen zeitten got lieb zů hon / jetz fo hab ich anders zeſchaffene s ſierd dz du SSC ſchuldig biſt deine reg daz du des will ſeieſt im Cé es begeb dz er kem an feiner lerſtẽ not / ſo alle ding gemein ſeind. Mã fol auch nit fto dle letft not fo er letz leg am hin ziehẽ. U let bé (o wer es vᷣſumpt. Aber voꝛhin im nit gebẽ damit er nit kẽ an ſeiner letſtẽ not ab tr wir ſeind (o grob dz wir es nit bedecken 2 Vi vñ manich arm mẽſch vᷣdirbt vñ efrürr Zu dem fünften deine fep ent gũtʒ thůn /ee das er ann die lerftz nott kumpt wie yetz geſatzt iſt. Iſt ein volku menheit mee den ein notturfft. dem ſechßtẽ Gë 7 A für Zeit, feyent bizte in ſun Kéi derheit iſt ein uͤbertreffen⸗ Bären lich werck / vñ ein werck ð Volkumenheit / vñ im nach gon / in dar für bitten / dẽ dolden an diſem volkumnẽ werck / hat getragẽ der herr Je ſus / da er am ſtamẽ des Beilic en creutz hat gehettẽ für die die im dẽ tod an thettẽ des gleiche andere heilige merrter / dz ſoltẽ wir auch thon / wan das tregt nutz vf im. zii dem. Vn. deine feient in ſunðheit vil git thůn mis im redẽ / ge nad begeren / iſt auch ein uͤbertreffen lich werck. Alſo hat gethon Joſeph feine be? : ein ſtücklin fleiſch in ein fenff ſtoſſet vnnd würffer es einer katzenn oder einem hund | dar / ſo iſſer fte es nit gleich fie ſchũtletz mit 25 dem dope z als lang b: der ſenff daruon kumpt / den fo iſſet fie es oder greifft co an an de n oꝛt da kein ſenff iſt. Alſo die bafi: he t die der natut anhangt dem fleiſch (ei nem leichnam das (ft der ſenff / ſchütel den [cff daruon [o iſt es nit ſchwer. | ppm, m dis begerẽ Es | Fuimpt erwan das du eim ver günneſt das | (S im wol gat / aber du wũſcheſt im nit vil gůte / datũb f» begere im gůtz Was gůts ſeol ich im begeren / du haſt da oben gehoͤꝛt wie da feto die beſtẽ vn hoͤchſtẽ güter Du ſoit im gännẽ verzeihũg feiner ſund / gots 2 enad vn das fein werck ſeind angenẽ got | dem herrẽ / vñ im vergünnéewige verdã / auch im dünne zeitliche guter geſunt⸗ heit / das du im etwan glünneſt das es im widwertig vñ uͤbel gang / aber nit boͤſtlich als ich zů dẽ nechſtẽ võ dẽ Citãnẽ hab qe ſagt / dz iſt nit vnrecht darin biſtu nit ſein i (eret Als ein ſchalmeiſter / ð einẽ ſchůler ſchlecht im ʒů gůtem / aber wir wiſſen nit võ dẽ din zẽ / aber wie ma würffel oð kartẽ — ſontag nach heiligen dꝛei tag deren die invartanffe hetten. Aber er o macht ſie reich in Egipto er dab (men kom vñ lond in dem ſelben land. Des gleich en Moyſes. Item Dauid Semei Da er mit ſteinen gegen im warff vnd im flů⸗ cht da geſẽgnet er in. Alſo haſt du das wie man die katzen (el küſſen / 9a fie alat iſt / du be darffeſt nit der katzen daup küſſen als katzen ritter. Es ſeind villerlei riter Waſſer ritter / Pfaffen ritter / Katzen rit ; ter / die ſeind die beſten. Da bindet má ein katzen vff einen tiſck on lat ir all fiere ledig / vnd bint dem die hend an den rück vnd mit dem mul mg er die katz er wür gen Aber es ſeind etlich pfaffen ritter / als die die vff den ſtubenn ſitzen hinder dem wein vino iſt nüt anders den pfaff / pfaff / pfaff / vnnd wen es darzů Cem fo Séit er kelnen pfaffen nit genůg anſehen. Im fierden ſontag nach der heiligen drei Rünig tag. Behielt frater Johannis Pauli Eltz, — : - | " i em bw | DI ei faltige lieb / Affectiua vñ 3 che liebe vnd ein würckli — ce / gunſtliche ale da in derm hertzen nit böß inn dem gunſt / oder gůtz nit vergünſt. Würcklich da du ei nem mit wercken gůts thůſt / von der er ſten haſt du gehoͤꝛt ſyben puneten / yetz fo wöllen wir reden von der würcklichen lie. be. da ſpꝛicheſtu můß ich erſt meinem fei gen gůts thůn vnnd in lieb hon mit denn werck en. Ich ſpꝛich ya wan was wer es das 9n im vil düte inn dem hertzen beger teſt vnd er ſein vſſen nit genũß die in ner⸗ Hi er liebe die ſrꝛechen / lieb hon vnd nit genieſſen / daz möchten seuffel verdꝛiſſen e z 54 SCH JJ — , | eg , y, Leffectiua.) Ein günfttis das dein feyent di in L reien weg letzer in dreiẽ weg ſoltu im aita S widerumd thůn. Zů dẽ erſte So letzet er dich in de hertzẽ / er wün / (Get dir vil boͤſes / er wolt daz dich der rea fel zinfürt. In dem mund letzet er dich er ret dir uͤbel. Er treit dich auß in den Gens den vñ mit den wercken füget er dir ſchãt zů. Alſo in deinem hertzen gün im gůts für 9a» boͤß / das en dir dint mit dẽ mũd thů im gůte bít gott fũt in / flůcht er dir / geſegen du in in deinen werckenn / thů im dite das hat der herr Iheſus gelert da er ſpꝛach (Benefaclte his quí.) Thůnt gůtz denen die euch uͤbels thůn / Dein lier eſel heiß fein wie ein fůßwaſſer wen einer einn fuß waſſer hat / das ein wenig heiß iſt / vñ er wil ein fůß hübſchlich darein ſetzenn / ſo bꝛennet es in vnd er went er moͤg es nit er leidẽ / wen er aber dapferlich beide füß dar ein fegt So empfindet er es kum. Mie wer dapferlich ſeinem feyent gůte thet es thet im nit wye. : gd U dem andern 127 ſtiich ich / Das du dein fei ent nit olt auß ſch lagen in gemeinẽ gũtetẽ / die du an dern menſchẽ thuͤſt / wen etwan einer kem vnd ſchenctt vff ein ſtubẽ (eB oder acht gůldin / vnd ſpꝛech das verzeren mit einan der vii ein erwer darunder der fein ferent wer / ſoͤ fol er fein feyent nit auß nemen vo der gemein. Ich wilmit das der darbei ſel Es wer zeuil ein offen zelchẽ ð feintſchafft Oder ein frau die geb ein ſpend ori kem ei ne darund Sete fie feyent wer / ſo fol fie irẽ fer ent nit auß ſchlagen von dẽ gemeinen werk ſie fol ir auch gebe wie eim anðn méi / du ladeſt etwã gůt gſellẽ in $ gend ^. | ge | 3 4 2 E22 dem erſtenſo L M , , ) " err oerkme ich dient gem zeilſch vnd ſpꝛicht wolan wie wir hie ſytzẽ Eer ſo ſollent ir moꝛgen bei mir eſſen / vnd dein P Sa fend (ft auch darnnder / fo ſolt du inn nit N auß chlagen / eb er doch ein bb wer oder | fie ein lsdꝛit ſo ſpuch EAR, ich / wz gemeiner jeiche fein à «QU 4 9a fol dein feind nit vfi ge ſchloſſenn fein du grüßeſt die leut t zibſt inen ein gůtẽ tag ift dein feind darunder / ſo ſoltu in nit vf ſchlagen Da obnẽ in demland ſolt einer für dẽ on? dern gonn / ein nach bauer für den andern vnd in nit grützen vnd mit im reden. Es wer gar ein groß ding. Aber hie achtet nie mans des andern. Einer kent alle nachbu renn / hie 55 Straßbutg fol einer. xxx. iar eni einer gaſſen ſitzen / vnd fel noch nit wü fen wer fein feſter nachbner tft alfo ftint: lich leut ſeind wir. Ja ſpꝛich ſtu ſolt ich im ein gären tag geben / er ſoꝛech got gebe dir den riten / ſolt ich mit meinem feind reden pu in mein hauß laden. Er wirt nur deſt er boͤſer vnnd halßſtercter / ich möcht mit im in jeiden kummen / vnd moͤcht einwert das ander geben das vng luck daruß kem darum f ſpꝛich ich ff dad. dis ficto wann | eg da in erkenſt das er durch gruß hofertiger würd nd balßſtercker / ſo biſt du fim rm hebt / dz du im dz zeichen nit dar feſt thůn / oder du bekanteſt dich ſo kran⸗ ck das du dich nit moͤchteſt vberr hebenn / wenn er mit andern geſellenn in dein huß tem ſo biſtu es auch nit ſchuldig Aber fun ft wen dein feind nit darnon gebe ſert wii . rd / vnnd du auch nit / fo felt du die gemei nen zeichenn die · du pfligeſt vnnd ſpülgeſt deinen fründen zethůn / die ſolt du deinem / feind auch rom | : das. v. ſo ſpꝛi * 25 chich / Das du dein — St lieb haſt wenn du im gůtz ac thůſt in ð let ſtẽ not / wie ob im voꝛigen ſermon Es iſt nit lang das einer des ratz mit mir redet vnd andðn worte ſpꝛach er. Es ſtirbt niemand hie hungere / du haſt es im redlich geſagtt wen ieder man ſo ein follen halß het als du die follen müß glauben nit wie den lerenn müßen iſt. Des gleiche wer auch die letſt not wen ein mẽſch verzweifler od verzwei⸗ feln wolt vñ du moͤchteſt im zehilff kum? mit deiner troſtung / mit rat oð mit hilff / vñ du thetteſt es nit deinẽ feind / ſo heſt du in getoͤt mit der hand / vñ biſt ſchuldig an im v oꝛdẽ.ſanctus Johannes (In ſua canonica. Qui vidit fratrẽ.) Wer da ſicht ſeinẽ batter mangel leidẽ / vñ im nirt zehilf kumrt/ ue ift goͤtlich lieb in im / vñ Ambzcfi? ſpꝛicht Deler eſurienrẽ.)/ Speiß den hungerigẽ / ſpeiſeſtu í in nit ſo haſtu in erſchlagen. Das iſt wid die artʒet die nie⸗ maͤs nüt vm ſunſt thũt / we ſie ſehẽ dz mä chem mẽſchẽ wol moͤcht gholffen werden vñ fie woͤllẽ co nit thũ / ertöttẽ Dein mit der hand. Alſo ſibeſtu wie man in ð letſten not ſol zehuff kumen / den feinden / gar vil mee dem gerechtẽ vñ dem vnſchuldigen. Ch ſpꝛich zum fe ch ſten/ E. haſtu dein feind Ge 1 lieb wenn du Se wil ens biſt / den du in ſeheſt an der lerſten not not ltdé/ t&/ fo wolteſtu im zehilff kumẽ / alfo biſtu in — selieben bet einer torfiind Cbfpoicbsuoe du deinẽ fcio og gürerGüft vſſerhalbẽ 8 zo) a V4 letſten not vnd er ee nit nomrftig iſt / daz iſt ein rat Alſo biftu nit p L| * * e B —-— mE LN " Der. Illi. Sontag! ſchuldig dein lieb :ehaben Aber wen du es ihereſt / ſo theteſtu ein oo Een werck wir ſoltẽ ce auch then Criſtus lert es vnß vnd ſanctue Paulus cc. ( Benefac tuis ini micis.) Du ſolt wol thůn deinem feind / (o macheſt im glüend kolen vff fein haupt das iſt / wet ein menſch alfo wer dus er nit boͤ es mit boͤſem wolte vertreiben. Aber mit gate n boͤſes wolt uͤberwinden / onnd ter gas; feinem feinð/ damit machet er ko len vff fein haupt / damit er erwarnet qe: gen im ond (an vngunſt on feyen: ſchaft (bie Ex wer den ein ſchalck in der haut win du im gůtz theteſt er müſt cedencken was wiltu in zeihen / laß Sein feindiſchaft gegen im ab / da wer auch das warm pt €/ gin geſupt vnnd das geſunt wer / ſo nctus tag Steffanuꝰ het den Go. grad nach Criſto da er bat für die die in verſteihnige ten: Es ſeind zwo vꝛſachen darumb wir es gern ſolten thůn. Die erſt alo der Corre ſpꝛicht (Vt ſitis filii patris qui ejt in celo) Das ir ſeind kinder aetres der in dem hymmel iſt/ der da laßt regenn /über güt vnd uͤder boͤß / u der feind vii tiber freund Zů dem andern / So ſollen wir es ii vmb des ons willen. Wan der herr cht / groſſen len werden ir im hymniel hon vnd fo vil es dich herter an kumptt fo vil es got lieber iſtwẽ du aber gůtz ED dere die dir gütz thůnt / was lene haſt du / einn hund tyůt es auch. sim fünften Sonta 5 nach der heiligen dꝛei Rünnig tag behielt Frater Johannes Pauli ſelache. e ing 1 * Ó —— w T7 7 WM H , ; Ee * re a % 1. 5 — V haſt zu dem ne ſten gehoͤꝛt wie du dich gegend katzen haiten ſolt / gegen dein \3 UNE feind / Jetz ſo wer zeſagen wie FA: die katze fic gegen dir haltenn 4 Dein feind j eind in dreierlei vnderſcheid. Cu Le SIe. Zů den erſten / Somag ei ner dein feind fein, Er iſt dir gehas / dir feind / vnd du Haft ,, P E im nie kein leid gethon. Ii dẽ dritiẽ / D $n ha t$ (e * AZ dem andern / So iſt ei⸗ ner rein feind vn haſt es vm in overdienet dz er dir feind iſt / du haſt im ein genßlin zetretenn. -— d | E 7 ? d Wi A wr e IN SG » x I2 A 3: D / ET-4* EN 2 E 2 CX. 7 kees ` , X^ E * 577 L^ p Ki — — ! > 8 2/1 d CONG » E — d f e We — & 1192 Ne f f»? — 34 NY — 7 7 P Mi 2 i EK 1 — - ZEN ES Sch Wa," y», 1 — € d: — S N — — Séi 2 (y y Mél E E NOI | = m E. | | ' "x — GAS E 2/878 d — 2 ———— = COME 4 .— ——34| d 97 — | / —: d ——— - 23 "a ud "ei ` 13» — — slk, ir ift einer feind / du haſt es wol vm̃ yn verdiẽt / ab | ’ j 4jt es wol vm yn verdiet / aber er weiß es nit / (t ingeſchedigt an ſtine dẽ gůt / ge ſtolẽ / zů de he | d edigt an ſeinen eren / an de gut / ge ſto CAU € welb gangen un hoͤꝛ letz⸗ E Reiſerſpergs erſten d'A T ſpꝛich ich / wenn du ein feind 3 MÁS aft vnd du ſchedigeſt in oder e haſſeſt in / vnd hat es nit emt dich verdient / ſo ſolt du thůn wie dich Cri (tue lert / da er ſpꝛicht ( Sie offers munus tuum c.) Iſt es fach das du opfferſt dein gab / vnd gedenckſt das dein bꝛůder etwas hat wider dich / ſo laß dein gab da/ vnnd gang vnd verſün dich mit deinem bꝛüder vnd kum darnach vñ opfer dein gab. Wz ſoltu verſton durch das op ffer. Ich fei das ein yeglich werck das gůt iſt würt da⸗ bei verſtanden. Es ſei betten / ſchauwen / betrachten / faſten / all nůſen geben / deĩ bꝛů der bꝛüderlichen ſtraffẽ / ſo verſün dich vor mit deinem bꝛůder. Es ſpꝛicht fant Augu ſeinus Vae ein menſch in zwen weg mag hinderſich gon zů feinem feind ſich mit im zůuerſuͤnen. In ſermone domini de mon te). Ex mag hinderſich gon mit den fügen des leibs / das fol er thůn zů seiten vnd (et ten fo fi das zymmer. Jů dem anderen mit den füſſen des gemüts / ond der bei) de/ dae (ol er thůn / vnd alfo ein fiinlin mit feinem feind ſtechen / vnd in dem gemi (t ch mit im vereinigen / vas (ft als noch ein row vngeſotten ding / wann fif verſuͤnen mit ſeinem feind (ft ein gebot / dne zůzeiten vnd (fetten (ol beſchehen fo man es fel cé Oder ftot Me negatlue) Wie gemeinlich alle gebott gottes binden vnd verſtanden werden (Non offendere inimicum) Dem feind nit feigend wóllen ſein oder (n haſſen Als got hatt gebotten man ſol vatter vnd mũter ceren / das ich nit all wegen kan teat die weil ich nit wider das gebot getter (bn das iſt / die well ich ſie nit entere vnd inen ſchand vnd ſchmach an thů alfo lang heiß / ich f ie c cerer, Alſo hie auch. Inſtten weg ſolt du dich halten gegen d LXXXVI deinem feind / vnd er ſich gegen dir. zi dem erſtẽ ſpꝛich ich haſtu ein feind vnd haſt es nit vmb in ver⸗ dient / als man gewölich ſpꝛicht / ich hab im kein leid gethon / vnd er wil dir feind ſein / fo biſtu nit ſchuldig zů im zegoñ vñ gnad von ym begeren das er dir verzeihe / wã du lügeſt vnd theteſt ein nüwe ſünd / das ſol man nit thůn / als Criſoſto mus ſagt. dem andn ſpꝛich ich Jz du ſchuldig biſt gnad vo im zů begeren vnd vᷣzelhung we du im ſchaden haſt zũge fügt am leib / eer eð gůt / wiltu ſelig werde fo můſtu im gnůgthůn vnd widerkeren. Deß gleichen er dir auch widerumb. ⁊ũ dẽ dꝛitten ſpꝛich ich 95 co iſt Opus perfecꝛiõis ) Ein werck groſ fce verdienens . Weñ du im nüt gerhõ haſt vnd er iſt dein feind vnd haſſet dich / vnd du ſticheſt ein fünlin mir im / ond macheſt frid das im der grol abgang. Zi dẽ fierden ſpꝛich ich dz es noch mer verdienlicher wer vnd ein groͤſſer werck ð volkũmẽheit / wẽ er dich ge ſchedigt het / vñ dir vꝛſach gebẽ vnd vmb dich verdient / dz du im ſolteſt feind ſein , vñ du gaſt sis im on bitteſt in darfur / du biſt es aber nit ſchuldig. Du ſpꝛicheſt ſolt ich zů im gõ vñ gnad võ im begerẽ / ſo wirt er deſter ſtoͤltzer vñ hoch fertiger / wã weñ mã ein bauern bit / ſo geſch wilt im der kopf Er wirt erſt daruß gleꝛiern / ſehent ir das er vnrecht hat er iſt zů mir kummen. Zu dem fünfften ſpꝛich ich / das in der ſach / du nit ſolt zů im gon / wait er deſter boͤſer wirt wie gſagt iſt du Hhaſt aber noch ein ander mittel / weñ et nit ablaſſet vnd alfo ein menſch ít, / | (^ E ( T | ^ 1 — Der. V. ſontag nach ð Rünigt, m. V ſpꝛich ich Das ein ander menſch fol ſich der arbeit vnder⸗ wrden / vnd fel ein mitler (ein zwiſchen eu ch beiden / der heißt arbeiter / oder du magſt einẽ zů im ſchickẽ ð mit im redt / vnd ð (eb mitler ſol ur es 08 dem ſelbẽ wol vnð die naſen reiben vñ das maul hertroͤſchẽ mitt woꝛten. Warũb biſtu ſo ein herter menſch gegẽ dem /wie lang xi tu feindtſchafft em hertzen tragen / wz hat er dir gethõ / vñ der gleichen woꝛt / dz biſtu auch nit ſchuldig zů thůn / wiltu aber das nit thůn / ſo Bett du noch ein ſubtylern weg vnd mittel. , " 1 2 Sc» fp:ich zů dem ſibẽ den / das du [olt got den herren bitten für yn / das im got zůerkennen geb / das org cht das er wider dich gethon hat / vnd ym geb vas er zů dir kum vnd ſich erkeñ gegen dir / damit das frío da werd / vnd das biſt du auch nit ſchuldig / es wer abet ein groß verdienen darin / Jetz nit mer. gin einem Wittwochen sit den rüwern pꝛedigt doctoꝛ Keiſerſperg vii behielt frater Johannes Pauli ſolichs. Siftnunzefag en ven dem endn (do als von der andern katzẽ / wie non ſich halten fel / dem — du ſchaden haſt zů gefügt vnd vmb in verdient das er dir fein d iſt / da ſrꝛich ich. Zů dem erſten das du alle ding ſolt laſſen ligen was gůten wercke du thůn wilt / vnd ſolt ʒů dem lauffen den du geſchedigt haſt / da ſoltu fründiſchafft vnd grad ven im begerin / vnd dich mit im vᷣ⸗ Y. füinen/das hinderſich gon fol nit verſtandẽ werden das du gege hingangeſt mit den füllen des Icíbe / weñ du faſten eder Betten vllt / was gůten wercks es dañ ift, Es (f genůg wenn du ſemliche werck wilt thůn / vnd dir ſchüßet yn / das du eitwas wid ein andern haſt gethon das du in deinem wil / len vnnd mit deinem anſchlag hinderſich gaſt vnd gedenckeſt das erſt das ich mag vnd kan / ſo wil ich mich si im fügen / vnd mite mit im verfiinen. Darumb an den ten da ma ſant Auguſtinus regel haltet da gat niemens ſchlaf en / wenn er debe cket das ettwann ein bꝛů der oder ein ſchwe ſteretwas wider in Gat ge Eet / er ſünet fü ch vor mit in / wann fent Auguſtinus hat es in (ein regel gſet t wer den andern esr net das er ſich ſol gegen im erkennen / vnd wer auch ein (eia ding wer es thet. Ee ſeind zwei ding ein fundament allergeiſtli⸗ cheit / bald (id) verſünen me ſeinem wider part / ſchuld gegen tm ſrꝛechen vnd ſchwei / gen halten / wan wa man ſchweigen nit hal tet an oꝛten vnd fferton / da man es halten ſol / da iſt nit vil geiſtes / darumb ſoll man ſtral en wa man ſchweigen bricht. Eo hat auch f Graff wer co einiſt bꝛicht / yweimal bꝛicht / dꝛeimal bricht / wind wa man die ſtraff nicht haltet / da (ft auch nit vll geiſtli cheu. Es iſt auch ein perſen ſie ſei fraw os man nicht fridſam / wenn ſie wil ſch wappe len vnd ſchwetzen was ir in das maul PL met. Aber wer wenig redt end wa men we nig redet vnd ſilenriũ haltet da (ft groſſer frid vnd ſeind geſchickt zů dem friden / wã aller vnfrid entſpꝛingt von dem reden. Ny das exempel weñ ein feuer in dem ofen angat / end man das thürlin vf üt o würt das feur erſt noch groͤſſer wann es jn hat. Wenn man aber das thürlin zů t ſo erſtickt es in im iber, Mis weñ nun ein menſch er fit geiſtlich oder weltlich Ins thürlin feine mundes alfo laßt offen d L B mM H , be, x E. LAS E MN 1 Y y VE E BI. * a d SA 4 Pr Y / - " T i wv We We, ` # " 3 ` Lë Pꝛedig on / ſo würt das feuer des zoꝛms oder op? willen in ſeim hertzen noch groͤſſer / weñ er aber ſchweigt vnd kan ſich ſelber vberwin den / ſo erloͤſcht dz feuer in im / darũ (wed gen vñ ſich mit ſeiner parth veinigen / dien et faſt wol zů geiſtlicheit / darũb fo ſoltu qo sis im / mit den fülfen deins will ens / wenn du ein gůt werck thůn wilt. Du ſpꝛichſt wen ich nun ein gat werck hab angefangẽ es ſei betten / allmůſen gebẽ / in dẽ bo: pſal⸗ lieren / vnd kumpt mir rn das ich wi met bꝛůder oder ſchweſter etwas hab / ſol ich dz gůt werck Laffen ſton / und vnder wegẽ lon vnd fol mich damit beklümern / wie ich mi ch mit meinem bꝛůder verſline / das bedun cket mich vnbillich fein. Ich meint ð gotz allwegen füͤrgon / wañ warumb es dän vbel weñ ein herr ein knecht bꝛuch en wolt vnd rů ft im / vnd der knecht ſpꝛe: ch / herr beiten mein ich můß vor gen das vnd dz ehůn / alſo dz du goth dienſt ſolt ſts laſſen / vnd deinen ſachen nachgon / vnd di X it zů gotres früntſch afft⸗ ch nicht billich ſein / darumb ſpꝛich ich. | S vnſere gaben got dem herren Iw NS E nit angenem ſeind / es ſei deñ das wir vorhin got gene fino Tu magſtu got nit genem fein denn durch erfüllũg vñ haltũg götlicher gebott. Nun iſt dz ein gebot gots / dz du dich gegẽ deinem nechſten ſolt erkennẽ dem du ſcha⸗ den haſt gethon / wañ gottes wil iſt das du mit allen menſchen eins ſeieſt / vñ dich ver mit allẽ menſchẽ richteſt / ce dz ſich get mit dir wil richten / wañ got ift darumb mẽſch worden vmb einikeit willen aller menſchen weñ wir gedechten got iſt enfer bꝛůð wod / en vnd menſch / darumb fo (ol ich em lt nent willen mit allen menſchen eins ſein. | / ch verſimen mit deinem feind / duncket mt | 72 a: LXXXVII Ja haſtu vor qefact.LEe ftot übel wen ein her můß des knechts warten / vñ ein ſcha⸗ den nemẽ vm̃ des knechts nutzes willen. Ich gib antwurt / das got kein ſchaden leidet / weñ du im etwas gůtes wercks zů ſy nen eeren wilt thůn / vñ dir kumpt yn das du etwz wider dein bꝛůð o9 ſchwaſter haſt oð er wider dich / vñ du gedenckſt dich mit im zůuerſünẽ / oder du laſt dz gůt werck fto vnd daft mit leiplichen dꝛitten vmbhinvñ verſüneſt dein bꝛůder vnnd ob ſchon ſchad da wer den got llt / ſo wil er den ſchaden ge ren leiden vmb deins nutzes willen / dz et garen werck im genem fein mögen vn will das fein eet gelaſſen werd ein zelt / damitt du dich richtſt mit allen menſchen / wañ er menſch woꝛden iſt vb einikeit willen der menſchen. N dem dꝛiten fo ich ich / dz dz ð recht weg Ka vii fib im hertzẽ ollen mit im vᷣſuͤnen das ít Actus imperatus) Woͤllen ſich vᷣſuͤnen mit im / můß vor da fein ce dz du es tůůͤſt. Es iſt auch nit gnůg dz du dich gegen ym erkenneſt on veinigſt / du thůſt dañ in ge nůg darumb / du aft einen gſchedigt an ſeinẽ leib / an eee vnd gůt / o můſtu im wis kerũgſt hůn / weñ duſes magſt gethũ / ſun ſt fo ſoltu in darfür bitten / des zů ei n zeichen Qao man gnůg thůn vnd wider keren ſoll / ſeꝛicht Nicolaus de Lira. So haltet die ro miſch kirch die gewonheit / weñ mã ſchõ ein abſoluiert ind beicht / ſo (ect man im vff dz er widerkere vnd genůgthů dem / den er ges ſchedigt hat / ſich gegen dem menſchen erkẽ nen den du geſetzt haſt / iſt der recht weg ʒũ vt reinigung im ein andern menſchen vnd got auch. Aber den weg boͤꝛen nit geren We hoffertigen menſchen /ſie beſchamẽ ſich Gu | , e ' A f 3 | 3 % D e [ * , * L| m * Der. ſontag nach zede · nütigen gegen irem ne oce do derumb an / ſo thũſtu ST mit den au den ch der recht weg iſt. vnd der geif, , E-t € ain Ch ſpꝛich zu dem das ein menſch (ol ſich verum ` kel Gerben De mö ſanlſaciendi) gen mit dem menſchẽ den er E Von dem weg oder maß ð wið : E) geſche digt hat (Ratlene heceſ s EN tcrum das in dem weg der me oi genugthůn / pie er in geſchedigt hat haſtu in im hertzen geſchedigt / ſo thů mit dem Herzen gnůͤg / haſtu in mitt dẽ mund geſchedigt / ſo thů mit dem mund gent) haſtu mit der hand vnd mit den wercken geſchedigt / ſo thů mit den wetcken genug. Du ſpiichſt / wie kan ich einen mut dem Fersen ſchedigen / gar wol. Du kanſt tin (iate) Vmb der notturfft willẽ. Ee můß ſeig / wañ die weil du elle ſloſt in einem vn vlan ſo fft kein gür werck got dem Gere ange nem / es fe was es woͤl/ vnd wie es hei fet / da gedenck was greſſen ſchaden dat fd vnd den groſſen nutz oͤch t ein mẽſch mit dem dein vberkummen / das alle feine werck got angenem veren / vnd im verdiẽ lich zů ewigem leben / noch fo ift er alſo ſtol t / das ex es nit thůn wil. Ibſpiich zu dem T3) fed ſten / dz deine find dir nut werten bsicen vñ abgelaſſen. Eee ſei dan dz du vor Lzeiheſt arckwon vff in haben von im gedencken. Er iſt ein bůb / ein lecker / lie i ft ein Bär ein vnflat / ein wuͤſt / ſo thů genug mit d. n ger dencken. Alſo gedenck gůto von im. Es hat es villeicht ert nit EIS oder die on? fech tung iff fo groß geſin / dz er ſich nit mo; nech fie cht vberheben / vnd haſtu gedacht dich ges gen im zerechen / ſo gedenck das du es nitt gi A qaem nur et " alſo thůſtu genůg mit de : , ferae gedenckẽ /in den du ĩ ge ſchedigt haſt E Haſta in geſchedigt mit dem mund du hertz en / da ruinb der recht ie ſünd zů — Bafkim fein eer abgeſchnitten im nach ges verzeihen iſt fenem nech [cen blen. redt / er iſt ein ſchalck / en bůb / im in ant is ſibend vn SU. lit geret Du hůr / du denn lerſten ſpꝛich ich / dz gott du vn flat / du haſt im gflůcht / das dir gor | | dao dich Eon lung ſchend d. oder meincid geſch woꝛen / ſo ſoltu auch mit dem mũd qe nůgtbůn / dich erkennen / in loben / in geſeg⸗ nen / vnd got für in bitten / vnd in v erſpꝛe⸗ chen gegen andern men cken / haſtu in ge? ſchedigt mit der hand / du haſt im das gelt vß dem ſeckel genummẽ / ſo leges im wið de rein / ha ſtu in geſchedigt mit danen aus gen / in ſauer vnd vbel angeſetzen / fo fige. in darnach ſü ßigklich en vnd früntlich wis ; : Derr her hartiglich die menſch ch | d ro. RN Terwitlige Weit er wi derp art / deine feynd damit das er dich nit verclag vor dem ti chter / vnd der richter geb dich ſeinem dien er / vnd der werff dich in den kercker / alſo leng biß du bezaleſt vnd genůg rft vim daz min ſt oͤꝛtlin. Wer qt dein feind dã deĩ mirbꝛũ 8/08 mitſchweſter / ð wider dich it was hat. Wer ift der richter dañ der herr , en ſtrafen wil / die dz nit thů / mitren iger verdamniß / vau umb ſyꝛicht der herr im euange. Mathei. ) Reiſerſpergs pꝛedig LXXNWIII Refu vor dem richter der lebendig vnnd x d | | 2 würt richten / würt dein feind dich ver⸗ En A das dun itſchul clagen / du habeſt ym nit guid gethon vn in Bitten dzer soon gegen in geſchedigt / ſo würt der richter dich gebe Wë A Vit ablaß / wañwarũb/er feinem diener / dz ift dem boͤſen geiſt. Wan Ee gat kein gegen dir / haſ u der böß geiſt iſt ein hencker gottes / wañ er / ſchon in geſchedigt / vñ vimlsin wol vᷣdiẽt wie ein hencker gottes vieil ef lendet vn — 9; er dir feind ſolt ſein / ſo weiß er es doch ſententz. Der (elo hencker würt dich werff nit / vñ wã einer ein ding nit weiß / ſo thůt en in den kercker ewiger verdamniß / darin es im nit wee. Darumb ſo iſt das die crfl můſt du ligen / als lang biß du genũg (OÉ ſchloßred / das du nit ſchuldig biſt zů im ze vmb das minſt oꝛtlin / vnd du magſt mm gon / dz er feinen zoꝛn / neid / vnd haß / ablaß mer mer genůg ꝛhůn / darumb fo mon du gegen dir / wã er tregt keinen gegen dir. ewigklich da gefangen ſein. Der her Je b s S (uo wil das / die weil wir fein off diſer wal N Nsqnder ſpꝛich dich. Es moͤcht alfo cin ſach fart vnd bilgery vff erden feno ‚fo ſollent i f nr, wir vno miteinander verſünen / wann wer 4. 2 I ſein / d; du nit allein nit ſch , uldig wereſt zů im zegon / es iet nicht thůt / der mag es nach diſer zyt NN u A nicht mer thůn / wir folle es auch gern thũ a WU 1 fund du werſt ſchuldig nit Wañ wet alfo ablaßt feinem nechſten vm̃ zů im zegõ / wa warũ / es moͤcht groͤſſer ſch gottes willen / vnd wil ſich nit rechen / ob er adẽ dẽ gemeine nutz dauõ kũmẽ vñ irrũg es ſchon wol moͤcht / ſo woͤlt er es dennocht ` Wong entſpꝛingẽ. Wã du eim Bereit geſtolẽ uit thůn. Der thut got ein groſſe eer an / dz ` o er wißt es nit / vñ du ſolteſt in darfür er es got befilhet zerechen. Alo Danid ſpꝛi⸗ bittẽ vñ im es ſagẽ / ſo würd er erſt ein neid cht Mihi) Mir gehoͤꝛt zů zerechen zů [y vñ haß gegẽ dir gewinnẽ / oñ entricht wer ner Nit / vnd ich wil es auch rechen. Jetz dẽ ð voꝛ zerůwẽ vez / darũ fo biſtu ait allein ku nyt der dꝛit feind. ntt ſchuldig zů im zegõ vñ in darfur bittẽ f du biſt ĩ eilichẽ ſachẽ ſchuldig nit zů — ze gs / wã er erſt erzürnt würde vber dich. wã An eun Freitag pꝛediget alle gots gebot ſollẽ alſo vᷣſtandẽ werden / f Der Doctoꝛ zů den Ruwern. — — meit / dz dz ^ rer geg e d ; arũ ds gbot got gebẽ hat / ſo bedarf mã dz „ Cr. n. feind mit gbot nit erfüllẽ / wã in al ẽ gbetten gots fol dem du dich verſunẽ ſolt / mã anſehen / warũ dz gebot geben ei / vꝛſa n ſt der menſch / den du dei — dj vf dz end / vñ wá die ſelben vꝛſachẽ / ie 5 ZS E ſchedigt haſt / vnd aber er da ſein / ſo darffſtu gots gebot nit erfüke, = weiß e — t/als > Nim dz eeempel von bꝛüderlicher (tea ff. vil kumpt / das ein menſch dem anðn ſcha e dms ESO S ben thũt an feinen eeren / er verlimbdet in € mx Ils o (t [0% On oder ſtilt im / oder was es dañ iſt / vnnd r ich / get bat allẽ men che ge weiß es nicht / daſpuchſtn / wie ſol ich mich e betten võ iren neck ſtẽ / wir gegen dem ſelben halten. Da gib ich dir. elle (org für einanð rage amwurt vnd ſpꝛich zů dem erſten. f in ð feel heil / vñ wir [oe all — em Ä (ii d , ' e H t ap — B * H ' lchen ſtraffen / ia dz fol vſtanden werden/ wen ð ſelbig menſch gebeſſert würd vo dei ner ſtraff / darum wen du trüweſt dz einer võ Heer ſtraff gebeſſert würd / vñ du t nit ſtraffeſt / ſo vbergiengeſtu dz gebot gottes en cc abge vor deiner ſtraff boͤſer wurd vnd verkerter. So biſt du es nit ſchuldig A A w añ gottes gebot bint dich nit in der ſach wai beſſcrung deine nechſten die ein vꝛſa/ ch iſt / des gebots iſt nit da / vnd 9 gebott wlirt verſtanden vnder den menſchen die gleiches ſtats ſeind. Da einer den andern bꝛüderlichen ſtrafft / weñ er meint dos bel ſerung hernach folgt / vnd ſunſt nit. Weñ einer ein pꝛelat iſt / ſo iſt es ein an ders / der ſtrafft einẽ der vnrecht hat gethõ gotgeb er beſſer ſich oder nit. Noch ſoll er dz vbel ſtraffen. Als got hat gebotten du ſolt gon zů dem ð neid ef haß / zoꝛn wid di ch tregt / vnd in darfür bitten das er zů rü ⸗ we kum / wañ das iſt das end des gebottes wañ er nun nit weiß das du in haſt geſche digt ſo hat er kein grollen vnd haß gegen dir da rumb ſo bedarffeſtu nicht zů im gon er würd erſt ein grollen vnd haß gegen Sit vberkummen. den dz du im widker⸗ ung ſolt thůn vfi genug thun vin ſeinen. ſchaden — uaran es den ift. Es (cf an feine eren / oð am gůt / doch dz er es nit wiß / vñ du es im nit ſagſt / dz ſagt ſant au guſtĩ Ad macedoniũ perm nõ di mittitur) Die find wr nit vᷣʒigen / mã ker dã wið vnfertig gůt / ſant Paulus fadt auch dz / ge ben yeðman dz ſein / darin ir fie geſchedigt hõ / du findeſt manchen menſchẽ ð dem an dern ſchuldig iſt / vnd der anð weiß es nitt ſo meint er er ſei im nie ſchuldig / darumb dz er es nit weiß / ia er heiſchet mir nüt /9s Freitag nach der Küniz. t. ſchat nit / noch ſo biſtu im ſchuldig / ſo bald ` Sch, ) e. eM N (C - ð ziuß felt ſo bizal du weiſt es wol / helſcher er dir nut dz al heiſchet es das du bezalen (olt vnd die ſtund / darumb ſobezal em thůn genug es fe wann es woͤl. das funfft ſpꝛi PA c ſtu / wle ſol ich im genůg; kein antwurt / wañ es ift aU ſo ein bꝛeite matery vnd weit. Aber alſo wie du in haſt geſchediget alſo thůn im ge nůg / haſtu im ſchaden gethõ mitt deinem mul / du haſt in verlogen / ſo thů im ein wi derrůff. Es kumpt etwan das du einen alſo fürtregſt voꝛ denen die in voꝛ für frũ vnd erber hond gehalten / dz er baß moͤcht leiden dz du im. xxx. güldin v fi dem fecteL, hette ſt geſtolẽ / dã dz ct gegen erbern Lüten alſo vᷣtragen iſt / ia darũb dz er den ſchad nit weiß/ wolteſtu dan im den ſchaden nit ablegen vnd in wiðrüffen. Es kũpt dick / dz mã ein gůten willen zů eim hat / vñ wa den einer alfo vertragen würt gegen inen / ſo iſt es alles gifft vnd gall / vnd wz fieimMfollen thõ / ſo ſpꝛicht er da. Ich weiß nit wie es zů gat / ich kan es nit ermeſſen / ich kan nit me recht Bi / vnd mã thůt mir auch nitt mer ale veꝛ. Alſo ſchneidt ſtu im ſein eer ab / vnd verlümbdeſt in / ſo (60 im euch gnůg mitt dem mund / vnd iſt doch dz ein gemein dig das wir alſo einander vert ragen mit der zungen / darum̃ ſpꝛach ð weiß (Beatus qul né eft lapſus) Selig ift der / der nitt iſt ae fallen in ſeiner zungen / darumb fpꝛach Ca tho / das leret man die kin d in der ſchůlen Virrutem pma ) Die erſt tugent iſt fein zung künnen regieren vnnd in dem zaum halten. Du ſpꝛich eft es ift dennecht war was ich ſag / es (jt damit nit vß gericht dz i war (fT. Es gehoͤꝛet mer darzů / darum̃ biſt du einem ſchuldig / welß er es / magſt y oun. Darüber gib ich dir, m e A L| LU 7 — ^ Wu 9 Li L| ` ) H E? | 4 | » | i E 2 3. Keiſerſpergs pꝛedig du in nit beꝛalen / ſo beger zil/ deßgleichen in gãtz ledig / ſo darf er nüt thũ dafür dz er dẽ andern ſtücken. ſechſten ſpꝛichſtu wen ich aber zů ei Ai nem Cumvti wil mich gegẽ che ^ P Ty a 2 2 vio mei ſchu ^. A d gegen im ſpꝛechẽ vn in bit ten das er ſein grollen vo zoꝛn gegẽ mir ab laß / vñ er wil es nit thũ / wie ſoll ich mich 96 haltẽ. Da ſpꝛich ich dz du gegen got ent ſchuldigt biſt vnd genůg get ho $a ft^ vnd zů got ſpꝛechẽ magſt / als fent Auguſtinus ſpucht. O herr es fein zwen knecht eins her; ren / da iſt einer dẽ anðn ſchuldig einwenig vnd er vll Se ſelben knecht nit dz wenig ab lon / damit ð herr im dz vil ablaß / vñ das lag in dein geder got dem herren. Duvñ ð ſelb den du gebetten haſt / ſeind beid dot? tes knecht / vñ er wil dir nit ein wenig vers zeihẽ / oʒ im got dz vil vᷣzeihe vfi got wil im auch fein ſünd nit vᷣzeihẽ / er vzeich dir dañ auch. Du ſpꝛichſt / wã aber ð oͤber / ein Apt / ein Pꝛioꝛ £c wer es deñ iſt / iſt es auch ſchal dig ſich zů erkenne gegen feine ep d er erzürnet hat / ð in haßt vñ ein grollen ge gen im tregt / wañ er hat ſeinẽ vnðthõ zů vil hart geſtrafft / me deñ er vᷣdient hatt / er hat in an geſchnawet voꝛ den lütẽ / ſol er in auch bitten dz er im vᷣzeihe vii den zoꝛn ab laß vnd ri wig ſa / o er doch im ein vꝛſach iſt dee neider vnd heſſes. Ich ſpꝛich nein kein oͤberer fol fein ſchuld ſpꝛechẽ dede ſeim vndthon / weñ er in erzürnt durch zeuil ſtra fe / wañ warũb ð gewalt der oͤberkeit wird vachtet ofi vernütet / vñ ð vndthoͤn würd deſter hoffertiger vnd vbermütiger vi (tol tzer / ond wird daruß gloꝛiern vnd ſpꝛechẽ ſeb en ir ee das er mir vnrecht hat gerßon er hat ſich gegen aft erkent / darũb vmb S zweiẽ vꝛſachẽ willẽ fo ſol ſich kein oberer ge, gc dem vndthon er kenne / ſt aber der ober | ʒůuil geſtrafft hat vñ vberboldert. ſpeich zum ib enden vnd D dem let! dz er nit gãtz ledig iſt Er ſoles gegen got erken — nen vnd gegen Gon ſein ſchuld ſpꝛechen / vñ GE erkennen / das er zů hart gegẽ dem vndthon iſt geweſen / vnd fol dem felben vnderthon deſter früntlich⸗ er zů reden / vnd iſt es aber ſach das er vo dem feiben frün lichen zë reden auch deſter hofferfitiger würd vnd daruß gloꝛiert / fo fol er es auch vnder wegen laſſen. Nn dem letſten ſontag nach Ver Ephifanp / behielt frater Johañ⸗ nes Pauli ſoliche. ben, wie onfer Eontg de wir dienen SH HR got ð her dir dat / d du im ein leer anthug fe vñ in kuſſeſt. Ex — wil auch das du feinem hoßgeſind ein eer antc eſt / dz ift deinem nechſten / dz du in lieb Faber? vnd allen menſchẽ ea thůgeſt Er wil auch dz du die katz küſſeſt / dz iſt dz du dein feind lieb habeſt die ding haſtu alie ſamẽ gedoͤꝛt. dz kinoᷣſyil zů beſchlieſſen herr der kinig ich diente gern. Wil ich ein frag thůn vnd damit diſe matery zů deſch ließen / vnd iſt diß die frag. Welches dem künig an dem angenem, fien ſei 9e fino oð den feind lieb zehaben. antwurt / vnnd iſt ein * LS * Pac) O ceteris yarib’) ale ding geicß fein die da ſollẽ fein fo (ft es got angeuemer vn dir vᷣ⸗ b - T S 7 : — " — Li - 1 5 1 e A — p, 2 e H D | r de D N ` - | dienlicher / vnd wei du den feind lleb Haft deñ wei du dein feind lieb haſt / wañ war umb das werck das dir verdienlich fol fein das verdienen hanckt an zweien ſtücken, dẽ erſtẽ an goͤilicher quao. Zů dem andn an dem werck delnes freien willen / dorf guad wag nit da ſein on dz werck det? Ice freiens willens / ſo vermag dein freier wil auch nit on die gnad gots. Wañ on die gnad gots fo ſeind alle vnſere werck holtz⸗ oͤpffel ſauer vnd nichts wert / vñ kaufft (te niemane / es ifc Teo ß⸗oͤpffelbeum in den welden die bꝛingẽ ſauer oͤp fel / heiſſen holtz oͤpffel / wil mã aber das der ſelb wildfang for ffel trag fo ſtümpꝛman vnd howet in oben ab / vnd grebt in vß / vnd ſetzt in in ein garten oder laßt in in dem wald ſton / vnd nimpt aber ein zweig von einem ſüßẽ ap ffelbaum / vnd zweigt in oben daryn / ſo bꝛingt der ſelb wildfang in krafft des ſelbẽ sweige ff oͤpffel. Es ift ein baum vi ftot an der erſten ſtat / er bꝛingt aber (et ande frucht / voꝛ was es ſuer ding vnd ſliwoß / ietz fo iſt es ſi B vnd menſchen aß. Alſo wir oder vnſer freier wil von (m ſelber / iſt er ein wildfang vnd bꝛingt werck die vnge ſtalt ſeind fuer ep ſiwaß / mã gibt es wol! feil / wañ ſie nit witdig ſeind der belonung ewiges lebens / weñ aber in vnſern willẽ in den wildfang gez wreiget wlird dz ſtiß zweig goͤtlicher gnad / ſo bꝛingt er dã CR frucht in krafft des ſelben ʒweige / vnd vii fo ſein fie wirdig ewigs lebene. Alte haſt du das vnſer verdienen hangt an der gnad dettes vnd an vnſerm freien willen, Nñũ ſpꝛich fts welches ift aber mer vᷣdienlicher den dz anð / den feind lieb 55.08 den fründ / da ſpꝛi ch ich Quod aquo eft ſubſtantia ab eo ejt quantitat) So vnſer verdienẽ iſt von der gnad gottes vnd von vnſerm freien willẽ wa deñ die gnad gottes mer iſt vnd groͤſt ſer iſt / vnd das werck deines freien willen oder Rüniz.t. das (jt got a m angenemſten. Alſo at du Der. Vfontas mit groſſer eet gettes gnad vnd mis erer begird lieber deln fründ dañ deln feind [o ift es mer verdienlicher. Weñ aber ale ding gleich da ſeind mit gleicher gnadẽ got tes / vnd mit gleicher begirde nylieb dẽ frũd vnd feind / ſo (ft es beſſer got angenemervñ dir verdienlicher den feind lieb zehon denn den fründ / vnd das magſtu nemẽ v6 Vid en vꝛſachen (Ratione). Liberatio Frei wil Gꝛauitatios Sch were Charitaties Liebe Da m f p» LAN - M D Ad zu dõẽ eiſtẽ dei Da Lé 3 Y ar lie 9 d D Ges C10) WILE her / en den fr nd t e " feind lieb ho / gat mer võ AV lieb zehon / vñ ein serlichweg ck / ſo es me vo dem freien willen gat vnnd im ein mẽſch mer gewalts anthůt fo vil ce n verdienlicher iſt. Es ifl mer wider deinen freien willen dein feind lieb hon / den deinẽ fründ / wañ dein wil (ff gantz geneigt dein em fründ gůte zethũ vi lieb zehõ / aber nit dein feind / du ſpuwteſt im lieber in dz ant lit. Noch dennocht fo du weißt das es dott gebottẽ hat / ſo wil u es thůn / vnd alfo mit groͤſſerer en ech tung thůͤſtu gůts dẽ feind Vaf den fründ dz macht es verdlen cher andern ſo iſt mer verdien lcker den fand lieb zehon daß den fründ vmbð ſch were willen. So vi ein welk erer (ff gen das ander vnd veli ches das ſchwerer (ft das (ft deſter verdien licher. Nun deinen fründ lieb seßon das ID ein leicht ding / es gat on arbeit zů. Es iſt natiirlich lieb hon Qe der dich lieb hat dir thuͤt. Ein hiendlin thůt es auch / Es hatt den lieb der im die Go ab M: - d. 4 4 | ^" 1 * & - 1 : "Mam To» - e | 5 REXOL D * ps4 p^ j $ EN Ho * z ER w m ' H , d Leg, E d 1 ſtrelet. Aber den lieb hon der dich durech tet / vnd dein feind / das macht den affenn gelgen / das kumpt dich uͤbel an / das einn ftawe iren m in kůſſen müß dem fie feine . iſt das (ft yre in mr Ae pein / die clawẽ oft daupẽ der kaczẽ magſtu nit küſſen on fan dere gnad gots / darũb fo ráff got an auß inbꝛinſtigẽ hertzẽ / das er dir helff das wer ck zů volbꝛingẽ / Wan von dir ſelber mag ſtu nüt gleich wie in andern güren werekẽ auch nit ver magſt on gots gnad / du legſt ein Beian Geb? an als vnſer geiſterin ge thon das ſie den leib keſtigen vnd moͤgen keuſch bleiben. Ich ſag dir das / das weder faſten noch bettẽ / noch harin cleider tragẽ dir keuſcheit befiít on qote gnad / alſo on die ſelb du die feind auch nit lieben kanſt. Du moͤchteſt ſpꝛechẽ fo vil mee ein wer ein menſchẽ herter an kumpt / vnnd im ſchwerer iſt / ſovil mee es im verdienlicher iſt. Nun einer hatt gewont zeſchlaffenn vnd das kumpt in leicht ich an / vnnd ein anderer iſt ein wein ſchlůch / vnnd hat nut gefaſtet / vñ ſolteſt ein tag. faſtẽ / vfi ð tag thüt im als wee / als diſem zehen tag / iſt eo, im daritb verdienlicher / vnd got deſter an gene ner (Bona dies Johãnes ) Ich ſpꝛich (Quod grauitas ev parte operis operati non operantis.) Die ſchwere des wercks an im ſelber aber nit die ſchwere des der Qa» werck thůt macht es ver ien icher. Nym das eoẽdel / faſten zů Waſſer vii si Dunt iſt en ſchwerer werck an im felber den mit fiſchẽ faſten od was man den hat ey er oder was anders / darũb iſt es got an genemer den das ander faſten ( Quan do cetera ſunt puria.) Wen alle ding ſunſt gleich ſeind ale die grab gots vnnd groͤſſe der begird des freien willen. Wen einen hert an kumpt Ee ze ſein / der fein tag der vnkeuſcheit gewont hat / ond einen der der keuſchelt gewont hat den kumpt es lei⸗ der ich dient gern XC cht an / daz iſt oc den es Gert an kumpt nit deſter vᷣdiẽlicher deñ dẽ an derẽ dẽ es leicht an kumpt / ð ſein gewõt hat / wã die herte iſt hie nit võ ſchwere des wercks / aber des werckmeiſters vnd des 9 das werck (Bot, dean freund iſt goͤtliche lieb Ein ietuchs werck iſt got ſo vil anc ene mer fo vil es me gat auß goͤttlicher liebe / oder das ſelbig werck anhanckt goͤtlicher liebe / oð in goͤtlicher liebe gericht mag wer den / Nim das exempel. Einer der ein merlin lieb hat vnd alſo darin ertruncken iſt / alles das er dem metlin zelieb thůt / dz hangt als an ð ſelben liebe vñ ſpꝛingt dar auß. Er gat vnd lůgt wa es ſei / er mag nit ſchlaffen / vnd nit eſſen / er ſtot für den ſpygel vnd beſicht ſich ſelber. Er ſtrei⸗ cht fein hoſſen das fie im fteff an ſtond dz er der metzen wol gefal / diſe ding alle / kũ⸗ omen all / auß der erſten liebe die er zů dem metlin hat. Alſo hie auch / die liebe des frũ des die gat faſt von der natur her. Aber den feind lieb hon / Camp: her / daz got dir das ſelbig gebotten hatt / darumb ſo liebe des feinds me von got icher liebe get vnd ift ir neher vnd würt baß darein gerichte, den die liebe des fteunds / darn no fo iſt fte mee got angene mer als wen alle ding glei ch ſeind der frei wil vnd core genad. Alſo haben ir diſe matery vonn her der Künig ich diente gern / von küſſen der £a! tzen des feinds / wie wir vns halten ſollen vno fft diß bůch getruckt in der Keyſerli⸗ chen freien ſtat Straßburg / von Johan⸗ nes Grienniger vii geendet vff opt Ma this abent in dem iar von der geburt vn⸗ (eto herren Jheſu chꝛiſti. d. x vii. d E Ae oe vꝛſach H EC S | d ift darumb dein feind lieb E dd Gon qot angenenier dẽ