27 * rer e e r — a 22d 21s 222128 usyoy 2 u. BınqssearIS ı6rpsadeß 15 8 u sbaedsısstel soy sed ‚uueyol ıBioqsıoskey UOA 181190 ozsı 8858 OSR Sts e | — I — u Aa A An Ad = 5 = 80 Peras na | 0 N ; ji J — 2 7 5 ’ | M A 4 A z h Al fi / / Nn K * 4 \ N 0 5 | = [ a D AU R * ul \ . $ NER ng! WS 0 85 1 * 2 e 1 > 8 $ ua, & ANZ Pr Pad, N 82 u 2 F N fh 1 - 8 0 x hat 3 | 9 : 8 A wish 2 N en: beit iſt zů lernẽ / vnd leert je 7 auch die narrẽſchel hin weck werffen. iſt nü tz vnd gůt alen menſchen. Digitized by the Internet Archive in 2011 with funding from Research Library, The Getty Research Institute - * http://www.archive.org/details/deshochwirdigendOOgeil N Kegiſter. k. Narrẽſchiffs. ie fahet an das re giſter voer deß hochgelerten doctoꝛ Key⸗ ſerßpergs Narrenſchiff / dehend zů finde inhalt diß bůchs / das da durchlaufft alle ſtat der welt. . Vnd ſtot nach oꝛdnung der ſermonẽ wa von ein iegliche pꝛedig fa 5 in gemein. c. Vñ iſt alſo diß bůch võ em latin getütſchet von dem wirdigen vatter Johãnis Pauli leßmelſter zů Ten | in dem iar. j. y.. 9. Die erſt pꝛedig ſaget von dem blinden der an dem weg ſaß / als in dem euangelium / wie er den ſünder be dütet / vnd von dem gůt ſich ſelber erken⸗ en / vnd was gůtz kumpt von gotz erkent⸗ nüß vnd ſich ſelber erkennen. iv. Die ander pꝛedig geſchehen an dẽ eſch er tag / wer da heißt ein weiſer mã / vñ wie man tit ſche bücher pꝛedigen mag als wol als welſche oder vß andern ſpꝛachen / vnd was pꝛedigen einem doctoꝛ zůgehoͤꝛen zů⸗ thůn / wie man vß den figuren pꝛedigẽ fol wie erlich berümer latiniſch gefelſcht Habe was ſie reden von inen ſelber⸗/gůte cappe den ſelden / von nachred die Reiſerßperg gelitten hat vnbillich. vi. Die dꝛit pꝛedig ſagt von dem narren⸗ ſchiſf wer es gemacht hat / vnnd warumb Item ob narheit ſünd ſei eins narrẽ red⸗ vñ wider red wie die narrẽ in den gnade gotes ſeint / vnd ſündẽ die / die ir ſpotten⸗ wie man gottes gebot verſton ſol / betrach ten wie vnküſcheit me narren macht dan ander ſünd / wie mã die eſcher vᷣſpot. xt Die fierd pꝛedig ſagt von der erſtẽ nar ren ſchar / das ſeint die Gelerten narren / die von ville der bücher gelopt wölle ſein / vnd von fiben ſchellen der ſelben ville der bůcher die koſtlich malen / beſchlahen. Fre II vil bücher haben vmb der kunſt willen / iſt ein irrung. Item von büchern beſchlahen mit gold. vv. Die fůnfft pꝛedig ſagt von der andern narrenſchar der Falſchen vꝛtheiler / hat ii ben ſchellen / vꝛtheilen nit fein vnderthon vꝛthellen heimliche ding. Itẽ on oꝛdnung des rechten. Fre vo argwon vꝛtheilt. xxlit Die ſechßt pꝛedig ſagt von Gele narrẽ von Geitikeit / hat zwo ſchellẽ. Sein letſt end ſetzen in das zeitlich gůt. E. vx w. Die ſibend pꝛedig ſagt von ũwẽ fun den ſchier von aller cleidung / von bürten wol. x. vꝛſachen / von ſchůhen / hoſſen/gůr telen / huben/gelſt ch leieren/huſſecken / har zieren, das haupt zieren / von dem antlit malen. c. © vvii. Die. vill .pꝛedig ſagt von Alten narrẽ vnd von ſiben ſchellen / trurẽ von dem al ter. Item wie ſie vnderſton das ſie nit vun moͤgen / rümen ſich fuler ſachen / da fie nie hin kamen. &. S vt. Die. iv.pꝛedig ſagt von Kinde nung) kind zů vil lieb habẽ / ſie nit ſtraffen / kind nit laſſen leren / gůt meiſter verſaumen. Item ſy haben kind zů vil lieb/ſie ſei ntir goͤt / darumb ſterben ſie. ac. port. Die. x. schig ſagt von Rlappernarrẽ vnfrid machen / ſchwetzen halb wort / lege me hinzů / zoͤgen ſich nit ledig von nachre⸗ en. &. vxxii Die. vi. pꝛedig ſagt von Freuel narren ratpflegen / verachten / rat nicht erfaren. Ein evempel von einem Biſchoff mit dꝛy en hantwercks lůten / wer ſeint gůt retter diſer rat flücht darumb. Ec. vp vit A ü Das Regiſter. Die. xii.pꝛedig ſagt noch me von dem Die. xx. pꝛedig ſagt von Truncken ful Rat wie die von dem freien geiſt / ettwan ennarre n / vnd von xv. ſchellen / von vil ketzer feine erfar / od die ret mit gottes ge ſitten vnd geber den der truncknẽ / machet bott megen beſton. dvi. ein ſtumpff gemüt / vil (wegen, vil vn⸗ reinigkeit. ⁊c. xx. Die. viii. pꝛedig ſagt von Vnzũchtigẽ 9 narren/ vil uch 5 den glidern / mit le, vxi. pꝛedig ſagt von Verachrnar⸗ allen fünff ſinnen vil ſeltzamer gewonheit ren / dle dle armen nicht eren / ine nit glau⸗ der menſchen. xxx vi. ben / ſie nicht laden / ſie nicht zů fründẽ ma chen / ſie verclagen dy armut / arm lut fer Die. xilli · pꝛedig ſagt von 1 et man nicht in den rat. ren von falschen fikn den / eigne rale Die . xpil. pꝛedig ſagt vs der. xvüi . ſch en / fründ nit ſtraffen. c. W 8 arren/got Re d Sermuuffel diem en / got vngieich dienen / vil einpter auff ſi ch nemmen / ver tuffel gibt boͤßen lon / ſa⸗ vil an / verharren nichr. Jiem glauben was ſie hoꝛen uu Die. xv. pꝛedig ſagt von Glaubnarrẽ zweiffelnarren haben ſcheilen / die die hei⸗ ug geſchafft verachten / ſchimpflich dar⸗ uon reden / es ſei ein wachſin naß der pꝛe⸗ diger ſpotẽ de ſterus legern glaube. KN Die. vxiit pꝛedig ſagt von der. xiv. ſch ax von Sch wetznarren/clapperen / nicht Die. v vi. pꝛedig ſagt von Schnellen ⸗ betrachten was man jag / nicht gedencken nar ten / haben ſche len / on rat thůn / ſchnel zů wem man ret / wa man ſol reden / wan vꝛtheil fellen von ſodoma / das got ſelbſt vnd wi. lv. herab gieng. vlt. 8 0 ia. xxüii pꝛedig ſagt von der. vx. Die. x vil. pꝛedig ſagt von Bůlnarren ar von . 5 — haben vil ſchellẽ / blind ſein vnd warnem / erlich ſeint weip / etlich narren. edel ge ein lich / vnſtet ſchnellies / ſich ſeiber haßt got linoe/gewild ſchieſſen / heunlich ſchetz fin hat diſe zeitliche ding lieb / vzeicht ſich des den. Item wider keren⸗ funden gůt den himmelreich o. Item garumb buͤler al / armen luten geben. li. lein narren heiſſen. Flii. 4 Die. xx v. pꝛedi von der. vi. n. Die. v viii. pꝛedig ſagt von Gen ßnar⸗ renſchar 0 ei ren / die da ſünden vff die gute goites / ha vn wiſſenheit / auß böfer meinung pꝛedig⸗ ben ſchellen / ſpꝛech en fünden ſy natürlich. en vnnütze ding / nichts erſct ꝛocken liches Item das himmelreich ſei nit den geen ſagen / allein gemein gemeine ding / nicht gemacht. e. vo. vff die ſt underheit gon der perſonen / nicht a ſelbs thům lwiti. Die. viy. pꝛedig ſagt von Vauwnar⸗ ren / die erkenet man an ſuben ſchellen / ſie Die xx vi · pꝛedig ſagt von der Weiß bauwen vnd laſſen es erfigen haben kein geit vnd hat ein nüwer them zwo vꝛſach gelt/fie bauwen vil in allen gaſſen. Sie en. Item was man bei der welß heit vero bauwen groſſe huſſer. xlvii. ſton ſol. x · Keiſerſpergs Narrenſchiffs. Die. xx vii. peedig ſagt von Glücknar ren von vnſer frauwen tag Annucia. Item von dem roſen ſo tag der froͤlich iſt. Item gloꝛieren in dem fraß in dem ſuß leben ic. ii. Die. vx viii. pꝛedig ſagt von Vnnůtʒ⸗ licher ſoꝛg · Item ſoꝛgen vmb zeitlichs als vmd des luſt end / zů vil ſoꝛgen vmb zelt⸗ liche / ſoꝛgen wie man fünd / ſoꝛgẽ vnmüg liche ding / ſoꝛgen ding die vuß nicht ans gon S. keit, Die. xviv. pꝛedig ſagt von Lehennar⸗ ren / ſchuld ma hen / geltſchuld / vnd ſũnd ſchuld / gelt auff nemmen / ſchuldmachen singe vil voels / vil liegen / haben niemer nichts gung, Item fie ſeint eins lars zů fru geboꝛen. lev. Die. v xx. pꝛedig ſagt von Wünſchnar ren, begeren lang leben / hübſche des leibe wünſchen ein groß hauß / hauß rat / kinder begeren / taubhüſſer / reich tũb / vnd gewalt Item vil frau wen / hlioſche/geſchent fein Item haußrat hat vil ſünd. lv vi. Die. xvvi. pꝛedig ſagt võ Studiernar xen / von ſiben küniſten / ſtellen nach groß⸗ en nammen / nichts dar zů kommẽ / ir gelt vppiglich verzieren / kein ſierẽ leren. x viii Die. xv xii. pꝛedig füge võ Straff nar ren / dis gor ſtraffen wil von feiner hertig keit / von feiner gutigkeit / von vngleiche des varters. leix. Die. xy xiii.pꝛedig ſagt võ vil Pfrůn den / von Plebanyen / ſtat halter ſetzen vil exempel / das es nit fol fein / anſehen die perſon / den adel / ir nutz / der kirchen wol vß gon / dz gůt iſt kein enrſchuldigũg . lx · III Die. vvxlili. pꝛedig ſagt Andere vꝛthei len. Item vo i ciei ien zeichen / item zweif len auff die güte des menſchen / von eins boͤſen / ſie alle boͤß ſchelten / item der ein⸗ mal ooͤß iſt / dem iſt darnach nicht mer zů vertrauwen / item fig ſelber nicht vꝛthei⸗ len/aber andere. & vil. Die. vxv v.pꝛedig ſagt von Verʒie hen der penitentz / an dem let ſten wollen ſich bekeren. Item die beicht als ein rech⸗ nung verziehen fo man vll vergiſſet / ich tes ſchꝛeiot / itẽ wider keren ziehen. lx vii Die. xxx vl. pꝛedig ſagt von Frauwen / hüten / einẽ vettern vefelhen ſo kein frund ſicher voꝛ dem andern it / feiner můtter befelhen / der keller in. Er wil ſeloer Huren item gemein frod ir günnen / item ſunder froͤd it machen / item cleider vnnd cleinet⸗ ter machen nach irem willen. læxu. Die vy xuil. pꝛedig ſagt uon Eebꝛuch/ ledig mu lediger / ledig mit ei ner eefr. uw⸗ en. Ein eeman mit einer ledigen / ein ee man mit einer ee frau wen. Ein gemein frauw in feinem hauß haben / ſein eefraw felder füren zů dem eebꝛuch / einer andern begeren / ſein frauwren ſchantlicz bꝛauchen mit nunnen vn d geweichten lüten zůſcdaf fen haben von ſtraff des eebꝛuchs. rx Die. vxxwiii.pꝛedig ſagt von Wanck⸗ elnarren / ſie woͤllen vil erfarren / was ſie neuwes ſehen das woͤllen fie haden / ſie leß en vnnnũtze ding / ſie verwandlen beuw / fie wöllen vil hantwerck kün nen / ſie kum⸗ men in vil oꝛden / ſie wollen alle and fege Tagen von rũtern Sc. lxxx. Die xxxſe pꝛedig ſagt von Zornnar ren / bald zoꝛnnig werden rach . faſt A ili Das Kegiſter. Int ſchꝛeien / ſchmehen / zoꝛn lang tragen. Joꝛn iſt ein thür aller laſter / macht kurtz ſeben /zoꝛn iſt vnſinigkeit / zoꝛn iſt ein gro ſe bürde. lxxxi. Die. xl. pꝛedig ſagt von Einrichtigen⸗ narren / eigen geſchefft ſetzen für gemeine arbeit / heilſam gůt nicht wöllen mit theil len. Item fie ſton auff feine eigen kopff ſunſt iederman verachten. lyxvii· Die. xli. pꝛedig ſagt von Leidnarren / trauren von dem tod / foꝛchten ſch mertz⸗ en / foꝛchten nachred der boͤſen / foꝛchten ſy kommen in das ellend / craurẽ von armut trauren von onmacht / trauren der frauw en vnd der kind. lxxxiu. Die xlii.pꝛedig ſagt von Siechennar⸗ ren vnn d von Artzetnarren / artzney ver⸗ achten von heiligen die geartzet haben. Item fie betriegen GE artzet / er bedarff weiß zuſagen / ſie glauben dem artzet nit / zu [part ſeint fie im gehoꝛſam / lauffen zů alten welbern zů den zauberen / zů dem tů fel. Item wie iuden. &. xxx Die. xliii. pꝛedig ſagt von Off ner nar⸗ ren die heimlicheit. S tem einem treuw⸗ en / ſo iſt er gewarnet / eigen gůte werck of⸗ fenbarren / verſünden / feinden trauwen / wie man ſich halten ſol / wan man einem vertrauwet. pr» vi. Die. xliiii.pꝛedig ſagt von Struchnar ren dy von andern ſchaͤden nit witzig wer den. Item verwundern von anderem fal / mitleiden haben mit andern dy da fal len. Item verach ren die da fallen / vnd fallen doch fie ſelber. lrxxx viũ. Die xl. pꝛedig ſagt von Ongerfiwige narren / von der nachred / vꝛſach der nach red / nicht hinweg thůn / nicht widetſtant thůn nicht růwen woͤlen. Item fier weg ſol man widerſton nachred. Item von pacientz vnd demůt in nachred. Fre von dem heiligen Sacrament / wie man das fol würdigklichen empfahen. Item von hinden nachreder. ec⸗ Die. vl vi. ſagt von Spotfoglen / Cri⸗ ſtum verſpotten / vnd ſeint zehẽ geſchlecht Item die reichen geitigen / die einfaltigen die knecht / die alten. Item der gantz paſ⸗ ſion mit vil leren / das man lich nicht laß ſpott ixxen. ci. Die. xl di. pꝛedig ſagt wie man geiſtli⸗ chlut verſpottet vnd an ſahender ruwer / vnd vatter vnd pꝛelaten von ir ſtraff. Item in dem ſommen in dem anfang geſchicht der groß ſchad. va Die. vlviii. pꝛedig ſagt von Veracht⸗ narren / der bim meliſchen froͤd / wie groß ſie iſt / wie theur ſie die Heilige verdient ha ben / vnd got ie vatter inen geben hat / võ der gloꝛi des lelos / vnd der ſelen. Item von großmachung diſer welt froͤd wie fie o kurtz iſt vermiſchi / verfüchs von goi⸗ vnd alle {ind haden angel. cxuiii. Die. xliv. pꝛedig ſagt von Emerung geweichier ſtet / ſunden in der kirchen / vꝛ⸗ fach gesen zůſünden / in der kirchen gotes dien ſt da hin dern / nut clappern / weltliche ſachen da außrichten. xcvii Keiſerſpergs Narrenſchiffs. Die, l. pꝛedig ſagt von Wagnarrẽ wie man in todſünd felt / das man vꝛſach nit Frühe, Item von luſt vnd anfechtung an fang der find. Die. li. pꝛedig ſagt von Gewaltnarren item man acht ſie für witzig / handlen ner⸗ riſch ſachen / als Domicianus vnd ð von Tilligen ſůchen faſt eignen nutz / verſau⸗ men ire vnderthon. c. Die. lii.pꝛedig ſagt von Irnarrẽ ſtraß narren / wie zwen weg ſeint / der ein gat zů der hellen / iſt lůſtig / froͤlich / vnd vil gond den ſeloen / von dem karren dẽ man zücht vnd wagen den man doꝛt zucht. cii. Die . li. pꝛedig ſagt võ Han dtwercks lũten / die knecht bald meiſter werdẽ / artz⸗ et vnd bachanten / egregen / vnd pꝛedican ten. Item die meiſter werden knecht / ſy thůnt dem nechſten ſchaden / ſie verachtẽ gottes gebot / halten kein feiertag/habẽ mt ein rechte meinung in iren wercken. ciiii. Die. lilli. pꝛedig ſagt von Verfürnarrẽ zlehen ein andern zů todtſunden. Item zů teglichen ſündẽ todſünd offentlich thũ von pꝛelaten iederman geergeret würt Item boͤſe zeichen ſeint zů melde, cvi. Die. lv. pꝛedig ſagt von Luſt de man ſůcht in vnkuſcheit / in griffen / in weichen cleidern / in wolligen / in baden in gůtẽ waſ ſern /in eſſen vnd in trincken / in tantzen⸗ in gůtem geſchmack. cviii. Die. loi. pꝛꝛdig ſagt von Ferrůgnarrẽ die offenbaren ir heimlicheit iren frauwẽ vnd andern. Legt auß die figur von dem Samſon geiſtlich vff ein criſten menſch en/ wie er von dem fleiſchlichẽ dalida be⸗ trogen würt. cix. xcviii. IIII Die lit, predig ſagt von den Ferrück narren / haben. vi, ſchellen / anfechtung fan gen den vnerfarnen / leiden vnd widwer⸗ tigkeit entdecken. Sich berümen ritterli⸗ cher genaden / beichten nicht dem rechten beichter. c cx. Die. viii. pꝛedig ſagt von Eenarren / zů der eegreiffen auß rechter meinung. Item vil falſcher meinung / vmb luſts vnd gůtz willen / vmb der eren willen / vil kind / wenig kind / reich weib nemmen / ein arme / ein hůbſche / ein vngeſtalte nemme / vmmundum iſt leiden. cxii. Die. lix. pꝛedig ſagt von Neithartznar ren /neiden von natur kindlich. Item fuuff neid ſeind iſt keiner neid// item nei⸗ dig ſeint recht kinder des tüffels darumo / item artznei wider den neid / nit ſůch dein gloꝛi/aber gottes / Item ſie geben ir ſelen vb ſunſt hinweg / uem wa rumb es ſich fäger auff den Pfinſtag von dem neid zů pꝛedigen. coll, Die. lv.·pꝛedig ſagt von Onffeaffbars narren / die nicht wollen pꝛedig hoͤꝛen / ha⸗ ben wol ſiben entſchuldigung. Item ſie woͤllen innen auch nicht gehoꝛſam ſein / itẽ fie haſſen die pꝛedicanten vnd den ſpiegel der inen die maſſen zoͤgt / item fie ſchmehẽ in / ſie widerſtondt / ſie feine wie ein ſtetrig pferd von vngehoꝛſamkeit / wie einer wer gehoꝛſam zů machen. cyv. Die, loi. pꝛedig ſagt von Artzetnarrẽ⸗ die fein nicht genos ſeint / von landfarern Item wie ſie die ſlechtumb groß machen / das es vil trag / item ſie raten wider got⸗ tes gebot. Sie ſollen dem ſiechen ſagen fein ſterben. f cvvi. A iu Das Kegiſter. Die lxil. pꝛedlg ſagt von denẽ die ſich freuwen in irem gewalt / vnd verachten ir vnderthon / beſch werẽ fie mit frawen/ froͤ wen ſich in irem gewalt / hoffen ir gewalt ſol lang weren. cviii. Die. lxiii. pꝛedig ſagt von Beſchernar ren / ſie meinen got müß alſo werckẽ / auch alle ding / müſſen alſo gon. Item ſie mein en got ſehe perſonen an / vnd einer muß ge ſtollen haben. ci. Die. lxi lil. pꝛedig ſagt vs Verſomnar⸗ ren / wie man alle kunſt lern et on der ſelen heil / iederman vꝛtheilt den andern / niem mans ſich ſelber. c vvi- Die. lxv. pꝛedig ſagt võ Vndauckdar ren narren / zů vil wider legen. Item nit widerlegen / ihůn als het man im nichies geden / gůtthet nicht e kennen / doͤßes vmd gůtz geben / gůtihet ſchelten / gůtitet fur doͤßthet achten. pri, Sie.Ipvi.predig ſagt von Spiegelnar ren / ſich ſreu wen als alle ding von im ſelb er haben. Item als von ſeinem verdies nen haben / gloꝛeren ven dem daz man ni cht hat / von wanen dingen gloꝛieren. Itẽ fie Jelder erheden voer die andern / vmb der pꝛelaten willen. cxxiii. Die. lx vit. pꝛedig ſagt von Tantznar⸗ ren /ia gantz tantzen / zů vnzeiten / mit ges weichten petſonẽ / ſchamlich / in boͤſer mei⸗ nang / dick vnd vil an geweichten ſtetten / in cloſtern / auff etſten meſſen. Item auß einer gewonheit tantzen. cx Sie. lvviii.pꝛedig ſagt võ Hoffiernar ten / frauwen gefallen / mit eſſen ſpyß / mit den augen / mit reden / mit gabẽ/mit pfeif en / mit lautenſchlahen / nt cleidern / vil von vnirüw der weiber. cyxviii. Die. lxlx. pꝛedig ſagt von Beilern / bet len mit vngedult / von natur betlen / bets len on noturfft / betlen on widergelte n / bet len gelt zůſamen / von ſtacionierẽ. qyxix. Die. lx x. pꝛedig ſagt von Boͤſen weis bern / wie ſie geitiger ſeint dan dy man vn erſetlich in dem gluſt der vnkeuſcheit / fie feine neidig / heſſig / vppig in cleidern / wie derſpennig von art / vnd vntrüw / falſch / künnen gleich ein lügin finden / laſſen iren zoꝛu nicht ab. Die. lx vl. pꝛedig ſagt von Aber glaube creaturen / an betten / mit heiligen dingen zausoeren / deren ſchellen ſeint. xxi. cxx xi. Die. lxxi pꝛedig ſagt von Landtfar⸗ rer / die landt erfaren / von wunder gern me vmb hoffart willen / vmb luſts willen inen nachredet. cvxxui. Die. lxxii. pꝛedig ſagt von Wennarrẽ fie ſeient witzig fo ſie narren ſeint / von der kunſt mima / wie man dy lür and / ſie ſpot ten der lüt von weiſſen narren / von allen künſten. cy xv. Die. xxiil. pꝛedig ſagt von Schimpf fen in ernſt / ſchmehen in ſtraffes weiß / iſt ein roch. Item etwan teglich fünd /etwan todſund/ſchmach leiden. cxxvvi. Die. lxxiiii.pꝛedig ſagt võ Vnflrſich⸗ tigennarren / die liederlieh fein, gůt gewin nen / gond mũſſig / verthůnt was fie habt Item wie man von der Om meiſſen le⸗ ren fol ce · Die . lxx x. pꝛedig ſagt von Kriege an dem rechten vmb zeitlich gůt heiſſen / Bes derlis narren. Item ſie laſſen zeitliches nach vmb ergernüß willen. ey lißeneßier toͤdten. Keiſerſpergs Narrenſchiffs. Die. lvxvi pꝛedig ſagt von Wüſtẽnar ren / wüſte ding reden / vnzüchtige geberd bꝛauchen was ſie ſchaden bꝛingen / in vnd andern. cylli. Die. x vv. pꝛedig ſagt von Geiſtnar ren / wie man in oꝛden gon fol vnd pꝛieſter werden/ wie man hoffart / geit vnnd luſt anſicht. cxliũi. Die. lxxviii.pꝛedig ſagt von Jagen % villerlei tagen iſt / die weld ſeint ietz ver⸗ bant. Item die bauren mögen die ſched cylvi. Die. lxxix.pꝛedig ſagt von Schleſſen urmbꝛuſter. Item nit ſchieſſen wider dy criſten / wie es ein kurtz weil iſt / es gehoͤꝛet nit pꝛieſteru zů / wã es vnrecht iſt. clxvili. Die. lxxx . pꝛedig ſagt noch me von ſch ieſſen / wie got vnß ſendet die pfeil der wis derwertigkeit durch alle creaturen. Item der pꝛelat iſt auch ein ſchutz / wit er ſtraf⸗ fen fol darruff ſehen. cælix. Die. lxxxi. pꝛedig ſagt noch me võ pfßyl en / der boͤß geiſt iſt auch ein ſchũtz. Item von anfechtung / von vnküſcheit. Fremd eer abſchneider iſt auch ein ſchütz. cxlvit. Die. lxxvii.pꝛedig ſagt me von ſchieſ⸗ ſen / was das gewar recht end iſt / dar zů wir ſchieſſen ſollen. cl. Die. xxxiii.pꝛedig ſagt von Faßnacht narren / die ſich verbutzen antliter für ſich nemmen. Item die kirch truret / fie vᷣſpot en die gewonheit der kirchen. clii. Die. lxxxiiii.pꝛedig ſagt võ Růmnar⸗ ren in dem faſten / etlich faſten felſchlich / machen follacion / dꝛei tag freſſen vo: vnd nach. Item dem ſeckel faſten / dem bau der welt. cliiii. V Die. le xx v. pꝛedig ſagt von dem gebet vnd ſeinem rům / was iſt gebet in ſumma Item in cancellis ſol man nit diſpu⸗ tieren . clilii. Die. lxv vi. pꝛedig ſagt von Almůſen geben vnd ſich fein růmen nit vo: der welt dan vmb des lobs willen. clo. Die. lo xxvii.pꝛedig ſagt von dem Ad el wa er herkumpt / vnd wie villerlei adels iſt / von ritrern / von irem eid vnd ampt / vnd gůte cappen. clvi. Die. xxx vili.pꝛedig ſ agt von Spile⸗ ren / wie niemans vmb gelt ſpilen ſol / vnd mit ſeinem gleichen / nit frawen mit man nẽ/ſpiler finden wid dz nünd gebot. cl viii Die. xxxix. pꝛedig ſagt von Getruck⸗ ten narren / von ellent / võ detrũonüß des hertzen / von der find wegẽ/ von anſpꝛach fauff en vnd freueller lũten kind nit ſtraff en / boͤß nach bauren haben. clx. Die. xc. pꝛedig ſagt von Růternnarrẽ vnd von notarien / wie fie gleich feine einẽ das fein abtrewen / fule anſpꝛach ſůchen / als da ſchaff vnden tranck. clxii. Die. xci.pꝛedig ſagt von Boten. Itẽ fie vergeſſen des bepfelhes⸗ Item thůnt me darzů dan inen bepfolhen iſt / ſie bꝛech en bꝛieff auff offner heimlicheit. clviit Die. vcii.pꝛedig ſagt von Knechtẽ / kel lern / koch/ wie fie der her ſchafft / das ir v ſaumen/bꝛechen / ſchlemmen / außtragen / ander darzů ladẽ / das beſt eſſen / vnd rein cken / in dem kauffen. clxiiii. Die. xciii.pꝛedig ſagt von Steignar⸗ ren /etlich ſteigẽ off wie eohew durch gũſt anderer herren. Item durch reitlicheit als eine. Item durch geitikeit als die riſſen. Item durch gleißnerei als der wey. cx vs Kegiſter. Die. xciii. pꝛedig ſagt von Geltnar⸗ ren / reichtumb groß achten / vnd wie gelt bꝛingt die ſibẽ todſund on vil vbels. jo Die. vcv. pꝛedig ſagt von Falnarren fallen in der kindheit / in dem alten / in de tod / in angenomner weiß / vnnd allen tag fallen. Item von artzney. x. clxix. Die. xc vi. pꝛedig ſagt von Totz narrẽ / nit woͤllen von dem tod gedenckẽ / ſich nit si dem tod bereiten / weinen die todtẽ vn⸗ meſiglich / zů vil ſoꝛg haben vff koſtliche greber. . clxx. Die. vcvſi. pꝛedig ſagt võ Veracht nar ren / die gottes barmhertzigkeit verachten ſünden vff gottes barmhertzigkeit / vnd ſi ch nicht beſſern wollen. e clxxi. Die. vc viii. pꝛedig ſagt von Gotzleſte⸗ rung narre / leſtern fein weißheit / ein ma cht / ſein gerechtikeit / got boͤß wünſchẽ/bei den glidern criſti ſch weren. K. clxxii. Die. xclx. pꝛedig ſagt von Plag narrẽ warumb got die welt plag / vnnd gůt mit den boͤßen / vnd warumb die gůten mit ir⸗ em geber gott nit erbittẽ / das in die ſtraff nicht kem. . clxxiiii. Die. c. pꝛedig ſagt noch me von Plage warumb got die rechtẽ leiden laßt / das ſie nit hoffertig werden / vnd wie leiden iſt in en zůgůt / got wil inen hie kein lon geben. Fre wie leidẽ iſt ein zeichẽ ð liebe gotz. 17 Die. ci.pꝛedig fast von Suſch narrẽ/ die da gebs ein reich vmb ein dꝛeck / gottes dienſt vmb des tüffels dienſt / vnd duſchẽ ein pferd vmb ein pfeiff &. clxxvii. Die eil. pꝛedig ſagt von Kinds narrẽ Vatter vnd můter enteren / inen nit gehoꝛ ſam ſein. &. clxx viii Die. clit. pꝛedig ſagt von Choꝛnarrẽ/ ſchwetzen in dem choꝛ / leſen oder ſagẽ nütz Die. clili.pꝛedig ſagt von Hoffertigẽ narrẽ / vberheb narrẽ / ſich vberhebẽ / von xi. ſtuckẽ / von geſunthelt / ſtercke / ſchnel le / hübſche / võ dem adel / freyheit / geſchick licheit / reichtum / gewalt. K. clxxxti. Die. cv. pꝛedig ſagt von Schadnarrẽ von dem verkaufen / wůchern / thůre ma chen / wolfel kauffen / vnd thür gebẽ / von leihen gelt auff pfand · . clyxxv. Die. cvi.pꝛedig ſagt von Erbnarren / wie kind begeren den tod vatter vnd mit ter / oetrieben ſie vmb das erb. clyxx vi Die. cvii.pꝛedig ſagt võ Schenck nat ren /ſchencken mit truren / mit vff [lage ſchentlich ding geben / me geben dan er vᷣ mag / ſchenckin / ver weiſen. c. clxxx vii. Die. cvili.pꝛedig ſagt von Fulennarrẽ lewe / ſeint weich ding lieb Gabe ſchlefferig fein im gottes dienſt / müſſig gõ / vffſchla⸗ hen / treg ſein / liederlich. K. clvx viii. Die. cix.pꝛedig ſagt von Füernarren an dẽ feiertag wercken / au dẽ feiertag nit zů kirchen gon / man ſol nit ſünden an dẽ feiertag / vilvon hoffart. cyc. Die. cv. pꝛedig ſagt von Vßlendigen narren / von vngloͤbigen / von ketzern nit woͤlen artickel glaubẽ won vᷣzweiflen cxcii Die. cxi.pꝛedig ſagt von Hauptnarrẽ ſich ſelbs nit regierẽ / ir vnderthon nit an weiſſen zů regi. ren / got nit voꝛ augen ha⸗ ben / kunſt vnd bücher verſchmehẽ. xciil. Die. evi. pꝛedig ſagt von dẽ Shme chel narren / ein loben von dẽ boͤſen / loben Das Regiſter Die. cxlii·pꝛedig ſagt von Blaß narren boͤſes von andern ſagen / oder hoͤꝛen / oder glauben / nachreden mag verdienlich ſein / mag todſůnd ſein. c. acvcvi. Die. cx iii. pꝛedig ſagt võ Beſcheißnar ren / betriegen in ð kauffmanſchatz / in hãt wercken / in ackerbauwen / im regiment ð ſtet / der hüſſer / in eignem regimẽt. cvcviii Die. cx v.pꝛedig ſagt von Falſch bůch⸗ truckern / võ der heiligen geſchꝛifft / wie fie mißbꝛaucht würt / boßheit zů beſchirmen. Item wölff in ſchaffs cleidern glaubt mã vil. &. cc. Die. cxvi.pꝛedig ſagt von Pꝛedignar⸗ ren nit recht pꝛedigen / nit recht pꝛedig hoͤ⸗ zen. c. ccii. Die. x vii.pꝛedig ſagt von Abʒiechnar / ren wie man ein ander hindert an gůten wercken / an dem beſten zů der volkommẽ it. E, cciii. Die. cx vili.ſermon ſagt von Lie derli⸗ chchennarren / nit bꝛauchẽ die gnad dy got geben het. Item noch nit bereit zů ſein zů⸗ ſterden. . 5 ccliii. Die. cxix.ſermon ſagt von Wegnar⸗ ren den narren weg erwoͤllen den weg der weiſſen verlaſſen vnd wie gotes weg in dẽ anfang iſt engt. ccvi. Die. l xxx. pꝛedig ſagt me von den weg natren / wie es ein fogel weg iſt / ligt foller rick. . cc vi. Die. cxxxi.pꝛedig ſagt von dem weg ð wei ßheit. ccvii. Die. cyxvii.pꝛedig ſagt von Tiſchnar⸗ ren / vnd wie man ʒů dem heiligen Sacra ment ſoll gon. cc viii Die. cxxxiii.pꝛedig fag: von Obnẽ an den tiſch ſitzen vnd für ein anderen in die blatten greiffen / demůt bereit allein den menſchen. ccviii Die. cxxxiiii.pꝛedig ſagt von dem Sa crament wie man mit be zird hin zů ſol gs von den grobkeit da man die ſpeiß nit kü wet / gantz abhin ſchluckt / das Sacrameẽt ſol man betrachten das iſt kuewen / ſo em pfint man der ſůſſe. ccviit. Die. cxxxv.·pꝛedig ſagt On hunger zů dem koſtlichen mal gon iſt ein grobkeit wy man ſich bereiten ſol zů dem zůgẽ. ccviii. ie. yx vi.pꝛedig ſagt von denen die in dem har in dem grind kratzen / wie mit gegẽwertiger andacht ſol man zů gõ. ccix. Die. cxxv vli.pꝛedig ſagt von Gůten ſitten die man leren ſol / wie man das oſter lam geſſen hat / wie criſtus die jünger be⸗ reitet voꝛ dem Sacrament. ccxi. Sie fit. pꝛedig ſagt me wie ſie dz oſterlam eſſen můſtẽ / gantz criſtus wůrt gantz geſſen / alſo was zů glauben iſt / von dem teißmettem bzor / von der vergifften iunckfrauwen. ccxli. Die. cxxix . pꝛedig ſagt an dem Rar⸗ freitag nach eſſens von kijſcheit der eelüt der pꝛieſter / die zů woͤllen gon / beſunder von dem ampt der pꝛieſter / von vnkũſch⸗ eit warumb ſie irt. cexiti Die. cxl.pꝛedig ſagt an dem Oſteraden von Verkerrnarren die gůtz in boͤß keren von dꝛeien vꝛſachen wa her das kumpt dy net zů dem argwon. &. ccxiiit. Die. cxli.pꝛedig ſagt von Schluraffen narren von den welt kindern die vff erden woltẽ ſelig fein. Item von dẽ himmelreich da dy decher mit fladen gedeckt ſein. ccxv Die. cxlii.pꝛedig ſagt von dem land da zuckerſtein ſein / leiden iſt inen ſüß. ccvvii Die. cvliii.pꝛedig ſagt von dẽ milchbꝛũ en / von eigentſchafft der milch. cexviii Die. cvliſũi.pꝛedig ſagt von zünen die mit wtirffen geflochten ſeint. ccxvx Die. cvlv. pꝛedig ſagt von Verfürnar ren /dy verfaren /cleine ding verachtẽ / gro ſen ſchaden nit foͤꝛchten / nit witzig werden von frembden ſchaden. ccxvii. Die letſt pꝛedig ſagt von Weiß heit võ vii. guldin knoͤpffen / als von. vii. zeichen eins weiſen meſchen. ccxxiii. Laus deo et honoꝛ. Onofrius bꝛant. Dem leſenden heil. Maucher das Narrenſchiff veracht Als das zů dem erſten ward gemacht. Vnd meint es wer der narren den Der ſehe nun was daruß ſei worden, Nach dem erkirnet hat diß wergk Der hetlig man doctoꝛ Keiſerſpergk. Der mer dan alle ande handt es dichters meinung hat erkandt. Sein ſcharpff erfindung / heilſame lere Zů aller menſchen nutz vnd ere. Das man vß diſen pꝛedigen mag Wol ſpüren nach des bůchſtabs ſag. Das es nit närriſch ding thůt leren Sunder alle ſünd vnd boßheit weren. Zeigt lauter wie vil narren ſint Die in ir doꝛheit ſeint erblint. Vnd dantzen ſtãts an dem narren feil Diß ſchiff bꝛingt der ſelen heil. Vnd lert vnß aller tugent weſen Wan wir dz mit vernunfft durch leſen Verhiet vnß vo: doͤtlichem ſchaden Vnd fũrt vnß zů dem rechten ſtaden Dar umb es billich würt erkant Das ſchiff des heils wlirt genant Mein her vnd vatter doctoꝛ bꝛant Hat erſtlich das in reimen bꝛacht Schoͤn pꝛedigen hat daruß gemacht Doctoꝛ Johannes Keiſerſperck Als clar anzoͤgt diß erlich werck Got woͤl in beiden bei im geben Selige růw vnd das ewig leben. TR A OM E IN Yon der Hoꝛred Neſcribam in vanum duc pia virgo manum. Das narrenſchiff ʒe⸗ teutſch vß dem latin gezogen / gepꝛediget zů Straßburg durch IE andechtigẽ gotz foͤꝛchtigen doctor Johannes Geiler von keiſerſperg / in dem hohen ſtifft da ſelbſt pꝛedicant / da man zalt. M cecc xcviüii. zů latin geſetzt darch den wirdigen Ma⸗ giſtrum Jacobũ echer / zů der zeit ein diſ⸗ cipel vnd iunger des ſelbigen doctoꝛs / ab er nachmals wid vß dẽ latin gezogen ze⸗ tũtſch durch bꝛůder Johannes Pauli der mindern bꝛüdern ſant Feanciſti oꝛdens / Der auch vmb bitt willen viller erſamer perſonen / gelerter vnnd vngelerter / den ſiñ für ſich genumen des latins / mer dan die woꝛt / wan latin zetütſch machen von ll das Luan IX wort zůwoꝛt / iſt etwaz vnnerſtentlich. An ch hat er mit willen vil auctoꝛitates vnd inzüg det geſchꝛifft vnderwegen gelaſen / vß vꝛſachen wan ein Doctor zů zeiten gar anders ſchreibt in ein bůch / vnd auch dar neben anders pꝛediget dem volck / als die bücher beweren deren die da bücher geſch riben vnd gepꝛediget hond. Es bittet au ch der tũtſcher obgemelt harin ob nit einẽ yegklichẽ gerürfcher wer nach feine mund wöl das feiner einfalt zůmeſſen / vñ in ge dult laſſen / er hat ſein vermoͤgẽ vñ beſtes gethon / da man zalt M ceecc vix. Viti et Modeſtl angefangen / vnd geendet vff montag nach ð heiligen dꝛey Künig tag M ccccc xx. Got Bad in alllen dingẽ lob vnd eer / vnd verleihe vns ſein genad vñ barmhertzigkeit Amen. eliũ an der herren Saftnacht 5 hat der hoch gelert Oele keiſerſperg gepꝛediget wie nach ſtot. meer er = — — — 2 _ Zei re — — — - — „ Fr el Fact im freud uunſchet in feinem grůß / was freud kan ich hon / ſo ich ſitz in der finſternüß / vnd des C 2 An dem ſontag vff der herren nec (hema ¶Quid ribi vis faciã.luce.xviii dee ich ir 1607 Derr das ich ge lind hat weißlich begert / das im ſein deficht widerumwürd gegeben / wan vnder allen. v. =; fünnen/foift geſehen das ed⸗ i leſt wan dz geſicht aller meiſt > } VI f 8 Hu SZ 5 150 N s fein armer menſch. Man e ſpꝛicht blindman arma N * er ſchon aller welt gut het / da = im ſp⸗ Tbobias ʒzů dem 5 m NUR rum ſpꝛgck In der Goꝛred himmels liecht nit ſihe (thobie. v). Di ein groß gůt / vnd ein anfang alles gůten fer blinbetler in dem ewangelio bedũtet eĩ Alſo widerumb fig ſelber nit erkennen / ſunder / der blind iſt in den augen ſeines iſteein groſſer ſchad / vnnd ein anfang der hertzen / der weder ſich noch got den herrẽ groͤſten vbel in dem menſchen / darumb genůgſamklichen erkenet. Diſer blind da ein menſch went er ſei ſicher / iſt ei ſoꝛg fünder ſol an dem weg ſitzen ſich zů gott klich ding / wan ſie macht daz ein menſch nehen / durch bereiten zů der genad gotz lebt on foꝛcht / vnnd das er nüt geden als vil er vermag mit hilff feiner natürli von dem tod / er gedenckt nit der hellen / chen gaben vnd goͤtlicher hilff / vnd ſchiy noch nach dem letſten vꝛrhtil / noch ande zů got mit dem blinden ( miſerere mei fi erſchrockliche ſachẽ / deren ein menſch bil i dault). O ein fun dauite erbarme dich lich nitt ſolt vergeſſen. Darumb fo fel mein / ſo würt got bei im ſton / vnd würt er ſtetz von einer ſünd in die ander / vnd pꝛechen das woꝛt meines anfangs / was zů dem letſten in die ewige verdamnüß / wilt du das ich dir thü / fo anwurt dem wan er blind iſt Vnd ein blind felt / ſtetz herren / her das ich geſehe / mich vnd dich einiſt nach dem andern ( Vtinam fapes vnd das ich mich erken/ ſant Auguſtin rent). Darumb wolt got das die men⸗ in ſoliloquſo. begert alſo zů erkennẽ / gott ſchen baß für ſich ſolten lůgen / vnd iren FVnd ſich / da fein feel vnnd au zů ewigen ſchaden baß für ſehen / vnd thet⸗ im ſpꝛach / bet ein kurtzes gebet als du ym ten ire augen vff /ee dan ſie an dem letſtẽ mer kanſt . Antwurt er vnnd ſpꝛach (de / verdürbent. ud ſemper ioc. nouerĩ t nouerĩ me. Diß iſt fiiewar ein kurg no gebet / O er erkentich dich vnd mich / wan es hal Der 8 5 Item ſich ſelber erkennen / iſt der weg ein beſch irmerin der vor geſagten ding tet in im alles das / das hot iſt zů der ſelẽ heil / wan es bittet zůerkennen got dẽ Gerd ren vnd ſich ſelbs zů erkennen / die macht gots / ſein weiß heit / fein barmhertzigkeit vnd ſein eigẽ arbentſelikeit &, Erkennen gottes gewalt vnd macht /gebirt inn dem menſchen goͤtliche foꝛcht / aber bekantnůß der goͤtlichen weißheit diener zů behũten ſein eigen hertz / vnd die hůt für vnd für zů behalten / vnd die erkantnüß goͤtlicher barmhertzigkeit bꝛingt dem menſchẽ ein hoffnung vnd liebe zů got. Aber die be⸗ kantnüß eigner arbent ſelikeit vnd ellentz gebürt im menſchẽ / demüt / dz er die mil ch nið laßt / was bꝛiſt dan me dẽ menſchẽ der ſoliche bekantnüß hat. Nũt me dan die foꝛcht macht das er das böß meidet / die hůt macht ein rein hertz / die liebe reitz et in zů qůtem / vnd demůt iſt ein hüterin aller, Darumk bekantnüß fein ſelbs iſt zů dem aller hoͤch ſten gůt / wan ſie macht den menſchen foꝛchtſam / vnd behůtſam vnd auch ſoꝛckſam / demütig / vnd fliehẽ die ſünd. Darumb iſt er voꝛ der hellen behütet / die da iſt der lon der ſůnder / fie macht auch darnach das ein menſch ſel lig würt. Es ſtot geſchꝛiben in ſpeculo hiſtoꝛia li.l.iii.c.i o 9, Wie die heiden irem tem ⸗ pel apollinis geſchꝛiben hetten ein kurtzen weg zů ð ſeligkeit ¶ Noſce te ipſum ). Er nne dich ſelber / das het Apollo nit võ ſelber geſpꝛochen ken dich ſelber / aber het es geſtolen vnd genummen dem Job vß ſeinem bůch d Wenn een itans ſpem tuã.) Wen du viſitierſt vnd denn gef dak e wirſtn fi ende wan erkennen iſt das recht eigen viſitirẽ Ra e: Hoꝛred A fragelt hatte Apollo die warheit (erken di sch ſelber) die allen menſ⸗ chen uüs lich iſt / mit gůtem willẽ vnd zůgũtem den menſchen geſagt. Ich ſpꝛich nein / er hat es vngern gethon / wan der tüffel der in dem bild antwurt gab / als er noch in eim beſeſnen menſchen tůt ſo ſagt er nũtz nůtzliches noch auß gůter meinung / er werde dan võ eim obern ge! walt darzů gezwungen / als von got dem herren / oder von den heiligen / oder von den engeln / ſo thũt er es mit vnwillẽ als wir leſen in ſant Bꝛigida legẽd / wy fie kã zů einem beſeſſenen menſchen / da ſprach ſie zů dẽ doͤſen geiſt. Ich gebũt dir 95 du nur ein gůt won gotz ſageſt / der Sathã antwoꝛt lut / das alle menſchen hoꝛtent. Bꝛig da ( Time deũ) foꝛcht got fo win du gefoꝛcht von allen menſchen. Der ten felſagt die warheit hie nit mit willen / ab x er er was gezwungen ſie ʒů ſagen wan er iſt ein feind der liebe gottes vnd der war heit / aber er ſagt hie war / wer got foͤrchtet den foͤꝛchten alle ding / wer aber got foꝛcht der felb foͤꝛcht alle ding. Alſo Apollo ð abgot hat die warheit geſagt / erken dich ſelbs/nit auß gůter meinung / aber dy me ſchen zů betriegen vnd ſie bꝛingen zů der hoffart vnd ut fie leren demůt / liß ma⸗ crobium. Alſo haben ir lieben bꝛũder wie nüglich es iſt ſich ſelber erkennen vñ wie notturfft es iſt das da vff gange vn ſere augen dad wir ſeheñ das llecht vnd wie wir feine in eĩm̃ ſo ſoꝛglichẽ ſtand die weil wir alſo blind ſeind / darumb ſo ſollẽ wir ſtets zů dem herren ſchꝛeien (. Iheſu fili dauit. Iheſu ein ſunn dauit erbarm dich mein / thů mir mein augen vff / mas ch das ich geſehe dich vnd mich / bit in dz er dich ſetz fire dein eigẽ antlit dz du dein leben erkenneſt vnd dich ſelber an vnd dich vnd die 191 0 hand gottes demietigen⸗ I ſpii u das wer ein cler pig ex wer koſtlicher dã alles gol de vnd ſilber vff erdtreich zeug vnß den [ fpiegel fo Babe wir gnůg / gib vnß den zu sl kauffen / vnß fol kein gelt bedurẽ / wir wol len dir geben was du wilt darũb. D lieb? beider vi en ſpiegel DS: eg ix nit kat rei vnd ligtfollen ſtaub/iſt er ſchon nit 2 zerbꝛoch u ſpꝛicheff ich weiß nit was 6 du ſeiſt / ich hab fil ſpiegel daßeim im huß 3 \ er iſt nit fer von euch / ir habẽ in nahe bey euch hangen / hernuwer dir dein hauſrat in allen winckeln hangt einer /in der ſtub en in der kammer in der kuchen in dẽ kel⸗ du findeſt in etwan in einem winckel ligẽ Wee ü In der Goꝛred be egen / du ſageſt recht wan du ſchon ſpꝛe cheſt dn hetteſt ein ſpiegel in De ſeckel ſte cen oder in dem dieoſack oder am agnus dei an dem pater noſter hangen / du lägft nit / aber in den ſpiegeln magſtu nit ſehen die flecken vnd moſen da von ich red, ich mein du redeſt von dẽ narrenſpiegel von dem narren ſchißf Schaftiant ante / du ſageſt die warheit. Abu der ich red von 2 ſpiegel / in dem ſpiegel des nar ren ſchiffes dz ein koſtlicher ſpiegel iſt ma geſtu feßen dy moſen deiner ſelen der ſpie gel das büchlin des bꝛantz narrẽ ſchiff li⸗ get etwan in einem winckel in deim hauß = eer vnd iſt verſchmecht. si t du biſt mir nit nie vnd ich ich nem ein ger ſten koꝛnlin für dich. Alſo den ſchatz den edlen ſpiegel des narrẽ ſch⸗ iffes verachteſt du O du blin ð thůn dei⸗ ne augen vff vnd züch den fi piegel herfür wiſch den ſtaub dar von das er für aller menſchen angeſicht gehenckt werd / wann er iſt nütz allen menſchen / in welchem al⸗ ter er iſt er zeuget ieder mã fein moſen gro ße lüt gelerte menſchen haben den ſpiegel hoch geſchetzt darumb das die weiſſen ho ch vnd koſtlich haben geachtet die ein ie⸗ glich ding künnen wegen nach feiner wir digkeit / das ſolt du nit nerriſch verach ten vñ in weilßich bꝛauchen zů deiner no⸗ turffte 0 N Iltu nun wil mex ver da ſeigeſt / ſich dẽ N ſpiegel an / wilt du wiſſen RAR war zů du geboꝛen biſt / ànſich den ſpiegel an / wiltu wiſſen warumb fo vil narren ſeind / frag den ſpiegel / wilt du wiſſen was freud ein wei ſſer hab / frage den ſpiegel er ſaget es dir clarlich / wiltu willen in was ſoꝛglich⸗ heit die narren ſein / frag den ſpiegel er ſa get es dir / wiltu wiſſen fi Ra 5 ernſt dis nar N y wilfen Genlauf der welt liß dae büchlin. Fi ertreich er fei was ſtatz vnd wirdi/ was r woͤl / ſo iſt im dis bůchlin gůit / armen vnd KR 1 5 vnd vngelerten mögen daxin leſſen die ellend irer narheit Niemant mag im entrinnẽ / er ſei ein the lõqus o ein ſuriſt oder actʒẽt᷑ /oder poe ra. Da mt es ĩeder man nũtʒ vnd gůt ſei / ſo hat den ſpiegel vnd das büchlin do⸗ ctoꝛ Sebaſtian bꝛant zů tũtſch gemachtt in der ſpꝛach darin wir erzogen feint / diß bůchlin iſt auch mit figuren vnnd gemelt gezieret vmb deren willen die nicht leſſen künnen / darumb ſo findet iederman ſein teil in diſem bůch / er ſei geiſtlich oð welt⸗ lich / regierens oder vnder thon / iung vñ alt / frauw oder man. Er ſei auch wz hant wercks es woͤl vnd gang vmb war mit er woͤlle / vnd das genommen iſt allen hand en. geſtalt / damit die vmb gond die es treib en. Diſſe ding ſeint nichts anders dan narrenwerck. ( Sunt enim ſtulticie non foꝛmaliter ſed affectiue. Darumb wan man dich fraget was wil der doctoꝛ in dem münſter pꝛedigen diſſe faſten / ſo gib im antwurt / erſy was ſtatz / wirdigkeit er woͤl / ſpꝛich er woͤl von euwerem handtwerck vnd damit ir vmb gond pꝛedigen / fraget er weiter was hant wercks treib ich /ſo ſpꝛich du treibeſt nare Die Hoꝛred ren werck das treiben alle handtwerck ?. ſol ich ſagen / alle menſchen haben eſels oꝛ en (et omnis homo mendav ) ſpꝛicht Da uid / niemands iſt der recht thüe / oiß auff einen / das iſt got. Vnd alſo haſtu die ma teri des ſpiegels vnd warzů er dir gůt vñ fruchtbar iſt. Saru Ama dz 517 in des ſpiegels nicht verachten / ſunder alwegen ſoltu in bei dir tragen das du di ch alwegen darin ſeheſt vnd dein moſen vnd dich ſelber erkenneſt. Es ſckꝛeibet Flauianus von platone / das er ſich ſelber a dick befach in dem ſpiegel/nit dr hoffart oder vonn wundergernni / aber darumb das er ſach wie er ſich verwandlette in ſei nem angeſicht / von ſeiner arbeit / von ſei nem ſtudieren / vnnd von vaſten / das er im nit zů ſtreng vnd zů Bert wer / das er rechte maß hielt in diſſen ſachen vnd zů auff enthaltung feiner natur / darin ſahe A1 vil die ietz den ſpiegel des narrenſchiffes verachten / vñ mich auch das ich für mich wil nemmen das ſelb bůchlin bꝛantz nar⸗ ſchiff / als ir off den eſcher mit woch were den hoͤꝛen / aber ich trauw got dem herten wan die faſt auß kumpt / vnd ir die pꝛedi gen alle gehoͤꝛt habend / vnd vil von euch die ietzund blind ſeint / aber deñ daruon erlüchtet werden / ir werden gott mit mir loben vnd das volck das den blindẽ ſtra⸗ fet die darnach got auch lobten / werden got auch mit mir loben / der gelobt ſei ewi klich in Thriſto iheſu. Amen. An dem eſcher mit woch. Thema. Un kedplł ſrultus bbapmdentieng) ſi ea diveris qui Vſantũt᷑ in code eine 570 uerbioꝛum.i 8. er dick in den ſpiegel: Hat nun plato vm ¶ Der nar empfahet nit die woꝛt ð weiß feines leibe willen vil in einen gleſnen ſpie gel geſehen / wie vil lieber ſolt ein menſch vmb ſeiner ſeelen Beil willen in diſſen ſpie gel ſehen / wan wir bilicher vff erden ſeint mit ꝑlatone / als ſanctus Paulus hut fp: cht in ad aliũm ſenſum.) etz ſehen wir in einen ſpiegel / aber den ſo werden wir ſehen clarlich võ angeſicht durch glauben erkennen / vnd vnß durch leſſung ſemlich er geſchꝛifft der ſitlichen le re. Item diſſer blind im euandelin be⸗ geret zů erlüchtet werden von Criſto / vñ er ward erhoͤꝛet das er den herren moͤchte ſpeculieren / alſo auch geſache darumb er got lobt vnd groß macht / auch alles vol⸗ ck gab lob dem herren. Alſo hoff ich es werd mir anch alſo gon. Es ſeint euwer heit/ aber wa in du im ſageſt das / das er laden see Nach dem euangelium hat der doct⸗ oꝛ gepꝛediget als hie nach volget. Ch hab für⸗ 25 | mich geſetzt zů fagen võ viſach wegen meins voꝛ cgaebleiten worte, Zů dem erſten wer heiſſet weiß vff er treich. Zů dem andern wer heiſſet vn⸗ weiß / vnd was iſt vnderſcheid zwiſchen eim (ſtultum et fatuum.) Zů dem dꝛitten was ſeint die woꝛt die ein nar nit an umpt. Ich antwurt vff das erſt als die doct oꝛes ſagen / ſanctus Thomas /holkot/bir ridamus.vi.ethic. Der heißt ein weiß er menſch der alſo geſchickt iſt / das er hat ein recht vꝛteil zů erkennen die himmeli⸗ ſchen ding / wan weißheit treit 0 ir gere iit In der Goꝛred das man den fpiegel der welt fürßale, Nm einevem cht vꝛteil nach g tlichen vꝛſachen vnd ra tiones. Wan chriſtus. i. methaniſici. ſpꝛi⸗ cht. Zů einem weißen menſchen gehoͤꝛet etrachten die hoͤchſten ſachen durch die 1 ſachen erkennen mag / vnd alle ng můß er nach der [elbigen oꝛdenieren. anct omas dibr e vempel/ kunſt vnd in ſeinem regument kan erken⸗ 2 die anderen ding darnach oꝛdi⸗ nieren vnd ſchicken. Zů dem andern fragſt du / was iſt ein vn weiſſer menſch / ich antwurt dir / der iſt vnweiß der nichts kan noch vermag als ein weiſſer (als ietz geſagt iſt) kan nit res cht vꝛteilen nach den regulen gotes / wan groß ding achten fie clein / vnd clein ſünd vnd die ding achten ſie groß ?. Hie ſtot fil im latin das gantz verdꝛo ſen wer dem leyen zů leſen iſt vnderlaſen moͤgen die gelerten in dem latin leſſen. Zů dem dꝛitten fragſtu welches ſeind die wort der weiß heit die ein narr nit an ⸗ nimpt. Ich ſag das es alle woꝛt ſeint die in diſem bůch geſchꝛiben ſtond / es fein dy die die narren ſtraffen vnnd begriffen in irer boß heit / wan ein nar veracht vñ ver⸗ ſchmecht was im lerlich vñ gůt mag ſein / deren vil ſeint in diſem fpiegel vnd in do ctoꝛ bꝛantʒ narrenſchiff. Ey ſpꝛechen ſie es iſt tütſch / er pꝛediget auß einem tůtſchen bůch da vil narren weeks vnd fabulen in ſton / es iſt narrenwerck. Es gehoͤꝛt einẽ doctoꝛ in theoloia nicht zů / auß einem tüt ſchen bůch zů pꝛedigen / er ſol etwas weiß⸗ lichs auß dem latin ſagen / das wereudo⸗ cterliche pꝛedigen / es iſt dem doctoꝛ einn ſchand / es zimpt ſich feinem nammen ni cht. Ich gib dir antwurt vnd ſpꝛich das es werden pꝛedigen die einem doctoꝛ zimmen / ia es iſt not in diſſem elendẽ zeit 1 [2 kum hleher ſich wy hübſch du biſt / dy mis ter des kinds erkent wol die moſen vnnd ich des ſpiegels de fs nicht bedarff / wan ich in wol kũnt die laſter haſſen vnd ſtraffen / vnd tugent lo ben / aber vmb cuwer willen wil ich es her ch thůn euch / wañ ich euch alle gern gele⸗ ret vnd witzig machen wolt. Ei müter ie ir kind wil leren reden macht erw hal "be weit lee das fie dem End lelch eu ) rin ir finden die warheit gůter ſitten vñ geserden vnder den figuren vnnd gleich niſſen das iſt der ſtauff darin iſt ſüeſſes nd bitter li» vini meriplenus iuvto) in di iegel wil ich euch die la ſter derboꝛglich für halten das es euch ge fal / wan ſolt ich ſie euch offenbarlich für⸗ halten ſo moͤcht ir ein grauwel darab ha⸗ ben / ich wil thůn als ein artzt der pilile dy ditter ſeint in 4 See eb denen ſiechen / vnd al Seneca ſchreibt von ein ern fcherer Lex eius Fünide Tochter del 1 de ſolt machen / ir ein bꝛuſt off thůn vnd kunt das on ein flieten oder on ein ſcherr⸗ \ineffer nit zů wegen bꝛingen / da verbarg Hored er das yſſen vnder einen ſchwammen da er die bꝛuſt mit einem naſen weichẽ ſchwã men alſo wũſt / da truckt er dz eiſſen dar ein vnd thet ſit vff / das eiter herauß floß vnd ward geſunt / offenlich het ſy dz eiſen nicht angenommen / Seneca in fine llbꝛi de ira. Nathan der pꝛophet der ſtraffet den kůnig Dauid auch alſo verboꝛgẽlich da er im vor hielt die gleichniß von dem armen menſchen der nit mer dan ein lem lin het das im einer geraubet het u Da dauit erkant trãs feinen eebꝛuch. Alſo iſt das ampt eines doctoꝛe das er nützlich vnd bitters fol vnder das ſüß vermiſchen. Alſo haben gethon oꝛatius/ Eſopus / Cirillus / vnd vil andere darũd ſie von den gelerren gelobt feine als wiſſe ierer. Ja ſpꝛichſt du das gehoͤꝛt Eſopo zů vnd den Poeten die follen fabulas / fi guren vnd bildung bꝛauchen /aber nicht ein doctoꝛ in der heiligen geſchꝛifft vnnd einem ſitlichen lerrer. Seneca der ret wi der dich in einer epiſtel / die fahet an mãg nam / es ſeint etlich die vnß verbieten glei chniß vnd exempel zůſchꝛeiben ſpꝛechen / Es gehoͤꝛt allein den Poeten zů / es iſt ein zeichen das fie die geſchꝛifft der alten ler⸗ rer nicht geleſſen haben / wann ire bücher ſemlicher bildung vnd exempel vol ſeind da ſichſtu wie Seneca ſaget das ſemliche gleichniß not feine den menſchen zů der le xe vnd zů vnderweiſung. i r er get vber das woꝛt da die iungern koꝛnhe lern vff dem acker auß zugen vnnd ſie aſ XII ſen. Item liß die pꝛopheten wie ſie par abolas vnd gleichniß habent gebꝛucht vñ ich volg Criſto dem herren / den pꝛophe⸗ ten vnd den heiligen lerrern nach / vnnd man verkert mir eo vnd ſpꝛicht / es gehoͤꝛ einem doctoꝛ nicht zů para volas zů pꝛedi⸗ gen. Sc. Ja ſpꝛechen mein feind / das verkeren wir dir nicht / das du parabolen pꝛedigeſt aber das verdꝛüſſet ung vnnd mißfalet vnß das du ein tůſch büchlin dem volck pꝛedigen wilt vnd fo vil latiniſcher biich 9 er feine darin fo vil geſchꝛifft ſententz der heiligen lerer in ſeint. eben als wer kein heilig geſchꝛifft noch ſen Du haſt es im redlich geſagt / du K tentz der heiligen lerer in dem ſpiegel des | narrenſchiffs / ſo iſt es ir doch vol / darum̃ fo liß das ſeloig bůch vnd wider liß vnnd lůg eden darauff ob etwas darin ſei begri fen das wider die heilig geſchꝛifft ſei / vnd wider die heiligen lerer / vnd das darmit diene zů dem glauben / zů der hoffnung / vnd zů goͤtlicher liebe / vnd zů den ander⸗ en tugenden / zů vberkummen / vnd zůne men in tugenden / vnd darin zů verhar⸗ ren / auch laſter ʒů fliehen vnd die zů haſ⸗ ſen. Auch das du ſpꝛiecheſt man ſol das büchlin nicht pꝛedigen / darumb das es tũtſch iſt / iſt ein vnwiſſen woꝛt / ſo hoͤꝛe ich wol darumb das die bibel tůtſch iſt ge truckt / ſo ſol man die tũtſch bibel nit pꝛe⸗ digen dẽ tlitſchen / die iudẽ Babe ſy in abꝛa hamſcher ſpꝛach / die vngerer in vngerſch er ſpꝛach / die behem in behemſcher ſpꝛach deßgleichen von anderen ſ Rochen die da biblen haben in irer ſpꝛachen. Alſo ſeind wir nichtt ʒů ſtraffen das wir diſſen ſpiegel in vnſſer ſpꝛach pꝛedi⸗ gen / als wennig als e auß li — me Inder Goꝛred iren bůchern pꝛedigen in andern ſpꝛachen Denner fin rec annes Criſoſtomus hat in iſch er zungen gepꝛediget den kriechiſchen auß krlechiſchen bichern vnnd dem gemeinen volck feine omelien / krlechiſcke bücher hin der im gelaſſen: In latin m gep:dt / Teo / Gꝛegeꝛius / Auguſtinue / wann latin was die gemein zunge des volcke⸗ en. 12110 wan einer prediger ORT An en büchern Ne 9a geſetzt ſeind criſtenlich ich aciftlich vnd der ſelbig auch gelert iſt im latin /pꝛediget aber auß tiitſchẽ bů⸗ ern vmb gemeines volckes willen inen zů wilfaren / iſt der ſelb pꝛedicant zů lobẽ vnd nit zů ſchelten / es ſol nit zů ſchanden dienen aber zů eren ich weiß aber wol wer die ſeint die es verkeren. Es ſeint die / dy glotteren vnd ſich beru men Ja ſch pꝛedig nit auß tůtſchen büchern als der vnd der der das tũtſch narren ſchiff pꝛedigett / ich predig auß latiniſchen bůcheren / wan die ſelben alſo ſchmehen vnd ſich erhoͤhen. Aber es god nit ach irem enſchlag / aber widerſins / wan ie me ſie das narrenſch⸗ nit allein an dem oꝛt gefeltt in dem latin wol in. vi. c. ſtůcken als wir gehoꝛt haben ſelber / nichts deſter minder berürnmet er ſich das er auß latin pꝛediget vnd ſchme⸗ het die andern dle auß tůtſchen bůcheren hꝛedigetten. Wem ſol ich ſemlich lůt zů gleichen ich gleich ſie einem ſchůler da man etwan yn einer ſchůl wil ein ſpil mit latiniſchẽ ſpꝛü⸗ chen vnd reimen voꝛ den herren oder vf der gaſſen wil machen / der ſchůler lert die reimen in latin vß wendig die im der ſpil meiſter geben hat die ſpꝛicht er da her da pffer / verſtot aber nit ein wort was er ſa⸗ get / die latiniſchẽ reimen hat er in dẽ kopff bꝛacht mit groſer arbeit vñ a volck ſont pꝛedigen ſo leren ſy ein ſpꝛuch vß einem doctoꝛ oder vß der bibel vß wendig gleich wie die entten trincken / die nemmen hie ein tropffen waſſer vnd dort laſſen fie ſich tieff in das waſſer hin ab/wan fie aber wider herauff kommen fo feRürten fie ſich vndbleibet nit ein rropfe das latin in fi mit groſſer arbeit / wan fie aber vff die el kommen / ſo koßen ſie es herauß eines mals wie ein ſtoꝛck die ſchlangen den iun gen / ſo legen ſie das latin felſchlich vß vñ ſeint falſche dolmetſchen vnd betriegen dz volck / ſo ſie inen falſche ſententz für haltẽ das latin andero dar geben dan es iſt als der thet der venancium füt venenancit m außleget. 3 gelchweigen gan ſie võ vngeſck mageſt gre⸗ beſt barbareſt vngeſaltzeſt ding / wan du hoͤꝛteſt es dasdu ſchweren moͤch teſt dez es weder latin noch tütſch wer / vnd iedermã ůß verſton das fie die regulen in gra⸗ matica nit wiſſen / die cleine kind künnen / ſo ſie etwan außteilen wer nach dem an⸗ dern ara ol, Zi dem lerffen frei t er ( poſtea dabitur omnibus locam ar⸗ g uẽn di pꝛo locus locũ »cpofi noſtrüm. ch glaub nicht das das natrenſchiff vonn einem narten auß ſei gangen / es heißt das narrenſchiff / nit daz er narren werck oder nerriſch ding daryn geſetzt hab. Voꝛred Aber das er narbeit ſtrafft vnd von der narheit dich suche vnd füert oder weiſſer zů der weiſheit / vnd ws darin ſtot iſt war vnd bewert mit natürlicher vnd goͤtlich⸗ er vnd mit geiſtlichem auch weltlichem re narren nit wan einem fiheſchen des narren ſchiffs geſchehen iſt / wã er vil erlitten hat wie ich /als ir ſelber mögen le fen in der Voꝛred des ſelben büchlis. Es iſt auch nicht nüwes ich hab deßgleichen voꝛ vil erlitten da ich von dem tod pꝛedi⸗ gen wolt / da ſpꝛachen ſie / was wil er vnß von dem tod zůpꝛedigen / wir künnen alle ſamen wol ſterben . Aber da es auß was / het ich großen nutz vnd eer in geleitt als ir alle wol wiſſen. Deßgleichen da die ge truckten büchlin auß giengen wie man by chten vnd ſterden ſolt / da gefiel es ieder man /hat groß frucht bꝛacht. Alſo hoff ich es werd hie auch alſo gon / ich wůſt wol ſo bald ich den ſpiegel würd herfür ziehen / das lüt werẽ die kot vnd dꝛeck wider dar ein würffen vnd wie die narren darin fal len mit dem kopff vnd mit den henden / Wan ein weiß menſch ſtot voꝛ eim ſpie⸗ gel ſicht er ein moſen in dem antlit er weſ cher fie ab / aber ein kind oder ein nar der felt mit dem antlit vnd hendẽ darein / zer bꝛicht in vnd gond im die ſcherben vonn dem glaß in das antlit vnd in die hende / vnd würt blůtriſſig. Du ſolt diſſen ſpie⸗ gel nit verachten das du o bꝛůder nit ver chten bewert / darumb fo ſchmecht es den . XIII ten die ſelben alich aber ſie achten der eſel nicht. Alſo acht ich ir auch nichts / ich hab rat gehept der weiſſen / deren rat für ſetz ich deinem ſchwetzen o nar / du ſolt es nit verachten ee du es gehoͤꝛeſt / nicht veracht die nuß ee du den kernen verſůchſt / nicht fiſch vor dẽ berren / alſo ein vff hoͤꝛ es voꝛ an ee du es lobeſt oder ſchelteſt. Aber ich hoff fo du ietz blind biſt vnd ſchꝛeieſt / du werdeſt erlicht in dem narren ſchiff das du nit mer blind ſeieſt aber geſehen vnd werdeſt got mit mir loben vnd groß ma⸗ chen wan alles volck lobt Iheſum chriſt⸗ um der geſegnet iſt alwegen. Amen. An dem dunrſtag nach dem eſcher mit woch. Pꝛima die Marcii / der erſt tag in dem Mertzen. Thema ſtultoꝛũ infinitus ẽ numerus ec. Er narren zal iſt on end das iſt ein gewonheit 1 aller büch macher / das fie ein titel ein namen geben / bei dem mã verſton kan was materi in dem bůch ſtand. Etwan wer das bůch gema⸗ cht hat / et wan wie vnd warumb es gema cht iſt / das man erken was darin geſchꝛi⸗ ben ſtot. Alſo hat vnſer ſpiegel ein name men / er heiſſet das narrenſchiff / hat auch ſein end warumb es gemacht iſt / Ein erliche criſtẽliche nůtzliche vꝛſach · Es hal tet auch in im der meiſter der es gemacht hat. Er iſt ein gelerter man / ein doctoꝛ in beiden rechten / min nammen Sebaſtlan bꝛant Cantzler der weittberoͤmpten ſtatt Straßburg / diſſe ding liß in dem anfan ge diſſes bůches· b | Jetʒzund an haſtu o nar nit vꝛſach wis der mich zůmurmlen / als in vergangnen achtet werdeſt. Es wz ein philiſophus IE / iaren da ich pꝛediget ein gedicht eines bu ſagt man wie etlich lüt in veracht. Ex ren / wan yetzund wil ich pꝛedigen einn ant wurt das ſchat nichts / die eſel verach gedichtets einnes gelertten Dectoꝛs den In der Hoꝛred vnß lantzmã iſt / in vnſer ſtat ſtraßburg ſinnig ſeint / die ſelbig narhelt iſt nit für geboꝛen getaufft vnd vffgezogen iſt mit de warũb / vmb der argument willen die namen Scdaſtian bꝛant vnd hat me dã du herfůr haſt bꝛacht / wã kein fünd kũpt hundert der naren ſchar darein geſetzt da vnß von der natur / die haben gebꝛeſten wil ich alle tag ein ſchar herfůr zieht. Er j rer ſünd / das ſie nit mögen vꝛteilen vmb hat auch nit alle ſcharen der narren zam / die hoͤch ſten ſachen vnd bei dem leſtẽ end men geleſſen / wan ir zal on end iſt / darũb vnd das hoͤch ſte gůt das leiden ſie võ vn fo wil ich fie auch nit alle herfür bꝛingen / geſchicklicheit der natur / vnd welcher me vnd moꝛgen fo woͤllẽ wir dy erſt ſchar für ſch alfo ein nar iſt den oder die fol mã nit vnß nemen / vnd alſo in einer oꝛdnũg ein verachten / man ſol ſie leiden vnd dulden ander nach. als krancke glider / ſy werden behaltẽ dur we) ch den glauben der heiligen kirchen / vnd Etʒſo nun ich im tauff i inen die erd ſünd vers € wor 5flur mich die frage ſo ich den. Darumb thůnt die menſchẽ faſt vn e vff hüt behalten hab / dz recht die ſie Suchen lf dane t iſt die frag. ten ſie verſchmehen fo fie lt nad ( Vtrum ſtulto fi pctiũ ſua ſtulticia.) | dortesyvilleihter wañ ſy oꝛdenlich getan Ob eim narren ſind ſeĩ ſeññ ſiarheit / Du fet ſeint vñ nit moͤgen tödlich fünden wã ſpiichſt das iſt em neriſche frag / wer zwei U ie nit volkomnen bꝛauch haben irer ver flet daran dan dz fie im kein fiind ſei / wã nufft / wir leſſen von den heidẽ das ſie ire vil ſeint natürlich narren die ſünden. Ab narren in eer habent / ſie ſeim in der gnad er da von wir reden iſt nitt von natur in gottes vnd du vileicht in todſüind. Er oð vnß · ¶ Salem acruale.) Item ein ieglich fie ſeint gotes fründ ori du gotes figen/er ſůnd iſt mit willen / aber narheit iſt nicht iſt ein fun des reiches gottes / du villeicht mit willen. Item narheit iſt keim gebott ein ſun der verdampnie Saru ſo glaub gottes wider ig / vnd alle fünd ſeint etwã ich das ſie ſchwerlich todtlich unden der wider ein gebot gottes / darumb ſo iſt das ſie reitzet vnd el zůrnet vnd macht fie ſch ein vnweiſſe frag/ ob narheit ſünd ſei ein weren vñ got leſtern oder zů andern wer⸗ em narren. O lleber bꝛũ der es iſt nit ein cken dꝛingt die võ im ſelber ſünd fein toͤd ferriſchẽ frag wie wol die anred vnd ar lich / vñ wiewol es iſt das der nar nit ſün⸗ gument ſo du herbꝛacht haſt ſcheinen / das det aber der ſündet der fie zů fünden bein zů beweren das narheit kein ſünd ſei. \ geglanih,_ [U Nit deſter minder fo iſt das woꝛt Sa Contra / du ſpꝛicheſt ich bꝛing in nit zů lomonis dar wider da er ſpꝛicht. ( Pꝛouer todſündẽ 6 ni finde mag (als bioꝛũ.i.pꝛoſperitas ſtultoꝛũ perdet. oo s. dũ ſpꝛicheſt To ſm̃ d ich auch nit. Ich ant Das glück vnd wolgon des narren / ver wor diy wewol ed ift dz du in nt bꝛingſt dampt in / da wil ſalomon ſagen / das nar zů todſiünden ſo bꝛingſtu in doch zů dem heit dient zů der hellen / darumb iſt es nit werck das von im ſelber ſũnd iſt / vñ wit ein nerriſche frag. wol er die verwilgung nit hat in das wer Ich ib dir antwoꝛt nach der meinũg ck ſo haſt doch du die ſelbige v erwilgung ſancti Thome. : ꝛ. c. 4 G. ar. . Mit eim vn das iſt genůg zů einer ſůnd doch fo beſch derſcheid dz narheit kompt her von zwei lüß ich niit hie /gefelt dir dy ant woꝛt nicht en vꝛſachen. Zů dem erſten von natũr ſo ſůch einandere liß Alexan. de ales ma, licher geſchicklicheit / als in denen die nit de tẽperãt. vñ martinũ magt · ðpallutiõe. Hon der Goꝛred Z dem andern / ſo kumpt narheit her das ein menſch ſein ſiñ bꝛucht in zeitlichẽ dingen vnd geſchefften / als Paulus ſpꝛi⸗ cht ( i. carin. inanimalis homo) der thier lich menſch enpfint nit der goͤtlichẽ ding Als wan einem menſchen dem ſein rachẽ vnd zung verbittere iſt / o ſchmecken im nit die ſůſſen ding / die narheit iſt ſünd von deren ſagt der weiß (pꝛouerbi. i. ge⸗ ſuntheit der narren verdamet ſie. Du ſpꝛicheſt vnd wie kan die narheit ſůnd ſein / ſie iſt doch nit mitt willen / als wenig als die natürliche narheit / wann es ſei ein menſch wie thoͤꝛlichen es woͤl fo wil er dannocht kein nar ſein. Ich ant⸗ wurt wie wol die narheit niemants wil / er wil aber das werck vmb des willen er zů einem narren würt / vnd was iſt das werck. Es iſt das er ſein ſiñ wil keren võ den geiſtlichen dingen / vnd ſie vermiſch en wil vnder die irdiſchen ding / ecemplũ Ein keuſcher wil den luſt haben von den er l on ſünd nit mag habẽ / wie wol er die ſtind ( ſimpliciter) nit wil. Er wolt das es nit ſůnd wer/alſo iſt es auch in ande ⸗ TE ar STE 2 Ne he Duſpꝛichſt wider weli hes gebot gotz ſünd ich / wan ich alſo ein nar bin / wa iſt die narheit verbotten. Ich antwurt (deu, tronomy vi. capi.) ſpꝛichet Gott meine wort Pie ich dir geblit / die fol dir in dei⸗ nem hertzen ſein / du ſolt ſie ſagen deinen kinden / wan du ſitzeſt in deinem hauß ſo betracht ſie / wan du vff dem feld wand⸗ leſt / wã du ſchlaffeſt vñ off ſtoſt / vñ bind ſie in dein hend für ein zeichen / vnnd hab ſie voꝛ deinen augen / vnnd ſchreib ſie an die wend / an die thüren deines hauſſes. Ja ſpꝛichſt du wie kan ich ſie betrachtẽ das zů der weißheit gehoꝛt vnd ein ver⸗ ſtant hon ſo ich ſchlaff / oder fo ich vff dẽ weg bin / oder ſo ich anðs zůſchaffen hab Ich gib dir antwurt / das das gebot nitt fol verſtanden werde / das ein menſch got Kn ecrelffe das miß vnd ſchickt es nach den 5 ten gottes / das iſt in den henden tragen vnd an die Büren ſchreiben vnd ( dentro no ili. capitel ſtot es clarlicher / nit ver⸗ giß der woꝛt die deine augen geſehẽ hond laß ſie nit fallen von deinem hertzen / alle die tag deines lebens / der gleichen gebot haſt du in dem nüwen teſtament in den ewangeli ſten / auch in den epiſtelen. N fenelde figuren gleich gẽ dã goͤtli 1 L jo bez duncket mich er ſünd alwegen / wan er iſt alwegen ein nar. Jetzund ſo kem ein ſch werer punckt / dẽ ich in diſer Fund nit wil ercleren / von der find (obmiſſionis/ fiß ler meiſt verſirickt vnd verſupet werden durch vnkeuſcheit/wã der luft aller meiſt A 2 2 an ie in füret zů dẽ banden der narren / vnd thamar ſpꝛach zů Amon irem bꝛũder da er fie geſchendẽ wolt / nit woͤlleſt thũ die a) 8 Die erſt ſchar der Narren narheit. ii. reg. xiii. darum̃ die bůler hei ſen harren für alle ander / darumb ir lie⸗ ben bꝛůder hüten euch das ir euwer des mũt 1 verwicklen mit den irdiſ. cache gen. Ader bꝛuchen ſſe zů den geiſtlichen hyinimneliſchen Nuge/ das wir nit zů nar⸗ ren werden / aber witzig / beſunder laſſent vuß hüten das wir nit ligen in der katla⸗ chen der vnkünſcheit / wan die vnlauter⸗ keit machet die menſchen zů den groͤſten narren / denen nüt goͤtlichs vnd geiſtlichs ſchmeckt / dan allein in der katlachen zů ligen der vnkeuſcheit. Als die ſeint / die geſtern ein wůſtẽ lũp en habent an ein ſtecken gehenckt für ein baner / zůuerach ten criſtliche oꝛdenũg vñ enphahung der eſchen / die vffgeſetzet iſt An dem freitag nach dẽ Eſchermitwoch (Stultoꝛum in funitus eſt numerus). N Rn — Ü , 0 ö N Ze Ye Sn II} 465957 — 0 1 zu == — 73 S 7770 7 zů entphaben zů bediiten vnſer demůti⸗ keit / für die eriſtenliche demůt haben fie geſtert frawen vnder dẽ armen durch die ſtat hin vnd her gefürt / phuch ſchand vñ laſter / das wir die faſten alſo ſchantlich anfahen / vñ ſolche ding thůn für die vff geſetzte demůt. Vnnd es thůnts zů dem erſten die die witzigeſtẽ ſoltẽ ſein / es thůd nit die iungen / aber die alten / nit bauren aber die edlen / auch die von dem rat / vñ dz er laſſen iſt / ſo thůnt es etlich von den pꝛelaten / das ſeint nit werck der weiſſen / aber der narren. Aber es werden die tag kumẽ das es euch gerüwe wüt/ ſo ir peni⸗ tens werde thůn für euwer ſünd on nutz wan es zůſpat würt ſein / dz würt in ð hel lẽ werdẽ / bittẽ got vm̃ genad vñ bei ſtãt. Je erſt ſchar a" der narren iſt ( nutrato rum ſine birretoꝛũ) Ge = hübtnarrẽ / Blich ernar ren / Hüblinsnarrẽ / Baretlinsnar⸗ ren. Es ſeint doctoꝛes die hohe hů⸗ ben vff tragen / vnd ſent doch vnge . lert / darzů fie gloꝛieren in vile ð bũ⸗ cher / vnd habẽ nüt das einem doctoꝛ zů gehoͤꝛt / dan den nomen her doch toꝛ vnd die bücher / Doctor bꝛant in dem narrenſchiff wil nit reden võ dẽ doctoꝛen oder von anðn gelerten die vil bücher hond die inẽ not ſeint vñ nützlich / vnd die ſelben bꝛuͤchen / wã wer ſtůdierẽ wil on bücher / der ſchoͤp fet waſſer mit einem ſybeckin oder mit einer reitern ( haurit a quod cri bi qui diſcere vult fine lib: o) O was FA geofen lobs würdig feine bücherſch⸗ A reiber / bücher erer vñ zůſamenſetzer IA sis einem gůten bꝛůch vnd einem ver nůnfftigen end / wer es wiſſen woͤl ð leß den Gerſon von dem lob der ſch reiber / vnd vil lob belon vnd andere 858 . ſoũ ſagt am ſel cher bei im gehebt hat / darumb die die bu cher alſo 1155 15 ſie 1 5 ſol 5 nit narren heiſſen / ſunder man fol fie achten für age B eren lůt. Aber von denẽ reden wir hie die groß wend gehaltẽ ſein / darumb das ſie vil bũcher haben vnd da rin gloꝛieren als in einem andern hußrat Zinegeſchir / Keſſel vnd Pfannen / Eerẽ en / Beth vnd küſſin . Deßgleichen du ſpꝛichſt/wie erken ich die ſelbigen nar⸗ ren. Ich antwurt dir vnd ſpꝛich in. vii. ſchellen die nun nach einander volgen le erlcht vnd Jarein ge ex /g j cher Die er in teste diano feinem t iſſen ptolomeum haben die bücher nit als rům reich gemacht als die tranſlation die er er warb / da er. lx. geletſtẽ juden erwarb dy im in dem dz geſatz gotes vnd dy bibel vß leiten mit groſſem koſten vnd hoher kũſt aber ein gröffer wunderwerck das das ſel big darnach ein einiger man allein gethõ get. Iheronimus diſſe bücher alle die võ vil oꝛten an ein oꝛt zů ſamen bracht war⸗ den / ſeint auff ein mal alle verbrunnen. Die erſt ſchar der narren Xv Titus liuius ſchreibt es 3 er zungen ind kriechiſch ſprach hat laſſen mache e trarcha. Ader elner der glori vnd ker wil Baden von den büchern / der mu ß ein an on/nit allein bücher hon / aber 2 e teren vnd ſie zů wiſſen / er mũß ſie nt In ent ſtudioſt / das hat allein das vi Wem ſol ich ſemlich ge⸗ übt narren gleichen die glorieren in vil i reid it (ad lucillium Io. iii. Epiſtula. 7. der ſelbig Sabi⸗ us hat gern knecht vñd eigen lüt die ge⸗ lert waren er wolẽ ir eer hon /alſo haſtu ge ren vll bücher da künſt innen ſton vnd bi ſtu ein Baretlis nar vil nerſcher den ſa⸗ bianus wan die gelerten knecht gehoꝛten im zů vnd warẽ ſein / aber die bücher ſeint bd / gond dich nichts an. Es ſeint et⸗ ch / man ſag wa ven man woͤl / ſo ſpꝛech en ſie das bůch hab ich daheim vff meinẽ ſchafft ligen vnd wenen ſie 9 letz Gehnpt Narren dar nmb das ſie es in dem bůch haben. Wem ſol ich fie mer gleichen / einem ef ſel der follen lauten oder harpffen hanget vnd rüret doch kein ſeiten an / der eſſel be dir den doctoꝛ den gehübten narren / die lauten oder harpffen ſeint ſein bücher / ſich die figur an in dem narten ſchiff ſo finde ſtu fie alfo gemalet / ſie haben nür von dẽ doctoꝛat dan die cleidung den namen daz baret vnd die bücher / aber von der kunſt geſſen irer wirdigkeit / darumb ſo werden fie verachtet von den leien / ſpotten ir / vñ t de / wan man halt ſie für witzig vñ gelert vñ wiſſen nichts / ſo verfüreẽ fie ſich ſelber vnd ander lůt / ſeint blind vnd blinde für er betriegen ſich vnd andere. | Ne ſcharr der octoꝛ ſollen billich den foꝛ⸗ tantz haben vñ die erſtẽ fein = wan die narren feine die ſoꝛg luce ſten / wiltu aber ſehen ( quõ aticione no ſtro in vꝛantur) wie fie vnſer bꝛant bꝛent vnd fie mit zeichen berütet / liß das erſt ca pitel bꝛantz in dem narren ſchiff / ſo finde ſtu es / da hat docter Sebaſtianus bꝛant von demůt wegen ſich innen sh geſellet / wan die geſchꝛift ſagt / der gerecht vercla get ſich zů dem erſten alſo haſt du die erſt vnd fůrnemeſte ſckel. r Die ander ſchel. Die ander ichel — — |, 0 7 — = SR. iſt zů vil bücher ſamlen vm̃ der kunſt wi lẽ deſter geler⸗ ter verden aber ſie felen / ſo ſie meinen de ſter gelerten zů werden darum̃ daz fie vil bücher haben vnd iren / wan etlich bucher heffen zů der kunſt etlich machen ein vnſi nig / wan die gedechtniß des menſchen iſt gleich wie der mag / wan ein menſch mer iſſet dan er ſol / ſo vnwillet im der mag / vnd hat ein gruwel darab / alſo dy memo ri auch vnd etwan die volle mer ſchadet / vnd einem wirſer thůt dan der hunger. Alſo ſol einer bůcher bꝛauchen / wie ſpeiße 25 elegenheit der fa o iſt in al⸗ len dingen alſo das es einem zů vil iſt vñ iſt dem andern zů wenig / aber ein weißer man der laſt ſich benügen mit der notur⸗ ffte / flũcht vberfluß / wan vberfluß iſt als wegen ſchedlich / noturfft iſt alwegẽ nütz! lich glaub mir ſpꝛicht petrarcha eln groſ⸗ ſe menig der bücher leſen vndertruckt vñ verderbt die vernunfft mer dan fie dar⸗ uon gelert werden wan die burde ir zůſch wer iſt / darumb fo felt fie darunder nider Etlich feine in untaleo der in der mittẽ des mers ſaß vnder den wellen doꝛfft nit gnůg trincken. Es ſpꝛach vff ein mal einer zů einem altuatter ich hab vil büch⸗ er vber kumen. Ex antwurt im ſo haſt du deine fenſter / ſchefft / vnd benck voller pa pyr gefült, weiſtu nit wie geſchꝛiben ſtot / dz reich gottes iſt nit in vil ſchwetzen aber in tugenden vil bücher haben iſt mer eln hindernie an der kunſt dan ein fürdernis Es kumpt vick das ville des volcks den hauptman hindert am vberwinden vnd võ vbirfluß kumpt ſchad vnd armůt we einer in dem bꝛet ſpilt ſo doꝛfft er eins eß oder zwei ſo wirfft er. xii. oder alle zinckẽ ſo ſpꝛicht dan der darneben / der relch her beſt der wil dich verderben, Alſo iſt eo au ch im ſchaff zabel es kumpt dick das ſein eigen ſtein in hindern am matten den an dern das ir zů vil iſt Alſo vile der bücher Die erſt ſchar der narren ſolt fie nit hinweg werffen / du ſolt ſie aber von einander ſcheiden / vnd die nützlichſte bꝛuchen / vnd ſihe das ſie dir nit ſchedlich ſeient die dir nůtzlich waren. Die Fir ſchel. Die dꝛit ſchel iſt il bücher haben une 8 05 ) willen des gemüg, Seneca R 4 ſpꝛicht / et 1115 der vil ſpeiß wil verſůchen iſt nit lüſtig zů eſſen / Alſo vil bücher vff thůn vnd von elnem lauff en vber das ander / ſeint gleich einem nar ren der in der ſtat hin vnd her laufft / vñ wil ſehen was an allẽ hůſſern gemalt ſtot alſo vil bücher ſehen iſt on nütz fie gewin⸗ nen nüt dan das ſie ir edle zeit verlieren. Wie ſchel. 8 b | Die fiero ſche . iſt hübſche bücher han vmb 0781 luſtes willen des geſichtz vñ N N der augen. Es ſeint vil die groſſen luft haben in guldin vnd vberſil⸗ beret bůch ſtaben das iſt ein kintliche nar⸗ geit / kind ſehen gern hübſche bůchſtaben. Es iſt ein eebꝛecherſcher luſt dy geware ge U 525 narheit ge ſpyſſen mit gold vñ ſilber vñ ſich vil hungeriger kind gottes tere lege. XXII dz geſicht hat gar vll me darĩ es ſich mag ſpeißen dã dywerſůchung / dz geſicht mag fon vnd ms die ſternẽ vnd die blůmẽ de⸗ ren on zal ſeint vnd vil ands dauon es ge ſpeiſſet mag werdẽ / darum̃ ſo iſt es ein ſch and einẽ criſten menſchen dẽ mund iheſu in den armen abziehen vñ vnß e von deine augen luſt ſollen enpf ehen. Lieber ſag au Car war maleſtu men wan du ſie achteſt dz ſie von ir ſelber nit troͤſtlich gnůg ſein den ſtudentẽ die ſie ſtu dieren fo doch geſchꝛiben iſt. ec. . nil dul cius. Es iſt nichts ſüſſers dan gottes ge⸗ bot anſehen / vñ ſapiẽ.¶ Intrans in domũ ſo ſie gat in mein huß ſo wil ich bei ir rů⸗ wen die weſßheit / ir wãdel gat kein bitter keit / vñ ir beiwonung iſt freud vn freud. Die fůnfft ſchel. i die bůcher ʒů vil coſtlich bez „reien. Es ſeint etlich die ire — bücher vderguldin / ſeidi de cke daruber ziehẽ / die bücher coſtlich vnd hoffertig gleich ʒierẽ daz iſt ein groſſe nar heit / in hoffertigẽ büchern haben dyde my tige weiß heit gottes / gottes weiß heit hat lieb demütic i 5 diſti Hec gottes weiß heit hat auch lieb d mũütige liebe / darũb die weiſſen menfchen zů dẽ dickern mal ſeint fie clein on demũ⸗ tig wan dick vnd einem ſchnoͤden vnreinẽ mantel wonet goͤtliche weiß heit / vnd wa demůt iſt da iſt auch weiß heit pꝛouer. vi. Alſo auch hie weißheit hat liebſein demü⸗ tige ge ſie ha 5 Temüfide Nechte wort die faſt derſſürig feint. Itẽ die heilige geſchꝛifft leret die demůt fo fol fie es auch ſelber thů 17 Alſo catho lert pa anctus hero. ſei dir ein evẽ⸗ pel ð ſagt in pꝛologa ĩob RT ha⸗ ü 2 Pr) ) Gehupt Narren be geſchꝛiben bůcher vberzogen mit pur⸗ pur vnd mit gold vn ſilber geſchꝛiden vñ mit groſſen capital bůchſtaben geziert vñ beſchlagen mit küpffern ſpangen vnd ſch lempẽ zůbeſchlieſſen die ſchwerer feint we der das bůch ſelber vnd in coꝛrect vñ fal⸗ ſch / laß mir vnd gen meine die armẽ zede i vnd ſcarteckẽ die gebeſſert vñ gerecht ſein. Aber voꝛ allen dingen ſo hab das zů einẽ evempel daz libꝛũ inte dz bůch des lebẽs criſtũ ieſum ð ſich gedemũtiget biß an das crütz. Nim war dz bůch iſt mit ſch wartzẽ ſchweiß geſchꝛiben mit feine rotfar wen blůt rubꝛiciert vnd vß geſtrichen dz er in ſyner geißlung vergoß vñ het v. gro ſer bůchſtaben iuiciali oder capital. Die v. heilige wunden die daz bůch zieren / das bůch iſt in bꝛetter gebundẽ dz heilig crütz \ iſt beſchlagẽ mit den neglen als ſpangen cce dis bůch nim ʒů einẽ evempel vñ thů nach / darũb fo iſt die hoffart anderer i I bücher vß liebe gotes vnd ð weiß heit Si eeren arneben. mer lät nit vergeß / ſo glaub ich dz er kein ſũnd thet / wan vberig gelt fol man dẽ ar⸗ men vßteilen / dz haben die heiligẽ vatter gethon die vor vuß ſeint geweſen / da pꝛo oſculo pacis) den lũten zůkuſſen gibt koſtlich geziert als fe wol ſehen mit gold zn ſilber aber voran ſol man alwegẽ war nemen des woꝛtz Terentü (ne quid nimis 9 ſein nit zů vil ſei vnd das arm lüt nitt Wen machen Von der ſechßten ſchellen. — vrnfolkumlich boͤß lich büch⸗ 8 er machen vonn den narren ſpꝛicht Franciſcus petrarch a keln kind noch ackerman noch weder iſt fo vil vꝛlaub vnd freiheit geben als dẽ bü cher macher / wan die ſelbigen mũſſen ire hantwerck voꝛ leren vnd erlaubung oder ein zunfft haben ee ſie es getoͤꝛẽ treibẽ / wie wol mer ſchaden vnd ſoꝛglicheit iſt in bũ⸗ cher machen dan in diſſen künſtẽ / aber fie ſeint frei / die bücherdichten fie haben kein geſatz das fie bindet / es macht ietz bücher wer da wil on erfarnis ( ſum exanime.) es iſt inen nicht befolhen / artzet vnd dy ir lebenlang nie kein pꝛedig thetten auff nie kein ſtůl kammen / vnd wan ſie daruff kẽ men fie künten nicht ein iarzeit verkůndẽ nemen ſich an pꝛedigbücher zůmachẽ / vñ ſetzen daryn waß fie woͤllẽ. Iſt die ſchulo ſpꝛicht petrarcha der oberkeit das ſie es vᷣ tragen liß petrarchã de ſꝑtoꝛibus libꝛoꝛũ iglich zierte on darneden ar de remedlis aduerſo foꝛtune. Die regenten Haben vergeſſen waß cõ ſtantinus vf ſatʒt eufebio palefline/ds nie mans kein bůch ſolt ſchꝛeiben vnd vor an die alt geſta nde er fa⸗ ren waren ond volkumẽ in kunſt Enge zů o gegen en ole ipfis am en d deßgleichen haben vil andere auch ge thon die flůch/pein / ſtraff haben gewünd ſcht denen die etwas hinzů theten oder dẽ nen theten vnd verwandletten vnd anðs machten dan ſie es hetten gemacht. ſpeiß beraubet werden vnd man nit ande verſaum vnd vnderwegen laſſen müſſe / Ader ietz leider in diſſem onſern vnſe das noͤter wer. Item lira ſagt das die ligen letſten zeiten in denen wir ſeint die ũden alwegen irẽ bücher her haben lig! ietz bůcher ſchꝛeiben / wiſten baß zu kochen en dan fie firsen vmb wirdigkeit willen / vnd ein recept in die apoteck machen / vñ der heiligen ding die fie in inen haben ab hieſſet baß koch dan blicherſchꝛeiber / nie⸗ er criſten menſchen ſolen wol fůßſchemel mans nimpt mer war der oꝛihography in darauß machen oder darauff ſitzen / ſch der gramatick vnd rethoꝛig wie man oꝛ⸗ and vnd laſter. denlich ſchꝛeibẽ ſolt / wan die ſelbig kunſt Die erſt ſchar der narren XXIII iſt vᷣgraben ſolt man es evaminieren vñ glück verwandelt nicht das geſchlecht die erſůchẽ fo würd offenbar die narheit derẽ ix. Mal ein rappen eines ſperwers / oder die bůcher vß laſſen gon. Die bücher ſo et eines falcken Buben auff ſetzt / fo würt er wã geſchꝛiben werden dy exemplaria ſein ¶ dannoch kein falck / vnd der ein ſau ſatlet alſo geſche nt vermengelt / du kanteſt deĩ ſo wurt dannocht kein zeltner dar auß. eigen bůch nicht mer das du etwan gema Slagt ſangwi⸗ ct haſt / kem yetz Cicero widerumb / oder ® Titus liuius /oder Plinius der ander / U SEE ander von den erlichen mannen die bůch ed nius in dem end feiner Eros er Binder inen haben gelaffen fie ſpꝛechen nick von Ludo wico dem kei es weren nit ire bůcher / liß Franciſcum A fer von franckreich / ð zů vn petrarchã findeſtu mer dã hie iſt/liß deß ſeren zetten gelebt hat/ der wolt nicht das [. gleichen perotum in einer epiſtel darin er man feinem fun Rarolum (den. viii. des ſtrafft die bůchtrucker vnd die coꝛrecto⸗ names / der gelebt hat da ich dis bůch ge⸗ res vnd vil anders das zů der ſchellen ge Prediger hab ) kein latin noch kein geſchꝛi hoͤꝛt. fft ſolt la ſſen leren / wan er fi pꝛach das ſa 9 a get er ſelber auch da er in das regiment kã Von der ſibenden ſchellen. Cake) — N . Alſo thet auch der vatter graff Eber f DEN Die. vj. ſchel iſt hart der dar nach der erſt hertzog ward bücher gantz vſch mehen vñ zu Wirten ein et ond alf wele verachten. Es ſeint etliche / da berůfft er ſein redt vnd amptlt / vnd dan känſt vertreibe oder ge verbot innen bei lren eiden vnd ſchwũren lerte lüt gehindert werden / oder man fie auch dz / dz fie fein fun eberhardẽ kein latẽ verioͤcht / ſo meinẽ ſie es ſei ð cleineſt ſcha ſolten laſſen lernen / als auch geſchahe / wũõͤ __ | den / ia es ſei gewin vnd fei gut. Es che ich auff ein mal für in kam vnd latin min reibt Srancifcus petrarcha das ein mes im ret / da chtiger ein edler in einer groſſen ſtat Jtas aber es iſt mir von hertzen leid das ich es lie wellgem land der Lind ſtet vñ lüt het nicht gelert hab. Aber er was ein weiſſer der ſchwůr das er groß gůt geden wolt / fürſt vnd Ber gelerte lũt in groſſen eeren/ das kein gelerter man in ſeiner herſchafft ¶ Vnd ſtalt nach innen wa er ſie vber⸗ in feinem land wer / vnd keiner nimmer) knmmen mocht (et qui vi⸗ mer daryn kem o ran her det teſtimonium perhi⸗ tz was das. Es ſtot geſchꝛiben von Tici⸗ buit. c. ach das die gelexten weren ein ER vn elne vnd Kr es lã⸗ 8 N f des /ader fein buerkeit vn grobheit ent An dem ſontag nach uldiget in vnnd ober ſchon zů dem keiſer dem eſcher Mitwoch. thům kummen wer / vnd Berregelertelüc \ vnd kunſt gehaſſet ſo wer er dennocht ein ¶ Stultoꝛum infuntus eſt innumerus. bauer geweſen vnnd ein filtz / wan er ſein 2 Der narren zal iſt on end. natur nicht het verwandelt / als Flaccus ſpꝛicht ( Foꝛtuna non mutat genus.) das S iu Mitʒ Narren Je ander ſchar der i narrẽ iſt ( maloꝛum iudicum) boͤßer richter vnd falſcher ratzherre / heiſ⸗ — ſen gefiltzt narren. Nun off das wir nicht felen vnd ein mißgriff thügen / ſtraffen den rechten / die rechten richter mit dem vnrecht⸗ en / ſo ſoltu betrachten ſiben ſchellen damit die fal ſchen richter vnd die nerſchen vꝛtelſpꝛecher gezie⸗ ret ſeint / vnd wa du deren ſchellen eine ſichſt / ſo wiß das er iſt von diſſer ſchar / vnd ſetzt die an⸗ thonius perte.:.ti.capitulo.ig. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt vꝛ⸗ teilen ein der nicht ſein vnderſthon en vber den er kein gewalt hat / ð nicht fein vnð⸗ thon iſt diſe ſchel ſchellet vñ clinglet / ſanctꝰ paul? roma. i;. Werbiſtu o menſch das duvꝛteileſt ein frembdẽ knecht wir haben eln figur das got gebot / wã du gaſt vber ein frembden acker / das du mit deiner ſichelen nit ſolt darumb ſünden / legt ſant Gꝛego rius auß mit deiner ſichel deines vꝛteils /ſoltu ein anderen nit vꝛtei⸗ len / der dir nit befolhen iſt. Von der andern ſchellen. r - N Die anð Ich el iſt / vꝛteilen heimli che ding dy got dem N herren fi YA; behaltẽ der herr iheſus ſpꝛicht ( Nolite iu⸗ dicare) ir ſollen nit vꝛteilen vor ð zeit vnd als lang biß der her kũpt vñ der bapſt Vꝛbanus ſpꝛicht. 52, diſt. erubeſcat / vnd vꝛteilt dy him meliſchen ding. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛit ſch⸗ el iſt vꝛteilen on oꝛde⸗ nung des rechten / nie mans ſol verurteilet werden on oꝛdnung des rechten dz er ein friſcher tad ſei erwiſchet oð mit zungen vberwinden / oder ſel⸗ ber erkent vnd veriehen. Job ſpꝛa ch. g. cauſam quam neſciebã / die ſach die ich nit wuſt / mit fleiß vñ ernſt erfür ich fie, Von der. iii. ſchellen. Die. iiij.ſc el iſt / vꝛteilẽ vmb dz geltz willẽ. Es zimpt keinem veteiler das recht vꝛteile verkauffen / als ſant Auguſtinus ſagt. vi. q. iii. Es fol kein vꝛteil ſpꝛecher gelt nemen daz er vꝛteil oder nit vꝛteil / recht oder jj „%ͤĩöÜ?⁵' nn U Umm ²wöi' : Die ʒweit ſchar vnrecht / wel Her es aber thůt der thůt tod ſünd / wan er iſt ſchuldig vmb fun ſein ampt zůuolbꝛingen / vnd das gelt das im alſo wůrt / mag er nit behalten ſich antho. an vnd andere doctoꝛes. Von der. v. ſchellen. Die fünfft ſchel iſt vꝛteilen vnd ſentes fellen 5 von leichtem argem vnd nit vß gnůgſamlicher bewerũg alle ding erkẽt wolt nit vꝛter end . oꝛt het dz ge ſchri d. ꝛei von iren laſtern / er wolt es vo: mit ſeinen augen (en vnderfate Jurcz fein en agel. Sagt die geſchꝛifft vnß zů eine exempel darum meliades papa. Zů dẽ erſten ſollen ir alwegen fleißlich die ſach erfaren / das ir clarlich mit gerechtigkeit vꝛteilen mögen vnd ſollen niemands ver damnen von argem wegen. Von der. vi. ſchellen. Die. vj. ſchel iſt NO, (RE Dax rechtigkeit / oder vß neid vñ bscs von liebe wegen oder võ leidlicheit / oder von einer anderen boͤßen meinung willen. Alſo vꝛteilten die iuden criſtum vß / vñ pilatus foꝛcht des keiſers i.petri.ii.tradebat autem. Er gab ſlch ſel vꝛteilen uit von liebe der ge XXIIII Von der. vli. ſchellen. Die.vij. ſchel iſt vꝛteilen dy ſünder vnd vbel theter denen du gleich biſt ð thomas ſpꝛicht wan er würt geſehen das er es thůt mer auß hoffart vnd eigẽs wol gefallens den vß gerechtigkeit. Sarımb | ſünd iſt der werff Yen er deſter minder fol er die ſünd nicht vngeſttafft laſſen / aber er ſo ich für ſetʒen das er fein leben woͤl beſſerẽ vnd mit demůt ein vbeltheter verurteilẽ fo ſünt er nicht / ſich antho. an. Alſo haſt du ietz vii. ſchellen bei denen du erkenne kanſt / aber das du ſie noch baß erkenneſt ſo werden ſie dir voꝛgehalten in vnſerem ſpiegel des bꝛantz narrenſchiff vnder der figur einer ſo die vnderſton die narren in den keſſel zů treiben / die ſau oð die moꝛ bedüt den armen menſchen / der keſſel be⸗ důt ein falſchẽ vnd ſchedliche ſententz vñ vꝛteil / die narren bedüten die richter. Wiltu aber die ding alle elarlichen ſe⸗ hen / ſo liß dz tuͤtſch bꝛantz narrenſchiff be bes den falſchen vꝛtel ſpꝛechen / ſant Gꝛe⸗ ſunder der pũcten das fie kein gelerten ne goꝛius ſpꝛicht das das menſch lich vꝛtel in men in iren rat / das doch dienet dem ge⸗ en verkert mag werden auß 1 5 wan du nit reden gedarfft auß foꝛcht des Plato ſpꝛach/ das das gemein gůt ſe gewaltz deines oberen / von geitigkeit / da; lig wer wan die weiſſen regierten oder die man das gemüt mit gelt coꝛrumpiert võ; regenten ſich auff weiß heit gebẽ / die weß 5 Bunt du ein feind biſt von liebe du wilt heit gottes ſpꝛicht durch mich regieren dy an künnig c. Vnd in dem geſatz Moyſt . „ frijnd gůtz thůn i i. q. z. quatuoꝛ. . 0 Fern 915 1 9 lang mtr 2 * . u 2 1 > 7 . 5 2 „A at: .D Ars, ri, eyt- rd V 27, 31 1 2 — C d / Su \ — 5 . .. e Arte I - 7 f ( x N Y kann) f — Fe * * a Nr meinen nutz zů groſſem ſchaden. n eee us 55 u Gonfiiz’Rarren was gebotten das Yertinig ſolt das der ſatz gottes wiſſen. Senne uit het zwen ratzherren / ð ein hieß Chuſi der ander achitofel / da nun abſolon da⸗ uits ſun ſein vatter etlich reich ab wolt zie hen / dahieng ochitofel an dem abſolõ ab⸗ er chuſi bleib bei dauit. Dauit fpꝛach zů dem chuſt / es wer beſſer du wereſt bei ab⸗ ſolon dan bei mir das du moͤchteſt nider ligen den rat achitofels. Chuſi thet es da abſolon rat het wie man die ſach wolt an greiffen / da riet achitofel ſpꝛach / er wolt nur. vil. tuſent man fo wil ich diſſe nacht Dauit da vnd da fahen. Chuſi ſpꝛach da es an in kã achitofels rat iſt auff dis mal n it gůt. : regum.i. het. i. Alſo hinðt chu⸗ ſi den rat achitofels vnd warnet dauit dz er floch dennen da er was. Da achitoffel ſahe das ſein rat nichts ſolt vnd verwoꝛf fen ward / da hencket er ſich ſeloer. O wolt got das alle die / die da raten wider dauit got den herren vnd ſein geſatz / mit dẽ tod verdürbent. Chuſi was für den dauit be diüũt / die frumen rats herren der leider we nig ſeint / aber der achitofel die wider got vnd erberkeit ſeint deren iſt vil darumb chuſi iſt leider tod. teil ſpꝛech er / ratzherren vnd die / die rechte ding ſollẽ er⸗ kdeeennen / erſchꝛecken vnd foͤꝛ chten das ſtreng vꝛteil gottes / dz vber ſie kumen wire wan fie es nicht thůnt / nie⸗ mas mach es im leicht das got durch die finger ſicht vnd ſein ſtraff verlengert vñ nicht gleich mit der fuſt daryn ſchlecht /es würt kõmen & Als der weiß ſpꝛicht ( ſa⸗ pientie.s. iudicium duris ſunũ.) das har teſt vꝛteil wũrt gon vber die / die obſeint aber dem arme würt barmyertzileit / die gewaltigen werdẽ gewaltigklich geſtrafft O ir richter / got würt erſchꝛocknlich wis der euch fein / ia euch vnd dennen die yetz grim vnd hert ſeint armen lũten / vnd dẽ leiden ( notate verba ſignate miſterig) vnſchuldigen / haben jet vil trabaniẽ ſol⸗ ner vnd knecht vmb ſie ſton vnd nemen gaben von geiſtlichen vnd weltlichẽ / ſeint reich vnd můß ieder man inen feder leſſen vnd adulieren vnd ſeint aber beſchweret mit groſſen burden der ſünd / hüten euch chriſtus der richter kumpt / ir werdẽ in bal de ſehen euch zůmeſſen mit der maß recht lich zů meſſen als ir gemeſſen haben mitt bochery vnd ſtrenckeit / vñ mit gewalt ge botten den armen / ezechie 34. nit meinen das er es vᷣziehen woͤl lang / vnnd wan ir ſpꝛechen es iſt frid vnd ſicherheit /fo wirt euwer verdampnung augenblicklich hie ſein.i.thi.ii. Dauit ſpꝛicht ¶ vite ſangui⸗ num / die fünder wind falſchen menſchen werden nit die halben tag vnd zeit leben. erſcheinen got der richter vnnd wuͤrt ſich felbs ftellen für deine augen / den du vos augen nie haſt wöllen haben. Er wire wider kõmen mit gewalt wider dich vnd wlirſt den ſun gottes in feiner maieſtatt vnd würt dich hertigklich vꝛteilen vn nd peinigen / wan du die armen vnd vnder thon gepeiniget haſt / vnd iſt ( dignum et iuſtum) billich vnd recht das er dich ger waltigklich peinige / got der herr wan du thůſt wider in des ampts / du füreſt man ſpꝛich / gotes vꝛtheil iſt / wan du falſchlich vꝛteileſt / ſo thůſt du wider das gemeine gůt das gefurderet vnnd behalten würt durch gußlendungen der Die ʒweit ſchar Xxxv gerechtigkeit vñ wider die liebevñ me vnd mit im die pꝛieſterſchafft da er vñ ſie mit gerechtikeit das wider den du ein einander hetten geret von den foꝛigen ſachen vñ falſch vꝛteil felſcht / wenſtu o narr fie den getaufft hett emp fangen / da zerfiel ſie zů das du erloͤßt werdeſt mit der ſchle eſchen / das ſollen die richter vnd vꝛteilſpꝛecher in . ehren beicht vnd abſolucion / nein ire oꝛen nemmen vnd ſollen ire zunge gewenen re 1 7 es iſt not ein widerkerung vnd ge chte vꝛtell zů geben das fie hie gnad gottes erwerʒ/ʒ/ ng zů thůn / o du verlundet vnd ben vnd doꝛt ewige ſeeligkeit vber kummen / das biſt ein rauber ia boͤſer dã ein rau verleihe vnß der herr Iheſus chriſtus der da iſt ber / das volck gibt dir dz ſchwert gebenedeiet ewiglich. Amen. des 8 du es ſolteſt behü ten vnd beſchirmen / ſo erwürgſtu . | es / du thůſt als ein Eins vogt der An dẽ ſon tag der alten faſ⸗ das kind beſchirmen ſolt / erſticht nacht / der narren zal iſt on end. er. Zů dem erſten darũb ſo thů Gelt narren. bůß für dein ſünd du biſt gar ver von dem rych gottes / got wil ſem lich vngerechtikeit vngeſtrafft nit laſſen / wiltu nit nachfolgen dẽ cri ſtenlichen fürſten vnd küngen die beſchitzen vnd beſchirmẽ ſeint ge⸗ weſen witwer vnd weiſen als ſant Ludwig was. Alſo volg doch na⸗ chſden heiden ſich troianũ an vnd ander derẽ hi ſtoꝛiẽ vil ſeint / Höͤꝛe aber ein ſeltzã wun derbarlich ding fo ſichſtu wie got der her lieber dy gerechtẽ richter vnd ſie hat in ſun derlichẽ ſchirm vnd hůt. Ee ſch EW NN, Ale N reibt Petrus de palude in gugrto 0 wy in franckrych hab ein buer woͤl > len graben in ar , er funden ein menſchliche zung re . Len er frage ſie werfie ner ſieant wurt fie were geweſen ein zung ein es heidiſchen richters vnd darum̃ das er nie kein falſch vꝛteil hette ge ben darum̃ fo hetꝛe got im fein feel behalten in dẽ lid der zungen biß das er getoͤfft würde darũ bat die zung den buren / das er hieſſe den biſchoff kumen ſie zů tauffen vnd wer ein zeichen der warheit / wan die zung getaufft wurde ſo würde ſie zů puluer werden /ð biſchoff ka ö iſt auaroꝛum gelt narren / karg nar z ren/ damit wir nicht irren vnd den gerechten vꝛtheilen mit dem vnge⸗ Gon fit Narren rechten wan nit alle reichen vnd vil geltz haben fein narren / wan Job / dauit / abꝛa ham / iab waren nitnarren / ſo ſol man. ii. ſchellen warnemen / dabei man die reichẽ natren fol erkenne von den andern. ii. ſch ellen hab ich kaufft von ſanctam Thomã in pꝛima ſecunde et in: · Die erſt ſchel. / da ein menf in reich los: . Lee ein 4 rẽ wůrt got mit dem kolben ewiger verdãp nis luſſen / wan ſie ſeint in todſünden / vñ was iſt fein letſt end ſetzen in ein zeitliche das thůt der menſch der gelt vnd gůt hat als ein regel vnd für ein vꝛſach aller ſein⸗ Thomas ei evempel ein armbꝛuſt [hd lein zeichen am ſchůtzrein / zů dem ſelbẽ halt er vnd oꝛdenet ſein armbꝛuſt das er den boltz zů dem zweck richte vnd treff. Item ein bůler ð ſetzt für ſich feinbüle oꝛdĩnet fein thůn ond lon vmb iret willẽ. Er ſtot vff vnd gat nider wen fie wil /er leidet ſich alſo treit alſo farben in hoßen wie ſie wil / kurtz daruon er oꝛdnet ſein le⸗ ben nach irem willen / veracht vnd vetſu⸗ mtr was fie wile Alſo der geitig nar ſetzt gelt zů feinem end alles das er thůt das oꝛdnent er ʒů dẽ geben . Alſo der nar oꝛdnet in dz gelt als in ſein got dem got gloübt er die bach en haben den glauben in der kiſten in dẽ gelt got hoffet er / den hat er lieb / den ſetzt er für die liebe gottes vnd ſeines nechſtẽ / r achtet nit gottes gebot /zeuber tretten vmb des gelts willen er ſchwert mein eid eid erlüger / er trügt / er gibt dẽ armen ni⸗ chts in ir noturfftikeit. Er ie gebot gottes nit/er verfaumpt an dem ſontag ie meß / an dem feirtag werckt er damit er dem̃ gelt gehoꝛſam ſei vñ gelt vber kũ er vberficht keinem / dan wan ma gelt fol gewinnen ſo hoͤꝛt alle fründſchafft vff. Er Bat gelt vor auge wan er dle ſacramẽt fol . wil er ein weib nemen / ſo fragt er me dem gůt nach dan der erberkeit nach / wil ein⸗ er in einen oꝛden gon ein münch / ein biſch off werden /hat nit got den herren voꝛ au gen / aber das gelt / er fraget nach ð pfrün wie vil treit ſie ( quantũ impoꝛtat) er ſicht die abty an das biſtum / aller feiner rüwe vnd miß fal iſt nit das er got erzürnt hat er das er vmb gelt kommen iſt / dẽ gelt wychet er / er god vnd fert im vber feld / er wercket / er ſufftzet / er ret daruon / er fin get vnd ſagt d ancrus Paulus ht in der epiſtel ſchꝛybt ermandt chriſten menſchen zeleiden gotz willen (in omnibus ſuquit exhi beam nos rc.) in allen Tingen follen wir erzeigen als diener gottes / fie halten gewin. Item er grüſet die lüt/er ſchmeich ſich als gelts knecht / in vil gedult / in w⸗ let vnd liebt er lobt ander das er ſie zů im wertigkeit in angſt im turn / in arbeit / in ziehe vmb ſeins nutzes willen. Er zürnet wachen / diſſe ding leiter als der geitig vm̃ vber die / die in hindern an dem gewin wz ſol ich vil deding machẽ als ſein thůn vñ laſſen / ſein reden fein ſchweigen ſchickt er in das end in fein gůt / vñ zů gleicher weiß als ein gerechter menſch vmb got des her ren / vnd vmb ſeiner eer willen als in das letſt end oꝛdnet alle ding / vnd ſein willen zů erfüllen es ſei faſten / betten / almůſſen den pfennig. Aſſent vnß redẽ von dẽ faſten als vom zeit in diem uir ſeint (ecce in ieiuniis multi (celique obuntentes) Diſſer geitig nar hat hunger er vnd fein hauß geſint aber nit vmb gotz willẽ / aber Die dꝛit char vmb des gelts wlllen er bꝛicht ab ſeinem mul vnd ſeinẽ geſind / vnd legt es in des ſeckels mund / darumb faſtet er vmb gelt tes wilen / nit vmb gottes willẽ / diſer nar iſt hoffertig darũb faſtet er vmb rům vñ zeitlichs lodes willen. Er iſt nar er bꝛicht einem feind ab vnd ſpeiſſet ʒwẽ / wan ws er dem leib ab bꝛicht durch faſten dz gibt er der welt vnd dem tüffel. Ein fraß faſt auch ſeinẽ got / das iſt ſein buch / du ſpꝛich eſt das iſt eĩ wunð wie kan einer ſeinẽ bau ch mit faſten dienen alfo, Z dem erſten ſo faſten ſie das fie dar nach deſter lůſtlicher eſſen mögen / darua ch feine ander die da faſten das fie deſter baß lebent / aß bereit ſpeiß vnd koſtlicher eſſent / ond eſſen off ein mal als vil als ſy ſunſt off zwei mal eſſen / wan fie nit faſte ten die thůnt got ein ſemlichen dienſt als einer der einem zwen helbling gibt für ein Raa f em ſuden oder einem ſatracener / auch wã ſie mogen wöltenfaften To ſpꝛechenn fie machen vnß moꝛn etwas gůtz wir müſ⸗ ſen moꝛn faſten / hũt ſo faſten wir machen mer dan auff ein andern tag / moꝛges ſpꝛe chen ſie wir haben geſtern gefaſt wir mil ſen me Babe dã des andern mals / vnd al ſo betriegen ſie got für. iii. haller numen. O wir nun von faſten reden vmb geitz wil⸗ len vnd vmb des euaugeli⸗ — um uillẽ iſt ein frag zů thũ wy ſol ſich ein menſch halten der vꝛſach ge nůͤg hat das er nit darff faſten das er ge⸗ nůg thüge. Ich gib antwurt das er. iü. regulen halten ſol / vnd ſein. iii. ſ. ſ.ſ. ſit fo bꝛius ſolus ſalutus eſt gabꝛie.ſuper magi ſtrum in.l.diſti. is. Zů dem erſten ſo⸗ bꝛius er fol feinem ſchleck nit gnůg ſein / er es vnd trinck bloß / das die vꝛſach auff hoͤꝛ darumb er nit faſtẽ mag ex. einer mů ße an dem moꝛgen ein füpeleffen am faſt XXV it ſir ſalne (lirarine fecver tus /ſtil die regel gibt ſanct⸗ us Aũguſtinus haſtu vꝛſach ů faſten dũ biſt kranck můſt sum ergereſt vnd boͤße evempel gebeſt andern dz du nit ſündeſt laß niemãs zů dir wider die / die offenlichen off den ſtuben / in den würgßüfern zů nacht eſſen / wan einer si nacht eſſen müß ſoſol er eſſen mit ſüfftzẽ vnd bitterkeit feines gemütz vnd truren. — das er nit ie mag als andere frumme menſchen. e It reaelfi: ſolutus er v angli. an / wer ð beichtuater der ſelen artzt vñ des leibs artzt dir erlau ben zů nacht eſſen vñ dein noturfft erken nen / ſo iß ſagẽ etlich wer kan alwegẽ ʒů dẽ biſchoch komẽ die ſach mag offenlich ſein dz er ſelbs mag darüber erkennẽ . Etwan mag ein and erer mã darüber erkennen. Dieander ſch⸗ 2 el da bei mã ein gelt narrẽ Ex TS Fi slerkenne iſt in dẽ mittelẽ die geoꝛdinet ſeint vdertret eng oꝛuchẽ ʒů dẽ rechtẽ end. Es moͤcht ein gelt nar ſpꝛechẽ es iſt nit mein meinũg dz ich mein letſt end woͤl fee in dz gelt zů vberkumẽ noch vm̃ geltz wilẽ zůthůn wid gotz gebot noch wid die liebe des nechſtẽ/ Ich weiß wol wz ð her lert im euan. ſůchẽ ʒũ erſtẽ dz reich gotz vñ ſein . Es iſt wol war ich bin rych vñ hab gnůg aber bhalt es zů myner noturft aber wolt nit gerẽ go tz gbot noch ð h. kirchẽ übertretẽ ich kũ ger \ N FIAT STR Gon filtʒz Narren en den armen 35 Bilffe/ ich verſaum kein meß an dem ſontag / ich ſchwer mein eid / ich beſcheiß niemã. Es iſt wol war ich ha be mer dan ich bedarff / vnd ich hab zů vil ſoꝛg zů reigieren mein hauß / doch fo hoff ich es ſei on ſchanden vnd abbꝛuch goͤtli⸗ cher vnd bꝛůderlicher liebe. Ich verſtandt dich wol bꝛůder du ent flüchſt wol der erſten ſchellen / aber diſſen andern ſchellen nit / wan haſtu ſchon ein recht end ſo haſt du doch nit in dem bꝛuch rechte mittel / wan du zů vil zeitlichs ſam leſt das es dich mer hindert an dem relch gottes vnd an ſeiner gerechtigkeit dan es dich voꝛdert sc. Ich gleich dich bꝛů der den kinden / wã ein doͤchterlin kumpt vff ein matten vnd wil blůmen ſamlen zů einem ſcheppelin / vnd hat ein arm vol blůmen / gat alſo für fo ſicht es andere blůmen die feine hůbſch er dan die es hat / ſo würfft es die hinweg vnd nimpt die ſelben oder behaltet die ſel ben auch / vnd ſamlet dẽ arm als vol das es fie nit vmbfanhen mag. Wereſtu den kinden gleich das du dz gewunnen gůt hinweg würffeſt den arm en gebeſt / vnd das neuw ge wonnen gůt behielteſt vnd latſt ſo vil vff dich das du es nit ertragen magſt / vnd biſt gleich ein em narren den ich gekent hab / der het die gewonheit er trůg alwegen ein ſtecken in der hand / vnd wa er ein ſtecken fand / dẽ bub er vff / vnnd het etwan fo vil ſtecken Daas erſie nit Fer t/ vñ gab nie mane keinen.“ Al ſo thůt ein gelt nar / wz iſt zeitlich gůt dan ein ſteckẽ/ein hilff / ein kuck einem lamen wan on zytlich gůt on mag man nit bleiben dieweſſ wir le In \ leben bedoͤꝛffen/mit ſpriß/ttanck/behauſ ſung. Ein ſteck oder ein kruek wan ſie zů groß iſt oder einer zů vil kruckẽ hat ſo kan er aber niergen hin kummen wan ſie hin⸗ dern in. Alſo zeitliche güter wan ir vber die maß zů vil ſeint fo haſtu dich beſch we ret mit zů vil krucken. O nar es wer beſſer du gebeſt anderen auch ſtecken / den arm men / den lammen / vnd den ſiechen/ die ir ſtecken bedoͤꝛfften / das fie auch vber den graben des mangels vnd noturfftigkeitt ſpꝛingen moͤchten. 1 Sanctus Franciſcus domnicus apo ſtoli die habent die ſtecken zeitliches gůtes hinweg gewoꝛffen das fie möchte Lauffen den weg goͤttlicher gebot zů dem hymmel vnd wan inen eines ſtecken not was ſo zu gen ſie ettwan einen auß einem rebſtock / das iſt fie betletten das ſie notturfft vber kammen / wan der her ſpꝛach ir ſolen kein ſtecken zeitlichs gůtz hö ir ſolen esheiſchen võ denen / den ir pꝛedigen. Wiltu aber das nicht thũn die ſtecken alſo hinweg werffen zeitlichesgůtz / ſo ſich doch zů / lad nicht ʒů vil ein groſſe burde zeitliches gůtz vff dich nim dein noturfft trag nicht ein burdin mit dem reichẽ man in die helle / in das ewig feuer / die ſtecken machen im noch ein flammen der in bꝛent er ſpꝛicht ( crucioꝛ in hac flãma) ich würd gecrütziget in diſſem flammenhauß / au⸗ ch das du auch c en a e a geſt / dein garben die du macheſt hie von & ltz / heuw / vnd von hanffſtengel vnnd u clingleſt hie mit diſſen andern ſchellẽ / ale ſanctus Paulus ſpꝛicht ſo würt es als err Die. vil. ſchel wer Periurſum mein eid. Die. vi, ſchel wer Perdicho verlierung N Hon mutʒ Narren An dem Montag nach In uocauit. Der narren ſchar iſt on end. m) 7 { e m A 0 WWII m) A) LEN, 2 car, > 3 N PR N R\ IN S 2 FR 5 S Zi n 8 N ISSLIEIS/ET — — W S AR re N AN ISIS | SER N IN 8 N a NAHEN JE S SS — — N OR k , A ya Mn NE x j m 2 J \ I er Je fierd ſchar der narren (ſunt pꝛeſumpto.) Heißẽ nüwe finder /ſeltzame narrẽ / mutz / — narren / ʒiernarren / malnarrẽ / ſpie gelnarren. Es ſeint die die für andere menſchẽ woͤllent etwas ſeltzams hon / es ſei in kleidern⸗ vnd in ſitt en / geberdẽ / fie ſeind leichtlich ʒůer⸗ ken nen / wann fie feine mit ſchellen vmbhenckt als ein Jacobs bꝛůder mitt muſchelen hinden vnd foꝛnen. Aber nim ſiben ſchellen mit dene du fie erkenneſt. a Die erſt ſchelt Die erſt ſchel iſt bat bas nutrire) Bart ziehen / es hatt XXVII. vmb eines ſiechtagens willen / ſie feine rüdig / ſchebig in dẽ angeſicht vnnd moͤgen das ſcheren nit erlei⸗ den. Andere tragen bert vo trauri keit wegen / inẽ iſt ein rad ober ein bein gãgen / alſo was Zuli Aber voꝛlangen zeiten wan es ei⸗ nem voel gieng/ ſo ſchar er dẽ bart Elliche tragen bert / das ſie gleich ſelen denen bei denẽ fiewone, Als deer kriechẽ gewonheit /i ſt bert tra gen vnd Apoſtoli/ vnd die conuer ſen / der Carthüſer / vnd benedicti⸗ ner / als die geen Iheruſalem fare woͤllen. Andern das das wetter in en nit vnder das antlit ſchlag. Et liche das fie ein boͤſe fach woͤllẽ thũ ein ſchalc heit / als man gemeinlich ſpꝛicht. Etlich verhel ſſen kein bart zeſcherren biß das fie ein fart vol⸗ bꝛingen. Etliche das man ſie nit er ken / das fie in dem angeſicht wan delet ſeient / als der phaff thet von dem das geiſtlich recht ſagt (de vi ta et ho. cleri in glo. ſt quis). Etlich vil daran greiffen / gedencken da ſie man ſeien/als Sic genes g gab ei nt wurt / warũ er ein bart het / dz ſie nit all feine von diſer nar ren ſchal. E Teint andere die kra⸗ Zen bert 95 vppiger eer/ſie woͤllent _ Jeln ker gaben vnd Jas man mitt 5 harren / fie haben als vil narren ſchellen/ als manch har ſie vmb das maul vnd an dem kin habẽ / ſo fie kein kugen noch weiß heit in inen haben dauon fie rům⸗ reich moͤchten fein/fo woͤllen ſie võ dem bart gelobet fein, dz ſie etwas ſunderlichs habent. 2E mo N \ \ \ m ER Hs 13 echten das es den narren ein mal einem ock gieng er fiche den lewe vff ein berg / der lew eib vnden an dem berg ligen / vñ war⸗ Fer vff Ten bock, dẽ lewen ward Banden den bock ward dürſten / der lew ſůcht zů eſſen vnd kam bald wider / der bock giẽg trincken / vñ da er alſo in das waſſer ſahe vnd ſahe ſeine hoͤꝛner vñ ſeinen ſchoͤnen bard / da gefiel er im ſelber wol vnd ſpꝛa ch zů im ſelber / nun biſtu doch ein feiner geſel / du biſt groß vñ haſt hübſche hoͤꝛner en ein ſchoͤnen bart / du wilt den lewen it mer foͤꝛchten / wilt nitt mee fein ſpeiß in. Da er alfo mt im felber redet / da hoꝛt es der lew vnd fiel vber den bock vñ | er bock ſpꝛack er lew ſeint mir barmhertzig / es iſt bock art wen fle getrinc® l reden mit inẽ ſelber / aber de tes gloꝛieren / heimlich von dẽ £ fraß. die die geruntzlet haut in dem antlit lie d würt es vnſern gebertechtẽ narẽ ab eden e:Beit des bar wie ein mal Die ſibend ſchar Von der andern ſchellen. Die ander ſchel d iſt wi derſiñs / das angeſicht I vnd den halß polieren / ein = Merlin muß nit da bleiden / Alſo leſen wir von Julio dem erſten Rei ſer / wie wol er bert trůg als geſagt iſt / da er was / aber ſunſt ſo ließ er har inn dem antlit nit / er rupfft die wurtzelen von TE bart vß. Item etlich ſchneiden die roͤck vß das mã in die helß ſicht / ſchier bitz zů dem halben rucken hinab / ſie ſcheren alle wochen zwei oder dꝛü mal / ſie weſchẽ fi dick vnd malen ſich / ragen guldin ketten an den helſſen / tragen biſſem bei inen be⸗ ſpꝛengen ſich mit roß waſſer / das fie alle geziert ſeint mit der hellen Al It en raw defi | in diſer ſtat ʒů vnſeren LEEREN ZN D 3 vñ zů ſchanden / wan ein frembd man et ſen / als die vogler etwan P} 27; wan kumpt vñ fragt wer iſt der mit dem bꝛuchẽ geierẽ zefahẽ. E ſt eln zeicht eine bart / es hat ſunſt keiner kein bart / ſo ſpꝛi wurme ich alſo en decken / cht er dẽ er iſt ein ñart / er meint man fl Nuß helfen dẽ laſſen / ſollen gez vil vff in halten darumb das ex tmeinlich niit / ſeĩñt boͤß die 3 dear, ele dender are de ie amel cn gore! tragen halbe bert als ſtette feine off einer mach an. Es iſt kein maler noch hantwer ſeiten geſchoꝛren / erlich tragẽ knebelbert / ks fnan / ſolt ma im ſein werck woͤllẽ beß etlich hond ein klein ſtücklin an dem back ſern / er nem es zů ſchmach vff vnd würd en ſton / es wil yeglicher etwas beſunðs erzürnt / vñ was ſchmach vñ eer thůnd ir tragen / vñ iſt alles narren werckt. got an / du wilt lieber haben ein angeſicht als dir ein anderer oð du ſelber dir mach eſt/dã das antlit 9 dir got gemacht hat Yon mutz Narren Lenhart / aber die gelůpt vnd verheiſſen ſo ſie gethon habent ( veneri et backe ) iſt den freſſen vnd ſauffen vnd den hůren. Von der dꝛitẽ ſchellen. Die dꝛit ſcheli rauß mache / lang har ziehẽ rembd har etwa von tod⸗ ten yn fiech reſi. Es gon letz frauwen wie die manta ſſent das Bat an Tekücke Ban 5 baretlin mit hanen federlĩ hatz / das iſt dein dot n Vieneft für ein got vn din lie/ ber haſt den got / was gloꝛiereſt du in den ſtricken des tüffels / die kind machẽ von roßhar ſtrick damit fie vogel fahen / alſo mit deinẽ har facht der teuffel die ſelen ð mann Alſo fieng Judith Holifernem Abſolon mit feinem har bleiber hangen an ee bau‘ 8 rd 5 D weib er ſchꝛickſtu nit / wã Ju frembd har zů nacheoff deinẽ kopff haſt / vñ etwã ler Adtẽ frawe zũ d Ir es zů bůß geb ind beicht für Ver find du nemeſt die bůß nit an / welche het e in hand eins todes an ſeinẽ bet ligẽ / wan mã es ir zebůß gebe ein nacht/keine thets / vñ du haſt ir har vff dẽ haupt ligen / got troͤ wet dẽ ſelbẽ ire ſtraff. Iſaie il. Got würt bꝛicht/zů glei XNVUI frawẽ beraubt / darum beraubt der aff ſie billichen auch (ns eſt lex equl oꝛulla quod necis artifices arteperire ſua ) Franz — her weiß chen in mann ẽ vnd di der weiber ſtreftich i vñ diſcant ſingen in den Die vierd ſchel EN 75 75 ; itt dz haupt zierẽ/ wer wil er es zellen die nüwe find / nuwe zierüg vnd narheit die man ckt dz haupt zů zierẽ / ſiheſt yetzůd erden du nit wie niemans iſt der nit eſſels oꝛen hab off feine kopff / ſibeſtu nit wie mã ietz und ſilberĩ kleinat an barretẽ treigt⸗ fhelle vñ N ganz ein ſchand iſt / daz die weiber yerz baret trage mit oꝛen / die man “wage yetzüd hubẽ wie die frau mit ſeidĩ V fit gold geſtrickt / ſiheſtu nit wie die Weiber Binde an de hoͤptern dia demẽ r chẽ wie die heiligẽ is Se 47 en groſe koͤpff wie ein ochſen kopff/vñ foꝛnẽ vm̃ das maulharum̃ gat ein tũchlin / daz iſt kaum zweier finger bꝛeit/vñ ſehẽ her⸗ uß gleich als ob ine das kzn in eim haffen E ii der ſcheren liebe har büfft/biſem treigt vñ die m als har krüßlet ma \ \ J 77 reiff hienge. Itẽ die wiber tragẽ gel ſchle⸗ yer alle wochen fo můſſen fie die ſchleyer weſchen / vnd widerumb gel ferwẽ. Dar⸗ umd ſo iſt der ſaff ron ſo thür dz iſt ein ge wiſſe warheit / es iſt on zweiffel got mißfel lig / gel es tragen die farbe frauwen oder die mannen vnd ſeinẽ engelen. Item der leio Jeſu ward nit in ein gel thůch gewi⸗ ckelt / aber in ein weiß thũch / darumb die coꝛpoꝛal feine weiß · Itẽ dle engel erſchi⸗ nen den frawẽ in weiſſen alben. Die clei der des herren ieſu wurden weiß / als der ſchne inn feiner erclerung / was me / ann ein ful fleiſch macht man ein gelle bꝛüe / man macht kein gellen pheffer an ein fri⸗ ſch fleiſch / aber an bꝛoͤſemlin die geſteren überbeliben / die alten wiber mit den gellẽ ſchleyeren ſehen heruß / als ein gereüchet ſtück fleift ch vß einer gelen bꝛũe. Von der funfften ſchellen. Die funfft ſchel mmen. Es Woent etwa [0 es gußecken / lyß bꝛant ſchiff / wiltu ſehen wie becleidet ſeint die vngerẽ / boͤßem / ſaxen / frantzoſen die walhen / ia alle zungen / ſo gãg geen ſtraß burg / vñ ſich es / du ſichſt auch do die erlof ſen kurtzẽ roͤck die nit allein den hinderen nit decken / ia die lendẽ / vnd dẽ nabel nit Es was vorzeitte ein groſſe ſchãd die ab ſchnidũg der leider Tante ſtrapfft hertẽ klich do der fänia Am dauids dieneren Ode bert ſchar / vnd inen die cleider abſch⸗ Die vierd ſchar neid die regẽtẽ in dẽ ſtettẽ vñ lenderẽ ſol ten die kurtzẽ ſchandtlichẽ cleider abthůn die den frawẽ reitzgũg gebẽ / ſo fie die ſchã der mãnẽ nit möge deckẽ. Sich darnach an den gürtel ð cleið gũrtet / fund an fra wen was ſchellẽ ſie tragẽ / ettwan iſt er ſei⸗ din etwan güldin etwã fo koͤſtlich gema cht das der goldſchmid dẽ gürtel nit nem für dẽ lon / das iſt ein gewiſſe warheit ich wil der anderẽ geſchwigẽ. Ein ſack volle köstliche gůtẽ weiſſen dẽ bint ma mit ein nẽ ſeil / iſt eins pfennig werd / vñ dẽ treck ſack můß mã bindẽ mit gold / vnd ſilber da etwan ein gürtel xl. oder. l. guldẽ wert iſt / es iſt erſchꝛoͤckẽlich das da ein mẽſ h allermeſt materien hat der demůt / das er hoffart do mit treiot. micheas ſeit. . c. hu miliacio tua. Dein demůt iſt in mitten dir ich wil geſchwigẽ ð geweer der mannẽ etwan hiẽgẽ die tegẽ am gürtel letz bindt mã fie off die erß vberzwerch in katzbalg gond der knoff vberz werch vñ ſicht gelei cher eim hüener ſedel den eim tegen / was ſol ich ſagẽ võmẽteln der mãnẽ fie feine vndẽ beleit mit farbẽ gel vñ ande gond ebẽ wie ma die inde etwã molet die ieſum fiengẽ / got wil ſemliche narheit nit unge ſtrofft lõ. (s. apho i.viſitabo.) Ich würd viſitier ẽ die/ die fiẽbde cleider an tragen. Von der. vi. ſchellen. N Eee ſcheliſt ũierẽ die füß vñ ſcheckel ſich e die hoſſen an wie ſie geteilt ſiint wie ein ſchachbꝛet wie von cleinẽ bletzlin fiesammen geſtůcket ſeint alſo dz fie me koſtẽ zemachen dẽ das thůch wert iſt / das kũpt als vß welſchẽ lãd vñ frãckreich / ſich darnach die newe ſtiffel. (Ad coꝛduliẽſiũ) die in vnſern lan dẽ nie gew lich noch bꝛuchlich ſeint geſein dẽ an dẽ wẽdẽ / hat mans wol gemalt geſe hen mit dẽ kumpffen bantoflẽ die ſchůch Hon mutʒ Narren waꝛẽ etwã zůſpitz / yetzũd fo ſeĩt fie ſtũffpt wie kalbs müler etwan waren die ſchůch zů eng / ietz ſo ſeĩt ſie zůweit / die ſchůh ſeĩt auß geſchnutẽ vnd zerhacket / weren doch beffer gantz dan zerſchnittẽ / ſo mechtent fie dz kate zerteilẽ / ſunſt fo gat inẽ ð treck in dle ſchůh vnd beſcheiſſen die fůß / Ich hab ein man gekent von dẽ ſagt mã wen es regen wetter was vnd wũſt / ſo gieng er vff holtzſchůchen in die kirch vnd trůg ein par ſchůh vnder dẽ mãtel daß legt er an in der kirchen das er ſuverer er ſchein dan andere. Von der ſibeten ſchellen / Die libend ſchel A a iſt auſſerthalb dem mẽſchẽ 9 oder me / dan die füß zieren dWdias haupt vnd den leib / wie kan daß fein es geſchicht zũ erſten durch die langen ſchwentz die ſie in dem kat no⸗ her ketſchen / als erlich pfaffen thůnd vnd pꝛelaten / vnd die wehe weiber / liß doctoꝛ bꝛants narenſchiff. Es geſchicht auch durch die hohen ſolẽ vnd hohe hüt das fie lenger ſcheinen dan fie ſeint / vnd feine mã võ dꝛeiẽ ſtückẽ zůſamẽ geſetzt / vndẽ hültz en vñ oben filezĩ Es ſeint narrẽ die geeret wellẽ ſein wo leibs gerade / du bꝛůð nimeſt nit war das ſaul der künig boͤß was vnd gieng doch von dẽ gürtel vber alles volck faden NICH worffe/on ich vꝛtell nit wie der menſch⸗ der menſch ſicht allein das vſſen iſt / got ſicht aber daß hertz.i· regũ is ſiheſtu nit ye koſtlicher dz gewirtz iſt / ye in cleineren ſeclin es iſt / als negelin vñ anders / aber wollen iſt in groſſen ſecken. Vnder diſſer ſchellẽ ſeit begriffen die feawe die die langẽ ſchwentz vff dẽ ertrich NIX hernach ziehen vnd von der nackentheit chriſti in den arme / gedencken fie nit / wir ſamlen damit flo ch vff vnd machẽ ſtaub denẽ die in nach gond Zůgẽ z dz nit 15 tüffel rů vff de langẽ ſwãtz Wir leſſen in eĩs Beilige leged ð ſach ein ta 2 1 da Kor er in warũ er Lacht da che er ich hab mein gefellen ehen ſitzen vff d frawe d fie hat de Vnder diſſen ſchellẽ das la erlich i zeſagen / ſein etlich pꝛelaten N vous frazoſſen die ſo lang f wer an irẽ cleiderẽ tragen das ire knecht die mũſſen W gleich wie ſymon neus N \ Hotels vor mitag vñ el Rach fnitfag/ we md zn deln darfg gar d zn elt andere ſpil ſo haben fie andere cleider vñ wellen lieber 9 die milwẽ ſy eßẽ wã dz ſx es armẽ leuten geben fie zůbecle den 1 * age dz kllent daz ober cl wer reicht Jen gefüller die ſchabẽ hõd vch dy leid geeſſen Berfihar dis claqt es auch Es ſchreiẽ die nackendẽ mit de hu Gerige VATEOFEON hunger keide/ ws ſolen fo vil cleider/roͤck vñ metel in kiſtẽ zeligẽ vn an ſtãgẽ zehãgẽ/alſo haſtu ſibẽ ſchellẽ dabei du mutznarꝛẽ erkenẽ maſt/aber got würt es inẽ nit ſchencken ſund hertiglichẽ ſtraffẽ / wie wol er ietz durh die finger ſicht liß eſaiã am. z c. oſiã am. A. c du frageſt welches iſt die můtter derẽ in diſer ſchar ich gib dir antwurt kurtzlich daz es iſt va na gloria vppige er iſt ir můter wã ſy hat fie geboꝛẽ vnd gebirt die narren alle tag alſo/tho mas. t. a. q i. 3.2. er hoffertig begert zů zengẽ fein cer vnd das onder ſtot er in weiß vnnd weg wie er das kan vñ mag zewegẽ bringen es E iit umẽ würt Die vierd char fei mit woꝛten od mit werckẽ / warlich oð angenemlich / ſchlecht oder krum / dir ecte vel in directe. Zů dem erſtẽ mit woꝛten fo wil er zen gen fein gloꝛy / ſo würt dann berümung daruß / aetaucia. 5 An dem Zinſtag nach In⸗ uocauit. Der narren zal iſt on end — Von den alten Narren. n n U 5 Je. v. Narren ſchar iſt ( fatuoꝛũ ſenũ). Altnarren / diſe narren ſeint zů erkennen inn ſiben == ſchellen als du hernach hoͤꝛen würft, Die erſt ſchel iſt ledig ſein / das er nit me mag Es ſeint etlich altnarren die alſo der boßheit vñ des luſts gewonet hond / vnd trauren das lie nit ſeint / als ſie etwan waren / ſtarck zů bübery / von der zal wz der ſterckeſt man nulo / da er ſahe vff In — — Zů dem anderen / durch ware geſchi⸗ cht / die da hond ein verwundern vff ir / da iſt geboꝛẽ vermeſſung / pꝛeſubcio. Zů dem dritten durch werck die er nit get hon hat / da iſt gleißnery geboꝛen / po criſim. ein mal iung geſellen dle rincktẽ vnd fachten mit einander. Er ſa tuliũ an / diſer nulo ſchlůg mit fla er hand ein ochlen in einẽ 85 tod / vnd aß in vff ein mal / da fie ſahe die runtzeln im antlit da weinet ſie vnnd ſpꝛach / wa iſt mein hübſche hin kummen / vmb deren willen ich zwei mal genoͤti⸗ get bin woꝛden / wie hab ich dich in dem alter verloꝛen. Von der andern fi chellen. Vie ander E ſchhel iſt/bogheit vn derſton zů thůn inn dem alter die einer ni vera z/ond im die natur © ſagt. Es ſeint altnarren die ſich den iungen vergleichen woͤllent / in den kleidern / in ſchůhen / har / in gon /in trincken vnd ſauffen / vnd kenſche woꝛt reden / ſie hond luſt zůhoͤꝛen vnd zeſchetzẽ võ zeit vnd hond luſt in boͤſen gedenck⸗ en / gleich als die / denen die bꝛũ dã nocht lieb iſt / ſo inen das fleiſch nit werden mag / gott der herrini⸗ meriden boͤſen willen der altẽ für das werck / vnd iſt boͤß. Hon alten Narren XXX Von der dritten ſchellen. hlt fünfftzig / vñ dz fie daz ſchintmeſſer e iich rümen von boßheit / die fo wölle fie kati alt lem / o narr ſihe fie en gethon hond / die al deine hend an⸗ſihe dein füß vñ augen an Aten leur / was man ſagt fo mi⸗ fi en en 8 5 fie [699 ſchen fie ir boßheit darunð / was fie in der er, Bebe y: 17 277 = fuget gethõ hond in der bůlſchafft / in dẽ N vff Bend. 15 n turner mit ſtechen / ſpilen &. fie künnẽ es ar Ä . harfür bꝛingen / ſehen ſie ein ſchꝛeibfeder / EN A c | ein ſchneidernadeln / o ſpꝛechen fie es iſt gar leicht mit der ſtehelẽ ſtangen zefechtẽ Dan mitt dem reiſigen ſper/ den ich fůrt da in dem krieg / da in der ſchlacht / ſicht g er eines pfaffen kutzhůt / oder ein kürſſen aa al einer frawen/fo ſpꝛicht er wer mein dans eckẽ würdig / wiltu er hon in deine alter er vñ harniſch alſo leicht gſein / er ſol wol ſo thů eeliche werck in ð luget/ ant Agu ein andern loben / das man gedencket dz fins Acht (de cuntate dei. das die röoaͤ y er auch darbei feigwefen/o ſpꝛicht er wer fer Betten zwẽ tempel gedu weh liach ein / es noch als da du da vnd da wareſt/ da aſfider einer Bit der Enger empel/ der an wir die ſtat ynnamẽ / vñ ſagen võ groſſen der der erde Neem pel d cerẽ müſt m ſachẽ da fie (dee e gon Turch den temipel Nr gt des zů ei 8 1 d * nc zeichẽ dz ð recht weg zů cere wer tugent 8 Heir / dz darũ ſeĩt es narrẽ die da weinẽ mã ſol ina met als vß vppiger er / dz fie woͤllent ge eer anthã d ſy alt ſeĩ en tugẽt⸗ 5 . er ſalomõ ſagt ſenec. vererabis eft &fa . Die vierd ſchel pieñ. ili. cap. wã die gloß ſagt da ſelben = RN bel das der ift graw ð wol beſinnẽ iſt / vñ ð iſt gůt t ich frwẽ vom vbel das ele der on maſſen der ſünd iſt 6 ee Bm 95 b Von der ſibendẽ ſchellen 1 auch darzů bꝛingẽ / dz ſie es — 5 +. auch tha /o wz groſſer narheit daz iſt / ſich anf Die ſiben d! N fröwe des dz er eĩ ding nit mag thũ / dz er 3 iſt / dẽ alter ſchuldigẽ. Es ſeĩ | ein hat ð es würt thů / ia ſpꝛechẽ ſie mein E etlich die begerẽ alt zewerdẽ ſun würt mich erſetzẽ er ſchlecht ĩ die art AS I vñ wã ſie alt feifo moͤgẽ ſie z thũt die weiber auch / die die iungẽ toͤ⸗ : chtern leren ſich off zieren / vñ ſchelten fie der ſchmert macht dich vnrũ wan ſie es nit künnen. eiß beingt Jin wenig ſulſe vn |. Von der fůnfften ſchellẽ. gliche traurikeit / dz ſeit die nit lgage dẽ no / a — g alter / darũ da du begerteſt alt zů werden Die. V. ſchel iſt da haſtũ dae das laden Degen Tan Weicher N % da einer vaiffer ſeins alters weiß / wann einer lang vber feld zůcht / ſo een olle nirale alt ſein / ale můß erleiden wind / ſtaub / vnd reigen al e ſie ſeĩ/ſie vgeſſẽ dz fie die art folangleben/alfo můſt du die dineg auch vff ð achſeln tragẽ / ein xt iſt wie ein L leiden. Ja ſpꝛicheſt du nun ich je wol N uli 22 Die vie SE alter bgerẽ aber dz ſie biirde nit / es ſolt kein menſch alſo reden ſpricht ſeneca alſo haſtu dz fünfft geſchlecht ð narrẽ daz got haſſet ond ſeint vo im verflücht ( iſaie .. li. puer centũ annoꝛũ morietux Ein kid vo hundert ſoꝛen wurt ſterbẽ vnd iſt ver ffücht / das iſt ein fünder von Bünderr io das iſt der alt ð in ſündẽ iſt mit dez flůch matt. .li. diſcedite ( ſcheiden vch võ mir ir verflůchten ¶ / Es ſſt billich vnd recht 95 ſo ein ſchedlicher alter nar ſol alſo ver flucht ſeĩ der nit alleĩ im ſchedlich iſt auch en iungen aber auch darumb das er ein ſemlich gůt als der alter iſt mißbrucht ae ene Ting der alter/ wan der alter leit nider in enn menſchen die bewegũg der vn küſheit vñ ! oͤſer gluſt wan in dem alter ſollẽ vff hoͤꝛẽ alle boͤſſe bewegung / begluſt / ond was eim in der alle Seneca ſpricht ein under ein alter iſt vnfirmtawe, deñ alt gewonten wa lt taſter kum abnemmẽ wen fie in ð iugent nit hot wid ſtãdẽ / in dẽ wĩter falẽ minð ſiechtagẽ elm zů dẽ im ſumer / ſie ſeĩt aber ſoꝛglicher vnd toͤdlicher / alſo im ſummer der iuget fallent me geiſtlicher ſiechtagen zů den im winter des alters fie fein aber beſſer ze troffen vnd zeheilen den in dem alter. ä — f 95 AA deandny ſo iſt 2 e der alter et fföwer vnd ſtil⸗ , ler der vnfüͤr / wan wen alt en lee bi dẽ iũgen feine fo hoͤꝛ⸗ ren fie vff võ irẽ nartẽ werck / wã alt leüt ſoltẽ ſtraffen leichtfertikeit al Valerius reibet von einem alten der ſelbĩg redet alwegen die war belt vnd ter den gewal⸗ tigen inn ir ſach / Er warddefrndet võ einen frunden wie er doꝛfft alſo die war⸗ heit redẽ er antwurt es fein zwei dig die mich dar zů bꝛingẽ ( Oꝛbitas et ſenectꝰ das ich alt bin vnnd nienen frund vnd nũt zů ver lieren hab. rd ſchar & dẽ dꝛitten ſo — 4 1 heit vñ ð erfarũg / wã wa nit niemer gůt ret gebẽ darũ ſagt ari. iii tho. niemans etwelt iũg leut ein volck zefůrẽ wã fie vnerfarẽ ſein / darũ da alexander kriegt welcher dz volck füret. ð müſt lx. iar alt ſan /s alter iſt dz genẽſt opfer gor de herẽ / dz ſol ein ampt fein der altẽ leut das fie ſich ſolten opfferen gott dem her ren durch bůß vnd penitentz / durch ein geworẽ mißfal vber ire fünd (gr ſacrificiũ deo ſpiritus cõtribulatus (dz mißbꝛucht der alt nar mit ſeinẽ ſchellẽ / fo im gefelt wz er voꝛ getõn hat vñ im leid iſt dz er es nit me vermag / nit alſo / biß got ein a ben opfer als paulus ( Ego iã ich bĩ krãck vñ ſtat Die zeit hie / dz ſich leib vñ ſel ſcheider. Jett eln alt me thun alß ma in m ſchiff thut wan 1 ãð wil fare / Ele o zicht man die riemẽ ein / vnd ſa derman zů im fein bürde vnd waß im zů gehort nemẽ es mit inẽ vff dz land / alſo wz iſt vnſer lebẽ / dan ein ſchiff / die weil wir lese fo faren wir im ſchiff / vñ ſo wir alt ſeĩ ſo farẽ wirzelãd / vñ wy die ſchiflüt irẽ werckzüg zůſamẽ legen / damit fie dz ſchif eregirt hond alſo ſolẽ wir vnſer ſin / vnd oꝛckſeltikeit an keren tugẽtreich zůleben Nit ſprich ĩa ĩch di alt wie ſol ich erſt anfo hẽ ich ſag z der alter gſchickt iſt z ð bkoͤ ung / Setz dir fur ein erber lebẽ zehs die leĩ zeit die du noch lepſt got wil ſich vber dich erbarmẽ / lieber got ſprichſtu ich bin \ krãck vnd alt / ich mag nit me faſtẽ wachẽ oder bettẽ / So bin ich arm du haſt nit al můſſen zegebẽ / noch vnrecht qůt wiðʒzůke re So heb vff deĩ hẽd ĩ got / deĩ innerliche Sbegird alß in got beger barmhertzicklich / daß iſt daß veſper opffer võ dem dauit ſpricht / Eleuatio manuũ me. ſa.veſ. vff hebũg meine hend iſt / daß veſper opfer. laſend vns got bitten vmb genad 0 tt der alter ein ſchatz ð weißo⸗ erfarẽ alt leut ſeint da werdet Hon kinds Narren An dem mitwochen nach inuocauit. Võ den kinds narren ha- doch ire dungen ſieb als katzẽ hünd vn ener ich ſag nit dz mã Find nit ſol lieb hon got hat gedottẽ dẽ me ſchẽ ſein nechſtẽ lieb zehabẽ / nun ſeint deine kind dein weib auch dein nech ſten / ich hab nit geſeit 9 du dein kind nit ſolt liebhabẽ / ich hab geſpꝛochẽ du ſolt ſie nit zůvil liebhaben Es flir elch ol vñ ſie nit ober got lieb haben. Es feine etlich die U XXXI ire kind lieber habẽ dẽ gor / vñ en em groſſerẽ InfE vñ wo elt in ide de in got /ſehẽ 0 leber den got / ſie wolte Ir Urnẽ dei ſie das fol werde mit dem wolgefallẽ des wil les der vernunfft / nit der ſinlicheit wã ſunſt fo wer es falſch / die ſinli cheit neigt dich me zů deinẽ kindẽ den zů got dz iſt nit ſünd / die aber wie gefeit iſt / die kind lieber haben den got / die machẽ ire kind ʒů go als. ſ. Ac Ü beet d e er die ſel mb dz vat vff nach d deren vnder ſtont fie hoch / zebꝛin⸗ gen als in das regem ent / vnnd zů groſſen empterñ/ſievermehlen ret en leuten / vnnd vnder den adel vnd zů hoͤherem adel den ie fei akümb fo welen Tie inen groſſe erb laſſen / ſo fergeſſen dick vnd vil gotz / vnnd der ding die zů ir feet ſeligkeit dienten / vnd andern mẽ + Hei. v. 18 Hane Wer 25 ſun oder r leber hart denn mich der iſt mein nit würdig. Von der andern feel Die ſechſt ſchar Von der andern ſchellen. die ander ſchel Eo ſfꝛeckẽ etwan die wit wẽ wan ine kind werdẽ entpfol t thůn / was — n da rd das vß im we ſcher / ein [OLEMIE Geo reich kein and frucht being dan diſteln / das verflucht ertreich der leimen klotz von iugent vff iſt er geneigt zů böͤ⸗ ſem / võ im ſelbs bꝛingt es nit dẽ die find wiltu dz es gůte werck bꝛing / ſo můſtu fie ſetzen / ſol es bona trage in latin / das iſt gůte werck / ſo můß man fie ſetzẽ / wan võ in felber fo künẽ kind ſchwerẽ / ſcheltẽ / lieg vñ anð ſünd / aber nit bettẽ warſagẽ / de⸗ mũtig fein . man můß es in fie ſetʒẽ / vñ ſchent nit ſich alleĩ / auch die můter vñ al les fein geſchlecht ſchent es durch fein boͤß lebẽ / du vatter vñ můter ſollẽ wiſſen das es auch dir deĩ ſeel ſchent / wã du haſt teil € feine ſündẽ die es vᷣbꝛingt⸗ ie woꝛt ſancti Pauſi ʒ Te rõmerẽ.i. der ed thůt vn fr 658 ein ſtraff / vñ laß fein 95 dufunft Feĩñſũm TE dã das du kind nit ſtraffeſt / vnd wereſt ſunſt die 88 0 andechtigeſt / die barmhertzigeſt gegẽ ar men leuten . vnd andere tugent / ſo biſt du verdamer: Wie die kind auch leiplichẽ ſchadẽ dir ꝛingẽ wan du ſie nit ſtraffeſt. Es iſt ein gemeine hyſtoꝛy am erſtẽ künig bůch / võ eli ð gehelingẽ ſtarb / vñ ſein zwen ſůn im krieg erſtochẽ wardẽ / dz ſie ir vater he li hinleßlich geſtrafft het. Es weiß yeder aff/ſchleſtu in mir ð růͤtẽ er ſtirbt nitt darã / vñ du erloͤſeſt im fein ſeel võ ð hel⸗ len merckẽ die woꝛt / der weiſſen woꝛt ſol man wegẽ mit ð wag / du ſolt nit vndzie⸗ hẽ / du ſolt dẽ willẽ ho zeſtraffen / ob du es ſchõ nit magſt thũ / lůg daz die ſchuld nit an dir ſei / beſſert ſich dein fun fo iſt es ie t / beſſert ex ſich nit/fo e dẽ lon eins ſtreffers. Als wã ein moͤꝛ in ein bad get / er würt nit weiß / no att ð bað ſeĩ lõ alſo hie auch. Es iſt keĩ ſtreich Ju haſt ein lou im hymel art, Ja ſpꝛicheſtu es iſt ein kind wʒ kã wil / ein groſſen baum mag man nit wol mee biegen. Iſt das kind gůt vnnd et wan von bloͤdigkeit wegen ſich alſo vber — 7 nd freffel / ſol die ſtraff herter vñ ſcherp icht / ſo ſol man es mitt fenfften woꝛten 9 eſum fili quod) zun was Fete bade ee 5 fer fein. Weiter ſpꝛicht der weiß /nit vn⸗ der ziehe im die růten / doch ſo ſihe zů dei nent halb / das du es thůſt vß liebe / nitt vß zoꝛn / oder vß rülicheit. Er ſpꝛicht au ch mit der růten / nit mit der flachen hãd nit mit der fauſt / auch nit mit den fůſſen tretten / die růten ſchaden im nüt es ſtirbt nit daran / aber er lebt darab mit dem le⸗ ben der genaden vnd der gloꝛi. Alſo ſpꝛi cht er / ſo loͤſſeſt du fein ſele von der hellen das iſt d mb ſo fallen ꝛckfeltikeit / an U ten vnd geſind fuͤren moͤgen na weſen / das mag nun nit geſchehẽ on ſoꝛg vnd machen ſich vnder wirfl ich vil ellen⸗ des vnd leidens / das ſie wol nit bedürfftẽ wan fie ire kind wolte i ſellig machen / fo hetten ſie genůg wan ſie ire kind zů tugẽ⸗ den zügen / vnd lerten fie den willen got tes / ſo bedürfften fie niemans adulieren vnd ſich niemans vnder wirflich machen weren in gůtẽ frid vñ rů / zügent ire kind vff biß ſie ʒů iren tagen kemen / vnd ließẽ es darnach got walten / nüt deſter mins der 8 fie nach weiſung rechter vᷣ⸗ nuifft⸗ | Von der dritten ſchellen · 1 - z I * * ne 5 7 > ER Biedait ſcheli N EI 2 2 € 7 kind nit woͤllen laſſen leren / Site canal eines E narté. Aber eins vnſichtigẽ vñ eins verlimptẽ menſchẽ. Eð ſein et lich die meinen wan ire kind gelert weren ſo wer es inen ein ſchand / iſt das nitt ein vnſinikeit / du wilt ein hlbſchen leib hon / reichtum vnd gloꝛi / vñ die feel wilt du © ſaumen / du wilt das dein ſun ein nar ſei als du biſt. Sag an wer wz Julius / Au Von kiuds Narren XXII guſtinns / Acero / Plinius /vnd vil ande die land vñ leut geregiert hond /vñ ſeint die gelerteſten geſein /als da ſtot vo Ju⸗ lio geſchꝛiben / wie er andere vbertraff in der ritter ſchafft / alſo auch i 1e was * erterli ch si dem d erliche ch : en ſünen groſſe gloꝛi. f and b acht Vaoon der vierden ſchelen. — — Ip . dz fie gantz geſchickt würdẽ / aber ſie laßẽ ſich hinðn / die ſchnoͤd garter hn fleet wenig geltz Es hilfft gar wol ein recht ge Die ſibend ſchar meiſter Ariſtotelem Sat Platonem. Pla von der ſchů len kummen / ſo fein fie groͤ⸗ tone hat Socratem / darum wurde for ſer narren / dan da fie vß fůren / Taſſent liche man daruß. Aber wir befelhen vn vus got bitten das es wolcang õ. ere ſun etwan magiſtern wann fie wider An den Dunerſtag re RP nach Inuocauit. Ven dẽ clapper narren ER Die erſt ſch⸗ T | el iſt boͤſeß reden / das liebe vnd feüntſchaft = hin weg nimpt / darũb iſt es ein böfer vnderſcheid zwiſch en diſſen narren vnd den erabſch neidern / detractoꝛes / wan diſe nar ren reden boͤſes von einem in der meinung das fie fründſchafft woͤl lent zerſtoͤꝛen. Aber der eerabſch⸗ neider redet boͤſes von einem das er im ſein lob nem. Wer kan nun die meinung erkennen die verdor gen iſt / wer wolt die meinung er⸗ kant hon deren die ſanctum Gre⸗ goꝛium betrogen vnd verleidiget ten gegen der Rünigin vnd Eei;ce in conſtaminam Johã. petrarcha in grecia le: er ein conſiliũ ein fir nodũ geſamlet / dz man in ſolt hei fen vund halten fürein gemeinen ö 7 — N 7 W. — f KI. I a H > | — 3 . haupt man der chriſtenheit / das — 6 IE 2 was die Keiſerin conſtantina nit — wol zů friden / wan ſie ſanctũ Gre Pe: — go: um vaſt lies het / vnnd die roͤ Je libend ſchar 8 mich kirch die vff dee Parriache er narrenift (ſuſurꝛonũ) Klapper fetten waren / die wolten ein vn⸗ arte die d vneinikeisfeye/gar vff friden zwiſchen der Keiſerin ond — Har machẽn / vnnd iſt not das man ſant Gregoꝛius machen / vnd rietẽ inen etliche ſchellen anhencket / das man ſie dar der keiſerin fie ſolt geen rom ſchick bei erkene / wan nit alle die / die vneinikeit made en / vnd Gregoꝛium laſſen bitten das ſeint narren der Bere Jheſus ſpꝛach ( non vnd im ſchꝛeiben / das er ir geb dz veni mittem). in nit Funimen friden zů haupt ſancti Pauli appoſteli / fie enden / Per ein ſchwert ( Mathei. x. Sanctus het ein kirch gebuwen in ſant Pau Paulus mat ein Weinikei elxzwiſchen dp hari lus eer / vnd wüßten wol das er es deren vnd Saduccleren actuũ . Diſe way nit würd thůn / ſo würd im dann ren nitt narren. Merck aber fünff ſchellen / da ¶ die Keiſerin abholt werden. So bei du ſie erkennen moͤgeſt. würd dã ir meinung ein fürgang Eonklappernarren haben vnd wiefiees anſchlůgẽ alſo gieg es vnd machten das gantz kriechen land Gꝛegoꝛium haßtẽ wer wolt der ſuſuronẽ vnd cla pper narren meinũg erkent haoẽ. Von der zweiten ſchellen. Die and ſchel iſt ¶woꝛt ſagen die ein fach beſch weren es ſeint vil menſchen PS: N was fie etwas woꝛt von eine andern t oꝛen die im ſchedlich mögen fein die ſagen fie denen die es angat / vnd lege mer hin: das ſie die ſelbigen moͤgen be⸗ wegen in ʒů haſſen Allo det choꝛe in der bi bel die Moyſen gegen dem volck vertrũ⸗ gen / hetten gern ein vneinigkeit z wiſchen inẽ gemacht numeri.vvi.) ſtraff t ſie aber wã dz ertreih thet ſich vff vñ vᷣſchluckt fie | Von der. iii.ſchelleu. i Die. ui. ſchel iſt ZZ EN reden woꝛt die vnfolkumen N BE 4 ſeint / als einer ſpꝛech ich wil nit ſagen wz ich gehoͤꝛt had / alſo ſcheinen ienne woꝛt vil ſchwerer dan ſie ſeint / vnd einer ſpꝛicht ich hab den hal ben keil nit geſagt / ich wil euch nit betrieb en ir werden es von andern baß verſton. Alſo thet ein boͤß weib wolt ein vg lauff mach en zwiſchen den gwelfen vnd geoili nen in welſchem land da parciales in ſein ſpꝛa ch zů einem erwer widerpart růͤſten ſicch / legen harneſch an woͤllen vber euch ziehen / der glaubt es / vnd gieng zů dẽ an dern ſagt es in auch / der ſchickt ein bottẽ dar es zů beſehen / da er wider kam da ſa⸗ get er / es wer alſo / alſo zugen fie wider ein ander vnd ward vil criſten blůtz da ver ⸗ go gen / dz beacht ein alt boͤß weib zů wegẽ o d ſchnoͤdẽ vᷣflůchten ſchlangen zungen. Von der. iii. ſe hellen, Die. iili.ſchel iſt dd wort reden die ein mitleiden erzügen. Es ſeint etliche die ir gifft vß gieſſen vnder ein XXIII em mitleidẽ /es ſpꝛicht etwã einer ich hab ein mitleiden mit dir das ð dich alſo auß richtet vñ dich verlundet / mir wer lieber du hoͤꝛteſt es von einẽ andern dan võ mie aber ich mag es dir nit verſchweigẽ ſo vil boͤßes als er võ dir ſagt. Er erbamer mia ch dz er vergißt aller gůthet die du im ge thon haſt / vnd dz er alſo vndanckbar iſt⸗ vnd dir ſemlichẽ ſchadẽ zůfieget es iſt ein fand mich wundt 95 er ſich nit ſchampt wa du ein ſemliche angenůmen mitleiden hoͤꝛeſt / ſo wiß das die ſchel nit weit iſt. Von der. v. ſchellen. Die. v. ſchell iſt verbietung es ſpꝛicht ð ſchal ck der verklappert ſich eben Zz du mich nit vermereſt es ſei dir in dein hertz geſagt / es iſt vnder ð roſen od ich ſag es dir in beichtz weiß / ich wil fein Bein woꝛt Babe das ich es ge hab. 2 fo muß man es inen ge es Jas beide tell ein vn willen ein neid vñ groͤllẽ gegen eĩand trage wan einer den anðn fein vn willẽ offnete fo were fie bald gericht mit ei and. Neid gebirt diſſe ſch⸗ ellen /ſich ſant Tho. :. q s. ar. . vnd alſo haſtu die ſuſurones vñ c apper natrẽ die got haßt ( pꝛoue. vi. ſex ſunt qui odit dñs fe» ding ſeint die got haſſet / vnd dz ſibẽt iſt on menſchlich ding vor mir / ð vneini⸗ keit ſagt zwiſchẽ bꝛůdern / wã die ſelbẽ gly ch thůnt wid fein goͤtlich werck/darũ haf ſet er me die dan anð wan ð her Jeſus vf erden kumẽ iſt vñ hat gearbeit biß an ſta men des heiligẽ crütz / d er die kinð gotes zůſamen bꝛingẽ möcht die zerſtrewet were (Johãnis. vi.) vñ dz er des tůffels werck möcht zerbꝛechẽ Johãnis. iii. Aber diſer clapperer vnð ſtot frũnd von einanð zů teilẽ / alſo ein wolff zerſpꝛeitẽ wil die ſchaf Es ſeint wol ſůn des tüffel durch die na⸗ ch folgũg wan dz euange. (beati . 2 , | er ® wol 17 zerteilen er bleib Di eint die / die Id machen wan e de eee 23 den inen Wm e cen a 1 mei myn di ch / den = ser re: nar⸗ ren / darumb fo ſeint ſy in ban vor got vo im vnd von aller himeliſcher geſelſchafft follen fie verbant vñ verſtoſſen ſein / got tes reich berauber fein. J Bir verffüchten Arten ir femme Dilfch von got gehaſſet wa ir zerteilen den gelſtlichẽ leib criſti (coꝛpus ctiſti miſticum) das er lieber gehebt hat / dan ſein eignen gewaren leib / wã ſein leib hat er am crittz woͤllen laſſen zerteilen da⸗ mit der geiſtlich leib gantz blibe der betüt iſt durch den gliß metten rock den er nitt derdt 295 vnd en dei fiche vnd gr weltlichem ſtand / was hat der römer reis Sie ſübend Schar der alt / alſo ir liebe fin diewyl ir eins mit einander ſein / ſo ferne ir reich vnd ſtot eu wer land wol vnd feſt / aber ſo bald ir eu⸗ ch zerteilẽ durch vneinikeit / ſo wũrt euwer reich nicht lang ſton. 0 Sſchꝛeibt vale⸗ x Van maximinus võ ſertoꝛio der ſahe dz ſein ritter vnd ſol ner vneins waren vnd nicht 8 5 gleich mit einanð fechten / da hieß er im fur bꝛingen. ii. pfert / das ein ws flat ck vnd iung / das anð was alt / vngeſtalt ellent vnd hieß voꝛ allem volck dẽ ſtarckẽ roß / ein har nach dem andern auß ziehen das geſchahe gar leichtlich / darnach hieß er dem krancken ellendẽ pfert alle har mit einander auß ziehen / das vermocht keiner da zeugt er inen das einikeit / ein volck be halt es / vnd vneinikeit zer t. Srertteerais Florenrius ſchzeibt. lis. i ren a waren ſie eins vnd lu feen denen das reich alexandꝛi / der luden rych vñ nach vñ leiten in darnider. Mit t Jiſen er teglich das criſten reich verſtoͤꝛt / vnd ma [€ u — vnd anderen reden habe d cht das es felt vnd zů nichts gat den vn⸗ eingkeit / darũmb iſt war das woꝛt Salu (733 as em! 75 das alſo fründſchafft teilet von aner we not aber eſnigłkeit lic u behalten / vnd wie ſchedlich vnein igkeit / feelin mi imer ließ de eclin mit im /er ließ die. vii. . si ſamen binden vnd gab es ieglichem zůzer brechen es mocht da keiner zerbꝛechen / dar nach thet er dy wider vf gab ieglichẽ eins a bꝛachen ſie es gar leichtlich / da ſpꝛach e ehalten / wie ſche eu cocordia kes paxue clein gũt in frid wa vVñelnkelt Au ein land vnd Ber 1 chſet große gut / in vnftid zergat. Fark ch Wert Ver zungen eines durch die 0 hiſtoꝛi dy man (age wy az haben wol geʒeuckt die Beiden anð galten /feid on einiteit der reuffel eelit D | 0 Fa nit wol für / 0 wůrt ſy 0 188 ten / der gůt man gab ir keinen glauben / das alt weib gieng zů der eefrauwen ſagt ir ir man het ein andern bůlen lieber dan fie da es abent ward vnnd man zů nacht der man ſahe die fraw vber die achſel an die fraw den man ſuer an / da geriet iegliches glauben gegẽ den woꝛten des alten weibß / an dẽ an) dern tag kam ſie wider zů der frau wen riet ir / ſie ſolt das groͤſt bꝛot⸗ meſſer des mans / beſpꝛengen mit geweicht waſſer vnd es im vnde das küſſin legen vnd wan der mã daruff geſchlieff ſo würd er ſie wie voꝛ lied gewinnen / vff den feldige 19 ſpꝛach ſie zů dẽ man er ſolt für ſich ſehen in diſſer nacht ſo ſolt er 5 üſſen lege ligen / er meint die fraw wolt in er ſtochen haben / da erſtach er fie, Darnach vff ein mal da ſtůnd das alt weib ob einem bach we en / da bot ix der füffel das parſch 9 \ ch / ich kum nicht zů dir du moͤch⸗ teſt mich betriegen als du die eelüt ) betrogen ha chen zũ das vnelnigkeit wũrfft ir opfel vnd ir ſomen darein vnd vnder inen we⸗ chſet der verflůcht ſtein ſiderites genant / des natur iſt als ſoluius ſchꝛeibt wa er iſt da macht er vn⸗ —einigkeit/laffen vnß got bitten das er vnß behũt voꝛ der narheit. Hie nach volget die acht ſchar der narren. Von freuel Narren en was vnder ſei 5 i Ex lugt da fand er das meſſer da an einer ſtangen vber den ba — un nn nn welb si; wegenfo it kurzer zyt/wz U b [Efeinjeantfi KK cher / ioch die aller geiſtlichen :d€ BES >> LIE Dis eeſat in. pp pdarennie vneins U kunt macheg / das bꝛacht das alt XXXIIII An demfreitag nach In⸗ uocauit hat gepꝛediget der wirdig do⸗ ctoꝛ Keiſerßberg. Stultoꝛum infuntus eſt innumerus. Der narren zal iſt on end. Von freuel Narren. ö 85 1 (N | Wr, j 1 i ZI 0 —5 N I\ AUS S2 S = 5 [> ML N N US? Sr — Je acht narren ſch⸗ „ ar iſt temerarioꝛum freuel narren / ein richtig vngefollig / die an der lüt — A ten red ge vnd die narren be n bei fünff ſchellen. i Dorn der erſten ſchellen. 54 Die erfi Ichel iſt frẽ — dered verachten / das iſt ein freuel ray = Fi nen geſchefften verachten an der lůten vnderweiſung N i kent ma Die acht Schar achten / das kumpt von hoffart har dz ei umb · Itẽ (ec. 35. ) in allen dingen bit den f ner alle ander haltet für narren vnd ſich oberſten das er dein wegweiß ſy in ð war ſelbs allein witzig dückt wider dẽ rar tho heit. Darnach hab ein zůlauff zů frumẽ bie. iiil. rat ſůch alwegen von eim weiſſen. mannen (ec. 37. coꝛ boni conſilil. dz hertz Von der andern ſchellen. eines gůtẽ rats hab bei dir dy ſeel eins hel i 8 ich el ift ligen mans verkundet(aliquan. Jerwan LAND ICH, warhafftiges me dan die vff hohen ſeßlẽ a er erwelt im kein ſundern zů ſitzen sis ſpeculieren / nemen der wort war Ji ſeinem rat wan er andere rat Alen ſo ſol er eben als bald narẽ zů rat nemen als die witzigen / als etliche don den fürſtẽ thůnt wiewol ſie nicht thũ oz rat / aber fie ſůchen hit rat von denen In ſich der fach ver nl Dan ſchꝛeibt võ eine biſchoff der verachtet die rat der ger ſerten / vnd het dꝛei hantwercks man die m rieren/ de gieng er auch nach / vnd was ger ein ein kürſener / der ander ein ſchůh⸗ nacher / der dit ein pfiſtoꝛ ein bꝛotbacher gem iche ward geſagt wie ein clericus wer der wol gelert wer / dꝛibe wilde boſſen ieß im in für bꝛingen / da er in dem rat vnd aller meiſt wan fie arzů bereitẽ ſaß mit denen dꝛeien / vnd het rat mit in / mt faſten / betten betrachten darnon rede in einer ſchweren ſachen /traff freiheit der mit ander Fend mit andern gůten vun kirchẽ an / er ſpꝛach zů diſſem er ſolt im et (gen / auch fo mögen ander inen dẽ geiſt des was machen / da fieng der vnſinig an zů / rats erwerbẽ / am. iii. bůch der künig. ii. fingen vnd thüdet off fie mit dem finger cap. da der künig beliſen etwas fraget da Ind fand Vie antBiffen mit noten. ¶ Sa] hieß Belifens ein pſalter bꝛingen / da heli⸗ } > piffor ſeus der kũnig off dem pfalteri ſchlůg da pꝛopheciert / heliſeus ſagt dem künig weiß bi Eden o dor i) alſo thet. b. hilarus auch / wan er etwas in chte dar wider thůn / wan man ſpꝛicht dz der heili rund f e de DER narren / kind truncken lůt dy ſagẽ die war ſton kunt / ſo kam er z ant artin vñ Ar /aber Ver rat ward vff geſchlagen vff ſpꝛach zů im / Martine bit got / da Bari das mal / hec feliv hemmerlin. eln gewonbelt in der criſtel heit vff ge 0 J 7 5 den / wan man nit weiß was man thũ ſo 0 fe ſchel cling⸗ in einer ſach / ſo Nee zů geiſtlichen r Salomõ (ec. 6.) vil frũd lüten dz vnß oder inen gezeugt werd waz Key hab / aber ein ratzherren auß in der ſach zůthůn ſei ( hec periſieñ.) AN Arumb to bütt dich vor eim boͤßen rat gebẽ 7 * (ec. 33. ) o wie vil ſeint betro gen das ſie boͤß rãter gehebt got bleiben / lert thobia.ſein ſun tho. ii. iacobi.i.wem weißheit not iſt bit got dar Gon freuel Narren xxxv baben. Sauie ſpꝛicht / ſelig iſt der man ð en in den welden ligen in den felßen nitt mtt iſt gangen in den rat der boßhafftigẽ anders dan weren die weld ir nit würdig (ec. 8. Mit den narrẽ hab kein rat / ie md behüt dich vo: inen ( anguie latet in her⸗ gen nichts lieb haben dan was inen liebe ba. ar ĩren kat faſt wol wie er ſeĩ ges iſt. Du ſolt keinen rat haben mit eine dẽ ene e te fach berier oder mit dern Verein ding zügen offenbarũg es ſel wy es wöl/fich sis den rat haben / etwa von das wis deln 55 er feint / oder die ding die ich ſelber kan er — A gen late, iii: reg. xli.rabdam vᷣloꝛ. v. ge tikliche⸗ wã aber mein gemüt vff die berg ſchlecht võ ſeim rych das er verließ dẽ rat ¶ vñ hoͤhe gefürt wirt / der alten / vnd folgt der iungen rat &. Von der. iiii. ſchellen. Dieu. ſcheliſt Snpaengergefien/venscutche® t conſiliũ non evaminare) was doͤꝛffen die vil er faret / es iſt nit not SIE 2 das iſt ein rat ſo im gebẽ iſt dz man hab heliam vnd moiſen wan vnß ub mir das zu dẽ dicke than ſick erzeugt in ich verber e. gehoꝛſam ſein / aber ſo ich ſich dy cleĩ weiß ketzer / von dem freien geiſt genant die in heit meines oberen / ſo gethar ich im mein abſtinens armůt leben als man went wõ conſciens vnd ſeel nit f lit Die acht Scbar pvurt / welcher alſo ret der irret vna ſtulti recta.) der nar in feinen augen Jem etui en ans nnch dae 1 dein fel nit defolhen eine meſiſchen das er fürſichtig oder wol gelert vnd andechtig iſt / aber darũb das er dir von deiner re⸗ gel geben iſt eim oberen / Farb fo biß im gehẽrſam nit als eim menfchen / aber ale got dem gebieter / doch dz er dir nichts ge biet das wider got ſei ( hec gerſon. e iſt ein zweifel et dem rat itro / wie wol ex minder was Ian . Ipalch t e ZEER dz in aller ʒal der helligen nie keiner fun⸗ deñ ſel worden der alle geiftliche periculg oꝛallch keit vnd zeitlich alle gewi ſet hab als nie kein pꝛophet biß her iſt geweſen dẽ alle heimlikeit geoffenbart ſeient geweſen tro gab ein heilſamen rat Moyſi vñ was dunckt dich aber wan er b rat I: N dir etwas gebüt vñ du ſpꝛech Joyſes demütigſich an wie wol moi⸗ eſt es iſt wið got aber er ſpꝛe⸗ Sher piopßer war / noch wuſte er ch nein es iſt nit wider got (ẽ peti. pꝛinci.) den rat nit biß er in hoꝛt võ Ihetro. Aber D cch leſſen wir vo ant Dear." Seriüngling thet nit alſo dem ð her ieſus Da er ſterden wol ſp bꝛũdn ein gůten rat gab da er ſpꝛach/wiltu vol nẽ vermügen vff erden gehalten bab. haãſt / gib es durch got Mathei. xix. aber 31 dem erſtẽ ſo hab ich niemans kein er gielig hinweg was frurig wã er het vil Fer b w; ergernis woͤllen geben. Zũ dem andn fo hab ich alwegen me gehaltẽ off eins an iſſer ũngling hat noch vil nachuol / 0 dern fin dan vff mein ſiñ. Zů dẽ dꝛiten ger denen man gůt witzig red gibt die fie As] bij ich geletzt woꝛdẽ fo hab ich doch mer nit annemen / oð haben fie es angenumen rach hegerl. /\ wie er eins andern duncken / darũb ſo ſol man nichts erfaren Ste wir leſen in dẽ altuerter bůch wie ein die k er fein fon in ein heiſſen bach offen warff da ex Ipꝛach / du ſo daz in ſeln ober geßeifen het / man fol ſtra inder dich feßen (. geneß. ig.) aber ſiẽ fen die / die nit einfeltig vnd bald gehoꝛ ſach hinderſich wie das feuer von dẽ him far: fein vnd woͤllen al wegen fragen / wa / mel herab fiel / da ward ſie zů cĩer ſatz ſul rumb warũ / cur cul. Die frag doit ich hie 3 nit verantwurten ich wil fie hangen laſen aber hernach würt fie erclert werden in ð im dauiel riet das er penitentz ſolte thũn S vi. ſchar. Littra.v. vnd almüfen geben. Sc. aber er thet es nit Von der fünfften ſchellen. darumb kam er von ſinnen / wont er wer - 1 5 in o 1 etter. Die. v. fchell iſt 7 nickte lil cz.) Roboam wiegefädt * 0 a L conſilio non ac cuieſcere.) iſt / verließ die red der elteren darũb kam NSS Ne Es feine vil die frum vñ ge ex vmb. x. geſchlecht ð kinder von Jſrael r lert lũt / rats pflegen / aber ſy iii. reg. vii. Judas acha er eiſſen volgen gůten rätten nit / wan ir ſin vnd man ward erſchlagen im krieg 95 er dem fürnemen iſt alwegen dz beſt ir dunck vff rat feiner ritter nit volgt. i. machabens. der ſuppen iſt der feißteſt ( Pꝛouerbiũ. i:. ix. O wie vil ſtet / lender vñ reich ſeint zer I ²˙m . Von vnzüchtigen Narren ſtoꝛt / das volck erſchlagen / vnd werden noch me in zů künfftiger zeit verderben / dz ſie nit rat ha ben gehebt der alten vnd der witzigen. Ja ſpꝛiſt du ich din alt ſol ich erſt anfahen lernen. Hoͤꝛ zů niemans iſt ʒů alt zů lernen als wir haben in glo. 24. q.. ſi habes. Es ſpꝛach pomoonius ein do ctoꝛ in dem rechten /ich bin achtzig lar alt no fo mein ich ſtetz ich 85: die ftim Juliani des keiſers in meinen oꝛen thoͤnen vnd wan ich ein fůß in dẽ grab hette vnd den anderen hauſſen / fo wolt ich noch gern lernen. Sant Auguſtinus diſſer alt biſchoff wole von einem rigen kf idlin exen wan es in leren künt / als ei ſpꝛich woꝛt iſt / ietz nit mer. An dem andern ſontag in der faſten nach Reminiſcere hat gepꝛedi⸗ get der wirdig oꝛcter TKeifergderg, Von vnzüch rigen Narren. 22 A => — N ———— RN S — — . e N N ER Ms > e ers N FR, e N e Re = IR - 8 u 5 3 SIE ZART Fre 77) © 5 = 7 e, 7 7 7 ö IT ENURNRRAITTEZ, . f > 4 1 7 x . 3Z / = EB IN: = 2 * —— = ZEV Hie nach volger nun die nünd ſchar der nar⸗ ren. . Von vnzüchtigen Narren. Je. ix.narrẽ 2 char iſt indiſctplina⸗ß toꝛum vnzüchtig vn⸗ DI geberdig narren alles das einem menſchen iſt auch vß⸗ wen dig alle ſin/greiffen / gon ſton &. ſol alles gereigiert geoꝛdnet wer den nach rechter oꝛdnung der ver nuufft / das iſt auch ein weiß ma der das thůt / welcher es aber nitt thůt der iſt in diſſer narrẽ zal / die ſeint geziert das man ſie erken bei ſer groſſer ſchellen vnd ſi⸗ ben cleiner. Hie noch volget nun on der erſten ſchellen. Die erſt ich el iſt geſtꝰ mollis wy ch geberd. Es ſeint lich die woͤllen ye derman angenem ſein vnd wed⸗ len mit dem ſchwantz wy die hůnd lin thůnt ſchmeichlen ſüſſer woꝛt glefent tribẽ ſchmeichel geberd wa diſe zeichẽ ſeint iſt eĩ ful en vn⸗ F iii Die. x. Schar der Narren kũſch gemüt zeugen Ein menſch ſol gnad en reich fein on ſemliche f chmeich ung. Die ander ſchel iſt x růcht vnd geacht vnd angenummen dev bert. Es ſein etlich die woͤllen rũwig ſein fie ſeint gautz widerig der ietz geſagten er ſten ſchellen mit ren ſittẽ wend fie ſich nit gleich vnd confoꝛmieren ander menſchen fie achten nichts wie ſie geſit feine. got geb es gefal den andern oder nit ir gewonheit da iſt ire gloꝛie liederlicheit verſaumnis · Die Dꝛit ſchel iſt geſt⸗ us tradus langſam / erlich ſeint jo lang⸗ ſam das ſie nichts bei zeit thůn / mã müß ir warten ( ſub ſpice grauita.) ſie komen ſeliẽ zů dẽ benedicite sn dẽ anfang des ti⸗ ſcho alwegẽ wan man dz bares gibt ſpat in rat / ſpat zů pꝛedig / ee ſie ſich bereitẽ ſo iſt 95 iar ein weg / dz berät pigriciã fulkeit Die. ini.ſchel iſt etlich woͤllen bering vnd froͤlich geſehẽ ſein wiß plen daraffter / ſein vnrüwig fechten faſt zablent vnd zablent vnd gat inen nichtes deſter me vs hand vñ ein anderer ð ſitlich iſt ſchaffet me dã er (eſt ſignũ in cõſtanc. Die. v. lchel iſt vnſch emmig vngeſtiẽ / ſeint etlich vnſchemmig er wil dapffer hefftig geſehen fein iſt grob wil fein er haben / iſt ein zeichẽ der hoffart. Die.vi.ſchel iſt etlich ſehẽ ſaur was fie follen thůn / ſeint nimer gůter ding / dz meint fie ſeient ſo ernſthaff tig vñ ſcharff fo es doch eĩ zeichẽ iſt zʒoꝛns . Die.vii.ſchel iſt mit vr geblaßnen backen vnd mund hoͤꝛen / ſeint etlich die / die backen off blaßen wan man mit inen ret vnd thůnt dz maul auch vff Die. viii hel iſt wan fie ſchꝛelbẽ hoͤꝛen oder was fie ſollen thůn fo henckẽ fie die lefftzen vñ thůnt dz mul vff vũ etlich hẽckẽ die züg heruß alſo hab ich ei geſehẽ etlich biſẽ die leftzẽ vbereiand Die.ix.ſcbel iſt mit dẽ fingern redẽ / etlich wan fie redẽ fo ſtreckẽ ſie die finger vß / etlich ſtoſen eĩ in ein rip in eĩ ſytẽ/etlich richtẽ die augbꝛawẽ off laſ fen die auge im kopff vmb gon / etlich ere ſüfftzen rieff das es von hertzen gang. Die. x. ſchel iſt dʒ hau pt bewegẽ / etlich werffen % haupt hinũd ber /greiffẽ an dz har als fiel es ind vß etli ch richtẽ die felt ʒůſamẽ vñ fübere dy cleið etlich ſtreckẽ die FEB võ in mache boſſen. Die.xi.ichel iſt mit eine oꝛ hoͤꝛen gleich alſo ſolt mã nit mit beiden oꝛen hoͤꝛen / etlich krümmen den hals. Die. xli.ſchel iſt mit ei ne aug ſehen / etlich wan fie rede fo beſchlie fen fie ein aug als woltẽ fie zů zil ſchieſen. Die. xiii.ſchel iſt etlich reden mit halbẽ mund nit ande den het⸗ ten ſie ein fliegen in eim ſchenckel in dem andern teils ires munds. Die. xiui:ſcheles ſeint tuſenterlei vngeſtalt geſpot / da mit ð ua ſen / mũd augen. x. die des angeſicht des menſchẽ vngeſtalt machẽ / darũ fo dz ant lit iſt ein zoͤgũg wz ein menſch iſt vñ wie er genaturt iſt ſol mã ſoꝛg hõ zũangeſicht dz es nit võ ſeiner geſtalt geſetzt werd. Die. xv. Icheliftnaui gare bꝛachiis weigen mit den armen. Es gond etlich weigen mit den armẽ als wol⸗ ten fie fliegẽ / ietz mit eine arm ietz mit bei den armen das iſt ein vnzucht / ia ein mõ ſter gon mit den füfen vff ð erden on mit dẽ arme im lufft weigẽ gleich als die ſchiff lůt in eim ſchiff fo fie rügẽ. Alſo haſtu die a Von vnzüchtigen Narren ſchellen derley narren. Du fragſt wa ich ſie kaufft hab du findeſt ſie feil bei hugone de ſancte victoꝛe. Diſſe ſchellen ſollen ir hinweg thůn / lieben bꝛũder das man nitt meine das ir narren ſeien. nu mir diſſe gebert / etli⸗ ch ſeint mir võ natur da rumb ſo ſeint ſie mir nit E fſünd / laß fein das ſie ge⸗ ſeient von art nit hat evem. Wan du hin ckeſt vnd ein bein kůrtzer iſt dan das an⸗ der / ſo macheſtu fo vil ein dickeren ſollẽ al ſo hie auch. Es iſt etwẽ einer vnkůſch ab er von der gnad gottes vnd einiger berich tung ſo feine fie küſch / du ſolt auch nit nei nen das es nit ſünd ſei / oder cleine find die ſemliche vnzüchtige geberd haben wã die heilig geſchꝛifft die ſelbigen hertenlich ſtrafft wan ſie von inen heruß gond vnd zeugen was in dem menſchen ( pꝛouer. vi. cap.) ſpꝛicht Salomon ein menſch ein ab trumlicher gat het das mul offen / winckt mit den augen /trit mit dẽ füſſen / ret mit den fingern mit eim verkenten hertzẽ mei ner er boͤßes für ſich / alle zeit ſagt er zanck en vnd einigkeit / dem wire bald ſchaden zůkomen / vnd gor ſpꝛicht durch den pꝛo⸗ pheten Iſaie ( iti.pꝛo eo quot.) Darumb das die dochter von ſion ſeint geweſen vff gehepter ſtolter augen da ſichſtu wie die die geſchꝛifft ſemlichen narren trewet da ruub fo iſt es ſůnd / vnd wan es ſchon ni cht ſünd wer ſo iſt die ſchand die ſemlichẽ vngeberden nachfolgẽ / nachuolget ſolt ſy Daruon ziehen wan ſie gond von inen her uß / wie geſagt iſt / zeugen ein menſchẽ hof fertig / ful laß/treg/vnbeſtentlich / zoꝛnig vnküͤſch / lidertich vnd eins vnoꝛdenlichẽ gemüg (ec. ig. ev viſu congnoſcitur.) am geſicht erkent mans vnd von dẽ gegen gõ eines antlitz ein witzigen dy becleidũg des leibe zen enbleckũg feine lachens auch ſeĩ — XNNVII gang zeugen was er für ein menſch iſt. E ſpꝛicheſt wie 2 kem ich aber diſſer ſchellẽ ab det ich ein meſſer dz ich ſy ab ſchnit / o bꝛůder ich hab dir ei egliches glid an deinem leib gebꝛucht wer de darzů es gemacht vnd geoꝛdinet iſt / al ſo wan ein glid ſein ampt thůt dy anderẽ glider růw haben / oder iſt eim glid not dz im ein ander glid helff das in dẽ ſelben hel fen kein vnoꝛdenung kein mißbꝛuch fei_d leib des menſchen iſt glych wie ein gemein gut in einer ſtat wann ieglicher thůt fein ampt / ſo iſt frid vnd ger oꝛdenung da / wan aber ein burger dem andern greifft in fein ampt / ſo ſtot es vbel / alſo in dẽ lyb des menſchẽ fol kein glid dẽ andern in ſyn ampt greife dã als vil als es im helfen fol ae tr . I Is ander meier q iſt. Nim war mit groſem fly ke das ein ieglich glid dz thů n der weiß vnd maß als mã es thůn ſol / daz iſt wider me noch minder noch anders dan als man es thůn můß / nim etlich evempel / lachen on zenblecken / ſehen on augen wenden / eden on hend vß ſpꝛeiten / on kriegen der lefftzen / on be we⸗ gung vnd onſtrũſſung der augbꝛauwen⸗ gon on ſetzung ð ſubteilen ttit vnd ſchwẽ cken der arm vñ on lupffen der achſlẽ / ſitz en on ſchẽckel ſchwancken / o wie gůt vnd froͤlich iſt es wã die glið alſo beieinander wonẽ in einer ſemlichẽ pollicy vñ eꝛdnũg wan dauõ würt das gemũt des menſchen auch deſter baß geoꝛde net wan wie von ei nem geoꝛdeneten gemüt vnd vnzůchtigẽ geberd geboꝛen werden. Alſo vonn züchtigen wolgeo:deneten geberden würt * — nad Lewa «ler 5 0 ſchoͤneſt iün g in dende een KU wen ire augen würffen / vnd in ſei > * Die. x. Schar der narren auch ein oꝛ denlich gemůt / darum̃ vnſere witwen vnd iunckfrawen ſeint vnzlichtiger geberd / lauffen vß dem hauß vff die gaſſen / in dy weld / in die hůrſt / in allen dingen wöllen fie voꝛnẽ daran ſein /o wie vll geſchent feine worden von vnzůü chtigen geberden ſeint angefochten woꝛden. Darumb ſo werden die Beiden voꝛ zeiter geweſen vfferſteen vnd verurteilen dy iungẽ in diſſem boͤ ſten zeit in dem wir ſeint wan ſie züch tigen ¶ geoꝛdinet feine ge⸗ weſen da hriſten iungen die etz Feine, ene geb. . Um vempel V brant gie — gibt von einem lungen hieß Spu et vn \ fer hübſche fich erlüften / aber die ein mã die haſſetten 4 r bc, en irex weiber voꝛ ine / da dex ſch⸗ Sn ihnglin das inen ward wolt er o mit feiner hübſche niemästein er gernis geben / da zerreiß vnd zer⸗ kratzt er fein eigen antlitt / das er gantz vngeſtalt vnd heßlich ward das haben auch criſten lür gethon Saucta Bꝛigida die begert von got / das er lr an eſicht vngeſtalt Mate da bꝛach i ein aug in mit left entzwel.] Erlich clofter frau wen in acon in der ſtat hůwen in en ſelber die naſſen ab. Ein ande⸗ re cloſterfeauw grůb ire augen vß ſchickt es einem edlen heim in ein em bůchlin der ſie vm̃ der ſchwar⸗ tzen augen lieb het / entbot im hab das du lieb gehebt haſt. Ja wol etz augen vnd naſſen abhauwen / darumb ſo wir eyempel haben võ criſten vnd von heiden gůter ge⸗ bert vnd wiſſen das die / die gůter gebert ſeint lie bet got vnd die menſchen / darumb ſo ſollen wir darnach ſtellen das wir hie haben gnad vnd doꝛt gloꝛi. Amen. An dem montag nach Ke⸗ miniſcere hat gepꝛediget der wirdig do⸗ co: Reiſerßberg. Von falſchen frtinde Narren. N FD Im 22 S * W mn 2 Von der erſten ſchellen. a X Die erſt ſchel iſt eig nen nutz ſein eigen geſůch ſůchen nit ſeines fründs Es ſeint etlich dy fi Nan nemen fründſchafft gegen etlichẽ als die anhangen den reichen / den gewaltigẽ den Frlſch fründ Narren edlen / wan fie hoffen ir zůgenieſſen in er en edel zů werden das ſie bei den edlẽ wo⸗ nen oder luſt sin haben / als in iagen / eſſen vnd trincken / die haben die ſchellen / wan ſie ſeint falſch fründ / es iſt ein kremeriſch lebe vmb des nutz willen /es iſt gleich ein frůnd ſchafft als ein fuchß hat gegen den ‚Kernen vnd hünren / als der wolff zů dem ſchaff / die mauß ʒů der ſchůren / die flieg zů dem milch haffen / der ſperwer zů dem raub/der hund zů dem bein / Der ber zů den immen vnd oumeiſſen / fie ſicht denn nutz an / iſt ein 12 fründſchafft ſpꝛicht Seneca. Von der andern ſchellen. | 2 Die and ſchel iſt ® nüt gemeine haben mit den e e jeimlice P: ei er im̃ etwas heimlichs vertrauwet fo ſagt er es ſeinem bꝛůder nit der im in allẽ din gen gleich was. Item das zeitlich gůt ſol vnder ünden gemein fein, iſt nit des andern frůnd der nit teil hat in ſeinem glück. zen dꝛitten ſchellen. x Die dit ſchel iſt den fründ nitt ſtraffen oder onbeſcheidẽlich ſtraffen (ec. ee IT. Sr ig · ſtraff dei fründ aber heĩ⸗ 18/95 thůt nit ein angenomer fründ do Mal elner 38 de ari⸗ ot iſt des fründ / er antwurt wa kund iſt er den reich vnd Fiſſer arm der XXXVIII ch fo ſebe einer für das die ſtraff nit mitt ſchmechlichen woꝛten geſchehe / vil woͤllen ſtraffen andere / ſo iſt es mer ein rach oder ſchmach dan ein ſtraff / das wüſt tullius wol der ſpꝛach das gehoͤꝛt waren fründẽ zů (monere et moneri) manen vnd gema net werden / doch alſo das das manen ſei on ſchmeichlẽ vñ 95 vᷣwelſſen on ſchmach Von der. ii. ſ Aue; „* ein aduerß. deſere ei in wiöwerttkeit feine fründ frunden wol gat fo bleiben fie A 5 75 glück vff Hoͤꝛti ir Be | er ſolt in cn durch den wald / es wa ren rauber vnd wilde thier in dem wald / da ſie alſo in den wald komen da kam ein beer an ſie der gedinckt was der ſteig auff ein hohen baum / der ander fiel auff das antlit nider / lag als wer er tod / aã er het hoͤꝛen ſagen das ein ber einẽ toden men⸗ ſchen nicht there / der ber lieff vmb in / vñ ſchmackt zů den oꝛen / zů de mund /zů der naßen ob er Erin leben ſpurte da er den ot tem hielt / der ber gieng hin weg / der — von dem baum / diſſer ſtüͤnd vff/ da ſie al fo giengen‘ Durch den wald da 3. 7 > gef 5 4 = be der ndl t gemalt as m eim den Ar ni kent 555 918 4 trawet hab eim dẽ ich voꝛ nit bewert hab vnd das ich nach bin folger eins 155 en geſelllen weiß Solomon. Pꝛouer⸗ bil. iy omni tempoꝛe diligit / alle zeit hat Die. x. Schar tulius ſpꝛicht / ur ſollen nichts vngeſtal der liebe der ein rechter frũnd iſt / alle zeit ſpꝛicht er in gli ck vnd in vnglück / in rei⸗ chtum vnd in armüt . Sarumꝰ allein armen die kennen diſſe narren vnd i ellen zů den baſten wan fie wiſſen al⸗ 1 wel-Revr ei Tec tet dewoser frũnd iſt. ver) ( Vosinopze hoſtis quis amicus rigen die wũſſen nit ob ma ſy / od Ir gůt macht iren gewalt lies hat. Von der. v. ſchellen. ie. v. ſchell iſt n er ſagen inen das ſie gern hoꝛen den das inen nůtzlich it wan die ſeloen woͤlen võ inen lieb gehebt werden / darumb ſo faße fie an die antiffen. Placebo. vnd gat ð pſa im noli dilevi von denen ſpꝛichet pꝛouer. vi. vir iniguus. ein boßhafftiger trencket mit milch ſeinen fründ. Er gibt im gůte wort damit ſpeiſet er in die gůtẽ woꝛt ſyn glei als ein ſpeclin in ð maußfal vñ ein nuß tern in eine meiſſen ſchlack vñ milch die ſüß iſt einem iungen kind mit deren gifft vermuſchet iſt. Von der. vi. ſchellen. BR Die. vi. ſchell iſt EE Arck e na detegere. Es ſeint SS Se etlich die him̃eliſche ding ein es frün ds offnent/ die ſelbigẽ haben iren glauben / ire trew verlosen (ec. 22. conuicium. ) da man einem fründ off hebt ein gebꝛeſten der nit ſünd iſt / er ſchã mer aber ſich des geoꝛeſten / als einer ſpꝛe ch / du maletziger ( im pꝛoperiũ ) Da man eim verweiſſet ein vnfrum ſtück / du dieb moꝛder &. offenbarung ð heilimkeit. Von der. vii. ſchellen. Sie. vii. ſchel iſt ſtarpia rogare laſterlich ding egerẽ zůthůn. Es iſt ein ge⸗ ſatz in der fründſchafft / Als alf vꝛteil zůgeben vmb feiner willen / er antwurt das thů ich vmb kein fach nit /er ſpꝛach was ſol mir dan dein frůndſchafft wan du nichts vm̃ meinet willen wilt chũ vnd ich ir kein nutz hab. Ser Echter ant⸗ wurt / vñ was nutz hab ich vo deiner frũ afft wan ich vmb deinet willen ſol got tes fründſchafft verlieren darumb ſo i ca t eſſer dʒ bant ð fründſchafft zerbꝛocht dan mit boͤßen fründen ewigklich bꝛinnẽ Dae was m alten T { lt mathe wen ein gürer eim boͤßen zů wirt gebunden in fründſchafft / y werden balt eich / oder ſcheidẽn ſich bald voneinand fründſchaft ſůcht glych oð ſie macht glei ch / aber zů dẽ dickermal fo nemen die boͤ⸗ ſen vber 3 vberkumẽ dick ir ke nemen/Tarumb ſo fol me kein afft ʒů ine haben fundalle es him⸗ mels ſolten vber ſie ſchꝛeien / alſo vber ein helſche ülen. wie ſchedlich iſt die frũndſchafft der boͤßẽ mit irem feid wan fie den menſch eu bꝛingt in ein ewigen krieck vnd zancken. Es wũrt iennen gon als es Gon freuel Narren Xx xIx elnem vff ein mal send Es gien gen zwen mit einanð vder feld die waxen geſellen der ein was witz⸗ ig / der ander was eln nar / ſie kom en an em wegſcheid ð witzig ſpꝛa⸗ ch / wir wöllen den weg gon er iſt wol einwenig rauch vnd doꝛnig / er iſt aber fil neher dan der ander ⸗ der nar [pe wir wöllen dẽ lůſti⸗ gern gon der vber die maten gat gůt weg vmb ward nie tum, Al⸗ fo der witzig volgt dem narten/ weg gefiel im auch / alſo kame vff dẽ ſelben weg dy rauber zů in vnd fiengẽ ſie / da ſie nun in den thurn waꝛdẽ gelegt / da krieckten fie mit einander / der witzig gab dem nar ren die ſchuld dad fie den weg wo ren gaugẽ er nar gab diſſem Ne ſchuld vnd ſpꝛach ! Ju 555 ner⸗ riſcher dan ich das du mir haſt ge folgt / ich hab nach meiner nattur gethon die kein vᷣnunfft Bat. Siſ⸗ fi parabola trifft vnß an / vnſer ge müt en iſt ð witz ig das ſolt gon durch den weg goͤt licher gebot / der iſt einwenig hert eng vnd doꝛnecht / er iſt aber ſicher vñ kurtz / aber die ſel würt betrog ẽ zuge dem fleiß dẽ narren nach durch den lůſtigen weg der lüften reitũb/eren / vnd des teuffels weg der ſünden / wan fie nun in dy hel kumen ſo werden ſie mit einander zancken / ſo würt ieglichs ſpꝛechen es hab gethon nach ſeinem ampt / vnd alſo würt alwegen fein vnd inen neid vnd haß / vnd den din⸗ gen den ſie letz nach volgẽ die wer den ſie verclagen vnd ſie geben de nen dy ſie peinigen werden. Laſen vnß liebenn bzüder fliehen böße geſelſchafft / vnd diſſe ſchellẽ hin⸗ weg werffen das wir nitt mit den boͤßen narren verderben ewiglich. Amen. An dem ʒinſtag nach Ke⸗ miniſcere hat der doctoꝛ Keiſerß⸗ 1 berg gepꝛediget. Von widerſpenſtigen Narren. T Ze. xi. ſchar der 1 der glau die ſeint nit von der ʒal der narren. rſon / wellen glauben iff etwan beſſer vnd ver dienlicher den glauben. Es ſein t darnach etliche Sientt alle ding im glauben 105 a erkenẽ aber allein die gemeinen ding die in dem glaubẽ ſtont den man alle tag bet vnd die / die hoch zeit vffgez G ſetzt von der kirchen dy andern ding glau bẽ ſie implicite heimlich die ſeint auch nit von der zal. Es ſeint zů dem dꝛiten et lich die ſeint zweiffelhafftig / es ſchwanckt in inen die halten nit vil von der heiligen geſchꝛifft / ſie ſeint criſten vmb der gůtẽ ge ꝗſelſchafft wegen. Diſſe narren ſeint hit be griffen die erken bei diſſen ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſte ſchel Niſt wenig in dẽ hertzen hal⸗ = ten von der heiligen geſch⸗ rifft vnd zweiffeln in dem auden vmb andrer geſellen Die ander ſchel Aiſt vnzüchtlich vnd ſchimp flich reden von der heiligen ſt die ſchel daz du 9 nit vnzüchtig redeſt / ĩa ſpꝛich ſtu es iſt ſchimp fan ſol nit Eupen mit dem glauben / mit dem aug / vnd mit dem gů⸗ all Y = | 3 hütig euang. dz iſt war es ſtot aber dar in / da ſpꝛicht 8 her was ſie euch ſagẽ das behalten vnd 95 thůnt ( hoe fac et vines) N I nit thůn / der pꝛedicantẽ thůt dir ei n ſchadẽ. Es ſeint auch vil pꝛedicantẽ Die. xl. Scbar die thůn wz ſy ſagen / warũo ſolgeſta den ſelbẽ nit nach als mer vnd wilt denẽ folgẽ die nit thůnt dz ſie ſagen / vnd wã ſchon die ſelbẽ hũt oð moꝛn ſich beſſertẽ vnd the ten dz fie ſagen / ſo folgeſtu inne dennocht nit nach / du thůſt wie eĩ queſt im bad deck eſt du dein ſchã der laſter mit dẽ pꝛedican ten wa ð bauwet die arch. c. iar vnd ſaget vnd pꝛediget wie die welt vnd würd gon / er ward von inen vᷣſpotet. Alſo iſt es kein wund fo wir pꝛedigen vnd bauwẽ dy arch gůter werck in denen wir behaltẽ müſſen werden / verſpottet ſein. ER Die. iiii.ſchel iſt —oͤllen glaube von den tod ten / fie ſpꝛechen als ð reich⸗ man in ð hel kem einer von den todten dẽ wolten wir glaubẽ wir wol ten in fragẽ ob mã auch doꝛt wein feil het vnd ob vil gůter geſellen in der hellẽ wer en vnd aus das wir gern wüſten / woltẽ wir fragẽ / o ir vnſinigen narrẽ Es ſeint ſo geſchꝛifft ð lebendigen vnß gelaſſen als von moy ſes / võ pꝛopheten / von apoſteln⸗ von euangeliſtẽ / vnd von andn criſtẽ do⸗ ctoꝛẽ vnd lerern / vnd du wolteſt ee glaub en einẽ toten dan diſſen lebendigen allen. Die. v. ſcheli a die warſager ſternẽ ei 23 | ſternen lieger vnd der glei⸗ BEN A chen ſetzen für die warheitt 9 0 eiligen a en die warnemẽ der zeichen / des Bimmels vnd des luffts / nach dẽ ſelben woͤllẽ hoch zeit bꝛutlauff machen / neuwe cleider anle⸗ gen ire werck anfahen / fie Laffen inen ſch⸗ reiben was innen zů handẽ ſol gon wie ſy ſterben ſollen vnd wan ſie die frawen an tragen vnd die fraw / ſo ſol es innen alſo gon vnd alſo / vnd alſo ſollen ſich voꝛ den frawen hüten vnd tuſenterlei die fie innẽ ſagen vnd glauben innen. Kon glaub Narren Von der ſechßten ſchellen. Die. vi. ſchel iſt = r NS verlie derlichen notturfftige ding vnd vnnũtzen dingen Ri 2 A nach lauffen. Es ſeint vil we man innen pꝛediget von den geboitẽ got? tes von den articulen des heiligen glau⸗ bes von den gewoheiten der kirchen / was fie betüten / die ding feine ein fundament der tugent vnd der weg zů dẽ himmelrei ch / diſſe ding ſeint inen ein ſpot vnd nar⸗ renwerck vnd wiſſent nit das got ſpꝛicht durch den weiſſen man was dir got gebot ten hat / die ding ſoltu alwegen gedencken vnd nit wundergern ſein vnd ernerſſen feine werck / diſſe ſchellen haben den mer er teil vnß got leren / die gern hoͤꝛen etwaz nũwes pꝛedigen / etwas ſubteils / vnd au⸗ ch etlich von den gelerten die haben diſſe ſchel / ſůchen an den pꝛedigen phi i. Es pꝛedicanten die ſich ff diſſe materi gond ſagen do der aſtro nomy / von diſſem vnd von dem / machen eln gloß vber die ander / wan gelert geſehẽ fein gond von irer materi neben vß vnd künnen nit mer widerumb kummen / ha⸗ ben vergeſſen wa ſie es gelaſſen haben vñ thůnt wie die kind / die lauffen ettwan ab dem rechten weg / den blůmmen nach oð den phifholderen nach / vnd kůnnen nitt mer vff den rechten weg kumẽ /alle kunſt fprißt Derfon folman bauch ale vg ale fie denen 35 dem erbern geiſtlichen leben Vnd ſolle darzů geo: denet wer den / deinen muclin/ſchnock/ da mit got egips ten landt ſtraffet. SL Sarumb foift es ein groſſe thoꝛheit letz zweifle Anden ſo die gantz glaubt hat / wie kan das hertz eines cxiſten menſchen zwelflen an dem glaub⸗ glau bigen hertzen / vnd in wolchem wald haſt⸗ du ſie gehauwen in pꝛoligo in der voꝛred ſtot fie da er ſchꝛeiben wil vber den mei er von hohen ſinneñ / vnd vß ſancto tho⸗ ma (. coñ.gentiles,) vnd beato Auguſti. Von dem erſten ſtũtzen. Je erſt ſtütz iſt „( miraculo:um claritatis-.) NEN / Ne meracule. Es iſt kein ost N er welt %a ala wun der werck die verbꝛacht ſeint durch criſt⸗ im oder durch die apoftelen /oder andere riften/zu en erijtenglanben. ich an die kunſt aller zungen dy dear ſtolen iſt gegeben ideoten vngleiche fiſch⸗ er ſeint / alſo erlütert worden alſo geſterckt das ſie niemans haben gefoͤꝛcht / vnd das die gantze welt durch ſemliche wenig mã dem glauben vnder woꝛffen iſt / das dye KA gern end ant = nt / malatzen gereiniget / vnd and m taculen on zal /ſelnt an allen oꝛten N welt Be bel an ul d eng RG F hoͤꝛ ich wol du wilt dz die welt hat glau \ bet on wunder selden/ vnnd das iſt nicht \ mirackel vnd wundzeichen ober alle wur lüſt vnd Met Fer erlaubt fleißliche begird vnd luſt es leib / darumb fo iſt es kein wunder daz man innen gern glaubet. iche freud verbüt, Mach⸗ Von dem andern ſtůtzen. it Die. xi. Scbar Jean ſtütze iſt an (teffium pluralitas fili.) der zügen die criſtenem glauben = habent zügnis geben die hei igen apoſtolen vnd on zal martirer dy ir blůt havent vergoſſen. Item ander man der heiligkeit am tag leit die diſſe zeitliche ding verſchmecht haben / wie wer es nun müglich das lügner zuͤbeſtetigen alſo den tod gelitten hettent. Es ſeint darnach luſent vnd noch tuſe it waldbꝛůder einſid ler die omb criſto vñ ſeines glaubens wil len alle güter verſchmecht haben / ich wil geſchweigen der zůgnis Joſephi vnd ſibi ordnen glaubigen dingen. Je fünfft ſtütz iſt ( auctoꝛitas ſcrbentium) die . S erberkeit der ſchꝛyber. Es iſt d0cderr warheit nit gleich das dy die liegen alſo geſtrefft haben in dẽ glau⸗ ben ſit vnd berden / das die gelogen habẽ nun haben ſie geſpꝛochen / ð herr hat das geſpꝛochen wan got nit mit inen hette ge⸗ ret. Ja ſpꝛchſtũ die bůcher ſeint nit /ir ſe⸗ hent es nit geſchꝛiben das iſt vnbillich ge ret / alſo möcht man ſagen von einem ye⸗ glichen bůch dz es nit ſeines melſters wer aber allein in dem glauben ſo leugnet mã le vnd der engel in der geburt chriſti vnd die ſchꝛeiber vnd bücher macher. der heiligen dꝛeiheit in ſeinem tauff Jo⸗ hannis baptiſte vnd in ſeiner tranſfigura cion vnd erclerung vff dem berg. g ben. Wa⸗ rumb zweiflen dan wir daran dan ſie au ch geſchehen werden ſo doch niemans d got den pꝛopheten ſemliche ding geoffen bart hat wan niemaus dan got kan natu lich zůkünfftiges ſagen. Je lierd ſtütz iſt ſperiturarũ concoꝛdia) glei agutur y geſchꝛifft in diñ enbar / ſeint clar vnd am tag ligen / iſt es nit müglich das võ den ſelben ſachẽ zeſch / reiben / es ſei dan fach das ſie von gott i irer verſtentnis erlüchtet werden /einan der zůuerwilgen. Nun die ſchꝛeiber onfe res glaubens die vilerlei ſittẽ vnd geberd ſeint vnd nt in eim zeit ſund nach einan \- feine geweſen das fie alſo Belling in diſen \ gen die nit von in ſelber off⸗ beñ das er kum zů der glari gott es. Je. vi. ſtutʒ iſt di ö 4 ligencia recipiencia ernft e ren die bücher annemen / die a un den haben gro nft gehebt von iren büchern die bewert Ifo die criſten Babe ſoꝛg den woꝛden / ſich weiter in ſcoto in pꝛologo.q.:. Je. vii. ſtutze iſt 85 > ( Kacionabilitas coõntentom „sir nichts in onfere glau — 5 0 , Gen Yan das nach rechter ver un u ö vnſer glaub halt in man fol got ber alle d eb einen im⸗ r er dan I hoͤchſt gut er alle ding li er vnd billi haben als ſich ſelber / der glaub erer onß glauben von got die wirdig ſeint zůglaub en vnd die kein onfolkummenßeit off in tragen vnd die vnß in got oꝛdinẽ / got for chten / in in 1 au vñß ding die vnß eerlich feine als % wir et ſei nach got gebildet ſeint vnd ſol erberlich le Von dem achten fügen, _ onglaubAarren XII Ze. viii. ſtuʒ Jae e | 1 > S iftiracionabilitaser Ich Je. x.ſtutʒ iſt + 5 . roꝛum die irrung an⸗ — 2 derer glauben. Ander gefangen nach glauben haben vil erloſſe ſtück in inen got vnd dem menfche vnzim lich ſie leugnen in got die almechti keit. Item die usted die u werdung gottes / ſie leugnen dy gu l Kum conuertibilitas got iſt nit ti gottes in verzelßung der ſünd ee denen die da ir Beil A nn 5 | ſle leugnẽ gottes gerechtikeit / ſpꝛe⸗ em herzen /nun ſeint iren vil die ſi⸗ chen die ſünd werd nit geſtraft / es ch zů vnſerm glauben gekert haben groß penitẽtz e ſei kein hel / die heiden bettẽ abgot fr ir ſünd gewirckt haben ſelnk geſferckt wosdẽ vr an die werckirer hend dy inden Sim glauben / haben groſſe marter geliten mit gro werffen das nüw teſtament vnd ſen freuden / die ding nit mochten fein / wan gott criſtũ der inen im geſatz vheiſſen diſſem glauben nit beiſtentüch wer vnd ordlente iſt vñ wartent des zeitlichen rychs in nit zů dem heil. Amen, widerumb zů Jheruſalem ſaria⸗ ; | cener die ſchnoͤden fh wein wartet An dem mitwoch nach fur ir ſelikeit / freſſen / ſauffen / vnd en cee one ii ſch eit. men ———————— — 0 lig kit elt Zũ dem erſtel im haupt / d baß E peſt zů rom als ſant Auguffüus FAR ſpiicht as vm ſunſt dp Perser ha . en ſtůl zů rom sn ingen vñ aber eiñ bapſt dem andern a umen iſt biß er vberhandt hat genummen vnd den doldẽ des ge waltz heroderet darnach in dẽ gli⸗ | dere, Seiteinmal dz gantz menſe 1 5 TE DIET N: > > = — 5 — ) lich ge t ſchier der merer ge⸗ neigt iſt zů wer wölt dy al le geneigt haben zů dem geſatz dz widerig iſt dem blůt vnd dẽ fleiß wan got der her das iuden geſatz Sp nichts mer iſt verſchwunden. do (ma r Die. xn. Debar Von ſchnellen Narren. e narrẽ ſeint Pꝛecipitantes ſch 1 SA nel narren. Es feine die / die in, ſachen darin etwas zweiff el oder ſoꝛglicheit möcht ſein / da habent ſy nit gnůgſamme erfarung vnd rat wie fie ſich darin ſolten halten / aber behend fallẽ fie in die ſach. Diſſe na rren ſol man an vi. ſchellen erpennen · Von der erſten ſchellen. e erſt ſchel i vnd beichtet ſchnel vnd Eurg dauon / hat fi nit bereit vnd betracht zů der beicht / laßt die groffefiind vnderwegen zůbeich ten vnd machte ſich leichtlich in ſein gede chtnis bꝛingen / wan er ſich wolt bedenckẽ det toͤd lich (evier conſtancia. Die ander ſchel ift ſchnel vꝛteilen. Es ſeint etlich die vrreillen ee das fye die ſach erfarẽ hon / die thũt or ver alme mt er vnß züge vo ſchnelen viteilen ſo im alle ding bloß / clar vnd offenbar feint ſeinen augen 770 wolf er die find fo damit nit vꝛteilen von hoͤꝛẽ ſagen er wolt ſelber herab gon ſpꝛicht die geſchꝛifft / vñ ſehen ob dz geſchꝛei war wer oder nit / alſo ſollen sr ein fach vor erfas: ren ee 9: wir teilen! Der her ieſus wolt as eebꝛecherlei nit ſchnel viteile/ er neigt [ch vo: Hindlich/ ſchꝛelb mit Ne linger zn das ertreich wolt vnß hie leren wã wir vn Je. rii.ſchar der 3 der beſcheidenheit fleißlich erkennen was ſers nechſten bꝛeſten ſehẽ ſo ſollen wir voꝛ on in vnſer conſcientz vnd mit dẽ finger got dem herren wol oder mißfal. Die. iii. ſchel iſt — : Kan ee „ vſſpꝛechẽ. Es iſt ein gro N 25 in den ſachen 8 con ſcientz dauon ſchaden kummẽ mag ſchnel erkennen. Sarumb fol einer diſſer punct die doctoꝛes wider einand ſeint / ſol er nit ſchnel vꝛteilen dz er eim teil anhang vnd den andn verwerff / vnd ſie halt als ketzer man ſol alle eerliche doctoꝛes bei eeren be⸗ halten. Zů dẽ Bitten ſo ſol er ſich eerẽ weg erwölen das iff wider vil pꝛedicantẽ vnd beichtuetter die leichtlich eim ein tod find mach ẽ / als beatũs thom. ſpꝛicht in quot libet.) yore mit feine fürſten Bere | tent / dy ſchellen die ſchnel antwurt geben den gabaonitern. Joſue.iv.vnd nathan dem dauit von dem gempel bauwen. Die. ii. ſchel iſt ieigẽ heimlikeit / ſch nel offen baren dar voꝛ ſol ſich ieder man hüten wã er felt ſunſt lu groß lyden wã wenig trüwer ſeint werd g wigen sis behalten was man inen fagte gi fi vo: eine ned feinen bender bed bereue Verſtant offenbaren die heimlike das ſamſon ſchnel wz ſeiner metzen zů of fenbarẽ wa er ſein ſterck im har het ward er von lr beſchoꝛen vnd von dẽ philiſteie⸗ Mon ſchnelen Narren een gebunden vñ erblendet ( Judiciũ. is. Die. v. ſchel iſt in ope ere / Schnel bauwẽ ein huß vñ voꝛhin nit anſchlagen ob man es moͤge verbꝛingen / das würt auch ein eigen ſchar werden / ba we narren. Voor der ſechßten ſchellen. i Die. vi. ſchel iſt n ſchnel erwoͤllen oð ein ampt vff ſich nemen. Es wer not wan man ein wolt erwoͤllen zů eim ampt als zů einem regenten zů ei⸗ nem apt zů einẽ bychtuater 9; man in vo: kant oder man wolt ein pꝛieſter machẽ in ein cloſter annemen oder er wolt ein burd ein apt vff ſich nemen das voꝛ groſſe erfa rung da wer ð ſchwere vñ herte halb ob er es boꝛingen moͤchte. Das ſeint die. vi. ſch ellen finſtu die in dir ſelbs ſo würff ſy võ dir wan es iſt ein ſchandt in diſer narren ſchar zeſein / wan fie hat ein vᷣlumpte eer⸗ loſſe můter welches iſt ir můter. Sie heiſ ſet luxuria Vnküſcheit / wan ſy aller meſt den menſchen neigt zů leiblichen fleiſchli⸗ chen lüften vnd verſupfft die vernunfft / Vnd wer iſt der vatter / er heiſſet der ten fel wan zů gleicher weiß als einer der tu⸗ gẽt reichlich wil wircken der betrachtet al le vmbſtent das ſie recht geoꝛdinet ſeient zů dem end das got iſt / alſo v iderſins der teuffel ſtupfft dich zů boͤſem vnd wil dich darzů bꝛingen das du ſchnel werckeſt/ di ch nit bedꝛach teſt noch gedenckeſt ws ſcha des vnd ſoꝛglikeit darauß kommen moͤg. Alſo thettent die glider des teuffels die in den da eriſtus ſie lert vnd iren vnglaubẽ ſtrafft in naʒaret wurden fie betriebt vnd fürten den herren off ein felßen / wolten in ober ab geſtürtzt haben. (Luce. iiii.oꝛi genes ſpꝛicht Lenta virtus,) Tugent iſt langſam vnderfart / ee das fie vꝛteilt ws erlich / erber ſei / aber boßheit ellet alle zeit. a DN RB 7EWEIN: Aber wir tũtſchen ſeint vertragen in aller welt / das wir die ſchellen an vnſeren oꝛen clinglen das wir ſchnel feint vnd vnbeda cht vnbeſint vnſere ſachen thũgent / man XLII ſpꝛicht die frantzoſſen galli / dy ſeient witz ig vor der ſach. Itali die walhen in ð ſach 1 die tütſchen nach ð ſach / Alamangucgus | Ir tütichen ha ed ein lob vmũdumb daz ma Jason komen / wan faſcheit vnd vntreũw hat vberhant genumen in vnſeren landẽ alſo das wir ſeint trůſen aller welt woꝛdẽ ſiderher das dur trüw vnd warhafftig vᷣ eh 9 7 in auch nit BafferteGec, kopff geneidet die weil es mir nit wee thůt ſo mag ich es wol gelyden / fürwar es bꝛin get dir ſchaden vnd ein groſebñl wan mã dich haſſet oder dauit müſt llegẽ (. Diler iſti omnia.) 6 iiit ſpꝛicht wir ſeient warßafftig vnd trüw. Aber leider es iſt auch lẽĩrchlich d manfein lachet wan mã Die. xm. Schar der Narren Du haſt liebe gehebt die fallendẽ dren ſchaden ſolten wir witzigen fein’ das wir võ ſchnellen woꝛt du betrügliche iung diſſen narren weren vnd nit darumb auch allein darumb fo würt dich got zerſtoͤꝛẽ das wir zů haſſen ſeint / auch wir kinder des ver⸗ an dem end / er würt dich vß růtẽ flüchten vatters werden des teuffels vnd der ver von dein em tabernackel vnd dein lümden můter der vnküſcheit/laſſent vnß witz⸗ wurtzel von dem ertreich der lebẽ ig ſein das wir ſün ſeient des vatters ð weißheit digen / merckẽ diſe woꝛt. Er würt das wir hie gnad des ewigen vatters vberkum⸗ dich an dem letſten zerſtoͤrẽ hie vf men / vnd doꝛt für die ſchand der narteit erwer⸗ ertreich /zerſtoͤꝛt er dich nit wiewol ben die gloꝛi der ewigen ſeligkeit zů der vnß es dir wol gat hie in glück wie wol füre Iheſus criſtus. Amen. du dan nocht hie auch leidẽ teglich haſt am end / aber ſ. n ar a f erotet werden von dem extrei der lebendigen / wiewol du hie gů An dem dun rit 40 nach te tag haſt. Johannes weinet vb Reminiſcere hat der wirdig doctoꝛ Reis er Jheruſalem da fie froͤlich was ſerßberg gepꝛediget. aber er erkant das vbel dz zůkünff tig was zuͤkummen ber fie, Stultoꝛum infuntus eſt innumerus. Der narren zal iſt on end. ö / NER Aganwar | Von bůlnarren. REN Vene 5 t N . 8 RU N de ))/ tt den erſten k ulium verderb rom 2 j. wun den ſchnelle oder eilen / hett er den bꝛieff geleſen die warnung ee er in dẽ rat kam er wer nit erſtochẽ woꝛ⸗ den / er was gewarnet das ſie zůſa men Betten geſch woꝛen wider in. da er abñer den hauptmã des fol⸗ cks Jeboſeth ilet zů verfolgen da in abner ſchon warnet wolt er nit daruon laſſen / darumb ward er er ſtochen. . regũ.ꝛ. nicanoꝛi dẽ ward ſein haupt / zung / vnd die rechthã de abgehau wen das er ſchnel was YA\\ . machab. 7. Jonathas ward er / a 7 m triphun da er im Pal | encke gab.. macha. i ꝛ. Dar rũmb von diſſen vnd von vil an⸗ >> a ARE —— 2 aM 2 DIT — > Sn Vys 8 5 | 10 IN, Je . xiii.ſchar der narren iſt (pꝛocoꝛum luxuri⸗ eoſoꝛum) Bůlnarren für alle Nlharren ſo iſt das der eigen nã der bůler das man ſie narren heiſſet wan alle menſchen heiſſen die bůler narẽ / ſie ſei ent was geſchlechts / was ſtantz / wz alters fie woͤllen / vnd billich heiſſet man fie nar ren / vnd wiewol es iſt das narheit vß al⸗ lẽlaſtern wechfer fo gebirt doch in ein ſun deren weg vnküſche narheit /ſpꝛicht ſant Tomas xõem oomitto. Es ſet eier Det man ln din nen e wen EEE d Pooffereig, Teeg/ To Feuer mau in kein narren / wan er ã 0 ſchilt man in ein narren / vñd Nit allelſti das vnder den menſchen / es hat auch ein grund in der geſchꝛiffr (reg. iz.) da amõ mit feiner ſchweſter thamar wolt zůſchaff en haben vnd ſy ſchenden wolt / da ſagt ſy zůder die narheit ſoltu nit thůn. Nun diſſer narren ſeint villerley / das weiß yederman wol / ſo da mit er weibꝛu⸗ cher / iunckfrawen / geſchender. &. ſo ſeint vil ſchellen/ dabei man die narren erken⸗ neenn mag die wil ich kürtzlich erzelen nach meiner gewonßeit, D.ie erſt ſchel iſt ceci⸗ tas mentis blindtheit des gemüte. Die ander ſchel iſt /pꝛecipitatio / verwe genheit. 9 Sie Hit ſchel iſt / inconſideracio / vn war nemlikeit. Die. iii. ſchel iſt / conſtancia / vnſfetikeit Die fůnfft ſchel iſt ſich ſelbs lieb habẽ amoꝛ ſeu. 8 Die. vi. ſchel iſt / odium dei / got haſſen Die. vii. ſchel iſt / affectus pñt.ſeculi / be girt der welt. | Die. viii. ſchel iſt / deſperacio futuri fer culi / verzweiflen an der zůküfftigen welt. } Hoon buol Narren XLII Es iſt kein wunder vas der arm nar ð bůler felt in diſſe. viii . ellent / wan der vn oꝛdenli h luft den er ſůcht vnd dem er an hangt / ſo würt ſein vernünfft vñ ſein wil vngeoꝛdner vnd gehindert das er fie nitt mag bꝛuchen als billich wer / wan wen die vnderen potencio machten begeren zů er⸗ lüſtigen in diſen gegen wůrffen fo gat das nahe das die obern machten vnd krefften gehindert werden vnd geunoꝛdenet in irẽ wercken. Zů dem erſten fo würt dy verſtentnis gehindert in einfeltigem verſtant / das ſy nit wüß ergreiffen ein gůt end da gat die erſt ſchel herfür die da heiſſet (cecitas mer tis) blinde des gemüts dauon ſtot dauie lis (. i;. ſpẽs decepit te) die geſtalt hat di⸗ ch betrogen. Z dem andern fo wůrt die vernu ufft gehindert in irem ratſchlag / von dẽ din⸗ gen die da gehoͤꝛen vñ geſchehen vmb des ends willen. Alſo gat die ander ſchel her⸗ für die da heiſſet pꝛecipitacio / vwegẽheit. Diſſe ſchel růrt einer in terẽtlo da er ſpꝛa ch welches ding kein maß noch rat hat dz magſtu mit rat nit regieren‘ Zů dem dꝛitten ſo wůrt die vernunfft gehindert in irem vꝛteil was mã ſol thůn Alſo ſagt daniel von den vnkůſchen altẽ ſie hetten ire ſin abkert das ſie nit geden⸗ cken der vꝛteil gottes / vnd gat her dy dꝛit ſchel / in conſideracio / vnwarnemlikeit. Zũ dem fierden fo iſt die vernunfft ge hindert das fie nicht thůt das ſie an hatt geſchlagen ʒů thůn. Alſo gat herfür die fierd ſchel / in conſtancie / die cliglet der ob gemelt lerer parmeno da er võ feiner metz en gon wolt da behielt in ein troͤpflin tre⸗ hen das fie mit gewalt herauß ꝛrottet. Sie. xm. Schar der Narren Zů dem. x. ſo iſt der wil gehindert daz er nit begert das recht end / aber leibs luſt den er vnoꝛdenlich begert da kumpt har die. v. ſchellamoꝛ ſeu.) ſich ſelber lies habẽ Zů dem. vi. volget gleich die. vi. ſchel / deren nach odium dei got haſſen in dẽ vn oꝛdenlichen lüſt verbůt. Zů dem. vii. ſo begert er dy mittel dur ch die er ſemlichen luſt moͤg vberkommen fo kumpt gleich daher die. vii. ſchel bege⸗ ret diſſer gegenwürtigen welt in deren er ſich wil erluſten. zu dem. viii. ſo folgt hernach die. viii. ſchel ( deſperacio futuri ſeculi.) verzeihũg fi verwegen der zůkünffttigen welt / wã wen daz gemüt gefangen iſt in fleißlichen lüſten ſo acht er nit zůkomen zů den geiſt lichen lůſten / ſunder ſie ſein im widerig. Ja ſpꝛich ſtu wa haſtu die acht ſchellen kaufft in welchem krom / ſant Gꝛegoꝛius der koſtlich kroͤmer hat ſy feil in dẽ krom 3 i. li. moꝛalium / vnd ſant Thomas hatt ſie gegerwet vnnd gefeilet das ſie glitzen in. ꝛ..wiltu die andern ſchellen hoͤꝛen. Von der. iv. ſchellen. Die: xii. ſchel iſt ſtul⸗ ti loquia nerſche red / diſe fier ſchellen hab ich genummen vß ſancto Iſidero die au ch ſanctus Thomas glitzen macht / wiltu noch mer ſchellen haben ſo nim die auch. Die. xiit. ſchel iſt ſuſpicio argwon Babe Die. xiiii.ſchel iſt zelus eiffren er mag kein gemeiner haben coꝛriualem. ie. xv. ſchel iſt contencio zancken vñ gleich widerumb frid mitt einanderhou / als Terentius ſagt. N Die. x vi. ſchel iſt / winckel ſůchen vnd finſterniß. Die. x vii ſchel iſt / adularie ſchmeichlẽ Sie x viii. ſchel verheiſſung vnd wer ich reich. Die. xix.ſchel iſt heimlich reuwen in⸗ ſuſurare. Die. x v. ſchel iſt lieblichen. Die. vx i. ſchel iſt hütkratzen. Die. xxüi.fůßtrerten dz iſt aber vnſich er wan man trifft etwan des mans fůß. Die. vxiii. ſchel iſt frawen alſo tragen alſo hoßen tragen die fütery muß herdur 0 ch ſcheinen. Die. vxiiii.ſchel iſt hoffieren / ob dem Die ix. ſchel iſt. nich fürlegen / vowerſüchen. (turpilo quia) vnnütʒze red vngeſchaffne red (math. i:.) A wes das hertz vol iſt des lau fet der mund vber / wan nun das hertz ei nes vnklſchen / iſt voller wůſt was kan ð mund reden dan wüſte ding. Die. x. ſchel iſt ſcurrilia vana / vnnütze woꝛt / vnkũſcheit machet die bůlhertzen / vnd warnemlich vnd ſch⸗ nel / darũb ſo reden ſie vnbedachte wort, Die. ri. ſchel iſt verba Indfera gůt ſchwenck wan ein vnküſcher fücht luſt / darumb fo oꝛdnet er ſeine woꝛt dem luſt / alſo ret er verbena ludicra. Die. x xv. ſchel iſt vnſchemmig. Die. vx vi. ſch el iſt frech. Die. vx vii.ſchel iſt fingen von der bůl at. 0 Die. vx vii. ſchel iſt / ſie ſeint ſpoͤttig / Diſe ſchellen hab ich genummen auß vn ſers From vnd gedicht das ich euch for ein em iar gepꝛediget hab das leſen / wiltu ab⸗ er mer ſchellen haben ſo gang in dein eignen krom / in dein hertz / ſo fin deſtu noch vil mer. Von der figur veneris der bůlſchafft wie die alten gemalet haben. * * Hon buol Narren Je malte ein na cende frawen die ſchwã in dem meer / dy het in der rech ——v5ði — te hand ein krum iacobs mit ſchlin da mit man pfeiffet. Item ſie was geziert mit eim roſſen ſchappel / item ein Für tuben vil tauben flůgen ir nach / item die was eim wůſten bauren in der ee ver⸗ mahelt der hieß vulcanus / wz ein got des füers. Item voꝛ ir ſtůnden dꝛei nacken de doͤchtern die hieſſen dꝛei gnaden / zwo doͤ⸗ chter hetten ir angeſicht zů ir gekert / ſohẽ fie an die dꝛit fage von ir / Item ir ſun ð hieß Cupide der ſtůnt neben ir het fetti⸗ gen als wolt er fliegen vnd was blind der het ein armbꝛuſt oder ein bogen geſpan ⸗ nen ein boltz darauff vnd ſchoß in ſeinen got appolinem / darumb erſchꝛack ð ſun / vnd floch ʒů feiner můter vnd vz betrũbt alſo maletten die alten bůlſchafft / damit wolten ſie zeugen was ellenden vnglũck⸗ hafftigen arbeitſeligẽ folgel ein bůler wer wiltu aber wiſſen wie / ſo nim war. Zů dem erſten iſt ein fraw wã bůlher tzen haben ein weibiſch hertz vnbeſtentli⸗ ch / alwegen beweglich wie ein fra w. Si dem andern ſo was ſie nacket / wã bůlſchafft oder frawen menchẽ nacket ma chen / vnd bůlſchafft bleibet nit lang heim lich ſie wũrt offenbar / das iederman das maul mit weſchet / es iſt ein ſpꝛichwoꝛt dz ſelten ein bůlſchafft vber ein fiertel iar vᷣ⸗ ſchwigen bliebet. 55 dem dꝛitten ſo ſchwimmet ſie in dẽ meer / vnd ein büler ſchwimmet wol in dẽ meer vnzelligen zůfel ſoꝛglicheit die in dẽ meer ſeint alſo in der bůlſchafft auch /liß boccacium der erzelt ir vil / lat ſich nit tüt ſchen. Zů dem fierden Bat fie ein pfeiff hoꝛn in irer hand / wann ein bůler wil alwegen tantzen pfeiffen /ſpꝛingen / vnd ladet an⸗ der auch darzů damit das die bůleren zů⸗ LI Age / vnd kõren doꝛn den roſen bůlern ʒů / doꝛn die ſtechen / vnkũſcheit et gen ſchafft iſt peinigen wan man ſich ſch ampt des vnreinẽ laſterliches wercks na⸗ türlich vnd der doꝛn des nagens der con⸗ feiens dich ſticht vnd nagt / vñ wy die roß ein clein zeit ein menſchen erliiſtiget / vnd da ald dürret vnd welck würt. Ifo der luſt ift kurt aber gibt dit we 56 ven ſechßten fo hat ſie vil tauben anger penitente vnd reuwes alfo dae da en Fürtze faſtnacht vnd ein la 2 ef — oe * . Par \ vm ſie fliegen / ein kut tauben / ſein vn küſche thier / ſie haben ſtetz iungen vnd ei er. Alf die boͤße geluſtigen volgen vnd lauffen den huren nach / hüt dich vor tau⸗ ben / man ſpꝛicht wiltu haben dein hauß ſuber fo hüt dich vo: pfaffen münch vnd uben. | S Diener. V Vettern. B Blotzbꝛüdern. E Ertzet. NViier ſchneider. ZI dem ſibenden fo iſt fie einem wüſt en bauren fer eignet / das bedüt das wehe ſtoltze weiber / vnfleter ſtalknecht / küche⸗ knecht ʒů in laſſen wan die fie gern hetten die mögen innen nicht werden / wan wen es bꝛent hat man nit waſſer ſo leſcht man erwan mit miſt. Zů dem achten ſo ſtond dꝛei doͤchtern bei ĩr / das ſeint dꝛei laſter / Geitikeit / Ge⸗ luſt / vnd Vntrüw /zwo ſehen ſie an / Gei⸗ tikeit vnd geluſt / wan ſo lang ð ſeckel vol gelts iſt vnd die perſon zů dem luſt geſchi ckt iſt / ſo lang iſt man liebe / wan dy ding auff hoͤꝛen ſo kert mann das angeſicht dar vonn. Diſſe ding ligen * Die. xm. Schar der Narren alle an dem tag wã du gibſt fo hat ſie di ſichſtu nit dein eer an. Es iſt rein laſter ch lieb ſo lang du luſt von ir haſt / vnd ſie das den menſchen alſo verlumbde als vn hüdſch iſt / ſo lang lauffſtu ir nach ſo bald küſcheit / biſtu nit gefangen fo danck got diſſe ding vff hoͤꝛen / ſo kert iegliches das vnd hüt dich das du nit gefangẽ werdeſt antlit von dem andern vnd würt war dz wan wen du die narren kappen anlegeſt / woꝛt mein iſt vergeſſen von hertzen als ei fo kanſtu fie gar kum abziehen du můſt nes toten (et auertiſti faciem tuam ame faſt got anrüffen ee fie dir ab dẽ hals Für et factus ſum contribatus. Zz dem. iv. Hat ſie ein ſun der heiſſet Cupido begirt / wan die vnkůſchen in ſte⸗ ter begirt ſeint / inen vᷣgat der luſt als den alten koͤchen das trincken. Zů dem. x. So iſt er ein kind alſo bůler gond ſtetz mit kindlichen ſachen vmb nich ts mãlicbs nich to dapffers thůnt ſie mit iren wercken / ſacen narrenwerek. Zů dem. xi fliegen / dy vnoꝛdenliche liebe fligt ein vn küſcher fert dar von on betrachtung des So hat er federn als wolt er haffen bꝛodlet vnd laufft ober, Von der artznei der vnküſcheit / der dꝛitteil der pꝛedig & ſpꝛichſt was „ müß ich thün das ich ledig werd / ich bien / ich bin ver⸗ Ran Pi wunt mit den pfeilen võ de nen du ſagſt / ich bin entzünt in der liebe / der haffen ſůdet / ich mag nit küſch ſein / ð u ſo thůn als die Esch thůnt / wan ein haffen wberTaufft Jo ſchütren fie kalt waſſer d ſchades. em / oder ſie rucken den haffen von dẽ feu⸗ Zů dem. vii. Er iſt blind der ſun ein bů er / oder das feuer von dem haffen. Alſo ler iſt blind ( oĩs amans cecus.) liebe blen thů du auch lauf zů dem waſſer. Zů dem det ein er ſickt nit was er thůt vnd die lie erſten beſchüt dich mit kaltem waſſer / dz le iſt blind ſie ſicht niemane an / ſie kumpt leſſen wir von einem heiligẽ. Zů dem an⸗ in ein armen /in ein reichen / in ein vnge/ dern lauff zů dem waſſer deiner trehen oð ſtalten / in ein oꝛdes man / in ein leyẽ. Se Zů dem Dittẽ zů dem waſſer der betrieb; nis ( Aque mulre non potueruntexᷣting⸗ neca (. amoꝛ malus neſcit iudicium.) Si dem. viii. Hat phil mit kocher vnd. Nerẽ cha. Das waſſer gat vber die Fo: bůlſchafft vil menſchenen verwundert. im eln diſciplin / uch dir ſelber den bart Zů dem · viii. So ſchůſſet er den abgot ß oder de d gauch Bar vß dem kopff / ge⸗ vnd vnküſcheit mit ir anfechtung ſchüſet | denck an die pein vnd ſtraff die du leiden etwan die gerechten man ver wundet vñ muͤſt für die fünd / oder gedenck an dein gat durch ſie / als der poet ſpꝛicht (. hereãt tod / vnd wie dein fleiſch nach dẽ tod wirt in pectoꝛe vultus.) alſo haſtu das die bů oder thů als die weiſen / lauff zů dem waf ben teding niemans vberſicht niemane iſt / ſer der weißheit die ob vnß iſt / wã fie ma der ſich voꝛ ir hitz hüte / als dault ſpꝛicht / cht dich ſchamhalftig Pacht em Mero darumb laſſent vnß fliehen die narheit / in hab die heili o bꝛůder nit mach dich vnderwürflich di „ ſchꝛifft lieb ſo wůrſtu laſter nit lieb haben fer dien ſtbarkeit / wan ſie machet dich vn | Zů dem andern ſo zich dz holtz von dẽ geſchickt zů allen gůten dingen / wann du feuer / entzůch dir ſpeiß vñ tranck / beſun⸗ kein hertz nicht haſt weder zů den dingen der ſpeiß vnnd tranck / die hitziger natur gottes noch zů deinen ſachen / wan es ſpꝛi ſeint die dich flammen zů vnkũſcheit / als cht der wyß vnkũſcheit vnd trunckentzeit da ſeint ſtarck wein / galrei/pfeffer luter⸗ nemmen dem menſchen fein hertz / warũ tranck &. 5 a Hon buol Narren Zů dem diittẽ / ſo ruck den haffen võ dem fůer/flũhe von dem füer der vnkeri⸗ ſcheit / das rat dir zůthůu ſant Paulus. i. coꝛin. vi. fugite foꝛnicacionẽ) fliehen vn küſcheit. Es ſpꝛicht ſant Ambꝛoſius mit andern laſtern mag er fechten / aber diß laſter fliehen / nit nehen euch darzů. Ja ſpꝛicheſt du / es iſt nit mitt dem fer, als mit vnſerm füer. Es iſt das heliſch fer dus kan man nit loͤſchen / als das ander fũer ſant Anthony / ſo thů dz / dz die thũ die das ſelbig fůer hond / wer da die blag hat des geliſchẽ füers ſancti Anthony / die laſſent ſich erwan in ein kirchẽ tragen /als in vnſer frawen kirchenzů paryß / oð ʒů ſant anthonius / vnd geent da nit danen fie feine dan geneſen / alſo thů du auch we du entpfindeſt den pfeil der an fechtung des flammen der boͤſen begird / ſo ker di⸗ ch mit gantzem hertzen zů got / vnd hilff der heiligen / vnndlhoͤꝛ nit off zů ſchꝛeien vnd zů betten / biß das du geſuntheit ent wan wie ſie j keit in ir ſelber / alſo auch in andern vnd Nen lr inn ſunderheĩt . Es iſt keiner on zweiffel der angefochten wer mit dem hei liſchen füer der vnkeuſcheit. Itẽ wã alſo mit ſolicher begird einer ge ſuntheit ſucht / als er geſuntheit ſucht wã er ſant Anthonias füer het / er würde ge⸗ ſunt werden / er erwũr? von got dem her ren genad vnd hilff. Diſe artzney gibt ð weiß man. ſapiencie viii. Er hat ſie auch gebꝛucht (cini quem alteri). Ich hab wol gewiſſet a e möcht ſein/ du gebe mir dan dz / das was auch ein weiß XL. V heit das er wũßt das kenſch ſein wer ein gab Gottes / darumb ſpꝛach 5 ich aan 8 dem herren gangen vnd hab in darumb gebetten . Alſe th du auch in deiner anfechtung⸗ laüff 5a Gott dem a fen feinen eiben heiligen / vnd rieff ſie an mit gantz em fleiß deines hertzen / ſo würſt du von dem pfeil der anfechtung erloͤſſet. Wilt u aber Yatuon ſein / das Fu nic geſchõ en werdeſt mit dem pfeil der vnkeuſch⸗ A helt / ſo thů als. die fürſichtigen reiß ae \ thůnt / wan fie foͤꝛchten das man fie ſchie⸗ ſen weld mitt den büchſen oder mit denn armbꝛaſten / ſo bleiben ſie nit ſton an eint oꝛt / ſie lauffen aber krum herumb von di nem oꝛt an das ander. ſchaffen / wann wen man fraget warumb iſt Egiſtus woꝛdẽ et ebꝛecher / ſo iſt gleich die vꝛſach da er gieng müſſig / Sanctus 5 ſpꝛicht du ſolt alwegen ery Alſo hab du alwegen etwas erbere 3 —0 An dem Freitag nach Reminiſcere. Von den Genß narren. \ N = RUN N ei SEIT \ 7 N II Seal NN N 1 — Hani NN REN N II NN 8 8 3 = IN x EZ: IN; > IR N Un die. zum, narrẽ ENT 6 d e Fhoͤꝛen warumb ſeint die da hoffen Ka vff gotz barg e 3e f fünffzehen ſchellen dabei man ſie erkenne mag. Die erſt ſchel iſt hoffen vff gottes barmbertzigkeit / Du ſpꝛicheſt hoffen in got iſt ein zeichen der weiſſen / vnd nit der nar ren /. Dauit ſpꝛicht ( beati omnis quiſſperant in eo) Ich gib dir antwurt dz dꝛeierlei hoffer ſeint. Die erſten ſeint die /die gerũwet vnd gebeicht hond ire ſünd / habent für ſich geſetzet ir leben ʒů beſſern / vnnd hoffen gott woͤl inen barmhertzig ſein / die felbigen fein nit narren. Die andern die wöllen bleiben in tren fünden biß an das todbet / hoffen nüt deſter minder ſelig vnd behalten zů werden / durch gottes barmhertz igkeit /das ſeint die die zů dem ſchwerſten ſün den / wan ſie ſünden inn gott den heiligen geiſt / r diſe Babent die groͤſtẽ ſchelẽ an der narren kappen. * Es ſeint darnach die dꝛittẽ / die fünden off gots barmhertzigkeit / alſo fie ſünden / aber fie feint, des willens die ſünd ab zů laſſen / vñ penitens zethũ / ſie wiſſen aber nitt wen / die ſündẽ ſchwerlich / aber nit in den heiligen geiſt / wan ſie hond nit als ein verſtopfften willen inn finde als die erſtẽ / aber fie habent diſe ſchel an dem kopff hangẽ / du ſoͤlt nit gedenckẽ noch ſpꝛechẽ / gott hatt für mich gelitten / ich bin ein chriſten menſch vnd getaufft / ich bin ein glid der heiligen kirchen / ich wurd behalten werden an dem iüngſten vꝛtheil ſo würt der teuf fel kein theil an mir haben / wenn ich ſchon in fünde ſtirb / Nit alſo / du ſolreſt wol wiſſen das got ge⸗ recht iſt / vnd nach dem rechten ge ſatz vꝛtheilen würt. Item es iſt ein geſatz das der baum / das iſt in das e tereich da er gewurtzlet hat nit des in des garttẽ etſich hẽcket. Von der andern ſchellen. S chẽ d ie narren / ſo ſůͤndẽ natürlich iſt / warũb hat dan got woͤllen die natur machẽ / ſo dz fund ſol ſeĩ dz die natur begert. Ich gib dir ant⸗ wurt das die natur im menſchen mag in ei weg betracht werden. Es iſt im menſchẽ dꝛeierlei natur Die erſt natur iſt ein gemeinli⸗ ch oder ein thierliche natur das iſt der leib mit den vñ der entpfintlil cheit kurtz daruon geredt / alles dy dz wir gemein hond mit dẽ thierl | Hon genßß Narren then / hoͤꝛen / ſchmeckẽ / enfinden vnd ð gleichen / vñ alſo reden von der menſchli chen natut / ſo iſt es war / daz vnkeuſcheit vnd andere fünd ſeint natürlich / vnd iſt der menſch darzů geneigt / aber da feleſt du das es darũ nit ſüad ſei / wan ſunſt fo wer faſtenbꝛechẽ auch nit ſünd / wann ein menſch alich geneigt iſt zůeſſen ſo in hun gert / desgleichẽ wer auch nit fünd dẽ glau ben verleugnen fein leben zů behaltẽ / wã nit al wegen iſt der wil gerecht / wã er glei chfoöꝛmig iſt der ſiulicheit vñ irer neigũg. u dem anderen Io ſt in dem menſchen die ander natur / daz iſt racio / die vernünfftig ſel / vnd das iſt ſein geware natur vnd nach der natur ſo iſt die ſünd nit natůtlich / aber wider die natur / wan die veruunfft ſchꝛeiet darwi⸗ der ( Qnia ſemper pꝛecatur ad optima racio). f Nun zu dem dꝛitten ſo iſt in dẽ menſchen ( natura in diuidu ales) Das iſt dein compleviõ / die da iſt von vatter vnd von můter. Item von influß deß hymels vñ nach der natur ſo mag ein menſch zů etlichẽſünden gentigt ſein / wan vnkeuſche vettet vnnd müter vſſerthalb deree machen kind geneigt zů der ſünd / noch iſt es inen fi ünd / wã ſie moͤ gen ð neigung wiðſtant thůn / vnd ſeint nit gezwuugẽ darzů / darumb fo betrüg dich nit ſelber / ia es iſt natürlich / darum iſt es danocht ſůn · f i Von der dꝛitten ſchellen. Die Dat ſchell NJ iſt / Sich feſtẽ vff daz ſpꝛich q woꝛt/got hat das hymelrei N BER A ch nit den gen ſen gemacht Alſo ſpꝛechen etliche vñ alfo daruff hoffẽ ſie / vñ fände daruff. Ich antwurt als ich es dick vantwutt hab / got hat dz hymel⸗ reich nit den genſſẽ gemacht /es iſt war kr XLVI hat es auch nit den ſũwen vñ dẽ eſſeln ge macht / dz fie es beſitzen oller, wal de 0 weine gehoͤꝛt die krõ des reichs nit zů/ wie wol ein ſů ein kron vff hat im narten ſchi doctoꝛ bꝛants / aber laß vns ſton in deim ſentens den du geben haſt vnd weneſt er fei für dich /ia er fürwar er wire wid dich ſein / wan von deinen woꝛten wurſtu ver urtheilt werden / wan ſünden vff gottes barmhertzigkeit/haſtu für dich genumẽ als ein ſchilt / aber ich wil deine woꝛt mach en si eine ſchwert / damit du ſelber durch ſtochẽ ſolt werden / du ſpꝛicheſt dz hymel⸗ reich fei den genſen nit gemacht / vnd wie hoffeſt den du gans behalten zůwerden / ia ſpꝛicheſtu bin ich dan ein ganß / ia vnd nerriſcher dẽ ein gang vg vil vꝛſachẽ. Efff daʒ erſt wan ein hund genß ieuchet fo faren ſie in dẽ bach da meine fie ſicher zů fei/of du nerriſche ganß die da Boffer off gottes harmhertz⸗ igkeit / wan du hoͤꝛeſt dẽ hund den pꝛedicã ten wid dich ſchreien/wið dein vermeſſen heit vñ wid deine find /gleich fo flüheſtu zů dez waſſer des wolluſtes / du lach eſt vñ ſchůtleſt die flügel / vnd achteſt nit pꝛedig zehoͤꝛen / vnd den hund bellen den pꝛedi⸗ canten. | Alſo ʒum andern als man gemeinklich ſagt / ſo ſicht ein antrech ein wilde ent mit eim aug vff das ertrei⸗ ch wa die ſpeiß ſei / vnd mit dẽ an dn aug an den hymel wa der ſperwer ſei. Alſo fol teſtu auch / ſehẽ vnder ſich in die hell/vñ erkennẽ die tieffe der gerechtikeit / vñ grim mikeit gots /vñ nit feße allein in die barm ne gotes des herren. ie ganß wen fie etwz in dẽ ſchnabelẽ tragẽ / ſo 85 ſie õ ſoꝛg / vñ du treiſt weltlich troſt vñ wolluſt on ſoꝛg vñ an gſtbarkeit der zů künfftigen ding / laß dich benůgẽ diſer ding du nerriſche ganß. H ü u Die. x un. ſchar Die gan inet etwan off dem mift wndfo vil di ir gat / vñ duo gãß / ſo vil die ſon der goͤt li he barmhertzigkeit me vff dich ſcheint vnd dir meer gůts thůt / er hat dein yetz⸗ und fo lang / ſo vil iar gewartet zů der pe nitentz / er iſt für dich menſch woꝛdẽ / für dich gelitten / für ſoliche ſtrimẽ der barm hertzig keit antwurſtu im mit groͤſſerem geſtanck der ſünden / wan du die ſelbẽ nit laſſen wilt / vnd wilt in dẽ ſündẽ verhar⸗ ren / vnd noch mee hoffen. Die ganß wẽ man ſturm leutet / blivet oder der hagel ſchlag / ſo foͤꝛchten ſie ſich nit. O gauß vnentpfintlicher nar / ſolteſt billich dich oꝛchten vor dem dunnerklapf diſcedite. Scheiden euch von mir in das ewig feuer ir vᷣflůchten genß. 1 2 Die ganß würt in einẽ finſtern offen gemeſt / vnd wan ſie dan feißt iſt / ſo ſtich et man ſie / vnnd diſe genß die nieſſen die gütter diſer welt. Vnd von dem teuffel werden fie geſpeiſſet / on ſoꝛg der berrach⸗ tung goͤtlicher gerechtigkeit / vnd der for cht gottes. Vnd dẽ wan ſie es aller minſt mein en fo werden fie freſſen von dem hei liſchen wolff / der erwiſcher fie bei dẽ kra⸗ gen an irem leꝛſſẽ end / vnd trucket ſie dz fie nit Mögen ſchꝛeien / durch ir gebet vnd beicht / wan fie den ſelben wolff in feinen glidern gern gehoͤꝛt hond / als die ſchmei⸗ chler ſeint/ des teuffels pꝛedicanten die in en geſagt hend ding die ſie gern hoꝛten in irem leben da fie die pꝛedicanten der war heit verſchmechrẽ / ia gehoffet hond. Di⸗ fe genß ſeint vonn der zall der genß die man maler / da inen der wolff pꝛediget in der narrẽkappen / vñ ſie darnach rauber, Die qäß gert es ſei ſe volweins, Vñ du trunckne ganß ſchlotterkopff / es würt dir auch alſo gon / as es einem truncknen ie ſon heiſſer off fie ſcheinet / boltz gieng. Ein ttunckner man meinet off dem miſt / ye ein boͤſern geſtanck von vff ein mal er ſehe zwo kertzen an dẽ aben vo im flon/onnd was aber nit mee dan eine / er leſcht die ein / vñ meint er het mit einer genůg / vñ da er ſie loͤſcht da můſt er in der finſterniß ſchlaffen gon. Alſo wenen vnſere trunckne genß / es ſeien. il. barmhertzikeitẽ gottes / ein in irem leben die ander in irem tod. Die erſt loͤſchen fie die vil gůttet gottes / ſeiner geburt / ſeins leiden / langs leben / in dem ſo fie es miß bꝛauchen / vnd in dem das ſie vbel leben / vnnd hoffen off die barmhertzigkeit die inen an dem lerſten end ſol werden / ſo wirt dan nüt daruß / wann fie haben fie vor hin erloͤſchen / vnd geet inen dan als es den böfen bübe geer die an dem abent eſſen vnd trincken / vnd treiben kurtzweil biß das das liech t verbꝛint / fo bleiben fie dan in der ſitzen. Alſo werden ien genß gewoꝛffen in die vſſerfinſterniß / werden in derſbellen ligen vnd den ſich verwun⸗ dern vñ ſpꝛechẽ ( vbi ſunt miſericoꝛ. Wa ſeiut deine alten barmhertzikeiten Die wir meinten die noch vberig weren. Darum̃ bꝛůder fo fer dein ſach nit vff blaw enten vnd genß / als man gemeinlich ſpꝛicht. Von der vierden ſchellen. BT Die vier d ſchel it Recitieren derſaltẽ fünd Erlich die kumen her vnnd agen vB der bibel vnd den biſtoꝛien der alten / vnd wie man allwegẽ geſindet hat / vnd iſt nit nüw / das man yet und ſondet/ damitt fo wellent ſie ir bof hit verſpꝛechen / aber es feine armer gen ß / wan fie doeſſen wz dabei geſchꝛibẽ ſtot / wie fie gerafft feine worden, Es ſtet geſchꝛiben wie die Sodomiter geſündet hond /es ſtet auch uff geſchꝛiben wie die erſchrocken in pein des ſchwebelſtiers / vb er ſie geregnet hat. Alſo von pharaone⸗ 1 — JR Hon gen Na rren Alſo võ den kindern von Iſrahel. Alſo auch võ DE künigẽ võ irẽ ſũndẽ/auch wie lr reich vetgangẽ ſeint. Als der roͤmer vñ der iuden reich / liß des bꝛants narrẽſchif Liß dz hütig ewangeliñ (deo aufferetur) darumb ſo würt dz reich von euch genu⸗ men &. Das aber etlich hie nit getaffet ſeint woꝛden / daz iſt ir groͤſte ſtarff wan doꝛt werdẽ ſie es deſter boͤſer haben / als Valerius ſpꝛicht (leoto quidẽ gradu) ge mach gat gots rauch / aber zwiffeltiget er es S. Danit ſpꝛicht. dediſti metuẽtibus Du haſt ʒeichẽgegen denen die dich foͤꝛch ten / das fie dein bogen fleihen / ſo vil einer ein bogen feſter ſpant / ſo vil er würſſer ſchnelt. Alſo got der her / das er lang eis nem hie vberſicht / ſo vil er den bogen baß ſpant / darumb fo froͤw dich nit / das got doꝛt den pfeil würt durch leib vñ ſeel ſchie fen, Biß auch nit betrübt das er dich hie ſtarfft /es iſt ein zeichẽ gottes barmhertzi⸗ keit / ſant Gꝛegoꝛius was ein 172 vVnſchult / wan yn got hie ſtrafft / ſo ſpꝛa 05 het in lied, d Von der fünfften ſchellen. mit rüreer er dich an wan er dir yngibet / die ſünd anderer menſchẽ / als voꝛ geſagt iſt / was iſt es / es hond ande gröffer ſünd gethon dan du / biß gůtz můtz / G nar wz iſt das für ein troſt / das du vnd andere B- dempt werden. Mit dem lengſten finger | rürẽt er dich an/ ſo er dir verheißt lange leben / du biſt einer gůten complevion dei ne eltern ſeint alt woꝛdẽ / du biſt noch ſũg vll ſeint in der iugent ſünder geſein / die \ ziehen / wie hart vnd ſchwer es iſt a cn fen Auguftinü g XLVII ſeint in dem alter güre menſchen woꝛden Iß vnd trinck/hab lu ſt vnd freud in der iugent du kumpſt noch wol. Aber ð ſchal ck verſchweiget dir / des der mererteil die alſo trincken ſich nit bekeren / finder ſter ben alſo in iren ſünden. Zi dem leſten ſo rüret er dich an mit dem daumen /als in der erſtẽ ſchellen be rürt iſt/ Gor iſt barm hertzig ʒů verzeihen / ia denen die in ſuͤchẽ in warheit / vnnd ſich zů im keren. Er i auch gererht/ vnd ſtrafft die ſünd biß in Dauit ſpꝛicht (de⸗ eſt furens ). das vierd geſchlecht / ulcionẽ dominus ignis welcher ſtund du Har zů eiern e empel art were n dem enltirẽ/ & weiß niernans dã Leroluiniũ & an ſei⸗ letſten end f prach vndzehenf ta uſenten findet as nn u an dẽ le tſtẽ bekert wk Onder dene die eln boͤß leben gefü \ > = 7 2 7 7 . re \ bed. Sar ir llebẽ bi ð nit werdẽ alſo z N Zeſetze in die ſoꝛcklichelt dur verleu gerung ð penitens / vnd durch 9 ie falſche hoffnung ⸗/ſunder kerẽ euch zů got durch ein ware penitentz vnd rechten ru wen / dan ſo werdẽ ir vber euch entpfindẽ zůkumen gottes barmhertzigkeit⸗ auit ſpꝛicht beneplacitũ c duo pet timen⸗ tes eum /et in eis qui ſperant upet mi ume if eri coꝛdias eius). A H ii w Die. xv. Ichar | An dem Bamftag nach andern zeichẽ daran gemalet wer 2 dan das er ein nũůwhauß bauwet Reminiſcere Gertrudis. er het vil erſpart / mã ſpꝛicht wer Von den bauw Narren. ein huß kaufft ð 1 es / wer es iber bauwet der kaufft es Fran der andern ſchellen Die ander ꝑ cſchel iſt vil bauwen Es ſeint etlich die fa Feen an zebauwẽ/ v bꝛungens auch vñ bauwẽ vil ſer / in allen gaſſen hond ſie gebu⸗ wen / ſie woͤllent aber nitt narren ſein / aber man ſol in zoͤgen ire nar heit / vñ dz iſt ein narheit wã mã hertiklichen troͤwet / haſſet vñ die goͤtlich weißheit Iheſus chriſtus geflahẽ hat / des werck vns ein ex⸗ empel iſt / der ð nit allein vil Hafer wolt Babe vff erdẽ / er hat gãtz bei nes gehabt. In feiner geburt er ein gemein ſtellin / in ſeinẽ todt ein frembd grab / in ſeinẽ lebẽ hat er ntit da er fein haupt möcht nei⸗ gen. Mathei. viii. hoͤꝛ dẽ harten tunnerklapff / damit er dich / als — — mit dem kolben ſchlecht. Iſale vo Die. V. Narrenſchar iſt Ames ol. J. daß die nn Edificanaũ. Buwnarren die werden erkent mit Jacobus vñ aß fein Buß, Es iſt diſen ſiben ſchellen. ein groſſe narheit lieb hon dz got 2 ö it haſſet. Amos . iii. Ich wil % win Dit ter huß mit Fe ſumer Buß ſchahẽ. Von der dꝛitten ſchellen. Die diit ſch — el iſt Magna edift Re care). Erlich fein die buvẽ nit vil hüſſer. Aber ein groß hauß dz hat ein an fang auch võ narrẽ / nit von den gen. Sifenarren werden mit irẽ kolben / ſo weiſſen wil man. iuuenali. glaube ir ſpottet / vñ fie kein gelt me hond Es wermã ! So habẽ die alten vff dẽ bauwen en niger er Faufftein alt huß/ wan (on eins gewonet / vnd Betten gůte zeit on Mn \ Aa ee — IS N N n = > 1, = A — — — — == Sn * — —v—: a, Gon buw Narren mangel. Romulus wie wol er rom buwet noch het er ein clein hüßlin da er in wonet meſſen. Er antwurt / das hauß wer 19 genüg eine ſterben den menſchẽ /es iſt bei? fer zeſpꝛingen vß eim hürlin ʒů dẽ hym⸗ mel den von einem palaſt. Von der vierden ſchellen Die vierd ſchel ZA iſt. Koſtlich bauwẽ/ wan du bauuẽ wilt / ſo buw nit koſt⸗ Illich / nit Voꝛ zeitẽ wz / vñ ſie koͤſtlicher buwẽ/ dẽ ſie f ge — € menfchen dis er vberfůrt die ſpꝛechẽ er můß vᷣflůcht ſeĩ 5 zienge/to fi ein zůkünffti Es iſt ei elt des menſche lebẽ vers Fürger iſt den es XLVI .. uß wölleft bauwẽ deinẽ leib / vñ das hauß der ſeelẽ woͤlleſt vᷣlie derlichẽ hie vñ in dẽ vatterland / vñ du woͤlleſt zierẽ di ſtein die zů nüt werde, Aber die arme die ſtein des hymeliſchẽ Jeruſalems woͤlleſt gel / bleich vñ vngeſtalt laffen, võ dẽ. iil⸗ ſchelẽ liß Jeremiã. . ca. da ſtrafft er ſie Von der ſechſten ſchellen 2 Baunẽ mit and n leutẽ vn⸗ billichẽ ſchadẽ / raubẽ oð bes ſchẽ die ie er hat gůt buwẽ / er buwet vß meinẽ gůt "DS got wuͤrt er auch vflůcht fein/ vñ dz zů dẽ vᷣclagẽ ð ſtein die er in die man leit \ | am iungſten vrheil / wañ M erur tl. cap ar ſpꝛicht / der ſtein võ ð wand würt ſchꝛeien eſſen vnd ge ie £ hie lebẽ vñ ð anð ſtein im eck würt antwurt gebe ö trunckẽ als woltẽ ſie moꝛgene ſterben / ſie ¶ Ja ſpaicheſtu xy wol got nit dz ich ems e raub noch vberfür / ich hab die ſchell nitt motiemur. Sant paulus ad hebe. E ich buw vs meinẽ gůt dz recht gewunnen cap. ſpꝛicht Abꝛahã nut Iſqac̃ vñ ĩãcob . iſt. Sihe zů ob es auch recht behalten ſet im vᷣheißnẽ land / wontẽ ſie in hütlin &. 5 de buwen / vñ vß geben den armen zů Von der fünfften ſchellen. ſpeiſſen / wann du ſolteſt wol verbauwen Ne - g das du den armẽ leuten ſolteſt gebett, da el Die. v. ſchell iſt rumb die beide werden mit kolben geſch⸗ luſtig buwẽ. Du wilt hõ eĩ lagen werden / die da vnrecht gewinnen / luſtig huß / darĩ dein geſicht erlüſtiget werd, Eo iſt ge, = A827 vnnd die gewinnen recht / gůt behalten / zů vil lieb hond / liß J heremiã. % . H ü Die. xv. ſchar Von der ſibendẽ ſchelle. ¶ len nit buwẽ hie zůdleibẽ / aber hibſſer ſollẽ e., n. A uwir machẽ / die wir mit vnß tragt / wã mã BER ie. vu. ſchel iſt wirt vns bald rüffen 55% vaterland / Nit vß elner rechtẽ meinũg wir wonen gie in dẽ gezeltẽ / an eint fremb bauwe. Es feine vil menfege den oꝛt / fechten vnd arbeiten wir. die nit vß notturfft bauwen Du ſpꝛich urg us tech / ee aber vm̃ růms willẽ / gloꝛierẽ darin / woͤl ſoͤlt alſo fein: Ich ſihe aber wol dz ix geiſt len fein rům hon / vñ wan ein frembð hin liche vñ pfaffen feine Ae erltẽ die dad nit nyn kumpt / ſo füren ſie in hin vñ her / vñ thůn / Eg wer Bitffer feint koſtlich vff ge⸗ zoͤgen im diß vnd iens / woͤllent ſein bert bũwẽ / als die palaſt / vñ die kirchen fallen were vñ zů nüt werde, Fa ſpꝛie u ſi werĩ aber lãg e eee ſeint vßgeſtrichẽ als wer es ein paradyß⸗ du nit lang. Es iſt ein zeichen cel! Ich meint fie weren alſo in gezogen vnd en gemüts ſpꝛicht Tenecavoon diſen zeit Betten fo vil zeſchaffen mit den ynnerlich lichẽ dingen gloꝛierẽ vnd fie groß achten en ſachen / das fie der vſſerlichẽ ding nüt biß groß mütig vñ veracht ſoliche ding / achtetten / vnd Betten mee luft den hymel J denk Teich k gattes / weder die s ſolt alſo — — Ross Dt l er fanctus Benedictus / ie habẽ auch zellen gehabt / vñ hond das ind verbotten in iren regulen / ſie ſoltẽ ara emüt / die iũger zoͤgten der gůte exempel voꝛtragẽ / vñ ſich hi tag nach def N tẽ voꝛ vberflüſſigẽ buwẽ / ſie ſeint tod der tẽmpel vñ fein gebuw/ſpꝛachẽ her ſihe wz welt / darũ ſoleẽ ire wonungẽ fein wie greg ſchoͤner ſtein feine dz vñ ſo koſtlich geho⸗ \ 7 wẽ / als wer es etws groͤſſere / ð her vᷣuütet es vñ ſpꝛach. Ich ſag 5 5 1 ffein vf abuchodonoſoꝛ gẽ anðn bleiben würt. eck len der erſtẽ ciſtercienſer / aber darnach fid Flöntert in fat Babllonia / it daz nit die gen ſie an wonẽ in groſſen gebüwẽ / darũ ſtarck ſtat gbuwẽ in meine künigreich / ab fo kan ich nüt zů dẽ ſachẽ ſagẽ/ dan dz zů er ws gieng ð gloꝛy nach /er kan vmb ſeĩ diſer zeit collegia / cloͤſter der man vnd ð reich / vñ aß hew als ein o frawẽ / der edlen vnd der vnedlen / vñ als vierde cap: Itẽ Nemrot vnð ſtůnd ler welt ſtat / ſie hangẽ all vol der narren | * N An dem Sontag vf Oculi. Von follen Narren. i Ar ö e r A * 7 4 I & H Be a 7 2 2 Ir Ay 90 1 f 770 2 * „ 2 N 22 7 7 Die. vi. char der narren üller / faul narren (Potato: um et 0 Sie den erkant in diſen ſchellẽ, Von der erſten Bellen 1 Die erſt ſchel iſt ha⸗ de betudo ſenſus) Stumpffe des ge⸗ D —G | müts/freſſen vnd ſauffen / machet IK ZU böfe dẽpff vff ſteigen in das hau⸗ ſtentlicheit hindert / als freſſen vn krüne enheit / vnd zj gleicherweiß ale blindheit iſt ein tochter der vnkeuſcheit / vnnd ſeint narren geheiſſen. Alſo iſt ſtümpffe ein tochter des feaeffs die min der iſt / ſo werde fie kinder genant / er iſt ein kind wan er getrincket. Von vollen Narren * ZLIX Von der anðn fBellen, 8 N che freud /es iſt vmb trunckneẽ menſchẽ als vm̃ ein eln ſchiff on ein růd / oð on ein ſchiff man / dz ſchiff würt võ dẽ wit an heit oð leidlicheir vñ eigenſcha — ð ſelb ak NO anfide oð an kũpt/ der wil ſteche vñ howẽ als ei lew/ð and wil ſpꝛĩ gen vñ gablẽ als ein aff / ð dꝛit be⸗ kotzet ſich / iſt wſt wie ein ſů/ der vierd weinet daz trunckẽ ellend / weint fein ſünd / wil yeðmã refoꝛ⸗ mierẽ iſt ein ſchaff /d. v. ſchlaffer der. vi ſtreitet / ð. vii. iſt vnküſch der acht ſchwert / ð nünd vᷣkaufft . ws er hat /d. v. vᷣſchweigt nüt xe. diß heiß ich alles vnzimlich freud liß. li.ethicoꝛum. Von der deitten ſchellk. Die delt fchelli il claꝑpe⸗ Fe ee meh vngeſchickt in ð zungẽ/ da rb ward d relchmã gſtrafft an ð ( zungẽ. luce. x vi. cap. wa ſchwetze 2 m folget DE freßẽ vñ ſauffẽ nach da⸗ | rũ ſecũ. hugo. iſt not daz ob dẽ tis bet / die das hirn betrüben / dauon die vernunfft ſch ein menſch für ſich ſehe. ſtumpff wür t. Jheronimus nit ft ds die wer Von der vierdẽ ſchellẽ. Die vierd ſchel iſt. gaucklẽ die leut zů lachẽ machẽ / vnd er ſelber lachet / dz kumpt võ bꝛeſten der vᷣ nunfft / wann wie ſie nit mag die zung regieren / alſo die vßwendi 4 gen geberden auch nit. XV Die. xn. ſchar Die fünffe ſchel iſt / leipliche vnreini⸗ keit / es ſei oben oder vndẽ ( Emiffione ſo minis) ſie roupſen / kotzen vnd ander Des ſtanck der von inen gat. Diſe fünff ſchel len hab ich kaufft von dem kremer ſant Gregoꝛio.3 i.moꝛaliũ vnd ſant Thomas hat ſie gefigelet vnd vß geleit. Die. vi. ſchel iſt. Pꝛepꝛopere. Es ſeĩt die frü eſſen an dem moꝛgẽ vor der ſtund des rechten ymbiß on notturfft / fie feine nit ſiech / ſo arbeiten ſie nit / ſo gond ſie nit vberſeld / noch vmb keiner eerlichẽ vꝛſach en wege. Jonathas wer ſchier vm̃ ſein le ben kummen das er frů geſſen Ber, Die ſibend ſchel iſt / vil mal eſſen / einẽ geſunden menſchen iſt es genůg zů dem tag zwei mal zůeſſen / merer mal eſſen ſchadet dem Ib» — el Dir 8 ® Qui ſemel ẽ deus /biß homo ſed beſtia qui ter /eſt demon / quater quoniã quin⸗ ules eſt ſua mater. \ Ein mal eſſen iſt goͤtlich/ zwei mal mẽ ſchlich / dꝛei mal fihi vier mal teuffel alen iſch / fänff mal ſein er ten ellen. ER Die acht ſchell iſt / zůuil luſtige ſpeiß ſůchẽ die kinder von Iſrael ſůchtẽ vj begertẽ fleiſch in ð wife Der reich man als ſcheinbarlich / ſeint bei de getrafft. Es ſeint vil menſchen die nit gemeiner grober fpeiß moͤgen / ſie habend ſtetz ein entſchuldigung / wan aber ſchleck vnd etwas můtwilligs da iſt / da geet ine das maul vff / hunger ſol dich luſtig mas chen zeeſſen / nit der geſchmack ſpꝛicht hu go. Eo iſt ein gůte narhelt in ein zerbeo / chen geſchir etwas koſtlichs ſchütten. Die ntind ſchel iſt ſůchen vngewonli⸗ che ſeltzame nüwe ſpeiß. Die zehend ſchell iſt koſtliche · ſpeiß ſů⸗ chen / ſie achten nitt ob fie wol ſchmecken oder nit. Cleopattas dle klinlgin von E gipten / die aß zů rom bei Anthonio ein berlin vß eſſich ward ein müßlin / vnnd wart flir dauſent ducatẽ geacht / was nit vaſt ein gůt eſſen. Die elfft ſchel iſt / fůllerlei vñ manch⸗ erlei fpeiß ertrachten zů eſſen vmb luſtes willen / nit vmb der kranckheiten willen / noch vmb ires hohen ſtatz willen als kũ⸗ nig / aber es zergat nit on ſchadẽ ires Leibe es bꝛingt vil ſiechtagen. Die ʒwolfft ſchel iſt mit ʒůuil fleiß vnd ernſt die ſpeiß zů bed reiten wan fie ſchõ nit koſtlich ſeint ( i. re⸗ gũ ii.) die fün Heli die Herren vil fileiß vff fleiſch sis bereite. Es ſpꝛicht hugo vil menſchẽ ſeĩt / die zůuil ſoꝛgfeltig ſein ſpeiß zů bereitẽ / ſie hon on zal weiß erdacht zů kochẽ/yetz fo woͤllent ſie weiche ſpeiß / yetz harte / yetzũd gebachens/yetz geſortẽs dã gebꝛatens / yetzũd galrey / yetz gepfeffert yetzũd leberſal/yetz kaltz / dan warme / vñ ſeint glůſtig gleich ale giengẽ ſie mit kin dẽ / diſe ſol mã nit allein ſtraffen man fol ir ſpotẽ / ſie machẽ ſich zů eim trechter dur ch dẽ in eĩ faß ð wirt ſchüt wz er wil / ſant Bern hatt ſtrafft fein münich vñ anð vs dẽ eyern / dz mã dy alſo marterẽ můß yetz und ſo ſiedet man fie weich / dã hart / yetz gebachẽ IR gebꝛaten / yetzũd kroßeyer rc. dz man die müin ich luſtig mach / vnd wie man inen thůt ſo ſeint es nüt dan eyer. Die. xiii. ſchel iſt / eſſen me dã nottur⸗ fft iſt / als die Sodomiter thettẽ. Ezech. xvi. aber diſe narren werden mit kolben geſchlagẽ / wan ſie ſiech werden / als ſant Jeronimus ſpꝛicht/ wan es hůbſchlichen fitlichen regnet / fo machet ers laub vnnd graß / wan aber ein ſchlagregen kummet fo ſchleht er das koꝛn alles nider / Alſo die ſpeiß auch die zeuil geffen bꝛingt ſchaden der natux c. Han Hon ger Narren 4 L. Yon der vierseßendenfeellen. _ fun andere dleeſſen ken oder fappe mit Die vierʒebed EIN fell a en A ̃uuͤgeitiglichẽ eſſe / als Eſau 8 DRG das linſenmůß begert. Ee ſeint vll zeichen ſolicher vnoꝛdenlicher be gird / als mit beiden henden ynſchieben / vnd das maul vber die ſchüſſel hencken vnd mit krumen augen daruff ſehẽ / hend zittern / nüt gedencken dan zů freſſen. ie. xv.ſchel iſt ʒeuil groſſe mundfol ynſchieben / vnd nit Hal, der küwẽ / ſouil ein ſpeiß baß geküwet iſt ſouil leich tlicher ſie zůuerdoͤwen iſt. Die. x wi. ſchel iſt / gũte boſſen treiben wan ſie vber tiſch ſitzen / ſo machen ſie dy ermel off vnd thůn die büch vff / vñ thůn die hůt ab / vnnd werffen die arm off &. gleich als wolten ſie das als allein freſſen das dar kumpt. Die. x vii. ſchel iſt / ſie werffen die ange in alle winckel / ſie ſehen was nahe vñ ver iſt / ſie zerbꝛoſamẽ das brot / ſchenckẽ in die becher vnd ſchalen / vnnd lůgen wa ſie es woͤllen an greiffen. Die. x viii. ſchel iſt /ſie fein wunðgern ſie lũgen vff andere tiſch / was man zů eß fen hab / dz ſtot vbel / es ſolt ein zůchtiger mit nidertrechtigen augen anſehen was man im fur hat geſetzt. Die. xix. ſchel iſt / den tiſch verunrei⸗ nigen / ſol einer pfeffer oder weißmůß eß⸗ ſen / ee er es off den deller bꝛingt / ſo ent⸗ pfelt es im vff das tiſchlachẽ / vnd wan er das beſt haruß griblet/ ſo leit er das vbe rig widerumb in die ſchüiſſel. Die. 20 ſchel iſt / wen ſie trĩcken wor lent / ſo ſtoſſen fie die finger obẽ in 95 glaß Ste xi. ſchel iſt / ſo die hend feißtig oder ſchmutzig werden / ſo wüſchen ſie fie an die cleider vnd eſſen dan mee. Die. xxii. ſchel it / fſchen in der ſchůſ den fingern als vß einem loͤffel. Die. xxiii. ſchel iſt / wan ſie ein biſſen bꝛot in dem mund hond abgebiſſen/ das ſtoſſen fie den widerumb in die ſchůſſel / andere trincken fo ſie noch die ſpeiß in dẽ manl hõd / vñ mache ein ſuppẽ im maul. Die. xx ini. ſchel iſt / etlich ſtoſſen die finger in das maul mit der ſpeiß / als wol en ſie würſt füllen. Die. xxo. ſchel iſt / mit dem maul yn bꝛocken als mã mit dem meſſerſthůt. Die. xv vi ſchel iſt / wã al a 50 yſſet / ſo ſpitzẽ fie dz bꝛot mit dẽ senen vnd ſtoſſen es in das ey / andere griblen es mit ka daumen Fiche RN ie xv vii. ſchel iſt / wã ſie trinckẽ /ſe ſurffelẽ ſie/es můß reiſſen / dʒ dz glaß Als chet / ich wil nit liegen / ich hab gehoͤꝛt ein oꝛdes man alſo Enellen in dem trincken. Die. vx viii. ſchel iſt/ſie rrinckẽ dz ine die ange vberlauffen als weienten fie, Die. vxiv.ſchel iſt / trinckẽ dz es an bei den oꝛten vderab laufft in den bart. Die. vx x. ſchel iſtatrinckẽ biß dʒ man kein athem me hat / dz feine die ann ſchel len / dabei man die narrẽ diſer ſchar er⸗ kennen mag / die ich fundẽ hab mit groß er arbeit / vñ hab fie kaufft ( exſumna vir tutũ lugdunens vñ vß hugone de ſancto vietoꝛe). Es ſeint ir noch vil die einer võ im ſelber vñ in im ſelber mag erkenne, di ſe ſchellẽ ſollẽ wie hinweg thũ / wan ſie gro fen ſchadẽ bꝛingẽ / wie ich geſagt hab⸗ ſie machen ein ſtumpffe vernunfft / vnd vil ſiechtagen / ſchwetzen / vñ vil vnreinikei Es ſchadet vnnd thůt wee dem leib 5 ſelen / eer vnd gůt. IE Sag mir ich bit dich darumb / wa t met es her / das hie inn diſer reiche 0 die ſo wol an einem gůten oꝛt leit / vnd fo vil armer burger fũdẽ werdẽ/ Les PA niergẽ har dã von dẽ freſſen vnd ſauffen l Vo Gen! Ni N. 3 * Die vierd ſchar das hie iſt / wan die burger haben hie ire ſtuben nach allem irem wolluſt / vnd wie fie wollen / vnd wie künne die ſtuben den burgern ſchaden thůn ſpꝛicheſt du / alſo⸗ wan ſie kumen vmb ir gůt das ſie hond a das fie moͤchten haben. 7 Zů dem erſten fo verzeren fie das gelt das fie hond gewunnen / wan da můß ei⸗ ner ein plapart oder acht pfenning uß ge ben zů der ürtin / die er voꝛ gewunnẽ hat / Ind bleibt alfo den ſelben tag off der ſtu ben ſitzen bei den gůten geſellen / vnd ver ſaumet ſechß od zwoͤlff pfennig da heim die er wol gewinnen moͤcht / vnd ſein feine fFnecht da heimen liederlich / vñ thůn nüt vnd würt des moꝛgens vnlliſtig zůwerck Eh er geſlern volweĩs iſt geſein / vñ nit als läftig als wer er nit bei dem wein geſein off der ſtuben / es iſt ein ſpꝛichwoꝛt nach vil feirtagen kumpt ſelten ein gůter vercktag / er ſtot ſpat vff / er můß dẽ wein WPIchlaffen. Ich 8 die arm fraw mit den kinden da Heimen mantel ne neee es dahar ö as die handwercksleut die reich ſeint / die werden arm / vnnd die arm ſeint / die werden nimer reich / vñ ſchadet dem leib ö vnd dem gůten lümdẽ / vnd ſchadet auch der eer / es iſt an dẽtag es weiß yederman was man vff ein truncknen man haltet / | man ſpottet ſein / man lacht ſein / mã ſpꝛi | cht er iſt ein kind / das es der ſele n ſchadet wil leben / wan wen man kochen wil / ſo iſt ein füer hon ein klein ding / noch on das fũer kan man nit kochen . Das es dem leib (Bader / du ſiheſt wol wie ſie ſo bald alt werden / blind werden / vnd zittern / ð wil gefhweigen das ſch yerzumd nit verantwurten. Es ich ab er zů dem aller notwẽdigeſtẽ wer ich verſtentniß⸗zerſtrewet d erwe cket vnkeuſcheit / ſie verwicklet die zungẽ vnd zerſtoͤꝛt das geblüt / vnd krencket alle glider / mindert das leben / vnd toͤtet al⸗ ee bꝛa⸗ t Igee der. vi: hunder iar fein ſch am het verdeckt entbloͤſet er / vnd in ſein fun zů einem geſpoͤt macht cham dan der wein / was macht den Loth vnkenſch vñ das er ſein zwo toͤchtern bekant / Sodo⸗ ma mochtẽ in nit machẽ / abet᷑ prallen vñ ſauffen. Was macht das ſant Joh vmb fein haupt kam dan trunckenheit. Wyʒ bꝛacht de Judẽ zů der abgẽttery vnnd vmb das kalb tantzen dan pꝛaſſen on emen. Sedit poppu as volck hat geſſen vnd gerruncken / vñ hat angefangen zů tantzen vnd zeſpilen. Was hat dẽ reichẽ man in die hell ge⸗ tragen den das er ein geſell wz / Er tran⸗ ck als ein geſell / darumb ſitzt er in ð hell Darumb bꝛůder ſo ſchüt du die narren ſchel von dir / das du auch nit verderbeſt Ja ſpꝛicheſt du wie thů ich im / es iſt ein meſſer damit du dieiſchellẽ alle abhoweſt Iß vnd trĩck das du zů end kumeſt vmb des willen mann eſſen ſol / ia was iſt das end / das iſt es das du moͤgeſt leben vnnd verbꝛin gen die werck die dir zů gehoͤꝛen / vmb der gloꝛy gottes des herren / vnnd vmb deiner ſeelen heil willen / nit das du luſt darin habeſt / iſſeſt du mee oder min der dan das obgemelt recht erheiſchet / ſo ſündeſt du / yetzundan nit mee. Hie nach folget võ der acht zehenden narrẽ ſchar. 5 Hoh glaub Narren An dem montag nach Oculi hat der hoch wirdig doctoꝛ Kei⸗ ſerßberg gebꝛediget. &. Von gelt Narren. ISIN 0 Rom DIN l 1 N NED 7 - DS 7 25 2 2 7 7 W I) — — Je xvii.na rrẽ hs r iſt( contẽptoꝛes pauperum gelt nar ren. Es ſeint etlich die die narren erachten vmb der armůt willẽ ab⸗ er 725 reichen die machen ſie groß / diſſe narren er kent man in. vii. ſchellen. f Von der erſten ſchellen. AZie erſt ſchel iſt etli⸗ ch thůnt dẽ armen kein eer an aber den reichẽ vmb des gůts willen / dz ſeint narren wan ſie nit vꝛſach wif fen Bam man ein eerẽ ſol/ t. ugent ſol man erẽ | — . ec men 1 Ü / LI nit reichtum̃ ſagt Ariſtotiles es fei ſein eigen tugent oder frembde tu⸗ gent / wir eren pꝛelaten / ampt lüt / pꝛelaten in geiſtlichẽ vnd weltlich⸗ em ſtat wan in innen erlüchtet tu⸗ gẽt gottes vnd der gemein mã an ir ſtat wir inen gehoꝛſam ſeint/ al fo eren wir andere herren vnd vat ter vnd můtrer wan ſie theil habẽ mit gottes herſchafft vnd vatter⸗ ſchafft auch die alten wan fie Babe das zeichen der tugent⸗ 5 en wir die reich en eren wan ſie die gewaltigeſten ſeint im regimente / aber vmb ir reichtumb willẽ allein ſol man fie nit eren wan ſunſt fo weten lie geſtrafft von ſant iaco iacobi,ii Das! ie weren anfe r j ) 4 der in dem laubenißefu cłiſtĩ ſol r enen aer de etwan für euch elner in coſtlichein cleidern vnd hat ein guldin ring an ſeiner hand / ſollent ir nit ſpꝛech en ʒů im fir her zů mir vff den ef Sr fel, vnnd wañ ein armer da iſt ſo Be ſpeich tus ö zů im ſtant du da oder ſi den eme meiner fuß /d eim letſten an n ler feine bꝛü⸗ dern ir ſollen nit mer eer anthůn / dem reichen dan eee e ee er Jan elke ge velfomner vnd b aun das ob a ene u arm das i d ole red / ſo follen ir den armen eeren für den reichen / wan in im ergleſtet die bildüg ihe ſu criſti / in dẽ reichen aber die bilꝰ dung der welt, wir ſeint alle võ et ner fleiſch wurtzel geboꝛen vñ ſeint alle glider in eine eb de Baubr iſt ihelus criſtus/ darumb wamit at der reich me eren verdient den der arm vileichtert darumb daz er mechtig vnd reich iſt iſt es =; al „ ee 9778 Die. xv. Schar fo warumb haſſen dan wir reich tũb auff ertreich. warumb pꝛedigen wir das man weltliche gloꝛi verſchmehe. Hec IJheroni mus / aber wider ſinethũt diſſe narrẽ die eren die reichen für die armen / aber an dẽ letſten fo man ſterben fol fo würt ſich d blat wenden. Es würt gon wie es einem falcken vnd einem hůn gieng / dieweil der falk lebt ſo eret man in / mãtregt in vff ð hand / das hůn laufft off dem miſt zůbick en wan der falckgeſtirbt ſo würfft mã yn auff den miſt / aber das hůn tregt mã vff den tiſch mit eren. Von der andern (hellem _ Die ander ſchel —iſt / den armen nit glauben aber den reichen / man ſpꝛi⸗ E Acht gemeinlich die reiche ha ben den glauben in der kiſten / darũb gla bet man et wan nach dem vnd er gelt hat in der teſchen. Iſidoꝛus ret dauon / der arm hat nichts ʒůſchencken / darũb würt allein / nit gehoͤꝛt / ſunder er würt auch nider getruckt wider die gerechtigkeit. Han tum ) armen man glaucen / Jann einem reichen * gt dase Fre er man achtet ie Die dꝛit ſcheliſt die arme nit zůürat berüffen way; auß mit den armen, Wer ſa bemon ſetz off er vnd N wer hit reich [under ein armer weber / ald 5 . Yıng Serenus waz / man nem in nit iu rat a Ee if cin Eich wort es verdirbt vil weiß o heit in eines armen mans buch. / Es iſt nes off hat . rch arm lür gereigiert worde, tes narrẽ ſchiff an fo ſichſtn wie vil küng⸗ vnd gat vmb / ſo ſtreuwen e gaſſen vnd moͤchten erfriere n. Der her ie g ſvnder dem weiſen alſo angenumẽ fründ reich iren vꝛfpꝛung von armen bauren ge hebt haben. Es ſchꝛeibt apuleius das der roͤmer reich fein vꝛſpꝛung hat von hit ond armũt Bat inen beſſer roͤt geben dẽ 25 abꝛicue ein Fauptman d ömel wolt lieber eer haben dan gelt / deßgleichẽ andere auch. Irẽ Socrotes homerus vñ vil andere vnd vil andere philoſophi ſyn arm geweßẽ / aber hoch gelert vñ gerecht. Die. iii ſcheliſt DSWSie armẽ nit laden aber die N Arßchen. Es feine vil die kein 5 ſoꝛg Babe für dis armen / ab alle wochen haben fie die reichen zůgaſt Nat ie ladent dich widerumb. Aber die arme lad/ lam /früppel/blmiden die lad / die hab en dir es nit zůuergelten / aber es würt dir vergolten in der rechten vꝛſtend. Eð ſpꝛl ant thomas vnd ſira⸗ ũ die rei⸗ de mert werd / ſo iſt es verdlenlich / ladeſt 90 fie vmb freſſes vnd ſauffes willen ſo iſt es ſünd / ladeſtu fie dz fie ſehen dein früntſch afft vnd reilicheit fo mag es gůt oder böß fein nach Tem als es zů eim weiteren end geoꝛnet wũrt welſches end mag boͤß oder gůt ſein. Von der. v. ſchellen. 1 el wechßet mit den reichen vnd die eſtlin an dẽ bau⸗ wen durumb was einer zů einem biſchoff Gon gelt Narren LII woꝛden / der was ein armer pꝛieſter gewe / der armůt darĩ iſt fo iſt es eim nit anmũ⸗ ſen der gab ein rechte antwurt ſeinen frũ / tig. Vim ein vepel. Wan mã vmdbd ren fie des glũcks frůnd (. pꝛouerbi. i 9. ry fie hettẽ ein grofi Aera da nad vi chtumb machen vil fründ. e 505 5 15 das die muck >> 1 92 | er armũůt darin lag da woltẽ ſie fein nit | Ina Bie,vilchel iſt ſpꝛach en iſt er nit 119 151 Clagen wie arm mã ſei vñ 5 b ſunſt nichts. Es ſpꝛicht mẽ fen die gewsheit Tas fie erli I cher mir bilſt nichts dã gelt groſes thettẽ / ſchꝛeiben fie in diez St das feine narren ſpꝛicht Seneca / in bꝛiſt ter wan ſie ware Beide vnd erten vil goͤt / mer dan fie mögen vßgeſpꝛechen / das ſie da ſie nũ hoꝛten ſagẽ von dẽ lob criſti/vñ nit wiſſen / aber das wi en fie darumb von ſeinẽ wunderzeichẽ / da diſputiert ma clagen fie das. O nar weiftu nit das dir im rat darus ob man in auch ſetzẽ ſolt vñ kunt bꝛiſt in der verſtentnis / wei ſtu nitt an ſchꝛeibẽ in die zal ð goͤtter nach langer die krüme deiner begirt / vñ des wilens ge red ward beſchloſſen nein warũd er pꝛedi⸗ neigt zů aller boßheit / weiſtu nit dz du al get vñ lobt armůt die ieðman flücht vnd ler tugent vñ gnadẽ bloß biſt / wa iſt dein haſſet / ſo würd er kein eer habẽ vnd wuſtẽ gots foꝛcht / dein demůt. Z. Sie armůt nit Ser ſelber got vñ her ws von dẽ ſoltu nit clagẽ / ſpꝛich mit dẽ dauit (Illu ricen iſt durch Jachartẽ alm, ix. c. diſſer mina oculos meos.) Mer erlücht mir mei "ft ein armer kũnig ſitzt vff eim eſſel ð da ne augen dz ich nit im tod entſchlaff dein iſt reich vñ arm miteinanð / darüb fo iſt antlit ker zů mir. . 5 im 170 fi = diener vñ Sr rych zůma 5 . 5 ẽ/ vnd alſo iſt armůt võ den narren ver A Die.vii.ſchel iſt haſſet die da gelt hoͤher achtẽ dan tugent Ar můt haſſen in allẽ dingẽ ¶ darũ ſo biß du kein nar vñ veracbt dy nit ; Es ſeint etlich denẽ mit ſch; die got die ewig weißheit ð alle ding ſche 8 Al mehe es ſei wy gůt es woͤl an tzen kã nach irẽ werd vñ armlür hat er fo gelt es muß vmũdumb gelt da ſein / wan hoch geacht ee dz criſtus kam da wz es wol zůgleich erweiß es ſeiein ſpeiß wie gůt wie ein zweiffel ob armůt fo koſtlich wer / aber wol geſchmack fie woͤl wã ein fliege darein eriſtus hat dẽ zweiffel koſtlich vß gelegen felt fo macht fie es vngeſchmack / alſo ſch VE billichen zu glaubẽ iſt. Er mackt inẽ nichts on gelt ma hat lied in ei get ſie ſelkoſtlich er hat es ge cet ſapias reſine nulli? eris.) Wã dy flieg mẽ můter geboꝛen in armůt 9 A Bat it Eu — = — WE ar, de: AA Die. xvn. Schar rmen vᷣßer welt (. Jacobi. li.) Die ar⸗ me hat er genumẽ in ſein geſelſchafft vnd fie in diſer welt geſetzt fůr dy gelſeſchafft ð reick en ( Luce. i 4.) wer nit wider ſagt al’ lem dem das er beſitzt ð mag nit mein iun ger fein, darumb fo veracht kein armen / off den got in ſunderheit ein vffſeben hat vnd an die er ſte bin arm aber got hat mein ſoꝛg. Er wacht für fie / wir leſſen das in einer ſtat 2 in ranckreich hieß carnotg / was ein arm er tagloner der můſt ober alles das er vᷣ⸗ zart ein helbling behalten / wolt er echter zůnacht herberg haben bei einem bauren vnd wan er dẽ heler nit voꝛhin gab ſo mů ſte er vff der gaſſen bleibẽ. Je off ein na⸗ cht da er den helbling nit het vñ hußẽ lag / In der nacht verbꝛan 9 darin waren m a e da danckt er got dem herren das er in voꝛ dẽ heller behůt hett er wer ſunſt auch verbꝛunnen. Es iſt zů glauben da er nit an das betlin kam vnd den heller nit het das er gemurmlet hab / aber da er ſahe dy ſoꝛg die got für in gehedt hett / da lobt er got.. Alſo du nar nit murmel wider got das du arm biſt / gedenck wereſtu reich ſo würdeſtu vileicht mit dem helſchen feuer vebꝛent werden / ſo du haſt helbling / gul⸗ din vnd gelt / lůg das du nit vmb iret wil lx durch die begird hie in der welt bleibeſt — N= vnd veracht die nit die die helbling vnd , 8 ot — . Bere . die guldin nit haben oder nit wöllen habẽ wan ſie nit minder ſeint in gottes angeſi⸗ cht dan die / die da vil guldin Baden, & ſolt wiſſendʒ got ir zůfluchtiſt vnd ir hof nung vnd nit der pfennig. . Factus eſt dominus refus gium pauperũ.) got iſt dy recht hoffnung aber du / wan du hoffeſt in dein gelt. Es iſt eben als wan du dich leineſt vff ein roꝛ ſtecken der bꝛicht vnder dir vnd gond dir die ſpꝛeiſſen in dein arm vnd dich /nit vᷣ⸗ acht die deren das himmelreich iſt / nit al lein zůbeſitzen auch anðn menſchen zů ge ben ( facite vobis) machen euch fründ. . die euch nemen in die ewige tabernaculẽ. Er würt am letſten vꝛteil ſie fragen wie fie hie getrẽckt / geſpeißt vnd gehalten ſei en worden. Mathei .:. lib.) Ja noch mer got hat innen das vꝛteil geben / ir die mir nach ſeint gefolget / werden ſitzen vff den xii.ſtůlẽ / zů vꝛteilen die. v. geſchlecht võ yſrahel / vnd die die ietz werden geurteilt geſchetzt / gepeiniget von den gewaltigen / die werden mit dem herteſten vꝛteile / ire eßrereichten lee ee dt nennet mit irem eignen nammẽ vnd ſie erkent ſo er die ſchentlichen reichen nit erkent vnd nit nennet. Luce. is. von laſa. Item die armen laßt er eerlichen tragen von den eſigeln an das oꝛt der růw an dẽ feloen oꝛt der betler ſtad die engel trůgen in in abꝛahams ſchoß / vnd das ich es mit einem woꝛt beſchließ / got hat ein ſemliche liebe zů den armen was du inen thůſt dz acht er als heſtu es i on mathei. quid vni ev Nille.) Wer uch e Wee euch reichen ie da verachten die / Ne dor alſo chor aber wee vnd wee dir grmen / wan Ju li haſt der dich ſo lieb gehebt hatt vnd dir ſemliche zeichen erzoͤgt hat der liebe / o ar mer hab widerumb lieb dein liebhaber vñ vmb feiner eeren willen fo hab armůt lieb Von gelt Narren hab gedult darin vnd in tugent volg deim arm⸗ en kũnig nach wie du hie im glych biſt geweſen in ar můt vnd in andern leide das du im in de him mel auch gleich werdeſt das verleich vnß Got ð ieglichem zyt fein recht zůthůn wz Vatter / Sun / vnd der heilig geiſt. Amen. der welt zůgehoͤꝛt / vff dẽ iarmerck | LIn mit beiden henden ſpꝛingen oder 5 tantzen / ſie ſtrecken beide hend vß zů gor vnd zů der welt. Sie wölle . Von Gabel narren volgt hernach. dat mahnen thůn ſein 11 2 re 1 55 menchen armẽ se RR: ; wagt vnd in ð faſien / am weinacht abe An oem zinſtag nach got ſein recht auch geben darũd ſo Reiſerßberg gepꝛediget. fall iſt vnmũglich das du vnderſtoſt Von Gabel narren. die ſerg iſt zů ſchmal fie mag niet eng / es moͤgen nit zwei daran lig gen got vnd der welt deim fleiſch 5 anf rn Hence de Gocigelert Locke heiſſen fie Gabel narren. O nar es 8 ö zwei gedecken / vnd das betlin zů⸗ vnd dem teuffel dienen miteinan⸗ der. Der her ſpꝛicht ( diliges dñm deũ tuum extoto coꝛ. c. Hab got A ren wie lang wölle ir vff beide teil hincken. Iſt got euwer her ſo vol gen im nach. Iſt belial euwer her ſo folgen dem ſelben nach. iii. regũ. x viii. Was zerreiſeſtu dich ſelbes dein ſünderliche angeboꝛne erber keit die zücht dich vberſich / dein ſinlikeit / dein fleiß. Sathanas zit cht dich niderſich / vnd alſo vᷣdirb ſtu wan wa der got noch der tüffel V — troͤſtet dich. Es gat dir als einem — eſſel der dꝛeiẽ bꝛůdern dienen ſolt / alle tag bꝛaucht einer den eſſel vñ gab im keiner zů eſſen / der ine hũt Je. xviii.ſcharr der e 9 narren iſt Gabel narren die da woͤl⸗ een zweien herren dienen / diſe erken — in dꝛeien ſchellen. Die erſt ſchel iſt got vnd der welt dienen wollen · Es ſeint etlich die woͤllẽt bꝛucht der gedacht dein bꝛůder hat im geſtert zů eſſen geben / vnd ſchi ckren in faſten dem andern heim / der gab im auch nichts / alſo hung ſtarb der arm effel- Alſo gat es dir auch / du wilt got vnd 9 teuffel iii FE 4 — m lau er r er EEE . Vr—t tar Die. xvm. Schar dienen / darumb fo würt dich weder gott noch der teuffel troͤſten / darumb fo erbar me dich deiner ſelen. Ja was ſol ich thůn IR ſpꝛichſtu biß künſch vnd ſamlen dein her tze zů ſammen vnd oꝛdines in got vnd al le deine gedencken / thů als ein frauwe die die iungen hünlin in ein hoff zůſamẽ fa let. Sich ʒů das alle deine fin vnd kreff / ten eines miteinander ſeient / als das euã gelium hüt ſagt / wanz wen oder dꝛei ver⸗ wilgen mit einander. d. erwöl dir ein nũ / wen herren ein nüwen dienſt weich von dem alten herren wan den boͤſten lon gibt er dir du haſt denn aller herteſten dienſt gehebt. Jeber lag an wʒ baſtu gebebt vmb des teüffele dieienſt luſt vnd gluſt / meinſtu ober nit das gifft vnd gal dar vnder vermiſcht ſei / ia fürwar alſo dz es me bitters hat dan ſüſſe / was haſtu aber ietz ein verwunde conſcientz nagender ſel ben die vᷣbüntnis ewiger pein gottes zoꝛn verlierung des seits vñ das groſt das du warteſt ewiger verdampnis du haſt yetz lang gnůg d welt gedient / gedenck dz du auch etwan got verſtandeſt zů dienen / du haſt nun mencherlei angefangen vnd ob ſchon wer das liebe gottes dich nit treibe got zů dienen ſo ſoltu doch gor dienen võ wunder gern das du doch ein nũwen her ren habeſt vnd ein nüwen dienſt. Ja ſpꝛi chſtu wan ich ſchon an ſieng got zů dienen ſo blib ich nit lang in dem dienſt ich würd bald appolieren / nun acht ich es ſel beſſer nicht anzůfahen vnd bald widerumb fal⸗ len. Hoͤꝛ mein heilſamen rat / ich wil dich leren das du lang magſt in gottes dienſt bleiben. N dem moꝛgen wann du vff ſtaſt ſo ſetz dich ꝛvnd ſchwer vnd verheiß mit VHauffgeneigten fingeren dz du den tag in das ſelb hauß nit welleft gon / in welchem hauß du vil vnd dick in find gefallen biſt wan darin iſt ein perſon die du vnoꝛdenlichen lieb haſt / vnd moꝛgens ſo thů deßgleichen vnd halt dein eid vnd gang nit darin. Alſo verſtand von dem ſpil das du vff den tag / du woͤlleſt nicht ſpillen vnd vff das / das du den eid oder gelupt nit vber tretteſt / ſo gelob es oder ſchwer es in angeſicht einer eerlichen per⸗ ſonen / ob du dich nit ſchamteſt voꝛ got zů vbertretten das du dich doch ſchammeſt voꝛ dem menſchen dein eid zůbꝛechen. Al ſo ihů auch von andern finden / als von dem faſtag bꝛechen / gottes leſterũg zů ſuf fen. . das du den tag dein gelb pt nit bie chen woͤleſt / alſo thů alle tag oder alle wo chen. Ich wil auch das du dich hüteſt vor vnzimlichen gelupten / darumb fo hab ich ein kurtz zil geſetzt dir zů geloben / vnd al ſo biſtu on ſoꝛg vnd ob es dir moꝛn nit ge fiel zůgeloben ſo magſtu es wol vnder we gen laſſen / vnd ob es dich gerauwe das du geſch woꝛn hertetz / ſo leid dich nit me dan den ſelbigen tag vnd hab pacientz. Diſſe ler haſtu vß dem pſalter. cy viii. (Juraui i ſtatui. ) ich hab geſch woꝛen zů halten deine gebot. Von der andern ſchellen. Sr Bie ander ſebel Aiſt Got dem herren dienen | vngleich. Es ſeint etlich dy ET got dienen ongefert anhin / hũt fo besuchen fie ſich in eim / moꝛgen in denn fie woͤllen alle ding verſuͤchen vnd vᷣ harren in keinem das ſie haben angefang en ſeint voꝛ genantẽ vnbeſtentlich / ſie die nen got nach dem glück es gilt inen glych Von gabel Narren es gang wie es woͤl ſie haben inen nichts > feftenglich für geſetzt zůthůn in iren hertz en vnd das iſt ein zinck an der gabel das ſoltu nar nit thůn nach dẽ vnd du dir für geſetzt haſt in deinem hertzen / das iſt daz exemplar der bildner dem du nach wůrck en ſolt. Ale gotzů moyſen ſpꝛach nim dir ein weiß / ein weſſen /ein wirckung für in dein hertz nach deiner erfarung vnd eins anderen menſchen vnderweiſſung vnd dz verbꝛing darnach ſteiff vnd feſt. Es iſt keln hautwerckßman / kein zimmerman der ein hauß kũnne zimmeren wan er es nit voꝛhin hab augeſchlagen in feine her⸗ gen. Alſo kanſtu auch nichts verdlentli⸗ chs thůn vnd rechts wan du voꝛ nit in dẽ hertzen haſt / ia got felber alles das er ge⸗ macht hat vß wendig hat er vor ein bild⸗ ner heiſſet idea in im ſeller. Von dem andern zincken. Er ander ʒinck an ð gabel iſt das etlich wöl en got dienen andern mens RN chen nach was fie hoͤꝛen ſag en von hriligen oder ſelbs leſſen / das wol) len fie auch thůn / vnd laſſen faren was fie gůts haten angeſchlagen zůthůn on glau bent was man innen ſagt / ſeint vnbeſtent lich lauffen von einem zů dem andern. Diſſe narren thůnt wie die affen / was ein aff ſicht das wil er auch thůn / wan er ſicht dẽ ieger ſtiffeln anlegẽ / ſo leit er ſy au ch vñ an würt dan darin gefangẽ / vnd dg nit gehoͤꝛt nit zů ſauls harni d ſei gewer/wä faul was wie ein riß / dauit ein cleines menlin. Alſo die werck allen heiliz gen gehoͤꝛen nit ʒů allen menſchen / Aber die menſchen die ietz diß woͤllen vnd dan lens wöllen thůn / ſeint gleich einem ieger fand zwen haſſen / vnd laufft inen beiden nach vnd ward im keiner het er einen fiir ſich genummen der wer im woꝛdẽ / wer da LIIII vß vil armbꝛüften ſchieſſet der triſgt ſeltẽ o thůn nim für dich wie ob geſagt iſt ein weiß got zů dienẽ mit gůter erfarung vn regulieren dein leben biß in das end/alſo vnd das leben der heiligen lob vnd ver⸗ wunder dich ſpꝛicht abbas ne cazef alferna e 1 4 ron eh Iſo etz ſol mã Nrnach deſter ſtercker ſ)j Bea nd alſo ° gon das du ber ſtentlich bleibeſt on vᷣdꝛieſſen / doch ſo lůg alwegen das dein wefen ſei gleifoꝛmig der heiligen geſchrifft vnd nach erfarung ein es geiſtlichen mans der ſich fein vᷣſtant Von der dꝛltten ſchellen. Die dꝛit ſchel iſt A ſich nemmen vil vnd men? D ae empter. Es ſein +. vil menſchen die villen ber? dienen woͤlen vnd beſchweren ſich mit vil PR, emptern was ſoꝛglicheit vnnd arbeit off im trag vnd was groſſer narheit das iſt mag nit leichtlich geſagt werden es ſei dẽ leib oder der ſeelen yes vnnd ewiglich ab er vonn der ſeelen 3 ? lit act u Die. xv. Schar ſchaden bedarff man nichts ſagen wan ð ſeelen ſchaden achtet man nichts / hat es ſi ch geliebt es geſelet ſich etwan. Alſo iſt es war von inen ampt man verdampt man vnd ſunder zů diſſer zeit ſeint ſie in dem ſoꝛgliſten ſtand / aber ich wolt dae fie es vᷣ ſtienden vnd wüſtent in was elent ſie we rent fo fie mit fo vil emptern beladen ſynt ir gemütſiſt alſo verſtreuwet / ſo fie wollen an allen oꝛten fein das fie nienen ſeĩt / ſie müſſen zů dem dicker mal verſchlucken das inen nicht ſchmeckt. Gleich als einer der mancherlei wein verſůcht dem ſchme⸗ ken nicht alle wein. Ja ſpꝛichſtu es treit aber groſſen nutz vf im wan einer bei einem groſſen hauff en kolen ſtot fo wermet er ſich deſterbaß | \ laß es woꝛ fein das ich nit nach laß fo ſte⸗ den in der ſeelen / wer bei einem groſſen hauffen kollen ſich wermet er iſt in groß⸗ er ſoꝛg / wan etwan fo felt er in die kollen vnd verbꝛint / alſo iſt der in groſſen ſoꝛg⸗ en der groſen herren dienet / ſie bꝛechen et wan ein vꝛſach ab eim zun das fie im neu men alles das er gewunnen hat. herren diene / es iſt ein arme eer deine emp ter zůuerbꝛingẽ / du můſt die wend wüſch en / küſſen vnder die ellenbogen ſchütlen / die ſtirnen ſalben vß einem mund / kalt vnd warm küchen / du mu ſt die wend rei en. Die wend ſeint die ret der heren die ratz herren fie ſeient wie gůt oder wie bõß die fein ſo iſt ir ampt dy red zů beweren zů loben / zů adulieren wie gůt ſie ſeient ſo ſie nichts wert ſeint aber got trewet dir dur ch. Ezechielis · viii. conſilio populi mei. Sie werden nicht fein in dem rat meines volcks / wan ſie haben betrogen mein vol ck fie haben inen frid geſagt da kein frid war / vnd haben die wend gebauwen ſy be ſtochen vnd bewoꝛffen mit leimẽ / vnd ws kein ſpꝛuwer darin wan man kein ſpꝛuw⸗ er in den leimẽ thůt ſo bleibt er nit an der wand. Der ſpꝛeuwer iſt die warheit die darffſtu nicht ſagen / du müft federleſſen vnder die arm legen küſſe/ſein der phul⸗ wen ſtrecker / das ſeint deine eerliche empt er der falſcheit geſton. . würt nit alſo ein furcifer / ein nar von diſſer ſchar lad nitt vil empter vff dich / blyb . in deiner ei 8 wůrt das letſt zeit kũmen fo du müft rechnüſg geben wie du deine empter very bracht haſt in denen du die armñẽ haft ons dergetruckt vnd deinem herren wol gefal len wider gottes vnd deines nechſten lie⸗ be, vnd haſt reich tũb vnd gloꝛi diſſer welt gehauffet vnd die ding alle mit dem her⸗ ren darzů kein hilff dir moͤgen ſein aber du mit inen zů der hellen ferſt / loſſen vnß got bitten. Nnu volget hernach von ſchwetz erigen narren. . Re An dem mitwoch nach Oclliin die benedicti. hat der hochgelert docto: Keiſerßberg gepzediger, Von ſchwatz Narren. ZN Jerir,ichardernar an. en iſt ſchwetz narren. (dfcancium) Ich wil hie nit reden von de ürfpte chen die 00 die erſten ſeint in diſer ſich berũmen in diſſer ſchar / fie wolten ein nuß ab dem baum reden vnd es fei kein bꝛieff fo güt fie woͤlẽ ein loch darein reden / zy da groſen ſchaden armen lůten zůfügen durch ir gerech tig⸗ keit die haben ein falſche zungen / ſcharpff als ein ſcharſach ein zung als ein wagzůnglin die ſich al Von ſchwatʒ Narren LV gemeinen ſchwetzrẽ ſtanden fie fol ten ein eine ſchar haben / aber die narren von denen wir hie redẽ we len / die ſol man er kennnen m ſen fünff ſchellen. Hie nach volget nun. Von der erſten ſcheꝛlen, Si def erſten 95 € edliche wort das er nit mit fei a woꝛten bꝛinge zů irrung oder find en zu lrrung in ier verſtentniß das fie achten gůt das boͤß iſt/vñ das boß gůt vñ er in ſeiner begird nit geneigt werd durch ſeine woꝛt zů boͤßem vñ zů vnerlichen ſachẽ diſer dig achtet ein nar nit es gilt im gleich waß er ſagt. Cl 8 e mã. 3 oNgaSs regibus ef] ben darumb das iulianus fer gerechtikein. Sieſeint nit gůt das fie hie bey geſtrafft hartiglich. Weiſtũ nit das künnig lange wegen neiget vff die ſchwererſchuſſel vñ wer die arm 1 | groͤſſer gab gibt der hat die beſſer ſach vnd groͤſ apoſtolica chriſtõ vbel rett war er Die. xix. Schar AE dem deꝛitten Eſo ſol er kein vnnütze woꝛt re den es fol im der es redet vñ dem der es hoͤꝛt frucht bꝛin⸗ „Hein weiffer gedenckt an das trewen des herren iheſu / von einem ieglichen vn nũtzen woꝛt das ir reden můſen ir rechũg geben. Gꝛegoꝛũs ſpꝛicht ein müſſig gon wart (. occioſũ verbũ. ) iſt de da ger ach rechter noturft oder die meinnng der nutzbarkeit. Aber wer die menſchen zůla⸗ chen macht oder ſunſt ſunderlich ding fe! get der ſündet / das Beiffen nit meſſige oð vnnũtze woꝛt / darumb ein weiſſer nimpt war vñ iſt gehoꝛſam dem wort ſant Pau⸗ i ad colocenſes.iiil. Sermo veſter/euwer A cd folalwegen fein mit ſaltꝭ vmiſcher dz Cs iſt / ſie ſol nis vid aßgelerp felt want ner ein mun dfol eſſen wil / fo ſtoſſet er in "vor in ſaltz. Alſo thũ auch wã du ein woꝛt wilt in dein mund nemen ſo ſtoß in voꝛ in das ſaltz der beſcheidenheit / erbetracht das er betracht das er nit ſchedlich ſy ab er erlich vnd nũtzlich. Es Teint aber etli zungen der narren y das ſaltz der deſch elden heit nit annemen darum ſo fulen fie gern ond wachten wůrm̃ leichtlich darin die würm ſeint ſchedliche vnzimliche vn⸗ nütze / woꝛt vnd die würm die boͤſen wort der nachred kriechen etwan den gantzen tiſch hin vnd her. Von der andern ſchellen. die andere Ich el iſt nit warnemen zů wem — er zů einem narren / ſo reter wenig / er bes halt den rat des weilſeu (ec. :. Mit ei⸗ nem narren ſoltu nit vil reden / er nimpt war wan er reden wil von [einem danen nutz das er red mit einem ð nützlich moͤg ein / ſunſt fo ſchweigt er nim war dz du dẽ To x nutzlich ſeieſt mit dẽ du redeſt / nim war ob der dẽ du manen wilt ob er deiner ma 8 iſt ein narheit ein ver⸗ wollen vnd ein weiſſe offenlich ſtraffen } verſtopff ein ſchweigen bꝛecht and menſchẽ ergernis Von der dꝛitten ſchellen. Sie. iii. ſchel iſt FEN nit betrachtẽ wa du 9 A weiſſer nimpt war wa er i S A vnd wa er 8.8 im choꝛ in ð kirchen ſo man gotlobt ſinget vnd liſſet / ſol man an dem oꝛt nit fabulas herbꝛingẽ vnd ſachen vßrichten die nit da hin gehoͤ ren / man fol da betten / pſalierẽ / leſſen / ſin gen got loben / ia and ſtat die darzů geoꝛ⸗ dinet iſt. Ja ſpꝛicht mencher nar mit ð *+ na ſollen = geſegt werde auch bona seit? licher ding ſol man da nit vß richten wil⸗ tu bonen ſegen gang in ein andern acker / gang off die phaltz ( vff dz rathuß / vff de nemen zu wem marckt &. Tim war waz mã offen lich fol du redeſt. Ein weiſſer nimt Jagen das richt nit in dẽ winckel vß vnd —ů——ů war zů wem er da redet / ret was man wenig menſchen ſagen ſol dz ri cht nit an dẽ merckt vß Aber ein nar nim pt der ding nit war er blettetz an allen oꝛ⸗ ten vß wer auch dz ſelo thůt iſt auch eiset chen ð margeit/ ſant Jheronimus ſpꝛicht Welcher hund ð ſiech iſt ð hült vñ bilt am meiſten ( ec. ſtultus verba multiplicat.) ! | Von der. ii. ſchellen. Die.iiii.ſchel iſt des zeite nit warnemẽ. Ein weiß man ð ſicht an das zyt as thůt tempus loquẽdi ) & reden / aber ein nar wan andere rede 5 ret ex such, Job ſpꝛicht von. den ſelben Sie festen migß fir warrent abet nit mei nes ſententz 0 ⁊u dem anderen fo iſt zeit zůſchwigen wan du ſicheſt das du vmb gebe biſt mit boͤſen lůten Salomõ/ in dieoꝛen der vnwyſſen ſoltu nit reden ſy möchten villeicht verachten die ler deines munds · Er heiſſet die vnwiſſen die ver⸗ ſtopfft ſeint vnd vnſtroͤflich / wan ws got zůgehoͤꝛt das ſchmeckt inen nit. En dem dritten ſo iſt das zeit zů ſchweigen / wan du biſt bei altẽ vnd groſſen perſonen (ec. in medio.) voꝛ groſſen perſonen nit vermiß dich zůreden wan fie beide koͤꝛen einem weiſſeñ zů fo er reden ſol ſo ret er das er nit geſtra wer de das igen hab. Er nimpt auch multiloaai verclaperẽs. Aber ein nar hal⸗ tet kein zeit Jarũd ſtot es im vbel au was er VUFonſchwatz Narren Alſo nimpt ein weiſſer war das zelt züſch wegen Er nimpt auch war der zeit zůredẽ diſer zeit war fo man ar lane en ſol halten / das ex nit fal in er ding ex woͤl (ec. x ſagt / er ſag wie hlioſch ding ex woͤl (ec. exoꝛe fatui repꝛoba · parabola) wan er ni ſagt in feinem zeit.‘ LVI Von der. v. ſchellen. „Sie. v. ſcheliſt) nit warnemen wie man red. Es ſol ein weiſſer nitt allein \ wo | Er AU warnemen waserret / wan wa vnd wen /er ſol auch warnemẽ wie er zu dem erſten ſoſo⸗/ len ſeine gebert ſyn züchtig nit fechten mit den armen nit die finger vß ſtrecken. Salomon ſtrafft einen der mit den fin geren redet. Zů dem andern in dem thõ / dein ſtim fol fein ſůß / nicht ſchꝛeien / lert Seneca dy redner. Zů dem dꝛitten dein betũtung deiner woꝛt / ſollen warhafftig ſein / nit mit einer angenomner weiß reden. Hug ſpꝛicht maß zůreden ſol alſo fein gebert das ſy zũ tig vnd demietig / die ſtim / das gethon ſei nider trechtig vñ ſůß die woꝛt warhaff tig / er ſol nitt die glider bewegen die arm von im werffen nit mit den augen winck en nit fein angeſicht tranſfoꝛmieren. c. Laſſen vnß got bitten. In dem dunrſtag na ch Oculi hat der wirdig doctoꝛ Keiſerßder gebꝛediget. Stultoꝛum infuntus eſt innumerus. Der narren zal iſt on end. Von den narren die fündig ein. Die. &&. Schar der Narren Honden harren die fündig felen.&, wol wer einẽ anðn in ſyn güter gat zůſagen oder zůuoglen mag es im verbieten daz er im nit darin gãg vnd iſt das gewilt des ſo lang er es in ſeiner gewarſame hat vñ dar fe er niemans widerkeiten / wan es aber im enttrint das er es nit me ſehen mag / ſo iſt es frei wie voꝛ. Die dꝛitten fin⸗ dent vildpꝛet wilde thier die ſeint wund / alſo das mã fie fohen mag iſt es alſo verwundt das man es fahen mas ſo iſt es des der es ver wundt hat / ia eilet er im nach / ei⸗ let er im aber nit nach / ſo hoͤꝛet es Dal ‚off ſein zůſein / vnd iſt des der es Je. xx.ſchar der nar⸗ ren iſt inueniencium. Fünd narren aber die / die da fünder feine viller⸗ ¶ lei vn d erſcheid fie ſeint nit al narrẽ. n demerſten lo inden etlich edel geſtein / berlin vnd der gleickẽ die ſeint niemans geweſen die findet man vff des meres poꝛt die darſf man niemans widerkeren. Die anderen finden wil de thier / wiltpꝛet / ſie feine gantz wilde thier / als vogel /fiſch / ſie ſeint in niemans güter / ſie gond / vn fliegen wa fie hin woͤlen die werde von natür licher racion nach gelaſſen zůfahen Er fach ſy in feinen green oder in eines andern gůtern / wie⸗ nimt. Es ſei dan ein andrer lants bꝛuch fo ſol man ge wonheit haltẽ. Die fierden fin⸗ dent wilde thier / vnd ſeint nartur lich wilde / ſie ſeint aber zam gema cht / gezempt es ſeient vogel / phau wen / tauben / ymmen in dem koꝛb die ſeint des der fie beſeſſen hatt / als lang als ſie woͤllen haben wið heim zůkommẽ / wan ſie aber zwei mal empfliehen vnd nit zů gewõ⸗ licher ſtund wider kummen vnnd nit geiret ſeint / ſo ſeint fie des der fie fahet ( quia conſuetudo indua⸗ tur per binum actum.) Alſo wet? | den fie geheiſſen das ſie nit willen haben widerumb zů kommen. 4 Item wer da findet ein ymmẽ in einem baum der ſei wes er woͤl des iſt er / es wer dan ſach das der im empflogen wer vß feinem Ford vnd er laufft im nach. Item nem einer ein immen vß in einem baum der thůt kein dieb | > 7 2 2 verbieten das er im in feinem nit fahe wy on fünd Narren ſtal wiewol der herr des baums mag im geſagt iſt wan er einem entrunnen wer vñ er lůff nahi als ob / von tauben / phauwen geſagt iſt. f Die fünfften finden wilde thier ſy ſeint aber zam gemacht mit iii. füſſen als hirtzen / kinglin / vnd ð glei⸗ chen die habẽ ge wont zůlaufen in dy wilde vnd kummen wider von denen in ein be⸗ werte regel die ſeint des der ſie gezogẽ hat alſo lang als die thier willen haben wider umb im zů hauß kommen vnd nit lenger vnd das recht vꝛteilet das gemůt nit hab en wider zůkummen / wan fe ir gewõheit verlaſſen wider heim zů kummen / van ſy abet in beſchloſſen weren in ein maten oð garten / wer ſie nem der thet ein diebſtal. Die ſechßten finden thier die ſeint natürlich lam / gantz zam / als hüner / enten / gens / vnd der gleichen wan diſſe thier etwan einem entflogen / ſie kummen war ſie wöllen fo feint fie alweg⸗ en des herren des ſie warẽ / wer dy nimpt der thůt ein diebſtal / vnd iſt ſchuldig ein wideiker mit dem nutz als da ſeint / Eyer Wol / Keß / Milch. &. Die ſibenden finden ertreich als inſulas lãd / werd in dem mer das iſt des der es behouptet / wan es aber iſt in einem flieſſenden waſſer in mitten diem fluß ſo iſt es gemein denen die mat⸗ ten oder gũter haben zů beiden ſeiten des fluß · Iſt es aber nit in mitten ſo iſt es des dem es zů dem nech ſten iſt Aber ein acker der von dem fluß zerteilt iſt vnd das waf fer darumb laufft ſo iſt ð acker des er vor war vñ wan ð fluß ſyn fluß vñ gang aluẽ vᷣwandlet ſo iſt ð erſt alneus würt deren die güter darbei haben / vnd der ander al neus iſt alment. Item wan der fluß wið⸗ LVII umb ſich verkert ſo iſt der ander alueus deren die güter darbei habent / deßgleichẽ wã ein acker mit waſſer vberlaufft fo blel bet er dis des er voꝛ was / alſo ſol man es halten / es fer dan ein ander gewon heit oð ſtatut im land / ſpꝛicht Angelica. Die achten die fin⸗ den ein ſchatz verboꝛgen vnd die beſitzer oder die herren des ſelbigen gůtz Babe ni chte daruon gewiſſet von elte des zeits ſie finde in durch die ſchwartz kunſt durch tũ fel beſchweren oder von andern verbottẽ weg der ſchatz iſt fiſci koꝛt dem lantzfürſt en zů roſauelll˖a. Die. ix. finden ein ſchatʒ in irem boden on ſemlich verbotten weg ſo iſt er des der e,, f Die. v. finden ein ſchatz in einem frem den boden der If halber dis des ertreich iſt vnd halber der es findet. aa Die. xi. finden ein fBag in eim fremb den boden er hat mit fleiß vnd ernſt vnd anſchlag wellen ſůchen ð iſt gantz des her ren des bodens oð des oꝛts ob er auch ſch on mit willen ſůchte roſauella. a Die. vii. findẽ ein ſchatz an einer gelſt⸗ lichen o der heiligen ſtat on gefert ſo iſt er des finders gantz / aber angelus ſpꝛicht es ſei nit war / er ſol abar geteilt werden wie erſt daruon geret iſt. Die. viii. finden ein ſchatz an eim ofen lichen oꝛt oder in einer ſtat ð iſt haber fiz ſci oder der ſtat vnd halber des finders. Die. viii. findent etwas das in kurtzʒẽ eines iſt geweſen aber er iſt darumb kum⸗ men mit feuer oder durch ein niderfal ein es baums dy ſollen widerumb kerung thũ Die. xv. finden das in dẽ waſſer iſt bli⸗ ben durch ein ſchiffbꝛuch ſol man wider⸗ beren. Die fürften vnd herren habent hie ein groſſe ſchel die da berauben die eerber Die. xx Schar chrigkeitt vnnd gewonheit entſchuldiget ſie nicht. Die. x vi. finden in dem meer gůt daz man hinuß hat gewosffen dz ſchiff leicht zůmachen ſol man widerkeren. Die. x vii. findent holtz in iren eckeren vnd gůtern das hat das waſſer dar bea⸗ cht fie ſolen es nit nemmen / ſollen es dem herren verkünden das er es hinweg trag vel pꝛoderelicto habeat vide roſellam. Die. v viii. finden das verlaſſen iſt vñ es niemans wil das moͤgen ſie bꝛuchen. Die. viv. finden frembd gůt das noch nit verlaffen iſt das nemmen fie nit das fie es wöllen behalten ‚fie woͤllend es dem wider geben des es geweſen iſt / die thůnt nit vn recht / ſie ſollen aber behůtſam fein das fie nit für dieb gehalten werden: Du ſpꝛichſt wan ich aber et was find li gen das einer verloꝛẽ hat / bin ich auch ſch⸗ uldig das ſelb vff zů heben oder mag mit gůter conſcientz für gon vnd es laſſen li gen. Es ſeint argument das du nicht für gon magſt ( Evodi.: 3.) Sunder wan du ſichſt ein ochſen oder ein eſſel deines bꝛuders irren weiß es vff dẽ rechten weg. (Deut. 2.) ſtat deßgleichen. . frag von der ant wurt vff diſſe frag. 19 en das ſelb d ie es wöllen b b den gůt 2 N ſchiſſ eint vil die meinen es ſei on ſůnd frẽd gůt dz man findet / behalten es vnd ſpꝛech | en got Sarmich beraten fie follen Bözen dz es geyaupr iſt gefunden gůt nit wider ges ben. Ein groſſe narhẽit iſt dz / meinſtu dz dir imme zůſünden dz du nit geſagt Haft lieber wer hat das gelt geſeiet du oder ein anderer / du nit warumb wilt du dẽ ſchny den meinſtu / oder die deinen daruon zuͤle ben / du meinſt du habeſt das bꝛot des le⸗ bens funden ſo du den tod haſt funden. Es würt dir gon als es einem einſidler vnd einem wolff gieng. Wir leſſen wie ein waldbꝛůder off dem feld fand ein ſchatz guldin er ſchꝛei vß gotz foꝛcht / o leider ich hab den tod funden / er fant das im ſein gemüt weiſſagt. Es gieng ein reißk nab da für da er in hoꝛt ſchꝛyen gieng er hinzů vnd ertoͤd den einſidler daz er nit bedoꝛfft mit dẽ bꝛũder teilen We es 2 0 Geste, Item es fand ein wolff ein geſpannen arinbꝛuſt da er die ſen w wolt zernagẽ da gieng das armbꝛuſt vg vnd gieng im ð pfeil in dẽ bauch ertöͤt ſich ſelber. Ja ſpꝛe / chen fie es iſt nit als erloß etwan finden / halten / als ſtelen oder rauben. . dergeben fo haſtu es geraubt / du haſt als vil gethon als du moͤchteſt hetteſtu es moͤ gen nemmen ſo hetteſt du es auch gethon / got ſicht das hertz an / nit die hand. U ſpꝛichſt was te aber thän wan ich cr; vas hab funden. Alſo chi m im weiftu wes es iſt ſo gib es hat ligen laſſen / iſt er nit mer in leben ſo gib es ſynen erben / weiſtu nit wes es iſt ſo laß es offenlich verkünden kumpt/niemẽ⁊K des es ſei / ſo gib es armen lüten / vñ thůũ mit wie mit anderm gůt das wider zuͤre/ ren iſt da man den rechten erben nit weiß biſt aber du arm mit rat des biſchoffs oð deines beichtuatters ſo magſtu es behal⸗ ten vnd got den herren bitten für des ſel ben feel ſpꝛicht reumundus / wan du aber | | Gon ſtraff Narren in gewiſen das es ſei geweſen ein vᷣ ſchetzt verachtet ein verlaſſen gůt von dem des es was ſo magſtu es wol bꝛuchen / wie ſol ich es wiſſen / ſich die ſummen an. Aber wir machen kein conſtientz von den eroffen dingen die wir finden / aber von den cleinen dingen. Als ein rũter vf ein mal thet der hett ein nuß in ein arm⸗ bꝛuſt fundẽ / beichtet es er / aber von dẽ rau ben vnd von dem ſtelen da ſagt er nichts von. Alſo bꝛůder was du thůn ſolteſt das thůn bald nit verlengeres / gefunden gůt In dem freitag nach Mitfa ſten. Von den narren die ander lüt ſtraffen. N Nina Ä D U N | 0 | IN N 0 N 7 Ta) LVM widerteren wan groſſe ſoꝛglicheitt iſt im verziehen wan ſo vil du es lengereſt ie her ter es dich ankumpt als in der friſche wi⸗ derkeren vnd wan deine kin der kummen vnd erwas fundes bꝛingen / ſo ſchlaßhe mit der růten daruff ſpꝛich mit thobia fi eb en zů das uit geſtolen ſei / hette achoꝛ alſo gethon / ſo wer er nit verſtein get woꝛden io ſue. vii. Darumb ſo vil vbels vnd ſchadẽ kumpt vß gefundem gůt ſol man ſich bil⸗ lich vo: finden hüten / letz nit mer. denung machen vnd die ſtraffen die die oꝛdenung vber gond / aber inen geſchicht nichts wan ſie es ſel ber nit halten vo der zal (quintus lacius fo leſſen xon dem Dalcri⸗ 118 fagt der het ein ſtatut su rom Keiacßt das keiner vber. vc iuch tracker haben ſolt vnd er het tu ſent den halbenteil hat er ſeinẽ jun atho clinglet die natren ſchellen da er ſagt (. patere legem quã tule ris ) Aber we we den gewaltigen vnrechtẽ richtern dy vngleich ſtra fen. Ein arm̃e fliege die bleiber in dem ſpinwephangen / aber ein bꝛẽ die wüſt dar durch hinauß (dat veniam coꝛuis vevat cenſura co⸗ lumbas. ) die laß ich faren. Die anderen feine haußuetter die Taf raffen ix geſind / von etli⸗ einmal das er hinderſich gieng / er ſpꝛach vatter ſo gang du mir vor Die erſtẽ feine die da geſatz En e elds treiben: in krebs ſtrafft fein ſun / auff D Je. ri. ſchar der nar ren iſt (coꝛreptoꝛum) ſtraff narren — LE N Jie da ſtrafſen die mẽſchen vñ thůn == fie eo ſelber / deren ſeint dreierlei. wie du gaſt alſo wil ich auch gon / alſo der alt gieng auch hinderſich der den iungen darũb geſtraft het diſſe laß ich auch faren. J ü lich beieinander; Die. xxl. Schar Die dꝛitten ſeint pꝛediger die die ſünd ſtraffen darin fie doch verwiglet ſeint / dz feine dy in vnſer ſchar. Diſſe narren mag man in. vii. ſchellẽ erken / O ſpꝛich ſtu / du würſt vnß die ſchellen nit alle hie erzellen es iſt war / was ich aber verſañ hie vff dẽ canzel das erfulen / ir leien an dem ſontag vñ 95 gãtz iar vff den ſtuben hinder dem weln / da ir die pꝛedicanten vß richten / ab er ſich ʒů das nit Binder der thür ſtandt ein igels haur / an eim kolbẽ da hanckt ein ſchel an damit man die hund ſticht / Die hund ſeint pꝛedicanten / die igels haut iſt nachred er ab ſchneidẽ / neid vnd haß flů⸗ chen &, Der pꝛediger für nit mit der ſchel en der igels haut. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt vngelerte. Es feint etliche bachanden ſo bald fie von 5 A ð gramatica vnd loica Eus men ſo nemen fie ſich an züpꝛedigen habẽ voꝛhin nit gelert noch in der hohen ſchůl / von dem namen iheſu noch von goͤtlichen — x — \ ueetwegen daup geweſen in Joren hei⸗ ligen geſchꝛifft vnd wil doch daruou redẽ fo doch daup vnd ſtum ſein / ſeint natür⸗ Tut wie pilatus du ſttzeſt vf dem̃ richt ſtůl zůurteilen / vff dẽ pꝛe dig ſtůl auch vf dẽ beichtſtůl vñ wei nit was d iti ilare, ich⸗ fee ex kan wol ſchwetzen zer ũt es Noch einem doctoꝛ vor eim gelertẽ ſein wort flieſſen herauß / es kan on kunſt nit ſein / wiltu wiſſen wa her / es iſt in ein⸗ er off gebla ßner blatern da machen zwo oder dꝛei erdſen groͤſer geſchꝛei den wan ſy \ vol erbſen wersalfo diſſe außer ſpꝛicht nctus Iheronimus das nichts leichters fei dan ein volck mit geſchwetz vberfürẽ / gedenck o bꝛũder biſtu ein pꝛedicant ſo bi⸗ ſtu ein feier der ſomẽ dz iſt das gots wort ſagt criſtus / darumb ſo gang nit auß zů ſelen / du habeſt dan wo: dein ſack vollen ſomes des ſtudiũs der heiligen geſchꝛifft vnd vbung der gůten werck. | Von der andern ſchellen. Die and ſchell it ein boͤſſe meinnng. Ee A l ſeint etlich die mit iren pres Eigen ſächen reichtum / luft er / rům / gunſt vnd der gleichen der mei nung iſt voͤß gedencke / o frater das du ein fiſcher biſt der menſchẽ / nit der fliege vol gen mir nach ich wil menſchenfoher auß euch machen / faher der ſünder der ſeelen / nit des geltz / nit der pfrůnden / nit ð biſtũ / nit der reichtũ / nit der keß. Aber diſe nar ren werden mit dem kolben geſchlagẽ wer den ale Iſalas.i p. ſagt / die fiſcher werdẽ trauren / wa wan ſie kumẽ da do iſt fletus et ſtidoꝛ dencium. Von der dꝛitten ſchellen. Die . iii.ſchel iſt pꝛedigen nitt geſunt ding / 8 | du biſt ein artzt nit ein kelb⸗ e rartzt aber ð ſnũdẽ des ob⸗ erften Eünige, Warumb ſůchſtu dan nit krüter der woꝛt vnd der exempel die inen nůtz vnd geſunt weren / du pꝛedigeſt das wenig iren bꝛeſten rürt darumb biſtu ein nar vnd haſt diſſe ſchel an ð narren kap⸗ pen hangen. Von der fierden ſchellen. Die. iii. ſchel iſt EIER, erſchꝛockenliche ding fliegẽ. Es ſeint erlich pꝛedicant dy Da allein ſüſſe lüftige ding ſagẽ nichts erſchꝛockenlichs / o nar weif u Hon ſtraff Narren LIX dn nit das du biſt ein waibel ein außrůf⸗ fer vßſchꝛeier . pꝛeco dei. des künige dar⸗ umb was beſchloſſen iſt in dem hoͤchſten rat der heiligẽ dꝛeiheit / das ſolteſtu auß⸗ ſchꝛelen fie ſeient ioch wie fie woͤllen die du haſt in ð heiligẽ geſchꝛifft da ſtont die her teſten flüch vnd treuungen. —— EN 5x fi farc d. garn mit engen loͤcherẽ/ſo vil als ee võ in | v. mich dunckt wie die pzediger zũ diß⸗ er zeit ſeint gleich den fiſchern mit dem an gel / eiuer würfft dẽ angel in ein waſſer vñ fahet was im got gibt · Et̃wan fo fahet er kein fiſch vnd wan er vil faßer fo fabet er einen zů mal. Alſo ein pꝛedicant wan er Sn weißen un anf tee den angel vß Vñð weiſt nit wen du faheſt / dan den dir Feen ele. ſert niemans/als die Luce, v. wir haben pꝛelaten vnd tirannen vnd mechtige lütt vnd groſſe ſünder die kummen nit zů der er hat / wan dy ar durch hinweg. Ein ſunder⸗ e dlc iſt dy vn all angãt/iſt als ein 0 ſagt Job am (vi. nunquam capies.) meĩ iſt / ſo wil ſie es alle fahen . Daxumb ftot ſt nit vmb ſũnſt / das die fiſcher waren hin⸗ ) a 1 vnd machten fregammL. Zuce, pꝛedig / oder kummen ſie dar fo ſchlaffen ſie /oder ſchwetzen vnnd hoͤꝛen die pꝛediigg nit / vnd ob fie den angel nement / woltnn reuw haben vnd penitieren vnd in zů her zen nemmen / ſo 8 ſie die ſchnůr / fie keren ſich zů andern dingen zůbedenck en hübſche frau wen o der zeitlichem gůt na ch / vnd etwan bleibt der angel in der kelen ſtecken / ſo lauffen ſie zů andern beichtuet tern vnd pꝛedicanten begeren das man in herauß ziehe / das thůnt fie dan / fie lüte⸗ ren inen die ſach / das ſie cleine oder klein conſcientz vmb ſelbig ſach dy machẽ in cõ ſeiencia / aber etwan ſo bleibet ð angel vñ nagen an der coneſientz. Selig iſt auch der in dem er bleibt der angel die conſcientz der würt an dem let⸗ ſten gezogen zů dem landt der ewigkeit vnd verdirbt nit in dem meer. Darumb E uob du faheſt mit dem angel leuiatchã. als ſpꝛech er nein wiewol die fiſch nit fahẽ noch ſol man nit vff Beten zůpꝛediden / als ſant Paulus thet die heiden ſpꝛechen es ſei narrenwerck die iuden ergeren ſich noch a nn wir noch. ſe eigen e n der. vl ſchellen. Die. vi. ſchell iſt N = nit ſchꝛeien vber die gewalt: = SE gen aber ir ſchonen: Sp / EI EN) dicant weiſtu nit das du ein cheffen hund biſt / des der da ſpꝛicht lego fun.) I h bin ein gůter hirt/darumb ws foͤꝛchteſtu dich dã zůſchꝛeien wið die woͤlf die vnder ſtont die ſchaff zůſtraffen vnd zůzerſtrau wen. Wolff mein ich die N) en die groſſe ſünder die ande re verfüren mit iren boͤſen evemplẽ offent lich zů der vnee ſitzen / denen darff niemã nichts ſagen / nieman getarff ſagen warũ thůſtu alſo · Daher kumpt es das andere irem exempel nach volgent vnd geſterckt werden in iren ſünden. K it * Die. xxl. Schar 0 . dinen die geſchlecht vñ wellen zů dem tur ee „ fie Maik in kein tur⸗ =. Ru Aa y ner/Baben kein gewoͤꝛ der tugent/bꝛuchen IN Die. vii. ſchel ift kein gůte werck. c. a 5 vnd die fürnemeſte in diſer ¶ Item ſie feine wie glockẽ in eim turn / ſie Le ſchãt t vil predigen vil ſag ladet iederman zů ð kirchẽ zů gotes dienſt N Allen ond wenia e oil Ih fie kumpt aber nit dar. Sanctus paulus eiſter / aber wenig leb meiſter / wan als wolt nit alſo ein cimbel ein glock ſyn (Si i t ig linguis hominum loquoꝛ et anglo. cim Zen N — als die bäum euweren früchten vnd wer⸗ f cken. Die ſolten criſto nach gon der fieng fein wie die simmerlüt ð archa oe die an zůthůn / Farnach z lerren vnd ſoſtent ſie bauwetten aber ſie ertrincken / alſo die gleich fein einem hanen/ẽẽ er kreſet ſõ ſch pꝛedicanten bauwen die arch der tugẽt da echt er ſich mit den fertigen. Alſd ein pꝛe / rin der gerecht menſch behalten würt nog diger ce das erfreiet mt pꝛedigen / ſolt er mit den feine aber fie verderben / ich bin ð ſich voꝛ bꝛauchen in vbung gůter werck / der euch ein laternẽ fůrtreit / das liecht ke⸗ aber leider pꝛedicanten ſeint nit der han / re ich gegen euch das ir geſehen den weg en gleich / aber den froͤſchẽ die ligen mit dẽ 35 dem reich der himel / ich gang aber ſtru gantzen leib im můr vnd in dẽ dꝛeck / vñ chen vnd ſtoß mich vnd fal in die gruben haben nit mer dan den kopff huſſen vnd vnd in die pfützen / Gi een wor ligen ZA raven · We vnß die gantz gen in er das iſt mit ð groſten zungẽ groſe ding em dꝛeck der woluſt / haben allein d mul reden vnd mit cleinen hendlin cleine ding hüſſen nit dẽ wir pꝛedigen vnd ſagẽ gro reden vnzüchten / ſie ſeint in dem̃ tag wie ſe himmeliſche dingo nar. Item du biſt ein adler vnd greiffen fo fie reden pꝛedigẽ ein ſager du ſegſt andern lüten vil koꝛns ermanen vnd gont vnd fliegen zů dẽ gro vnd du biſt hunger leiden / haſt kein theil an der frucht · ond ſtirbſt hungers / dy apo oli waren gar ander ſager vnd pꝛediger von denen du hoꝛteſt hũt im euan. der da ſagt vnd der da ſeiet haben loñ / wir pꝛe⸗ ſcanten feint auch gleich den blinden vñ ammen die auff der ſtraſſen ſitzen an ei nem wegſcheld /e ſicheren diẽ da für g engen inen den rechten weg vnd gont fie j n ſelber nit / die pzediger ſpꝛechen ( Fre ſz ; fi ge ö non venite.) Done aber nit Eummen gar mir thůnt / wan offenlich thůnt wir gůts an dero dan das freulin / ſie ſpꝛach kumen der helfnſch vnd in der BT 5 nt vnd ſehen den der mir alle meine ding ge wir das nichts ſol / wall wer es Son vnß fast hat / o ſelige pꝛedigerin / die pꝛediger fer [Pt en / als es einem eſſel vnd diſſe narren feine gleich den herolten gieng. b was ei eſſel in eines ler vnd parcifalen an des künnigs hoff / die Hatten wolt feine herren ein ſch⸗ ſchꝛeient die geſchichten der alten riter vß tecken angewinnen / da der eſſel gegen im ſchilt vnd helm legen fie vß / ſitzen vnd os lüff / da ſpꝛach der herr / wan ich die oꝛẽ nit . | ſche ſo frheich dich / darumb fo hab lch dich wie vor für eineſſe Wir pꝛedicantẽ ſeint glych wie ein harift oder ein lutenſchla deñ lüten nit auff der vnſeren / au orhren wir die ſeiten an / num⸗ men mit der zunge nit als wir [9 ten mit den henden: Eich pꝛela / ten in der apty vnd in dem gaſt⸗ hauß / da leben dy apt vnd patres wol / aber in dem refental vnd voꝛ dem conuent gat es ſchlecht zů vn ſere wort feine gleich als ein wol ge ſchꝛibner bꝛieff on ein figel der in der noturfft nichts ſol wan mã im nit glaubt wz iſt ein pꝛedig on wer dere heilt in angefi tute magna reddebantapoftoli te imonium. c. Es ſei dein cleid st chtig / einfeltig / ſittẽ in deinen. wã del / alſo vonn anderen tugenden das alle ding erberlich von dir vᷣ⸗ bꝛacht werden als ſich wol zimpt einem pꝛedicanten das hei lig euangelium Ihe fu Chꝛiſti. . Hie nach volget nun von R der weiß heit. &. Von weiſen Narren fer tugent· Tim das c empel vonn d heiligen apoſtolen. Ci vir / Lx An dem Samſtag voꝛ Mitfaſten vnd was vnſer frau wen abent Verkündung Marie / ſo hat der ho ch gelert doctoꝛ Keiſerß berg ge pꝛediget. A D B Pos der weißheit. Apientia damitat in SE f plateis pꝛouerbi. viii.) Die weiß heit A ( ſchꝛelet off der gaſſen / duſpꝛichſt mi ch wundert das du ein neuwen them hüt nimpſt dein them biß har iſt geweſen. Der narren zal iſt on end. Das wil ich euch ſagen iii u Die. xxn. Schar bꝛůder in dem narrenſchiff doctoꝛ Seba ſtian bꝛants dz ich voꝛ mir hab noch. xxi. der narren / ſo ſetzt er von der weißheit dz ſich die narren bekeren ſollen zů der weiß heit / darumb ſo hab ich mein thema auch von der weißheit genummen. Es ſeint et lich die alſo verſumpfft fein in diſſen zeit lichen läften das fie verachtet ſeint in boͤ⸗ ſer gewonheit vnd in der boßheit das ſie ir angeſicht nimmermer verkeren zů der erberkeit dauon fie gefallen ſeint / das fle wider kerten wan die gehe der waſſer leib licher lũſt ziehen ſie in das bitter mer ewi ger verdampnis vmb die iſt es geſchehen Darnach ſeint etlich dy võ groſſer anfech tung ſeint gefallen ſeint aber nochnit ver alt in dem boͤſen noch fo ſtraffen fie in fün den in das tod meer / ſie ſünden toͤdlich do ch mit nagen der conſcientz haben kein fri den in dem hertzen vnnd ſünden vngern noch vmb luſts willen ſo gond ſie daran nit anders dann wie ein ferlin neben dem wolff / der es bei einem oꝛen hette vnd hin den ſchlecht er es mit dem wadel das tra⸗ bet neben im herein / vnd wintzlet biß in den warld da zerzert er diſſe ſünder wol⸗ ten etwan gern widerumher ſie verdꝛüßt vnrecht thůn / ſie wolten gern võ der nar een kappen geabſoluiert ſein / zů denen gat mein them / weißheit ſchꝛeiet off der gaſ⸗ fen das ſie zů ir kummen / ſie wöllen fie er⸗ löfen von der narren kappen. SER ſpꝛichſt was itt aber die weißheit von de⸗ A ren du hie reden wilt / ich wil eißheit hie nemmen als fie ür die ſamlun € irem / werd weißßeitift ein ſchickung dye recht machet den geiſtlichen rachen der ſe et das im die gewaren die ſagt dir / ietz fo ſoltu eſſen dan fo iſſeſt du / ſie ſagt dir man ſol mit züchten eſſen das thůſtt auch / ſie ſagt dir ietz ſoltu ‚fire ſchweigen / redẽ / ſchlaffen / gon / vffſtonẽt. vnd der gleichen / das iſt tugent vben gůt werck thůn. Alſo haſtu was dalſt weiß ⸗ heit / als wir hie daruon reden die ſolt du füchen wan fie fürt dich sit ewigem leben (Qui me inuenerit.) Wer mich findt der findet das leben vnd ſchoͤpfft heil võ got. A ſpꝛichſt wan ſol ich ſie ſůchẽ / an dem moꝛ⸗ gen fru / bꝛů der das iſt in der lugent / wart nit biß an den abe / des alters wywol du nit NN . vnwy AN agen ſolt in dem alter fie mit allen kref kẽſũchẽ in dem alter auch / aber es kumpt dich ſchwerer vnd herter an im alter dan in der iger weißheit zů voerkummẽ / du biſt noch nit mit boͤſen habitus gewõheit gerleidet wan ( bonum eſt viro.)o wie gůt iſt es einem menſchen der võ feiner iuget tregt das ioch der herren / hoͤꝛ was die wyſ heit ſagt (ego diligentes.) Ich hab lieb dy die mich lieb haben / vnd die an dem moꝛ⸗ gen wachen mich ſůchen die finden mich. elig iſt der der mich hoͤꝛt. . ( pꝛouerei. viii.) O bꝛůder laß dich der arbeit nit ver dꝛieſſen / wan mit groſem gůt würe dir ge lonet werden ia mis geöffere lon dan gold vnd ſilder iſt / hoͤꝛ ſalomonẽ ( melior eſt ſa tentia.) weiß heit iſt beſſer dan alle reich tum vnd alles dae man bege ren mag / oz mag ir nit gegleichet werden / wañ warũ ſie iſt allein das gewar gůt der ſeelen / ab⸗ er reichtum luſt vnd eer / wie kunten diſſe ding geware güter der ſeelen fein ſo ſie die ſeel nit mögen erſettigẽ ſunder fie crůtzi⸗ gent ſie / ſie feine nit das gewar ſeelen bꝛot aber gerechtigkeit / als bernhardus ſpꝛicht Dait ſagt (Aruit co: meũ.) mein hertz iſt dũr woꝛden wan ich hab vergeſſen zů⸗ effen mein bꝛot / die werden dür / die ſau eſ fen als die geitigẽ / die lufft oder wind ef? ſen als die hoffertigẽ / die flammen eſſen boͤſen luſt vñ gluſt der vnküſcheit wan ſy ſettigen / nit ſie crũtzigen nummen. Item wie künten diſſe ding geware gũter der fe len ſein / ſie machen den nit gůt aber böß/ weiße wachet weiß /hitz machet hitz heiß⸗ gůt machet ein gůt / alſo ws böß iſt macht bꝛan vnd iederman etwas hinweg trůg / da trüg er nichts man fragt in wa er fein gůt hette / Er ſpꝛach als mein gůt hab ich bei mir / er meint zeitlich gůt / das wer nit fein es werd des gelucks / aber alleĩ tugent kunſt / weißheit / das möcht im das glück nit nemen Maria ein můter der weißheit doͤß dz wuſt Bias ð weiß mã wol da troii 85 Hon weiſen Harren XXI nis. te reichen hat er his der gewarẽ güter aber nit der falſchẽ die boni s / die bonẽ die ſch mackẽ denen wol die da hũgert / weiß heit vnd die ſie fleiſchlich ſůchen / aber den rei chen denen ſchmacken die bonnen nit / es ſeint faſten bonen / ſie begerẽt aber falſche gůter / reich tũb er ( vanitates et in ſanita⸗ as falſas . Von den bone ward ſũ eſterckt das ſie mocht wi plſtel But ſagt von den alten ſchelcken / wan die tugent der koſtlichen vnd goͤtli⸗ cher liebe die vnderſtützet fie das ſle von anfech tung nit vberwundẽ ward vnd N tes impleuit r gela 2 ich leben woͤllen / fie wer in die angſt vnd not nit kummen vnd nit vor aller we t ge ſchent woꝛden / aber noch dennocht das ſie ſpat kam ʒů der weißheit chriſtum wie wol fie vngern kam / ſie ward für in gezo \ gen / ward ſie erloͤßt durch die weißßeit/ vnd hingelaſſen / was würt erſt gůts wis derfaren dennen die mit willen zů chriſto kummen. . „ ͤPerr die die ge⸗ ware weißheit fliehen vnd in ERS zeitlichen dingen witzig feine dennen würtes gon als es el⸗ nem adler gi er berũ 0 au En nl Beer võ einem ichen ff srpffen geſicht halb in clein en künglin oder ein zaũſch lumpflin das ſaſſe auff in —ů — Die. xxn. Schar wolt ſyn ſcharpff geſicht erfarẽ da er faſt hoch geflogen wʒ biß an die wolcken da ſpꝛach er zů dem voͤg⸗ lin was ſichſtu vff dẽ erdtreich / es ſpꝛach ich ſich nichts ſunders dan ſtet vnd ſchloß / der adler ſpꝛach / o du armes thier du můſt hunger leiden / ich ſich ein tod ſchaff vnd ſich alle ederlin in im daz muß ietz gleich mein ſpeiß ſein / vnnd floge gleich daruff / das voͤglin ſpꝛengt auff ein zaun das es das end ſahe der adler fraß vnd zart im lůder / der leger zohe dz garn er ward ge⸗ falgen / da ſpꝛach das voͤglin wie ietz / iſt mir nit lieber mein armůt vñ mein boͤß geſicht / dan dir dein ſcharpff geſicht / haſtu die clein a lin im lůder geſehen wnd haſt dẽ groſſen vogler mit dem garn nit geſehen es wer beſſer du hetteſt ni chts von dem raub gelehen. Diſſe fabel ſicht an die weiten diſſer welt / die da glaubẽt alle dig zů ſehen durch ire hoffart / durch die ſie fliegen in die hoͤhe vber an⸗ der die ſie verachten mit iren ſchel len / irer narheit die ſie erſchütten vnd woͤllen erkennen alles das in einer ſach begriffen iſt vnd wiſſen alle weg wie man ein raub / gelt / vnd gůt vderkummen ſol. Aber es ſeint armiũt wan ſie den tüffel nit feßen den ieger der in vff ſolen nach gat noch das garn der füns den darin ſie gewicklet werden vñ zů der hellen gefürt / denen wer es beſſer ſie weren blind geweſſen. Wan criſtus in euã.werẽ fie bline fo Betten fie kein ſünd / aber ſo ſie geſchen / ſo bleibet ir ſünd. Alſo haſtu wie die faſche weiß heit diſſer welt machet das ſie ge⸗ fangen werden mit dem garn der finden vnd begriffen von dem vogler dem teuß ffel am letſten / darumb ſo iſt es kein wunder dz die cleine voͤglin ir ſpotten werden / die voͤglin dy armen menſchen die fie hie verſpot vnd veracht haben vmb ir einfaltigkeit willen in zeitlichẽ din⸗ gen / ia es wũrt villeicht nichts darauß. Hoͤꝛ den weiſſen Salomonẽ den zeugen (tunc ſtabunt iu⸗ ſti.) Den ſo werden ſton die gerechten in groſſer ſtanthafftikeit wider die / die fie hie geengſtet has ben ( Sapientie.v.et pꝛimo ad coꝛrintheos. il. ſapĩa huius mundi ſtulti cia eſt apud deum. Dominica Letare wʒ feſtum vᷣkündung Marie. Stulto:um infinitus eſt numerus. Von glück Narien. Je. rxii.ſchar ð nar⸗ ren iſt foꝛtunatoꝛum glück narrẽ / es JJJſeint die / die ſich vrbillich ſo es inen wol gat / vnd trauren fo es inen wi⸗ — | der wertig gat die ſol man erkennen | du Fienatren heiſt / die ſich Von glück Narren n zweſen ſchellẽ nach dem als da ſeint ti, geſchlecht des geluſts daz iſt gůt glück vn ß glück. Von der erſten ſchellen. jeeritichelif innen wol gat iſt nit Bär der tag der gůt⸗ en botſchafft el iſt kummen zũ Maria ie kunt das ſy werde ſol ein mi ruſalem / das offerto . Letatus ſ im / vnd in dẽ euangelio liſet man das i das der herr in der wüſte da er fie ſpeiſſet mit bꝛot vnd mit fiſchen das auch froͤlich iſt. Item̃ zů einem zeiche tregt der bapſt die lauß vmb / darnach fo ſchickt er ſie vnd ſchenck ſie einem fürſtẽ. darumb ſo lſt es nit ein zeichen der nar⸗ heit ſich hüt freuwen vnd ſich der heiligen kirchen gleichen. Nein bꝛůder ich ſag von vppiger freu de / was ſeint vppige ding dauon man ſi⸗ ch freuwer. Es feine die ding dauon mã fig gemeinlich berümpt vnd darin gloꝛie LXII ret ſo ſag vnß in ſunderheit was ſeint die ding das wir darüber mögen vꝛteilen ob fie ſchelmeſſig ſeient oder nit wywol ir vil feine fo wil ich doch ir einwenig erzellen. AN dem erſten ſo gloꝛier ich vnd freuwe mich but mit dem volck das da ken A (aß vff dem heuw alwegen. (c. etiam. l.) bei einander aſſent luſtlichẽ wan ſy Betten das aller baſt geſchmackeſt bꝛot vnd die beſten fiſch vñ ich iß alle tag wol vnd leb vmb ſunſt / oin ich darũb ein nar vnd hab die ſchel / ia du haſt / meinſtu es ſei etwas groſſes ſo es ein clein ding iſt vnd würt bald nichts darauß / meinſt du 95 die wůrm dir darumb etwas vberſehẽ das du dein leib wol ſpeiſeſt / minder dir dan einem herten ackerman der bonen iſ ſet vñ waſſer trinckt/ſunð fo vil die ſpeiß weicher iſt / ſo vil geitiger ſie es werdẽ freſ ſen. Ich ſchimpff nit mit dir ich wil dich auch nit erſchꝛecken / du weiſt dz ob du ſch on nit der gleichen wilt thůn das du ein bereite ſpeiß biſt den würmẽ vnd villeich⸗ ter fo iſt ietz die Fund des nachtmals / ob fie ſchon ietz nit iſt fo würt ſie bald kumen ſie kan nit lang mer auß ſein wan das lie⸗ cht iſt kurtz fo fein die geſt hungerig vnd die kellerin die den tiſch bereit / der tod iſt vnuerdꝛoſſen darumb was Bilfft es dich ⸗ das du wol iſſeſt kanſtu wol mercken nos ch ſo led ich vmb ſunſt vnd hab ſoꝛg dz ich wol leb du haſt ein hübſch ſtudium vff ge richt / vnd vß erwoͤlt dz du warnemeſt wz ieglicher gern eß wie du es zů richteſt das die trachten recht bereit ſeient. Ein koͤſt⸗ liche kunſt haſtu / das du wiſſeſt welches du zů dem erſten off ſetzeſt / welches dar⸗ nach vn d zů dem dꝛitten den vnlüſtigen magen trucke vnd welcher wein aller mĩ fe einem in den kopff riech / ſeint das nit ſchellen fo weiß ich nit was ſchellen ſeint / 1 N tr: Die. xx. Schar noch ſo frewe ich mich wan dz gemein vol ck hat mich lieb es eret mich als die ſcharẽ den herren iheſum hůt da er fie fpeiffer € wart einwenig fo würt es dich bald haſ⸗ ſen / das volck das criſtum eeret bald gab es in in dẽ tod / ſich franci. petracha. xclii. c. libꝛo pꝛimo de remedlis. Item die fůrſten haben mich lieb ge⸗ habt fo hab ich des künnigs fründſchafft vber kumen dy rauß hab ich von dẽ bapſt zů empfahen verdient das iſt ein wunder Es iſt ein ſeltzam ding geware früntſcha fft ſchlechter menſchen zů vber kummen / vnd du wenſt der künnlg ſei dein fründ / fründſchafft iſt zwiſchen gleich vnd glei⸗ ch vnd des künnige glück vnd fein ſchein hoffartikeit des gemürz machet zu verach ten was eim nit gleich iſt. Noch fo frew ich mich ich hab ein huß frauwen ein küſche lunckfrauw/züchtig / fruchtbar / geiſtlich / trüw / hübſch/ vñ ſolt ſie mit dem engel reden / ich wil fie denna⸗ cht vnſer lieben frawen nit zůglychen. Du biſt ein ſeltzamer vogler / du haſt ein weiſ fe kreien gefangen / wan ſie grauwe wer fo wer ſein gnůg / ſich franc. petracham. ſo freuwet mich mein haußfraw ſie hat mir ein ſun geboꝛn vnd hat wider umb empfangen. Es iſt ein wunder das du nit ſpꝛichſt er iſt ein ſun der oberſten / es würt ein e man darauß werden / ſeint dir kinder woꝛden ſo haſtu ein burde in deim hauß vnd ein zwiffeltigs vbel. Eliſabeth iſt ir fründ fo hab ich auch frlind / vatter / bꝛüder / ſchweſter. O narrẽ ſchel du haſt noch kein erb mit inen geteilt wã ſunſt fo wer fintſchafft herauß geſpꝛũ gen / golt bewert man in dem feuer / dz ge⸗ müt bewert gold man meint etwan es ſey ein groſſer frid / groſſe liebe /haſtu ein cleĩ gůt mit inen zůteilen ſo můß man zanck⸗ en darzů. Siffer ſtück moͤcht ich hundert herfür ziehen auß franc. petracham / nim es in einer ſum / laß ſein / es gat als nach dy nem willen / der himmel hanckt wol geigẽ vnd vol ſchellen / ieucht ich glück zů ð vor der thür hinuß / ſo laufft ge si der Binder tBär widerumb hinein. Es gat mir wie derwertiges erfůre / nitt lang darnach ein fiſcher fieng ein groſſen fiſch den ſchanckt man in bereit d ſtac? > er dem künig / da der ring darin 2 iſt glůck was ich anfahe / wie nam es aben ein end / er ward von einem andern Eins nig an den galgen geheuckt / alſo ward d end der freuden ( ſic evina gandit luctus? iger ve ſchꝛoakliche nerriſche freuw das iſt. Freuweſku dich dauon das dich gantz blint macht / alſo das die groͤſten ſünden ſeint nit erkenneſt / ſie duncken dich nichto ein. Ein menſch der alſo in wolluſt dem iſt gleich als eim der ein groß wolge chiff ʒücht in dem waſſer / er meint cht / wan es aber vff dem land wer fo möchten es. x. oder. vx. nit erziehen. Al⸗ ſo in den waſſeren der woluſt / ziehen wir nen zů dem ſchwereſtẽ wan es an das lad kumpt / nach vnſerem tod den fo werden wir feßen das ein todſund ſchwerer wůrt ſein den das gantz erdtreich iſt / wan das gantz erdireich moͤcht dein ſeel nit truck ſchiff der ſünden / vnd duncket leicht / aber es würt dir erſcheis 1} TE 0 |: —— — 11 4 “ Hon glück Narren in die hel aber ein ſeel truckt fie hinab dar umb bꝛů der fo glaub dem glück / betriege dich felber nicht du würft ſunſt betrogen wie ein dieb betrogen ward der wolte bei dem monſchein ſtelen. Der huß⸗ nater der marckt es ſpꝛach zů feiner hauß frawen / da ich ein iunger geſel wz da ſteig ich in die hüſſer zůſtelen vnd ſpꝛach alſo vnd alſo den ſegen fo entſchlieffen dan dy lit in dem hauß vnd in krafft diſſer wort fo ließ ich mich an dem monſchein hinab / vnd nam was mir ebẽ was / der dieb hoꝛt das vnd ſpꝛach den ſegen da fieng ð huß uatter vnd die fraw an zůrauſſen eben als ſchlteffen fie, der dieb ließ ſich an monſch eln vnd zerfiel den kopff vnd den leib vnd In dem montag nach mitfaſten hat der wirdig doctoꝛ Keiſerßberg gepꝛediget. Von ſoꝛgueltigen Narren. LXIII ward gehenckt. Alſo wüͤrt es dir auch gon / wan du dich laſt an das glück vnnd hoffeſt wie es andern ſei gangen es werd dir auch alſo gon. Ja ſpꝛlchſtu wie ſol ich im aber thůn fo ich on leiden din (Appre⸗ hende diſciplinam/) for im pfalman fen det dir got nichts widerwertiges zů / ſůch du dir ſelber ein růten keſtigen mit einem Berin hemdlin/bilger fert / faſten / wachen keſtigen dein gůt almůſen geben keſtigen deln gemüt durch geben vnd betrachten keſtigẽ dich ſelbs durch widerſtant eigner leidlikeiten dem nech ſten durch mit leiden verzeich deinen feinden das feine nit clei⸗ ne peinigung / wir woͤllen got bitten. Je. xxiii.nar i ren ſchar iſt vnnützli er ſerg ſerg narren db ich merglich vn nũtze ſoꝛg. Es haben etliche ſoꝛg vnd feine nit narren / es haben er lich ſoꝛg nützlich gegen gott gegen in ſelber gegen dem nechſten. Zů dem erſter gegen got haben fie ſoꝛgen das ſie in ſtetz voꝛ augen haben das ſy ire werck alwegẽ thũ gen nach ſeinen gebotten betrach⸗ ten vnd bettẽ. Sie ſeint auch ſoꝛg ueltig zůſton in feiner angeſicht al wege n als eln knecht voꝛ ſeinẽ her ren das er thüge nach ſelnem auge winckel das ſeint nit narren / wan den gůten teil vnd das gewar gůt das got von elnem menſchen heiſ⸗ fer dz thůnt ſie ( mihee. vi.) Es iſt ſoꝛg zů haben zů wandlen mit got dem herren sis der ſoꝛgueltigkeit er mant vnß ſant Paulus roma⸗ nos.i 2. Ir ſollen ſoꝛgueltig ſein / nit faul vnd treg bꝛennen in got⸗ res dienſt / hat der her iheſus erzũ⸗ get hüt in dẽ euangelio. Sie ſeint ſoꝛgueltig gegen inen ſelber eo zů Die. xxm i Schar hüten wor der betrügnls des tüffels / Sie vnd wan einer iſt etwas geacht frum vñ thůnt wie ein voͤglin das da iſſet iſt ſtetʒz gerecht vnd ſie nit ſtrafft / kummen ſie dã in foꝛcht / lůget ſtetz vmbſich. Alſo die mẽ zů einem andern der nit alſo würdig ges ſchen zůbehüten ire fin vnd das fie ire zeit achtet iſt / von dem ſelben wollen fie nich nit verlieren das iſt auch vnß gebotten ð geſtrafft ſein / wan man einem etwas ſagt vtro.iiũi.cuſtodi. Beblit dich ſelber vnd ſo ſpꝛicht er ich bin bei dem vñ bei dem ge deine feel ſoꝛgueltiglich diſſe gon zů ð on! weſen / er iſt wol als geiſtlich vnd gerecht meiſſen / als Salomon rat vnd leren võ gewefen ale ir ſeint vnd iſt recht geweſen ir intragen im ſummer der gnaden die / vnd kan ich euch nit recht thůn / er hett es wyl die ſun ſcheinet vnd dy zeit iſt ð arbelt mir nit geſtattet noch durch die finger ge das fie haben in dem winter des dotz ver ſehen. &. dienen vnd gůte werck wer nit glaubt wã die beem zablet der lauffet in dem winter vmb mit einem feil vnd fraget hat leman heuw feil⸗ EN II ſe ſoꝛquelti 4 0 a ae N A ſol ie eines ſoꝛgt für das and { en YA haben · i. coꝛrin. viii. qui cum 5 = 2 I 1 Je ſeintt auch vxoꝛe eſt) wer bei feiner frauen iſt der han — neſſung die ð ſeelen wol de t ſoꝛg was not in ein nen vnd achten ſie glider ires leibs als ſie Opꝛach ð her sa Martha / mar auch ſeint / vnd wie ein glid ſoꝛg tregt für iſt l (Luce. x.) Ex ſtra das ander / alſo ſie voꝛ andere menſchen⸗ igkei ie als Paulus ad epheſlos.iuii.c, ( Sollicite ſbetrũbt was vnd murmlet / wie man ſoꝛeg ſeruare vnitate pes In vineulo ſpixitus .) ueltig ĩſt on narxheit / wann man zeltliche x diſſe ſoꝛgueltieit ge hoͤꝛt den pꝛela⸗ teten ʒů / das ſie ſoꝛg tragen für ir vndthon fürauß in geiſtlichen dingen darnach in ꝛeltlichen vnd zytlichen / aber wee vuß zů ur nferen zeiten / niemans forget me für dy . E für dẽ ſeckel das der 35 > vnd der feelen wan es gelt bꝛingt das iſt / laſter aß e vmb des u dem anderen ſo ſeckels willen (i. roma. vii. cnipꝛe eſt in ſeint etlich die vil vnniitze frag haben /oy ſollicitudine thobias.) Da fein ſun nicht ſeint von diſſer narren ſchar die ſel man widerkam da het er ſoꝛg fůr in. erkennen in diſſen ſiben ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſcheliſt ſoꝛg haben wie man zeitlich A| She vberkum vmb des leiſt l ende willen / das ſeint die / ding beſtelt als mittel zů den geiſtlichen dingen vnd in beſtellen der zeitlichẽ ding verſaumen fie nit die geiſtlichen ding. Paulus ſpꝛicht.(volo vos.) i dz ir on ſoꝛg dient ia on zů vil ſpꝛicht glofa« | meiſter ſtraffen laſſen. Alſo ſpꝛicht dan Deein anderer meiſter auch/ der delt auch/ð fiert auch / alſo lert vnd ſtrafft fie keiner ⸗ Mon beit Narren die zeitlich gůt lieber haben dan ir eigen Beil das iſt ein boͤſe ſoꝛgfaltikeit von derẽ ſtot (ec. iit. peccato.dedit deus.) got hat dẽ finder geben ein peinigung vnd vberfläf fige ſoꝛg / diſſer mẽſch iſt gleich einer ſpin⸗ nen die merglet ſich ſelbs vß / ſpinet vß ir em gederem ein wep das ſie fliegen fahe vnd bꝛechen fie doch leichtlich die wep. Alſo das gemũüt der ſelben menſchen ma⸗ chen ſich ler aller weißheit vnd gerechtig⸗ LNNVI ren legen groſſen fleiß vnd vil zeit daran vnd die froſſen ſpeiß zů bereiten vnd die ergettigen wie ſie groſſe empter vberkum men vnd der gleichen ( pꝛouerbi. xi. ex⸗ pectacio ſolicitoꝛum peribit. Von der fierden ſchellen. keit zů erkennẽ in ſubteil weg zůbetriegen die einfaltigen vñ werden ſie doch gar lei⸗ 2 mn‘ chtlich zerſtoͤꝛt von dem goͤtlichen vꝛteil Von der andern ſchellen. Die anð ſchel iſt mal si wil ſoꝛgen vmb des zeit⸗ lichen. Es ſeint etlich die ſe⸗ zen nit ir letſt end in dz zeit⸗ lich gůr aber fie wöllen es haben für mic’ woꝛt / es ſei gehöͤꝛt / geleſſen oder gebloſſen das er es nicht wurtzlet in dem gemüt / ab er wan ein menſch vmb ſoꝛg willen dz zeit lich gůt nit verſomet die geiſtlichen ding die ð ſeelen noturfftig ſeint / aber er würt gemindert in andacht iſt tegliche ſünd/er ſamlet hew / holtz / hanffſtengel ( lingnum ipulam. im noch zů tell werden. a. Re ¶ Item wan man ein bapſt kroͤnt / foi Er Von der dꝛitten ſchellen. einer der hat ein groſſen kugel werck vnd art . . . das zünt er an xerbꝛent es vnnd ſchꝛeiet ER Die Oꝛit ſchel iſt heiliger vater alſo zergat diſer welt glo 0 = ſoꝛghaben wie man die fünd ri z Mürtz burg wã ein biſchoff da in keit . Averbeinge / alſo ſeint ſoꝛguel AA ig die weiber wie ſie ſich zie⸗ / ek goꝛt von einem gelerten man ſagẽ er hieß callſtenes wie noch ein wele wer on diſe welt da ſpꝛach er / õ we mir ich hab diſſe welt noch nit vberkummen aber die beid welt waren nit gnůg / vnnd ließ ſich beniegen mit einem grab das was. vii. ſch ůh lang / darumb iſt das ein groſſe nar⸗ heit / alſo zůſtellen nach zergenglichen din en de nit mer dan ein augenblick ſchein en. Die nar erlei geſtẽĩñ von farwen / fragten in vᷣõ welcherlei ſtein er fein grab machen wolt marmalſteini / damit wolten fie in erſchꝛe cken das er nit ʒů vil ſtoltz würd von der gloꝛi. o thettent die roͤmer wan ſy et em ein triumph machten vnd in auff ein em wagen vmb fürten / ſo můſt der nach richter im nach gon das er daruon gede mũtiget wür d das er gedechte N ein nach richter noch fein meiſter würde / er moͤcht / fo gat er in wüllin vnd barfůß vnd bloß⸗ n haupts iſt gegürtet mit eine . ein it | . Die. xxm. Schar dieb werlich die gloꝛi der welt vnd mit dẽ fleſch heuw graß vnd wie ein feltblům . Iſaie. iii. Die einfaltigẽ menſchẽ feine graß / die eren menſch feine die blům / ia welcher gloꝛi der menſch ein blům ſei / iſt dꝛeck vnd ein wurm.) Machabe. ii.) Er viller menſchen iſt ſeidin cleider tragen⸗ ſeidin würmen machen / ſeidĩ ſeint hie võ würmen dꝛeck. Von der fůnfften ſchellen. NS forg haben vm deineneris ſche ding. Es ſeint etlich EN 2 die ligent tag vnd nacht in ratſchlegen / fie meine fie ſeient gar witzig als des keiſers nar ſůcht hernach vo han fen von tilligen in dem ( x vi. ab. c. ſ.) wen ſie lang ſich beſint habẽ vnd faſt betracht fo ſoꝛgen fie vnd bekümert fie das die geß barfůß gon. Seint gleich den haußuet tern die vmb cleine ding / als ſant Bern⸗ hardns ſpꝛicht / die groͤſte ſoꝛg haben / vnd wan ſie ſchon groß pꝛelatten ſeint wie vil leib bꝛot ein mut koꝛns geb das müſſen au ch inen ire knecht verrechnen / aber võ der zal der ſchellẽ fragt niemans / es ſei dẽ vm̃ des ſeckels willen das es gelt trag. Von der ſechßten ſchellen. 27 Sie on. ſchel iſt — oꝛg / iſt vmb frembde ſach⸗ den die ein nichts angon / ſie nemen ſich frembder ſach⸗ en an deren ſie wol mũſſig giengen vnnd verſaumen ir eigen ſachen / nicht reden ich von denen die bꝛüderliche liebe dar zů zw ingen ſoꝛg haben für andere menſchen in ir widerwertigkeit von denen voꝛ auch ge ſagt iſt. Es ſeint etlich die woͤllen alle ding ebnen alle gaſſen ſüberen. Ein weiß menſch ſol warnemmen das er ſich nicht mer frembds dings annem den in oꝛden lich weiß heit feiner vnunfft. Es můß es etwan einer thůn es iſt nit da mit vß ge⸗ richt das er ſpꝛicht / als in Terentio ſtot / was gont mich frembde ſachen an. Von der ſibenden ſchellen. Die.vii.ſchel iſt ſoꝛgen von zůkünfftigẽ din gen auß vnhoffnung. Ee ſeint vil menſchẽ die habent ein vnoꝛdenliche foꝛcht / ſie meinẽ wan ſie thetent das ſie got hieß vnd in ge botten hat / vnd thůnt das ir auch dar zů wan ſie nit der ſelen heil etwan verſaump ten / ſo verſehe fie got nit / das feine groſſe narren. Sag an got hat dir groͤſſeres geben dein leib vnd feel on dein ſoꝛgen / was ſoꝛgeſt du dan daran / dan das er dir das minder auch geb / glaub mir thů ſein en willen er wũrt dir geben cleider / eſſen vnd trincken / als vil als er erkent das du noturfftig biſt / aber nit als vil als du nar begereſt / er wil kein iunckern auß dir zie hen. Ja ſpꝛicht mãcher ſitz biß dir ein ge⸗ bꝛatten taub in das maul flügt / ich ſag ni cht von bꝛatnen tauben ich ſag von dem teglichẽ bꝛot das dir not iſt / ich ſag auch ni cht von ſitzen / ich ſag du ſolt nit zů vil ſot gen das du darumb verſaumen wolteſt der ſeelen heil / arbeit vnnd thů das dein verlag yberige ford. Ho mich noch mer got der Ber verſicht Niung die minder fein an du biſt / on ſoꝛg / als den vogelen vnd den gilgen vff dem acker / er ſpeiſſet vnnd cleidet ſie / vnd du trüweſt got nit / vnd er er achtet dich hoͤher dan dy vogel / er wũrt dich nit ſpeiſſen vnd cleiden / wan du hal teſt ſeine gebot vnd thůſt nach menſchlich er ſoꝛeg. Es gehoͤꝛt nit zů einem ſun zů | Hon boꝛg Narrẽ vertrauwen noch einem criſten menſchen ſeinem vatter vnnd criſto das er verſe⸗ he ſich vnd ſich vnnd den ſun verlaß das iſt ein heidiſch gemüt got nit trauwẽ vnd er wil ſich ſelbs verſehen / würff diſſe nar ren kappen hinweg vnd diſſe heidiſch vn treuw / wol dem vatter zů dem du teglich ſchꝛeleſt. Vatter vnſer der du biſt. . Er iſt mechtig / er iſt nit hart / er iſt nit vnwif An dem ʒinſtag nach Mitfaſten hat der hochgelert do ctoꝛ Keiſerßberg ge⸗ pꝛediget. Von boꝛg Narren. 2 — >= SU, RP * S — 3 se NN u u ENTE 8 ER ER ID 2 x 75 Eye | 10 3 Oꝛdenlich wolget der andu ſcharen nach / die habẽ zů vil ſoꝛg die letz 5 LXXVII ſen / er weiß was wir bedoͤffen /er hat lieb / er wil vnß zů hilf umme, . 5 at wechtig / er mag vuß zů hilf kummen we rumò trauweſtu im nit / es iſt kein andert vꝛſach dan der glaub der in dir iſt vnn d ein cleiu vertrauwen dz du haſt in fein ma cht / in ſein gütigkeit /in ſein weiß heit / da rumb fo ſpeich (ad auge nobis domine fiz dem.) laſſen vnß got bitten. . ben kein ſoꝛg / diſſe narren erke an zweien ſchellen als zwel geſchlecht feine ie ſchuldig (ſunt peccuniali um peccanialium) gelt ſchuld vñ ſünden ſchuld. Von der erſten ſchellen. vm̃ luſtes willẽ ð hindert ſich ſelbs T iii Die. xxnn. Ichar am luſt wan er nichts gůts weder iſſet no uber erkennen / er ſol im auch nichts gebe ch trincket wan wz er alſo vff ſchult nimpt ſagt das keiſerlich recht / wan da geb man ſol nit vil anders menger můß er nemmẽ den ſůnen vꝛſach ire vãtter zů toͤden vnd was niemans wil / was ful verlegẽ iſt / ſei/ vmb zůdꝛingen · Ed wer gut Jas man es geren bꝛochẽ ꝑein / het er bar gelt ex kauff⸗ Tess enten en aucb Jas rec hielte e ſotich fran Hit den ungen geſelen vf ires ben wan einer ein roß off boꝛg kaufft vñ Uher e alen Jen drr onen " müß eo vmb zwei gelt nemen vnd laß fein lichen ſachen wi tem wer wil alles das fie das nit achtẽ / fo iſt doch ein foꝛcht vᷣbel erzelſeñ das kumpt daruon das man ein ſcham in inen dy ſie truckt. arf alſo gelt entlehẽnet / Item da iſt vndanck Ant vff Ne ſtraß gon /er foꝛcht es kũ barkeit wider die / die dir leißen wan ren einer leherren einer wan er dan etwã vß ſie das ir wöllen wider haben ſo haſſeſtu gat / vnd im einer bekumpt dem er ſchul! fie vnd kauffen fintſchafft mit irem gůt / dig iſt ſo ſchampt er ſich vnd gat ein an da iſt ſterilitos vnfruchtbarkeit / wer inn dern weg oder er weiß nicht war er ſol / er ſchulden iſt die moͤgen niemmer begrůn⸗ würt rot vnder ſeinem antlit / vnd da vᷣ; en oder vff grienen zweig kumen ſo lan lauffen vil ſünd. Itẽ er iſt in lãgẽ ich hab ſie ſchuldig ſeint. Sie ſeint eins iars zů — — euch das zil nicht mögen halten / wann er frü geboꝛen alles das fie gewinnen iſt als nit weichen kan / ſpꝛicht der vñ diſſer ſolt voꝛ geſſen bꝛot. Item ſie verdꝛiiſſet zit ar mir gelt haben geben hat es nit gethõ / vff beiten / wan ſie wiſſen das innen nicht dar ſontag wil ich es euch ſicherlichen gebẽ . E uon würt / ſie müſſen was fie hüt vber kũ Vnd ſagt ein lügen vff die andern / gleich men / moꝛn den ſchuldnern geben / ſeint ſy wie die hůren thůn / wan ſie eim zů haben ¶ achter als ſelig das fie innen geben dz fie geſagt / vnd ſeint zů einem andern gangẽ es nicht verſauffen vnd ſchuld bleidt fon anne d Ne 15 25 ö er. - „fo verlengern zů besalen das das zil nicht Item er gedeckt Wie kummer / die wolff eſſen kein zi es kmu⸗ erin betriegen mög vnd lang vmb treibẽ / net die ſtund vnd der tag dos es bezalt ſo er ſchuldig iſt in gleich zů bezalen doch můß ſein / haſt du es nit in dem gelt man ob er verkauffen ſolt was er het. Item Werkaufft dir dein gůt / hauß rat vnd wz —. — ich geſchwig ſteles / ſpiles vnd anderer laſt du haſt / he ſtu nichts ſo bezalſt du mit des Me nem leib vnd mit deinen eeren / du kum⸗ meet aller welt in hals / iederman wechſi en das maul mit dir. O wie vil herſchafften groſſe perſonen ſeint durch ſemlich weg vᷣ per ſtuben doꝛden vnd vmb gekert / das ſichſt du yn er darmit einer vnder ſtot zů vberku tem durch ſpilen vnd ten land kaufftent koꝛn von dem Joſepff mochten es nit bezalen / darumb haben fie des künnigs eigen liit ſein / pharaonis. aller wut zůſammen 5 tem das groͤſt iſt noch dab inden / das ein ſun gelt vff nimpt vff ſeines vatters dot / der alt vnd ſchwach iſt. Welchem ſun alſo gelihe ¶ Ja ſpꝛichſt du was fol ich thůn wann würt / wan er den fun vmb die ſchuld für ch in ſchulden bin /thů als der weiß Sa⸗ gericht an nimpt / ſo ſol man nichts dar / lomon ſpꝛicht ( pꝛouerbioꝛũ. vi. fili mi.) Allem vo: teil manchẽ kauff man in vil edlen / die in egix | "gel verſpꝛochen etwas deinem nechſt⸗ en vnd mit der hand verheiſſen / ſo biſtu In eim ſtrick onnd von deinen woꝛten ge⸗ fangen / loͤß dich felber/fun lauff vnd rüff dein fründ an / deine augen ſollen nit ſch⸗ laffen / loß dich ſelber als ein wiſſenlin od ein eich hermlin. . Alſo haſt du die | erſt ſchel. * Jie nach volget nun von 5 der andern ſchellen. Bie ander ſch⸗ el iſt die find, Es ſeint etliche menſchen die ſün⸗ den von ir kindheit biß in die iugent biß in den alter vnnd alſo mißbꝛauchen fie die gůten vnd lang wartung gottes. Du ſprichſt feine fünd ſchuld / ſeint wir lemans ſchuldig ʒůſun den / od iſt lemans vnß ſchuldig zů ſünden. Ich ſpꝛich in de⸗ ren weg kein /aber darumb heiſſen fie ſch⸗ uld / dz ſie vnß pein vñ ſtraff zůleidẽ ma⸗ chen ð / ſchuldig werd / ð finder wider got der iſt ſchuldig helſche pen zů leiden / es ſy dan das er gelediger vnd abſoluiert werd von der fünd die ſchuld / vil menſchen hu fen vnd got wartet inen ob ſie es bezalen wellen. | Ja ſpꝛechen fiegort iſt gůt er begert ni chts. O nar wle dick hat dir goit in ein oꝛ geblaſſen. (Redde quod debes.) Gib das du ſchuldig biſt / aber du haſt got keĩ antwurt geben / oder ein geben Cras cras ‚Mom moꝛn fo wil i h penitẽtz thůn/hab gedult mit mir / ich wil dich bezalen vnd er hat ietzund lange iar gedult mit dir ge hebt vnd haſt noch kein ſchuld durch pe⸗ 7.7 Gon boꝛg Harrẽ LXXVIII nitentz bezalt / vnd alſo ſamleſt du zoꝛn vber dich nach hertt Nabe er (ad roma. ii. capitulo.) 46 iſt ein ge⸗ recht vꝛteil aber zůſtreng dem menſchen meinſt du darumb das got die ſtra lengeret das ſie darnmb n it a af falt fo vil er lenger wartet/ſo vil herter er ſtra fen würt/ ye ferrer einer ein armbꝛuſt ſpã net /e hertter der pffeil hin ein gat. ht verziehe biß in den alter /n i biß gleich dem i der Ber fier roßlinveine hieß brünlin, das ander hieß replin / das du hieß ſchimme⸗ lin/das fierd hieß graumenlin/ der bauer ſpart die dꝛey roß / vnd ließ fie ledig gon / vnd die burde legt er alle graumenlin vff das von im ſelber ſchwach was. Alſo feint wir die vier ro ‚feine die fi er alter des menſchen. 1 Zene⸗ n das grab / da hat yegliches roͤß lin yeglicher alter fein burde der peni⸗ tentz die es tragen ſolt ftir feine find / ab⸗ er es tregt es kein roß/ſie woͤllẽ es alle ſpa ren 115 in das ar das graumenlin fol es als tragen /in keinem alter woͤllen wir penitentz thůn. Ja wan ich nun alt würd ſo wil ich penitieren / wan du dan alt bi ſo magſt du nit faſten / man můß dir die ſupen an das bet bꝛingen / du magſt nicht betten du entſchlaffeſt daran / das graw⸗ menlin iſt võ im felber ſch wach /alt / kale Sd blod/ fol faul. &. n der niemar s verlengere fein eza lung der peniteng biß in fein alter. Ein groſſe L iii An « * ni — * ey) DR, an / LK (= | 1 * 2 x Xin, Dſe. xxix. char narheit in dem dꝛeck ligen vnd nit ſchnel vnd bald widerumbvffſton die ſünd iſt der groͤſt wur, Ein moß der ſünd hat den luci fer alſo vngeſtalt gemacht der ð aller hüb ſcheſt engel wʒ / dẽ du ietz on foꝛcht nit anfeßen magſt / vñ wie vil ſün de haſtu gethon Item felt dein el ſel in den dꝛeck du Bilffeft im bald herauß / vnd du bleibeſt vil iar dar in ligen / das clagt ſant bern hart. Item wã einer fiel in ein tieff waſ fer vñ ſchwüjm noch enbor / er wer aber vnſicher wan er zů grund gie ge als ein ſtein / einer der im nit zů hilff kem der wer ein nar / vnd voꝛ auß wer der ein nar wan man im zůhelff kummen wolt vnd er ſpꝛe⸗ ches iſt noch nit ʒelt verziehent dle penitentz ſo bũtet man im ein bꝛet das er auff dem bꝛet herauß kum nach dem ſchiff bꝛuch / wan peni⸗ tentz iſt das ander bꝛet nach dem ſchiffbꝛuch / der ſünder wil dz bꝛet wir nemmẽ datumb iſt er ein nar / oð er erwifcher zů vil ein clein bꝛet lies mag im nit auß helfſen oder er verlaßt das bꝛetlin ee er zů lant kumpr / darumb ſo iſt das ein gro ſe narheit nach dem vnd ein men ſch off das bier iſt kummen das er das bꝛet verlaßt vnnd mit willen widerumb in das waſſer felt / dein hauß beine mit dem feuer ð fünd vnd du nar warumb ſoꝛgeſtu to nit zů loͤſchen /o got wir tragen für in vnſerẽ geren vnd im bůßen vn ſere ſeiten ſeint offen von dẽ feuer / man ſicht ung das gederm / der eiter flůſſet herauß / noch fo woͤl len wir erſt raten ob wir das feuer woͤllen loͤſchẽ / weleher nar thet das feinem hauß. Darumb lies ben bꝛüder laſſent vnß nit fein von den boꝛg nar ren / nit laſſen vnß vermoꝛnen / laſſent es vnß be zalen die ſchuld die well es tag iſt / das wir moͤg⸗ en hie gnad gottes erwerben vnd doꝛt ewig gloꝛi. Amen. An dem mitwoch na ch Mitfaſten hat der wirdig do ctoꝛ Relſerßberg gepꝛe diget.etcetera. Von win ſchenden Narren. a — v7 VER EEE N Hon wünſchendẽ Narren LxVn Allo was ein kůnig der hieß im dae fa chſtein vnd vꝛſach ʒů den ſünden. Sag hunger ſterben / wan wein vñ bꝛot ſo bald na ein tochter Jacobs wart verfelt vonn er es mit dem mund anrůrt da ws es gold dem ſichẽ wa ſy her kein kropf noch hoger Diſſe narren mag man erktnnen mit on wiltu mer Bösen was du begereſt. Du bes zal ſchellen / nach dem ein ieglicher etwas gereſt ein blůmlin dz bald dür wůrt / hüb wünſcht. Etlich ſtont in franciſco petrar ſche weret nit lang / ð rot mund würt bald cha . li.. de remediis. auß denen hab ich ſi⸗ blauw werden/ dein har würt bald fallen ben kaufft. du würſt kal / das ioch bleibt dz du würſt Von der erſten ſchellen. grauw 1 = antlit vnd ſtirnen DEN . mwürt gerũtz let als ſei man zacker da gan N Die erſt ſchel iſt gen / dein ſternen äuglin Werder ein a BI begeren wünſchen lang lebe cken vo: inen haben / deine helffenbein zeñ D J nar du weiſt nit waz du be werden gelb. &. Es iſt noch vil. was mer A dgereſt. Seneca ein lang lebẽ es würt der tag kumen wan du in ſpiegel iſt vol arbeit ſeligkeit / wünſcheſt du geld / ſeheſt du kanteſt dich ſelber nit mer. vngeſtalt /ſi e in den on der dꝛitten ſchellen lidern zůwerdẽ / kurtzer gedechtniß / n Rn : e en burde eben ieð ns X Fre, ill. ſchel iſt ner haußfrauwen den kinden vnd zů dẽ And wüͤnſchen groſſe eigne hüß⸗ er / o wy wer es mir fo ei gro aller meiſten dir ſelber. Begereſta lang zů leben ellent pein vnd alle tag reuw ongli ckoliß den ſelben petrarcham am ſelbigen ort / da findeſtu was du wünſcheſt / ſo du lang leben begereſt / ein edel (Bon Tract lich ding. Hoͤꝛ zů du wüinſcheſt dz du het x } der es nit beſſer hat vnd baß wont in ein? teſt ein tůch voꝛ den augen ein ſtrick an dẽ em weiten hauß dan der in einem engen mer erkennen was war iſt / du kanſt der wie weit ein hauß ſei / aber wie frölich vnd m 77 5 mmer nach volgen oder hochflie fridſam man darin leb . Ton quam late en in dei ſchen dur hübſ. e gehindert woꝛden an Udreit, S Eumpt dick dad in eins ty gũtem vnd ſie zů dem fal bꝛacht. Item nigs palaſt iſt groß arbeit vnrůg / trau⸗ bübſche bengeren / iſt begerẽ ein groſen ſtru rigkeit fo in den hůtlinnen iſt růg frend 4 1 . uf er 4 bula eſt. als ouidfus, v. meihamoꝛfe. Der an was hat gemacht das Helena von pa 5 kůnig begert das alles was er anrüret dz ride genoͤtiget ward / was bꝛacht Lucrece es gold würde / das geſchahe / da můſte er am zů dem fal dan ſchoͤne ires leib B i 5 il» fl? Kae Al / nit weiß was er begert iſt es nit ein koſt / vnd ſtet die haben ein geſatz das iſt das mo | e Von der andern ſchellen. 2 Die ander ſchel ——— iſt wünſchen hůbſche vnnd Töſſer eer das kripflin Jeſu het vi gerade des leibs / wer das be grab vnd hero dis koſtſich hauß iſt eerloß gert der iſt ein nar / wan er pichſtu het ich ein weit hauß / hüſſer / 85 inem gemüt. Es ſeint vil men Ted quam lete Gabitas. )iſt not i der Ted füſſen wan dn hübſch biſt fo kanſtu nicht auß wan man fol auch nit rarnemmn nd } XV. Die. xxvl. Schar vnd frided we eng iſt menchem in einem weitẽ hd ß ho ſpꝛich ſtu het iſt ein eigĩ hauß o nar du magſt hie kein eigin hauß habẽ ewiglich / wan du biſt ein bilger hie ein cleĩ zeit es iſt bald die zeit das du auß ziehen můſt / du meinſt du ſeieſt hie burger / du biſt vmb ein zins hie / es kumpt bald die zyt das man dich nackendig auß dem hauß tragen würt. Von der fierden ſchellen. Die. iiii. ſchel iſt IE 8 el chen koſtliche hüſer dy das begeren feine wol narrẽ N wer des blunders vil hat / ð hat ein ſtoͤtẽ kriegit allein mit dẽ diebẽ au ch mit den müſſen / milwen / ſchaben / roſt ſpinwep / ſtaub / raub / regẽ / diſe ding ſtrei ten alle wider dich / o ir reichen liſttigẽ lüt wa mit / mit was gewer wellẽ ir diſe feind alle vber winden du wũnſcheſt in groſem haußrat / begerſtu vil arbeit / dein geſchir möffg etwan dick widerumb beſehen /zelẽ ſchůtten / feltlen / zůſammen legen / reiben vnd erlũſtigeſt deine augen werden dar⸗ zů betriebt vil hauß geſchir habẽ iſt groß hindernis haben. Von der flinfften ſchellen. Die. v. ſchel iſt kind begeren / wan du kind begereſt ſo begereſtu eĩ ſoꝛg RR meiſter geboren werd der dich ler dz du nie gewiſſet haſt / ia was iſt das es iſt ein for cht / hoffen / gelupt / thůn / verheiſſen dẽ hei ligen / mit dem ſchaden lereſt du / in einem kurtzen leben lange ſoꝛg tragen. Item du lereſt wie einem vatter iſt dem kind ſterb en mitleiden mit im zů haben / item ler vil zů ſchaffen haben / mancherlei anfahen. Item ler zů dem letſten ander lieber hab en dan dich ſelber / ler inbꝛünſtlich lieb ha er lewe lieb haben. 1 was du begereſt / ſo du kind wünſcheſt clei ne kind cleine fo:g/aroffe kindgroſſe ſog (vide franciſcum pꝛetrachã deremediis. Von der ſechßten ſchellen. Die. vi. ſchel iſt mwünſchen vil vogel die da ſin 5 gen vnd ſchwetzen. Warzů be — IA gereſtu vil vogel / dauben / vñ andererlei das ich zü eſſen het / darũd win dert mich nit mer das du „ haſt / ſo die vogel nit ſicher ſeint ter iſt vnnd ſicherer / himmel euwer fraß vnd ſchleck hat ſunden / iagen / fiſchẽ / vog len / es iſt euch nit gnůg das ir vogel faße die die natur frei hat geſchaffen / ir beſchlie fen on behaltẽ fie erft darzů. Ach wie er es fo vil beſſer das it . fpeiß eſſent vnd lieſſen die weld den wilden thieren / den fiſchen das waſſer / vnnd den vogelen den lufft / deñ das ir ſo vil fleiß vnd ernſt koſten darauff legen / hettẽt ir fo vil fleiß vnd ernſt gelegt vff tugent ir weren lang volkummen geweſen / hetten tugent in eu ch beſchloſſen die weren nicht von euch ge eren Buß wei/ flogen nieman hette ſie auff gefangen. V ai / groͤſten vff zů ziehen / des frucht du nim⸗ mer nüſſeſt / oder ſpatin deinem alter oð erſt nach deinem tod du der frucht iffeft o Du nar. Item du begereſt das dir ein Ich wolt gern vogel haben die da ſch⸗ wetzten vnd die da 28 18 lerchen /na chtgallẽ / ſittekunſt / rapẽ / atzlen / võ diſen voglen wolt ich dir wunder ſagen / liß ſel⸗ * Hon weiſen Narren LXVII ber den petrarcham vnd marcro⸗ gib vnß. E. Diſſe ding follen wir: den vnd bium aber vf die mal ſpꝛich ich zů was man wůnſchet oder begert on diy ig iſt euch das wort Salomonis vſque als nerriſch / darumb ſo laſſen vnß fein m quo / wie lang wöllen ir kind kindli gůtem friden vnd woͤllen alle ding den che ding lieb haben. Y ir blinden goͤtlichen willen befelhen der ſei laſſent die vogel ir gefert machen geſegnet ewiglich.· Amen. niſten / ſpeiſſen / ſingen / irren / hebẽ N ir enwer gemüt off zů got / nit li⸗ gen ſtetz alſo vff dem ertreich vñ An dem Ounrftag nach erſtont mer zů vogel werden den g Mitfaſten hat der hoch gelert do Br 3 cto: Keiſerßberg % Von der. vinſchellene . pꝛediget. — . FE 7 1 Die. vii. Ich) ei üiſt wün ſchen gewalt Von ſtudier Narren. vnnd gut reichtumb dy ſoꝛglicheit dy ding * + 15 vff inen tragen mag man nit yetz auß legen die ſtund iſt bald vß dz euangelium iſt lang geweſen / wer es aber wil wi ſſen der leß franciſ⸗ ö nn petrarcham der vil ſchellẽ hie 34 fe uenal iagt das ein e . IR IE ſy in einem gefanden leib. En a 6 den glauden vnd nammen geben beer e ich helden herfůr ʒiehen. Es bum ‚dat: 1 1 celſtus Vd ler diſſe narren was ſie ſollen wünſchen/ſie follen wünſchen da ſie ſollen begeren / wan was man von got ſol bitten das darff man auch wol wůnſchen / was ſeint ab⸗ er die felbigen ding · Es feint die ſiben / bit in dem Pater noſter Be heiligt werd dem am 756 kume deln eic Lell II N werd auff ‚erdtreich als in dem Himmel? Zib vnß hütt vnſer teglich bꝛott ver⸗ S ———— 8 IN 8 8 — I ah —— Die. x VN. Schar ö ren Laruß. Sie leſen lieber ouidli wie mu dx Br et frawen lieb fol gewinnen / vnd wy man ſy ſtudier nare, Ich ſpeich mer vber kum / vnd pꝛepercium vnd tibullum kund onnin ndieren wan den zodomltam nienias heiſſet die ſich / wer niczlich dig ſtudiert da iſt nichts wei ee peieſter i N 1 1 \ ſers / aber die andern narren die fol man 958 ma 975 In Ay un erkennen bei . iv. ſchellen / findeſt du in den u del el endet were a len. aug hefe ne are palette ern Von der erſten ſchellen, crimen eſt / hec JIheronimus.) 6 £ Die erit Ichelift Von der fierden ſchellen. gramatica zů lang vn Bi REN 1. ie. iii. ſchel iſt Es ſol einer vil zeit verze / ( quadꝛunia ſeduci die. li Donat / Caſualia / Inpꝛima IR 2 I: kunſt ſtudierẽ geometria me pꝛate leren de regimẽ gti caſus t. v. lar ſol E ſen kunſt / zellen fingen vnd einer mit den kinſchen dingen vmd gon · geſtirns lauff. Es ſpꝛicht ſant Jheroni?⸗ Von der andern ſchellen. mne (3 J. diſti. noueris loicam.) leren 95 A Hel iſt wan recht moͤg reden vnd erkennen was & 8 Fr ; 5 | e! 15 e 1 27 fe va bene ae 06 ; . 7 2 en war 1 7 2 it iin iſt noturfftig in allen kunſtẽ 3 9 1 je ;ůleſſen die geſchrifft on verſton / die pꝛo⸗ | ica hat in gemacht in pheten/glauben dem euangelio / die apo vll ſtucken irren / wann er ſich verließ vff ſtolẽ weiſſen hec Ihero. Es iſt darneben g 5 i sten zimlich zůleſſen / oꝛatoꝛe 111. EN as Ge ph wen irn mans narheit iſt das /es iſt ſpotlich / zů der ee gryffen / vñ ein ſtathalter/zům weib wellen legen der bei ir ſchlaff / das iſt ein fluch. (Deute.ii.ca.) wen es damit ge⸗ nüg wer ein verweſſer hon / ſoms E etliche vꝛſachen vilbenefic a haben / chtein ley auch pfrunbden haben was aber vꝛſachen ſeint diſſe die wüſſen die / die oder frauwen / es moͤcht ein fraus die burde der pfrunden vff inen tragẽ / aber mit zehen verweſſer habenn / vff zehen * r | ä ee Hon beit Narren kirchen. Ich frag dich den ver weſſer den dl/su dar geben wilt / eintweders er iſt m. der gůt den du / oder alſo gůt als du / oder beſſer den du. J f er minder gůt den du N ſo ſeit die vernunfft / das er nit iſt da hin zeſetzen / iſt er aber als gůt / oder beſſer 0 du / warumb haſtu den zwů pfrunbden / vnnd er keine. Von der dꝛitten ſchellen. wer eim vil beneficia zehabẽ ein erſamẽ / fo nẽm̃en aber d . geittigen/ vnd liebha⸗ ber diſer zeitlichen ding / ein evempel der geittigkeit daruon ⸗ 1 iſt es vnbillich Es 8 etwa ein ding billich / an einer per ſoñ / das an der anderen perſon vubillich iſt / alſo hie in gelerten leuten die do ſoltẽ fein geiſtlich / ein aug der kirchen ſtot übel irdeſcheit / vnd die maß der geittigkeit. O wolte gott das fie warnemẽ / die vngeſtal ten vilen pfrumden / vnd wie vil dauon betrogen ſeint. Zum erſteñ / ſo betrĩegen ſie gott / ſie berauben in der eeteni / vnd ſei nes dien fts / ſie ſolten gott zwifẽltigen die nen / für zwei beneficia /o habent ſie nicht me den ein dienſt. Jům andern / ſo neme ſie dem leib der heiligen kirchen ein gelid ab / als wen man dem leib des menſchen ert „Die gie der heiligen kir die fuß abhanwet. Zů dẽ dꝛittẽ / ſo betrie gen ſie etwann ein armen pꝛieſter der ſolt deren pfrunden eine haben. zum vierdẽ / fo betriegen ſie iren verweſſer / er hett die LZXVI arbeit / vñ fie nemẽ dẽ lon. Sum fünfte/ feine vnderthon von inen ſchneidet er die fleiſchlichen ding / fo er inen nitt feier die geiſtlichen. | Von der vierden ſchellen. Die vier d ſche iſt. Es feintiren vil die vil - aben / vnd meine es ſei inen recht / gli Ile ll edel / oder doctoꝛes / odet denen diſe bꝛuch lich feint in weltlichen / vnd zeitlichen fa, chen / aber die edlen / vnd doctoꝛes ſollent wiſſen das man nit mit inen diſpenſiert / angeſehen ire perſonen man ſicht an den eiligen kirchen lich ache / wan wen mã diſpenſierr vmb würde der perſonen / fo geſchicht es vmb des gemeinen nutz wil⸗ len / wan ein gelerter mag der kirchen nu ger fein der gůt / vnd gelert iſt / den zehen vngelert dlener / vnd ein edler der mech⸗ tig iſt / mag die heilige kirch / vnd ir gere cht baß helffen beſchirmen wen vill bur; nd nützlich der heiligen kirchen / vnde Ip werd ſſitt vbertretten dis moß ires adels villeich iſt es recht dz ſie me dẽ anð nemẽ chen ſeint die ẽdlen vnnutz — ſchedlich mit irem boͤſen evemplẽ / fo dun ckt mich es ſei nit recht nutz für ander ha⸗ ben von der kirchen / ſo die 1 nutz En chen / vnd ander auch / od \ \ Die. xxvm . Schar . hat won ĩnen. Es ſpꝛicht Lombardus / er zů der hellen iſt weit / vnd ſpacialich / vñ woͤlt nit haben einfi perwer / der im ein na vil gondt dẽ ſelben. (Matthei. vii.) Aber — ctcgal fieng / vnd er ein hůn eß / alſo gott die poꝛt zů dem himmelreich iſt eng / vñ dier herr wil auch nit habẽ in feiner kirchẽ Jas er vil koſten het / vnd kein nutz / dar⸗ umd die die meinen fie möge wol vil bene ficia haben / wan fie witzig / vnd mechtig ſelent noch der welt die lert geitrigkeit / in der falſchen vngerechten wag der geittig⸗ keit / da wegen geiſtliche ding nüt / allein gelt / vnd gel werdt / ſant bernhart / redt von den geittigen pꝛelaten / ſie feint die be ſten ſchetzer / vnd vßtreiber der gũter / wã von den beſten gütern haben fie die min ſte ſoꝛg / vnnd von denn minſten dingen die groͤſte ſoꝛg. Von der fünfften (Bellen, | zz Bietunfft ſchel | = iſt ein vßteilen der kirchen e gutt. Es ſeint vil die meinẽ IR is ſie moͤgen wol vill beneficia haben / wañ ſie teilen das gůt wol vß / vñ zer achell. Item es if pꝛechen / das er wol vß gibt feinen lon / er muß bey dẽ am rechten ſton / alſo ein ſold 56 auch ʒefeldt lrgen / der das ficia vf leader en gen / Ind wie ſie fundiert fein Von der ſechßten ſchellen. Die ſechßt ſchel wenig gond im nach / kein gewoͤheit mag ſie beſchirmen / darnach iſt die meinung der ſemlichẽ doctoꝛes / vnd der fürnemſte iſt die ſicherer die ſagen / das dem niemer me heil werd / der. ii. beneficia hab / da ie glichs im genůg wer / die ſchloß red iſt ge? macht woꝛdẽ / zů pariß zůzeittẽ. (Guillel. epiſcopi pariſieñ.) In die ſchloß red Gabe alle doctoꝛes / yn verwilget ʒzwen vßgenũ men hieß einer / Philippus was cõcellariꝰ us / der wolt verſůchen / vnnd erfaren ob man mit.ii.beneficia möcht behalten wer den ward verdampt / von dem haſtu / in ſpeculo exemplo. Vnd ein andꝛer doctoꝛ der ſuſt frum / küſch / vnd erber was / der allein vmb der vꝛſach verdampt warde / geittigkeit hat ſie verblendet / das ſie der opinion warẽt / alſo leſen wir võ eim ð all wegẽ ſagt / vñ pꝛediget / es wer ei rodrflind ii. beneficia haben die weil er nitt me den ein beneficium hett. Aber da er noch ein pfrund vberkam / da ſpꝛach er / es moͤchte wol fein / aber es moͤchte keiner verſton er hette den. ii. beneficia / O we wie ellẽd leut das die den ſoꝛglichen weg gond vß geit tigkeit / den ſo vil gůter heiliger man vol ler rauber / vnd moͤꝛder liegẽ / vnd voꝛuß ſo ſie ſehen / das fo vil gelerter man Beste angefangen zegon den weg / aber zů dem letſten haben fie in verlon / vnd haben die pfrunden vffgebẽ / vnd haben nit gethoͤ⸗ ren ſterben mit vil benefieia. Von der ſibenden ſchellen. Die ſibent ſchel iſt⸗ hoffen in diſpẽſieren der eee —. OT az . e it ſton vff gewonheiten / vñ d vff den opinionẽ der docto⸗ les, du weiſt wol das ð weg e pꝛelatẽ / welche daruff hoffen die hoffen / vnd leinẽ ſich off ein roꝛſtecken der vnder inen bꝛicht / vnd N | | L Me 7 Dr ER rt L=, e N u . ( NT ce 7 8 TR 0 2 nr 0 2 —— medien — Hm and ae 0 / d ‘ 1 Hon freuel Narren LxXII = gont die ſpꝛelſſen inen in den leib / bitten das er vns verleyhe / nach diſem lebẽ das die diſpeſierũg des bapſts iſt nüt. ewig leben. Amen. vert / waz nir ein vernunfftige v: ſlach da iflyDiegoxins Lex nend CV | 15 namens ward Miese Lb er 4 91 1 ne 1% von v m gewalt { pẽſierẽ mo⸗ 1 Heeger . 9 „Am rel She Sum 3 2. 85 2 rg e 2 RER ER RN 5 Def 2 Nu * e N / An dem ſamſtag Judica nach mitfaſten. Von freuel narren. ſie nun durch hoffart / nüt deſter minder iſt ð fie hatt / nitt ſchuldig wider zekeren / Lader empfangen - n facion der ꝑꝛelaten/ das mode gas einer vil beneftcla habe / wañ pꝛelaten alle din recht / vnnd wol thetten / ſo Kerr der Bear Jesu nt geſpꝛochen / Marthe. xx. ir Tolle nit thun nach iren wercken / Ber al Ya Bu ni grob das ich nit ꝑüſſe das lx vß⸗ teiler ſeindt feins gůtz / ia zůbeſſe / rung der menſchenn / nitt zůarger weiß / wa die notturfft heiſchet ze⸗ diſpenſieren / da mag man ſiever ſpꝛechen / wa ſie nutz bꝛinget / da iſt fie lobliche gemeiner nutz / ſage ich nit eigner nutz / wann deren keins da iſt / ſo iſt diſpẽſierung nit gůtt aber boͤß / laſſent vnns den herren % GREEN Die. xxl. Schar Ze. xrix.narren gal ſchar / iſt ander freuelich vꝛ⸗ teilen. Ich ſpꝛich mer geleich freuelich / wã nit alle die / die vꝛteilẽ ſeint narrẽ. Es ſeint etliche gemei⸗ ne perſonen / die geſetzt ſeint zůurtelſpꝛe⸗ chen iren zůrichtern / vber das volcke die nach gerechtigkeit recht vꝛteilen / haltẽ oꝛd nung des vedhte das ſeint nit narrẽ/ abe das volck vꝛteilen. een das fie von feifcher ſeint darnach menſckenn die ſchlüge / er ſpꝛech das iſt ein todtſchleger diſe finden nit / fie ſeint auch ni s ſeint darnach ander die vꝛteilen von ſicheren zeichen / vnd die glauben mögen. Als wan man fraw / vñ man nacket / vñ allein bey einander funde / vnnd einer ſie teilte vnküſch / das iſt auch kein ſünde / aber es ſeint etlich die kein zeichen oder nit genůg zeichen haben / vnd vꝛteilen ander boͤß on not / das ſeint die narrẽ in ð ſchar vnd erken ſie in ſüben ſchellen. Von der erſten ſchellen. REN vß keinen zeichenn anfohen z weiftẽ vs der gůte eins mE cſchen/ das iſt ein cleins ſchel iſt ein leßliche ſünd / wan fie kumpt vß menſchlicher bloͤdigkeit / vnnd won vnd nit ein vꝛteil Bei ſeptimo) vnd kũ eiẽ vꝛſachen pelcht/ctũs Th Ju 98 erſte võ eigner boſhelt / er ĩ "Zum andern / ſo kumpt ardwon von boͤ⸗ | ſem aunſt / vnd boͤſem willen/fo.einer ger gen dem anderen hat / wañ einer eim find \\ift er neider in / ſo mag er gar leicht etwz ein groſſe ſünd / wañ es godt wider goͤtli⸗ Die erſt ſchel iſt beſtedigen das es alſo ſei ſpꝛicht gloſa, i. o vꝛteilt er ander auch 5 eccleſiaſti.x. akk rteilt alle andere auch narre · feßen das er in verargwonet / wan leicht? lich gelaubet einer das er begeret / alſo wis derumb / wañ dir einer lieb iſt / ſo glaubſt du nit leichtlich boͤſes von im. zum dꝛit ten / ſo kumpt argwon von langer erfar / ung / darumb ſeint alt leut arg wenig / wã ſie haben vil erfaren / vnd was ſie andern gethon haden / das truwen fie andern leu ten / ſie ſeint in dem ſpittal auch ſiech gen legen / vnd haben ir roß auch in die trẽcke geritten / ſie wiſſen wie die iungen frawẽ anfechtung leiden die alte männer habẽ. Von der andern ſchellen. Die: ii. ſchell it von dlei nen zeichen für ein ſicherheit den anderẽ boͤß vꝛ teile / er haltet in feinem ges’ mũt das er boͤß ſei das iſt eigentlich geur t ilt / wann vꝛteil treit ein fleiffen ſententz vff im / ſeit nicolaus de lyra / vnd das iſt che / vnd bꝛüderliche liebe / wan er greifft got in feine gewalt / wann heimliche ding zeurteilen gehoͤꝛt got zů / es iſt wid bꝛüðli⸗ che liebe / wañ er yn verſchmecht / vnd im vnrecht thůt . Sant Giegentusfehzei) bet von eim heilige er af fine/wie der geutteilet ward von Totila er wer vol weins / darumb das er rot ba⸗ cken het / veracht in / aber er ward herteg argwõ nit möge meĩdẽ / wal wir mẽſchẽ ſeint / ſollẽ wir doch kein vꝛteil vellen / vñ Coꝛinth. quarto. Von der dꝛitten ſchellen. N Die dꝛitte ſchell — ii ſtroffen võ cleinen seiche, IE, Es ſtrofft etwañ ein richter eĩ vß cleinẽ zeichẽ lot in toͤtẽ Hon freuel Narrẽ LXXII ault ſelbs. ii. regiũ. vit. n e | et / das ſie nit ſaͤhen diẽ ſecher / aber allein die ſach můſten fie hoͤꝛen / darumb d ſie | PL 7 3 Ms da er zn dem volck redt gots vꝛt hell evo⸗ di. xxl. Job. ix Got verhenck feinen richtern ir angeſicht. Es hond etlich ſtet | Italie lobliche gewonheit / das ſoliche vꝛ⸗ heil vermitren bleiben / nach dem ander fißt fo erwoͤllen fie ein richter ein frembdẽ „,,. der in der ſtat niemane kent / vnd im nie mans zů gehoͤꝛt / der bleibt etwan ein zeit lang / zwei oder dꝛü iar da / vnnd wan et nan groſe ſachen kummen fo vꝛtheilet er — nit darin / er bꝛingt die ſachen voꝛ für die elteſten vnd weiſeſten der ſtat / was er da ir bꝛecht/ da gieng es von flat. Jund die antele/ Jie gieſſen ſich 1 kl hen d fe a: Bent weren ale Nr alten romer die rl anutwurt geben / wer etwas zů im 3 2 Eye boͤß thůt / ſo ach ken ſie in fein lebtag boͤß / ſie woͤllen in vᷣdammẽ die weil er lebt / mei⸗ nen nit das er ſich niemer mee beſſer / ſo man doch beſſerung ſol hoffen die weil eĩ menſch lebt /ſoliche menſchen verlaſſen dem rech ich vff ein regel in de fo ber rumb getrüwen. Item ich beſoꝛg daz diſe ſchel vll an in tragen / die einem vbel getrüwen vmb ei ner ſünd willen die fie ven inen geſehen hond. Aber die ſie von einẽ ſchalck etwan gehort hond / von einem erſamen vñ frü⸗ men / vnnd iſt gar ein wunderlich ding heut ſiheſtu ein ſůnð / vber achtte kert er ſich /alſo auch in einem⸗ 95 fo ſol man im niit boͤſes meel Lin Die, xxlx.ſchar 515 vnkeuſcher deberden/fo gedenck? er es hit mit voꝛthei nd mit wol betra⸗ tem 11 tthũt / funder ongefert anhin / gedenck auch das er inn ſünd gefallen iſt von groſſer anfechtung willen / vnnd iſt er gefallen / das er auch bald widerumb mag vff ſton / ſunder ſo er es nit vß boͤ⸗ fer gewonheit hat gethon. Von der fünfften ſchellen. Sie fünfft ſchel iſt. Von einem boͤſen ſie all 8 7 boͤß achten. Wann einer in ie einem dloſter etwas thůt /es ſei frawẽ oder man cloͤſter / oder ein pfaff etwas thůt / ſo vꝛtheilen etliche die ande ren alle alſo / ia ſie ſeint all hůren vnd bů ben / das iſt ein freuel nerriſch vitheil. Item es leit ein huffen feſſer da oder dinckel / darumb etlich ſpꝛuwern daruon gond / darumb achteſt du nit den gantzen huffen das es ſpꝛü wer ſei. Item darumb das der rauch zů dem kemmet vß gat / ſo weneſt du es ſei nüt de rauch in der küchin / füer vnnd anders iſt auch da. Item was narheit iſt dus / dz ein reich man bꝛingt vß einẽ trog ein hů⸗ fen guldin / darunder findeſt du ein böfen guldin / ſo weneſtu er hab nũt dan falſche guldin in dem trog. Itẽ darumb das ein pfeiff diſſoniert in der oꝛgel / oder ein ſenger vnd den ſeng ern meinen das alle pfeiffen nüt ſollẽ / da rnmb das Judas boͤß was / meineſtu da rumb das ſie all boͤß ſeint geweſen wie er Item wa vil vß einem cloſter angalgen lauffen vnd apoſtatieren / da ſol man ſich vermeſſen das es hart beſchloſſen iſt / vñ gerefoꝛmiert / vnd das der ſpꝛüwer von einem kernen laufft / das er deſter reiner ſei /künt er ſein boßheit in dẽ cloſter trei⸗ ben /er lüff nit daruff / wan wa kein refot / matz iſt / da bleiben ſie bel einander. Von der ſechſten ſchelen. Tie ſechſt ſchel — it. Sich gůt achtẽ/ die an | ee Sl deru all boͤß. Als ir thůn BER vñ hon wiſſen fie seglofier ren on verſpꝛechẽ. Aber and menſchẽ ge⸗ ſchicht nit alſo / ſie wenẽ die genad gots / 2 fie ſpꝛechẽ ð iſt ſchuldig an im ſelbs woꝛ er hat vnmeſſiklich glebt / ð and hat fi vber ſoffẽ / dẽ dꝛittẽ hat dre v feiner ſünd willẽ / vñ ð gleiche ſagẽ ſie / vñ fürẽ yeð man mit feiner naſſen herftir / ab er ſich ſelber nit / vñ wiſſen yedman fein garn zůurtheilẽ on in ſelber. O nar leg di fe meinüg võ dir ſelbs nið ſie iſt falſch / denck an dein vᷣgangne ſünd / wan du nit weiſt ob fie dir verzigen ſeint oð nit / biß auch in gedenck dz dein gegen würtigkelt mit ir gerechtikeit eine vnreinẽ tůch glei⸗ ch iſt Vñ wz vor vnſern augẽ gerecht ſiß einet / voꝛ got mag es ſünd ſein / gedenck ws zůkiinfftig iſt / biſt du ſchon yetz gere cht / ſo weiſt du doch nit wie du dein leben K ende würſt / die kugel iſt noch nit gelegen ſie lauffet noch inn dem kegelring vmd/ Wer wolt glaubt haben das Judas der Apoſtel vzweiffelet / vñ ſich ſelbo geßhenck het / vnd Maria magdalena vñ Paulus vñ der ſchecher ande crũtz behaltẽ werẽ Yon pfrünt Narren I 3 "7 Yon Ierfibenden ſchellen. = Die ſibẽd ſchel ift. Ferllederlichen fein eige ee virßeil/die habend fo vil zů as ſchaffen mit andern leuten LXXIIII B bꝛũder mit foꝛcht verbꝛing deine ſachẽ Es iſt mit dem ey auch alſo vnnd der I deine heil gedenck was ð Ber [puch hennen / vor iſt es ein ey darnach ein hůn die offnen ſünder vnnd gemeinẽ dirnen lin. Item als groß vnd erlich er in dem berden euch voꝛ gon in den hymel. hymel iſt/alſo er 26, Item a € encken eines todres as kei K BZ roi n i in 5 Lachen / das ſie ir felbe gantz vergeſſen / wunder / wan es ſſt ein groſſe ſünd vnwir So doch ein yeglicher menſch an dẽ abe diklich ieſſen/ſie werden zů gleichet den . ſich ſelbs vꝛthellen ſolt / wie wol es gůtt luden / die in hond getoͤdtet / todſchleger / wer das es ein menſch dick thet / ond in ¶ dieb / hond frid an dem tiſch / du haſt v ſiunderheit in diſer heiligen zeit der faſtẽ frid in dem ti Cıiffi, 3 wie v ſo ein menſch zů ſol gon / wan velcher es Ver dem daz lebẽ / iſt der tod d 68 nit thůt / der wirt groſſe ſtraff leidñ. On gut im ſche 8 i mie oder wauon fol ich mich wirßeilöyvon vsiftere femme / Johannes der tenffer S yweien ſtſcken/ von dir ſelbs / zů dem an etsifteret das er ite ee den die ſcheittel N 11 dern von criſto. 5 Nun zů dem erſten ſo vꝛthell dich feld ber / von den vergangnen dingen / von laſſen zu gangnen dingen / fer dir urd nitt ge⸗ eine füſſen / vnnd du würft Den gegen wertigen / vnd von dẽ zůkünff Ei et fenzüeffe den g anten leib Criſti/ ngen dingen. Zů dem ei von den v Maria egipciaca ein mals mit weinendẽ ö er für dein augen noß fie das heilig ſarament / vnd Angeſicht / vnd alle rt vnd ſteet wa du ge du kenſcher mit ſünden iſſeſt den heilige füuͤndet gaſt/ vnd zũße darus wie dick du leib alle lar ein mal/etwann pꝛieſter dit vVnkeuſcheit haſt volbꝛacht/geſtolen / den in der wochen. feirtag gebꝛochen / den faſtagen gebꝛochẽ | vnd beicht die ding den pꝛieſtet᷑ clarlich A Za dem andern fo erfar dich von zů N dem mõötag voꝛ kiunfftiger zeit / haſt du noch ein willen zů dem Palntag. fünden vnd vꝛſach noch bei dir zeſündẽ 5 Iñ dem dꝛitten von dem gewertigen DEN das du habeſt andacht / ſo du zů wilt g Von beittenden Narren. des gem üto / reinikeit des leib. Von dẽ . il la ber fe ) Be/ . i F se der mensch des 55 fi Die. xx Na ren ſchar ch vnd beſſer ſich. iſt ( Specrancii) Beit narren/ Zl andern ſo halt ein vꝛtheil von Cri Sretne man mitt ſto den du entpfahen wilt / gedenck was vler ſchellen. ſt es /ev iſt got vnd menſch. Vo: dẽ ſegẽ ſt es brot / noch dem ſegen iſt es Criſtus, Von der erſten ſchellen Die erſt ſchel iſt ver ehen fein beke rũg vo fünde zů got l Diſe ſchel iſt ſo groß das ſie nit al⸗ N lein mag vß geſpꝛochen werden / ſie mag nit genůg gedacht vnd betracht werdẽ. Iſt das nit ein groſſe narheit / das du alſo in einem ſoꝛgklichen ſtad lebeſt/ in dem die goͤtliche gerech⸗ tikeir ein bloß ſcharpff ſchwert hat hangen ob dei nem haupt / zů zertheilen dich / dein feel don dem leib zereiſſen / vnd dein beſſern theil die ſeel verffẽ in die bell / vnd allein von ſeiner barmher gigkeit das ſchwert ein zeit haltet / ob du penltens woͤlleſt thůn. Siheſt du auch nit narr das du biſt in mit ten deiner feigent / vnd dich nüt vor inen beſchlr⸗ met / dan eln gleſin wand / das iſt dein leib / ſo het ren ſie dich / ia dein leib iſt die gleſſin wand / vnd bloͤder vñ krencker den ein glaß / wider das glaß D RT arm. Warumb weneſtu geet / warumb verlengereſtu den weg zů verlan / vnd laß ſein das der weg ſchon geplaſtert vnd mit ſteinen beſetzt wer / ſo iſt doch an dẽ vßgang des wegs die hel finſt ernis vnd pein / darumb fo betra cht den weg vnd ſein end vnd be ker dich / chůn das zwiſchen der hellen vnd tod ſün⸗ den iſt nüt den dein leib. Sarũ ſo ker den rucken von der hellen vnd ker dein angeſicht gegẽ der heiligen ſtat Iheruſalem dem hi mel zů got deinem herren /laſſen vns fliehen von diſem ellent mit chriſto dem fun gottes. Es iſt einem knecht ein eer ſeines herren mit erb ſein / der her wartet dein mit allem hymeliſchen hoͤꝛ / Laß ſie nit lang warten / ſie wartẽ au⸗ ch dein zů gůtẽ dingen / wan zům hymelre ich / Be er e te / kumen ir geſegnetten beſitzen das teich. Man wartet auch def su froͤlichen vnd ſüſſen dingen / auch in diſer welt ( iugum enim) Hen ich iſ es füß, vnd meine, u u —— — — —ä6nũ . — - — —ͤ—— = = — ne men — . —— ( — — . —— —— — Me * l sòſchen nit dẽ geiſt / er moͤcht villeicht her kum. Es iſt nit weit verſum es nit / dz bit Non beit Narren LxxvV burde leicht / lauff bald die weil er dir rüft Ferame7 wan ſolteſtu dein oꝛẽ beſchlieſſen / er doͤꝛ dir moꝛn nit me rüeffen / Eſaũ der fand nit ſtat der penitentz / wiewol ers mit wei nen begert. (Hebꝛeos. v li. wer weiß me berůefft wer nach nit me anzůndt werden / darũb ſtãd vff / vñ far in das himmelſch iheruſalem Ja ſpꝛich ſtu wa iſt ein ſchiff in dẽ ich dar ter moͤꝛ iſt dein bittere rew. Es iſt das rot moͤꝛ / durch ſchamhafftigkeir / durch das die kind von iſrahel giengen in das vᷣheiſ fen land. Abẽr pharã oft ſie darã hinderen/ alſo der tüffel wil vns auch an 0 geiſtlichen dingen hinderen / vnnd damit kel dem wil er ſie decken /villeicht ſo wiltu x er dich betrieg / ſo haltet er ſich als ein mũ !eund nit beichten / du meinſt villeichter Abs: / ter gegẽ irem kind / ſo er iſt ein ſtieff můt⸗ fie hernach baß an dẽ tag zelegẽ / du felſt / ya ter. Ein mũtter wañ ſie ſicht ie kind wei) wan ein rechnung jo vilfie lenger verzo / nen / ſo wil ſie es troͤſten / ſo zeigt ſie im et? gen würt / vnd man ſie nit vß zeichnet ſo was luſtlichs / Alſo 5 5 eim ruwer der vil man medergißt / alſo wer felren beic t 1 ſich beſſern wil / dem zeigt er die kurtzweil e diſer welt / ſpilen / tantzen ac. Der gleichen die mã ietzund nach oſtern wider anfohẽ würt / das er die dem rũwer zemůt bꝛing⸗ vnd bꝛinget dir yn deine gedechtnüß den luft der vergedenenſünde / vnd erſchꝛeckt dich / vnd machet dir ein vnmůͤglichkeit / du moͤgeſt die penitẽtz nit verbꝛingẽ noch erharren / vñ durch ſemlich mittel rot / als z dir ſpꝛicht das wort, Kaye. x vl. Quie⸗ d was erlichs / was froͤlichs hatt der ſchalgk Sc vo der tüffel / dein gaſt gethon / das du in fo net alſo deine augen auch / aber acht du lag herbergeſt bei dir / nun biſtu doch wol der woꝛt nit ſitz in das ſchiffle / eins chꝛiſtẽ inen woꝛde was ſchades er dir hat gethõ / lichen lebẽs / vnd vbung gůtter werck/ da in deinem leib / vnd in der ſeel / vñ in dei⸗ wirt got dein ſchiffman fein biß du kũpſt nem gůrten namen / vnd wie er dein her⸗ 5 951 i berg gerumet hat von allem gůtten / v zů dem poꝛt des ewigen heilo. wie biſtu ſo 1 ee behalten wilt. Ein groſſe narrheſt Thꝛi⸗ Hon der anderen ſchellen. ſtum den herren empfaſtu im ſacrament | zů oſteren in eigner perſon / vnd ele * Die. xxx. Schar in / yn feinen glideren / ſo du ein armẽ her bergeſt / vnd du gibſt ym kum ein tag her berg / vnd dem teuffel gioſtu herberg me dan ein iar. Ein gaſt dẽ du empfaheſt in gotz namẽ / ein armer der ſtinckt nit allein mit Laʒaro fo ex vierteglich iſt / er ſtingt am anderen / oder am erſten tag / vnd der teufel ſtinckt, dir nit fo er ierig iſt / wie biſt du alſo ein narr dz du nitt kanſt ein thür vff thůn da kein ſchloß an iſt / damit du enttrun neſt vß eim ſemlichen turn / vnd gefengnüß die thür on ein ſchloß iſt dein mund / dz wiltu nit vffthůn zů der beiche das du ledig würdeſt. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛit ſchel iſt — verziehen / wer ein beichter iſt we } gefein der weißt wz ſchades n keren verlengert / ich wil geſchwigen zu dẽ ichter an kum wider zekerẽ fo vil lenger du es behalteſt / das thůt es nit me geliebet / fo vill es harter von ym ge⸗ helden würt. Item von langem wider keren / ſo kummen ſo vil hindernuß dz es niemans gelaubet. Item es kumpt das dem / dem man fol widerkerẽ der ſtirbt / vnd du weiſt nit ſeine erbẽ / oder der / der wider ſol keren der kumpt an ein anð oꝛt ver aweg / vnd hundert ding fallẽ daryn das nach langem boͤß iſt wideren im an⸗ a fang wer es gar leſchtlich zůͤgangen. It du verzüchſt es biß zů dem todt wider ze keren / dañ ſo bephilhſtu es deinen erben / oder den teſtamentarien / ach mein gott / vnd herr weiſtu nit das falſch vngerecht vnnd mißbꝛuch diſer ſtat / das niemans nach würt gelon / am letſten teſtament ze machen / vnd weder durch gott nach der eeren über. v. ſchilling ſtraßburger pfen nig / vnd laß fein das einer frei aweg woͤl machen das doch nit iſt / vnd ich weiß wz ich ſag / was meinſt du das deine erben / oder teſtamentarien wider keren / ſo du es ſelber nitt haſt gethon / nitt gang über die bꝛuck du falſt ſuſt yn das waſſer. Von der vierden ſchellen. Die vier d ſchell iſt hoffen lang leben das iſt ER ein ſchaff ſchel / vnd gibt dẽ ee dꝛeiẽ etz genãt ein ſterkung. Es iſt ein ful pfulment / darumb ſo wil⸗ tu dich nit zůgot keren du wilt nit beich / ten / nit widerkerẽ / ia das du hoffeſt noch daran zůewiglichen leben / vnnd verlie⸗ rung aller güter / vmb luſts willen / vnd vppigkeitt diſer weltt hoffet hernach ſich zůbeſſeren. 5 7 „ * x 1 “ x * 1 . reer. d Frau 59 „7 * ER ae FH — — — 4 * * 0 AN en — 4 = . * 0 — 2 7 — —— — EZ — — - Fi sn Dünen need. Me Beten rer Zi _ na nn En —Fü—ü—ü—ü—ͤ—ñöͤ— ͤ ——k——̃— Ar Non beit Narren hellen gerapt, Er finger Hr di S wirt den nar |: 5 f (ren an / als es Je narrẽ gie | gene ö leben verhieß⸗ wolt ſchüren / vnd keller weitteren/zů dem ſpꝛach ð herr B narr hinacht mon die tüffe 5 en | 30 © jolidiz | fei ſt der tenoꝛ im geſang /d ren dꝛeyen ſchellen / wiltu dan ietzund den vß deine oꝛen / vnd loß was / Op feneften, Der rap vff dẽ tach diſe woꝛt afne uß / wã ſy 9 hüß / vnſere feelen ſeint das ein ſůnderin iſt / ſo iſt ſy verlaſſen võ 75 Er 1 e rade einer ſůndtlichen cs Ja was me ð herr ſtott an der thür / vnd klopfft an das man im widerumb vff the / er wöl widerumb Binningen. (Apdcalipſis in, Eg ſtõ ad hoſtium). Aber es iſt niemantz darin der vff thũe / vnd ein ſemlichen gaſt empfahe⸗ warumb / da hinderẽ die anderen gethoͤn / vnd geſchꝛey das man got nit hoͤꝛt ſchꝛeiẽ die voͤgel ſchꝛeyen yn den fenſtren / vñ die rappen off dem oberthür das du got nitt hꝛſt am hertzen klopffen / was ſeindt die voͤgel / es iſt betrachtẽ glück froͤliche din I 0 das l der diſ⸗ 1 | hei Yndekteu t mit leidlicheiten / leticie e gedenckt heut beker dich / nit verlegers me / nit veracht ſemlich ding / vnd der ge⸗ leichen ſchꝛeyet beſunder in ir / wie moͤchte ſtu Jeſum hoͤꝛẽ/ſo fo vil vogel geſang da iſt. O rapp cras cras wie vll haſtu sis der anias Jingt vo® cantane 1 0 5 du nit lan wann ẽ ein ſtund / etwann ſterben ſie ſo balde fye geboren werden / vnd auch etwann in mis ter leib. LXXVI die nach kumpt/ e den vergang⸗ chlit kertzen die bꝛent gleich hell / ſo ſie noch lãg iſt / vnd ſo ſie biß vff den liechtſtock küpt aber ſie bꝛent nit fo lãg / nun wer einer ein narr der da hoffertig bey der kurtzen ker⸗ tzen wer / ſo ſchier kein vnſchlit me da iſt / ale wan ſie noch nit halber 5 were. er leblig keit biſt. Es iſt aber nitt als vil vnſchlit da die i iar die du en zeleben Baft. Es vil iar vil vnſchlit vo: mir / gedencke aber bꝛůder / das vil me weg ſeint ein liecht zels ſchen / denn vnſchlit manglen⸗ cht zen 5 e t ettwan von eim wind Etwann ſo loͤſt mans ſo ſt noch vil vnſch edarffſtu dich auch fc 8 als wolzals ein ch nit ein iung kind eins tags altt eben mitt ein tãg / etlich nicht ben / au Nü 1 ver? = f ng miß dein leben vß⸗ nitt nach der zeit als gůtt 0 1 lar alt biſt/als da du xv. iar altt geweſen 29 icht. 8 8 vnnd Ki noch Be Die. xxx. Schar | i 8 reitzet vnd kam darzů das ſie irẽ A m zinſtag vor dem Ben vmb bꝛacht wolt Babe ver tag. Von hůet Narren. Juuenaleʒ. Itẽ am. ii. bůch regũ 0 viii. ca. Da verfelt vnnd ſchandt Amon ſein eigne ſchweſter Tha mar. Nun gang hin / vnd bepfilß dein fraw zůbehüeten deinẽ bꝛü deren / oð andꝛẽ fründen vñ helß fie wol behüetẽ. Es iſt kein freũd ſicher voꝛ dem anderen / dann die můtter voꝛ dern fun, fie ſeient de vol tüffeln / doch ſo weißt mã võ emiramis zeſagen lyß die cro nick die vff vnſer frawẽ huß leir. Von der anderen ſchellen. * 5 ander | ſchel iſt / dein frauw U ir můter / oð ð iück rawẽ bepfelhen / ze hüeten meinſtu narr / das ſie iren eebꝛuch meide vmb deren willen / wenſtu ſo ſie es gethon het das ir mutter / oder dein kellerin geleich zů dir lauffe / vnd ſag / ſie kunnen . wol ſchwigen / fie künnen ir auch — ö wol darzü helfen / vnd darnach ee Bin verclüegen. Als eim kauffmã ge⸗ N Je. TEIL. HATTE ſchar N ſchach der was miied/ als bald er ct. (cuſtodientium vxoꝛes) hüet nar kam da gieng er zů dẽ bedt / vnd Sen, die da meinen irer frawen zehů N welt růwen / da ſaß der bůl neben en das fie frum ſeient / vñ thůnt ein dem bedt mit groſſer foꝛcht/ð fra vnnutze hůt / vnd erkens ſie yn ſüben ſchellen. wen můter ſpꝛach /tochter du ſolt ö das bedt nit machen / wir wellent voꝛ vnſerm huß wirt zeigen / das hübſch/groß bꝛeit tiſchlachen / dz wir gemacht habẽ die weil er | ift geſein / vñ thettẽ es vfffpanne ym für feine augẽ / da giẽg ð bůll hinweg Binder dẽ tůch / zů ð thür vß / der huß wirt ſpꝛach / vñ lobtz voaſt das es alſo hübſche thlerlin | het / hund vnd hirtzen / vñ ſpꝛach das iſt recht / wie künnẽ ir fo woll | * . 4e Von beit Narren la ſpꝛach die alte wir künnen noch hübſch ers machen dann das iſt / alſo leget er ſich vff das bedt růwen. f A :trupen niemantz / fie wöllen der frawen ſelbs hüeten / darum fo belei⸗ ben ſie daheim / vnd müeſſen die frawen auch daheim beleiden / vnd am hoch zeitli⸗ chen feſt / fo andere erſamen frawẽ / zepꝛe 7 2 a 2 kliockt wol. wan fie nit frum LXXNVI &, (Vide in parabolis antiquoꝛum la⸗ cius.ca.ii.) Von der vierden ſchellen. Sie vierd Ic iſt der frawen gemeine freud J hoch laſſen. Er ſeindt etlich m̃an ner die günneñ iren wei beren alle freud / gan zů allẽ woll leben zů allen tentzen vnd meinen / ſie werden min der angefochten / alſo bei den leuten / dan wan ſie daheim vff yn ſeſſen fantaſieren / vnd boͤß zedẽckẽ / o narr wañ wiltu witzig werden weneſtu das / das ein artzenei fe Bin sam feur gon / wie ſtot in / Terẽ lo würt fie gantz 4 e m venmene/ was | añ badtſtuben / vñ groſſe feur / da fo vill fiegenaßran ein aul gebunden. Ee kam ein waldbzijder 5 eins mans huß / begez bꝛant ſeint / mit ſchwebel übergoſſen / als J E r k J ö 1 1 . thůn / mitt den geſellen / | 9a ) | | iren bůlen die fraw / da der hußuatter wi er man vß dem huß kam / ſie berůfft | derkam / da fach er dẽ der Binder der huß Tp 5 er yn argwon hatt mit ſei⸗ aw / an ein ſul im Buß vnd leit er ſich ſch ner frawen / er ward zoꝛnig vnd band ſein | laffen / die frauw ſpꝛach zů irer nechburün | | die wz ein ſchererin / liebe ſtane ir an mein ſtat biß ich widerkum / vnnd band ſie an ir fiat, vnnd gieng fiesä dem bůlen / Ja ruft der eẽmañ feiner frawẽ an der ſaul / die ſchererin doꝛſt ym kein antwurt ge der man ward zoꝛnig / dz ym fein weib nit ant wurter / ſtůnd vnd ſchneid der frawe an der faul die naß ab / vnd ſpꝛach dz hi vnd mannen heim / vnd auch gůt geſellen A ) ſch·angeſicht bꝛing deinem bůlẽ / da fie wi) münchen / vnd pfaffen / vnnd ire freund / we derkam von irẽ blen / da ward fie wider an die ſaul gebundẽ / da es moꝛges ward band er ſie vff / vnd ſahe dz ſie ein naß hat ſpꝛach ſie got hat mir meĩ naß widerũ laſ ſeu wach ſen / zům zeichen meiner vnſchuld 2923 vnnd trurigkeit. Von der ſünfften ſchellen. ©7 —= zwungen gemeinen freuden / ſo laden ſie geſt frawẽ fo treibt man gůt ſchwenck / man iſſet vñ trinckt / vnd macht man ein kurtz tentzle mit diſen dingẽ / wil mã den frawẽ kurtz weil machen / das ſie frum darumb belei ben weiſtu nit / das es als vm ſunſt iſt / ili aſſen gon zů Die. v. ſchell EN Die. xxx. Schar man müM der gunſtheit / vn ein anderen weg behũetẽ / du wenſt / ſie ſejent deine ges ſellen / ſie ſeint deine gemeiner / ſie ſchẽden dir dein weib . sie (2) — 3222 Von der ſechßten ſchellen. Die ſechßt ſchel 8 iſt / ſie woͤllen den frawẽ ſel⸗ An 7 ber freud machen / ſie wöllen ren frauwen gemeine freud nit ginnen / vnd wöllen inen felber fleiſch lich freud machen /yn wol eſſen / vnd ein ken . me weder der eelich ſtot der ee /er⸗ eidẽ mag: Aber Me Hit iſt auch vmb fü ie weiber werde alſo nit erſeĩget / die vn⸗ Füſche weiber Teint deleids eim Kan / wañ Hein henn kumpt off ein huffen weiſſen / ſo ißet ſie nit dz koͤꝛnle / dz vo: ir leit / fie ſtot zeſcherrẽ / vnd wil das aller vndereſt koꝛn haben was me Pioner5id. Y vx.) ſpꝛichet en mag / vnd das vierd ſeit nyemer me hoꝛuff. Von der ſübenden ſchellẽ. Die. vii. ſchell iſt leider / vnd cleinet nach alle De € A luft der frawen machen / vnd VEN nochlaſſen was fie anfaht als len můtwillen günnen / vnd ge Heft fie von finnen Eummen/ fie ſagt es r můter / die můtter ſpꝛach. Liebe tochter Salomon /es feine, ing die niemantz mir wöllen vos den man verſůchen / ob er es leiden moͤcht / wie aber. Alſo dein man hat den apꝛeſſen baum gar lieb hawen ab leg yn an das feur bꝛennen / mag er dz ge⸗ dulden / ſo leit er ienß auch / der man kam ſahe den apꝛeſſen baum / am feur ligen er ſagt nüt / die tochter ſpꝛach · est er hat nüt geſpꝛochen / die můtter fp 97 ſie thet es er ſagt aber nüt / fie wolt an die ſach / die můter ſpꝛach / verſůch yn zů dem dꝛitten mal / er wũrt bald geſt haben / vnd wañ man ym beſten eſſen iſt / ſo ſtand fre⸗ uelich vff / vñ sch das tiſchlahen am ſch⸗ luſſel gehangen / über den tiſch ab /ſie thet alſo der man ſchicket noch fein ſcherer / er kam / da ließ er der frawen. ii. oderẽ ſchla⸗ Ben vñ alſo lauffen / das fie ſchwach ward da ließ er fie verbinden / darnach gedacht ſie des bfaffen niemer me / wann der man hatt ir das boß blůt vßgelaſſen. Ba ſpꝛichſtu was LE folich thũ / ſol ich durch die fin ger ſehen / nein bꝛuͤder das wer Hein andere narrheit / ſetz ander ſieter dan die / der erſt hüeter iſt / Timo? domini / —— art fact ich d hüten / ſo iſt alle hůtt verlosen / der bau⸗ wart behůt Shfannä vor 3 cht. Ja wa findet man den hůeter Lich wolt ym ein gůtten lon n | Hon Ce Narren in / yn dem tempel gotz / in der kirchen / lür dein hußfrauw / yn die kirchen laß fie diſe faften alle tag zepꝛedig gon / vnd ſuſt ym iar off die hochzeit vnd ſuntag / da hoͤꝛt ſy wie erloß der eebꝛuch iſt / vnd andere fünd me / da hoͤꝛt ſie tuget vnnd keuſcheit loben vnd ſagen / wie erlich frum frawen ſeindt vnd wie ſchandtlich eebꝛecheren ſeint / ſich zů das ſie ym Buß erſamlich leb mitt dem hußgeſiud noch gotz foꝛcht / vnd das mã — nit vnzüchtige woꝛt red. Du ſolt auch nit leiden dz dein hußgeſind leichtuertig ſeiẽt —— — — lũg das dein fraw ettwann dick beicht zů gãg erſam lich ſich becleid / als gotz geſatz. Von dem ander hüeter. Er ander hieter oder bauwart iſt / mit ir fre⸗ 8 A untlich lebẽ / hab dein frauwe iieb als dein leib / vnd als chꝛi die kirchẽ / nit halt ſie als ein kellerin 0 N ſtus Aber als ein geſellin / nit zanck/nitt krieg — mit ir tag vnd nacht halt / ir glauben gãg zů keiner andern eſſen vß eim haffen / vñ bei einander / nit biß vff der ſtuben vnnd fũl dich das du rouliſeſt / vnd fie ſitzt bey den kinden daheimmen / vnd hat nit bꝛot zeeſſen fuffser von oͤde / diſe ſüeſſe beiwo⸗ nung iſt nit ein cleine hůtt der frauwen / vnd wan ſie hoͤꝛt die thür gon das ſie ſich frew das du kumpſt / nit das fie erſchꝛeck als kem ein vnſinniger wolff. Von dem ditten hüeter. — ENG Er dꝛit hieter iſt nit geſt heim füeren / iſt dein I fraw gerecht. ſo hat fie by dir die groͤſte freud / vnd dẽ gro ſten luſt/ laß den teuffel dauß. Es iſt nitt not das ma yn an die wand mal / er kũpt on das / als man gemeinlichẽ ſpꝛicht / wer LNAVII da treit ein muß yn der teſchen / vñ ein ſch langẽ ym bůſſen für im gern / der hatt boͤ ſe geſt. Ja man ſpꝛech ich wer ein ſchmür tzler / oder ein ſchmoꝛotzer / wan ich nit et⸗ wan geſt lüede. Es iſt beſſer / o bꝛůð man heiß dich ein ſchmürtzler. dã ein guckgler es iſt weger ein ſchmürtzler ſein yn ſeinẽ huß / dan bsuten fremde eyer vß. . Von dem vierden hüeter. 2 d x IE A — rn i H bei dir dahelm / vnd bei iren kinden / dein fraw wan ſie widerumb heim kumpt von der gochzeit / ſo hat ſie ein andere ſiñ / dan da ſie vßgleng ſie iſt nitt als gůtt / ale vor nit acht / dz man dich veracht das du dein ten mit ſob Peiner gemeine deren ia ſpꝛi⸗ chſtu laß ſie nit gon / ſo zerbꝛechen fie mir wo) / \ den ofen / vnd die fenſter / du hetteſt e die fenſter vnd den ofen gantz gemacht / dan dein fraw. Von dem fünfften hůeter. r funfft hieter nit vñ ſchilt ſie auch nit / ia ſpꝛichſt du wann ich ſchon die hñetter hab / ſo beſoꝛg vñ foͤꝛcht ich / ich ſchaff nichtz· Wann man ö 7 U Die. X xn. Schar ſpꝛich / wer einer frawẽ wil hũettẽ ð godt am ſtaden zeacker / troͤchſt ein leer ſirouw weſchſt ein vngebꝛanten ziegel / vnd treit waſſer yn ein bꝛunnen Es ſolt einer leich ter einer wannen mit flehen hũetẽ / an der ſunnen / dañ einer frawen laß ſein / dz fie bei denen hůten nit frum beleib / ſo haſtu doch gethon vernünfftiglich / das yn dir iſt geſein / ſo haſtu kein ſchuld me wed voꝛ Am mitwochen nach dem palmtag. Von Ee narren. 5 7 3 0 * * 8 28 * Von der erſten ſchellen. Je. xx xn. narreſch Dee | Mr iſt der eebreßer, Ee narrẽ nit die Ederen eefrawẽ / dz iſt in der ee ſeint. Aber die / die eebꝛecher ſtint / die beten ich in füben ſchellen. | | got noch vor dem menſchẽ / iſt dir paciẽts not zů gedẽck / dz du nit der erſt biſt noch der lerft der ein hůren hett zů der ee / troͤſt dich ſelber / das groſſe leut künig vñ Rei) fer haben das můeſſen leide / wiltu weiter danon ſehen / ſo lyß(Franci. petrarch . in. li. lib. de remediis capit. xx · laſſent vnns gott bitten. ein ee man / mireiner ledigẽ metzẽ BES welfryebermai chene das iſt / o bꝛůder was groſſe narrt heit das iſt / ſich ſetzen yn ein ſolli⸗ chen ſoꝛglichẽ ſtant vmb alſo ein vnreinen kurtzen gluſt / du iunger du fra w / du biſt in ſoꝛgẽ / des leibs halb / der ſeelẽ halb / deins lobs vñ gůtẽ namẽs halb / ir müeſſen war tẽ/wa ir erſchlagẽ werdẽ / du kũpſt eineſt.ii.mal. v. mal hundert mal daruon / es kũpt die ſtũd / dz du es eis mals bezalſt / du macheſt kind vnd ſeint nit dein. fremde erbẽ ws Loſſe irrung das iſt / wüſſen die ie damit vmb müeſſen gon / o ge ſel wenſtu / das du allein lieb ſeieſt du irreſt / niemãtz ſteckt eĩ reiff vB vm̃ eins gaſttz willẽ noch kein krã mer leit vg vm̃ eis willẽ ð kremẽ wil. Vs der anderẽ ſchellẽ. N Die. ii. ſchel E N iſt / da eĩ eemã het ze⸗ ſchaffen mit eier an⸗ zwi ac eebꝛuch vñ groſſe ſünd vñ noch dẽ geſatz moyſi. leui. xx. ſolt mã fie dſteingẽ / vñ auch nacß | Ze ED ER 1 EEE ——— — — — 2 ee — = — * — Von Ce Narren LXXIX dem weltlichen rechtẽ / vnd da würt nye / umb dz man es hie nit ſtroft / das fie doꝛt mans vßgenũmen. Es fol ſich auch nye / voꝛ dem aller gerechteſten richter nit iren mans ver wundern das man den eebꝛuch lon werden empfahen / noch irem verdie⸗ alſo Bert ſtrofft / wann er iſt wider das na nẽ. Lieber wer wil hie ſemliche ding ſtrof türlich geſatz / was da wolteſt das mã dir fen / ſo die / die es ſtroffen ſolten / die regẽ⸗ nit thette / das thů eim anderen auch nit / ten / vnd pꝛelaten / yn geiſtlichem vñ welt ⸗ nun wolte keiner das einanderer ſolt ſün lichem ſtat / ſelbs yn der tincten ſtecken / den mit ſeim weib. E feine vil ma ſie lief / vnd yn dem ſpittal ſiech lygen. d V oͤ der vierden ſchellen. nũmſtu eim fein gelt / im eebꝛuch fein weib rt, — es wer eim lieber du nemſt ym hũdert gul Ye Die vierd ſchell din / dan das du ym das weib nimſt/ dar f iſt das eeweib ſelber füerẽ zů umb in den zehen gebotten / da ſtat der ee el dem eebꝛuch / oder laſſen ge⸗ bꝛuch/nach dem todtſchlag vnd vor dem E ſcheßen oder vꝛſach darzů dievſtal / iſt es ſchon minder dañ der todt geben. Es ſeiut etlich bůben die ire weiber der Beili nd got hat die ee ym ſt⸗ der vnſchuld off geſetzt / darumbd 0 mag eim ſemlichẽ ſacramẽt die vner nit geſche hen / on ſchmach gottes. Von der dritten ſchellen. I Früg 2 waſſer darneben / vnd ir huß 2 2 : rot / vnd vff die andere ſeiten ſatzt/ſy ein 7 Die DAL fi gebꝛatnen kappunen / vnd ein kannen mit S na E bꝛecher biſt / vnd deiner frawen trew/ vnd wein trincken / fo můſtu mich laſſen gon glauben bꝛichſt / du müft ſie erſt offentlich an oꝛt / vnnd ſtat da ichs ver dien / vnnd můſt ein gemeiner leiden / wiltu aber zům ir aug ſtoſſen / vñ die betrübt iſt noch me habermůß ſitzen / vnd waſſer trincken / ſo betrũben / vnd ergereſt den nechſten ð ein haſtu ein frumme frauw / vnnd will dir 8 a 5 fine vñ vn en / den ein frũme nůtzliche ding verhencken meineſtu dar) fraw mit dem waſſer krůg &. & ein Hüten entlich mitt der wein vnd weißbꝛot / da der man kam da fi eeftawen Balten. ZIT nitt. ſpach ſie zů im huß wirt / nun ſitze an wels _ F. r a genůg du nar das du ein ee ches oꝛt du wilt / wiltu kappunen eſſen on | \ * Die. xxxl. Schar UV / ſeindt d cke ander männer / die es ire TR weiber nit heiſſen / aber fie laſ ſen es geſ le gebẽ inẽ o zucht einer wol eln feummme zůcht auch wol ein vnfrumme / fie farẽ et wan von den weiberen / on foꝛcht / vnd on ſoꝛg / es gilt inen geleich / ſie haben zeeſſen oder nit. Es ijtmitein en geleich wie mireim roß. Etliche pferd die falle / ändere pferde die fallen nitt fie ſtruchen / aber die Hirten pferdt hincken / alſo feine etliche frawen die fallen durch dẽ eebꝛuch andere ſeint nit ver daruon von eebꝛuch / aber ſie haben es noch nit gethõ / die dꝛit ten die hincken / alſo feine ſchier gemein⸗ lich alle frawen zůboͤſem geneigt von iu \ \ \ \ \ \ \d qüffmMãnſchatz irem gewerb nach / damit geben ſie inen vꝛſach zeſtru⸗ chen die weil ſie vſſen ſeĩt / ſo ſtreicht ein anderer zů / wer er da heim blyben ſo wer geſcheben / alſo geſchachſeim ſchif mã / ale Pogius / ſchꝛeibt de sarenniezi gůt frãw was jung / vnd hůbſch / vñ g fie meint ix mã wer etwã ertruncken hielt mit eim anderen huß / vnnd da er wider heim kam / vnd in die ſtuben kam. ſie wz geziert mit zinnẽ / vnnd meſſen geſchirr die füche vol eeren heffen keſſel / er fraget aud / wa ir ſemlich hußgeſchirr her em er het es ir nit kaufft / ſie ſpꝛach. Es ſeint gotz gaben gott hat mirs geben. Er ſpꝛach gelobt ſei got der meiner frawẽ / ſo vil gůtz beſchert hatt / er kam in die kam⸗ meren / da waren hübſche bedt / ſergẽ / tif * ſe / vnd deſgleichen / er fraget aber / ſy ant wurtet got hetz ir geben / erlobt vnd dan cket got / darnach kam ein hũbſch büeblin von der gaſſen lauffen zů der mũter / ett wan von. iii.iaren erfraget weß das kind wer / got hetz mir geben ſeit ſie . Er ſpꝛacß darũb dãck ich got nit vmb den huß rot er hat da zeil ſoꝛg gehebt für mein Buße Von der fünfften ſchellen. AN EN hat ietz | herr alfo / mag ein menſch on fleiſchliche werck / ein eebꝛecher ſein / lert der herr dar umb ſo beger keiner anderẽ laß dich benie gen mit deiner frawen / der wer ein narr alſo dein frauw iſt dir geben als ein bꝛet / der man der frawen auch / das yegliches mag vßſchwimmen das es nitt ertrinck im der boͤſer gluſten / darumb ſo verlaß keins ſein bꝛet / weger iſt di eib keuſch zu magſt / ſof vrſach / vaſt / bet / wach liß / vñ ande libũñ die beoch⸗ Ja path ed ein aN ſie iſt vngeſchickt vnd alt / ich laß eo fein, noch iſt dir nit erlaubt dein ee zebꝛechen / das ſeint burde / vnd beſchwernůß der ee das nit die ſoꝛglichelten / yn die ſich einer gibt der yn die ee godt / du můſt pacientz haben dir ſelber ein gewalt anthůn / wañ das reich gotz leit noth / dz iſt der weg zů dem ewige himmelreich / gond den ſelbẽ, Von der ſechßten ſchellen. 0 Die lechßt cchel iſt. Es ſeint etlich die ire frauw⸗ l en fiheſch mißbꝛau⸗ | | DU chen / die feine boͤſer dan die eebꝛe⸗ cher / es ſolt kein frauw gehoꝛſam ſein. Es ſeint darnach andere wan ſie ire frauwen erkennen / ſo gedencken ſie an ein andere / die fraw gedeckt an ein andern man / das ſeint al es eebꝛüch. Von der vii. ſchellen. an ſpꝛichſt du fiegaben doch nieuen man. le haben man / fie Baby ſt ein künnig aller künig / ein herr aller herren. Sie iſt dem verma⸗ helt die du ſůchſt der dich beſchaf fen vnd erloͤſſet hat / darumb wan ein noñ oder ein e fraw dein begirt zů dir. Spꝛich als pharaꝛ⸗ | nis frauw ſpꝛach zů dem Joſeph / kum ſchlaff bei mir / ſo antwurtt ö du / wie mag ich das vbel thůn / N vnd ſünden wider got meinen her ren / durch dz mittel wolt ſanctus 1 —— Matheus wider raten dem kün⸗ nig / das er der nunnenn müſſig | ſolt gon. /"Saramd Studer ſo 5 hüt dich der geſponns gortes 7 der | her iſt ein yfferer. Er hat ſie da umb in beſchloſſen vor großer lie be du ſolt es im nicht anrüren. &. Wir wollen got bitten. ic. ö ) 25 Von beit Narren LEER An dem dunrſtag vor dem Palmtag/hat der hoch ge⸗ lert / wirdig / vnd gen foͤꝛch tiger doctoꝛ Keiſerß⸗ berg gepꝛediget. Gon wanckelmütig⸗ en Narren. Von der erſten ſchellen. \ i wu Die. xxx Schar ; erſt 5 wech ſet durch ſemliche ding me dan das ! Die : e ſchell fie erſetget werde / von der narren waren A iſt villerley hoͤꝛenn EN die atthenlẽſer / võ denẽ ſtot. Actuũ. x vill. est vnd aber ſich nüt darus . Sie thettent nit anders dan das ſie alwe ſeren. Es ſeint etlich die woͤ gen etwes nũwes goꝛtent / oder ſagten. len ĩetz das hoͤꝛen / ietz einanders / ietz den Ce doctoꝛ hoͤꝛen /ietz den ietz den Hören pꝛedi Von der dritten ſchellen. gen / ietʒ ein andern pꝛedicantẽ / vnd feint ER RL Die. ili. ſchell iſt doch nüt deſter beſſer / ſy feir alwegẽ / Jo die heilige geſchꝛifft verlaſi ſen / vñ vnnutzig ding leſen. annes in eodem / denen gad es / als fie = I paulus ſpꝛicht. Sedm tolmoth. il. ſem; e , Elich verlaffen die Beilfan per diſtentes. Diel en vnnd men bücher der heiligen geſchꝛifft / vñ hy ummen doch niemer zů der kunſt (Ja ſtoꝛien der bibel / vnd lefen die vnküſchen c == u cobi. ii. vir dupler animo.) Ein zweifelti poeten / dauon ſie groſſen ſchadenn nem⸗ ger man im gemüt iſt vnſtet / yn allen ei men / ſie thůnt wie der verloꝛen ſun / ſie fůl en wegen / aber es ſol nit alſo ſein / es ſoll len den buch irs gemütz / mit der ſchweinẽ iner fein hertz veſten / vñ ſich vf ein ding ſpeiß da inen ir himmeliſcher vatter den A eben / als ich euch dick gelert hab Exwel ſie verlaſſen / gůt weiß bꝛot für die cleyen Ar Neem ſtandt / vñ ein maß vnd ein weiß gabe der heillgẽ geſchaifft. ES impt kei | zeleben/nym ein Jug zemal für dich zedẽ pꝛieſter ð z gotz lob geſchemt iſt / die Bei | dan ein memoꝛ nit daraffter lauff fige geſcheifft verlon / vnd ob den poeten flagteren/ vnd 5 bꝛuch in vnnutzigẽ vn / Iſiegen die ſtrofft / ſctũs Iheronimus / ma ö uernunfftigen freuden / oder trurigkeiten / a meſſealch le en / nitt vmb luſte wañ dz hertz iſt wie ein vffgebloßne blas pillen / aber wan an erwẽs nügliche dar tern / die da ſchwimt vff eim waſſer die ie yn findet das daruß zeziehen. tzund nn Kran 1 f 0 Von der vierden ſchellen. man aber ein ſtein daran bindet mit eim >= langen 1158 der ſtein am boden leit / — Die viel d (cheil dan fo bleibt fie an eim oꝛt / alfo dz gemüt ist die buw verwandlen das můß ſich vff ein ding geben. 8 das ſcheiblecht ſol ſein machẽ 2d ſie vierecket / aber was einer Von der anderen ſchellen. buwer das bꝛicht der ander / was nutz iſt i 7 in beiden / das ſeint zeichen eines vnbeſtẽt 2 €: 2 leg nder ſchel lichen gemütz / dauoꝛ ſol ſich ein weiſer h iſt / wöllen haben was man ten. Pꝛouerb. ili. vir tue ſtabiliẽtur ne de — 8 4 Bi 8 un ni 155 clines ad devtram neqʒ ad ſiniſtram) e menſchen die haben hußrat; 2 2 e genůg / vnd was in ein huß gehoͤꝛt / noch BER. der fünfften ſchellen ' } wañ fie etwas neuwes ſehẽ / ſo woͤllẽ ſie es r N | Die. v. ſche iſt auch haben / vnd wann ſie es ein weill ge / vil hãdtwerck lerẽ . Es iſt eĩ hebt haben / ſo feint fie fein müed / vñ wel, d ſpꝛüchwoꝛt. vii. handtwerck. len dan einanders haben / von denen ſagt e r viii. vnglück / vil hãdtwerck | chellen was geziert der der weiß ein narr iſt vnſtet als der mon / ſelte reich / mit der fein aug würt nit erfült yn ſehẽ / noch fein F Wels: De diſdpliſia ſcolariũ lib.i.) gehoͤr yn hoͤꝛen / wañ die wunder gern zn S y kurtzer zeit wolt er alle bücher durch le⸗ fen / er fiengs alle / vñ bꝛacht keines zů end Diarnach da wolt er ein kauffmã ſein / aber er mocht den geſtanck nit leiden vff dem moͤꝛ verließ die kauffmanſchatz / darnach ward er ein gartner / da ym nit wũchß ws er aber můſt dẽ kopff dar haltẽ / da floch er / er ward widerumb ein ſtudẽt hiẽg cra toni an / aber die. x vi. fragen die an ſeim ſtůl geſchꝛiben waren / die waren ym vnlu ſtig / da nam er ein weib · er mocht die bur de der e nit getragen / hindennach begeret er ein eſel zeſein. a Sn 1 Frs H — 4 3 Von der ſechßten ſchellen. Die ſechßt ſchel iſt / n menchen oꝛden gon eiß ler der pꝛieſter iſt woꝛdẽ vn derſtot ein choꝛher ze werdẽ / darnach ſo wil er in ſant benedicten oꝛdẽ | Bee ne/dernBarde oꝛden/ dar⸗ nach yn ein Cartuß / vñ bleibt als ein nar D — I nie wafe Varaffrer lauf Von der fübenden ſchellen. ER Die ſibent ſchel — iſt die | ER en die daraffter Vvagieren die land beſehẽ vn weltlicher eer willen / das fie nit feient ge⸗ wandlet / ſie faren zů dem heilgen grab / zũ ſant kachirinen / zů ſarmatas / die weiſ⸗ fen vnd ſchwartzen roſen / ynn enge land vnd walachii. Es feine ſtudẽten die ſeint er wolt / da wolt er ein reuter werden / da lebt / vnd Ju ſtuder was eerlichs iſt dir d du n vil hohen ſchůlen biſt geſein T ed tu et noch kun ha dennen bꝛacht / 5 welt woͤllen ſehen E . N Li Gef. e. 6 Non ʒoꝛn Narren LXXXI geſtanden zů bononil / Pariſius craconie vnnd ſuſt yn vil hohen ſchůlen. Es ſeint darnach vil andechtiger / die ziehenn gen u... Rom ʒů ſant Jacob / Compoſtel was iſt das alſame vñ gacgack kump was Baftu deſſer me d Faule geſücht gaſt / vnd in der wüfte haſt geeret mit dẽ waldbꝛüderen / vnd kumpſrte her wider / der du vor warf) hoͤꝛ was ſage . r eron rns gn Peknſalem ſein ge fin iſt nit loblich/ aber da ſelbſten wol ge was hat es geholffen den groſſen platon / das er voꝛgeloffen iſt⸗ vnnd SELL yn egypten / vnnd Danieli in caldea /hetten 5 N ſie nüt da gelert / vnd veuter wz berümpte du dich / das du ver geloffen biſt / vnd kumpſt der du vß giengſt / du kanſt noch zůſuffen / flůchen gottleſteren / ſpilen vnd der gleichẽ / du hetteſt nit yn fo weite vnd ꝛeitte doͤꝛffer lauffen / ſemlichen wůſt ze⸗ leren / du Heftes hie wol gelert mit minde derem koſtẽ / vnd minderer arbeit / wa iſt dein andacht gegen got / dein milte gegen dem arme / ſtercke des gemütz gegen yn / © es iſt neut da / die die von diſer ſchar feine die ſeint Semper narren / fern wanckel vnd wander narren . Am freitag voꝛ A, dem palmtag. Von zoꝛn narren. — Ze. xxxiin.narren ich ar iſt/ Jracundoꝛũ / zoꝛn narren. Es feine nit als narren die zürnẽ / etlich zůrnnen vber ir eigene fünd ſtraffen it beſcheidenheit / das ſeint nit narrẽ ig / wann fie tönt wie dauid ſpꝛich ſelb ſie ſeint wi Je follen zürke ür cuwer ſünd (In cut ſtris coinpugiuum ). Es ſeint ander die ʒüruen Sb an de e e / e ſtraffen wie re cht iſt / das ſeint auch nit narren wie die vorigen. Erlich Teint naturlich zornig / waft zorn iſt ein na tũrlicher ſiechtag / als yn melancolicus vnd e ricus. S oi wart er allein kumpt von natür⸗ licher complex ion / fo ift es Fein fund die weill er die ſch wel der natur nit vbertrißft. nach etlich da went man / ſie ſelent zoꝛnig fo ſeint fie es nit / ſie heiſſen vngedultig zoͤꝛn / wã er kũpt vngedult / vnd gadt nit weiter zuͤbegeren nit zere chen heiſſet nitt eigentlich zoꝛn / iſt auch kein todt Ifünd / wan von vngedult die vernunfft nit gehin Die. xxxnn. Schar dert würt. Es ſeint darnach etlich zoꝛnig alſo das ſie habenn cleine / oder kein begirt der liebe gegen irẽ nechſten / doch ſo iſt kein haß da / als da mã eim nütz boͤß günt / vn nũtz gůtz vergtint / vnd wan der ſelb wer am letſten / ſo woltten ſie ym gůtz tbůn / ſo iſt es kein todt ſünd liß Gerſonem diſe feinesors nig vund fünden nitt / darumb iſt not das wir zeichen geben / darbei wir dife zoꝛn narren erkẽnen / die er kent man bey ſüben ſchellen. Von der erſten ſchellen. el iſt / Subito iraſci / Bald zürnẽ / es kũpt Von den erſtẽ beweg likeiten her vnd von einer gehe /dz einer rach begert vnd der zoꝛn für laufft die vernũfft / dz iſt ein ſchel le / es iſt ein tegliche ſünd. aber lůg das es nit wachſe / vnderding yn. — Es iſt mit zoꝛn wie mitt anderen ſünden / als mit vnkeuſcheit / wan die erſten bewegungen da ſeindt / vnd man darin verwilget fo moͤ⸗ gen ſie toͤdtlich werden / darumb fo loͤſche ein funcken füer das kein flam daruß werd. Von der andern ſchellen. Die andere c(ſchel / itt mit willẽ cle x 7 nen rach begeren / alo Ta iſt ein treubel nem men iſt ein diebſtal / würt veracht vñ es iſt nit. vil wert / alſo hie eim knaben das har / oder ein oꝛ ziehen Non ʒoꝛn Narren ſo er erwas thůt iſt teglich ſünd. [ Ven de dꝛitten ſchellen. Die dritte fchel Q iſt mit willẽ ein groſſe rach begeren / iſt ein groſſe ſchell vnd toͤdtlich / võ deren redt lich vnd iſt ein groſſe ſünd. 4 Vonder vierden ſchellen. Die vierd ſchel iſt vß zoꝛn ober den nech ſtẽ x ſchꝛeien vñ mit geberdẽ rach A begere/ doch on ſchmachwoꝛt racha die iſt böfer vnd groͤſſer ſünd / dan die voꝛig. Que dixit frater fno racha reuſ ſchandeliche wort vßtruckẽ / . als ob ein nar zům andꝛẽ ſpꝛe 1 94s gelſen/ Senne schale er zwerg / das heiſſen / Conuicia / ſchalck died moͤꝛder / vnd der gleichen von deren fa us que divit frarrĩ ſuo fatue/ Der herr Jeſüs hieß feine Tunger narren vnd paulus / Galathas / das was nitt vß einem vngerechten zoꝛn / es was yn ſtraf⸗ fes weiß. Von der ſechßten ſchellen. Die ſechßt ſchel N iſt kriegen ſchlahen verwun den / oder ein toͤdten eim die ein nemmẽ/ein Buß verbꝛẽ/ nen / da einer ſich vnd ander vmb bꝛingt vnd dich zum ſoꝛglichſten. O narr das du einem andren fein efel vmbꝛingſt / feinen leib ſo durchſticheſt/du dein ſel zům erſtẽ du kanſt der feld deines nechſtẽ nůt thũ / aber ſeinem eſel / warumb behalteſtu dein ſtraff nit gott dem herren / der die feel vñ n ſe gotliche lie Lift der neid iſt wider die menſchuche natur wã ein meſch iſt ein geſellig barmhertzig LNNXI leib deines veinds möchte werffen yn das ewig feur / on dein ſchaden / o narr du dur chſtichſt dich ſelden / das du deim nechſtẽ ſein mantel durch ſtecheſt. ion der ſübenden ſchellen. iſt zoꝛn behalten / da iſt neut J ſorglicher Te Sead Jon ne (Non occidat die fiti ſol nit nider gong euwer zorn ſei va uwer son ſei dã ‚le würt ein groſſer trom⸗ teglich fü würt toͤdtlich / was iſt ſchwerers dan neid Aag gleich iger gott / vñ dem teuffel geſelliger ſeufftmüetig thier / die ding nimpt ð neid hinweg / ſide deine ʒeen deine negel vnnd mund an / ſo zeigen fie ſich weich vnd ſen⸗ ffte / ſich leuwen vnd beren an / wie fie cla⸗ wen zeen trüſſel haben als ſcharff / darũb ſchlah nit vß Ve geſchlecht ! Wã vs delm aſtu kein nutz / noch vo Tine zoꝛni⸗ gen geberdẽ wie wol etlich narren wollen ein ein eer Bade dz ſie zůrnẽ / was iſt es dz Fu nur anders kant redẽ⸗ AL ar | wie ein Bund den bůchſtabẽ r bꝛucht / war umb iſt dein ſtirn gerũtzlet / als eis ſtiers beſich dich ſelber ym ſpiegel wan du zoꝛ⸗ nig biſt / ſo ſibeſtu ein angeſicht eines vn⸗ ſinnigen menfBen Fra furo: e es das du deinem hußgẽſin d ein burde gen ſeur ſpůwẽt. Ja biſtu dir ſelber ſched kein N Die. x xxnn. Schar zeitlichem gůt wan ein maulwaffel die er et wan eim gibt / ſol im wol hundert güͤl⸗ din hinweg nemmen. (Eccleſiaſti. xx. ob ſurgacio et ſracundia annichilabus ſub⸗ ſtãciam.) Es wer noch als ein clein ding wañ es der ſelen nüt ſch ied / es verblendet die ſel zoꝛn (Ira impedit ne poſſit cogno⸗ ſcere verũ.) ſagt catho. Er nimpt hin ber ngardus / ira non habet miſericoꝛdiã. Es fol auch kein richter richten / vnd vß zoꝛn vꝛteilẽ er went ettwan er ſtroff recht / ſo irt Am ſamſtag palm abent: Ven Einrichtigen narren. S r —— — 3 es x 3 ’ die erken ich in. ini. ſchellen. ar iſt / ſingularium / einrichtig narrẽ gẽ vñ leſen / ſo ſchlafft er wã and er / vñ vnder der geſtalt der gerechtigkeit iſt vnſidikeit / vnd fürer gerechtigkeit / dz liecht fol bꝛẽnen ym oͤl der barmhertzikeit vñ wie das feur die ampel zerbꝛicht on oͤl/ alſo gerecht zerbꝛicht das hertz des mens ſchen on barmhertz igkeit / zoꝛn iſt ein thũr aller laſter / wann die thür beſchloſſen iſt / fo ſeint alle tugent rũewig / wan die thůr aber offen iſt / ſo würt dz gemũt gewoffet gegen / vnnd zů allen ſũnden laſſen vnn gott bitten . Die erſt ich del iſt ſundliche übung ffen im ckoꝛ. Itẽ ſo anð find ſchlaffen gõd/ſo bleibt er im choꝛ Von der erſten ſchellen. A allein. Itẽ ob tiſch / ſo laßt er ſeit Hon einrichtig Narren augen ſchieſſen ſicht er ein der minder ißt dan er / ſo went er / er ſei geſchẽdt facht an an ym ſelber abbꝛechẽ fein notturfft vnbe ſcheidẽlich clagt me dẽ abgãg der gloꝛi dã den hũger dẽ er leidet. Itẽ er ſicht an froͤ⸗ lich die megere / vñ vngeſtalt ſeiner hend von ſeim abbꝛuch. Itẽ er vrteilet fie ab / vnd ir thůn vnd lon veracht er / alſo Haft du. vii. cleine ſchellẽ / Vnde ſingularls ve rus defaſtus eſt eam fc; vineam dñi. Es ſeint die / die ſich dẽ andꝛẽ nit gleiche wöl len yn gmen vnd erſamẽ ſachẽ vñ woͤllen doch in ir geſelſchafft ſein / wið die iſt das geiſtlich recht. De ſta. reg. recolentes / wel cher da will ſtrenger leben dan deren ſit / oder geberd feine bei denen er wonet /ð iſt vnzlüchtig vffſetzig / ſant Auguſt. ſpꝛicht vff welche kirch du kumpſt / der gewößeit halt. Ich ſpꝛich merckglich yn gůtẽ erſam en dingen / dan wã ſie nit erſam were ‚fo ſol man inen nit nach folgẽ. Du ſolt ſun⸗ derlich ſein / als frater dauid lert vnd nitt acht ob man dich daruß haſſe / vnd man ſpꝛech du habeſt etwaß ſunderlichs / wan du ſolt wůſſen das kein helg hat ſunderli che gloꝛi ym hymmel / der hie vff erden iſt geſein vnder den menſchẽ / er ſey dã auch eins ſunderlichẽ lebẽs geſein / verſtãd fun derlicher tugent für andert / nin von ande ren ſitten / vnd ceremonien die vil dienen sügeiligkeit Die alſo ſunderlich ſeint / dz ſeint gůte menſchen wan ſchon die andn menſchen ſie verachten. In mechſtu ſpꝛe N chen was gad vns das an / es V gas die yn cloͤſteru an / wan. ſ. r J Bernhard hat die ding zůſei⸗ nen bꝛůdern geſeit. Es iſt war es iſt aber euch nütz vñ gůt / wañ vil vnder euch feit die bei dẽ leutẽ vnd yn ſamlũgẽ lebẽ / auch ſo mẽͤgẽ iunckfrawẽ vnd knabẽ die hie ſe⸗ int noch yn kloͤſter ku · nmen / denẽ mag es noch nutz werden. auch denẽ die in ð welt LXXXII wonen iſt es gůt / wan ſie auch me vff ſe⸗ hen haben vff die ſunderheit / dan vff die gemeinẽ gewonheit der kirchen / ſie faſten lieber vnd gefelt ynen baß ein tag dan ſy ſelber faſten / als ſant Sebaſtlans tag / oder ſant Barbaren tag dẽ. vierdẽ oder. v. yn der faſtẽ die võ got vñ der Beilige kir⸗ chen gebottẽ ſeint. Item ſie lauffen in die ſundern capellen am ſontag meß zehoͤꝛen verlaſſen die pfarr kirchen. 2 Von der anderen ſchellen. Die ander ſchel 5 GUN N: iſt nit nützliche ding andꝛen = mitteilen. Es ſeint etlich ges lein rümreich fein vnd cer Babe / verachtẽ yederman meinẽ es wüß niemã neut dan ſie vñ habẽ mit niemãtz kein gemeinſch⸗ afft ſeint gleich etlichẽ menſchen die yn in ſulen wonẽ / wan die ſchiff vnd kauffman ſchatz kumpt fo fliehẽ ſie / meinẽ es ſy nie⸗ mantz heiliger dã ſie vnd bꝛingẽ zenacht ir kauffmãs gůtt/ſtellẽs auff das moͤꝛ/ſo gibt mã ander war darum. Als vil iens wert iſt oder auch gelt / alſo diſe gelerten beſchlieſſen fr thüren/ geben niemãtz kein antwurt. Eg feint Taxnach etlich diese ick wi ſſen als artznel wider ein bꝛeſtẽ/ das wollen fie allein haben vnd es niema tit leren noch nztcilen / vnd wan fie es yemau lertẽ vnd einer ein eld ſchwie re wolte es nit bꝛuchen / oder nieman mitt zehilff kummen / ſo iſt er nit ſchuldig den eid zehalten. Wañ aber er / oder ein ander rer dem ſelben woltte helffen / fo wer er ſchuldig fein eid zehaltẽ wan der eid wer wider bꝛůðliche lieb Do⸗ D Hcet᷑. vi. as ſeint narren / wan ſie manglen goͤttlither liebe die nitt ſůcht eigenen nutz. Aber den gemeinen nutz geſchweig ich von denen ſagt / pau⸗ lus.ii. Thimo.fii. In let ſten zeiten werde die menſchẽ ſich ſelbs liebhaben 0 iii 4 lerte menſchen die woͤllen al -- 3 Die. xxxv . Schar hat nit alſo gethõ/ der ſich fůr alle den iungen / ia ſpꝛichſtu (Vnde poſſunt hec difcers menſchẽ an das crũtz hatt geben. ni. ) wa find ich alſo witzige / denen ich ſicherlichẽ Es ſpꝛicht Tullius vnnd Plato / folgen mög, Seint es mein pꝛelaten / mein obert der menſch iſt der gemein geboꝛẽ / mag ich inen volgen was ſie mich heiſſen / on na⸗ nit ym ſelber. gen der conſcientz. Wañ es alſo wer / fo were die Von der dꝛitten ſchelleu. gemein der yn behem⸗ vnd machmet entf chuldi⸗ | r iii. Ichel get / wañ ſie nüt thůnt dan was ſie ire oberẽ Beif x: Je. iii. che ſen. Diſe materi iſt zevll ſchwer vßzelegẽ / dz ein —, Ift vff feinem eigenẽ nenfch fein conſciẽtz / eim andern gantz vertrew =; fin ſton. Es ſeintet die laß ich ſton wan / wan mein oberer mir gebüt ich narren die kim te zeſton yn eim cloſter da ich in ſoꝛgẽ wer ich kem andern volgen / wan eins andern vmb mein keuſchelt / ſo bin ich nit ſchuldig gehoꝛ⸗ meinung ſchon beſſer iſt/ dan die Sam zeſein / ſagt Wilhelmus pariſienſts. vnd vill feine vñ man ( ſpꝛicht Hugo irer ander doctoꝛes me &, meinũg nitt nach wil / ſo werdẽ fie zoꝛnig betrũbẽ ander leut auch / dz eint ſchedlich narren / ſie bekuͤm⸗ meren ſich vnd ein gauze gemein Am palm taggepꝛediget Item das iſt Boffertige narrheit⸗ Von leid narren. das einer meint er hab allein den heili Vd erfei allein wid es wüßniernans füt dan er KITN vnd verachtet dle / die beſſer ſeint P 8 an er. Fa TpzichTeu ee iſt natiir ! AS > meinung vnd vꝛtel wol gefelt / wã der weiß ſpꝛicht Pꝛouerbioꝛũ. xv. \ Ban homo) der mẽſch frewer ſich im ſententz ſeines munds. volgẽ vñ dein vꝛteil vlaſſen / aber den witzigen nit dẽ boͤſen volgen _ . Saul bt. Stũs vir quins 0 ? den kindẽ / d den vnerfarnẽ iun⸗ leg gen / Als roboã thet ð verließ der A der erfarnen alten / vnd folgt pen rn da Hon leid Narren Von leid narren. Je. xrrvi: narrẽ cſchar iſt/triſtãciũ / leid narrẽ Biß her ſo hab ich. iii. hũdert narren ſchar erzelt / vnd feint noch vil znerzellen. Ich mein aber dz die alle möchte yn zwei geſchlechren beſchloſ⸗ fen werden / das iſt das ſie ſeint leid nard ren / oder freud narren / Lerãciũ er triſtã⸗ ciũ/von denẽ ret ariſto.in erhica ſua. da |: rralle paſſides vñ leide zůcht zů freud vñ leid. Es warẽ auch. ii. philoſophi der eln lachet alwegẽ / der andet thet niit den wei⸗ nen / die beide geſchlecht hat der herr Fer ſus angezeigt die ewige weißheit als zwei oꝛt die bꝛingt er zůſamẽ yn ein mittel / als ein rech ter mitler gibt ynen beiden leren / da er vff diſen tag iſt yn geritten gon Je * ruſalem / vñ empfangen mit groſſen freu den vnd eerẽ / aber er hat ſie geweinet / nũ laſſen vns die leren hoͤꝛen. Zu dem erſtẽ die freudnarren / darnach die leidnarren vnnd werden diſe narren gelert / wie fie der ewigen weißheitt ſollen vergleichen / vnd diſe narrẽ die kappen von inen ſchũt den moͤgen. Von der erſten leer. Je erſte leer für die frölichen narrẽ / iſt 95 ma yn kein freud diſer weldt ſol 5 hoff nung haben / wan ſie en⸗ ſich yn trurigkelt. Diſe leer hat vns der herr gelert mit worte’ vñ mit werckẽ — — mit woꝛten / wee euch die lachen ir werden weinen mit dem evernpel hatt er auch ge⸗ kert / wañ yn der groͤſten gloꝛy da weinet LNNXIIII er. Aber noch elarlicher hat er gelert in IE ij. pꝛoceſſionibus / die widereinander feine vnd einander nach gond. Die erſt wz yn der groͤſten freud / da dz gemein volck yn empfieng mit freuden / da die iunger den eſel bꝛachten cleider daruff leiten / vnd yn daruff ſatzten / die ſchar ire cleider in weg ſpꝛeitẽ / eſt vo dẽ beũmẽ nament / vñ ſchꝛu went / O künig von iſrael geſegnet / o ſan na in excelſis / das iſt die erſt pꝛoceß mitt ſemlichen eeren vnd gloꝛia. Aber die an⸗ der godt bald nahe iſt gar ein andere / wã der han went ſich nach dem wind / am kar freitag die iunger fluhent von ym die yre cleider vff den eſel leitẽ / lieſſent ire eleider fallen luffen daruon / vnd die yn mit geof fer reuerens vff den eſel ſatzten / ietz mitt groſſer ſchand haben ſie yn an galgen ge⸗ henckt. Item die ire cleider voꝛ yn weg ſpꝛeittent / haben ym feine eigene cleið ab⸗ gezogen / vnnd darumb geſpilt. Item in der erſten pꝛoceß haben ſie eeſt von bei men von palmen / vnd oliuen ym gerragẽ In der anderẽ die ſcherfeſten doͤꝛn ym in ſein haupt getruckt. Item ſie haben yn voꝛ genant ein künig von iſrael geſegnet ſeleſtu c. Jetzund fo ſchꝛyen fie / wir Bas ben kein künig / aber ein keiſer· Item yn der erſtẽ ſagtẽ ſie er wer ein herloͤſer /o ſanna in excelſis obſecro ſalua. In der andern ſpꝛachẽ ſie er wer kein herloͤſer / er moͤcht ſich felder nit erloſen. Item yn der erſten ſpꝛachen ſle er wer geſegnet / vñ kem ym nammen gotz yn diſe welt / ietzũd ſpꝛachen ſie / wer er nitt ein übelthetter / fo Betten wir yn dir nitt herbꝛacht. Sich zů wie widereinander ſeint gefein die. ij. pꝛo⸗ ceſſion / vnnd warumb wolxt der herr die erſt haben fo froͤlich / vnd das fie ſich end den ſolt / ſo yemerlich vnd cleglich. Dar⸗ umb das er die narren lerte / das man yn freud diſer welt kein hoffnung haben ſolt vnnd wir erkanten. ( evuma gaudi) luctus occupat,) Das uach freud kemme f O ii Die. xxxv n. Schar fpons die heilige kirch ons ierlich für ges ti halten würde yn bedeutung / wüß darũb die erſt pꝛoceß iſt hüt / bedeutet yn der pꝛo ceſſion de wir hũt gangẽ ſeint / die ander off dẽ berg Caluarie geſchehen wäre ons bedeut im paſſion / den man hüt ſingt yn der meß / das iſt die leer für die froͤli naeren vff letare haſtu vll cleiner ſchellen gehebt für diſe ſchar. Jeanderler die der ger Jeſus die ewig weiß seit geben hat für die truri⸗ gen vñ leid narrẽ die wir hůt ) pꝛ ich da Thiiſtus mit gloꝛi empfangen i woꝛden / bedeut Ve yngang yn da e ben / yn das mit ſeinen vſſerweltẽ nach dẽ gan gefps vnnd mit dem bitterſten ſchmertzen bedeut vnns der weg durch welchen wir ñ gond zů dem hymmelreich / das iſt wider wertigkeit leiden / ſchmertzen armüt / vñ andre ding die dem fleiſch widerig ſeint 8 tus D4 der kirchen vaſt klopffet / vnnd rumplet / wan es wertt nitt lang wan bald gat růüg hinnoch vñ der helle tag kumpt / wart ein wenig / es hoͤꝛt bald vff. Alſo haſtu die ander leer für die trurigen. vñ laß es dich nit wunderen / dz man vß eim ding zwuůũ lerẽ nemmen mag / die widereinãder ſeint wan es iſt nit vß dem weg / das man mit einer glocken leutet wider das wetter vñ zů einer groſſen hochzeit vnd mit einer o: gel kan man ſpilen zů freud vnd zů leid / vnd ein zung des redens machet ein froͤ⸗ lich / vnd betefib den anderen. Du ſpꝛꝛz cheſt gib mir auch etlich ſchellen da by ich die ſelbigen leid narren auch erken / nim ettlich dan ir feine vil. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt truren von dem tod das ſie SE iſt ein bilgerfart. Ein bilger wan er lan geet / ſo kert er ſich widerumb, Es iſt ein ing zefoͤꝛchtẽn das nit zemeiden iſt / vnnd n 8 kan noch mag ſein / Anden ar u m̃ãgſt in fliehen den todt / aber nit entrinnen. ne ne ver Von ſiechen Narren Von der andtren ſchellen. Die anderſchel itt foͤꝛchten leiden / oder ſch⸗ E qmertzen das thůn nit bꝛůð 1 iſt dein ſchmertz clein / ſo iſt dein paclẽs nit groß. Iſt aber ð ſchmertz vnd leiden groß / ſo hab auch groſſe paci⸗ ens / wan die gloꝛi iſt groß die nohe folget (Secundum magnitudinem doloꝛũ &,) Iſt dein leiden clein / ſo iſt es wol zetragẽ⸗ Ifſtes den faſt groß / fo mag es nit lag we ken / ſo würfta erloͤßt / wan du magſt nitt lang erleiden. Von der dꝛitten ſchellen. — ßᷓoͤrchtten noch red der böfen | I wan gůte meuſchẽ werẽ die ir übel noch redẽ / als wan es catho thette / ſo ſoleſtu truren / wann er ſagte neut dan das war wer / das aber die boſen dir übel reden / fol dich nit wundere wan fie künnẽ nũt anders. Es thoͤnet ein iegliche glock noch dem fie ʒeühiſt / ſie kün nen neut anders. Es iſt dir ein eer 95 dir die boͤſen nit wol reden / die cleinẽ hündle etlich anbellen aber fie haben fein gewõt. Von der vierden ſchellen. I Bie vierd ſchel itt foͤꝛchten vertryben wer) „den. Du ſolt wiſſen beũ der 1.8 EN LA wa du biſt / fo biſtu in deĩe nuaters land / die gantze weldt iſt ein vat⸗ ter land / vnd vß der welt mag niemantz vertriben werden / war du kumpſt da biſt dn da heim wir ſpꝛechen alle vatter vnſer du biſt yn dem hymmel. Von der fünfften ſchellen. LEXRY Die funftt ſchel Z iſt trurẽ võ armůt. du were dn ſeieſt arm vñ haſt die opi > Union der armut / vnd iſt nüt ocriſten menſch was foͤꝛchſtu armůt / die voͤgel ſeien nüt / bachen nüt vnd got fpeis fer ſie / die gilgen ſpinnen nüt vnd er clei⸗ det ſie. a Von der ſech ten ſchellen. Die ſechßt ſchel iſt trurẽ das du kein gewaltt e habeſt. Ja ſpꝛichſtu mã tru — cke mich onder vnnd lyd ge⸗ walt / vñ vnrecht frew du dich / das du es nyeman thůn magſt / ia die gewaltigẽ ha ben vil diener nach gon / die mucken flie⸗ gen dem hůnig noch / die wolff den keibẽ / ie omeiſſen dem koꝛn / dem raub das hoͤꝛ ia er hat vil geltz / du achteſt den ſelbẽ ein menſchen / ich acht yn für ein laden / oder tres, a Von der ſübenden ſchellen. ER Die ſibent ſchel iiſt weib vnd kind ſterben. O II narr weineſtu das dir kind Am montag noch dẽ palmtag . Võ ſiech narrẽ⸗ Die. xxx Vm. Schar | E. XN VIi. narren A cchar iſt / ſiech narren die beken yn fü eben ſchellen. — Von der erſten ſchellen. = en * „> * Die erſt ſchell iſt Artʒenei verachten / die das thůmt wũſſen nit was geſchꝛi ben ſtot ( Eccleſiaſti.vxxvili.got hat die artznei von dẽ ertrich beſchaffen / vñ ein weiſer verſchmo cht ſie nit / ſant Auguſtin / hat fie nit veracht / mã luißt von ym da er kranck was / da ließ er niemãtz dan dle artzet zů ym / vnd better die. vii. pfalmen gegen der wand / wir leſen von ſant Baſilio ð ein artzet het / ein inden den er auch bekert / wã ð iud teilt yn er ſolt ſterben wa die fon vndergieng. Da lebt er noch lang darnach liß ſein legend/wil tu me weiſer habẽ. dan die die artzet haben ange nummen/liß In. ili. regũ. xx. von ezechia dẽ kũ nig yſalas der machet ein eigenpflaſter / vnd leit es ym vff die peſtilentz / watumb verachtetten fie nit die artznei/darũb gott hatt ſt 0 geſchaffen / er hat krũttern vñ 0 nen krafft gebẽ geſundt zemachẽ / man ſol es annemmẽ / vñ got dar umb dancken / als vmb ander güt ter gotz. Es möcht alſo ein ſach ſe in artznel nit anuẽmẽ / es wer gott vſůücht. Du ſpꝛichſt alſo fa Age tha ſeit / kein leibliche artzeney hab ich meinẽ leib nie anthõ. Ich hab mein herrẽ Jeſum chꝛiſtũ / ð mitt eim woꝛt alle ding kan eben mach en) Sctũs tho. ĩ ſcða ſede. q. xcvii ar.i.verantwurt das ſctã Agatha hat erfarẽ die glittigkeit gotz gege ir dz ſie nüt litte / darũb ir not wer letbliche artzenei / oder litte ſie / ſo wurde ſie bald võ got geſuntheit empfahẽ / wir leſen võ eim andere In ſpe.exẽp.cũ di. i. xx viii. exẽp. Von der andn ſchellẽ. nn Die andere ſchel / iſt den artzet be 3 triegen. Es ſeint ett⸗ . lche weiber en die ſchickẽ eim artzet das waſſer / woͤllẽ nũmen loßen was er ſag nit das ſie ym volgen woͤllen / die be⸗ triegen ſich felber vnd den felctel/ w ð artzt nimpt dz gelt. Es feine darnach etlich die dẽ artzt nit ſagẽ weß der harn ſei / ob er eins mãs/ oder einer frawen ſei / vnd woͤllen ym nitt ſagen was inen bꝛeſt / wa vnd wie es vmb ſie ſtand meinen der artzt ſol es als ym harn ſehen ſo doch ð harn über alle maß bes trůgt vnd ſtetz / la alle ſtund einã dere geſtalt hat / meinen der artzt ſoles inen weiſſagẽ als wer er ein pꝛophet. Es ſeint wol ettliche die ktünnẽ ſelſam̃e dĩg vꝛteilẽ im harn æwã dt ſy nie geſehẽ hẽt ð noch vf diem feld iſt / das kan nitt ſein / on den boͤ⸗ ſen geiſt/mit dẽ ſie pact haben /es ſei heim lch oder offentlich / die ſoltt man vßtrei⸗ € ſich jeloe/ wer fein 8 | wol vꝛteilt / ſo leb gott. da der artzer yñ fraget was bꝛiſt dir. it thñ als einer Von ſiechen Narren LXXVI artzet zefolgẽ biß dz nũt me hilfft / fie ws? len das fuer nit loͤſchen / ſo ein halm vff de boden leit / wañ der flam̃ an allen oꝛten zů dem tach vßſchlecht vñ vᷣſumpt iſt / o ſch reyen ſie dã feur io / ia ein iũger zwig mag ben / wañ artzenei kunſt treit das nit vff ir. E feine etlich darnach die dem artzet nt Die warheit ſagen / ires gebꝛeſtẽ / 9 ſeit man leichtlich vßziehen / wã es ein groſſer narrẽ vn betrie baum wirt vnd tieff wurtzlet / ſo mag mã Ven der fünften ſchellen. Die. v. ſchell iſt = IE Be en võ iuden vo altẽ weiberẽ / vnd võ andere „„ L 2 W 0 18 N [el = g 37, alte weibere/ ER . die artznei nie gelert haben weiß nit ſpꝛach er. Der artzet fraget / na { . iſt dir we / ich weiß dip er / der ar võ iudẽ haſtu ein offenlich lde „ mã A. kein artznti vo in nẽmẽ ſol/eſſei dã yn no ten / wan man kein anderẽ artzet habẽ moͤ cht / wan notturfft macht zimlich das ſuſt nit recht wer / oder einer het ein artzet mit zet zů dem dꝛittẽ ſpꝛach / wañ biſtu krãck woꝛden / ich weiß nit / der attzet ſpꝛach gãg yn die apoteck. Vnd kauff ich weiß nit ws vnd bꝛuchs ich weiß nit wie /ſo würſtu ge | ſundt / ich weiß nit wan. dẽ er nit verſoꝛgt wer /liß Angelica in vo 1 Von der dritten ſchellen. iudeus . ö N D Ie Dꝛitte ſchell der ſechßten ſchellen. een een Die. vi, ſchell ift ö | ein. Es ſeint etlich die nem | Keen rot vnd artznei vom ar get / ſie volgen ym aber nitt / vnd bꝛuchen die artzny nit / ſunder ſy thůnt das wider nſpil hei ſſet er fie wein trincken / ſo ſuffen ſy wiaſſer /heiſſet er fie ſchwitzen / ſo ſitzen fie yn bad hemd deren / heiſſet er fie criſtierũg neẽmen / ſo ſitzen ſie bei dẽ wein / heißt er ſy dias blůt laſſen /ſo wil ð ſiech in dz bad gõ vf derẽ wol hundert / wã einer dem artzet nit wolt folgẽ. ſol er in vnbekümmert lon artznei / vnd geſundtheit [7 | I chen von hexen teuffeloeſch⸗ wererin / ſich laſſen ſegnen vñ —b N. zauberen / die artzet vnd die krancken ſolt € 270 G e hab es erfarẽ das / das vnd das hilfft / ich do behielt er doch fein gelt. ff A Von der vierden ſchellen. Die vierd ſchell iſt ſpat dem artzet gehoꝛſam fein. Es verziehẽ etlich dem bin geſund dauon woꝛdẽ / Ich gib Air ant wurt vnd ſpꝛich / das es müglich iſt / das die boͤſen geiſt woll künnen machen / das dein bꝛeſten vffhoͤꝛt ein zeit lang darum biſtu nit recht geſunt / als wir des habẽ võ Die. xxxvm. Schar erwan. Es wit der tag kũmẽ / das we ſel nach . den heiligẽ apoſtolen. Ich ſpꝛich zům anderen laß ſein / eben dz die boͤſen geiſt durch ſegẽ vñ beſch we recht geſundt machen / noch ſoſol man durch die weg / nitt geſundt = Frr2© woͤllẽ ſein. wañ ein criſtẽ mech fol 3 25 . — 20 mit gotz veindẽ vñ des gantzẽ mẽ s ſchlichen geſchletz müeſſig gon / zů dem dꝛitten ſpꝛich ich / das goͤttli⸗ cke vnd geiſtliche recht das verbũ tet. v vi. cauſa per totum · Von der fübenden ſchellen. Die ſibend d ſchel iſt gotzdiẽſt ver SS R ſaumen vnd mit der — A artznei vm̃ gon 1 tz hilff nitt begerẽ. Es ſeint vi Se chen die nitt gedencken / das fie die ſünd vo: hinweg thüen die dick ein vꝛſach iſt des ſiechtaged⸗ ſůchen ſtets geſundtheit von den ürtzetten / vnd rüeffen ſeltẽ / oð nie mer / die võ got dẽ herren an / dar umb ſo kumpt es dick das ſie de⸗ ſter krencker werdẽ / rüfftẽ ſie gott an / ſo wurd ir ſach beſſer. 2110 le⸗ \ fen wir von eim bꝛůder zů Aſters der vll vff artzeney hielt / ward ge ehen vnſer Liebe fraw / dae ſie al n bꝛlideren artzenei gab / on dem felbigen. (In ſpeculo exemplo di in. lii.evoð. vx viii. darũb ſo lege n ſünd voꝛab / die da iſt vꝛſach es ſlechtagẽs / als Criſtus ſpꝛach Iũ dem der. xy x vii. iar kranck wz geſeln / vade gãg hyn ſünd nit me 25 dit nit do ſers zůkum / alſo ſpꝛa ch er auch zům lãmen / dẽ mar zů dem tach abhin ließ / deine lind ſeient dir verzigen / vñ wie ſol i ſie von mir thůn / durch rüiw vnd beicht. Aber we denen / die da ſpꝛe ME hett es ſich geleibet / es ſelet ſich leib dir blelbt. O bꝛůder / wie vil ſeint vᷣloꝛt in leib vñ ſel / hettẽ ſie got vor auge gehebt / fie hettẽ leib vnd feel heil geſchafft / hette Machabens yn gott | gehofft / als er ym anfang hat gethon / vñ nitt yn die Romer / er het noch lag gelebt (i. macha. vi. Ezechlas /het er ſich nit zů got kert / er wer gefto® ben des felben mals / aber got ſah fein weinẽ an. (iiii.regũ. xx · Alſo manaſſes auch /alſo du auch / beker dich zůgot dem herrẽ / vñ bꝛuch darnach ar tzenei / haſtu gott ettwas verheiſſen yn deim leger das verbꝛing / doch fo hüet dich vor nerſchẽ gelũ / pten. Aber das gemeln ſpꝛichwoꝛt iſt / da ð ſiech genaß/ da was er boͤſer dann er vor was / nit alſo bꝛüder/ hat dich got gegeißlet beſſer dich / nit das dir boͤſſers zůkum / nitt wird herter vnd freueler dauon / als pharao. Als ein ambos vom hemme DL . 2 7 NN — 7 9 | 2 | ' Von burger Narren. | ren ſchar iſt offenburger nar ren / diſſe ſeint dis offentlich VV resrſchlahen / nichte heimli⸗ ches halten feine vngleich criſto 8 hüt vff diſſen tag den iuden heimlich vnd verboꝛ gentlich antwurt da ſie in fragten in wel⸗ ches gewalts er das thette / vnd diſſe nat ren mag man erkennen in. vü. ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſte ſchell Q iſt offenlich treuwen. Es r ſeint erlich wan ſie etwas wi | der ein andern zůthůn in ir ren ſin nemmen / gleich ſo trauwen ſie im vndoffnen ir gemüt gegen im / das iſt ni’ chte anders dan den warnen vnd reitzen wider dich vnd in ſichern / dan wan einer ein hund wil zů tod ſchlahen ſo warnet er in nit voꝛ / aber er tregt den kolben vff dẽ haupt / vnd da der hund ligt ſo ſchlecht er fi in yer thůt nicht als die / die ein igels haut haben an einem ſtecken vnd ſchellen dar an vnd reitzẽ den hund nit / diſſe treuwer ſeint gleich den voglern die ir vogel garn nit wol decken / darumb ſo fahen ſie nichtz ( pꝛouerbio.i.) liß Ouidium. Von der anderen ſchellen. Die anderſchel iſt gůte anſchleg feinden zů bvber winden ſtratagema ta / nit heimlich halten. Liß vas lerſum mapiminum vnd andere die dar von ſcheciben. D arumb das faul fein any ſchlag wider Sauit nit heimlich hielt / da rumb kunt er in nit fohen (‚i.regum. Dip, Item. z. mach ab. ia.) Nieanoꝛ fach iudũ machadeum nit als früntlich an als er al⸗ wegen gethon het / da marckt er ſeinen vn willen gegen im / da flohe er · Hon offenburger Narrẽ LXNXV Von der dꝛitten ſchellen. ER Die. iii. ſchell iſt ES! eigen heimlicheit / offenbart denen die eim ſchedlich mo⸗ E gen vnd woͤllen ſein / das iſt ein recht nerriſch zeichen /ſein heimlichett nit moͤgen derſchweigen. Es kumpt dick fo man vff der caxten ſpilt das einer eln gůt ſpil hat / aber das er etlich karten zoͤgt fo verlüret er es, Wir ttſchen ſpllen kein ander ſpil dan der offnen ra uſch / darum̃ ſo ligen wir dick vnder / es weiß yederm vnſern anſchlag in dem trier b 4 m dem krieg Man ſpri⸗ che das ui. ing lelent die fi nit Ialſen ie ein ſtot guff einem ber : ůle 7 row in ſchůhen / vnd fat ren rast ſack/ es eint vergün⸗, “ lein n eim Dis nerren gie in fort Diſſe narren ſeint gleich einer hennen wan ſie ein ey gelegt fo gatzet ſie/ darumb o nimpt man es ir. Alſo ein ſpecht vers rat auch ire iungen / vnd das feine die für nemmen vnd fürſetz der menſchen dan ei er vnnd iungen / durch offnung kummet man darumb. Von der vierden ſchelln. Re Die vierd ſchell J iſt offnen die ding die einer dia ſt betten almůſen geben vnd andere grůten werck von dennen 3 her ret in der gemeinen attendite. Jemen war das ir euwer gerechtigkeit nit wůrck ⸗ en voꝛ den menſchen das ir von inen ge⸗ ſehen feinen wöllen / wer fein gelt offen⸗ lich zoͤgt der kem ſein gern ab / ſagt fancı? Gꝛegoꝛius / ein liecht das einer durch ein wind tregt das můß man mit den hendẽ behũten es laͤſchet ſußt. E 9 E. lacco fuſa meretriv in ede recluſa. = Bie,xxXvnuichear ° erzürnt da er ein iüngling was/da foꝛcht Von der. v. ſchellen. en ſie in da fie alt waren woꝛden / alſo für der fuſchs von ſeinem fein Jaruon. . 4 = . pꝛich EZ || Die fünfft ſchel 0 Alert. ch fo ala iſt heimlicheit nenem offen m oder keinem. baren in beichtes weiß / das EN pa doch in zů kũfftigen zeiten / | im ſchedlich mag ſein / er mag im verweiß Von der. vü. ſchellen. en voꝛ den lüren oder er moͤcht von ſynem oberen gezwongen werden das zů offnen allein in der beicht fol man nichts verhal ten / wan man aber vnd wie man ſemlich ding das vſſerthalb der beicht geſagt iſt verſchweigen. Leß. man dac. angelicam = > verbergen vor ſeinem hauß AR N gefind, ift kein ſe ed ndere. ee 5 7 holckot vnd ander licher feind dan der in dem hauß wonet ⸗ . vnd dieheimlicheit mögen kum verboꝛgẽ Von der. vi. ſchellen. Bleib durch die vntrüwen dienſt darumb ſol man inen auch nit ſunder heimliche ding verrraug das geſint auch in dem hauß ſollen ift verſůnden feindẽ = —— Ag feinde heit nit nohe gon laſſen / wa mit der her vnd vmb gond ſie ſollen nichts wiſ⸗ liche ding offnen / i > Sehnen man fpe ie frauw v cet einẽ vereingetten fünd D Nie ute as fr dich de groß Cullos ben en dee gem alert ee in einer fabel. Ein fuſchs giẽg vber feld | Sinn Seele POT ſicher fein wor vnd in dem lauf da trat er vff ein ſchla deinem hauß geſint vnd vo: allen deinen die ſchlang beiß in / der fuſchs 1 975 k den / veracht alle zeitliche güter/ſo lang wfderumb/fiefehieden alſo von ein thüönt dir Seine Feind kein (baden ander / lang darnach begegnetẽ fie einan⸗ leb moffner thür / ſo darffeſt du 1 der wiðumb / die ſchlang ſpꝛach zů dem fu dein geſind nicht foͤꝛchten. ir ſchs ſich beüder biſtu da/ich hab dich läg geſůcht / das ich frid mit dir machte / vnd ö 5 mit dem mund mit dem ich dich vor biſ⸗ fen Bab,woleie dad Elfen wen nihte In demmitwoch nach ar 1 beſſers vff erden iſt dan frid. Der fuſchs dem Palmtag / hat der Bo \ | _anewuer/es iſt war / wan der frid war on 5 gots Ed all | gerecht iſt / wan er aber falſch iſt vnd ſch⸗ wir dig doctoꝛ Kei⸗ b neit vnd angenummen ſo iſt 1 25 d ſerß derg gepꝛe⸗ | lichers / ſo iſt es ein verboꝛgẽ liecht ein get digen. | \ . o gang hin mit deinem friden / ic Stultoꝛum infinitus eſt numerus. t mich alwegen von dem / den ich erzũr Der narren al iſt on end. 4 Von ſtruch Narrẽ Eon ſtruch Narren. Je. xxxix. narrẽ ſchar iſt ſtoß narren oder ſtruch narren. Es ſeint die / die da feßen das an en der fallen in narheit vnd fie werden nit witzig von frembdem ſchaden ond falle auch Diſſe narren machen die aller eroͤßte ſchar der menſchen. Zantus der ſchickt fein knecht Eſopũ olt lůgen ob vil oder wenig menſchen in dem m er bad weren / weren 18 arin / ſo wolt er li arin gon ſt erweſchen. E ſopus thet es⸗ | \ E er anhin kam / da ſahe er dz ſich die alle an eis ren ſtein ſtieſſen der in dem weg lag / vnd keiner tet in hinweg / dan einer. Er kam widerumb zů ſeinẽ herren vnd ſpꝛach / esiſt nit mer dan ein me ſch in dem bad. Der her kam zů dem bad vñ ſa he das es vol was / ſpꝛach zů dem fi opo du ſch⸗ | alck du fpꝛicheſt es fe nit mer dan ein menfc in ker) Ä NA | LXxXxXVI dem bad / es fine mer dan dꝛei a N dert menfche x xine oſlen / vnd Teer den Darm keiner enen in net Güte geth on den der / den ar etz ich fur ein mer ſchen. Alſo mag ich ſa⸗ en das es in dem weg der ſuten auch alſo iſt / iemans iſt / der die ſtruch ſtein der ergerniß a werff. Es ergeret e einer den an⸗ dern /nit anders dan wie in einer — ſchle chi oder ſchurmõ tzel / ſo irret einer den andern vnd fallen al in N laſter / vnd machen ein ander zů⸗ N fallen / vnd ein nar ſtoſſet den and dern 005 16 ira lee. n algen es erçerniß dummen we aber dem / durch den fr kumpt/ab er diſſe ding laß ich farẽ/ wir woͤl⸗ len die ſchellen für vnß nemmen / dar bei man ſie erkennet. Von der erſten ſchellen Die erſt ſch Al eliſt / ſehen / erken⸗ en ſcl aden vnd ſch 4d / in die ſie fallen vnd ſich nit daran ſtoſſen vnd au ch fallen. Es ſeint etlich als wis ig das fie hoͤꝛen das graß wachßẽ vnd ſehen groß ſoꝛglicheit / angſt vnd not / viler menſchen von etli⸗ cher ſünden wegen / vnd ſie ıBüne die ſelben laſter auch vnd alſo mit wiſſen vnd willen / ſo verderbẽ fie Diſſe eine nerriſcher dan muß) müß die kum men in kein mußfel da voꝛ müß in ſein gefangen / wär erſmecken / man müß dẽ geſchma ck vor hin weg wůſchen mitt heißẽ P ui Die. x xxlIx.ſchar waſſer die muß werden witzig von dem ge Von der dꝛitten ſchellen. ſchmack aber diſe nit võ dem grſicht . Ciri lus ſchꝛeibt auch ein fabel vff die weiß. Von der andern ſch ellen. Die ander ſchel iſt /etlich ver wunden ſich võ Lern falerlicher vnd fie falle U fieseiönen / ſie ſegnen ſich mit henden vnd mit füſſen / ſpꝛechen / das iſt ein wunder das die perſon gefallen iſt wer wolt den tüffel in dem menſchen ges ſůcht haben / ich hette gemeint ein thurn wer ee gefallen den der menſch ſie ſegnen ſich wol hundert mal/ſpꝛechen nũmer der nomens iſt der gefallẽ / nichts deſter min⸗ der ſo hůten ſie ſich nit / vnd fallen auch. ie gůt wer es das du dich auch huteſt das ander menſchen ir ein verwundert 12 narren lerẽ weif n A 4 — — 3 8 Hein : de kein die heruß gon / alſo le⸗ n wit von dem ſelben fuſchs / 190 lew andere thier beſent het die mũſten im an das maul ſchmacken / ſpꝛach zů eine ſtin⸗ cet mir das maul oder nicht / dz thier ſpꝛa ch her es ſchmackt wie ein roß / er toͤdet es vnd haſt evẽpel verkauft wañ dul ſpꝛach du wilt federleſſen du biſt ein lüge ner. Ein t gler ſagt er ſti nck 93 tod b auch weiß von dem wolff mit der ro vnd e da fallen / vnd fallen als De l motritue / der het ein mitlei⸗ mit irrungen ð menſchen w seiner dit felbigen ſtetz vnd irret auch. Qlpꝛechen ſy er erbarmet mich das er alſo verlümpdet iſt / ich bin betriebt wan ich daran gedẽck⸗ alle gaſſen alle weg ſeint vol narren. Es iſt alſo fo laſſen vnß vnſer hůten / Zz wir nit auch fallen / thů deine augen vff vnd lůg / ſo finſtu in allen laſtern evemplen die dich witzig machen / in dem weg ð doffart da ligt lucifer mit ſeiner geſelſchafft vnd ander hofertigen vnd dz iſt ein herter ber gichter weg · Es iſt darnach ein wũſter 2 phutzen weg der vnkũſcheit ein katlachen ch a ligen in dem weg dauit Maria 0 cia die ſollen dich witzig machen. Es iſt gers ad ende der he theus zachens vnd iudas w. n pꝛi 0 id —ͤ— — — vnd haß ſtoſt ſo verkauffeſtu ex empel / ð die lle de iſt vnd wan du vmb zeitlich gůt die gerechtigkeit verlaſt / fo haſtu exem pel verlaſſen / darüb fo fal nit mit den nar Die dꝛit ſchel iſt ſpotten vnd verachten die da fallen. Es verſch mehen vil die da fallen / ſpotten ir den felben nach zů folgen ſchamẽ fi Po: I ten ber dich / erbarm dich deiner ſelen. on der dꝛitten ſchellen. ten kappen / da er den raub n nit / wiltu alſo ein ſpoter ſehen ſich dẽ glei theilt het alſo. Selig en ner an der in dẽ repel ſtůnd betten / ſpꝛach | ſchas wigtg mac. o her ich danck dit Pas ich ni bin ald an | Die dꝛit ichel iſt | mitleiden haben mit denẽ y dere menſchen / rauber / eebꝛecher / vnd alſo diſer offuer flinder ſichſtu wie der die nar ren verachtet vnd ward er auch ʒů einem narren vnd fiel in die narbeitt / die ewige weißheit gibt im zügnis wan ð offner für der gleng gerecht von im in fein hauß. Al fo iſt das woꝛt war ( irriſoꝛes ſunt irriſie de terroꝛes.) ſant Pal ſpꝛicht wer da meint das er ſtand der lůg das er nit falle ſius ſahe einen lachen da einer fiel / er ſpꝛa ch das woꝛt ſancti Pauli zů im / gleich da fie der ſelbig auch. Vonder. v. ſchellen. Fe Die funftt ſchel it ermanen die da falle dz EN fie vff ſtanden vnd fie falle FE lewen / das legt ſan zelaten vnd pie en / das der ten egt vie menſchẽ das im die pꝛelatẽ wer den / wan der wagenman vnd ei er das voꝛroß went vnd vmbkert / ſo gõ Ae andern roß vnd der gantz wagen irr / vnd ſpꝛach ſie ſolt im ein iunge taub her⸗ ab werffen / oder er wolt hinauff ſteigen dz keſt zerbꝛechen vnd die jungen alle toͤdten Der tauber thet es er gab im eine / moꝛgẽs kam er aber thet aber alſo. Ern ſpar kaff d dem tauber vnd lernet in er ſolt ſich in dem neſt behalten / vnd dẽ fuchs nichts me geben / er moͤchte nit hinuff kummen / der fuchs gedacht wie er es dẽ ſparẽ widergũlt N | dz im Bär iſt / lſt moꝛn dir. Sant Ambꝛo Diſſe ſollen leren die fabel vo dem fuche dauben vnd ſparen. Ein taub het tun ge auff einem hohẽ baum̃ ein fuchs kam fü | Hon ſtruch Rarre LxXNVII kam ʒů dem ſparen da er auff dẽ miſt ſaß vnd lobt die fögel wie ſy ſich mit dem ſtie gen behüten vor den thieren den rauberẽ Aber ſpatz wie beſchirmeſtu dich vor dem wind / da er es im zoͤgt vnd dz koͤvflin vn der den fetich thet / da ſpꝛang ð fuchs vff es vnd fraß es. Alſo raten vil anderen vnd ſeint ſie vnbehůtſam vnd fallen. Von der ſechßten ſchellen. die ſechßt ſchel RX iſt ſtraffen die da fallen / fie e A ſtraffen fie mit woꝛten vnd A vwercben nit allein kennen ſy es vnd ver wundern / erbarmen ſich ober ſie / verachten es / ermanen ſie das ſie nit fallen / auch ſtraffen fie es/noch nichts de ſter minder fo hitẽ ſy ſich uit voriger nar heit / ſie folgen inen nach dz feine cleln nar ren / wan fie hertenglich die laſter ſtraffen Ae fie felber thůnt / von der ſelben ſchelẽ ſa ger ſant Augaſtinus in ptimo ſi.confeſſio num / darin er etwan geſpilt het vñ kurtz weilet in der iugent als ballen ſchlahẽ dur ch den rinck ſchlahẽ vnd ſeine meiſter die es im werten /thetten es ſelber vnd boͤſers auch c. ( Hie affen die ie/ da etwan ein ſtraffen der da flůcher oder ein andern ſchmecht mit woꝛten / dẽ mecht einer auch mit woꝛten vnd flůchet utrſſen dan der den er darũb ſtrafft vnd geſchicht teglich den das wir warnemen/ was iſt das anders dan das ein blind den — andern fürt vnd ein krebß dẽandern haſ⸗ et vnd Sinderfich gat ell Fer Dagdalena fire 5 ie das koſtlich waſſer om ſunſt als er wo net vffgeß vnd er vil boͤſers in ſeinẽ kopff ber ſtecken den dlebſtal den todſchlag ſet nes meiſters vmd. xxx. pfennig zů wege bꝛingen. Linda du erlaffer kauff man du verkauffeſt das koſtlich gůt lar vmb ein P = 7 Die. xxxlx. Schar ſchnoͤden pfennig den karfunckel der mes ſchen erlüchtet die da kumen in diſſe welt ia von ewigkeit vß gangen ein liecht von dem liecht gibſtu vmd. xxx. pfennig / vnd den koſtlichſten magneten / der hübſch rot edel iſt für alle menſchen vff ertreich / der zogen hat / Matheũ von dem zol Zacheũ von dẽ baum Magdalena von dẽ wůſt ð katlachen das edel berlin gewachßen in dẽ reinſten leib Marie enpfangen / von dem taw von himmel von dem heilig geiſt / in dem ſeint beſchloſſen alle ſchetz der weiß⸗ heit vnd goͤtlicher kunſt / den ſetzeſtu inen in iren willen / was woͤllen ir mir geben / ſo wil ich euch geben. Alſo ſeint noch gleich Jude / die andere ſtraffen vnd ſie es ſelber thůnt. Darumb ſtont ſie recht gemalet in bꝛantz narrenſchiff / als die ſchlahen vnd vber einander fallen. Von der. vii. ſchelle . Die. vii. ſchel iſt Von eignẽ ſch. den nit witz⸗ ig werden. Es ſeint vil mẽ 81 a kumpt er nit me hin wan man in ſchon vdel ſe lig / vnd du gaſt ſel ber widerumd hin. Ein Vogel wan er v "eine Sn D. würt / ſo an: ex nicht mer darein. Vnd got hat dich vß man erleinorerlöße/noc fo hüteſtu ach = r hat dich erloͤßt von der verlumdung von dem todſchlag / dẽ du etwan dick biſt nach geweſen vmb deines eebꝛuchs willen von der peſtilentz / vnd von anðn törliche iech tagen / von kriegen da du etwan ent⸗ lauff en biſt/noch gaſtu widerumb hin. Die iunger ſtrafften zů dẽ nechſten den herren iheſum / das er widerumb gen Je ruſalem wolt gon / die iuden habẽ dich ge Nit bꝛůder gang wider umb hin / gedenck den vergangen tag wa ſůcht zů toͤdten. du ſeieſt geweſen vnd waher du entlauf⸗ fen biſt. Danck got dem herren deint er⸗ Gef mal man en fohengle off den tiſch bingen / ũ eine ſpiegel vñ ge dechtniß ſeiner armů 5 Alſo thů auch in Feine gůten tagẽ/biß in gedenck der boͤſen. Aber we den narrẽ credere noli. nit wie kurtz die ſoꝛgen iſt iren pꝛunck / das machen die ſchmeich⸗ ler vnd federleſſer / dieinen ire ſchand lei cht machen / als ein můter eine kind / wan es felt ſovber ret ſie co /es O got wie vi Z ſchen dle et wan zůſchadẽ vñ u erden alſo betrogen voniren ratz herrẽ. ů ſchanden ſeint kummen vñ doch wider? Alſo wolt ſich ein küng nit laſſen b bin die felk | i der fragt vff eln zelt die / die al wegen im 5 er Yaneieffel/zwafih der an der ſytẽ ſoſſen vñ ſpꝛach / as ſagt ma eſt / milteſt / rylicheſt / manlicheſt / got vnd der welt lieb / der Fünig ward erzürnt / vb er ir falſchen woꝛten ſpꝛach das die außle digen mich loben die meine thůn vnd lon nit ſehen das iſt kein wunder / aber das ir mich felſchlich loben die teglich bei mir ſeĩ vnd ſehen mein leben / auch wiſſen ir das ich wider die ding ihũ in denẽ ir mich lo⸗ N ſchen loͤſſet / vnd gang nit in die alt narhelt. võ Oꝛient die heillgẽ dꝛei Künig zů im ge Es w5 ein biſcholf der beßielt ein alt ra zů ſeiner demůt / wan fein vatter was ein s was ein biſchoff vs a een p̃aryß der behielt ein groſen teller / vff de er den reichen läten fleiſch von — | heim het tragen da er arm̃ was / vnd die glauben mer andern von in ſelder “ inen felber. Plus aliis de te tu tibi Sie wiſſen bgeſpꝛungen ' 0 0 \ + h 4 7 t | i — — Hon ſtruch Narrẽ ben / ſo halt ich euch für lügner vnd betrie⸗ ger mit euwerem ſchmeichlen haben ir mi ch betrogen vnd in laſtern off erʒogen / ich bin ietz kein kind me vñ wil ſemlich ʒůdüt ler nit me leiden / ich hab mein zeit obel an gelegt vnd mi h in ſchwerẽ laſtern gebꝛn⸗ cht gont võ mir / ich wil euwer geſelſchafft LXXXVIII nit me Babe ſo ir mir in zeitlich ẽ dingẽ vn trüw ſeint geweſen / wie kan ich euch ver trauwen das ir der feld heil mir trůwlich en raten. Alſo wolte got das vnſere pꝛela ; ten auch alſo retten fo ſtůnt es baß in vn ſeren landen dan es thůt. Laſſent vnß got bitten. E. An demgrienen durn / Won der erſten ſ hellen. flag hat der hocht gelert vnd gotz⸗ foꝛchtig doeter Kelſerßberg gez pꝛediger. . Von vnrũ wigen Narren. xen ſol man erkennen an, iu. ſchellẽ. Die erſt ſch h el iſt vꝛſach / warum edman einẽ vbel ret nit 2 & J alweg thun. l vil menſchẽ die ſtetz cla gẽ man re de in vbel / vnd fie woͤllẽ nit erken en dz fie den lüten vꝛſach darzů ge ben / ſie woͤllen daz lob haben / das fie küſch ſeient / vnd woͤllẽ ſtetz bei den weiberẽ ſtecken /ſie woͤllen nit vff hoͤꝛen rauben / vnd wöllen ry⸗ lich geheiſen ſeĩ demütig aber ſtol tze gebert a demũtigen wercke le ee ug mein conſciens / aber es ſſtniraſſo/ein menſch muß dem andern auch leben. Was můß ich thůn das ich vꝛſach ð nachred hin * —— 8 dein nechſtẽ als lie RE „ 4 beale Vic ſelber Speick r ſanct⸗ | > ns US egorlus / die nachreð ſol man 3 - ap berüffen ſie ermanẽ fridſamiglich nn 2 ren iſt da einer nickt leiden mag die die mareri ð ergerniß hinweg thit . F /| sungen der nach reder. Diſe nar ge die warheit / ſpꝛach criſtus das wir ſie dileicht nit ergere vnd wer P ili 1 5 Sie welt nit würdig w (Ad Fab. in. vi. ſpe lũ. et in cauernis terre habitantes . Ale da iſt geweſen Helias vnd Hie⸗ remlas/die da haben gemeſſen fliechen dy welt / dan ſie der welt züügůt waren. Nit ſelig iſt der / der da die welt alſo flücht / wy ein Pellican oð nachtvl / vñ ein ſpar vf dẽ tach / als da ſpꝛlcht pellican iſt der einſi⸗ del ein nacht vl / ein hußhaber ð da Beiblei bet / ein ſpar ein cloſter menſch vnd warũ biſtu o dauit ein ſemlicher worden (Quia toto die evpꝛobꝛabãt in inimici qui me ad uerß. me iurabant.) Von der andern ſchellen. Die ander ſchel IJ iſt wider ſton. Es ſeint vil denen es nit zimpt von der elt zů gon / wan man den⸗ en vbel ret / ſo ſpꝛechen fie wz wil ich des dy weil ich rũwig in meiner conſcientz bin. O bꝛũder du irreſt / du ſolt inen wid ſtant * ya thůn. Z3ü dem erſte b deinet willen das | du dein gůten nam̃m̃eñ moͤgeſt behalten wan menden menſchen es wol diener zu nemen der geiſtlichet die weil fie ein gũtt lob haben / ſo hüten ſie ſich voꝛ vil ſünden wan aber ein geſchꝛei vber ſie gat ſo ſün⸗ nun gleich. Aber es ſolt ein menſch nit alz f/ wal ſchon einer verlum de / ſo mag er ſeiñ lob wider pel / diſſe haben alle groͤſſere eer vnd gloꝛi dan hetten ſie nit geſündet. Als wan ein knecht etwas malet / ſo kumpt der meiſter vnd beſſert es vñ macht es noch als ſchein barlich als voꝛ. Alſo ſehen wir ein mẽſchen der in ð iugent verlaſſen iſt geweſen / ha⸗ ben ſich bekert vnd erlich woꝛden den die in der kinthelt gůt ſeint geweſen. Zů dem andern fo wider ſtant dei⸗ nem nachreder omb feines gũtz willen dz man im ſein freuel bꝛeche vñ vnder truck das er es hernach nit me an fahe. Pꝛouer bio. 6.reſpondeas ſtulto ne ſibi ſa. vi.) Zů dem dꝛiten vm̃ viler menſchẽ nutzs willen / ſpꝛicht ſanctus Gꝛegoꝛius derẽ le⸗ ben geben iſt andern menſchen zů einem exempel. Alſo die pꝛedicanten ſeint / derẽ nachreder / ſol man geſcheigẽ das man tre pꝛedigen nit vnderwegen laſſe zů hoͤꝛen die ſie moͤgen hoͤꝛen vnd ſich beſſeren. Zů dem fierden vmb der gerechtigkeit willen / als Richardus ſpꝛicht es iſt nicht allein billich es iſt recht vnd verdienlich. Zů dem fünfften vmb reichlikeit willẽ / Kür dich das du es nit thůgeſt vß einem zoꝛn zů rechen / befilhe es got dem herren du ſpꝛicheſt wie ſol ich dem nachrederen widerſton / alſo denen die dir nachredẽ de nen red du nit vbel / du ſolt es gedultilichẽ leiden / ſpꝛicht ſant Anthonius uit vß einẽ haß bewegt werdẽ / du ſolt dein vnſchuld darthůn als vil du magſt / da mit niemã von dir geergeret werd / wan ſolteſtu ſch⸗ weigen ſo theteſtu vnrecht. Auguſtinus ſpꝛicht wer ſein nammen verſompt ð iſt grim (. xi.q. ii. non ſunt audiendi.) Iſt es aber war was man von dir ſagt / aber es iſt heimlich / fo entſchuldige dich doch erkummen das du nit liegeſt / oder ein eid ſchwereſt / ia grõſſer dan voꝛ / wan er ein herter lebẽ oder heiſſeſt fie liegen die dir vbel reden / an ſich nem / wan alle menſchen würdefis aber du magſt mit blůmpten worte dich ch dein verwundern vnd würdeſt erlicher ent ſchuldigen / als ſpꝛecheſtu man ſagt fil uin det⸗ ein da nichts an iſt / od er man hat vil falſch trum / Matheum zů einem evem ding geſagt uff die heiligen / darũ ſo iſt es 3 2 2 r 2 E D = 2 EN * S, * S 8 EN = = = N AA] ſünd / es ʒimpt ſich auch nit der ſtat halo / das an dem oꝛt da man mit a růwgotz 15 ſt ſol celebꝛieren as mã da vngeſtiem ſei oc et ot iden gema — 2 der herr des tem cht⸗ vnd pels da er geboꝛen ward / da ſingen die en ſton / vnd ſach dem zeug zů vñ het dz mul offen vnd die geud yn Pie ſeitten geſtelt Der biſch es / xeit a i wat ð teuffel den fuͤrſteẽ am letſten ni e was eher dan det biſchof darzů. Alſo fů gel frid dem menſchen eins gůten wills. Item erwolt das ſeine junger friden wun ſtent / wa ſie in die hüſſer giengẽ / da er v inen gieng. Da ſpꝛach er mein friden ver laß ich euch / nach der vꝛſtẽd ſpꝛach er der frid ſei mit euch. Von der vierden ſchellen. Je vierveichell iſt verſamlung machen in ð ſamlen vnd tagen zůſamen die all ire ſachẽ vßrichten in den kirchen. len / als ſinodus da halten / magiſtros vñ doctoꝛes mag man darin machen / In ca pitulo de magiſtris weltlichen ſachen / ſol⸗ len die leien damit handlen. Von der füufften ſchellen. Je funft ſchel iſt geſchwetz davßrichtẽ nüt welt cke neut vnreins / da ſol mã ede 5 = pꝛedigen ſingen / vñ leſen bet got / vnd von goͤtlichen dingẽ als die heiligen frawẽ / vñ die man hũt ha ben gethon / die da habẽ geeret eintweders mit Chꝛiſto / vñ mit dẽ engelen / oder von Chꝛiſto die frawẽ da ſie zů dem grab gien gen. Da ſpꝛachẽ fie wer thůt vne dẽ ſtein ibentſich / da fie hinein giengẽ / da retten fie mit den engelẽ / vñ megdẽ mit Chꝛiſto vñ darnach mit Chꝛiſto / da er ſpꝛach aue te vñ nit rür mich an / vnd die lunger da fie gon emauß giẽgẽ. Alſo laſſen vns nũt in der kirchen reden / dann was goͤtlich i Iſt es aber all wegẽ ein todtſlind / yn den kirchen reden / lyßß Angelum vñ and me. iſt wið die hohen ſchůlen / im welſchen lãd Das iſt woll war was die kirch antrifft / vnd ð kirchen perſonen / mag man da hãd Von kirch Narren xcVm Von der ſechßten ſchellen. ſer iſt ein herr aller herren / ein fürſt aller Die ſechßt ſchel ke | Sr Ann treibe yn i die Felgen Parton deren der kirchẽ / oder im kirchhoff in 7 5 ſol man nit iar merckt habe geſchiche da gemalet ſeint / da ſol man als die leut vß dem tempel getriben / den we⸗ ſtraffen werde / die alle oꝛt mit iren ſündẽ chßleren ire tiſch vmb geſtoſſen / wan ſel vervnreinigen vñ das gotzhuß nit ſicher ten die ding on ſünd verbꝛacht werdẽ / ob Fre da f. 1 am eltzam mE = : man aber kertzle / oder liechtle zů der meß 9 e alle oꝛt bꝛuchen zů | a „ r fels dienſt / vnd dz clein bietzle / oð ſtuckle feil e hie wiberein des erterichs der kirchẽ / das got im ſelbs | ander ſich ang behalten hatt zů feinem dienſt. So . das gantz ertrich / mit allem das darin iſt Von der ſibenden ſchellen. fein iſt / vnd nit frei iſt ſie mliſſen es ver⸗ vnreinigen mit irem wůſt / vnnd ſünden | ein ſtund i ie & gotz dienſt wert. Nein er würt es } 5 S Die ſibent ſchel on ſtraſf nit hin le En iſt weltliche vꝛtell da vß rich | 175 * | Sr weg, Er iſt auch da ym heiligen ſacra es niemantz zehertzen / vnd ſchweigt ieder ment das man teglich / da celebꝛiert für le man. | Abet wanſſe b aft müste rz bendige vnd todte. Da gedenck mit was wen / ſo werden fie es empfindẽ / wie fie die zucht renerentz / vnd foꝛcht ein knecht ſtot voꝛ dem Reyſer / oder voꝛ ſeinem herren / vnnd wie er ſich hlietet das er neut thũe / groſſe ſchand / vnd ein groß laſter⸗ Darin er feinem herren miß falle · Vnd 9, heiden ſtraffen / vnnd allzeit geſtrafft | | kauffen / vnd vᷣkauffen / wan der herr hat lein got dienen. Meinſfũ das gott die 3 ſchand vñ N ſo ein cleine zeit als Die. zu, Schar werdẽ die enterer irs tempels / vñ ruſalem. Wan ir kummen / ſo gond zům erſtẽ yn die Criſten laſſen ire kirche enterẽ die kirchen / vnd reinigen die kirch von vnnützem on ſtraff. ee e e 2 andere ST / 5 vnrũüwigen dingen vnd mißbꝛuchen. Das ir hie EN | ſpꝛicheſt gnad erwerben / vnd doͤꝛt ewige gloꝛy. Ames | was ſol ich thůn. Du | Sg) folcals dich der bapſt — 155 ͤdein yngang 55 die kirchen ſei / diemütig / andech⸗ N f 5 tig E. Gãg pn die kirch yn keiner Am dun ſtag in der oſter böfen meinung / nit zier dich hof wochen zů den ruweren zeſtraßburg gepꝛe / fertiglich/das du geſehen woͤllſſt diget. Von waghelß Narren. ſein / biſtu in der kirchẽ / fo biß ſtil vnd rüewig / gib den leutẽ yn der kichen kein boͤß evempel / zů dem nãmen Jeſus neig dein hertz das zeig mit deim haupt / bet mit an⸗ dacht. Ja ich kann neut damit. ſo nym war des geſanges ym cheꝛ ð cleidung des pꝛieſters / darinn er meß halt was fie bedeuten / ſich an das gemält an dem gewand was es bedeutet. Ja ich wolt lieber da vſſen off dem kirch hoff lygen ym graß / vñ mit dẽ finger ym ſtaub grüblen / an der ſonnẽ lygen thůn was du wilt / vnd nim war wz dn thůſt / wan du das graß anſieheſt fo gedẽck die vꝛſtend deins leibe/ wan von eim tuͤrren weiſſen koꝛn würt ein grüne ern / vnd võ einer nuß ein hoher nußbaum . Itẽ võ eſchen ein clarer ſpiegel. Alſo iſt auch müglich / das vß deiner dür⸗ ren eſchẽ dein clarer leib widerum erſtand / leer von Chꝛiſto den tem pel eeren. Er wolt darin geopfert werdẽ / da er ſechß wochen alt wz / da er ʒwoͤlff iar alt wz / da woltt er darin gefundẽ werdẽ / wã er geen 5 Iheruſalem kam / ſo was der erſt f ſich yn die ſoꝛglicheit des leibs halb / vnd der ſeelen halb nitt / Alſo mögen gang in tẽpel gotz . Alſo ir die etz RA en ſton / vnd verharren yn eim gůtren leben D IE Des N N N N N AN S SM m — 7 = Je. xliiii.narrẽ ſchar iſt fal narren wag narrẽ / waghelß die zů got euwer angeſicht tert habẽ / bl vnnd zů dem hymmeliſchen iger das fie haben angefangẽ. O wie vil ſeint der nard \ | | h ren die alfo widerumb fallen. Sife nar; ren / ſol man erkennen yn dꝛei ſchellen. PVDor der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt iſt ſoꝛglicheit zefalle yn todt ſünd. Es ſeint vil die wölle AIrnit ſünden / vnd woͤllẽ doch viſach der fünd nit meidẽ / ſie habẽ ſtruch ſtein / Obiecta / bei inen durch die ſie dick gefallen ſeint / vnd nit lang ſton moͤgẽ/ſie werden aber fallen / vnd woͤllen dennocht ruwer vnd pentieger heiſſen. Als die die huͤren yn iren huſſeren haben / oder fie die nen an den oꝛten / da ſie mit der kellerin / oder ander laſter verbꝛingt. Das iſt ein groſſe narrheit meinſtu du woͤlleſt bei dẽ on mel wider daruß gan / vnd lang darin ſton / wiltu nit ſchweinẽ flei ſch eſſen / was ſollen dan die würſt am rauch zehangen. Dau biſt kein ruwer / ſant Auguſtin ſpꝛi⸗ cht / Für die ſünd genug zethůn iſt / vꝛſach der ſůnd hinweg thůn / vnd ir neigůg nit me hin ʒůlaſſen. Ich wil hie nit reden võ der wurtzel aller ſünd / Fomes genãt / die mag man nit vßrüten / man m za ſie wol ein zeit demmen von langẽ her / iſt ſie ein wurtzel der ſünd. Ich red von nahen vꝛ⸗ ſachen der ſünd / die du ſiheſt / oder hoͤꝛiſt / die da heiſſen. Obiecta gegen wurff. Als Da iſt zeit ſtat / vnd boͤſe geſelſchafft / vnd der gleichen. | Von dem an deren ſtruch. Er ander ſtruch cl ſtein heißt / oblectamẽta luſtig eit der erſten bewegung. Es iſtt wan inẽ ein gedenck / ein be on waghelß Narren oder frawẽ ſchimpffen / oder da man ſpilt XCI&ð wegung des luſttz ein kumpt / fo wüſſen fie wol want ſie lang vff dem gedenck ſtien dẽt / ſo wurde fie fallen yn todtſünd / feine liederlich ſpilen mit gedẽck/biß das ſie yn luſt kummen / vnnd eingefallen haben yn dem luſt / das wirt dan todtſünd ſunder lich wan ſie gedencken / das es wider gott iſt / vnd ob es ſei das fie das werck niemer thůn woltẽ / fo haben ſie aber ein freud yn dem luſt / ſo iſt es ein todſund. Diſe nar⸗ ren gleich ich einem beren / der würfft ſei⸗ ne iungẽ zů der naſen vß / iſt ein ſchwartz ſtuckfleiſch nit groͤſſer dañ ein muß / vnd hatt kein geſtalt nach foꝛm eines beren / ſo ſtot er darüber lecket es alſo lang / biß das es eines beren geſtalt gewint. Alſo diſe empfahen ein ruhẽ gedãck den lecken fie 2 | attet ein leber oder ein nieren bꝛatten / wann es rot iſt / lecket es daran / vnd ißt etwas dar⸗ uon / darnach aber alſo für vñ flir /ſo felt der nierẽ yn eſchen / ſo frißt es in dan gar. fo an eim geſpigtẽ vogel auch / da zügt ein ſpeckle noch dem andern vß⸗/bißſes de vogel gar gißt / dan ſo ſchletz die můtter / oder ð vater. Alſo thůnt die narren auch von dem gedencken kummẽ ſie zům luft) vnd ſchlecken die finger / vnd weſſeret ing das maul darnach vnnd kummen zů de todſündl Ein weiß menfe lat Line ge encken nit fo weit kummen/ er treibt ſi Von dem Fairen ſtruch. 1 Die. xL nn. Schar Er dꝛit ſtruch ſte Bash, in iſt / Obtecta / tägte dig zwei felbafftige ding. Es kumpt etwa ñ das die doctoꝛes wid einander ſeint yn den ſachen / dle ein men ſch ſol thůn / einer wil es ſei ein todtſünd / der ander wil es ſei kein todtſũnd / ſo feine menſchen die woͤllen es meidẽ / wañ es ein todtſünd wer. Wann es aber ein tegliche ſünd iſt / ſo woͤllen ſie es thůn / die mẽſchẽ ſeint yn eim ſoꝛglichen ſtadt / die am waſ⸗ fer gondt off dem poꝛt / es möchte hol dar under ſein / ſo fielen fie yn das waſſer / als die land ſtraß gon / da iſt man am ſichere ſten voꝛ dem waſſer. Von der anderen ſchellen. Je andere ſchell iſt wid fallen durch todtſünd 4 AV: len yn ſünd / wie vorgefagt iſt Aber freuelich mit verhengtẽ zaum ſpꝛin gen fie yn die ſůnd / nit anders dã wie ein froͤſch von eim ſeidin küſſe ynn ein pfütz / vnd in ein kat lachen. Alſo du biſt võ gotz barmhertzigkeit vß dem wůſt der ſünd er loͤßt / vnd geſetzet vff ein weiß ſeidin küſ⸗ ſe/einer luteren ſuberen geweißne / vñ du ſpꝛingſt widerumb yn den wůſt / vß dem du vor gezogen wardt. O du armer ellend der hund / wie gaſt du widerumb zů dem das du vor von dir gebꝛochen haſt / als ein ge weſchne ſuw / die wider yn die katla chen felt / vnd ye lenger du bleibſt yn ſün⸗ den / vnd ye dicker du felſt / ye minder du darnach kanſt vff ſton. wan ein fiſch / oder ein Haß oder vogel / ſo vil er ſich me wal⸗ get ym lym / oder im garn / oder ſtrick / ſo⸗ uil minder er ſich daruß erledigen mag. Alſo der ſünder / ye lenger er yn ſündẽ blei bet / vnnd vil mal me darin felt / fo vil me ers gewonet / vn d herter verſtrickt würt / EEs ſeit vil die nit gemach fal 9 vnd minder kañ vffſton. A dem andere A fo würt der tüffel deſter ſter cker / vnd gehertzer den men * 1 ſchẽ widerũb an zegan. Eim moͤꝛð / wãſes im glücklich godt off ein mal fo er ein zetodtſchlecht / ſo wirt er deſter ge hertzer ein and mal / aber ein zerodtſchla⸗ hen. Alſo der bs geiſt / wañ er ein mal dẽ menſchen vberwint / vñ yn durch die todt ſünd töͤdtet / ſo würt er darnach gehertzer den menſchẽ widerumb anzegon / dz zügt der herr Matthei . vij. von dem vnreinen geiſt der widerumb eingodt / darũb wañ du angefochten würſt. ſo ſtand ſtiff ſo flu cht er. Wiltu aber ſchwancken / vnd wack len / ſo ſetzt er erſtſſtercker an dich Er thůt als ein huß natter der hett etwan gern ein nagel / ſo gat er vmb / an der wand zoucht ein nagel / er zeucht daran er ſtott ſtiff / ſo at er für / er kumpt zů eim andern / ð ſtot auch ſtiff / er gat zů eim der wacklet de zen cht er vß . Alſo wie voꝛ geſagt iſt ſtand ſtiff yn der anfechtung / fo gat er für vnd flucht / ſo et dir neut abgewinnen mag. AE dem dritten ſo a cet fint eineſt vntruw / er mag kum gnad vnd verzeihung von ym über kummen / gar vil minder wañ er yn dick vntreuw fine / alſo mag ein menſch kum barmhertzigkeit finden / wer barmhertzig dick vnd vil veracht hat / deß iſt ein zeug / 2 iſt neut das die böfen verzeihung begeren vnd das ſelb boͤß darnach widerũb thůn ſant Auguſtin non lio ſolilo quoꝛum. 256 got thůt als ein ſenffmütiger fürſt / wer ge nad begert / dem verzeihet er / wann er es aber me thůt / ſo würt er zůzoꝛn gereitzet / vnd das zeſtraffen des haſtu ein mergkli che figur. ij. regum. h. capitulo. Gerd | hat dem dauid geflucht / vnd wider yn ge ., iſt got nit als geneigt zůuerzy 1 J ben / wã wen ein herr feine ine * Von waghelß Narren ſfüͤndet / darnach da ſalomon regniert / da erwarb Semei verzeihung vom ſalams / | ö 1722 8 | ee 4. n r A N Nine 1} == and — deeich of Salomon verzeihe ym / mit geding / das er zů Jheruſalem den tempel gotz buwet te / vnd ſolt nitt über den toꝛrens gon / wã lemon iſt Chꝛiſtus vnd 1 me dan ſals⸗ m̃on / er iſt der fridſam / der der frid ges macht hat zwiſchen got / vnd dem meſchẽ der ſemei iſt / der arm ſünder hatt gott er⸗ ʒzurnet / aber mit rüwen vñ d eint ſo uber, kumpt er verzeihung / da wurt ym gedot / ten werden 35 er bleibe yn Jheruſalem / das iſt ym friden / vnnd das er nit me yn die ſund fal/er wie 1 5 es yn dꝛü iaren / ſo will er feinen würt ſunſt ſterben. Aber flüchtigen knechten noch lauffen / die dꝛü lar ſeint dꝛü teil der penitentz / beicht rüw gnůg thün vnd laufft feinen ſünnẽ noch / ſo ſchickt dan gott fein gerechtigkeit / vnd laßt in ſtraffen. Leer von ſancta Maria magdalena beſtentlich bleiben vnd dz / dz fuer goͤtlicher liebe yn dem ſie gebꝛẽt hat / dias es yn dir auch angezünd werd. Von der dꝛitten ſchellen. | Die dite fchell Niſt ſich yn de wirbel der boͤſen gewonheit werfen / dz iſt die etſt / vnd die herteſt narheir eterich find / gewonen der boß⸗ heir. Es iſt ſchwer ſůnd en. aber zům al 1 — SEN ler ſchwerſten / yn der gewonheit der ſün⸗ den ſtincken werdẽ / das iſt als da einer in ein wirbel in ein tieffe felt darin er verſch luckt würt / vnd nüt daruon mag kũmẽ / gewonheit verderbt zung / vñ als ſagt die G kriecheſte hiſtoꝛi / von dem mechtigen Ale Sander wie er nit mocht manglen ſit / vñ geberd Leonidis ſeins meiſters / die er võ ym gewonet hat. Es ſpꝛicht ſeneca / wañ wir pn laſtern gelegen ſeint / die vß zerü; ten iſt hert / wir feine nit verunreinet / ab⸗ er dergifft Sanctus Auguſtinus ſeit vn n gat kum ab / ein ge wõheit slchrige Iachen g 5 he würt yñ die natur verwandlet / das ſehen wir an vnſereu iungen wol, Wan die an aben ſũn den / vnd ſich noch foͤꝛchtẽ / ſo zit⸗ teren ſie / vnd ſeint erſchꝛocken / wañ fie es e kom in mitte der ich yngefallen / vnd ward ein tieffe grůb / dar uß ein groſſer geſtanck gieng / dauon vill menſchen ſturden· vnd wz ein ellende ſach darumb / fie fragten die götter wie man der peffilens; abkem ward inen geantwur tet / wañ einer willigklichen darin ſpꝛenge mit eim ble würt es zůfallẽ/ dz nam er Marcus curcius an vnd thet es auch da fiel es ein. Diſe grůb bedeutet ein boͤſe gewonheit / wellicher darin veraltet / ſo iſt es vmb in geſchehen / gar kum oder ſelten Eumpr einer daruß / fie ſpꝛingen lebendig in die hell / ſie lygen mit Lazaro ym grab vnd ein groſſer ſtein / noch alter gewößeit leit vff inen / es iſt not das der herr weinẽt ſchꝛei das fie von der ge wonheit kũmen / vnd beſunder wañ das grab gemalet iſt / vnd gezierdt / als der edlen vnnd gewalti⸗ gen greber ſeint / das iſt wañ die federleſ⸗ ſer / vnd zůtutler / ſchmeichler die groſſen herren loden / inen geſt ond irer boßheit / ſo laſſen ſie erſt niemer daruon. . Ja ſpꝛichſtu was ſollen wir aber thůn ſollen wir alſo verderbẽ / vnd verzweifflẽ / ſo wir veraltet ſeint / vnd ligen vnder dẽ ſtein der gea onheit. Du ſolt thůn als ei⸗ ner thůt der ynn ein heimlich ig fels ii 4 1 VV )) Y \ Die. xi. n. Schar er vnderſtot ſich off zehaltẽ wie er kañ / er hat zũ . N ren ſchar / iſt gewalt narrẽ / ſie feint die als rr groͤſten narrẽ / fie woͤllen aber nit narren fein. Diſe narren ſol man erkennen / ynn ſů⸗ ben ſchellen. Sl antzem hertzẽ pech. Von der erſten ſchellen⸗ herr kum mi ſein Won ir es /fie berümen 1 — 80 ö ſich wie witzig ſie ſeiẽt / das iſt ein Am freitag ın Der oſter ſchel / ein kremer macktte woll dꝛel wochen gepꝛediget. % daruß / das iſt ein ſeltzame narr⸗ Von gewalt Narren. heit me glauben võ im ſelber / eim Ae eee Tacho Weut (Plus alijs dete quã tu tibi cxedere Roli) ſie woͤllẽ nit ſtrofft ſein / das iſt doch 2528 Dr narrheir Es ſpricht der weiß ſtraff ein weiſſen / er hat dich dar umb lieb / ſtraff ein narren | et er dich / Alexander ſtrafft fein ſtathatrer / das er in nit geſtrafft hat weiſtu nit / das niemãtz ſo vol kummen iſt / dañ er thůt etwã vn recht vnd du biſt / ſo lang bei mir geſein / vnd haſt mich nit geſtrart von meiner irrung villicht haſtu es nit gewüſſet / vnnd nit war ge nummen / oder haſtu es gewaret / vnd haſt mich nit gemanet / ſo ha ſtu mich wöllen betriegen. Zů de nechſtẽ hoꝛteſt du auch von einem ſemlichen fürſten. Vñ wil ſemlich narren niemantz loben / folobefie ze NE 176 Sa IR Ä ſich felber/ dein lob in deim eignẽ N NS n INA d ſtinckt. Ex iſt wol ein ner I N Min 05 „ 2 — riſcher menſch den niemantz lobt | Non gewalt Narren | Von der anderen ſchellen. Die ander ſchell — iſt nerſche vñ vnnũtzige ding | AD, handlen / wan fie bei einander DE E ſeint ym rat / vnd man wendt man ſol groſſe ding / groß ſachẽ vßrichtẽ vfñ handlen / ſo it es von der genß wegẽ⸗ ſie ſtruchen vff ebner erd / fie gedẽcken wie ſie daruoꝛ ſeient / das die milwẽ das ſaltz nit freſſen . Es ſt ein gemeine hiſtoꝛi. Es en der ler das der lung ratt wolt EN —— Damit fie an ir ſtat kemmen / der ein in dẽ iungẽ rat behielt fein vatter / im taub huß heimlich. Die andren ſtet nebẽ vmb her die wolten ir weiß heit verſůchen / vñ was Der ung rat künte / ſchꝛyben inen / die mil wen wolten inen das ſaltz eſſen / ſie hetten ſoalt ſaltz / ſie ſolten inen ratten wie fie es behielten voꝛ den würmen. Die gůtẽ ratz herren ſaſſen ob der ſach / vnd wüßten nit was ſie zů einer antwurt ſolten gebẽ. Der alt verboꝛgen vatter ſpꝛach zů dem ſun. Ich hoͤꝛ vngewonlich yn rat leuten / was haben ir zeſchaffen / da fieng er an vnd er zalt ym wie der ſtat die mil wen woltẽ dz ſaltz freſſen / da ſpꝛach er/ir ſollẽ inen rat⸗ ten / das ſie es mitt mauleſel milch ſpꝛẽgẽ die fine man nit / es iſt ein verſůchüg / da ſaltz vertreibt die würm / die wien thůnt dem ſaltz kein ſchaden. Alſo vnnutze ſchle cht ſachen handlen vnſer gewaltigen nar⸗ ren / wañ ſie im rat ſitzent. Itẽ wañ iegkli cher bei im ſelber iſt mitt Scipione / fo iſt er niemer vnmũſſiger / dann fo er müſſig is / wan einer gat in der kirchen ſpacieren voꝛ den leuten vnd hat die hend am ruckẽ Den alten zetodt ſchlagen / oder versreibe/_ Gl ſicht nit / ſich was meinſtu das gedenck bei im ſelber / ſie ernũ weren iren neid / vñ haß vnd ſie ſich rechen / an denen die ſie vacht haben als ſie meinen / vnd welcher im rat feine vꝛtel / vnd ſententz nit gefolget hat / vnd wem man gefolget hat / den woͤllẽ ſie verfolgen / vnd wie er ein ſentẽtz gebẽ woͤl nit zů der gloꝛi gotz auch nit zegůt dem ge meinẽ nutz. Aber das er geſehẽ werd weiß vñ ſcharffer ſin / das er den dꝛitten teil der ſternẽ an ſich ziech / wan er ioch mit ſchim pfflicher vnnd nerriſcher ſachen ym ko ieh T nare von tilligen des oi oltzle / wa er ein mucken er hett ein [pi and and wand die ſtach er / wan alle tag was er etliche zeit allein / das man ſolt we⸗ nen er betrachtete den gemei nen nutz / da kam ein mal einer der fraget ob der kei⸗ ſer allein wer / da ſpꝛach der ander / ia es iſt nit ein muck bei im. Alſo thũt di ren / die von den narren witzig gebeiſſen feine ſtechen die muckẽ / wan ſy allein feine Ja ſie werden geſtochen von dẽ neid zoꝛn vñ haß wie geſagt iſt / das fie in irem her tzen tragen. Von der dꝛitten ſchelleu. N ü Die dꝛit ſchell iſt dd ir ding hefftigklich ſůchẽ / ws iſt ir reichtum̃ / luſt vñ eer ſch Venck vñ ſchleck / vB denen irẽ vnd ſamſonẽ / ſich an andꝛomacum vnnd ouian thrifon vnd Jonatham / gaben yn ler fürſten hoff verkeren alle ding / dar⸗ umb da Jugurta vß der ſtat rom gieng / da ſpꝛach er O rom du bi hettſtu nũ men einẽ der dich Faufl i ſpꝛich wõ t. Rome omnia ſunt venalig yß docter ea narkeliſchiſß/ yn dem ca⸗ pitel / ſuft iſt auch ir ſchleck hoff ſchlecker / yn fůrſten hoffen / yn ſtuben der zünfft da cht man ſchleck / da die oberſten ſitzen / da müß man ein tracht me haben / dann mitten im tiſch / Beiffer ein voꝛußle vnd iſt in ſchleck der kumpt vom ſcholder / den em erterich des künig / ein kind iſt / vnnd jes Furfren feire effen/aber onfere herren ſeint vel x on TENTmorget an biß iſt omb ſie / wie vmd ein vaß voller mof das alwegen oben vß würfft / was ſůchten e wen den luſt bei ſuſanna / vnd gaben ein falſch vꝛtel ſie zetoͤdten / was vppige er vermag dus weißt ieder man wol / wie fie e gef gleichen yn ſtetten / ir reden iſt vꝛſach als les übels / eigne liebe vnd gifft omnis que runt que ſua ſunt &. Von der vierden ſchellen. er knecht vff hebt von dem fpil/ võ dem boͤſen gůt. Der weiß man ſpꝛicht wewe 8 Er u——mIE — DR , iſt gemeinen nutz irer vnder e 16° vᷣſumẽ zůgleicherwelß / Q als ſie bꝛennen zu eignen ſa⸗ chen /alſo ſeint fie kalt vñ lieðlich / wz nutz möge fie iren vnderthonen thůn. Alſo hat Chꝛiſtus nit gethon / der ſich ſelbs hat in todt gebe für fein volck. Wir leſſen vs eim kung von Ar dex hieß Codꝛus der hat ein bild geert / wañ er vmbkem im ſtreit /ſo wurd das volck obgelygen. Ex verwandelet ſeine cleider / als ein knecht vnd fiel yn die feind / vnd ward erſchlagẽ alſo lieb het er ſein volck. Alſo du richter du herr im land / du ſeieſt wes ſtands du woͤlleſt / ſo big ein fuer vñ bꝛlñ durch liebe deiner vnderthonnen / ſich aber zů dz mã yn dich werff thimiã vnnd weirauch / das ein gůter geſchmack võ dir gang / wa mã ſchwebel yn dich wůrfft / ſo gebeſtu ein wie ſten geſtanck / was iſt der ſchwebel dann boͤſe ret / die von boßheit raten verlumdet leut / ſeindt die da machen ein geſtanck in dem rat / mã redt dir übel das du ſemliche leut haſt zůgeſellen / weirauch ſeint gůtte red einer frummen andechtigen perſonen vnd erber man / eines gůten limbdes / dz iſt weiſſer weirauch / wan die dir zůgefũ⸗ get ſeint / ſo gat es dir vnd deinem volck wol / vnnd gat ein gůter ſüſſer geſchmack von dir des fridẽs. ¶ Eecleſiaſti.v. quaſi ignis efful. — sr Die vierd ſchel b ü | F N g 1 A ſpꝛichſtu wer dee at feine ie gũter von denen | bel rat ſüchen & fanctum Amd ꝛo 8 mich n lib. ij. De elficle) man foll warnemmen dd man rat nem / von denen die da ſeint eines erberen / vnd gůten lebens vnnd tu gentreich / welcher ſůcht ein bꝛũnẽ yn einer miſtlachen / wer begert ein trunck wa | | | Von gewalt Narren cu von eim trieben bach. Alfo wa vnkeuſch det buw der kirchen bald fallen. geit ne el 5 andꝛe u ſtter auch / was meineſtu das du gůttz / da N ſcgsſfek wa einer ſeinem beben ſchedlich Von der ſechßten ſchellen. ſt / was kañ er dan eim anderen gůtz rat ten ie kan ich den achten das er gůr jet EZ] Die ſechßt ſchel zůmeinen oberen / der im leben minder iſt a iſt võ der gemein ſich thůn. Es ſeint etlich pꝛelaten die zevil ſich thůnt von iren vn Dan ich / wer ym ſelbs nitt ratten kan/wie kan der eim anderen rarten. Von der fünffsen ſchellen. lr ſüben faul gehauwen / wan noch die pꝛe aten der kirchen nu gelert werẽ / ſo wurd An Die. xl . Schar Von der ſübendẽ ſchellen. ptmã/der 155 ein By 95 bau vñ | | 7 ke nam yn vff fein achſel / vnd ſpꝛach das ir Die ſübent ſchel mic haben geſehen ra / dae tnt auch j iſt heiſſen / vnd nüt thůn zů da reiß iegklicher ein aſt ab / vnd folgeren ar eim ſtrengen gůtẽ hauptmã im noch Judicũ. iv. Alſo iſt Jeſus vnſer e 2 im feld / iſt nit gnůg dz volck wol manen gebieten ſtraffen / er můß ſel⸗ ber auch thůn / nach gelegenheit der ſtatt / vnd des zittes / vnnd das er ander heiſſet můß er auch ſelbs thůn / alſo was Julius der Keiſer ein mã. Der ſpꝛach niemerme gond hin. Aber all wegen venite kummen mir nach /alſo ws auch abimelech ein hau⸗ Aff miſericoꝛdia do mini/hat gepꝛediget der hochge lert doctoꝛ Johãnes Geiler võ Keiſerſperg. Von ſtraß narrren. erloͤſer ein hauptman geſein. (Quia eepit Jeſus facere) Jeſus hat es gethõ / vñ gele ret darumb / ſo hatt er hüt ſeine hend den iungeren gezeigt / vñ ſpꝛach Ich ſend euch als mein vatter mich ſand. Jetzund nit me. Laſſen vns got bitten / durch fein bar mhertzigkeit / das er ons verleihe die ewi gen freud. Je. xlvi. ſch⸗ himmel ð ein / das iſt der weg goͤt licher gebot. Der herr ſpꝛicht / wil⸗ tu zů dem lebẽ ein gon / ſo halt die gebot. Der ander weg gat zů der hellen / vnd iſt der weg der ſundẽ. u 54 2 Du werde gon yn das ewig feur. Nun ſeint etlich die erwelen den weg für N EI IN! erkeñ ich yn. ij. ſche len. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſch der ſündẽ dar ʒů wer den ſie bewegt / wan der weg luſtiger iſt vñ yn me leut gond dã dẽ andn. Der ſůndẽ weg iſt weit vñ bꝛeit / vñ gůt zegõ / als ð herr im euãg. ſpꝛicht / vñ diſe leich te zegon zůſündẽ / kumpt her võ ð erbſünd / dz wir zůdoͤſem geneiget ſeĩt wiewol im tauff die ſchuld hin weg genũmen iſt / noch das begird des hertzen võ der iugẽt daruff iſt ar / iſt irr narrẽ / ſtraß narren Zwe weg ſeint ons für geſetzet / zů dẽ Qui mala ege) welche übel thůt den erſtẽ/ das ſeint narrẽ die heiſꝰ fen irr narrẽ oder ſtroß narren. die el / iſt erwelen dẽ weg | I 1 * } fen. tel / hoͤr o ein verflücht in Vitoꝛiũ / das iſt venite fruamur / das iſt der bꝛuch vñ ge⸗ wonheit der iungen / das ſeltẽ einer allein ſündet / er nimpt ein geſellẽ zů im / alſo ha Von ſtraß Narren geneigt zů boͤſem / vnd neigung meret ge wonheit zeſünden / vñ treiben des teuffels vnd der welt willẽ / wañ nun diſe ding mit einander den menſchen angond / ſo iſt es kein wunder das der menſch yn ſünd felt ſie maner diſen weg zegon / vil derẽ die in gond / garbel fo gat dẽ weg die gãtze welt Omnis declinauerunt ſimul inutiles fa⸗ cti ſunt) darumb fo gedeckt der arm ſün⸗ der geſel dich zů IE merer teil / war fie hin kummen / wie es inen gãg ſo gang es mir recht auch. Alſo fo ein narreſch ſchaff / dẽ anderen noch an galgen. Zů dem dꝛitten ſo iſt der weg froͤlich / er iſt wol gebãt wol getriden / wan allerlei blůmẽ findt mã im uveg / das iſt reichtum eer luſt wolluſt &, Et trahit vnumquamq; ſua voluptas virgilius) alſo gond fie den weg / vnd iſt lnen nit genůg das in gond / fie laden any der leut auch darzů / zegon vff die kilwy ſpꝛechen (Venite fruamur bonis) kummẽ laſſent ons bꝛuchen diſe creatuten yn vn⸗ fer inget / wir woͤllen vns kroͤnen mitt ro⸗ apientie.ij.capi.lyß das gantz capi ſtu dꝛũ vꝛſach / die fie ziehen zůſünden. Aber es würt der tag kummen / dz ſie wer den ſehen das ſie betrogẽ ſeint geſein / wã der zeitlichen freud / wůrt nochfolgen / die ewige trurigkeit / wiewol ſie yn iren zeitli⸗ chen freuden haben pingung vnd leiden / aber das leiden nohe folgen / vnd würt dz pꝛich woꝛt woꝛ / das man da gemeinlich ſagt. Wer hie ein karren sche / der würt doꝛt ein wagen ziehen. Ich verſton die pa vabol nit / leg fie vns vß / was iſt der kar⸗ ren / was iſt der wagen / was ſeint die re⸗ der/ was ſeint die pferde / das wil ich dir vßlegen / was der karren iſt / vnd was der wagen iſt / vñ was die reder / vñ die pferd ſeint. 5 ar | cm En karrẽ de mã s hie zücht / iſt ein weltlich cur / vonnd ſoꝛg des lebens / die zwei xeder ſeindt liebe / die dich ana zünt zůſünden / das ander rad iſt foꝛcht / die dich boͤßlich diemütiget / die dꝛei roͤſſer die den karren ziehen / ſeint hoffart geitig keit vnkeuſcheit ¶ Omne quod eſt in mun⸗ do E. Er iſt wol taub / der das garrẽ diß karren nit hoͤꝛt / ſein gethoͤn / fein girrẽ lat ein zenacht nit ſchlaffen / den karren ziehe hie die narren . Aber doͤꝛt werden fie den wagen ziehen / der wagen hatt vier reder / ia ſtraff / vnd pen on end / dan ſo werdẽ ſie clagen / das ſie den karren hie gezogen ha ben / vnd ſpꝛechen. Sapientie. v. erramus wir haben geirret von dem weg / der woꝛ heit ym weg der fündyfeint wir erlegẽ / vñ haben eln herten weg gangen / da ſeihſtu den karren den ſie gezogẽ haben / o ir nar⸗ ren wol haben ir ein herten weg/den karrẽ gezogen über die berg der hoffart / durch doͤꝛn der geitigkeit / ein wüſten weg ð vn⸗ keuſcheit / ein finſteren weg des neids /ein koſtlichen weg des fraß / ein vnrüwigen weg des zoꝛns / vnd ein verdꝛoſſenen weg der tragkeit / die tregen ſeint alwegẽ müd fie feiene wa fie wöllen, Darumb fo vlaſ⸗ fer den weg / vnd keren euch zů dem ande ren / der zů dem himmel gat ʒů dem ewi⸗ gen leben zů freud on end. Von der andern ſchellen⸗ Die ander ſchel iſt foͤꝛchten ſchuhen võ dem vnnd ab dem himmeliſchen weg. Es foͤꝛchtẽ etlich zegon den weg zů dem himmel / wan er den ſün⸗ deren widerwertig iſt / vñ leider wenig me ſchen den weg gond / als der herr Jeſus Die. Lvl. Schar | vnd die welt neiger den menſcheñ zu dem weg wie geſagt iſt / vnd tuget ſtot in mittẽ das mittel iſt hert zefinden / noch fol man den weg nit verlaſſen / wan der weg zů dẽ himmel / iſt im anfang nummen eng vñ hert / aber wan mã hinein kumpt / ſo würt er weit vnd luſtig / nit ſich auch an das we nig den weg gond zům himmel / vñ ienen il gõd (Cutz mulri ſunt vocati) vil eint berieffe vnnd wenig vſſerwelt / wan inen find gar wire ler „daf fülber off erdẽ / minder edel geſtein / dañ kißling we nig künig vil burßfolcks / feomal hũdert tuſent / on frawen vnd kind giengẽ vß egi pten land / vnnd komen nit me dan zwen Joſue vnd Caleph yn das gelobt lãd / vñ zehen maltzen wurden geſunt / aber nit me dan einer kam / vnd ſagt Chꝛiſto loo vnd danck alſo ſeint wenig vßerwelt. 5 Arüb erſchꝛick BEN 7 nit von der ſcherffe des wege e du wũrſt nirtallein im end / uch im fürfaren empfinden die groſſe ſüſſigkeit vnd freud / Aber ym end ewige růw / vnd frid den kein aug nie geſaß / kein oꝛ nie gehoꝛt / vñ vff dem ges weg findeſtu ſũſſe / vnnd freud (Secura⸗ mens quam iuge conuiuium) Wann der bꝛun der da entſpꝛingt / iſt der natur dae er ſüſſe vnd fteud gibt. Aber ym weg der ſünden wöllen fie freud haben / fo müſſen ſi es anderſwo her erbetlen / als von einer geſelſchafft von freſſen / vnnd ſuffen vom bꝛetſpil / von der karten / von dem tantz vnd ſeint doch diſe freud nitt einer ſtund lang. Aber vff dem weg gotz haben ſie ein felfen nock gon der inen ſtetz freud gibt ir eigne conſcientz von denen vff dem weg ie 1 H i vnd hüt bei tag / fo ziehen fie in des ſüſſen iochs vnd leichten burde 945 wean war⸗ lieb haher iſt neut zeſchwer / laſſent ons de weg der fünde verlon / wan erſcheint num men luſtig zeſein / er iſt es aber nit vnd en det ſich yn der hellen / vnd laſſent ons den weg annemmẽ zům himmel / laſſent ons ſelbs ein cleinen gewalt anthůn / wan dz reich der himmel leit not / der herr würt es am letſten dir vergelten / nit erſchꝛick von der arbeit / der herr wil dir helffen / ð herr rufft dir ¶ Ezechias. xxxii · conuertimini a vijs veſtris malis) biſtu ein irrig ſchaff geſein / vnnd haſt dein hirten verlon / du biſt der ville der nerſchen ſchaff nochgefol get durch das graß der laſter / kerwider⸗ umb zů deim hertzen / ſchꝛei zů deim Hirt? ten z ů got deim herrẽ / mit dem bleren des gebettes. Der lebt noch der die. xcix. ſch⸗ aff verlief / vnd das verloꝛen ſchaff ſüͤcht vnnd da er es fand / da nam er es vff ſein achßlen / vnd ſchꝛei zů gott ( Erraui) Ich hab geirret / als ein verloꝛen ſchaff. Que⸗ re ſeruum tuum) Sůch dein knecht / wan deiner gebot hab nit vergeſſen / deren ge ſchꝛei haſtu vill im pſalter. ¶Eripe me de inimicis meis ſpiritus tuus deducit. Laß ſen vns got bitten. Sultoꝛum infinitus eff numerus. Der narren zal iſt on end. * | ENT 8 werck / ettlich vnoꝛdẽlich / wan ſie es nit oꝛdnen yn got als yn das recht end mit vmſtenden / als mã ſolt thůn. Das ſeindt diſe / die erken ich yn faben | ſchellen. dee. xlvii.narrẽ ſchar . > a iſt Bandwercks llitẽ/ handwercks nat A ren / bei den handwerckẽ / ſo halten ſich die menſchen / vnd die meiſter ð hand Von der erſten ſchellen. En ! ü » ra on e erſt ſchell iſt bald — en werden. Es a vil 51 mei r ter werde yn einer kunſt / vnd ſeint RE IA noch nie recht leer knecbt geſein / was N ſie eim verderben von ir vnwiſſenheit / ſeindt fie . Hon hantwercks Narren zZCXm Am ſuntag Jubilate Von handwercks Narrẽ. ſchuldig zůbezalen / vnd widerke⸗ ren. Es iſt nit gnůg das einer ſ pꝛi cht / ich hab mein beſttz gethon / in allen kin ſten ſtot es übel das ein er meiſter würt / eb er die kunſt ley ret / vßgenummen yn der artzeney die ie den leib an / vnnd yn der theologi / die ſicht die ſeel an / wañ wer da wil der ſtot vff / vnd iſt ein artzet / vñ ein theologicus niemãtz ſtrafft eine darumb / geſtert was einer ein wund artzet / hüt fo iſt er ein leib artzet / geſtert was eĩer ein locat /yn der ſchůl ein bachãt / hüt ſo iſt er ein pfarrer / vnd ein ſchoͤ⸗ ner pꝛedicant ( Sacerdos põtife et virtutũ artifex) ein pꝛieſter / vñ ein pꝛelat ſol ein meiſter ſein / ð tus - ger nit allein yn im ſelber / auch n feinen vnderthonen / das iſt funds lich got wol gefellig. zů der meiſter ſchafft wenig kummen. Siſt darna ch einãder hãdwerek. Sas ſollen Criſtẽ me A (then anſich nemmẽ / vnd leren. Es iſt barmhertzig⸗ keit / den armen geben / das gehoͤꝛt in ſunderheit zů / den edlen vnnd den reichen / vnnd die vil gůtz hab ben / wiewol kein handwerck inen zimpt zerreiben. Aber das handt⸗ werck macht ſie edel / vnnd groß das gůt hand werck / das fie treibẽ ſollen iſt / den armen mit hand ge ben. Manum ſuam apernit in opi.) Sein hand hat er vffgethon dem armen / vnnd heiſſet Bands werck barmhertz igkeit / wann es mit der hand zůgodt dauon rede Criſtoſoſtomum ſuper Matthe deſgleichen einn ieglicher Kanone wercks man kan fein kunſt / alſo . ’ Die. xLVn. Schar ſollen dle reiht ir kunſt auch wũſſen · Sie kůnnẽ / nit ſchmidẽ / nit zimmeren / nit we ben / nitt ym ſchiff faren / ſie ſollen es auch nit klinnen. Aber das iſt ir hand werck / ſie ſollen wüſſen das ſie ir gůt wol bꝛuchen / vnd denen mitteilen die mangel haben / die kammer des wercks zeug / iſt ym him⸗ mel / wan darzů bedarffman weder eyſſen noch kupffer / noch metal neut dan ein gů ten willen / můß man haben eins gůtẽ ge⸗ müs Chꝛiſtus / vnd fein vatter die feine meiſter des hand wetcks. Eſtote feine bar mhertzig / als euwer himmeliſcher vatter barmhertzig iſt. Der himmel iſt das end diß handwercẽs / vnd die ſeligeſten ding die ym himmel ſeint / die on vßſpꝛechliche gloꝛy / vnd alle handwerck dienẽ zů diſem zeitlichen leben. Aber das handwerck / als můſen geben fůrt ve zů dem ewigen le ben. Darumb o du reicher würt ein mei⸗ ſter yn diſem handwerd der barmhertzig keit / vnd mitleiden. Von der anderen ſchellen. Die ander ſch⸗ el /iſt fallen von der meiſter Aſchafft. Die alſo ſchnel mei iter werden / eb fie die hand vmd teren / ſo werden fie widerumb zů⸗ knechten werden / wañ wenn einer fliegen wil eb er federen hat vß dem neſt / wer wil ym nit gůnnen / vnnd lachen wañ er felt. Itẽ es diẽt wol darzů / das ſie knecht wer den / dañ wañ ſie meiſter feine / ſo gebẽ fie ir arbeit vff boꝛg hinweg / vñ gibt mã ine kein bargelt / ſo nemmen ſie auch off boꝛg von andern vff bletſch / vnd wañ das zeil kũpt / ſo habenſie es nit zůbezalen / ſo treit mã ynen ir gůt vß dẽ huß / vñ verkaufftz vnd ſo gond ſie dañ ver von dannẽ / oder ſie zünden / an eim andre ort an / entlehes vnd loͤſchen am andren oꝛt / vñ hilfft wol (3 darzů / das fie yn villen wolleben wollen ſein / vnd bey gůten geſellen verzeren / als vil vff ein tag / als einer gewint yn einer gantzen wochen / vnd wañ ſie anfahẽ wer cken / vnd kunden überkummen / ſo thůnt fie inen zevil thůr / fie wöllen ynn eim iar reich werden / wañ ſie ſeint mager mucken ſugent das blůt gar vß / gleich als ein fpin die ein neu we wep machet / die ſpint ir ge derm gar vß vmb der fliegen willen / die on gefert etwan yn ir wep kummen. Alſo thůnt die neuwẽ meiſter auch im anfang. wliſſen aber das es ir ſchad iſt / dã fie vers lieren ire kunden / vnd warnen die anderẽ euch voꝛ inen. Von der dꝛitten ſchellen. die dite ſchel IS . . ET or. 0 —— st / fie ſchedigẽ iren nech ſtẽ / e | ir arbeit geben fie vil neher / ö dan ſie ee ſelber haben vmb ires nachburen willen der auch des hand wercks iſt / dem er feine iſt / allein darumb das er vil verkauft / vnd vil macht / vnd alſo felt er ſich ſelber in die grůb / die er eim andren macht/ er wil eim andere ſchaden thůn / vnd ſo fart er ſelber vg der ſtat vß⸗ ſo der an der dartñ bleibt. | Er thůt auch dem andern meiſter ſchade das er nũw find erdẽckt / damit er ym ſei ne kunden abzieß / als mir ſchůch macher Ye Johan. Chꝛiſoſto. Don Fer vierdenfi chellen. * Die vierd ſchell Niiſt gotzbot verachtẽ / es ſei yn fliege ſchwerẽ / am feirtag wer⸗ cke kein meß hoͤꝛẽ an geweich⸗ ten ſtetten feil hab ẽ. Es iſt ein groſſe nar heit das wir got nit truwẽ / das er vns er⸗ nere / wañ wir ſeine gebot hielten. Es ſeĩt etlich die ſpꝛecht on verholen. Ich möchte nit bei huß bleiben / wann ich nitt luge / es vnd du mach deine werck auch q 3 on handtwerks Narren ſtot nit wol vmb ein hanckwercks man ð nit lügt / vnd alweg war ſagt / du ſchmeſt got / der herr ſpꝛicht/ſůchent zů dem erſten das reich gotz vnnd ſein gerechtigkeit / ſo werden euch die vnd eſen ding zůgebẽ / wz iſt die gerechtigkeit einres reichs / ſeine ge⸗ bot halten / halt gotz gebot / halt dẽ feirtag nit lüg / gott ſpeißet thier vnd vogel on ir ſoꝛg / vnd wenſtu got künne dich nit ſpeiß en / dan mit deinen läge, Item glaubeſtu einem reichen mechtigen menſchẽ / beſun⸗ der wañ er gůt vnd frum iſt / der dir zů⸗ ſagte / vnnd ſpꝛech truw mir wol / ich wil dir dein notturfft geben / eſſen vnd trinckẽ vnd verſchꝛyb dir dz / vñ geb dir ein bꝛieff darumb/ ond got dẽ allmechtigẽ / dẽ reich ſten vnd dem beſten / dẽ glaubſtu nit / der diß ſpeiß hat verheiſſen / vnd dz mit bꝛief leib / vñ hat auch vil glið / vnd handwerck fen beſtetiget / durch feine euangeliſtẽ / als durch feine cãtzler / was ſchmach iſt das. Von der fünfften ſchellen. Die. v. ſchell iſt die alle ire werck nit me / dan — — c chin hab / ſie achten nit was fie machen allein / das fie vill machen / ſie berũmen ſich / ich hab hüt ſouil barſchůch gemacht / ſouil barſtiffeln. Sie achten nit ob ſie gůt oder boͤß ſeint / diethůnt wider gotz gewonheit. Der ſpꝛlcht perfecta dei funtopera/aos werck ſeint volfummen / utt / vnd bꝛacht ym ein taffel / vñ ſpꝛach zům aug machen / das es ein CV hantwerck lůten / nit vnrecht geben / dan man bezaltz ietzund nit me. Es wil iederd man wolfeil kauffen. Von der ſechßten ſchellen. Die ſechßt ſch⸗ Nel / iſt nit verharren yn ſeim bandwerck / von iuget vf ſol einer des hantwerck lerẽ zů ſcheickteſten iſt ( Tam quod jet feſieltet᷑ audet) vo natur if iner geſchickter ʒů eimharwerck/ dan zũ dem andern wie got der herr / ym menſch lichen leid geoꝛdnet vnd hat vil glider / al ſo das gantz menſchlich geſchlecht iſt ein ümancherley empteren/ als dan fan aulus darthůt / darumb ſo fol ieglicher geoꝛdnet werden zů dem hand werck zů dẽ e ſt das h r geſchickt iſt / wiewol das Bert zewůſſen waazů ein ieglicher geneigt iſt / wan wen man einẽ wil zwingen zů eim ding / darzů er kein liebe hat / ſo würt zům die nüt daruß / wix leſe Au ſtrabone wie ein wir le der füden freien künſt keinẽ lerne wolt / aber wa er ſchmidẽ hott / vnd ſchloß werck ſahe da waz im wol mit / dem künig ward weißlich geratẽ / er ſolt in ſchmidwerck laſ fen leren / erthet es / vnd ward fo berũmt kunt ſo vil manches ſteigwerck / vnd an⸗ dere deſgleichen manchen / das er dem kü⸗ nig nũtzer ward / dan hett er kein ander kunſt künt noch reuterey darzů / darũb fo mei nem ieglicher war / warzů er am aller mei ſter die taffel hab ich / yn ſũben tagẽ vßge⸗ ſten geneigt ſei / wan zůglycherweiß dz ein Apelles antwurget o du geeilet Achſich wol er me geneigt iſt zů einer tugẽt natürlich / 1 ft / du haſt nitt vill mei dan zů den andern / als der iſt geneigt zů ſterſchafft dariñ gebꝛucht / yn der zeit ſolt / der gerechtigkeit / der ander zů demůt / 3 der taflen etwañ manche gemacht / dꝛit zůmitleiden me dan zů dem anderen haben. Aber ich kan bei der warheit den darũb ſpꝛach Job. vx xi. ab Infanılaroon inig von egypten land / dẽ ward ein fun geboꝛen / den kun E reden / dz er der ſüben freien Eunft keiñẽ lerne wolt/ * N ) / ö | \ \böß ſo iſt das werck auch boͤß. Die. xi. n. Schar inget vff /iſt barmhertzigkett mit mir vff / es als zů der gloꝛi gotz / die meinung mũß gewachſen / vnd iſt võ můter leib mit mir nit wuͤrglich gegẽwürtig ſein / yn alle wer vßgangen. Alſo iſt es mit den handrwer / cken. Es iſt genůg / das ſie virtualiter/yn cken auch / darumb ſol einer in dem Bande dir ſteckt / on ſemper actualitet k. werck verharren / das er gelert hat / das Zů dem anderen / ſo fol dei meinũg da iſt wider vnſer narrẽ die vnbeſtẽtlich ſeint ſein / dein meinung als dein eigen zeichẽ / alle tag wöllen fie ein neuw handwerck le vã ein yeglicher werckmeiſter / hat ein end ren / hüt fo ſeint fie koͤch/moꝛn weber dar / warumb er wercket / als der herr Jeſus nach bartſcherer / darnach kauffleut. Du ſpꝛich t. Dignus eſt operariue) der wer ⸗ hoͤrteſt zům nechſtẽ von eim In boeci . ckmeiſter iſt würdig feins lons / warumb vñ wan einer alfo verhart in eim erlichen wercket einer / das er weib vnd kind erne / handrwerck / vnd in eim erbern leben biß ren moͤg / vnnd fein ſtodt behalten. Item an ſeĩ end / ſo ſpeicht got berüfft die werck das ſie erberlich mögen leben / got dẽ her ⸗ leut gib inen iren lon / vnd die gloꝛi. ten dienen / vnd das himmelreich moͤgen beſitzen / vnd moͤgen es noch weitter oꝛd Von der ſũbenden ſchellen. nen / das der wil getz entlich an inẽ erfullt N 1 8 werd. Alſo fo werde alle werck gezeichnet < A Dieſibent ſchell vnd geo dnet sn die eer gos (vnd verbias & ſſt ire werck nit recht seichne cht gm dem namen e Ale mne | Io das recht zeichen / damit alle den die vice geFrönten temen wise A berct gezeichnet follefein ft. „fein Benwen das gieng in ges nammen (een) kan babwerckgart Win dan name, des vartee des fun / ſſt/ wan es nit das zeichen hatt / ein rechte es Beiligen geifte vnnd geriet nen als EF i e Alſo o du hand werck meiſter werck auch alck / iſt dein meinung falſe . . — > E gantz leib tunchel anctus Ambꝛoſius ga ur be menge un a een | ein zügeln meinüg gibt deine werck wat w; du mache nim auch war wahin en nammen/fol die melnung nent / iſt ſie du möthaft ſpei t Bernhar. Ja ſpꝛio Pe u . ẽ als du ſagſt / ſo wer ich doch vf erteri n A ſpꝛichſtu Mitt niemer ae werallwegen d : vz meinüdnüß ich meĩ werck wa weren meine geſellen. Du ſagſt recht / eichnen / das es rechtiſt / mitt aber die traurigteit / die zeitlich iſt württ wu meinungen. Du ſolt thũ dit verwandlet yn ein ewige freud. Als als die kanten gieſſer / die ſchlahen zwei zei der herr heut redt ym euangelio. Hie iſt chen vff das geſchir. dir zeit der geburt / als einer traurigen be Das erſt iſt der ſtat zeichen / iſt ein ge; renden frawen mit weinen gůtz würcken mein zeichen. Das ander zeichen iſt ir ber doͤꝛt / ſo würt man den lon mit fren eigen zeichen. Alſo in allen werckẽ / die ein den yn nemmen Beati cui lugent quoniã er machet hab er zwů meinungen / eine iſt &, wir ſeint hie zm ellend / nitt ym vatter Das du es vmb gotz willen thüeſt / das iſt land / wir ſeint bilgerin vnnd frembd leut Dein end vnd das gemein zeichen der ſtat nit burger / darumb ſpꝛicht Petrus in epi 4 Als paulus ſagt.j.coꝛiñ. x. alle ding die ir ſtola obſeero vos tanquam ad / alſo laſſen thůnt in woꝛten oder yn werckẽ / ſo thůnt vn nit natren ſein. Aber witzig dz durch | Hon verfür Narren. cv die demütigen werck/ wir mögen erkauffen das nit genũg iſt das fie ſünden / ſie rei ewig leben. Am ſamſtag Cantate Don verfür narren. III N — W Su BILDEN 2 IN I N N IN INT NN * to km e e D N N N N NN SINN, N \ * DNN VN N N D N W W N N W UN * N 7 7 z 2 7 7 7 4 A N X N RN deren die ingond / iſt auch ein vꝛſach als ir zům nech ſten hoꝛten. Nyn feine vil menſchen / denen en ander leut auch zůſündẽ / mit ſren boͤſen evemplen / vñ ergerniß die ſie hond. Diſe narren erkeñ ich yn ſüben ſchellen. Von det erſten ſchellen. Die erſt ſch Nel / iſt mit fürſatz vñ x SF willeeinandern bein⸗ BE I] a si; einer todıfünd die bꝛucht der tüffel /als fer werck zůüg / vnd als einer der ſeim feind Chꝛiſto / ein Buß fol anzünden zů⸗ f verbꝛennen / wañ Chꝛiſtus 8 herr der will vnß von dẽ weg der ſün / den füren zůewigem lebe. Aber 2 diſe wöllen einander füren / võ de Se weg der gerechtigkeit zů ſünden / die da verbꝛingen die groͤſtẽ ſünd. Wañ gott kein opffer angenem iſt / dan ſoꝛg haben für die ſeelẽ/ſy zů im fürẽ. Alſo iſt im nůt mißfels liger dan die ſelẽ betriegẽ / die wer den ſchwerlich von got geſtrapfft. Es wer inẽ beſſer / eĩ groſſer ſtein gehenckt an irẽ halß / vnnd in das moͤꝛ gewoꝛffen. eit betriegen Und flo: wan ein truncken machen / ſie ſaltz en inen dẽ wein / oder miſchen inẽ den wein noch mit vill ſterckerem wein / deſgleichen reitzen frauwen / 10 Dr Ja wer feint vie Ee feint die bů⸗ 91 — Die. xt. vin. Schar vnd iuncbfrauwen zůboͤſen ſachẽ mit für ſatz / das machet inen todtſünd. Zů dẽ “Srren/fd Teint die narren natürlich nar⸗ ren / die die bꝛingen zůboͤſen ſachẽ zůtodt ſünden / zů vnküſcheit zů ſchweren vñ der gleichen / wiewol die narrẽ nit toͤdlich fir den / ſo fünden aber die / die ſie anreitzẽ vn darzů bꝛingen. Von der anderen ſchellen. iſt mit fürſatz / vnd willẽ ein — ERTL wer das ıfer / ð fünder auch teglich. Als wan einer durch ein ſchimpff liche red / ein andꝛen auch darzů bꝛecht/ dz er auch ett was lecherlichs ſagte / das wer auch ein tegliche ſünd / wan einer eim ett⸗ was ſagte / oder thette das er in frölich ma chte der ſuſt trurig wer / oder vmb einan⸗ dere erliche ſach wegen ð thette kein ſünd / r lachet / vexgieng ym alle ſelſt 7 das Jer heilig dus 7 dad frei vnnmngig weck / abet es ist nie \ecbonagentura in. ij. diſtinctio. — s —K— — Von der dꝛitten ſchellen. f pr cus Bernhardus it todtſünd offenlich vᷣbꝛin er gen on ſcham / vnd ſie nit dar NLA umb thůn / das er etwar dar zu ergeren woͤl / vnd zůſünden reitzen mit willen allein / das fie tren böfen will'n ver beingen / vnd achten nit das ander ein ex pel von ym nemmen auch zethůn / als d feine alle die / die offenlich finde vnd boͤ egempel geben / wee der welt von ergerniß Ten bꝛingen zů teglichen ſůndẽ Snrisslich deichebel Zar Die dꝛitte ſchell "gegen dem erdterich ge j | 1 wee aber dem / der ergerniß gibt / vnd iſſ not das ergerniß kum / võ ð ſchellẽ iſt kein ſtand frei er ſei geiſtlich / oder weltlich der oberen / oder vnderen. Nim zů dem erſte die vnderthonnen / ſich ſtu nit wie ie einer dem anderen ein vꝛſach iſt ʒeſünden / nitt anders dan wann ein maltziger zehen gex ſunden mẽſchen vergifftet / die bei im wo nen. Alſo nimpt einer ein exempel võ ds andern. Vnnd gedenckt ein ieglicher / iſt das dem recht / ſo iſt es mir auch recht / ein . fuller oͤpffel machet zehen neben ym aug ful / alſo thůnt die narren auch. Im darnach die R ja Buß vetter / die ſeint ſeellos v s hülſfe baß wan du fie ſtraffteſt mit wercken / vnd evemplẽ. Ein iunger ochß vom wiſplen / vnd vomtreiz | ben lert er nit als wol ziehen / als wan mã yn ſpant neben einem alten ochſen. Da le ret er ziehen. nit wie die pꝛelaten / vnd fürſten ſeint vꝛ⸗ IM Up ung / dürch ire boͤſe exẽ Szung des gantzen exterichs / Verfüren die armen ſcheffſin die inen nãch gon d /ſieſeint als ein fauler ffeck ein Famef dt er pic vert Tot der fle wem | Fol ich fie geleichen / den pꝛelaten von diſer eit / oder dem buer von dem wir leſen. | Es was cin buer (dex F V bogẽ / er vil ſeiner gefellen zůſamen / vnd ſteig off) den baum vnd erwüſchſt den tolden vnd hieng mitt den henden daran / der ander | \ Yon verfür Narren. ſteig auch hinuff / vnd hanget dem an ſei ne füß, Der dꝛitt dem an ſeine fuß. Der exit der die burde trůg / ð wolt an die Bed ſpüwen / da er alſo die hend von IE baum thet vnd daran ſpũwet / fo falle ſie all her ab. Geiſtlich En 9 8 115 = ſti / das iſt ein criften lebẽ vnd ein er frum̃ deal Ser aber iſt S pꝛelat/ der for dẽn tolden ẽrwůſchen /er᷑ ſolt volkum men ſein / vnd alſo mit werckẽ hangen an dem leben / ſo ſoltten ſeine vnderthon ym nach ſteigẽ / vñ an im hangẽ. Aber wie gat es / der baum des lebens iſt ſcharpff / vnd | Das kẽ zn haniget / wan es felt tet wůſt herab vff die ſchüßlen. Alſo vs em kemmet der pꝛelaten werdẽ alle gůte ing verunreiniget was die vnderẽ / vnd oberen mit der vnderthonnẽ vnderſtond die burde der vnderthö die iſt ſchwer / ſo thůt der nerriſch pꝛelat die hand ab vo de wer vnd verlaßt fein eroer leben / vnd ſů⸗ cht das ſein / das iſt gelt troſt . vnd will an die hend ſpũwen / vnd alſo felt dz folck alles von dem erberen leben / gleich wie da obenen von dem krebs gefeit ward Sar⸗ 8 3 ere har Ne lie we der welt Ne alfo 95 lch ſeint / vnd böfe evempeliren vnd⸗ thoñen geben. Es wer beſſer / ſie hettẽ kein ke ñ ſemlich ec i ſpꝛi⸗ cht ð herr Jeſus/ wan ſouil die nußbeum hoher ſeint vnd groͤſſer / ſouil fie ſchedlich er ſeint / wañ fie groſſeren ſchaden thůnt / minder darumb wach ſen / alſo ſemlich pꝛe zebeſſeren vnd zerefoꝛmieren⸗ darumb ir bꝛlider ir ſollẽ nůt thůn nach iren werckẽ⸗ aber nach iren woꝛten / die ſie euch oß dem euangelium ſagen / ſeitẽmal ir woͤllẽ nach ervemplen thũn / fo erwoͤllẽ euch güte exẽ⸗ | F Ein hoffliche fraw erwelt ir ein gůttẽ gerechten ſpiegel yn den ſicht ſie / vnd ein ſchreiber erwoͤlt im das beſt bůch /daruß — 2 CVI er ſchꝛeiben wil / vnd ein maler ein Bübfeß- bild / dz er malen wil. Sas Tollen wirau un 107 Vd Tea er Beilgen beiderley geſchlacht / das feine auch ſul off die lenen euch / fie feine ſtarck ſul der kirchẽ / alſo wz ein ſul ſanctus Pau lus ð ſpꝛach Imitatoꝛes mei eſtote Vol⸗ gen mir nach /als ich Chꝛiſt us Jeſu hab nach gefolger nit lenne dich vff deine pꝛe⸗ laten / ſie feine faul ſul. Von der vierdẽ ſchellen. Die vierde ſch⸗ el/iſt böfe geberdt / vnd boͤ⸗ 8 fe geſtalt haben / on meinüg ER, IA yemantz zübetriegen.‘ Es feine mẽſchẽ die nit offentlich böß Rum aber die geſtalt des boͤſen / vnd achten nit ob yeman dauon geerget werde / oder nitt als wañ eine ein bůler yn ſeim huß hette / vñ thet nüt boͤß mit ir /noch ſo glaubt mã nit das er keuſch vnd frum̃ wer / wan wen einer nit wil ſch weinin fleiſch eſſen / was ſolt im dañ der ſꝑeck am rauch zehangen · Ja fp:ichftu ſanctuel Ultaligs/ ale man ym altuetter bůch lißt der gieng in ein 1 enfrauwen huß yn einer gůtten keuſchen | ein boͤſe ge e we gen diſer helg thet das vß ſunderlichem eingeben des heiligen geiſtes / des ſol man ſich me verwunderen / dan nachfolgẽ wie yn andꝛen groſſen hertigkeiten vnd gůttẽ vbung der heiligen. die thůnt fie on beſcheidẽheit SE die einfeltigen menſchen / die ſolch es ſehen die werden daruon geergeret / als da iſt yn ein oꝛden gon / faſtẽ almůſen ge ben / vnd der gleichen von en ii Die. xl. vm. Schar —— oder von leidlicheit werden fie geergeret / da ſol man ſemliche ding meiden ein zeitt lang / biß man fie bericht genůgſamlich vñ wer dz nit thet / der ther nit weißgleich wan er ir nit achten wolt / wañ die heilgen ſagẽ / das die warheit vñ gůte werck mag man meiden / vmb der ergernis willẽ die nit not ſeint zům heil / die ein menſch nit ſch nit ſchuldig iſt zethůn / wañ es aber ein gebot wer / ſo ſol mã es nit vnderwegẽ laſ fen vmb keiner ergernis willen! das iſt wi der dle / Ne ga 112 man mi 5 Tan, vn muß mein eid ſch weren 4 willen/Yas iſt nit war / man ma er wol velſchwelgel man ſolfaber nit liegen vmb frides willẽ / wa man fein bericht het / vnd woͤllen dennecht geerge⸗ ret werden / ſo ſol man ir ergernis veracht ten / wan es wer nit er un der einfelti⸗ 122 Von der ſechßten ſchellen. Die. vi. ſchell iſt ENT ſtraffen vnbeſcheidẽlich / mã ſol ſtraffen die ſünd / das ſie ernach gemeidet werdẽ / wã aber boͤſers dauon entſpꝛung / ſo ſol man nit ſtraffen wan man geb vꝛſach zůgroſ⸗ ſerem fal / alſo auch bꝛůderliche ſtraff wa man meint das einer nit gebeſſert würde von dem manen / ſo ſol man yn nit manẽ alſo wan man geergert, würt von ð war⸗ re Beitserredigen / ſo ſol man ſie nit pꝛedigẽ aber falſchheit / fol man niemer ſoꝛgen es wer me hie zeſagen / ſich Roſellam an. Von der ſůbenden ſchellen. FR Die ſibent ſchel — f iſt zeitlich e güter vnbeſchei⸗ Er denlich behalten / oder mitt N ergernis widerumb heiſchẽ. Es ſeint zweyerlei gůter / ettlich ſeint vnß befolhen die ſol mã nitt faren laſſen vmb keiner ergern is willen. Als ſanctus Tho mas zů candelberg yn Engellãd thet wie wol groſſe ergernis hernach folget / des kü nigs von Engelland noch wolt er der kir chen ir gůt behaltẽ. Es ſeint darnach gti⸗ ter die vnſer ſeint / darüber wir herrẽ ſeĩt Die moͤgen wir noch / vñ heiſchẽ vmb er⸗ gernis / wie dañ die doctoꝛes daruõ ſchꝛel ben / die lyß Antiſio Doꝛenſis Anthoni⸗ us / vnd ander me c. indie Am ſontag vocem iocunditatis / vor der crütz wo chen / hat gepꝛediget der hoch/⸗/ gelet t vnd gotzfoꝛchtig do a ctoꝛ Johãnes Geiler von KReiſerſperg. BEL, — Honlufnarrem | mar ſpꝛach zům Amon nat was machſt / als wã noch ein man ein fraw angreifft wider irẽ wille ⸗ i wil felbi ſo ſpꝛich ſie narr was mach ſtu. gen lands ſitten / darumb ſeint ſie Bie ander c beliſrlaf nch ede eniſcheldiget“wanman Die ander ſchel iſt luſt ſuch / ſeben nnd warfen ij ET Hon luſt Narren Cn f andꝛen mite vmbfahen mit küſſen &, wã einer ſich / oder ein anderen da an greifft võ not wegẽ nit vß bo ſem gluſt / ſo iſt es nit ſůnd. Die dꝛitte ichel iſt ſich ſelbs anrürẽ nit yn der geburt glider / ſunſt ein luſt haben yn der weiche ſeins leibs / fein eigne bꝛuſt anrüren / iſt vngeſtalt vnd kindt⸗ lich / aber kein todtſtind. Die ſeint zelo ben / die in den hembden lygẽ. Die vierd ſcheli emmelthlẽt antrůg / weich ding — tragen iſt ſchedlich jungen leuten / als die / die in küngs huſſern ſeĩt. Die kunfte ſchel iſt luſt haben in weichẽ bedtten / gern . wol lygen. Wee euch die da faulen in helffenbeinjn bedtẽ / wã ein mẽ⸗ ſch vß einer nottnrfft / oð vmb al⸗ 4 ters willen / oder vmb kranckheit / Everdotten ſeint / da ſeint ſoull ſchellen os er hat es gewont weich zelygẽ fo ſouil als luſt ſeint / aber wir woll elf ſchelten für iſt es im kein fün d. Aber alleĩ vm vuß nemmen. luſt willen / ſt es ein groſſe find, Von der erſten ſchellen. BD ie. vi. ſchel iſt iu = >, PR 1% Haben in gůtten waſſeren / vnd ſal RR Die erſt ſchel iſt luſt benineonfabentenge Sus N ſůchen yn bůlſchafftẽ im ebꝛuch / vñ Janna (Danielle deaimstenio, FE: Fly andꝛeñ toͤchteren der vntöfcheis/ vnd Magdalena ſalbet dem Von diſen narrẽ hab ich vil geſage ne vn le allela diſe narrẽ geheiſſen ſeint/ols Tha⸗ erlabung willen / nach des ſelbi⸗ en in dem anrüren der ſcham / der feine oder der mißbꝛucht / als man an ding 5 i 5 iii Die. xLIx. Schar auch mißbꝛucht / ſo wůrt es ſünd. Von der fübenden ſchellen. Die ſübent ſchel iſt luſt ſũchen im baden / wan man badet vß not turfft vnd nach lands ſitten / ſo iſt es kein ſünd / man lißt das ſant Johannes euan geliſta hat badet / aber og můtwil vñ luſt zeba den ſpꝛicht/ſanctus Gꝛegoꝛius in des cretis / es iſt ſind wan man ſchon am wer cktag badet. Aber am feirtag badẽ yn der not iſt kein ſünd. Diſe ſüben ſchellen ſehẽ die růren an. Von der achten ſchellen. Die achtte ſcpell iſt luft ſůchen in ſpeiß. Es ſeint die die allein eſ⸗ fen vmb luſttz willen / vnd ſehen nitt not turfft an / die fünden etwan toͤdlich / et wã teglich / als dick geſagt iſt. Von der neunden ſchellen. Die neund ſchell iſt luſt ůchen in trincken / als die bibuli vnd trũ cken bolg ſeint / ſie fingen vnd bꝛingẽs ein ander / das iſt ir ſeligkeit bei dem wein ze lygen / die zw ſchellẽ ſeint im verſůchẽ. Von der zehenden ſchellen. Die ʒehẽde ſchel iſt luſt ſůchen ym gehoͤꝛt / es fey ſeitẽſpil oder fra⸗ wen geſang / oð yn deinẽ eignẽ geſang/yn eerabſch neiden / yn loben vnd ſchmeichle rei hoͤꝛen · Von der elfften ſchellen. Die elft ſchell iſt luft ſu⸗ chen in gůtem geſchmack / wan einer gůtt ding ſchmeckt / als amber zů ſeiner friſch⸗ ung / oder böfen geſtanck zůuertreiben / oð vmb eines andꝛen tzimlichen endtz willen fo iſt es nit vnrecht. wañ es aber geſchicht vß luft vnd boßheit / ſo iſt es ſünd. Der herr hett ſunſt nit getrewet durch den pꝛo⸗ pheten / dir würt geben für den ſůſſen ges ſchmack/geſtanck. Item es iſt ein helſche pein geſtanck des ſchwebels / ſolt man die alle die weiß des gluſttz / alle vplege man müſt ein monat mitt vmbgon / diſe ding zimmen ſich nit zebꝛuchen / weder der ſtat noch der zeit halben. | Wer der nit ein narr geachtet / der in eim fremden land ym ellend luſt wolte ſüche/ vnd wir ſeint hie im ellend kinder eue /vß . o it alle zeit niſets ſebẽs ein vigi er ein adent des groſſer feſtrz/ des ewigen le L7Z T Wär abent iſt nitt ein zeit der luſt / aber das hochzeit. Es iſt auch ein groſſe narheit vmb luſttz willen der kurtz iſt / verliere dẽ ewigen luft vmb den zeittlichẽ luſt / vnd gan die ewige pein vmb des fleiſchlichen luſttz willẽ / verſau⸗ men die geiſtlichen luſt / vmb des vnrei⸗ nen vñ vermiſchtten luſts / zeruck ſtoſſen den lautterẽ vñ reinen / wan man X oedio glauben wil / ſo iſt diſe weltliche freud vñ ſüſſe mit vil bitterteit vermiſchet. Es iſt ein ellẽd erbermklich ding / das nitt allein verſchmecht veracht. vñ clein geachtet die menſchen die in diſem luft ſtond vñ gõd. O da man warũb gaſtu vmb mit kindtli chen dingẽ. Es wer gar ein vngeſtalt / vñ ein geſpoͤt wã ein ma an einer frawen leg zeſugen an eim tũtle Z. vñ du thůſt deſge leichen / die milch iſt fleiſchlicher luft das iſt der kinden ſpeiß. Darumb fo zimpt es nit mannen / vnd alten menſchẽ milch võ dutten zugen / beſunder denen die witzig wöllen geheiſſen ſein / von milch ward exit cken Azarea võ Jahel / vñ ein künig hieß Sardanapalus / der was ein frawẽ mañ vff ein mal was er ym frauwen immer da leiten ym die edlen frawen vnd iunck⸗ frauwen / frauwen cleider an / vnd ein ſch leyer vnd ſaß vnder inen zeneyen / wie ein fraw vurpper / als vnß Jaſtinus ſehꝛeibe * Von luſt Narren CIX aber er nam ein boͤß end. Als alle die / die von luſt betrogẽ werdẽ / ia was iſt ir end Pꝛouerbio. vi. Da ſtot ir end ſich bꝛanß narrenſchiff an / da ſtott ein fraw yn hürſchem cleid / iſt bereit die ſelen zebetriegẽ mit vil red hatt ſie yn verſtricket. Er gat ir nach / als ein ochß den man fürt zeſchlahẽ / vnd gleich als ein geil kalb das ſpꝛicht / vñ ein vo gel der mitt freuden felt in ſtrick / vnd weißt nit das es vmb ſein ſel ſt zethůn . NI Te diſe glu ſtigen zeigen ir narr⸗ beit / wañ ſie geben ſich i in ein dienſt / vnd wer den eigen / ſo fie wol frey were, Er iſt gebunden mit fünf iochen / die er ziehen můß / das feine die fünff fin, Er maß menden gehoꝛſam ſein / vmb der böfen gewößeit wil len / vñ kañ inen niemer gnüg die⸗ nen wie vil er inen dienet. Dz aug würt niemer erſetget gelichtẽ noch 95 oꝛ zehoͤꝛẽ. Eccleſiaſti. pꝛimo⸗ O du armer nat / ſich was ſcha⸗ dẽs anderen von lust entſpꝛungen iſt. Tua ward von rem luft gezo gen hat ir vnd vnß den todt bias nim war gedẽck deiner würdikeit das du ein menſch biſt / vñ ein cri ſten menſch biſt. Darumb ſo ſůch nit luſt alſo / aber ein vernünffti⸗ gen luſt den hab. Biſtu ein criſtẽ meſch / ſo folg Chꝛiſtus nach er be trügt dich nitt ver mocht auch nitt betrogen werdẽ / wan er iſt die ewi ge weißheit. Er wil auch niemãtz betriegen / wan er iſt gůtt. Er hatt vff erdẽ erwelt / das dẽ leib wi egum.) S derig was /wã es was feine geſind nützlicher vnd me zůerwelen / vnd wer dir anders ratet / oð lert vo: dem hüt dich / als vor eim falſchen pꝛophe ten / wã ſanctus Paulus ſpꝛicht. Ir ſeint nit ſůn der finſternüß aber des liechtz / dz ir wandlen als die ſün des liechtz / nit in freſſen vñ ſuffen in vn⸗ keuſcheit. Alſo ermant vnß auch Chꝛiſtus ð herr Darumb laſſent vns die narren kappen võ vnß werffen / das wir ertrinnen der ewigen pein / vnd erwerben ewige freud. An dem vffart tag Von offenbaren narren. ID © . IR STE TTESSGRS MIN IR ae II, 5 7 6 7 Q N 8 > * . ö N IE > I FON V 8 Je. r. narrẽ ſchar iſt 1 Ai öffnen eigen heimligkeit. Diſe nar⸗ \ U ken werden erkent yn ſüben groſſer .üe ſchellen. Die. &LI&. Schar Von der erſten ſchelllen. Die erſt ſchel iſt N ONE — et 4 die mögenür verſchweigẽ / alſo w fon en nar (Judiumry,.)dRi im die augen vßgeſtochen Ec. Lyß die hi⸗ dꝛy / ſo ſieheſtu was ſchadẽs nahe gieng / noch ð offnung feiner heimlich elt E folt eatwurt 6 Ts ſeint noch vil gleich dẽ ſamſon / die iren frawen ſagẽ / das fie billicher vſchwy gen / vnd nit allein den frawen / auch an⸗ eren lůten / darumb iſt gůt die hiſtoꝛi ze eſen. Geiſtlich wer iſt diſer ſamſon / dan in criſtẽ menſch nazareus / wan im tauff ſt er got zůgeeignet ſtarck durch gotz ge⸗ ad vnnd tugent / ſtarck durch ſein freien willen der nitt gezwungen mag werden / von des tüffels ratt / ſůcht es den geiſt zů⸗ betriegen. Zů dem erſten fo zeucht es den geiſt ʒů luſt / das iſt ein band. Darnach fo zeucht es dẽ geiſt zů hochmůt / iſt auch ein band. Zů dem dꝛi ten / fo macht es in ze⸗ gedenckẽ zeitlichem gůt nach das ſeint die dꝛei ſünd / vnkůſchelt / hoffart vnd geitig⸗ keit. Aber der geiſt zerreiſſet die band alle wan er ſein ſtercke noch nit hat verloꝛen / er iſt noch nit zů dem werck kummen / vñ hat noch ſemlichen wol gefallẽ yn dẽ ſün / ſagen eim ſein heimligkeit /S nit ſchweĩgen mag / als man dẽ / das er darin verſtopfft ſei ſpꝛicht (Fu ſagt das etlich frawen ſeint nes peccatoꝛum circunplexi ſunt) noch fo Hoͤꝛt das fleiſch nit vff / es růwet noch nitt biß es den geiſt betrügt / wan das fleiſch iſt wider den geiſt / vnd der geiſt wið das fleiſch / vnd etwã ſo überwint das fleiſch dẽ geiſt / vnd fo neigt er fi off die knüw Dalide des fle. ſches / vnd verwilget in dẽ luſt / oder in das werck. Ein knũw iſt der luſt in der gedechtnüß / des boͤſen wercks Das ander knüw iſt / das werck der ons keuſcheit Samſon der arm menſch lag et wan vff beiden knüwen des fleiſchs / ſo er das werck wolt verbꝛingen / wañ zeit ſtatt vnd weil do wer / vnd het den luſt ym ge⸗ dencken auch darzů. vnnd bitterkeit die der ſünd nach folget / wie gieng es dem avmẽ ſamſon nach dem Von gewalt Narren Cx vfñ er in der ſchoß geſchlafen hat / ¶ Alſo biß yn todt / durch vndertruckig der laſter der hübſchen frawen. Er ward be vnd ſterben ſeliglich yn got dem herren. ſchoꝛen gebunden / vnd yn turn ge leit vñ můſt malen. Alſo geiſtlich noch der ver wilgung yn die ſünd / ſo wüůrt der tüffel dich beſcheren / das iſt er raubet dir die gnad got tes / vñ würſt bloͤd / vñ magſt niet widerſtan / vnd wuͤrſt gefangẽ ges bunden mit dẽ ſünden band / vnd würſt an beiden auge blind / am re chten aug das du nitt bedenckeſt was du verlũrſt / am lincken aug das du nit betrachteſt / wie ſchwer du geſündet haſt / vñ würſt in ker ker geleit boͤſer gewõheit / vñ můſt tragen des tüffels diẽſt / dann fo můſtu malen wie ein rad vmbgat als gaſtu võ einer ſůnd / in die an der vnd thůſt es dick ee i l bitterer / wañ der todt ſcheidet di ſeel vom leib. Aber das werb ſchei⸗ gott. det die ſeel von arũb wañ — auch vil wañ fie erkẽnẽ / das fie be ktrogen ſeint / fo ſicht fie die genad gotz an barmhertziglich mit feiner genad / gibt inen wider ire ſtercke der gnaden vnd tugeten / ſy ſtond etwan ſtercker vff / dan ee fie fielẽt wañ ſie begirlicher werde zefechtẽ 0 5 N msi der gloy gottes / vnd verharrẽ ſsliche hel Am ſamſtag ʒeabent audi zů den ruweren was kilwy. Von anfechtung narren. Je... ſchar iſt ferrüg an 0 Je 8 0 erſt ſchel die ir heim VNucheir ſagẽ den frawẽ / vñ andere die 8 = — 25 IR m: — — * ä u — tl. R RK SFR nit ſchwigen moͤgẽ / die iſt vßgericht. Von der anderen ſchellen. Die andere ſchel iſt A vrugewonlich anfechtung ſagẽ dene die ſich nit daruff verſtond / vil mẽ M ſchen Babe zůfel boͤſe gedenck / vnd jr ) en (Spiritus blaſpemie.) wider die Die. xL vn. Schar reinigkeit der heiligen vnd hochwirdigen iunckfrawen Marie wider das heilig ſa⸗ crament des altars / võ der verzweiflung Item wið den glauben z weiflen / im glau ben wider die hoffnung / ſich verzeihẽ got tes barmhertzigkeit. Item wider goͤttliche liebe wider got vnd die heilgen. Item wi ⸗ der ſein eigene liebe / ſich ſelbs toͤdten. Fre wider die liebe des nechſten / ſemliche mẽ⸗ ſchen laſſen inen nit raten / vnnd ſemliche an fechtung ſollẽ auch wol / den gerechtẽ wi derfaren / ſemliche gedẽckẽ ſagen ſie etwã vnerfarnen menſchen / die ſich gantz neut daruff verſtond / ſůchen rat vnd troſt võ inen / darumb fo kũmen etwan groſſe ſcha den / daruß die ſelben mache inen cõſciẽtz liber ein todtſůnd / da keine iſt. Ja es iſt et wan dick ein groß verdienen da / vnd irrẽ ſie an dem weg zegon der goͤtlichen gebot bꝛingen fie etwan yn ein verz weiflung /al ſo leſen wir von eim ſemlichen narren im altuetter bůch / darumbd weiß gelert vund heilig leut ſol man ratz fragen / ſo künnen fie gůt rett geben / ſemlich geiſtlich leut die raten dir. — = 6 U dẽerſten das N ED 2 — 9 1 4 2 — | du ſemliche anfechtung nicht e 2. 1 ſolt foͤꝛchtẽ / wan ſie ſeint me ens nützlich / dañ ſcheldich. Eu dem andere ſo rate ſie inen / das ſie diſe anfechtung gedulten gleich leiden / ale wañ d boͤß geiſt ein ſicht berlich / oder empfintlich betrübte. Zů dem dꝛitten das ſie nüt ſollen ach ten nit mit diſputieren / vnd wider reden wider ſie ſtellẽ / wan damit ſo würt ſie erſt wachſen / als wa ſich einer kratzt / ſo würt im erſt heiß. Aber der mẽſch ſol ſich zů an deren ſachen keren / vnd wañ er mit dẽ ſel ben vmgat / ſo vergißt er ſeins leidẽs / als wañ eim we iſt leiblich / wan er etwas thũ mag / ſo vgißt er feine leidẽs / oder er wůrt nit ſo ſtrig gepinget / vnd treit fein leiden Darumb ſpꝛach er / O got O got wie haſt ſten poꝛcion der ſelen / vnd der vernunfft ſo vil leichter. Zů dem vlerden rat er im das er in feinem gebet / vnd mit ande ren menſchen gebet gotz gnad vnnd hilff anrüff. Alſo was der altuatter / der dẽ iũ⸗ gen widerumb bꝛacht vff den rechten weg den der yn ein verzweiflũg bꝛacht het / vs dem da obenen geſagt iſt. Alſo thůn du auch wan du rat haſt empfangẽ / ſo glaub vñ biß rüwig vnd thůn wider deine oppi nion / vnd leg dein conſcientz von dir / dz iſt dir verdiẽlich ſpꝛicht Gerſon / vñ es ſel anderen ſetzeſt / vnd wilt niemantz glau⸗ ben / vnd würſt niemer keine haben / vnd würſt all wegen betrübt ſein / vnnd wa du bei den leuten biſt / inen ein burde ſein / vñ das groͤſt / got würt nit bei dir ſein / wann ſein beiwonung iſt gemacht bei einnigkeit vnd friden. Von der dꝛitten ſchellen. Die ditt ſcheliſt 2 leiden e 7 mit clagen dick andreñ ſagẽ BR) oder zů weltlichẽ ſachẽ Lauffen vmb troſts willẽ / das fie ir leiden vßtrei⸗ ben / vnd inen deſter leichter ſei / wan war umb wa einer rat ſůcht / wie er ſich in feg nem leiden halten ſol / vnd ſein abkum / dz iſt loblich. Aber troſt ſůchen / das er ſein abkum / das iſt ein vnfolkummenheit / vñ gat vß eigener liebe / das er ſůchen wil ſein eigenen nutz. Alſo hat derr Jeſus nitt gethon am crütz / er leid on allen troſt. . 205 du mich verlaſſen / on allen troſt. Wie⸗ wol ð herr Jeſus was ſelig nach der ober noch fo ließ er die freud nit ſcheint᷑ in die vnd eren crafft / darumb leid er on troſt / ſagen die gelertẽ / vñ doctoꝛee dem volck du bꝛãder noch biß rüwig / laß trurigkeit vnd leidẽ vber dich laufen / nit ſůch glych troſt in vßwendigẽ weltlichen dingen / vñ in fleiſchlichen dingen. Glaub mir du ds treibeſt ſie damit nit / ſie gat wol hinweg / aber ſie kumpt bald widerumb. Wan du ein hund hin weg iageſt / würffeſtu in mit einem feißen bein / vnd ein betler mit ein em phennig / ſo kommen fie wider / wã du im aber verſeiteſt vnd inen nichts gebeſt ſo kemeſtu ir vil ee ab. Alſo wiltu truri⸗ keit mit einem feißen bein weltliches tro⸗ ſtes vertreiben / ſie kumpt wider / wan ſie ſchon einwenig hinweg gat · Es iſt ein kur tzer cleiner troſt / vſch windet bald fo wür⸗ ſtu gezwungen ein andern troſt zůſũchen darnach aber einandern. . Vnd alſo ein gantzen tag / ia alles dein leben / hetteſt du ſunſt nichts anders zůſchaffen den troſt⸗ ung zů ſůchen. u biſt gleich einem nerrlſchen kind das den ganzen tag den pheiff hoͤlderlĩ nach laufft. Es ſeint gemal te würmlin wẽ es ein ergreifft fo iſt es froͤ⸗ lich / vnd wan es im entpfligt ſo laufft es einem andern nach / iſt trurig / vnd wa es abent würt / ſo hat es fein zeit verloꝛen / iſt en tag / da lauffe ſtu von einer nachbaurĩ ůzů der andern / yetz zů dem mümlin / yetz n den garten /yetz fpileftu/ etz in dz bad da zů den geſellen / da zu dem wolleben / da legſtu das cleid an / da zů den ſilber vñ guldin ringen / da zů dẽ tantz. Das fein ni cht den phelffholderlin vnd wan es abent würt / ſo haſtu nichts geſchafft. Wolt got das du das nit biß in den tod tribeſt. tröͤſt auch die pheiffhelderlin den gantzen tag / ſchnaderen vnd clapperen vnd würt | darnach ein gewonheit darauß / daruach ſo můß man es thůn darnach fo wil man es thůn / vnd würt dan (pꝛo lege volunta — 22 Hon anfechtungẽ Narren Biſtu in einem cloſter / ſo ſücheſt du die CH] tes.) Sůch nie troſtung vſſerthalb dir ſelber / ſchoͤpf nit waſſer 195 fremden bꝛũ en / lůg das ein bꝛun vffwalle der tro der conſcientz ð vf wallet durch das ſand der tugent vnd gůter werck (Secura con fetam quaſi inge. conululum.) O herr gib vnß das waſſer das mich nit durſt / vnd bedoͤꝛfft waſſer zůholen vßwendigẽ troſt das mir den durſt nit 8 et / wie ſol ich den bꝛunnen graben. Selig iſt der me ſch der den bꝛunnen hat in feinem hauß. Selig iſt das cloſter das den bumnẽ hat da von die ſchweſteren alle ſamen trinckẽ Diſſen bꝛunnen můß yeglichs in ſeinem hertzen graben. Wan man wil ein bꝛunnẽ graben / ſo thůt man im alſo. N ZJů dem erſten ſo thůt man oben den er ſchůtten grund hinweg / haffen / ſcherben/ ſtein / vnd wůſt was oben ligt. Darnach zicht man dz recht erdtreich das darund li get / mit der hauwen hinweg / darnach wel ter abhin / ſo kumpt man vff ein grien / da quilt dann der bꝛun vff / lüſtlich das clar lauter waſſer. Alſo geiſtlich / wiltu ewi⸗ gen troſt haben / als kalt waſſer ʒů er frifi gen in deines hertzen hauß / ſo thůnt voꝛ hinweg alle böfe bewegung durch ein wid ſtant / vnd die laſter die du haſt vber #54 men durch dein boͤſe gewonheit / 8 erſchüt grund den hinweg zůgraben / heiſſet gro⸗ ſe arbeit / das wiſſen die wol die anfahen⸗ de menſchen ſeint. Darnach fo grebt ma erdtreich hinweg / das iſt mit dem karſt ð vndertruckung die natürlichen ding in ei nem / das wil aber haben groſſe beſcheidẽ⸗ heit / das man die (Jebuſeum fomes pec cati.) wurtzel der ſünd / die in dir iſt / du woͤlleſt es oder nicht das der nicht erwũr⸗ get werd / aber vnderdertruckt. Von dẽ rer ſanctus Paulus ad bolloſeum. iii. moꝛ tificate membꝛa veſtra) Die onküſch⸗ heit / Vnreinikeit / Gluſt/ Zoꝛn / Liegẽ. &. ¶Niſi granum frumenti.) Wan vu ges si a en a BE * Die. IL. Schar heben iſt / ſo ſol man weiter hinab grab / gemeß nach der ſüſſe vnd rũw des geber Bun gůter werck vnd tugent es vnd andern deßgleichen / darum ſo ho durch betrachtungẽ vnd ſtete vdung dur vff dich alſo zůbertemen deiner gnaden / ch die ding. Du kummeſt zů dem erdtry / vnd zůgatzen wie ein geñ wã ſle eln ey hat ch deines hertzens / vnd dan fo entſpꝛin / gelegt ſo bꝛingt fie ſich ſelber vmb das ey gt da der clarreſt / lutereſt bꝛunnen ð troſt vnd du dich vmb die ſüſſe. | ung · O her got gib vuß ſtercke vnd dz ge . mũt diſe ding an zůfahen vnd vnß vber Von der fünfften ſchellen. winden. Es iſt leicht daruon zůſagen abe er ſchwer zůthůn / wan wir faul vnd treg feine vnd narren. ö b vðetzen vnd clappern / iſt ein Von der fierden ſchellen. N 8 jr 1 e | ae u | a 2 zeichen der we ß heit i g reden vnd DR Die fierd ſchel ſchweigen. Exempel Pictogoꝛas lert feine itt ſich berümen ſunderlich / ſtudenten / das vor fünff iaren / wan ſie zů SR Es ſeint etlich ga im kammen doꝛffte keiner nichts fragen / on die got vmb ſunſt gibt das ſie lerten in dem zeit das ſie darnacß als da ſcint enphindungen / troſtungen / weißlich künten reden. Job ſpꝛach o ſchwy geſichten / friden / im glauben. . Vnd de gent ir das man euch für weiß hielt. Ein nen got ſemliche ding ehe machen es waſſer das tieff iſt / ſchleicht dahin ſtil/ab erwan offenbar vnbeſcheidenlich andern / er die cleinen waſſer ſchelen vber dy ſtein iſt ſpꝛich merckglich vnbeſcheidenlich/wã | ſemliche ding mag einer wol andern ſagẽ / en die hoͤꝛt man ſelten / aber die narren ſch vñ rat daruber habẽ / wie man ſich in ſem erte esel Salmen sagt Iten lichen dingen halten ſol / was glauben er die armen kroͤmer diẽ rragẽ tr N im geben ſol. Etwan wil man dem mã es ner Wannen machen vi 8 zuagẽ / bꝛingen si verachtung ð welt vnd pachẽn Fanflhr nit / die kleine hundlm̃ / die in reltzung zůhimmeliſchen begirt. Als miſt bellerlin machen mer geſchꝛei dã vil Ezechias der künig ther / ſagt ſemliche dig iaghund / dꝛei oð fier erbſen in einer blar got zůdanckbarkelt. Her du weiſt wie ich er / machen mer gerumpel dan wä fie vol voꝛ dir gewandlet hab in der warheit / als | eupſen wer / Sarumb S iſt ſchweigen e fo vß ſemlichen meinungen mit anðn vm̃ \ zeichen der weißh ; weiden ! ſtenden als billich iſt / ſo iſt es ʒimlich ſem banwart / ein Güter der confcienn / daxñb liche ding zůſagen / aber zůſagen ſem liche iſt es ein doꝛheit wer d Büter hinweg ding vß einem geſch wetz vnd von vppig bar er eer oder ſunſt vß einer narheit. Das 7 Nor ſeint narren / wan es ſelnt falſche zeichen si betũten die gnad die den menſchen an genem got. Es ſol ſie wol einer haben der der J. | € bald verdampt fol werdẽ / als Gerſon ſa ob der Fannen/Heweil Taruffi gt / aber thůn nach gottes geſatz / mit fleiß cht nit das darin iſt ( Numeri . xix. ) Ein vnd wie vll du zůůnemmeſt / das iſt ein ge; geſchir das kein deckel hat iſt vnrein / das wares zeichen vnd der volkommenheit / geſchir iſt des menſchen hertz / wan es kein | | | | dahin / vnd die weifen eins tieffen hertz Yon anfechtungẽ Narren lid hat (ſilentium) ſo iſt er vnrein wan dy würm fallen darein / vnd verunreiniget es / vnd iſt etwz gů tes darin / das rücht. Was ſeint die wlirm / es ſeint berümen / liegẽ vngeſtalt reden /f ůchen nachredẽ vnnütze woꝛt / ſchimpfliche woꝛt⸗ ercler es wer da wol. Was rücht aber gůtz heruß / iſt etwas andach tes darin / vnd etwas heimlich tu⸗ gent / das verſchwindt vñ vᷣrücht Das empffindẽ wir alle / wan wir gerüwet gedeicht Babe fo bald wir vnß widerumb geben zu vnnütze geſchwartz / gleich fo würt die hitz der andacht gemindert vnß / vnd würt die verſtentniß dunckel / vñ das gemüt in got zerſtrauwet / vn dias hertz von dem gůten das es hat / verrücht es / Sileſitiumt auff der ongejtumme. EZ It ge wWonlich daz man die ackergurren laßt welden on ein zaum / die ande ren koſtlichen pferd dy haben zaũ an. Alſo die weltlicher menſchen ſeint on zaum (ſilentii.) ſie reden was ſie woͤlen / wan ſie woͤllen wa ſie woͤllen / aber die edlen pferd dy geiſtlichen vnd ander andechtige / die Babe irem mund ein zaum ans gelegt / das ſie nit fallen in ſchedli⸗ che woꝛt. eccle.: 8. mach deinẽ woꝛ ten ein wag on deinem mund ein zaum / vnd der oder die gnad got tes reitet off der heiligen ſeelen. (Jacobi. ii. Equis frena in mitti mus. &. Freu wen euch ir ſchweſte ren / das man euch nit frei laßt als die acker gurren on zaum ſtlencit ſo vil ſeint ir ſeliger das mã euch n dem zaum halt das ir nicht ver faren. Frewen euch daz euwer her tze ein deckel hat / das die wũrm nicht darein fallen / da oben erzalt CI Freuwen euch das ir hinder der mauren ſitzen ſilencii. ſunſt weren ir in groſſen ſoꝛgen / vnd dan cken got der euch in den ſtand berüfft hat. An dem ſuntag Erau⸗ di. Hat der hoch gelert vñ gots för chtige doctoꝛ Johannes Geiler võ Reiſerßberg gepꝛediget on Ee narren. ES 1 > ran I — RN Je. LI. narren ſchar . iſt Ee narren / vnd ſeint die / die zit NS 4 der ee greifen nit auß rechter mein uns. Ja ſpꝛichſtu was iſt dy recht meinung zů der ee greißfen / es ſeint zwo vꝛſachẽ / ſagent doch. Die erſt meinung vnd die fürne meſt iſt kindlin machen vnd die ziehen zů der eer gottes / darumb ward es vff geſetzt in dem para⸗ dyß . Wan got ſpꝛach zů inen ( Erunt duo.) Es werden zwei in einẽ fleiſch (generanda) vnd nach ii * Die. Li. Schar dem ſeint flüß ſpꝛach got / creſcite / wachßẽ vnd werden gemeret vnd die meinung iſt verdienlich. 1 Das ander ent vnd meinung zů der ee zůgrelffen / iſt das eins dẽ andern dar voꝛ ſei / das man nit in den eebꝛuch fal. Darumb ſpꝛicht ſanctus Paulus / ein ye glicher ſol ſein frawen haben zůuermeidẽ den eebꝛuch. Wer aber zů der greift on dy zwo vꝛſachen / der iſt diſer ſchellẽ würdig die ſünden teglich etwan toͤdlich / vñ ſeint der ſchellen alſo vil / als vil meinunge fein zů der ee greiffen / aber ſiben wöllen wir erzelen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt ʒ der ee greiffen em ð kind lin willen / fie woͤllen es aber DER 224 zů der welt zlehen / das fie ei fb erben haben dz ir geſchlecht nit abgãg gedencken ein wenig an got. Die ander ſchel iſt ʒu der ee greiffen / das man nit in eebꝛũch fal wiewol fie zů der geburt geſchickt iſt das it ein tegliche ſünd. Die dꝛit ſchel iſt fürnemlich vmb des reichtumds willen. Die vierd ſchel iſt vmb luſtes willen vrnb der hbſche. Dle fünfft ſchel iſt vmb der eer willen man is edel. i te ſechßt iſt vmb fridens willen. Die ſibend ſchel iſt vmb vatters willen vß foꝛcht wil gehoꝛſam ſein. als Danit abiſai nam die iunckfrauw. —ä — gibt. Es wer ein ſeltzams das mã eim len geb der da nit werckte / als man es in ges heiſſen hat. Es kumpt ſelten ein gũt end wa nit ein gůter anfang was du ſüchſt y chtumb vnd macheſt dich einer ſau vnde wůrfflich vmb des ſchmetzes willen. Als in bꝛantz narrẽſchiff gemalet iſt / da grei⸗ fet einer einem eſſel vnder dẽ ſchwantz / l get wa er ſchmer hab / ſo folgt hernach teg liche weiſſung herſchen nyd / haß / vñ mar tir. Item ſuͤchſtu luſt oder hübſche woͤl len die ding verſchwinden ſo volget haß hinnach vnd verſchwindet bald / ettwan von einem ſiechtagen oder von dem alter vnd laß fein das die hübſche bleiben wölz len dan ð man ein hůdſcherei ſicht / ſo har er ſie lieb für dich vber alle menſchen hat / Als modens gewalt die Lift ſůchen / liß in thobia. Item du ſůchſt eer du nimmeſk ein edle fraw / das du edel ſeieſt / oder ſy n! met ein edlen man vnd gat wider fine irẽ für nemmen / ſie wollen adel vber kummẽ ſo würt ſchant darauß ſie werden veracht von den edlen wa ſie bei einander ſeint / ſo veracht er das burßfolck / alſo würt es neutrius generis / vnnd gat dir als einer fledermuß / die von voglen / vnd von fier⸗ fũſſigen thier verſchmecht iſt vnd verdaf fe ¶Alſo du es ſei fraw oder man / wan du widerumb zů der ee greiffeſt / ſo iſt an geſt vnd not da / vnnd finſt die fliegen in dem habermůß. Alſo das nichte ſicheres wer den allein ſein du man laß nur zů / du nimpſt ein weib iſt ſie reich ſo biſtu vmb dein ſeelkommen wan du entzüchſt arme lüten das du dein kind wol verfeßeftrwöl | got nit gewinneſt vnfertig gũt darzũüůũ. Die acht ſchel iſt vmb kurtzweil willen Alſo was der nit von dem wir leſſens armen lüten /etlich gůt machet. Sein ſun Was mag nerriſchers ſein dan das ee ſtrafft den vatter darumb / ð vatter fpra | cht end vnd meinung verlaſſen / vnnd dik Ich fun heb dein finger da in das liecht ein ding fürſich nemmen die wider gott ſeint | Aue maria lanck/er hůb in darein aber nt | ſo man zũ der ee greiffen wil / darumb ſo cht lang / ſpꝛach zů dem vatter was heteſt iſt eo kein wunder das got inen kein kind deſtermer das ich mein finger verbꝛant / Non Ce Narren mer / wa l ich dir gůt ſpart vnd armen lü ten almů en entzůg vn ein bꝛant würd in dem fegfeuer. Haſtu dan vil kind vñ we nig oꝛot in dem hauß / jo heteſtu ein cleine freud / nimſtu eine die kein kind macht / ſo hetteſtu gern bend / wiewel dis das rũwi⸗ ger iſt. umſtu ei i huoſche fo begeren ſie ander lür auch / vnd iſt hart zů behüten dz vil lüt ir begerẽ. Nimſtu ein vngeſtalt es iſt leid lich zů haben das niemans begert. Alſo nimſtu ein reich weib / ſo haſtu ei fra wẽ ein meiſter vberkummen vnd ein ewig verweiſſen. Du betler nimſtu ein arme ſo iſt es hart wie du ſie erzieheſt. v lim ein weib fie fei wie fie woͤl ſo ret fie wider dich wan es iſt ir weiß das ſy ſeint wið die mã als ſanctus Iheronimus ſpꝛicht ad euch⸗ ſtochium / ſie haben es von irem vꝛſpꝛung Sie ſeint gemacht von einem krummen ripp / darumb fo krümmen fie ſich ʒů alle dingen / darum 9: ſůcht ein weib dz waſ ſervff da fie ertruncken was / vnd ein an derer het feiner frawen verootten fie ſolt nit vff den erö oder balcken ſteigẽ / ſy ſteig daruff / da fiel ſie einbein einz wei / er was faul bꝛach vnder ir. Hoͤꝛen ir weiber ni ein man wie du wilt vff ortreich / ſo haſtu Iyden / iſt er nit geſchickt ſchmackt dynem mund nit / ſo biſtu ein marterer / iſt ex aber nach deinem mund hüb ſch ru dentchafft rei h/ ſo biſtu alwegen in ſoꝛgẽ war er gat das im nichts boͤß widerfar vnd durch dẽ todr in nit verliereſt. Darumb wz ein wit N wen die wolt nit widerumd mannen. Ja ſpꝛach fie ober kem ich ein gůten man wie voꝛ ſo wer ich in foꝛcht dz er mir auch ſtür be. Voerkem ich ein boͤſen fo wurd es mir der vatter antwurt / was hetteſtu ei 4 vbel gon Yarumb ſo wil ich alſo bleide laß den man ſein wie erwoͤl fo hat er ein wo ff zan. Es iſt ein ſrꝛich woꝛt/es ward nie kei 9/7: man er hat ein wolff zan. Ja pꝛich ſtu vnd was ſol ein armer ee man thůn hetteſtu mir die ding geſagt ee ich ein w.io nam wir ſeint gefangen dein warnũg kumpt zůſpat. Du ſolt thün als ſanctus Paulus ſpꝛicht. i coꝛrint.vii. Ich ſag euch das zeit iſt kurtz die weiber haoẽt ſeient als hetten ſie keine vnd was iſt ein frawen haben als het man ſie nit. San⸗ tus Auguſtinus macht dꝛei ding daruß in gloſa. Zů dem erſten die man die weiber habẽ die ſollen bezalen aber nit heiſ hen. Zů dem andern der ein frauwen nim met vmo feiner kranckheit willen / der fol trauren das er nit on frauwen hat moͤgen leben / dan das er ſich freu w / daz er fie hat te genummen. Zů dem dꝛitten das ſie beid niteinan⸗ der küſcheit behalten / wan ſie ſeliger wer⸗ en wann fie ein himmeliſch lesen on kind fuͤrtent. Ja ſpꝛichſtu iſt das ein frau wen habẽ aie herte mã kein / das iſt ein ſchwer woꝛt laß ſein das es ſchwer ſei / es wer aber nit lang / wan es lang müſt weren ſo wert es hart (Quia tempus bꝛeue eſt.) Darumb der weiß Paulus hat das woꝛt voꝛ laſſen gon dem groſſen harten werck das es ein em leicht wer ( Quia tempus bꝛeue.) Das zeit iſt kurtz. . Hienach folget nun von der. Lii. ſchar der Narren. T uit Die. LH. Schar An dem pfinſtag hat der hoch gelert doctoꝛ Keiſerßberg gepꝛediget. x. Von neidthartz Narren. — N DZ Je. Li. narren ſchar it Neidthartz narren. Ir moͤchten euch verwundern das ich hütt vo == den narren fagen wil / vnd möchten ſpꝛechen Hür iſt das feſt da der heilig geiſt geſant iſt den apoſtlen in fürinnẽ sungen da ſie beieinan der verſamlet waren. Hüt haben ſie empfangen die gab der zungen / das fie künten aller menſchẽ zungen reden. Hüt haben ſie empfangen den hei ligen geiſt in weißheit vnd hitziger goͤtlicher lieb Alſo das die die vor waren einfaltig / vñ feine woꝛden als die faß die follen moſt waren das ſie vber lauffen / ſie můſten reden von den groſſen dingen gottes / alſo das das folck ſpꝛach ſie werẽ * Inis da.. Du voller weins. Da Petrus pꝛediget von de dingen ſolteſtu ſagen wa die eigentſchafft eines redners iſt das er red nach dem zeit ſtat vnd perſonẽ das füglich iſt. Moͤchſtu ſpꝛechẽ was haben wir hüt mit dẽ narrẽ zůſchaffen / ich hab die ding alle ſelber wol gedacht ir wirdẽ al⸗ ſo wider mich reden / ich hab aber darumb mein fürnemen nit wöls len verwandlẽ / vnnd dunckt mich das ſich die materi der narren re⸗ cht ſchickt vnd füger off dis feſt / wan weiß vnd ſchwartz ſtont wol neben einander / wan eins gibt dẽ andern ein geſtalt ( Contraria cõ trariis curantur.) So ich nun ge ſetzt hab die ſchar die foller liebe / vnd den heiligen geiſt iſt geweſen fo fol ich ietʒ billich ſetzen dy ſchar die voller neid vñ des boͤßẽ geiſtse iſt / das ieder man ſehe welche ſch ar die beſt ſei. Jetz ſichſtu wie der heilig geiſt iſt kummen in die iũ⸗ ger in feures geſtalt in liebe vnnd wyßheit fo erfült der boͤß geiſt y mit griecheſchem feuer des neids vnd mit ſeltzamer blintheit / Die apoſtolen reden die groſſen ding gottes. Die neidigen reden die bie | ſten ires nechſten durch nachrede vnd clappery vnd vil ander glych Ach u der neid / neid iſt nichts anders dã ein trurikeit wan es einem andere wol gat wan er meint das es ym ein minderung ſei ſeiner eren vnd gleoꝛi · Nim ein evempel in einem handwercks man der neidet den andern / wan er berümpter iſt dan er vnd ſol man mercken nemlich wan er meint dz es im ſchad wan nit alle trurikeit von des anderen gůten iſt neid wan ſchon ſie todtꝰ Hon neidthartʒ Narren ſind iſt die trurikeit wan in. v. weg mag ſůnd aber ein ſtraff vnd pein der ſünd der man truren von dem gůten eines andern erbſünd / diſe ſchel clinglet nit ſie iſt ond iſt keines der neid. verſtopffet. c. br Der erſt truret von eine güten das ein Von der andern ſchellen. anderer hat / nit darumb das er es hat / ab >= > 2 Die and er ſch el er darumb das er es nit hat / das iſt nicht iſt kindu Ar E 5 2 e m s —— \ ft kindlicher haß. Es ſpꝛi⸗ Neid es iſt emulacio / es iſt auch kein ſund oral cht ſanctus Auguſtinus li. es iſt gůt wan iens erſam iſt vnd gůt. Ä | | 2 dẽ andern truren vmb ein gůt dae >, ya 1 hab a vn ein anderer het vnd der ſeilb iſt fein nicht hab es erfaren ein kind das noch nit redẽ | kunt das es gel vnd bleich vnnd bitter in | ür di 0 I man. 6 5 2 7 | reg giurer einer von ein ¶ dem gemũt was ein anfach der neidiſt es andern gũten / wan er beſoꝛget dae ym 5 f oder andern ſchaden daruß möchte erſts Sr ER dis iſt auch nit ein neid / ſie iſt etwan gůtt MAR Die Dꝛit ſchel iſt die trurikeit beſunder wan ſie maß hat. vndeſint vnd vonn gehe ein Zů dem fierden truret einer vs des an f Tr p! Baffenifkein dein ſchelelin / Au wä teglich ſünd / wywol neid dern gůten allein / darumd das es gůt iſt | 4 iſt ein todſünd / de ſuo gene. fo ſeint doch vnd nützlich dem der es hat / vñ er in haf ‚fer. Diſſe trurikeit iſt auch kein neid / wie die erſtẽ bewegungẽ nit in vnſerẽ gewalt. Von den fierden ſchellen. N wol es im ein todſünd U. Der fünfft truret von der gnad gotes . . era die er ſicht in ſeinem nech ſten vnd die tru A Die.iiii.ſchel iſt 4 rikeit iſt ein ſünd in den heiligen geift in kneiden vmb einn clein gůtt ; iſt teglich ſünd als vmb ein piren die einer ge ſtolẽ hat. CxIIII N uidentia fraterne gratie. Wan er ð gnad gottes nit dem bꝛůder vergünt noch iſt ei ner der truret von dem gůten des anderẽ on die firnff da erzalt / da einer teurer võ andern gůten / da er meint es ſei eĩ minde rung ein abgang ſeiner eren vnd bloß dz iſt eigentlich der neid / vnd erkceunet man die narren bei fünff ſchellen. | Von der erſten ſchellen. 272 Bieerftichelift e | er pi 10 1 dẽ es I neſd. Es ſeent etlich kalter ah 7 vnd firchret complexion/ dy ſeint von natur mer geneigt zů dem haß dan andere / das ſicht man in kinden frau wen / ond etlich flegmaticum. Item in \ phiſonomia da ſpꝛicht man das die durch die naſſen reden ſei ein zeichen natürliche neide / alſo von dem neid reden iſt es kein 5 n der fünffften ſchellen. 3 SE nem vergünnẽ ein merckli c gur das iſt ein groſe ſchel wan ſie iſt wider bꝛůderliche liebe wã goͤt⸗ liche liebe ( cha. non emulatur ns inuidit) Warlich die neidigen feine die nerriſchtẽ narren vngeſtalt vnd zůhaſſen. Es ſeint narren die hoffertigen geitigẽ vnkůſch vñ ander ſünder / aber dy vbertreffen die alle Er iſt ein nar wan er gibt ein roß vm̃ ein pfeiffen / ð iſt noch ein groͤſſerer nar ð ein roß vmb ſunſt hinweg gibt / der hoffertig gibt fein feel vmb ein bůcking vmb neige vmb ein eer. Der geitig gibt fein feel vmb gelt. Der vnküſch vmb einn luſt iii Die. LH. Schar der zoꝛnig vnd ein erfriſtung ð treg vd ſchlaff allein vnſer nar gibt fein feel vmb ſunſt / wan nichts froͤ ichs er mit ini egt dan allein crütz gnůg des gemuͤtz / vñ nit allein iſt er betrübt in dem gemüt / man kẽ net in in einem leib /in feinen augen / er ſi cht kein froͤlichen an / als krumß bleich in dem mund vnd in dem aͤntlit / die lefftzen zittern im grũmer wolt gieſſen gifft auß / er lachet nit es gang dan ein ſchiff vnder / wer wil die elent alle auß richten eines nei digen. Item ſie ſtechen ine felser die au gen vß da von ſie ſolten geſehen dy werck des ne ten feine wie kertzen / ſie geben dz liecht gůter evempel. Sie feine wie helij ð mocht die latern nit ſehen ſie wer dan ge⸗ loͤſcht. Sie ſeint nacht vlen/ſie haſſen % liecht gůter werck vnd haben lieb die fin / ſternis boͤßer werck fie nemme ab võ ein es andern zůnemmen / ſie werden gedeſ⸗ ſert vonn eines andern befferung er würt mager von des andern feiſſte / ſie leſſen võ reoen doꝛn / von diſtel feigen / ſie ſei nt von dem tüffel irem vatter / wan der reid iſt von dem tüffel in die welt kummen / ſyne volgen dem tüffel nach irem vatter. Sa) pientie.ii.ca.) Alſo ſpiritus domi ni der geiſt des herren hat das gantz ertreich er⸗ füllet / die neidigẽ ſeint geware jünger des tüffels. Chꝛiſtus vnſer her ſpꝛach in dem moͤgen ir erkẽnen dz ir meine iunger ſeint wa l ir ein ander lieb Babe als ich euch lied gehebt hab. Alſo widet umb ſo habẽ ir ein partitipium mit euwerem meiſter dem cu fel. Sie ſeint ſunder fründ des tüffels wã ſie haben ein willen vnd woͤllẽ nutz vnd ſcha den. * 7 7 Awykem ich 1 aber ab ſpꝛichſtu ( der ti N feliſchen narheit des haſ ies.) Mit einer artzney / das iſt criſtenlich liebe / das feuer des Heid ligen geiſts loͤſchet das boͤß feuer. Hab got lied, hab deinen nechſten lieb / hab dich ſelber lieb ſo haſtu den nyd vber wunden mit einem woꝛt moͤcht ich es ſagen / nit ſũ ch dein eer vnd gloꝛi ſo haſſeſtu niemans Ich ſpꝛich weiter hab got liebvñ ſůch ſyn gloꝛi vnd nit die dein / wiltu aber dein glo ri füchen fo ſůch die ewige gloꝛy / da würt dir nichts adgon / wan ander mit dir theil wöllen haben an der ſelben gloꝛy. Item hab dein nechſten lied ſo würſtu nit betrie bet wan es im wol gat. Nim ein exempel in kaufflüten die in einer geſelſchafft feine wan einer gewint / ſo gewinnen ſy alle / vñ freuwet ſich ie einer vff des andern glück hab dich ſelber lieb betracht die bitterkeit vnd vnfruchtbarkeit des haſſes vnd das es dir kein nutz bꝛingt aber gtoſſer ſchadẽ entſpꝛingt daruon vnd alſo erloͤſcheſtu dz kriechiſch für / wan man ſagt das man dz feuer nit mag loͤſchen / dan mit ſand vnd mit eſſich / der haß bꝛent in dem waſſer ð gnaden. Nim fand gedenck fein vnfrucht barkeit wan mit danem nyd magſtu ey em kein bül neidẽ / vnd gedenck was ſeha dens dem neid nach volget / das iſt der eſ ſich. Diſſe zwei thů zůſammen ſo erloͤch⸗ eſtu das kriechiſch feuer den haß. Jetzund nicht mer. An der heiligen dꝛei faltigkeit tag. Hat der hochge lert vnd gotz foꝛchtig do / ctoꝛ Johannes Geis ler von Reiſerß berg gepꝛe diget. .’. \ % | | | | 1 1 5 | | | | NIS 50 NS SEN N > \ N = N Je. LI SE | iſt vnſtraffbar Narrẽ / wan wie ſtra E Sr ff lieb haben iſt ein zeichen der weiſ⸗ RES fen. Alſo widerum ſtraff haſſen iſt ein zeichen der narhett / die mag man erkennen in | fiben ſchellen. 5 | Von der erſten ſchelllen. Die erſt ſchel iſt ſtra ff nit woͤllen hoͤꝛen. Es ſeint vil die Sy 4 woͤllen nit geſtrafft ſein / ſy woͤllẽ nit ä zpꝛedigen gon / wan man ſie ſchon manet ſo ſchütten fie den kopff darab / erſchütlen die ſchellen. Lein warumb du nar / nein wa kem ch zů pꝛedig / ſo hoꝛt ich etwas darumb ich conſci ene můſt haben das ich yetz nit weiß. Meinſt du nar du ſeieſt ſicherer fo du es nit weiſt / du irreſt die vn wiſſenheit / die du Babe wilt iſt ſünd / auch J. Ngrrẽ ſchar Von vnſtraffbarn Narren CV der pꝛedicant iſt ein ſchalck. Sag an nar ligeſtu in eim thurn vmb des leben / vnd der kem wolte dich ledig machen oð dir ein rat geben das du ledig würdeſt / würdeſt du auch das im für weffen / du biſt eĩ ſchalck. Nein du frylich / vñ er wil dich ledig machen von der hel / vñ von den banden der find erloͤſen du wilt in nit hoͤꝛẽ. Ja ſpꝛicht ein andrer / ich weiß wol das ich recht ſol thůn / thů wol vnd gehab dich wol was ſol ich mer thůn. Es iſt aber ſpoͤtlich / darumb das gottes woꝛt verſaumen / wan einer wolt eſſen kauffmanſchatz treiben / art nei nemmen / vnd einer alſo zů im ſpꝛech er hette kein beniegen darã er thette dan die ding / laß fein dz du es wiſſeſte was du ſolteſt thůn vnd thetteſt es nit /ſo ſolt du doch gon an das oꝛt da mã dich erma⸗ nete dz du es thetteſt / dz du weiſt Ja geſelſchafft hindert mich / alſo das volck hindert dẽ blinden an ſchꝛeien. Alſo hoꝛt Adam Euam ward gehindert au dẽ gotes woꝛt zů Bösen / darumb hat er ſich vnd das gantz menſchlich geſchlecht in leiden bꝛacht. Ja ich hab ſunſt zů ſchaffen / kein vnmůß wie groß ſie iſt hindert dich / du iſſeſt vnd trin ckeſt vnd gaſt andern vnnützẽ fa chen nach. Ja es iſt weit zů der kir chen / die küngin von Saba kam von end der welt / ia ich bin grob / ich verſtant nit vñ trag nichts dar von / nim das nit für dich / behalt das / das ein iunckfrauq Jar van bꝛacht von einer pꝛedig zů Paryß da fie von der pꝛedig gieng / da be gegner ir ein doctoꝛ ð fragt fie wz man gepꝛediget hette. Sie ſpꝛach Mein Die. Lin. Schar I ich hab es vergeſſen. Er ſpꝛach was fie dẽ da hette gethon / ſie ſpꝛach ich had daz dar tag meines lebens / das was ein edel woꝛt⸗ wan du ſo vil oehalteſt von allen pꝛedigẽ fo haſtu gnůg behaltẽ. Ja ich bin vᷣſtopft ich beſſer mich nit / ich laß die ſünd nit / wz ſol ich dan an der pꝛedig thůn. O bꝛuð vnd die ſünd mer haſſen dan vor alle die | laß es darumb nit vnder wegen / vil men ſchen gond zů pꝛedig die rũwer widerum hergond von der pꝛedig ( In actibus apo ſtoloꝛſt.) Leſen wir das der heilig geiſt fiel vber alle die dy pꝛedig hoꝛtent. Alſo haſtu die erſt ſchel. Von der andern ſchellen. Ten ſiraffer 88:8 aber nit er bhoͤꝛen andere ( ſed non exvau dire) Alſo was der von dem gt ( ſurdo fabulam narras) Du redeſt mit einẽ dauben. Sie ſeint die von denen Salomon ret ( Pꝛouerbi. 27.) Wã du ein narrẽ zerknützeſt in einem moͤꝛſel⸗ ſtein mit einem ſtempfer / alſo ein koꝛnlin on ſein ſpꝛuwer / ſo bꝛechteſtu dẽnacht nit von im ſein narheit. Es wil ſagen Salo⸗ mon das ein nar kein ſtraff an nimpt / wa rumb da hat got ſie verſchmecht den kan kein menſch ſtrafen / ſie ſeint verhertet vñ ſündẽ vß boßheit vß einer gewonheit / nit von leiden oder von anfechtung. Von der dꝛitten ſchellen. Die. iii. ſchel iſt Den ſtraffer hoͤꝛen aber nit d 5 | r harren. Es ſeint menſchen n die hoͤꝛen pꝛedig ruwen nem men es gůt / aber bald gond ſie widerumb in die alt hut. Sie ſein gleich dem waſſer das man teilt / ſo man mit dem ſteckẽ dar in ſchlecht / aber gleich iſt es wider gantz / Die. ii. ſchel iſt laufft ʒůſammen / Alſo die ſelben wan ſtraff / das dir nit als moiſi verkert wer | in ein ſchlangen der heliſchen pein. Voß der fierden ſchellen. _—_ er Die. iin. ſcheliſt E pꝓyaſſen. Vil feine dennen es 855 nit gnüg iſt das ſie ſtraff u i ct vnd nit erhoͤꝛen / ſie haſ⸗ fen auch vie ſtraff vnd den ſtraffer. Alſo warent die iuden die den herren Je ſum haſſetten / wan er fie ſtrafft/ darumb ſagt er an dem nacht mal / haſſen ſie euch fie haben mich vor gehaſſet / wan ich zoͤge inen das ire werck boͤß fein. Ach was gro ſe narheit das iſt den ſpiegel haſſen darũb das er dir zoͤgt die moſen deines antlitz. des leben wirt gemindert /a des dꝛeifel tigen leben des lebens der vatter gnaden vnnd gloꝛi. | Von der fünfften ſchellen. Die. v. ſchel iſt mit worten widerſton. E ſeint etlich menſchen denen es nit gnůg iſt das ſy dẽ ha fen der ſie ſtraffet. Sie ſchmehen inn mit villen boͤßen voꝛten / vnnd redenn | Hon vnſtrafbarn Narren im nach / ſchneiden im feine eer ab / ſie ver ſpꝛechen lich /entſchuldigen ſich / ſie thůn wie Adam der legt es vff Euam / Eua le get es vff die ſchlangen. Erlich mit nachre den / wie die vnſinigen hund beiſſen dy ha ben des der inen gůts thůt. Etlich das ſein die boͤſten / ſtontt inen in ir angeficht mit ſchmehen woꝛten das ſie alle het. Der | Ber Jeſus hat erlitten ale man lißt in den enangeliſten. Diſſe feine gleich einem yg⸗ el / wan man in anrůrt / ſo vᷣbirgt er ſyn lu ſtig angeſicht vnd reckt die bürſten vff be waffner ſich vff alle oꝛt. Alſo feine menſch en die der boͤſten dednig ſeint/ſie lach. . Aber ſo bald man ſie einwenig ſtraffet fo feßen fie ſaur / rüntzlen ir angeſicht / wie ð pgel thůt / verbergen fie mit dem verſpꝛe chen vher die ſünd / darumd mã fte fft hat! Adam wa biſtu / warumb haſt dich verboꝛgen (. Ec. x. Qui diſſipat ſpẽ) wer den zun bꝛicht den württ die ſchlang belſen. Der zun iſt die verflůcht gewon⸗ Felt / den zon der tůffel gemacht hat in ges 8 — ſicherlich / vnder ſtoſtu dẽ zun ʒerbꝛe⸗ chen alter gewonheit vnd wilt die ſelẽ frei machen / ſo würſtu erfaren ſchlangen ſch⸗ ne der zungen die dich beiſſen / wan du fie ſtraffen vnd beſſern wilt / vnd ſie zů ð re⸗ gel der gewaren obſeruans / vnderſtaſt ſy zů bingen. | Von der ſeck ßten ſchellen. Die ſechſt ſchel | A iſt mitt wercken widerfton? 1 Vil thůnt wie die iudenn 12 Ghriſto die in durch echtetten bdiß an das crůtz / damit fie in von dem er teich abtilgetten. Alſo leider feine vil die tre milter ſtraffer durch echten biß in den ebend faut Seen ei wider erberkeit.LAsten 2 9 feuer etlicher ſtraff. Wan es nichts dar⸗ umb geben wil / ſo ſol mã es in ein ſtal des kerckers legen / das es nit die andern irre vnd hindere / vnnd ob es ſich dar von nit beſſert / ſo hindert es doch die andern nit. Aber es würt die zeit kummen / das man im ein ander feuer würt vnder machen / ſo würt es dan ſchꝛeien / aber nit erhoͤꝛt wer⸗ den / vnd wolt dan gern für gon vnd ges boꝛſam ſein / aber es wire nichts mer Bela en. Alſo ein widerſpe nnig was der rei fran in der Kale der ſahe die ie wunden in dem Lazaro / ward er nicht ermant im zů hilff zůkummen / aber da er des feuers empffandt / da wer er gern gangẽ / da mo cht nit / wan ein groſſer grab darzwiſchen was. Alſo würt es den boͤſen roſſen au ch gon / aber die gůten vnd die edle pferd wan fie nicht mer dan den ſchatten von $ geißlen ſehen / ſo gond ſie für. Von der ſibenden ſchellen. Die. Inn. Schar N Die. vii. ſchel iſt —ender ʒů inen ziehen das fie N 70 inen helffen / ſich ſperren / fi chef buffeu/ ſie hangen an einander als fiſch ſchiepen. Item fie feine gleich den ſchwelnen / wan der hirt ein ſau an rliret vmb ires nutzs willen / vnd er fie macht ʒůſchꝛeien / ſo laufen fie alle her zů vnd woͤllen den hirten freſſen. Item die ſeint gleich dem beſeßnen menſchen / ð ein legion tüffel bei im hat /den man mit yß⸗ nen kethenẽ binden můß / die begeren mã fols ſie laſſen in die faw farẽ / wa fo vil tüf feliſcher menſchen zůſamẽ geblaſſen wer den/die bꝛechen alle kethenen ðgehoꝛſame keit / vnd begeren zůfaren in die ſüw dz iſt in einſuweſch leben / das fie iren gelüſtẽ ge nůg felent, Aber gůte menſchen freuwen ſich/ das fie verdient haben vmb dle obe⸗ ren / das ſie es vmb ir vnrecht ſtraffent. Jetzund nicht mer. An vnſers Hergots E fein (Fidelis ſeruus et pꝛudẽs.) tag hat docter Keiferberg gepꝛediget. Von artzer lassen, Je. um narrẽ ſchar fl Medicoꝛum) Artzet narrẽ / nit alle artzet ſeint narren / aber nit fürs 5 a ie Vnd iſt nit vnfüglich off dis feſt von artzetẽ ſagẽ / wã vff hüt fo be gat man das hochzeitlich feſt des herab kommen iſt in diſſen geiſt⸗ lichen vnd weiten ſpital vnd ſiech hauß in diſe welt die foller kranck en vnd ſiechen iſt der fünden Da rumb iſt es der tag der aller koſt⸗ barlichſten argnei ſeines blůtz dz ir hütt haben geſehen die pꝛieſter vmb tragen mit groſſer ſolemni⸗ tet / da iſt einer der artzet vnd artz nei Jeſus criſtus der her des var ters wo: t / wan nichts anders har er off erden getho i / dan leib vnd ſeel geſunt zů machen. Er ſpꝛach die Frechen bedoͤꝛffen eines artzets vrd die gefunden nit. Er was der trüweſt artzet / er hat fein leib on blůt geben in ein artznei / vnd die hinder im gelaſſen oiß in das end der welt. Er iſt der weiſeſt art wan die goͤtlich weiſtheit / vnd hat nei / wan fie iſt ( Perſeruatina fa natiua et cõſeruatiua.) Vnd gibt das leben / als das euangeliũ heut ſagt · Darumb fo iſt es füglich võ narren zůſein. Die narren ſeint geſtlichen artzet / der von himmel vnß geben die krefftigeſten artz / artzneien zůſagen / das ſie vffhoͤre vndwerden witzig /gelert/ erfaren | ——ů— —»„— — | artzet die erkent man an ſiben ſchellen. Von der erſten ſchellen. BER Zie erſt ſchel iſt 2 vngeſchicklicheit. Es ſeint et | . ch perſonen vngeſchickt zů | N artzten / fie ſeint nit artzet ge noß gelert / als da ſeint emperici die land rer / land beſcheiſſer die ſich vnderwin⸗ den das fie nie gelert haben. Du haſt vor auch von eine ein evempel. Sie feint glel⸗ ch einem bauren der mit eine ꝑfla n knobloch die ferßen an dem fůß vnd ein aug heilen wolt vnd macht in vol blind. Es was ein anderer bauer wolt artzneyẽ het pillule die gab er yeder man was einẽ gebꝛaſt. Ein anderer dauer het ein elfel verloꝛen der Fam dũ diſem̃ er ſoltt im dye pillule auch geben zů finden ſeinẽ eſſel / er gab ſie im / moꝛgens / der bauer gieng auß wolt fein eſſel ſůchen / da gerieten die pillu le anfahen zů wircken / der ward gezwung en in ein engen weg vnd hůrſt zůgon ſein noturfft zůtthůn / da fand er ſein eſſel da ſton an einer ſtůden bletter eſſen / da lobt er die artzney fie Herten im fein effel fundẽ Item ob fie ſchon gelert ſeint / fo ſollen ſie es nit allein vnderſton zů artzettẽ. Artz ney bꝛuchen iſt verboten pꝛieſtern oꝛdens lüren / ſie woͤllen es dan vmb ſunſt thůn / vnd wa kein perickel iſt vnd kein ſoꝛg / liß roſellam. Item die iud en ſollen nicht die eriſtẽ artzneiẽ / iſt vor auch daruon gefagte Von der andern ſchellen. Ä Die ander ſchel iſt verſumlicheit feine, Et ⸗ lich artzet gelert genůg ſeint Naber ſunſt liederlich. Z dem erſten das ſie nit halten die ler en vnd regulen der doctoꝛen irer kunſt er dencken etwas nü wer / gond ir fantaſeien Hon artʒet Narren I: CVI noch vnd etwas nliwes beweren vnd pꝛo⸗ bieren / wan dz vnuernünfftig wer/ſo we⸗ ren fie ſchuldig an dem leben des ſiechen. „33 dem andern ſeint ſie liederlich den zů behüten. Zů dem dꝛitten den ſiechen zů befeßen artzuei zůgeden zů rechter zeit wan von ir geitigkeit fo nem fie zů vil fürſich/moͤgen es nicht alles auß richten. Von der dꝛitten ſchellen⸗ a 885 3 Die dꝛit ſchel iſt E Es ſeint etlich artzet vnd N ſcherer die den ſiechtagen v — engeren vnd etwan dẽ ſcha den me ſchedigen / damtt ſie me gewin ha⸗ ben /ſolt einer da von ſterben fo weren fie ſchuldig an des todte / als wan einer ſtür be von vnwiſſenheit oder liederlicheit des artzeto/ſo geb man im auch die ſchuld / , liß panoꝛ mitanum. Von der fierden ſchellen. die fierd ſchel it es wagen vnd wöllen ee = SL verſůchen vff gerat wol/ u ã 4 I einartzet zweiflet ob ym die artzney gůt ſei oder nit / vnnd gibt ym ein ſchedliche artzney er ſol im den ſicherẽ weg erwoͤllen vnd im kein artzney geben / wan es iſt ſicherer das er den ſichen in gottes gewalt laß / dan im geben artzney dar⸗ an erz weiffelt. Von der fünffsen ſchellen. 2x Die fünflt ſchel N ſſt. Es ſeint etlich artzet dye venig der ſeelen achten / alleĩ dee leibs vnd on conſcients artznen. Die ſelbẽ ſeint gleich einem ſchůh macher der niemans acht wan er = ein N Die. LIIn. Schar mit ſo würden vil krieg vnd eid vermittẽ neuw par (Buß an ſol legen / ſo rürt er ein an mit ſeinen ſchmutzigen henden / er ach tet nit was clader er an had / allein das dy ſchůß geſtrack vnd ſatt an dem fuͤß ligen Alſo achten die artzet nit das ſie etw hei ſen das wider der ſelen heil iſt / allein das fie dem leib helffen. Wir leſen in Eſope wie ein fuchs ein artzet riet einem kranckẽ leuwen / er ſolt ein affen eſſen / der machte im gůt blůt / den begert der leuw vor an ⸗ hin zů eſſen. Alſo raten fie den frau we ſie folten zů dem oaden faten da es etwan dy ſel gilt. tem fie raten on not vnd on vꝛ⸗ ſuch den faſtag zůbꝛechen / vnd andere ge bot der heilig kirchẽ vbertretten / wan wen es not wer ſo mag man andere gesott der kirchen auch vber gon in keiner not noch in keinen weg / da felen die an die artzney geben / die den men ſchen entzünden zu boͤ ſen glüſten. Sie heiſen fie vnküſch ſein vnd renes purgienen. Sie verderbẽ kind in můter leid / das etwan nunnen vnd iũ⸗ ckfraw nit geſchent werden / die ſündẽ toͤd lich /ſemliche ding zů thůn iſt inen bei de ban verootten in geiſtlichem rechten. Von der ſech ßten ſchellen. Die. vi. ſchel iſt . % fie hindern ſie an ir feel ſeli⸗ = keit /in dem das ſie den fied denz ufil roſt geben zů lan dem leben. Darumb ſo achten ſie deſter minder ir feelen zůuerſehẽ hoffen / es wer de gebeſſert vmb ſie. Ja ſpꝛichſtu iſt ein artzet ichuldig einem ſiechen zůſagen das er ſterben werden / wan er es meint. Ich gib dir antwurt mit einem vnder ſcheid / wan ein artzet meint das dz ſeboig ſagen faſt nutz wer zů dem heil des ſiechẽ als ex wird beichten wan er in todſünden wer vnd würd fein teſtament oꝛdinen da ce fame.) ſo iſt er ſchuldig es dem ſiechen zů offnen durch ſich ſelber / oder durch ein anderen / oder er ſündet toͤdlich / wan er ſchediget ſy nen nechſten vñ moͤcht wol voꝛ dem ſcha⸗ den ſein vnd thet es nicht. Zů dem andern ſo ſol ein artzet den ar men barmhertzikeit erzoͤgen / die es nit ha ben zůbez alen. Ja vmb ſunſt vnd in feine koſten im helffen / vnd ob es wer das ein reich man wer der ſo karg wer / dz er kein artzney wolt nemmen / ſolt der artzet wis der feinen willen ym artzney geben / vnnd darnach in zwingen zůbezalen. Ja ſpꝛl chſtu es iſt hart dem ar nẽ vmb ſunſt artz ney geben. Es iſt war denen die da ſůchen das ir iſt / vnd nicht wiſſen das geſatz go tes vnd bꝛũ derlicher liebe. Vnd die nicht haben Ambꝛoſium gehoͤꝛt / d ſpricht ( paſ⸗ Speiß den hungerigen / ſtirbet er hungers ſo haſtu in getoͤdt · Vndð da nicht weiß das wir vndereinander glider ſeint / vnd ein men ſch fol dem andern hel fen burde tragen vnd groſſer lon vnß da rumb verheiſen iſt. Vnd der da nit weiß das mer das leben ſeines nechſten lieb iſt zůhaben dan ſein eigen gelt / das habẽ die alten criſt en lũt gethon vnd noch hůtbel⸗ tag / das thůt die ir nachuolger ſeint / Die ſeint chritatjui vnd barmhertzig. (Beati miſericoꝛ. q iin conſequantur. An dem zweiten ſon⸗ tag nach dem pfinſtag / Hat der hochgelert docto: Keiſerß⸗ berg gepꝛediget. . Stultoꝛum infinitus eſt numerna. Der narren zal iſt on end. | Gon andley gewalt Narren Von al derley gewalt Narren. N Kl > Bea JeLv.narrenichar it die ſich freuwen in trem gewalt. Es ſeint etlich gewaltige boͤße rich ter / von denen was die zweit ſchar. Es ſeint andere die woͤllen in irem gewalt nitt narren ſein / von denẽ was di. vlv. ſchar. Es ſeint die dꝛittẽ die da hoffen in irem gewalt / vnd freu wen ſich von dem ge walt / das ſeint dy narrẽ dar von wir hüt reden woͤllen / vnd gleicher die mate ri mit dem euangeliũ / das da ſagt von einẽ reich en gewaltigẽ der von ſeinẽ ſtůl geſetzt ward / wer dy narrrẽ erkenne wil / ð nem diſer. v. ſchellẽ war. Von der erſten ſchellen. . Die erſt ſchel iſt ir vn re N derthon verſchmehẽ. O nar mein ſtu das du von einẽ andern klotzen erde vnd võ einem andern Adam gema⸗ cxxm cht ſeieſt dan der vnder tho /iſt er i nit als wol von got gemacht nach feiner bildung / als wol als du /i er nit mit dem ſold erloͤßt als du / biſtu in malmaſy geraufft woꝛdẽ / vnd er in dem waſſer / oder haſtu ein ander ſacramẽt des altars em pfangẽ dan er. Iſt er nit dein bꝛů der / ſchꝛeyet er nitt als wol als du zůgor Pater noſter der du biſt yn em hymmel. Oder biſtu zů eine andern reich berüffe dan er. O du hoffertiger nar du irreſt er iſt dyn mitbꝛůder dein mit glid / bekenne ſtu nit die eigenſchafft der ſelen. Alſo ſtoltz macht ſie ð gewalt vñ ir herſchafft das ſie in yn ein an / dere natur verwandlet werden al ſammen wan ſie zůherren werden fo werden ſie lam vnd krüppel wã fie kũnnen ire glider nit me bꝛuchẽ ir haben künnen fie nit me bꝛuchẽ me geben ir eigen hoſſen vnd ſch⸗ ůͤh nit me anlegen /ſie künnẽ kein thür me vff vñ zů thůn / ir knecht müſſen es thůn. Sie künnen nicht me reden einer můß ynẽ das woꝛt thůn. Es was ein künig hieß mi tritades der glouert eiens das er in.v.ſpꝛachen mit feinen vndtho nen kunt ſelber reden vnd im ſelb er das woꝛt thůn. Ja ſpꝛechen ſie es kert groſſen heren vnd den ed⸗ len zů reden durch dẽ cantzler dur ch ein anderẽ. Aber ich glaub das es me zů gehoͤꝛ durch ein anderen zů reden ( Elingwiũ ſtultoꝛum dẽ illuſtriũ. Nym ein exẽpel von crit ſto / von Julio / vnd von anderen die ſelber Babe geret / nit durch ire diener / ſie hoͤꝛen kein fach me, wã einer mit inen redẽ wil / ſo weiſſen fie gleich su Je cantzler ire fůß / kũ nen fie nit me bꝛuchen fi a ü on iung ſeint n Die. Lv. Schar nit me gon wen ſie nummen in die kirchẽ woͤllen fo mäß ein pfert da fein wã ſie ſch wan ſie dꝛ podagrã hetten / 8, 2 tem fie ſehent ni⸗ n reichen hüt in euangelio / 8 den bie fien vnd mangel des arme nit ſahe / man ſagt das ein malwerff einer ſcher die auge ff ungen in dem tod vnd voꝛ nit. Alfo ex reich man ſahe den arme lazarum nit in dem leben voꝛ im ligen / aber da er todt was / da ſahe er in võ ferre mit auffgeheb ten augen in Abꝛahams ſchoß. Darumd nit veracht dein vndert hon aber hab ſie lieb. Von der andern ſchellen. blinde ſcher / du macheſt huf fen vnd erhebſt dich an ab lẽ oꝛten vber ander / vnd bauweſt groſſe hůſſer / acker/ ſchloͤß / mit wůcher vnd von dem raub. Thůſtu es nit ſelber / ſo haſiu dosh tell daran aber mit deinem groſſen ſchaden · Wie / wan der gartner der mag dalena erſchein ð ſtot / betracht deine huf⸗ fen vnd deine werck / vnd wañ du es am aller minſtẽ trũweſt / ſo ſchlecht er dich mit der hauwen an den kopff / fürlaufft dich mit dem gehen tod / vnd machet alle dein buffen eden. Item du erhebſt dich mit fps mone mago / mitt hilff des teuffels / aber bald fo würſtu herab gewoꝛffen auff das erdtreich vo deim ſtůl / der tüffel thůt dir als ein rap der ein herte nuß hoch erhebt / vnd laßt ſie fallen vff ein ſtein das fie zer t. Dein hart hertz das nit gůt würt haben am dem lerſten end iſt die hart nuß. Von der dultten ſchellen. chte me mit den augen / das iſt offenbar . Die dꝛit ſchel iſt = fi ch ſchatz zungen fronungen ZEN LA vnd durch ander vil weg / das woꝛt des gewaltz iſt dir geben das du die vnderthon nit mit erwirgeſt / aber fie zũbeſchirmen vnd wau ſchon die herren ſanfftmütig ſeint / milt/ſo werdẽ fie grim wůterich in ite vndthonen / von dem trei ben irer ſchmeichler irer rer vunnd hoffge⸗ ſind. Es gar den herren wie es einem len wen gat. Ein leuw wan rauben ſo bewegt er ſich v oꝛ zů grimmikeit mit ſein em ſchwantz / er ſchlecht ſich ſelber mit dẽ ſchwantz · Alſo gat es den herren auch herren ſchwentz ſeint ire redt vnd diener / vnd ir hoffgeſind / die ſich nach fen ziehe vnd ire ſchmeichler vnd redet ſeint fie ir ſchwantz / wan ein vih deckt ir ſcham vnd ſchend mit dem ſchwantz. Alſo das hoff geſind deckt irẽ herren ire fünd durch die wort der ſchmeichlerey / daz hoffgeſind ſeĩt auch der herren lem̃e Haben vnd baret dy da der herren rud decken / darumd ſeint fie lieb. Wan elner ein grindig haubt hat fo hat er linde baret lieb / gat nit gern dar haubt. Alſo Vie ſünder haben lied die inẽ kũnnen ſchmeichlen / wan die welt hat lieb das ir iſt. Von der fierden ſchellen · nit auff erhebt woꝛden noch meine augen ſeint auff gericht. Weiſſu wa võ du dich 0 | De Pr A nd . ä 2 — * r Hon gewalt Narren freweſt got der her laßt dich herſchen dir zů groſem ſchaden / wan wen got den her ren herſchafften geb vnd zů regieren vmd liebe willen / vnd vmb ir frumkeit willen / fo hette er es feiner lieben můter ond feine der herr ſpꝛechen mög zů inen ( Accipe. Nym̃ das Versi gehort vnd farhin wan in yener welt würt er nichts me empfahẽ . Item es kumpt erwan von der find des volcks das ſie alſo ein grimmen zů einem herren haben. (Job. 34.) Bmbües volcks ſünd willẽ macht got ein gleißner ober fie zů herſchen. Got der her der ſendet lewen in das land Samarie darumb dz fie got nicht gefoͤꝛchtet haben. i 2 maltiger wz freweſtu dich von Seiner macht / von reich tumb / von dem lüſt/ von den diſigel da keiner nie iſt geweſen / ð am letſten nit getruret hab / wan ſie an das todtbet kum men / ſo heben ſie ire augen auff gegen dẽ him̃el mit irẽ henden vñ ſpꝛechen. 2 wolt got das ich mich der welt geſchefft nie an het genummẽ / o wer ich arm̃ gewefen Is alevius vnd das zů eim zeichen zů erwoͤlẽ ei / wan ein ar s er gewalt $e das er reich wer geweſen / vnd bettẽ da man begrieb in der reichen clei foTer du armer men ar ſuß reich ander bitte 1 8 r ſaß in purper gecleidet mit biſſoneflẽ tůch vnd gloꝛiert CXXI& ach der trurigkeit / vnd zů er weiß als einer trurig iſt / der da be rüfft iſt rechuung zůgeben vm gůt das er vnrecht auß hat gebẽ / vnd als einer tru ret der ſich ſeloer ſchuldig weiße wan man den voꝛ gericht fürt darumb. Warumb freuweſtu dich dan von den dingen / dar umb du billich trauren ſolt. Von der fünfften ſchellen. a Die. v. ſchell iſt boffen das fie ir herſchafft lang hadent. Die ſeloẽ nar ĩ eren thuͤnt nicht anders dan oli ix gewat alwegẽ weren / vnd meinen wie ſie hie herſchen vnd bꝛangen vnd ge⸗ bieten das fie doꝛt auch alſo werden mach en / aber du wirft betr | N nt gehenckt / auß dem land veryoͤcht / erſchlagen / oder ſunſt zůſchanden kommt. Alſo wer⸗ den die erſtẽ die letſten vnd die letſten d erſten. *. Sich den ſp n des hů⸗ kigen euangeliums das ir gehoͤꝛt Bade v3 gem keichen vnd von de armen. Sich zu wieſich das glücckradt ia gotz fürſichlig⸗ keit gewent hat / n im ir beider weſen für di ch in irem leben. Der relch ſitzt in eren yn dem gůt / vnd der nar freuwet ſich in di⸗ fen dingen / als ein wurm yn dem dꝛeck⸗ vnd als einer des klotzens bley / da von er trincken můß / wan reichtum dick de men ſchen ertrenckt in die tieffe der hellen. Er ziert von ſchanden als ein dieb võ dem ſtrick vñ verwundert von der dindẽ iii 13 * Die. Lyı. Schar Laſarus ſaß in ſeiner groͤſten ar⸗ můt diſer was vol / Lazarus hatt bunger degert die bꝛoͤſemlin von des reichen tiſch. Da lag das koſt lich berlin in dem miſt / der ſtern in dem nebel / das gold in der eſch en der armut trũ. Sich wie gieng es inen nach irem tod / du haſt ges hoͤꝛt von irem lebẽ / der verflůcht reich iſt geſtoꝛben mit dꝛeien toͤdt en der natur der gnaden vnd glo⸗ ri vnd iſt gewoꝛffen off dẽ miſt in die hel vergraben / in die auß wen⸗ dig finſterniß / diſer arm iſt geſtoꝛ ben mit einẽ todr der natur vñ ge füre worden von dẽ englẽ die fein gehüt haben geeret vnd gefrewet. Das gereinget gold iſt in dẽ him meliſchen ſchatz gelegt woꝛden / dz berlin iſt von dem miſt vff gehebt vnd in das kũnigs ziert gefegt dz iſt ein ſeltzſame vᷣ wandlung / wã zwen für einander gon ſie begegnẽ einander / da har einer kumpt da wil der ander hin. Alſo der reich vnd der arm ſeint ein ander begeg net / da einer hin wolt da was der ander geweſen / der reich kam von den lüſten / darũb da endet er ſein gang zů dem ellend. Der arm kã von dem elend / darumb gieng er zů luſten ewiglich / gleich wie mitt den hennen vnd dem falcken / die weil der falck lebt ſo iſt er geeret / man tregt in vff ð hand / die Gen iſt veracht laufft in dem miſt / wã die heñ todt iſt fo tregt ma fie für groſſe herrẽ / wan der falck todt iſt ſo würfft man in auff den miſt. Laſſent vnß gott bitten. c. Hie nach volger nun von der. lvi. nar ren ſchar. An dem dꝛittẽ ſontag nach dem pfinſtag vñ was ſanctus Johannes Babſtiſten tag. Hat der hochgelert vñ gotzfoͤꝛch⸗ tig doctoꝛ Johãnes Gei ler võ Reiſerßberg gepꝛediget. Wie hie nach ſtot. Von beſcher Narren. I II IE ZN RN — b N 4 0 4] Se BR ERENTO Ra * n 2 Je. lvi.narren ſchar A iſt beſcher narren. Es ſeint die / die SA da erfaren wöllen ob fie fürſehen ſey ernte / vnd inẽ das himmelreich beſch⸗ ert fei oder die hel. Du frageſt was da ſei die pꝛe⸗ ſtinacion / fürſehung gottes. Es iſt nichts anders dan ein volkomner concept der oꝛdnung / etlicher menſchen zů dem ewigen leben / der da iſt in dem gemũt gottes. Spꝛicht ſauctus Thomas vnd iſt Bon beſcher Narren Cxx ein zweiffeltig end 9 810 ein menſch ich Von der andern ſchellen. „ 8 i nd { — . — oꝛdnet mag werden. Ein end iſt narurli N 7 Die an der ſchel zů dem mag ein menſch von ſeiner natur a g ſelber wol kumen darff nit weitterer Hilff. iſt etlich meinẽ das kein mẽ⸗ KR II, ſch nichts 1Bii/ dan zů allen Es iſt ein anderer vber naturlich end daz iſt die ſelikeit got ſchauwũg zů dem mag 4 2 man naturlich nit kummen / iſt not goͤti ! zwungen von dem hymmels lauff / von Johannes. Ich th was ich woͤl / ol ich v der kuecht ſpꝛach⸗h gef. losen werden fo würd ich verloꝛẽ . Ich thü ch zůbitten / iſt es als ir reden ſo můß ich was ich woͤl vnd nemmen für ſich die glei wol mit euch gon / ir ſpꝛechẽ alle ding mü⸗ chniß des hütigen euangeliumo / darin et ſen alſo / als fie gont / da ſchampt ſich der lich beriefft. Es ſeint etlich die ſeint auß gelert man / vnd ſtůnd von feiner geſchickt ander zůholẽ / etlich hat man dar irrung die nerriſch was. gezogen / gezwungen. Aber dy beſcher nar | | ren ſol man erkennen bei fünff ſchellen. Von der dꝛitten fthellen. Die. iii. ſchel iſt meinen wan got ein geoꝛd / 5 net bat zů dem himmelrei⸗ N ch fo müß er behalten werd n / er thü wa Von der erſten ſchellen. & 3 EY 8; = 2 * = 2 3 = A > * 2 — = = 2 5 2. = an 2 ba} N uf 20 2 = = — > “ r = = S & > 7 . a 2 5 . S > ſo ein nar was Ariſtoteles. id ponitur in eſſe nõ fuiſti pꝛedeſtinatus. ) | V ii Die. Lvl. Schar AI dem diitten das diſe red iſt ein ner ſche red/ſol ich behalten werden fo würde ich behalten. Nim ein exempel in eſſen in der artznei vnd im bauren werck / welcher bauer iſt ſo nerſch / wan er ſchon wiſt das dis iar got het fürſehẽ das vil wein / koꝛn vnd anders ſolt wach ſen / der nit wolt za cker gon / die reben bauwen / alſo mit ð ar tzney auch / wan got nicht den menſchen zů dem ewigen leben / er fürficht auch dy mit tel durch die er ſelig werden fol, Von der fierden ſchellen. ee BER SEEN meinen das man kein men, Von der fünfften ſchellen. Die. v. ſehel iſt meinen das got vnrecht hã ele mit denen die er nit pee deſtiniert vñ fürſicht zů ewi 0 Die. iii. ſchel iſt 5 N gem leben / vnd er ſei ein anſeher der pero ſonen. Es ſeint vil antwurt hie die i laß faren vnd ſpꝛich das gott alle menſch en zücht / als ſanctus Paulus ſpꝛicht. Got wil alle menſchen behalten aber nicht alle menſchen volgen dem ʒiehen nach. Ich ſpꝛich zů dẽ andern wan gott nicht alle menſchen zücht oder fůrſicht zů dem ewigen leben / ſo thůt er niemans vntecht wan er iſt vnß nicht verbunden. Zů dem diitten ſo iſt got gerecht vnd nicht yn keiner ſchuld. \ 5 3 dem fierden fo ſol man got de her⸗ ren dienen vm! ſeins felber willen / vß lie be der früntſchafft ( Ex amore amicitie.) vnd kein aug ſchlagen weder vff den hym mel noch vff die hel / got weiß wol wem er es geben ſol. Dienen got vmb das gůts willen / als der iung thet in dem aluetter⸗ bůch / da der tüffel dem alten offnet der iung wer verdampt. Da ſpꝛach der iung zů dem alten / ich dien got vmb ſein ſelbs willẽ / er geb das himmelreich vnd die hel wem er woͤl. Da kam der recht engel ſagt dem alten dz der foꝛig wer ein boͤſer engel geweſen / vnd der iung wer der behaltenẽ. Zů dem fünfften ſo ſoltu dz halten wã vnder tuſenten ein mẽſch ſolt behaltẽ wer den / ſo ſolteſtu glauben das du der ſelbig wereſt. Jetz wer zů ſagen von den . ix. zeit chen des fürſehens. | Uff ſant Peters v ſant Paulus tag. Hat der hochwirdig vnd hoch ge lert gotzfoͤꝛchtig do ctoꝛ Johãnes Keiſerßberg gepꝛedi? get. „* Gon heverlichen Narren Gon liederlichen arren. ; Te. Lil. narren ſch⸗ ar iſt Verſaum narren / Llederlich nnarren. Es ſeint die ‚Sie frembd geſchefft auß richten vnd verſaumẽ | Seiten wider das ſpꝛich woꝛt ich bin mir ſelbs dy trũw ſchuldig / auch ſagt man daz oꝛdenliche liebe facht an ym ſelbs an die eigen liederlicheit iſt eyn. . ad/ wan ſie iſt der vꝛſpꝛung vnd anfang an Alen vnd Eua vnd der engel ha ben geſündet / das iſt kummen von ir liederlicheit Sa nym fünff ſchellen off dis mal. Von der erſten ſchellen. ® I OO rer der zů C&NVI DTie erſt ſch Be © elift liederlich ſeyn m ſtudieren gůt fie 8 4 vnd gebert / vnd ye⸗ der man hat ſchier die ſchel. Wir — 15 ſeint alle geneigt ʒůlernen die ſub tilitet der künſtẽ vmb ſeltzamkeit willen / keiſerliche rechtt vmb des nutzes willen /zů fechten vnnd zů kriegen vmb ſtrengkeitt willen / kauffman ſchatz treiben wider ar mut. Alſo von andern 9 man auff erden ie o Aber zů lernen die kun eins exbe ren lebes vnd wie man got die nen vnd wie man die fünd meidẽ lich: Das ʒoͤgt der her im euange⸗ liũ / da er ſagt wie diſe welt vnß la irrung zů geſchickten dingẽ vnd yederman iſt gehoꝛſam. Got ladet vnß ʒů eren vnd zů der him melſchẽ hoch zeit / vnd iedetman % ſumt es ( Mathei .: ꝛ. illi neglexe⸗ tust abierunt alius ad 90 am.) Ach her mein got wy ein gro ſenarheit das iſt / ſemliche vnge⸗ ſchickte ding erwollen. Aber die ding verſumen dy da gont zů der ſelen heil. Ja ſpꝛechen ſit z mi wir wollen diſe weltliche ding wor vß richten / darnach ſo woͤllen wir der ſeelen warnernmen, Weiſt du nicht das man zů dem erſtẽ ſol ſů chen das reich gottes vnd ſein ge) rechtigkeit / darnach fo werde vnß alle ding zů gewoꝛffen. Diſſe feine gleich einem kauff⸗ man / wan er kumpt geen Franck urt / geen Niereuberg / ſo gatt er m ſpil nach / dẽ freſſen / vnd ſuf fen / vnd vᷣgißt feiner kauffmã ſch atz das ſein arm fürnemen was. ee Bie,Lyu, Schar Er zhůt auch wie elner ð ein groſe ſach voꝛ dem bapſt oder voꝛ dem keiſer zůſcha fen hat / vnd verſumpt die ſach/giẽg ſunſt liederlichen ſachen nach. O bꝛůder nit ſpã den wage vor die roß / da ſol man alle dig laſſen ſton vnd ð ſelen heil ſtudieren / vnd wan du das treibeſt als lang als ein men ſch leben möcht vnd der felen heil an dem letſten hergreiffeſt / ſo haſtu wol geſtudle⸗ ret. Bit got vnd die heiligen dz ſy die ſchel len von dir nemmen. Schꝛey mit der kir n zů ſanctũ Paulũ des tag hüt iſt / do⸗ ctoꝛ egregie paule moꝛes inſtrue. 1 Achſt w een e neren en e fiene in den inugen de verliederen das ſie nitt moꝛes /ſit vnd gebert leren / wan fie eo nit als Mogen begreiffen / vnd das ſie die an ⸗ derẽ moͤchten vbertreffen / darumb fo woͤl len fie nichts leren. U mo.Tul,noli nee f pfalmijtag ver boꝛgen ler ift in den pꝛopheteſi vnd in den * pꝛedicanten oder alſo in Egipten das iſt in den duncklen vnd boßhafftigen lerern die weil ſte gůte frucht ð ler leren wan fen lich lerer verkauffen etwan wicken der ir⸗ ung für weiſſeu der warheit. Von der andern ſchellen. Die ander ſchel —iſt verſaumniß zů erfarẽ eig ne boß heit. Es ſeint vil mer V chen die ſtetz andere mene 0 . 1 7 ſchen leben erneiſſen wölle / vnd fie vꝛtel⸗ len / ſo es ſei doch nichts angat vnd die ſel ben inen nit bepfolhen ſeint. Aber ir eigen leben erfaren ſie kum eineſt in dem iar vñ ander denen es von ampt wegen anderer leben zů erfaren zůſtet / die gond ym auß alſo nach das ſie ir leben zůerfaren verſu⸗ men. O nar dein hauß bꝛent vnd eins an dern auch / du tregſt aber waſſer zů dẽ an⸗ dern hauß vnd laßt das dein brennen. O du armer zimmer man / du bauweſt einem andern ſein hanß / das iſt Ziegel / Glaß / Fenſter / vnd dein huß iſt mit ſtra we gedeckt / vnd die feuſter feine papeier / du grebſt audern gold vnd ſilber vñ ſtirb ſtu darumb. O aug / o tutule / du nerriſch⸗ er pꝛedicant vnd pꝛelat / du gauch du ſitz⸗ eſt auff dem baum / auff dem pꝛelatẽſtuͤl / ſtraffeſt ander goͤuch / vñ iſt niemans me ſtraff würdig dan du. O aug du ſichſt an dere dĩg on dich ſelber. Abbas paſtoꝛ ſpꝛaꝛ ch ſag dir ſelber wer du ſeyeſt / vnd oꝛtteil nieman / verſtand der dich nit an gat ſicß dir ſelber in dein karten ſpil. Die dꝛit ſchel iſt | maieſtat / hoͤꝛen zů. Haie dienſt / vnd Büren ſich vor ð ſchellen. Ich foͤꝛchte das fie vmb vil heimlich⸗ heit gottes ſy kummen yn verachtung got tes (. ii.peralip.vx iti. Sie leuiten was rent liederlich / warumb man ſpꝛicht (Ni⸗ mia famillaritas parit contemptum.) Zů vil geſell get verach⸗ verſaumen die eer goͤtlicher Zů dem erſten die geiſt⸗ ꝛelaten vnd alle geweichtẽ die ſun / derlich geſchꝛempt feine zũ dem goͤtlichen eligfein vnnd zu gamen j N | 1 | | Gon liederlichen Narren tung nit meinen das es nichts got ſei wie mit einem menſchen / wan ein mẽſch iſt ge ſellig mit einem ander ſo ſicht er ſyn heim licheit vnd ſein gebꝛeſten die du vor nit ge wiſſet haſt / darumb ſo haſtu in nit me ſo hoch vnd als vil võ im ſelber vos aber mit got iſt es nit alſo ſo vil du dich got me ne heſt / nit mit den füſſen des leibs / aber mit der begirt vnd der bekantniß fo vil gott me von dir flücht vñ du in groſſer achteſt vnd mer von im halteſt. Dauit ſagt ( ho mo ad coꝛ altum et ev deus.) Nim ein ex empel in einem glochuß fo neher du zů im goſt ſo vil groͤſſer es ſcheint fein. Alſo iſt es hie auch den contempliererẽ ſcheint got groͤſer fein dan denen die nit contempie⸗ ten / vnd künnen doch nit wiſſen was got ſei / wan er iſt als fere von inen als von de nen die faſt wenig von gott dunckt / wan er iſt vnentlich. Nym eln evempel. Einer der zů Sraßburg iſt der iſt neher vff gãg der ſonnẽ dan einer der zu Paryß iſt / no⸗ ch meinen fie ee ſei ein ferre. O bꝛů der nit acht gott clein / darumb das du got geben biſt zů einem knecht. . ii. peralip. xxix. Ir lieben ſün feine nit verſünlich / gott hat euch erwoͤlt das ir ſollen vor ym ſton vnd du weltlicher richter vnd regent er⸗ ken / das aller gewalt von got iſt / darum̃ ſo ſich gott an das du den gewolt nit wid got bꝛaucheſt / aber zů einer glosi, Got ges büt euch beiden den to. vii. behalt vñ Kit dich das du nit vergeſſeſt gottes des her ren /nit verliederlich feine gebot noch Von der fierden ſchellen. Sie.iiii.ſchel iſt verſumen die noturfft des AN nechſten / es ſei in geiſtlichẽ E oder yn weltlichem den to. i 'enli, Verlürt dein bꝛader etwas finſtu es CXxXII nit verliederliches als ſei es frembde. Ob einer ſchuldig ſei vff zůheben wan einer et was findet / iſt v geſagt. Item von geiſt lichen dingen. Item vo: der ſelen wider die / die keiner ferlen nichts achten noch ir es hauß geſindts. Ja fie ſeint frembd ſe⸗ len /ſie feine nit frembd er iſt dein bꝛůder dein mit glid. Von der fünfften ſchellen. N 2 er irg für ir eigen gůt / auch für iren leib / aber N | ‚Seintnatren wa. in der nar fo rauben die tüffel die feel vo: dir / vnd was hilfft dich dan / hetteſtu die; gantz welt gewonnẽ / flch die narheit lie derlicheit / wan fie iſt ein ſtieff můter vers \ gangner guter werck/ein hinðniß zůkůn | tiger gůter werck ein verlierung der an 7 ( Sirecte er indlrecke 258 den dunner klapff/ſcheiden euch von mir. . Ir ver flüchten du Bözeft das geſchꝛey⸗ 2 gens ſeint an dem thoꝛ. Der fünfft ſin das feuer der begirt if yn der empfintlicheit die waſſer der geden ck yn der fantaſia / vnd du ſchlaffeſt das du rauſſeſt / ſchꝛey zů gott ( Salua nos pe rimus. &.) Jetzund nicht mer. An dem friden ſon⸗ tag nach dem pfinſtag / Hat der 55 nes Geiler von Rei⸗ ſerßberg gepꝛe⸗ diget. :. 2 % 4 | Die. LVn. Schar — u on vndanckbarn zübesalen der hat nit das gemätt Narren. das er dancken wol aber einer ſch uldners iſt nit gern ſchuldig. ä chel iſt gůtthet nitt wider gelten wem et was gůts iſt wider! faren / der ſol 1 4. er ver mag widerlegen an oꝛten vnd ſtet ten ſo ſich das zimpt vnnd nit al/ lein alſo vil vnd gleich / auch mer dan er empfangen hat / wan er ſch on arm iſt noch ſo hat er damit er wider geltẽ mag / lß die doctoꝛes⸗. Von der dꝛitten ſchellen. * Die dꝛit ſch | el iſt die gůtthet diſ 5 ſe mulieren. Etliche E menſchẽ wan ſy gůt thet haben empfangen / ſo thũnt ſy nit ð gleichen als hetten 85 es em pfangen . Es ſol ein danckder m erFehinie das cr qutthet em — pfangen hat / dy gob lobẽ groß ma chen vnd offenlich vor den lüten Je. L Vn. narren ſch ar iſt Vndanckbar narren. Es ſein en icio. Iſt nun der vndancker x die / dy da woͤllen das man inen gůt eim W es thů / aber ſy thůnt nieman nichte heimlich dancket wie vil me der widerumb. Sie haben ſtetz die hend offen zů en⸗ diſſe e 2 er nichts pfahen vnd die oꝛen / aber beſ chloſſen zůgeben wi Von rfird = ſch Ik der den rat (. Eccle. non fir poꝛrecta.) Diſe nar⸗ a a; ren exkent man bei ſiben ſchellen off dis mal. Von der erſten ſchellen. e : 2 zů vil bald oder din nit widerlegen fol Spricht Seneca / wer d bur iſt der nit wider gilt der aller ondäck bareſt iſt der ir vᷣgiſſet / die die ir nit woͤl⸗ len wider gelten das ſie es ſolten thůn / ir gewißne trib ſie darzů vnd etwan ſo beke nen ſy ſich danckbar geweſen / ſcham vnd ſchand treibt ſie etwan darzů. Aber ð der gutthet vergiſſet der kan nimmermer danckbar ſein. Von der fünften ſchellen. Die fünfft ſchel 22 ſtat der hauptman was / vnd galliam be⸗ zwang. Alſo thetten attenienſes ſoloni / irẽ x Kal geſatzgeber vñ fparräi ligurgo. Alſo r aer i vndanckoar. Iſt es ſo ein groß beitag geſchicht wan wer einer gemei die / nett der dient niemans ! Neuen drum emo vmb got⸗ tes willen dien einer gemein üre enen a | Von der ſechßten ſchelen. Die. vi. ſcpell iſt e Diegüirger ſcheltẽ. Man ſpꝛi * — wer G Acht wan man eine ein reg ſch La ice fo folmanim Hit in % Von der ſibenden ſchellen. Gon verſaum Narren cht / mit den ſelben bꝛitſchẽ man die ſelben maul lůgẽ wie alt es ſei/wañ es iſt ein zei⸗ chen der vn danckbarßelt vnd des ſcheltes wan dir ein armer etwz gibt ſo laß dir es Jangene ſein lat er dich 2 gaft/fo 5 con tod weren. Als R tent in der hab fürgũt/ nit ry als vil die ſpeiß wan ſie nit nach item willen ö bereje iſt Stefelser Neffe v wa es einer in ein ſchwanck in em ſchimpf zůg ſo gieng es hin. CXXIII N Die. vii. ſchel iſt — goucthet für einn boͤß therte War { ſchetzen / vnd nit allein gůt⸗ der gärtger vergeſſen. Alſo ge thunt ge wo ulich die kind mit boͤſen koͤpf⸗ en / ſo die mütern inen zwagen / vnd die S: ſchůler iren meiſtern/meinen man thũ in nen boͤß ich fo man fie reiniget vñ ſtrafft Alſo thůnt die oꝛdes lüt die zů dem gots dienſt geoꝛdinet ſeint / achten es ein groſſe 5 burde vnd ein beſchwerung ſo es ein gnad gottes iſt. Die ſibend ſchel der narren / biſtu oder ein anderer in der zal /o ſich dz — du dich ledigeſt / oiſtu nit darin dz du * den ſich ſelbs ʒů lies haben / ie werdẽ hof / 4 Fa \ a er einen meaſchen vngehoꝛſam fein, ſchlecht die man aller welt wil zůſpoͤt may k ich voꝛ Ve ſelben de nen fie vndanckbar ſeint / wan fie inen be kummen ſo werden ſie rot vnder dem ant lit oder gont einandern weg / das ſie inen enttrinnen / vnd wolten das ire ůtheter er has I en mit worte \ me er mit wercken / der wůrt ſich ſchammẽ mit dem der in das hochzeit gieng on ſein ö hoch zeit cleid. Eo iſtle t got zů dancke * Die. LIS. Schar Erken feine gůthet kanſtu nit le / (Conputruerunt in ſtercoꝛ⁊ iuuẽta.) O miſt der ſen / betracht das gemelt an dẽ mu gloꝛy was erheſtu dich /ia du eiter diſſe miſt riech ren liß an dem fen ſterdꝛet / lob got en wider got. Laſſen vnß got bitten. &. mit woꝛten / hoͤꝛ zů denen die gott nag , du im dle dance Iln vnſer frau wen tag vnd wi en ſeine gůtthet mit viſirarionis Marie /gepꝛediget. Dauit der ſpꝛach ( Inclinaul coꝛ) ad geneigt mein hertz zůhal 3 ten Deine gebot ewiglich vmb wid eltunges willen / verſtant got fur e gůtthet die ich von im empfan en hab danckbarkeit vnd erkant L, thonen vndertrucken / die mit irẽ ſchweiß gewinnen da von ſie lebẽ die edlen vnd in erẽ ſeint / ond ſyn ſchnoͤd dan etlich wilde thier ſeint wan die thier erkennen ire gůthet⸗ et ale Sencca ſagt vnd wit erfa⸗ ren. cr von dei uwel in gem elneiter such da erkant eln leur 5 70 N= = A) — ff X = > N ciſit gleich einem miſthauffen / ſo W 2 | oil die ſoñ heiſſer daruff ſchant / N Je LIS. grra ſchar | iſt ſpiegel narren ſeint die inẽ ſelber Kt Al wolgefallen in woꝛten oder in werck en vndaallen andern wol wollen ges fallen vnd gloꝛieren vnd beriimefich von ir wpß me ſtincken wider got. O miſt der heit / von geſpꝛech / von ſtercke / hübſche / adel / tel reichtum (Omnia arbiftatue ſum chtumb / vnd der gleichen. Von denen woͤllen wir r ſtercoeg. I da mir fcrö vff diſſe ſtund redẽ vnd iſt nit lich wan die tio olten die magerẽ ackere dy demutige Maria art in keine ding gloꝛiert armen feißtmachen. O miſt ð luſt in got ben Faun int ſuo.) Sarumb dz \ « 107 o vil er 1 eren geſchmack von im gibt. Alſo fo vil got menchem menſckẽ me gůtz thůt me vf in ſch eint mit feinen güttßeten fo vil fie Hon ſpiegel Narren CxxMmI wir leren nicht nerriſch gloꝛierẽ aber weiß als hetten ſiꝛ es als von in ſelber. Alſo Bar lich in got dem herren. Diſe narren moͤge ſtu die. Die erſt ſchel hangt an dem lin erkent werden in fůnff ſchellen die hab ich cken oꝛ gegẽ Deiene / vnd recht gegen Oꝛi⸗ gekaufft von ſancto Gꝛegoꝛio. ent / wan von Oꝛient kommet vnß das lie) cht / von got kummet vnß alles gůt / gůt Von der erſten ſchellen. der natur / des glücks / vnd der gnadẽ Die erſt ſchel iſt ſich frowen vnd erheden vs e | War dẽ gütern / die hat er als het fr hãbeñ das er von gnaden hat. Ach ws ade von im ſelber. Als da nargeit iſt das dis zů legen / das du lebeſt feine die natürlichen güter / als da iſt die als Seel u ce sen Lene dee U gedechtniß / verſtentniß / ſtercke / hübſche⸗ vnd nicht v ot. anctus u) ) zeitliche güter / reichtum / eer / rům / gewalt ſpꝛicht ¶ Quod Bades quid non accepiſti. vñ geiſtlich gůter / gnad / kunſt / weißßelt asg des du nicht haſt empfangen Darumb ſeint erlich hoffertige menſchen haſtu es empfangen / was gloꝛierſt du als ' vnd gelerte narrẽ die alfo gloꝛiern als het hetteſtu es nicht empfangen. Alle ding oꝛ / Ta ten ſie die ding alle võ inẽ ſeloer wã ſpꝛech nẽ ſchick vñ in got / leg es im zů durch dy be IR en fie es iſt eerlicher ein ding habẽ von ym kantniß / durch das lob / durch fein dienſt ſelber dan in lehens weiß von einem ande Sptich ( LLon nobis domine, Ut vuß ven . Ja ſpꝛichſtu wir ſeint nicht ſeimlich ¶eer nicht vnß aber deinem nammen lit es wer wol ein armer menſch der alſo Jil gloꝛi. meinte das er ſemliche ding nicht het von got er wer doch 1 oe verſtantz al Von der andern ſchellen. ſo ſie erkennẽ wol das ſie es von got habke . x he Die ander ſch⸗ ſie thůnt aber eben als wer es von ine felb er 9a. Im ein ed einpel wan eiter etwas Nel iſt ſich froͤwen von gürers Te einem andern der glotiert nit faſt dinge / als het er die von ſei er allein iſt in dem ſelben gůt ſunder ee ES A| nem eignen werdien: gedẽckt / das haſtu von dem / wan der ni Es glaubt et wan ein follicher gar wol cht wer fo Beftun dae ulcht. eL Jas er die Ving hab von got /er meint ab er er hab es vmb got verdient. lſo das aſt von dem ſelben gůt / under ex legt es dem sus von dem er es hat / vñ dancket im darumb / vnd darumb wer da in im ſelb; er ſich freuwet von einem gůt vnd voꝛ an ſach alles gůten / wann ei büchß ſot auß wu dern lüten gloꝛiert / vnd ſich berümet vnd gon vnd ð fein war man wil/ſo můß daa / nlcht danck ſagt dem / von dem er es hat / fein ſalpeter vnd ſchwebel / wan man die der thůt ale het er das gůt vonn ym 10 anzünn { f ber. Alſo thůnt vil menſchen don den da hin. gaben der natur des glücke der gnadẽ got dienlich werck / das ſol nichts wan da nit tes nit. Darumb erkennen in loben in nit iſt macht deiee freyen willẽ mit der anad groß machen ſunder fie gehoͤꝛen zů irem gluſt vnd willen / berümen ſich / die thůnt 0 a * 2 N er in feinem palaſt gieng⸗ Die. LI&. Schar der frer wil, Sanctus Panlus ſpꝛicht (1% oßeribus. licht guß den wercke vnn ie ſchel Ne hangt da voꝛnen an der ſtirnen gegen mittag / wan dy ſelbigẽ land ſeint faſt heiß / vnd die ſelbẽ faſt hoffen vf ir verdienen ð hitzigen werck ( Nabucho⸗ donzoꝛ. Danie. iii.) Der hat die ſchel / da Spꝛach das iſt die ſtat dy ich gebauwẽ hab in meiner ma cht die niemans gewinnen mag. Darum̃ das er nit got lob gab / da ward er geſtra⸗ ffe,, Item ſancte Paulo ward das ſtiten ſtech en geben / das er nicht in die hoffart fiel das aatinette / das er die geſichten vñ offenbarunge 06 im ſelber her. li. cor. xii) Semliche narren weiß ich niemans zů gleichen / dan den kinden / dy etwan vff dy ermel ſpauwẽ vnd machen ein ſpiegel dar auß · Vnd du ſpiegelnar wan du auß dei nem verdienen gloꝛlerſt / ſo machſt du ein ſpiegel von ſpeichlẽ / wan deine werck ſein ſpeichiten. Ja das noch grober iſt / ſie ſeint gleich Nauno men — Zieien iii.) Marla die märer Jeſu iſt der recht riegel in den ſich/dem volg nac ſie hat eten der da ſpꝛach (exultabo in deo iht ſu meo.) Dauid ſpꝛach in deiner gere⸗ a Bar fuo,) gloꝛiert mit dem pro chtigkeit erloͤß mich er ſpꝛach in dtiner ge⸗ rechtikeit die du gemacht haſt / nit die ich ghethon hab. (Deus in nomine tuo. &. in a chen. \ N N 2 de dung Meſu cheiſti / dem vol nach /in dem hat got vnſer vater ein ic eſt filius mens. E.) Der f lautes iſt ein frauwen thũch vnrein Mala iſt auch ein ſpiegel der demůt in den got ge ⸗ ſehen hat. (Reſpevit humilitatẽ an. ſue.) b Spiegel macht man von luſtlicher ef chen da ſich yn / das du zů eſchen werden můſt / nicht ſihe in den rotz ſpiegel / als die kind eins deines armen verdienen. Von der dꝛitten ſchellen. — iſt ſich freu wen vnnd band gen von einem ding das er VE narren zůlachen das ſie ſich annemmẽ ei⸗ nes gůtz das ſie nicht haben. Erlich mein en fie haben ein feßsrpffe verſtentniß / ein gũte gedechtniß / große weiß heit in irẽ ſal chen / groſſe kunſt in irẽ gemũt / groſſe be⸗ ſcheidenheit in irem regiment. Sie mein en fie ſeient hũbſch / gerad in ð perſon / vñ volkommen in dem geiſtlichẽ leden / vnd gloꝛieren auß ſemlich en dingen die ſie ni⸗ cht haben oder nicht haben als ſie auß ge ben · Diſſe ſchel hangt ob dem rechtẽ ot gegen nider gang der ſonnen / vnd billich hangt ſie da. Wan in inen iſt nider gang en die ſoñ der bekantniß / vnd das liecht der warheit / halten ſich ſelber groß vnnd hoch ſo nichts in inen iſt. Die ſchel hat moab (I ſait.v wi.) Wir haben moabs goffart geboͤꝛt . Alfofant Peter ð le⸗ gt im ſelbs sis groſſe ſtercke vnd beſtentli⸗ reit er wolt mit dem herren in den todt de aber bald verleugnet er in. Alſo vz De uid auch der ſpꝛach. ¶ Ego dint in habun⸗ dacia mea.) Ich hab geredt in der volle meiner andachr ? Ich würd nimmermer bewegt aber glych erkant er das kein vᷣh ar rung in im was / Auertiſti. Dn haſt dein angeſicht von mir gekert vnd bin be trũbt woꝛden. . Nun wie wol vil mẽ ſchen die ſchel habe ſo gehort ſie doch recht Vie dutte ſchel nicht hat. Es iſt wol der Gon ſpiegel Narren den groſſen herrẽ zů/fürſten/biſchoff vñ andern die in dem gewalt ſeint / vnnd die krieg en vmb die ſchel / ir iſt ein groſſe zal. Seneca iſt ein züg aller deren ein eigent⸗ afft iſt. Die ander fürſten vnd herren hoffen ſeint / das fie ſchmeichlen / federleß en vnd alſo den herren betriegen / das er meint er ſei das er nicht iſt / vnd meint er ſei beſſer dan er iſt. Semlich nerriſch herren die gleich ich den ki nden mit einer fſauw blatern / die ſelbig bleßt ein knab ein wenig vff / der ander noch daß ð dꝛit no⸗ chbaß / alſo lang biß fie gnũg auff geblaß en iſt / dan fo werffen fie einander mit / zů dem lerſten fo ſtoſſet einer ein nadel dar⸗ in/ſo felt fie dan darnider. Alſo die an dem hoff ſeint / ein ſchmeichler blaſſet dẽ fürſten vff / ſpꝛicht. O gnediger her es iſt ein groſſe weiß heit an euch / daz ir nicht ſo grim feine vnd hart / als der fuͤrſt ſeinen armen lũten. c. Der ander lobt in no⸗ ch mer / blaſſet in nochbaß auff / biß er in ſchwollen / vnd die geſchwulſt zeugẽ fie et wan in irem antlit / vnd mit iren augen / vnd alſo treiden fie den herren vmb / vnd werffen einander mit /als die knaben mit den blattern / yeglicher zucht in zů im / das er im gunſtig iſt. Vnd zů dem letſtẽ ſo kummet der tod die nadel / vnd ſticht dye blatter / ſo felt fie dan / ſie betriegen in / als die dꝛey den bauren / der ein ſchaff für ein hund von im warff / da er mit zů marckt wolt gon. Von der fierden ſchellen. TER IE AT; iſt ſich freuwen von einẽ wa 1 nen ding. Es ſeint vil die N A l glozier auß den dingẽ das eerr wert iſt / es gat als dahin / als von hüb feinem gemüt gantz hoffertig iſt vndger Lie fierd ſchel C&x & bſche / von reichtumb / von eer. ( Eccleſia, i.vanitas vanitatum.) Diſe ſchel hangt da Binden an dẽ kopf gegen nider nacht / gegen der finfternig/ wan alle crearuren ſeint zergenglich / vnd ſeint nichts den finſterniß gegen gor dem herren / vnd wer iſt frei vor der ſchellẽ/ mie mans, Zwei larige kinder gloꝛieren in lren neuwen ſchůhen. Eig einſidler la⸗ he wie die wehen frauwen gloꝛierten in de langen ſchwentzen ande mantlen / da hen ckt er ein ſtück von einer alten matzen an fein rock /gieng hin vnd har / lůgt als hin⸗ derſich wie im der ſchwantz an ſtünd / vñ vil geweichter lüt ſchwentz an iren rocken naher ketſch 0 8 arzen ſeient die in den ſpiegel eben 5 n inen ſelber wol / loben ſch ſelber / du | biſt noch ein feiner man, iſeſchel rin ſchauben an hat / ſo wil er erlich gehal ten ſein / ſein erhaben / er meint es ſol ſich alle welt an im verwundern / oder wan er gold oder berlin an im hat. Es iſt doꝛlich dase neee te 1 Las er beciet det iſt mit müß fallen / man ſol meine ſeĩ beſſer dan ein anderer. Alſo würt das Gemüt der crlſten menſchen / verfürt das cordinet iſt zů den groͤſten vnnd ewigen dingen. star ker n einem bock dẽ dürſtert faſt 8 zů einem bꝛunnen vnd tranck / da er alſo trance da ſahe er ſein bild in dem waſſer ſpꝛach / nun biſtu doch ein ſchoͤn thier / ob / en off deinem kopff haſtu hübſche hoͤꝛner X iü ner Die. LI. Schar er wil frey ſein vnd herſchen. Alſo was ein nar mit der ſchellẽ / der phariſens mit Bone augen / vnden ein leiblichen bart / ein lang antlit. Ach wie wol wereſtu gezie⸗ ret / vu wereſt ir auch wirdig einer kro von phauwen ſchwantz / da ſtůnd ein igel. Der herr ſpꝛach ʒů im ich wolt das du augen dahinden hetteſt vnd ſeheſt wy ein urtzen ſchwantz du haſt / vnd dein hinðn nir deckẽ kanſt / wan du das ſeheſt / ſo wũt deſtu bald demmig werden. Alſo ward ð bock gelert / demüriget ſich vnd ſchampt ſich das er ſich erhoͤcht het. Alſo erken du den ſch wantz deiner vnnolkommenheit / vnd dein todt / vnd laß die milch nider. Von der fünfften ſchellen. her für zücht . Er ſchwwiẽr ein eld mit vßfige hebten fingern er wer würdiger / gelerter / weiſſer / hübſcher / baß redner / dan die an dern alle / nichts iſt in im dz im ſelbs miß 2 niemans thůt nichts das im ge⸗ alt. Von denen ſanctus WGregoꝛius redt. (in 1% moꝛalium. gcc fen. Off die meinung / wie yetz geſagt iſt. f Alſo haſtu die narren ſchellen die ſtott oben auff dem haupt ob allen ſchellẽ / wan er herſchen wil vber die andern alle mit lu ¶ I ſtfero / ich wil dem oberſten gleich ſein / er focht niemans / in dem iſt er dem tüffel gleich. . Er wil vnder niemans fein klapff vnd erſchlůg in / da kein wetter an dem offnen find in dẽ tempel dẽ er vᷣſch mecht ſtůnd in ſyner hoffart / ſpꝛach o got ich dauck dir. Sc. Aber nicht on ſtraff / wã er ward mit dem kolbẽ geſchlagen / als an der narren mer. Diſſer ſünder gieng ges recht ab von dem heim in ſein hauß vnd got der her etwan ſemlich hoffertig lüt de mütiget von iren ſtůlen ſetzt / wiewol ð ſel ben vil ſeint · Wir woͤllen ein herfür siehe der hoꝛt das Magnificat ſingen / vnd dẽ verß Exultauit humiles / da ſpꝛach er dz woꝛt iſt nit war in mir / wan her ich mich gedemüriget / ſo het er die pfrůn nicht / dy auch nicht. . Da kam gleich ein dunner In dem fünfften ſon⸗ tag nach dem Pfinſtag. Hat der hochgelert vnd gotz foͤꝛchtig doctoꝛ Johannes Geiler von Reiſerßberg gepꝛediget. . Wie hienach volgt. Stulteꝛum infinitus eſt numerus. Der narren zal iſt on end. Hie nach volget nun von der. LX. ſchar der narren. . Hon tant; Narren | Von tant; Narren. SAN, | N h 0 7 N IS: ee... ſchar der nar N N; ren iſt ( Saltantium.) Tantz nar⸗ e 0 ren. Ja gantz narren die vneerſam⸗ el li ſpꝛingen / vnuern ünffriklich / wi ſpꝛechen rechter vernunfft / das thů ich der das billich dar zů / wan nicht alle dy da ſpꝛingen ſeint narren. Es hat geſpꝛungen Monica ſanctus Auguſtinus mũter. Es hat getantzet Dauid vo: der arch gottes. Es hat geſpꝛungen Sci⸗ pio / als Franciſcus petracha ſchꝛeibt / wan es die feind hetten geſehen ſie hetten es gelobt. Sancta Monica da ſie das heilig Sacra⸗ CRY ment het empfangen da ward fie in die lüfft vberſich erhebt / da ſch rey ſy wir wollen zů himmel fliege da man fie fraget warumb ſie al⸗ ſo thette. Da ſpꝛach fiel. Coꝛ me⸗ um.) Mein bertz vnd mein flei⸗ ſch das er ſpꝛinget ſich in dem les bendigen gott. Sie was aber kein nertin / wan von froͤlic eit ð ſpeiß nicht von leich fertigkeit freu wete fie ſich vnd ſpꝛang. 8 Dauld tentzet voꝛ der arch ge tes das fein frauw fein ſpottet. Er ſpꝛach ich wil noch mer tantz⸗ en vnd verachtet werden voꝛ mir ſelber / da gieng herauß geiſtliche freud. Ich wil ein ander täntze rin herfür ziehen in deren octaua. wir ſeint/ Mariã die můter got tes / da Johannes ſich erſpꝛang in mũter leib. Ja beide mütern tant ten vnd beide kind. Johannes fpräg in můter leid / da er die ſtim Marie hoꝛt / als das euangelium ſagt. Elizabeth ſchiey wa kum met mir das her. . Wan mocht ſich der geiſt Monice nicht verhe ben / er mũſt ſich erſpꝛingen / da ſy den herren Sacramentlich hett empfangen. Wie vil mer ſolt Maria vnnd Elifabeth ſich erſpꝛingen / da er a o 2, fleiſchlich da was. Alſo fi rang Maria vber das gebirg befürchte > Eeltzabeth / wan ſie den trůg. (Salientem in montibus tranſt lientem colles ſurge. &.) Die waren nit narren / wan da was die weiß heit gottes / darumb & lit Die. LS. Schar nit alle die/die da tantzen / ſeiut narrẽ abs feind der küſchelt / en frnd der laſter / ei er allein die / die erſamlich tanzen. Die er verderderin der gotz foꝛcht / vnd der ſchã ken in ſiben ſchellen von den andern. vñ ein geoꝛdnet zeit des tüffels vnſers fyn N ieh armen menſchen 35 faßen 0 | en krieg des tantzes. Liß die hiſtoꝛi iu = Don deen ffdllen, unsre gedeon thet wider di ö | 4 8 madiciniter. Von der andern ſchellene Die ander ſchel aſt tantzen mit geiſt lichẽ per⸗ Feli. Item in der faſten fo man betten oel ten/peni tieren / ſo tanzen vuſer edlen biß mitfaſt / en. Iren ſõ man dad allẽſuia nider legt. 2 : 5 Frein . Sen pfinftefo [under grog volck ſonen / mit geweichten lüten ampt In Ne tat fillt den cruczen /in der l vnd vorauß mit clofferlüite dennerle nene e deter ſenden, eee gen ſie/ did etlich narren meine es ſei 1/8: en / 1 N 4 - 2 — : VVT nach des lande ſtatuten / ſo ſeint hochzeit haben auff erſte meſſen verbottẽ / wie kan den tantzen erlaubt ſein. Item vn iſſ es zů tantzen auß ð hochzeit gottes v er helgẽ / wan die helgen tag feine inenzů geeignet / das wir ſollen zů ine gon / ſy g „ 5 re | fen mit vnſerm gebet / vnd eren / vnd an⸗ Ster den ler A ge ten feine die ding dle gůt ſeint/ wie kan in en kautzen vnd ſpꝛingen erlaubt ſein / wie gleicht ſich das / das einer nach eſſens vg ſtreckt fein hend an dẽ tantz zů einer frau 1 11 er an dem 1 auß ſtrackt in ngelus nacht wol ein gloß da. Wan er ek ger bitten 1 volck. ien men gen dme p rocken O mind was hat dein kut an dẽ tantz \ dan das ſie mit diſſen dingen vmb gang en / ſie ſeint si 68 di meten / oder den merer theil des tags ver PEN 8 55 u Hi 3 laſſen wir ſton. N Ich glaub das die menſchen kein barm . hertzigkeit von got erwerben noch von ð Von der dritten ſchellen. heiligen bett / noch hilff vber kummen die f Bit 1 vertiederli en zů gon die tag der Geis Bie dꝛitte ſchel igen / ſie Bien dan penitentz / daruber da Ih M iſt frei i ; . 2 — peiugen vnerſamlicß / ſeind evem pla laß ich ſton. S. v nzüchtenglich wie gat das: ie nacht iſt vnzimlich zů tantzẽ/ wan ESS zů tantzen mitt bůbiſchen es ſpeicht Franci. petracha/ die nacht ift ei weiſſen die die menſchen reitzen | zů boͤſen glüftẽ ale man yetz zů vnſern zei ten thůt / vnd etlich tentz das off inen tra gen fie müſſen an dem tanz einander küſ fen oder vmbfahen / als In dẽ ſcheffer tãtz Etwan fo můß man die metzen off wer⸗ feu das ſie bloß ſeint / das man inen ſicht ich weiß nit war / deßgleichen in ſchampe ren liedern / da mã aneinander hangt / vñ eine voꝛ anhin ſingt / vnd die andern na⸗ hin /ein zeige ten: zlin ein ſchetblicht tentz⸗ lin /a man vil von der bůlſchafft finge/ vnd die ein reirʒ en zů boͤſen glũſtẽ / die da feine wider erſamme erliches ſtatz. Item mit vnzüch tigen gezlertẽ / la wer kan es alles auß rechnen. So ſeint dye cleider an dem rucken auß geſchnitten bis in den rucken hinab / ond da voꝛnen gond die bꝛüſt her fiir / die Jůten/ſie moͤchtẽ die frlümſten vnd büſcheſten man reitzen. Von der fler den ſchellen. Ale fierd ſchel d iſt ſpꝛingen auß boͤſer mein > i ung. Vll gond zů dem tantz N A das fie ander reigen zů ons küſcheit / da facht die bůlſchafft an / da 36 let man / das man darnach auß wept / da ſchlecht man an das oꝛt / ſtat /r nd zeit / die ſünden toͤdlich / da ſchwetz man mit einã⸗ der / da kratzen ſie einander in den hendẽ / ſie hoffen das ferlin leg ſich nider ſo man im an dem bauch kratzet / ſie woͤllẽ die fra wen da mit bewegen / ſie geben einander biieff, Es ſeint darnach etlich die ð ding nichts wollen vber al / noch ſo habẽ fie ein luſt im zůſehen / ſie woͤllẽ ſich ſpeiſſen mit greiffen / ſehen/hoͤꝛen / reden/ die finden al toͤdtlich / wan nicht allein verwilgen in dz werck / iſt toͤdtlich auch in den lũſten vnd werck verwilligen /iſt todſund. Eon tantz Narren in andere ding die da gond zů den boͤſen CNNVI Ja ſpꝛichſtu ich gang auß deren vꝛſa⸗ chen kein darauß leich fertigkeit / fer die lang weil gang ech dar / wan es alſo iſt/ ſo ſſt es teglich find. Ja uh gang in einer güten meinung dar / noch fo fah ich an zů tantzen / vnd würd zů todſünd bewegt / ſo ſoltu daheim bleiben vnd dein blaͤ digkeit erkennẽ / du thůſt ein todſůnd. (Qu am at pexiculum peribit in illo.) Hon der fänfften ſchellen. 185 der fünder toͤd lich / wer aber ſelden search? wärt der tin det teglich. Alſo we at ein⸗ er geewonheit tantzet / ſünt auch roͤdlich / vnd wan du ſchon niehts boͤſes in dẽ ſiñ haſt / du wilt hiemaus vnoꝛdenlich bege⸗ ren / du würſt aber degert von andn vnd macheſt das andere auch alſo thůn. Ich kan dich nicht von todſünden entſchuldt⸗ gen / wan wen elner ein grůb grebt vnd ſy nicht deckt ſo geſchicht ſchaden dardurch das einem ein thier darin fiel / ſol er im ab tragen / ſagt Rodoma. Von der ſechßten ſchellen. Die. vi. ſchel iſt ä (antzen an einem geweich ten ort als in der kirchen iſt tod ae nnd. Item in einem cloſt er / in dem reuental / in dem crůtz gang. Item tantzen an einem ſoꝛglichen ost da die menſchen Die. L&. Schar bald mögen betrogen werden als dẽ iunck frauwen geſchah / die tantzten in den rebẽ iudicum an dem letſten. Alſo haſtu ſex ſchellen da ich mein das niemans sü dem tautz gang er hal etlich ſchellẽ an im / wã wenig menſchen haltẽ maß vnd zucht an dem tantz als ſich zimme / beſunder in tůt ſchen landen. Von der ſibenden ſchellen. <>: ar Die. vii. ſchel iſt Z ſehẽ helffen dar wan nit „h allein die / die es thůnt ſeint ſtraff würdig / auch die dar⸗ in verwilgen. Darumb fo ſollen die ſelbi gen narren billich auch har geſetzt werdẽ Ja wer ſeint die / es ſeint. Eu dem erſtẽ die mit fleiß zů lügen vnd von dem ſelben komen ſie zů dẽ luſt dz toͤdtlichẽ ſund iſt / die ſelbẽ ſeint teühafftig des applas den man vff ð kirchwei gibt / das iſt das ſie beraubt wer den der tugent / vnd gnad gottes / als die tentzer / die zů lůger feine / eben wie die in der kirchen fo man veſper ſingt in dẽ choꝛ fie fingen nit / fie haben aber teil mit den pfaffen die in dem choꝛ ſingen / vnd etwã mer lon von got wan ſy andechtiger ſeint Alſo die zůlůgen die facklen tragen dar⸗ zů zünden / dienen /pfeiffen / trummen ſch lahen / vnd ander der gleichen haben glei⸗ ch ſchuld teil vnd participium / mit denen die da tantzen. Einer ward von dem wet ter erſchlagen da er heim wolt gon het zů tantz gemacht. Zu dẽ andern ſo ſeint es die die tentz vff richten / als ſtubenmei⸗ ſter die es erlauben / pfeiffer meiſter die dẽ es feine dy mütern dy ire toͤchtern heiſſen lon vff heben. Sie ſeint wie die ſauwhir⸗ ten / wan er die ſchwein zůſammẽ wil bin gen / ſo machet er ein ſauw zůgreinnen / ſo lauffen ſie alle har zů. Alſo hie auch darũ alſo vil find an dem tantz verbꝛacht wer den als vil ſünd ſie thůnt. Nun ʒu dem dꝛitten zů dem tantz gon vnd ſie zieren vnd etwã die nerriſchen man die ire weiber heiſſen zů dem tantz von / das iſt inen ein groſſe ſchand. Ich mein es wer ſchier ebẽ alsgůr du verſatzteſt ſie in das frawẽ Buß als zů dem tantz ſchicken. Zu dem fierden die nach la ſſer. Es ſeint die in dem regiment die herren die ret die ſolten ſemlich leicht fertigkeit nicht nach laſſen. Ja ſpꝛichſtu das keiſerltch recht laßt ſemlich offculich gemeine freud dem volck nach / vnd kurz weilige ſpil. Es iſt war kurtz weilige ſpil die on find geſchehen / wer ſpꝛicht das ren cht in der voꝛred ( Quis illos ludos apel⸗ let.) Wer wil das ein ſchimpff ein kurtz⸗ weilig ſpil nennen von dem vil ſünd ent⸗ ſpꝛingen. =, Darumb der tantz iſt kein ſpil / wã vi find daruon entſpꝛingen / wan iſt tantz⸗ en ein ſchimpff / ſo hab ich nie kein ſchim⸗ pff geſehen der dem ernſt gleicher iſt. Ich mein das vnkliſcheit treiben / ein mal wer minder ſünd dan die wůſten amd rtrungen vnd greiffen / die an dem tantz geſchehen mit iren laſterlichen vmbſten⸗ den / wann hundert eebꝛüch verbꝛingt ett⸗ wan einer in einer Fund in feinem gem Wan es ſpꝛicht das 9 tuangelium / wer da ein frau wen ſicht zů begeren der hat fein ee bꝛochen in ſeinem hertzen / vnnd die begirdt bleibet für vnd für vnd würt dick ernüweret vnd inwert vnnd ein yeglich werck der ernüwerung iſt ein todtſünd. Wereſtu eins vnklk⸗ ſch geweſen ſo rũwetz dich vnd wereſt rü⸗ wig / ich wil geſchweigen des wůſtes dar den vnküſchen geſichtẽ nachfolget (Mol lities ſpurciſſa.) Item der tantz iſt nicht ſünd allein. Es iftein grůb in dem hoff da aller wůſt zůſammen fluiſſet alle fnd da iſt hoffart / vppige eer / neid vnd haß⸗ verachtung / vnkũſcheit in ſehẽ / hoͤꝛẽ/grei fen / in dem gemüt / in reden / in geberdẽ zierung / vnd on ʒal narheit verbꝛingt mã dunckt dich das ein ſchimpff ſein. Item da ſeint ſchwer ter / facklen / vnd gewoͤꝛ zů ertoͤdten die fe len durch ein weib alo durch ein ſchwert⸗ tůffel vberwunden Adã/ Sam auid/ omon / vnd wa ſein dem tan ſtaſtu bei einer frauwen du würſt anzünt wie vil me bei einem huffen weibern. O nar du ſtelleſt dich vnder ein huffen ſchwerter die feine ſcharpff/fürer · vßgezo 2 neiden zů beiden ſeitẽ. . Sn glau deſt villeicht mir nicht / ho; ſanctum 3 he⸗ - ne ꝛinnet in der ſcheidẽ der eleider / was thůt es erſt wan es auß⸗ gogen iſt. Ein weib bloß gaupts on Fock iſt das bloß ſchwere / es hauwet auf ſelten da doꝛmen / da Binden / vff die echt ſeit / vnd vff die lnck eit. Die weib can dem tantz zoͤgen ſich auff alle ort dz ſie ſünden dan / fie kummen nicht zů dem tantz fie ſeien dan außgeſtrichen / geziert / Bon tantʒ Narren fon mer des tüffels gewoͤ vnd weiber dan an er ſeint facklẽ mie den Wie der küffel 5 net u nn . CXRVII Vnd was iſt die bereitung chwertſchleiffen das es vff puppet. dan des teuffels roß / vnnd meint der nar ſie ſei hübſch wa ir iſt heiß werden von dem lauffen vnnd wann er ſie moꝛgen ſicht / ſo ſicht ſie eben wie ein ſchmid voꝛ tag oð ein ſeiffẽ ſtuck. Hun! Ach er leib gekrenckt wůrt / der gũt nam ver loꝛen würt vnnd frid verlosen wurt. Me umme ftauwen ond ian ckfrauwen gent zů dem tantz / vnd gondt eerloß wind hůcen wider von dem tantz s gat ein iunger eeman zů IE tantz ꝛot rer rauhen hendẽ. Aber diſe hat weis ch vnd glat hend / der mund came ale ein xoß / er mund iſt wol in/die augen ſeint wie ſternen. Der ding icht er nichtes an feiner haußfrauwen⸗ Saru fo gat er dergifft von dem tantz wer nie dar kum; Gn laß es eben ſein das du uicht vergifft wer deſt / noch fo iſt es ein ſchand menſchen mit den leichtẽ kindlichen geber den vmb gon / wan ein man oð ein rw Die. LI. Schar vff ſpꝛung wie ein hewſtreck es wer ſpoͤt⸗ lid. Ach laſſent vnß betrachten an welchẽ oꝛt wir ſeint / ſo finden wir das wir nit fol len dantzen noch andere vppikeit bꝛauchẽ wir ſeint in dem trehen tal in dem ellend. Et quomodo candaoimus can. d. in tet) Es iſt ſchwer heiligen menſchen das lied lin gottes fingen in diſem fremdden land / wie vil minder ſolten wir des tüffels lied In dem. xi. ſontag nach dem pfinſtag/ vnd was ſant Marga⸗ retẽ tag / gepꝛediget. Von hoffier Narren. fl a) Br * Je. LxI. pꝛedig ſagt von boffier narren vmb ð důlſchafft willen. Es ſeint etlich die dẽ menſch en vnderſtõ wol zůgefallẽ vmb eins ſingen. Es wer wol ein zeichen der vnſin⸗ dikeit / ſo man yetz vff blieſſe vñ wolt vnß den kopff abhauwen vnd du dan tzeſt vñ ſpꝛlüngeſt. Alſo iſt es mit vnß / wir feine vᷣ urteilt zů dem todt / vnd on vnderlaß goͤ wir zů dem tod / vnd wir tantzen/ ſpꝛinge gumpen on vnderlaß / ſich ob wir nit von ſinnen feien kummen. E Jetz nit me. rechten ens willen / mit rechtẽ vmoſtenden / die ſeint nit narren. Ein menſch iſt ein geſellig thier. (al. politicũ,) Sarũb fo iſt es nit gnůg das ſich ein mẽſch recht halt gegen got vnd gegen im ſelber er můß ſich auch recht gegen ſeinem nechſten vnd die tuget heiſſet (af⸗ fabilitas) die alſo gefallen einem menſchen / ſeint nit narren. ES ſeint darnach ſchmeichler ( adulaß toꝛes.) Die den menſchen wol ge⸗ fallen woͤllen / ſie gehoͤꝛen aber nit iu die ſchar / ſie werden ein eigẽ ſch ar haben. Allein ſeint bie begriffe die den frauwen hoffieren vnd ge fallen woͤllen / das fie die ine gend get machen zů vnküſchen werche/ vnd haben ſiben ſchellen. Von der erſten ſchellen. gefallen mit den au ge. Man ſpꝛicht dz der gürtel der bůlſchafft hab fünf knoͤpff/geſicht/redẽ / greiffen / kuſ? ſen / das werck. Es ſeint frauwen die die man reitzen mit den augen | vnd die man die frauwen. Was ich võ einẽ ſag das wil ich dz es vs andern verſlandẽ werd / die frau Voß hoffier Narren. wen bꝛennẽ mit irem geſicht / als ein Baſt liſeus ſpꝛicht ſanctus Iheronymus in pa dicus oculus. Ein vnʒũchtig aug / iſt ein ʒzeichen eines vnzůchtigen hertzen / Slim? dꝛius ſahe hüt die heilige Margarerã vñ verdarb yn dem geſicht. Von der anderen ſchellen . Jeandereſchel de ene ec mis hat der tüffel ein iunckfrauw geſtalt / an ſich genummen. Olimbꝛius lobet Mar⸗ garetam vnd wolt ir wolgefallẽ / aber er traſch ein leer ſtrauw / Sanctus Paulus ſpꝛach (Coꝛrumpunt bonos moꝛes &,.) Von der dꝛitten ſchellen. d ie dꝛitte ſchell it wol gefallen ym anrũren vnd gar die ſchell dẽ anderẽ lt ſein můter nit mit bloſſen hendẽ an ren. Einanderer pꝛieſter / da er ſterben eden / vnd gat die ſchel der 9 N Cx xx wolt ſpꝛach er ʒũ ein er frawẽ gãg hinweg gag hinweg / es iſt noch ein funck feurs hie thůn den zunder hinweg / ſant Auguſtin wolt fein ſchweſter nit bel ym haben. Von der vierden ſchellen. N 0 nit als ant iſt/oder voꝛ ir trincken / vnnd arnach irs geben / als het ers ir credẽtzet vnnd tuſent der gleichen narrheit tryben ſie / als in kreps eſſen byren ſchelen hüener zerlegen / da leit mã für dẽ hinderẽ teil / da ein fůß vnd verſtondt ſie einãder in ir be⸗ deutung die vnerlich ſeint / ſanetus Jhe⸗ ronymas rürt die ſchel Pꝛeguſtatos am⸗ bos ſanetus amoꝛ non habet. Die fünftte ſchel iſtt erzeigẽ ð narr / wa er weißt S 7 da fie iſt / da erzeigt er ſich da 7 1 in dẽ cleid / da gatt er in enge⸗ gen yn allen winckelen / ſie warten ſie lůgẽ vmbſich/ ſie gond in die kirchẽ / da fie hin gat fie ſtond voꝛinen ym ſtůl / vnd allẽ irẽ fleiß vnd ernſt kerẽ ſie an / das ſie inen ge⸗ fallen vnd fie inen geneigt machẽ / vnd fie betriegẽ. Sie ſeint nit diener Chꝛiſti / als Paulus ſagt. ( Si adhuc hoĩbus pla. &.) Von der ſechßtẽ ſchellẽ. Die ſechßt ſchel itt gefalle mit gabẽ /gabẽ ge⸗ fallen vñ verſüenen got vñ den menſchen / ſie ſchickẽ ein⸗ ander meyle/blůmen/bꝛieff vñ roſenkretz le/ringle. Diſe ding halten ſie / als wer es heltum̃ fie faſſens yn / vñ kůſſens / wã mã am moꝛgẽ vfſtot/ſo muß maß anſehẽ / an diſen dingen fahen ſie ir gebet an. DP Die. Lxvn. Schar Von der ſübenden ſchellen. N el / iſt hoffieren in ſei⸗ tenſpil vff der lautẽ Ho Er; 7 ſcheyen zenacht vor den huſſeren / gleich als die hünd hůlen vff ð gaſ fen, Das heißt eigentlich hofſlerẽ yn teuſch. Ach 12 was narheit iſt das / ym winter ſo bein vnnd ſtein zůſamen gefrürt / yn der nacht im ſchne da zittern ſie / vñ zen klaffen vnd wachen / ſo ander leut ſchlaf⸗ fen / vnd iſt dennecht vmb ſunſt / weiter went etwã ſie lyg ym ladẽ / ſo iſt es die katz / als wir oõ eim le⸗ ſen. Du ſingſt vnd geigeſt / vnnd hat etwan ein anderen bei ir lygen ein wůſt / etwan ein bůben oder dẽ ſtalknecht / fo der herr ym Buß nit an fie dir wurt / fo geruwet es di ch. Es iſt zů urg geſchehen cht eſſen / als man dañ gewonlich thůt ym winter der man vff dem lotterbedtle lag / da komen ſemlich hoffierer fir das huß / der mã gab 0 fieren nach / dañ das Tun dich vnd ſie verlůmbdeſt / vnd die nachburen vnrüwig macheſt / vnd yn vil arg wõ fallen / vñ krieg zanck vnð inẽ beidẽ bewegſt / 8 vf geigepfiffen/ſine 5 da waren zwei iunge ee me 24 - eide hübſch vnd reich. ers I ich vff eln as noch dem na⸗ vnnd das weib zů boͤſen ſachen neigeſt / vnnd da für vnnd für vnrüwig biſt. Ach bꝛůder bleib da heiman vnd ſchlaff / vnd biß rũwig. Am neunden ſontag nach Penthecoſtes gepꝛediget. Hon betler narren. rn betleren die vnrechtlich beten. GDBas thůn ich merckgleich darʒů wã it alle die da betlen feine narren La zarus lag vor der thür des reiche mãß betlẽ / vnd was kein nar / die engel trũgẽ fein ſeel in die ſchoß abꝛahe. Es hat Ale vius betlet Bñdictus lebt võ bettel / in der grůbẽ habẽ ſie beide miraclen gets dz warẽ zeichẽ / dz fie gotz freund ware / deſ: Joche ‘ | a nes ſeit von denen. Qui habuerit / wer da necht / das i ſpꝛich ſt was notturfft můß da ſein / dz einn 1155 er betlen möge on ſünd. Ich antwurt dir E- nach Henrico von gent. Es iſt ein dꝛei fettige notturft / die erſt heißt die letſt not \ Von betler Narren. andere bꝛiider / die willig vñ arm feine die ir gůt vmb gotz willen verlaſſen / ſanctus So minicus des tag es hüt iſt / hat betlet mit ſancto Franciſco vñ habẽ beide bettel orden geſtifft / die beſtediget ſeint von der heiligen kirchen / Wer wolte diſe narren ſchellen / ſie haben vil heiligſtẽ vetter / vn weiſſeſten von clagt freilich niemantz. Aber die / die vnrechtlich betlen. Die er / ken ich yn füben ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt Zi A RE berlemit vngedult. Es ſeĩt g ellende men ſchẽ / die nit mitt vnd ſeint vngedultig vnd murmlen in ir armůt. Diſe ſeint hie arm / vñ werdẽ doͤꝛt noch ermer / fie ziehen hie ein karren / vnd werden doͤꝛt ein wagen ziehen / vnud gott leſtren. Die mißbꝛuchen den nammẽ der armůt / die lazarum in himmel zoch / würt aber ſie yn die hel trucken. Diſe ſeint nit begryffen vnder dem wort ( Beati paupe⸗ res ſpiritu &. 2 Von der anderen ſchellen. Die ander ſchel iſt on not betlen s ſeint et — lich die wol ir nouarffe moͤ⸗ Achten gewinnẽ / vñ etlen den ſt ein erloͤſſe vnd narrheit / du Da ſeint alle menſchen ſchuldig die zůer füllen / vnd im zehüff zekummen Johan; hat gelt vnd gůt / vnd ſicht feine nechſten not leiden. vñ kumpt im nit zehilff / wie iſt goͤtliche liebe yn im. Zů dem anderẽ ſo C XXX iſt / Neceſſitas opoꝛtuna / on die das men ſchlich leben nit wol mag vffenthaltẽ wer den / da wirt von gütigkeit einer beweger dẽ zehilf zekũmẽ (Rom̃. xi. neceſſitatibus ſetõꝛũ cõmunicãtes) der heilige notturft ſollẽ ir zehilf kummen / zů ð notturfft mag man heiſchen / man ſol auch da betrachtẽ die vmbſtend der perſonẽ / ð zeit der ſtat. Es iſt zů dẽ dꝛittẽ / ein nützliche notturfft Pꝛoficua/on die ſelbige dz menſchlich lebe nit mag belyben / der ſelbigen zehilff kum⸗ men ermãt dich / die rechte liebe des gemei nen nutz võ ð ſtot ( Exo. xvxvi. ) dz folck opffert me dan notturfftig was / vñ wan mã die vmbſtend betrachtet / ſ mag mã zů ð notturfft heiſchẽ. Als wan einer nutz lich wer zepꝛedigen / ſo moͤcht man im wol betlẽ dz er ð ſchůl nach Möchte ziehe /oð bũ cher zekauffen ʒepꝛedigẽ / aber me heiſchen dan er bedoͤꝛffte / das man die buͤchet wel zierte vnd vßſtryche / das ſol nit ſein wañ das diente me zů der geitigkeit / dã zů not turfft / vñ darũb der zeitliche gürergenäg habẽ / denen ſuſt nit not iſt zeheiſchen / wa her ſie es ioch haben / es von ð kirchen gůt oder ſuſt über ir notturfft / die follen gebet let gũt nit bꝛuchẽ / wan es wer nit ( Vti ſed ab vti) das iſt wider wil betlet die genůg hetten bꝛot gebetlet / fie heiſchen aber noch vil / ſie meinen ſie müſſen iren ſchweinen auch bꝛot haben / ſihe dle gloß an Theſa⸗ lonicenſes vltimo Von der dꝛitten ſchelle . | Die dꝛitte ſchell 5, iftberlen on widergelten. Es ſeint vil ſtarcker berler . EA yn den oꝛd en vñ vſſerthalb die betlen das fie müſſig gangen / vnnd thůnt nůt gegem almůſſen widerũb / die ſtrafft das recht. vnd feine auch wol ſtraf fens wert / wan ſie aber ir gůtt verlaſſen / vnd wellẽ durch got betlẽ wi Coꝛiſto die⸗ nen vñ Chulſto nachfolgen dem 2 1 Die. Lx Vin. Schar gt eyempel voꝛ tragẽ / die ſol mã loben vnd nit ſchelten. N Von er vierden ſchellen. ſchel / it betlẽ vß gei tigkeit / das man gelt zůſamen leg / das iſt Die. v. ſchel itt betlen vß gleißne⸗ rell. als die andacht er ꝰeigen / vnd lange ge⸗ bet betten. Alſo feine die ſtacionie rer / die zeigen der heilgẽ heiltum̃ / fo es nit iſt. verkündẽ groſſe ablaß alſo feine die vor den kirchẽ ſitzen / vñ zeigen bein bꝛuch / vnd wunden vnd der gleichen betriegen die lůt / die kummẽ al yn ſchaff cleider fie feine aber ʒuckent welff. Von der ſechßten ſchellen. Die. vi. ſch⸗ ag | el / iſt betlen nit oꝛdnẽ Sy Es iſt ein groffe berle ee rei / vnd vil betler hie ſie achten ſein nit / man ſolt etliche herren darüber ſetzẽ. Es iſt almů⸗ fen guůg hie / es wirt aber vngleich ußgeteilt. Es nimpt einer ſouil al můſen / das. x. gnůg daran hett. on der fübenden ſchellen. Die. vii. ſch⸗ dd el / iſt betlerz evil erfa rc. Es ſeint etlich wã dein armer kũpt / vnd heiſchet das almůſen / ſo evaminieren ſie in / vnd ſtraffen ynn / vnnd ſchmehen yn verweiſſent im c. O bꝛůder du biſt ein vngleicher richter / kumpt ein pfiffer / ein ſpꝛecher / eĩ gauckler / ein fogler du frageſt yn nüt / du gibt im das er begeret / kumpt aber ein armer dem verwiſſeſtu fein muſſig gan vnd du gaſt auch mũſſig / noch beraubt dich gott nit der ſunnen / noch des mons / des lufftz vnnd der bꝛunnen. Du biſt voller ſünd / wann du biſt ein eebꝛecher / ein lugner / ein meineid ſchwerer du verweiſſeſt ym ſemliche ding / vnd ſteckſt mitten yn der tincten. Er hat ʒwei mal geheiſchen / vnd verweiſſeſt ym /er kun. dickerẽ mal. Laſſen vnß got bitten &. In dem zehendẽ ſon⸗ nach Penthecoſtes / hat gepꝛediget der hochgelert vñ gotzfoͤꝛtig doctoꝛ Jo hannes Geiler von keiſerſperg. Von nerriſchen frawen. Hi N hi) * A * N N Sy 18 5 * N N x IQ (A > / = CARL Gon freuweſchẽ Narren. F N SV Je 5 lxir 5 pꝛedig e ſſer von nerriſchen frauwen. Sl Es ſeĩt böfe wyber / ich ſpꝛich merckglych boͤſe wei. er / wañ nit all frawẽ ſeint yn diſer ſchar / allein die boͤſen weiber / darumb fo ſollen die gůten nit betriebt werden / wan ir woͤllen wir nit gedencken. Darumb die ſich diſer predig. annemmen / die follen wũſſen dz fie Nie bo ſen weiber ſeint / von den gůten woͤllẽ wir kein gedechtnüß habẽ / fie ſeint aller eeren wert / fie feine nitt nerriſch aber witzig võ denen der herr redt ym euangelio võ iũck fra wen. Ja was ſchellen haben ſie / das ſy erkant ſeient von dẽ weiſſen. Ich hab zwei dutzet feil geſehẽ bei eim kremer. Ich hab aber nit me den ſůden kaufft / ich hab ge⸗ foͤꝛcht fie würde zeuil zoꝛnig werdẽ. ſolt ich inen me ſchellen anhencken dañ den ande reu narren. Von der erſten ſchellen. 5 Die erſte ſchel iſt = YN\ Auiditas / geitig verkerte fra ac boͤſe weiber ſeint gůtes gel A tig. Es iſt kum als ein geitig vnd wan alle laſter alten yn eim menſchẽ fo ſunget der gelt / wan fie fahen an abnẽ⸗ men vnd nůt me gewinnen / vnnd woͤllen irem alter zehilſf kummen. Die vꝛſach iſt B den frau wen auch ‚fie feine bꝛeſthaffti⸗ ger vnd vnfolkummener / damn d amm die man ner. Darumb werden fie naturlich genel⸗ get zů dem geit / aber mit ir vernũfft mit dem glauden mit tugendẽ mögen ſie inen ſeloer zehilff kummen / das ſie nit zevil gei tig ſeiem / vnd vernerret wer den vff gůtt CLXSXX tig Saphira (Actunz. v.) die verſchwelg irem man ein teil geltz von acker geloͤſſet. O wie vill weiber kummen zůuil ſchaden vnd ſchanden / vnd zům fal zů der vnken ſcheit das ſie gůt n wan ſunſt ſo lebten fie kůſch / Bnldius der ſchamper le ter ſelt von eiuer frawen Danes ein coch rer Accxiſij die ward verfelt vm̃ gelt wil 1 gkeit beingt hefi unſt auch zů⸗ ull ſibel⸗ als wir von einer leſen . Es was An rde alle ber der lg einer — awen vll gůtz / vnd macher doch ein tes ſtamẽt das er ym frũnd machte von feine gut / als das Euangelium hüt ſeit ſpꝛach Ir feiner frauwen / dẽ ochſen ſolt ſie beruf fen / vnd das ſelbig gelt durch gott geben vmb feiner feelen heil willen. Der mã der ſtarb / ſie für zemerckt mit dem och ſen dẽ hat ſle ein hanen an den ſchwantz gebun⸗ den. Ja noch langem ſie verkaufft dẽ och fen für ein crützer / vnd den hanen für ze⸗ hen guldin / den crützer teilt fie vß für irs manß feel, Sehẽ si wie vntrew die fraw was von ir geitigkeit wegen. ¶ Ecce quo⸗ modo amabat eum). : iin vß egypt nacht yn das gemein fra wen Buß / vnnd ließ ſich bꝛuten / fle ward aber nitt erſetti⸗ get luſtes halben / wiewol ſie miled ward. Semiranis ein kůnigin / nam iren eigenẽ un zu der Re / & ſie darnach zetodſchlůg tliche weiber vnſinig / das ſie ( Indi exardeſcunt ad roma. j et ſebeſkijs ſuppo nant) Salomon ſeit von der bůbentedig Piꝛonerbioꝛũ.) am letſten dꝛey ding feine vnerſetlich vñ dz vierd ſpꝛich t niemerme das fie diſe ſchel nit haben. Alſo was geit heruff / die hel / ein frau w/ das erdterich / Jui eV Die. LN VI u. Schar waſſer vnd fuer. Es ſagen die lerer das auch haben woͤllen vnd andere maß reitzẽ frawen natürlich man begeren als unge vnd vꝛſach geben zů der vnküſcheit. Ein ſtalt hübſch sefein/ vnd vnfolkummẽ vol fraw hieß Pelagia die ſahe ein heilige vat kumm̃̃ẽ fein. Aber die ſcham zůcht ſie dar ter vff ein mal / da fieng er an zeweinẽ d don / darumb wañ ein fraw ir ſcham der er nie het got vnder ſtanden wol zůgenal D lürt / ſo gond fie daran on ein zaum. Das len / als die fraw ð welt. Ich wil geſch wey heiſſet den ſchemel vnder das berß ſtoſſen gen der vpplkelt des gemütz / das fie nitt was die wirtin/ Ne ſantt vnden wollen fein / fie wöllen nit geregie⸗ ö ʒũ dem fal bꝛacht wolt haben / da er fick ret werden / ſie wollẽ meiſter im Buß ſein. latrones latrones. Alſo thet die fraw Phu vs fars Joſephen. N Von der fuͤnfftẽ ſchellen. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛitte ſchell iſt neidig ſein / die v yber ſeĩt gnatürlich neidig / wã fie feine vnfolkummen / ſie foͤꝛchten auch von ir biefigaffrigkeire ſie meiuen ir duncken ſeiẽt die beſten vff nit neidig / aber ſchnoͤde menſchen die nit - / groſſes achten fi Be Tropßraſtus / dar⸗ e ift 15 ſeint ſie 5 umb ſeint frawẽ nat irlich neidig/ wir les © 2 ug e e BE sn fen das heilige frawen ſeint neidig geſein AP" 5 ein 10 1 / da 0 Serra haſſet Agar / Rachel haſſet Kam fraw ertruncken was / da ſůcht er ſie das 7 nen ertoͤdtet / großmütige menſchen ſeint Anna haſſet Feuennam / Maria haſſet waſſer vff er meinet / wie ſie ym leben wer | Le wurd fie das waſſer off ſchwimmen / alſo wen über ein mattẽ / da wolt der man die mat wer gemeyet / Da woltt ſie/ ſie wer ge ſchoꝛẽ / der man wolt recht Habe vñ warff m, Von der vierden ſchellen. ſt / Vanitas / wanhelt vppi⸗ da ſtrackt fleswen finger über das waſſer NY v4 a — N — vil ſagẽ / da iſt kein vppikeit nit gemeyet. Alſo was vaſte die ktinigin die fie nitt annemmen / vppikeit ſůchẽ ſie wider Aſſwerum. Saloms ſeit Tecra iu in cleideren / vnd halten vil daruff. Ja ſo giter fillancia mulier litigioſa. vil das ſie got yn die ſchantz ſchlahen / ſie achten nit das fie gott erzůrnen / ire man Von der ſechßten ſchellen. verderben / andere frawẽ ergere das fie es > | 8 keit / dauon bedarffman nitt ß vnd bedentet / ſie wer geſchoꝛen / vnnd vñ kriegen vnnd dae Fumpt vnd wenen ſie ſelent von yederman übers = ſuppen Be ſoſſtsancken Nen | wunden / der weiß mann ſpꝛicht (Parali it ger das man nit wil per wenne en rener heben dei” wunden ſein. Ich mein das ſie es von irẽ | | ee en Teint anfang haben / von der mitery daruß ſie gemacht ſeint / ſie ſeint gemacht vß einem wider ſins geſein. Alſo nach dem tedt was ein anderer der gieng mit feiner fraß das weib yn ein weiger / da fie atrinchen f Die vierd ſchell wolt / vnd nit me ſchꝛyen mocht geſchoꝛen SS Jezabel derfolget naboth den pꝛopheten == Dalida ſamſonẽ / herodias ließ Johãnẽ die natur meint das volku erfür iger. es it kein haupt no zebꝛinge weiß ein mã nit ſo wol ein Jen upt ond l Bein boßger ü 9 | | den / vnnd zůuerſpotten. Ex was weg der ſchlangen am felſen / des ſchiffs uerdlen 5 5 ee m im en 90 werck 0 vonangefißt der aller büſcheſt/er here ie ein menſchẽ haffent / de | debt hat. Sie wer bereit gift elm zegebẽ es daerie Sar der einen ſunſt vmb das leben bꝛingen / 1 j a = | 1 ER = En: \ | 8 N he iſt/ yn di alt | ES eiyale \ omon feir das es beſſer h der Bibel / vnnd Boccaclus von \ wer ze wonen bel den leuwen / vnd dꝛacken denn erlichenn franwen ſchꝛeibet auch als | Dan bei eim tzanckechten welb. Item ie vil gůtter criſtenlichen frauwen ſeint ge⸗ leu wen foꝛchten Dan ielen yn der grůben fein die frůme von manliche hertzẽ gehebt J iiij Die. Lv. Schar babẽ in weiblichẽ Reife voller weiß heit vñ tugẽt die habẽ verſchmecht die reiche diſer welt. Aber uber alle iſt geſein / die Reyſerin vñ künigin der himmel Maria / die alle ſchmach vnd ſchãd von frewlichem geſchlecht nam / die Eua bꝛacht hatt Maria hat den ſchlangẽ kopff zerknitſchet. Das iſt boͤſen weiberẽ geſeit die nerriſch ſeint / das fie ſich beſſeren vnd die ſchellẽ von ine ſchuttẽ / wan wir nun von den gůten frawẽ werde redẽ / ſo woͤl len wir ſie loben. Aber off diſe ſtund hab ich die boͤſen mũſſen vßrichten. Laſſen vnß gott bittẽ. In dem xv.ſontag noch Per thecoſtes gepiediger. Von glaub narren. e 2 — Says £ r, N — S 8 vr N 5 A 5 x a. ie erkennen fol, Je. lxiiii.narrẽ ſchar A iſt glaub narre / ſag narren Diuina⸗ A roꝛes/ da ſeint.vxi. ſchellẽ dabei mã Die erſt ſchel iſt an bettẽ die cre aturẽ für got / als dẽ tüffel / die ſoñ vnd ſternẽ / vñ der gleichen ʒaube⸗ rei machen / das alwegen geſchicht durch anrüffung des boͤſen geifte Das ſeintʒwů groſſer ſchellen. Die dꝛitte ſchel / iſt zauberer rei ben mit heiligen dingen. Die vierde iſt heven wert trel⸗ ben / oder beſtellẽ vnd pꝛocurierẽ. Die fünffte ſchell / iſt artem no⸗ tarian. eren / oder fie bꝛuchen. Die ſechßte ſchel / iſt ketzery bꝛu chen / vnder dem zeichen da einer geboꝛen iſt / wie es ym gon ſol. Die. vi. des mons lauff warnẽ men / wã man etwas thůn wil. Die acht ſchel / iſt die verwoꝛff⸗ nen tag egypciacos halten. ie neunde / am neuwen lars tag etwas ſchencken iſt glücklich. Die zehende ſchell / iſt das huß mit loꝛberbeum zieren. Die elfft ſchel / iſt vffſetzig vp⸗ pige ding halten. 1 Die zwoͤlffte ſchel / iſt vff voͤgel geſang warnẽmen daruff halten. Dleddꝛe tzehẽ ſchel / iſt off treum halten / vnd fie vf legen. Die. xiiſj. vff heven loß halten Die. xx. ſchel / iſt bꝛleftin an hell ſen tragen. Die ſechßtzehen ſchel / iſt die ſe⸗ gen / vnd caracter bꝛuchen geſund heit ze über kummen / oder ſiech ze machen. Die. xvij. ſchel / iſt machen das eins eim lieb ſei. Die achtʒehende ſchel / iſt glaus ben verwandlung der creaturen. Die neunzehende ſchel / iſt reit mit Diana mit etlichen weiberen zů etlichen ſchimpffen iſt ein mis glaub. | 2... Bonllandfarer Narren CLXxXxII S beste önnen fen Non landfarer narren. See . vogel neſter finden iung vnd alt. Laſſent vnß lieben bꝛůð diſe ſchellẽ vachtẽ. vñ betrach tẽ die ſoꝛglicheit diſer narheit / vñ wie vnrecht es iſt mit dẽ tũfel pack machẽ / vñ got vᷣlaſſen / vñ wie vn nütz es iſt wan ein mẽſch nit über kumpt das er begert / wan ð tüffel iſt ein lugner / vnd ein vatrer I lü⸗ ge /nũt deſterminder ſo vnderſtot | er etwã dis vnſchuldigẽ zů verlum den / wan die ym allermeift wider wertig ſeint. iT leſen von eim allen der Ber alfoct warfegetin in vn ver borgenlich ding offenbart zů derẽ gieng der graff wolt ſie verſůchen vnd fraget ſie / ob ſie nit im ſagen künte / wer im ſeine zwei pferd ge⸗ ſtolen het / das wel leit im wa ſy Bin kũmen were, Ex ſpꝛach/ d wie haſtu gelogeñ / vnd thůſt denẽ vn⸗ recht / die du dar geben haſt / wan detde pferd gab ich ym ſtal ts vn F Je. lxv.narren ſcharr ob es fach wer das einer überkem N 0 ge narren lãdfarer / erfarer der i land on vernunfft / ſie lauffen alle lãd IE log es ſei mit hertzen / mit dem mund er mit den füſſen / das iſt auch mit denckẽ mit fragen mit reden / oder mit dem werck. Etlich 5 in zeit landen leb / vnd lerens von inen vnd wũſ⸗ tio.) Laſſen vns got bitten ?. ‚fen daruon zereden / als weren ſie da geſein. Die n I dencken a fie 9975 das ee 8 2 arumb die vnuerſiteglich / vñ boͤßlich daraffter Uff ſant Mat fagieren / ſeint vnder fer ſchar. Sie ſeint a all theus tag am freitag. narren die yn den lenderen / vnnd weit daraffter gebꝛsediget. ſeint gefaren. Es haben es gethon die groͤſten | philoſophi / vnd vil chꝛiſtener menſchen frauwer 8 Die. Lv. Schar ai mañ / es hatt es erfarẽ Pictoꝛas Plato vñ vil anð / als ſanctus Jheronimus ſch⸗ reibt ad Paulinas lyß Valerium lib. vii. Item Alexius. Jodocus ſanctus Gallus Flozentins Arbogaſtus / vnd vil andere. Item ſancta Paula Euſtachium / die ha⸗ den dle heiligẽ ſtet geſůcht / vnd feine nitt narrẽ geſein. Fre ſanctus Martius Ihe⸗ ronimus. Item nim die heiligen apoſto⸗ len für dich / von der was ſanctus Mars 8 theus / des feſt hüt iſt (I Tonne ino terram ex ſonus eodum ] Als der ſequene ſeit ¶Ethlopes horridas anguelle vellere / vñ noch bei tag vil mẽſchen vß gůter mei nung erfaren fie die heilige ſtet / vnnd hel rumd der Beilgen / das ir gemüt gebeſſert werd vñ erfaren / das ſie yn den bücheren geleſen haben / vnd ſeint nitt narrẽ / welche aber anders thůnt die feine narẽ / die er⸗ Een ich yn ſůben ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchell iſt von wundgern daraffter zie ben / leſen in bücheren Ptho⸗ DS lomei fragen / darnach allein wüſſen willen / wan alle leer vñ eoꝛd net v zů eim wůſßẽ vil / vñ wiſ der andere ſchellẽ. arbeit vñ ſchadẽ / vff waſſer vnd lãd / hun ger / vñ durſt allein darũb dz ſie moͤgẽ fat gen / das fie da feine geſein vñ da / vñ war lich ſeint ſie narren / wan von dem ſelben daraffter farẽ / ſeint ſie nit deſter gelerter noch frũmer. Es flũgt ein o a. Alſo ſeint auch vil oꝛdes leut⸗ die al⸗ fo narren feine von eim land daraffter zie hen. Zů dem andern vñ das fie etwã hei lig leut ſehen / yon denẽ ſie gehoͤꝛt haben / das ſie ſpꝛechẽ möge fie haben fie geſehen vñ ſeien bei ine geſein? wider die redt ſant Ihero nimue ll 5 iberoſolimis feijfe 85 denen viſſe ibidem laudabile eſt. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛit ſchel iſt brmbluſttz wille daraffter ie Ne ben /O mein got vñ herr wie vii fra ẽ vñ ma siehe daraf ter /ietz fo müffen wir zů baden faren / iet zů dẽ heilgẽ / ietz vff die kirweie/ietz yn de wald das wir luſt ſůchẽ / vñ man die vn⸗ küſchelt vbꝛiugẽ moͤg(Sapie. ).) dz heißt ð blitz ð klugs / wã die weiber alſo dẽ blitz habẽ / ſo wer gůt dz der ma, der frawẽ we i de ſchwind nen von ir geleſen haben / da gelag ir der groß můt wil · 0 a ſeint darnach ander / die vmb luſtes willen des froß daraffter ziehen off waſ⸗ ſer / vnd vff land ʒefůß vnd zewagen / das ſie leren mencherlei ſchleck kochen vnd er faren / als Bachus thet lyß Bꝛans narrẽ⸗ ſchiff / vñ hat der bachus noch vil nach fol ger. Aber es iſt vmb ſunſt / fie lernettẽ es hie wol / es lert fich ſelber. Es iſt nit nott das man lenß yn ein beltz werff / fie wach⸗ fen wol on das darin. Es feine darnach etlich die thůnt es yn einer geſelſchaft / vñ hoffen danon groſſe freud zehaben. Von der vierden ſchellen. Je vierde Icheil —iſt vß et 5 vñ nach Re-2 red daraffter ʒiehẽ / die feirge A A leich den ſtoꝛcken / die fliegen von eim land yn das ander / alle iar vnnd tragen nüt daruon / dan ſchlangen yn irẽ ſchnebelen / vnd krotten die laſſen ſy etwã durch die kemmet herab / in die huſſer fal⸗ len. Alſo ſeindt etlich landfarer / die neut daruon bringen dan merẽ rrager / ſie lauf fen etwan durch die h fel thet / da er gefragt ward wãnen er kem Da ſpꝛach er / er wer die welt vmblauffẽ⸗ warumb Sant peter gibt vꝛſach/ er fer om wie ein lẽ t / der wil ſehe / wa er moͤ den beingen / dẽ te ein sufünden bin man widerjton mit dẽ glauben nit wack len / wan er dich anficht / er fiht dich ſunſt noch me an / als ein hußuatter ð gern ein nagel hett fint er ein der wacklet / ſo zücht er yn heruß / ſtiend er aber ſteiff / er ließ yn ſton / vnd gleng für / ale ir offt gehoͤꝛt ha ben wie er dem Job thet. Von der fünften ſchellen. ö ö | | | | | | Vonllandfarer Darren cLXxxV Sie fünfft ſchell iſt daraffter lauffen vß treg beit / wã des gemütz vßſpꝛei E tung / iſt ein tochter ð trag⸗ heit / wan das gemüt des menſchen mag nit lãg müſſig gon / ſo es ſich nun nit bin cht yn den geiſtlichen dingen / wan die ſek ben ding ſchmecken ym nit / gleich ſo kert es ſich zůvnnützen dingen / vñ würt treg vnd faul vnd ein lan dfarer / ein land nar Job ſpꝛach (Cogitatiões mee &. Darũ ſo ſol der menſch all wegen ettwas haben darzů er ſich ſol keren / wan er empfint dz ex alſo fagieren wil / fo ſpꝛech er zů im ſel⸗ ber. Clan dfarẽx wa wilt du hin. Es wa > ein bꝛůder der fraget den apt able on ſpꝛach vatter warumb verdꝛſſet es mich wañ ich yn meiner cel ſitz / er antwurt ym fun du haſt noch nit geſehen die růw / die wir hoffen / noch die pein die wir foͤꝛchten Scheſtũ die ſelbigen ding / vnd wer dein Ag n n Ten ſchlangen vnd krotten dich ver nffe nit darin zůſein b Von der ſechßten ſchellen. iſt daraffter faren vß geitig keit / iederman weiß mit was ſoꝛg vnd arbeit die kaufleut daraffter faren / biß gon india ſie fliehẽ ar můt durch waſſer vnd erdterich / es kum men ſouil ſeltzammer ſitten / ſo wilde clei⸗ der vnd ſeltzame fünd yn vnſere land / die farer herkumm den herbꝛingen Nat vil inſ dem oberen mo / oder im Die ſechßt ſchel e — 4 Die. L&v. Schar Von der ſuͤbenden ſchellen. Die ſibent ſchel iſt 8 lg faren u ons gedult / fie feine gleich Cayn 2 der äche ae of dẽ erd⸗ terich/ſie Babe luſt yn eim anderen land / vnd ſtat zeſein vnd fliehen wideriigkeit / vnd findens doch an allen oꝛtẽ / kein helm tft inen gerecht alle oꝛt alle ſtet gefallen yn vßgenũmen ir heimmet / denen gat es als eim weber knecht / der hat in eins meiſters Buß ein ygel / in eins andꝛen meiſters Buß da fand er zwi ygel / darnach dꝛei ygel / da wz erſt in des erſten meiſters huß gůt ſein vñ ein zoꝛ nigs bꝛůderle / dz wolt nit in der gemein ſein / er wolt allein fein vñ da er al lein was / da fiel ym ſein waſſerkrügle als vm̃ / da warff er vßzoꝛn an ein baum / dar umb bꝛůder leg die narheit von dir / vnd mein nit = verwandlung der fat dich rüwig mach / aber verwandlung des ges ns Seien ſeit / ma W nit den himmel verwandlen / man ſpꝛicht bleib da du biſt / vnd ubervild das n dir iſt / ſo werden dir alle ſtet gleich vnnd alle menſchen recht &, & elf ken ſtot ſpꝛicht Gerſon / da nit wiðwertig keit yn ſei / mitt gedult mũß man es ser winden / wan in allen ſtenden iſt leiden. Sarumb ſo bleib Ja I biſt mit ſi 3 herheſt deiner conſclentz RN en | Za du bi iX — = vꝛtelleſt du dein ſtot ſein / zů deiner ſeelen heil / iſt das nit fo haſtu recht / das du ver — — ͤ 1vUꝓ—ů— wandleſt vnd nummen bald / oder beſſer yn oder verlag in. Item vberwind wz yn ir iſt / ws iſt in mir dz ich verlaſſen můß vnd überwinden. Es iſt der vnuernünff tig zoꝛn trutigkeit miß fall / haß geſchwetz A zancken fraß / vnd vil andere laſter / vnnd 2 leidlikeiten. Sůch nit dein nutz / aber gotz willen vnd bꝛüderliche liebe. Aber der weg iſt eng vnd wenig gond in / aber im für fa ren ſo würt er weit vnd ſüß / nit oꝛdnẽ ans die menſchen yn dich / aber ſchick dich an⸗ deren menſchen zů iren ſutẽ / vnd lob del nen nech ſten vnd got / das iſt ſein felbs re cht verlengnen vnd der heilig todt vñ dã ſo 102 dir 5 oꝛt ar das ander / vñ alle meſchẽ recht. ſunſt ſo haſtu niemerme frid Darumb das woͤꝛtle iſt nitt zůuerachten über wind das in dir iſt. fe das wort fanctt Anthom zũ deim kameinbröd der fraget yn was er thũn miiſte ex gott Ant wurt er war dugaſt / ſo hab / ald hinweg / bleib da ſitzen. Diſe diũ ER rſtu behalten. ers viſach het ſant Benedict in fein regel / an er nit weitter gon moͤcht / dann die ketten lang was / Sant Benedict enbot ym dick kind Chꝛiſtus / da ließ er die ketten abfeilẽ vnd gieng me weitter / dan die ketten voꝛ was gangen. Diß exempel iſt wider vill münch / die die gantze weldt durch lauf⸗ fen . ſpꝛich mit dẽ Job ( In nidulo meo moꝛiar &.) An dem. xvi. ſontag noch Pentheñ. hat gepꝛediget der ho chgelert vñ gotzfochtig docter Jo⸗ hannes Geiler von keiſerſperg. Gon wennenden narren. i Stultotum eſt infinitus mnmnerus, Der narıen zal iſt on end» An dem. xvi.ſontag nach Penthecoſtes gepꝛediget. Von wennenden narren. 35 | ; . GGG e .. | | Je. xvi.narren ſchar En N 2 wen dt da wenen fie feier 8 tefi „witzig vnd ſeint es nit / als wã einer de edle . ſpecht ich bin hoffertig / vnd iſt kein gewiſſer zeichen dañ das / als Caſſtanus ſpꝛicht / alſo ſich achten witzig vnd kein narren. Iſt das groͤſt zeichen der narrheit. Diſe narren erkent man yn fünff ſchellen. Von der erſten ſchellen. i f Die erſte ſchel iſt die leut anderen. Es iſt ein kunſt die heißt Miuica / da einer kan die leut Vänderen vnd ire woꝛt ſit / vñ geberd wie yer / vnd iſt kurtzweilig vnd lecherlich / on freuweſchẽ Narren. CLXNXXV alſo endꝛen fie die lüt. Alſo wz ein er der hieß Roſcius / ð kunt es wol er hatt es aach in geſchrifft hinder im gelaſſen / als Valerius von im ſchꝛeibt / vnd lert es da heim in fei nem huß / das er es voꝛ den lutren wol künte Franci. petrarcha vnd Cicero ſchꝛeibẽ von ym vñ ach ret den Roſcius gleich Cicerone vnd groͤſſer / wan es me iſt mitt geberd anderer menſchẽ fir vßlegen/ van mit woꝛtẽ. Es ſeint etliche gar ges ſchickt von natur / darzů eint wie die affen / was ſie ſehen vnd hoͤꝛen ſpottiges das künnẽ fie nach thůn vnnd da iſt nit boͤß yn eim fal / ſo mag es ein tugent werck ſein/wañ mã recht vmbſtent halter /als war nemmen der perſonen / wan pꝛie⸗ ſter vnd andere groſſe perſonẽ ſol len nit damit vmbgã/ auch yn hei ligẽ ſtetten iſt es vntzimlich /noch in der heiligen zeit / ſo man ſol pe⸗ nitẽtz thůn / weinẽ vnd bertẽ noch von der matery / als von dem lau ben vnd der gleichen / ſol man nit in ein ſchimpff ziehen / wan es ax ein groſſe ſünd/ dz har g vnd kunnen es nit ſeint nit vs fur dichter a oc as deu darumb / ſo ſol man der ſelbẽ nar⸗ ren ſpotẽ / dz ſie ſich es annemmẽ (- ſen / vnd ſtot yn übel an. Es feine etlich narrẽ wã man ir ſpottet vñ 3 Die. Lx vi. Schar 5 fie treiben wil / fo ſtellen fie ſich ernſthaff⸗ tig / vñ wöllen nitt triben fein / fie woͤllen weißlich rede das man wen / ſie feien weiß vñ hoͤꝛen nit vf biß inen die pfeif vß dem ermel felt / das iſt das fie ettwas reden oð thůnt das ir narrheit iederman weißt. Al ſo thůnt vil oꝛdes leut beichuetter vñ pꝛe⸗ dicanten / wa fie bei den lůtẽ ſeint / ſo ſeint ſie ernſthafftig / vnd heimlich gantzleicht fertig / ſie habent zwei antlitter mit eim v der gaſſen ſeint fie Catho / yn huſſerẽ ſeĩt fie Nebulo / vñ nieman kan ſie vs der nar heit bꝛingen / es hilfft weder warnen noch manen / das ſie ir narrheit vnd doꝛheit er kante / ſie ſeint wie Marſias lyß Ouidiũ. Von der dꝛitten ſchellen. ile dultte Ichell eu üft, Eo ſeint etlich wan die D ; tzig / oder wan fie heim gond vnd ine vill volcks nach gat ſie geleiten / wan ſie ſeint villeicht reich / ſo meinen ſie / fie ſeient wis tzig vnd wũſſen nitt/das die fliegen dem milchhaffen noch fliegen / vnd rappen vñ woͤlff den keiben / wan wen die ſelben |ver durben zůarmen tagen kemmen / fo ſehen ſie / ſie niet me an als wir Ice, xv.) leſen em verloꝛnen fun? dan ſo würde fie erſt erkennen / das ſie naneen kenn alen wan es inen alſo gieng . D du narr warũb macheſtu dir nit freũd won deim zeitliche gůt / das du ſo nerriſch vßgibſt deinẽ ver riſchen freunden / die dich nerrẽ die arme die bꝛechten dich zů dem ewigẽ leben / wan du ſturbeſt. Von der vierden ſchellen. ſeſt gefeßen fein. Sihe die frauwen an n ten vñ ſchelmen nemmẽ / ſchand vnd ſch⸗ mach zůreden / vnd lachen darzů die weil es inen nutzbꝛingt / vnd ſie ſchetzen ſich ſel ber auch darumb witzig / aber gott achtet ſie narren. O narr yn diſer nacht / fo reiſ⸗ ſen die tüffel dein feel võ dem leib / weß iſt dein gůt ( Et dauld neſcit cui cõgregabit ea) zů den narren ſchꝛyet der herr vß dem euangelium / ir mogen nit dienen got vnd mammone / ſůchen zů dẽ erſten das reich. Von der fünften ſchellen. Vie fünffte ſch⸗ —— el / iſt ſich hochſchetzẽ yn fun | „ derley kunſt / diſe ſchel iſt in — 8 vn die anderen ſeint vſſert halb / vñ alle welt hat ſchier diſe ſchel / wer iſt der / der ſich ſelbs nitt hoch acht / ſo er ag b ſchlahen dan einander / nim ein miler für dich. Irem nim ſchůch macher / nim ſche⸗ rer / vñ auch thůch ſcherer. Item nim die truckerey / nit den ſlüben fryen künſtẽ her für grammaticos. Item die ſenger / wa einer helſer iſt vnd nienẽ ſtim̃ hat/ſo meĩt er / er ſing wie ein engel. Item võ philoſo pho vnd von loycas. Item die artzet iegli cher meint / er ſei Ipocras. Item im geiſt lichen recht. Itez in der heiligen geſchꝛifft iſt es vil ſoꝛglicher / wann wa her ſeint in vergangnen zeitten / ſouil irrungen vnnd | ketzereyen vffgeſtanden / dañ das erlich ze uil gelert wolten ſein / hofften zeuil in ir ei gen hirn / ſihe an die regenten der land vñ der ſtet . Sihe auch an die hauptleut ym hoͤꝛ / vnd ym krieg wil iederman der weiß Mon ſchimpff Narren; clxæxxy allen anſchlegen / fo wollen fie re⸗ cht haben. Ei die lungen an / vnnd ĩſt ſoꝛglich das fie allwegen woͤllen recht haben / wann das ge⸗ blüt noch yn inen heiß iſt / die altẽ laſſen nach / wan ſie vil erfaren ha ben / vnnd meinen etwan nieman ſolt es ine voꝛthůn / o wie vil feine deren menſchen / die erleſen haben noch erlebt / noch erkent / vnd wañ die gelertſten erwinden / ſie irxẽ all (Romanos. . Miele eiet tzig / o biſtũ ein narr. wer ym ſel s gefelt /d narren. Ein hoffertiger gefelt xm ſelber / darũb ſo iſt er ein nar. Di⸗ fe erkennen ir blind heit ni / ils ein 7 3 ckel alſo iſt es noch / niemautz will blind ſein vnd yederman ſich vn⸗ fer blindheit / vnnd e Den allein er fi elber nit / das macht die hoffart / ale da ſeint die geſtrei ir knecht / vñ anð halb gelert die dz oꝛ verloꝛen habẽ / damit fie predig hoͤꝛen ſolten Johãnis. ix. in kummen yn das vꝛtel diſſer welt / das die die nit geſehen /feßen vnd die / die ſehen blind ſeient. Taſſe vnnß gott bitten durch fein milte barmhertzigkeit / das er vnß ver⸗ leihe nach diſem leben das ewig le ben / das verlyhe vnß Get der vat ter / Got der ſun / vnnd der heilig Geiſt. Amen. An dem ſübenʒeden ſontag nach penthecoſtes / vff ſannt Iheronymus tag / hat gepꝛediget der hochgelert vñ Gotzfoͤꝛchtig doctoꝛ Johannes Geiler von Keiſperſperg als nach ſtot Hon ſchimpff narren: 2 8 8 12 SR — „ — 5 = Je. lxvii.narre ſchai g ut ſchimpff narren. Es ſeint die die ſcchimpffen mit laſter vnd ſündlich/ Do oder die nit künnen ſchimpff verfts ch / wan fie feine nit all narrẽ die ſchimpffen / loblı wañ es gehoͤꝛt eim weiſen erwä zůzeitẽ ſch impfen oder yn annemmẽ . Aber vnſer narren / die erkeñ Zü 0 — Die. LxvVn. Schar ich yn ſüben groſſer ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſcheliſt ſchimpffen mit woꝛtẽ / oder mit wercken / ſchedlich vnd mit laſter. Alſo ſchimpffet man mit ſancto Iheronimo / des tag hũt iſt / da ym ſeine mit bꝛüð ein frawẽ hemd off ſein bedt leiten / für ein ũberroek. Da er darin zemette kam / da ſpotteten ſy ſein man ſol nit ſchimpffen mit dem glauben noch mit dem gůtten nammen / auch nitt mit iunckfrauwen / noch mitt den augen. Es was ein künig ð hieß Antigonus / der was ein tyran / das er vmb ein aug kam / vm̃ feiner boßheit willen / da wz einer am hoff der hieß Theocritus / der zoch das yn ein ſchimpff das fie ein / einengigẽ künig hetten / das ward im bald zeoꝛen tragen. Er ſchickt dꝛydiener oder me nach im / die in mit gewalt für yn ſolten ziehẽ / vff dem ſpꝛach der gefangen / Ich ſich wol das ich ſterbẽ můß / ſie troͤſtetẽ yn. Du würſt des künigs ſenfftmütigkeit erfaren / wann du für feine augen bꝛacht würſt / da ſpꝛach er das iſt vnmüglich / wan er hat nitt me dã ein aug. Alſo ließ der kůnig ym dz haupt abſchlahen. Von der anderen ſchellen. SdDie andere ſch⸗ — el/iſt da ein mẽſch fein ernſt⸗ das verbiie Ambꝛo. pꝛimo de offi. ſpꝛichet tullius pꝛimo de officiis wie wir De kindẽ vnſerẽ ſunẽ nit erlaubẽ allẽ ſchimpff / aber den der erlich iſt vñ zimlich / allo in vnſe⸗ rem ſchimpff ſol alſo alwegen erſcheinen das liecht eins erberen gemütz ( Et reſpi⸗ cit cauſam efficientem K) Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛit ſchel iſt N | in ſchimpffen verſumẽ die re ü chten vmbſtẽt mit warnem⸗ ARIFE mẽ der perſonẽ / der ſtat der zeit. Es ſpꝛicht ð weiß. Es iſt ein zeit des lachẽs vñ ein zeit des weines / in allen vn⸗ ſern wercken / ſol man der vmbſtent war nemmen der perſonen / vnd der ſtat vnd der zeit mit groſſen perſonen ſol man nitt ſchimpffen. . Vo der vlerden ſchellen.. Die vierd ſchel 8 iſt im ſchimpff luſt haben / als wer es das letſt end Sa 8 dz vnſer leben wer ein ſchimpf ſpꝛicht Tul lius wir ſeindt nitt geboꝛen von natur zů ſchimpffen vf ertereich / aber zůſtrẽkeit vn zůhoͤheren dingen. en N Von der fünfften ſchellen. 5 * Die fünfft ſchell — iſt luſt vnd ſchimpff habẽ in 2 narrẽ / es iſt ein ʒeichẽ ð nar⸗ 1 heit kurtzweil haben yn nar⸗ ren / es ift zeichẽ Simili querit ſuuz ſimi⸗ lem) Jeglicher ſůcht ſeins gleiche. Es iſt nit not arte ſuͤche n zů ſchimpff Seneca ſeit wañ ich Luft wil Brbe yn eim narrẽ / ſo darff ich nitt weit gon / ich lach woll mein ſelbs . D lachen iſt / kauf ein ſpiegel ſich daryn vnd fo Fick du daryn ſiheſt / ſo dick ſiheſtu ein narren ſo lach wiltu. Es follen darnach etlich die kind yn ein ſchimpff ziehen / als ein veracht gůtt / das ſol nitt fein wan fie feine gotzfründ / ſie ſeĩt vnſchuldig / ſie mo gen nit ſunden / fie ſeindt in gotz genaden vnd gott hat ein genallen in ine Chꝛiſtus ſpꝛach wer vo dẽ cleinen ein ergeret &. Von der ſech Sten [Hella plentie.v.) ſie habẽ geachtet u haſt werlich vil in dir des; | | | Die ſechßt ſchell E lcvarrmitſchineff zaſurde J reitzen . Ettlich reitzen die narrẽ zůz oꝛn, zůgotzleſterung zů der trunckenheit zůvnkůſcheit / damit ſo woͤllen fie anderleut zůlachen machen. Aber ſie ſünden ſchwerlich das ſie / ſie zů⸗ ſünden reitzen. Ja ſpꝛichſtu ſie moͤgẽ nit ſünden die narren / wañ ſie haben nit vol kummeẽnen bꝛuch ð vernunft. Es iſt war fie finden nit / aber der fünder der fie zů dẽ werck reitzet / ob es ſüno ſei ſo liß Mar tinum magiſtri / da findſtu vll von denẽ dingen. Man ſol die armen narrẽ nit rei tzen / oder ander peinliche menſchen / wan leichtlich laſſen fie ſich bewegen zůzoꝛn zů⸗ trunckheit / oder zůanderen dingen. Mã ſagt von dẽ türckẽ/das fie natürlich nar⸗ ren haben yn groſſen eeren / vmb ir vnſch⸗ uld willẽ vñ das ſie on ſünd ſeient / darũb ſo laſſen ons nit boͤſer fein dan die türckẽ ſeint / man fol fie ſüſſiglich halten vñ fie le en vnd weiſſen gott an zebetten / zů dem minſten mitt vß wendigen geberden / als man die iungẽ kind kert die hend zůſamẽ thůn / vnd die kuüw biegen als vill fie bes greiffen moͤgen / das iſt wider die die halb narren gantz zůnarren machen / die man wol lerẽ moͤcht vñ zůgůttem weiſſen. Es iſt on sweiffel das ſie ſchwerlich ſündẽ / die ſemlich ſchlecht leut vollen zůnarren mas chen / vnd ſie werdẽ es auch wol finden. Von der ſübenden ſchellen. ER Die ſibent ſchel N der võ den narren / mit denẽ f A fie ſchimpffen. Es ſeint erlich alſo grob bueriſch leut / das ſie kein ſchim pffe ktinnen / vñ wöllen keiu ſchimpff für gůtt haben. Es ſeint darnach andere die woͤllen mit narren / vnd mir kinden ſchim pffen / vnnd woͤllen aber kein ſchimpff für Hon ween Narren: iſt ſchimpff nit leiden beſu a C&XRNVII gůt von inen vffnemmẽ /ſie bꝛennẽ gleich vff vnd ſeint ym harneſcht / die ſollen bil⸗ dan ſie/ſo werden fie me betrübt / dan dz inen zwentzig nach at ex dauon me leid dan freud / von aller eer die ym die anderen antgetten / vñ lies ym ein galgen machen / aber er ward Jar; an gehenckt / lyß Heſter. Sbꝛnder ut nit alſo ein narr / dz du dich ergo heft über alle welt / laß dich zellen vnder andern mẽ ſchen/ vnd hab ſchimpff für gůt/wan du mit den leutten ſchimpffeſt nice zeig dich mit deinen ſitten ein narren / vnd ler wer dich ſicht mit hoffertiger geberd/ die vꝛtei len dich gleich ein narren vnfruchthar ler vnd ſchnoͤd. Roſen vñ liliẽ feine die ſchoͤn ſten blůmen / aber fie bꝛingen kein frucht alſo widerſins weiffen / vnd vein rebẽ BE, ben clelne blůmẽ vnd frucht / ſihe die eher an welcher eher raget off recht / der iſt ler vnd welcher aſt überſich ſicht / der hat nit vil opffel/ aber der eher der das haupt ge gen dem erdtereich neiget / vñ der aſt nit ſich die feine voller weisen vnnd oͤ Item die wend yn eim huß / ſouil fie wi, S iii f f - 2 | / Die. Lx VI. Schar ſter vngeſtalter ſeint/ſouil e man ſie mal let vnd ziert / werẽ ſie aber marmelſteinen fo bedoͤꝛfftẽ ſie es nit / alſo die stert des hof fertigen / vndſſein bꝛangẽ vnd vßwendi⸗ ger ſchein iſt ein zeichen / der inwendigen boͤßheit vnd ſchnoͤdikeit. e Was me diſe ding feine zeichen ð kin der des tůffels. Es ſeit ſant Auguſtin / wã du ſiheſt das er hoffertig iſt / da zweif Es gat inen da einer ein Nug alfe thür beut / dz es nie man kauffen wil / vnd ẽmpfacht nũ das er gern het / darumb ſo můß er ir beider mã⸗ gen / alſo ein hoff Geneſis t 2 H. Volcke wan fie meinen fie ſeient beſſer dañ ſie / ſo woͤllen die edlen fie nit zů inen laſſen. Zů dem xag off ir ſtuben zũ irer gloꝛy / die ſeĩt halb edel / onnd heiſſen ſtatt iunckeren / ia iunckrẽ fie wollen die anderen edlen nit ren / vnd doͤꝛen ſie auch nit dutzen · Dar⸗ umb ſo fliehen ſie beider geſelſchafft / vnd werden ieger oder vogler daruß / wonen et wã in eim ſchloß / oder in eim wald oder vff eim feld von denen haſtu hernach me die ſelben ſtatiunckeren / vnnd halb edlen zucht von groſſen eeren wercken. ir fulkeit vnnd farle die von puren werck / vnd hand wercken zũcht ſie ir hoffart vñ ſcham / darumb fo ſeint ſie in welden vnd ſtiren ein abgeſcheiden leben von den mẽ⸗ ſchen / vnd wonen bei den Binden / vnnd bei den vogelen / da haben fie ir kürtzweſl vnd ſeint fincke faber / trincker/ſpiler / ſpa tzierer / vnd reitten in der kirchen off iren langen ſchwertern / die ſie zwyſchẽ den bel nen haben / als die kind die ſtecken daruff fie reiten / nun ſich wie ſchedlich die fleder⸗ | müß ſeint zeſtraßburg / dz weißt mã woll zůſtraßburg ſeint zwei teil ym rat / võ der gemein feint etlich die das regiment füre etlich ſeint von dem adel / darnach ſeindt etlich von dem gemeinen volck / die doch gern edel weren / ſo woͤllen ſie ir nüt &. Laſſen vnnß Got bitten durch fein milte barmhertzigkeit / dz er vnß verley he nach diſem leben das ewig leben / das verleyhe vnß Gott der vatter / der Sun / vnd der heilig Geiſt. Amen. Stultoꝛum iufinitus eſt numerus. Der narren zal iſt on end. Hie nachfolget die acht vndſechßtzig ſcharr / von letzen narren. An. xviii.ſontag nach Pentbecoſtes / hat gepꝛediget der hoch gelGKurrt vnd gotzfoͤꝛtig doctoꝛ Jobã⸗ nes Geiler von Reiſperg / wie her nach volget. Gon letzen narren : Je. lxvui.narrẽſchar V iſt ernſt narren vnd letz narren. Ks ſeint die / die anderẽ menſchen ſcha⸗ den thůnt yn ernſt / vnd wöhen aber kein ſchaden lelden von anderen menſchen / vn d gat diſe ſchar oꝛdenlich nach der worigen/ wan ge ſtert hoꝛteſtu von denen / die die narren vnd kind vnd ander treiben zůſchimpffen / fie wöllen aber kein ſchimpff vergůt haben / ſie woͤllẽ keiglen aber kein keigel vffſetzen. Jetz fo wöllen wir reden võ denen die yn ernſt anderen menſchen ſchaden zů , M . 22 | „ Hon letzen Narren: CLxx NVU fügen / ſie woͤllen aber kein leiden die erken ich yn fünff ſchellen. Es wer vll von ernſthafftigkeit hie ze ſagen wa her ſie in etliche menſchẽ kumpt / vnd wle etlich zeuil ernſt⸗ hafftig ſeint allwegẽ ſaur ſehẽ/nie hat man fie geſehen lachen / vnnd ſeint die ſelben niemantz freund, fie feine leutſchüher. Von der erſten ſchellen. — S i erftich 22 el iſt. Es ſeint etlich BEN \ 3 1 8 A mit woꝛtẽ vnbeſchei⸗ ſtraffes weiß. wie wol es die andere ſchmehen etwan mag kummen/ das es mag fein. Ader ſeltten on ſünd wie wol Chꝛlſtus der herr ſeine iũger naxg rẽ hieß / vnd hert hertzigßzeglaubẽ vnd Naulus ſchꝛeibt. O ir vnſinnt gen Galather. da ſollẽ wir nit eve pel nemmen / das vnbeſcheidenlich zethůn yn ſtraffes weiß als ettlich thůnt dz nit ein ſtraff iſt / aber ein ꝛach / ſie woͤllen ſich rechen damit / die heiſſen nite Coꝛreptoꝛes / aber (Cetruproreg et ire ſatiſfactoꝛes.) Cle pe rc deem ti eſt off ĩtinʒ vere amicicſe) manẽ vnd gemant werden ſeindt rech a / schen Fer freuntſchafft / ia wa 2 nit ſchmeichlerei nach ſchmehung da iſt : Eccleſiaſti.xiv. Eſt coꝛre Sr co mendav in or contumelioſ | Das iſt ein lugẽhaffte ſtraff in ſch =, meßer> mid / vñ heißt wol lugen⸗ hafft die ſtraff wã es eĩ rach iſt vñ kein ſtraff. Von ð anderẽ ſchellẽ. Die ander ſchel / iſt da ein clein wenig enteeret eĩ and 2 272 2 til: Die. Lxvi. Schar ond gat vß einem lelchtẽ gemũt / vñ cleinẽ zoꝛn vñ er hat eln fürſatz in nit weister zů betrũben / das iſt ein cleine ſchel vñ iſt teg liche ſůnd / doch wer es vil beſſer der wort gantz müſſig gon. Von der dꝛitten ſchellen. l ein groͤßlich ſchmetẽ mitt dẽ Re gemüt ſich zerechen / vnd yn Jnüͤſchmeheẽ iſt ein groſſe (Bel wã es iſt ein todtſünd / wã wen einer eim nem ein güldin yn dẽ ſeckel es wer ein todt ſünd / wie vil me eim fein eer nemmẽ in ſy ner gegenwürtigkeit iſt ein todtſünd / vñ ſo vil me beſſer iſt ein gůter nam dẽ gelt / die ſünd iſt auch groͤſſer den eer abſchnei⸗ den durch nach red / wie rauben ſchweren ſünd iſt dan ſtelen / wañ es geſchicht mitt groͤſſerer verachtung vñ iſt wider bꝛüder liche liebe / darumb volget die ewige ſtraf vnd pein hinnach. Von der vierden ſchellen. Diepierde ſcbel it vnbeſcheldenlich leide ſch wach. ſo man ſich weren ſolt vj, widerſton / mã findt woll chen ſie vnd ziehen es yn ein ſchimpff / vñ bꝛuchen nit dẽ ernſt als ſie ſolten / ſunder zuchen yn wie narren / ſie lache darzũ /ſie ſolten es ſtraffen vmb des willen der es thůt / vñ dz ſein freuel vndertruckt würd vnd ſemlichs er nit me vnderſtiende (Pro uerblo. xx vi. antwurt dem narrẽ nach ſy⸗ ner doeheit / das er nitt ween das er witzig ſei Etcetera. Zů dem anderen / 05 man es nit lei⸗ den wan da geſchicht ſchadẽ menchen mẽ⸗ vnd wäre das gůtt gehindert wã ſie Die dꝛit ſchel iſt leut wan man fie ſchmecht yn ernſt / ſo la zůnemmen in gůttem / ſo laſſen ſy es vmb ſemlicher ſchandtfogel zen Ber fünften (een, Die fünfft ſchell iſt ſchmach die eim geſchicht N in ernſt nit mit beſcheidẽheit t euiden ſie haben ir er fo lieb / das fie den ſchmeher vndertrucken zeſcha den bꝛingen / wan ſie es mit gedult trũgẽ⸗ fo kem kein ſchadẽ daruß / weder ym noch anderen me. ſchen / wie erſt geſeit iſt. Dz iſt ein groſſe ſchel / da einer alſo ſůcht das ſein iſt / vnnd will gantz kein woꝛt leiden / aber da man got ſchmecht / oder den nech ſtẽ des acht er wenig / aber wer yn veracht das nimpt er für groß vff / alſo fein eigen ydolum oð abgot dẽ eeret er / ſo yn niemã ſunſt eren wil · O bꝛůder ſůch die eer vnd gloꝛy gott deines herrẽ / vñ deiner ſel heil vnd deines nechſten / ſo würſtu ſelig vnd vo: allen dingen / fo hüt dich das du deim nechſtẽ kein ſchmach in ſein angeſicht werf feſt / es iſt ein groſſe ſünd vñ bꝛingt ſcha⸗ den. Ja was ſchaden das hertz des dẽ du ſchmechſt / es würt faſt verwund võ dem ſtreich der geiffel deiner zungẽ. Es iſt võ der ſelben ſchnatten blaw / tülſch ( Eccle⸗ ſiaſtici. xx viii. Es ſeit ſanctus. Iherony. als ſich ein mẽſch hütet / das er ein nit ſch⸗ lach mit eim ſtecken / allo hüt er ſich das er ſich das er niemantz ſchmehe in ſeim ant lit. Es zerſtoͤꝛt die freũdſchafft / dz ſie kam wideramb gantz würt ( Eccleſiaſtici. xx wer ein ſtein vnder vill voͤgel wũrſt zer⸗ ſtreyet fie, alſo wer feine freund ſchmecht der ſelbig zerbꝛicht alle die freuntſchafft die er mit inen hat gehebt / freund dle vn⸗ eins ſeint woꝛden werde widerumb eins/ | vßgenummen ſchmach woꝛt geben hof? fart / offnen heimlikelt / vnnd betreuglich | geſchlagen / vnd wer des laſters hat gewo net der laßt nit me ab / vnnd wer den ans deren ſchmecht / der můß vil ſchmach hoͤꝛẽ Oꝛouerbio.xiii. impius cõfundit vt cõfundetur) vñ Pꝛouer. vx vi. ver ein ſtein walet der laufft gegẽ ym vñ felt in die grůb / die er ſelbe DE X ˙ m En LE ̃ —ÄQ! — — w Andem.xix.ſon⸗ tag nach Penthecoſtes / hatt geßprꝛediget ð hochgeleret vñ hat gemacht / Alſo gieng es Peril⸗ o / der ward ſelbs yn den kupfferĩ ochſen geſtoſſen / dẽ er erdacht het arme menſchẽ zepingen / den erde tyranno Phalardi geſchenckt gat LE Vale. de crudelitate. Es gieng Aman auch alſo Heſter /alſo die lent ſchmeten / ſt ein zeichen groſ⸗ fer boß heit vñ groſſe verkerck / wa weß das hertz vol iſt / des laufft ð mũd über / alſo hie auch Ein buer der hoͤꝛt gern von bueren werck ze ſagen iſt ein zeichen ſyner buerheit Itez das das du eim verweiſt vñ ſchmechſt / iſt ein peñ ein lyden / vñ ein gebꝛeſten / ſo ſchmechſtu got dẽ herren der ym die ſelbe peñ an hat gehenckt / wã alles peinlichß iſt võ gott / iſt es dañ das ein ſchuld vnd ſünd damit du in ſchmechſt / ſo loß was der weiß ſeit. ( Eccleſiaſtici. vii.) Nit veracht den menſchẽ der ſich von ſünden kert mit ſchmach hab in gedenck / das wir alle in zer⸗ ſtoͤꝛung gond. Laſſen vnß got bit ten / das er vnß verleihe nach di⸗ ſem leben das ewig leben. giotzfoͤꝛchtig docto: Johã⸗ | nes Geiler Keiſerſperg. 1 Von vnkürſi⸗ chtig Narren. Von vnfürſichtig Narren. nn : 25 *. e V 140 \y e J . | Je. lrix. ſchar iſt vn „ furſichtig / od vᷣſaum narrẽ in zytlichẽ 1 gůt / wã ſie ſeint lie ðlich gůt zůgewin nen vff zů kunfftige zeit / ſie laſſen voͤ⸗ ele ſoꝛgen vnd iſt nit die ſchar / die vor geſeit iſt a obenen. op, zůgleicherweiß / als etlich feine die zeuil ſoꝛgfeltig ſeint zeitlich gůt sa überkummen / als in der dꝛittẽ ſchar geſeit iſt. Alſo ſeĩt etlich die zewenig ſoꝛg Babe zeitlichs zů überkummẽ / ſie hal ten ſich das woꝛt Chꝛiſti / da er ſpꝛach. Ir ſollẽ nit ſoꝛgfeltig ſein / alſo ſagt ſanctus Paulus auch. (Nulli ſollici ſitioh vnd Dauid wurff dein ſoꝛg got / nemmen d en war was Dau Aben gerechtigkeit willen ſoꝛg verlieſſen / als fan ctus Franciſcus / ſanctus Alexius / vnd ſanctus Rochus haben gethon / vnd ander verachter der welt. Aber die gerechtigkeit / iſt nit ein vꝛſach das fie das zeitlich gůtt verachten diſer welt /abet lie, 1 Bie. Lxx. Schar derlicheit des gemůtz / da feine vil ſchellen Du ſolt arbeitten mit zimlicher ſoꝛg / du | dabei man ſie erkennen mag / von denen biſt geboꝛen zů der arbeit / als der fogel zů die loblich / vnd ſoꝛgfeltig ſeint vmb zeit dem flug / vnd wie es dem vogel ein laſter | liches gůt. Aber nim die ſchellen / die bꝛãd das er nit noch der ſpeiß fluge. Alſo iſt es ſetzt yn ſein narrenſchiff. + ein ſchand / das du nit darumb arbeit t oder thſt / das du blllich ſolteſt thũ. Von der erſten ſchellen. Es ſagt ſanqus Paulus / wer nit wil wer f 8 A den der fol auch Ut eſſen / du haſt ein exẽ 2 0 sel Am altuetrer buch von eim Ruder der 0 ER Bieerftichel i nit wolt arbeitten vmb die ſpeiß / er woltt — ec ein Engel ſein / vnd ward geſchmecht võ 2 \ geofle kunſt 7 97 re eim anderen der. | | [ gewinnen Oldies mino: virtus eft \ \ | \ quam quexere parta tueri. ein güter ſpa⸗ Von der dritten fhellens | ter iſt gleich eim gůttẽ gewinner / nim ein Pe 1 | - | \ nd Wir ſehen ein clein geſchir / wan EN wie Dette Ichell es nit behalt das / das eo mit groſſer ville „ Ken enmpfacht / ſo würt es niemer voll als ein beſchirmẽ ſich mit der Heilige Am! E 5 e cgeſchꝛifft / ð herr ſeit im Euã ſib oder ein roͤꝛen / aber ein groß vaß wan gellum ir ſollẽ ni ben. Fre welcher | es behalt dae wenig / das mã darein thüt fan ſich nit ſoꝛg haben. rt ich felber eins ellenbogẽ lẽger machẽ / ſo würt es bei langem vol / man ſpꝛichet in de hei 3 i . 5 5 } Al x den ſůchẽ die ding. Aber fie felen ir eim ſchimpff wellicher wil reich werdẽ / der fulteiewölten fie damit geblümen. Es iſt | mi 1 0 ae nn 95 Nee = nit des herrẽ meinũg / dz er dir aölveröie fant ſeruaß. wã ſant ſeruaß das das er ten alle ſoꝛg / nein a ber die überflüſſige vn Halt, das fine ſant findam yn notturfftig uernunfftige ford, die 95 gemũt vnrüwig kei Aber etliche ſeit wle ein ſack / on ein bo macht / vñ die andacht gegen got vndtrul den / es gat Sun vnd vnden vß / ſie behal⸗ cher Matthei. xiii.) wolt got alle ſoꝛgfel⸗ an tigkeit verbieten / ſo heite ſanctus Paulus nit geſpꝛoqẽ zů dẽ romerẽ am xi. wer da Von der anderen ſchellen. od iſt hab ſoꝛg (Qui pꝛeeſt inſollicitudĩe.) 3 £ 1 Solte man überal kein ſoꝛg habẽ / To herr Die andere ſch/ Salems nit deſpꝛoch = el / iſt nüt gewinnen / ſie müſe Gag hin zů 0 ig gon / ſie ſparẽ iren leib on cht ix wed/leer weiß geit vo ir ſie hat kein Ilir arbeit / vnd ſpꝛechen die vo ſ fůrer noch keln obere noch fürſte / Ty bereit gel die wercken nüt / vnd tragen nüt yn. im ſummer ir ſpeiß / vñ treit in der ern yn Es iſt war / noch bleiben ſie nit ſitzen vff | dauon fie im winter lebt / nẽmen der woꝛt ? den beumen. Aber am motgen / fo bald ſy war gang zů der omeiſſeu. O ſcham dich erwachen fo ſůchen ſie ir ſpeiß mit fliegẽ / menſch das du vernũfftig ſolteſt ſein / vñ fierünt als vil als yn inen iſt / ſie haben biſt nach ð bildung gotz gemachet / das du p nit kunſt yn zetragen / vnd zearbeitẽ vmb Jolt leren von eim ſemlichẽ cleinẽ vnacht⸗ die ſpeiß / aber daraffter zefliegen / alſo hie barlichen thierlin / vnd ſcham ſich ein gro auch. Du ſolt thůn / als vil alo an dir iſt ſer alter ſchůler von eim kind zeleren vnd * ſpꝛicht Seneca. Item die omeiß hat ke leer meiſter des edempel fie nach volgſo hat ſie kein Een der ie txagkeit ſtrafft. Ader du haſt Ne ding alleſammen / noch ſo biſtu hinleſſig vff zůkünfftige ding / es ſei des leibs / oder der ſeelen halb / O was groſſer ſchaden entſpꝛingen vß der farleſ⸗ igkeit / das einer nit ſoꝛg hat vff des leibs narung vñ vff zůkünfftigs. Es entſpꝛin gen daher / diebſtal/ſpil / todtſchleg. Itez Andem . xr. ſontag nach | penthecoſtes / vff ſant Vꝛſulen gag. on gerichs narren. N 4 8 N wa N cc {rt N G x S 9 a 7 1 } } 7 N. 1 . 9 2 5 2 A 2 2 = 57 2 I 17 D U N 10 Tr N Un IR 10 u EN 2 — eee it kriegen am rechtẽ vmb zeitlich gůt I vnuernunfftiglich/ſie bezalen niemã — mit liel niemantz la ſſen ſie nür noch / 2 ER — — ͤ ͤ— on gerichts Narren. n cleinẽ thierlinẽ fir vn geberd sieen/ ſie lauffen in die krieg / vnd laſſen weib vñ oltent die herren im rat zůſehen ſemlich müſſig genger zwüngen / das fie arbeittent vñ ſie nit ir gůt laſſen verthůn wie ſie wöllen wan ſunſt ‚fo ſeindt fie vos got nit entſchuldiget. EXG em ſeil vñ frager Ba 93 dan mit recht on ſpꝛich merc gleich / wan nit alle die / die da tec ten ſeint narren / ſanctus Paulus er appelliert zů dem keiſer / au / eatus thomas von Candelberg kr er krieget mit dem Eunig vo En gelland vb zeitlich gůt / xñ (Lu alle tag vil cloͤſter vnd ſtifft habt am rechtẽ zeſchaffen / vñ ſeint nitt narren / wan ſie es nit vnfernunff tiglich thůnt / aber in ſüben ſchellẽ erben diſe narren von den anderes \_/ Von der erſten ſchellen. ſagt ſanctus Thomas in ſeða ſeðe. Es ſeint zweierlei gũ ter. Etlich feine vnſere eigene gü⸗ ter / etlich ſeint vns depfolhẽ zůbe haltẽ für ander / vñ für ein gemei⸗ ne vßzegeben / als da feint die güe ter der kirchẽ bepfolẽ ſeint dẽ pꝛo⸗ pꝛelaten / vñ das gemein gůt den herrẽ im rat / das bepfolhen / vnd glaubt gũt fol man nit nach laſſen vmb keiner ergerniß willẽ / als we nig als andere ding / die nott ſeint vnd gůt ſeint zů der ſeelen ſeligkẽit vnd würt ſemlich gůt absagen fol Die. Lx. Schar man nit faren lon man ſol es mit recht wi derumb herbꝛingen / doch ſoll man recht vmbſtent halten / in diſen dingen vnd iſt des vꝛſach wã in trũwer hüt vñ trüwlich vß zegeben iſt ynen befolgen vñ gebotten / darumb ſo ſollen ſie die ding behütẽ / vñ verſoꝛgen als ein gebot / darumb wie ma kein bot ſol laſſen faren vmb keiner erger niß willen / alfo das gůt auch nit. Hec pe. de pa. Alſo was der ertzbiſchoff vß engel⸗ land / ſant Thomas der wolt ð kirchen gůt widerumb habẽ / wie wol ð künig von En gelland / dauon geergeret was. Da hoͤꝛen zů die ſchaff ner / der ſpittalen vñ der kir⸗ chen die vmb foꝛcht willen der herrẽ / das gůt faren laffen / das armen leuten vñ zů gotz ziert / vñ dienſt geoꝛdnet iſt vnd das laffent gebꝛucht vnd verkert werdẽ yn der nutzes / vnd zů anderen vnreinen ſachen. S ſpꝛichet wol Auntßhonius / wan ein tyrã/od „ein wietetich yn Berte kirchen gut / wan ma das widerumb wolte haben / das dauon erſtudient nit al lein ergerniß des tyrannen / auch der kir⸗ chen vnd der pꝛieſterſchafft vnd dẽ volck alſo das groſſer ſchad dauon entſpꝛüng / dan das nütz wer den man überkemme / ſo dunckt in das man es ſolt faren laſſen wan den fo fürkem einer fein ſchadẽ. Aber von ſant Thoman von kandelberg / das der nit wolt nach laſſen. Es was villeicht zů der ſelbẽ zeit dem zeitlichẽ das er hieſch dem hieng an das geiſtlich gůt / des ð kũ⸗ nig nit empfenglich wae / vnnd nit haben mocht / als da iſt recht zehenden in zenem men / vnd der gleichen oder mag man ſa⸗ gen / das die Beilgen ettwañ me haben ge⸗ thon / dan fie ſolten haben gethon zůeiner groͤſſeren volkũmenheit / darzů fie nit ver bunden waren võ not wegen der ſeligkeit als ſanctus Ambꝛoſius thet / da er dẽ kei⸗ ſer verbot in die kirch zegon / er hette dan voꝛ offentlich penitentz gewückt / oder da er yn nit laſſen wolt ym choꝛ ſton &. vnd der gleichen von diſen dingen volget Bin? nach / das die teſtamentarh nit fünde vñ nit vnrecht thůnt / das ſie gůt laſſen dẽ er ben / das armen leuten durch got gemacht iſt / wan ſie beſoꝛgẽ das inen groſſer ſchad daruß moͤcht entſpꝛungen / es wer an irem gůt oder an irem leib / wañ fie Bette es nit vff ſich genummẽ das ampt mit dem ge⸗ ding. Es iſt auch zeglauben / das der todt iſt vnnd das gůtt den armen geſetzt hat / het in ſemlichem fal ſie nit darzů verbun den. Es wer gůt das man die ding erfü⸗ re vmb der conſcientzen willen / der teſta⸗ mentarij meiſter Hans ſimlers dẽ ſelben teſtamentaryen ward getreuwet / ſie zetöd ten / wan man die freund nit vßrichte / da hieß der biſchoff von Straßburg den fre unden geb n fünffhundert guldin die nit inen geſetzt waren / ſie waren aber armen leuten geſetzt. Von den anderen ſchellen. * 2 Die ander ſchell | Niſt da einer ſein eigen gůt nitt X 5 * faren laßt vmb ergernis wild EN len der puſillẽ / wan ergerniß entſpꝛingt dauon / das ein menſch gůt nit wolte faren laſſen / des gůtz er nit ein herr wer vm̃ vnwiſſenheit / oder bloͤdigkeit an derer menſchen / das heiſſet ( Scandalum puſilloꝛum / ſo ſol er das zeitlich gůt gantz ſſen faren / oder die ergerniß in ein ana deren weg vndertrucken / als durch ein er clerung vnnd ermanung. Es ſpꝛicht ſant Auguſtin du ſolt geben / das weð dir noch anderen leuten ſchadet als vil / als man mag glauben / vnd wan du eim verſagſt das er begert / ſo ſolt qu im die gerechtig⸗ keit zeigen / das du yn nitt leer loſſeſt von dir gon / vnd alſo gibſtu dich dem der et⸗ was von dir begert / wiewol du ym nit all wegen gibft das er begeret / wã du ym beſ ſers gibſt vnd wan du den ſtraffſt vñ beſ 5 ſereſt den / der vnrecht ich bitt · Diſe ſchel h wolt ſanctus Paulus meiden / da er ſelet geiſtliche ding wolt er nit zeitlichs darfür nemmen das er die heidẽ nit ergerette / er wolt fie vor leren / das mã zeitlichs ſolt nẽ men / ſo man das geiſtlich inen mitteilte. (i. Coꝛinth.ix. Item desgleichen thůt die heilige kirch / vmb ergerniß zůuermeiden die kein zehenden heiſchẽ / noch nimpt an Den oꝛten / da es nit gewonlich iſt zehendẽ zegeben / ſie wil lieder den ſchadẽ leide / dã das groͤſſere ſchaden vnd perickel daruß entſton ſoltẽ. So nun die heilige kirch dz thůt / warumb colt es dan nit ein einiger mẽſch thůn / als nicolaus de lyra ſeit Ma thei. v. Alſo thet Chꝛiſtus auch ð hieß Pe tram den zins empfahen / oder den zol ze⸗ geben fürſich / vnd yn das wir ſie nit erge ren Mathei. xvii. die heidiſchen zoller / die wüßten nit das Chꝛiſtus nit ſchuldig wz den zol zegeben. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛitt ſchel iſt EN dein eigen gůt verlon vmb er — 7 5 16 . ie )2 gerniß willen Phariſeoꝛum. EE fein etlich die von eigner boßheit geergeret werdẽ / die heiſſen Scã dalum Phariſeoꝛum / vmb derẽ menſchẽ willen / ſol man kein gůt faren laſſen / das man nit widerumb erfoꝛdere / wan warũd es wer dem gemeinẽ nutz ſchad / wan mã geb inen vꝛſach zerauben / fie wüſten das mã es nit wurd wid r heiſchẽ / es wer auch inen ſchad wan ſie vnrecht gůt behielten / vnnd bleiben alſo yn iren ſünden. Es feit ſanctus Gꝛegoꝛius . Etlich nemmen vnß ʒzeitlich gůt / die ſolman allein dulden / etli Non gerichts Narren. Cx chen ſoll man es mit recht verbieten / ni tt allein das ſie vnß das vnſer nemmen. Ader darumb das fie fremd gůt nemmẽ / vnd ſich ſelber verdampnẽ. Ja ſpꝛichſtu wie ſtot aber in dem Euangeliuz / in war heit wil dir einer den rock nemmen / ſo laß ym den mantel darzů. Alſo redt auch ſan ctus Paulus. (i. Coꝛinthj. vi.) Ich gib dir antwurt / das das gebot oder rat fol vers ſtanden werden / nach der bereittung des gemãtz / das ein menſch des willes ſei / das er voꝛ vnd e er zegericht gieng / ſo wolte er e ein ſchaden oder ein betrug leiden / wã es ſich zimmette zů dem nutz der ſeelen / vnd gotz gloꝛi dauon entſpꝛingen moͤcht. Von der vierden ſchellen. Die vierd ſchell Niſt ſchuld von boßheit nit be alk. Es ſeint etlich reich / die ol vermochten ſchuld zebe⸗ haupt ſum̃ iſt. Etwañ ſo leugnet man dẽ arme hadwercks mane die ſchüld / fo kan es er nit bewerten wie recht 1117 ſo wil dar nach der ſelb ſchalck /e dig vnd in ſei ner gewüßne / du irxreſt dz er die ſchuld nit beweren kan / ſo biſtu nit entſchuldiget võ der ſünd / du biſt aber ledig voꝛ der kirchẽ foꝛm / ich richter laß es ſein das der richter vnd der cleger nit wüſſe / aber du vnd got die wüſſen die boß heit die heimlich iſt. Ja ſpꝛiſtu er heiſcht es mir nitt / ich laß es fein die zeit heiſchet es aber / oder er getar f es villeichtert nit heiſchen / dann er foͤꝛcht du ſchlaheſt von ym / oder macheſt neut me bei im / vnd verlier ſeine kunden / oder du thüſt ym ettwan ein anderen ſchaden. a a = „ A TX al \ * \ vwitel fellen / ſo fie aber ſehen das es gat wi der den teil dem ſie me gut güſſſen / dan dem anderen / ſo verziehẽ ſie das vatelbiß m | \ Die Lxx. Schar Von der fünften ſchellen. Aiſt die ſchuld nitt bezalen vß lHederlicheit. Es ſeint etlich co arm das ſie es nit habẽ zũ ſeint liederlich geſein gůtt zů⸗ bezalen / fie behalten / vnd warten biß ſte yn bañ kum men / das ſeint ſachen die der hinleſſigkeit nachfolgen / ſie entlehen gelt wa fie finden die inen lihen woͤllen / vnnd wan ſie es off das zil nit bezalen mögen, fo kummen ſy yn ban. La was follen wir thůn / Ju ſoltt oð barmhertzigteit begeren / oder wei ein e fri⸗ ſi deinẽ gütterẽn / das i dle es nit wůſſen vnd treiben fie daruf dz vß einer cleinen ſach / ein groſſe ſach wtirt vnd vß eim bechle würt ein groſſer fluß / ſie ſeint betrieber des gemeinen friden / ſy ſolten krieg vnd zanckerey vndertrucken / ſo machen ſie es das vil gelt fal in dz ſigel vnd den ſchꝛeiberen 2185 chunt Ne rie 10 rer auch ie Za folten den ſententz vnnd man yn ein vertrag mit einander gat machet man der aller beſt / vnnd wer aller meiſt gibt Ner hat allermeiſt recht. Von der ſůbenden ſchellen⸗ : 2 Zu beſſer verſaumen / vnd ein ſchaden nemẽ vmb fridens willen wan in eim ſeſter vol zanckes / iſt nit ein nuß groß goͤtlicher lie⸗ be. Man ſol rochtung machen vnd fol fus lich ſein / es auch einer weichen vmb fride wil von ſeim rechtẽ. Es ſolt einer dz halb nemmen / das er zefriden wer. Hie wer vil zeſagen / ich laß es vnderwegẽ. Es gehoͤꝛt nit iederman zů zerechten. Zů dem erſten vmb der erſamkeit wil len) Pꝛouerbſoꝛum. v. Es iſt kein ex eim menſchen der ſich kert da man zancket. A gZů dem anderen vmb frides willen Chaſoſtomus ſpꝛicht / alle gericht feine vn růw des vnd bekümmer des hertzens. Zů dem dꝛitten vmb fliehung willen der find Chꝛiſoſtomus ſeit. Es iſt hart — rf ſcher meſſer / ire zungen feine ſcharffe ſcher meſſer / ſie tratzen bůch ſtaben zu den bꝛief fen ab / ſie berümen ſich fein ſelbs. Es ſei kein bꝛieff fo gůt ſieſwoͤllen ein lech darein reden ein ſcharſach das ſcharten hat ð Era tzet das haruß der hut heruß. Alſo die dz gelt vß dem ſeckel / vnd als lang als ſy hof fen et was heruß zeſcheren alſo lang verzie hen ſie die ſach / vnd wan ſie meinen es ſy kein gelt me da / ſo iſt die ſach vß vñ voꝛ ſo gond ſie nit müſſig. 8 on gerichts Narren. Zz dem fünfften vmb exempels Willen / vnnd ſpucht auch der herr 7 Jeſus Teiner mitt qt rechtten / vnd wũ dir den rock nemmen / ſo vm gab zůbehaltten feinen lungeren. waren zwen bꝛüder / als wir le ſeñ im altuetter bůch / die Zettent gern krieget mit einander / vnd lei ten ein ziegel in mittẽ / ð ein ſpꝛach er iſt mein / der ander ſpꝛach / er iſt mein / der ander ſpꝛach / fo uim yn 2 Aulus ſpiicht. ii. Ephe ir behůttſamlich wandlen als die weiſen / erloͤſen die zeit wan die tag nit krieg / vnd verzer dein seit am rechten zehgderen / dein zeit y Verbngung gůtter werck yn rũwen yn betrachten vnnd betten. Itẽ diẽ zuki ifftige zeit erloͤß / vnd dien got yn der zeit / ob du ioch ein zeitlichen ſchaden ſolteſt darũbnẽ men / die vergangen zeit erloͤß / als ein koſtlich ding / dz iſt erfül in der zůkünfftigẽ zeit / das du verſaumt haſt in der vergäanen, Allo thůn ling fach ſkelleſt / vnd ein gül din laſſeſt faren / vnd ſtand dẽ zeit lichen nach / vnd du das ewig ver⸗ liereſt / ſchꝛei mitt Yauid, Redime je a calupnitis Hominum dt cu⸗ ſtodiam mandalg tug . Vinß gorbitten durch fein milte barmhertzigkeit / das er vnß ver⸗ leite noch diſem leben dz ewig lebe das verleihe vnß Orr der vatter Sun vnd der heilig Geiſt. Amẽ. =» = ma. Rd U m A im vnd biß nit ein narr / dz du eim CXCII An dem xri. ſontag nach penthecoſtee ‚off Simoni et iude tag / hatt gepꝛediget der hochgelert / vnd gotz fochtig doctoꝛ Johannes Geiler von Reiſer⸗ ſperg. Gon groben narren. Wie hernach folget. Je. lxri.ſchar iſt oe doꝛũ wůſte grob vngeſchaffen narrẽ die da wüiſte wort / vñ vngeſtalte ſittẽ vs geberd bꝛuchen / die da ſeint võ v ſtẽ weiſen / vnd wercken / vnnd leider alle oꝛt feine ſten im rat vnd andere fürſtẽ hoffen. Es wer ein frag hie warumb ſie me die wůſtẽ heiſſen / die da reden von vnkeuſcheit vnd von fraß / dã die da reden von neid vnd von hoffart / vnd von ande⸗ a ii Die. LxxI. Schar ren ſůnden / fo doch in allen ſünden wũſt vn d vnoꝛdenung funden wirt / aber allein die mit vnlautterkeit / vnd mit freſſen on ſauffen vmbgond/ vnd darnõ reden / heiſ fer grob narren . Hie wer vil daruon zeſa gen / man můß aber wiſſen wz hüoſch wer vnd was luter wer vñ ſubtil wer / vñ war in die hlübſche der fele ſtiend / die hübſche der felen ſtot in dꝛei machtẽ ð ſelen / in der genaden vnd gaben / vnd tugẽtten . Aber zierung der ſelen yn übung der ſelbigen. alfa widerſins die wüfte feel ſtot in berau dung diſer ding welche ſel nit hat gnad vñ gaben / vnd tugẽt vnd gůte werckt / ſunder hat laſter vñ ſünd / aber lutter fein iſt pur das nit mit eim ſchnoͤderen vᷣmiſt / iſt aber ein menſch durch die ſünd / ſo rürt ein me ſch an zeitliche güter mit der liebe die ſch⸗ noͤder ſeint dã die ſeel iſt / darumbd fo würt fie vnrein geheiſſen vnd wůſt / nun ſehen wir das das allermeiſt zůgat in de fleiſ lichen ſünden ym fraß / in vnkeuſcheit dar umb fo heiſſet man fie wůſt / wan fie wüſt ſeint. Da nim dꝛei ſchellen da bei ſie erkẽ. Von der erſten ſchellen. Bay Die erſt ſchel iſt —— wüſte ding thůn (Lurpia fa ee re) Ach was wüſter vnge⸗ 1 ſtalt der ding. Diſe narren verbꝛingen yn onkeuſcheit ym fraß / ia in der heiligen Ee da fie meinen / es ſei ynen als zimlich vñ erlaubt / das iſt vngeſchaf⸗ fen vnd wüſt zeſagen / leer bꝛůder maß ze⸗ gaben / wan du eeliche werck thůn wilt / ſo betracht die vier end yn denẽ es dir zimpt A vnd ſuſt nit. Zũ demerſten / ſo thůſtu es das man es hei ſchet / es ſei frau w oder man / ſo iſt es ein werck der gerechtigkeit. I deim anderen vmb der frucht willen die off ziehen Chꝛiſto ¶ Eſt actus latrie.) iſt ein gůt werck. Iñ dem dꝛitten frum keit zebehalten yn der hußfrawen / ſo iſt es ein werck goͤtlicher liebe, Zů dem vier den dich ſelbs zůbehũtẽ das du nitt falleſt mit einer anderen / ſo iſt es kein ſünd. Fre thůſtn es aber allein vmb luſttz willẽ / on wer fir nit dein eefrauw / ſo wolteſtu es nit thũ / ſo iſt es reglich ſünd / wolteſtu es aber gun wan ein andere da wer / oder die nitt dein cefraw wer / fo iſt das werck ein todt⸗ ſund / ond alſo mag das werck yn der Ee fein et wã todſünd teglich ſünd / oder kein ſünd. Darumb hab alzeit gotzfoꝛcht. Von der anderen ſchellen. alten / heimlich vñ of fenlich/ das man nũt wüſtes von dir we⸗ der ſehe noch hoͤꝛe / ob du ioch überfallen wurdeſt von eim der dir nach gat vñ dir off die yſen lůgen wil. 2 Hon der dꝛitten ſchellen. Die dutte che ſchimpffs weiß / vñ andern mẽſchẽ zů eim geuallẽ vñ kurtzweil. Sag an wie kanſtu doͤſes reden / du denckeſt dã böfee vor an hin / wann gedencken gat dem reden voi — punt bonos moꝛes col. ma.) Von groben Narren. der mund über. Ein ha yın ſieden der Zeiger was u iſt/ darũd dein mund verdampt dich / von deinem mund vꝛteill id dich / du ſchalckhafftiger kaecht wiltu wüſſen ſpꝛicht Caſſioð. was hertz dein bꝛůder hab / fo nim war wa võ er gern redt / wan weß das hertz fol iſt des laufft der mund über / die eſt vnd bletter zeigen des baums vnd der wurtzel eigen⸗ ſchafft. Das angeſicht zei / wie ir in wen dig ſeint . Darumb redſtu boͤſe vnd wů ſte ding / ſo glauo ich dir nit dz dein hertz gůt vnd ſuber ſei / vnd laß eben fein das du nũt boͤſes gedenckeſt / das ich doch nit glaub / ſo bütteſtu doch andern menſchen gifft zůboͤſen gedencken vnd vꝛſach zůſůn den / das nit kan on dein ſünd ſein vnd on ſchuld. O du ſeier des teu dels / du ſeieſt de boͤſten ſomen yn die hertzen ie dir zůlaſ⸗ fen durch dein wüſten woꝛt / võ denẽ dar nach wach ſen boͤſe werck / von den ſelben menſchen ſpꝛichet Dauid (Sepultis pa⸗ tens) ir halß iſt ein ofen grab / mit ire zun, BR gen haben fie betrüglich ethon / vnd vol iſt ir maul vñ ir trüſſel wie ein offen gras F da inwendig lygen vil keiben / vnd ſtincke f der woꝛt dauon vil menſchẽ vergifft wer⸗ den von dem geſtanck / wer doch ir maul ein beſchloſſen grab / ſo blibe der geſtancke darin (Sanctus Paulus. i.ceꝛinth. coꝛrũ Darumb re⸗ cht yn vnſerem tütſchen heiſſen fie ſcham⸗ per ſchantber / als geberen [hand ſemlicht woꝛt / wan fie geben anderen menſchen vꝛ ſach des falles / fie geberen ſchand ire red kriechen zůandern menſchẽ wie ein krepo. Als ſctũs Paulus ſpꝛicht / der ſiechtag des kreps bleibt nit er frißt ſtetz vmbſich. Al ſo der waſſer kreps kreucht daraffter / vñ wan er ein widerſtand findt / ſo gat er wi⸗ der hinderſich. Alſo wan du eim der alſo wiüſter woꝛt wer / ein widerſtand thetteſt. CXClII Zũ deen minſten erzeigteſt ym in trurig angeſicht / ſo kruch er hinderſich vnd hoꝛ⸗ te vff / wan du aber ein lacheſt / vnd haſt ein gefalle i daran / ſo iſt ym erſt ange holf fen / vnd alſo dein wlüſte red ſchadet deim nechſten / ob ſit ſchon dir nit ſchiede vz ich doch nit glaub / ſpꝛicht Seneca wüſte ſch⸗ ampere ding nit ſag / wan bei langem / ſo verſchwindet die ſchamperkeit . Ein ſch neck wa er andin krucht / So laſſet er ein zeichen das er da iſt geſein / aljo vie ſelben wüſten leut. Alſo bꝛu der entwen dich ſein licher wüſter woꝛt / kein oꝛt am menſch en hat man als gern ſuber vnd rein / als den mund da lyt man vnkeinigkeit / ſo ſollen dir alſo wüſte woꝛt dein mund auch nitt verwüſten / nitt thůn als ein fan oder eus moꝛ die alwegen mit irem ranß vnd mise dem maul in dem treck leit zemůlen Lies ber dañ das ſie mitt roßen vmbgieng / biß du nit alſo bab in deinem mund oerle vn edel geſtein ſuberer reiner demütiger / vñ keuſcher woꝛt. A ſpꝛicheſtu ich ed die ding das ich die leut ze lachen mach / darumb hat mã nich lieb / man lobt mich / mã beutet mir zetrincken / man ladet mich ze⸗ gaſt / ſie ſpꝛechen ich ſei inen beſſer dan ein lautẽ. Ich treib gůt ſch wẽck / ich bin kurz weilig. Ach got weiſtu was du biſt / du biſt der wagen man vnnd der roller / du farſt vnd ſingeſt vnd mit freuden farſt zů der hellen mit denen / doꝛ denẽ du gůt ſch weck treibeſt / mit den gůtten ſchwencken wurf feſtu vmb den wagen in die lach en ð ſünd von der katlachen der todtſünd / ſie abſty⸗ gen yn der ewige verdampniß. Das ſeint deine gũte ſchwenck. Item du biſt der al; ler ſchedlicheſt dieb / du ſtilſt dem mẽſchẽ die zeit / da nüt koſtlicher iſt vnder allẽ er genglichen dingen. Item was biſtu me / du biſt ein troͤſter der menſchen / die arbei a iu 8 2 .. 2 * — EV. 5 e ra 7 g 2 / fan: Ren . Die. Lx xi. Schar ten yn des teuffels dlenſt / du ma⸗ cheſt fie froͤlich mit deinen falſchẽ recreatzen / vnd kur tzweilen deren arbeit / die da gond zů der Belle dz fie off dem weg nitt erligen. Jetz fo weiſtu wie kurtzweilig du biſt / vnnd wie gůter dingen / vnd was leuten du biſt. Item noch me du ir aff mit dẽ der teuffel ſchimpffet oder ringt / damit er die menſchen zelachen machet / auch troͤſteſtu fie nit alſamen allein / die boͤſen. Die gůten betrübſtu. Alſo bꝛůder war umb du gelobt würſt w; kurtz weil du mach eſt den geſellen / vnd was nutz du dauon haſt / du biſt des tů⸗ fels inſtrument der würt dir auch erberlich dein lon geben / das du wirft werden zůgeſpoͤt allen helli⸗ fen voͤlc eren. Als es zweien ge⸗ ſchach / eim pꝛieſter vñ eim ſchultiſ ſen yn eim dooff / die voꝛ eim geiftli chen man wüſte wort vnd geberd tryben vnd feine mannen verſpot teten / die wurden geſtrafft võ got Der pfaff ward blind / vnnd dem ſchultiſſen dem fullet ſein gemecht ab. Laſſen vnnß got bitten durch fein miltte erbermd / das er vnnß verleihe nach diſem leben dʒ ewig leben / das verleihe vnnß Gott der vatter / Gott ſun / vnd der heilig Stulroñ infinitus eſt numerus. Der narren zal iſt on end. An dem. xxiii.ſon tag nach Pfingſtẽ vff ſant Martins 55 gepꝛedi⸗ get võ dẽ gochgelertẽ doctoꝛ Jones Gei ler võ Reiſperg. Hon geiſt narren. Je. lrxii.narrenſchar | 1 iſt geiſt narren vnd gehoͤꝛt die ſchar hüt wol vßzelegẽ vf das hoch zeit des groſſen vnnd heilgeſten piieflers vñ ſant Marti / vnd ſeint das die gelſtlichẽ narrẽ/ die irrẽ etwan im yngang oder ym fürgãg geiſtlichs ſtatz / vñ die narrẽ erkeñ ich in vter ſchel len / ſie ſeient oꝛdes leut oder ſunſt pꝛieſter. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchell iſt übel } furſich nemmen Ten geiſtlichen ſtãdt e Es ſeĩt die / die ſit ein rechte meinũg DLR )2 habẽ / ſo fie yn ein geiſtlichen ſtãd gon ER - wöllen/ vnd was iſt die rechte meinung segomyit ein geiſtlichen ſtãdt. Es iſt der z in baß vñ volkumner vnd ſicherlich moͤgeſt got dienen vnd deiner felen heil ſchaffen / vnd den willẽ gotz Hon geift Narren. verbꝛingen / wan ein menſch gedenckt wie ſoꝛglich es iſt in ð welt zeſeĩ / vñ die natur CICIII Ja ſpꝛechen ſie / ich bin verſehen wol vnd bedarff kein ſoꝛg me zehaben. Er iſt wol fo blöd iſt vnd das ſouil vꝛſachẽ ſelnt off erden / die ein menſchen reitzen zůſunden vnd ziehen vo dem gotzdienſt / auch fo ſie betrachten / das die in dẽ oꝛden ſeint / vñ die pꝛieſter die geweicht ſeint / vñ vaſt ver Von boͤſen ſachen / vnd ſich vaſt zůgot ne⸗ hen / durch die gelüpt der keuſcheit / die ſie gethon haben da man ſie weißer / oder ſie geond in ein orden / oder nẽmen ein pfrůnd an / das fie zů eim ampt kum ẽ/ nit das ſie ob ſeient. Aber das ſie nutz ſchaffenz dz ſeint recht meinungen / die ſeint nit narren aber ſürſichtig / mit ſancto Martino der yn der meinung die welt verlaſſen hat. Aber leider es ſeint vil / die die mei nũg nit haben zũ dem erſten vnd fürnemlich. Aber vil boͤſer meinung. Ein meinung et locher iſt / das fie müſſig gangen / wan fie ſehen was groſſe arbeit ſoꝛg angſt / vnnd not haben dic / die yn der welt feine / wie fie narung eſſen trincken vnd cleider überkũ men. Aber die pfaffen vnd oꝛdes leut god ein mal wil gůtt leben haben / der nem ein gebꝛatten hůn / wer zwei mal / er nem ein ein ſau ab / ſo hat er korfleiſch zeeſſen / wer ein mont / der ſchlach ein ochſßẽ / wer ein iar per nem ein eeweib wert es echter fo lang / wer aber alwegen gůt leben wil habẽ / der werd geiſtlich oder ein pfaf / wil er aber ein eeman darzů ſein / ſo můß er auch die bur gat / das ſeint narren von denen ſeit ſan⸗ ctus Bernhardus / in einer epiſtel. Man lechten der menſchen / von gelertẽ vnd vn gelerten zů den ſoꝛgen vnd pꝛelaturen der laufft vß allem alter / vnd von allen geſch | de der ee tragen / wer darumb in ein oꝛden kirchen. Als wer kein ſoꝛg zehaben darin. verſoꝛget. O gott er hat kein ſoꝛg me ſo er der ſelen ſoꝛg vff ſich ge nummẽ hat / vnd du ſpꝛichſt er darff kein ſoꝛg me Habe. Al⸗ ſo verachten wir der ſelen ſoꝛg / vnd mach en groß die leiblichen vnd zeitlichen ding. Diſe menſchen gleich ich Sichimitis. Ge neſis. vvviiii. Die ſich vmb der frawẽ wil len Dina / ſich lieffen beſchneiden / das fie leiblichen luſt leittent · Alſo fie laſſent ſich beſcheren vff dem haupt / vnd das har be ſchneiden das ſie fleiſchlichen luſt haben. Aber es gat den narren / wie es iennẽ giẽ wie genne leiblich zetodt wurdent galchlae /alſo Nſe werdẽ geiſtlich ertodt. Eklich werde geiſtlich/ das fie vil geltz vnd gůt ſamlen. Diſe folgen dem iudas nach ſeint nit jũger des herren / iudas der het das gelt vnd folget Chꝛiſto nach das er den ſeckel fülte. Etlich werde geiſtlich vmb eren willen / ſie hoffen biſchoff zewer⸗ den ept vnd Cardinales . wan ſie in irẽ weltlichen ſtandt der hoffart / nach geblüt miiſſig vnd haben luſt vnd gluſt / vñ gůt vnd geſchlecht nit mögen gnůg fein / vnd leben / ſie hoꝛẽ das gemein ſpꝛich wort / wer mit viertzig pferden reitten / ſo ſie ſeint für ſten kind / vnd darumb fo wöllen fie geiſt lich werden das ſie biſchoff werden / oder gãß / am moꝛgen ißt er die ganß / am abẽt ept oder Cardinal / das fie die würde a? hat er kregle megle / wer ein wo e / ð nem ben vnnd mit ſouil pferden reirten, Das iſt das aller boͤſeſt end vnd meinung / de⸗ ren narren end würt auch boͤß werden / al fo haſtu Hei falſcher boͤſer meinung / hof⸗ fart /geitigkeit / vnkeuſcheit / Superbiam auariciam /luvuriam / nim die dꝛei ůch ſtaben / ſo machen ſie ſal das ſaltz / hat den en ire augen verblendet irer meinung dar umb iſt es zů eim ſchulek woꝛdẽ / nit würd alſo zů einem narren oder doꝛen / hoͤꝛ den weiſſen ¶ Eccleſiaſtici.quarto.) behũt dei⸗ ne füß / wann da in das hauß gottes gaſt merck wol die woꝛt / wan du gaſt yn das gotz huß durch annemmẽ des oꝛdes oder a iii Die. LX HII. Schar der weise, fo behütt dein fuß das iſt dein begird oder dein meinung / das ſie nit ver gifft werden mit den dingen wie geſeit iſt vnd maſſen. Item die pꝛieſter e das ſie in tempel giengẽ / ſo wůſchen fie ire füß vnd die hend vnd beſahen ſich in ſpiegelen / ob etwas moß im angeſicht wer / das ſi es ab wüſten / ſagt der meiſter yn den hyſtoꝛien alſo. Du der pꝛieſter wil werden / oder ge ßoꝛſam ym oꝛden wil ſein / weſch vor dei⸗ ne begird als die füß ſihe in ſpiegel gewiſ ne /ob ein falſche meinũg darin wer / fo we ſch fie ab vnd ver wandel die meinung. Von der anderen ſchellen. Die ander ſchel iſt geiſtlichen fand übel an nemmen / ich laß fein das du BER L ein rechtte meinung habeſt noch můß man etlicher reglen warnemmẽ ir vil nim aber dꝛey / die erſt iſt mit reuw vnd beicht / fi nigen ob du gewei cht wlürſt. In allen ſacramenten eb man ie empfaßt / ſol ein menſch zů dem minſtẽ karg Se e de Er eic e 7wer da in todtſündẽ Darumb ſo hatt das recht geoꝛdnet / das man keinen on ein ꝑfründen weihen ſol / a ſeint vil narren / die ſich ſelbs betrie⸗ gen / die falſche titulos dar geben / vnd we nen ſie betriegen den biſchoff / fo betriegẽ Ifeſich ſelder. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛitte ſchel 0 ZN {ft übel verbꝛingen den geiſt ke, liche ſtand. Du biſt ein geiſt liche perſon / dn biſt recht in oꝛden gangen vnd ein rechte meinung ge gebt / nit durch die todtz poꝛten / ſich zů daz du dein ampt oꝛdenlich vnd hitzẽglich ver bꝛingſt / wer hat o bꝛůder die ſchel nit / wer lißt meß alt an ſolt thůn / wer verricht feine ſüben zeit als man ſolt / wer hat ſoꝛg zů den ſelen als man ſolt / wie vil ſeint leid der pꝛieſter die ſelten oder niemer meß ha ben / vnd haben vmb ſunſt an ſich genum men die weihe / die andere haben kum vier mal ym iar meß / andere das noch erſchꝛo⸗ ckenlicher iſt / fie haben vil meſſen zů iren ſelen verdampnũß / Johannes baptiſta ⸗ zitteret /d er des herren Jeſu ſcheittel an ſolt rürẽũ Marcus / der ſchneid ym ſelbs den tamen ab / das er nit meß hett · Aber mit luda gond diſe hinzů. Was ſol ich fa en von den ſüben zeitten wer es nit bil’ vnd ernſt verbꝛechten / ia es wer da ſolten wir led 1 1 6 ein von aller arbeit / wã wir da leckte oder nem / alſo wir an dẽ gotz tiſch geben wir im kein gãtzen viſch kein gãtzẽ Von grob Narren. verß / allein das haupt vnd den ſchwãtz⸗ dias iſt das erſt woꝛt vñ das letſt / die mit tel woꝛt ſtelen wir / das iſt wir werffen ſie ſo ſchnel heruß ob wir ſie vßſpꝛechen / ſo iſt esfof chu das weder got / noch der mẽſch En vnß 6 Aten vos . mach Fe allen vnß der Kewshelt 5 | also . vnd fingen nit ande dan als wer got ſichtberlich o genen fle nit weder mit woꝛten 970 en we der mit dem ſacrament⸗ noch mit enem⸗ plen Chziſtue palce pafcesufancıo Serto Jam queritur ind alen 18 ſemliche euſcheit vnder den pꝛieſterẽ / das einer weder fein můtter / noch fein ſchwe⸗ ſter doꝛſt bei ym haben. Aber das letz ab gethan durch das recht. Item ſant Augu ffin ſeit / das man nitt allein iunge welber ß iunge 1505 en Büf Ertreiben fol auch al verule Spricht an Aug inauc cin ongefchaffen/nod kein altt weib fell n bei pꝛieſtet̃en Taffen diefien / wan wa nul Jer arg co Ist eine der fünder vnd ſicherer ſũñden / wan man es inen nit truwet / wan eim boͤſen luſt iſt kein frauwzevngeſtalt / noch zeheßlich wa der tüffel malet es ym für / das fie hübſch ſei vnd luſtig/ was ſingt vnd vn willet lyß tag hüt iſt am zů einer gei frauwen / die was eingefeßloffen/er woltt ſie ſehen / aber ſie wolt ſich den heiligẽ mã CIC v nit laſſen ſehen / vnd was doch nit ſein ge wonheit / das er mitt frau wen redte. Es ſeint etlich vꝛſach yn den pzleftern das fie mögen frauwen bei inen haben. Zu dem eiſten wan die frauw zůgehoͤꝛt noch im ge ſchlecht. Zů dem anderen wann er kein andeꝛen man den er hat bei im wonen. Z den dꝛitten wan ſie kein andere fraw bei ir hat &. fi Panoꝛmitanum an / Jetz 9 wer Lei ſan Wie er ein geiſtücben 4 in of eiñ mal neß hett / klotz fuer ob felm gelen BAR m erhhar At auch wol karmitevenpleß/ Budge 7 peiſſet biß yn feinen todt € ſolt / da lag er off dem boden in eſchen am rycken / vnd da feine bꝛüder yn wolten vm keren vff ein ſeiten / da ſpꝛach er meine bꝛũ der geb ich euch ein ander exempel / ſo ſün det ich noch. man der en .. 15 ite 155 ant 15 ma 17275 9nnd an nit gott noch ſein dienſt an/aber fie feßen ander ding an, tl. ch thůnt es von mt wegen warn fie dle kind nir mögen | erziehen / ſie růcht nit war fie ite kind thet ten / das ſie ir nummen abkemmen/ ſie ge ben ſie in offne Cloͤßter / ſie achtẽ vt oder wenig irer ſeelen / nummen allein das der 8 leib verſehen ſei zei lich. J dů efroſſer n nar was Bilfft das dein kind / das der leib ver * fi den iſt / vnnd die fel verlosen würt. Man findt auch ander groß narren / die 1 ſelbigen bewegt ſeint võ ir narheit vñ hof Ni zwen oder dꝛei Pie anderen werffcı \ \ ) — werde. Alſo geben diſe ir Die. LxxnHI. Schar efugen zeln me geben wil ð gaben / ſo beiſſen fie in wie je hündle die altẽ / durch nach red vñ eer abſchneiden / vnd wan einer alſo zů de eerẽ kumpt / ſo würt er ein gaſthalter ſeiner fre und wann einer hin weg gat / ſo kumpt ein anderer / vnnd ſchꝛyen all der pfaff hat es wol / ich laß es ſein das ers woll hab / noch das überig iſt das ſol er dir nitt geben / er ſol es armen leuten geben / biſtu auch arm fo fol er dir auch mitteilen für anderẽ / bi⸗ ſtu a ber nit arm / ſo ſoll er dir nüt geben. Wem ſol ich die ech glychẽ. Jům erſtẽ die die ire kind für des ſpitals tür ſetzen / das der ſpittal ſie ziehe / die fie nit erziehẽ moͤgen / ſie ſeint gleich denen die da rechnẽ vnd wan die rech nung vß iſt / vnd fie der rechpfennig nit me bedoͤꝛffen /ſo behalten lle eech vnd blöden) vnd vngeſtaltten die geben fie in die cloͤ⸗ ſter/gleich ale hette got auch nit gern erw; hübſch es · Item ſie ſeint gleich denẽ die ire ferle xn das ecker ſchlahen dae ſie frißt ſter / Sud rn de eit ini | t bꝛingen / aber dz fie zeitliche frucht ſem len / das ſie reich werden vnd feißt / ſie pflã n ſie nit yn garten der heiligen kirchen uſſd ander bꝛeckin vn yag“ wañ er ynẽ etwas verſeit / vnd kein milch das fie frucht bꝛingẽ / als man erwan ſpul get zethůn / da machet man kind geiſtlich uß gůtter meinung fürnemlich vmb got⸗ willen / vmb des kinds ſeel heil willẽ / dar⸗ umb die ſelben pflantzten zweig / vnd nit von got gepflantzet / die werdẽ zů dem let ſten vß gerutet / da andere zweig von got mit denen die haben zweigt / vater vi mũ ter belont werden yn der ewigen freud vñ ewige ſeligkeit. A ſpꝛichſtu wi⸗ ;der mich / vnd iſt es nit recht 5 1 nung / vnd thi man die ſtrafft die vnrecht / vñ übel thůnt wan es iſt gewiß das dein kind nimpt an ſich die gewonheit ſit / vnnd geberd die er Voꝛ ym ſicht / vñ würt wie die ſeint bei de nen es iſt oder wonet. Lie ſeint zeuil ſoꝛg! aa cuwerẽ kind /ſie wůrt got verſe⸗ hen leren ir ſie nummen güre ſitten / vnd geberden vnd got foͤꝛchten / wã gotzfoꝛcht iſt ein groſſe gnad / vnnd leren es auch die ſünd meiden / vnd tugẽt an ſich nemmen das wer fürwar das aller rechteſt erbreil Von iag Narren. Cicvl vnd der recht ſchatz das ſie gũt wurden / das übe rig geb vnß got / wann er es vnß zůgeſeit hatt zer thůũn er würtes auch nit verlengerẽ / der herr ſpꝛi chtůchen zům erſten das reich gotz / vnd ſein ge⸗ rechtigkeit vnd diſe ding werden euch alle zůge⸗ woꝛffen / wañ der Pfaltzgraff dir ſemliches hette zZüugeſeit / wan du lereſt dein ſun ſit vñ geberd / dz geſchickt iſt mir zedlenen / ſo wll ich in vᷣſehẽ mitt gloꝛi vnd eer / vnd yn reichtumb erhoͤhen / du ges Aubteſt ym mit groſſem fleiß / vnnd groſſe hoffe nung vnd freuden / vnd du zugeſt in off vnd ler teſt in wie er ym dienẽ moͤchte / wan er zů im kem me. Laſſen vnß gott bitten Sas er ung verleyße nach diſem leben / das ewig led en · Amen. An dem. xxiiii.ſontag nach Penthecoſtes gepꝛediget. Von iag narren. An. ih 7 III N Sa, S FERIEN I MR | 10 00 N) 1) Je. lxxiiii.ſch 2 N pn} ER S:arıff iag narren / iagẽ ER RS, } eſch icht in vil weg. Qa erſt iagen iſt der menſchen / da einer die armen vnd truckt/ſie etwar zů zwingt. Alſo was nemrot ein ieger (Geneſis de cimo) Nemrot fieng an gewaltig fein off dem erdterelch / er was ein ſtarcker ieger vor got / ſpꝛicht Ly⸗ ra /er truckt die menſchen vnder⸗ ſich / vnd ʒwang ſie zůwercken zů dem turn zů Badilont / vund das voꝛ dem herren / wan ſeinem ange ſicht neut iſt verboꝛgen / vnd das iagen iſt vntzimlich vßgenummẽ yntein rechten offenlichẽ krieg / dã fo mögen es die leyen woljttzůn / dẽ dẽ geiſtlichẽ iſt alwegẽ vᷣdotẽ dz ia gen / ia auch wis die vngleubigen. Das anð iagẽ heißt ſchmeich⸗ lexei trybẽ / als die gauckler vñ die ſpꝛecher thũt / die fahẽ die leut / als die lãt die wiloẽ thier fahẽ / als hũt im Euangelio ſtot / die iſt vntzim lich. Ja es iſt ſůnd den ſpil leutẽ et wae geben. Das diit iagen ſſt iagẽ ym ſand / da etwan die mẽ ſchen mũſten mit dẽ tieren fech⸗ ten mit derẽ lewẽ / vnd mit andere vngezemten thierẽ dz iſt auch ver⸗ dottẽ / die iſt von dog genaden nit me in bꝛuch / dã das noch katzẽ rit ter ſeint / da mã etwã mit dem nar re werck vmbgat. Das vierd iagẽ iſt die / die mit groſſer arbeit vñ mit geſch:ei zůũgat mit hünden vnd ſeilen in deu welden ſich ho⸗ ſtienſem. ( Zů dem fünfften ſo iſt ein rũwig kurtzwylig iagen / das da geſchiche on hünd / damitt gond vmb geiſtlich / vñ auch welt lich zůmengerlei zeitt vnnd endes Die. LN XII. Schar ſeint aber nit all narren die iagen / darũb ſo nym fünff ſchellen / dabei du clerlich er kennen ſolſt. Von der erſten ſchellen Von der anderen ſchellen. m Die andere Ich ti / iſt iagen mit ander leutẽ A ſchadẽ. Es ſeint ieger die er⸗ deren leuten ire ſomen rebẽ acker zertretten zerbꝛechen die zim / ire hũd erwirgen hüener genß ſchaff / vnd andere thier. Die ſeint ſchuldig widerkerung ze⸗ thůn / nach ſchetzung erderer leut / oder ſie ſündẽ toͤdlich. Es wer dan das der ſchad fd clein wer / das yn die erber leut nit acht ten. Item die da iagen in frembden weldẽ da ſie kein recht haben zeiagen / vñ beſchir men ſie nit die recht / die da ſagen die wil⸗ de thier ſejent niemantz / dan des der ſy er iaget / wan die recht da ſie gemacht warẽt da war die weltt wüſtinẽ verloßne oꝛt / da rumb da mocht da tagẽ wer da wolt / als es noch an etlichen oꝛten iſt. Aber noch dem ſeint die ſelben oꝛt geeignet woꝛdenn etliche herrẽ / vñ beſeſſen verbant vñ ver⸗ botten vñ band wartẽ geſetzt / der beum ze Büre vñ der thier wer da iagette / da möcht man ſpꝛechen das es ein diebſtal wer / deſ gleichen wan voͤgel gewõlich an ein ost flie gen / als tuben vnd ymmen oð wilde thier man ſpeiſſere an eim oꝛt / es wer auch eln diebſtal wer die da vff fieng / oder iagette auch die hůter bãdwart die da hetten ge⸗ ſchwoꝛen die zůhütten / wan ſie es hinweg geben oð nit beſchirmten / die weren mein eidig vnd die darzů hulffen / rieten oð bes gerten zůhelffen / die vꝛſach des meineids die daruon eſſen / die hetten ein teil an dẽ dledſtal. Diſe ding ſeint hert für die pu⸗ ren / aber gunſtlich für die tyrãnẽ / die ſem liche ding inen zůeignen. Ve; der dꝛitten ſchellen. rechi lich in irem iagẽ / wer da A bindert ein puren das er fein arbeit nit verbꝛinge vnrechtlich / es ſei vi⸗ ſchen voglen oder iagẽ / der iſt ſchuldig wi derkerũg im zethůn / oder in ſchediget vn⸗ rechtlich / wan einer gewalt von eim für⸗ ſten hatt / oder von dem gemeinen volck / das er allein an eim oꝛt ſol iagen / viſchen oder voglen vñ hat das ietz ein lange zeit gehebt Legitime / vffrecht vnd redlich / fo mag er anderen verbieten da zeiagen &. vnd das woꝛt Legitime ercleret die voꝛi ge ſchell. 1 Eu dem andern ſpꝛich ich / ein herr der da ſeinem vnderthon ver beut / das er die wilden thier nit fol vß feh nen güteren treiben / die ym ſchaden thũt oder ſie nitt fol toͤdten das er das fein be⸗ ſchirme / die feine ſchuldig genůg zethůn für den ſelden ſchaden / wan von dem na türlichen geſatz iſt es / das einer ſol beſchir men ſein gůt wider die menſchen / die ym vnrecht vnd ſchaden thůnt. gar vil me wi der die wilden vnuernunfftigen thier / be⸗ ſunder / ſo ſie niemantz eigen ſeint / vnnd nach natürlicher vernunfft ſeindt des der fie faßet. Item die wilden thier ſeint in den gütteren der he een / oder yn niemãtz gütern / ſeint fie yn niemantz güttern, ſun dee yn der alment / ſo ſeint fie des der ſy fa het · Darumb verdeuter man fie zefahen / ſeint fie dañ yn des herrẽ güttern / fo fein fie ſchuldig daruon zeſein / das fie armen leuten Bein ſchaden thüent / haben fie aber ſchaden gethon / ſo ſollen fie widerberung thůn nit minder / da hett n ſie es ire zam⸗ men hußthier gethon. Eu dem dritten ſpꝛich ich / das weder gewonheit noꝛo ſatzung vñ menſchliche oꝛdenung mag hinnemmẽ dz geſarz der natur / darumb was ſatzũg ges macht würr wider das natürlich geſatz⸗ dz iſt falſch vñ irrig / noch kei i fürſt noch regenten / die ſemliche falſche geſatz mach en / die da beſch weren das volck vñ ſie an irem nutz hinderen wider das goͤtlich vn naturlich / vnd geſchꝛyben recht mackẽ die ſünden ſchwerlich / ſie bindẽ auch dz volck nit zehalten ir geſatz / das erſt iſt offenbar urch ( Eſayam. x. ve qui condunt) we de nen die da falſche geſatz machẽ / damit ſie die armen vndertrucken c. lyß dẽ pꝛophe. vß deinen dingen allen / weiſtu was du ze antwurt ſoltt geben off die frag von den herren die da toͤdten vnd lem men die mẽ⸗ ſchen vmb der haſſen willen / vnd vm̃ an derer thier willen die ſie fahen / ſagt Aſtẽ⸗ ſis das fre ſünden / wan ſie ein luft haben zerechen oder vmb liebe willen der thier / oder zeiagẽ. Ich glaub auch wa es an eim oꝛt gewon heit iſt oder ein ſtatut / das mã alſo ſtraffen ſol der nit me dan eineſt iagt das ſie nit von todtſünden entſchuldiger ſeient alle / die die ſtatnt halten. Von der vierden ſchellen. Die vier d ſchel — iſt iagẽ wider die würde der 8 5 frre Clericis oð gewei⸗ Achten leuten zimpt es nit ze⸗ Hon iag Narren. 2522 5 CX L VIII iagen vmb ir würrdikeit willen / wan ſie zů eim hohern ampt geoꝛdnet ſeindt / das ſy nit zeuil verſtrickt werden mit vſſerẽ din gen / doch mit vnderſcheid als doctoꝛes da uon reden / etlich ſagen das die die minds ren weihe haben / die werden nit geſtrafft. Ander ſagen ir oberen mögen fie ſtraffen wie ſie woͤllen. Ander ſagẽ pꝛieſter die da zins ond güldt haben von dem tagen / de nen zim es als in Frãckreich / wã fie thůnr es nit vmd luſttz willen. Ander ſagen wan ſie zins daruon haben / ſo ſollen ſie meidẽ das iagen / vnd groß geſchꝛei nit haben. Ander ſagen / wan fie ſelten iagen / ſo thũt ſie nit groſſe ſünd vmo kurtz weil wuilen. Ander ſagen / wann fie es tgisnt vmb der geſundtheit willen nach eim ſiechtagen. Etlich iagen vmb der armůt willen / wañ er ſich mit erneren můß. Etlich ſagen / ia⸗ gen voglen vnd fiſchen mitt dem garn ſei inen zimlich / wan ſie nit ſtetz mit vmbgod aber et wan zů ſelggamine. Es ſagen ander das ein biſchoff oder ertzbiſch off in keinen weg iagen ſollen. r ee 21 Doz dunckt aber mich das geweichte leut ſollen des iages Til ſton / wann das gelſtlich recht ſpꝛicht. ein biſch off/ pꝛieſtet vnd euangelier / denen zimpt es nit zeh ben hund ſperwer / oder der ge⸗ leichen ʒů dem iagen / vnd ſeit vñ ir ſtraff an d m ſelben oꝛt / ſie ſ int zůhoͤheren din⸗ gen geoꝛdnet / vnud fo vil ſie feine yn cine hoͤher n ſtand / fo vil me fie ſich ſollen ab⸗ keren von ſemlichen dingen / vnd got an⸗ hangen / vnnd feiner ſelen heil ſchaffen / ſy moͤgen woll vil vnnd mancherlei andere vbung haben vmd geſundtheit willẽ / vn ſunſt auch mit gott vnnd mit gůtten ver⸗ nünfftigen ſitten vñ geberden froͤlich fein vnd ſich luſtig machen zeeſſen / ſie moͤgen auch wol holtz hauwẽ / vnd gon bilgerfert zů den heilgen / ſeint ſy aber ſchon arm / fo b 82 * Von der fünfften ſchellen. ward geſuno vnd bat den artzet / er wolte I. 1 er nit vff die gaſſen gon ſolt / erließ yn le) ne Diefünfte ſchel dig / da er alſo vff eim bloch faß da kam a em achtet / der Frei kũnig tag vnd derumb fiſchen ag an was gluſt dich dar 8 was ſant Sebaſtians tag. an / am moꝛgen frü vffſton den vogel vftf Ein. | le handt ſetzen / den gantzen tag lockẽ on \ reien lauffen / vnd 7 vm̃ nutzes wil Yon Ich ieß na rren. len / als vmb das fleiſch vnnd vmb der 5 willen vnd vmb die hut. Assen kunt ö | iſt war/er leid aber Fein ieger/er geg it An dem lontag nach Von ſchieß narren. — Je. lxxi ui. narrẽ ſchar Rift ſchiet narren / Sant febaftian iſt 7 erſchoſſen werden. Darumb füglich * wollen wir von den ſchutzen hät ſa⸗ n. Die erkeñ ich yn fünff ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt ſchie ßen bꝛuchen wider criſten menſchen. eſſer vnd verkauffens denẽ da fie wüſ ſen das ſy es mißbꝛuchen / vnd ſagen die lerer ge meinlich / dz die ſemlichẽ hand wercks lüt / die fen liche ding machen die gewonlich zůtodtſünd ges bꝛucht werden / ſeint yn eim boͤſen ſtot gegen gott gleich als die / die gifft machen würffel vnd cartẽ Su N erſtẽ feine Nec inben ker die armbꝛuſt boltz vñ pfeil mach eſi/ on Hon ſchieß Narren. CcxLVm f vnd matery damit ſich die vnge⸗ ſchaffnen weiber malẽ / wã ſy aber die ding vmb einer andꝛen gůtẽ vꝛ ſach vnd gůten ends willen mache fo wer anders darzũ zeredẽ ex An thonino /alſo mitt armoꝛuſtẽ auch alfo dauõ wir ietz rede / wiſe ſchel ha be nit allein die / die armbꝛuſt mas chen vnd vüchſen / auch die die fie bꝛuchen wider ander criſten zů dẽ minſtẽ in eim vnrechten krieg / dz geiſtlich recht verbeutet es zebꝛuchẽ criſten wider criſten. De ſagitta⸗ riis. Item ſchieſſen iſt ein toͤdliche heß liche erſchꝛockẽliche kunſt vm ſoꝛglicheit willen der leib / vnd der ſeelen halb / vnd wañ man im feld einander ſch lecht ſpꝛicht Johãnes andꝛee / ſo ſolt ma kein geſchutz bꝛu chen / wan es vil vnnd dick kumpe das ein ſchnoͤder verachtter men ſch einen vmbꝛingt der koſtlich vñ ein thürer ha iſt für den groß gůt zegeoen wer. ſpꝛicht petrarcha / der der die armdꝛuſt funden hat iſt ge fein ein foꝛchtſammer oder ein der retter. Er hatt feine find gefoꝛcht vnd hat in von vernüß wellen an con / 5 de woͤllen. Ein ſtarcrẽr Friegsmã de a gert an zegon feine man. ſein feind man an man / der ſchieſſer der wil es nit & alſo ſeiut narrẽ geſein die ſanctuz Seoaſtianum / erſchoſſen haben der ein criſten iſt geſein / Al ſo auch die ieger / die ſant Gilgen egidium ſchuſſen für ein hirtzen. Voi der anderen ſchellen. Die andere cchel iſt ſchieſſen vm̃ gewins willen / oder l vß einer an der boͤſen b ü Die. Lxxm. Schar meinung willen. Es ſpꝛicht die Angelica wañ ein menſchliche kurtz weil / die da ge⸗ ſchehen ſol zůfroͤlich machen die menſchẽ oder manlicheit oder zů ũben / wann man ſemliche ding fürnemlich vm̃ gewinß wil len bꝛucht / ſo iſt es vntzimlich / vnd finde ieglich / wann fie ſollen die ſchimpff vnnd -fpil fürnemlich thůn vmb burtz weil willẽ vnd ir hirn / vnd krafft des leibs zebꝛuchẽ vnd ſchickt ein menſchen leichtlich zůtodt ſünden / vnd was man alſo gewint dz foll man armen leuten geben / vnd ſpꝛicht wer vmb gelt vß gytigkeit / die ein todtſũnd iſt zlichet im ſchoch ð thůt ein todtſünd / alſo ſeint narren die/ die da ſchieſſen vß geitig keit / wan fie ſünden auch. Darumb ſeint fie narren / wan fie feltten über kummẽ dz fie begeren / ia groͤſſeren ſchaden etwan lei den / ſie faren vnnd ziehen ettwan dꝛeiſig oder viertzig meilen wegs vff die ſtieſſen vnnd woͤllen nutz vnnd eer erholen / vnd kummen mit groſſem ru wen widerumb / beingen ſchad vnd ſchand daruon vnd ha ben ir zelt verloꝛẽ vnd ir kunſt / lyß Bꝛãß narrenſchiff. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛitte ſchel Eiſt ſchieſſen vm̃kurtzweil wil len vnnd zimlich das geſchi⸗ cr in dꝛei veg / zů dem erſtẽ mb der perſonen willen. Es ſei ein men⸗ ſch in welchen ſtadt vff erdierich / ſo mag er ſchimpf vnd kurtzweil bꝛuchen zů einer recreatz vnd erfriſchung feine gemũtz / dz er moꝛn aber moͤg contẽplieren / vnd ſtrẽg fein yn feinem gotzdienſt / als wir leſen võ ſant Johannes euangeliſta / vñ don ſant Anthonio / die einen hieſſen fein bogẽ ſpã nen me dã er ſolt / er wolt es aber nit thun das er nit bꝛeche / vnd zerknelte. Alſo men ſchliche bloͤdigkeit bedarff auch / das man fie nit ũoertreib / aber nit allen menſchẽ iſt alle ſpil vnnd kurtzweil erlaubt. Es ſeint etlich ſchimpff für die kind / als Cato ſeit Troco lude / ſchlahẽ durch IE ring. Etlich für tung geſellen / als ballen ſchlahen/lauf fen / die ſtãg ſtoſſen / ſtein ſtoſſen / werffen Vnd der gleichen ettlich für die man / als im ſchach ziehen / das iſt dẽ pꝛieſtern auch nit verbotten / aber vos den leyen ſollen ſy in nit ziehen / wañ ſie geergeret wurden. Andere für die weltlichen herren / als ſpꝛe cher vnd gauckler vnd hiſtriones / etlich für geiſtliche pꝛelaten / als hůnd vñ affen Sc. Es wer aber beſſer fie hetten ir kurtz⸗ well yn den bücheren / als geſchꝛyben ſtote (i. Machadeoꝛum. vii.) ſie Babe kurtz weil in den heiligen bifcheren / nitt ſpꝛicht er yn den Poeten / vnd anderen vnreinen geſch rifften. Alſo iſt offenbar / das nit alle kurtz weil iederman zimpt. Darumb wer mitt kurtzweil vmbgiẽg / die im nit zimpte der ſündet. Nun wie wol man mag ſchieſſim vm̃ kurtz weil willẽ zů einer recreatz / ſo ſol⸗ len es doch geweicht perſonen nit thůn / ir ſtandt iſt zehoch / doch mit den kind arm bꝛuſtẽ mochiẽ fie wol ſchieſſen / doch heim lich / ſo kein ley darbei wer / das er nit moͤ⸗ cht geerger /t werden. U dem anderen ſo würt ſchieſſen vnrecht vmb der weiß willen / wan yn allen xurtz weillen ſol man maß ha ben /man ſpꝛicht zů wenig vnd zeuil verhs meals il, alſo im ſchieſſen auch ma fol es nit den gantzen tag treiden / darumb ir ren wir faſt / was ernbaftig iſt / als ſingen leſen pꝛedigen / das richten wir kurtz vnd ſchnel vß / aber ſchieſſenzůkurtz wil dient / da gond wir den gantzen tag mitt vmb⸗ man ſolt ſemliche ſchimpff vnd ſpil bꝛucht — ß. | | | Von ſchieß Narren. wie ſaltz / man würffet wenig ſaltz an ein müß / man macht kein müß von eitelickẽ ſaltz / alſo mit der feißte auch alſo. Etlich wenen vnſer leben ſei gemacht kurtzweil zůtreiben. Zů dem diitten fo iſt ſchieſſen vnrecht vmb der zeit willen vff gebãnen feiertag ſolt man nit ſchieſſen / wanu off ſemliche tag fo iſt alle knechtliche werck verbotten vie kan den ſchieſſen erlaupt ſein es wört einer als můd als het er Bol; gehowẽ / do ch ſo glaub ich wen ein ley nit den gantzen tag darin vezert / vund got nüt abbꝛicht / e vñd yn fein kurtzweil nit hindern an ſeiner en o ſundet ex nit! Aber geweichtẽ perſcuen zumer es ſich nimer wie geſagt Alo feine die lerer widerei ander / einer mit dem vmbſtant iſt es ſünd / der ander mit dem anðn iſt es find . Aber das beſt wer dz ein menſch des dings vber all ſtil uß ein gůt gebet gegen mel off mit ſůfftzen ʒů got vn en heiligen / vnd in ſun derheit fo bit auch got für die ſeelen / da weren vil zil vnnd moͤ⸗ chteſt du wol vil zeit da verzeren. Alſo habend geſchoſſen die lieben heiligen vet⸗ ter in Egipto / die Betten kurtze gebet die Bieffen oꝛatioues ſaculatoꝛie / ſchieſſende gebet / das ſeint die fier pfeil die da anzün den vnnd verwunden das hertz gottes / vnnd verbꝛennen den teuffel / der ſagt z Bi 8 Anthonio mich entzünden deine ges t &. Item biſt du ein Pꝛelat / fo ſchůß den pfeil der ſtraffung in deine vnderthonen das heiſſent ( ſagittg atute) an dem ſon⸗ tag das ſie liederlichen feine inn goͤtlichen CLVI dienſten. Item ſchüß den pfeil der pꝛedig in deĩ hußgeſind / vnd ler ſie die zehen gebot dẽ glauben von der helliſchen pein vnd von der hymmeliſchen freud. Item den pfeil des rũwen vber deine ſünd die du die gantz wochen gethon haſt in dein hertz. 35 dem letſten fo betracht den [Bits en den tod/ den man malet mit dem do⸗ gen vnd cher als ein ſchũtzen / wan du weft nit wen er ein pfeil in dich wer ſich bꝛuchet in dem ſchieſſen ð moͤ cht den zweck treffen an dem ʒill / vnd on ful - / r keit vnd verdꝛieſſen / moͤcht er wol dẽ Geis / ligen tag verz eren cheſt du hett ich die pfeil ſomo cht ſch wol b etten/ ruwen / ſtraffen/pꝛedigen &. Ich hab die pfeil nit haſt du ſte nit ſo treb fie ler y ſie treben / dz hand werck darffeſt du wol an dem ford tag thůn / du findeſt groſſe herren die dz handwerck künnen / treben vnd yedermã darff das treben an dem felertag / er ſy gei ſtlich o der weltlich / das iſt betten / ſtraff⸗ en / pꝛedigen treiben. An. dem Sontag lo man das Alleluia hin leit. b iii Die. C. Im. Schar Von gotz pfeil narren. D ie fierd ſcheliſt ſi⸗ s ch von goͤtlichen pfeilen keren / gott (FE a der herr iſt ein ſchũtz / er feBtiffer in vno pfeil der betrübtniß⸗ hunger / peſtilentzen krieg / kranckheiten / armůt / ſchmach das feir gotz pfeil. Es ſeit ein pꝛophet / es iſt kein ſtraff die got fit ſende / der bogẽ gotz ſeint die ty⸗ rannen / vnd boͤſe menſchẽ wilde thier / die elemẽ⸗ ten vnd dis himmels einfluß / vnd der geleichen durch die ding der pfeil / der wiðwertigkeit ſendt vff erdterich yn gůte vnd boͤſe menſchen / wan wi derwertigkeit leide gůtz vnd boͤß / ſo biſtu ein gůt menſck / ſo rürt er dir dein geſchwer den eiſſen / er thůt in dir vff das der eitter heruß flleß / darum̃ ſo biß nit leidig / danck ym darumb vnd zweiffel nit darumb / dan das ſie von gott ſeiẽt / die pfeil ſie kummen ioch durch welchen bogen der creatu ren fie woͤllen / ſo ſpꝛich mit iob got gab / got nam wie wol das fuer / vñ der wind die feindt / der tüffel die ding angenũ⸗ men hetten / vnd yn vol eiſſen vñ blatteren gefult lyß Jod. vi. Gotz pfeil feine yn mich geſchoſſen / aber leider boͤſe menſchen die wollen de nen gottes pfeilẽ entweichẽ / ſy emp fahen ſie nit von gotzhand mit ge dult / ſie müſſen ſie aber etwan lei⸗ den / vnd ſie ietz yn inen empfinde ſo murmlen ſie darwider vnd beiſ ſen darin / als ein hũd yn ein ſtein wan ee gewoꝛffen wirt / vñ beſſern ſich nit von der goͤttlichẽ ſtraff vñ fie wollen oder woͤllen nit / fo müf ſen ſie es leiden / vnd würt dz woꝛt Deuterono. vxvii. Sagittas me as.) Mein pfeil wil ich yn inen er⸗ füllen / vnd nit allein hie auch doͤꝛt durch die ewige ſtraff ſeines grim ſten veteile / dem ſelben bogen moͤ gen fie nit entrinnt / wicwol fie hie haben vnderſtanden zůemlauffen dem bogen zeitlicher widerwertige keit. Aber gar anders iſt es mit dẽ gůtten menſchen denen hat got ge ben ( Fugiant a facie arcus) das ſy entrinnẽ dem bogẽ ewiges flůchs durch leiden diſer zeitlichen wider wertigkeit. Es iſt darnach dein oberer auch ein ſchüßt yn dich den pfeil der ſtraff. Item der boge iſt der gewalt des richters der bogen iſt von hertem holtz es iſt aber ge⸗ bogen / wiewol ſtraff der gerechtig keit hert iſt / fie fol aber gebogge ſein mit barmhertzikeit / die ſenw iſt vo weichem faden / ſie iſt aber geſtraß cke recht / die pfeil ſeint mencherlei ſtraff gelt ſtraff turnnen ynſellent ſchicken mit rüten vßſchlahen tod ten vnd ſchuß yn dein acker / ſtraff dein vnderthon nit ein freinden. Ein armbꝛuſt ſchüſſet gleich übel Von pfeil Narren. wan es trifft / es ſy ein vogel oder ein ochß ein flieg oder ein roß ein nackenden / vnd einer harneſch an hat / aber wer mit dẽ bo gen ſchüſſet der mag vil oð wenig ein tref fen nach dem vnd er den bogen ſtarck ʒů⸗ cht / alſo ein pꝛelat ſol nitt fein vnderthon gleich ſtraffen die hoffertigen / die da thũt das ſie woͤllen / wie die demütigen gehoꝛ ſammen. Er ſol nitt alwegẽ pfeil ſchieſſen der flraff. Etwan den bogẽ oder das arm bꝛuſt eim bieten oder ein růr zeigen / als ſo man ſchirmet. Es můß ein ſcherfere ſtraf ſein wider die verſtopten / vn mit verſpꝛa chen gewafften dan wider den ſenfftmüti gen. (Parcere ſubiectis et debellare ſuper⸗ bos) ſeit Virgilius Job. vli.ſtot vs ink, We} Sy * r ſehen dz er ſchieſſen wil / vnd der pꝛelat fol clarlich ſehẽ durch fein beſcheideuheit ſich wol betrachtẽ / vñ dz linck aug zůthůn vn ſol nit ſeine freund anſehen / noch bit noch gunſt / noch neid haß oder gaben / vnd mit dem rechten aug des geiſts erkennen vnd erfaren was übels geſchehen iſt / vnd das er ſchieß was zeſchieſſen ſei / vnd ſtraff wz zeſtraffen ſy. Lit das er thů / wie Lamech da er blind was vnnd ſchieſſen wolt / da ward er irr gefürt von einem kind / vnnd da er meint ein sBier ſchieſſen / da erſchuß er Cain an eins gewildes ſtat. Alſo werde vnſere pꝛelaten die werden ettwan geweiſ ſet võ eim kind / das iſt ir ſinlicheit / beſun der wann ſie nit clarlich ſehen durch ir be⸗ ſcheidenheit / wann die die gewalt haben . D CLVII zeſchieſſen oder zeſtraffen / die letzen ettwã ein menſchen für ein thier / den gerechtten für den vngerechten (iii. Regum. vxii.) Er ſchußt ongeferd in das volck / vñ dꝛaf eben den kũnig von iſrael. Diſe pfeil der ſtraffung / woͤllen vil der vnderthon fliehen / vnnd wenig empfahen ſie / als ſte ſolteu alſo iſt mangel an beiden oꝛten / wã ſie ſolten vnſtraffbar ſein / wan es aber al ſo ſolte ſein / wer wolt den erſten ſtein ynn die ebꝛecherin werffen / wer iſt on ſünd. fo tſt ein pꝛedicant auch einn ſchůtz ð hat pfeil nit der ſtraf eingei igen / ſo freuwt ich der gũder/ſtraf fet man den güder / ſo frewet ſich der geit tig vnnd feine wenig / lleoergott die die di ſe heilſammen pfeil empfahen woͤllen ver hin / dan es iſt gůt für ſchieſſen / wann es ſeint etlich die ſich mit fleiß vo pꝛedig ho ren keren / ſie foͤꝛchtten das ſie geſchoſſen werden mitt eim pfeil / das ſie etwas leren das fie vor nit gewißt habeu vnd gewiß⸗ ne / darumb müſſen ſie meiuũg haben fie ſeient entſchuldigent / wann ſie es nit wü fen / vnnd wi Lut ui Hl 67 mag €. Der heilig herr ſſigen in ge to. Ecce wir verlaſ⸗ fen alle ding vnnd volgent mit ach vo dem woꝛt / ward er der heiligſt Heremita b ü Die. xXxxIII. Schar. woꝛden / vnd haben ſich bekert an de pꝛedl vnd lůgin / das fie die leut zelachen mache gen. Alſo was fanıt Augaſtin der ward de ſanctũs Paulus ſert feine iũger wie er ſch tert an fit Apnbꝛoſit pied 8 ſol ieſſen ſolt (i. Thimoth. v. peccãteʒ) die da Argue ee en Il dem abent puri⸗ vnd abgeſcheidnẽ geiſter an vil oꝛten ficationis ym crützgãg gebꝛedi⸗ 8 i and da get / at der hoch gelert doctoꝛ dalumb gaben fie yen der paedig der Johannes Geiler von fie yn erützgetten / alſo thet Johannes ba’ Reſſerſperg ptiſta / Gemina vituperarum/ vnd dero x ̃ ſchauß er in fein angeſicht / da er ſpꝛach i A nit deines bea ders [tauwen Von der fünfften ſchellen. le weſl er lebt. DSarumd ward er e u L krthänptctalſo gar Jeg gufoft RR ie fünfte ſchel 5 gerhons Jer Big fe E tic vnd empfahe des rüf Bas man vorirem bild / da Kr ifespfals dex szuffel t AT 3 ſtůnd fpilen müft/fingen vñ pfeiffen / dar PN re p Ptũg / als umb er auch vertryben ward in exiliũ / des ſauctus Paulus ſchꝛeibt (Adelphios. v. c. tag hüt iſt. o wie dick vnd vil werden die menſchẽ en ſich vnd bitten das mã es ine nit für übel ſo du fließen ſolteſt / aber du geſtoſt wie ei vffnemme / vnd ſeint ſchmeichler vñ ſched buſſant / ð neriſch fogel geſtott dꝛei ſchütz. lich lüt / dz ſeint pꝛediger für vnß / ſy ſchie Aber die pꝛedigen flüheſt du / vñ die pfeil fen růben ſchnitz oder eſchen / als die burẽ die du entpfahen ſoltteſt / Vund hie fo Hon pfeil Narren. ſolteſtu fliehen / ſo bleibſtu ſton Yet ſchůtz das iſt des rat luſt vnd verwilgung. Du biſt gleich einem hirtzen bleibt ſton / biß er erſchoſſen würt. Ein hirtz iſt gar ein ein⸗ feltigs thier was es nüwes ſicht da ſtot er vnd ſicht es an / darumb wan man ſie fa⸗ gen wil / ſo ſeint zwen ieger. Der ein iſt of fentlich / der ander heimlich / dem offentli⸗ chen ſicht er zů was er mach / vnd wie die hund bellen / die weil fo erſchůßt yn der an der ieger. Alſo ſeint vil ieger die vns woͤl len verderbẽ / der ein iſt offen ich mit vil hunden / das iſt die welt mit allen iren lü⸗ ſten / vnd der ein iſt heimlich mit dẽ arm⸗ bꝛuſt vnd pfeilẽ / der boͤß geiſt mit on end der anfechrungen / wan wir nun vnuß er⸗ luſtigen in diſen weltlichen dingen des off nen iegers vnd feiner hund / fo werde wir verwunt mit den anfechtungen des ver⸗ ers / wan wir vnß nit fürſehen | | | | a 7 stem Lu / da ſie ſtůnd warten vnd d i le woꝛt mic im ttb kan e nicationem / In anderen laſteren magſtu wol fechten vñ ſtreitten. Aber nis in vnků fſcheit / wan die würt allein yn fliehen über wunden / der weiß ſpꝛich ſo gang nit mũſſig thůn all wegen ett was gutz / fo entrinſtu dem pfeil vnd ſagt müſſig giene gr Itẽ ſtand nit vffrecht durch hoffart neig CVII dich durch demůt / wan dernũt iſt ein artz nei wider alle ſünd / ales ſant Antonius r M er die welt voller ſtrick ſach / aber demůt iſt yn ſunderheit 5 t wider vnken ſcheit / hoffart geſtrafft wäre durch vnn⸗ keuſcheit als alev. de ales ſeit. Item eerſchickt dir die pfeil der nach red / vñ er abſchneidung durch die münd boͤſer menſchen / wan die zung des nach reder ſchůſſet heimlich vnd vs weitnüß pfeil y abweſſen des den er übel redet / das pfeil eyſen iſt gefoꝛmiert / als ein zung der ſchlã gen / vnd die zũg des nach reders iſt gleich der ſchlangen zungen / die güffer gifft v vnd verwundet biß yn das Her. Itẽ der nach reder verwundẽt ſich ſetdẽt / ven hoo rex Jen zuloſſex vnd den von den er rede pfeil der wun te redt frid miE dem ne⸗ chſten. Aber hermiſſch gibt ſiẽ ym̃ den ſtich wa du die pfeil ſiheſt fliegẽ / da man den leuten übel redt / da bleib nit ſton gib dei⸗ nen oꝛen nit dar / wann der der noch reden geicder e ale Ver wind Aquilo vers den rege /alſo ein trurig angeſicht dẽ nach reder / darumb mit eim zeichen widerſtãd dem pfell ſchlahen hinderſich yn den der in ſchůſſet / neig dich durch demůt / du der den pfeil ſchůſſet gedenck / dz du boͤſer bi 3 dem du nach red tfpeich 0 haupt der pfeil der nach red vnnd ſcha⸗ det dir nüt. Mie nachfolget von denen die / die ſpoͤt pfeller ſchieſſen. — { vd es Hört,feindegleich yn der ſünd fpriy \ : BernBardus: Es ſpꝛicht der weiß zů G leicherwelß/als der wind Zauilo verzert \ Die. LNXM. Schar ces wider die meichen die da E feine eines gñten willen / das ſchaffet der tüffel das er die mẽſchen hin⸗ dere an gůtem vnd an dem gotzdiẽ ſt / vñ beſunder wider die anfahenden menſchen ſchuſſet er die pfell des geſpoͤtz von denen etlich thůnt / wie die kind die nit vß dẽ hüſ ſeren der laſter gon thoͤꝛen/ynn die hüſſer er tugent / ſie feinr gleich den kinden / die mb belles willen der cleinen hündle / die och niemantz beiſſen moͤgẽ / nitt 9 ſchoſſen woꝛden. Es wer ein nerrſcher rit tet der darum vff doꝛt eim̃ künig zedie⸗ nen / darumb das etliche mẽſchen ſein ſpot teten / vñ falſche vnniltze ding redtẽ / dar⸗ umb fo laſſen vnß nit alſo narrẽ ſein / das wir vmb red willen woltten vffhoͤꝛen gott N 7 7 2 fo N af geg f DOLe8 laſſen vn nit achten / ſunder verſchmehẽ nnd laſſen vnnß annemmen widerwer⸗ tigkeit gotz ſtraff vnd der pꝛelaten / vnd er man ungen der pꝛedicanten X, laſſen vnß got bittẽ / das er vnß verleihe nach diſem leoen das ewig leben. ſchen die vil geiſtlicher gen der kein zil hatt war er ſchleſſen woͤll An dem ſontag vo: der herren faßnacht / hat gepꝛedt get der hochgelert vñ gotzfoͤꝛch | tig doctor Johãnes Geiler von Reiſerſperg. Von der ſec hren ſchelen. Die ſechßt ſchel . iſt nitt warnemmen des ils liebẽ / ma fine vil erberer mẽ ůtter werck thũt. e tung der heiligẽ geſcheifft⸗ fe all võ al⸗ lem̃ ĩtem que vnd der geleichen vnd wüſ⸗ ſent aber nit das recht end / warumb ſie es möchten meren vnd minderen das es re⸗ cht zůgieng / ſie meinen die felbigen ding ſeient volkũmẽheit / das fie doch nit ſeint / fie feine aber ein werckzůg / vñ ein inſtru⸗ ment zů der volkũmenheit / vñ zů dẽ rech⸗ ten end / wã durch fie kũpt man zů dẽ rech ten zil der volkummenheit des ʒils nẽmen fie nit war / darũb fo kũmen fie nit zů der volkummenheit durch ire werck / denẽ gat es zům erſten als eim der über feld gat vñ hat doch kein oꝛt fürſich genũmen war er woͤl der hat groſſe arbeit vnd irret leicht⸗ lich / vnd hat Feine nutz / alſo in deinẽ geiſt lichen übungen betrachteſtu nit warumb du ſie thůſt vnd haſt groſſe arbeit zů dem zilzegon / vnd biſt al wegen geleit weit vñ ver daruon / du biſt auch gleich eim ſchu⸗ vnd ſchüſſet yn den luffthinein / vnd kan nit wüſſen ob er wol / oder übel geſchoſſen hab / als wan er ym ſelbs ein zeichẽ geſetzt oder fürgenũmẽ hette. Ja ſpꝛichſtu ws iſt aber das zil zů dem ich ſchieſſen fol vnnd mein gůtte werck ondenen ſol. Ich gib dir ein kurtze antwurt / das es iſt goͤttliche Hon pfeil Narren. liede / oder reinĩgkeit des hertzẽ zůneherũg zů dem erſten ſtand des mẽſchen. Ein re⸗ foꝛmierung / ein nüwerung der ſelen kraft ein pflantzung der tuget / ein gewoꝛe geiſt liche zůkerung zůgot / vnderſton volkũmẽ zewerden vnd kummen zů der vnleidlich⸗ heit / das iſt der zweck oder das recht ẽnd⸗ vnd hat vil nammen / die wil ich dir ercle⸗ ren / das du viſſeſt was es ſei E würt ge nent ð erſt ſtadt dee menſchen / ws ſtadte iſt das Es iſl Jer Adam da er von gott emacht ward / alles en ſolt d Verſtůnd er clarlich on wider red / ia mitt luſt vnd gluſt wolt er es vñ begert es / als er durch ſein vernunfft das er es begeren ſolt / er was auch in dem hoͤchſten frid vñ růw der ſelen die ſinlikeit / die vnderẽ kref ten waren den oberen gehoꝛſam. Es wer yn vnnß auch geſein die von im weren ge boꝛen geſein / wã er nit hette geſündet vñ wer bliben yn der gehoꝛſamk e der goͤtli⸗ chen gebot / aber wie iſt es gangen der mẽz ſch ade hat geſündet / vnnd hat nit vnder got fein wöllen. Sarumb fo hat er verlos xen die vꝛſpꝛingliche gerechtikeit⸗ ci am Sagte de ſelde genad vñ gotz gab iſt ym genummen woꝛden / durch die ſel⸗ bige gab wurden die vnderen macht gehal ten gehoꝛſam der vernunfft. Jetz fo er ges ſüundet hat / ſo ſeint fie der ver nunfft wid ſpennig. Er hatt verloꝛen růw frid freud troſt / vnnd hat gefunden vnrůw trurig⸗ eit / arbeit ſchmertzen / vnnd tegliche ver⸗ wandlung Er was ym liecht feiner vᷣſtẽt niß volkummen erlüchtet / er was rein võ nllet vnreinen begirlicheit. Jetz iſt ym ſein verſtẽtnüß genublet / dunckel vñ boͤß gluſt ſeint im in ſein gebein goſſen. Item der meuſch iſt ym ſelber ein burde worden vnd als ſein leben iſt ein anfechtung / vnd iſt nüt anders omb in dan wañ man Bird vnd katzen zůſammen thet yn vas vnnd můß darzů / die byſſent einander vnd dur CLII echtetten einander. Alſo in eim ſtreitẽt die vnderen crefften der ſeelen wider die obe⸗ ren / iß der menſch widerumb kumpt. Zů dem erſten ſtande / ſo werden fie dañ gehoꝛſam werden, Das iſt das end vnnd as fũrnemmen zit dem ein mei ſol x erſtön zekummen durch fein geiſtliche vnß geben die ſacrament / die annß heili gen ſollen. Seßgleichen die gebott / vnnd ſich ſelber z emem̃ edempel geben / darũb alle vnſere üoung ſollen wir darzů ſchickẽ vnnd oꝛdnen / das der ſtandt widerũd moͤ chte überkummen werden, Nun ſag ich zů dem anderen / ſo würdt das end genant vnnd geheiſſen Charitas werd machung vnnd reinigkeit ſůch ynn den lexeren. Nun z ů dem dritten ſie heiſſet es ein re den willen die warent alſo geoꝛdnet yn ir Sprung / das die verſteninüß was ert leuchtet die me mori gotfoꝛmig / vnnd der wil vol / aber durch die ſünd als wir wol empfinden / ſo iſt die verſtentnüß gantze dunckel vnd finſter vnd die gedechtnüß vollen narren werck vnnd fantaſei vund der wil iſt voller böfen luſt vnd gluſt dar zů ſollen wir fechten / das vnſer verſtent⸗ Die. LX xX UI. Schar niß krleuchtet werd / vñ das geſchi cht durch kunſt die wir erſtudierẽ durch leer vnd fragẽ anderer men ſchen. Alſo die memoꝛi auch / vnd den wil ſol gerefoꝛmiert werden. Es heiſſet ein pflantzung der tu get Ambꝛoſi. ſpꝛicht das tuget nüt iſt dan wol bꝛuchẽ die ding / die võ got natürlich ſeint in gepflantzer. Von der ſibenden ſchellẽ. Die ſibendt cel iſt dẽ arbꝛuſt ein ſchweren pfeil vff legẽ dã es eiſchieſſen mag Es fol eiu ieglicher mẽſch alſo bau chen vnd üben die werck ſeiner ſter cke bloͤdigkeit / gleich foꝛmig ſchwe re pfeil ſeint ſchwere werck / leichte pfeil leichte werck / alle menſchen vermoͤgẽ nit alle gleic werck F ſeint etliche narren die wollen werck thůn / ale die Beiligen vetter yn egyptẽ/ ſemlichen abdꝛuch diſer pfeil / gehoͤꝛt nit off das armbꝛuſt / diſe groſſe ding werdẽ vnß för ge halten me zeuerwunderen der heil gẽ dan nach zefolgẽ / Dauld warf den harneſch vnnd gewer Saulis hin weg vnd ſolt im nüt. Es feine darnach anð die moͤchtẽ wol groͤſ⸗ ſere werck thůn / aber fie ſeĩt fo ful vñ treg / vñ laſſen ſich mitt cleiner übung benũgẽ derẽ pfeil / die ſeint zeuil clein. Es feine darnach erlich wan ſie ein boͤſen ſchutz thůnt / ſo hadẽ fie fo ein fürſpꝛecher / da iſt dz geſein vnd da das . Alſo wan ſy vnrecht thůnt / ſo künnẽ fie es ver⸗ klügen fürſpꝛechen / vnnd iſt kein end daran. Da wer vil zeſagen von denen / die die ſau gewinnen mit ſchieſſen. Laſſen vnß got bittẽ das er vnß vleige das ewig leben. An der pfaffen faßnacht gepꝛediget / vonn dem hoch gelerten vnnd gotzfoͤꝛchtigen doctor Johannes Geiler von keiſerſperg. Wie hernach folger Von faßnacht narren. Bie.lerv.ichar iſt taßnacht narren / die erken ich yn fünff ſchellen. i Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt ſich freuwen in der heiligen zeit / die ge⸗ d| ordner iſt zetruren / vnd zů wei nen. Die heilige kirch / die betracht den fal menſchlichs geſchlechtz yn Adam beſchehen. Darumb laßt man vnd wegen / die freud geſang yn ð kirchen mã meidet oꝛgelẽ mã bꝛucht trurige geſang E. Aber wiðſine haltẽ ſich die narrẽ⸗ die kirch betracht Adams fal / aber diſe tãtzẽ vñ ſpꝛin gen vñ bꝛuchẽ trummẽ vnd pfeiffen / vnd bꝛi IN , 5 5 : Der hirtz vñ d onfinuig weib von geiſtp Hon faßnacht Narren. | herfür das das gantz iar verboꝛgen iſt ge legen Meinſtu nit das die narren geach⸗ tet weren / wan man yn eim Buß betrach⸗ texte ſchaden / oder ſchand oð ellẽd das dẽ huß ua tter zů wer gefallẽ oð eim an dn võ hußgeſind vñ fie ſungen tautzten vñ ſpꝛũ gen / alſo hie / ſie feine glych Letargicis ſitigen menſchen Me zeit zelachen die zeit zeweinen. Ja allzeit vũſers CLII ben ſich off freſſen S. Jetz d ſeint alle ſtu ben fol vñ weret biß Lerare / vñ ſeint wol harren /wañ etlich ietzund ſchulden machẽ die fie noch yn eim halbẽ iar nit bezalẽ moͤ 55 ietzund fo gůden ſie gebe gelt vß das e yn der faſten deſterbaß faſten mögen wan ſie nit gelt haben eſſen ſpeiß zekauf⸗ fen / wañ fie es vor gůdet habet. Der weiß Man wuſt das wol (Pꝛouerbio. xxl.) Qt leöes iſt Ne zelt zewelnen wann wir ſeint diligit epulas in egeſtate erit) gie m iamercal vñ ym ellend / als vnfers lebens zeit iſt nüt da ein vigilg ein abene __ = des groſſen zůkünfftigen feſttz ewiger fer ligkeit / beſunder die zeit die hũt anfaht vñ weret biß Oſteren. Aber diſe narren trei / ben ir gefert biß nach mitfaſten auhiu. Von der anderen ſchellen. Die andere ſch⸗ N el / iſt butzen antlitter 2 das fein vꝛſpꝛung hatt vo de bꝛucht zepfingſtẽ / da ſouil crũtzẽ darkũmẽ heidẽ / als man zůſtraßburg ſtzen / lxß Buld ia da einer ward yn em hir men ſich etlich an / ſie feier Fluid lam krum Das ſeidt ſchedlich narrẽ. bruch geſchicht / ia todtſchleg geſchehen dr der a die gen perkeret/ da müßman beckten wur]! ſamlen/ vom Bacho kumpt das her. Fre m̃exex bextſche. Ice vnder Ten lãmen nẽ⸗ wie vll ee & geſtalt / daxũb ſolt mau es verbietẽ. * merme geſehẽ. Vs der diitten ſchellen. — 5 Lurcare / die ſpeiß on ge⸗ = = küwet ſchlucken / ſchlemmẽ / viaſſen/ ſuffen / freſſen vnd as gãtz iar müſſig ſeint geſein / die ge Von der v ierden ſchellen. Die vier de ſchel Dt SE der buch Yauon geſchwelle / das Heime de kindle werde gon / wã wen man hůͤnig ißt da machet es ein groſſen buch / ſag an du hatt warumb meinſtu das erw ein groſ fer herr zů dir kum in dein huß / er fei dbu len / aber darũb kump die narrẽ / das der herr oder er geheim iſt vnd das dir eln ſchand iſt/ ach fi ſich teſtuf auch hab růw gãg z zu 5 deim leib vñ dei ner ſeelen vñ deim ſeckel /es iſt dem feckel nutz / wan vff den faßnacht tag / ſo gebeſt du fo vil vß n fü 3 woche ren laſteren vñ nit allein dein feel vñ auch anderen menſchen. Gib anderen lliten ein c aber zů du hußmã der ſein weib vi . tem lat alfo dae Eiche sten das men tet ode r nit / er kumpt nit vmb deinet wil ! Die. Lxxv. Schar anð vnd füllen ſich / alſo fahen fie die faſtis an wider die gewößeit aller diener / die im anfang ires dienſt wol dienen / onnd iren dienſt mitt fleiß anfahen / als ſpꝛechen fie fie empfahen eſchen in der kirchen / ſo gebẽ wir einander auch eſchen / ſie gond ein pꝛe ceß / ſo woͤllen wir auch ein pꝛoceſſion gõ / fie faſten fo woͤllẽ wir vol fein. Alſo vᷣſpot ten ſie die gewonheit der heiligen kirchen / ia ſpꝛechen fie wir thůnt es nit darũb das wir der heiligen kirchen ſitten verſpotten wollen. Ich gib es zů / noch fo mag es nitt geſchehen en ſchmacht gottes / wann einer fein eedꝛichet er thůtt es nitt zeſchmach / er thũt es vmb feins luſtes willen nüt deſter minder / ſo veracht er gotzbot vnd ſüindet gůt evempel / das die anðn auch alſo th ⸗ en / ia was fol ich thůn / am aber ſo leg dich zelrlich ſchlaffen gleich nach dẽ Salue / da mit du am moꝛgen off moͤgeſt ſton vñ zů pꝛedig kummen / vnd die eſchen empfahen fo ander an den bettern lygen zefeiſtẽ / dich ſolt leren das hunger tůch / das man vff ſpam ym felben ler zů dem mingen abſti nentz vnd faſten / vnd das hůttig euange lio / das von dem leiden Jeſnu ſeit / ia es iſt “aber heit alſo das kůchle holẽ / nein es iſt ein mißbꝛuch. Von der fünfften ſchellen. Die fünffteſchel Niſt beroͤmẽ / vf die eſcher mit 6 wochen ſo beoͤemen fie einan der vff den anfang der heill⸗ — N gen faften. Sif e armẽ meaſchen weiß ich en biſt / vnnd wis AN erumb zůeſchen würft, Ma AR den felben rag ein ade zoceſſiõ mit — Deen gedeckten Dnnd ruft man Alle en an mit andacht / vnd gibt man gor N 0 2 77 18 * der widerſins ſiheſtt die narren / vñ vers ſpotter criſtenlicher oꝛdenũg nit eſchẽ emp fahen mit ander leutten / ſie lygen noch an iren bedten vnd feine noch vol von dẽ zin⸗ ſtag vnnd wan es achte oder neunne ſchle cht / ſo ſtond fie vff vnnd beroͤmen einan⸗ der vnnd mitt des teuffels baner lauffen ſie von eim huß yn das ander / vnd tupfr fen einander vnnd etwann yn der kirchen fo beroͤmen fie einander / vnd eſſen bei ein ch. Meinſtu das gott die den wol / nein nein. ſt überſehe / Als ein metzger knecht ther / der feinem geſellen vff dẽ tag die eſch gab / da kam ein huffen eſchen ym engegen das er erſtickt / alſo wan den ſpotteren ein ſemli⸗ che blag angieng / fo wurden ſie got erken nen vnnd ſich zů ym keren / als Dauid ſelt Imple facies eoꝛuz ignomina er que R.) 15 angeſicht 17 ſchach dich 8 | t 5 ia bekeit d 8 ʒů der beicht / vnnd ſamlen deine ſůnd zũ ſammen mit eim miß fallen / wann du al? ſo gereiniget biſt / ſo bitt gott das dir deln faſten verdienlich werd / vnnd leicht nüt das alle dein arbeit in tomer vnnd in ſün 1 den verbꝛacht werde / vnd vmb ſuuſt ſeiẽ. Nun laſſen vun got bitten das er vnn verleyhe nach diſem leben das ewig lebẽ⸗ das verleyhe ons Gott der vatter Sun⸗ vnd der heilig Geiſt temen. Hon röm Narren. crnn Andem eſcher mitwo koͤſtlichẽ ymbiß. Ander die laufen chen / yn dem iar Tuſent vierhundert neun vnd neũtzig / hat gepꝛediget der hochgelert vnnd gotzfoͤꝛtig doctoꝛ Johannes Geiler vonn Reiſer⸗ ſperg. Wie hernach volget. TER, LEE EEE Tu 2 SS © X RG en 3 779 Von roͤm Narren. Ze. lxxxvi.narrenſch 1 (jeriftröm narren. Die erken ich ynn ſüͤben ſchellen. 28. — Von der erſten ſchellen. Die erſt ſcheliſt ſich rümen von irem faſtẽ. Es ſeint vil 2 A lerley faſten. Zů dem erſten / ſo faſtẽ etlich ſpoͤttlich vnnd betrüglich / fie wehen fie faſten / ſie thůnt am abent ein collaciõ uenit me.) Im alttuetter bu von einer ſtuben zũ ð anderen / vñ thůnt hie ein trunck doͤꝛt ein trunck vnd eſſen hie ein biſſen vnnd Peer ein biſſen biß ſie gantz fol ſeint / vñ etwan entſchuldigen fie ſich damit fie müſſen ſich ſtarck halten / ſie eſ fen et wan vff ein mal als vil / als fie ſunſt ae Feen ellen e nit faſtetten . Joch fo wenen jy/ ie aſten vnd ſie haben nüt geeſſen. O narr was gnad thůſtu got / wã du ym gebeſt zwen helbling vmb ein pfennig ſemliches thettſiu eim heiden oder eim iuden noch me / es ſeint etlich die dꝛei tag me freſſen vmb ein ellen ds faſten / dz ſy thůnt am abent / ſo ſpꝛechen ſie meꝛn fo müſſen wir faſten / bereit vnß hin nacht am abent erws me dan ſunſt am nechſten tag noch dem faſten ſpꝛechen ſie/geſter haben wir gefa⸗ ſtet / es ſolt me da fein dã ſunſt vñ vf den tag ſo ſie faſtẽ ſo můß auch me da fein / vnd alſo betriegen fie got / für dꝛei helbling geben fie nitt me dan ein g Oſee.xi.cirrũ einer wan ia faſten ſolt ein ſtijck bꝛot als am abent / der von ſeiuem apt übel capitliet ward. „2 feine die die ix beicht verziehẽ vnd ir penitetz biß zů mitfaſtẽ on faſten alſo in todtſůndẽ. Dz feine narren / nit darũo dz ſie faſtẽ wañ ſie thůnt dennocht dẽ gebot ð heilt gen kirchen genůg / aber ſie verdie nẽ nlit võ dem ewige lon ym hym mel / als wã ſy hetrẽ gebeichtet. Es iſt ein groſſe narrheit die arbeit ſe⸗ chßer woch ẽ blierẽ vmd arbeit wil oder ein fallaclon /eil. armer man nem es fuͤr ein len einer ſtũd / ſie woͤllẽ ym anfang c ii al — A et ( 3 0 Die. LN xv. Schar Zů dẽ fünfftẽ / ſo faſtẽ etlich vmb üppiger faſten / als da feine die kranckẽ vnd alt lůt kind / arbeiter vñ tragẽt frawẽ r lyß ſum⸗ mißen ct. vñ beſunder die / die vom falle fallen zn haupt wee / vñ ine ſchwindlet vñ werdẽ zenarren / vñ wenen es ſei ein volkũ mẽheit ſemliche übũg / vnd achte aber nüt der goͤtlichẽ liebe vn reine des hertzẽ. Dz ſeint recht narren lyß von dẽ ſchieſſen / da sonen da iſt es berürt ſchier ym end. Zu dem vierden / ſo faſtẽ etlich falſchlich als die die dem ſeckel / oder dem buch fa⸗ ſten. Es feine die geitigen / die da faſtẽ oz ſie nit gelt vß müſſen geben vñ das fie fa⸗ ſten / ſo woͤllẽ fie it geſind auch darzů bꝛin⸗ gen / das fie falle vñ irem eignẽ mund ab⸗ bꝛechen / das gebẽ ſie des tüffels mund / dz iſt dem ſeckel. Das ſeint vnſelig narren Salomon iſt der ʒüg ¶ Eccleſiaſti. vl. vir audedit deus) Es iſt ein ma dem got hat groß gůt vñ eergnůg / vñ im gebꝛiſt neut von allem das er begert. Er hatt im aber nit das hertz gebẽ vnd dẽ gewalt dz er da⸗ uon gethoͤz eſſen. Ein frẽbder můß eo ver thůn ( Hec es vanitas. ) vñ ein groſſe ar⸗ můrſeligkeit / ſie ſeint gleich eim hund der uff eim hen huffen leit / der ißt des heuws nit vnd laßt es auch andere thier des gere ren nit eſſen / vñ bilt lüber fie, Alſo die wer in ir huß kumpt / ſo murmlen ſie über ſie / ſte wen ſie ſeient darumd da / das fie mitt yn eſſen woͤllen. Item die faſtẽ auch fal⸗ ſchlich die ire buch als irẽ got faſten / ſie faſtẽ das fie darnach mit groſſerẽ luſt freſ ſen moͤgẽ. Es faſtẽ etlich darnach irẽ zoꝛn ir gallen / ſie woͤllen kein wein trinckẽ vnd nüt biß fie ſich gerechen ( Actuũ. xx.) Die inden verhieſſen nũt ʒeeſſen / biß fie Pau⸗ lum zetod Fetten geſchlagen. eren willen / das man ſie lob vnd für geiſt lich halt / vnd heilig das ſeint groß narren aber wan ein oberer / oder ein pꝛelat oð ein anderer auch darumb faſtet / das er ſeinẽ vuderthonẽ oder andern ein gůt evempel wil geben / das fie auch ſemlich thlien / der thiit nit vnrecht. Zilſo hat der herr Jeſus gethon / da er ſeinẽ iungerẽ die fuß wůſch Er ſeit auch im euaugelio / euwerliecht fol llichtẽ dem meuſchẽ c. d anctue Paulue rümt fich In ietuntis mũltis / wan aber einer faſtet allein vᷣmb růmß willen / vnd es nit weit ter oꝛdinet / vnd bleibt vf der eer ſton ð iſt ein narr. Alſo was der phariſeus / der da ſpꝛach ich faſt zweimal yn der wochen. Hoͤꝛ zů H bꝛũder ir groſſe narrheit / wer da faſtet vmd lobs willen der menſchẽ / ð en cht elm feindt dauon er zwen feindt ſpeiſſet. Er enzlücht feinem leib / dauon er ſpeiſſet den tuͤffel / vud die welt das was der gleißner faſten / als euangeliũ hüt ſeit die ir angeſicht mager machten / das man fie ſede faſten / vnd was iſt grimmers da die augen der menſchen ſpeiſſen mit blůtt ond fleiſch. Sie ſeint gleich einer kertzen die leuchtet vnd sünt ander leutẽ vnd ver zert ſich ſelber. Alſo diſe für die gloꝛy der menſchen verliere fie die ewige gloꝛi / ſy ha bent iren lon yn genũmen / ſpꝛicht der herr Item ſie ſeint auch in teglichem leidẽ vnd crũtzgẽ vnd verlieren nitt allein das ewig leben / ſie verdienen auch das ewig erntz⸗ gen / verſtandt von den die / die ſelbig eer vnd lob der mẽſchen ſetzẽ für ir letſt end / Du ſpꝛichſt / was iſt aber dz recht end dar umb ein menſch faſten ſol vß was meinũg Es ſeint ſũbẽ vꝛſach darũd einer ſol faſtẽ. Eu dem erſten vmb vn ðtruckung willẽ der laſter / du empfindeſt dich fleißlich vnd geneigt zů den ſelbẽ laz ſtren / die wiltu nemmen vnnd vndertrn⸗ Vffge 8 ein eimer off gat / ſo gat der ander ab. Als fo mit leib vnd mit ſel /iſt es auch alſo / ein feißter buch machet kein mager gemüt. Ein magerer vogel iſt gefickt zůfliegẽ / vnd dem ſperwer zů entrinnen. Item faſt das du die anderẽ tugent über tummeſt / wan der anfang eine rugentsei+ : 7 an ſacß das man ein erber Teben am̃ fa ſten anfaße/fo troͤſchet man ein ler ſtraw. Srkummen zů anderen tugẽtten / wã mã Hon röm Narren. CLV kochen wil /ſo iſt zů dem erſten not 9; mã ein fůer hab / wan on füer kan man neut ko chen / alſo on faſten kanſtu auch nur gůtz thůn noch ſchaffen. Item faſt das / dir võ got zůlon gebe werd das ewig leben / als ym euangelio ſtot. Et pater tuus / Vnd dein vatter würt dir es widerlegen / das ſeint die rechten end vnd meinungen darũb mã faſtẽ ſol / die ſtond all yn pꝛefacion der meß / Siue coꝛpoꝛali ieiunio vicia ⁊c. g Itẽ faſt vm̃ gnůg zethůn für dein ſünd. Item faſt vmb gehoꝛſame der kirchẽ / die gebůt zefaſten. ra, A. Item faſt das du truweff es gefal got dẽ herren wol / das iſt das recht vnd dz lerſt end (Patri tuo) alfo faſt vnd yn ſundheit hãt ym anfang der faſten / laß dẽ anfang fleißlich ſein / man ſpꝛicht das nliwe beſem wüſchen wol / wann ein knecht ym anfang feines dien ſts zeigt tragkeit fo hat ma nit vil troſts das er aich werde. An dem dunſtag nach dem eſchertag / vff Va lentini/gepꝛediget. Von der anderen ſchellen. Die ander ſchel — EN dar durch man die roͤm nar⸗ N ren kent ſeint / die ſich roͤmẽ don irẽ gebet / du fragſt was ſei betten / vnd welcher better diſe ſchel c ſũ r&: = 2 8 Die. Lx xv. Schar abe vf die erſt frag ſpꝛich ich / das betten iſt nüt anders / dann ſpꝛechen von begirt im hertzẽ oder mit mund /oder mit zel Cor vcrzelch mit fünder (001 erere mei a ä 5 y chen / vñ ſouil du mit gröfferer begird fern liche woꝛt ſpꝛicheſt / ſouil gewarlicher vnd volkummener du haſt gebetten. Item ge bet iſt nüt anders dan zimliche ding von afpı got begeren. u wa ſeint die ho⸗ | hen ſnotilen beſchꝛeibuñig der meifter vnd doctoꝛes des gebetz / die ſolteſtu vnß ſagẽ deſgleichen yn welcher crafft / oder macht Eer ſelen betten wer / ob es wer yn der ver ſtentnuß oder im willen. Ich gib dir aut? wurt / das vil beſchꝛeibungen vnd lobd ge en die heiligẽ lerer / die alex. de alles zůſa men hat geleſen vnd fie vßgeleit / wan ma die dem gemeinen man ſeite / ſo weren ſie im on frucht. Darumb fo hab ich euch ein rechte meinung geſeit / was betten ſei vnd thũn wie ein gůtter ſchůlmeiſter / der feis nen iungeren clarlich vnd verſtentlich / ein ding gibt zůuerſt on mit kurtzen woꝛten / nit mit langen vmbſten den / das fie es be galten een nen ed die off der cantzel erſt woͤllen arguierẽ vud volck verdꝛoſſen iſt / wan man ſol nit lang en haberen doꝛ dem roß wand / als ver wannen vnd dẽ hungerigen roß dar ſchůt ten. Alſo ein wirt iſt dir lieber / der dir ein gebꝛatnen haſſen fürſetzt zeeſſen / dan der wirt der dich erſt off das feld fuͤrte / vund dir ein ha ſſen zeigte den er fahen welte ze⸗ ꝛaten. Alſo hab ich auch gethon / ich hab dir gewannet koꝛn fürgeleit von alle ſpꝛü⸗ wer / da ich dir geſeit hab ws betten ſei / vſi hab nachgefolget dẽ groſſen doctoꝛ Chei ſto Jeſu / der alſo feine iunger leret betten Vatter vnſer der du biſt . Alſe lert ein altuatter die iungen bꝛü der betten / da het er feine hend vff geſtreckt gegen dem him mel / da fiengen sm an die zehen finger ze⸗ bꝛennen wie kertzen. Darũb kurtzlich das got geeret vnnd gebetcen iſt nüt anders / dan alſo zimliche ding von got begeren. Es ſei mit woꝛten / oð mit gedẽcken durch woꝛt die du verſtoſt / oder nitt verſtoſt oð allein durch zeichen vnnd bedeuten. Sich die betler an / die haben nit ein weiß zebet⸗ len / einer heiſchet durch woꝛt die er vᷣſtot / Panem pꝛopter deum / Einanderer betlet durch wort die er nit verſtot. Als wan du die ſübẽ Pſalmen liſſeſt / alſo thůnt ettwãõ die walßhen oder die ſpꝛecher / die ſagen da her ſpꝛüch vnd reimen / die ander gemacht haben / die ſie nit verſtond. Ander detlen das ſie allein iren bꝛeſten zeigen die boͤſen bein. Ander zellẽ da her lob der künig voꝛ inen / vnd ir groſſen geſchicht oder ſie ſchel ten ire feind. Alſo iſt es mit vnß gegẽ gott Alſo haſtu ws betten iſt kurtzlich im grũd Es iſt ſpꝛechẽ got erbarm dich über mich O gott ver · ich mir ſünder / vnd iſt beſſer dan das ich erſt ſpꝛech ( Oꝛatio eſt aſcẽſas mentis in deum) wann ein kind hette ein nuß yn der hand vnd du fragteſt es was iſt ein nuß / ſo thet es gleich die hand off vnnd ſpꝛech / das iſt ein nuß. Da Berte ein philoſophus erſt lange woꝛt bꝛuchet. Tim vff die ander frag / weliche narrẽ Gabe die ſchel. Ich ſpꝛich das ſüben geſchlecht der menſchen eint. 1 Die erſtẽ ſeint die die gloꝛi vnd rům ſůchẽ yn offenlichem gebet vnnd heiſſen das ein offenlich geber / das die peicfter verbꝛin gen vor dem volck / die da ſeint der heiligen kirchen diener / denen fol ſich das volck das zůloßt gleiche inen / fo vil es müglich iſt. Die pꝛieſter die ſol len auch geiſtlich fingen / das der arm ME dauon andechtig werd / die aber den mens ſchen welgefallen wollen mit irem gefang | Von röm Narren: die ſelbigen die haben die ſchel. Die andern ſeindt die die ir eigen ſunder gebet offentlich thünt das fie betten geſehen werden. Das ſeint die von denen das Euangelio feir fie bet ten das ſie geſehen werden / wan aber einer yn der kirchẽ offenlich bettet vmb eins gů ten willen / der hatt nit die ſchell als vmb gebotz willen der kirchẽ oder vmb der ſtat willen oder vmb des ſaeramẽtz willẽ / des heiligen fronl ichnams des herren / dz dein Geber deſter krefftiger ſei. Item vmb anderer menſchen willen hof⸗ fen das es deſter e erhoͤꝛt werd / ſo vil men ſchen mit einander beiten. Item das du wilt anðn gůt exẽpel geben. Item das du niemantz ergeren wilt / das dn nit zekirchen gangeſt / das gůte meinũ gen offentlich zebetten / vnd wan die ding lichen oꝛt / als in deiner kammer betten dã offentlich / als ſanctus Jheronymus ſeit vmb fliehẽ wille hoffart vnd üppiger eer. Item das du beſchwert wereft von ande ren leuten / als Ambꝛoſius ſpꝛicht. Item vmb des glaubens willen / als Ci⸗ pꝛiianas ſeit / vnnd nit allein die thür zebe⸗ ſchlieſſen der kammer / auch den mund vñ das etwas vmb gotzwillen / vnd vmb dei net willen vnd vmb des nech ſten willen / etwan vmb des teuffels willẽ / auch ſo wer voꝛ allen dingen die thür der fünff ſinnen zebeſchlieſſen / ſolt man die ding alle ercle ren / das nem lange zeit fürſich. Die dꝛiten ſeint die die Da ſunder / ſitten vnnd geberd haben ynn Der kirchen / als da einer die arm vßſpan⸗ net oder ſich off das erterich leite / oder an der geberd der eeren perſonen vngewon⸗ lich weren. nit mitlaufen / ſo wer es beſſer an eim hei / fi CV Die vierdẽ ſeint die die ſich mit offnen woꝛtẽ rümen von ville wii andechtigs gebet / wie vil fie alletag betten vnd das ſagen ſie vmb růms willen. Die fünfften ſeindt die wañ mau ſie fraget / ob fie das gebet auch betten oder wie vil fie betten / ſo ſchweigen ſie oder ſpꝛechẽ. Got weißt wol / mein ding iſt ein arın ding. Ich armer ellender men ſch / vnd ſouil er ſich me demütiget vnnd ſich wert der eeren / ſouil me er ir in wendig iſt begeren. lch nit vor fin 1 dultig hüte en worten. Ich ge ſeint ſie doch nit darumb narren / wan ſie die Paternoſter nit tragẽ vmb gebetz wil⸗ len. Ich künte auch eim ſagen warumb fie es trlegen. Aber fie ſolten es nit tragẽ vm̃ eins ſpꝛich woꝛtz willen. Cane a ſacerdotibus qui oꝛaria deferunt in manibuso) Die ſibenden ſeint die die fi rümen die weil fie bettẽ vnd ſagen von irẽ verdienſt. Alſo was der gleißner derzalt da er bettet ſeĩ gůttet, Ich bin nit c iii * Die. LXxxVl. Schar als andere meyſchen rauder . Ich gib ze henden / ich faſt zwei mal in der wochen. O du nerriſcher betler / du haſt die hand vol geltz vñ begereſt almůſen dir zegeben/ 95 iſt nit der weg machẽ das ſich die lůt über dich erbarmen. Du ſpꝛichſt nun hat doch Ezechias fi berümt / da er better als hüt die epiſtel ſeit / gedẽck herr des bit ich dich das ich voꝛ dir gewandlet hab yn der war heit in v erechtem hertzen vnd gewürcket das gůt was. Ich gib antwurt das er die ding nit redt yn růrms weiß / aber das er got wolt lob vnd danck ſagen / wan erkat das die von gotz gnaden kummen waren / vnd damit wolt er noch me gnad gotz er⸗ werben / darumb was er nit von difer ſch⸗ ar ein narr. In dẽ freitag nach Cinerum geprediger, Die dꝛit ſchel iſt I—N lc türen von dem reilichẽ almůſen dz fie gedẽ/ ia vmb . A üppiger eer willen / das man ſie lob / wan du es aber thůſt vmb ems gü ten exempels willen anderer menſchẽ / dz fie das von dir wüſſen vnd deſgleichen ze thůn / auch ermãt werdẽ / ſo iſt es nit boͤß es iſt gůt ſunderlich yn dẽ pꝛelaten / die al⸗ ſo volkummen ſolten ſein / das ſie dauon ſolten bewegt werden zů üppiger eer / aber Von der dꝛitten ſchellen. 5 yn den andren vnfolkummenen menſchẽ in haß uatter ð lot den alten Fnechem eim llecht in den ſtal gen / das er eim kind an cg. das tr von menſchen geſehen woͤllen ſein. von den pꝛelaten. (Sie luceat lux veſtra) vnd von volkummen / aber võ den vnfol kummenen / 15 der Herr (Neſciat fi niſtra tua.) Darumb bꝛůð fo acht der eer nůt / ſo du almůſen gibſt. Es ſolt dir lie ber fein es volgette nahe nachred / vnd ge ſpoͤt du weiſt wol wan der ſomen ym win ter gefrirt / fo bꝛĩgt er ſouil deſter me fru cht / dan fo der winter naß iſt / ſo fulet der ſomen im boden vnnd bꝛingt kein frucht / alſo das allmüfen iſt der ſomen / als fand ctus Paulus ſeit / wã ma dẽ ſomen würffe in die armen leut / als yn die magerẽ acker wã geſpot nach red nahe gat / ſo bꝛingt es doꝛt me frucht vñ nutz / dan ſo ym vil ker vnnd lobs hie noch volgette. Du ſolt nit ein narr ſein / mit der frau wen die eim alt uatter gelt bꝛacht durch got vßzeteilen vñ ſpꝛach er ſolt es zellẽ vnd wolt ſein ein eer haben der alt ſpꝛach Gott der herr dem ir es geben Habe der weißt wol wie vil es iſt. Von der vierden ſchellen. tigkeit nitt then vor dem menſchen . en z dem liecht / das das kind nit het im die warnũg des herrẽ an vnd flü m vertritwette/weh 5 alt kn echt? T g te/alſe hie auch. Sarumb ſpꝛicht der herr üppige eer in allen tagentreichen wercken * fet es nebẽ ym Eu Hon rom Narren. yn faſtẽ bettẽ almůſen gebẽ c. wã fie biin / bens / dã ſo wůrt er fieserreiffen durch die get dem menſchen groſſen ſchadẽ / ſie liber ewige verdampnüß / dan ſo werdẽ ſie er⸗ ſicht niemantz / ſie wil in allen wercken ſte cken / darumb iſt ol man ſich vꝛꝛ ir hüten / ſy leich der ſchlangeñn 7 Ne fancto Paule 5 da er Bolgrafpler/ Ste gert er in das fuer (Acruir) Die ghãd tet ein gůt werk / dem hanckt an die lang üppiger eer vnd biſſetz es ſei in gõ ſton reden yn ſchweigen faſten / vñ yn clei deren E. die würff yn das fuer / wan du ir empfinſt yn die hel oder yn 9: verfuer / ge denck wie fie da geſtrafft wir werde / vz iſt das froͤſchle das in ieglichem eimer vff geſchoͤpffet ward ym wald von dem wald bꝛůder / das iſt die omeiß die das koͤꝛnle / zerbyſſet / das es nit wachſen mag / das iſt der ſchedlich wind / der die groſſe berg yn das moͤꝛ würt / das iſt groſſe geiſtliche per ſonen yn tieffe des moͤꝛs ewiger verdamp nüß / ſie iſt ein ſüſſer wind. Aber der ſoꝛg⸗ licheſt. O wie vil geiſtlicher menſchen ver⸗ derben von dem wind / ſie wenen fie ſchif⸗ fen zů dem heill irer ſelen / fo ſy farẽ zů der verderbnũß. Es gat innen wie eim vetle. Ein wolff! wã er ein ſau erwiſchet fo mag exs nit extragen / ſo nipt er ſchlechtz dahinden mit dem wadel/fo lauf rin / biß ers in wald bꝛin⸗ et / o feiffer ers. Alſo der wolff der tüffel den groſſen ſchweinen / den geiſtlichẽ ſetet frawẽ oder man / die ſelben mag er nit be⸗ triegen mit groſfen ſchweren ſünden. Als iſt ebꝛechen vñ der gleichen / wan fie ſchüch ten darab / ſo getar er ſie nit yn ein oꝛ beiſ⸗ ſen / durch rat groſſer anfechtung / wan fie ſchꝛuwen zůgot yn irem gebet vinb hilff⸗ darumo fo weiet er fie an mitt dem ſuͤſſen wind fippiger eer / vnd macher dz ſie gond Nie weitte ſtraß gůtter werck / fie beichten ſie gond zůfaſten vñ betten / die ding thůn ſie alle vmb lobes willen / wie wol ſie es nit warnẽ mẽ alſo lang biß fie der helſch wolff beingt in den wald / as iſt das end ires le CLVII kennen / das ſie ire gůtte werck nitt haben gethon von dem treiben des windes / der genaden gotz / aber von dem wind ſippi⸗ ger eer / wan die weil man ſie lobt / fo ſeint fie erber vnnd geiſtlich. Aber wan man fie ſchilt / vñ ir ſpottet oder nach redt, ſo iſt ir erberkeit am end / darumb ſich eben für dich bꝛůder. | Von der fünfften ſchellen. deren / das ſte es thüen vnd inẽ gleich wer⸗ den / ſie feine des teuffel diener / ie blaſſen gifft yn ander lůt / ſie ſeint dem teuffel lieb ertzen der iungen auzün bel eim oꝛ vñ © ſchröckenlich vꝛrell gotz vnd die hel / darũb bit got vm̃ barmhernzigkeit für deine ſünd du bedarffſt niemantz zůſünden helffen / dulhaſt mir delnen eigenen fünden genůg zetragen an von enen ran! tur gui In dem zinſtagnach Cinerum gepꝛediget. | on der ſechßten ſchelen. Die ſechßteſchel ift ſich rñmẽ vom adel / mich bedunckt das ð recht adelfei daher kummen / wa et wã yn Die. LxxxVl. Schar einer ſamlung einer was / der für die an deren was gelert / vnd witzlg / tugenthafft vnd gůter red vnd herlicher datten / den hielt man loblicher dan ein anderen. Der hieß nobilis / das heiſſen wir edel fein / vñ ift der adel als wir es heiſſen villerlei. Et lich heiſſen recht edel / die von iren eigenen tugetten / oð von tugenten irer elterẽ ſeint Die anderen heiſſen ſtam edel / die võ den edelen geboꝛẽ ſeint. Die dꝛittẽ heiſſen nam edel / als gůt burger. Item ſtabẽ edel / die zů den edlen vff ir ſtuben gond. Item fra wen edel / ſie haben edle weiber. Item ett⸗ lich heiſſen biß edel / die durch bꝛieff geed⸗ let ſeint. Item gemacht edel / als man ſpꝛi t / es iſt eitel gemacht ding. Jiẽ nüw edel die von eigener tuget allein heiſſen nüwe ſchẽ dt Tulltus er alſo vor ſeinen tu⸗ 8 su diſer zelt iſt es gar einander ding / don allem adel iſt nüt me blyben / dã der nam adel ſeint. Da iſt die nußſchal / on den ker Je meien gut/ ücheit / allein berümen fie ſich des names on das werck / ia ich bin edeel erboꝛen . Ich bin edel erboꝛen / ich bin des nammẽs vnd vnd ſtammens / aber nitt des flammens noch rammens / nit des flammeno ð tus gent noch des remmẽs der werck /rammẽ iſt ein werckzüg der weber rammen / Sie ſeint voller hoffart vnkeuſcheit / gotz leſte rung vnnd lex anderer tugent / das wußt Danid wol / da er ſpꝛack ¶ Pꝛodlit quã ex adipe iniquitas eoꝛum.) Ja ſpꝛichſtu darüb bin alles lobes wilrdig. Aber ich edel / wann ich bin von eim alten edlen geſchlecht geboꝛen. Es iſt war ich bin ebẽ als von eim alten geſchlecht / als du wann von Adam bin ich kummen / aber du ſpꝛi⸗ cheſt ich bin von eim guten geſchlecht / ich laß es ſein. Biſt aber du auch gůrt / biſtu gůt ſo iſt es nit vmb einer frembden gůte aber vmb deiner güre willen biſtu gũt / ia ich bin aber edel / wann ich von den edelen geboren bin. Darumb ſo biſtu edler dann der von 9E du gloꝛierſt / das du dein adel habeſt / vnd der ſelb hatt ſein adel von ym ſelbs / vnd nit von eim vorigen. Sarumb fo hoͤꝛ vff dich rümen vnd gloꝛieren von nammen edel ſein. Aber ſtand nach dem ding / das der Adel vff ym treit / zeig dein erlichtit dein magnificẽs / dein ſenffmüte dein gůtẽ fire vñ geberd / warheit yn worte, weißheit yn wercken. Von der titerſchafft. Je ritterichafft bat iren vꝛſpꝛung von rechten % pollicii / wan die ſelbige muß badben beſchirmer vnd die rt ter feine gleich / als die hend an dẽ leib des gemeinen gůtz / als Ariſtote. daruon redt in polliticis ſpꝛicht Lyra. Chꝛiſtus iſt d haupt / die augen ſeint die pꝛelaten / nnd doctoꝛes. Die ander follen wiſſen / die oꝛẽ ſeint die iunger Chꝛiſti / die naſſen die eld ſter leut / die ſollen ſchmecken die ding dis ym himmel ſeint / die füß ſeindt die puren ond hand wercks leut / wan fie den gantz leib off enthalten. Aber die hend ſeint ge waltigen vnnd mechtlgen leien / die ſollen den gantzen leib beſchirmẽ / darumb ſo iſt das ampt. Sieritter beſchirmen die hei lige kirch / die freulen vnnd böfen vngeho: ſam̃en ſtraffen vñ pꝛieſterſchafft eerẽ / ſcha Hon röm } inẽ gůt notturff Es iſt ein ſch wer ampt hie / aber & grojjen Te groſſe freiheit die man gibt / ſo er den voꝛgeſchꝛybnẽ eid Ixcůt / vnd man ym gibt den gürtel daran Das ſchwert gehefftet iſt. Item er opfferet das ſchwert off den alter / yn dem da ver geiſſet er / vnd gelobt trüwen dienſt gott dem gerren zehalten / der gůrrel iſt ein zei⸗ Narren. CLVII chen arbeit / arbeit verdient er. Er iſt der lon der arbeitt / Aber leider fie tragen den gürtel mit dem ſchwert / ſie haben die eer aber das werck vñ arbeit der ritterſchafft iſt nit da / darumb ſo nemmen fie den lon yn vnuerdient / vnd darumb ſolt man ind die ritterſchafft abnemmen / wan wen ein er ein fryheit mißbꝛucht / ſo beraubt er ſich ir / ß Policræticon / da ſtot vil von vnſe⸗ ren ritteren / die da gloꝛieren. ( n eoꝛum milicia nedicam malicia) vnd haben nũt dann den bloſſen nammen / das ſie ritter heiſſen. Aber vom werck habẽ ſie gar nüt. Von der ſůbenden ſchellen. Nie ſibẽdeſche iſt fig rümen ven dem dos ctoꝛat. Ich find das der do⸗ ctoꝛes ſeindt fünfferley. Es ſeint doctoꝛes . Die erſten vnd die minſtẽ in den füben freien klinſten. Die anderen in der artzenei. Die dꝛitten in keiſerlichen rechten. Die vier den yn geiſtlichen rech ten. Die fünfften yun der heiligen ge⸗ fir, Diſe fuͤuff haben diſe oꝛdenung die obꝛeſtẽ ſeint Theologi. Die anderẽ ca noniſte. Die dꝛitten legiſten / da zweifflet niemã an. Die vlerdẽ artzet. Die fünfte in den ſüben künſten. Die letſten dꝛey die dit kriegen mitt euan vmb die würdikeit aber beſunder die legiſten vnnd die artzet man ſeit von den artzetten das artzenei 9 moegen ö gen wider die artzet / das ſie nitt Bandes wercks leut gefcholten werden / man moͤ⸗ cht ſagen das ein artzt / vnd ein koch glych Die. xxx vi. Schar werẽ / wan ſie beide kochen zů des leibes vf 4. Jie Ang l en der kunſt / ond der tugẽt vnd anderer ding die zů eim doctoꝛ geho rent / ia ſpꝛichſtu was gehoͤꝛt zů eim doctoꝛ 31 ſtück / das erſt iſt kunſt ander zelerẽ as ander eiu gůt geſpꝛech zůreden / das \ Per ſubtilitet vßzelegen / das vierd Übers fluß zeleren / das fünfft gůt ſit vnnd berd das ſechßt ſtercke das er wüß dem gelück vnd vngluck ʒewiderſton / darumd werde wenig doctoꝛes / das ſübent das thůn ich In Intentio bona/ ein guremieinung/ wa ol ym̃ fett dec roꝛat verdlenlich ſein / ſo i im not das er ein rechtte meinung had / dz er den nammen / vnd die würde ſůch / das fein leer deſter krefftiger ſei / vñ augnemer Alls Hra felt Harrell.) Te ſeindt Taenach il falſcher melſiüg vnd end/als erritch ſũchen den namen vß hoffart / an? er werden doctor der freĩheit wil⸗ len / als yn den cloͤſteren / da haben die 904 ctoꝛes . groſſe frey heit vnd gewalt vß vnd yn ze on / ſie haben den ſchlüſſellzů der poꝛ ten. Ander werden doctoꝛes vmb der pꝛe⸗ laturen willen / vund das ſie reich werden vnd anders liberk en. Es ſei x ach ander die allein den nammen / vnnd eint Tunit ler/ſie feine on kunſt/ on ftum keit vnd on fit vnd geber f ren vnd ſeint dẽ gemeine mã / als gauckel o was der en. Lin vo m ynyn ein grünhütle z dem kutzè / da die voͤgel her zůfielẽ / der doctoꝛ ſchꝛey zuch vo Bi garn es feine vil voͤgel da die vo el ſchücht i gler ſprach/ herr ir můſſen ſtil ſchweigen⸗ Vogel fliege aber herzů / da ir ein gůte zal weg / da er in ſtrafft da ſeit der doctoꝛ ver ſtont dan die voͤgel auch latin . Der do ich fahe ſunſt nüt. Er ſaß wider nider / dit was / da ſchꝛei der doctoꝛ yn latin. (Auch permulte ſunt / die vogel flugen aber hin cteꝛ wüßt nit das ie von dem gethoͤn . ten vnd memt 85 verſtũnden teuſch / nit latin c. Die gewaren doctoꝛes ſeint not nach dẽ gemeinẽ gůt / darũb haben ſie vil freiheit ym rechten. Item man ſol ſie heiſſen edel herren / vnd freund des fürfte Item ſie ſeint geſetzt yn eer vnnd würde. Item wan fieswengig iar haben geleſſen yn der ſchůl / ſo ſeint ſie graffen. Item do ctoꝛes gond vor den ritteren / beſunder zñ vnſeren zeitten / wann fie nit gewar ritter ſeint / l⸗ß Roſellam. Item ſie moͤgẽ im wa gen faren wie fürſtẽ. Itẽ thür vñ thoꝛ der fütſten ſollen ynen offen ſton/ ſie follen fie heiſſen Patres der geſchufft. Item fie fol len kein frůr noch gewerff geben / vnd fol len frey fein von allen burdinẽ des gemei⸗ nen man ß. Alſo haſtu die ſchel ir weren noch on end / als darin ſie gloꝛieren die lit . Laſſen vnß gott bitten. An der altten faßnacht gepꝛediget / von dem hochgelerren vnd gotzfoͤꝛchtigen doctoe Johãnes Gei ler von Reiſetſperg / wie hernach volger. Von ſpil narren. N Non ſpil Narren CLIx Von ſpil narren. Dee I apa (Mi N Bl IF DIN = JUN 15 t MN 0 e "all TR | 1 10 ! t N 1 0 1 | Au * \ i lt } 11 N \ ! 5 III \ 10110 Well u 1 1 N IN N Ane 1 rs all: | | 1 e. LAX VII. ngrren RE | ſchar feine ſpiler / raßler von dẽ kur 8 weiligẽ ſpilen mit ſchimpff iſt vor geſagt. Es ſeint zweierlei ſpil / et — f der ku 88 F vert b | vnd ð gleigen/Pife ſpilnarrẽ erken bei. vii. ſchelẽ. ; Von der erſten ſchellen. | Die erſt ſchel iſt ſpi⸗ ten vmb der recreatz willen. Es far get ein gloß das ſemlich ſpil / es ſey wb nmb gelt oder vmb ſunſt / pꝛieſtern vnd clericen ſel todſund. Es ſpꝛi⸗ cht hoſtieñ das es weder den leyen noch den geiſtlichen zim vmb gelt zů ſpilen / vmb der recreatz willen Spalckht Angelica das es zim geiſtlichen vnd weltlichen vmd 8 rẽcreatz willen / vmb ſunſt 08 vm An cleints züfpilen.| Sa nim war Ne doctoꝛes wider einanð ſeint es ſoꝛglich sis ſpilen. Es ſpꝛi ht Gabꝛielis.ĩĩũ. das clerici die ſollen nichr in dem ſchach ziehen wider richardum / wã ſchachzabel macht das gemüit weit vßgeſpꝛeit vnd verzert einer vil zeit darin. Das gehoͤꝛt geiſtlichen lüre ni cht zů die ſich ſollẽ in gottes dienſt bꝛauchen / ſie haben wol ande recre atz dan in den thoꝛechten dingen als wer in dem hoͤchſten vnd 06% erſten gůt kein recreatz . rrer die weiber an edel vnd pꝛie ſter/ die weiber vnder den mannẽ die pꝛieſter vnd pꝛelaten ſpilẽ mit en leyen die inen von alten zeitẽ har feind ſeint / vnd werde von in en geergeret / die edlen ſpilen mit den ſtalknechtẽ vnd freyertzbůbẽ le Jolten leren von Vergrößern Alexander da er ein Enab was da N lebürgers ſun luffen vmb dabe ITpꝛach er sn feinem vatter / weren das ytel künige ſün / ſo hette ich ei luften mit inen zů lauffen. Liß bꝛantz narren ſchiff. Von der andern ſchellen . d A vw / \ Die. LN VII. Schar ſpilt vnd on falſch / vnd het in auch nit a ſpil gezogen / wan warumb er thůt wider cz Un Tü wider liebe des U da wäre verootten das man nit fol bege⸗ ren frembd gůt mit ſchaden des es iſt das hir aber der piler / wan er begeret ſeines nech ſten gůtz vnd wil im nit ſo vil wider’ um. geben / vnd alſo mit ſchaden feines nechſten begert er des ſeinen. Es entſchul diger auch den gewinner nit ein freien wil als da einer einem fo vil ſchanckt als er v 7 \ ein würffel augen hat der feine, xxi. iß virgilium / wiltu fie hoͤꝛen. Die erſt vnſidikeit iſt / abgoͤttery wan den luft den ſie haben in anruren vnd dẽ würffel in der hand laſſen lauffen / ſetzen fie für den luſt gottes / vnd wã einem ein würffel vnder den tiſch felt / biegẽ ſie ſich vff ire bein vnd zünt man darzů das mã fie ſůch vnd finde / man thet dem heiligen Sacrament nit ſo vil zů eren. Item die ander iſt ein harte herſchafft Ein ſpiler macht den würffel / das wüſt hunßbein zů feinem herren / dient im das im das da iſt der ſchnoͤdeſt dienſt / wan er můß thůn was er in Beiffer. Es ſpꝛicht ſe⸗ neca wan ein muß herſchete vber die anð muß / ſo müſt man lachen. Nun iſt das ſpötlich er 9; ein ſpiler ein menſch laßt dẽ würffel das hundßbein vber in herſchen das minder würdig iſt dan die müß. Tee er gibt vß fo es im der würffel gebüt / gebüt im es got er thet es nit. Sant mar tin der gab den halben mantel durch got vnd der ſpiler gibt nit allein den mantel / ia den gantzen mantel vnd den rock dar? zů vnd das hembd auch durch feines her ren willen des würffele / darumb iſt er ri⸗ licher dã ſant Martin was. Etwan lauft er nacket vnd bloß ſeinem herren dem tũ fel nach. Item die dꝛit iſt verlierun zeitz in dem fie ſoꝛg ſolten habẽ / für ir fe f fut ir hauß geſind. Das fierd iſt gote leſterung / o wie vil groſſer flüch thůnt die erloſſen lũt in got vnd in die heiligen. Zů dem fünfften leſteren ſchelten ſelbs er einander / ſeltẽ zergat ein ſpil on ſchma ch woꝛt. Zů dem ſechßten fie verthůnt ir gůr / behalten nichts. Zů dem ſiben⸗ den vngehoꝛſam der kirchen / wan ſie ver büt es. Zñ dem ach ten freſſen vnd ſuf⸗ fen / ſelten ſpilt man on rrincken. Zů dem nünden todtſchleg / ettwan vmd ein helbling ſchlecht einer den andern zů tod⸗. Zů den. zehenden neid vnd haß volgt nahin. Zů dem elfften thüre in ſeinem hauft / er iſt vol aber da heim leid die frau we mit den kinden hunger vnd durſt. Zů dem zwoͤlfften liegen / es lügt einen dem andern zůſchaden. Zů dem dꝛeize henden verſaumnis des gottes dienſt in det kirchen. Zů dem fierzehenden ende rung des freitags / iſt ein tod ſünd. 4 dem fünffczehenden ſtelen wan ſy nit gelt haben zůſpilen / ſo ſtelen ſie. Zu dem fa chßtzehenden ergernis ander werden ges reitzet auch zů ſpilen. Zů dem ſibentze henden treuwen / er treuwet ſeinem nechſt en mit woꝛten / etwan ſchlecht er in. Zů dem achtzehenden meineid / er ſchwert et⸗ wan er Bao gewonnen / ſo er verloꝛen hate Zů dem nündtzehenden ſie ſpilẽ falſcgh Zů dem zwentzigſten der geid ð da iſk ein wurtzel alles boͤſen / als liebe al es gt? Zů dem. vxi. verzweifelt et wan ſo hen cken ſie ſich ſelber / ſichzů was ſpilẽ bꝛingt. Von der fierden ſchellen. Die fierd Ichell 1 iſt ſpileren zů lůg ẽ als da iſt „ ſtechen / fechten vmb das les ben / tantzen / die ſünden als elffer darz ü. Es ſeint andere ſpil da die zůſeher nit Belffen dar zů / als ſo mã in dẽ zer ſpilt / die ſünden teglich nit toͤdlich / es wer dan das fie ein gefallen hetten in de falſchen oder verſpotnen ſpil wan wer da verwilget in ein todſünd / der thůt ein tod 7 7 einer mit ſemlichem luſt zů lůgentte / wan es im verbotten wer / ſo wolt er es danno⸗ cht thůn / das wer auch toͤdlich. ( Quo hic mone,fed non ſoluitur. Von der fünfften ſchellen. Die fünfft ſchel it helffen zů dem ſpil / hüß⸗ a I: er zů darzů leihen / liechter ge ben / vnd die würffel / karten on dy ding mã nit ſpilẽ kan iſt ein todſũnd wem das ſpil verbotten iſt / aber feine nitt ſchuldig ʒů widerkeren / was ſagſt du aber darzů. Es kumpt et wan das einer der ge gewint ſchencket den zůlůgeren oder den knechten etwas / ſeint die ſel igen auch ſch uldig wider zů keren. Ich antwurt iſt der/ der gewunnen hat vnd gaben ein weg hat geben ſchuldig widerkerung / ſo fein es die ſelbigen auch ſchuldig wider zůkeren / iſt er es nicht ſchuldig / ſo ſeint fie es auch nicht ſchuldig. Von der ſechßten ſchellen. ſůnd( ad roma. i.) Vnd deßgleichen wan CLX — a iſt die ſpilzoͤg macht / also bꝛet = | fpil,würffel vnd karten vnd ie die fie vᷣ lauffen / ſunden alle todlich / man fol ſie auch nicht außri⸗ chten / nicht abſolnieren. Es machen et lich hie vnderſcheidt / L. Von der fibenden ſchellen. Die ſibend ſch⸗ ee iſt verboten ſpil nit vers >77 bieten pꝛelaten geiſtlich vñ weltlich regierer / die da ſem — A IS lich ſpil nic voietẽ als ſy ſchuldig ſeint / laſ ſen es geſchehen / ſeint in dem ſtat der ver damptniß· anctus Paulus et vnd nicht felen mag die es thůn vnd ſich darin verwilgen / ſeint theilhafftig al⸗ les boͤſen das obnen erzelet iſt / vñ die fürs den noch ſchwerer die da ſpꝛechẽ es ſy kein ſünd / die ſol man nit abſoluieren noch zů⸗ laſſen gon. ¶ Ja ſpꝛichſtu was ſol man aber an de feyertagthůn wan man nit fol ſpillen. Ich haß nicht alles ſpil / es iſt noch ein zimlich ſpil geiſtucher vnd wetlicher men man an dem feiertag als da obnen geſagt iſt / vnd hernach mer hoͤꝛen würſt / was man an dem feiertag ſol thůn. . An dem montag nach Inuocauit gepꝛedigt. Von getruckten Narren. 50 Die. LXVIII. Schar gůten raten beſunder alle todſiin der das ſie leben nach ires hertzen luſt / vnd verſchmehen die heilſa⸗ me rãt gottes. Von denen ſtot (Pꝛouerbio.i.) Du haſt alle mei ne rat verſchmecht / das iſt die ſch el / nun hoͤꝛ das trucken pꝛeſſuram ich würd lachen wan ellen ond lei den vder euch kummet. Von der andern ſchellen unn pn N SZ 4 RENT 2 E — — — PIE feine inen felber ein burde vnd andern auch / die gleich vmb nichts in dem harnaſch ſein denen iſt ir gal in dem mund / ſie ſeint gleich den kützligẽ roſſen / wa man fie angreifft fo blitzen ſie / dõ Noe rolo. vv vii. — Je. LXxVn. narren da char iſt getruckt narren. Es ſeint ar mag ein n tragen aber nit bvie / die ſich in leiden / angſt/ vñ not enen eines andern arten / gl ;ieintragen der burde ſich nit weißlich Tel ; Nast ver 9 nd vernünfftigklich halten / wir werden alle ges kt mit der burdin vnſer find vnd leiblichen zwo kuglen nit in einander / zwen hoffertig moͤgen nit bei einander me zũ mit i die da mit ardeitẽ beſchwert ſeĩt / ich bleiben / aber ein ſchũſſel vnnd ein wil euch uli Fre e eint / ſo müß kugel gont auch in einander. Alſo weißlt ein demütiger vnd ein hoffertiger | elle, mögen auch bei einander bleiben. Von der erſfen ſchellen. Von der dritten ſchellen. ie erſtſchel it mt Die deit ſch folgen gůten raten / oi der menſch⸗ el iſt krieg kaufe / vn 7, altick kauffen (Pro: TE en kummen vil vnd dick in groſſen getreng. Darumb das ſie nit volgẽ dvi) der vn weiß mã wix ein. Selig iſt der / der fi Von getruckten Narren grebt das boͤß vnd ein vᷣkerter menſch be wegt krieg. Ich mein es ſei verbotten frẽ⸗ de ſachen kauffen vnd krieg / aber es würt auch verſtanden von zanckechten lütẽ die mit irem zanck andern lüten widerſtond / mit irem kriegen / tragen ſie deß gleichen hinweg. Von der fierden ſchellen. Die fierd Ichel N iſt vnuernünffuigklich trau ii BEZ ger. Es ſegt Criſoſtomus dae ſein criſten menſch vm̃ kein vꝛſach ſol truren dẽ das er got erzür net hat oder einandern vñ wer ſunſt trau⸗ rer der trauret vnuernünfftigklich. O wie vil ſeint vnder der ſchellen / wir werden de trieot vmb cleine ding / vnd ligt vnß trat i en ale ein groſſer mul Von der fünfften ſchellen. | Die. v. ſchell iſt Zu freidig ſyn oder freuel oder 55 ſich zů geſeſlen zů den freue⸗ A Ulen / wan der ſelbig ſich dick bꝛingt in groſſen ſchaden / als die flieglin ver derbeſt mit im. Von der ſechßten ſchellen. D 7 ip * 7 8 Die. vi. ſchel iſt — deind nit ſchlagen / vil ziehen feuel kind / knaben vnd doͤ⸗ Achtern vnd ſeint vatter vñ be CLxI můter ein burde / wan in der jugent Gabe fie die rũt geſpart(. Pꝛouerbio. viii.) Wer die růt ſpart der haſſet fein fun. Es wer beſſer du ſchlůgeſt in / dan das ð hen cker in ſchlahen můß. Von der ſibenden ſchellen. Die. vi. Ichel iſt tie nachburen betriebẽ man ſpꝛicht wã ein iud einem vb⸗ el flůchen woͤl / ſo wünſch er im ein boͤßen nachouxen / vnd das er alles Von der achten ſchellen. Die. viii. ſchel iſt enge ſchůh vnd ander cleid 8 eng tragen. Es ſeint ietz dy 92 A cleider ermel ð weiber fo eng das fein zů vil iſt / vnd die ſchůh dꝛucken die zehen zůſammen / das fie vff ein ander müßen ligen. Die. ix. ſchel iſt wein trincker ( Eccle.ʒi.) Wein zů vil trincken bꝛiugt groſſen ſchaden. Von der zehenden ſchellen. das ſein verzeren / vnd me eerneren / vnd bürg werden für ander. O wie vil ſeint zů armen tagen ER kummẽ / von dem ſchemmen vnd für and der ton in ſchuld besalen, (eccle. i. Dixi in coꝛ meo fruar deliciis. &, Von der elfften ſchellen. d iũ Die. x. ſchell iſt verzerẽ dan fein pflůg mag el > * \ Die. LX VM. Schar [eis gonzzü ech zeiten. & Da von Kslen die man los vnd eer haben / da kumptt es har das ſie ꝛp; Büren werden / vnd dan fo fahen ſie erſt an argwon zůhabẽ vnd wer den dan eiffererer darauß / vnd gaben vn rüwige hertz en / nagen ſich ſelbs / vnd ha⸗ en ar gſt vnd not / darein Bade ſie ſich ſel s oꝛacht / wan fie den frauwen zů vil na ch gelaſſen, Es Möchten alleburde diẽ in fie jan der es ve: Licht hat. us B es wol der ſpꝛicht / eg lf art din | g ein frauw zů nemen muß man alſo bei e iner frauwen fein, Es was einer Im geſchl. eine fründ ſpꝛachen zu im warumb er fein weib het von im ge ſchlagen fie wer doch ſchoͤn on hůbſck / ed el / frum / reich. Er antwurt v d Fracht dẽ Tus hin auß / vnd ſpꝛach der ſchůh iſt võ gůtem leð vnd wol gemacht / x wi ſen ab⸗ er nicht wa er mich truckt. Von der zwoͤlfften ſchellen. Die xii.ſ hell iſt — — 5 die find vnd ir ſtraff erken IE | nen vnd nicht dare mb bez A . riet werden / aber ſich freu wen vnd für vnd für ſündẽ / vnd ſetzẽ das er ewiger verdamprniß wil warten / feine das nit narren / ia vnſinig lit, Es iſt die fünd ein ſchwere burde / der himmel moͤ⸗ 1. chte fie nit ertragen / wan ſie hat den engel mit ir zogen in ewiger verdamptniß. Da uid redt von der burde Quoniam uniqui tates mee.) Meine find ſeiut mir geſti⸗ gen vff mein haupt / vnnd als ein ſch were burde mich getruckt. Die burde wurff võ dir durch rechte penitentz / aber die vurde des ellents vnd der pein vff ertreich ſollẽt wir mit gedult tragẽ / dz ermant vnß Pau Ins alter (Altius poꝛtate) Es fol einer des andern burde tragen / ſo erfüllen ir dz ge⸗ ſatz gottes / hff delnẽ nech ſten tragen die burde der ſünd / das thůſtu wan du feine gebꝛeſten vnd vnuolkommenheit leideſt / vnd im hilffeſt in ſeinem leidẽ vnd arbeit ſeligkeit / vnd das wer das geſatz der got⸗ lichẽ liede / vnd du würff dich felos vo dir ſelbs / das iſt die ſünd/ verlag die welt via dich ſelder / wiltu von der pꝛeß erloͤßt ſein. Der herr ſpꝛicht kumment zů inte die da arbeiten vnd burde tragen / ich wil eu⸗ ch erfriſchen / kummen zů mir, verlaſen dy welt vnd euch ſelber / gond der welt muͤſ⸗ fig vnd euwer ſelbs/ſo komme ie oß dem trucken / vnd si růw / vnd ſunſt nicht / we der bie noch doꝛt. Verlür dich ſelos ſo fin ſtu dich ſeoo/nit ſůch dae dein /aoer was got zů gehoꝛt ſo würſtu frid finden / vnd voꝛ nicht ſo wurit du hoͤꝛen das woꝛt des hüttigen euangellums . Rommen ir ges ſegnerten onelnes vatters /empfahen das reich gottes. . Das vrrlelhe vnß Got Vatter / San v d der Heilig | 2.7 Staltoꝛum infinitus eff numerus. Der narren zal iſt on end. Nun volget hernach von der. Lv viv. ſchar der Narren. In dem ʒinſtag nach Inuocauit /hat der hoch geleret vnd gotzfoͤꝛchtig doctoꝛ Johan ues Bei let võ kei E ſerßperg | gepꝛediget. Wie hie nach ſtot. On rütter harren. > 2 2 4 b. 928 N — fr = 2. f De 2 = N - = ie Se 5558 57 N 1 A G 0 A ) 3 en % Je. I xxIx. narreſch ar iſt Rütter narren vnd ſchꝛelber⸗ die z wei geſchlecht gehoꝛen recht zů⸗ glenen / der ſchꝛeiber mit der federn / der wagt dẽ leib in das naß / der die ſeel in das dincten faß. Darumb fo ſtõt fie wol bei einander / vnd ð herr Im ond der wo dür bei Jem wolf Ja er oben am A ae zone Ts fibeflin rns ff ſagt es beträb Gon rütter Narren CLXI hat ſie in dem hüttigen euangeliñ zů ſammen gefüget / wan der gez win was gemein / ir haben ein die bes grüb darauß gemacht. Diſſe erken in ſiben ſchelien. on der erſten ſchellen. Die erſt ſch cl iſt abtrauwen/ vil 55 Aratter treuwen erber >) en lüten das ir ab /ſie wolle inen dae oder das boͤß thůn zůfügen / vnd dis vnd iens güt ne men. Sie thůnt wie ein fůchß ein er wilden tauden thet / er het ir ſcht er alle ire iungẽ ad trauwet. Der ſpatz lerner fie 95 fie im nichts me ſolt gebẽ / aber der fuchß rechet ſich am ſparen. Vnd alſo wer dem an dern etwas abtreuwet iſt ſchuldig wider zůgerẽ / vnd iſt ein todſünd. Von der andern ſchellen. Telit 2 Der! W jener N Sele werden des im das watch Alſo chunt vil her 75 1 wi8 en vnderthonẽ 9 fir die vnb das ir bꝛingen / deßglel chen thůnt ir kne a8 Bei‘ den burg Cl gelaſſen /d ejolter im gerag geb da meint er die guldin vnd ducca ten / der burger verſtůnd die ſach gab im ein farm der guldin/ dz wa ren des tirannẽ feind / er het ſunſt kein ander anſpꝛach an im. Von der dritten ſchellen. d tik Die dꝛit ſchel iſt Ten ſolt vbergreiffen / ſie la . ſen ſich nit beniegen mit irẽ ſold, ſie fische gelt wie es in en werden mag / ſtelen / rauben ſpilen mit recht vnd vnrecht / ſie eint auch in andere verwickiet / mit freſſen / eebꝛechen / got leſte ren / darumb ſeint ſie vaſt in einem ſoꝛgl Das ſy tbůn muß růter fragte teñ / des ſie behalten würden. Sa fz ꝛach 2 = er neminẽ concutiatgs,) DIE cr 11 = (TTeos calumpinum̃ faaatie.) Sie aud | (FErconsentteftore ſtipendus veſtrie Te Vale ſcher. Von der fierden ſchellen. Die. uu. chel iſt ER: das v nrecht vꝛteil der Kerze nit wollen verſtrecken vñ ir geßheiß. mic am -) Y was gebüt dae off enlick iſt / das eo vnre⸗ r cht iſt / ſo ſollen es ire di ner nit thůn / wa ſie theten ein todſünd. Aber wan ein ding in dem zweiffel ſtot / ob es recht fo ſeint die knecht entiuldiser thůn müßen vmb irer herren vilen /d fie doch nit ſolten thůn / ſy ſoltẽ ee ir ampt vff geden. Diſe dꝛey ſchellen die yetz kõ men / ſehen die ſchꝛeiber an. Die. v. ſchell iſt N —— falſch bꝛieff machen / oder die rechten bꝛieff vndertrucken / go ſecuxue. A an ein ber et Die. L& XIX. Schar die notary / die das thũnt ſeint die ſoꝛgll / chſten narren. Et wan ſchedigẽ fie ein mit ir hinleſſigkeit / das fie gelert gnůg ſeint / aber ſie thůnt nit ſo groß fleiß vnd ernſt als fie ſolten bꝛieff zů machen. Etwan ſche digen ſie iren nech ſtẽ von ir vnwiſſenheit Etwan võ eigner boßheit fo thůnt ſy hin zů oder laſſen hie anſſen / daz nit darin ſtõ ſolt / oder ſolt da ſton „fie ſeint alle ſchul⸗ dig wider ʒůkeren vber die ſünd die ſie gethon haben. Von der ſechßten ſchellen. Die. vi. ſchell iſt bꝛieff vffrich ten vber dẽ wit cher oder wider freiheit ð hei ligen kirchen / ſtatuten ſchꝛei ben / inſtrumenta daruber machẽ / dz gat die ſtatſchꝛeiber an ð ſtet / die articdel vn ſtatuten haben wider die freyheit der kirchen. Vun der ſibenden ſchellen. ie. vii. ſchel iſt vnzimlich lon heiſchen / den armen vmb ſunſt bꝛieff ma chen / als wol als der aduo⸗ cat / von den reichen mag er rechtẽ lon hei ſchen / nit 1 vil vnd vbertreffenlich. Es iſt ein arm ding / das ſie on lon der war⸗ heit keln . gniß geben i Cs fragt Roderi⸗ cus det᷑ eiu rũtet vnd Hernach tin ſchꝛeib ger! — 2 dan alle ruͤter in einẽ lot. Es feine dꝛeierlei rüter. Etlich nemen es dẽ lüten heimlich en eine wald /haltẽ fie vff ein als die ſchnaphen. Aber ein ſchꝛeiber iſt beſer dan die / wan fie niemans offentlich. An⸗ dere ſeint rsiter die es offentlich nemmen iren feinden allein nach dem abfagen. Die Kitten rüter nemmen ett wan gelt nd erſtechen einen. Aber die ſchꝛelbet Von botten Narren CLS ſeint boͤſer dan fie beide / wan fie nemen gelt von N Niers f. fründen vnd von feinden vnd freuwẽ ſich in v n p %, O ie erit Ich RN — (ae litt vergeſſen was dertruckung aller menſchen vnd allersaucher/an dergeſſen was dem gericht blaſſeu ſie ir leben ab. Was hilff t es ß mani ꝛen befolßen ein das er ein rechten richter hat vnd ein zucken phat. Es ſeint etlich dẽ wolff zů einem notary. Alſo ein gitiget notary dotren ſo r N ſtumpffer fin/dae ſy nit er ſchediget das gemein gůt / er verachtet /er vers beßalten was man inen befilet / fo achtet got / wan er by gotz eid ſchwert / vñ betrgt bald ſy lich vmb keren von irẽ her den richer mit ſeinẽ lägt. ifi ergo habunda. . ren / ſo haben ſie es vergeſſen. Poi us ſagt alſo von 5 der ward i Niro von einem burger geſant zů einem An dem eech andern burger zů ſeinem geſellen 5 na zit Jepꝛediget. im etwas zůſagen / da er zů im EA Von botten Narren. da ſchweig er / der ander verſtůnt —— wol das eres vergeſſen het / war⸗ umb er im den geſant het. Spꝛas ch zů dem botten / nim den moͤr⸗ felftein vnd bꝛingen deinem Berz ren / den het er gern / er her voꝛ ma les mit mit᷑ daruon gerer. Alſo ſtraffet diſer mit dẽ ſchwerẽ ſtein die vergeßlicheit des bottes. Alſo ſemn lich narren botten ſeint noch ſtraff würdig. . Don der andern ſchellen. ee Die ANDEr — ar iſt 15 sh Sün Daz in nit befolhẽiſt IE Es meinc et wan die botten feet gar witzig vnd woͤllẽ meykristen Yan inen befohẽ i Alſo kumpt es dz fie weder dis 08 iens vß richten. Diſẽ ſem̃t gleich — - zweien bauten dy waꝛdẽ geſchickt u zů dẽ maler ein . Oe 0 choff sa vdingen. Der maler ſpꝛa 2 * ch woͤllẽ ir 0 lebendigen b eint 8 a m ge, ftodten gor haben / ſie ſpꝛachen v ir NH Je. LX. Hhꝗrre Ich woͤllẽ ein ge got / gefelt es ar iſt bortennarren / daz euangelium den bauten nit / ſo mögen die ix ſel hüt vnd die epiſtel feine voller bot / bes wol zů todſchlahen. Sem lich ten / ſo woͤllen wir hüt von botten re en botten ſol man kein bꝛieff in dz den. Die erken in ſiben ſchellen. maul gebe zůtragen als in geſchꝛi⸗ Von der erſten ſchellen. fft gleich alo den Binden, 7 DV: N N. — 777% N 7 ö 7 rd 1 th | 2 \\ 13 1 — Ann Die. LSxx. Schar 9 .r. 1 . Die, il, ſchel iſt beimliche ding erfaren. Eo —= = g feint etlich als ere —ddie die bꝛieff vff thůn / vnd ſie wider beſchlieſſen wider ſiglen / das ſie nüwe mer erfarẽ / iſt ſch were ſünd. Ee ein knecht nit me wilfen von feines gun heĩmlicheit / dan als vil gls si; feine Nenſt gehoͤꝛt / ſpꝛicht Exeno. Von der fierden ſchellen. Die. iii. ſchel iſt J offenbarẽ was er erfarẽ het andern menſchẽ / das iſt boͤz N ſer dan das foꝛig / was man einem vertrau wet in geheim / dz fol er nie mans ſage / er wer ſunſt ein verroͤter / vß⸗ genõmen in. ii. fellen die ſůch in angelica. Von der fuͤnfften ſchellen. N Die. v. ſchel iſt EI vntrüwlich verrichten was — N eine befolgen iſt. Es feint et ih borten die follen lon võ einem nemen / nichts deſter minder nemẽ fie lon vou ander litten auch / vnd richten inen ire ſachen auch auß / vnd etwan fo vᷣ⸗ umen ſie die erſt vnd fürnemeſte ſach vñ nit fo bald als fie ſolten. Die finden’ vñ weren dem fürnemeſten ſchuldig fein ſcha den abzutragen / Oo aber botten alſo vil lone nemen von vilen lüitẽ laß ich yetz ſtõ. Es ſeint darnach etlich dy ſich foller weis füllen, Liß bꝛantz narrẽſchiff. Es wer hie zůſagẽ von den legaclonen vnd botſchaff ten der ſtet vnd der fürſtẽ / wie die ire eig nen ſachen vßrichten in eine koſten ð ſtat vnd liderlich feine tre ſachen auß zů richtẽ weren ſchu dig vnder zůkeren / lß Ange, Von der ſechßten fi hellen, Die, vi.Ichelift = | ſpat widerkomt. Es ift gro⸗ ſer luſt wan ein bot bald wið V um kumpt (Pꝛoner.ꝛ 3.) Ale luſtig iſt kalt waffen einem durſtigen / al⸗ ſo luſtig iſt ein bot der da kumpt von eine ferren land. Alſo widerumb als bitter iſt effig den zenen / vnd der augẽ / alſo ein tre ger bot der auß geſchickt iſt. Ich hat ein mal ein knecht / war ich in ſchickt ſo wolt er niemer kumẽ / ich ſtrafft in ein mal dar umb · Er ſpꝛach war ir mich ſchickẽ dy wol len mich niemer laſſen gon / alſo vᷣgiß ich der gaſſen widerumb zů kumẽ / vnd hale mich einer hie vff der ander doꝛt / darum̃ ſo kumme ich fo langſam. . ! ; > Von der ſibenden ſchellen. Die. vii. ſchel iſt boten vnerſamglich empfa hen / nit wol halten. Dauid DS der end eret / man ſchar inẽ die bert ad da von kam ein groſſer krieg / man ſol botten wol empfahẽ vnd wolem pfahen vnd wol halten / ſie kumen wa har fie wöllen oder zů wem fie woͤllen / darum etlich ſtet wan botten kumen / wan fie ſchs on abſag bꝛieff bꝛingẽ / ſo eret man ſie mit rilſchen ſchenckenẽ. Man ſol ſie auch wol berichten mit gůter antwurt / das iſt wi⸗ der vil die den botten kein rechte antwurt geben / vnd berümen ſich auch des ſelben. ee ſo geden 5 “ kein antwurt / ſein gleich den goͤtzen den faulen (i. regũ. g ) Mice die haußfrauw dauitʒ / dy legt ein aalan Sauſts bet / da faule botten kam en / vnd wolten Dauid fahen an dem bet da lag ein ſaul da man ſich laſſen botten finden. Ja ſpꝛichſtu was gat das vnß an. Es gat vnß vil an in alle weg on die ding die geſatzt ſeint / ſolt du leren das du die botten gottes menſchli empfaheſt vnnd nocht gegen inen ſeyeſt ein ſaul anſehen vnd hoͤꝛen / was ſeint die gebot gostes / es ſeint bey gůter inſpꝛechũg / durch die ſůcht vnß got als durch dotten zů denẽ haben ſich etlich als ſul / vñ empfa hen fie vbel dur xmlen vnd er se wol fünf iT Ruß geſe e cr wars von fiindch wie der rapp/ vnd kummen nit wider / kemẽ wir doch wider mit der tauben / ed wer wie ſpat es wöl vñ bꝛechten ein a ſt von dem oͤloaum mit vnß des fri des vnd der barm hertzigkeit / vnd wan wir ſchon alt were vnd aber vmd vnß wer. S bender ſpꝛich 33 gt (e cohfundas me ab ev⸗ Feccatlone mea ne p N u magſt yetz nit me wet cken mit den henden faſten dẽ lyb keſten heb zů dem minſten dein d ſtentniß vñ deln begird vf zů got begeren/ſanctus Bernhardus. An dem dunrſtag nach inuocauit gepꝛediget. Von dienſt rasen, Gon trio niß widerwertig eit in geiſte Dienſt Narre CLxnn M U N | A. f Ul 3 ZEN — Ni ar St Die. LX RI MITTE ſchar iſt dienſt narren / geſind/onecht / koch eehaltẽ/ dz euz angeltum ſagt auch hüt von den dienſten. Diſe narren erken in ſiden ſchellen. 5 Die erſt ſcheliſt des herren gůt verderben / laſſent vnder gen mit für far oder võ liederlicheit WIE güre ſpelß verlosen laſſen werdẽ / hef fen / pfannẽ vnd ander küche geſchir bꝛechen / vn⸗ füberlich mit dẽ hußgeſ hir vmb gon / vnd darũd das niemans weiß fo meins ſie es doͤꝛff keiner wis derkerung ſo ſie es ſchuldig ſein ws fie verliedern. — Bie. ii.ſchel iſt heim lich/eõuiuia/halten fi peiß/ abtragen 8 925 A exer/ fleiſch/wein vnd ð gleichen vñ 2. — Yiewolfie gnůg haben ůeſſen vnd zůtrincken / nich ts deſterminder zů nacht wã dy herſchafft ſchlaffen kummet ſo zeren fie erſt/ vnd leben wol vnd legen ſocken an die füg das man 22) Die. LRXKIL Dchar fie nit hoͤꝛ gon / vnd ſalben die angelen an ein wnxſt lo loſcht im der keller dẽ durſt den düren / wan aber die herſchafft vber feldt iſt / ſo gat es erſt als emboꝛ. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛitte ſchel D iſt / ſie laden ander geſellen vnd geſpillen darzů. Es iſt inen nit gnuͤg das fie dem das ſein verſchlemmen / fie füllen den andern auch die eben als wol ſchuldig ſeint widerkerung zůthůn als ſie / wan ab er einer allein widerkert ſo ſeint die ande⸗ ren entbꝛoſten. Von der fierden ſchellen. EX Die hierö ſchel 7 — . ſpeiß vnd ge⸗ meinem tranck / ſie gon ober die groͤſten faß da kan man es aller minſt ſpüren / vñ p gat etwan vber des herren faß Jarauß er allein trinckt / dan des geſinto faß daruß Prey oder fier etwan trincken. ſchwyg du mir fo ſchweig ich dir. gat es als vber den herren. Alſo eliſt ſpeiß vnd tranck auß e dem hauß tragen. Es iſt ein groſe vntrüw / ia eĩ died al dez herren / gůt dẽ frũnden oder geſel len vñ erwan dẽ Büren geben / dz ma arm en Löten ſparren ſolt / nicht alſo lieben bꝛü der. Ein knecht ſol ſeĩ/fidelis / bꝛudẽs / o be diene / ſoꝛgſam/foꝛchtſam / gehoꝛſam / er fol fein ſoꝛgſam fürſichtig gegen dem zeit lichen gůt / iren herren gehoꝛſam zů iren gebotten / foꝛchtſam andechtig gegen got. Alſo widerumb ſollen ſich die herren hal ten gegen iren dien ſten wan fie ſeint ( coꝛ relat iua dñs et ſeruus.) hoͤꝛen was ich ſag Der knecht ſei trüw ſeinem herren in dem zeitlichen gůt ſein ſchaden fürkomen vnd ir gůt meren nach irem vermoͤgen in en trüwlich dienẽ in warheit nit ange die nen dieweil ſie zůſehen in irẽ abweſen als wol alſo ſie da ſeint. Alſo gebüt ſanctus Paulus (ephe.vltĩo non adoculum feruid entes. ) Es feine vil knecht / als bald ð her den rucken verkert / ſo ſchwetzen ſie / ſehen einander an. &. Ja ſpꝛichſtu wy ſol ich im thůn / al ſoltu im Bam. Halt die regel des herrẽ iheſu. Mathei. vii.) was ir woͤl ten das man euch thet / das thũt andern Gedẽck wereffu ein huß uatter wy du wol teſt / das man dir diente / alſo dien du an dern auch. Side andern ſo biß gehoꝛ ſam deinem herren / hab ſie in erẽ / nit reit ſie zů zo: n /nit red inen vbel / noch betrub fie nit / thů das inen lieb iſt. Es iſt nit ge N nüg das du inen nit ſtilſt vnd inen trün | biſt / man můß auch ine gehoꝛſam fein in billichen ſachen. . Das ſeint die wort Pauli (ad ephe vltimo ſerui obedite. w aller gewalt iſt von got da / vnd wer dem — Von dienſt Narren. gewalt widerſtot / der wiðſtot gott beweg fie auch nit zůʒoꝛn / vñ wau ſie zoꝛnig feine von deiner hinleſſigkeit wegen vñ ſchuld / ſo mach ſie widerumb froͤlich / als da thet ein koch eines hertzogen von Meiland dẽ was ein trurige botſchafft hummen vo flo rentz / das er vnrüwig was vñ ym nüt ſe mackt was er aß / da gab er dem koch die ſchuld / als het ers nit recht kochet / vnd cas pitler den koch darumb. Der koch gab dẽ fürſtẽ ein hoflliche antwurt vnnd ſpꝛach. Herr haben euch die floꝛentiner den gluſt genummẽ / vnd vnluſtig gemacht zeeſſen / da hab ich kein ſchuld an. die ſpeiſſen ſeint gůt vnd wol bereit. Aber die floꝛẽtiner ha ben euch vneſſick zemacht. Item biet dich das du derſherrſchafft nit übel redeſt / wan du an ein andern dienſt kumſt als etlich thůnt / vnd wenen fie wöllen dem neu wen herren wol dienen fo es yuen miß felt / wan fie ges denken wan fie võ inen kũmen / ſo thünt ſie inen auch alſo. Fü dem dꝛitten / ſo biß gütig gegen gott / vnd hab ein rechte mei⸗ nung yn deinem dienſt gegen gott / wann ſunſt fo wer ir dienſt inen nitt verdienlich zů dem ewigen lesen, Es ſeint vil die art beiten wie ein viße vnd ein ochß / vnd wu ſen nit warumb ſie alſo wercken / wann ſy es nit yn gott oꝛdinen. Ja ſpꝛie ſtu warüb fol ich alſo trewlich dienẽ. Vinb dꝛierlei vꝛ ſach willen. Zů dem erſten das du mit re cht habeſt narung / das du nit müſſeſt ſtel len. Zům andere das du meideſt die ſund des müſſig gons/yn die du fieleſt vñ ande re ſünd me / wan du müſſig giengeſt. Jů dem dꝛitten / das du armen lenden helffeſ gerecht gegen got yn eeren / am moꝛgẽ bet ten meß am feirtag hoͤꝛen vñ pꝛedig. Die gebotnen tag zefaſten / den feirtag vñ ans dere gotz gebot halten / vnd got voꝛ augen haben alwegen vnd dienen / als dienteſtu gott ſelder. Das lert dich Sanctus Pau⸗ CLV Ins yn den obern auctoꝛiteten / Obedite x. Das hat ein koch gethon von dem wir le fen yn Johanne Clinaco der nüt thet dã weinen die weil er kochet / da er gefraget wa her er die gnad hett des weines / aut⸗ menſchen diene / aber got dem herren vnd hab mich geſcheczet aller raw vnwirdig / vnd bei der hitz des füers hab ich berracht den flammen des ewigen füers / vnd das ich den beſitzen ſoll. On ſpꝛicheft wa her kumpt es / das die diẽſt yn eim huß fofelloß ſeint vnd vnandechtig gegẽ gore vnd nit zekirchen gond. Es kumpt ert wã von liederlicheit / vnd hertigkeit der herr⸗ ſchafft her / das fie ir geſind nu darzů tei ben vnd geben ynen des kein exempel vor got zedienen. Ja vff hoch zeitluche tag 7,0 deſch weren fie es me dann off andere tag mit geſt laden vnd wollebẽ zůrichten / dar umb werden ſie gehindert / am morgen ze⸗ kirchen gon. Darumb fie gott Ic werliche ant wurt geden müſſen. Item die herr⸗ ſchafft iſt auch et wann ein vꝛſach / das ire dieuſt inen vngehoꝛſam ſeint / freuel vnd hert / wann fie ſeint iren dienſten hert mit flůchen vnd ſcheltten / vnnd ſeint inen gar vnfrũntlich / vnnd geben fie dir dan ſemli che woꝛt widerumb / ſo has ſie fürgůt / wie du yn ein wald ſchꝛeyſt / alſothoͤnt es wi⸗ derumb. Ir herren ſollen euch auch freüt lichen vnnd gũttigklichen haltten gegen euwerem dleuſt / als ir woͤltẽ das ſich gott gegen euch hielte mit reden vnd verſch me chlichen woꝛtẽ mit dem dienſt / vnd geden cke das er dein bꝛůder iſt / vnnd villeicht beſſer dan du / wan er mag in den gnaden gottes ſein / alſo wol als du oder villeicht vil baß. Es ſeindt darnach etliche herren die clagen von irem dienſt võ ir falſchetr, von ir vntrew / ſo ſie doch ſelber ſchuldig daran vnnd ein groſſe vꝛſach des felben ſeindt fie geben inen etwan ſchlechtlich zeeſ ſen / ſo müſſen fie wol ſtelẽ vnd legen inen e wurt er da hab ich nie gedacht dz ich eim Nera Die. Lxx xn. Schar off groſſe arbeit vſi vil wercks / vnd wenig lone vnd wenig ſpeiß / darumo fo wercken fie vntrũw lich. Darumb wiltu haben dienſt die erb er ſeiẽt gegen got vnd dir gehoꝛſam vnd trew / fo biß du alſo gegen got vnd gegen inen / wie du gehoͤꝛt Haft Eccleſiaſti. vx xiii.) haſtu ein treu wen knecht / ſo gab in als dein eigene ſeel / ſanctus Paulus geben ser deſgleichen auch. Et vos dñi ea facite illis. An dem freitag nach Inuocaui Rathedꝛa Petri /gepꝛedi get von dem hochgelerten vnd got foͤꝛch tigen doctoꝛ Johannes Gei ler von Reiſerſperg. Von ſtelg narren. IIND 2 1 N 2 6 — n II — Je. lxxxiii. narrẽſch⸗ A! 0 ar iſt ſteig narren clym narrẽ vf gõd 1 narren. Es ſeindt vil menſchen die ſich nit wöllen laſſen benůgen mit dẽ leich Icaro die die leer verlaſſen ſtat vnd ſtandt als ſie got geoꝛdi⸗ net hat / ſie woͤllẽ als hoher vffhin der ackerman wil ein burger ſein der burger wil ein edelman /ð edel wil ein ritter ſein / der ritter wil ein raff ſein / der graff wil ein fürſt Fe lürſt wil ein Eünig feine Al at iſt ed auch ſo / vnnd das iſt als vß hoffart / die da iſt ein vnoꝛdẽliche liebe eig⸗ gens übertreffens / vnd eigener ho cheit / deren erſter hauptman was lucifer der was nit cösene mit dem das ym got het geben / er wolt got fein, Aber es ward ein tůfel darusß Sand ward geſtoſſen yn die tie der Bellen, Diſe nart Ente daß e ger Die don den Slo € n inn der fable von dem Deda⸗ 6 vnd Jcare Sedalus wolt über Er ſein fan & . 102 ege das er die federen nit verbꝛante, er ſolt vm nach lege Aber er volges it vnd faug zehoch / vnd glontert yn fein fliegen vnnd verbꝛant die federen vnd fiel yu dae moͤꝛ vund ertranck. (Duidins, vlũ. Netha⸗ moꝛfoſcoꝛum) S wie vil ſeindt ges vnd durch dit exempel nit erſchꝛe⸗ cken / denen nit genug iſt ir elicher ſtat / oder ir erbreil vnnd vetrerli⸗ che würde vnd eer irs vatters / vñ ſeint vffgericht yn hoffart ſie woͤlkk ire elteren übertreffen / vnnd alle ir nachburen durch empter / oder ge walt oder durch nüwerũg der cleis der vnnd zierung der puer verlaßt das cleld ſeins vatters vnd erden ckt etwas nüwes. Der hãd wercks man becleider ſich / vnnd fein weib wie ein ritter vñ gat inẽ wie luci / Gon dienſt Narren. fero vnnd Icaro / fie kummen zů dem fal zů armůt vnd zeſchanden. Dauld ſpꝛicht von denen. (Vidi impium ) Ich hab gefe hen den boßhaftigen erhöͤcht vnd vffgan gen / als der ceder baum. Ich bin fürgan⸗ gen da was er nit me / ich ſůcht yn aber er ward nit gefunden. Von den ſteig narren woͤllen wir hüt reden vnd vnfüglich / wã das Euangeliũ ſeit / wie Chelſtus ſei gon Iheruſalem off geſtygen / vnd der Engel fei abgeſtygen yn die ſchaff weſch / auch iſt ſant Peters tag vff den tag / wir wardten der ſtoꝛcken die über moͤꝛ her kummen ſol len. Diſe narren erkeñ ich in. vii. ſchellẽ. Von der erſten ſchellen. EN ie erſt ſchel iſt dd vff ſteigen durch anderleutiẽ gunſt / vnd ſeindt gleich dem eobew. EKohew durch ſich felos fo mag es nit wachſen / darũb fo was chſet es an einem baum vff / oder an einer mauren vnnd ettwann über das tach vß / vnnd zücht den kalch vß der mauren / alſo feitie vil von inen ſelber nit gůt zůeren ze⸗ kummen vffzeſteigen / fo hencken fie ſich an anderlüt / als dick vnd vil geſchicht yn geiſtlichen pꝛelaturen / deſgleichen in welt lichen empteren kumpt man zů durch bitt anderer groſſen perſonẽ. Aber nit on groſ ſen ſchaden der kirchen über die ſie ſteigẽ / vnd ſin der vffſteigt vnd mit ſchadẽ des der ym vffhilfft. Item die ſelbigen wann ſie der heiligen kirchen über tach vffſtygen / ſo ziehen fie den kalch vß den mauren der kirchen / das ſt zeitlich gůt vnd goͤtliche liebe / wann fie ſüchen das ir vnd nitt was Jeſu zehenden zůgegoͤꝛt vnd die zwei ding halten die gly der der kirchen zůſammen. Itẽ ſie ſcha den ine ſelber wan es gat inen als eim ſch⸗ necken der bat ein aber / das er yn woltte ſich kechen CLNVII über moͤꝛ füren vnd tragen yn feinen fede ren. Der adler war woll zefridẽ vnd nam yn /yn ſeine federen vnd da er alſo fig / da wolt er ein federlin ziehẽ / da fiel der ſch neck yn das moͤꝛ vnd ertranck. Alſo ent⸗ zie hen etwan die ynen iren gunſt / jo kum / men ſie zů groſſen ſchãden. Ile ſie ſch a den denen die inen vffhin geholfen Bar ben / wann es gat inen als dem adler von dem küng le oder zunßliffle / vnd all voͤgel waren bei einander vnd ward beſchloſſen welicher aller hoͤheſt fluge / der ſolt ir aller künig fein, Das zunßliffle bat den adler das er wolte es ym laſſen off den rückẽ 119 tzen / er thet es vnd bedacht ſich keines bed trugs. Da der adler nit me hoͤher fliegen mocht / da flug das fogele noch hoͤher vnd nam den nammen künig dem adler der es erhoͤcht hat. Alſo kumpt es das die / die er hoͤcht ſeint / ſeint ſchedlich denen durch die ſie erhoͤcht ſeint. Von der anderen ſchellen. fo vermögen ſie es nit / ſo vi 27 derſtont ſie zekummen ynn das ſie es de u mogen / die feine geleich dem berg Eten d — in Cicilia/ der yn ym felser bꝛent vnd au⸗ zündet des bergs ſeint / die die da raten vñ eintreiben das er ſich ſol rechen / vnd ſpꝛe chen wer ich als du biſt / ich wolt das nitt nach lon / ich wolt es rechen du biſt doch ge waltig vñ mechtig / thů ym alſo vñ alſo. - Von der dutten ſchellen. Die dꝛitte ſchell iſt vffſteigen durch neid vnd A baß / als ein bůch baum. Ein oůch baum iſt der natur / dz e ü O Si. 5 ke! Were 33 3 Die. LXXxIII. Schar fein ſchat ſchadet dem graß / vnd laßt nũt vn der ym wachſen / vnd ie Bößer er wach⸗ fer ie weiter er ſchatten gibt / vnd ye me er ſchaden thůt / ſo kumpt der tonner der ſch lecht yn nider. Alſo die neidigẽ die vnder⸗ ſtont mit ir kunſt vnd ſtat vffzeſteigen dz fie ſchaden moͤgẽ thůn / vnd ſchedigẽ auch andere die auch gern zůeerẽ kẽmen / durch den ſchatten irer vergiften zunge irs ver clagens vnd nachred / ſo hinderen ſie es. Aber ym todt mit eim cleinẽ wind / dẽ fie võ irem mund vßlaſſen iſt ir letſter ſtifftz fo felt die feel yn die hel / vnd die crüter die gehin dert ſeint fahen an wachſen. Von der vierden ſchellen. Die vierd ſchell vffſteigen durch geitigkeit / „als die riſſen gigantes etlich 2 N Sl famlan vilgels/ damit mei nen ſie vff zeſteigen / die feine gleich dẽ riſ⸗ fen die trügen berg off berg / vnd woltten fechten wider Jouem / aber erſchoß ſie ze⸗ todt mit dem wetter / hagel vnd blitz. Al⸗ ſo ſeĩt vil die ir gůt huffen / mit vil hüſſer acker vnd matten / thůnt gleich als ð ſcher ym erdtereich / der machet vil huffen mitt ſchaden des bauren / vnnd wann er aller minſt went /ſo ſchlecht yn ð baur an kopff . Alſo gat es denen auch mit dem blitz gotz wan er ſpꝛechen wuͤrt ſcheidẽ euch von mie ir vetflluchten yn das ewig füer &. Von der fünfften ſchellen. N ie fünffte ſchel A 2 X iſt vffſteigen durch gleißnery 8 | er glych als der wey / ð wey flügt och ſchreyt pfii pfu pfei/gly ch als ac tette er gãtz nüt der gãtzen welt Aber wan er ein keiben ſicht / ſo falt er dar uff vnd raubet. Alſo ſeint die gleißner die ſich annemmen / ſie haſſen freſſerei vnnd vnkeuſcheit / beſunder yn der faſten vnnd ander die penitentz thünt / es iſt inen pfey pfel, Aber wa fie darzů mögen kummen vnd ſie es zeweg moͤgen bꝛingen / ſo iſt es inen nit pfei pfei / fie nemmen es an. Diſe feint gleich eim moͤꝛwunder heiſſet Lulli⸗ go / das hat etwan geſelſchafft mit dẽ vo⸗ gelen etwan mitt den viſchen. Ettwan fo fert es ynn die tieffe des moͤꝛs mitt den viſchen / wañ es des waſſers můd wirr / ſo flugt es mit den voglen . Aber es mag dẽ wind nit leiden / wan es weiet fo felt es wis derumb yn das moͤꝛ. Alſo die menſchẽ die ſich lang gebꝛucht haben yn der tieffe / den feiſch lichen luſten / wan ſy den ein vᷣdruß darin finden vnd widerwertigkeit / ſo er⸗ heben ſie ſich durch die beicht / vnd ũbung gůtter werck ein cleine zeit / vnd wan ſie dẽ wind einer cleinen anfechtung empfindẽ / fo fallen fie widerumb yn die luſt. Item der owey flügt überſich hoch fo ynn hungert / das er don ferre deſter baß ſein ſpeiß ſehen moͤg / vnd fie deſter e fahe. 21 fo die mit dem mund verachtẽ fie alle zeit⸗ liche güter / das iſt fie nẽ men ſich an groſ fer heiligkeit als woltten fie fliegen / darũb das fie mögen erwiſchen pfrůnden yn der heiligen kirchen / vnd empter gaben vnnd lob der meuſchen (Geneſis. xlix. ad pꝛedã aſcendiſti / ſie gond ver hinderſich nit das fie fließen wollen. Aber das ſie deſter ger, ter ſtoſſent / als ein bock. (Fingunt ſe lon gius ire deſyderantes audire mane no o biſcum. | Von der ſechßten ſchellen. Die ſechßte ſch⸗ el iſt vf ſteigen / als ein ſchne⸗ ck durch tregheit / ein ſchneck BEN der was off ein mall ein halb iar ein baum vffgeſt gen vff ein mal weiet Von dienſt Narren. cLxVIn yn ein taĩter wind an / da fiel er wt derũb herab / Alſo ſeint etliche mẽ⸗ ſchen die langſam vffſteigen den baum ð penitentz villeicht die gan tze faſten. Aber ſo bald nach oſtern ein kalter wind der an fechtung fie an weiet / der ſchlangen von aqui⸗ lo / ſo fallen ſie widerumb yn altte ſünd. (Animalia ibant et reuerte⸗ bantur K.) V on der fübenden ſchellen. Die ſuibend es I ſchel iſt vffſteigẽ dur e ch falſcheit/ als eĩ ſch — N Da lang / die mẽſchẽ ver⸗ v anderen ſich das der vnd die ſo in kurtzer zeit fo hoch geſtygen ſe⸗ int / vnd ſeint ſo wol an dem küng vnd an dem furſtẽ woꝛden / vñ ſo geheim. Aber es wer nit zeue r wun deren / wann darch betrug vnd beß/ FU ſchiß / vnd durch krum weg die fie gangen ſeindt als ein ſchlang des weges am felſen. Der weiß mann Salomon nit wußt (ii. Regum. vi.) ſie ſteigẽ vff gleich als ein übel gefideretter boltz / der hie her vnd doꝛthin gatt. Alſo ſteigen vil off durch falſcheit vnd angenun men heit 5 Alſo haben ir die ſübẽ ſchel len der narren die wol narren Beif ſen / wan ſie wol geſchlagen werdẽ vnd vil leiden yn irem vffſteigẽ eb fie hinuff kummen (O ambicio am biencium crucez.) O wie wer es ſo vil beſſer yn demůt yn friden vnd růw ʒzeleben vñ der ſelen Beil zefin⸗ den / vnnd vnder dem ſüſſen ioch Chꝛiſti zerůwen / dan vnder dem ſchweren ioch des tüffels mitt hof fart zeſchwitzen / vnnd etwan vmb ſunſt / wan wir vil ſehen die vmb ſunſt ſemliche arbeit haben / vnnd nüt überkummen das ſie betzeren / ſy ſterben eb ſy es überkummen / vnd wan fie es ſchon überkum⸗ men das ſelten geſchicht / ſo müſſen ſie doch bald durch den todt weichẽ. Darumb laſſen diſe nar heit faren lieben bꝛüdern. Nun laſſen vnnß gott bitten. An dem ſontag nach Inuocauit/gepꝛediget von dem hoch gelerten vnd gotzfoͤꝛchtigen doctoꝛ Johãnes Geiler võ Reiſerſperg. Von gelt Na e iii Die. Lxxxm . Schar ſo erkeñ diſe narren yn zw ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt 12 groß machen reichtumb vnd Bo die reichen leut. Es feine me ſcheẽ die reichrumb hoher ach ten / dan eer vnd erberkeit vnd frumkeit | 9 ein eigenen wurm / hoſtz / keß/cleider/eiſin den roſt. Alſo reichtum Febehofet 73% gůtt machet niemantz dimůtig. Item gelt bꝛingt geitigkeit / reichtumb ge beren getigkeit / als ein waſſerſůchtiger ſo uil er me trinckt ſouil yn übeler vnnd me üirſtet / die weil einer arm iſt ſo iſt er reili⸗ cher daun fo ex Kelch wür ie rei worden / ſo ſeint ſie zech. Item reichtumb gebirt vnkeuſcheit / wan die hůren haben die armen nitt lieb / aber die reichen fie ſeient wie heßlich vnd vnge ſchaffen ſie woͤllen / noch wan ſy reich ſeint ſo thůn ſie der gleichen als ſeient ſie ynen lied. Moc genus demonioꝛum non exci⸗ tur non in oꝛatione et ieiunio.) Item reichtumb bꝛingt neid vnd haß ein reicher haſſet den anderen Achab der Eis nig woltt den rebgartten Nabaoth haben des armen vnd Baffer yn / wã et was nach bei ſeinem huß. Item reichtumb bꝛingt den fraß der reich als alle tag ſchimbarlich iſt. Der reich ſchꝛei / ich bin crůtzget yn diſem Item reichtumb bꝛingt zoꝛn. O wieuil krie gen / zancken haderen kummen von reich tumb Laban wolt hinweg ziehẽ das ſy nit kriegetten vmb der weid willen. Itẽ tregheit / nüt goͤttliches ſchmecket eim reichen menſchen das hertz mit reichtum bekümmeret iſt / es ſicht dẽ himmel nit an es iſt gegen dem erterich gebogẽ. Er ſicht lieber gold dan gott / nun ſiheſtu was du groß macheſt dauon ſemliches boͤſes kũpt vnd iſt noch kein end daran nit allein bein gent reichtůd vil ſünd / auch vil übels der penen vnd leides betracht / bit dich darũo wie vil übels bꝛingt es yn die ſeel. Einer ð reich wil werden hat groſſe ſoꝛg wie er gůt ũderkum / vnd foͤꝛcht im beſitzen ſchmertzẽ ym verlaſſen. Alſo iſt das hertz des reichẽ ſtetz yn doͤꝛnen / wan der herr hat reichtůb den doꝛnen gleicher, Aber die armen nar⸗ ren wenen das doꝛnſtechen ſei ein luſtig ding. Es volgen auch ewige pen hinnach flammen /über das fo hindert es dich am himmelreich. Es gieng leichter ein kẽmel⸗ thier durch ein nodel o: yn / dan ein reich er 5 8 em te animam Act ig der find zůkũnfftigen ſtraff der ſeelen die weil ich hie yu der zer vnd ym leib frid haben moͤ cht / da mein ich das reichtumb mir wol darzů diene. Aber du felſt wan die ſeindt nit ſicher / wann iederman leit inen ſtrick / dieb / rauber / vnd ander falſch leut / fy ma chen ſich ſelber vnrüwig vnd geben ſich in groſſe ſoꝛg des leibes durch groſſe arbeit it reiten gon vnd ſchiffen vnnd ũbel gef fen S. yn froſt vnd hitz / vnnd iſt war das der weiß ſeit / reichtum behalten zůſchas den feines herren / wie hoͤꝛteſtu zů dem nes chſten da der reich die feind des tyrannen yn hat geſchloſſen die güldin &. 4 Nun ſich was da lobeſt das ſemlichẽ ſcha den bꝛinget / du lobſt den engel den ſtrick Von gelt narren: den ritten vnd das feber / was iſt reichtũd anders dann ein mußfal reichtumb haben dich me weder du ſy haſt. Alſo hat der vo gel den ſtrick / der viſch den angel / der mẽ ſch das feber ſo es widerſins iſt / wan das feber halt den menſchen / der ſtrick den vo gel / der angel haltet den viſch . Alſo gold halt den geitigen / vil reicher ſeint hoch gee ret geſin / die darnach zů groſſen ſchandẽ feine kummen / etlich feine er henckt woꝛdẽ⸗ etlich verieicht woꝛden / etlich von allẽ eerẽ geſtoſſen vnd yn groß ellend kmmẽ / die wůcherer ſeint dieb geheiſſen woꝛden / was me eintweders du biſt ein narr / oder ſan⸗ ctus Paulus verſchmecht reichtumd vnd nent es miſt / das ich moͤchte Chꝛiſtum ge⸗ winnẽ / ſo hab ich es veracht als miſt / aber du halteſt es groß. Nun iſt ſanctus Pau⸗ lus kein narr / wan ym dꝛitten him mel iſt er witzig worden. Darumb ſo můſtu ein narr ſein. Von der anderen ſchellen. N iſt verachten die armen / vnd die armůt. Es iſt ein groſſe A arrbeit clein achten / das die ci ben armůt zům da iſt er arm woꝛden / er was arm yn ſei⸗ ner geburt auch leben vnd ym todt. Item diſe welt wũſſen die genes ſocrates vnd vil ander die haben vil geſchꝛyben ze lob ð armůt. Es ſcheeibt einer Lucanus J ſcheit / wan ſie ſtetz freien tragher trag⸗ her. eſgleichen von anderen laſteren Slam iſt der züg. Pro uerbio, vxx. da er reich was vnd ein künig aller küni; GLRIX einer von den Beide, O munera nondum⸗ intellecta &,) Willige armut iſt ein ESfkli l erle das ein men madyer vnd rü⸗ Arhrẽt/ſte iſt froͤlich wan dick vnd vil fp:t E ſo der reich reuret/ wiewsl die reichen ert wan lachẽ / es iſt aber nit ein geware freud fie iſt nit me dan augenummen / da were vil evemplen her zůʒiehen. Als von dem den da froꝛ vnder der mattzen vnnd die füß von im ſtrackt. chten darff vnd nůt weltliches zehaben be gert / wan der ð nũt liebs vfferterich hatt / da iſt auch utit vff erterich das er foͤꝛchten darff / armůt iſt auch gůtt wan niemantz krieget darumb / fie foͤꝛcht kein died noch kein vngewitter. 87 Item armůt iſt rũwig / ſie macht rüwigo menfchen Seneca die menfcsen lebten r. wentlich/wan die zwi P:oitstmina nit we ren. Meum vnd tuũ / nim es yn einer ſum was gut arnrũt bent er todt al⸗ ler laſter / wann geitigkeit iſt ein finderin get die zwů toͤchtern vnd helſchen blůt vsß ſugerin vnd zecken den fraß vnnd vnken paupertas medicina eſt ie iſt ein v: / fprungalles gůtten / ſiẽ ĩſt der anfang des roͤmiſchen reichs / das iſt von armen Birr ten angefangen / vnd in der ſelben zeit die weil ſie arm waren / da was das roͤmiſch | reich in ſeim gewalt dz durch reichtũb ʒ er 3 gangen iſt/armůtt iſt ein anfang onfers e iii Bie Lx xX H. Schar Aci ſtenen reichs vnd dz fundament. Der herr ſpꝛicht ( Beati pauperes) Selig ſeint die armen des geiſtes / das iſt willigklich / armůt iſt der recht ſtapffel zů der criſtenẽ volkummenheit / wiltru volkummen fein ſpꝛach der herr zů einem /ſo verkauf was du haſt gib es armen leuten. Sie iſt auch ein můtter aller oꝛden ynn der criſten heit Welcher yn ein oꝛdẽ wil gon der verheißt vñ gelobt armůtt / aber reichtumb zerſtoͤꝛt geiſtlicheit / armůt empfacht alle menſchẽ die yn diſe weldt gond. Aber fie würt von villen menſchen vnbillich vertryben vom In dẽ ſontag remini⸗ ſcere / gepꝛediget von dem hochgeler⸗ ten vnd gotzfoͤꝛchtigen doctoꝛ Jo⸗ hannes Geiler võ Reiſerſperg. Von fallenden narren. 8 —— EEE 2 A — ſtůl on ir ſchuld. aber fo ſy vß ð welt gond ſo finden ſie die ſelbẽ widerumb Job ſeit (Lupus egreſſus ſum) nacket bin ich ynn die welt kummẽ / vnd nacket gang ich wis derumb daruß. Nun gang du vñ veracht armůt den koͤſtlichen ſtein der fo vil gůg vff ertereich machet. Ach wir armen men⸗ ſchẽ laſſent vnß nit ein můnſter ſein / noch ein kemmelthier das wir ym anfang clein ſeient / vnd ym end auch arm vnd ellend. Aber in vnſerem leben machen wir vnnß ein hoffer vnd ein hohen rückẽ / als ein Fern melthier durch reichtumb. 9 Je. lxxxiui: e ſchar iſt fall narren / dae ſeĩt die die nit blei ben yn irem gůten für nemmẽ vnd falle bald wider yn ire ſund / die ſeint vngleich dem heidi⸗ ſchen frãwlin das da verharret in fein geber / darumb erwarb es ges ſuntheit irer tochter. Jů dem erſte wölle wir ſagẽ von den ſchellen da bei man ſie erkennẽ fol. Zũ anderẽ võ dẽ vꝛſachẽ des wiðfalß. Zũ. iii. von der artznei wið dz fallẽ. Jũ er ſte / ſo erkẽ die narrẽ yn. v. ſchellen. Die erſt ſchel iſt fal. lẽ in ð kindtheit wir werdẽ krũ vi yn ſünden empfangen yn mutter leib yn der erd ſünd. Aber in dem tauf werdẽ wir daruon geweſchen vñ widerũd vfgericht zů himmel / aber ettliche kind fo bald ſie vff IE pũctẽ ð vnunfft vñ vf pictagoꝛas wegſcheid. dz. ii. ſo fallẽ ſy widerüb in gotz zoꝛn.alſo gebe die kind ir er ſte frucht nit got / aber dẽ tůffel da ſeint etwã vatter vñ můter (Gala dig an / die ſy übel lerẽ. 5 Die ander ſchel iſt fallẽ im alttar. Es ſeint vil mẽſchẽ Von fteig narren. die yn der inget wol leben / wan fie alt wer den / ſo fallen ſie widerumb yn die ſünd als vil frummer frauwen vnd iunckfrauwen yn der iger vñ werden alt hůren daruß⸗ man ſpꝛicht tũger engel/alter tüffel. (An⸗ gliotis iuuenis ſenibns ſathanizat in an⸗ nis &.) Von der dritten f hellen. Diẽ dꝛitte in! —Jiſt ym todt fallen das iſt al⸗ ler ſchedlicheſt / wann da iſt kein widerumb vffſtõ / die ge f Beiffef ſeit / wa das holtz hinfelt da wurt es bleiben / wan es iſt vſſerthalb dem vers dienen. Darũb fo wercken dis weil ir das liecht haben. et N 2 Es ſeint etlich die nemmen i IE ſich an /als ſtandẽ fie vff võ ſünden i beichte gond zů vnd andere gi te werck thůnt ſie der criſtenheit. Aber nit yn warheit / wan ſie haben kein gůten für⸗ ſatz zeſton von ſünden / nach oſtern ſo gõd ſte offenlich widerumb hin zůũ den dingen die ſie yn angenumner weiß verlaſſen ha⸗ ben / da went man ſy fallen widerumb / ſo fie dech in warheit niet widerfallen / wan fie nie recht feine vffgeſtãden / ſit ſeint ebẽ bliben dieſſie vo: waren. AZ ESS Kr. Von der vierden ſchellen. Die vierd ſchel Niſt ſich annemmen zefallen. Von der fünfften ſchellen. Die fünfte ſchel N iſt alle tag widerfallen. Es feine vier ding / ſtõ/ fall / wi der vff. ene vffſton / Der ans gauch ift vil deren zů diſer zeit der ſeint. Aber was frucht trei 1 du CLNIX Das erſt iſt engeliſch . Das lerſt iſt tüffe⸗ liſch. Die mitlen ſeint menfi chlich. Sarũb wer alwegen ſtot der iſt ein engel / der nie⸗ merme offſtot der iſt ein tũffel / wer aber felt vnd ſtot wider vff vnnd felt aber / der iſt ein menſch. Zu Nandulſe fragſtu vꝛſach warũb ein —— widerumb faly Ne recht vꝛſach iſt 5 8 s ſeint vil inen Be diegeder hoch IAnig en wan . Hoch fand d arck vñ vf fi Alſo was ein nerkiſch a Weid meit / ieTolenocd.va.tar ſebẽ wa er ducdaucd her ir vx. mal ym wald geguckt / wz ſy de bycht vater fraget ſo ſpꝛach ſy allwegẽ guc guck ander pie Elia gerift N nde gleich e er lüf Sedan yn fein Buß 946 bꝛant / darũb das er fein nar ren cleid vnd den kolben vgeſſen hert den wolt er holen nd verbꝛan darin mit ei⸗ ot i i einer ſünden / der narr gedenckt groß pꝛelaten münch 0 du. n did den d l ünt gröffere find den du. Dũ Subiſ dach kenn deb le och kein dieb moͤ: der oder ſunſt ein todtſchleger / als 0 an 5 alſo gedenckeſt. Diſe Sat = er Belle vmb ir groſſen ſůnd vnd mie tat willen / ſo wiltu auch ynn der Belle ſein vmb deiner cleinen ſůnden willen, Wie / . Er 7 Die. LX XXII. Schar wol du mind ſtraff haſt / ſo ſeint doch bei⸗ de ſtraff ewig / der cleinẽ todrſünd als wol als der groſſen vnd was hilfft es / das die at dauoꝛnen wol bewart iſt / vñ die feind gond zů der hinderthür yn. Der dꝛit gauch iſt vꝛſach haben ð fund der vnküſcheit / frau wen vnd man beiwo⸗ nung. Item des fraſſes ſpeiß vnd tran cke. Item der hoffart cleider gewalt vñ wiürdikeit c. Der vierd gauch iſt boͤſe geſellſchafft · O wie vil verderbẽ von boͤſer geſelſchafft als indas vnder den iuden. Der fünff gauch iſt boͤſe gewõheit / wã gewoheit neiget vuß zůuergãgnẽ werckẽ. Zů dem dꝛitten fragſtu / was iſt die ar tzenei wider die fünff geuch wie fol mã fie verſchoͤchen die geuch. Ich ſpꝛich mit der hand / die da hat fünff finger / vnnd ſeint fünff vꝛſach / wider die fünff vꝛſachen. Von dem erſten finger. aſt angefangen zethůn darin verharr / wan got der herr kumpt das er dich bereit finde feinen knecht / vnd gedẽck auch gotz gerechtigkeit / vñ nit mißbꝛuch gotz barm hertzigkeit / vnd gedenck das er iſt barm⸗ hertzig vnnd darzů gerecht / barmhertzig denen die die zeit der barmhertzigkeit nit mißbꝛuchen / vnnd gerecht denen die ze wil der barmhertz igkeit vermeſſen / welſtu nit wa eier ſein begrebt erwelt. da ſol mã in be grabẽ / ſo nim ein find ð iſt des tüffels vn derthon / ſol yn ſeiner ſtat begraben werde mit dem reichen man der yn der hel begra hen ward / als er voꝛ da ervelt hat vn ſein ̃ des mosnigen tags. Sarumb fo verlenge u Hit deln duß vnd penitentz / vn die du teſtament beicht vnd gnůg thůn da gema chet hat vnd zůgleicherweiß als es ſoꝛglich iſt ein teſtament verʒiehen vnd verlenge⸗ ren biß an das todtbett. Alſo iſt es ſoꝛgli⸗ cher der ſeelen teſtament verziehen die pe nitentz / wã wie ich dich find alſo vꝛteil ich dich ſeit das geiſtlich recht. Von dem anderen finger. Der ander finger iſt vergeſſen vergãg nen luft vnd vil der ſünder / gang nitt wis derumb gedenck nit verlauffnen luſt / vñ nit ſich hinderſich als lotz fraw, (Geneſis viv. Luce. viv. Niemãtʒ leg hand an ein pflůg vñ ſehe hinderſich / ſo lſt er geſchickt zů dem reich gottes / verſtandt zů den fürs den hinderſich ſehen ſy widerumb begerẽ / die meiden ſie nit / wie wol fie penitẽtz thet⸗ ten zů des Jonas pꝛedig / aber ſie fielen wi deramb yy die find, Von dem dꝛitten finger. Der diꝛitt finger iſt flucht ð vꝛſach der ſünd / vnd voꝛuß der vnkenſcheit Paulus ſpꝛicht fliehen vnkeuſcheit / alfo vꝛſach al ler ſünd ſol mã fliege durch welches werck ein ſin gefangen mag werden. | Von dem vierden finger, Der vierd finger iſt geſelſchafft gůtter menſchen vnd leſen von der heilgen leben Dauid ſeit. Cum ſanctus eris.) die red heiliger menſchen fein füer hitziget de med 7 chen zůtugeten / vnd der heiligen leben le ſen / vnd ir evempla dick leſen mit warnẽ? men / es iſt gůt in vnſere hertzen ynzügief ſen goͤtliche liebe / das wir gott yn alle din gen / vnd über alle ding lieben / das wirds ewig leben überkummen. . Von dem fünfften finger. Von fal Narren. Der fünffe finger iſt oꝛdenung des lebes / das iſt gůt wider die boͤ ſe gewõheit. Der gauch weicht nit gern von dẽ neſt / darumb ſo mach ein gewonheit wider ein gewõheit ſetz dir für ein oꝛdenung zelebẽ / vñ dauon weich nit (Reg celoꝛuz n eb du die ſünd ver von deren du angefochten ſten zewaſſer vnd zebꝛot / oð ein zal pfalmen zeleſen / oder ein ſum̃ geltz armen leuten zegeben / in dꝛey tagẽ villeicht fo wire ſich got ũber dich erbarmen / vñ würt die ongeftiern mikeit des moͤꝛs / vnd der anfech⸗ tung nið geleit durch dein dem ditt vnd durch dein faſten / Alſo haſtu die hand der fünff finger mitt des nen / du die tungen goͤuch vß dem neſt vettryben vnd vß nẽmẽ ſolt. Was ſagſtu aber von dem neſt vñ von dem alten gauch da ſag ich / Das du Fomitem / die wurtzel der ſůnd / das heiß ich den alten gauch vnd das neſt magſtu nit gantz vß xüten / du wölleft oder woͤlleſt nit / fo wonet der Jebuſchus in dir / du magſt yn aber wol ein zeit lãg tem men. Er hat geniſtet yn dem alt⸗ ten baum Adam / vnd hangen die ſtũck des neſttz an dẽ eſtẽ Adams nachkummen. Item wan du auch den tüffel em pf inſt herzů fliegen den altẽ gauch yn ſyner anfechtung / ſo ſchꝛei über yn / als die hůener über den weigẽ oder den gauch thůnt yn deinem gebet / ſo flüge er hinweg rx. (Fr CLX l aſſen vnß gott bittẽ durch fein milte barm hertzigkeit / das er vnß verleihe nach diſem leben das ewig leben. Das verleihe vnnß Got ð vater Sun vnd der heilig Geiſt, Amen An dẽ montag nach remiſcerꝛ/gepꝛediget von dem hoch gelerten vnd gotz foͤꝛchtigen do⸗ cto: Johãues Geiler vs Reis ſerſperg. Võ ſterbẽdẽ narre, t ſterbnarren todtenarren. ö int die / die nit von dem todt woͤllẽ ieee ſagen och ſich vff den todt be eitten / von denen ſeit das euãgello hüt / da Chꝛi ſtus ſpꝛach / ir werden ſterben yn euweren ſündẽ. Diſe narren erken ich yn vier ſchellen. Je lxrxv. narrẽſchar 8 Die. LX XXV. Schar Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt Antt woͤllen ſie gedencken von dem todt / noch daruen Böre agen noch pꝛedigẽ das ſeint narren / die ſemliche nitzliche ding verach ten / als da iſt an den todt gedencken. Es bꝛĩgt ſechß nutz · Der erſt iſt die ſünd ver treiden. Item die weldt zeverachten. Item es machet ſich ſelber verſchmehen. Item es machet ſich ſelber zeregieren yn ſeinem leben. Item es maßget die freud diſer weldt. Item es leret dich recht vꝛteilen von di⸗ ſem leben / vnnd von dem zůkünfftigen le ben / hie wer vil zeſagen. Von der anderen ſchellen. Die ander ſche it fi nit zů dem tedt dereit ken. Ds feine vilmnenſchẽ die Woran Vertootgedeneet/ lie Nit / ader Die 11 dem foct bereiten ie ſĩ geren es moꝛn mor / vñ N ren attẽ ſachẽ voꝛuß / vnd das wer das fü vff das vnſicher / vnd das ſicher verlaſſen vnd verfaumen, Du haſt die gantze far mit Bew ond ſtraw / vnnd deſgleichen me c. Vnd weiſt nit ob er kumpt / oder ob du ſo lang lebeſt / vnnd vff dein ſicheren todt bereiſtu dich nit. Du goſt mit kĩdo dinge vm̃ / ſo doch die aller her tods dir off dem halß leit. Darumb ſo heiſtu Ait allein ein nar / auch ein vnſinniger Ja ſpꝛichſtu ich gang nit mit nerriſchẽ fragen vmb / die well die feind ym thoꝛ ſeint / ich gãg mit dẽ gewalt vm̃ / vñ mit dẽ regimẽt der ſtat mit kaufmãſcharz mit meinẽ gar te roß marin meyerõ / vñ wie ich ſie vñ mei ne cleið an die mertzen ſuñ hecke vñ ſtelle. Lieber herr gott ſeindt das die groſſen ſa⸗ chen / darumb du verſumſt das heil deine leibs vnd deiner ſeelẽ / das du an den todt nit gedenckſt. Von der dꝛitten ſchellen. Sie dꝛitte ſchell Bft weinẽ die rodten / on maße lich weinen die todiẽ vß mit LA leide vnd natürlicher güttig keit / vnd vß anderen erlichen ſachẽ iſt nit zeſtraffen / aber da ſich elner nit wil laſſen troͤſten / vnnd darmit ſich hindert an ein beſſeren / das iſt ſtrefflich &. Da man zalt Tuſen; vierhundert ſüben vnd neun tzig. Da hab ich vil vom todt geſeit vf de eſcher tag. Pon der vierden ſchellẽ⸗ 8 Die vierd ſchell st ze vil ſoꝛgen vff die grebt Acriſtenliche begrebtnüß / iſt ii zeſtraffen / aber zevil ſoꝛg darumb habẽ vnd zevil koſten daran legẽ Als Mãſeolis grab wz / das ym ſein Buß fraw machet Arthemeſia / vnnd als Cho⸗ mins ein grab machet / da hett er alle tag dꝛü hundert wercklüt darã / das iſt zeſtraf een Liß doctoꝛ Bꝛanß narrẽſchiff/ da wůr ſtu wunder in findẽ / hab du ſoꝛg für dein fel (Coꝛpus celo tegitur qui caret vꝛua). N Am ʒinſtag nach Reminiſcete gepꝛediget. Gon veracht Barren, CcLxXXI Von verachtenden narren. Die andere ſchel iſt fiinde vff die barmhertzigkeit got⸗ tes mit eim fürſatz ſi⸗ im zůkiũ tigen zil. it uit geſündet zn en heiligen geiſt / wan der fůrſatz mindert die ſünd / wã es ift ein zei chen / das er nit das gemüt hat all wege in ſündẽ sebeleibe, Aber es i ein groſſe narrheit / wã der dir hat zůgeſeit deine ſünd zůnerzeihen / ð hat dir den moꝛnigẽ tag nitt very heiſſen zegeben / das du yn erlebeſt ſpꝛicht Auguſtinus. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛit ſch EN el / iſt finden vff gotz I barmhertzigkeit mit Er eim willen ſich zebeſ⸗ ſerẽ / abet er weißt wan / er hat kein zil weder iar nach halbs / Als der — — Je. lrrrvi. ſcharr iſt 1 ' ee Al veracht narren die gott verſchmehẽ r dich zůgot zekeren moren moin # 17) ond verachtẽ vmb der ba rmhertzig beſunð biß zũ end deine lebẽs⸗ wã eit willen / die er inen alletag erzeigt vnder hundert tuſent würt kum ei Diſe narren erkeñ ich yn vier ſchellen. ner behalte ſeit ſanctus Iherony. > Von der vierden ſchellen. Von der erſten ſchellen. i f Die erſt ſchel iſt ſün⸗ Die vierde 5 eee Y ſchel / iſt fünden vff den off die barmhertzigkeit gottes die barmhertzigkeitt end kein fürſatz haben ſich woͤllen ! gos / das got nit glei Ae beſſeren / das iſt die ſchwereſt fünd che vnd dald nach der find ſtrafft wan ſie gat wider den heiligen geiſt / die weð hie ſie ſpꝛechẽ ( Eccleſiaſti. v. peccaui) noch doꝛt ab würt gelaſſen / das zeuerſtõ ſei TLyß ich hab geſündt / wz widerwertigs ſanctus Thomas in ſecunda ſecunde. Wer aber iſt mir darumb zůgefallen gotz er⸗ zn die ſünd geuallen wer /ð ſol auch fechten nach bermd iſt groß / er wil ſich erbar⸗ der penitentz. men off die ville meiner ſünd / die f barmhertzigkeit gotz bꝛingt vil me Von der anderen ſchellen. ſchẽ yn ſi and pe accidens / Als ſa f lomö ſeit ( Eceleſiaſti. viii.) darumb das nit gleich der ſententz gefelt würt wið die boͤſen / ſo verbringen die menſchen ſün boͤ⸗ ſes on alle foꝛcht · Es iſt ein wander vnnd Jas i Herm sind d wen ge gen as fie darumb ſůndẽ dz inen gnad barm hertzig iſt / vnnd fie nit ſtrafft · Was iſt das anders geſeit dan ſouil / darumb das got ſein guad vnd erbermd mit mir teilt. Darum fo wi ich mich von ym teren. Item darumb das er mir lang uberſehẽ hat vnd mich nit geſtrafft. darumb fo wil ich für vnd für finden. Item darumb das er mich vo: dẽ gehen todt beh net hatt vnd voꝛ dem tüffel vnnd doꝛ ewiger ver⸗ dampnüß. Darumb ſo wil nach me ver⸗ achten vnnd erzürnen. Item darumd das er me gůtz hat gethon dan anderẽ mẽ ſchen. Darumb ſo wil ich ym deſter min⸗ der gehoꝛſam fein, Welleher held Tag añ 192 Sich ſtu nit wie alle thier gu thůnt dem der inen gůtz thůt / ond du wider al⸗ ler thier natur durechteſtu dein gůtteter / vnd alle thier werden zam von gůttet vñ vnnd gehoꝛſam dem menfchen, Aber Ju iſt gott vngehoꝛſam / wie vll gůtz er dir EBist vnd wirft deſter boͤſer / du ſolteſt 95 widerſpil ſagen vnd gedencken / ſeitenmal uffen fer gibt vnnd ſchnit off yn / ſouil er übeler ſtinckt. Alſo wider die ſonnen vnd glanß goͤtlicher barmhertz igkeit laſſen die vnd ckberen vßgon geſtãck der ſunden. O bꝛů⸗ der nit mißbꝛuch alſo die gütte gottes die dein wartet zů der peniten t. Es würd der lag kummen das er es ſitaffen wůrt / vnd ſouil er lenger / ſouil er ſtrenger vnd her⸗ ter ſtraffen würt Valerius ſpꝛicht (Leuto quidem gradu ad vindictam. Eccleſiaſti Die. LxxxII. Schar ci quinto. Subito enim) der som gotz ſch⸗ nel vnd behend kumpt er über die fünder, Darumd fo mißbꝛuch nit die gůttet got⸗ tes zů delner verderbniß / nit mach von ds trlackers goͤttlicher barmhertzigkeltt dir gifft deines todtes vnnd deines verdam m pnüß /nitt biß der koch der von koͤſtlicher ſpeiß machet vergiffte ſpeiß / gott hatt dir geben diſe ſtat vnd die zeit zů der penit nit mi pbꝛuch ſie zů der Boffar att irgedenTang leben das du penltentz ven i mach dix ein kehenen Goran | u gezogen werdeſt yn die ewige verdam⸗ nüß / da nüt iſt dan weinen vnnd zanclaf fen / was machen die menſchen anders de nen got lang leben gibt dan ein kethenen / da ſouil ring an ſeint als ſünden / ſie ver⸗ bꝛingen ein ring am anderen / ſie gond vs füllerei vnd der trucken heit zůvnkeuſcheit von vnteuſcheit ſchulden zemachen vnnd die ſelbigen nit zebezalen / wã die ſünd wos len gelt haben. Darnach fo můßman ſte/ len. Darnach nach a roß ſünd todtſchleg. Darnach an den helliſchen galgen. Nitt alſo laſſen vnnß nit verzjehen vnſer pen! tentz / wann wer ein gewõheit überkumpt der kan ir gar kum wider abkummen / was es iſt ſchier wider die natur / beſunder vm böfen des gůtten hat mau bald rein lugner was / alſg von eim dieb / als fo von eim Nkeuſchen / iung gewont altt werhont, / Es geſchicht gar ſelten dann en iunger vnbeuſcher bleibt alſo / es ſei in wercken oder im willẽ oder yen luſt der ge deucken. Welck f lgeſein / ð y von eim zehen kargen iungen ein alter mil ter reilicher / wie wil ein altter faſten / ð da iſt wie ein kind můß mentg mal geſſen ha ben / welcher kert wider gůttlich ym altter das er vnrecht gewunnen hatt yn der iu⸗ get / wa iſt einer meſſig ym alter der in der iuget ein truncken boltz was / das leberle iſt ym dür er můß frütruncken habẽ. Er mag ym alter das lyne hembd nit verlaſ⸗ ſen es iſt kalt wetter. Er mag nit betten er hat ein blöd haupt vnd ein enge bꝛuſt / ia zebetten. Aber nitt ſunſt zeſuaderen vnnd zeclapperen. Ex mag kein pꝛedig hoͤꝛen er nach reminiſcerre. Gepꝛediget von dem hochgelerten vnd gotz foͤꝛch⸗ tigen doctoꝛ Johannes Geiz ler von Reiſerſperg. Von gotzleſterer narren. | 5 N | ES FREE IR eh 2 — 3 Hon veracht Narren. An dem mittwochen CLxxn entſchlafft daran / er mag nit zů den heil⸗ gen gon er iſt ſiech / er mag nitt allmůſen geben noch wider kerung das er nitt arm werde. Darumb ſo biß gott deines ſcho pffers vnnd erloͤſers eingedenck ynn dei⸗ nen iungen tagen. ¶ Et ne tardes conuer⸗ ti ad dominum. Rogemus ergo.) Laſſen vnnß gott bitten &, | E crũtzgen mitt ire zungen von denen woͤllen wir dꝛü ding ſagen. Zů dem erſten von iren ſchellen⸗ Zů dẽ anderen wie groß iſt ir nar heit. ZU dem dꝛitten von der artz nei. Ich find ſüben ſchellen dabey⸗ man ſie erkennen mag. Von der erſten ſchellen. el / iſt ſchmehen die goͤtiliche fürſichtig⸗ l keit. Es ſeindt ertlich das got kein ding oꝛdine vnd ſchicke in mẽſchlichen werckẽ wan alle ding kummen von glück her / wan ſie ſehen das es den gůt⸗ ten übel gat vnnd den böfen wol narr nitt ſtraff got den herren ynn feinen wercken feine vꝛteil ſeint ses nil vnergrüntlich vnnd vnſer ge⸗ müt ʒeuil ſtumpff zeurteilen / fein wil iſt die hoͤchſt vñ die recht regel aller ding die da geſchehen. Von der andern ſchellen. fü E Die. LxxxvVII. Schar Aber der gotzleſterer der die zung darũd empfangen hat gott zeloben / lobt gott nitt ſunder ſchmecht got wider dar mans al len cregturen ſꝑiicht ſauctus / Gꝛegoꝛius⸗ Egiſt ein wunder wie ein menſch gott nit bt / ſo alle ctegtuxen in xeitzẽ alwegẽ gott zeloben. O hund o verreter o feind des cri hund d ſt / de fer don du biſt / wan er fein herren nit beif ſet nach zerzerret / aber du dein got vñ her ren zerzerſt/ du weneſt du ſchwerſt du vn ſinniger hund. Du byſſeſt die had die dir nit allein bꝛot gibt / ia den lufft foh vnnd mon leib vnnd ſel gloꝛi. Itẽ diſtu ein nit verreter mitt dẽ mũd mitt dem du den wein truncken haſt den er beſchaffen hat / mit dem ſelbẽ mund bif ſeſtu vnd ſchmechſtu den ſelben herren. Irem du biſt ein feind des crůtzes Chꝛi ſti / du erützigeſt Cheiſtum widerũb dir ſel ber / du thůſt nir minder dan die Chꝛiſtũ crützget haben . on dem dꝛiten fragſtu ws man thůn ol wider Lie vnſinnigkeit. gib ant⸗ wurt / das du ſolt dein rum ef vnnd ſetz dir ſelber ein geltſtraff vff oder ein gebet zethůn wi du ein ſchwůr thůſt / hab auch ſoꝛg für dein hußgeſindt werblit inen zeſchweren / aber die die land vnd lür vnd ſtett regieren follen ſemlich gotzleſter verbieten vnnd ſtraffen / aber voꝛ allẽ din gen ſollen fie die vꝛſach hinweg thůn des gonleſceren xn nd was ſeint die vꝛſachen. Es feint die verdottenen ſpil / vnd das wolleben vnnd zeren vff den ſtuben / man leſtret nenen got me dan yn dem ſpil vnd in der trunckẽ gelt: Sarumd wan ma die Tuben beſchluß vnd die en hett m@ die vꝛſach des gotzleſteren hinweg gethon⸗ beſunder letzund in diſer heiligen zeit der faſten / da man das faſten vnd gebott der heilgen kirchen bꝛicht / on ſcham vnd gotz foꝛcht. Aber lelder die biſchoff fürſten am⸗ meiſter vnd die ratzherren die es ſoltẽ ver bieten / die feine die erſten ſuffer vnnd ſpi⸗ ler / vnnd wan ſie es nit wolten abſtellẽ / ſo fetten ſich die von der gemeinen der ſach annemmen vnd die herren ermanen das ſie ſemliche ding abſtalten / vñ die eer gotz beſch irmten vnnd die gotzleſtrer von der welt nemen / wolten fie es aber nit thůn / ſo ſol man von allem volck andere erwelen die got lieb hetten / vnnd beſchirmer werẽt der gerechtigkeit. Alſo lert Jetro Moyſes er volget ym / wewe aber dem erterich da nit ſemlich regenten vnd richter ſeint. Als er da ſelbſten beſchꝛeibt da man ſie nit võ katzen die ſchellen au hencken ieglicher fo cht ſeiner hüt vnd ſeines eigenen ſchaden / er můß ſein ettwann engeltten. man hieß yn wider heim gon / oder erſchlieg von im iſt er fein kund ?. Alſolleit der gemein mã ein finger vff fein lefftzen vnd ſchrreiget / vnd gat all) das lederman durch die fin ger ſicht vund bedoͤꝛffen keiner bꝛillen me arumb ſo zergat das gemein gůt vnnd die groſſe ſchwür vnd ſpil / vnd das bꝛaſ⸗ fen vnd ſuffen vff den ſtuben wůrt nit ab geſtelt. Es iſt aber ein zeichẽ dz ſie nit getz kinder ſeint / wan ſie litten ſunſt nit die le⸗ ſterũg gots irs vaters. Wir leſeu dõ einer 7 die ſpꝛach zů irem man. Du haſt zei ſũn / aber es iſt nit me dan einer dein Alſo ſtarb ſie ee ſie den eelichen ſun nent. Da der vater ſterben ſolt / da ſpꝛach er zů feinen freunden / ſehen wol für euch wellis cher das gůtt erde / es iſt nitt me dan einer mein eelicher fun, Da er todt was der rich Hon plag narren; CLxLVUn ter ſtalt den vatter an ein baum / vnd welcher al⸗ N a en zů des vatters hertz ſch üß / der ſolt das N Je * lxxxvii 5 gůt als beſitzẽ. Der erſt fun der ſchoß nach. der fd Be iſt plag ander traff das hertz. Der dꝛit der warff dz arm [ a s ſeindt bꝛuſt hinweg vnd wolt nit ſchieſſen / er wolt ſich | ——— le ie die ſich ee e des erbteils verzyhen dan dz er ſein vater nach ren von ville der plagen / al 3 ſeim todt ſchieſſen ſolt / vnnd ward geurteilt das uinten ſie mit den Isa in Jas der recht fun wer &. Alſo iſt es hie auch mitt hůttigen 0 0 5 got den gotzleſterer . Laſſen vnß gott bitten durch 910 gerecht 19 n as er p 1 55 ſein mite erbermd / das er vns verleihe nach di e gůtten mit den en vnd u ſeem leben das ewig lebẽ dz vlyh vuß Got vatter 19 500 e > 5 Sun / vnd der hellig Geiſt. A MY EN. gm ale Yu he wähle | — 5 arũb magſtu erkennen diſe nar In dem ſontag ren yn diei ſchellen. nach Reminiſcere / Gepꝛe⸗ n diget võ dẽ gochgelerten n vnd gotzfoͤrchtigẽ do⸗ ctoꝛ Jones Geiler DI RE | v Keiſerſperg. Von der erſten ſchellen⸗ Von plag Narren. 8 A) ER, ——— \ A Die erſt ſch e N 12 3 8 Ve e / iſt ſich verwunde⸗ u; In c ren von den plagen N 2 die off erterich feine, Es ſeindt etlich leut die geben die ſchuld den planeten vnnd dem yn duß der planetten / die machen fol len/krieg / hunger / thüre / vngewir ter / krauckheit vnd peſtilentz / vnd deſgleſchen ferderbnäß der frucht Semliche veiſſager ſolt ma ſtraf fen vnd vertreiben / dan es iſt ytel narrenwerck was fie nummen ſa en Aber ſch wolt dennecht gern as mir iren einer ſeitte was / oder welicher het geregiert zů Noe zeit⸗ ten / das es viertzig tag vnnd vier tzig necht regnet vnd da das gãtz erterich vndergieng / vnd deſglei⸗ chen / da ſodoma von . fi 9 ii Die L XXVII.. Schar füer verbꝛãt / welcher planet regiert da / wz lanet regiert da thüre wz zů Dauids zeit (i. regum. Pal) iard a das vih kein graß het / ich wil dir ſagẽ was planet richſſet / er ſtot hüt in Ie euan gelio / es wz Übertrerrüg go gebo 5 esTeir von dem ſintfluß gost ſah das vill boßheit der menſchen was off erterich vñ die gedenck des menſchen waren geneiget si, boͤſem da rüwet es got das er den men! ſchen gemacht get. Sarin fo wil ich in mit dem erterich verderben. Item die ſünd ſauls das er die gabao⸗ niter ertoͤdtet het / vnd bꝛacht den hunger zů dauide zeiten / lyß Joſue. x. e Uni. Req uin. x vfl. Sarumb fo ſag ich as die Jund v d übersreitüg gotz gebot⸗ iſt der ſchedlicheſt planet der plagen vnd widerwertigkeit die got off erterleh ſendet des alles nim stands of Jex heiligen ge⸗ FTC ent g Deuter.) Sa ver eiſſet got ſemuche plagen zeſckicken In bꝛech ang willen feiner gebot. Tun ſihſtl A ten lang gieng. | hen ſie / da ſahen fie wie an eim flugel ſtůd geſchꝛiben zoꝛn am anderen gotz Ira dei⸗ nan wie ym anfang (WeRefie,tlt.) Fot dz vmb der find willẽ das erterich verflucht ward / alſo g auch alſo würt eo geſegnet übung gůte derck / Jetzund ſiheſtu was net it der vnß betrübt mit plagen ð wider wertigkeit. A ſpꝛichſtu wie em ich de plagen ab / es iſt nüt x 1 krefftigers darwider dann die ſünd rüwen vnd beichten vñ ffhoͤꝛen zeſünden. Item genug thůn vnd widerkerũg vn uertiges gůtz vnd ſtraffung deren die nit vffhoͤꝛen wollen ſundẽ durch die vier mit v an dechtigem gebeet möchte inen den zoꝛn milteren der ietz wietet über on. em ee natürlich vnd von dem ynfluß der plane ten / wan wir gotz gebot hieltẽ / ſo wirt got die planeten hin deren? als es clarlich ges ſchꝛyben iſt TLeuitici decĩimoquiuto vnnd eũteronomĩe. vigeſimo octauo.) » HM dad e vempel das fanctus Yincentins der groß pꝛedicant gibt’ wann ein hußuatr ter der kellerin die ſchlüſſel geb über das bꝛot fie ſolt den inden genůg zeeſſen geben. Aber ſie ließ dẽ kindẽ mangel / ſo wer kein artzenei beſſer dan das die ſelbigen kind zů dem vatter lieffen vnd es ym clagten⸗ fo nem er der kellerin die ſchlüſſel vnd geb den kinden genůg / alſo hie auch Diſer üßüatreriff gott der hat die ſchlüſſel ge⸗ ben der kellerin / die bellerin iſt die natur die ſol vnuß wein vnnd bꝛot geben durch den regen an nun die natur iſt hert karg vnd grim iſt durch ynfluß der planeten / fo ſollen wir als die kind ʒů dẽ vatter lauf fen / ſo werden wir erloͤſſet. N wann wir vnſers vatters gebot hieltẽ / wan was ge⸗ bet mag ſeit clarlich die heilige geſchꝛifft vnnd tegliche miracula &. Ven der anderen ſchellen. iſt ſich dwunderen warumb die vnſchuldigen / vnd etwã die faſt frũme vnd gůtẽ mẽ Die ander ſchel —— Gonplag narren: cl xxV antwurt das alle pen ſtraff vnd wid wer darin Betten geſchaffet der ſelben boͤſen. tige ding kummen alle vmb der ſündẽ wil Itemzů dem anderen ſo haben fie ſtraff len / wan vmb der erbſünd. Als dan die le vnderwegen gelaffen vmb der (Bam wil; rer ercleren im andern bůch ſentẽtiarum. len / hetten ſie ſchon die arbeir wol mögen Ich ſpꝛich zů dem anderen / das nit da ob haben / ſo haben ſy es doch vmb der ſcham nen geſeit iſt das alles leiden vnd wiðwer / willen vnderwegen gelaſſen. Zů dem tigkeit eim menſchen zůfal vmb feiner ei dꝛitten / ſo haben ſie es vnderwegen gelaſ⸗ genen ſünden willen / das er es ſelbs ver fen vmb foꝛcht willen zeleiden zeitlichen dient hat. ch ſpꝛich zů dem anderen ſchaden. Darumb wan ſchon die arbeitt dz geiſtliche ſtraff niemantʒ vffgelelt wirt oder ſcham nit hindert / fo hindert doch ſy in der feel vmb eins anderen ſünd willeu. geitigkeit / ſie haben ſy nit woͤllen erzurnen Aber wol leibliche vnd zeitliche ſtraff / võ jn der ſtraff das fie es hernach nit müſten der ſtraff woͤllen wir ietzund rede. ſo ſpꝛich engelten / oder etwas mũſten manglen dz ich das zeitliche ſtraff billich leiden die vn inen würde / vnd darumb ſollen ſie etwan ſchuldigen / vnd andere gůte menſchen die diſe weldt bitter erfaren / ſo ſie inen haben ſemliche fünd nitt haben gethon / darumb woͤllen hon die ſüeſſe der ſünder yn ir lies etwan die boͤſen vñ die welt geplaget würt be vnnd die ſünder inen nitt haben bitter got thůt wie etwan ein herr thůt der einen wollen haben. Hie weren zeſtraffen etlich ſtrafft an ſeim leib etwan an ſeim gůt / nũ pꝛedicanten die niet gethoͤꝛen ſtraffen / fie die kind ſich gůtter / oder boͤſe die plaget ſoͤꝛchten es being inen zeitlichen ſchaden. er / ſo würt der ſelb boͤß auch plaget. Es iſt den ſelben boͤſen nit ein cleinc plag vnd leiden / wan ſie ſehen das ire kind hinfarẽ mit der peſtilentz oder ire thier ſterben vñ An dem freita g fie kummen vmb ale ir gůtt. Item gott der ert erkent / ſettref di nach reminiſcere / gepꝛedi kinder geleber Haben. So Hertel lie get von dem hochgeler . — vñ oͤꝛchti vater ound mütter fach | 755 - gosfsahtir finden 1 gen docto: Johã : : / nes Geiler võ en todt hinweg hat genummen / das Mbaſtes. dein dꝛitten deff ewigen todt entrinnen / vnnd 05 fie ſchon vatter vnd můtter nit weren nach? gefolget / noch fo hatt gnediglich gott mit 12 ö ſo laßt got die gůtten lei den inen gewirckt das er ſie vß diſem ellend er P mit dẽ boͤſen / nit das es inen löiTer hat. Ich ſpꝛich zů dem anderen das ein ſtraff ſy. Aber es iſt inen diſe plagen leiden nit allein die vnſchuldi nützlich vñ gůt vñ thůt es got vmb fünff | 15 1 die geſtanden leut vnd me vꝛſachen willen. en die zů iren tagen kummen ſeint / vñ auch kein ſchuld Baben an den ſünden der m Von der erſten viſach. boͤſen menſchen vñ müſſen ſemliche ſtraff ! . dem erſten leiden vnd billich. Zů dem erſten das ſie as fie noch beſſer werden ga der güttig herr thůtt ine; nit die arbeit haben wellen hon / das ſy die anderen hetten geſtr.fft / vnd irer feel heil Die. LxxXxVIII. Schar gleich wie ein ſchmid den kolẽ thůt yn der / er ſchüt waſſer daruff das ſy deſter cla glarer leuchten dund titzenglicher bꝛennẽ · o die menschen die da bꝛennen yn a icyer lebe die beſchůt er mitt waſſer ð wis erwerfigreit/ das ſie gott noch lieber ge⸗ winnen / wan ſouil der feind vnß von gor licher liebe bꝛingen wil / ſouil fie gröffer vn vnnp wilt ( Tantlieotum. viii, aque multe Hon potuerunteptinguere charitatem.) der ſchmid mit dem blaß back tru⸗ ckt er das füer nider oder mit dem naſſen ſtrawchwüſch. Aber darnach fo gibt das füer deſter ein ſterckeren flammen. Acht ſanctus Gꝛegoꝛius. Alſo die begird er vſſerwelten ie me ſie leiden vf exden⸗ 11777 Al: ie me ie begier ʒůgot gat. Item ein zim merman der thůt vil ſtreich vff ein nagel das er deſter tieffer hinein gang. Alſo got ſchlecht menig mall vff die gůtten mitt dem hammer der betrübniß / das ſie Chꝛi ſto deſter baß zů geneglet werden an das crutz / das fie ſeient von der in deren pe ſonen ſanctus Paulus Vniiß ſcheiden von goͤttlicher liebe /wider⸗ wertig keit / angſt / der todt als ſpꝛech er nes in nieman eme on vnd ſoull me Gen fand wider wi fich end erde uilme got nme SHE pr vnd für vnnß fich⸗ N t exwalm darbei / vnd ſichtzů wie der goldſchmid dz gold hemmeret vnnd ſchlecht / daruß er wil ein ſchoͤnẽ kopff oder ein cleinat machẽ Alſo ſicht gott auch zů wie mã ym die gůt ten menſchen erheben iſt / durechtet Da⸗ uid ſeit vff meinem rücken haben ſie ge⸗ ſchmidet / die ſünder die ſchmidknecht des teuffels fun vnnd feine knecht. Eytunſie nibus pꝛeſſuris expoliti lapides ?. 2 der überwunden Bar ein triumph wolten machen / ſo thettẽ ſie m dꝛei eer an / man fůrt ynn vff eim koͤßlichenn wagen vnnd dem andern 1 g zz fie deſter ein groſſeren lon a ben vnd ein groͤſſeren lob o lat gordie gůtẽ leidẽ mit dẽ boͤſen. ſouil die nacht finſterer iſt / ſouil die ſternen clarer lüchten. Alſo iſt iewelter ge fein fo vil groſſer widerwertigkeit iſt ge⸗ ſein /ſouil etlich ſternen. Die heilgen me ge ſchinnen haben ſpꝛichet ſanctus Gꝛegoꝛi⸗ us / wan zegleicherweiß wie ſpetzerei ſchme cken nit wol man zerknitſcht vnd zerſtoßt ſy / etlich geben erſt gůtten geſchmack / wan man fie anʒünt vnnd bꝛent / Alſo heiliger menſchen tuget erkent man in widerwer⸗ tigkeit. Gott der herr thůt wie ein künig / der da hat ein ritter da weißt er das er ade lich / vnd manlich fechten wůrt vnd eer yn legen den ſtelt er an das ſoꝛglicheſt oꝛt des ſtretz / er wil ynn der arbeit nitt überheben ſouil er dem kůnig lieber vnd werð iſt / ſo⸗ uil eer yn dar ſchickt / das der ritter möge groſſe eer lob vnd lon daruon bꝛingen vñ ym zůfüge groſſer pꝛeiß. Hie nachuolget von der dꝛit ten vꝛſach. & dem dꝛitten ſo ., | laßt got gůte menſchen leiden mit den boͤſen das fie nitt hof a fertig werden / vnnd demütig blyben. Die roͤmer hetten die gewonheit wann ſie eim herren vnnd eim hauptman - NEL) — — giengen die pꝛiſonneer vnnd gefangenen leut dem wagen nach / vnd die gantze ſtat vnd herrſchafft giengen ym engegen vnd vier weiſſer pferd zugen den wagen. Aber vff das / das er nitt hoffertig wer / ſo thet⸗ Von der andern vꝛſach. Hon plag narren: ten fie im 9:5 ding dar gegen an. Dz erſt der minſt ym volck mocht ym flůchen off den ſelben tag vnd thet ym niemantz nüt darumb. Zů dem anderen ein leichte ſch⸗ noͤde perſon. Jů dem dꝛirtẽ fo was ein vn glückhafftiger menſch der můſt yn anrürẽ vnd ſpꝛechen zů ym. Ich wer auch alſo ein mã wan ich das glück hette gehebt wie du nit dein ſtercke / aber das glück hatt dich gemacht überwinden. Alſo thůt got ſei⸗ nen überwinderen der laſter / anch das fie nit hoffertig ſeient 85 St = fie leiden mit 3 ein f un / wan fein ſun den vatter fragerte / warumb er hieſſe den ſchůlmeiſter vnd yn me ſehlahe dan ein anderen / ſo ant wurtet der vatter du biſt mein ſun / ich 8 b me ſoꝛg für dich dan für ein anderen. Alſo zeigt gott das er iſt ein vater des der yn wider wertigkeit iſt me dun des der sn freuden lebt. Pꝛouer⸗ bioꝛum. iii. flagellat omnium filium.) Von der vierden vꝛſach. Udem vierden , laßt er die güren leiden mitt 2 . den boͤſen zům zeichen das er 1 inen das beſſer behaltten w. biß in iene welt. Ein 5 tan feier arbeit da nimpt er war we tibel wercket / welcher nit wol wertet dem̃ gibt er moꝛndes vrlaud vnd 7 gibt ym fein lon vnnd iſt niit me von ym deten warten. Ader deñ g ten arbeiter CLXXVI das werck vß iſt fo bezalet er ſie gantz bey eim haller / das iſt der hußuatter von dem hüt in dem euangelio ſtot / der gibt den bo fen hie den üderfluß zů denen wirt er ſpꝛe chen am letſten / ir haben eu weren lon ein⸗ genummen. Aber den gůten denen nimpt er zeitliche güter vnd laßt fie mangel Habe das ſie nit zeuol werden vnd got iren her⸗ ren derlaſſen vnd yn des tüffels dienſt nit erhoͤcht werden durch hoffart / wan die mẽ ſchen begeren nit zeitliche gütter ym über⸗ fluß das miſſent gleich leben / aber das ſy irer vnkeuſe cheit vnd füllerei vnd bůberey genůg mögen fein, Das weißt der oberſt artzet got der herr vnd gibt dir das du be gereſt / als tin můter gibt irem kind nit gã tzen lutteren wein als es yn begeret fie mia ſchez yn im mit waſſer das es nit trunckẽ werd vnd von ſinnen kum. Alo fre w dich nit wan alle ding luter ſeint vñ nach deim anſchlag gat. Von der finffren vnd leiten vrſach. eff ihr 1 ward yn den 8 himmel gefürt yn eim ſturm wind vund wir durch armen Silo ft o iſt 117 en wir zehimmel kummen. Beiftus der Bert aller herren mitt al⸗ 155 feinen freunden vnnd nn v az er nirt ge Iren eibt er nit gleich iren Ton / wann er cht über ſein herren / haſtu nun 2 36 g fügt fie lauffen; 5 eim andern herren. himmel zekummen /ſo ſolteu nit begerẽ le⸗ | bloß das ſie zeleben das fie dig zeſein / von kammer / ang /norrelibs alſo ym yn der arbeit bleiben. Wan aber fal vil vnd mancherlei vnd widerwertig⸗ Die. LXXXVII. Schar keit / wan wen du nit leidſt / ſo biſtu nit ein knecht Chꝛiſti ſeit ſanctus Auguſtinus. Item die begirt zũ dem himmel thůtt vnd ſchlüßt vff den himmel / nũ widwers tigkeit machet den himmel zůbegeren wã / fi: verbitteret vnß diſe weldt vnd iſt not das vns die himmeliſchen vnd geiſtlichẽ ding ſüüeß ſeient vnd wir ir begeren. Nr Lale bent gere der gend onde deſter begiriger ſei off das gewild vnd de ſter e wider zehand flieg / wan einer wider wertigkeit leider gu einer ſtatt / o züchter yn ein andꝛe flat, Alſo iſt es mit vnß auch üſſen vn was me Chꝛiſtus hat leide alſs gon n fein glosi. Alſo ſollen wit auch engſten das wir yugangen durch die euge pot. Laſſen vnß thůn wie arme lũt thůnt wan ein reicher mã ein groſſe hochzeir hat / fo kũmen arme leut das almůſen zeholen / vnd tringen mit gewalt zů der thür hin⸗ nein / vnd achten nit das ſie geſcholten vñ geſchlagen werden / das ſie nummen hin⸗ ein kummen. Su Dom 9er Felrren (Bellen. Die dꝛitte ſchel iſt warumb die gůttẽ die boͤ⸗ ¶ſen nit behůtẽ vo: widerwer⸗ N tigkeit. Die gůtten ſeint ge⸗ leich als das leben / vnd wie ein ſul vñ wie das marck yn eim baum / die weil dz mars ck geſunt iſt / ſo blüet der baum. Die ſeul tragen den gantzen baw / das leben machet die glider der heiligen kirchen lebendig / was iſt nun vꝛſach das die gůtten nie alſo mechtig feine die weldt zůbehüten / als me chtig feine die böfen zůferderben 24, Die ant wurt leit am tag / da iſt der zerſtoꝛung zeuil der laſt iſt der ſul zeſchwer des dings iſt zeuil. Der baum iſt gãtz verderbt / Der laſt des huß iſt zegroß / Der leib iſt zůgar verwũſt / es mag yn eins mẽſchẽ leib ſouil boͤſer füchtigkeit fein 95 dz lebe gar ertrinckt / vnd die glyder kranck bleiben. Es mag der baw alſo ſchwer ſein das die ſeul krum werden. Es mag als ein groſſer blitzig ſein / das das marck in eim baũ ver dirbt / das eg den baum nit mag machen blüegen. Alſo feine vilfunder in der welde das das leben nit mag die glider lebendi machen (Omis declinauft anne om⸗ nis ſtudent achte gare ers e onfer verflüchte zelt all wie boß heit wach fer vo tag zetag / ſich die doͤꝛfer an wie die bauren ſich cleiden wie edel leut / ſich groſ⸗ fen ſtett an wie alle laſter off dem dolden ſeint / darumb fo haben ſich die ſeul gebo⸗ gen etcetera. nim exe vnnd ſein 8 an euer gm go oh wa es vnd famuel vor mir ſtiendẽ / ſo hab i kein hertz; dem volck treib fie võ meim angeſicht / wer da kert zů dẽ todt / ʒů dem todt wer zů dem ſchwert / zů dem ſchwert zů dem hunger / zů dem hunger. Nelem Jas erterich wan es unden würt / o wil ich mein hand vßſ 7 vnnd mit der ruten ſchlahen fein bꝛot / vñ wil yn ſenden hunger vnnd ſie zetodt ſch⸗ lachen viſch vnd leu wan Noe Da niel vnd Leb mich betten fie werden ir ſe len erlöffen mit ir gerechtigkelt. Aber nit wider ire ſun noch auch ire toͤchteren die auch deſgleichen yn der ſchuld ſeindt / vnd würt das erterich zergon. Jetzund : & Hon duſch Narren clxx vn u wie vil der ſün der hindert die güte * 9 ſtieß Faltuater hinderſich Ver kun . 00 125 gebet das fie nit empfahen dz ſie in nit hinuß bꝛingen. Er ſpꝛach du Binde en} . begerẽ. Ee iſt kum ein ſtat oder ein ſam / reſt mich / der altuatter ſpꝛach / alſo hind⸗ . lung da d fierdteil nit ſei in todſt unde / wã reſtu mich in dem geber ul lber . einer ein hauß bauwẽ wolt / er moͤcht ſouil mir betten. Alſo wir auch / wan einer bau⸗ Bindernifi gaben er mecht es nimer vß. wet der ander aobꝛicht was bleibt da 95 7 Wir leſen im altuętter bůch von eine mor fen ein der! der fprach zñ emem altuartẽt/ er fo got für in bitten / das er ſich bẽkarte zů gr 1 d tem Fer altuatter nam ein iar zil / da daz Darumb aſen vnß / vnß zů gor ker ond lar herumb kam / da kam er vnd wolte in penitentz würcken⸗ lajfene VE vff Bösen toͤdtẽ / der altuatter ſpꝛach ee du 17 0 115 zůſünden/ſo mag das geber ireeeſt ſo ſtoß den groſſen ſtein 5 dem hauß bhinuß/er wolt es thũ / az er fürſich flieg 3° ; THE n ie. LX = 23 47 An dem ſamſtag nach Die. NK. nar Reminiſcere/gepꝛediget. Von düſch Narren. Een in dreien ſchellen. der heiligen krefftig ſein für vnß. eliſt wechßlen vnd geben ein reich vm ein dꝛeck vnnd kat / das ſeint die / die dz himmelreich vm diſer welt reich gebe hie vff er den / iſt nichts dan kat vnd miſt alles das in der welt iſt / iſt vnkü⸗ ſcheit / getikeit oder hofart/ uſt/rei chtumb/eer / iſt nichts dan miſt / IR diefreſſer/ſuffer / vnküſcher/ waz N > iſt es dan miſt on de n iſt / zu ve = miſt. Joe Age computruetunt das fih hat gefulet in ſeinem miſt as ſich die menſchen die ein fihe⸗ ſch leben füren / die kein verſtandt haben. Iren was ehr ke tumb acker vnd matten reden dan mi? ſtetee gtter. Iten gold vnd ſülb⸗ iſt trũſen von dem erdtrei 5 tem gloꝛl vnd eer in cleidere vñ von ſeidin da von man glotiert / ſeint miſt der wurm vnd fel ð mit fen was iſt gewalt vnd wirde es 9 .. Die. LxxxIx. Schar gat zů dem kat vnd zů IE miſt / wan dur⸗ ch den tod / ſo werden ſie miſt vnd wurm Deren ding iſt ſanctus Paulus ein zũg ð diſſe ding recht ſchetzen kunt / det ſpꝛach ich hab alle ding geacht als miſt / das ich criſtum gewũnne. Jetz ſichſtu wie dz nar reren ſeint / wie ſie das reich vᷣduſchen die himmeliſche froͤd die nie kein aug nie ge⸗ ſahe / kein oꝛ nie gehoꝛt in keines men ſchen Bergen nie kam. Smenſch nichtlig d alſo in dem dꝛeck wie ein keffer in eine roß dꝛeck/ſchꝛei zů dem ( Qi eriglt deſterco⸗ ve paupexẽ vt collocet cum pꝛincipibue.) Wan da biſt ein kůnig / vnd dein feel ein es Fünige dochter. Von der anderen ſchellen. Die andere ſch el iſt duſchen gottes dienſt für des iliffels dienſt /iſt dz nicht ein groſſe narheit ver / laſſen ein ſemlichen / erlichen / nützlich ẽ/froͤ lichen / leichtlichen dienſt für fo ein ſchwe⸗ ren /ſchedlichen / ſchandlichen dienſt / als des tüffelo dienſt iſt· Was hilfft es einen menſchen das er die gantz welt gewinn vi ſeiner ſelen ſchaden zů fügt. ſe haben ire gloꝛĩ vᷣduſcher in die Bildung eines kal bes das hew aß / was mag erlichers ſein / dan dem hoͤchſten künnig dienen / dem kü nig der himmel vnd erdtreich geſchaffen ur. Sie menschen frenwenftd vnd lee rieren darauch / wan fie einem groſſen Eis nig gedient haben / vnd fie meinen fie ſei⸗ ent deſter groͤſſer / wie ein groſſe eer iſt eo dan ein diener gottes fein. / Darumb ſo oltu nicht meinen das du eln ellender mẽ zoꝛnnigen / die fra ®en / die verdampten ſch ſeieſt / darumb das du zů gottes dienſt werde dz clegẽ (Vias difficiles ambulaul * geoꝛdner biſt / als die in den cloͤſtern ſeint oder pꝛieſter oder ſunſt durch ein abgeſch eiden leben / wan es iſt nichts erlichers / du ſolt auch nicht meinen das du gott etwas groſſes habeſt gethon das du den dienſt des teuffels vnd der welt verlaſſen haſt / dnd dich dem gottes dienſt gegeben haſt / vnd dae er dir darumb vil danck ſagen ſol/nein / du ſolt im groſſen danck ſagen / as er dich ʒů einem knecht an hat genom men. Du ſolt auch nicht meinen das er dir nicht lynen werde / er wäre dir zů lonn agitatam ſuper effluentem.) In dei OB hie vnd doꝛt / Bie frid vnd rũw des hertzens / doꝛt ewiges leben. Aber du ſolt im nicht dienen entlich vmb den lon / als einer einem dient vmb ein ſold. Dien im vmo fein ſelbs willen / er würt dir wol lonnen / du thůſt es nit vmb ſuuſt / das iſt groſſen he ren gar lieb / da man inen die⸗ net vff gnad on pact vnd on gedingt. Vnd nicht erſchꝛick das der gottes die neſt in dem anfang hart vnnd ſch wer iſt / far für / er würt dir ie leichter vnd leichter vnd würt dir froͤlich werden / wie wol er in dem anfang traurig iſt / hoͤꝛ den herrẽ er verheiſet dir / ſo er dich dingt / eerſam⸗ keit / nützlich / vnd freud. Da er ſpꝛicht. (Venite me..) Kommen zů mir ir die da arbeiten vnd beſch wert ſeint / ich wil euch tr friſchung geben / nemmen mein loch vff euch vnd lernen von mit / wann ich bin gütig vnd eines demütigen hertz en / ir werden růw finden euweren ſeeleu / mein ioch iſt ſüß / mein burde leicht / vnd den dien gottes duſchen ſie vmb des tüf feld dienſt / der ſchwer vnd ſchantlich iſt / vn ) 5 d teuff was ellen ds haben die hoffertig tigen / die hoffertigen / die vnküſchen / die — La) 2 — * 3 = = 2 - * * ö Gon duſch Narren mus. Sapientie. v.) Es ſeint wol ſchwer harte weg. Item die hofferrigen ſteig⸗ en ſchwere weg vff / die gei igen gond ein doꝛnnigen weg / die vnküſchen ein katigen weg. Der tüffel gibt feine dienerẽ kei růw via muſſen darzů hunger va durſt leiden. it 3 eilſet er mit geſtã ck/alo ſaucius Bernhardus exclext, AlTIich ſtu wie die knechd des tüͤffels⸗ vnd der laſter / nicht erſettiget werde /ab⸗ er begiriger. Item was fr ant es iſt einẽ ſemlichen ſich vnder würfflich machen on nutz / vnd wan es ſchon nutz bꝛechte vnd luſt/ o ſolt ſich doch ſchammẽ ein ſun got tes / dem tüffel zů dienen / vnd ein freund gottes / dem verflůchten feind. Sarumb ſchlah nice auß der art. Sſun ker dich widerumb zů deinem vatter / der in den himmelen iſt / dich ſol ermanen / der hun⸗ ger den du leideſt in deinem dienſt. Kere widerumb mit dem verloꝛnen fun des Bi tigen euangeliumbs / zů deinem vatter / vnd dien im / er wil dich bar mnhertziglich empfahen /n icht verzweiffel/ nicht big al⸗ wegen ein nar. Daf gech a el du haſt vi dings verſůcht / verſůch das auch / biſtu an vil fücfte hoffen geweſen / ſo woñ in des fürſten hoffs got des gerrẽ auch ein iar / es iſt doch ein iar nit an ein ſtecken gebunden. Von der dritten ſchellen. CLXXVI ˖ eiligen crůtz re 3/10 mögen wir gen Jheru ſalem jn got mit dem herren vff dem roß . 2 - | — FFEIE der gerechtigkeit iſt Hellas in cine feürin⸗ en wagẽ in den himmel vße geſtigẽ / das iſt der gerechten roß / auff dem roß wir die welt vꝛtellen. (Judlicabig oꝛbem terra rum in iufticia et in equi.) Aber der boͤſen roß iſt ir leib / das zicht ſie zů der hellen. Die wer zůſagen von dem roß / vonn lüfligung deß lelbs / vnd wie der leib ge⸗ gleichet wůrt einer fi ackpfeiffen / was der bumbaꝛt iſt / das clein pfeifflin mit den vil loͤchlin. In dem latin iſt es hübſch. xc. An dem ſontag Ocu li. Hat der hoch würdig vnnd hochgelert Bocro: Johan⸗ nes Geiler von Kei ſerßperg gepꝛe diget. &s GonkinosAarre. g ü Die erſtſch el iſt vatter vn můt ter mit wercken / oð Al mitt z eich ẽ merglich enteren vnd vachten / iſt todſünd Diſe ſchel ſtot an dem haupt / wã mit dem haupt ſo eret man dy lüt das entbꝛoͤſſen oder neigen / wan der ſun in würdigkeit oder in ge⸗ walt iſt / ſo ſol er dẽ vatter voꝛ gõ ⸗ iſt der vattet in einem gewalt / ſo ſol im der ſun nach gon. Von der ander ſchellen. — cſchel iſt in den oꝛen / TE ine ongeßorfam fein ie kind ſolle vatter e. C. Daqrren ſchar ter ſeint linck gegen den geiſtlichẽ EN SR re 9. dingẽ. Vnd wan die kind das nit . iſt kinds narrẽ. Es feine die / dy vat thůnt / ſo züch inen das linck or, Zů dem andern ſo ſollen ſie iuẽ gehoꝛſam fein in den dingẽ / die zů gůten ſitten vnd geberden dienẽ / - vn zů der ſelen heil / vnd wan fie pennen ſol. Zi dem andern wy daz nit thůnc / ſo süß inen 9 recht greß ie narheit it. Zů dem dritten va harkü 55 In cleinen dingen / von liederlis met es vnd was iſt die vꝛſach. Vff das erſt / ſo Halt nit gehoꝛſam fein, ift teglich find ich fiben ſchellen / da iſt eine vff d kopff / die ſtind aber tu boſen face feine fie ander in den oꝛen / die dtit in dem mund/ dy fierd nit ſchuldig geho ſam si ſein. Ale in dem hertzen / die fünfft an dem rucken / di ſech wan ein kind wolt in ein oꝛdẽ gon / fte in der rechten hand / dee fibend an der lincken oder im ein weis geben / iſt er nut hand. Das hab ich alſo geoꝛdnet vmb ð kind wil a ee ee 4 len / das fie es deſter bag behaltẽ / nun merck vff. ſehen auch nir an, (Rem familta0 Von der erſten ſchellen. rem vide doctoꝛes. „.) "Don Ver Titten ſchellen. er vnd můtter nit eren / aber fie ver Bmeßen. Von denen würt nit ge⸗ Die ander Hon kinds Narren Die dꝛit ſchel iſt vatter vnd můter zů vil be⸗ truden mit ſchmehz weꝛten / ö mit flůchen / fporten ‚fie ſei⸗ eut lebendig oder todẽ. Item wan ſie die mit wiſſen vnd willen zoꝛnig mache mer⸗ cklich /ſo iſt es ein todtſünd / aber nit / wan fie die zoꝛnig machen en iren willen / vnd nicht mit fürſatz. Von der fierden ſchellen. Die fierd ſchel iſt ſie erzuͤrnen in dem hertzen / vatter vnd mür ter nit hertzlichen lies haben / et wan inen den tod wůnſchen / iſt ein todſund / das ſy das erbrßeil Betten. Liß alex. de ales / vnd andere doctoꝛes. Voor derfüfften ſchellen. Die künfft schell iſt au dem rucken / inen nicht zů hilff kommen veſunder in s = Iren töten vnd leibliche krã cktheiten / vnd es nit [iind wer / ſo iſt es 804 ch ein ſchand/ſie laſſen gon betlen. Wan biſtu ſchuldig in noten andern menſchen zů hilff zů kommen / wie vil me vatter vñ mütter nit zů huff zů kommen in noͤten/ vnd ſo ſie kranck ſeint / in artzuei zů vder kommen vnd der gleichen. Von der ſechßten ſchellen. Die ſechſt Ichell it in der rechten hand / vat 9. ter vnd můter ſchlagen / wer AN fie ſchlieg vnd nũmen leichtli Se todſünd /im alte geſatz toͤd man fie. Sauon möcht man vil exempel ſagẽ die kürtzlich geſchehen ſeint / wie die geſch ent feint woꝛden / die vatter vnd můter enteret haben. Von der ſibenden ſchellen. — cr xx fiellbendicpel ft in der lincken hand / vat⸗ fler vnnd můter hindern an ier ſelen heil. Es feine die / die vatter vnd můter irren das ſie it te⸗ ſtament ſollen ma hen / es ſei in dem leben oder in dem tod / zů irer ſelen ſeligkeit / oð hindern ſy an widerkerung vnfertigs gůt vñ vmb der oꝛſach willen / laſſen fie nicht pꝛieſter zů inen gon /ſie zůbeſehen. 0 Ne die teſtament vnnd richte oder as z vill lang verzĩehed ver die eit dz fie eo geßeiffen gaben rem es ſeint oy die g labt irer vatter vnd mürer nit auß richten / wan ein ieglicher ero iſt ſchuldig⸗ nach feines vatters tod / vß zů richten wz er iu ſeluem leben bBafen hat / als ſchuld. Sicunt quidem guo ns teneatur id alla voto niſe pater in ĩunvetit. In dem andern fraͤgſtů die groß iſt ir narheit vñ vadauckoarkeit / groß fur war weiſtu es nit du vndanckbarer /o heb vff delne augen gegen dem ſtoꝛckenneſt / va liß wie ſie ire elterẽ ſpelſſen wan ſie alt wer den / woͤꝛmen ſie/ criſtiern ſie wan ſe zů ſtůl moͤgen gon. . TI | en eltern erz d gen. Ls ſeint etiiche thiet als hund / dieweiſſie milch vnd jpeg. von inen haben / ſo kennen ſie es / wan ab⸗ er das ſeloig vff hoͤꝛt/ſo iſt die fründſch ez ft auß / vnd fechten wider ſie / die lungen hund in der ingent o ſchimpffen ſie nut item vatter vnd můter / wan ſy ade groß werden vnd ſtarchvmd ein bein fo krie en ſie mit innen. Al ſo ſeint vi kind lei⸗ Te /oder der armen / die werden er wan bei einander er⸗ geri den fürſten hoffen / etzoͤgen eins ander groſſe früutſchafft / vnd irem vat⸗ ter groſſe gehoꝛſamteit vnd eer / wan ſie g ii tht Veckert&uiimerodacg di fun Die. xc. Schar aber groß werden / von geitikeit vnd von hioffart werden ſie blind / das fie weder ire geſelllen noch ire fränd von irem blůt ers kennen / vnd fo bald einwenig gold z wiſch en ſie ge woꝛffen wür zůteilen / ſo kriegẽ ſie mit inen / foͤꝛchten got nicht / vnd eren vat ter vnd můter nicht / vnd haben keine frid zwũſchen inen ſelbs / nicht allein vmb gro⸗ ſen / ſunder auch vmb cleines / als werẽ es arm llit / zancken ſie vnd kriegen mit vat t ü | i Gch vmb ein groſſes vonn irem rechten ter erzůrnten /. Hi exempel ʒů ſagen⸗ i iffe kind verheiſſen / nichts ha ben vnd nichts vermoͤgẽ / wan fie aber rei ch vnd gewaltig werdẽ / ſo iſt niemans da heimau. Sie one eben als die iungẽ do chtern / die weil fie nicht zünnen neyen / fo woͤllen ſie alwegen neyen / wan ſie es aber künẽ / ſo kan ſie niemano daruber bꝛingẽ. 5 Pun nit vergiß EN | Gera 7 2 di der gůtthet die du empfangẽ AN, 2 Fhaſt von vatter vnd muͤter⸗ weſchen fire dich / vnd ander ding die nie⸗ mans erzellen mag, ( Kale. . | Ä nd nicht vergiß del er deln vatter einer bers enteren olon bleib hangen wã er ſein vatter verfolge. Cham ward vers flũcht / wan er die ſcham feines vatte. o ni Nabucho donozoꝛs nam ein boͤſen todt / wan er ſein vatter het laſſen hauwen in dꝛü hundert ſtück / vnd gab es dꝛei geiren das fein vat⸗ ter nicht erſtünde / vnd in von dem reich tribe. Nit biß alſo ein ſun / das dir nit ſemlich ding begen / aber biß ein ſun als Chꝛiſtus Marie ſun was / da er ſie vnder dem heiligen crütz Johanni bepfal / ð hat vnß da gelert biß in den todt / fleiß vnnd ernſt zůhaben / für vatter vnd můter / ges denck an das woꝛt. (Qui male dicit patri et matri / evtinguetur liuguem eius in me diis tenebꝛis. &.) Zu dem dꝛittn frag⸗ ſtu was iſt vꝛſach diſer boßhafftigen kin⸗ der vnd boͤſen narren. Ich antwurt dir. Dee erſt vꝛſach iſt N liederlicheit vatters vnd mů e Alters die fie võ iugent vff vb⸗ DEAN «sogen haben / du ſchreiſt ia ich hab den aller boͤſten bůben zů eine fur vnd ein boͤſe dochter / ſie feine vnß vnge⸗ hoꝛſam. & Nicht laß es dich ver wundern du ſchneideſt das du geſeyet Haft wan du bonnen ſeyeſt / ſo kanſtu niche linſen ſam⸗ melen. Wie kanſt du auß einem ſack nem men / das du nicht darein gethon haſt. Du haſt den acker dein kind geſeyet mis laſter vnd voͤſen ſiten / vn d geberdẽ. Die frucht bꝛingt eer/hetteſt du tugent in das nüw gerlit geſeyet / in das nüw hertz weiſ ſen ſo ſchnitteſt du das ſelbig ietz als ge⸗ hoꝛſamkeit kuſchikeit. . Du empfaheſt die frucht die du gepflantzet haſt. Je ander vꝛlach e iſt eigne boß heit ð vetter vnd ; müter / dein kind ſein eben ge Ne, dir / als du gegen deinem in vatter vnd můter wert. Darumb mit der maß du deinem vatter gemeſſen haſt mit der maß / meſſen dir deine kind wider. Es was ein ſun der zohe fein vatter by diem har biß zů der ſtegen / vnd wolt in dy ſteg hinab werffen / da ſchꝛei ð vatter hoͤꝛ vff ſun ziehen / ich zoße meinen vatter au⸗ ch nit weiter dan biß da har / das was ein rechte widergeltung. Gon kinds Narren Von der dritten veſach. Je dꝛit vꝛſach iſt 5 ie feine dir wie du gegen got 17 9 biſt / du haſt deinen fun nicht vergeb. Aber vatter vnd můter / jetz e gott mütern habent der kinder leib Ne ten aber die ſelen / ſie begeren das es innen wol irie gena,fie achten aber ni haben fie ſoꝛg das fie eich werden/ wand item Sehen clagt Kolbe ie cht was fie leiden in zůknufftigen zeiten. _ Etlich wolten das lre kinder ritter we⸗ ren / die andern wolten das ire kinder rei⸗ ch ren/niemans begert inen got/ irer fe len Verdampeniß Fauffen fie mit groſem koſten / aber der ſelen heil / wann man es inen vmd ſunſt geb / fie nemm in es kum Seßent fie es axm ſo trauren ſie / ſßẽ fie die ſlinden / ſo trauret niemands / wan fie ſeint můteren der lieblu aber nit der ſelen. vnd inen ſelber helfen. CLNSX — — ER — . 9 80 — n machen. Th das ð (Ee elſiaſti. vit.) dich heiſſet / khaſtu fün vnder weiß ſie / ſtraff fie von irer kindteit off. Thů deinem ſun als einẽ zwig / dem ſtelſt du ein ſereren zů / vnd bindeſt in daran das er daran vffrecht wachß. ale den ſtecken der ſtraff / bind in deinẽ ſunn l zů / das er nicht von einem ieglichen wind ſeines eignen willens / vm̃ geworffen werd 9 9 Pꝛouerb.ꝛ:.ſtulticia colligata eſt in coꝛ⸗ de pueri virga diſeipline fugabit eam.) Das iſt wider die / die ire kind laſſent thůn was fie wollen. Item gib deinen Finden gate enempel voꝛ / thů gi voꝛ inen / nach der rechten re gel goͤtlicher gebot / den ſtecken bin deinẽ = — ſun zů dem nüwẽ zwyg / ſo wachßet er dar (C an auff / wider die / die iren kinden boͤge ex empel voꝛ tragen / in liegen in wůſten wor ten /in freſſen vnd ſauffen. Item der ftecten zů dem zwyg geſteckt ſol auch nit zů groß ſein / das er den zwyg vmb ziehe / vnd die ſtraff des kiuds ſol vß gütikeit gon / nicht auß zoꝛn / das es me iſt ein reichlicheit / dan ein ſtraff. Item ler ſie betten / faſten / vnd anderen tugentreiche werrk / die irem alter zů gehoͤ ren. Aber we vnß zů vnſern zeiten / man (75 / lernet ſie weltliche lieder ſingen / vnd wan ſie ſchweren vnnd flůchen ſo lacht vatter . vnd můter dar zů. Item ſie müſſen inen cramantzen ma chen. Sie ſollent ſie mit der hand wercken lernen / das ſie nicht müſſig gangen / wan müſſig gon iſt ein můter aller laſter / auch das ſie in noͤten ſich ernerren / moͤchtent Das thet Oc g ii — nm. | — md Die. x cl. Schar tauianus der keiſer / der lernet feine tochter vnd ließ leren wollen vnd baumwelen ſpinnẽ vnd we ben vnd doꝛfften nichts redẽ noch than / dan als offentlich. Er het wol inen land vnd lůt mögen geben / noch wolt er ſie hand werrk Leiten leren / ob fie zů der letſten not Beinen / vas fie in! ſeloer helf fen moͤch ten. Darumb ſpꝛich ich in dem anfang haſt du ſün ſo lerre ſie. T. An dem lonteog voꝛ Letare Baı der hochgelert doctoꝛ TKeiferfperg gepꝛediaet. &. Von bez! larren. e ig E er h «ln N 2 * 2 2 \ 11 U ie 1 N. — N f Je. x Cl. ſchar iſt koꝛ e garrenyſchwetz natren / die in dem eoites dienſt clappeih fo man ſingẽ el. Von denen wil ich Ich ding far gen. u vers exſ en von iren ſchellen / zů dem any dern võ irer narheit / zů dẽ dꝛitten artznei darwider. Item nym ſiben ſchellen. Von der erſten ſchellen, Die erſt ſch all iſt ſagen oder leß⸗ en gut vützlick ding ale die aduocatẽ tbũ vnd vie ſigler / die beſiglen bꝛieff / die well man in dem che: ſingt / ſie meinen nit das fie narren ſeieut / ſo ſte von gůten dingen reden / die ueil man in dem choꝛ ſingt. Ja ſpꝛechen ſie es iſt doch gůt dauon wir reden / aber ſie irren es i nt gů :/ ſpꝛicht Rich ardus / wã ein me ſch bettet / ſo fol er im do⸗ ch gůte gedencken vit laſſen zů fal len /er ſol es ſparren biß vff ein an der mal. Sol man gůte gedenck⸗ en nit zů laſſen in dẽ gottes dienſt gar vil min der reden in dem gor⸗ tes dien ſt das nit darzů gehort. ciner mag fragen mit kurtzẽ woꝛteñ was zů dem goites dienſt ge heꝛt / as võ eine ver ſickel / Pſal⸗ me. . Aber von andern gůiẽ di gẽ in dem cheꝛ redẽ iſt nit gůt/wã ſol ein werck gůr ſyn / ſo můß es al le feine eigentſchafft vnd vmoſtẽt gů ? habẽ / als ſtat vnd zeit da mã es thůn ſal. Nun die ſtat vnd das ort iſt nit da / dz man die ding da er meß ſingen ietz fo ich pꝛedig / ſo wer nit gůt / deßglychẽ es iſt ei gůt werck recht vꝛteil fellẽ krieg hĩweg thůn zwüſchendẽ menſchẽ / aber in diſer ſtund noch in der kirchen fol man es nicht thůn. Von der andern ſchellen | ) } \ ) | | | | | | Hon ſchwetʒ Narren CLSSXI es hab es geret wer da woͤl / wie woͤllẽ dan lich / du biſt des alles ein vꝛſach / daru Die ander ſchel Die. iiii.ſcheliſt iſt redẽ vnnütze ding ſol mã IE geſtatten geſchwetz / du ſche da nit nüslich reden / wy vil we tʒeſt nit / du loſſeſt einem FEN minder vnnützlich ding vñ auch nit zů/aber ander thůn noch min wüſte vnreine ſchedliche wort es/ on vu bal Se nit / ſo du es amptz vnd eer abſcheiden. Müſſen wir gott ant halb ſolteſt thůn. Du ſichſt durch die fin⸗ wurt geben von allen vnn ntzen woꝛrten / gen / du foͤꝛchſt dich /oder biſt ſunſt lieder⸗ wetzer in dem Ho Sarumd Ir er im em vꝛſach der ſünd / die Inden wan ſie hoꝛten got lefterun/fo allen Rn in ein 0, Alſo thů du auch in dem choꝛ / beſund die groſſen die gewalt haben ſemlichs zi ſtraffen / die ſchlechten doͤꝛffen nichts ſagẽ ſie ſchammen ſich. einer zů einem ſpꝛech / man ſol ietzund got loben / ſchweigen ſtil. E. Vos der fierden ſchellen, wer aber recht / das rumb nit auß d cientes ſimiſi pena plecruntur. Be / Wan man an Eſten ſpꝛechen wi Redde ratignem villacis tue. o N ] zrlegen von kauffen / von v du empfinden das es War Fr Fauffen. Sierßünt wie Nie weioer bf de Match die it gefchwetz da vßrichten / dar Von der fünften ſchellen. umb 8 fie beichtẽ / ſo iſt es nit gnůg dz va 12 x ie ſpꝛechen / ich hab vnnütze wort geredt / Er 72 - 5 müſſen auch ſagen in dem choꝛ in dem N Br Een 15 ki ar gottes dienſt ! Sauon leſſen wir vi exem 55 e 5 pel der böfen geiſe/ die ſic g. freuwet gar I E SA er ee \ ben von ſemlichem geſchwes. om vf ven Krad b as ſchwerz, J Von der dꝛitten ſchellen. wi 5 . I Ae viſach recht iſt/ſo ſag ich dir nichts da ed Die Dꝛit lc el iſt rein/lůg aber ob fie recht fele Ja ich mußt ſemlichem geſch wetz zů loſ/ kaufen in das hauß / ich hab ſunſt anders len / die thůnt nit mins ſund auch zůſch affe. Su Baft iñ den Lu noch da die es thun pacht Bern mer zůſchaffen / vnd gar vil groͤſſer ſachẽ hardue das er als v ſünd thut der einem wie man gottes lob volb ing. nn cer abſchneider zů loſſet / als der es thũt. die groͤſten ſachen / gottes ſachen / der ſees , Alſo hie auch / wan niemans wer der in dẽ len ſachen ſol man zů dem erſten vßrichte . J choꝛ einem ʒů loſſer / fo wer auch kein ſch⸗ 1 vnd darnach die welslichen ſachen die vil minder ſeint. Du haſt gar vi ſtund vod imbiß vnd nach imbiß / dan die zů gottes dlenſt gehoꝛen / in denen kanſt du wol die \ weltlichen ſachen auß richten die zů hau \ halten gehoͤꝛen. Du haſt bald beſtelt as zů eſſen vnd zů trinckẽ iſt/ du dar da \ em choꝛ lauffen. Wiltu ab \ er deinꝛt bůberey genug fein 7 delſier Fof⸗ fart, deiner geitigket / der vnküſch eit vnd deinem boͤßen willen / vnnd wilt ein kauff man / ein ſigler / ein } =) Die. x ci. Schar pꝛocuratoꝛ vnd der gleichen ſein / ich wil geſchweigen des ſpils ſuffes vnd an dem ſchützrein/ſo iſt es kein wunder (. Si vno in cynuenienti dato plura ſequuntur.) Wan ein pꝛieſter pꝛieſterlich wil A ben, ſo darff er nit vil zůkau ms Von der ſech ßten ſchellen. Die. vi. ichell iſt ſich allein in chor pꝛeſentierẽ An { als erlich thůnt. Wan ſie in cqhoꝛ kommen / ſo neigen. fie ſich vor dem altat / vnd gond widerumb hinweg / haben damit ir pfrůn verdient / als fie meinen. Don denen vnd wider d ſchꝛeibt Gerſon in reguſts moꝛalibus / vn welcher alſo zii choꝛ gat fo es gelt gilt / vñ ſunſt nit darein kem. Sagent erlich es ſei ſimonia / geiſt lich wůcher. Von der ſidenden ſchellen. — K — 2 Die ſibeno ſchel 12 en iſt ſchweigen / vnd ginẽ / dem Bed rauraffen zůſehen. Liß bꝛãtz WAL, narren ſchiff. Es feine etlich die bleiben in dem choꝛ / ſte gond nicht hin weg / ſie clappern auch nit / aber ſie thůnt das maul nit vff ſingent nit / ſy haben wol das maul offen als wolten fie fliehen. ya ſpꝛichſtu ich an nit linigẽ/ſo kr. ſin⸗ Ren. Beneflcium datur pꝛoptex officiũ Ranftu dag ampt iſit / ſo verlaß das be⸗ dicnen/fo fo ituemmen. Did waz dhünt dee / die alſo ginnen / vnd ſchvůgen ſehen dem roꝛaffen zů / ſie fein mit dẽ leib idem choꝛ / aber mit dem gemüt off Je halß hencken / vnd in in en / was ſol man dan dem thůn / der die merckt / ginaff ſamel deln dertz zů ſam men in dem gottes dienſt. Eu dem andern frag ſtu wie groß ir narheit iſt. Ich antwurt dir / ſie iſt faſt groß / vnd werden vbel ger ſchlagen / mit dem narren kolben / das ſie ein ſemlich/erfamlich/froͤlich / nützlich am pt / alſo liederlich vnttüwlich / verſomlich volbꝛingen / einẽ ſemlichen groſſen herren als vnſer hergot iſt / der alle ding weiß vñ fit vnd wir in ſeinẽ angeſicht ſtont vnd er onß ʒů ſeinẽ knechten erwoͤlt hat / vñ er ſicht vnſer fulkeir. Es darff kein menſch in angeſicht feines ſchuldners fo lie derlich fein als wir vo: got feine in eine ſemlichen erlichen weg / wan es ein vnreiner dienſt wer / als ir vil an der fürſten hoffen ſeint als ſtalmiſten / der pferd warten / ſo wer es nit zů achten / das wir liederlich weren / Ader iu einẽ ſemlichen ampt / da kein groͤ ſers iſt / wan die heiligen in dẽ himmel vᷣ⸗ f an. Seat curl ig ben. (Beati qui habitant in domo. &.) Vnd für vnſern dienſt in dem ampt ha⸗ ben wir narung / eſſen vnd was vnß not iſt / gnůgſamlich mit müſſig gon / in dem frid mit groſſer freiheit. Der ackerman muß rüten vnd hacken an der heiſſen ſon nen mit ruhem bꝛot / vnd waſſer / vnd ich iß weiß bꝛot / vnd trinck wein am ſchattẽ / der kauffman reißet vber mer / das er nun herbꝛin laßt weib vñ kind vn legt 4 vnd můß wid die feind ʒiehẽ / ſein lebe wo gen / vñ ich leb im fridẽ / hab wülliß an vñ leiniß darunder / warumb / das ich daz lob gotes mit fleiß volbꝛing dz mir vff gelegt iſt. Nun fich ʒů was wölle wir got zů ant wurt gebẽ / meinſtu dz blaß ben ergeret / dem fol man ein das meer werff⸗ Mon koꝛ Narren CLX gantz kirch ſchent vnd endert der Ber Jeſus verweiß den luden die in lopten mit dem mund / aber nit mit dem Bergen, Was wiiet denẽ widerfaren / die in weder mit Gerz tzen noch mit leff tzen loben. Das würt inen widerfaren / das die /dy in hie nit loben / die werden in in dem himmel auch nit loben / aber mit den helliſchen wolffen in ð hel ewiglich hülen mit gotz lefterunge Eu dem dꝛittẽ wie ſol ich got loben / du ſolt thůn als Oſee redt Redde qui vitulos libio rum noſtroꝛum.) Laſſent vnß opfferen die kelber vnſer lefftz en / die alten hatten das / dz fie die beſten kelber opffertẽ / vnd du opf fer das beſt gebett / das beſt kalb / ein volkommẽ kalb mit dẽ marck mit beinen / mit fleiſch / mit feißte⸗ mit hutt / mit har / mit dem plerrẽ Hoͤꝛ was ich dir ſag / das kalo dei nes gebetz ſol haben marck / einer rechten meinung / dein meinung ſei dz du erwerbeſt mit denem ge⸗ bet verzeihung der ſuind / gnad vn gloꝛi vnd ander ſein gabẽ / dir mit teil oder andern für die du bitt ſt. Nach dem vñ er weiß das es ſich zZimmtt zů geben. 3B dem anderen ſo ſol es bein hade / das iſt ſtercke / wan du můſt dich der mucken erweren / boͤſer ge deck / dy woͤllẽ dir dein gebet vmb ſtoſſen / deß gleichen das verdꝛieß⸗ en in langem gebet / zoꝛn vnd vn⸗ gedult / da biß ſtarck wid die dig das du nit ſtandeſt vff dir ſelbs / als ein beltz vff ſeinen ermeln. Zz dem dꝛittẽ ſo hab es fleiſch Dias iſt verſtandt der woꝛt die mã bettet / vnd was fie vff inen trag en vnd betüten. Zů dem fierden ſo hab es feiß te/ das iſt andacht. Zů dem fünfften fo hab es die hut / das iſt die oꝛdnung ð woꝛt / das ſie recht geſpꝛochen werden. Zů dem ſechßtẽ har an d kalb / iſt die ſtim des betters / das kalb gantz vnd ůt / das opffer got deinem herrẽ / das du moͤß er we vuß ein arm kalb iſt es / das wit got opf erẽ / ein atm gedet es hat weder bein noch fleiſch | noch marck / noch feißte kũ iſt die hut da die wort die fein dãnocht nit gantz / ſie hat loͤcher / wir ma chen die woet nit recht / ſo iſt kein har da⸗ wir ſingen nicht / man hoͤꝛt vnß nicht / wir ſchlaffen. &. An dem ʒinſtag nach Oculi / hat doctoꝛ keiſerßperg gepꝛediget. Von vderhebenden Narren. Die. Cn. Schar — N Je. cn. narren IC ſchar iſt vber heb narren ſu⸗ perboꝛum / da ſeint als vill ie ſchellen als vil ſtuck ſeint / da rin man hoffart treibt der iſt on zal / aber nim.vxi.ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſchel iſt — f da ſich vberheben von leise ge „ ſuntheit /o nar weiftu nicht N Bi wer hüt geſunt iſt / das der moꝛn ſiech iſt / iſt hüt lebendig / moꝛgẽ todt weiſtu nit das dein leben iſt ein rauch der inwenig ſcheindt. Jacobi. ili. Von der andern ſchellen. e e Die anð ſcheliſt hof⸗ fertig fein ſich vberheben von ſtercke des leibes. O nar weite nicht das da har kumpt kranckheit des gemüts vnnd haſt fo vil ein groͤſſeren ſtreit voꝛ haben / das fleiſch ſtreit wider den geiſt vnd ſtercker fleiſch ſichtet /o vil ſtercker. (Sapientie. vi. foꝛtioꝛibus foꝛcioꝛ inſtat cruciacõ.) Von der dritten ſchellen. Die dit ſchel iſt ſich vber heben von geringe des leibs. O nar ein hund vbertrifft dich / auch ein haß vñ ein hirtz / du haſt ein roß das dich behend tregt in die hel als ahel verdarb von ſeinem ſch nellen lauff. Von der fierd ſchellen. Die fierd ſcheliſt ſich vber heben von hübſche des leibs / weiſtu wa von du hoffertig biſt / als ein tod der ein gemalt grab hat / dein ſeel iſt tod von der ſünd / iſt vergraben in deinem gemal⸗ ten leib. O miſt was vberhebſtu dicß das da mit ſchne gedeckt biſt. Von der fünfften ſchellen. Die fünfft ſchel iſt ſich vberheben von dem adel . O du nerriſcher rap / du vberhebſt dich von des phauwen federen / dein vatter vnd dein eltern ſeint edel geweſen vmb ir tugent willẽ / aber du vmb deiner laſter willen / du ſchwartzer rap ſie waren edel du nit / du haſt en wannen nammen Von der ſechßten ſchellen. Die ſechſt ſchel iſt ſich vberheben von frei fein niemans vnderte nig ſein / mix bedarff niemans nichte ver⸗ bieten. O nar freuweſtu dich das du ein knecht ein ſchalck haſt der fry iſt von recht ſol man in turnen foltern vnd in mit ket⸗ then ſchlagẽ. ¶ Eccle. z. coꝛpus tuũ ſer. cc. Von der ſibenden ſchellen. Die ſibend ſchel iſt ſi ch vberhebẽ von geſchicklichet dz du haſt ein ſcharffe verſtentniß / ein gůte gedecht niß / das du geſchickt biſt zů tugenden. O nar du vderhebſt dich von ſachen die du wol oder vbel bꝛuchen magſt / zů tugendẽ oder zů laſtern / ſie ſeint in differentio als eloquentia. Von der achten fi chelen. Die acht ſchel iſt lich vberheben von reichtumb. O nar du vber heoſt dich das du ein groͤſſeren ſtein an dẽ hals hangen haſt den ander ſo man dich ertrenckẽ wil. Sãctus Paulus ſagt (Qui nolunt diuites fieri incidunt. Von der nünden ſchellen. i Die nünd ſchel iſt ſich oberheben von dẽ gewalt vnd das du an bangſt den gewaltigen. O nar du vberhe⸗ beſt dich das du biſt in einẽ ſoꝛglichẽ ſtant vnd das du herter geſtraft ſolt werdẽ dã ander / wan das harteſt vꝛteil fol denẽ wer den die ob ſeint. ( Sapientie. vi. potentes potenter toꝛmenta patientur. | Hon überhebenden Narren. CLXxXxXIII Die ʒehẽde ſchel iſt ſich berheben von dem gunſt vnd liebe des gemeinen volckes. O narr du buweſt pff ein regcbegen / wan menſchlicher gunft iſt nüt dan ein gemalter regenbogen luſt⸗ lich sefeßen vñ verſchwint bald . Alſo hie Kür biſtu lieb vnd moꝛn gehaſſet Pꝛouer bioꝛum vltimo fallav gratia.) Die. xi. ſchel iſt ſich über Beben von menſchlicher gloꝛi vnd von der eer diſer welt. O nar (Iſayas ſeit. xx diil. erit los) Gloꝛi diſer welt iſt ein fallender⸗ eln reiſſend blům / es gehoͤꝛt vidẽ ʒů blũſt vff leſen die von den beumen fallẽ / vñ du biſt ein kid wã du weltliche freud lieb haſt. Die xii ſchel iſt ſich bei Besen von kuy ſt. O nar wer fein kunſt me ret der meret fein ſchmertzen / wann er er⸗ kent das ellend diſer welt in dem wir ſeint vnd dason fo truret er ſo and ſcoͤlich feine die nit gelert ſeint. Darũb fo überheoſtu dich von arbeit. Item ſich über heben von kunſt / das iſt von dem liecht erblindẽ wan kunſt iſt auch ein left. f Die dꝛeiʒehend ſchel iſt ſich liberheben ven tugenden ſpꝛicht Gꝛe⸗ goꝛius/wer fich erbebt von tugẽdẽ ð würt von ð artznei verwunr vnd ſi ch / wan ge ſuntheit vnd artzenei der ſelen ſeint tugẽt ten die werdẽ dir zůlaſteren / ſo da ſie alſo mißoꝛuchſt (Obiectiue non for) Die vierʒehend ſchel iſt ſich überhebẽ vou dẽ geſang / die ſtim bꝛe⸗ chẽ o nar du überhedſt dich das zeichẽs dei nes gebꝛochnẽ gemütz / wã zůgieicher weiß wie zeſtraffen iſt / kruß Bar an dẽ mannen gefelt lichte cleid an dẽ frawẽ / alſo die ſtim bꝛech en an den ſengeren / vñ wie der wind macht das walfer zethonen / alſo der wind der hoffart macht die ſtim bꝛechen. Die. xv. iſt ſich überhe⸗ ben von bücheren. G nar du thůſt wie die kind die luſt haben yn ſilberin vñ guldinẽ bůchſtaben / haſtu hübſche geſchꝛfft lieb / du ſolteſt die weißheit liebhaben die darin beſchloſſen iſt / du erwelſt die kellerin für die fraw / die weiß heit iſt die geſpons vn⸗ fer vᷣftẽtnüſt / die geſchꝛifft iſt die kellerin. Die. x vi. ſich überhebẽ von dem gebuw / du überhebſt dich dz du ein hübſchen ſtal haſt für dein roß des lei bes. Aber von dem hübſchen Buß der con ſciẽtz darin got wonẽ ſol des achteſtu nüt O nar du bu weſt an der frembde vnd vff dem weg / aber ym vater land zů dem du gaſt buweſt du nüt. 2 3 Die. xvii.iſt ſich überhe ben 95 dẽ wollebẽ / narr hoͤꝛ. Ein ſchlẽmer der alle tag ſchynbarlich als was er ſchꝛei. (Crucio: in hac flãma) Er begert ein tro⸗ pen waſſer / der ward im verſeit. Es iſt des kochs eer das die ſpeiß gůt iſt / dan er zeigt was kunſt er Rats Die achtʒ e hend it ſich tiberheben von geſind knecht vnd keller en O nar die fliegen fliegen dem milchhaffen nach / die woͤlff den oß keibẽ / vnd dz volck yn der reiß dem raub. Nun gang vñ über heb dich. Du viſt der milch haffen / du biſt der keib vnd dein reichtumb / fie ſůchẽ nit dich. Aber das dein vnd zů irem nutz. Die neunʒehend ſchell ſich überhebẽ von roſſen. Du freweſt dich das das roß dich treit / moͤchteſtu das roß tragen das wer ein groſſe eer / wan es wer ein zeichen deiner ſtercke / ſo iſt ienß ein zei chen. Der bloͤdikeit die metz ger füren kel⸗ ber off den roſſen vnd die ackerleut füren miſt vff den wegen / ſeint ſie darumd de⸗ ſter edler vẽ du biſt ein kotſack vff dẽ roß. Die zwentzig ſchell iſt ſich übergeben von den bedten dein bedt 5 Die. Lxxxvmn. Schar i geziert vnnd weich wie es woͤl / noch leit qein hertz das edleſt das in dir iſt vf eim fact voller menſchen kat off deim magen. O wie vil beſſer wer es das dein betle der couſcieutzen geziert wer mitt blůmen / da wer růw (Lectulus noſter floꝛidus) Die. xxi. iſt ſich überbe/ ben von des leibs zierũg / ſich an dein groſ ſe narrheit / du erwelſt die ſchelffetren für den oͤpffel / dein ſeel iſt der oͤpffel / der leid iſt die ſchelfferen die iſt rot vnd weiß den gezierten ſchoͤnen leid erwelſtu / vnnd den oͤpffel die ſeel / die laſſeſtu dem teuffel / was narrheit iſt dad. Item du ziereſt die kel kein dein leib vnd die fraw laß ſtu nacket lauffen die ſeel. Es iſt an ettlichen eꝛtẽ da haben die kellerin ein laubertag off ſantt Vuuceutii tag / aber in vnſeren landen / da Baden fie das gantz iar faßnacht dem leib der kellerin gibt man was ſy wil. Aber der frawen der ſeelen haben wir kum acht tag RR ſoꝛg / das iſt in der charwochen. Itẽ du gioſt me geltz vß das du frembde augen ſpeiſſeſt / dan dein eigene buch. Derẽ ſeint f vil hand wereks leut die koͤſtliche cleið tra gen das fie den leib zieren / vnd das ander leut augen ſpeiſſen / vnd habẽ daheim nüt zeeſſen. Es iſt die welt ein wundlich thier fie hat groͤſſer augen dan ein buch dz ſeint als clein ſchellen. Aber die ſchel iſt über ſy al / das du verurteilt biſt zů dem todt vñ man fürz dich ietz vß / du biſt off dem weg zů dem code vnd haſt me ſoꝛg dz dein leid wol geziert ſei / dann wie du dein ſeel ledig macheſt / ſpꝛicht ſanctus Auguſtinus / ale vnſer zeit iſt nüt anders dan ein lauff zů dem todt. Darumbd fo iſt vnſer zierug des leibs me ein geſpoͤt dan ein loo / als dz pur pur cleid Chꝛiſto was / da er zů dem todt verurteilt was. Die narrheit moͤcht nan wol leiden wan ſie nit ſchedlich weren. Ja ſpꝛich ſtu wem ſchaden meine ziert. Es ſchadet dir zů dem erſten wau die cleidũg macht dein gemũt hofferrig / es nimpt dir die gnad gotz durch die du dein feel behal ten ſolteſt. Es mach dich vngeſchickt zes betten / du verlũrſt d in zeit die zelt ſolte⸗ ſtu got geben in dem du dich ziereſt. Es mindert dir dein loo vnnd gůtten nam men / wan dein cleidung macht das man dir nit wol trũwet. Jem es ſchadet dei nem huß wirt deim eman/wan du machſt das er ſtelen vnd wůcherẽ můß. Es ſcha⸗ det anderen emannen vnnd eleuten auch / wan fie wöllen es auch haben / vnnd gib ſt inen ein boöͤß exempel der hoffart / die man die miiſſen auch es denn weideren kauf⸗ feu woͤlſen ſle echtert frid haben. Item du ſchadeſt allen fungen geſellen / wan der teuffel ſemliche weiber bꝛucht fie zůuerfü⸗ ren / die weiber ſeindt facklen nnd bꝛandt die da anzunden gotz tempel / die ſeelen in denen got wouet. Aſpꝛichſt du ich bab die mein ung nitt / das ich alſo ſchaden woͤl vnnd anzen⸗ den / ich la ß es fein noch fo biſt du ſchuldig am ſchaden / als einer der ein ciſtern grebt ym weg vnnd in niit tackte viel ein thier darin zetodt er müſtẽ es bes zalen. ( Exodi. xi.) Item wan einer vn behũtſam lich fuer trůg / vñ wurd ein huß dauon verbꝛennet / ſo iſt er darumo wirt entſchuldiget. Wie kan dan der eurſchnl⸗ di get ſein / der fein hübſche vnbehůtſam⸗ lich zeiget / vnd alſo die geiſtliche hu ſer au zündt / wann natd geſatz (Qui occaſionem domui dat). Item es ſchꝛeiot ſanctas Iherouymus / das fie ſeindt die gezlerte n frauwen ſchwerter damit ð tüffel die gog kinder ertoͤdt vñ ¶Pꝛouerbioꝛuin quinto.) Salomon von einer verriſchen frauven. (Nos iiſtma illius) Ir end iſt bitter alo wermũt / vnd als ein ſchwert das zůbeidẽ ſeitten ſchneidet. Ein kind wã es ſicht ein bloß ſchwert ſo wil eo darein greiffen / wã Hon überhebenden Narren. es ſcheint das es hüoſch ſei / aber ʒů dẽ ler, ſten / ſo hawt es es ſich damit. Alſo ſeindt auch nerriſche menſchẽ wan ſie hübſch fra wen ſehen zům erſten / wan ſie es aber an rüren durch die liebe vnd ſchellig woͤllen werden vnd zůſchanden kummen / fo em⸗ pfinden ſie erſt das fie ſchwerter ſeint / ſye ſein bloſſe ſchwerter wan ſie ir ſtirnẽ ent⸗ bloßen oder ire bein / oder den halß oð any dere an irem leib / fo verwundẽ fie die mã Alſo ward verwundt Dauid / da er ſahe Berſabeam ire bein weſchen / d fiel er yn den eebꝛuch. Alſo verdarb das volck von iſrael das es Balaams rat volget. Alſo holofernes auch von Judith. Item wan es nachtwürt vnd einer ein bloß ſchwert iin luft hebt / ſo ſcheint es /ſo fliegen die fledermüß daran vnnd toͤdten ſicch ſelber. Alſo die nerriſchen blindẽ vnd vnkeuſchen ſehen ein frauwen ſcheinen yn irem gezierdt. Fre es ſchneidet zůbeiden ſeiten / es ver wundet ſie durch hoffart vñ andere durch vnlutterkeit. Item es verwundet leib vñ ſeel si ewiz ger verdampnüß. Itẽ es iſt ein fůerir ſchwert zůuerbꝛen / nen das hertz Der der man. Wir leſen võ dem künig Barlaam der hat ein ſun / da ſeiten ym die artzet wan das kind in ze hen iaren die ſon ſehe ſo wurd es blind / da ließ er es einbefchlie Ten schen iar / da der knab heruß kã / da bꝛacht man im für gold vnnd ſilber vnnd was man gern het / der nad fraget wie teg liches hieß man ſeit es ym da er fraget von den frauwen was fie weren / da ſpꝛach einer ynn eim geſpoͤt es ſeindt teuffel / die die menſchen berriegen / da der fun wider zů dẽ künig kam / da fra let er yn waß er am liebſten begerte vn der CLXXXIIII allen dingen die er gefeßen het / da ſpꝛach er die tüffel die die mẽſchẽ betriegẽ da ver⸗ wundert ſich der künig das es ſo ein ſched lich ding wer vmb frawen. Alſo leſen wir in dẽ altuetter bůch wie ein iunger münch der genf eine begert die er newlich geſehen hat. Es ſeint darnach die gemalten wei ber des tüffels ieger gegen gottes ſünnen zů dem tedt / der tüffel bꝛucht fie als ein eß als ein ſpeiß man zefahen als man gyren facht mit abgezognen katzen vnnd andere thier. Ein nuß die ſich entſchleifft e zeit die iſt in wendig wurm eſſig. Alſo die wet ber die ſich entbloͤſſen voꝛnen vnd im rü⸗ cken ſeint des tüffels aß / als wan ſie heim kummen fo werffen fie die goller von ine vnd laſſen die knecht den bloſſen halß ſe⸗ hen vnd woͤllen dennecht nit hůren fein, Item der tuffel bꝛucht ſy als ein ſtrick vnndgarn ( Eccleſiaſtici ſeptimo) beſun⸗ der das har der frawen da macht er ſtrick vß / wan die knaben machen ſtrick vß roß har. Alſo bleib abfolon hangen an ei nem eichendaum an ſeim har. Alſo bꝛacht ſan⸗ ctue Bernardus feiner ſchweſter eine dar zů das ſie ir geziert von ir thet vnnd ſich ſchlechtlich zierete. 5 Ja ſpꝛichſt du ich trag ſemliche zierung nitt das ich ander man fahe / aber das ich mein man behalte das er nitt ynn den ee⸗ bench falle das ich im gefal vñ das er and weiber müſſig gang / es iſt ein gůtte mei⸗ nung. O ſchweſter aber ein hübſche ſched⸗ liche verſpꝛechung. Sag an zů dẽ erſten od du nit foͤꝛchteſt das du in geiſtlichen er toͤdteſt / ſo du ym vꝛſach gibſt das er dich zeuil lieb gewin / ſo einer der ſein frauw ze⸗ uil lieo hat iſt ein eebꝛecher / als Ambꝛoſius ſeit / wan fo die liebe nit nach got iſt / ſo iſt ſie ein todtſünd. Saz mir zů dem an! deren / ſo du mit deiner ziert dein man fa’ hen wilt / als mit eim garn dz er nit von dẽ anderen frawen gefangen werd / warumb ſpanſtu dein garn vß vnnd ziereſt dich da h ii Die. LXxXxVIII. Schar dein man nit iſt / als ſo du an den merckt gaſt / vnd yn die kirchen vnd an den tantz Sr dein man nit iſt. Vnnd wan du heim kumpſt zů deinem man / fo würffſtu dein ziert hinweg dein garn vñ leiſt ein zerhud lette eer an / du biſt gleich denen die da far cen ſie wöllen wild vögel fahen vnd fahẽ ! Sr / zamme. Ä Sag mir an du fraw du wiltt behüten dein man das du yn nit verlierſt wie gat das zů / das der man dein nit auch hüttet das er dich auch nit verlier / vnd du felbs auch du ſolteſt dein ſelbs zům erſten hüten vnd dich zimlich zieren / deſgleichen der man auch. Du man hab ſoꝛg zů dei⸗ ner frawẽ als ſie zů dir hat / ie eins des an deren / gedenck das ein katz ynn den wald laufft vnd wild würt / wan ſie ein hübſchẽ balg hat / darũb verlürt man fie auch / wã man ſtilt ſie etwan wan ſie glat iſt. Alſo frau wen auch wan ſie wol geziert feine / fo gar ſie gern da vil man ſeint das man ſye beger / vnd alſo kumpt etwan ð man vmb fein wyb. Es ſolt eim man lieber fein fein fraw wer nis e onb das er fie al⸗ lein hette. Sag mir O nar gefelt es dir nit das die gyren / die bůler deiner frawen nachgond / warumb teckſtu ſie nit mit der hůt erſammes wandels / wiltu nitt haben das dein fraw ein hůr ſel / warumb wiltu das fie hürſche cleider trag / fie treit dz zei chen einer frawen die feil iſt ( Ezechielis. x pi.) ein reiff voꝛ eim huß zeigt das man wein da ſchenckt . Alſo dein fraw treit an allen oꝛten zeichen das ſie feil iſt / am kopff an füſſen zu der rech ten Bad zů / vñ ʒů der Alncken hand. Ja ſpꝛichſtů die fraw / ich bin dennecht frum vnd hab kenſcheit lieb Du ſeiſt alſo vñ wiltt das ich eim zeugen glaub der lieges gewõt hat / dein zung dẽ vil zungen die nit mögen liegen die ande⸗ ren glider an deim leib zeigen vnſcham⸗ hafftigkeit an dir. Es ſpꝛicht Iherony⸗ mus, wir ſollen redẽ als wir becleidet feine oder wir ſollen vnß cleiden als wir reden / was ſagen wir eins vnd zeigen einanders die zung felt von keuſcheit vnnd der gantz leib ſchꝛeit vnd zeigt vnkeuſcheit / noch iſt ein entſchaldung dauon der frauwen zie⸗ rung die weiß auch wol / aber ſie iſt ful vñ nüt werdt. Ja ſpꝛechen etlich ſolt ich mich nit ʒleren wie ander frauwen thůnt vnnd wie gewonlich ift,fo müſt ich mich (Kam. men man würd mein ſpotten wan ich es nit trüg / oder hinweg thette vnd ſie nit me an triege. Das wil ich fe nit verantwur⸗ ten / helff der man der frauwen / vnd helff die fraw dem man das ſie mit einander ſe lig werden. Taſſen vnß got bittẽ durch ſein milte erberd das er vnß verleihe nach diſem leben das ewig leben / das verleihe Gett xatter / Sun vnd der heilig Geiſt. A MEN. | An dem mittwo; chen vor Letare / gepꝛediget võ dem hochgelertẽ vñ gotzfoͤch tigen docto: Johãnes Gei ler von Keiſperg. Wie hernach volget. Von ſchad narrẽ. Hon ſchad Narren. CLxxxV een, e eee ine 8 8 Als die wolff / die got vnd die me en menſchen foꝛchten / ſie machen hunger vnd thüre vnd toͤdten ars me leut / vnd werden betrübt wan gůte iar ſeint / wan aber reiffen vñ hagel vnd deſgleichen kummen / ſo lachen ſy / ich wii wein vnd koꝛn be halten / biß fannt Oꝛegoꝛius vf fatwe gengſt ber die bꝛuck wu reitten / vnd meint ryffen die vmb die ſelbe zeitt fallen / die haben die farb. Das ſelfit böß leut / die ſeint aber vil boͤſer die nüt behalten / vñ es kauffen eb es vff den gemeinen merckt kumpt / vnnd es gleich wi⸗ derumb verkauffen vnnd habent = kein arbeit mit deßebt/ die ſolt ma vPrütẽ ſpꝛicht Scotus in quarto. Von der anderen ſchellen. Die gndere Aſchel iſt nachkauffen. . Es ſeindt die die als BELA ñachkauffen als fye_ _ ifefeBadnarren, mögen vnd verkauffen es ala tür \ wüͤcherer vnd irs gleichen die dem ge ſie moͤgen / ſie warten der zeitt biß einen gůtt ſcher lich ſeint. Die neu ein armer man zwungen art das ich mit eim gemerneft same damit ich ſie all be er mũß vᷣkauffen vñ gebẽ im min⸗ i i, eben f 1 N der darumb dan es wert iſt. O wie ff die erken ich yn ſüben ſchellen. . m Von der erſten ſchellen. vil ſeindt vn der der ſchellen nach⸗ BIER = set kauffen vnd thür geben Die erſt ſchell iſt für nb tburgeden. = 5 gr er Von der vierden ſchellen. ure machen. Es ſeint = — „ —S amlen vnd EX Die Oꝛit ich | N n vnd yn ver ern koꝛu vñ der el iſt gelt koꝛn wein oð gtleichen das ſie es darnach thůrer geben / vnd vn Nee 8 derſtont damit ein thüre zemachen / vnd werden EN. die menſchen zwungen von inen zekauffen / und nemmen dan er vßlycht der ſun⸗ ſie moͤgen es geben vnd verkauffen wie fie wollen det toͤdtlich vnnd iſt ſchuldich wis Die nent Raymundus Deluns nich STas/ſched der zekeren / beſunder man er mitt liche ther / wam fie ſchẽdlgen die gantzẽ gemein / ym iſt überkummen. ö 6 ii kaüffe Die. cum. Schar Von der vlerden ſchellen. Die vierdt ſchel Gift lyhen vff ein farẽd gůt vff ein pfand / als vff cleider off ein roß vnd der glychen mitt dem geding / das er das ſelb pfand bꝛuchẽ ſol/biß er ym das gelt widerumb gibt / dz iſt wücher vnd toͤdtlich. Von der fünfften ſchellen. Die funfft ſchel a die iſt leihen off ein pfand vff ligẽt gůt off Buß vñ hoff cacxer vnd matten vnnd der gleichen mit dem geding dz er dẽ nutz nem des pfands die well iener das gelt bꝛuchet Hit wůcher vñ todtſünd / vñ ſol es widkerẽ. Von der ſech ten ſchellen. e die ſechßt ſchel 955 I iſt gelt vßlyhẽ vñ hoffen ð ga ZA en zii überkũmẽ / es ſei diẽſt mit der zungen / als eim das woꝛa thũ fur ſouil geltz als · dz ertriede / oð ſunſt dienſt. Es ſei mit ochſen vñ roß bꝛu chen / oder er ſelbs mit leib dienen vnd ar⸗ beiten müſte / iſt als wůcher vñ ſeint ſchul dig wider kerung. Von der fübenden ſchellen. 2 „ ar Die lubẽd ſchell — it gelt legen zů eim kauffmã oder zůeim hand wercks man on packt / aber noch ſo meint er etwes nutzes haben nach ienß beſcheidẽ⸗ heit / doch er gewin oder blier / ſo wil er ſei⸗ ner gelyhe er ſum vñ des capttals ſicher ſein / iſt wůͤcher vñ ſol in widkeren / wan er aber gelt zů eim leit zůgewin on zůuerluſt das iſt ein anders. Zů dem andn fo ſeint diſe wůcherer groß narren zů dem erſten das fie wůcheren vnd gewins willen vnd wöllen aber mit got nit wůcheren / das ges win bꝛecht on ſünd / vñ da wůcheret er da er wenig gewindt vnd groſſe ſund fpricher RSS N Pi ſanctus Auguſtinus. Du ellender menſch warumb wirchereftu dem menſchen / wis cher got ſoempfachſtu hundertfeltig vnd würft beſitzen dae ewig leben. Die ander narheit iſt das er gelt vfnimpt ſo er es nit bedarff / vnd verſetzt das edleſt pfand das er hat / das iſt die feel off das nimpt er wz er me nimpt dan er vßgelyhen hat / vnnd das wůchert pen / wan vmb das zeitlich ly det er ewige ſtraff. Die deitte narr heit iſt das wüſſentlich vergiffte ſpeiß iſſet / ſo in hungert vnd ſuget gifft / iſt glych einer en gui ſuge /d man an ein geſchwollen glid leit / ſo ſuget fie das ſchedlich blůtt heruß / vnd ſo ſie das glid geſunt macht / ſo ſtirbt ſie vnd gibt das blůt nit widerumb / man leg es dan in neßlen an die ſonnẽ. Alſo der wůcherer / die blůtt ſug gibt dẽ wůcher ern dz blůt der armen nit wid er lyg dã voꝛ an der ſonnen der gerechtigkeit ym vꝛtel vn⸗ der der neßlen der hellẽ / als ð reich ſpꝛach ich würd hie zecrützget yn dem flammen. Aber die groͤſte narheit eins wůcherers iſt die er thůtt im end ſeins lebens / dann fo ſolt er von ſeim reichtumꝰ machen ein ars tzenei daun er lebet ſo er ſich verdampt / wan er laßt es ſeinen kinden zů dem todt ee er feiner ſelen heil mit ſchüffe. Vnd das heißt die hoͤchſte narheit / wan er it an ſei nem let ſten end vnd kan darnach dein rũ wen noch pe. itentz darumb thun ( Jhere⸗ mie. x vi. In nouiſfimo ſuo erit inſipiẽs.) Item die wůcherer ſeint nit allein nar ren / ſie ſeint auch Latrones dieb verreter vnd todtſchleger / ſy ſchneiden das brot TE armen voꝛ dem mund ab das ſein lebẽ iſt. Er leicht dem freund vnd dem feindt off e. n gůt / ia ſeim bꝛůder das es ſein werd. Darumb iſt er ein verreter. Der her nent fie vm euangelio dieb / die da gelt vmb ga ben vßlyben / vnnd wan meinſtu das ſich ſemlich leut bebe ren niemerme. Warumb / da kum men ſie nit an die oꝛt da man ſy er mante das ſie widerkarten / vnd ſeint boͤ⸗ Von ſchad narren. CX R&L Von erb narren. ſer dan die hell iſt / die in dem leiden Jeſus wider kart das nit ir was / ſie ſeint auch boͤſer dã indas den rüwet / om die. vxx. pfennig wider / ſie ſeint gleich einer krotten die lebt von dem erterich vñ wan der rebgartten blüget fo flücht fie daruß fie mag den ſelben geſchmack nit leide. Alſo ein wi cherer der iſt geſpeiſſet von dem erterich vnnd von irdiſchen dingen / wan man pꝛedigen wil ſo t er zů der kirchen vg flücht in ein ander kirch a hoͤꝛt er meß / wider den wůcher pꝛedigen ſch⸗ meckt im nit / ſo er billicher an die pꝛedig gieng. Darumb fo bekert er ſich niemerme. Laſſen vnß got bitten. An dem dunſtag voꝛ lerare/gepzediger. Von erb narren. bẽ boͤſ kind die da begeren vatter vnd můter todt das ſie ir gůt het ten Sie Teine boß eſt vnd vntrew keit vB der wurgelen vnd in ir 175 0 Aber der wurtzele ben ſie nüt widerumb Ne boten kind auch ſie ſugen vnd ziehen anſi vatter vnd můtter / vnd geben es den kin den / aber nit widerumb ine wider) umb / wan ſie ſchon in noͤten ſeint / ſo doch in noͤten ee vnd belder vat ter vnnd můtter zehilff iſt zekum⸗ men / dan den Einderr; n ſo ſß Leite vettex vnd m ter / wann fiecber groß vund altt werden / ſo rüten ſie varter vund mutter als die wurtzeſen vß / ſouil als an tnen iſt von dem erterich / ſo ſie iren todt begeren das ſie das erb hetten / ſie begeren das fie vß irem huß da man l bt gerütet wur den vnnd tieff gepß antzet yn den krchhoff / das iſt das erterich der todten vnde das geſchicht. fo ſeint fie berrũbt vnd trurig ym warten h iii — V Die. xcnm. Schar vnd kriegen mit inen detrůben / fie můten inen zů das ſie das erb teilen / vñ inẽ über gebẽ &. Diſe narrẽ erkẽ ich yn zwů ſchellẽ. Von der erſten ſchellen. ER Die erſt ſchell iſt warumb ſeint ſie narren / darumb wan es mag geirt werden gehindert / vnd hin weg enummen werden. 2 Zů dem erſten / ſo mag er geirret werde das ynen das erb nit würt / wiewol lx mei nen ſte ſeient fein faſt ſicher. Marcus Ca tho / der ſpꝛicht ein qewar woꝛt ( Sepe gu⸗ ey iui i tet 087 eco faın malta interuenixe poſſe) Zwi Vn der ſup⸗ N 5 vergond vil ſachen· Alſo wůrt es dene uch gon . Item wie mag es gehindert werden / alſd das das gůtt eim anderen mag im teſta⸗ ment verlaſſen werde vnd einanderer erb geſetzt würt / oder armen leuten gebẽ wirt vmb feiner ſchuld vnd boßheit willen / als wir der exempel vil leſen. Zů dem anderen / ſo mag es gehindert werden vmb deinet willen / wan du mag voꝛanhin ſterbẽ / wiewol du inne biſt / ma finde als vil kelber hüt vñ me dã kũe hüt vnnd wartet ſeines vaters todt das er kü nig würd. Aber es was im nit beſchert / er ſtarb voꝛ ſeim vater ſchandtlich vñ ward ym das reich vnnd die erb vit / vnnd gott wirckt barmhertziglich mitt denn iungen das er fie ſter een laßt wan lebten ſie lang fo wnrden ſie ire feelen verlieren got thůtt inen als ein vatter ſeim ſun / waun er em 9a der fun ſpilte vnd hette vil gewunnen vnd fieng an verlierẽ / fo blieſſe er das lie⸗ cht vß das er das gewunnen gelt nit alſa⸗ we ne Zů dem dutten / ſo biſtu ein narr wann dein erb mag ſich lang verziehen / ob es ſchon nit gantz hin weg genummen würt / vnnd es dir hindennach werd über lang / Aber yn der zeit fo du warteſt / ſo haſtu ein groß verlangen vnd würſt gecrũtzget vñ gekeſtigen vnd haſt kein růw / wan wer da wartet den verdꝛüſſet ſpꝛicht Franciſcus petrarchs ( vix vllum vite tedinz evxpecta⸗ tione moleſtius.) 5 Zů dem vierden / ſo biſtu ein narr wan es wart dir genũmen / ich laß fein dz du es überkummeſt / was haſtu überkummẽ / es bleibt dir nit wan in kurtzem fo müftu es auch verlaſſen / das erb gat võ dir zů eim anderen / alle zeitliche ſeint eren Baby ſie faren von eim zů dem anderen ee ee ee erich Ein gig rar. Du haſt ein er geſů e na kummen. Du mitt truren / iene niemantz mit freuden. Du mit groſſer arbeit / iener wire mũſſig gõ. Du haſt gehofft vff eins andꝛen todt / ander hoffen dein todt auch / Es wiirt ein zeit kummen das du wolteſt du hetteſt nũt geerbt / woͤl got das du nüt ſchedlichs erbeſt / nit ein ſtrick / nit ein mio le fein der dir dein hertz truck / vnd erwür ge den lebe digen geift goͤtlicher liebe vnd der gnaden / wan das thůnt rychtum iren beſitzerẽ. Ja ſpꝛichſtu ich hab ein pfaffen geerdet / fo haſtu keckſilber geerot das da verderbt alle dein andere gũtter / als keck⸗ filber friſſet gold vnnd ſilber wan es dar⸗ bei iſt . Von der anderen ſchellen. Die andereſchel iſt nit hoffen off die himmeli ſche erb. O liebe bꝛüder in dem himmelreich da iſt vnſer erb ꝛeil das wir aller vnnſer begirdt warten otũ⸗ Von erb narren; follen vnd ſůchen ſollen / wir haben vff er terich ein vatter des zeitlichen gůtz. Aber wir haden ein vater ym himmel zů dẽ wir ſchꝛyen vatter vnſer der du biſt in dẽ him len / da iſt vnſer ſtehelin pfründ darzů fol len wir fechten mit allen krefftẽ / da iſt kein wurm noch [dab der vnß die cleider eſſe / kein hagel noch kein feind betrübt vnnß ⸗ da iſt der tiſch da man mit dẽ künig würt eſſen. Das iſt das erbteil das allein hat ge ſůcht vnnd gebetten / vnd begerr es künt u Dauld da er ſpꝛach Ona peria domi; . nõ / hanc re. ite poꝛcio mea domine. Dia us. Hereditatis mee. er herr iſt ein teil meins erbß . O wie ein geitig hertz das iſt dem das erb nit genůgiſt ! das got ift. tem zů dem reich werden wir ermant ſein zekummen ym heiligen Kane an orten (P ꝛimi quexite)ſachen zů dem er ſtẽ das reich gotz ( Que ſurſum ſunt) Ach lieber herr gott vnuß ſchmecken me die ir diſchen ding dan die Bimmelifche / me be gerẽ wir nützliche ding / dan gerechte ding ng ſchmeckt das himmelrych nit. Vnſer rachen vnd mund iſt verhoͤnt mit dẽ zeit⸗ lichen dingen. Vnſer hertz iſt vwunt mitt eigenem nutz / das vnß erberkeit nit ſchmt ckt / wir begeren zibelen knoblauch vud flei ſch in egypten land. Ja ſpꝛichſtu was ſol ich thůn das ich das reich vnd das erbteil überkum. Lůg zů dem erſten. gas du ſeieſt i ) ot hat ein na poteſtatem) Er hat inen den gewalt gebe zewerden fün gottes. Hůt du dich das du nit bleibeſt ein banckart vnd ein todtſün⸗ der. Nit gang mũſſig / aber werck ettwas CLNXVII in deines vatters huß / wann wer da ſeiet der hoffet zeſchneiden. Alfo widerũb auch wer nit feier der wirt nüt ſchneiden. Halt feine gebot das iſt fein werck / wann hoff⸗ nung iſt nüt dan ein wartung zůkünffti⸗ ger ſeligkeit / die da kumpt von der genad gotz vnd von vnſerem verdienen. Darũb wan du hinweg thůſt dein verdienen gůt ter werck / ſo haſtu die hoffnung dẽnen ge h weiß vnd artzet rat / vnd wer groſſes leidet für ein groſſen herrẽ der mag eln groſſen lon hoffen. Alſo du au wann du off den rücken fiele naß abfieleſt. Laſſen vnnß got bitten das er vnß verleihe nach diſem leben das ewig leben. Amen. Stultoꝛum infinitus eſt numerus. Der narren zal iſt on end. An dem freitag vor letare. Gepꝛediget von dem hochgelerten vnnd gotzfoͤꝛchtigen doctoꝛ Johãnes Geiler võ keiſerſperg. thon. Es můß au gelitten fein leid vnd wider wertig keit. Gedenck was leider em / 2 * Die. cv. Schar Von ſchenck narren. | Er EICH, char 1 lt ſcbe ac narren. Es ſeint die die es ruwet wan fie eim etwas haben geſchenckt der ſich ſunſt vnuernünfftenglich halten o ſie eim etwas gůtz woͤllen thůn / vnnd concoꝛdiert mit dem Euangelio / dauil in for vo gaben von dem waſſer r dem herren zegeben / von der gnad gegeben. Diſe narren erken ich in ſů⸗ ben ſchellen / am ſontag wöllen wir fi agen von dẽ feirtag enteren / das iſt fur den gemeinen mã wie wol die ſelbe ſchar diſer ſcharr voꝛgat ynn doctoꝛ bꝛauß narren ſchiff. Hon der erſten ſchellen. ri Dieer ſt lchel iſt eim = I ett wa ame en vnnd geben mitt 3 08 FF truren ound fur ſehen⸗ wiltu eim et ⸗ was geben fo gib es im mit gůttem willen: gern vnd mit (freude, ſanctus Paulus ſeit (Gilarem doctoꝛem diligit deus) ein froͤ liege gaber hat got lieb / wã der ſelb gůtt wil vñ froͤlich angeſi⸗ cht macht die gůttet faſt groß vnd angenem / wan mã nit war nimpt was man gibt oder thůt. Aber vß was gemüt es geſchehe. Von der andern ſchellen. Die andere EN FR ſcheliſt verziehẽ vnd 8 Set verlengeren die gab. EI am eim etwas ge⸗ geben / ſo gib es ym bald / wa fun gabeſt / wan du ein erzürn big erʒürnnung fit tieffer in das hertz / dan die gůttet vnd gab die du eim gibt. {un wan du eim et⸗ was dus wi t thůn / vnd das thůn verlengereft ‚fo würt er zoꝛnig wã Fade mit ð gab oder gůttet kũpſt ſo erfrewer in dein gůttet nitt als wol vnd faſt als yn die verziehũg in gecrützget hat / dz ſiheſtu wol an eim hund / wann du eim hund ein fleiſchle hoch vffhebſt / ſo ſpꝛingt er darnach vnd verlengereſt / ſo würt er er ürnt vnd facht an zebellen vñ ſol es wol nit me nemmen. Alſo iſt es mit eim menſchen auch vñ was danck ſol dir einer darum̃ ſagẽ / er iſt dir danckber genug / wan er dir verseicht das du es fo lang verzo⸗ gen haſt. Es ſeint leider vil vnder der ſchellen die armẽ lüten verzie⸗ hen irẽ lidlõ / vñ almůſen die bald vßtruckẽ ſoltẽ / als billich wer. Von der dꝛitten ſchellen. Maag, Biedatich zZ — el / iſt ſchenckẽ ſched⸗ 5 lich ding wer da eim — etwas ſchencken will der geb ym das ym noch niemantz — Von plag narren. ſchedlich ſei / ſunſt fo wer es nit gůttet. Es wer ein boͤßtet ein haß. Darumd der nar er etwas ſchedliches ſchenckt / der machet ein leibliche haß zů einer gůttet / dz fol nitt ſein. Es ſol ein vnderſcheid fein zwyſchen dem haß vnnd der gůttet die vß liebe ſol gon / ſpꝛichet Seneca zůgleicherweiß / als nüt hüoſchers iſt dan ein woͤllen hebẽ / der nit wil bleiben vnnd wider ſein willen ge⸗ hebt würt. Alſo eerloß iſt es der eitwas be gert vnd ym ſchedlich ding geben das if (Affabile odium.) Ich wil eim dz gelt nit geben das ich weiß das er einer hůren ge⸗ ben wil / das ich nit gefundẽ werd yn einer ſemlichen eerloſſen geſelſchafft. Von der vierden ſchellen. Die vierd ſchell — itt geben vynd ſchenckenn D me dan einer vermag / wan O ſcchencken vnd geben iſt das Aer liebe / die ſol an mir ſelbe ch ſol geben den gxn ö ſol eim zehilff ang / Loch das lerer an. 6 a Von der fünfften ſchellen. Die fünfften Ich el iſt die gab verweiſſen ð da güte eim thüt/ð ſol ir bald dbeorgeſſen das ergeben hatt. Der aber der empfangen hat / der fol der gůttet alwegen yngedenck ſein. Das ſeint zwey geſetz / der ein fol vergeſſen / der an der fol niemer vᷣgeſſen. Darũs iſt der ein narr der eim verweiſſer was er im gůt hat gethon / vnd es ym vfhebt. CLXNXVIII Von der ſechßten ſchellen. 7 2) Ze nitein Be ſeit boͤßlich / wan er het ym wol me geben / wan er wz ein künig / ſo het er den heloling wol che ebt dem zegeben er was An⸗ 7 25 II rd Banıckt eim ein ſtat/adet᷑ oller ſpꝛach kein ſtat haben / ich frag nitt was du Babe magſt ich acht wz mir sim zegebẽ, Von der fübenden ſchellen. Die. vii. ſchell iſt cage das mã im vndäckder ei vñ gerüwen wan einer vn dancxdar iſt / dem du gůꝛtes haſt gethon nit clages von ym vmb ſechß vꝛſachen willen. n Jů dem erſten / ſo wlirt er beſſer von dei⸗ ner gedult vnd patlentz wa wen du es vd im elagſt ſo wůrt er boͤſer / iſt es vndanck⸗ bar zů einer gůttet zů der anderen gůttet würt er villeicht danckvar vergiſſet er der dꝛitten nit / die vierd bꝛingt die anderẽ all in gedechtuůöß. Z dem anderen wa du es clagſt / ſo würt er dein feind. Darũb ſo clag es nit das er nit dein feind werd. Zů dẽ dꝛitten / ſo wirft da durch got ge⸗ ſeich / wann du dolgeſt gott nach ſpꝛichet Seneca gib den vndanckberen / wann las ſterlichen menſchen ſcheinet auch die ſonn an. (Qui ſolum ſuum oꝛiri ſpꝛicht Chꝛi⸗ ſtus. Zů dem vierden / ſo thůſtu dein 8 Die ſechßt ſchel Dohß boß heit eim ein gab ver⸗ ſagẽ / als da thet Antigonus Auico anuicus / ein armer Der künig ver⸗ — en > | Die. xcvl. Scar ampt vñ das dir zůſtot ſpꝛich mitt Seneca. Ich bꝛuch mein amp / wan ich andern gůtz thůn / ich wil fleißlicher gaben vnd gerner. Zů dem füu ff ten du beingſt die verloꝛnẽ gůttet widerumb / wã was du an eim verloꝛen haſt / des wirt dir ein an derer dauckoar darumb fein. Zů dem ſechß ten⸗ fo macheſtu diſeu vndanckderen danckber. Dar umb ſpꝛich mit Seneca / dem vndanckberen wil ich gůtz thůn / vnnd will thůn wie ein gůter acker man / ſo der acker 5 iſt vnd vnfruchtbar / ſo wil ich yn air vnd fruchtbar machen mit wol buwẽ. Es iſt nitt eiu zeichen eines groſſen gemüitz gůt⸗ tet geben vnd verlieren. Aber verlieren vnnd ge / ben d Hie moͤcht man die diug ziehen vff arm leut vnd allmuͤſen geben. Laſſen vnß got bittẽ. An dem ſontag voꝛle tare /gepꝛediget võ dem hochgeler tẽ doctoꝛ Johãnes Geiler von — m > TRIERER RK * 3 AV, AS vnſerem herren Jeſu chꝛiſto. da die zeit ſeines leidẽs ſich Von der erſten ſchellen. Die erſt Ich Ey gielift e heit oder lewe. Es Net cleine zůͤgütten din! gen / fie iſt die wurtzel aller fulkeit vnno ein fürſt aller nachgendigen ſchellen vno mißfelt vaſt got dem herren / vnd reitzet got zůvnwillen vnd erbꝛechẽ (Apocalipſie. iii.) we reſtu kalt oder heiß / aber fo du leo biſt / ſo vnwil ich dich / wa der tüfe⸗ fel die ſchell ſicht da gat er tapffer his. zů / als die mucken vnd fliegen zů eim lewẽ haffen vnd Füllen ha⸗ bermůß / da ſitzen die muck en vff / wan aber der haffen redlich w aller vnd füder da kumpt kein flieg zů. Alſo eim hitzigen hertzen auch da flucht der tüffel dennen. Von der andern ſchellen. Hon fullen Narren. Von der andern ſchellen. Die ander ſchel iſt mol⸗ lieis / weicheit zartheit / ſo ein menſch ons gedultig iſt in eim herten ding / wan ſie et was anfahẽ vnd inẽ etwas hertz begegnet ſo laſſen ſie daruon vnd ſeint menſchẽ võ ſchne gemacht ſie zerſchemltzen gegẽ dem füer der widerwertigkeit on wũrt nüt vß inen vnd ſeint eins zarten geiſtes / das iſt des tüffels Enterle vnder dem der tüfel in eim menſchen rů wet (Deuterono. xa viii. Finis durus hüs mollibus. Von der dritten ſchellen. ; Die dꝛitte ſchel iſt ſom pnolencia / ſchleffrigkeit ulkeits bꝛingt fi ch affen / beſunder yn betiẽ vnd in pꝛedig hoͤ ren.i.petri.ilii.vigllate in oꝛãnibus. der teuffel kan wol machen das ir an der pꝛe⸗ dig ſchlaffen / hie weren vil evempel zeſagẽ eccleſia. ii. ii. der ret mit ſchlaffenden der ein nerrin wil weiß heit lerren / het ein nar in dꝛeien tagen nüt geſchlaffen / wan er zů pꝛedig kumpt fo ſchlafft er / oð in der ſchůl fo man die letz liſſer / vnd das iſt das boͤ⸗ ſeſt daran / ſie wollen nit das man fie weck et / wanwen man fie weckt fo werde fie zoꝛ⸗ nig. Es iſt nit die zeit zů ſchlaffen an dẽ moꝛgen / aber zea achen vnd zebetten vnd iſt geſchlckt die genad gotz zů entpfahen / beſunder ſo man das gotz woꝛt hoͤꝛen ſol / Dias nit minder iſt den der leib chriſti. Von der vierden ſchellen. Die vierd ſchel N iſt. Ocioſitas maß mäffig 17 ö gon / iſt ein ſpülzuber ein weit EN Alfackaller anfechtũg / aller 654 gaedencken / alles vnnützes geſchwetz be fi der der vnluſt vnd der hoffart. Da⸗ a urit ſagt (in ladoꝛe homo non fune). Sie CLXXNIN ſeint nit in der menſchen arbeit / darumb feine fie hoffertig / die geſchtiſſt iſt vol boͤ ſes was můß bꝛingt. Ven der fünfften ſchel len. gras moꝛn fffòtn/ſo fie ſitzen off die keibẽ vnd die ſchwartzen todtſunder / ſo fie inn ſůnden ſeint ſchꝛeiẽ ſie moꝛn moꝛn ſo wil ich mich bekeren vnd beichten / fie ſchlahẽ es ſtetz off gras gras /a det ee das gras ge achſet ſo iſt gromen 28970 groman / oſe⸗ ner ee Jag das mexen graß gewachſet ſo ft da dergraben. Von Fer ſechſten ſchellen⸗ Die fechft ſchel = iſt Carditas lagſamkeit ge I; mechlich denoher vnuerfeng A lich fie laſſent inen nit lingẽ algemach das fie das miltz nit ſtech. Es ch die augen / gang bald zů gott der dich vß geſchickt hat du ſiheſt wol wie die boͤ fen menſchen zů dem boͤſen lauffen / alſo lauff du zũ dem hechſten gůt das iſt gott ſelos iſt. Von der fibenden ſchellen. 1 / \ Die. xc. Schar der arbeit abkummen / alſo ſol es nit ſein⸗ vnder vch /aber mit fleiß vnnd ernſt als hieng dein gantz heil daran ſagt Jhere. ploiii, verflůchet iſt der menſch der gotz werck liederlichen volbꝛingt. Von der achten ſchellen. i Die ꝗcht ſchel iſt im 1 9 fãhẽn auch vil an aber welllg bꝛingen es zů dem end Trĩſtus det im nit alſo/ dae das er het añgefangen / das hat er an dem Crũtʒ volendet / wie wol ſie ſpꝛachẽ er ſolt von dem chrütz herab ſtigen ſo wolten fie glaubẽ / alſo thů du auch bleib an dẽ chrütz der penitentz gang got nach des werck vol kummen ſeint. Von der nünten ſchellen ö Die nünd ſchel — AN: —— — ſchen ein an vnd ar erſten tag ſo ſeint fie ſtreng an dẽ werck darnach lang⸗ ſam ʒů dem letſtẽ fo würt nũt daruß / da hůt dich vor des gemůts abgang / ꝙan da ch be ig. wan du etwan růen wilt in tugenden / fo laß nit zůuil nach / ler von eim ſacktrager wan der růgen wilfo ſetzet er den ſack ho ch vff vñ nimpt in leichtlicher weder vff ſi ch den ſolt er in von dem boden vff heben rn dn auch wenn Yu rien wil ſo heide tugent inn ſolichem fleiß/ als du fie vber kummen haſt / aber du bedarffeſt nit groſſe arbeit hon fie widerumb vff dich enemen ale zů dem erſten. in zeuil ſpaut / daz gemut bꝛicht wen man im nach laßt / darumb ſeint ſie vnglelch / Von der zehenden ſchellen. Die zebendſch a lift Diſſolacio verlaſſen⸗ beit. Es feine die wan fie PER finden ein herie oð ein ſch⸗ were inn irem regiment / ſo laſſent fie es als ligen vnd werden wie ein ſchlaffender ſchiffman der das růder fallen laßt. Es iſt ð menſch der fein gemũt nit zůſammẽ ſamlet / er iſt getheilt vnd geſcheidẽ vo got es bleibt in im kein ſtuck bei dẽ anðn / er iſt gleich eine zerfalnenfaß das in üben liet eccle. xxiii. wer ein narren lertiſt glei ch eim der ein gebꝛoch nen ziegel zůſamen lümet / ein alſo vlaſſen gmüt iſt gleich dẽ ſtoub (ſeð pꝛoicit vẽtus afacie terre. Von der elfften ſchellen. Die elft ſchel iſt incura vnſoꝛgſamkeit / ſie hond kein ſoꝛg in iren ſachẽ / ſie fahen nüt gůts an / vñ w fie an fahen das beſſern fie nit /behütens nüt ha bent niergẽ ſoꝛg / ſo doch als groſſe weiß heit not iſt einẽ ð reich wil werde gewũnen gůt zů behalten als zů Fe erſten gewinne Ouidius nõ mi noꝛ eſt virtus quam quere⸗ re parta tueri. Vs dere x ii. ſchellẽ. Die. xii. ſchel iſt ignauia faulheit. Er iſt alſo faul leg er im kat / vñ leg eĩ weich luſtlich bet nebẽ im fo moͤcht er ſich nit win Bere dz er off daz bet kem. Itẽ leg er vnð eine tachtrauf dz ermoͤcht erblindẽ ſo tet er nit ein aug zů. Item wen im die ferſſen võ dẽ feür bꝛanten fo züg er ſie nit zů im / vñ dz ich es mit eim woꝛt beſchließ / er ließ ſich ee dẽ teuffel in die hell fürẽ ce er ſich mit dẽ crütz ſegnet o ſpꝛich ſtu es iſt niemans alſo ein narr ð dz thůt. Es ſeint warlich iren vil / wie vil meinſtu dz menſchẽ võ dem tenffel in die bel gezogẽ werden vñ zeichnẽ ſich nit mlt dem crütz der penitens damit fie von im & Non fullen Narren. erloßt wurden. O wieuil lygen noch zů di⸗ ſer ſtund an den bedten vnd haben die au gen offen gegen dem vmbhang / vnd boͤſe gedenck tropffnen inen yn die augen ires hertzen / noch fd ſeindt ſie ſo ful das ſie nit vffſtõt erw; gůts thůn / damit fie beſchlieſ ſen die augen irer betrachtnüß / alſo võ dẽ füer fie empfinden fallen vnd bꝛennen die füß irrer begird / noch keren ſy ſich daruõ. Item fie lygen im kat irer fünde vᷣñ in doꝛ nen / vnd durch ein zůkeren zůgot Möchten fie kummen vff dz weiß luſtig floꝛiert bedt der conſcientz vnd ſüſſiglich růwen vnnd wöllen die arbeit nit thůn. | Von der dꝛeizehenden ſchellen. Die. xi. ſchell iſt aridi⸗ tas ſpirttualis / dtirre vnandacht / mein ſel iſt dürr als das erterich on waſſer / ſchꝛeyt fart her / wan ſie ſeint wie die berg Gelboe in die kumpt weder roſee noch plunia vo der dürre würſtu am montag hoͤꝛen. Item andere creaturẽ werden feißt vnnd groß von müſſig gon / vnd mager von ar beit. Aber des menſchen ſel hat ſich wider ſins von arbeit feißte fie, wan gůte werck ſelnt ir ſpeiß vnd halten die feel vff. Aber dle dürren menſchen fein: hert zů den wer cken der güttigkeit gegen got vnd armen menſchen / ſie laſſen ſich nit gen zů ð ge hoꝛſammigkeit. Diſe dürren wan man ſie si dem für der v ider wertigkeit / ſo geben ſie nit ſie nit ein tropffen feißte geiſtliches andachtz / wan ſy ſich nit freuwen yn irem lei den / noch got darumb danck ſeitẽ. Aber gleich fo dꝛennen fie durch vngedult vnd feine vnfruchtbar zůgůtten wercken / vnd was anderen menſchen lycht vnnd froͤlich fo meinen ſie/ſie möchten es nitt ertragen den das uk es die welt vol iſt erloͤßt wurden. ſo wil es eim nit die kelen abhin / fo trinck er darzů / ſo wũrt es im luſtig vnnd gatt vnnd erleiden / wann einer ruch bꝛot iſſet / gern abhin. cv Von der viertzehenden ſchellen. geiſtliche freud. Spꝛicht der lieb herr ſan iſe trurigkeit bꝛingt ö auch groſſen ſchaden mitt ir wan wi auid die dürre kump. ettwan von hof? 0 an wie dle Vo n der fünffseße nden ſchellen. Die fünffʒehend I feel iſt. Tedium vite/verdrieſ I fen zeleben / wan ein mẽſch lãg e keung it gelen vs fulkeit, ſo kumpt er bei langem datzů das in mitt al⸗ lein verdꝛũßt got zedienen / ſunder in very dꝛüſſet auch zeleben Helias iſt ir figur. (iii. Regum) der begert zeſterben. Es begeren ſunſt auch etwan die menſchen ze ſterben vnnd verdꝛüßt ſie zeleben / als die die gern bei got weren / vnd võ begird him meliſcher ſeligkeit / auch findt man andere die das leben verdꝛlißt vnd den todt bege ren das fie von diſem iamertal vnd ellend Von der ſechßzehenden ſchellen. 11 ii den den tüffel / dan: O N Die. xcm. Schar artzeny. Wir woͤllen got bitten / dz er vnß verleß die ſechßʒe — dende ge 17 efpe = I Ylratio / Verzweiffung r hüt dich voꝛ der groſ ſen qeheuen / die dick vnnd vil dert kumpt võ zeuil trurigkeit / wer die ſchel hat vmb den iſt es geſchehen die ſchel lütet dem Judas zů dem galgen / hüt dich voꝛ der erſtẽ ſchel ien / hab leuwen fin fo verzweiff elſt du nit. Mich dunckt das die wur tzel der verzweiflung ſei zeuil ſich felbe lieb haoen / vnnd eigener nutz die machen das man zeuil die hell foͤꝛchtet / vnnd den hummel degert. Darumo ſo beſchlůß deine augen voꝛ ſemlichen dingen / vnnd dien got dem herren frei vmb ſein ſelbs willen / wann er ſein würdig iſt / er weißt wol wem er den himmel ge⸗ ben ſol · Vnd was ſol ich thün das ich die ſchel vnd ander ſchellen vo ſpꝛichſt du meiner kappen werffen mög. Hoͤꝛ mein rat. Zů dem erſten / ſo mach die beſchei dene oꝛdnung deines lebens / vnd die oꝛdenung behalt fleißlich / leret ſanctuz Anthonium / der engel yn der wüſte. Zů dem anderen / ſo gedencke die groſſe hitz Chꝛiſti / vnd der Heilige vnd gedenck in was ſoꝛglicheit Fu lebſt / es ſei võ dem waſſex fuer / od der feind halb. Die ding ſoltẽ dich billich von dẽſſchlaff erwecken dei ner tregheit / betracht dẽ ewigẽ len ym himmel vnd die pen der hellen Als ein alttuatter ein iungen lert. Zů dem dꝛittẽ / ſo erwel dir ein froͤ liche geſelſchaff / die dich enboꝛ tra gen / als Moyſes thet Aaron vnd hoͤꝛ in diſen dingẽ allen / ſo ruff got an vmb ſein gnad / das iſt die beſt nach diſem leben das ewig leben. A MO EN An dem ſontag Leta / re zůmitfaſten / Gepꝛediget. Von feirtag bꝛecher narren. ,. EUR Dr m 15 . U Sie narren errẽ ich yn zuů ſch ellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſcheliſt am feirtag wercken ein knechtlich werck. Du fragſt was iſt ein knechtlich werck. Ich ſag das ee iſt ſünden. Oder ein werck leiblich / das den herren nit zůſtot Ader den knechten. Ein knechtlich werck iſt todt ſünd / es welche ee woͤlle. Es ſei hoffart geitigkeit oder vnkeuſcheit. Item wan du am moꝛgen ein feirtag dich ziereſt vnd vor dem ſpiegel⸗ d Hon feirtagbꝛecher Narren. vff puppeſt vnd maleſt vnd lacheſt dz die man dich zůbegerẽ ond ſie reitz? wilt / vnd gemut vß su dich Ta 3 als knechtliche werck / alle todtſünd ſeindt knechtliche werck. Vnd warumb ſeindt fie knechtliche werck. Darumb das der herr Jeſus fie alſo nent ( Johãnis.viii.qui far cit peccatum) Wer ſündet der iſt ein kne⸗ cht der lünden / wan er dienet vñ iſt gehoꝛ ſam der ſinlikeit vñ nit der vernunfft / wã die ſtrafft in darumb. o was herten dienſt das iſt er ſtupfft vnd trengt dich / vnd tod tet dich ſeit / ſetũs Paulus der ſünden lon iſt der todt doꝛt vnd hie / vnd vnrůw der conſciẽtzen. Wer ſemliche werg ſünd tür am feirtag der thůt boͤſers dan wer er za⸗ cker gangen oder holtzgehawen Sanctus Auguſtinus ift des ein sit. Die neidiſchẽ frawen thettẽ beſſers / wan fie wolle ſpun⸗ nen / dan das fie vff eren kilweihẽ tantzen Cx C Vnd darum ſo iſt es iſt genůg / wan du ſpꝛicheſt. Ich hab todtſünd gethoᷣ / die die vnd die &. yn der beicht Ju ſageſt dan dar su am feirtag wan es iſt ʒweiffeltig geññn⸗ det am feirtag ſündẽ / es iſt den feirtag dꝛe chen. Vnnd die find darzů als in der bir ⸗ chen ſtelen / es iſt ein dieoſt l dund ein »ys bruch Saeriletin/Farz. O wie ſeiut der narren / ſonil. Es feine ſchier alle hãd wer cks leut die gantze wochen / ſo haben ſy va heiman ze wercken. Wan abet feirtag Püpe fo lauffen fie frei wa ſy woͤllen / yn das har huß / vnd ʒům tantz / zům ſpil / vñ zů dem wein. Vnnd machen ynen kein conſcientz darumd / ſie beichten es nit ſie meinen nitt das fie den feirtag enteeret haben / ſie thũt eden wie ein hirt thet von dem pogiue lc = ribt. Der beichtet ʒů napeltz yn der faffen wie er hette ein keß geſtamp Fer vnd vßge truckt / vnd wer ym ein tropffen milch yn „ nuß yn ein ar ofeir aber auch nic von dem rau ben bꝛennen / vnd todtſchlahen / wie man gan ym krieg thůt. Alſo was ein kauff man. Der ſpꝛach ich wil es kurtzmachen. Ich hab ein wenig cleiner find getho / da er anfieng beichten. Da ſeit er ich hab nüt gethon / dan das ich ein wůcherer bin vnd ein ebꝛecher vnnd ich gl. ub nitt ynn gott / Die ding achtet er clein. Das iſt das erſt knechtlich werck. Is and knecht⸗ lich werck iſt ein lieblich wer⸗ NS 4 ck / das nit zůgehoͤꝛt den her⸗ rween / aber den N Ich i iii 7 ur 7 1 ſag merckglich ein leiblich werck / wã kein geiſtlich werck das on ein vſſerlich glid it ein knechtlich werck. Als da iſt gedencken ratſchlagen /ſtudieren / oegeren / lieb habẽ⸗ vnd der gleichen. Vnd diſe ding wan mã fie ſchõ ordner am feiertag zů dem gewin/ die weil man nit verſummet gottes dienſt ſo dꝛichet man den feiertag nit t. Zů dem anderen ſag ich merckglich das werck fol nit den herren zůgehoͤꝛen aber de pnechten / wan ein leiolich werck das nit vſ ſerliche 1 geſ⸗ 15 5 iſt / iſt nitt ein knecht⸗ lich werck. Alſo da iſt ſehen⸗ oͤꝛen / reden ⸗ vnd g meinlich die vſſerlichen fin bꝛuchẽ / wan die ding ſeint gemein den herren vñ den knechten / die weil mã fie ſunſt nit bꝛu / cht ʒů vnzimlichen ſachen / fo entert ma dẽ feiertag nit. es iſt auch kein knechtlich wer ck das geoꝛdnet iſt / on alles mittel zů dem gotzdienſt / xnnd zů der feelen vund leibe heil. D Zſomã die altar ʒieret / vnd das heilig ſacrament den men ſchen reihe Vñ nũtzlich ding ſchꝛeibẽ/vñ Fe e en unte ufd e e deſglychen / wider die feind fechten fie vßze treiben. Vñd wan vnſte. wetter iſt der fru cht yn belffen wein vnd koꝛn yn fuͤren / wa füer xff gieng loͤſchen / wer vff ð ſtraß wer vmb minder koſtes willen fürfarẽ nit ſtil ligẽ die weil mã nit ſumt die ding die mã ſchuldig iſt am feirtag zahůn. Es zimpt ſich eım fein gewunnen gůt behüten / vnd ſeim ſchaden für zeöummen am feirtag. Aber nit gůt gewinnen / wan ſünſt ſo moͤ⸗ chten al handtwercks leut arbeiten / vnnd ir arbeitt verbꝛingen on bꝛechung des feir⸗ tags. vñ woͤlles feine nũ die / die da heiſſen knechtliche werck die man nitt fol am feir⸗ tag thůn. Es ſeindt aſſe leibliche vßwẽ dige werck / die nit geoꝛdnet ſeindt zů dem heil des leibs / oder ſeelen oder dein ſchadẽ der ietz ge ſchehe oder bald für zekummen / als zů dem eignen vnd rechten end geoꝛde net feine. Als da ſeint bauren werck ound band werck / vnd kau fmanſchatz vnd an dere weltliche geſchefft . Item zanckende gericht haben. Eid ſch weren offentlich hoch zeu lich. Es wer dan friden zemachen / die ding ſol man nit am feirtag thůn /es wer dan noturfft da vnd gũte vnd wenikeit · ( Neceſſitas non in eul tabilitatis ſed commoditatis). Darumb moͤgen arm leut am feirtag werckẽ die nit ſpeiß haben moͤgen on arbeit fürſich / vnd die irrẽ / man mag auch bꝛott verkauffen fleiſch vnd viſch vnd ð gleichen was ſunſt verdurb. Deſglychen mag man arbeiten vmb ein ding das man ſunſt nitt haben mag. Darumb hatt der bapſt erlaubt dz man am feirtag hering mag fahen / ſo ir fand vnd ir ſtrieh iſt / ia am ſonnentag. Alſo vnd deſgleichen mag man auch kauf fen vnnd verkauffen vff ein feirtag / das man vff anb exe tag nitt funde. Doch fo fol man ſich Büren vor ergerniß geben Pu ſillis / vnnd yn dem iſt entſchuldiget der da kaufft / aber nitt der der verkaufft. Item pietas / gũte vnnd erbermd ent ſchuldiger. rumb am feirtag ſo mag man armen leutten vund kirchen fro vnd ein ſtecken am ſtock vffricht / oder ein rebhafft mit einer wid die vff wer gangen oder ein zun vff wer gangen oder ein meſ ſer wetzen / oder ein ſtuben fegen vnd ſem liche cleine ding iſt nitt geheiſſen den feir⸗ tag bꝛochen yn diſen ſtucken wie geſeit iſt kan niemantz ym ſeloer recht vꝛteilẽ / dar umb ſo fol man erlauben nem men von dẽ oberen / oder rat habe. eins geiſtlichen ge N | | Gon feiertag narren; lerten vnd welſen man. Item wie lang vnd wan er anfaß vnd vffhoͤ: fo halt mã Zemeinlich dz er wert vier on zwẽtzig ſtũd durch ein natürlichen tag. Der facht an vnd endet ſich noch lands ſitten vnd gewõ heit/die ſol man halten / den iuden was ge botren zefeiren võ veſper zůneſper / es wer cken etlich wan ſie meß haben gehort. Es ſt aber ſũnd. i Von der anderen ſchellen Die ander ſchel £ % iſt an der lincken feiten ver⸗ „ ſaumen goͤtliche werck / dert AI feint füben, Von dem erſten werch, Aso erſtwerckiſt n Meß hoͤꝛen/ r ann ein ieglicher meunſch er hab dan ein genũ er al hochzeit ein gantze meß oͤꝛen / wann das iſt beſchloſſen im erſten gebot yn dem iſt gebottten gott ber alle ding lieb zehaz ben vnd in anbetten/ Evlatria/vnd wan man das ſol thůn vnd wie würt ym dꝛit⸗ ten gebott geſett / wan yn der meß da bettẽ wir an vnſeren ſchoͤpffer im helligẽ ſacra ment Mer actum fidei ſpei et charitatis )» Von dem anderen werck. | Dae ditt werckiſt ich 1 bereiten zů der genad gotz durch ein rüwẽ ab dein eſel nit lieber dan dein ſel ð du entlatſt von der burde am feirtag, Alſo entlad dein fel von Je ſündẽ (Sicut onus graue grauate) We ech armen menſchen die nit allein tragen ſůnd vff dem rücken 8 ſamme entſchuldigung / ſo ſoll 5 Cx cn auch dẽ tüffel am galt / als wer es heltũb von den heilgen. Von dem vierden werck. Das vierd werck iſt vf geſetzte bůß thůn vnd betten. Sie docto⸗ res haben hie meinuug vnd opiniones wz man bertẽ ſol / oder ob man betten ſol hin⸗ der der meß / ſo halt das das man büſſen vnd beiten mag / auch einer ſein ſiben zeit hinder der meß /oder was einer wil wan et lich ſagen man ſol nit bettẽ hinder $ meß man ſol des pꝛieſters woꝛt hoͤꝛen / vnnd ir warnemmen. Das iſt nüt geſeit/ wan vil menſchen ſeindt/ die die woꝛt der meß nit ont / wan ſie nun nit betten inð der meß / ſo ſtünden ſie da loſen ebẽ als ein eſel er zůloſet eim der die lutten oder vff der harpffen ſchlieg. 3 | AIs fünfftwerck Rd iſt gedencken der ůttet gotes BANG 9 nach der Gate des glau⸗ — bens/ der; woͤlff ſtücken / wan itt künteſt / ſo gedenck dein el⸗ nd / vnnd dein vier lettſten ſachen. Den todt vnd 5 vteil / vnd die ſeligkeir vnd hel e. 8 > FEN Baslecher wer INCH ten vnd fůr alle chꝛiſtgleubigen. GE Balmnſen geben t ez ie erm anen zerhůn was man pꝛediget / wal die ding geſchehẽ feine, ſo moͤcht mã Die. xcvin. Schar ond gibſt ym ein rell deiner arbeit / Gib got auch ein teil · Der zeitlich herr gibt dir ein zeittlichẽ lon vnd als bald kein lon. Gott der herr gibt dir aber den ewigen lon. Diſer ſtrafft dich zeitlich. Gott ewiglich. Es iſt bald am end / wir ſterben vnnd tragen nüt mitt vnß des was wir gethon haben. Laſſen vnß got bitten &, > 25 7 55 I Je. xcviii.ſchar iſt vß = fa HER e 0 5 R ae narren. Es ſeint die onglaus J bigen / als Heiden Pagani Juden / A b . vnnd ander die inen zuͤgeſellet ſeint vmb menſchlicher find willen. Die geiß vßlen⸗ dig narren / wan ſie ſeint vſſerthalb der chꝛiſten⸗ heit / oder vſſerthalb der gemeinen weiß / der any deren finder, Von denen Paulus ſpꝛicht. ( Quid migi his) was gond ilch die vſſe ren an. Diſe narren erken ich in fünff groſſe ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſch⸗ iel. iſt nit woͤllen glau⸗ 2 obi die artickel der cri tenen menſchen. Es ſeint mit namen, Pagani / Judẽ/ ketzer / vnnd Heiden / ſeint die die nie vnſeren glauben habẽ angenũ⸗ men Juden habent alle ire ſachen verboꝛgenlich vnnd yn einer figure ketzer die in warheit vnd offenlich Babe angenũmẽ. Als ſeint / Bohe⸗ gemi boͤhemer / Neſtoꝛiaui / Man chei vn ande on zal / vñ werdẽ inen zůgeſelt ie ym glauben zweiflen / als etlich ſeindt die ſpꝛechen es iſt alſo in vnſerẽ glauben / als mã ſeit ſo it es ein groß ding. Eln zweif⸗ fler im glauben iſt vnglaubig / das ſol man nit verſton von denen die angefochten werden ym glaubẽ vñ mißfelt inen. Das iſt me ein pen ein ſtraff vnd ein verdienen / dan eln fünd. Wan fie widerſtont. Ja wollen glauben iſt me dan glauben vnd verdienlicher wan frid im ge⸗ lauben ¶ Pax in credẽdo.) wůrt nit aller welt gebẽ / vñ nit alle die krieg haben ym glauben / wan ſie ſeindt boͤß. Darumb ſelt die ſchel nit wol len glauben . au Von der anderen ſchellẽ. Pie andere es kũpt vo foꝛcht her vñ cleinmũti keit / dz ſeint narrẽ. Zũ erſtẽ wã fie wenẽ vñ ſchenẽ Senſum ale ſum) ſy wenẽ empfinde ſei vwilgen Von ſchad narren. fie kunnen Bein vnderſcheld machẽ ʒwiſchẽ dem willen der empfintlicheit / vnd dẽ wil der vernunfft ſo ſie wol gedacht iſt vnnd bei ir ſelber / ſie wenen woͤllen ſei verwilgẽ wan ſy haben ein empfintnüß der ſinlikeit zů einer. So wenen fie, fie haben verwil⸗ get vnd wan ſie die begirdt der ſinlicheit empfinden / ſo wenen fie. Sie haben es ge welt thůn. Es iſt ein groſſer vnderſcheid zwiſchen dem willẽ der empfintlicheit / vñ dem willen der vernunfft. Es iſt müglich das ein menſch in einer gehe / vid order fine mitt der vernunfft auch ver wilger va finder dennocht nit toͤdtlich. Wã aber die vernunfft wol bei ir ſelber iſt vnd wol be⸗ ſint / dan fo iſt es ſund. Darumo ſeint et⸗ lich vnfürſichtig vnd wenen wan ſie ange ſochten werden / ſo haben fie görliche liebe verlaſſen die irren. Zů dem dꝛitten / ſo irren fie wan fie kein ſüſe empfinden ym gebet vnd ym gotzdienſt als ar dere mens ſchen / ſo wenen fie die dürre ſei ein zeichen der verdampnüß / vnd ſüſſe haben fie ein zeichen der behaltnüß / vnd der gnad got⸗ tes vnd volkummenheit. Es verz weifflen etwan die menſchen von cleinmütigkeit / oder von natürlichem ſiechtagen / oder võ dem hirn das es inen ſch wind. das iſt kein barmhertzigkeit / als Caym the dz iſt fin den yn den heiligen geiſ die werden zůge⸗ leicht den vngleubigẽ / wie wol ſie nit feine vngleubig &. Von der dꝛitten ſchellen. Ber Die dꝛitte ſchell it verrůchet / verwegẽ/růch⸗ J e loß werden / fie geben ſich yn U x 4 allen luft vnd meinẽ ynẽ zim wos fie wollen / das iſt auch ein verzwei⸗ fung vnd ein verwegẽheit yn ein weg / wã ſie meinen nit das es g at ſei / als die vnkũ ſſchen meinen es ſei beſſer dan keuſch ſein / ſchel. Ader ſich wöllen verbergen vor gotz GX CII als da ſeint / hůren vnd bůben / rauber / ſpi ler / todtſchleger / die geben ſich in alle luſt von denen ſeit Sctäs Paulus. Ad ephe ſies.iiii.) Es feine darnach die kuppleren vnd zammenfüͤger die gehoͤꝛen auch recht si der ſchar wan fie des tüffels ampt ver bꝛingen / wan des tüffels ampt iſt die ſeelẽ verderben. Wie Chꝛiſtus ampt iſt die ſee len behalten. Darumb iſt er in diſe welt kũ men / vnd die kuppleren ſeint boͤſer dã der iſt / wan was der tüffel durch ſich ſelbs nit kan zeweg bꝛingẽ / das bꝛingt er durch die leut ze weg. Du haſt ein clegliche hiſteꝛi von einer die rüſt zewegen / das der mann ſein weib erſtach. Als du da obnen liſt yn der fübenden ſchar. Das ſeint busen ant litter / vnder denen der tůffel erſcheint / wã er yn eigner geſtalt nit dar erſchynen. Es feine die ſchlangen / die ſchlangen die Euã betrogen haben. Das ſeint hertzen anzün der der tũffel ſeint ſie / das fie fur in legen. Ein pꝛedicant hat ein groſſen lon / wan er nit me daa ein ſeel be bert vñ ein ſel gewint was ſchad iſt es dan ſeelen verlieren. Von der vierden ſchellen. Die vierd ſchel REN | iſt fich ſelber toͤdtẽ das iſt ein 2 b 7 groſſe ſünd / vñ iſt wider die D natürliche neigung zebehalt⸗ ten ſich ſelbs. Es iſt wider göttliche liebe wan er verläßt leib vnnd feel, Es iſt auch wider die gerechtigkeit / wã die gemein be raubt er eins glids. Darumb ſo werden ſy von der offen gerechtigkeit geſchent / wan man zucht fie vnder der ſchwellen vßhin / man ſchlecht es in ein faß vnnd wũrfft es in ein waſſer / vnd kumpt ſich ſelber toͤdtẽ von vll vꝛſachẽ. Etlich thůnt es võ vnſin nigkeit vnd võ ſiechtagẽ. Etlich võ zwei flung. Etlich võ fein felbs nit warnemen von andacht / ſie kũmen in ein ſchowẽ lebẽ. Alſo ſeliglich ſtarb ein lunckfraw / als wir Die. xcix. Schar m altuetter bůch leſen vnd ein an dere ein gemeine metz die hoꝛt pꝛe⸗ digen vs der groſſen barmhertzig keit gotz / vnnd von einer anderen ſchꝛelbt. Gerſon. Etlich [Erben võ andacht. Dile nit warnemmẽ wã ein menſch befunde / das die ſüſſe des andachtz im an ſein krafft giẽ ge / ſoſol er ſich daruon keren / ſagẽ die helgen / ander keſtigen ſich mit diſciplin vnd mit faſten &. vñ der leichen das ſie deſter ee ſteroẽ vñ bel Chuſto ſeient · Das feine nar⸗ ren vnd verlieren leib ond ſel · Et lich das (y ſich ſelbs überleben mit eſſen ond trincken / vnd mit vnkü ſcheit das fie vil deſter ee ſterben / ander toͤdten ſich ſelds von offen⸗ barung gots / als ſamſon. Vñ eine von den geiligen frawen don dere ſanctus Auguſtinus ſeit. Von der fünften ſchellen. Die. v. ſchel f Wit toͤdtẽ kind in mů⸗ ST „er leib / oder geborne nid erwirge. Was groſſer boßheit / ſünd vñ laſter vñ grimmigkett das iſt / da iſt niemã der das nit wüſſe dan der nit ſin⸗ nig iſt/erwürgen das du geboꝛen haſt. O wie ein groſſer todtſchlag 9; iſt / vnnd das noch ſchwerer iſt vnnd ſchwerer / das du die ſeel des kindlins ertodteſt / das noch nit ge taufft iſt vnd ſie beraubſt des an⸗ geſicht gottes. Die ſünd ſol billich sis diſer ſchar gezelt werden. Laſ⸗ ſen vnß got bitten. An dem ʒinſtag nach mitfaſtẽ vff ſant grego rius tag / Gepꝛediget wie hernach volget. ſem ſch in der mette von ym geſungen. ( Ecce ſacer dos) ten / ſo würde baß gereglert weð es thůt. Die ner riſchen regenten erken ich yn ſüben ſchellen. Non haupt narren. 1 42 ir ch re EN Je. xcix.ſchar iſt pꝛin 73 dpi · n Capitum et rectoꝛnʒ / haupt . varrene reger narren / für ſt narren⸗ die land vnd leut regieren mit groſ⸗ — u) nen das heilig Euangelium feit die dal Jeſum ſüchten zeröͤdten / denen ſant Gꝛegoꝛlus vngleich iſt geſein des feſt vff heut iſt / ð nützlich iſt geſein der heiligen criſtenheit vnnd iſt er geſein als ein ſul die ſie vffenthalten hat. Darumb hat man Nemmen war des groſſen pꝛieſters der in ſeinen tagen got hat volgefallen . Wolte gott dae wir ietz ʒů vnſeren zritten auch hetten fernlich regen den des volcks. Alfo waren die von des — — —— e 7 it / dan reglerſt du ol ander / wan dich dein d nunfft dich regiert / wem wil der wol der im ſilber vbel wil. O künig regiereſt du dich ſo biſt du ein kůnig / regiereſt du dich nit ſo haſt du dẽ namẽ / vß werck ſol das feuer den offen heiß machen vnd die ſtůb en / ſo můß es vo: heiß inn im ſe.· ber ſein⸗ wan mit yßſchmarren kan man kein ſtůd women. Das wer das recht regiment ſi⸗ ch ſelber regieren i den Off erdtereich fo wundert ſich niemands das die bletter gel weren vnd die aſt kürben. eccleſt. x. qualis rectoꝛ. Wie der regierer iſt in der ſtat alſo feine die die darin wonen / W⸗ har meineſtu das es kum / das das volck in einer ſtat ſo boͤß iſt in beiden ſtentẽ dã das ire obern feine vngerecht / eebꝛecher / füller / ſauffer / ſchlemmer / ſpeil er . Von der andern ſchellen, Die ander ſchel iſt / Ire vnderthonen nit ey cht regieren / vnd voꝛ vß fein 1 | hußgeſin. die im die nechſten ſeint / wan wen et liedlich iſt gegẽ die vm Von ſchad narren. CaIII in ſeint / ſo mag man kein hoffnung hon das er die wol kegier / die vſſert halb ſein vnderthonen fein, darnach ſo mag er oꝛ⸗ denlich ſeinen ſachen nach gon / feuer das macht heiß. Zi dem erſten die nahẽ ding bei im / darnoch die ferren / feuer woͤꝛmet zů dem erſten den offen in einer ſtubẽ dar nach die ſtuben durch den offen. Alſo ſol es in dem regiment auch ſein / das einer zů dẽ erſten ſich ſelbs regier / darnach ſein hußgeſint / darnach ein gemein / wer ands zů de regiment kumẽ wil der thůt ſoꝛglich wan es iſt nit glaublich dae einer der ſich ſelbs nit weiß zůreigierẽ / das er wiß ſein hußgeſint zeregierẽ / vñ wer fein haußge⸗ | ſiut nit weiß zů regieren / dz der ein gemet / wiß zů reglerẽ in der ſeelen heil vnd auch in weltlichen ſachen. Jetzund ſihe an der fürſtẽ hoͤff in beide ſtenden / vnd ſihe wie fie ir geſint regieren / ſihe die biſchoͤff an / was fie fauler leut ſchen vnd ſchelmen hõd da findeſt du kein erſamen man / kein frã⸗ men gelerten /laß fein wen ſchon ein feliz cher wer an dem hoff / ſo ſtod er an der lin cken ſeicen / vnd da hinden an dem rückẽ darumb ſo iſt kein wunder dz die gemein verſaumpt iſt. Von der dritten (Bellen Lie dꝛitſchel iſt Got nit voꝛ augen hon dur⸗ TS | chgeherſamkeit / du regierer du biſt dir felbe ſchuldig rei⸗ uikeit / keuſcheit dein fleiſch vberwinden ⸗ du ſolt gerechtikeit deinen vnderthonen vnd got vnd dein obern gehoꝛſamkeit ſi⸗ he alle zeit got in fein angeſicht / vnd hab 5 5 SD EN 3 / er in vos augen / alſo das du in deinem regi / 7 / mens alle ding thügeſt nach feine willen \ vñ nach ſeinem befelch vnd gebottẽ ( peſal mus iuſticie domi. recte.ii. judicia domi. vera c Got ð Ber? nit vnküſch fein 95 es gůt ſel aber darum \ \ at nit gebotẽ du ſot (\ gebotten deuronamy oil. Su künig fo J ex ſict off feinen kůnig ſtůl / fo ſol er im bůt nit das es recht ſei / aber darumd das got gebũt fo iſt es rechr / alſo thůn witzige leut von denen geſchꝛiben ſtad (per me re ges regnatt) die kůnig regieren Lurch mis ch ſpꝛicht die ewig weißheit / Aber vnſe erriſche fürften gut nir al ſiheſt In ein fürſten an der pꝛedig ie ſůchen ir en gloꝛy nit gots gloꝛy / und wan ſie in ſatz / das 0 wider N N relle / wie ſol mã Naß den armen zehilff kumen in der thürung man ſpottet ſein / mã lacht ſein / allein rat ſchlack man von zeitlicher herſchafft ond zeitlichen friden von denen ſtad oſee. viii fie hond geregnieret aber uit von mir &, Darumb ſo regieren ſie nit aber fie irren. Von der vierden ſchellen. A ie vierd ſchel Iiſt kunſt vnd geſchꝛifft vers achten / die ſeint böfer dant His die verwunderten ſich das criſtus fo gelert was vnd es Tð ĩſt ein gro ſe Rarhelt geſchzifft verachten v nie elerts zů dem regiment laſſen kummen⸗ das habent die alten nit getho t hat geſatʒ bůch leſſen / wie kan einer weder ſich noch andere nach dem geſatz regieren der das geſatz nit weiß / wann einer den weg nit weiß noch oꝛt noch das mittel / wie kan er einen weiſen. Es iſf ein groſſe ſchand eim der regieren ſol vnd weiß die geſch⸗ rifft nit. Darumb was ein roͤmiſcher kũ Die. xcix. Sch ar das got gebũt ſo iſt es recht wan got ges nig / der ſchrib einem künig von Franck⸗ reich end e en IE vnd feineEind zeſchůl thũn / dae fie gelert ” würden in den freyen künſten. Wan ein vngelerter künig wer ein kreuter eſel / wã ein fürftfage Petrus damiani on kunſt iſt in groſen ſoꝛgen / wan er iſt gleich als ein ſchiff on ein růder vnd ein vogel on fede⸗ ren. Alſo weren nit die alten künig T heo doſius in dem tag ſo bꝛucht er ſich in dem barniſch / vnd zü nacht lag ler ob den bü⸗ chern Philadelfus küuig Egipti/ wle wol er het beieinander. xx. tuſent bücher / noch beſtalt er das im die iuden von JIheruſa⸗ lem geſchickt wurden au. en terpzetiertent iuſtiuianus. Der Eeifer het el r gere ger of elt. Seſef bar) ultns ver Reiſer wie gelert der iſt geſ in zogen fein bücher die er hinder im gelaß⸗ ſen hatt. Von der fünfften ſchellen. Die fünfft ſchel iſt. Erwoͤlen regenten nach dem geſchlecht vnd nach dẽ * LER! eit iſt ſchier / guntz tũtſch landuol / da erwoͤlt man zů biſchoffen nit vmb kũſt willen noch vmb ir heiligkeit vnd frum⸗ reit willen noch zů ratzherren die witzig ſeint / aber die von dem adel ſeint vnd võ dem geſchlecht / darumb ſeint naren boß⸗ hafftig vr weiß leut im regiment / voꝛ zei ten wz es ein and ding (tertio exodi. x vit riet moyſi er ſolt vß allen mannen erwoͤe len weiſe man vnd die gotzfoͤꝛchtig weren in denen hie warheit wer vnd die da has r nit don eden allein nit gutt 5 ſellen auch nitt allein weiß . Alſo thets sen die mer auch /als wir hond inn va / lerio won rulis hoſtilſo dex ein bauer was von allen feinen flerauen ward keiſer dẽ aim adel / nit fein geſchlecht / dar er wol geriegert vnd in dem anfang vnſer criſtenheir / da erwoͤlet man biſchoßf don allem volck mit verwilgung des volckes⸗ die die frümſten waren vnd die heiligſtẽ⸗ rumb ward ſant Seuerus der ein wer er was vnd mit frãwẽ werck vmb gien urch ʒeichen vnd zogen / des hellige gei es erwoͤlt zů einem ng Ader geger⸗ woͤlt mã iung lüt / die vnwiſſen ſeint / ooͤß liſtig můtwiligvngelert zůregierẽ in geift lichen vnd weltlichen ſachen das ſie edel ſeint des geſchlechtz vnd geſellẽ ſeint. Von der ſechßten ſchellen. Die lechſt ſchel it iren eigen nutz ſuͤchẽ vnd N 1 welcher fürſt iſt anſchuldig⸗ W von der ſchellen. Sie ſuͤchẽ alle des iren / nieman was gottes iſt / «la in irem ſack/niemans hat mitleiden mitt den außlend igen / die weil ir wand kalt iſt ſo meinen ſie es ſtant wol. Es wärt innen gon als den ochſen / die fraß der wolff einen nach dẽ andern / wã fie nit einand hulffen Zed ein 1ed ſeloſt iu / vnd suche ſich auß der qehoꝛſam kelt des Romiſcken F. hs / Nr anders VG ein bꝛant nach dem̃ andern von wa ! dem felir thůt / ſo zergat das feuer! Ein oberer ſolt den gemeinen nutz ſůchen / wã darzů iſt er erwoͤlt / darum̃ fo hat er auch fein ſtipendium vnd ſolt nit weiter ſůchẽ. NN ie ſibend ſchel BEST N iſt durch die finger ſehen laßt e er nit weren vnd ich glaub dz i Ns das in der welt ein vꝛſach iſt alle boͤſen vnd das vir ſo dick vnd mẽch Hon regier Narren mal von de Ame ſatz vmb gieng / mit zauberey. Ser krunck en Holofernes lept noch / lederm̃an ift vol cıcy türcken feine vberwunden. er künig fein ſolt / zů ſeines vatters zei ei Was dꝛacht Senacherl z vnd / dan hof fart. Was hat gemacht fallen dz herhoꝛn dan die ſünd acher / wann er het heimlich ding das im nicht zů gehoꝛt. Joſue. vii. Warumb fiel Achab / wan oth het cium. ig et. io. Was hat Holouernes vmb bꝛacht mit ſeinem volck / dan ð fraß vnd trunckenheit ( Judith. iz. Warum aul mit feinem volck verdoꝛbe / dan vmb ſeins vnglaubens willen / das er mit der zauberey vmb gieng (reg.) War umb wurden die fürſtẽ gehenckt / dan das fie liederlich waren in der hůt ʒů halten. (Uameri. y.) Sr es nun alfo Das Pie fürfken mit irẽ ho: vnd volck feine amd kommen / omb der find willen / die da erzeſ fein, Ns kein wunder / das wir verlieren vnd vnð⸗ ligent / fliehen von dem türcken vnd von andern / wan ſemliche laſter teglich fundẽ werden n vnſern fürffen ! vund me dan nie. lim war dy verſaumliche füirſten / lederlich regenten / leben noch vnnd das ſündlich volck. Saul der vnglau big / der got nicht trauwet / vnd mit auff der fraß ſtichet inen ʒů der naſſen auß / ð grim Ders Lebt auch noch / der arm lie vnder truckt durch gewalt / vnd niemans kein gerechtigkeit halter! hart Jexo Fön lebt noch / der nit allein die ſchaff ſch ar / ſunder ſie gantz Gander dle vnkũſch⸗ en. Samſon vnd Salomon ſelmt auch noch auff erdtreich / wan niemans 5 der Die. C. Schar 1 ſich voꝛ der hitz hüt / edel And ons Von hoff Narren. on ver buͤler iſt blind worden in dem wůſt / vnd der edel Salomõ der off des künigs tron ſitzt / iſt v narxct in der ſünd: . Amoꝛ der ein ſchweſter zwang (ii. re. vii.) Eh 155 55 5 Sddoma vud iſt auch noch nit verbꝛent⸗ ch / ſchand vnd laſte 2 9e 518 Adab ſeben auch 89 150 wen⸗ nig ſeint die nit haben das ſie nit halten ſolten / es ſei geſtolen cd. ge⸗ wůchert oder der gleichen O wit il ſelmt derẽ die vil todſchleg ma chen das fie gůt vderkommẽ / mer * gottes leſferer leben auch noch / dy das nit nummẽ einiſt thůnt / aber d den fallen voꝛ vnſern feinden / als 3 EEE 2 80 eltern auch en l e eint in groͤſſern laſten vnd fun? 5 fr 1 en waß ſolle 1YAaN Je. C. Harte ſchar it wir aber thůn⸗ Wirfolleons betr OR 0 off narren⸗ I een wires . Bun wir es nit / ſo beſorgz ich N SE ein loben. Es feine erlich die ein lobe das die blagen gottes nit vf 556 men. vimd eintt kudent ud vnd vß s ren / biß wir dem tůrcken in ſeinen ter meinung mir andern rechten vmbſten den 5 gewalt kommẽ vnd andern ler ſein nit in diſer ſchar. Aver die andern die on n ga enden. Send fo ene derſcheid ein fealichen loben / vnd von allem dae glicher für ſich ee eo geſchicht / bet er anfacht. E. Die habent vil namen / ſy heiſen xe vnd demükig ſich vo got dem her falwen heugſt ſtreichen / kutzen ſtreicher / kreiden ſtreicher /federleſſer / ſchmeichler. Diſe narren er ren das er an dem letſten behalte ken in fiben ſchellen. En a Deerhindit Re = ie erſt ſchel iſtlobẽ An dem Mitwo⸗ on dem boͤſen / von der ſünd P ſal. a ch nach mit faſt / hat docto: e Laudatur) Der ſünder würt gelobt Keiser dert i ſei nen begirden. &. (Iſaye. v.) ſerßperg gepꝛedige We üch die da ſagen boͤß gte. . = S 2 Von ſchmeichel Narren Von der andern ſchellen. Die ander ſchel iſt loben von einem vnſiche ren ( Eccle.ꝛ8.) voꝛ der pꝛe S | dig nit loben ein man vnd. ( cccleſia.vi.non laudes virũ in ſpe. &. Die dꝛit ſchel iſt nicht lob ein da du foꝛchten můſt das er in vp⸗ pige eer fal. Eccleſia.v i.) Do: dem tod lob keinen menſchen. Die fierd ſchel iſt ein em andern ſchmeichle i das man im ſcha⸗ den zůfügt / leiblich oder geiſtlich / das du im ſteleſt oder im fein weib ſchendeſt ( Pꝛo uerbio. :.) s ſeint beſſer die wundẽ ein es frinds / dã die iudas kuß des haſſendẽ Die fünf: ſchel iſt woͤllen wol gefallen in boͤſen ſache. Die ſechßt ſchel iſt wöllen wol gefallen vmb vppiger err willen. Von der fivendenf bellen. A Diellbend ſchel iſt woͤllen wol gefallen vmb etwas nutz zů voerkommen DAR oder etwas boͤſes ʒů vermei⸗ den / da moͤcht man ein clein⸗ ſchel hin zu thůn / ſchmeichlen einem anderen / das er einandern lüſtig machette. at ſie in allen oꝛten / aber aller meiſt in fürſten hoͤffen / darum) ſo gat diſſe ſchar recht den andern hauptnarren nach / vnd daz heilig euangeliũ hüt / ſagt auch võ ſ h meichlen / da die gleißner ſchmeichletten/ dem blinden vnd feinem vatter vnd mů⸗ N C&C V ter / woltẽ fie zů boͤſem ziehen. Dauid hat zů verſton gelbe ir / da die ſchmeichler har ſeind / da er ſpꝛicht · Edit rert̃a em ranas in penetralioue regum ipſoꝛum.) Es Was ein plag in egiptenlan von dem erdtrei Walletten / vnd Allet pẽiſt in det Fünıge Famm̃eri / aſſo Ka iſt es nog das die Ich werefigen ſchmeichler ſeint noch aller meiſt ver de ei nigen vnd an iren hoͤſfen · Sit hadẽ auch iren namen von dem hoff im larin / ſie hei fen Aulici adulatoꝛes. en künigen bẽiſt / dy alle din ; beſitzen / in en bꝛiſt einer der inen dy warheir doꝛfft ſa gen / wan yteil ſchmichler sei ine vnd vin fie ſeint / darumb fd erkenẽ ſie ir oloͤdikeit nit / wan fie glaudent fie ſeient als man ee inen für gibt. Vnd die felsige ſchmeichler ſie machen wan die hofflüt ſeltẽ oder nim mer doͤꝛffen fie den menſchen die warheit hoch kommẽ / ſo doͤꝛffen fie die warhelt nie ſagen/ ſie foͤꝛchten fie erzürnten die lüt 9 fie nit pꝛomouiert würden. Seĩnt fie aber reich vnd pꝛomuoꝛuiert / ſo hoffen ſy doch noch hoͤher zůkom men / vnd me zůͤgewin en in allerlei emptern / oder zů dẽ minſten ng ſparen vnd eignẽ oft ſagẽ / wan feine fie arm vnd ſeint noch nit vnd im ab nem das er pberkummen hat. nd alſo ſeint die ſchmeichler don bie hafftigen fürſten lies gehebt / vnd feine dy nechſten bei inẽ / vnd laſſen auch nie nans zwliſchen fie kommẽ / warumb / da hond fie ire weichen hubẽ off dem haupt wan ſie d cken inen iren grind. Wan einer hebi gen kopff hat / ſo hat er fein paret lieb / vñ gat nit gern bloßhaputs. N ſſo die bꝛeſt⸗ hafftigen herren habẽ die ſchmeich ler leb das ſeint die gehubtẽ die paretlis 15 die u | 7 Die. C. Schar verlümpt lit / wan etwan fo meinen ſie / mer ſchaden thůnt / weder die / die ir parat lis lür heiſen / das feine doctoꝛes vñ gelert lüt / wan die ſchmeichler tragẽ / ſeidin / gul din / frauwenhuben vff / oder ſuuſt paret die mit gold vnd ſeidin durch zogen ſeint die künen den groſſen herren mit irem ſch meichlen Buben vff ſetzen / iren erb grind decken vnd ſie blind machẽ / das ſie nichts verſtanden vnd nichts ſehen als wenig / als ire falcken / denen man Buben vff get ren / da Binden naher zotern / ler als mancher ſchmeichler / da hin nach gat als mancher frauwen / vnnd wan fle dem herren fein find vnd ſcham decken woͤllen / ſo ver vnreinigen fie in noch me / wan fie im feine find meren / wan vppige eer thůnt fie darzũ / des herren derẽ ſie ein vꝛſach ſein. Vnd wan etwan ein eren man ein gelerter oder ein heiliger man / auch in den ſchwantz kummet eines herrẽ / das iſt dan erſt das aller boͤſt vnd das ſchedlich⸗ eſt / wan fo vil der ſelbig gelert / heiliger ge halten iſt / ſo vil mer er dan herrẽ betrügt mit feinem ſchmeichlen / wan der herr im me glaubẽ gibt dan den anð ſchmeichlern UN dem lettſten ,, | fragſtu wie groß iſt narheit A Liſer ſchmeichler. Ich gib Dior antwurt / faſt groß vnd ſchedlich / nit allein inen auch andern. Item ſie ziehen ir ſchwert irer zungen durch ir hertz zů dem erſten / vnd erſtech⸗ en ſich ee dan andere / ſie entlauffen ouch der ſtraff nicht / weder hie noch doꝛt / wan hie fo kommen fie vmb ir eer / ſie werdent den herren / ſein ſünd vnd vnxecht ſei * küßelin das iſt entſchuldigung / diſpenſie rung clein machen / die ſünd das ſie deſten baß vnd rüwiger ligen in conſciencia in ir en ſunden / das fie es nit darumb nage / ſie ſeint allem alter recht / ſy geſton iederman das man nit doͤꝛff faſten / der iſt zů iung / der iſt zů alt. . Sie feine darnach des tũffele pfaffen / wan ſie bꝛauchen der pfaffen ampt in des tüffels kinder / die pfaffen ſalben die men⸗ ſchen die in ſoꝛgen feine zů ſterben / vnnd diſe ſalben des tüffels kind / mit affen ſch⸗ WonfchmeichelYarren CXcvm mals auch wan ſit an dz letſt kom würt vol auß eins menſchen hertz getriben / wan men vnd ſterben woͤllen / ſo ſalbẽ er den kodt betracht vnd die warhelt einem recht gezoͤgt würde. Eu dem dꝛitten ſo deck u dich / mach run tzlen an deiner ſtirnnen / ſich ſaur i Nit würd fro trurenglich gegen inen / gegen dẽ ſchmeichlern fo lich von dem ol / Ne pfaffen fahen bleibẽ ſie nit / wiltu aber lachẽ fo fie dich ſũſſent⸗ Ne lter an vo dei Placebo glich an ſchmollen / ſo iſt inen erſt angeholffen. ſo die ſchmeichler der todten in Der weiß man ſpꝛicht. Pꝛouẽrbio. 5.) der ſunſt en es auch an am Pla gern hoͤrt lügen ſagen. Des diener ſeint alle ie pfaffen dergrabẽ die to důben · Wir wöllen got bitten. X. ten vnd die vergraben die leben⸗ 5 digen natürlich als toden in find l Scl n gn An dem dunrſtag na/ rũr.) Spꝛicht fans DieooAud ch Mitlaſfen hat der hoch gelert ein Sor vergteot den ande / wan docto: Johannes Geiler vs ein ſünder den Te Keiſerßperg gepꝛediger. vnd ſchmeichlen truckt · Sie pfa Don oꝛen blaß Narren. weltlichen Item ſie ſeint locher da ð wind won Aquild her weiet ð kalten ſchlangẽ / vnd man meint er ſei ſüß / aber er kert berg vmb/groß man von gottes; ich in des tuffels reich / wi eu dẽ ſched lichen ol fließen das die ſchmeich / ler dir Bein ſchadẽ thügen/ſo duck dich / wend dich / vnd verbirg dich in dz erdtreich durch betrachtung deiner kranckheit die in dir iſt / bez tracht ſie / glaub dir ſelbs me won N . RAT) NS — S baſten. e den nider gang der ſonnen / durch die betra chtung des todte / Sie ſchmelch⸗ er feine Sie hẽũwſchrecke n die der wind in das meer vertreibt vß dẽ land / vnd das lob der menſchen Je. Ci. narrẽ ſch ar iſt blaß narren. Es ſeint die boͤßes / boͤßlich heimlich von ander lüten ſagen / hoͤꝛẽ ſagen / oder glaubent. Es ſeint die eer ads ſchneider / oꝛen blaſſen / meren trager/ ſein nah beieinder vñ iſt doch ein vnderſcheid da / ſie ſeint eins in der materi / wan ſie ſa gen alle boͤſeß heimlich von andern / aber fie haben doch nicht alle ein meinung / abs er wir woͤllen hie von inen allen reden / es gat durch einander. Diſſe narren erkenn bei füben ſchellen. Von der erſten ſchellen. Die erſt ſcheliſt 1 a’ E J er wet R x — bboöſes / boͤßlich/ heimlich võ and eren lütten ſagen / man RT, mag wol boͤſes Bar andern ſagen vnd nit boͤßlich wan es gat auß gů ter meinung / wan er ſagt es iem nit zů lie be noch zů leid / aber zů einer vnder weiſ⸗ ſung deren dy es hoͤꝛen / dz fie ſich voꝛ ſem ichem vdel hüten / vnd nit von vnwiſſen heit betrogen werden durch voͤſe geſelſch affe / die ſie für gůt haben / oder das die es hoͤꝛen andern ſagen / die nit gegenwürtig ſeint / das fie auch da von gebeſſert werde vnd behůtſamer / oder er ſagt es auß eint früntlichen mitleiden / das er ſich felde vñ ander keit got den herren für in zů bitten für ir ſind / vnd das fie ſich bekeren. Vnd das ſeint nit narren in diſer ʒal / dis ſagen mag etwan verdienſtlich ſein. Liß Gerſo nem hie de vicio lingue. de eint darnach ander die boͤſſes von andern ſagen / von gewonheit wegen / fie haben gewont zů ſchwetzen allein vß wun der gerne auß einer leichtfertigkeit / oder et wan vmb kurtzweil willen / das die zeit alſo mit kurtz weil vertriben werd / die wer den ſelten oder nimmermer entſchuldiget von der ſũnd / vnd iſt etwan todſund. Semlich reden fein nit allein vnnũtz woꝛt vmo die wir rechnung müſſen gebe es feine auch ſchedliche woꝛt in filerlei weg Item wan man boͤſes von einem ſagt⸗ auß einem neid vnd haß / vnnd das man im ſein gůten lumden mindern wil / vnd er merckt es vnd moͤcht es mercken / wan er fleiß an wolt keren / vnd meidet es nicht Bash ra nd Bande f Es iſt auch ſunder groͤſſer jund/ wan man den herren oder den richtern in die oꝛen blaßt / da man erlogen ding auß neid vnd haß von anderẽ hoff geſind ſagt / wẽ fol ich aber ſemlich ſchedlich narrẽ die ot⸗ enblaſſer zů gleichen. Einer feuer blaſſen wan der tuffel blaſet durch ſie / die ſchlang fur auß / vnd wirt fo groß / daz et wan ein gantz land verbꝛint / ſo ettwan die herren erzürnt werden / als wir vil hiſtoꝛien ha⸗ ben / vnd da eben an der achten [Bar auch eine iſt von einem boͤſen wei p· Al. halitus pꝛunas. . Nach red iſt ein rau⸗ checht feuer / es letzt den der ret / der es 56 ret / vnd von dem man ſagt. Sĩẽ ſeint an des tůffels hoff wie die nis chter / wan e verurtheilen die vnſchuldi⸗ gen / die gehoꝛſam n / vnnd die nit berüfft ſeint / irer eren vnd güten nammens wid alle recht / wan man ſol niemands verur⸗ theilen / er ſel dan voran gericht geladen / vberwunden / vnd habß veriehen. Aber des tliffels richter an des tüffels hoff / has ben geſatz : die gantz darwider ſeint / wan ie niemans verurtheilen den / ſo er nicht e iſt. Darumb ſeint fie gleich froͤſchen / die ſchꝛeien nummen wann fie hin weg kommer, wan die weil eiuer da ſtot / ſo halten fie ſchweigen. Sie thůnt auch wie die ſchlangen / wã einer gegen inen gat / ſo fliehen ſie / vnnd gond krum herumb / wan aber einer lauft Yon ozenblaß Narren fo ſchieſſen fie hinein. Alſo diſſe nachreder di 1 1 wien verfi 8 da wan man es inen ver weiſſet / das h. geſagt. . So ſpꝛicht er ic in der meinung geredt euch zů leid /vnnd alſo als ir es vffnemmen / aber in ſchimp fes weiß. SasTeint hund vñd ſauw an des tüffels hoff / wan fie iren trůſſel ee ſto len in wůſt / dan in ſchoͤn blůmmen / vnd der hund ſtoſſet ſein maul ee zů ſeines ge⸗ ſellen ars dan zũ dem maul. Alſo thůnt die nachreder auch / ſie thũt wie Ne xoß kauffer der hellen / de alwegen in dert worFRgentiefan deſau dit ee den rang in dꝛeck ſtoſſet/ dan in blůmmẽ men ſchen das fie da von "rtene/ iſt aber laſter da / oder etwas bꝛeſtens / da von re⸗ den ſie. Ein hund hebt ein bein vff / vñ ſeicht vberſich / verunreiniget ie grünen vnd heiligen ſtet / er vberſicht niemans. Alſo diſe nachreder auch ſie voerſehen nie mans /niemans iſt inen zů frum/zůheilig zu hoch / vnd hand bellen befander wider die / die ſtebtragen. AO HE ſiachreder feine wider die / die ſteb tragen der ſtraff⸗ fie ſtraffen vmb ſemliche na chred / vnnd wẽd fie damit hinweg ioͤchen. Pꝛouerbio⸗ i. de trav iſti vniuerſe coꝛrect ni.) Daxumb ſemlich d. ig ſoltẽſt billich die menſchen dar von ziehen / das fie nit ſem⸗ lich ding theten in des tüffels hoff. Von der andern ſchellen. Die ander ſchel e iſt boͤſts von dem anderen boßlich Bösen ſagẽ oder glau ben. Es ſeint vil die gern Oſtoꝛlen ſeint on zal. CxcIx hoͤꝛen vnd et wan bald glauben ſemlichen clapperern vnd meren tragern /d J groſſe narheit dis nicht kan wĩſſen welches bẽſſer ſei na X: chreden / oder nachred hoͤꝛen / vnd ſo bald glauben bꝛin t groſſen ſchaden. Ena ſſt darumb serdorben das fie der (Stangenfo bald qlauot hat. Adam iſt en vnd wir alle in im / das er ſeinz 3 er frauwen fo bald glaubt Bat. Von bald (& glauben ward Johanni Damaſceno ſein / vnd der exempel vñ Ja ſpꝛich ſtu was ſol ich aber thůũn /c ich es et wan hoͤꝛen můß / vund ſich et wa es hielt gegẽ den zauberern vnd Aarone růt ſich hielt gegen den růteñ. Der zanbe rern Moxſes widerfkisne den zauberern. vnd geihweigen die zung der nach reder / wan die nach reder ſeint zauberer / wann fie machen die / die nicht ſchlangen ſeint / ſchlangen ſcheinen zů ſein / wan ſje mach en frumme menſche / ooͤſe menſchen ſchein nen / hoͤꝛ von einem ſemlichen. Ee was ein kinnig in engelland /Bie Hinnig Zen der Heel eld lieb / da was einer von den gewaltigen ð wolt den künnig von dem fi e digen cloſter ziehen / ſagt im auß ein mal / wir einer auf dem felbigen cloſter hin weg mit einer Fũ anitwurt / das iſt nicht ein zeichen eines bo fen cloſters aber eins gůten cloſters / wan man lin nicht hat geſtattet in dem cloſter zů treiben darumd ; i fen. * Die. Cn. Schar it lang in im laßt / man ſtraff es / oder ſie dem andern thůt. Wan ein flieg vff dem lauffen daruon. Alſo haben wir. i. Mach. eller ſitzt / ſo treibt ſie die hand hinweg. x. von dem Alexander / da Jonathas ge Alſo die helſchen mucken / die eer abſchne k gen im verclagt ward / da gab er inẽ kein der / die vertreib auch / wan ein flieg ſůcht glauben. Alſo thet der groß Alevander ſy / was rudigs iſt vnd vnrein. Alſo ein nach nem artzet auch / da man im geſchꝛibẽ het \ reder den ee ee der artzet wolt im gifft zůtrincken geben / Alls ſauctu eee emlich verß zů da er die artznei getranck da gab er dem / ſelnem tiſch geſchꝛiben 10 e artzet den bꝛieff zů leſſen. J af pꝛichſtu wz entam amat dict E oe odere ditã hanc mẽ⸗ ich aber thůn / du ſolt thůn als ein glid | farm indi ese An dem freitag nach celan of dis mal. e Von der erſten ſchellen. gepꝛediget. xc. Von felſch Narren. et ee e ieerſtch — liſt betriegen in de geuerb / vnd welcher kauffman iſt der / ð der war / der nit eins Je. cu. ſchar iſt fachl Ayo tüch im fich. e ſch/beſcheiß /oder betrieg narrẽ / dĩ⸗ We: N fe ſchellen ſeint on end / darin man Von der andern (Bellen die lit betriegen mag / aber 9 Hon falſch Narren Dieansſcheliſt — e eee 0 Nes mein das alle hantwerck in 2 AS die ſchellen gehoͤten. Sagen = — ">. — an zũ dem erſten die ſchneider ob ſienlcht betriegen / ſo ſie vnbillich neyen / wan ſy in iren hüſſern ſeint / ſo gat es behend zů / ab er vſſerthalb in der kunden hüſſer gar ge⸗ mach. Item die ſchũhmacher betriegẽ die in abkauffen. Item die kuͤrſener fa gen die gerwer / wy dick fie follen leder ein es verkauffen für an dererlei. Alſo von an dern handtwercken. Von der dtitten ſchellen. Eeie dꝛit ſchel iſt in dem acker· auwẽ / vnd wy vntrüwlich ſy buaẽ das inen dert ingt iſt. Item dẽ nach bauren oder der alment erdrr. ch aoz tehẽ zů feinem. Item vntrũwlich ʒins der her ſchafft geben / vnd von dem boͤſtẽ. Item in dem zehenden geben / die kirchen betrie⸗ gen. ( Fraudem eoꝛum pꝛonunciat omnis eclleſia. Item ir feine alle zügẽ wan ir alle clagen von ir falſcheit. Voor der fünfften ſchellen | Die :ierd ſchel iſt ein gemein regiment / bes itriegẽ in geiſtlichẽ vnd welt / ¶Nuchem ſtant. Sage die rich⸗ | 5 2 12 für ir geſchꝛifft. Item die in dem rat / ob fie nie kein ſtatut hal in vff gericht wider — . cxcix gottes geſ⸗ atz oder gebotten zů halten oder beſ hirmt haben. O leider wie vil betrug vnd falſcheit erkennen wir alle tag. Von der fünfften ſchellen. Die fünfft ſchel iſt betriegen in dem huß re⸗ giment. Sich ſtu nit wie vn iruvllich die tagloner arbei⸗ ten / pfaſterer / knecht zimmerlüt. c. vnd ander augen diener. Item die herren belo nen ſie felſchlich / ſie ſchlahen inen iren lid⸗ lon vff / ſie geben inen boͤß gelt flir gůts / oder ander war flir iren lon mlt vucrũ w. % die ding ſeint on zal. 5 Von der ſechßten ſchellen. Die ſechſt ſchel iſt berriegen in eignẽ regimẽt Ach gor wie falſch iſt das le 2 ben ð menſchen / letz auch de ren die ma für faſt geiſtlich haltet / als pfa fen / münch / beginen / blo tzbꝛũ der / die yen nit volbꝛingẽ die werck gottes / aber fie de ckẽ des tuſfels werck / wan in ine iſt nichts dan der geiſtlich ſchein / aber nit das ſein kein gůt werck in warheit. Iſt gleich vmb ſie als vmb ein miſthuffẽ da ſchne vff ligt vß wendig ſcheinẽ ſie geiſtlich vnd erſam⸗ aber ir conſcĩentz Inwedig iſt foller wũrm der ſünden. Wan aber der tag ð gerechti⸗ keit kumpt / vnd die ſon würt dẽ ſchne ſch meltzen / dan ſo werdent offen werden die werck eu wers Bergen. Ja wolt got das es ſo gůt wer / dz wir vnſer boßheit mit geiſt lichen tackten / das es nit offenlich wer / als die ſünd der Sodomer warent. Ja ſpꝛichſt du ich bin nicht ein begin / laß fein fo biſt du aber ſunſt für geiſtlich vnd erbrer gehalten vnd bift foller falſch heit / wie wol du Die. Cn. Schar vil gůter werck thůſt. Ja was bꝛiſt dan mir / dir bꝛiſt die meinung das du nit got alwegen meinſt / vnd ſein gloꝛi ſunder an⸗ der ding / darũb fo betrügſtu got / du ſůch eſt widerumb geltung / vnd laſſen von dẽ menſchen. du wilt von im lieb gehebt fein fein gunſt fein lob Babe vnd almũſen von im haben / oiſtu arm / biſtu reich fo wiltu haben eer vnd wiirde von im. Spꝛicht Paulus (Omnia iu gloꝛiam dei facite ihe⸗ re. 47.) Verflůcht iſt der / der gottes wer ck volbꝛingt betruglich. 1 Von der ſiben den ſchellen. Die ſibend ſch⸗ —— el iſt falſcheit aller menſche 55 in allen dingẽ / was ſol man Evil ſchellen erz alẽ vnd von allet ſtend en in ſunderheit ſagen. Es iſt doch in allen menſchen / in allen ſtenden ð menſchen in allen iren wercken vnd woꝛtẽ falſcheit. als Dauid ſagt ( Siminute ſunt veritatis. .) Es iſt falſch das wir lachẽ was wir reden / thůn/gencken / vnſer ding iſt iudas gefert / verreriſch betrüglch ange nommen in ſemlicher maß / das man die warheit leider letz zů vnſern zeitẽ me dan niennen finden kann / ſie ligt gantz auff dem boden / nicht ande dan wan man ein weiſendoͤꝛlin vnder wicken ſeyt / vnd etwz in die doꝛn würff. Alle boͤſe menſchen han gen aneinander wie die doꝛn / vnd kan ſie niemans ſcheiden/ia wan du ſie von ein⸗ ander wilt thůn/ſo ſtechen fie dich / kr atzẽ dich. Alſo die falſchen wöllen von niem mans geſtrafft fein noch gebeſſert / in de⸗ nen falſch en zaun doꝛnen / der falſchen re⸗ den vnd herten ſchlangẽ / das iſt boͤſe mẽ⸗ ſchen / dieb /rauber / todtſchleger / eebꝛecher Ipiler/Die würdig weren ʒůſtraffen / die be ſchirmmen ſie. Ein gůter ſomen mag nit in dernen wachſen / vnd das gottes wort auch nit vnder ſemlichen lütẽ. Diſſe doꝛn letzen ein lampeder ein ſchaff das vnd ins en ſich werde wil / oder fie anrůrt / das ſte chen ſie / oeſcheren es oder zů dem minſten ſo můß es vmundum harlaſſen / vnd wã es blut wer vñ nit me dan ein loͤcklin har het / ſo rupfen ſit es inen auß. Alſo Ber Achab (ui. regũ. v vi.) beraubet den frum men einfaligen Naboth nam im ſein reb garten. Alſo iſt ein armer man der nicht me dan ein ků / ein roß /ein hennẽ oder ein ander fiß / ſie lägen das es inen werd. Item die doꝛn bꝛingẽ kein nutzlich fra cht dem menſchen / od er dem ſich / ſollẽ ni⸗ ches dan zůoꝛennen. Vnd die falſchẽ thůn kein gůt werck ſollen nichts dan zů bꝛen⸗ en in dem ewigẽ feuer in das ſie zů dem let ſten gewoꝛffe; werden. Iſaye. 33.) Sag mir eine / was ſollent wir warten ſemlicher vntrüw / falſcheit / boßheit / dan das end der welt vnd den endcriſt. Vnd diſſe feine des end criſts nachfolger / an es mit groſſen gabe vnd mit marter würt er die welt verkeren. Alſo diſſe mir groſ fen lüſten betrugn iß/wan fie die welt ver / keren das niemans gnuͤgſamlich betrachten mag. . An dem ſamſtag na⸗ mit faſten / hat ð Boffaelert vnd gote foͤꝛchtin doctoꝛ Jo⸗ hannes Geiler von Keiſerß perg gepꝛedigt. Stultoꝛum infinitus eſt numerus⸗ Der narren zal iſt on end. Hoon buoch Narren on falſch trucker Narren P a 1 a N 1 u en 3 (vr | UN? Alter dl; N N 2 KERN 2 00 A 2 DANN 2 el Sul N ea ar FRE haus EA 5 — e v IS III - a Al / a Bieachtich che bücher truckẽ / die von der coꝛret ur nichts achten / etwan ſo truckẽ SV BI fies nit gantz / laſſen vil vnderwegẽ et wan fo bꝛeſten vil bleter darein / noch ſo gebẽ fie die für gantz hinweg / jein ſchuldig widerkerung ů thůn. N a Von der nünden ſchellen. Die ux. ſchel iſt die m geiſtlich recht ſagt / die bei ine ſelber ein meinung fürnemmen / als bald von hoffart oder von neid⸗ oder von andern gunſt / vnd den ſelben ſententz beſtedigen fie darnach mit der heiligen geſchꝛifft vnd ziehent ſie vff irẽ ſiñ. Die heilig geſchꝛifft iſt CC alſo geſetzt / das ſie recht kumptdẽ einfaltigen vnd den witzigen / alſo das ſie in ir mag gon / das ſchaff⸗ weiden / vnd ein Elefant mag ſch wimmen / die heiligen geſchꝛifft ha ben auß glegt die heiligen docto⸗ res auß dem heiligen geiſt / vß dẽ ſie zů dem erſten geſchꝛiben iſt woꝛ den / vnd hat fier ſiñ / nach denẽ ſol len wir fie verſton / vnnd nit nach vnſerm eignen ſiñ. Alſo iſt es dz die boͤſen iren ſtant mit ir beſchir⸗ men woͤllen/ die verlaſſen ſeelloßẽ münch / ir vngerenoꝛmiert leben / die pfaffen die vil der pfrũnden die leyen / ir meineid / vnd bꝛechũg freiheit der kirchen / wan man inẽ ver weiſſet ir meineid / fo ſpꝛechen ſie wir verſtont es nicht / als ir es meinen / das ſeint ſchedlich narren Zů dem erſten iren ſelber / wan fie ellentlich betrogen vnd verfüire werden. Sie ſolten nicht irem eig nen liecht glauben / aber das ſeldig erſůchen / ex amnieren an dẽ leckt der heiligen geſchꝛift / ond an dem verſtant der heiligen lerer / vnnd wan ſie dan gleich feittenr fo wor es recht / wan es nit wer / ſo wer cs falſch / wan ð engel Sathane ver⸗ wandelt ſich in dẽ engel des Lich ts / hie ſolẽ ſich hütẽ dy walden ſtes vnd die von dẽ freien geiſt genãt. Itẽ ſy ſeint auch ſchedlich ann menſchen / wan ſle es vᷣfüren / vnd beſunder die / die da ſeint eins gůt ten ſcheind / vnd lebens in demůt / gedult // barmhertzigkeit / abbꝛuch vnd tragẽ gůt evempel voꝛ / vñ da rum̃ vnder dẽ ſchaffß cleid werdẽ vil betrogen / man fol ſich wol voꝛ inen hüten / wan man innen mer glaubt dan den doctoꝛen/pꝛelatẽ / doch mer dan den gelerteſten. [4 Die. cn. Schar Das ſeint die kalſchen doctoꝛes vnd glo ſiẽtet des ent criſte/ſy bereiten im dẽ weg n cr wüer der alſer gròſt felſcher vñ be trieger ſein / wan der koͤmen würt / ſo wäre er deren Lie vil finden / vnd iſt zů glauben das er nit ferre ſei / vmb dꝛeier zeichen wil len /die wir voꝛ vnß f yıtte der dũcher/das ander ville der docto res / das dꝛit iſt vderfluß des ablaß / diſſe dei ſeint alle verſchmecht vñ veracht / als wir wol ſehen / ond michi dunckt es ſei ein im ein exempel in eine m liecht / wan es ſchier auß gebꝛent iſt / ſo lüchtet ee vnd YackerFam clasften. Aſſo an dem end der cxiſtenheit/ſo gibt man aller m den auß / die da beſchehen in dem ablaß⸗/ das mer vnd reilicher diſſe iar geben iſt / an voꝛhin nie / alſo von bůchern alſo von künſten auch. Von dem Ablaß. U ſpꝛichſt ſo du en | des Ablaß gedenckeſt / ſo ſag vnß etwas daruon / Du haſt ö vnß auch vormals verheiſen ein mal von dem ablaß etwas fegen. ’ ich had ein getrucktẽ ift von einer bulle / da ſtůn eben wer / es wer ſtetten / eirchen oder per onen / deßgleichen wer auff gehenckt ge⸗ walt Peli pe Land ee dale M fen Peatiſſime pater nd wirt darln gebottẽſi von dem fetzigen bapſt Al v. dẽ — * aten / das fie die ding ſollen laſſen ver künden / da hab ich gehoͤn von dem weiß zelchen des ends des criſten glauben na / ſchweige die vil von dẽ dingen ſagẽ / vnd ebung alles volkomnen ablaß / wem der biſchoff von Wůrtzburg / das er zů Rom erwoꝛoen hab / etlichen perſonen von dem bapſt/ das ix ablaß creffrig wer / wie voꝛ wie vil das glauoen geo / da ſehen die pꝛe⸗ laten zů. Durch meine woꝛt die ich hie red / ail ich dem ablaß nichts geben / noch nichts nemmen. Ader mich danckt es wer not / das man darzů ther / das das volck wüft wie es daran wer. Es wer gůt dz man ein eignen botten zů dem bapſt ſchi⸗ ckeyzů erkunden ob es feiner heiligkeit mei nung wer / das die menſchen / die die wei ſterben ſolten / ſollicher gnad beraubt fein on ir ſchuld vnd verdlenen / vnd wie man der ergerniß entgegen gieng / vnd die ges dem bapſt vbel zů reden. Item zů dem erſtẽ ſo wer es ein betrug wan fie Betten den ablaß nit darumd fie gelt auß haben geben / vnd man inen das gelt nicht wider umb gibt. Zů de n andern ſo ſtot in der bul / das ts geſche omb der ſelen nutz vnd heil wis len / ſo es doch gat zů groſſem ſchaden dern ſelen / wan wen fie ablaß hetten / ſo füren fie von mund vff ʒů himmel / ſo ſie ſunſt ein ſchwer hart fegfeür muſſen leiden. Zů dem dꝛitten / ſo ſtot in der bul/ das das geſchehe vmb des iubelisre willẽ / dag man deſter me gen Rom ziehe / das iſt nit für dy art nen lůt / vnd andere dy nimmer willen Babe gen Nom vnd die da dieweill ſterben. 5 Zů dem fierden wie der bapſt nicht walt hat a laß zů geben on erliche rechte vꝛſach / wan got ſunſt nit den beſiglet/ all fo moͤcht man ſagẽ das er on recht vꝛſach gebnen ablaß nit wider mög nemmen vff henckẽ / vnd alſo on zal / die men dem ſtůl zů Rom moͤcht ʒů legẽ/ die ſunſt auch kein gůt gemüt zů im hettẽ / als fie dan au ch thůn / darumb ſemlich irrungẽ vnd zũ růw ð gewiſin ð frumen menſchẽ wer gůt das man ein erclerung het diſer ding. Hon falſch Narren. Du ſpꝛich ſt was ſollen wir aber thůn e dz die erclerung kumpt / das wir volle ablaß nit verluren. Iſt kein anderer weg dz wir nit in das fegfüer müſten vñ gleich zůgot fijren. Ich hab geſůcht in den lereren das vil weg darzů feine, Aber etrlich feine Bert vnd ſchwer. Etlich ſeint vnß vnmũglich. Etlich ſeint leicht. Ich wil dir fie all ſagen erwoͤl woͤllen du wilt. | Der erſt weg iſt durch volkumnẽ ablaß den allein der bapſt gibt. Der ander weg it durch den tauff / vnd der weg iſt vnß be ſHoſſen / wan wir nitt mögen viderumb gebeꝛen werden. Der weg iſt allein dẽ kin den offen. Der dꝛit wegiſt durch die mar ter, Diſer weg iſt zeull herr / durch diſen weg hat man vil ſelen der heilgen in ſicht⸗ barlichen geſtalten geſehen zů himmel fa ren als ein tauben. Der v erd weg durch ein groſſen rüwen / am letrſten der weg iſt bitter Diſmas am crütz iſt den weg gan⸗ igkeit l den gedult / durch den weg iſt gangen Jer betlex lazarus / ym Euañge, diſen weg den Dauid (Cum ipſo ſum.) Je yn yn widerwertlgkeit c. Vn eid ſie m. g fo groß fein / das du gantz gerelniget biſt. Der ſübendt weg iſt penitentz vnd gnůg thůn vnd die bůß die ym vffgeſetzt iſt yn der beicht / oder die einer mit willen thet / oder die einanderer fire dich thet / oder wã die ſelbig bůß in gaben verwandlet wer. CCI Der acht weg iſt durch ablaß der kirchen oder der pꝛelaten / nit red von dem vollen ablaß der letz vffzogen iſt / Da moͤcht ein mẽſch ſouil ablaß in ſtücks weiß loͤſen des pꝛelaten / vnd diſer vid iener kirchen das ym die pen des fegfüers gãtz hinweg nem Der neund weg iſt durch fi tellhafftig machen der gůttet anderer menſchen als man in cloͤſtern vnd yn den kirchen thůt. Der seßent weg durch ein ieglich werck dz vß goͤtlicher liebe geſchicht / wiewol dz ge hoͤꝛt zů eim ſchwauenden menſchẽ das er gemüt oꝛdi 9 1 5 Der elfft weg iſt durch die werck ð barm - hertzigkeit / die man dem nechſten erzeigt fie ſeieut geiſtlich oder leiblich / da iſt iegli⸗ ches werck ſibenfeltig. Der ʒ wolff weg iſt durch bit vnd beger en das dir dein ſünd hie geben werd zůuer⸗ zeihen ee / dan in das fegfiler geſpart. Di⸗ ſer weg iſt leicht vnnd ein gemeiner weg müglich allen mer ſchen vnd krefftig. SE ſer weg iſt offenbar von der meiſterlichen regel / die vnnß der herr Jeſus giot. Da er ſpꝛicht / iſt es fach das er etwas redlichs vnnd Pie bitten in meinem nammen / ſo würt es euch geben wer nun begert hie ver zeihung feiner ſünd / vnnd nitt ym fegfüer der begert recht vnd Pie / wan die pen des fegfůers iſt vil groͤſſer vnd ſchwerer dan kein ſtraff hie vff erden / vñ hat auch min⸗ der verdienen. Vnd darumb ſo wirt er e⸗ überkummẽ wan er es begert vßgoͤtlicher liebe beharret im gebet / vnd wan er ſtirbt gleich zůgot faren. Darumb volget allen den dingen nach das ein mẽſch der durch die marter oder durch ander weg / die got wol weißt geteiniget würt hie in diſem le ben / würt gar vil milterer gereiniget dan 1 Die. cu. Schar ver ym fegfüer gereiniget wurd / vñ Verdieim darzũ das im gemeret fol werden der meſſenlich lon yn ewi⸗ ger ſeligkeit. Jetz ſiheſtu warumb die heilgeſten mau hie geſchlagen werden mit geiß len der widerwer⸗ tigkeit / wan ſy hoffen in go barm hertzigkeit / das er inen nutz ſchaff in anfechtung vnd begeren hie ge⸗ ſtrafft ze werden / vnd nit das inen verwandlet ſein ſententz / vnd die ſtraff des fegfuers yn ein ſtraf des ellends vnd in ein merung des wi ſenklichen lens: Sarumb ſeit ſa⸗ ctus Auguſimus Yic vre/ Hie verbꝛen zerſeg mich / allein ver zer im zůkünfftigen lebe. Ye wer ein hiſtoꝛi zeſagen von dẽ keiſer Mau ricio ð erwelt hie geſtrafft werden vnd wie er von ferne ritter einen verreterlich ertoͤdt ward. Laſſen vnß got bitten durch ſein milte er bermd / das er vnnß verleyhe nach diſem leben das ewig leben. Das verlyhe vnß got der Vatter Sun vnd der heilig Geiſt. Amen. tt die ſtraff ſpax biß in iene welt ( nd alſo erhoͤn got ir gebet vnnd I (ik. un Stultoꝛũ infinitus eſt numerus. Der narren zal iſt on end. In dem ſonteg Judica Gepꝛediget võ ge hochgelerten vñ gotzfoͤꝛ chtigẽ doctoꝛ ohãnes Geiler von Reiser; ſperg. Wie hernach ger, Von pꝛedig narren. © * er Gon pꝛedig narren. I pꝛedig boͤßlich hoꝛen. Von dene hüt cboeden ich ſtot im Enaygelio / da dr allerbeſt pꝛedicant Ch:iſtus /allein v i vnerſchꝛo ckenlich ſpꝛechen mocht· . Orlcher vnð euch mag mich ſtraffen von der ſünden wegen. Aber die / die pꝛedig hoꝛten ſolten nüt / wan ſie in wrſtein⸗ get wolten haben vmb der pꝛedig will en dit er ge thon hat. Diſe narrẽ erkẽ ich in zwi Sell Von der erſten ſchellen. Die erſte ſchel iſt nit recht pꝛedigen. Ja wie ſol man pte⸗ = A| dire, Der herr lert es (E ſaie.lolil. E (Clamaue.) ſchꝛey nit fe: vff zeſch⸗ xtc erdech dein Min als ein trummet vnd ver künd meim volck fein vnnd ire ſünd. Es ſoll ein Honpxdigharren. pꝛedicant die weiß eins trummeters hab? die trum net iſt von vil ſtũcken zůſa nen geſetzt. Alſo ein pꝛedig f 0 von ſfückẽ zůſa men geſetzt ſein / das fie wol thoͤfl. Din der pꝛediger ſie moͤ ze sm kopff oehalten vnnd vas volck auch / nit als da einer vff einer geigen macht &, Item die trum mer gegen dem teummieter It ſie eng / aber bei dem end weit, Alſo ein piedicant beĩ ym ſelber ſchweigẽ vnd eng fen vnd went it - ganze Da bleib er yn contemplieren / betten vnd ſtu⸗ dieren. 7 te dt den er pꝛediger / der fol weit ſein / vnd vßgeſpꝛeittet. Item der trũmeter leit nitt allein dẽ mũ an die trummet / ſunder auch die hend/vñ ein predicant fol thůn / das das er and leut lert · Seit er von demůt / jo ſol er nit hof⸗ fertig fein, Seit er von rylicheit / fo lol er nit geitig ſein. Seit er von küſcheit / ſo fol er nit vnküf fein . Item ein trummetter trumt yn eim krieg fo man daran wil das er das folck beweg r machet nice ein geſatzt ſtůck / geſatzte ſtück zemachen ſparet er / biß das er allein iſt Oder biß er zůaudern kumpt . Alſo ein pꝛedicant ſoll pꝛedigen / einfeltige gemeine nützliche / lerliche ding diſputieren vnd ho he ding richt er daheiman vß vnd yn der ſchůl bei anderen. Item em̃ trummetter trũm̃t eim als dem anderen. Er hal auch gar kein vnder⸗ ſcheĩd vnder dem kũnig / vnnd vnder eim hirten vnd eim ritter vnd eim burger, At din pꝛedicant᷑ ei gemein / er Tag ledermam SFas ym not ir ſei künig / fůrſt / ritter burger / ofaff / oder oꝛdes llit iung oder alt allen enden. tem ein trummeter trummettet᷑ bi lacht zergat. Er foͤꝛcht kein pfeil vnnd büchß / er laßt ſich nit erſchꝛecken / wan biß ſtündet ſol er dar wider ſchꝛeyen / mitt dem Cel wechter off dem turn die weil es bꝛent / 0 ſtürmt er vnnd ſchlecht an die glocken da er das füer vnd den flammen ſicht. Es ſei eins reichen oder eins armen husß. Item ein trumter der ſůcht nitt fein gloꝛy noch feinen nutz · Aber des herrẽ gloꝛr v dis über windung ALß ein pꝛedicant acht nit feiner ond nutz vnd gelt. Aber die glo ri gottes Beil vñ des volcks / vñ fein ier das nem er. Sehen ir lieben bzüder wie ein pꝛẽ dicant re wle ein trumme⸗ t pꝛedigẽ ſol ter trumt TAſtus der hoch prediger hatt ie alle gerhon. Er hat in allen ſeinẽ ſache nit ſein eer ge Aber ſeins vaters ee Eiſpuch vin hüttigen enangelio. (Ego non quero gloꝛiam meam) Ex Bar herlich trummetet vnd gepꝛediget. Er iſt nit er⸗ ſchꝛocken von den hüttigen ſteinen· Deſ⸗ gleiche ander a n ia er hatt gepꝛedi⸗ et biß in todt vñ nach dem todt durch ſei ne heiligẽ Apoſtelen vñ hoͤꝛt noch nitt vff pꝛedigen. Er hat allen mẽſchen gepꝛediget vnd hat niemantz vßgeſchloſſe n. Er ſpꝛi⸗ cht. Venite ad me / Kůmen zů mir alle die arbeiten . Was mag ſchlech ters ſein / wz elarers hat nie keiner gepꝛediget. Er hatt we ngeleit vnd ſelber gethon e 940 e e fa et u re Die trummet iſt auch voꝛnẽ eng geſein gegen im er ũbernacht bleibẽ yn feinen ge bet in der wüſt am moꝛgen widerũb gan gen yn tempel / onnd da trummetet vnnd pꝛediget c. Vou der anderen ſchellen. Die ander ſchell r ze | i 2 . un 3 ft nitt recht pꝛedig hoͤꝛẽ. Vñ EN wie ſol man recht hoͤꝛen. In dieierlei weg (Diligẽter Me moꝛiter Sbedienter,) Jů dem erſten mitt fleiß. Ein ſchůler mitt groſſem nes loſet 1 98.4.4, u dem andere dig boꝛte wan man es nit beßielte. Dariib ſollen wir fein wie ein fenſter / das laßt dẽ ſonnenſchyn vnd das liecht durch ſich 155 ff er ſchne regen vñ hagel laßt es nit hin vn, Aber leider vil ſeint gleich eim fibi / od eim büttel vñ eim ſeythůch da bleiben flie gen aan 18 ſt 0 Aber 80 0 als da durch / alſo das gůt an Ka von inen verlosen, Abet WAS lecherlich iſt vnd fpörtig vnnd boͤß. Das bẽhãlten fie/ vnd ſeint gleich eim hündle der edlen / wa man ym etwas gůtz beut zeeſſen / ſo laufft s etwan einer muckẽ nach / vn ſeint gleich eim fiſcher garn die weil es im waller iſt⸗ fo iſt es vol waſſer. Sõ bald es vß dẽ waſ as man es ſol thun / nach ire wercken 7 ollen ir nt thůn. Aber {ren woꝛten / ſi nit. Da redt der herr wið die pfaffen feind die da pꝛieſter ſchmehen vnnd die pꝛedig verachten vmb deren willen die pꝛedigen vñ es nit thůnt. Wa ts remant ands re en o es der herr * gungbaben, 2 ſelbo ſpꝛicht/thůnt nach iren woꝛten . Vnd it nach iren werckẽ. Sag an wer du ſeieſt fer kinnpt / ſo iſt es ler. Von denen ſeit der cleſiaſtici.vvi. eins narrẽ hertz een wan ich güldin / Oder nummen plapßart vß wurffe yn groſſer ville vff zeleſen wer da wolte. Du ſpꝛecheſt nitt / wir wöllen es nit off leſen / wann der iſt boͤß der es vß⸗ würfft / ir lüffen dar vnd leſſen es vff mit groſſem gewalt ſtieſſen einander darumb Alſo fo ich oder einanderer off der cantzel ſeint / ſo werffen wir vß gelt der tuget vnd gnaden gotz gebotten. Warumb leſen ir es nitt vff / ir ſollen es nitt verachten vmb des pꝛedigers willen. Alſo mitt der ſpeiß vnnd tranek/ wan dürſte oder wan dir gů te mer kem du verachteſt es nit darũb das der bot boͤß wer. Alſo ſeint wir geneigt zů den zeitlichen dingen on wider rede. Abet nit zů den Aal aalen dingen / iſt kein vꝛ⸗ ach dan (Cui vnlt recedere ab ami kit occaſionem Taſſeñ vnnß got bitten durch ſein milte barmhertzigkeit. Das er vnß verleihe nach diſem leben. Das ewig leben. Dae verleihe vnß Got der vatter Sun vnd der heilig Geiſt. Amen. Stultoꝛum infinitus eſt numerns: Der narren zal iſt on end. Am montagnach Judica / Gepꝛediget von dem hochgelerten vnd gotzfoͤꝛchti gen doctoꝛ Johãnes Gei ler von TReiferfperg. Vo adziech Flanke Te. ciiii.ſchar ab- Jech narren hinderniß narren am guten / am beſſeren / am be ften. Die erkeñ in ſüben ſchellẽ von den anderen. — Gon ab diech Barren, Von abtiech narren. CCIII ander nit woͤllen zůſünden bꝛingẽ Aber ſie geben ynen vꝛſach zůbo⸗ ſem / durch ein boͤß evempel das offentlich ſünden. entire die pꝛelaten iren vnderthonnẽ mit iren boͤſen ſitten / mitt hoffart vnd . der erſten f bellen. BR Gie erſt ſchel iſt hin deren vnd abziehen die menſchẽ von dem gůten das ynẽ not iſt ES feine \ die / die die menſ hẽ abziehẽ von goͤt⸗ ließen gebottẽ. Ed wileiner pn diſer heiligen seite faſten vñ am ſontag meßhoͤꝛen / ſein geſel behalt in am bedt lygen / La eſſens wil einer züßtedig gon / ſein geſel züchti in zü dem . fpil vñ in das hůr huß syn? des wirs Buß zů dem wein / sur tant Wee denen Ale allo einander ver uren von er ein 15 ottet En er den anderen alſo zůſündẽ bꝛin⸗ N ger die habẽ teil an allem boͤſen das ſie ch nt /vñ ſollen f ſie widerumb bꝛingen zů eim gůtten leb / vnd zů der penitentz / als inen müglich fein mag als durch ire woꝛt oder gebet oder durch andere mittel. Es ſeindt darnach ander / die mit fürſatz leich tferrikeit / vnnd als die weiber mit iren überflůſſigen vnd hoffer⸗ tigen cleideren vnd zierungẽ / mitt malen vnd tantzen / vnd ander die offentlich ſünden / die ſündẽ all ſch werlich vnd ſeint ſchuldig ein wið kerung. Es ſeint darnach die nitt offenlich ſünden / ſie hutt ſich aber nit voꝛ boͤſer geſtalt / als die ſeindt die metzen bei inen haben ym Buß wie wol ſie nit mit inen me ʒeſchaf⸗ fen haben. Aber die welt glaubt ed warlich nit xt. Von 5 anderen ſchellẽ. Nr ee an der gemein menſch/ſy wolten gern gotz über alle ding lieben vnd ich recht oꝛdinen 15 gotz willen vſſen vñ inen / ſie woltẽ gern gere⸗ cht ſein gegen gott / vnd barmher⸗ tzig gegen dem armẽ vñ woltẽ nitt chün wie die knecht thũt eins herrẽ Fein die im thũt dz fie ſchuldig ſeint on vñ ſchwãgtẽ im nit ein loͤffel darzů ſie wolten gern diener gotz ſein die ſtetz vo: im ſlindẽ / als etlich vo: ti meisten werde etwa nn vi verſpottet / wã ſy ſchlechtlich beclei Li: Die. cv. Schar det gond / ſittig feine vnd ſchweigent ten der geſehendẽ vnd derẽ die recht gend zücht man v von vnſeren füllen ¶ Eccle⸗ 5 N pa ſiaſtici.vli.) Vergich gott dem herren voꝛ ner ü a5 cxütz ð peni deim todt ( Venite nox quando nemo ope fentz / d 9 ſcheint n dem geiſtlichen rari poteſt t.) e l Von der dꝛitten ſchellen. Die Daitte ſchel iſt einanderen hinderẽ am be m̃enſchen dan paner ¶ ꝛiſti ( TLue pꝛode⸗ ünt in quibus fulget crucis myſteriuz &.) Sie ſeint die die da tragen vnd gloꝛicie IE re gotiyn irẽ feld vnd leibẽ / wan fie wüſſen KERN ſten / Das iſt ynn ein oꝛden das ſy feine diener Chꝛiſti von im ther er gon ð heißt der beſt ſtat / wã ufft. Darumb ſo tragen fie feine farben da gelobt man gůtz ʒethůn. Hinderen ein in iren cleldern fein liberei. Wee vnß das das er nit yn ein oꝛden gang mitt dem ges ie Hege C galt aeg deln n ddl, müt / das er nit Jane werd. Das thůn ir ſeint feĩßt gro — le aber nitt vnſer liberei tragen nich merckgleich darzů / wan es ſeiut vil vꝛ⸗ cleiderẽ vnſers leibs. ſachen das man einen hinderen mag. Als vnd glat vnd glotieren das wir ein mage Richardus ſeit ( In quodlibet) Zů dem er ren ruhẽ ¶ꝛiſtũ dẽ herrẽ habẽ / wiltu ein ſten wan ein er meint das er dem oꝛden nit Rener Beifti ſeĩ / warũb beſchamſtu dich nützlich wer / oder geſchickt. Als wann er ſeins paners on haſſeſt es. Warũb (Bü zekranck wer . So iſt er dem cloſter nüt ſttũ ab der bruck / über die du gon mũſt zů ſchuldig widerzekeren / wan er hat ym kein \ e eee eee ſchaden zůgefüget / ſunder voꝛ ſchaden ge bꝛuck/ ee iſt Penitencia / die bꝛuck Bar vnß ſein. Zů dem anderen jo mag er ein hin⸗ emachet vuſer Poͤtifed Chꝛiſtus ð bꝛuck deren vmb feine eigenen geiſtlichẽ nutzes en Von abziech narren. willen / wan er kan im raten vnnd helffen zům geiſtlichen / der ſũudet nit van von goͤtlicher liebe / ſo mag ich mein geiſtlichen nutz me fürde⸗ ren / dan eines anderen geiſtlichen nutz. Zů dꝛittẽ ſo mag ich ein hin deren vmb des geiſtlichẽ nutz wil len den ich hinderen / wan er ſicht das er in ein cloſter gat / da mã dẽ oꝛden nit halt da ſůndet er nit / wã er fürderet ſein nutz. ZJů dẽ vier den / fo mag er ein Binden vmb eig nes zeitlichen nutz willẽ / als er hof⸗ fet bleib er ynn der welt / ſo kum er noch zůgroſſen eeren vnd empterẽ der ſündet / wann er ſetzt das zeit / lich für das geiſtlich. Aber er iſt dẽ cloſter nſit zethůn / aber den den et gehindert hat dem ſol er gůtz ratẽ vnd ſeiner ſelen heil fürderen vnd gott für in bitten me dan voꝛ. Zů dem fünften / ſo hindert er ein blütz halb / der ſündet, iſt aber dem cloſter nüt ʒethũ. Aber dem feiner ſeelen heil ſchaffen / wie dem nech⸗ ſten ie geſeit. Jů dem ſechßten / fo hindert er ein vß einer fulen boͤ⸗ fen geſelſchafft der finder me vnd groͤſſer. Aber dem cloſter iſt er nüt ſchuldig. Zů dem ſibenden / ſo hindert einer ein darumb dz er dẽ oꝛden ſchadẽ wil thůn / der iſt ſchul dig dem erden ein abtrag zethůn. Er ſoll ſchaffen das die perſon yn oꝛden gang / vermag ers nitt ſo ſol er genug thůn nach eines gelerten frummen manß rat / vnd lůgen ob er ein beſſerẽ in oꝛden möcht ſchaf⸗ fen. Er iſt auch ſchuldig den er ge hindert hat / das er im rat in oꝛden zegon / oder ſunſt me ſeiner ſelẽ heil ſchaffe me dan voꝛ. Zn dem ach von natürlicher liebe. Als des ge⸗ ten / er mag ein hinde ? der ietz ym ch oꝛden iſt ſpꝛicht Scotus das er es ſchuldig ſei dẽ ſelben dem oꝛden wid zegeben / kan er es nit ſo ſol er ſelbs yn oꝛden gon / wan er geſchickt darzů iſt. Vnd gott bitten für den apoſtata. Zů dem neunden / ſo reden ſunſt ettlich denen übel zů die in ein oꝛden woͤllen gon / was wiltu mit ſchaffen. Du magſt hie auch gůtz thůn pꝛedigen c. Wann wir al alſo thettent / wer wolt die pfarren verſehen vnd der gleichen. Laſſen vnß got bittẽ durch ſein milte erbermb. Das er vnuß verleihe nach diſem leben das ewig leben. Dz verleih vnß gott der Vater Sun / vnnd der heilig Geiſt. AME ei * U An dem zinſtag nach Judico, Gepꝛediget von Fern hochge lerten vnd gotzfoͤꝛchtigẽ doctor Jo⸗ hannes Geiler vo Keiſerſperg. Von lei derlichen narreu. Die. cv. Schar Von lei derlichen narren. Je. cv.narrẽſch⸗ dh ar iſt liederlich narren in geiſt lichen dinge Sie verfaumen d eiſtliche ding / fie gedencken nüt von der ſeelen heil / ſie meinen die zeit gůtz zewircken ſei noch nit kũmen / ſie mei nen der bꝛutgum ſei nit nach / vnd wüſſen nit das ir zeit alwegen bereit iſt. Als vnß das euãgeliũ ſagt / wir w üſſen nit wã der hußuatter kumpt. Diſe haben zwů ſchellẽ. Von der erſten ſchellen. Die erſte iſt nitt biuchen gaben vnnd gnaden = e du empfange haſt. Das reich ð himmel iſt gleich eim hußuatrer der gelt hat geben ſeinen knech ten / eim zehẽ pfund / eim fünf pfund / eim ein pfund . Mathei. xv.) Alſo lerẽ ir diener go wol gewinnen / das ir nit Binz uß gewoꝛffen werden yn die vßwẽdige fin ſternüß / mit dem vnnũtzen knecht. Erkẽ⸗ nen was euch got bepfolhen hat / gũter der natur / gnaden / der knut / gewalts / vnnd reichtumbs. Du haſt funffe geſchmit gold ſilder / yſin / alocken ſpeiß / vn blei, Die be deuten fün ff der guter dir vnß got hat ge ben. Glocken Ipeiß bedeutet gůter der na⸗ tur /wã es dae metal fulet / nit alſo die dis ter der natur / wan durch die ſünd werdẽ fie nit verloꝛn. Gold das metal iſt dz koͤſt liches bedeutet aürcr der gnaden / die wer / den geben das ſie dem menſchen helffen wercken (. i. Coꝛiuth. xv.) Silber bedeutet güter der kunſt / die iſt dem menſchen ges be zelerẽ ¶ Eloquia domini eloquia caſta) Eiſen das ʒwinat alle metal / bedeutet ge⸗ walt der iſt dem menſchen gebẽ zůbeſchir⸗ men (Reges eos in virga ferrea pſaln s) blei das iſt das ſchnoͤdeſt vnder allen me tallen / bedeut reichtumb vnd zeitliche güt ter / da giot got etwan eim die fiinf pfund Der bꝛucht fie wol / vnd gewint fünff aus dere pfund. Als ſanctus Gꝛegoꝛius / vnd vil ander /etwã gibt er eim zwei pfund gů ter der natur vn der gnaden / oder einan⸗ ders welles es iſt / dnd die bꝛucht er wol. Eun anderen gibt er ein pfund / als gürer der natur oder verſtant / oder wirckũg vñ das vergrebt man et wan yn das ertereich Das iſt dan wan ein menſch feine narür i chen gaben oꝛdinet / das er zeitliche gütter überkum. Als es Gꝛegoꝛius vßfleit. Du ſpꝛichſt ich hab kein pfund, Ich hab nüt. Du ſpꝛichſt mitt dem knecht zůgett / du ſchneidſt / da du nüt geſeiet haſt. Du nimpſt da du nüt hin geleit haſt. Ich hab dir geantwurt mit Chꝛiſoſtomus / das du war ſeiſt vnd darzů lügſt / du kuecht ſchal ck vnnd lũgner / wa ſchneidet er das er nit geſeiet hatt. Welcher menſch iſt der er ſei ein heid oder ein ind / den er nit genügſam begabet hae mit geiſtlichen ſinnen. Wem hat er nit geben kunſt gůttes vnd boͤſes ze wüſſen. Wem hatt er nit geben zefliehen das boͤß vnd annemmẽ das gůt ob er wil zůgleicherweiß als got dem menſchen hat geben zů allen leiblichẽ wercken. Alſo hat er auch geben dem menſchen fin vnd mas cht / vnd vernunfft zůuerſton gůtz vnnd boͤſes. Vnd alle gůtten werck zerhůn wel⸗ ches er wil / damit / wil Chꝛiſoſtomus of⸗ fentlich ſagen das got kein menſchen ver laßt er gibt ym gnügſamlich kunſt die ym nott iſt zů der ſelig keit wil fie der menſch recht bꝛuch en mitt der genad die ym gott gibt. Vnnd er kein rigel ſtoſſet durch die find. Darumb ſo bꝛuch das clein liecht / ſo würſtu ein fackel empfahen. A dem anderen ſp iich ich laß es fein wiewol es Il nit iſt das du kein genad noch gab habeſt / ſo wüß das du ein groſſe genad haſt / wan kein genad haben iſt ein groſſe gnad. Als aug. ſpꝛicht dz ver Von liederlichen narren. ſton ich von tilichen gnaden die got vmb ſunſt gibt. Als da iſt wol reden vnd reich ein vnd ſtercke / nit von allen. So du nüt haſt mit dem leib vnderſtand etwas zege⸗ \ > warsii ů iſt nüt gůt zů den an⸗ cleinen dingen trũw / ſo haſkũ genug hut dich allein das du nit ſeieſt ein vnfrucht⸗ barer baum. vnd kein frucht Leingeft wan du wurdeſt ð ſtraff nit entrinnen / du wur deſt abgehawẽ vnd yn das fuer gewoꝛffen mit dem vnnützigẽ knecht ¶Mathei. ii. et vl. Hüt dich dz du nit ſeieſt von der zal denẽ Adoniſedech hend vnd füß abhüwe. ¶ Judicum. i. das iſt der tüffel der hat ma chem mẽſchen die füß der begirt abgehaw en / vnd die hend das ſie nüt mögen wür⸗ cken. Nit biß doꝛechter dan die omeiſſen / vnd hewſchꝛecken / ha ſen vñ ſtellion ſeint Lyß Bꝛanß narrẽſchiff / werck die weil es rag iſt / nit wart biß nacht würt. Wan dã fo kan man nüt ne merckten. Es ſeint et⸗ liche merckt die weren nitt lenger dan ein anzůnte kertz bꝛẽt. Alſo iſt es in vnſer chꝛi⸗ ſtenheit / auch die weil vnſer leben wert 10 mögen wir das himmelreich erkauffen / wan es iſt ein falbꝛuck die zücht man zena cht vff. Darumb wiltu heryn / ſo lauff al⸗ ſchꝛeient die thoꝛhüter am abẽt / fo man be ſchlieſſen wil die ſtat. Ven der anderẽ ſchellen. — Ko CCV RR Die ander ſchel iſt noch nit bereit ſein Mat⸗ thei vigeſimoquinto.) Das reich der himmel iſt gleich dẽ zehen iunckfrauwen. Die fünff hetten Sl yn den ampulen. Die anderen nitt K. Zů dem lettſten ſpꝛach der herr / wachen vnnd betten. Wan ir nis wüſſen weder ſtund noch tag. Hoͤꝛen ir iunckfrauwen vnd alle criſtenliche ſeelen / ir ſeint al iung vnd altẽ niemerme / als die leyb vnd ſeint allein Chꝛiſto vermehelet. Hoͤꝛẽ ſeint für ſichtig / vnd alwegen bereit wan ir nit wüf ſen / wan der kumpt durch den todt vnnd ſeint allwegen alſo / wann er kumpt das ir ſpꝛechen moͤgẽ Paratus ſum &.) Ich bin bereit vnnd betriebt Paratum co: meum deus) Seint bereit vnd haben oͤl in euwe ren ampulen. Mitt wann fie ler ſeint / das die poꝛtt die weil beſchloſſen werd / vnnd man zů euch ſpꝛech den herten ſententz. Ich ken euwer nit. .. ui a Ja ſpꝛichſtu was ölß můß ich haben / hoͤꝛẽ liebe ſchweſtern dz oͤl der fürſiehtigkeit ym anſehen / oͤl der keu⸗ ſcheit ym werck / vnnd das Sl der liebe yn der begird / vnnd ſeindt fürfichtig in woꝛ ten vnnd deſgleichen yn den wercken / eu⸗ wer augen ſollen den fůß tretten vnd voꝛ gon / wann einer ſich wil vff dem moͤꝛ ynn das waſſer laſſen / ſo nimpt er vor dẽ mũd vol oͤlß. So geſicht er gar clarlich was vmb in iſt / wann er laßt ein tropfen nach dem anderen vß in das waſſer . Alſo wer ein menſch das ſich fürſichtiglich hie regie ret mit woꝛten vnd wercken / fo ſicht er die ſoꝛglicheit / die da ſeint yn diſer welt die er voꝛ nit ſahe vnnd hütet ſich vor inen. Di ſe oͤl hab ym kopff yn der verſtentnüß. Von dem anderen zl, | 280 Die. cv. Schar res in blũt vnd fleiſch / dz vnrein gat ſein raß. Alſo thůt goͤtliche liebe / auch ſpꝛicht 8 Diligentibus deum omnia cos⸗ perdditt in bonum) Sarumb ß wachen Wan ir nit wüljen weder tag noch ſtund⸗ die die da feine yn eim beleiten ſchloß Pie wachen ſtetz. Vnd wir ſeindt mit vnſeren ſeindẽ vmgebẽ. Darumb ſo ſollen wir al 9 vegen gewapnet ſein mit tugenden. Wir hat geſeit verzyhung ſyner ſünd. Der Jar dir den moꝛn nigen tag nit zůgeſeit zeleben Darũb ein ieglichen tag acht / das er dein letſter tag ſei (Sobꝛii eſtote et vigi. . wa wir alſo thetten liebẽ bꝛüder / ſo weren wir An dem mitwochen vor dem palmtag / Gepꝛediget. Van weg narren. Ze.cvi.ſcharr iſt Ich weg narren. /s ſeint die die / er welen den weg der narrẽ dã nen gibt er die kron der weißheit. So er denen würt die narren kappen an dẽ halß ſtreiffen. Diſe naryen ſol man erkennen in z wů ſchellen. ya 2a 22 - . Tu ui; - on weg narren; Von der erſten ſchellen. karren weg vnnd die gebant A ſtraß die vil leur gend. Vnd was iſt der narrẽ weg. Es feine laſter vñ ſünd / liebe zů im ſelbs biß zůuerachtung gotz begird/eigenẽ nutz ſůchẽ was fein iſt Das iſt der weg der ym anfang iſt Lata er Leta / weit vñ froͤlich. Darũd iſt er try⸗ ben mittẽ ym weg bitterer / ym end zũ eng ſten vnd ſtürtz man über. O bꝛuder nem⸗ me des wegs war / des tüffels weg iſt weit wan als Chꝛiſoſtomus ſeit / wan del ym ſeint alle ding on geſatz iedermã rut w er wil Der weg iſt froͤlich war iſt luſtlich was iſt eim ſünder groſſer luſt / van das er hat was er boͤßlich degert. Darumb iſt er geiribẽ / wan vil gond yn Matthei. vii.) die poꝛt zů der hel / vnd vil wandlẽ yn wol wan biß her ſo haben wir hundert onnd ſechß ſcharen gezelt / wie vil ſeint derẽ die man nit zellen mag. Ir feine vil / darumd ſeint ſie narren wã ſie lauffen ð ville nach wider den rat moyſi. ( Evodi. xxlii.) niit folg nach der ville die lauffen sum boͤſen. Sie ſeint wol narren wan fie keim exẽpel nach folgten der dem leyb oder ſeim gůtt ſchaden woltẽ thůn. Aber der ſelen folgen fie nach / wolte einer in ryn ſpꝛingen . Oder fein huß verbꝛennen fie thetten es nit auch vnd ob es ſchon ein künig thet oder ein vi ſchoff . Aber ire ſelen woͤllen ſie derdammẽ Die beſſer iſt dan gundert welt. Darumb das ein anderer thůt. Sag an du narr / ſo du doch wilt den menſchen nach dolgen / warũb volgeſt du nit als bald nach yn gu ren werckẽ / als in boͤſen werckẽ. Ich mein das du nit allein ein nar biſt / ſunð ein aff wiewol ein aff ſicht die mẽſchẽ faſtẽ / bettẽ / almůſen gebẽ yn dẽ Ange woͤllẽ ſy dẽ men ſchẽ nit glych ſein. Aber im lachẽ ſchůch an lege vñ anders wa er Jarzů mag kummẽ / CC da wil er dem mẽſchen nachfolgẽ als vil er mag Alſo du narr du volgeſt nitt nach dẽ gůtẽ dingẽ die du ſihſt yn andere men⸗ ſchẽ. Sihſtu aber erws neuws vñ felsame in eim anðn lãd yn einer anðn ſtat/ in eim anderẽ mẽſchẽ / ein nũw tůch vñ ein nüwẽ ſchnit / oder ein langẽ bart vñ der gleichen ein nü wẽ ſchwůr / vnd wan die herrẽ habẽ etwan ein boͤſe gewõheit / da folgen irt die ner nahe. Aber het er ein gůte gewonheit / da wöllen ſie nit naher. Ja ſpꝛechen ſie ich gang der ville nach / nit ſich an den yugã - fi des wege nim feine xßgang war. (Jheremie. vu.) nim irs endes war wiltu der narrenkappẽ entrinmen/ vnd die ron der weiſen tiberkũmẽ / ſo thů als iener het da iren vil woltẽ das regimer haben in ei⸗ ner ſtat / ond warden eins miteinanð wel cher die ſon am moꝛgẽ ʒũ erſten ſehe ſchei nen der ſolt herr ſein. Einer bart ſich gegẽ nidergang / da was ein hoher berg da (aß ie zům er ſten ſcheinen/ vnd ward herr. ifo wiltu das him meli be kum entrinnen dz ſy nit vndergond. Aber der weg ym fürgãg / fo ſacht er an eng wer den vnd Bert vnnd ſcharff / daran zwyflet memantz dan der die welt vnd irer reich⸗ tumb luſt nit en wenig verſůcht hat dz er gar anders iſt dau damã anfieng. Item die hoffertigẽ ſteigẽ berg vff mit ſoꝛgẽ ſeĩt glych de haſſen die lauffen lychter berg vff de berg ab. Alſo die mit groſſer arbeit frei gẽ ſy ab võ hoffart dẽ berg yn das tal der demt / Aber vff den berg der würdikeit vnd zů empteren fechtten ſie vffzeſteigen / mit allen iren krefften. Warumb aber / da hat ein haß kurtze beinle dauoꝛnen. Aber 7 ˙ Die. cvi. Schar die hiſideren lang. Alſo die hoffertigen ge gen got haben ſie kurtze begird. Aber gegẽ den zeitlichen eren lange begird (Job. xv. Cucurrit aduerſus deum erecto collo.) Item die geitigẽ lauffen ein doꝛnigen weg Der herr ſpꝛicht das reichtumb feien doͤꝛn wan fie ſtechen die menſchen mit mecher⸗ ley ardeit / ym gewinnen foꝛcht ym derlie⸗ ren vnd behüten / vnd ſchmertzẽ ym vlaſ⸗ fen (Dfee, v. ſepiam viam tuam ſpinis.) Item die hoffertitzẽ gond ym kattigẽ weg. Item der weg der narren iſt ym vßgang aller angſt vnd ſchedlich / wan ſein end iſt die abſtürtzung des tods. Diſe ding zierẽ dem narren fein kappe vnd iſt ir lon angſt vnd betrüb nüß. Der reichman empfandt das im die kap ʒeeng was am halß die im anfang weit was. Ich würd gepeinget yn diſem flammen / von der enge clagen alle derdampten (Sapientie. v. Die anguſtia piritus gementes) Sie ſeufftzen voꝛ enge der geiſtes. Vnd diſe enge facht an in etli ‚Ben menſchen hie an vo: item todt / ſo ſie vmb irer ſünd willen falle in groſſe angſt nd wüſſen nit war ſy ſich keren ſollen als wir von villen leſen / die geſichten habẽ ge hebt der boͤſen geiſten . dan fo wüxrt inen die narren kapp der todten mit gewalt an geſtreiffet &, Von der anderen ſchellen. = 5 iea nder ſchell EUsiſſt verlaſſen den weg der fuͤr⸗ n ſichtigkeit / vnd was iſt A Der weiß heit tuget / vnd gůtte werck liebe gotz biß zů eigner verachtung Vnd vegird der gerechten ding / nit eigenẽ nutz füchen Was Jeſu Chꝛlſti iſt der weg vnd iſt gantz widerſins dem erſten weg / ym anfang iſt er eng vñ trurig. Im mit⸗ ten weltter vnd froͤlicher / ym end sh dem weitteften vnnd aller froͤlichſten Chꝛiſtus ſpꝛach (Anguſta poste) Im anfang iſt er eng vnd engſtig / wol eng wan der menſch n die in finden vnd in gond / denẽ wůrt die kron geben der ſeligkeit / er iſt alfo vergeſ⸗ fen der weg das kein zeichẽ me da iſt eins wegs vmb des mißbꝛuchs willẽ. Aber wir ſollen vnß nit bẽeſot Aſtus Jeſus der iſt kůmmen der recht wegweiſer / der hatt vnß gelert. Er vnd feine Apo ſtolẽ ſein in gangen. Er hat auch doctoꝛes vnd geſch⸗ rifft hinder im gelaſſen / durch die wir wol geweißt moͤgen werden von dem weg wã wir irren sm fürgang / ſo würt vnß ð weg weitter vnd froͤlicher vmb der gewonheit willen Pꝛopter habitum / Dauld ſpꝛichet Nam mandatoꝛum dus:ũm) Ich hab ge lauffen den weg deiner gebott / da du mir meim Bern haſt vßgeſpꝛeittet. Ein klotz der laufft gar wol / wan ervnden ſpitzig iſt vnd obE bꝛeit vñ groß / vñ vnſer hertz hat die geſtalt vñ foꝛm wie ein klotz gegẽ dem himmel iſt es offen / vñ vnden eng. Wan es getſtlich auch alſo wer / ſo lñff es wol. Im end / ſo iſt der weg ʒům bꝛelteſten / dã würt dir geben die atildin kron / die krõ iſt ewige ſeligkeit / das das beſt iſt on end wie ein kron iſt ein artickel maß / vnd hatt kein end. Es ſeint villerlei kronẽ der roͤmer die geiſtlichẽ verſtãde werden dem menſchen geben vff dem weg (Sapie. vcluſtl imper petuũ viuẽt . Ideo acripiẽt regnũ deco⸗ xis er diadema ſpeciei de mann domini.) An dem dunrſtag voꝛ dem palmtag gepꝛediget. ùñ Diſt ein frag mit de seiche. Vñ wa ber mã diſe dar wen weg voꝛeinander erkennẽ ol des tůffels / vñ ð narrẽ weg vnd IE weg der weiß heit. Der ein weg iſt betrüglich. Der ander iſtverwachſen Mon tiſch Narren in der elarificierunt mit dem herren geret (maioꝛem chaxitatem. c.) zu der ler Te lee 3 lemlin alfoejfein / gang hin zu nt der Bis görlicher liede / alfõ vi du magſt / enzünd das feuer in dir mit heilig er betrachtung / deren ding die dich möge anzünden / betracht die gůther gortes die er dir geben hat / die on zal eint. In me ditacione mea ev ardeſcit igute. in dem altẽ geſatz / da ſatzt man alle at heiß dachen bꝛot vff den c den herren / vnd das nuw oꝛot würt allag den criſten menſchẽ vff dem alter für ges ſetzt / das follen ſie eſſen in dem feuer goͤt⸗ licher liebe. Aber hůt dich 95 du nichts ro wes oder hald gekochtz da von eſſeſt das iſt / nitt mein das es allein fleiſch ſei eines menſchen / aber gottes vnd des menſchen auch ſich zů dz es nit mit waſſer kochet ſei das iſt nit / erfar durch menſchliche weiß⸗ heit / wie got menſch woꝛdẽ ſei / vnd wie dy actiden ten da ſeient on ir ſubie to vñ der glychen / oꝛat es in dem feuer vnd iß es ge dꝛaten. Glaub dae diſſe diſig alle geſche⸗ hen durch wirckung got des heiligẽ geiſts diſe tiſch suche wenig erfüllen. Je ſechſt tiſchſit ae was fie můſten es alles eſſen a 2 EN haupt vnd füß auch das ein — geweid / vnd ſolt nichts vber leidlich gangẽ iſt / iſt fein Te nee die gothen J heſu / ſeiut in dẽ een CCXIII Andere eſſen die füß nit / als ketzer die da ſpꝛechent Criſtus het nit ein gewaren leid gehebt / es wer ein geſpenſt ge weſen / oder er het in von dem himmel herab bꝛacht⸗ Andere eſſen das inge weld nit / als die die da glaube / das criſtus hab ein de wate feel ber die gotheit hab er Ader wir erift elt das ge war ez ben die goth die vernüftig ſcel in criſſõ vid dis vberig iſt / das veroꝛennen wir / das iſt wir lege es der crafft des heiligen geiſtes zů das er es vermag das / das wir nit verſtond in dẽ ſeiſch/ vnd Sacrament. . „ — 9 + Je ſibend tichit 2 1 0 Es was inen geborten fechß tag vngetetimet oꝛot zueßen Eadlſo das Sacrament macht man võ vngeteiß meiẽ bꝛot wan wir glau ben das criſtus das ſels allo gemacht hab das iſt wider die kriechen! Wer da wıl 9 bot on teiſem iſſet der / ð gute wercẽ hůt eren der vppigen eer. Cheiſtus pꝛa aru mo laſ⸗ ſer / ſo ſollen wir vnß mit allẽ krefften on ſen dußß thun ale laut Anzbzoftus Ipricbt/ 8 ſoͤ wir ietʒz werden empfahen vnſern erloͤ⸗ er 10 - vnd die heimlichẽ ing / iſt die feel f Üfer — mit feiner bilff in bereiten / alle winckel vn als alle ding glaubt /d Da ſerer ſelen / erſůchen ob nit etwan ein heim iche fünd in vnß verbeigen ei / das vnſer con ſcientz geſchend vñ beiß / vnd die ande goͤtlicher maieſtat erʒürnte / wan den ſelbi gcrament gen meuſchen wer nit nlitz zů zegen / ſund n — l n em Dackimentejjen/ [| o ex ſol es ellen mit geiſtliccẽ vngeteißtem bꝛot vnd was iſt vgteiſſet dot sik remmikeit Nr Confcieng vnd ein heilige bet ne meinung. ꝛzegoꝛius puch t Vie. C vn. Schar fie ſchied inen vber die maß faſt. Wan zů gleicher weiß als ein leioliche ſpeiß iſt kein Bil koſtlicher gaben zen! ¶ ẽein ſchoͤne dochter ein iunckfrauw / die wz mit gifft off gezogen / vnd ir gang natur in ſchlangẽ art verk er Alex. ſie beſchlieffe / das er von dem gifft ſtürbd wer auch geſchehen / wan er nit wer gewar net woꝛden von Axiſtotile. ö welchung der ſünd. (Si it ablucio celexũrñ. gib dir antwurt/ das es fol verffanden werden vonn teglichen ſunden / vicht von todſtinden. Ich ſpꝛich zů dem andern / das dz wort fol verſtanden werden / das es hindert dẽ men ſchen das er nicht in ſůnd felt. ( Et ẽ in pꝛopꝛia locucio. Ich ſpꝛich zů dem dꝛitten das es fol % ſtanden werden von den vergeßnen [Es e denen ein menſch hat ein gemein en wein BEI Je acht tiſchſitt n iſt / inen was gebotten das flei Ncſch ʒů eſſen des lambs mit tin ker ſauren fo es von krüteren das was zů gedenckẽ in was bitterkeit 5 waren / da fie dienen můſten in Egipten in was bitterkeit das lamp Jeſus von dẽ luden in feiner leide zerzert vnd geſſen iſt das weiß iederman wie der herr Jeſus in ſei ner feel vol bitterkeit iſt geweſen / in ſei nem leib foller ſchmertzen / vnd in allẽ gli dern wer lan o tibi omnes. Ja ſpꝛichſtu es iſt mir zů ſauer/ die zeñ werden mir lang dar von / die fl irn wfir ſich darab rumpffen, Tit laß dich bꝛũder erſchꝛecke / die bitter keit iſt nit zů dem tod aber zů der ſelen heil. cart qul lugent.) ig ſeint die / dy da weinen vnd tru ren / ſie werden getroͤſt werden / die bitter⸗ keit ene veiniger dir got erfrös wet dle engel / ſie reformiert dich / vnd ſch⸗ ent die boͤſen geiſt / wir hoffen vnd trauw en / wan wir die ret ð boͤſen geiſt zů nichts machen / vnd vß iren ſtricken / vnd kerker en entlauffen / das wir von iren fürſtẽ no mer verfolget werdẽ / zweiflet niemane wan uẽ ein dieb vß einem thurn entlauft fo ſtrafft man den thurn Sure darumb. Darumb ſo werden ſie faſt getriben von dem neid / wan fie ſehen das wir inen glei ch ſeint / vnd gefoꝛmiert durch die ſünd / vnd das wir durch das Sacrament der penitentz widerumb gefoꝛmiert werden. Vnd das ſelbig Srerament der penſtẽtz inen nit verluhen wurt. Vnd alſo in dem weg ſo geſchent die boͤſen geiſt / das eſſen gg Ganter engel Bure engel, Gaudium eſt augelis.) Vnd iſt kein wunder / wan fie ſehen die erliche fru⸗ cht irer hůt / vnd das ir fal erfült fol werd den vnd ir zal / das fie geſellen follen Babe gott den herren zů loben. 44 Item venitentz verſünet vnß criſtum wan got ſpꝛicht / wan das volck peniteng thůt ober ir ſünd / vnd ſich beßeret / ſo wil ich hin derſich ziehen / das vbel das ich hat ms Von tiſch Narren gedacht zů fünden vber ſie / darumd fo hat die bittere ſunſt groſe krafft / das fie dy tũ fel ſchẽt / die engel erfroͤwer got vnß verei niget / vnd vnß ſelbſt refoꝛmiert / wir fein gefoꝛmiert durch die ſünd / vnd ſchier in fiſch natur verwandlet. Wilm ein men ſchen feße der rechte penitentz Bao gethon ſo ſihe criſtũ den gegeißletten an / den Pi⸗ latus allem folck zoͤgt / da ſpꝛach er. ( Ec⸗ ce homo.) Er was ein menſch der gantze penitentz thet / wan von verſen an biß an die ſcheittel was kein geſuntheit in im / er her gelitten in allen glidern. Er gat fein pe nitentz verſchwigen / er hat ſein mund nit vff gethon / als ein lemblin iſt er zů dẽ tod gefürt woꝛden / er hat in der penuentz ver barret biß an den tod des heiligen crutzes Wir woͤllen got bitten. . An dein heiligẽ kar freitag nach eſſes. Hat der hoch gelert doctoꝛ Johãnes Kei ſerſperg gepꝛediget. &. Je. ix.tiſchſit iſt ſie můſten gegurter ſein / als lüt die wandlen woͤllen / geſch ürtzt. Vnd du der zů gon wil der fei küſch / wiewol ee iſt dz alle todſůnd hindert nieſſen das Sacramẽt / vnd ſun der toͤdlich / der in todſünden zu gat / wan er lrigt vñ zoͤget ſich/alv ſy er ein glid criſti ſo er es nicht iſt. Aber in ſunderheit durch vnlauterkeit würt ein menſch vngeſchickt zů zegon / wan durch fie fo wirt der geiſt vnderwirflůch dem fleiſch. Darumb die Bits der liebe gottes gemindert würt/ dy do ch im zů gen not iſt / darumb ;o ſollen ee lat die zů wollen gon / etliche zeit abbꝛechen ſie werden ſunſt nit geſchickt das oſterlãb zů eſſen / vnnd ſunſt ander die pokuwiert ſeint. Es wer zů lang zii fagen von pꝛieſte ren vnd leyen / denen etwas in dem ſchaff widerfert . Item die eelũt ſollen kũſch — ef CCxIIII fein / ſo ſie zů wöllen gon / wie vil me pꝛieſt er die alle tag zů dem alter ſton. Sie ſeint die dy got vñ vnß verſünẽ. Vicarii criſti in dẽ ampt ð engel geiſtlich veter/cantzler ð heiligen ding / reiniger ander menſchen / geſponſen dex weiß heit / vnd diener des al ler oberſten. Darumb ſolten fie fein die al ler koſtlichſten. Ble wer zů ſagẽ wie küſch waren die pꝛieſter des alten teſtamentz vñ der heiden. . Jie. x.tiſchſit iſt a ſchůh an den füllen Habe, Al; ſo wiltu das oſterlamb eſſen / hab ſchůh an. Sſchůh bedit ten die exempel der heiligen / der weg / der kůſcheit / iſt ruch vñ eng / vnd ir poꝛten/vñ aller tugent / die doꝛn ſtechẽ dich in dy füß der begird. Darumb ſollen dich die even pel der heiligen / rmanen die dẽ weg gan gen ſeint / vnd feine menſchẽ geweſen / als wol als du biſt / ſchůh macht man von fel len der toden thier / vnd evempel nemmẽ wir von den heiligen die tod ſeint. 1 42 Ne Je. xi. tifchfitift Aq ſte mö ſten ſtecken in den hen den haben / als bilgerin die be eit ſeint vff die ſtraß. Vnd du hab das heilig crütz chriſti / durch den glauben / das heilig crütz in dem weg / oð penltentz oder die gedechtnüß / des leiden criſti in dem gemüt. Je.xii.tiſchſit iſt N bald / ſchnel eſſen / Vnd du das Sccrament iß mit groſſer be TLgrrd / iß bald ylen zů gũten wer cken. Als ein tagloner /ein werckman / iß ylent als einer ð noch ein ander mal weiß ſkꝛicht Paulus / wir Babe hie kein bleiblich ſta aber ein zůküufftige ſůchen wir. An dẽ oſter abent Gepꝛediget. Sc, Bü Die. vin. Schar Von verkerten Narren. RN, vor ſchar iſt x ⸗ ůöͤtz / boͤß ig kernarren. Es ſeint die/ dy gů N Fi; 4 heiſen / vnd boͤſes gůt⸗ 9 waren | Tie Bürigen di tages die da ſpꝛachen riſtue wer ein verfürer pꝛachen / ð verfürer ſpꝛi ich wirt widerumb erſton /d dy fürſten h a as er todtẽ von dem grab erquicket mt feine gebot. Nm zwo ſchellen. 1 Von der erſten ſchellen. 1 Die erſt ſchel iſt lage u 4 das gůtz boͤß ſei / vnd boß gůt. ſes gůt heißt / vnd gůtz boͤſes / heißẽ ſpꝛichſt was iſt vꝛſach das man boͤ⸗ finſternüß das liecht / vnd das lie cht dy finſtẽtnüß / ſüß heiſen ſy bit ters / vnd bittere ſüß. Vnd beſun der frũme menſchẽ heiſſen ſie boͤß vnd ire werck die gůt ſeint / vꝛteil en fie boͤß / vnd ʒů dẽ boͤſten außle gen Ich find dꝛey vꝛſa Die exſt Bach iſt ein boͤſer wil gegen dem ſelben. (Affectio pers uerſa.) Wanelner ein haſſet / im feind iſt / zoꝛnig vber in iſt võ clei nen zeichen vꝛtheilen wir / vnd ha ben argwon des boͤſen / wan leicht lich glauben wir was wir begerẽ. Als ein mũter dy hat vil kind / vi das ein haſſet ſie / was Kurt kind thůt / das iſt alles let ¶ Tum res tranſit in affẽctum̃ perit õmnẽ Vithellt ſenne bind die hũbſcheſten vnder den ſünen. Eſopus. Aſo vꝛtheilẽ die boͤſen gůte me ſchen boͤß / wan fie ſeint inen wider wertig in iren wercken/diſer boͤß⸗ er wil iſt die ſchedlich füchtigkeit / die ire augen ſchilhe macht / dz fie nit kunnen recht ſehen / vnd vꝛteil en als ſie ſolten. Diſe ſeint gleich denen mit boͤſen augen / oder denẽ die in ð finſternüß ſeint die vꝛteilẽ nit recht zwüſchen gold vnd meß zwüſchen guldin vnd einem küpf fern pfennig / vnder dem hübſchẽ vnd vngeſchaffen / zwüſchẽ einem | hund der die ſchaff behüt / vnd ein em wolff. Alſo diſe auch ſie ſein auch gleich Vene die dz kaltwee ha ben. / denẽ iſt ir rach verbitteret / ſo vꝛtheilen ſie alle ſpeiß bitter. Du findeſt ein heiligen man der ð ſch aff groß ſoꝛg hat der ſelen / dẽ heißt man ein wolff / wan er ettwan kũ⸗ met in ir geſelſchafft / ſo ſpꝛechẽ ſie (Aupus ein fabula.) vnd vachtã inder / vnd ſy geraten ſich nehen ʒů dẽ todt / ſo begeren ſie dan der liechter die fie veracht haben / das fie von ire n liecht on rat möchten erlůcht vnd geweiſet werden vnd ſpꝛechẽ. ü ſeint die al el leben hang habẽ ſchaff vnd hüner freſ⸗ ſen / wan ſie dan von dem ieger gefangen werden / ſo wolten fie ſich gern beſſern / vñ fridſamglich vonder den ſchaffen vnd hün ern leben / das fie dem tod moͤchtẽ entlauf ſen / vnd wan ſie entall. fen / ſo werden ſye eben die ſie voꝛ waren. Alſo die auch die haſſen alle frũme mẽ⸗ ſchen criſti/rauber / vᷣſchmeher armer lut⸗ die weil ſie leben / wan aber ſie zů dem tod nehen / ſo begerẽ fie der ſtangen / bitten vz zů dem friden dienen mag / mat ir teſta ment vnder den ſcheflinen criſti / vnd der heiligen kirchen / die er nie eſpeiſſet hat. Ja ſie geſchediget / begert under ind geſetzt vnd gezelt werden. Vnd alſo fleiſch lich de mütiget er ſich/nimot ſich an groſer liebe ſtreckt fein hend auß zů dem heiligen crůtz Von verkert Narren tus tagt. Vos aber kumpt die fon vnder gat vn! dis glück ver⸗ C Cx v dienen. Er moͤcht baß ſpꝛechen / herr di ife ding thůn ich als. Quia a iudictis tuo ri Item bt gůten an durch das mittel des neidts od zoꝛns / oder durch einander paſſion / darũ fo vꝛtheilen fie ſchlechte ding krum. 5 Alſo werden die vꝛtheil recht oder in dẽ gemüt falſch / von liebe / von neid / von ga ben / von früntſchafft / von foꝛcht/alle Jie in zweiffelgafftigen ſachen / ſollen raeſchla hen / die ſollen ler ſein zů diſen ſtucken. Item wan einer ein gelen augenſpiegel off ð naſen hat / was einer dardurch ſicht das ſcheint gel / wan es ſchon weiß iſt. Alſo wer vꝛth ilet auß eine neid / zoꝛn. auß paſſionẽ / der vꝛtheilet / gůtz boͤß / wei ſes ſchwartz / das iſt ein ſchlangen liecht / was man da bei ſicht / das ſeien alles ſchlangen. Je ander vꝛſach = N iſt boͤſe gewonheit / welche d⸗ ET Ex der ſie darumb ſtraffen wil dem feine fie widerſpẽnig / er fer wie gůt er woͤl / vnd in ſein perſon / ſeine ſitten thůn vnd laſſen vꝛtheilen ſie boͤß / wan es gatt wider ir gewonheit. Vnd wem ſol ich die menſchen gleichen / die von gewonheit we n iii + Die. vm. Schar gen vꝛteilẽ gũtz boͤß/vñ boß gůt. Sie ſein tig / biſt du früntlich / ſo biſen vnzũchtig gleich einem hund / va eln fremdd menſch biſtu eln pꝛed icant oder ein doctoꝛ / ſo ſůch in ein Buß gat / o ſchꝛeien vnd belle fie vo ſtu ein mẽſchlich eer / v gun ſt de. folcks⸗ er in. Alſo wan elner etwas herfür bꝛingt haltteſtu ſilencium / ſo biſtu ein baſtliitz wider ir ger õheit / es ſei wie recht / wy gůt ler / iſſeſtu fo biſtu ein fraß. Vnd warum es woͤl / o bellen fie wid in vñ woͤllẽ in freſ wan fie ſteckhen foller boßheit / ſo vꝛtheilen en · Alſo Cie criſtus ð nũw mẽſch wan got ſie als ſie ſeint. Als ein ſtincken faß / was vñ menſch / er iſt neuw wider dẽ alten / der man daryn thůt / das würt verhoͤnt. nüw Adam wider den alten Adam. (E Vnd laß dich es nicht wundern / das ſy ce noua facio omnia.) Er hat ein nw ge die gůten boͤß achten / als fie ſeint / wan eib bot geben. Johanuio. viii / mandatum no ner in dem ſchiff fert / der meint die vff dẽ uum. Aber die luden haben ſich weder an erdtreich ſtond / das fie ſich bewegen / ſich in noch an andere bert / die nuw ding habẽ alſo hie die menſchen die vonn dem sis gepꝛediger / aber grimmẽtlich / wider in ge fel dewegt werden zů der hellen / durch diſ boilen. ( Iſaie. 56.) Als hüt ſpꝛachen ſie fer welt meer / die meinen das die / die inn er iſt ein verfürer des folcks. Aber criſtus dem ſchiff ſtond / inn einem erderen gůten het da vider geſchꝛuwen ich bin die war leben / die bewegen ſich wie ſie. Das iſk heit / er fage nit ich bin die gewõheit / ſo td vꝛſach das die gedenck vnd fein der men euch die war heit ſag / warumb glauben ir ſchen boͤß ſeint / vnd zů boͤſem geneigt vñ mir nit /woͤllen ir mir nit glauben /glaubẽ boͤſes von andern menſchen zů vꝛthellen den wercken / criſtus · ond ſyn nachkommẽ ond zweiffelichs in dys boͤſt verkeren. mochten ſprechen. Vil hund haben vnß Ulicht weleſt bꝛů der alſo ein nar ſein⸗ vmb geben / ſie bellen / wan fie ſeint troffen daz du gůte menſchen boͤß vꝛrheileſt in heĩ werden. Ein pfert leidet nit das man es lichen ſachen / nicht greift got in fein vꝛrell ſtriglet off dem oꝛt/ da es getruckt iſt / es nicht veracht das du ſemlichen ſchaden zů gumper, Alſo diſe leiden nit die ſtraff / fageſt deinem nechſten / dab du in boß vs die rüdig ſeint / mit der boͤſen gewonheit. ttgeileſt / ker alle ding in das beſt / vnd du —— j 4 5 | eich Jaramb von dein weg görliche vit I E ſtes / ceracht das man dich veracht. Er ſpꝛicht ſauctus Paulus. (St ad erb in im ſelder ift / fo we teilt er bald ein hire Bonus face. &.) Wolt ich den | menfißen wol gef ln e wer ich nich ein andern auch bo- ccle. diener chꝛiſti. Speikefencus I hero in nar der ober den weg gat nend fimus de ef menſchen / iſt hell der meu ſchen / Li — — A Bernßhardns ſpꝛicht / biſtu arm / ſo ſpꝛech fe icht. L. en ſie du ſeieſt veracht / võ iederman / biſt be. Sali meren Ale Ban deck mana, Du reich / ſo wůrſtu hoffertig fein vnd gey lein fie die vitheilten vnd beſchauwer we⸗ 1 diener gottes veracht ſemliche dꝛtheil/ tit . ̃ „ — , r,, Hon verkert Narren ren. Darumb würfte alfo geurtheilt / vergiß es vnd biß rüwig/hab penicentz mit Criſtt in dem grab / der ein verfürer geheiſſen was / dein leben fei verboꝛgen in dem grab/als die epiſtel hüt ſagt vnd erſtan mit in. Spꝛich mit ſaucto Paulo (P:o minimo micht eſt vt a nobis iuditcet.) Ein rouß hoͤꝛt nir vff wachſen / arumb dz doꝛn um) fie ſeiut. &, An dem heiligen oſter tag. Gepꝛediger. Von ſchluchraffen Karren, 2 5 mW 1 A rede . a IR * kin nl. X I \\ RT, 20 f 15 Vi Rü 11 A er: Je. x. ſcpar iſt mu e daneꝛũ Schluraffen narren / die in | en kein ander end vnd elikeit ſetzen an diſe welt / ſie wolten fi mit di⸗ fen zeitlichen dingẽ bentegen laffen. Es ſeint He/ die inen kein post noch oꝛt für nemẽ zů dẽ ſie farẽ woͤllen vff diſem groſen meer ð welt, Aber ſie fa⸗ CCN gieren hin vnd her in dem ſchiſpir er begird vnd eigner liebe / elgues willens / wa fie die wind Hüzwege) achtẽ nit der erberkeit noch des ne chſten liebe /ſie faren on ein com⸗ paß vnd den merſternen / vnd on ein meiſterſchafft des ſchiffmans achten nichts der ſoꝛglicheit in ur ſem meer feine diſer welt. Von de NER WIE OF fen Oer berg ſagen / wan vff diſen tag ſo haben wir ein gedechtnüß / wie Chꝛiſtus vber diſe welt zů ſeinẽ vatter gan gen iſt / vnd wy wir von diſer welt ſollen gon / als ich hoff / wir gangẽ zů einer erbern bererun zů gott. A ca bei den alte iuden/ Ser gedechtuuß wiefle oß egip ken waren gange / mit einẽ groſſen harte dienſt. Sarumb ſo wilich re den vo den Felde narrẽ / die it vß difer welt / gon wol en zi dẽ poꝛtẽ der tugent oder der Himtnelsſchen gloꝛi. Ste wollen aber alſo Sur vnd her ſpacieren. Von denẽ nar⸗ ven wil ich d. w ding ſagen. Jů dẽ erſten bei was ſchellen fol manu fie erkennen. Zů dem andern wie groß ir narheit iſt. Jů dem dꝛittẽ wie man ſich hüten fol darfor. Diſe narren erkeñ in ſiben ſchellẽ Die erſk ſchel iſt nichts halten von dem zůkünfftigen leben. Sie ander ſchel iſt ſich bꝛuchen i n ffeiſchlicken liiſten diſer welt. Die Kir ſchel iſt weltliche gloꝛi ſůchen. b 5 Die fierd ſchel iſt andere mit ge walt vndertrucken. Die fun fft ſchel iſt gerechten du rechten. i Die ſechßt ſchel iſt verblinden in der boßheit. n lit Die. CIx. Schar Die. vii. dem tüffel gantz nach folgen / das feine die / die da ſpꝛechen. Sapientie. Es iſt ein kurtz zeit hie / vnd das gat hin mit verdꝛieſſen . Liß das gantz capitel da ſel ſten / das iſt die erſt ſchel nichte ha ben vff das zůklinfftig leben. Das ſelnt die / die da ſpꝛechen kommen fo woͤllẽ wir ang bꝛuchẽ in den gütern diſer welt. &. An dem ſelben capitel liß von denen / von allen ſchellẽ / das ſeiut die / die da ſeint vff des tüffels ſeiten / folgen im nach / zů beide toͤden die darch in ſeint in die welt gan⸗ gen. Es ſeint die / die fich zů der trum! men ſetzen / vnd alwegen ſingen. Es iſt alle tag ſant Martins abent vnd faßna⸗ ckteſſen vnd leben wol. Sie froͤwen ſich des Oſtertags / nit das der her erſtanden iſt oder das fie der ſünd ledig ſeint / vñ ge ſchickt feine du ch tugent / gen ʒů dem him mel Aber darumb das die fladen widers kommen ſeint / vnd fleiſch / vnd der gleich en / ond alſo fingen fie mit andern ertſten aber nit auß ir meinung. Hec dies. Das iſt der tag den der her gemacht hat. &. Sie hoffen ſich einander zů ſehen / in ð narren land / in ſchluraffen land. Montes in caſeatos. &. GE dem andern frag ſtu wie groß iſt der nar , ren doꝛheit. Es iſt nit not vil darnon zů ſagẽ / wan biß her vil geſagt iſt / wie vnrein iſt die freud diſer welt / vnd das ſy me hat Fellis qua. Mellis / me gallẽ dan honig / vñ wy kurtz wan ſie endet ſich bald / vnd wir farẽ mit ir da hin / vnd wie ſie hindert den groͤſern geiſtlichen luſt / ich wil geſchweigen das dz aller groͤſt iſt / das fie hat dz aller boͤſt end Wie wol dich diſſe froͤd anlachen vnd ſch meichlen in dẽ end / aber fo ſticht ſie dich als eins ſcoꝛpions ſchwantz. Darumb ſpꝛicht Hugo / das diſe welt gleich iſt / einẽ ſchiff/ das foller froͤlicher lit iſt da pfeifft *. man vñ ſinget / man tantzt / ſpilt / vnd die fiſch erzogen ſich vmb das ſchiff mit fren den ſpꝛingen vnd iſt die groͤſt freud da. Aber gleich ſo kumpt ein vngewitter vnd gat das ſchiff vnder / verderben alle die / die darin ſeint. Die in der hellen ſeint / dy clagen teglich / die das nerriſch end / diſſer froͤd er faren haben. Sapientie. v. erraui⸗ mus a via veritatis. Wir haben geirret von dem weg der warheit vnd das liecht der gerechtigbeit hat vnß nit gesün d. Liß das capitel auß. Eu dem dꝛitten wie meidẽ wir diſe narheit. Es hat ein kurtze ler / dlr iſt not das du ſitzeſt in einem andn ſchiff vnd ander ſchifflüt erwoͤleſt / vñ vn derſtandeſt an ein andern ſtaden zů zefa⸗ ren. Setz dich in das ſchiff der penitentz der gerechtikeit eins criſtinẽ lebens ð liebe gottes / vnd des nechſtẽ in dem ſchiff ſitzt der gerecht ſchiffman Chꝛiſtus die ewige, weiß heit mit feinen iüngern / vnd iſt das in das ſchiff gang der/ der da wil ſelikuch ſchiffen zů der posten dee ewigen lebens» Ja criſtus ſeloſt. darumb ſpꝛach er hiit zů denen dy gen Emauß giengen. Olr narrẽ můſt nit criſtus alſo leiden vnd alſo gon in fein gloꝛi / vnd du biſt in dem ſchiff / als ich hoff wir alle darin ſelent. Sihe zů dz du daryn bleibeſt FE zů dẽ end / nit ſpꝛing widerumb herauß in das meer diſer welt das du nit verderbeſt / viſtu aber nit in dẽ ſchiff / ſo gung daryn dier · eil du zeit haſt / ee das ſchiff für far / vñ mach dich zů dem ſtaden. Ja zů welchẽ ſtaden / zů dem ſtadẽ der gnadẽ gotes / vnd ð gloꝛi des frids des hertzẽ vnd der ewikeit / zů dẽ ſtaden vff VE Jeſus fand nach feiner vꝛſtend / da feine lnger erbeltẽ vf dẽ waffen, da er inẽ erſch ein / zů den posten der tugent / in dẽ würt man ſehen got. In ſyon bunt de vlrtute in virtutem. Da würſtu ein anð land ſehen / nit ein fpöstig uerriſch land. Hon ſchluraff Narren Aber das verheiſſen vnd gelobt landt / nit ſchluraffen land / aber das gewar land da die decher feine mit fladen gedeckt / da keß vff bergen wachſen / da da ſeint zuck⸗ erſtein / die milchbꝛunnẽ / vnd die bäch flie ſen mit honig / da wyßbꝛot hagt an dẽ beu men / mit fleſchen vol des koſtlichen weins die zůn ſeint mit würſten geflochten / vnd gebꝛaten tauben fliegen den lütẽ in dy mů let / da kummẽ wir zů dẽ land / aber mit kei nem ſchiff. Dan mit dem ſchiff der peni⸗ tentz vnd eines criſtenlich lebens zů dißẽ land kummẽ allein die / die von weltlichen ienſchen ve nit lieb gehebt. fo was fanctus Daus erfadt, ( undus in cruci- fixus eff et ego mundo. Ond ife menſch eBen ie warhete 7 did and von verniß durch den glauben, a e vñ verſůchen es durch goͤtliche liebe / aber nit volkommen. Aber doꝛt von angeſicht zů angeſicht werden ſie es ſehẽ / vnd wan wir es verfüchen vnd eſſen werden / fo werde geiſtes / da gotheit iſt der dotter in einẽ ey dan da das hünlin lebt vnd würt geſpei⸗ ſet von dem gellen dotter / von dem weiſ⸗ ſen eyer clar würt geboꝛen das hünlin vñ € blůtztroͤpflin Marie d iunckftau wen zůſamen gepackt nit von manlichem ſomen / aber von geſchicht got des Beilige CC&VII die gotheit iſt aller ding leben. Ego ſum reſur. .) Sein reiniſchte feel iſt das weißclar / ia das aller weiſſeſt / wan on ma ckel der erbſünd. In dem wyſſen eyerglar iſt nit geſehen worden der fogel. Item der fladen hat ein boden daruff die ding ligen / vnd die perſon des fun gottes / des wort auffeuthalt die naturen Die goͤtlich vnd menſchlich. ei mmi jone five fed vnitate perſone.) der fladen hat kroͤnlin / zinlin ne 8 > wurt zů dẽ let en gekront werden von ſeinem hoffgeſind an dem iüngſten tag / mit der kron der ge rechtigkeit / wan die engel auß werde gon wir ſehen das war iſt / das von dem land dala: I er mir feinen alten Een 5 geſagt iſt ( Gloꝛioſa dicta ſunt de te.) Item den fladẽ zeichnet man / man ba⸗ cht in in einem bachoffen / man ſchickt in t in geſegnen. o in die kirchen vnd la vd criſtus an dem heiligen crütz / als in eim bach offen iſt er gebachen in dem feuer ſciner geöften liebe, Maidꝛem cha Hals hat gröͤſſer lieb dan der fein le ben ſetzt für ein anderfi, iſt geſegnet von got ſeinem vatter / vnnd in Viffe welt geſant vnd gezeichnet. Johã nis.i. ie inden ſpꝛachen auch. Be⸗ nedictus qui venit in nomine domine. S. Item fladen iſſet man zů dem erſtẽ zũ Oſtern / vnd ſchenckt in vmmundumb. Alſo chꝛiſtus vnſer Die. Cix. Schar fad der in diſſe welt geſent iſt / iſt hüt off diſen Oſtertag geſant woꝛden. Zů dem er ſten vnſer lieben frauwen. Zů dem andn Magdalene, Zů dem dꝛitten den andern frawen. Zů dem fierden Petro. Zů dem fünfte denen die gen Emauß giengen. Zů den ſechßten alle iüngern ande abent dug genommen Thome. Zů dem ſibendẽ allen ſüngern mit Thoma / nach. viii. tag en. Zů dem achten in Gallilea vff dem fee Ciberladis. Zů dem nünden vff den Vf⸗ farttag. Item den laden legt man in zwo blatten in das kenſterlin/ vnd der ges litten criſtus vuſer flad iſt in dz hoͤchſt ken fferlin gelegt worden in den himmel / vnd iſt vuß behalten / vnd von eigner krafft / dahin gefürt worden vber alle choͤꝛ der en gel / in zwo blatten. Ja guldinen blatten ð gloꝛi des leibs / vnd der ſeelen / vnd da iſt er v oꝛden / das dach ð die gantze welt de⸗ ckt / vnd beſchirmpt alle ding die durch in gemacht ſeint / wan er iſt nicht allein vꝛ⸗ ſach das die ding feine, er behalt es auch in weſen / wider die art aller wercklüt / die ein verck allein machen. Vnd das dach begert der / det da ſpꝛach. (Sud vmbꝛa alatrum.) Durch das dach ward der lam hinab gelaſſen / vnd ward geſunt. Nume ri. i. gloꝛia domini ſuper tectum. ) Item vnder dem dach begert zů růwẽ Petrus da er ſpꝛach / wir woͤllẽ dꝛey Taber h ackel hie bauwen. . Die decher ware die gloꝛi gottes / wan ein clarer wolck vm gab ſie / das was ein groſſer fladen. Darũ ſpꝛach er / es iſt vnß gůt / hie fein wir in dẽ ſchluraffen land / ſie theten als ſchlofferig oder truncken lüt / vnd von vᷣniß ein clein ſtucklin geſehen des lands. Item wan ein fladen hoch gelegt iſt / das die müß nit dar zů mögen kommen / ſo ſchmacken fie in doch / lauffen im nach / ſpꝛingẽ vff/rich⸗ ten ſich vff / ſtont off die hindern füß/ vñ weren gern darzů. Alſo geiſtlichẽ die müß lin in den hülinen / die demütigẽ menſch⸗ en dy ſelten an das liecht kommẽ / der hun ger treib fie dan herfür / ſo bald fie dã ges ſpeiſſet feine, fo verbergen fie ſich wider⸗ umb. Die heben ire hoͤupter vnd halß off wan fie den fladen ſchmacken Criſtũ / rich ten ſich vff die füß / durch hoffnung ſehen in / im glauben / ſchmacken in / durch dy lie be / aber vnuolkommenlich. Alſo was ein muß ſant Paulus der zohe ander müß auch za ſchmacken / da er ſpꝛach. Que ſur ſum ſunt querite.) Sůchen die obere ding ir ſollen die obern ding ſchmeeken / da cri⸗ ſtus ſitzt zi der gerechten gottes. O paule warumb ſchꝛeiſtu allo / da bin ich gefürt geweſen / biß in den deitten him mel biß in den dꝛitten ſafft / vnnd hab ge⸗ ſchmackt ding die ſich nit zimmen zůſagẽ die alle ſeint der menſchen vbertreffen. Darumb fie ich verſůchen die oͤberen | ding. O wie ſelig ſeind die müß in der naſſen / ſchmacken diſſe himmeliſche fladẽ (Trahe nes.) Süße vn nach / dir wir müſſen in deinẽ geſchmack / lauffen dein nam als ol iſt er auß goſſen die vmb des geſchmackes willen alle ding verachten ⸗ vnd durch doꝛn vnd diſtel vnd ſchwerter lauffen / vmb deins geſchmacks willen / ſy achten nit die müßlin · Ob ſie ſchon in dis müßfallen fallen. O wie vil waldbꝛüder vnd einſidler Babe verſchmecht ſtoltze hů ſer / reichtun / frauwen / vnd alle lüſt diſer welt vnnd feine v Alauffen zů den loͤchern in der wũſte wie die müß zůloch / wan fie erſchmackt haben diſen fladen. Petrus vñ Andꝛeas ſeint gelanffen ond vff dẽ weg feint ſie gefallen in die müß fal des Beilige crůtzs / vnd hangẽ daran. Paulus iſt ente er woꝛden. Steffanus mir feinen erſchlagen / da er nach dem fladen lüff/fa he dẽ himmel offen / vnd Jeſum da ſton. Zu mliß / ſanctus Laurencius lůff durch das feuer nach diſem fladen / die le wen haben die můß Ignaciũ zerriſſen dz Non ſchluraff Narren er diſſem fladen nach lauff / s ir mũß war umo lauffen ir alſo dem fladen nach. (Quia ibi noſtra fiva ſunt coꝛda vbi ve⸗ ra ſunt gaudia. c. We aber den rattẽ den liſtigẽ kindern diſer welt / die da foͤꝛch ten die müß fallen / leldẽs vnd wider werti keits/ das fie nit darein fallen. Sie foͤꝛcht en die / die gewalt haben deu leib zů toͤden vnd ſchmackt inen nichts was got zů ge⸗ hoͤꝛt / wan ſie ſeint fiheſch lůt. Ler von dẽ dingen allen / hetteſtu Boss vnden tu dem hauß ligen vnd wolt verderben / fo triege ſtu es aller oderſt vff das hauß / vnd dein hertz laſtu verderben off dem erdtreich. Hob dein hertz auch vff gegen dem hym⸗ mel. (Surſum coꝛda.7)) Alſo haſtu von dem fladen da mit daz hauß gedeckt iſt · Von den andern dingen vuũrſtu hernach hoͤꝛen ʒů de Wilhelmer n An dem Oſter in ſtag zů dẽ Wilhelmer hat der hoch gelert doctoꝛ Jo tzannes Geiler von Reiſerßperg ge pꝛediget. &. 8 As ander das doꝛt ſyn würt in dem erdtrei ch der lebendigen / vnd Bie in | Denen menſchen/ d' ſich ne⸗ ben dem erdtreich der lebendige durch ein volkommen leben / ſeint keß berg. (Pſal. Mons dei mons pinguis. .) Diſe berg feine doꝛt die helligen die got ſehen / vnnd bie off erdttelch volkommen menſchen. Dauld ſagt ich hab meine augen off ge gebt in die berg / das iſt in die heiligen vñ ſeint ſie wol ben g. Z den erſtẽ bergẽ feine hoch / ſeint erd ich huffen / vñ die Beilige ſeint Boch Aue b goͤhe ires lebene / vnnd huffen durch ir ſroß verdienen. „ Zů dẽ andern bergẽ haben waſſer iſt ſũß ind da wachſen boͤm von denen lauffent — CCXVIn gũmi / hartz vnd ander nützlicheit / vñ in den heiligen feine füge waſſer / des mitleis dens vnd barmhertzikeit. (In üla die ſtil labunt montes .) 922 Zu den dꝛitten bergẽ ſynt dem himmel nach / vnd diſſe menſchen durch ir begird ſteigen ſie biß in himmel / ſy hebẽ allein irẽ leib off erdt reich / als die berg ire füß / daz vberſich iſt als gegẽ dẽ himmel vffgericht Z dem fierdẽ berg ſeint heller vñ clar er erlücht von ð ſonnen / vnd diſe volkom ne menſchen ſein clarer erllicht von ð goͤt⸗ lichen gnad vñ kunſt (i. Mocha. vi. reful fis ſol in clippeos aureas, .) Zz dem fuͤnfftẽ ſo ſelt me himmeltaw vff berg dan in tal / vñ laufft der taw her⸗ ab zů den bꝛunnen vnd in die bech / alſo dy volkomnen obnen herab ſchoͤpffen ſie got tes gnad des andachtz des reuwes. Pfal. Rigant montes de ſuperioꝛibus.) Voꝛ zei ren waren ð berg vil / aber wa nemen wit ietz ein / die hoͤhe ð begird iſt hinweg / wan ſich alle weit neigt zů dem erdreich / durch geirigkeit. I ſaye.vl.oĩs mons et collis. c. Wa iſt ietz clar zeit des liechtz der beſcheĩi⸗ denheit / iederman iſt finſter vnd dunckel durch vnwiſenheit. Evodi. ig. rotus mõs finati fumigabat. . 35 9em ſechßten / berg ſeint der thier zů flůcht vnd ir ſicher heit. Ein fogel ſo er flücht ſo iſt er ſicher ven ſtricken vo: dẽ ſchieſſen. Montes er elſi ceruis. c. Alſo dis einfaltigẽ menſchẽ haben ir zů flůcht si dẽ heiligen mannen / vnd die vnrüwige conſcientzẽ habẽ/als ig el burſten / vnd welcher wolt ſchꝛeiẽ in die berg / das iſt zů dẽ heiligen dẽ nit widerũ dle berg entiehen vnd erhoͤꝛt würd / ob es ſchon nit wer nach feine willen / ſo tft es do ch nach feine nutz zů ſeiner zeit. Zů dem ſi denden die hohen berg werdẽ ober langt von den berglin / das zů obereſt off dem berg iſt / alſo Criſtus der heilig aller heil gen vdertrift die andern alle. Iſaie. ii. erit in nouiſſimis. diſſer zů ſammen geſamlet Die. CIx. Schar vnd zůſammen getruckt berg / iſt er darũ vmb der demütigen menſchen willen / die er lert vnd ſpeiſet mit der milch ſeiner zar ten ler. . N dem dꝛiten ſo 0 ſeint in dem land die ſtein zu ckerſüß / die ſtein ſeint wider⸗ 3 wertigkeit vnd leide des lelbs als ſiechtagen / hunger leiden / mangel ha⸗ ben / golts better / huß vnd hoffs / ſhmach Vnd in eim criſtinen leben / zů de wir wil⸗ e haben zůfarẽ in dem ſchiff der penitẽtz da feine die ſtein ſliß. da riſticia veſtra.) E ein w nach der trurikeit / auch in der trurikelt iſt frod. ¶ Secundñ multitudinẽ doleꝛũ. ) Wiltũ aber etlich leben denen die ſtein m jus er ſahe in das vatterland / in das ſchluraf fen land / da faß er Iheſum ſton zů der ge rechten gottes / darumb ware im Fe flein ſũß / er het den fladen geſehen. Sanctus aulus het ð ſtein auch verſůcht in ð In ö el. (actuũ.iꝗ.) Sieg: | er ſpꝛach zů ſeinẽ iungern. Per multas tri vil wið wertĩkel yngol in das himmelreich. ( bäudenkes.) Die apoſtlen feine mit froͤdt ſpꝛicht Lucas / von de rat gangen / das ſy würdig fein geweſen / gelitten vmb Jeſus willen. Diſe ftein haben fie mit froͤdẽ and genomẽ. Alſo leſen wir von einer frum en frauwen / da einander boͤß weib ir vbel flůcht wind vil boͤſer woꝛt zů ir warff / da hůb fie den gerẽ vff vnd ſpꝛach / würff red lich / diſe ſtein empfahe ich mit froͤden weren ſle guldin vnd zuckerſtein pꝛach iſt ein volkomne froͤd / wã wir it gedult tragen rider wet ibeft-VDieleffen in der fjen in dem altuetter bůch von ſiben b:idern/ die wu den vertriben von dẽ Amaſoner kamẽ in Sithia in der wüſte / da wolten ſie die ſũ⸗ ben tag da beleinander wonen / ſich verſů chen ob fie beieinander moͤchten bleiben / ð alteſt vnder inẽ hieß Nuß / der ſpꝛach red keiner mit dem andern / oiß ſonnttag hal ten ſilencium giſe wochẽ / nun was ein abs got in der wiſte vff einer ſaul / alle moꝛegg fo gieng der apt Nuß / vnd warff vil ſteln zů dem abgot. vnd am abẽt ſo gieng er zů dem abgot vnd bat in das er im verzeltze das er in verſteiniget het. Die andern bil der haten ein wunder darab / warumb er es thet / da der ſontag kam / ſie frageten in warumb er das gethon het. Er ſpꝛach ws gab er im zů ant wurt / da ich in warff am abent bat ich in darfür. Sie ſpꝛachen wir hoꝛten nichts das er ſpꝛach. Alſo ſpꝛach ð apt Nuß / vie der abgott nit vngedultig iſt geweſen / da ich in in warf / auch nit hof fertig / da ich in dafũr bat vñ myn ſchuld gegen im ſpꝛach. 1145 9 Alſo neliſſen wir auch thůn / dz wir mit gedult leide was man vnß vnrechts thůt nicht murmlen vnd nicht hoffertlg ſein / wan man ſich gegen vnß erkennet. Das ſolt nicht allein in cloͤſtern fein / auch in al len hüſſern / wa die menſchen beieinander ſein / i in einem ieglichen menſchẽ in fund derheit. &. Hon weg Narren. Es hat ieglicher weg ſeine zeichen vnd ſei ne knoͤpff an den hurſten. Der narrẽ weg iſt gleich dem weg der voͤgel / der iſt follen ſtrick doͤꝛn vnd diſtel dabei man in erkẽt. arumb wa du da eins doꝛns vnd eins ſtricks ine würſt / ſo züch bald den fůß hin derſich vnd wüß das / das der narren weg iſt der dich fürt zů der narrenkappen / nit acht wie vollen blůmen er ſunſt iſt. Der doͤꝛn ſeint. vl. Der erſt iſt falſch fein vil be triegen vñ anhin fürẽ. Der and ſich ſelbs für das end Babe, Der. iii. vngern wöllen ſterben. Der. iii. nit getruckt fein. Der. v. nit überwunden ſeint. Der. vi. vnden wöl len ſein. Der. vii. mit willen nit gehoꝛſam fein, Der acht aroeitẽ vmb ſeins nutz wil len vñ warnẽmẽ was nutz võ eim andern kum. Der. ix. gern eer vñ reuerẽtz haben / Der. v. ia foͤꝛchtẽ ſchãd v. dachtũg. Der xi. liebhabẽ růw on fulkeit. Der. xl ſůchẽ ſeltzãme hübſche dig. Der. vii. ſchühẽ vs grobe ſchlechtẽ dingen. Der. dali. zeitliche ding anſehẽ. Der. x v. freuwẽ zů irdeſchẽ ding. Der. v vi. trurẽ zeitliche vluſt. Der. x vũl.zürnẽ võ eim cleinẽ ſchmech wort. I x viit. geitig ſein. Der. vix. lieder nẽmẽ 94 geoẽ / der. xv. liebhabẽ ſun lich eigẽ dig / ð pvi. creaturẽ geneigt ſein /ð. xvii.geneiget ſein deim eigene fleiſch. ð. xxl, geneigt jet zů üppikeit / ð. xxiiii· geneigt ſeĩ daraffter zelauffen / ð. xx d. gern etwz kurtzweil habẽ darein einer fein luſt hat / ð. xx vi. alle dig thůn vmb gewins willẽ / ð. xx vii. nüt vm ſunſt thůn / vmb ein gleiches oð vmb eins beſſerẽ / nitt hoffen lob oð gunſt hoffen zů ũderkũmẽ für gůtheit / ð. xv viii. vil wege eigẽ geſchicht vñ gabẽ begerẽ / ð. vxiv. ſich freuwẽ võ vil freũden / ð. vy v. gloꝛierẽ vo adel vñ der ſtat vñ der geburt / ð. vxxi. ku tzen ſtrychẽ dẽ reichẽ / ð. vvxii. anlechlẽ die gewaltigẽ / ð. xx viii. ſchmeichlẽ zů ſeins ge leichẽ/ð. vxxili. bald clagẽ vñ trurẽ vom mangel leidẽ / ð. xxv v. alle ding zů im bie gen / ð. xxv vi. fürſich fechtẽ / ð. xxx vii. bes CCVII Alus Perdam ſaplentiam ſapieutus.) Die doͤꝛn ſeint ein zeiche des verflbd erterychd von Ve got pꝛach zů Adam / wã dũ das erterich wol buweſt⸗ N würtes.dit Aftel beinge vi 8021. Das erterych iſt vn fer natur die vergifft iſt von vnſerẽ eigenẽ nutz vñ boͤſer begirdt daher diſe ding alle 8 di fe ding feine. Das da nit iſt der recht weg Aber voͤgel ſtrick / darũd ſo heb die füß vf Der menſch meint ettwã es ſein der recht weg. Vnd aber ſo gat er zů der verdamp⸗ nüß. CThiſtue ſpꝛach alſo / wer ſein ſel lieb hatt yn diſer welt der verlürt fie, Laſſen vnß got bitten a An dem freitag voꝛ dem Palmtag / geprediger, Er wegder weil g beit der dich fürt vnd weißt da der weiß heit vñ zů 3 kron ü xen in de knoͤpfen. Der erſt knopff iſt einfeltiglich wan dlẽ vñ ſich hů⸗ tẽ voꝛ aller geſtalt iemantz betriegẽ woͤllẽ ð.ii.alle ding vm̃ gůtz willẽ thůn on in im entlich woͤllẽ růwẽ /d. iii. lernẽ wigfts eige⸗ ner empfintlicheit vñ boͤſe gluſt ertoͤdtẽ in im /d. iiii.ſůchẽ vndẽ ʒeſein / ð. v. begerẽ zů nber wũdẽ werdẽ / ð. vi. nit woͤllẽ bꝛuchẽ eig ne freyheit vñ lieber gehalttẽ zeſein vnd ð meiſterſchafft / ð. vii. begerẽ liber niemãtz zeherſchẽ. Ader alwegẽ vnð got zelebẽ zeſtõ vñ sefein vñ vm̃ gotz willẽ geneigt zeſein al lẽ mẽſchẽ vndertenig möge zeſeĩ / d. viii. me begeren wz villẽ mag gůt vñ nützlich ſein dan im ſelbs/ der. ix. alle eer vñ gloꝛi trüw m * lich got zůgeben / ia vmb Jeſus willen moͤ gẽ ſy ſchmach vñ ſchand leiden / ð elfft nit mögen mütſſig gon / gern alwegẽ etwz thũ. der z woͤlfft luſt haben in ſchlechtẽ demüti⸗ gẽ dingẽ / der dꝛeizehẽd ſcharpffe ſchlechte cleider nit vachten / ſy wol mogen tragen / der vierʒe hẽd zeitliche dingẽ nit anhauge/ der fünffzehẽd fre wẽ võ irẽ gewin / ð ſechß zehẽd nit betrübt werdẽ yn irem bluſt / wã fein ſchatz vñ fein freud hat er in de him̃el geſetzt / der ſũbẽzehẽd võ herten worte nit. bitter werdẽ / der achtzehẽd gůtig ſein / der neunzehẽd vꝛteilẽ das es beſſer ſei zegeben dan zenemmẽ / der xy gemein ſein eigẽheit fliehẽ vnd in wenige contẽt ſei / der xvi zů got vñ tugẽt gezogẽ werdẽ / der xxii fleiſch liche begird haſſen / der xpiii die welt flies hen / der xxüii faſt daheim blybẽ ſich ſchã mẽ offenbar geſehẽ werde, der xxx ſůchẽ vnd allein woͤllẽ in got getroͤſt werden yn dem obereſtẽ hoͤchſten gůtt/ der xx vi nüt zeitliches ſůchẽ kein lon begeren dan allein got / der xx vii. nit me zeitliches begeren dã als vil eim dienẽ mag das himmelreich ze überkummen / der xxvüi nit achten wz die menſchẽ ſagen von ſeim thůn on lon &. wan er ſie vmb gotz willen thůt / der xxix fein feind lie bhaben vnd võ ſeinen freun⸗ den nit hoffertig ſein / der xxx nit achtten der ſtat noch der geburt / es ſei dan groſ⸗ ſe tugem darin / der xxxi mer dem armen gũnnẽ dan dem reichen / der vppii me mit leiden haben mit eim vnſchuldigen dã mit eim gewaltigen / ð xxxiüi ſich mit eim war hafftigen me frewẽ dan mitt eim betrieger ermanen die gůten noch beſſer zewerdẽ vñ durch tugẽt ſich glychẽ gotes ſun / ð xxxilii feſtẽtlicharmůt tragẽ / der xxxv alle ding yn gott ziehen von dem ſie vßgangẽ ſeint niit gůtz ym ſelbs zůlegẽ / noch nüt ſtoltzes ſich vermeſſen / der xxxvi mitt niemantz kriegen fein duncken nit anderen fürfese under yn aller verſtentniß ſich der goͤt lichen weißheit vnderwerffen / der xxxvii nit achten der nũwen ding / nit ſeltzamme ding woͤllen vᷣſton / der xxxvili die ſin zem men / der vxxix eigens zeigen vnd wolge⸗ fallen wöllen meyden / der xl was zeloben wer vnd würdig zůuerwunderen / verber⸗ gen vnd von allen dingen vnd früchtẽ te. ꝛdinen zů dem lob vnd der eer gottes vñ nit woͤllen weder ſich noch das fein gelobt werden. Aber gott wil gelobt ſein yn allen ſeinen gaben / der vnß alle ding gibt võ ſy ner gnad vnnd liebe. O lieben bꝛüder diſe gnad iſt das übernatũürlich liecht vnnd ein ſundere gnad vnd gab gottes vñ ein eigẽt lich zeichen der vſſerweltẽ / ſouil der natur me vndertruckt würt vnnd über wunden / ſouil me genad yngoſſen würt. Das iſt das Chꝛiſtus ſpꝛach. ( Niſi granum fru⸗ menti) Es ſei dan das das / welſſen koͤꝛnle im erterich ſterb⸗ / fo bꝛingt es kein frucht wan es todt iſt ſo bꝛingt es vil frucht / vñ wer fein feel verlürt der würt fie doͤꝛt fin⸗ den Pſalmus benedixiſti domine tertu.) Du ſpuchſt alſo ſeindt diſe knopff eim menſchen nott zů ſeiner ſeligkeit. Alſo wer ſie nit hat yn dem weg ſeines lebẽs / dz der iſt off dem weg der verdampniß. Ich ant wre kurtz nein. Es wer dan das einer ſich frembd machte von goͤtlicher liebe vñ des nechſten die zehaben iſt ung nit ein ge bot. Aber wer die ding nit haltet der gat nit den weg z i der volkummegheit der goͤt lichen liebe / wer zů der ſelben volkummẽ⸗ heit kummen wil der müfte den weg gon. Alſo ſol man es auch verſton von den di⸗ ſtelen des voꝛigen wegs. Mas iſt der weg zů der weißheit / L yß doctor oꝛanß narren ſchiff. Es waren etlich die hetten lieo Pe⸗ nolopen vnnd durch ire iunckfrauwen vn derſtůndent fie sis ir zekũmen. Alſo durch tugent müſſen wir kummen zů der weiß⸗ heit. Das iſt die doꝛheit diſer weldt die ein weißheit voꝛiſt. Item wit pꝛedigen Je ſum ein ſtruchſtock den iuden. Aber den heiden iſt es ein narheit. Aber dẽ berüfftẽ Hog tiſch Narren. eden vnnd den kriechen CH:iftum die welßhelt vnd krafft gottes (i. Coꝛinthioꝛum.i.) Wir woͤl len got bitten . An dem ſamſtag palm abent. Gepꝛediget. Von tiſchnarrea. 4 Je. cvii.narren ſchar 5 7 Nit tiſchnarren. Es ſeindt die die da a, ſich vnuernünfftiglich halten ob der nenſchẽ tiſch oder ioch ob gotztiſch. Ein weiß menſch ſol ſich an beiden oꝛtem erſam⸗ lich halten. Von denen wil ich reden diſ zeit / wã die menſchen off das öͤſterlich zeit nach der heili⸗ gen gebot ſich rũſten das heilig ſacrament zůem pfahen. Vnd das euangelium hür ſagt vs geſtẽ da mengerlei zůtiſch gelegen feine Chꝛiſtus / vno iudas vc Vnnd diſe tiſchnarren erken ich ynn zwoͤlff ſchellen &, Von der erſten ſchellen. | | | ] ſchgõ on geweſchẽ Bed iſt nit fünd 5 Ju: lbergroffef ae Ceva Ad el iſt die hend nitt we⸗ ö ſchẽ / das iſt yn hoͤffen vnd in allen hochzeit⸗ ten gewonhelt das man zům erſtẽ ee mã ißt die hend weſchet / vñ eim geſchetzet för ein grobheit ð es niet thůtt / wiewol es kein fünd iſt wie⸗ wol die iuden das für ein find het tẽ als voꝛgeſeit iſt zů eĩs mẽſchẽ ti⸗ 11 on on geweſchen hend. 8 wirt ð ſund zůgleicht die Chꝛi ſtum haben gecrũgget. Ja ſpꝛich⸗ ſtu. was iſt das weſchen / was ĩiſt dz waſſer / was iſt die zwehel da man ie hend antrückt. Sas waſſer iſt der rüw. Das weſchen die beicht. Sie sweßelife genägBün, Siſe dꝛũ ding můſtu haben die hend ze weſchen wie hernach volget. Das erſt iſt waſſer des ri wẽs / vñ lůg das dz waſſer des rüwes ſy warm waſſer/ſuber . bitter vñ lebẽdig. Es ſol heiß ſein võ ð hitz goͤtlicher liebe / dein miß⸗ fal ſol heiß fein võ ð ſünd / deĩ rüw ſei vß ð liebe gotz vñ nitt allein vß foꝛcht ð pen als die vᷣdamptẽ/ vnd gemeinlich geſchicht im todt da ein rüwet das er diſe zeitliche lüſt vnd nutz verlaſſen můſt / dz waſſer der rũw iſt kalt vnd gefroꝛẽ. Das waf fer des rüwens fol ſuber fein / hut dich das du nitt habeſt ein fürſatz zeſünden / vnd die veroꝛachte ſünd nit zelaſſen vñ nit behalteſt vꝛſach offenlich der ſünd / dann diſe ding machen das waſſer vnrein vnnd trüb. Das waſſ er des rü wẽ ſol bit ter ſein / vñ ob die bitterkeit nitt iſt in der ſinlicheit / ſo ſei ſy doch in dẽ m u * A] | Die. cv. Scher | willen ſein. O wolte gott das ich es nit het / des beichters vnnd des beichtkinds te gethon / wã der rüw yn der ſinlicheit iſt Der beĩchter fol die belcht nit o i nit in vnſerem gwalt / auch fo mochte er ze mem fal/ñõ uil groß ſein. Es iſt auch nit not das vor do vnnd ee die hel wolteſt erwelen / dan jun / vff die hend ſchenckt/ ſo ſoll man es nider dẽ. Das waſſer des rüwẽs fol lebẽdig fein vnnd heimlich thůn. Bier vnnd wein ſoll es fol ſtetz flieſſen. Alſo wan du gedenckſt man hoch inſchencken das es klinglet vnd darã / dz du got erzürnt haſt / ſo ſol es dir ſchumet. Zů dem vierden / ſo ſol beicht ge leid ſein. Wan wen es dir nitt leid wer / ſo ſchehẽ vor dem richter, Der richter yn der thetreſtu der glychen als wer es dix lieb dz beck er bapft/oder der biſchol du es gethon herteſt. Selig iſt der men der pfarrer / oder ein ieglicher der rechtlich ſch der das waſſer hat yu ſeim gießfaß. d Ja wa ſchoͤpff ich das waſſer / mein hertz wel Abe iſt Gert als ein kißling. Bit den herren Je von wel ö tempfaße ſum. O herr Jeſus ſchlach mein hertz mit ſplcht Berſon / ceteris paribus. So iſt es deiner růtẽ das es flleſſe. Als da Moyſes zumbeiten deinem oꝛdenlichẽ p ſchlůg an dẽ felſen vnd waſſer heruß floß. en: 34 dem erſten vm der gehoꝛ⸗ Schlach du dich ſelber auch mitt der růt; ſamkeit willen. Zů dem anderen das du aber erworben &. A gender iſt weſchen der beicht. Es feine die die alſo zů der beicht gondt vnnd an züga T hit genug / wa ben / ſy zeigen es nit gern. Sie fliehẽ dz we maũ m End zwpfliche Sing end vm Vann wer waſſer vff die hend gũßt | S. er iſt rit karg / er laßt ſich waſſer nit du weſchen. Ettlich hindert weiflung / fie ren. Zů dem dꝛitten beicht fie heimlich achten ire ſund fo groß das fie ſpꝛechẽ mit Hon tiſch Narren. caim ſpꝛechen got moͤge es nit vergeben. Die ſeint gleich den gerweren die achtten nit die hend zeweſchen / wann ſie wol wüſ⸗ ſen das ſy die roten negel an den fingeren nit weiß weſchen &. Das eier iſt die hend trůck nen an ein zwehel / das bedeut genůg thůn / die ſol na⸗ he gon da ſey der / der die handz wehel dar beutet ſei fürſichtig er fol ſehẽ das die bůß vnd penitẽtz die er gibt dz ſy nit zeſcharpff zeruch vnd zeſch wer ſei / das er ſy gern ver bꝛinge die handzwehel. Vnnd frt weiß das es oeſſer iſt das er ein mẽſchen mit cleiner büß yn das fegfuer ſchicke / dan mit groſ⸗ ſir bůß ynn die hel. Aber du bꝛůder ſich zZů das du fie bald hie rruͤckneſt durch ges dult zetragen oetrübniß vnnd widerwer / Es iſt ein reterſchen / ratt was iſt c / thůt ma es fo geſchicht es /thůt man co nit ſo geſchicht es dennocht.¶ Es iſt die hend trücknen / trückneſt du fe geld es /trückneſt du ſie nit fo geſchicht es den⸗ nocht / dan ſie werden on das von inen ſel ber trucken. Als hie auch / thůſtu hie nitt genũg für deine ſünd / ſo geſchicht doͤꝛt ge⸗ nüg darumb / aber mit groͤſſerem ſchaden Wann ym fegfuͤer iſt gar herit genůg ze⸗ thun. Darumb fo bit gott das er dich hie bꝛen wind hie zer ſege / allein das er dir ewiglich verzeihe. Selig iſt der / der hie genůg thůt. Darun d ſo ſeient gewar⸗ net die / die anderen zůſünden bꝛingen. Item die die offentlich vnnd vnrechte krieg füren. Vnd die die vnrecot lüt erhoͤ hen zů empteren yn dem geiſ lichen rt. Item die hoffertigen yn ſymonei vnnd wuͤcher / oder rauber. tem die vnrechten patroni / vnd ads uocaten / notarien in falſchen rechtlichẽ ſa⸗ chen / wan die moͤgen ſelten zů der zwehe⸗ len denüg zethůn bꝛacht werden. Jetzund zů dem letſtẽ das wir end ma⸗ chen / welcher diſe tag wil gon zů dem tiſch gotz der ker allen fleiß an / das er nit mitt CCI vngeweſchnen henden zůgang / er lůg vm̃ das waſſer des rüwes wie geſeit iſt / vnnd weich ſich durch die beicht vnd thů genug vnd trücẽne die hend / das du erwirdiglich moͤgeſt gon zů diſer koſtlichen ſpeiß / wan vnd triuck vs kelch / Nohãnes oapriſta wz geheili get in můtter leid / der erſchꝛact da er dem herren fein ſtirn anruren for. Ja ein riemen am ſchůch. M Dreamer wa wiltu Bin Marcus der hũw ym ſelber ein tomen ab. Die iuden bereiten ſi | ir opffer wöllen opffeten vnd diß iſt da groͤſt opffer. ¶ In keines Fürfren Hof man si dem tſſch mit vngeweſchen heden vnd du wilt vngeweſchen zůgotz tiſch gon alles das man zů dem ſacrament bꝛucher iſt ſuber. Der kelch alttertücher vnd kent⸗ bꝛot gab. Vnd ſp: ach zů ſantt Peter weſch ich dich nit / ſo haſtu kein teil mit mir / vnd allein darumb das es not iſt voꝛ ſich ſube arumb bꝛũ der groß weſch 8 dich voꝛ das man dich nit hinuß ſtoß. Nun laſſen vnnß gott bitten durch fein m iũ Die. cvVn. Schar An dem palnitag zůgõ / ſo moͤcht er nit darzů kummen / wie - vil minder yn der cleinen zeit vnſer berei⸗ Be a tung / ond laß fein dz du dich nach der bei doctoꝛ Johannes Gei cht trü wlich habeſt gebꝛucht yn tugenden er võ Reiſerſperg vnd wüſſeſt kein todtſünd off dir vñ haſt Von der anderen 0 chellen. ein fürſatz nitt me zeſünden. Nüt deſter Bee minder / ſo iſt der herr gerecht er wil mitt ma Die ander ſchel dir rechten vnd ſein ſchuld bezalt haben / it ſich ſelbs zůobereſt ſetzẽ / ſo moͤchteſtu es nit erleiden nach eins ver⸗ oder mit den fingeren in die antwurten für tuſetten / we dir wa du nice A Büffel für ein anderen greif mit barmhertzigreit geurteilet wũrſt. Wz fen / wa man bey erberen leutten ſemliches weiß ich oder du von vnſeren ſünden. Ich ' hab villeicht verdient das ich mein fünd nit erkennen ſol / wann mein geiſtlich gefis cht hab ich et wan dick mißbꝛucht / wan ich hab vil gůtz geſehen thůn / das ich zethůn dal verſchmoͤcht hab. Wann du alſo demütig biſt / ſo ſpꝛicht dan der herr (Amice aſcen⸗ e wer zu de) Freund ſteig vff baß/ dan ſobiß gehoꝛ wil gon / was iſt die nidereſte ſtat. Es iſt ſam er zůcht dich als ſpꝛech er zů dir/biſtu dich vnwirdig darzů erkennen. Betracht ſiech kum ich geſundt machen &. das von goͤtlicher gab / vnd nit von vnſer A Sg teil zehaben in dem heiligen ſacramẽt |N> nit verloſſeſt oder daruff hoffeſt / wan di biſt mit den. ůt nider geſeſſen / fo geſegnen wereſt hoffertig vnnd Fern der flůch uber die ſpeiß vñ bet ſpꝛich / geſegnet iſt der der dich / der da kumpt über den der fein hoff da kumpt in des herren nammen. z ler nung ſetzt yn ein menſchen vnnd wurdeſt vor dem volek hüt vnd von den kinden / falle. Als einer der fich lenet vff ein roꝛ ſte lob feiner gůttet die er dir vnd anderen ge cken. Exken das alle vnſere gerechtigkeit thon hat. Du ſpꝛichſt ia was ſol ich bet⸗ feine wie eins maltzen ſchweiß thůch oder ten. Wa. dir gett in gibt. Sprich herr ich Pannus menſtruate / wie gethoꝛen wir ã bin nit würdig / das du gãgeſt vnd mein voꝛ got erſchynen vnß mit ym zeuereingẽ / tach. Spꝛich ein woꝛt / ſo würt mein ſel ge wan ein menſch ſich tuſent iar bereittete / ſund / betten bedarff nit ville woꝛt. Aber das er würdiglich moͤchtte meß habẽ oder im hertzen erſůfftzen. Als Job ſpꝛach (An Von tiſch narren tequam commedo ſuſpiro) Ee ich iß ſo er erfäffse ich. Bit got das er dir die finſter⸗ nüß erltichte / vnd er dir zeigen woͤl ws im in dir mißfalie / vnnd das geſchicht yn diz ſem zůgon / wan du yn haſt gebetten dz er durch fein barmhertzigkeit wel erfülle wz dir bꝛiſt eintweders du wirft erleuchtet / das deine heimliche ſünd werden dir geoff net / vnd dan fo rũw fie werden fie dir ge⸗ offnet / ſo werden ſie dir verzygen oder zů dem minſten werde dir nit geachtet flir ein nüwe ſünd. Item Magdalena vnd die anderen andechtigen frauwen / da ſie den leib Jeſus ſůchten da trůgen fie gůtten ge ſchmack bei inen vnd gůt waſſer. (Luce. xx vi.) Alſo wir wan wir zůwoͤllen gon / ſo ſol die andacht des gebets voꝛgon / ob wir nit genůg bereit weren du h faſten / vnd beichten / das dz opffer des gebetz dz erfül. Von der vierden ſchellen. Ze Hie vierd ſchell k iſt die ſpeiß erfaren an dz flei Iſch ſchmeckẽ / das můß erleſ⸗ 8 fen die ſpeiß / erneiſen ſie / vꝛ⸗ teilen ſie / das iſt ein grobhe . t vnd ſtot nit wol · Dz thũn in deim huß wer ein bürſch heit. Vnnd wan du zů derm goͤtlichen tiſch gaſt / ſo erfar auch nit diſe koſtliche ſpeiß. (Qui ſcrutatoꝛ eſt maieſtatio, wer da wil die maieſtat erneiſen w irt von eeren ges ſtoſſen. Nit erfar wie gůt die ſpeiß ſei vñ wie Chꝛiſtus da ſei vnd wie es müglich ſei Glaub einfeltiglech diſe ſpeiß ijc dir gnůg gekredentzet / glaub dem würt er iſt kein lů gnet / er iſt warhafftig. Er iſt die warheit vnd kan niemantz betriegen. Er ſpꝛich. dias iſt mein leib. Sarumb ſo glaub ym. Item. Es iſt durch fo vil zeit kredentzet/ vnd bewert durch ſouil geſchꝛifft / vnd le⸗ rer vnd heilgẽ das es ein groſſe doꝛheit iſt daran zezweiflen vnd erfaren woͤllen / nitt woͤlleſt es durch deine ſin erfaren / nit heb die naß darzů alle ſin werden betrogen / ſe CC& hen / hoͤꝛen / ſchm ecken / verſůchen / einpfin den. Sy vꝛteilen als es ſei / da bꝛot das ſei ſüß / wolriechent / weiß / von welſſem gema cht. Aber es iſt nit / wan dz iſt kein bꝛot / es iſt verkert in den leib Chꝛiſti. Die geftalt vnd die ſpecies ſeint da blyben. Nim ein gleichniß von eim ey / wan es vß gebꝛüttet iſt von der hennen / ſo iſt es kein ey. Wie⸗ wol die ſchal da iſt / ſo iſt doch kein dotter da. Es iſt ein hünle da inwendig. Alſo hie auch /hie iſt die geſtalt des bꝛotz die ſch al. Aber dotter / das bꝛott iſt verwandlet vnd allein mag der ſin des menſchen hin zů kummen. Ja auch die vernunfft vnnd alle kunſt Mathematica Loica Phiſica. Es iſt auch etlichen gezeigt woꝛden durch geſicht das es alſo iſt. Als ſanctus n, nicus künig zůfrauckreich. Item Hugo in de ſancta victoꝛe/vnd vil anderen. Du ſolc aber einleltiglich glauben ¶ Tt ſi ſen⸗ us defficit adfirmandum̃ co:. ei dem liecht des glaubes / [o vꝛtell das ſacrament nit bei dem liech fünff ſin nen oder der vernunfft. Es iſt mit vil mi kaculen beffediger worden, Als ſant Gꝛes goꝛſũd da ein fraw zwyflet / da ward dale ein 0 er gleichen oil. Laſſen vnß In dem montag nach Palmarũ. Gepꝛediget vo dem hochgelerten vnd gotzfoͤ chtigẽ doctoꝛ iohãnes Get ler von Keiſetſperg. Von der fünfften ſchellen Die fünfft ſchell KT. ſunt / wann wol füwen ym mund iſt ſchier die erſt vᷣteuwung. Alſo wã du gaſt ſitzen zů dẽ tiſch des herrẽ / ſo hüt dich dz du diſe goͤtliche ſpeiß niet ongekũ wet eſſeſt / dz du nit der ſüſſe vnnd frücht des ſpeiß berau⸗ m iii / \ Die. cvn. Schar bet werdeſt / das iſt auch ein vꝛſach. Dar⸗ umb etliche die ſüſſe nit empfinden des fa cramẽtz / wie wol ander vꝛſach me da ſeint. Du ſpꝛichſt was iſt die geiſtliche küwung diſer ſpeiß damit ich ſyner ſüſſe inne wur de. I b weiß wol das du nit redſt von der leiblichen küwũg der ſpeiß / wiewol die ſel bige auch mit beſcheidenheit ſol geſchehen das kůwen / damit nit etwan ein ſtũckle in den zenen hangen bleib / das man es als er ſamlich abhin ſchlucke. Was iſt aber die geiſtliche kö wung. Ich gib dir ein kurtze antwurrt. Es iſt nüt dan die betrachtung / wan kü wen iſt nüt dan ein ding mitt den zenen teilen vnnd zetreiben vnd betracht⸗ ten geiſtlich. Diſe ſpeiß iſt nüt dã dick ges deneken ym gemũt ſeiner gůttet / liebe vñ kraft. Vñ das man alſo heruß ſug die ſüſ fein dert er es vnß hat gebẽ das ſacramẽt de ı menſchen. Ja was ſol ich aber gedens cken das ich es geiſtlich küwe. Zů dem erſten betracht vad laß dich ver) wunderen der görlichen krafft vund auch feiner almect tigkeit &. Item ſyner goͤtlichen weiß heit vnd güt tigkeit / vnd feiner barmhertzigkeit es wer zelang die alle vſzelegẽ. Es feine darnach vil geiſtli ber menſchen die es wol küwen vnd haben dennocht kein ſüſſigkeit darin das hatt auch vil vꝛſachen die ich ietzund nit ſag / die findſtu in doctoꝛious. Laſ⸗ fen vnß got bitten &. An dem zinſtag nach dem Palmtag. Gepꝛediget. Von der ſechßten ſchellé. Tie ſechßt ſchell iiſt on hũger zůtiſch gon. Wer on hunger ißt / der iſt vnlu⸗ Al ſtig vnnd treit wenig gůtz ges ſchmacks darus / als du wan du wilt gon zů dem tiſch gotz / ſo gang nit hinzů on ein geiſtlichen hunger. Das iſt on geware be⸗ girdt zů dẽ ſacrament. Vnd ich ſag merck geleich on ein geware begirdt / wann es iſt ein zweifeltiger hunger geiſtliches / einer iſt war der anð iſt falſch. Der erſt iſt fal⸗ ſch vff den laß dich nitt / was iſt der hun⸗ ger. Ee iſt da ein menſch etwan ein groſ fe begirdt hat zůʒegon vnd empfint etwan ein ſüſſe im eſſen / er kan rotz vnnd waſſer weinen / er hat ein empfintlichen rüwẽ ym hertzen vmb ſeine ſund. Vnd der gleichen durch die ding / ſo wollen fie verſton das inſpꝛechen gotz. Ich ſag aber das man ſich off die ding nit laſſen ſol vß ſüben oz ſachen die ich dir ſagen wil. A dc erſten vmb der vn wiſſen heit willen / du we neſt diſe ding ſeient võ inſpꝛe chũg gotz / ſo iſt es als bald võ dem tüffel da. Es iſt ſicher das der tüffel ein luft hat in der enterrũg vnd ſchmehãg gottes / wer zwei det nun daran dã das der tüffel die trybe dick zůzegon / die er weißt das fie vnwir dig feine vnd damit got ent eeret werd / vnd ſei inen das vꝛtel eſſen vñ trincken. Meinſtu das iudas von inſpꝛe⸗ chung zũ ſei gangen. xi — Zů dem anderen vmb betten willen / wan du mit eim ſicheren zeichen erkanteſt wan dir gott inſpꝛeche vnnd wolteſt dich daruff verlaſſen vund warten biß das dir got das in ſpꝛechen geb / das wer gott vers fůcht / aber es gehort keim geiſtlichen oder erberen menſchen zů sc. Zů dem dꝛitten dz es die ſůſſigkeit nit haben iſt / nit ein zeichen der vngeſchickli⸗ cheit zů den. ſacrament zegon / wan es gat mencher zů / der die ſüſſigkeit nit hat / vnd iſt ynn eim groſſen ſtadt der genaden. Es kumpt dick vnd vil das die menſchẽ an ſemlicher ſuſſigkeit gehindert werden on ir ſchuld. Ja mit groſſem verdienen als alte menſchẽ vnd Trancken/ vnd todt / ſiechen mẽſchẽ die dennocht widerumb vff | |—— Hon tiſch narren; kummen & ſolt man die hinderen am far crament / es wer ein ſünd vñ ein grimmig keit. Zů dem vierdẽ ein mẽſch vm̃ Terms licher empfintlicher ſüſſigkeit willlen fol er nit ſicher ſein / das er darumd meine wolt das er deſter baß bereit ſei zů dẽ ſacramẽt zegon / wan die ſůnder et wan von hertzen rüwen vnd weinen / vnd habẽ ein ſüſſe be⸗ gird zebettẽ / vnd halten noch frembd gůt vnd tragen neid vnd haß / vnd habẽ noch liebe zů diſen weldtlichen ſachen. Zu dem fünfften / ſo kũmẽ ſemlich inſpꝛe che vñ ſüſ fe etwan on genad / als in den heiden / iudẽ vñ ketzerẽ / die in iren oͤpfferen vnd ſitten vnd gewonheiten trehen vergieſſen / vnnd mit hertzen die ding thůnt / vnd habẽ kein gotzgnad als einer der in der kegerei gebo ren iſt. Darumb iſt es vnfich er ſemlichen ſũſſigkeiten glauben geden . Et wan fo kũ⸗ men ſie mit gotzgnad. Aber nit alwegẽ vß gotzgnad / als yn dem einfeltigen ſchlechiẽ menſchen die etwan bewegt werden vñ ge⸗ fürderer zůgůtem andach: von ſüſſem ges ſang im choꝛ / vnd von andechtigem oꝛge⸗ len. Diſe ſüſſe ſol man nit gãtz verachtẽ/ befunder in den anfahenden meſchẽ / man fol ſich auch nit ze vil daruff lenen / wan es ſoꝛglich vnd vnſicher iſt. Etwan ſo ſeindt ſemliche ſüſſe vß gnaden gotz / als da ſeint die trehen der heilgẽ / der evempel ð die ge⸗ ſchꝛifft vol iſt / vnd wau ſchon ſemliche be girdt võ got ſcheint / fo iſt not das ein mẽ⸗ ſch fürſich ſehe / wan fie feine villen mẽſchẽ geſein vꝛſach grujfer irrung / wã wen mã den knechten gebe des bꝛotz das man den kinden gibt / woltẽ ſie darumb wenen das fie kinder weren / ſo mißbꝛuch te ſie die g. vnd wurden betrogen. Alſo haſtu võ dem erſten hunger / vñ folgt hernach ð ander. Er ander büger z iſt warhafftig vnd ſteiff / wle⸗ wol er nit wlürcklich iſt vñ ge⸗ gẽwürtig / er ſteckt aber in dir CC er iſt Habitualis/ynn zügniß gůtter cond ſcientz. Ja wie erken ich dan das er in mir iſt. Es ſeint ſüben zeichen. Das erſt iſt dz dir dick vnd vil miß fallẽ dein eigne find vnd anderer menſchen auch. Das ander iſt begirdt ʒů den ſcelen. Das dꝛitt haſſen vngerechtigkeit. Dz vlerd iſt ſtette Teig tigkeit / ond ſich ſelbs verachten. Das · v. begirdt himmeliſcher begirdt. Das ſechßt ein bereit gemüt zemanglen aller der ding die in der welt ſeint / von gort wil zeleiden was gott verhenckt ber dich zekummen. Das fübent verachtung vnd flucht üppi⸗ keit vnd weltliches lob / vnnd od ſie ſchon keinen nit woͤlleſt mit luſt vnd frendẽ dar⸗ in blyben. Diſe ding vñ der gleichen mag man nit habẽ on ſundere gnad got des her ren vñ feiner ſůſſigkeit. Hie wer noch vil zeſagen von der ſüſſe / die da heißt Habi⸗ tualis vnd Actualis / vnd laßt ſich nit ze teutſch ſchꝛeiben vnuerſtẽtlich dem gemei⸗ nen man de. Taſſen vuß got bitten. An dem mittwo⸗ chẽ in ð kar wochẽ. Gepꝛediget. Sie libent ſchel . der tiſchnarrẽ iſt den grinde We kratzeẽ. Es iſt ein groſſe narr as beit oder grobheit ob dem ti 4 ſch floͤch / oder lůß ſůchen vnd ſich kratzen ym haupt. Alſo geiſtlich zůwerſton / wã du zů dem gotztiſch gaſt / fo du ietz dz hei: lig ſacrament empfaßen wilt / ſo kratz nitt yn der rud der ſünd / du biſt voꝛhin geſal⸗ bet mitt der ſalb des rü wen / vnd auch deſ gleichen geweſchen mitt der beicht / vnnd auch geſtrelt mit dẽ ſtrel des gnůg thůns arumb ſo ſol man ſich nitt bꝛuchen mit fündlichen gedencken an dem oꝛt⸗ Aber man ſol alle krafft zůſamen leſen / vñ auch vnjere gedencken richten in Chꝛiſtum den herren den wir empfahen woͤllen vnder der geſtalt des bꝛotz / das wir mitt gegen⸗ würtigem andacht mit vnſerm mid em⸗ Die. cvn. Schar pfahẽ / wan dz ſacramẽt wirgt fein werck nach dem es empfangẽ iſt vn nitt veꝛan⸗ i fol der m̃ẽſch in feiner an 5 dem minſten gegen dem liecht des glaubens vnd Herfursiehe die ar tickel des glaubens en die ir all wol wiſſen vnd ſpꝛechẽ ſie ym glauben die betracht / vnd hab ein luſt dar yn nach dem vñ dir es got gibt / haſtu kein liebe vnnd andacht darzů / ſo beger es ze⸗ haben &. Von der achten ſchellen. Gie achttelchell — iſt 7 5 andern lütẽ es I bꝛingẽ / Es weiß iedermã wie IST: . dbelee ſtot ſich füllen vnd an der leut reitzẽ zůſuffen. Alſo im eſſen auch da mã ein treibt zůe ſſen. Als wolt mã ein wirft füllẽ alſo ſtoſſen fie in ſich. Alſo Bier du dich by gotz tiſch das du nit woͤlleſt zů o feint etliche gotlerin / beginen 5 go as Ste ſehen anderleut zůgon / fo wolle ſie ynen gleich ſein / das man nit wene fie ſeiẽ nit als andechtig vnd ails geiſtlich als an⸗ dere. O wz groſſer narrẽ feine dz / dz ſy mit dem demütigen Jeſus hoffart vnd üppi ge eeer ſůchen woͤllen. Hie wer vil zeſagen von vil zůgon / vnd wan es recht oder vn⸗ recht wer. Aber ſo die menſchen ſeindt vn⸗ gleich ym eſſen / einer ißt vil vnd iſt ym ge ſundt / einanderer ißt wenig das iſt ym de ſundt. Alſo mit dẽ Beilige ſacramenr iſt es auch alſo. m elbs war / ob er von vil zůgon beffer werd vnd zůnem in tugẽden / vñ in nachuolgũg chꝛiſti / oder nem vnnd haltt ſich nach rat eins weiſen gelertẽ beichtuatters vil oð we nig zůgon. Ich ſpꝛich merckglych eins wei ſen lers vn andechtigẽ⸗ 5 ſelnt etli⸗ e die erſamme vñ geiftliche perfone we⸗ ren ʒů zegon / allein von ir fulkeit dae ſoltt nit fein, alſo ſolt ein pꝛieſter ſich ſelbs auch ſiſe erfaren ob dich meplefen in für derte zůgů ten tugenden oð nit. Ja ſpꝛichſtu man ſol nit von gewonheit meßleſen. Es iſt war wan gewonheit allein die vꝛſach iſt / wann aber einer ſich zů der meß bereit als er ſol⸗ ſo iſt es nit vßgewon heit meß geleſen / ſun der vß andacht . f Von der neunden ſchellen. BER Bieneund ſchel N iſt nit dãck ſagen nach dẽ tiſch I vnnd nit das gratias betten / 8 N ¶ hꝛiſtus bettet ab tiſch am les ſten nachtmal. ¶ Et impuo, dicto.) Es ha ben die pꝛieſter vnd dꝛdes leut / ir gebet ab Alſo ir chꝛiſtẽ / ir ſollen gratias na ee I 5 a wan m 5 a 1 crament gangen iſt / fo dich das du vnge danckt nit dennẽ gãgeſt / betracht wie got der herr dich geerer hatt im zůgon. Dar⸗ umb fo Yarch 125 erer / wie du es dann 115 Ipꝛiche das Daternofter vnnd den glauben vn der meinung gott zedancken oder mach dir ſelber ein gebet / es ſy Im her tzen oder im mund / oder bit die heilgẽ das ſie gott danck⸗ für dich oder bit yn / das er ym felber dancke für dich / wan du wülfeft es nit, Die pꝛieſter Zen ir gratias nach er meß / der ein ſpꝛicht ( Benediclte om̃ia era) Ein inderer. Laudate dominũ in ſanctis eius) Ein derer (Ce deũ lauð. ) Von der zehenden ſchellẽ. Die ʒehẽd ſchell 8 iſt clapperẽ vñ lache ob tiſch vnd narrẽwerck tryben vnd VERA leichtfertigkeit vnnd verſu⸗ men wz nor wer. Es feine etlich die dẽ gã⸗ tzen tiſch nüt thůnt dan clapperen / vund kan vor irem clapperen niemen zů kum men. So es doch ein zeichen wer der weiß heit ſtil e Ju 655 dich auch as du nitt bald nach dem Gratias dich gebeſt ynn vnnutzen geſchwetz vnnd lei⸗ chtfertigkeit. Als leider vill armer narren Von weg narren; thůnt / ſo bald fie meß haben gehoͤꝛt / oder zůgangen ſeint das ſie mitt groſſem ernſt verbꝛacht haben als ſie wenen / vnd geben ſich gleich der leichtfertigkeit nach vñ vn nützem geſchwetz. Vñ die augen die ſie võ andacht naß habẽ gemacht werffen ſie vß wanen vnd vnnützen dingen. Vñ die leff tzen vnd der mund der noch fůcht iſt von dem blůt Jeſu Chꝛiſti bꝛuchen ſie zům la chen . O bꝛůder es ſol nitt alfo ſein/ man ſolt ſich gleich vff das heilig ſacrament nit bꝛuchen yn den weltlichen dingen. Die. xi.ſchel iſt nit nach eſſeß wandlen/alfo nach dem ſacrament/ fo gib dich zů gůtten wercken. An dẽ hohẽ dun⸗ ſtag. Gepꝛediget. Die ʒwollt ſchel it nit betrachten gůtt ſitten der tiſchgnoſſen. Oñ de ſel⸗ enn nit nachfolge. Es ſeint il menſchen die ire kind leren / ſiheſtu et⸗ nd nim zů d em erſten war die ſitten wie ſiegeſſen haben die inden das oſterlams / das d. iſt ein fir gur geſein des ſacramentz vnnd bedeuten etwas die ſitten wie wir zůſollen gon. Die ſelben ſitten hat kein menſch gefunde / ſun der got hat ſie geboten die ſollen / wir ge⸗ lauben fie Chꝛiſtus mit ſeinen iungerẽ hüt gehalten hab / wan er das oſterlam geejfen CC&I hat / nach fier vnd gewonheit der iudẽ vor. nd ee er dz das ſacrament hab off geſetzt Vnd was ſeint die ſitten / wie haben ſie es geeffen ſollen wir ynen nachuolgẽ/ ſo müſt man fie wũſſen. So liß das zwoͤlfft Capt tel Exodias / da finſtu es wie ſy füben tag ſolten eſſen vngeteiß met bꝛot vnd mat ků chen S. Vnnd ſeint der ſitten zwoͤlff die woͤllen wir leren. Hie ee dem erſten 1 | eie hieltẽ ym oſterlamb / Das ws das es můſt fein ein lamb ein menle / das kein gebꝛeſten hette / noch kein mackel die farwen am fell vnd an der hut irten es nit. Vnnd ſolt ein menle fein das beſſer iſt vnd volkummen ner dan ein weible / wann man es opfferen fol got dem heren von dem kummen al⸗ le volkummenheit/vnd ſolt eben ein lem⸗ le fein/nit einander thier zů eim zeichẽ des er 5 en hertzen was er ein bock der ſlinden /wan fie ſpꝛachen zů dem blin⸗ den / wir wüſſen das diſer ein ſünder iſt. Er iſt ein kitze geſein nach vß wendigem ſchein / wan yn der geſtalt des menſchẽ iſt er erſchynen ein fünder, Er iſt auch für die iind geſtoꝛben / So er doch kein ſünd hat gethon. Nun haſtu gehoͤꝛt von dem erſten tiſch⸗ Von dem anderen tiſch. Die. CV. Schar Cr ander tiſchſit a 05 N was ð zeithalb am. x. tag vor . % dem oſtertag / fo ſchiedẽ fie dz Ku oſterlam vß von den anderen vnd thetten es xn ein ſunder ſtellele / Vnd Hheiſtus iſt am zehenden tag / das iſt am palmtag EEE 6e n 5 5 ſe —— 7 RT I Fan: IN 0 N 2 —4 2 1 PA 5 | rum im ꝛiſtus e molatus eſt 11 n Er och in ten der weldt. Aber ym end der welt vnd * nit allein im end der welt / auch werdẽ wir u 0 dabei gelert das wir es mit ſemlichem an⸗ dacht vñ demůt jollen empfahen / als wer es oben vmb vnß . Alſo ſolten wir Diß ſacrament iſt auch der oͤl aſt hertzigkeit des frides den die taub ym ſch nabel bꝛacht am aber zů der arch Noe. Al Niesel es die feel durch nieſſung ym mund widerumb yn die arch tragen / dauen der menſch uß iſt gangen. r vierd tiſchſit q ſie můſten das über thür vnd die. ii. thür geſtel ſalben mitt Adem lams blůt. Vñ alſo u ar⸗ den fie behüt von dem engel der ſtrafft. Alſo du wan du das ſacrament / dz oſter⸗ lam iſſeſt · So gedenck darbei das leyden Jeſu vnd das übertßür deiner ſee lẽ / Das iſt / Ratio / vnd ſalb die zwẽ pfoſten. Das qʒ manducabitis panem .) Das blůt a fo geſetzterloͤßt den menſchen / das leiden Jeſu von dem gewaltt des boͤſen verder⸗ ber des tüffels. In dem karfreitag am morgen gepꝛediget. 5 Fr fünfte tiſchſit „ iſt baten. Es was den inden geboten / fie ſoltent das oſter⸗ —lam bꝛatten / nit ſteden bꝛatten bei dem füer vnd das vmb der eil vnd ſch —p r lam Jeſus iſt gebꝛatten by Tem er ſeins leides an dem ſtammẽ des heili⸗ gen crütz. Vnd iſt dür woꝛden von allem dlůt vnd von aller füchtigkeit. Als dã da uid ſeit in ſeiner perſon (Aruit tamquam teſta virtus mea.) Mein krafft iſt als dür woꝛden als ein nuſchal. Er hatt blůtt geſchwitzt an dem Aberg. Vñ in der geiß lung kroͤnnung vs ſeinem heiligen haupt / als hette es blůt geregnet / yn vßziehung ſy ner cleider vos dem heiligen crütz / da ym alle ſeine wunden ernitwert wurden / in an hefftung der hend vnd füß ym vffthůn ſy ner ſeiten da waſſer vnd blůt heruß floß. Item vnſerlam iſt nit al lein geb ratten ym leiden / Sun der auch yn dem füer ſeiner liebe / wan von dem flam⸗ me vnd allerhitzigiſte liebe hat er für vnß gelitten von dem überſchwanck der liebe haben Moyſes vnnd Helyas vff dẽ berg 2 | | | | | a | 1 1 1 Hon ſchluraff Narren. An dem dunrſtag zů den ru weren. Gepꝛediget vo dem hochgelertẽ vi gotzfoͤꝛ⸗ chtigen doctoꝛ Johannes Geiler võ Reĩſerſperg. le vierdoasim 8 8 7 ) ewigen leben iſt / vnd hie in dẽ * NZ volkummenen menſchẽ die vff ö dem weg der tugent ſeint vnd der volkummen heit feine milch bꝛũnẽ / dz ſeint tugent mit iren wercken vñ mit den freuden die mit gond / lauffen vñ inẽ nach gond. Vnd die ſeint zeichen der gůtten ge wonheit / vnnd iſt die andacht nũ⸗ anders dan bereir fein gůtz zewürcken. Vnd diſe milch bꝛunnen / ſeint nüt dan tugent. Item milch ʒů dem erſten ſo luſtget ſy dẽ menſchen / vnnd tuget wärs nit verbꝛacht on freud / wan ir wil alwegen erfult würt / wan ein tugencreich mẽſch macht ſein wil⸗ len al wegen gleich dem aöcliche willen wie es got machet. Aiſo iſt es im wol gemacht. Darumꝰe fo wirt fein wil alwegen erfü arumb ſpꝛicht Seneca / ein guter mal a dad 8 vs gien g n er weißt das es xõ gottlichem̃ geſatz im zů Piingt ſtetz in den bꝛüſten / vnd freud võ tugetten iſt ſte⸗ im hertzen eir z tugentrei chen menſchen. Aber dle freud di iſt nit alſo / fie iſt wie ein puncten vnd ei augenblic was in Marie ft vol vom him̃el vnd & freud don 19% ger ift vom himmel. Ja ſpꝛichſta die mil⸗ che iſt nit in mir / ich hab fie nit wi · kumpt es. Ee kumpt da her das du villeicht an⸗ der milch ſugeſt. Du biſt villeicht noch im narrenſchiff vnd ſugſt luſt vñ uippikeit vñ vnnützer wort, Sarumd fo ſchmeckt dir nit die milch der tugẽt / du hãgſt noch an e dem tutle zeitlicher läff der vnküſcheit / der geitigkeit / vñ fraſſes ( Jheremie lamie nu dauerunt lamie) Die thier habẽt ire bꝛüſt entbloſſet Lamia iſt ein monſter vnd hat frawen geſtalt. 55 dem erſtẽ / fo ſeüget eo ſeine iunge / darnach fo erwürckt er ſy / dz thůt der leidlich luft. Zů dem anderen / ſo trenckt er ein menſchen / darnach ſo bꝛingt es ein vmb. wã es ein bꝛingt vmb ſein gůt vms die genad gottes / vnd vmb fein gůtt lob vnd vb tugẽt / vmb leib vnd etwan vmb ſeel. Du ſugſt much der leichtfertig keit der gloꝛi gunſt ?. in cleideren ym adel yn reichtumb . Du trinckſt og dẽ milch haffen Jahelß mit Jiſara (Judicũ. iii.) vnd entſchlafft daran. Darumb ſo ſchle⸗ cht der tücgel dir ein nagel durch dẽ ko zeichen eines zerſtoõꝛtẽ gem iſt milch ges ſchwatzes / die krütter die milch geben als von inẽ iſt / ſo ſeint fie vergifft, Sie laxie rei ein meuſchen vnd machen im den ftül gag vnd leren den menſchen / vnndzleße im die krafft vß / vnd fol etwan ein mẽſch ſterben. A vnd Eſula &. Als e milch des clapperen vñ f 513, Es feitböfe krůtlin. Hie ern sheet vñ ſchmeĩchleren / die dẽ in wendigen troſt hinweg nemmen. Dar⸗ umb oꝛdens leut die nit ſilencium halten. Ab er haben luſt zetrincken milch des ge⸗ ſchwatz. Die haben niet den milch bꝛunnẽ daheiman im Berge, Darumb ſo müſſen fie wendig her troſt betlen. Alſo iſt das die erſt vꝛſach. Die ander vꝛſachmag ſein das du noch nitt genůg arbeitet haſt 0 et vildeſageſ von dei nachrederen/ vůñ 70 5 & \ Die. cyu. Schar ym ſchiff der penitentz vnd übung gůtter werck / du Haft gůtter werck nitt gewont. Darumb ſo haſtu kein freud daryn man můß eins gůten wercks gewonen ee man habitum überkumpt der freud bꝛingt. Die Kite vꝛſach mag fein das du nitt weift milch heruß ziehen vnd zemelckẽ die bꝛuſt der gnadẽ gottes / vñ goͤtlicher barm hertzigkeit. Darũb ſo haſtu die milch nit. Ja ſpꝛichſtu wie můß ich fie melcken. Du můſt ſie melcken vnnd ſugen als ein lam / als iunge hund vnd als ein kalb. Ein lam das küwet ſo es ſuget. Ein hũd bißt ſo er ſuget. Ein kalb ſtoßt mitt der ſtirnen die vter der ků. Alſo füch du von der goͤtlichẽ zuſt milch ewiger gloꝛi. Vnd diſer gewa⸗ ren freud der tugent mit gebognen knuwẽ vnd mit demůt betten / vñ mit bet ſtumpf fen. Das iſt ſtetz betten vnd beiſſen on vn ðlaß die vngeſtieme des gebetz gefelt gott wol. Du haſt ein parabolis yn Luca / von der wit win die dem richtter ſtetz nach lüff Vnd von dem freund der bꝛot von de an twan freud haben / es iſt ein tugent kürt aßẽlia. Es iſt war ſihe aber eben z dz dein kurtzweil vnd freud ein tugent bleib / vnd ſei nach rechter vernunfft vnnd mite rechten vmbſtẽdẽ / beſunder des ends halo vnd der perſonen der zeitz der wyß / vnd das ſie dir fürderlich ſei im ʒůnemmẽ geiſt licher ubung / nit dich daran hindere. Wã du ein ſack mitt koꝛn von dem bodẽ Haft off die achßlen gehebt / vnd treiſt zn vnd würffſt in dan von dir widerumd off den boden / damit du ein weil růweſt / ſo haſtu groͤſſer arbeit wie du in widerumb vffge⸗ hebſt/ dan zů dem erſten. Alſo wã du heut geiſtlich zůnimpſt / vnd moꝛn durch welt⸗ liche freud wider abnimpſt / das iſt nit tu⸗ get vnd reichlich freud geſůcht. Es iſt ebẽ als wan einer hũt ein maur macht vnd ſie moꝛn wider abbꝛeche hüt gon / vnd wider vmbher gon. Waſſer woͤꝛmen vnd wider kelten. Darumb fo halt dein ſack alfa dz er nit durch müſſig gon widerumb herab möge fallen &, Iss fünfft das in een land iſt yn einem \ N 9 volkummenen / vnd im vater Z and ſeint / das die bech vnd flüß flieſſen hůnig / das hůnig iſt nüt am ders dan ein ſüſſe empfindung yn weinen ſüfftzen vñ empfiutlicheit der andacht Xe Das iſt der hůnig. Item hůnig iſt ſuß vnd diſe empfintlicheit / ſeitẽmal ſuſſer hů nig macht geſchwellen / vnd zům dickeren mal diſe andacht vnd füffebleyen den me ſchen vff das er hoffertig iſt / er went er ſei etwas / ſo er nüt iſt. Item hunig vnde⸗ ſcheidenlich geſſen iſt ſchedaich. Alſo diſe ſüſſe vnd empfintniß / wer ſie nit recht bu cht dem iſt ſie ſchedlich. Item hunig bꝛa cht Jonatham in not / er wer ſchier getoͤdt woꝛdẽ / wã er geſſen het wider ins des vat ters gebot. Alſo ſich zů das du diſer ſüſſe nit anhangeſt / vñ gar durch wolteſt gotz gebot verſaumen / der heiligen kirchẽ oder deines oberen / ſo bald dich der meiſter ha⸗ ben wil vno dir rüfft / ſo ſcand von DE wei nen mit magdalena off. Item hůnig opffert man nit got in kei nem opffer L euitici.ii.capitulo. Alſo hãg nitt der ſüſſe ann / das du wolteſt wenen du wereſt darumb got angenem / vnd dei ne werce ym empfintlich / wã es iſt nit ein gewiß zeichen der goͤrlichen gnad. Es ſtot daruff das die ſliſſe verlyhen werd denen die kind ſeint ewiger dampiß / denen mag es gott ettwan geben für Iren zeitlichen Gon ſchluraffen Narren. lon vñ ſollen bald mit amã gehenckt wer den. Es iſt on das gewonlich wan mã ein henckẽ wil / ſo bereit man ein gůtt mal vos Samſon fand hůnig in eins lewen maul (Judicum.xiiii.) Alſo ſol ſemliche ſüeſſe funden werde yn ſemlichẽ mẽſchen die lewẽ art habẽ / ſie feine grim Best vnd wieter ich die ymmen tragen hůnnig / vnnd haben dennocht ein angel. Võ den zweien haſtu geſchꝛyben. (Jntroducam vos in terram a cte et melle fiuentem &, himmel feine boͤum die weiß ax bꝛot tragẽ / das aller weiſſeſt i ot vund das lebendig bꝛot. Das von dem himmel abher geſtygen iſt das hanckt an dem geſegnettẽ daum / der hoch iſt als Ceder vnd palma / iucades in Marta der iunckfrauwen / yn deren iſt ge ſein die geſegnette frucht ires letos Jeſus Chhꝛiſtus / der nach dem als er von ir / als von dem baum gefallẽ iſt. In diſer welt durch die geburt gleich als er an dẽ andn baum gehenckt des crützeo. Darnach iſt er herab genummen vnnd gehencker ynn der pꝛieſter hend vnder der aller welſſeſten geſtalt des bꝛotz bitz in den mund ð criſt⸗ gloͤubigen menſchen teglich inen gebẽ. Es iſt darnach einander bꝛot d ler / das mã güſſet in den mund der menſchen / wã der menſch lebe nit allein yn dem bꝛot / auch in eim yeglichen woꝛtt / das vß gat von dem mund gottes. Das bꝛot iſt ia vil hundert laren ſo reilich nie geben werde als ietz / ſo ſeuil bücher ſeint vnd lerer der heiligẽ do ctoꝛen in vnſeren let ſten zeitten. Es iſt zů foͤꝛchten das nach der woͤlfle vnd dẽ über; fluß kum ein groſſe thůre / das man ſelten pꝛedig en werd (Amos. vili.ecce dies veni ent &.) Das bꝛot der ler mag auch in wen dig dem menſchen wachſen in tugentrychẽ volkumnen menſchen an irẽ eignen baum von tugentreichen wercken, Alſo ſeint ges CCX&& fein die Beiligen lerer der klrchen E. As ſibẽt das da d iſt ym land der lebendigen iſt An geflochten von wür ſten. “ESęiSiſe ʒün ſeint die volkumnẽ menſchen die geoꝛdnet ſeint zůoehuten aus menſchen ym anfang der kirchen. Cem die würft die macht man von cleinẽ ge⸗ backtem fieiſch. Vnd diſe mẽ A cſchẽ haben ir fleiſch gecrützget mit zweien hack meſſeren haben ſie ir flei⸗ ſch serßacker mit abſtinentz in faſten / Vñ mit kůſcheit. Alſo hatt es ſanctus Paulus ſelos gethon vnd ander gelert zethůn («La ſtigo coꝛpus meum &.) Ich keſtgen mein leib vnd mach in dẽ geiſt vndertenig. Nut wan ich ꝛedigen das ich acht en don eigner erfarung yn tugende / gar anders vꝛteilent ein iunckfraw vo küſcheit vno anders ein Philoſophus. Aber wee Vuß zů diſer zeit wir ſeint ein nerriſch ſaltz (Superbi /auari / uxurioſi) lim die er⸗ ſten bůchſtaben / fo würt ſaltz daruß. Gei tig / hoffertig vnd vnkeuſch. Das ſaltz die oberen machen vnfrüchtoar das gantz ers lerich ir vnderthon. Item mã thůt ſpe cerei yn die würſt / vnd erwas das wol ſch meckt. Vñ diſe volkummene menſchẽ da mit ſeint ſie gemengt das ſie recht ſeint ge f o ü Vie. cyn. Schar 5 gen got vnnd tegen dem menſchen dur h güre evempel. Ir ſeint das liecht der welt euwer liecht ſoll leuchtẽ . Paulus ſpꝛicht u ir ſeint ein groſſer geſchmack Chuſti. O eonfer liechter in diſ r vnſer zeitt / ſo vil die liech ter groͤſſer ſeindt / fo vil fie übeler ſtincken van ſy verloͤſchẽ ſeint / im anfang tragen liechter pn hendẽ durch gũte gem emacht off eim enden cleinefelle dünnen darm / wan das dein geſaltzen ge hacket fleiſch ſtoſſet man yn ein darm. AU fo die volk ummenen menſchen mit einfels riger notturfft ieee Gaben ie ſich beni en. Als paulus ſpꝛach wir ha ben eſſen vnd tri cken / vnnd damit wir vnß Lecken dumit ſeim wir content. Aber c wir thüntt widerſins / wir g / die alten therten nit aljo die in N ir nit wiiest Item wirft die bꝛattet man / vnd ſtůpfft man ſie /ſo tropffnet feißte daruf. Vn die heilgen / wan ſie ym füer der widerwer.ig keit gebꝛatten vnnd geſtupfft feine. Vund aber nit verbꝛẽt ſeint / ſeint aber deſter baß geſchmack woꝛden durch ir andacht vnd dutch die feifise der dãckbarkelt. Hoͤꝛ vñ ſich ein ſemliche wurſt vff dem roſt lygen anctum L aurentium vnferen patron da er bꝛiet ym groͤſten fammen des a ſpꝛach er herr ich danck dir d dient hab zů deiner thůr yn zegon / vnnd der kirchen was es nit alſo (Seint lumbdi veftri pieeineri er lu.) Seine gũrtet wind euch ein exem Stex hanus bat den herrẽ für feine feind Alſo lert vnnß Chꝛiſtus ſeloer an dẽ crütz mit ſeim exem pel / yn groſſer ig der liebe bat er ſein vatter. Vater verz eich inen Paulus bꝛant vnd ward geſtapfft / vnnd ſpꝛach welcher wire geergerer vnd ich bien nit. Alſo haſtu diſe würſt / die volkumme⸗ nen man / die da ſeint bitter der heiligen kirchen mit würſten vmgeftochten. O wie ſelig feine die gefein in altten zeirten / vnd wir weren noch ſelig wan wir ſemlich zün Betten mit den wũrſten geflochten. Aber es gat ietzuno in diſer zeit gar widerſins. (Jetro. Evodias. xviti.) lert moyſen den zon zemachen von ſemlichen würſten. Da er ſpꝛach lyß vnd erwel vß alle volck weiß manner die gert foͤꝛchten / yn denen ſey dit warheit vnd die haſſen gytigkeit / vnd ſetz Aber gott dar ck ſagen. Item yn inen ſy agen vnd in geißfellẽ/ dre weit warheit vnd gůter geſchmack der tugent cru Paulus in cu als vſſen/vitt falſch / nit lugner / nit zwyfeltig. Item die die da haſſen geitig⸗ keit. dz iſt dz din flemle vñ dermle ð wirft durch armůtt / oder zů dem minſten nor turfft Babe, wan in ſu derheit ſpꝛicht ſan ctus Paulus. Es ſoll ein biſch off fein on offenliche ſchand / vnd nit hoff ertig &. nie geitig / diß mag auch geeret werden vs dẽ weltlichen pꝛelaten ond fůrſtẽ. Aber von furſten blũt macht ma nit gůt würſt / wã es nit bei einander blybe / vñ we denẽ die die kirch bo wen ym vlůt / die ire freund ſe⸗ tzen zů den empteren der Heiligen, kirchen Hon ſchluraff Aarren, als da man nit me dan die edlen nimpt zů thů ntherren ond zůpꝛelaten vñ zebiſchof⸗ fen / da wirt geiſtlicheit vnd hetli gkeit übel beſchirmt von dem zun. Item die heili gen poſtolẽ feine recht gůt zün geſein / vñ Bade die chꝛiſtẽheit vmbgeden / als ein zun ein garten ¶Quibus cõtuliſti pꝛeeſſe paſto res. O paſtoꝛes eter ne.) Die hatt er in die welt geſandt. Als der vater in / in diſe welt geſandt hat. Er iſt geſendt woꝛdẽ zebꝛattẽ vnd zeſtupffen in armůt vnd demůt &% Alſo hatt er fie auch geſendt (Te gloꝛioius apoſt. cho.) Alſo feine auch geſein ʒũn die nechſten die den apoſtolen nach ſeint gan gen / vnd ire nech ſtẽ nachkummen. Es wa ren leoẽdig ʒůn. Aber we vnß dle zün ietz ſeint zerryſſen. Darumb wer fürgar ð rau bet trübel ( Pſalmus deſtruviſti omnis ſe⸗ pe eius.) Sarumd fo můß die chꝛiſten heit abnemmen / als ſie auch teglich abnimpt vnd augẽſcheinlich. Der weis ſpꝛicht (Ec cleſia. x vi.vbi non eſt ſepeſt) Da kein zun iſt da můß das gůtt zergon. Item. Es iſt einanderer verflüchter zun hernach ge⸗ macht woꝛden von doͤꝛnen / die ſelber zů ſa⸗ me geflochtẽ vñ gewachſen ſeint / das feine die boͤſen menſchen die haben doͤꝛn / ir art iſt das fie in einander hangen / Som ſtechẽ nit. Aber wer ſunſt vnder fir kumpt. Alſo wa ſemliche boͤſe leut zůſam n kummen / ſo Baden fie einander li o / ſunſt ſo ſtechen fie ieder man / vnd ſchedigen alle welt ( Naũ. i.) ſtot von denen Ionen. Diſe doͤꝛn feine die geitigen vid die vnkeuſcden vñ ſelloß leut die gott nit foͤꝛchten. Die ſeint ietz yn den züinnen vnd denen wenig gůter ſeint. Seit loch gůt vnder inen / ſo doch die ſel ben pꝛelaten vnd oberen beſſer ſolten ſein dan anð alsfy ſelber ſacẽ / wir Babe ein gů te frumme gemein. Vñ ſie ſein. boͤß (Mi cheas. vii. ca.) hat das clarlich weiß geſeit. (Oerlit ſanctus) Der heilig menſch iſt võ dem erterych verloꝛẽ vnd iſt kein gerechter me / der deſt vnder den regenten iſt geleich CC&&I eim ſcharffen diſtel / vñ der gerecht als ein doꝛn von dem zun / Hec ille. Darumb fo ſolten wir billichen clagen vñ weinen vnſe ren ſtadt ietz in dem wir feine, fo wir gede chten den ſtadt ym anfang des heiligen ge laubene vnd der chꝛiſtenlichen kirche n. O ſelig wer noch ein ſamlung die vmbgeben wer mit eim ſemlichen zun / da ſtiend Je⸗ ſus mitten vnð inẽ vn ſpꝛech Pax vobis. * 5 855 Das letſt das luſtig i in dem land dz iſt / das bꝛatten tuben flie⸗ gen in yn die muler / als dẽ iudẽ in der wu ſte geſchach / da dle rephuiner kamẽ in groſ almus. fer ville, Os meii aprüler at. ſſe tuo liebe bꝛüder iſt der heilig geiſt © in tuden weiß erſchynẽ iſt / da 1155 ge taufft ward / nit iſt ð heilig geiſt die tub oe ein / noch die eub der heilig qeĩſt / als Chꝛi ſtas got vnd menſch. Es tft auch nit ein le bendide tu) geſein / aber ein zeichen der tu benin dem zicken er iſt erſchynen des zʒů bedeuten / das er einfeltige menfgen ma⸗ cher die tuben art haben. Frem tüden t rr fetſĩ ex vod e. ES tegen vil miteinan det in eim Fit x eint ſenfftmũtig on gal len. Alſo machet der heilig geiſt auch ſeine m̃ẽnſchen fen ffmurig/fiesuenenit vnuer/ chtig / ſie Bären ſich vor dem tüffel / als die tuben voꝛ dem ſperwer. Die tub ſitzt vff dem bach ond ſicht den ſperwer fliegen. | Item bei der tuben mag man den heiligen geiſt verſton mit feinen gaben / die tub ge = bꝛatten iſt erſchynen ob den apoſtelen off dem pfinſtag in füerinin zungen / vnd hat inen gemacht ir hertz vnd zungen füerin / das fie pꝛedigetten das filerin geſatz / wan Fiſtus ſpꝛach, Ich Din per vff erterich zeſch icke 1. Item diſe tub iſt geflogen von ven hoͤchſtẽ himmel / da ſy ir. xv. vff thet ten die bettetent ym cenackel / vnnd hatt ir flügel geſchwungen / vnd gemachet ein ge⸗ hen wind vnd gangen in dem muad ires o ui Se. / / Die. cn. Schar hertzen / der vo: durch & propßeten mund gez üfftzet hat · Als Petrus ſpꝛach / ir bꝛi man müß die geſchꝛifft erfüllen / die ð hei⸗ lig geiſt weiß geſeitt hatt durch Dauids mund / da ſcih ſtu die tub zm mũd des pꝛo⸗ pheten Sraıds der heiltg geiſt iſt vff inẽ allen geſe in als ein tub vf eim zun fie wa’ ren in einãder geflochtẽ / als ein zun durch die liebe / vñ hüt ſo iſt die tub vß dẽ mund Jeſu geflogen vff den zun / da er in ſie kü chet vnnd ſpꝛach. rale den heiligen geiſt t. Diſẽ tub iſt nitt allein blyben fire off dem zun der apoſtelen / ſie iſt auch dar nach geflogen yn ander gloͤubige menſchẽ (Acruumi. ſſi. Teles fun on nis Tpikten? E ſancto. rem Ne rurttſt alwegen gegen würiig geſein da man die zũn von würſtẽ machet wie obgeſeit iſt. Ja ſichtbarlich iſt der heilig geist yn tuben weiß fiber iren vil erſchynẽ. Seũeriĩmus giẽg mit frawẽ wer ck vm̃ / vnd wz ein weber iſt ʒů eim biſchof erwelt worden durch das zeichen der tube die vff den zun ſaß . Item da ant Dre gozlus feine Direser d cchret᷑ qa flog eit vmd in Item ſanctus Korte uno dem Maler man ein tub zůſelm oꝛ. Deſgleichen von vil anderẽ leſen wir dergleichẽ. Vnd Jarnmdsn den $eitte durch inTprechen des helligen gelte ex welt man diſchoff / vnd wurden die str gemachet. Sarumb da erſchein der heilig geiſt die tub / we vnß iet; zů vnſeren zelttẽ wir haben nit würſt zün von erberen vol⸗ kummenen menſchen. Aber doͤꝛn sin vnd diſtel zün. Sarumd in der erwelung er⸗ ſcheint nir die tub der heilig geiſt. Ich fer cht es erſchein da einanderer geiſt in rap pen geſtalt durch den foͤꝛcht ich / dz ietz die pꝛelaten vnd biſchoff erwelt werden / vnd ſich verſicht groſſes kriegs ſei ſymoni vnd fleiſchliche liebe don heist nit von goͤrlicher liebe. Aber nit von geitig keit vñ begirdt der freuntſchafft. Eb iſt der rap da nit ein tub. Item vnð de⸗ nen zen vo doꝛn gemacht / da ligẽ wü ſchlãgen on krotten die kummen wol hin⸗ in / ich mein die boßhafftigẽ vñ laſterlichẽ denen ſeint Bär vnd theꝛ offen / das ſy lei chtlich kummẽ zůſemlichẽ ae ſchaffen. Aber kein oc das 25 frum men denen iſt der lin beſch leben brüder /ſo ſollen wie ſüfft nen diſe verflůchte zeit in ð wir ietz feine, wi wir ſehẽ wol wiewel wir vn zlint ſeint wir ſollen vnſerẽ mund vffthůn durch an dechtigs gebet vñ ſchꝛyen zůgot mit weinẽ das er fein barmhertzigkeit mit vnnß eile vnd verwandle vnß vnſer ſteine Berge in fleiſche Here, OR der er nit mt vnß hãd le nach vnſeren boßheitẽ. Aber der ville fei ner erbermbo / die boß heit hatt das gan erterich vmogeben · Sar umd it bil 5 dz wir geſchlagen werden mit der geiß lẽ got tes zorn. Sr ſelbig Fichten zeigt das man Darumb da pacem domine / gib vnß herr frid in vnſe⸗ ren tagen / wan niemantz iſt der ficht dan allein du herr für vnß. In dem ſontagmi ſericoꝛdia domini Tyburcii et Valeriani. Von verfür narren. Gon verfür narren. — . Je. cv. char iſt vers ag fur narren Ste verfaren oder verfü⸗ 5 ren Pariclitanciñ. Es ſeindt zů dem b erſten / die die ueine ſchãden vñ ſoꝛg licheit dachten / da d. ach fallen fie in groſſen ſcha den. Wer da verachtette das ein kind die bãd an reiffen zerſchnitte / der kem vm̃ das faß mit vein wan die reiff fielen von dem wein faß. Es ſeirt ſchedlich narren das / wan ſpꝛicht Chꝛiſoſto. das chaim vñ indes ſeint darumb zůgroſſem ſchadẽ kummen / das fie cleine ding verachtent Judas veracht das er das gelt ſtal den armen apoſtote⸗ len. Darumb viel er in das laſter der verreterei. Chaim veracht das es boͤſes opffert. Da kam er darzů das er ſein bꝛůder haſſet / darnach er todt er in / darnach es verleugnet / darnach verʒa iffet. Eo ſeint zů dem anderen die die groſſer ding ach ten. Erlich wöllen ſein ein eer haben berůmen ſich ERST 2 &II irer boßheit / vnd foͤꝛchten nit wã inen ſchon gro ſe ſoꝛglicheit zůſtot vñ wenen es ſei ein tuget / ſo es ein (Sand iſt nüt foͤꝛchten. Es kumpt etwan her vß hoffart / etwan von groſſer narrheit / wan ſemliche vn foꝛchtſamkeit entſpꝛinge vß goͤtli⸗ cher liebe / da ein menſch ſein willẽ gleich foꝛmig machette dem goͤtli⸗ chen willen / oder võ verſchmetũg zeittlicher ding / das er nit foͤꝛchtte die säuerlieren & Das wer einan ders /aber ſemlich lüt ſeint nit ver ſchmeher zeittlicher güter / funder liebhaber zeitlicher gürer vnnd nit gottes vnd Babe ſich ſelbs lieb / ich erken ſie in [üben ſchellen. Von der erſt en ſchellen. Die erſt ſch⸗ 1 — Ro el iſt ſꝛgllche ding nit „ F köchten. Es feint vil N, menſchẽ die nit foͤꝛch⸗ en ſoꝛglicheit / die nẽmen war des poeten / der da ſpꝛicht ( Felix quod faclunt aliena damna cautum) wi tzig iſt der den fremden ſchadẽ wis tzig machet. Diſe feine gleich Ba⸗ laam ariolo / der was gewont moͤ⸗ ſtra zeſehen. Darumb wann er fie ſahe ſo erſchꝛack er nit daruon / er focht ſie auch nit. Alſo diſe wi fie et was ſoꝛgliches ſehen / ſo hüten fie ſich nit daruon. Diſe ſeindt guch gleich den dieben / wan ſie ſehen dz man ein von einer geſellen henckt noch laſſen ſie nit von dem ſtelen / ſie meinen nit das es inẽ alſo gon werd /ia etwã die weil mã dẽ hẽckt o iii Die. cvn. Schar fo hawet er eim den ſeckel ab der zůlũget. Von der anderen ſchellẽ. Die ander ſchell 2 g iſt ſchadẽ vnd ſoꝛglicheit nite = empfinden. Es m: ein groſſe 2 \ 2 narrheit das ſy nit allein ſcha n nit foͤꝛchten / ſy empfinden es auch nit die ſoꝛglich eit vnd ſchadẽ in denen ſy feine te ſeint gleich den tranckenen menſ chen vnd denen die da ſchlaffen / ſie ſeit auch ge leich Jone dem pꝛopheren / vm des find | willen dns Ki in ſoꝛgen was vnder ʒegõ te ſchꝛuwen al im ſchiff vnd foꝛchtẽ ſich⸗ deere alben ele ne. ii. Da fie alle daruon kom̃ẽ / da bleib er in der nott vnnd ward von dem walfiſch verſchluckt Acete Pꝛouerb· xi. erls qui doꝛmiens in mari et qui gubernato.amiſ⸗ fo clauo &. Von der dꝛitten ſchellen. Die dꝛitte ſchell iſt ſchaden vnnd ſoꝛgucheit ß liebhaben. Es iſt ein ſeltzam dae ee ee Es 2 ding · Es ſeint v en ie nit allein ſchaden empfinden / fte habẽ in erſt lieb / darzů in ſemlich er maß das fie ſich mit willen in den ſchadẽ werf en. Die lauffen an die oꝛtt / da fie wũſſen das inen ſchaden daus entſpꝛingt. Da ſeint viſach der fünd vnd reitzungen » Als zů dẽ tantz m vnd der glychen Sato vii.) Ich hãb vf zů dem fenſter vß geſehen / da ſahe ich ein tungen geſellen dem lieff ein fraw engegẽ VvVolünt) cklen ſich darein das fie nit me daruß kůn nen kummen / ſie ſeint gleich eim der ſicht einen ym waſſer / der wil ertrincken. So laufft er hinein vnd wil iem helffen / der er wiſchet in vnd gm beid vnder / vnnd er⸗ ttincken bei d. wie vil feine deren die an⸗ deren wollen ratten / vñ verderbẽ el⸗ ber, Alſõ was der im aluieter bůch / der het die welt verlaſſen vnd welt got dienẽ / vñ kam ð tüffel zů im in bottes weiß / ſeit ym ſein e freund vnd bꝛũder weren al geſt oꝛbẽ vnd hetren vil gůtz gelaſſen / vnd in zů dẽ almůß ner gemacht dz gůt durch got gebe vñ da er darkam / da lebtẽ ſy al noch vñ be leib bei inẽ vñ ward ein welt kind daruß. Von der fünfften ſchellen. Niſt ſich beladen in ſoꝛglicheit. Es iſt ein groſſe narheit ſo ei ner ein burde ſünd ſolt võ im Ri 165 vil belder vß / ſo er nacke dan ſo er ein burde vff ire treit / Thimoth. vi, Cui ſch wil werden / der felt in vil ſtrick vnd anfechtung mencher bela det ſich mit zeitlichem gůt / vnd mit ſched⸗ lichen ſachen ſo er es von im werffen ſolt . Don der festen ſchellen. Die ſechßte ſch⸗ el ſſt got nit anrüffen in note vnd nit hilff begerẽ / on die er nit ledig werden mag. Ja ſo in hürſchen cleidern zefahen die felen, On fi je : m ſchon helffen / fo verachtet er ir hilff — der iung glẽg ir nach / als ein ochß den ma zů dem todtfůrt / vnd als ein vogel der da ylet zů dem ſtrick / vñ wußt nit das es die 1 fel berät, Vs ð. iii. ſchelle. Nie vierde ſchel A iſt. Es ſeint vil die nit allein cſchaden liebhaben / fie ver wi⸗ vnd ſpottet derẽ die da fliehen og der not vnd nemmen deren warnungen an / die ſy inen geben das fie nit in ſemliche not kum men. Die feine gleich den ʒweiẽ tochter mã nen lotz / da inen lot riet fie ſolten ziehẽ vB der ſtat zodoma / das ſie nit mitt anderen verdurdent. Aber fie volgetten ym nit / ſie ſpotteten fein. Darumb verdurben fies werffen / ſo ladet er erſt nabe me vff ſiche Wan einerin waſſer nott iſt / fo kumpt er dig i ze = * 3 — 9 * — 5 * 1 * * 5 Von ſchluraf narren; Von der fübenden ſchellen. Die ſubent ſchel N iſt. Sie rũffen in noͤten nitt os Bilff noch der helge an VE Aber ſie reitzen ſy nach me zů zoꝛn mit ſchmach vnd groſſen ſchwliren⸗ vnd ſeint gleich den delphines / ie groͤſſer vuge witter ym möz iſt / ie me fie ſpꝛingen ſeint auch gleich frenetieis den vnſinni menſchen die in ir ſoꝛglicheit lachen vnnd vcrſpotten die die ſinnig vñ geſunt feine (Sapientte. b. nos inTenfati vram Illeꝛũ eſti in ſa./ Vnd ſeint das woll pacten dle ſich nit hlitẽ oo: ſoꝛglicheit / yn diſem groſ ( fer mo: der welt. Aber ſie ſeint on ſoꝛg ale ein flieg die zenacht vmb dz liecht flügt vñ felt darein / verbꝛent ſich feloer / gedenck was ſalomon ſeit Pꝛouer ic. x vit. ell iſt der man der alz aan Gre £ ronimus. 9% 18. Ich foͤrch r ate frherxeir Seit der weiß/ wer ſoꝛglichel lie) hat der fol darin verderben? Reclẽſtaſti. xi.) d wer das moe erfarẽ hatt kan ſagẽ ws augſt vñ not daruff iſt/noch iſt ir nit ale vil als ir vff erterich it / darzů die ſehen die leyb an / diſe die ſel. Ja ſpꝛichſtu was ſoꝛglicheit iſt in der welt / vil vil me dan iemantz er⸗ zelen mag. Nim ir nit me dan ſüben. Sie erſt iſt Ventoꝛum tontrarietas) Wider vertigkeit / der wind ker dein augen zů dem moͤꝛ deins hertzen / vñ ſich was wiðwertiger wind darin feine lyß dẽ Daniele n. vi. Vnun ze foͤꝛcht vn nütze vergebne hoffnung / vnnützer ſch⸗ mertz vnzimliche freud tẽ. Ich all geſch⸗ wygen der neben wind / die der wein, Die ander ſoꝛglicheit diſer welt Moͤſtroꝛũ diuerſitas / villerley der mõſter Daniel ſach vier thier võ dem moͤꝛ vß gõ / dz ein vwz gleich dẽ lewẽ iſt hof⸗ fatt. Das ander was gleich eim heren / iſt | fleiſchlicher luſt vñ begirlicheit. Das Fiss CCKXNIII was ein bard/iſt geitigkelt. Dz vierd was gleich eim das da hat elſſin zen / dz iſt boß heit vnd grimmigkeit. Im moͤꝛ ſeint Sy renes die fůſſenglych fingen. Hit ſeint die ſchmeichler vo: denen not iſt die oꝛen zůde⸗ ſchlieſſen vñ mit hartz zůnerſtopffen. Dz iſt bedencken die vngeſtalt der ſünd. Hie ſtot off das thier in Apoca. xi. z hat ſüů ge be koͤpff/ vñ, v. hoͤꝛner. Das ſeint die. vit. rodtſünd vñ übertrettũg der. x. gebot tes durch die der tüffel anfichtet die die vf dem mo: difer welt fareı. Sie dꝛitt ſoꝛglicheit iſt Peccatoꝛum ponderoſitas) Die ſchwere der ſünd mit denẽ faren vff erden / wã ein ſchiff senil vberladen iſt/ſo gatt es vnder. Beſunder wan es vngewitrer iſt vñ man es nit leicht hat gemacht / wã einer in einer ſamlũg iſt der ein ſchwere find vecbeingt⸗ der beſch wert das gantz ſchiff der verſam lung. Alſo das ſchiff in dẽ Id das was bei en apoſteln vff den moͤꝛ tyberiadis wolt vuder fein gangẽ Sprich: Ambꝛo. laſſen vnß hütẽ/ das nit iudas vn der vnß ſei/ dz vmb eins willẽ wir nit all verderben. zu Dem vier den ſo iſt nauis debilttas/krauckzeit des ſchiffe. KLs iſt vnſer leib vll blo der vnd zarter dã kein glb / vñ darzů ſo iſt das ſchiff vol loͤcher, Alſo das nach vñ nach waſſer der anfech⸗ en darin gone vñ boͤſer gluſt biß yn die ſel durch die loͤcher / der. v. ſin vñ zeglycher weiß als vll tropffen moͤgẽ in ein ſe chiff gõ durch die ſpelt / wã mã es nit wið vßſchoͤ⸗ pffet/ zz es daus mag vnðgon. Alſo mag ein mẽſch ſouil cleiner ſünd thůn / wan er die nit vßtryht durch ein rü / vñ durch ander weg die darzũ geo:dnet ſelnt / das dz gemüt mag dauõ beſch wert werdẽ / dz ein manſch leichtlich durch ein todrſünd vnd mochte gon in ewige verdampniß Spꝛio cht Auguſtinus quod facit fluctus irruẽs hoc ſentina neglecta &. Die. cvn. Schar Eu dẽ fünften ſo ſoꝛg lich off dem moͤꝛ. (Pꝛopler neceſſarloꝛum adiuuendũ / an angel ð ſpeiß. Alſo hie die meuſchen haben nit tugent / dauon ſie lebẽ vnd dauon ſie werckzüg mogen made da mit man ſchiffet / ynẽ gebꝛiſt der gůt wind vnnd wetter des geiſtes / on den wind das ſchiff irs lebẽs mag gon für vnd für in gi tem / ynen geb ſt auch ſpeiß geiſtliches tro ſtes / dauou fie gefpeiffer wurden. Eu dem ſechßten. Dꝛo pter periculoꝛum varietatem) Vff de moͤꝛ ſeindt mencherlei ſoꝛglicheit Paulus erz elt etlich deren die welt vol iſt geiſtlich (Co⸗ rinthioꝛuz. vi. periculis fluminum) Soꝛg der waſſer fleißlich bewegung sa de gluſt Soꝛglicheit der died / der hoffart des tuf⸗ fels cd üppiger eer / die da ſtelen die ſchetz geiſtliche güter ſoꝛg võ dem geſch lecht dey ner freund / das du zůnil wille vnd gunſt zů inen haſt ſoꝛg / Ex gentibus / von den helde n. Das iſt von den vngjoͤubigen / die dich mit woꝛten vnd mitt wercken reizen sh irrung. Soꝛg in der ſtat võ dil empte⸗ ren in vꝛteilen vund vnrechtes wandlen. Soꝛg in den welden durch fulkeit vñ eige nes wolgeualles vnd bꝛuchũg eigenes wils les. ren ð Beilige geſchꝛifft / die die nit recht vß die ſpꝛach allein demůt. Alſo haſtu ie ges nůg den ſoꝛglicheiten diſer welt. Sarumb ſehe ein ieglicher fürſich das er inẽ ertrin⸗ ne. Vnd werd durch die füben ſchellen ietz erzelt nit gãtz zům narrẽ vnd vnempfint⸗ lich / das er dle ſoꝛglicheit nit ſehe vnd em⸗ pfinde/aber fie lieb hab vnd darin verſtri ckr werd vnnd ſich darmit Überlade / gott darin nit vffrüff zů ym. Aber in noch me reitze. Er ſol witzig werde durch eigne für ſichtigkeit / vnd allermeſt das er entrinue durch die barmhertzigkelt gottes. Durch vnſern herren Jeſum Chuſtum den geſe⸗ gnetten von welt zů welt. Amen. An dem ſontag iu bilate. Beatus homo qui ĩuenit ſapienti m Pꝛoueroio.iii. ig iſt der men⸗ y ſo mag er ſich hůten vnd von ym ſchůttẽ alle neriſchhert die ir biß her gehoͤꝛt haben · Do ſtoͤt glei ein frag vff / wa bei ſol man ein ſemlichen weifen menſchen erkenne Ich ſpꝛich durch Soꝛglicheit im moͤꝛ/ dad iſt im ſtudie üben güldin kuoͤpfft cr erſt g. din knapff iſt ( Selpſum ins legen. Sunder verſtõ als die kertzer thũt dicare) Sich ſelbs »ereilen vff dem neges Item in falſchen bꝛũdern / das ſeint gleiß ner oß falſche lüt die ſich annemẽ fründ ze fein vñ feine feind zůſchedigẽ vñ betrieg e. Au dẽ ſibenden iſt ſoꝛg cheit vmb der boͤſen willen die ſich zůſam men verbinden. Es iſt mencher alſo ver⸗ ſtrickt ynn boͤſem / wil er vß eim boͤfen / ſo felr er in einanders / wil einer fließen üppi ge freud / ſo felt er in tragkeit / ſanctno An thonius ſach die gantze welt vollen ſtrick lygen. Da ſchꝛei er zůgot / wer mag dẽ ſtri cken allen entrinnen. Da hoꝛt er ein ſtim lin. Der anfang des heile iſt ſich ſelbs er⸗ kennen Apelloe 5ild lert die ſeinẽ/ ken dich ſelber o E te) vꝛtell dich ſelber. Glaub nit anderẽ me vo dir dan dir ſelber (Plus ãliis de te quam tu tibi credere noli / ſpꝛi⸗ r ſcientz haben / die in nitt naget von keinen fünd, r lebt nitt anderer menſchen opi⸗ nion nach. Er lebt nach der warheit. Er hat /als ſanctus Paulus ſeit zůgniß feiner gewißne / das iſt fein aloꝛy. Er lebt ſo er al lein iſt / vñ bei dẽ leure iſt er gleich erſam / r ander güldin knopff iſt geſunde con Gon ſchluraf narren. lich / er mag leiden das ſein thür offenſtãd man darff in nit warnen / wan mã inüber lauffen wil / er iſt alwegen bereit Lyß Se⸗ necam. Es ſeint etlich narrẽ die vor de lů⸗ ten ſo ernſthafftig ſeint / aber daheiman le ben fie nel /es iſt nit zeſagen. Der dꝛit gůldin knopff iſt kugeleche als ein kugel als die wet ift/ was kugelecht iſt iſt beweglich. Ein weiß man volget as bedoͤꝛfft noch baß zů ercleren / wan es jror geich:y/ ben von ſancto Sominico / das er nit lei⸗ chtlich viel von ſeim ſententz. Item ein weiß man iſt als ein kugel / wan man etwz daruff ſchůt / ſo laufft es über ab / alſo be⸗ halt er kein leiden noch paſſion. Aber gar anders iſt es mit eim holen tieffen hertzen eins narren / das behalt allen wůͤſt des nei des vnd zoꝛnes / er iſt kugelecht zůſamen ge thon als ein ygel / er wil niemantz ji ehen / ſo wil er auch nit geſehen ſein. Lyß Curillum in fabulis / von dem pfawẽ ond vom igel · Der vierd güldin knopff iſt zůrunffti⸗ ge ding betrachte Er thůt vñ regiert ſich wie ein ſchiffmã der ſich fůrſicht / es kum ein vngewitter vff das moͤꝛ wie es woͤl / fo hat er ſich gewaffet dar wið. Alſo ein weiß menſch / es ſtand in im vff ein anfechtung CXNIII der. vii. wind vnd hertzungen / wie es wol ſo kã er es richtẽ yn dz lerſt end / er gedẽckt ſeine letſte ding / darũb ſo ſündet er nit. Der fünfft knopff iſt / er zücht vergan⸗ gne ſachen widerũb herfür / er capitlet ſich ſelber / lyß Gꝛegoꝛins / in moꝛalibus . Der ſechßt knopff iſt ſich ſelber ſtraf⸗ fen / lyßß Chꝛiſoſto. Der ſübent knopff iſt nit vergilii /aber Pauli. i. Coꝛinthj.x. omnia ad gloꝛiam dei facite. Alle ding oꝛdinen in got / ir effen od trincken / oderwas ie thůnt Das th eer gottes V | ren lieb von gantzem hertzen S. Got recht lieb haben / iſt alle ding yn yn o:: inen did ſchicken. Item du iſſeſt das u lebeſt vnd gotz gebot halteſt vnd ewi⸗ ges leben verdieneſt. Das hie gotzwil yn dir erfült werd / das iſt Amoꝛ micitie dei / on die liebe niemantz behalten würt. Laſ fen vnß got bittẽ, das er vnß die weißheit geb / vnd die narrheitten von vnſerẽ her⸗ tzen treib. Der da iſt die ewige weißheit vnſer herr Jeſus Cdꝛiſtas über alle ding geſegnet . 2 MEN. Laus deo et honoꝛ. Betruckt zu Straßburg von Johanne Gꝛieninger / vnd ſeliglich geẽdet / vf ſant Bartholomens aber Ji. dem iar der geburt Chꝛiſti Tuſent. CCC CC. 8% — — — ER a Den GENE a 3572 THE GETTY CENTER 97 5 N 1770