THE J. PAUL GEITV MUSEUM LIBR/Un' MITTHEILUNGEN DER GESELLSCHAFT FÜR ERHALTÜNIi DER GESCHICHTLICHEN DENKMÄLER IM E L S A S S II. FOLGE. — PÜNPZEHNTEE BAND Mit 2 Tafeln. STRASSBURG STRASSBURGER DRUCKEREI & VERLAGSANSTALT A'onn. R. Schultz & Co. 1892 ,^tt:j t'AULGFTTYCENTW LIBRARV JNHALTS-VERZEICHNISS, Mittheilungen. Soite I V XYIII 1 L. Daciieux, La Chronique slrasbourgcoise de Jacques Trausch et de Jean Woncker — Introduction. Nolice sur Jacques Trausch — — Notice sur la famille Wencker — Chronique de Jacques Trausch — Chronique de Jean Wencker 75 — Supplément à la Chronique de Wencker 493 — Annales de Sébastien Braut 209 — Kœnigshofen. Fragments de la Chronique latine 281 L. Christmann, Die Felsenhöhlen und sogenannten «Abris souslloche» bei Sparsbach im Kreise Zabern ^91 J. Degermann, La Donation de Charlemagne au Prieuré de Lièpvre 301 D"- Aug. Hertzog, Der Vœklinshofener Münzfund 328 Sitzungs-Berichte. Vorstands-Sitzung vom 13. November 1889 3 Vorstands-Siizung vom 11. Dezember 1889 7 Vorstands-Sitzung vom 22. Januar 1890 ^2 Vorstands-Sitzung vom 23. April 1890 44 Vorslands-Sitzung vom II. Juni 1890 46 General-Versammlung vom 2. Juli 1890 49 Rechnung pro 1889/90 2, Vorstands-Sitzung vom 2. Juli 1890 3g Vorstands-Sitzung vom 28. Juli 1890 35 Vorstands-Sitzung vom 12. November 1890 37 Vorstands-Sitzung vom 17. Dezember 1890 39 Vorstands-Sitzung vom 18. Februar 1891 42 Vorstands-Sitzung vom II. März 1891 4i Vorslands-Sitzung vom 6. Juni 1891 48 General-Versammlung vom 24. Juni 1891 51 Rechnung für das Jahr 1890,91 53 Vorstands-Sitzung vom 24. Juni 1891 59 IV. LA CHRONIQUE STRASBOURGEOISE DE JACQUES TRAUSCH B, XV. — (M.) JACOB TRAUSGH Ju,-. lie. STRASSBURGI8CHE CHRONICK, T O M U s I. 25G2. {K. Friedrich zu Strasshurg) — Diss jnlir kam knyser Fridc- Fol. 175'' reich gähn Slrasshurg und ward vom hischoff Bnrckard und den Itnrgorn 1 1CP> wohl empfangen. Den andern tag sasse kayser Fridereich zu gerichl, da linldiglon ihm foi. itc^ (h'e hurger, indem als er also sasse, komt ihm holschafl. wie h, E^urckard in seinem hofTgestorhen, als er sich zuo voran clagt halle. Er halle kurz darvor den armen an dem Spiltal gross guot geben, auch den herren zu S. Thommen die kirch zuo S. Aurelien mit ihren gefallen übergehen, mit Itewilligung des kaysers. Der kayser bleibe zuo Strassburg bis man b. [>iu- ckard begrübe, er was zweyen zwanzig jähr bischoff. Starb 11 6.S. Liegt vor S. Richarden allar begraben. — Sp. n-^- 792—93. — Pp. Sehn. 2563. H. Wernher V. Hunenberg, Fol. 177» 1160 2504. Einweihung v. Niedermünster. — B. Conrad stirbt. — Sp. n'^ 799. Fol. 1 78^ 1179-1180 2505. Bisch off Heinrich stirbt. - Sp. n" 808. Fol. isi» 1190 2506. Fundfdio monasterii Maulbronnensis. — Urkunde bischofr Fol. 452 riünlhers von Speyr. Fundatio monasterii Maulbronnensis ibidem carminé ad templi parie- Fol. sq. lern scripta. ^'""^ ^° Anno milleno, centeno, bis minus uno Sub paire roberto coepit cistertius ordo, Spirae Gunlherus post haec praesul venerandus, Lyningen celebrl de comilum genere. _ 4 - Ipseque VVnliherus de Lamerslieim bene natus, Qiiippe virum gennit liber ulcrqne parens, Qui secio valedans, sub Iiilbero monacbizans, Ficns conversus se tribuil(|ue sua, Anno inilleno C semel duodequadrageno Appril ter ternis bunc fundavere kalendis Teireslrem Miilbrunn, bine celeslein paradisum Possideaiit, Domino gralificante pio. Iiriiique niilleno, lelra G, duo X, quater une Paire sub Alberto jjingitur bic paries, Per quem tesludo precelsior et laterales Sunt (juoque perfecte laliter ecclesie. Conversis operis Berlholt, Uh'icbque magistris, Aller depictat, sed prior edificat Virginis ad laudem Malris Probsque perennem, Oui socienl patriae nos bilares laliiae. Finis fundalionis. Pp. Scbn. Fol. 187' 2567. Die ander erweiltenmg der Statt. — Als die burger 1-J(ii zwoy thürne. — Sp. n^' 839. — Dieweil aber der bischoiïdie zoll an dem Zolllbor, Speier- und Burcklhor balte, aucb die brücken darbey erbalten niusste, wie nocb vom geläll des Zollkellers gesebiebt, also bat er solcbe drei Ihor und ibürn in seim coslen gebauen, da dann am Zolllbor dise stück in stein gebaiien gestellt wurden, ersüicben ein priesler auf einem Fol. 187'- knniglirhen stulil sitzend, und undcr seinen Füssen ein low dem Samson lU'Ai racben zerieissel, mebr ein rad daiaufein kindsköpflin, und auf dem rad disse scbrift: Hermamis Auriga, magister hiijus operis. — Von disem wagner uml iburn solle die gartnerzunffl dasell)Sten den namen bekommen baben, die garin er beim (»der und crem Wagner! urn. — Ibid. 120:2 25GS. liischo/J' Cunrads lod und hegrabnüs. — Es starb in dissem jabr biscboflCuiuad, df-r ward gar ebrlicb und berrlicb in S(. Andreas capellen im MiJii.sler begraben, nacbdem man eben der zeit an dem Speir- ibor oder Biscboffsburgetbor bauele, da ward ibm zu ebren sein bild- nüss ubei- die |)orlen gesetzt, wie am turn in stein gebauen zu seben ist, ersllicben ein biscboffin seim ornat auf eim slubl silzent, bat in derrecb- len band ein Itiscbonsslab, und in der linken ein bucb. Ob ibm stöbet: hnogo Cuunradi de Ihnwnborg Fidclis Argent. Epi. — Mebr stobt darbey ein liegender bebr vor w*'125. — Buss., Un. als., j). 05. loi l 2574. Der ZoUhellcr isl frei. — Man soll niemaml do jnncn licküni- btin noch frohnon. — Pp- '1- Fui. 281— 322 2575. {Geschöll zwischen den Zornen und den von Müllen heim.) !;3;3-2 — K.-S., p. .-.loi. — K.-Il., i». 770. — Sp. n" lo'^li. — Cfr. lîuss., Un. als., |,. :,S— 'Ji-iaO— 178. \'3b'i 2570. Grands froids. — Pour la |)reniicre l'ois se renconlie a ein ye- wis^cr kauf in gross und Idein hollz und ivellen^. — Pp. II. 1308 2577. (i\c'î/6'5 Kaufhaus gebaid.) — Sp. n" 1491. — Ibid. l;3ü:i 2578. {Handwerker sollen ewig zu den Handwerken dienen) — Sp. n" ir.n. — Ihid. Fol. 365— 38i 2571>. {Von den Engelländern.) — K.-S., p. 331. — K.-Il., p. 486 sqq. I."{G5 — Sp. n" 1538 sq(|. — Invasion des i^iandes compagnies en Alsace. — Buss., Revue calh., 1800, p. 203-447. 1373 2580. {Mariinimesse gesiiflel.) — Sp. n" 1004. — Pp. II. 1.580 2581. (Karlenspiel aufgekommen.) — Sj). n" 1053. — Ibid. Ful. 3'J.^' 2582. {^Vallher von der Dick siirbl.) — In disser zeit und jähr slaibe 138.*» \\. Wallher von der Ihck auf Spcssburg hiiidei' Andlan, leigl zu Andlau begraben, der lelzle lierr seines Stammes und namens von der Dick. — Sp. n" 1005. — Pp. Sehn. I ■'•'.'.. 2583. {Münzen geprägt.) — Damals hübe man auch an ß, grossen inid vierer zu schlagen, die denn auf der einen seilen nur schlecht die rreuzslrass, mil der umschriCl : Gloria in cxcelsis Deo et in terra pax hurninibus — und auf der andern seilen: Grossus Argcnlincnsis — mid in der milieu die gilgen daiauf geslagen war, nach der frciheit k. Glodo- vcus, Daguberlus und Ludovicus. — (Juant au lys, le chroniqueur avoue no savoir (pie ce qu'en dit Wimpiieling. Man hnb auch an hellerbrod zu baclien, vvaim die i)f'ennigwerlh bi'od zii gro.«,« waren fïir einen menschen zu essen, welches zuvor nicht gewesen war. — Sp. n" 17! 13. — Pp. ||. T O M U s 1 J. ABTHEILUNG I. 2584. ( Wetlcr ins Münster und S. Thoim/n ijcsclihnjcn.) — AufS. lii|i- toi. 0' polylslag sclikii» das vvctlor ins Münster und zu S. Tliomaskirche zuo gleich, \^'^^) und zündlens an. Es kam aber ein solcher unscghcher regen der löschte das feucr aus, das allein ein seil und Iciltcr im Münster verbranle. — KI. M. Chr. u" 10. — Sp. n» '18i0. — Pp. Sehn. 2585. (\Vuchcr.) — L'usure (Wucher) est si commune (jue la ville un retire plus de 2000 marcs d'amende. — Pp. II. 2586. Schar ivechlerhaus est reconstruit à cause de l'hôtel de la Mon- 1411 naie {Münz). — Ihid. 2587. (//. Clauss Art/ Ammeisler.) — Disses jahr ward herr Glauss Fol. 35» Arg zur Slellzen zum ammeister crwöhlet, starb aber bald darauf, uard 1 117 herr Ilug Dreylzehen zum ammeister erwöhlt, oberherr auf der Ziuuner- leutstubeu. — Sp. n" 1036. — Pp. Sehn. 2588. Die ersten Zcyginer kommen f/ohn Strassburg. — Disses jahr Fol. i^^ kamen die ersten Zeyghier gobn Strassburg und in alle land, der waren l'iiS auf 1-4000 hin und her zerstreut. Sie sagten es musslen alle 7 jähr ein rott ausziehen und buss thun, dieweil sie Unser Liebe Frau nicht haben beherbergen wollen; sie waren aus Epiro, der gemein man nandts aus Egipten, die hatten gelds genug, zahlten alles, thaten niemandls kein leyd, zogen durch alle land. Ihr obrislen nannte sich hertzog Michael, hat auf 50 pferd bey ibme. Nach den 7 jähren hat man in 50 jahr keine mehr gesehen, allein seither haben viel bösse lecker in solchem sinn solchs auch fürgenommen, ist aber ittel betrug mit ihnen. Es schreibt Avenlinus sie seyen des Türeken verrälher. Sie werden ausführlichen beschiiben beim Münster 0 fol. 003. — Sp. n» 1951. — Pp. Sehn. 2589. {Weinkaiif Ordnung. — Helhelmgzoll.) — On établit un droit de 1424 V2 é P virtulis flos pcrpe- luus. — Auf der andcru seile der Stadt schild su \on 2 löweii gehalten. — Sp. n" liic.U. - l'p- 11- 2(')()(). Snü Anthonins capcll bei S. Andreas brachte man disses jahi' iit; .ib IUI Irühling, \n\i\ baule ein hi'ibsclic kireli dahien damit man den lieben heyligen i)egucüigl, daini er sehr erzürnet war und viel lenl S. Anlho- nius feuer ankäme; man crnehrle ihm audi mehi' bchwein und waid viel ilaliin geopl'erl, und bald ausgebauen und in 2 jähren anno 48, sontag vor Murgarelha gewihel, also liess die plag etwas nuch wie man meindf. — Sp. n" 'riO'.»,;. — l'p. Sehn. Fol. liiu' 21)01. liier (Reimen). Fol. III' 2l'>02. Ilischof Kiijirechls KiHrilt. Fol. IH.' 'iOOlJ. {l'Ji)t Timfäein im Mimslcr (jonacJd) — Kl. M. Chr. n" 33. — I i.Mi MOme texte (|ue Sp. ir-^ 21(12 et 2105. — Pp. Sehn. Fol. ijii* 2004. ,}iixvh von Lieehlenberg, musicus — eine laute als pcusiun. — l'p. Sclin. I i.M 2()05. (Kdufnies.s.) — La Loire est rétablie. — On équipe «s 10 glclen (idi-r Ot iderd )'. — Pp- 11- 1 ».')2 2(300. { Kleider Ir achten.) — Disses jähr hübe man an lange sehnebel an die schnell zuo machen, auch kurlze kleine mänlclc und kleine gugel- hcütt, die bandle man mit einem nestel zuosammcn, auch kurze vvammes und lange hossen. Die fraucn trugen auch köstliche lange kleyder und schleyger und kô:;tliche guldne gürltel. — Sp. n" 2100. — Pj). Sehn. Fol. MV 2607. {('Juir der AU-Snnkl-Pelerhircke yebuul.) — Sp. n" 211/i'. !45X Fol. I 2()()!S. Herr .hicob von Licldenberg und die schöne Bärbel von Uttcn- liO-J Ikuii . . . da ward ihr (der Bärbel) auch disscr reimen gemacht : Km iiur aull einem scbloss Kin beltler auf!" eim ross |-!iu lausz in "■inr'rii giiiidl Niclil lindl sieh slollzcr gesindl. — S|i. n" 2122. — Pp. Sehn. Fol. 132« 2001». Xu,: Trnchlcn.) — S|.. n" 2123. — Ibid. 2010. A'c»/c (ilockc f/egossen.) — Sp. n" 21 IX. — Ibid. Fol. 132" 2011. ///<• //rî/,: AV/;,:/ci//c/7a?//.j — Meine Icxtccpie Sp. n"21 17. - Ibid. — 11 — 2612. {Gross Feuer.) — Am freyUig nw iiuclil nach Oslern, gieng ein Fol. t35» leüi" aiiij ins Scygei'slcn liaiis, vor dem Münsicr am eck wie man Irey- li*»'» bei l'eyl halle, mal verhramilen 7 hausser his an.^ Blinicldins iiaus, und auf (\cv andern seilen ])is an das Speilmassers liaus. Ks verdarb odci' verbranl fasl alles darin, und wäre nil so gi'osse reiiini,L; gewessen, hell es grossen schaden gellion, es war ein schädliciier hrand worden. — P|). Scini. 2613. {Der Jlurtjimdisvlie Krie;j.) — L'archiduc Sigismond, poussé i"i li«''--! "59 |)ar ses conscillcis, engage ses domaines de la Ilaule-Alsace à Charles le • 'i'^'"-^ Téméraire, duc de Bourgogne. — Bussierhe, ]À(jue contre Charles le Téméraire, p. 12 sfpj., (|ue nous avons résumé. L. D. 2614. Pierre de Uayenbach, né dans le Sundgau, esl nommé land- Fol. 136—139 vogt, el arrive en Alsace |)0ur s'y faire reconnaîlre. — Ses violences el , ,^ , . . . 1470 ses entre|)rises contre les droits, les privilèges du pays. Ilagenbach écrit aux bourgeois de Strasbourg de déposer sur-le-champ leurs magistrats et défend d'élire un ammeisler. «Nous viendrons nous- mème, écrit-il, vous en imposer un, el celui-là ne sera ni boucher, ni boulanger, ni marchand de rubans; vous aurez l'honneur d'avoir pour chef le |)lus noble des princes, le duc de Bourgogne lui-même. » Il s'empare des biens que les Slrasbourgeois possédaient hors ville el des domaines de la ville elle-même, notamment dans le val de Ville, assiège et prend le château d'Ortenberg, défendu par le sire de Mül- lenheim. — Sp. no 2128. 2615. L'empereur Frédéric III arrive à Strasbourg le lundi après l'ol. li? l'Assomption, avec 900 cavaliers. — Il est reçu solennellement avec les 1472 présents d'usage, et confère à son hôte, le siie Jacques de Lichtenberg, le titre et les prérogatives de comte du Saint-Empire. — Sp. n» 2130. — Les Slrasbourgeois lui font fête, mais refusent de lui prêter le serment de fidélité qu'il demande, comme contraire à leurs privilèges. — Là-dessus il demande à emprunter 4000 fl. et en reçoit 3000. — Il repari de Stras- bourg vendredi avant la Saint-Adolphe, pour se rendie à Fribourg en Brisgau et à Bâie. Frédéric comptait aller à Metz en traversant la Haute-Alsace; Ilagen- Fol. lis bach va le chercher à Bâle à la tête de quatre-vingts cavaliers. Fort bien 1 '^73 reçu de l'empereur, il redouble d'insolence, traitant les Alsaciens de vils coquins qu'on éciaserait sans peine, et les Suisses d'audacieux (|u'il fallait réduire pour écorcher l'ours de Berne et s'en faire des fourrures. Ces propos, répétés dans la province, amènent la formation d'une ligue entre — 12 - 1473 Strasbourg, Bàle, Colnior, Schicstadt et beaucoup d'autres villes, et les nobles de la coulréc. Hngciibach accompagne Frédéric à Ensisheim, Golmar, Scblestadl, Obcrnai et Savcrne, d'où l'empereur se rend à Metz, où il fait son entrée le 18 janvier \Al"i. Entrevue de Frédéric ill et de Charles le Téméraire à Trêves, le 20 septenjbie \ilS. — Luxe déployé par le duc de Bourgogne. — L'em- pereur se loge à l'arclievêché, et le duc de Bourgogne à Sainl-Maximin. Le 7 octobre, le duc de Bourgogne donne à l'empereur un dîner où il déploie toute sa magnificence. (Voir les détails, op. cit., p. Ci; il y en a dix pages.) fol. ISO L'empereur propose au duc de Bourgogne un mariage entre son fils Maximilicn et la princesse Marie héritière de la Bourgogne. Charles dcFiiande le titre de roi de Bourgogne et veut que le duché de Lorraine devienne un fief relevant de sa couronne. Il fait préparer les insignes de la royauté, et tendre de taj)isscrics l'église de Saint-Maximin où il devait être sacré. La veille du sacre, l'empereur s'éloigne secrètement et se rend à Cologne. Fol. isu" 261G. {Charles le Téméraire en Alsace.) — Il (piille Trêves pour visiter ses domaines d'Alsace. A celte nouvelle, l'évêque de Strasbourg et les villes resserrent leur alliance. Plusieurs d'entre elles, notamment Bàle, réunissent de fortes garnisons.' Charles arrive en Alsace par le val de Ville, deux jours avant Noël, avec .')(H>0 cavaliers. Ilagenbach le précède avec 1000 cavaliers et 20(10 fan- tassins wallons. Les habitants de Colmar, à qui il annonce l'arrivée du prince pour le 2i décembre, refusent de laisser entrer Charles avec plus de 200 cavaliers. Charles passe la nuit à Chàtenois, dont les habitants s'étaient retranchés diins le cimetière qu'entouraient de fortes murailles. Les Bourguignons veulent y [lénélrer, un habitant ajuste un soldat qui l'injuriait et l'étend i.iidt.' mijil Mir la |il;ice. Les troupes de Charles menacent de brûler Chàtenois si on ne leur livre le coupable. Celui-ci se dévoue et se livre; on décide qu'il sera exécuté publiquement à Colmar. En chemin il parvient à s'écli.'qipfr (\ revient dans son village. (>liarles arrivo (li'vaiil Colmar; ;'i la vue de ses nombreuses troupes, les ha- bilants ferment leurs [»ortcs et lui enjoignent fièrement a de passer outrer). Il va coucher au château de Jean de Lupiïcn, à deux lieues de la ville. Le lendemain Charles se rend à Brisach; ses troujies, disséminées dans les villages environnants, commettent toute sorte d'excès. - 13 — Le 28 décembre le duc de Bourgogne réunit la bourgeoisie de Brisacb l-iTS sur la place du Marcbé, et se fait prêter le serment de fidélité «pur et simple, sans réserve». La population de Brisacb hasarde quelques plaintes très timides touciiaiit Fol. isi la sévérité de l'admiinstration de Ilagenbacb, auquel le duc se borne à adresser quelques stériles recommandations. Cbarles quitte Brisacb le 31 décembre 1473 et se dirige vers Ensisbeim, où il passe en revue les bommes d'armes des villes qui lui étaient enga- gées, au nombre de plusieurs mille, parfaitement équipés. De là il se rend à Tbann, d'où il part pour Dijon le 3 janvier 14.74, 1474 laissant à Ilagenbacb buit cents soldats picards, que celui-ci avait deman- dés soi-disant pour protéger le pays. Le départ du duc de Bourgogne est un soulagement pour l'Alsace, où l'on avait craint quelque entreprise de sa part contre Golmar, Scblestadt Fol. 151»- ou Strasbourg; «mais Dieu, dans sa puissance et sa miséricorde, détourna ce malbeur de notre patrie, et les forts et les villes du pays purent rendre de nouveau une partie de leurs garnisons aux travaux de l'agriculture». Après son départ, Hagenbacb devient pire que jamais: les exactions re- commencent, on accable les habitants des plus mauvais traitements, le landvogl ne tient compte ni du rang, ni des droits de personne. Il épouse de force la comtesse Barbe de Tengen, belle-sœur de Mar- quart de Baldeck, un gentilhomme du pays, qui avait eu autrefois à se plaindre de Ilagenbacb. (Fol. 136.) Il s'empare de divers pâturages appartenant aux nobles et aux com- munes, renouvelle ses menaces contre Strasbourg et les autres villes, et frappe d'un impôt d'un rappen chaque mesure de vin consommée dans le pays. Les villes et les campagnes lui députent quatre honorables bourgeois pour lui faire des représentations : il les fait décapiter en sa présence. Il forme le dessein de désarmer les villes et de supprimer les corps de métiers, et accable de corvées les paysans, a Der alte ßuss Bhein nmssle Fol, 152 sich selbst vor ihm forchtcn. » 2617. Les cités de l'Alsace renouvellent leur alliance défensive et les pays engagés envoient un messager à Innsbruck implorer l'assistance de Sigismond, leur souverain naturel; celui-ci écrit inutilement à Ilagenbacb. Louis XI, roi de France, conclut un traité d'alliance et de subsides avec les ligues suisses. Puis il fait faire des propositions aux Suisses, aux villes d'Alsace et à l'archiduc. On convient d'une réunion à Constance (25 mars - \A - Fol. 152'' 147-4), pour établir les hases d'un accord. On y conrlul une alliance offen- sive ft df'fensive pour dix ans, el l'on se prépare à la guerre. I / t 2018. {Liillc entre les confédérés el Charles le Téméraire.) — L'ar- , hidnc j.ail de Cunslance à la tele de :)W) cavaliers el se dirige sur P>àle, (jù il Irouvê déjà déposés à la Monnaie les 80000 fl. nécessaires pour dé- î^'agcr l.'s pays engagés, el (juc Strasbourg el ÏWle lui avançaient sous In garantie du roi de France. Il envoie deux liérauls au duc de Bourgogne lui si^'nifier le remboursement cl demander à être remis en possession de SOS lerres. Cliailes furieux fait emprisonner les hérauts et les relient assez Fol. i,v; longtemps cajjlifs, sans cependant leur faire aucun mal. Il fait à Sigismond une réponse empreinte de la plus excessive arrogance et pleine de menaces. il ordonne à flagcnhach de se maintenir en Alsace jusqu'à son arrivée. Crhii-i i met dc>i troupes dans Brisarh. Ensisheim ouvre ses portes au che- valier ilerrmann d'Eplingen, nonniié landvogt par l'archiduc, chasse le liculeuanl de Ilagenbach (jui s'élait retiré dans le château, el ferme ses portes à Ilagenbach lui-même accouru avec un corps de cavalerie. Dans lii matinée du jour de Pâques, à l'heure de l'office, celui-ci essaie de sur- prendre la ville el se voit repoussé avec perle. Fol. 133»" llag:enhacli foiiiii' le projet d'expulseï' ou de massacrer la population civile de Hrisach. Frédéric Vœgelein, (|ui commandait une troupe de 200 Fol. I ji ;dlemaiiils au service de la Bourgogne, averlil les bourgeois el l'on s'em- pare de Ilagenbach. Les Wallons s'enfuient, oubliant même leurs effets; Vœgelein jirciKl du service chez l'archiduc. En môme temps les Slras- boiwgeois recouvrent le château d'Oitenberg el le val de Ville. Fol. 155« Ilerrmann d'Eiilingen reprend possession des territoires engagés, et Tliann c;ipilule. Sigismond arrive le .10 avril à Brisach. Fol. ISS*-— I5Ü iMorl de JIaf/e)ibach.) — Pierre de Ilagenbach est mis en jugement, condamné el exécuté devanl la porte des Tonneliers à Brisach. Fol. nG»* 2r>P.I. [Coïiimcnceriienl des JioslilUés.) — Etienne de Ilagenbach, frère • In landvogl, part poni- Luxembourg afin de rendre compte à Charles de Bourgogne des événemenls d'Alsace. Celui-ci s'empare par (rahison du conile Hrnri ^h- \Vilrlt'mb(;ig, lils du duc Uliic, el menace de le faire ilécopiler si on ne lui livre Moiilbi'liaid où les confédérés avaient mis une forle ganii.'^on; mais le commandiuil, sire de Stein, refuse énergiquemeni, et la menace n'est pas exécutée. Là-dessus les confédérés garnissent de Ironpcs Ions les pa>snL'es pnr lesquels le due de P.oingogne pouvait péné- Irer eu AIsîice. Fol 157 Charles 4e décl.ne le |i|(i|eeieur de lluberl de P.iivière, archevêque dé- - 15 — posé (le Cologne, cl envoie ses ordres dans ccLle ville, mais on di'cliire sa sommalion, cl les armes de Bourgoi-ne sont jetées dans la bone. Charles de Bourgogne entre sur-le-cliam|) en campagne et va assiéger \àlA Neuss avec une arlillerie Ibrmidahle de \n>\s cent cin(|nant(^ pièces de divers calibres. 2020. {Guerre en Alsace.) — Il charge d'agir en Alsace Etienne de l'ol. 157"^ Ilaoenbach, le comte de Blanioiit et les (\cu\ frères de Ilasenbourg, qui envahissent avec GOOO hommes le Sundgau dégai'ni de troupes, et le ravagent inifiitoyablement. Louis XI propose aux alliés d'envoyer leurs représenlants à l.ucerne et fait tous ses efforis pour les amener à prendre une décision énergirpie, espérant que le duc de Bourgogne, qu'il apj)elait la «bête féroce», irait se briser le crâne contre les Allemands. ^^^- '^^ Les confédérés se réunissent à lléricourt au nombre de 20000 hommes. ''f>l- 158" Strasbourg y compte 2000 fantassins, 250 chevaux commandés par ILnns de Berenfels, plus une arlillerie considérable; le Strauss était Iraîné par 18 chevaux. Le siège est mis devant le château d'Héricourt; le comte de Blamont est battu en essayant de surprendre les alliés, et lléricourt ca[)itule le 16 novembre 1474-. Les Slrasbourgeois rentrent en triomphe à Stras- bourg et suspendent dans la cathédrale cinq drapeaux conquis sur l'ennemi. A Baie on brûle vifs, le 18 décembre, dix-huit prisonniers wallons, en représailles des excès commis par eux dans le Sundgau. Les Bourguignons ayant recommencé les hostilités, les confédérés rentrent en campagne et emportent plusieurs forts et villes ennemies, ce qui arrête momentané- ment les incursions des Bourguignons. Le siège de Neuss continue. Cologne appelle à son secours l'empereur Fol. i j9 Frédéric III, qui convoque les contingents de l'empire et déclare le duc de Bourgogne ennemi du Saint-Empire (octobre 1474). {Les Slrasbourgeois devant Neuss.) — Vers Pâques, au bout de six mois, 1475 les contingents finissent par êti'e réunis; Strasbourg envoie 100 lances commandées par le chevalier Philippe de Midlenheim, et un train d'artille- rie assez considérable, plus cinq cents fantassins. Les commandants et porte- enseignes de cette troupe sont Lienhard Fol. 150" Amman, Conrad Ilungerstein et Hans Haussen. L'évècpie Bobert ajoute 100 lances commandées par le comte Frédéric de Bitsch et Walter de Thanu. Les villes d'Alsace y joignent leurs contingents, et Baie envoie 250 cavaliers sous les ordres du chevalier Vell de Neustein. A leur arnvée au camp impérial, les Slrasbourgeois sont admis immé- Foi. 160 — IG — diatemenl à ikTiler devant l'enipcreiir, qui donne de grands éloges à la tenue de ce corps. Philippe de Miillenlieim porte la bannière de la ville. Une rixe survenue entre les conlingenls de Strasbourg et de Münster, coûte la vie à plus de 00 hommes et retarde le départ des troupes pour Neuss. Le Strasbourgeois, auteur du tumulte, est décapité. Fol. 160^ Kiifin Tarmée se met en marche le mardi avant la Fèle-Dieu et arrive 1-470 à un dt-mi-niilie de Neuss; plusieurs petites escarmouches ont lieu. Le camp des Bourguignons ressemblait à une ville, grâce aux travaux que Charles avait fait exécuter. A la nouvelle de la prise d'armes du duc René de Lorraine, le duc de Bourgogne entre en négociations avec Frédéric et conclut un armistice. Fol ICI Les impériaux sont divisés d'opinion; les ambassadeurs du roi de France poussent à la guerre, et Louis XI envahit la Picardie. Ses ambassadeurs promettent à Frédéric la plus riche part des dépouilles. Mais Frédéric, « très rusé et fort au fait des pratiques de la diplomatie française, répond par la Aible des chasseurs qui vendent la peau de l'ours avant de l'avoir tué » et congédie les ambassadeurs. Fol. 161'' Lienhard Amman et un bon nombre d'hommes d'armes témoignent le désir de visiter le camp bourguignon, et Charles, l'ayant appris, leur fait tout montrer en détail, peut-être afin de les effrayer par l'appareil de sa puissance. (Voir les détails op. cit., p. 193. — Il y est dit de Charles qu'il était coiffé d'un large béret tiré fort avant sur le front, aunter wel- chem er sehr lückisch Iicrcmssahy). — En sortant du camp, Lienhard Amman dit à ses compagnons: «Tout ce que nous venons de voir est fort beau, sans doute; malgré cela, le sort de ce duc puissant ne me semble pas digne d'envie, car on assure qu'il n'a pas un ami fidèle, et que ses servjteuis les plus intelligents l'ont quitté et se sont rendus à la cour du ri(i (U; France, afin d'échaitpcr à la sévérité et aux fureurs de leur maître, fureurs (pii ne sont jamais adoucies ni i)ar la libéralité, ni par les propos affectueux.» fol, itv {l'inx cuire Charles cl Frédéric.) — Après un petit engagement oîi ses lrou(»es ont le dessus, Charles conclut avec l'empereur une trêve de neuf mois, et lui donne l'espérance du prochain mariage de sa fille avec Maxi- milien. Frédéric ne .stijinle i ien en faveur de René de Lorraine ni au sujet des conlédérés d'Alsace et de Suisse; Charles persiste à vouloir en tirer une édalante vengeance, et l'emiiereur n'insiste pas sur ce point (jui le tou- rhail |>i'ii. Fol. 16?»- .Mai.s les confédérés ne .s'eiïraient pas de cet abruidon, et tiennent à Bâie, — 17 — durant la semaine de la Penlecôle, une réunion où Louis XI et Henc do fiOrraine se font représenter. Cette expédition de Neuss coûte à Slrasboin-g plus de 10000 fl.; la ville ri.i ir;:i donne à ses hommes 2000 fl. en argent, 150 fuders de vin, 500 sacs de farine, 2000 sacs d'avoine, 10 tonnes de beurre fondu, 10 tonnes de ha- rengs, 1 de stockfisch et GO tonnes de viande salée. 2021. {Guerre en Alsace.) — Les Bourguignons ayant brûlé quarante 14-75 villages dons le Sundgnu, les confédérés l'entrent en campagne sous le commandement d'Oswald de Thierstein, emportent divers forts et parta- gent le bulin entre Sigismond, les Suisses, Bàle et Strasbourg. Les Stras- bourgeois comptaient 1800 hommes et douze pièces de canon, parmi lesquelles figure encore le Strauss, un pierrier immense. Les alliés, foris de 10 000 hommes, investissent et prennent Blamont, sous les ordres de Ilerrmann d'Eptingen. (9 août.) Charles ayant levé le siège de Neuss, «voulait, disait-il, se dépêcher d'en i. Kirchen, Klarier und Sliflr, zu Slra.11. N'en connaissant pas la valeur, les vain(|ucurs font des marchés hizarres. Fol. 1C9'' Un homme de Strashourg cède pour 0 il. 12 gohelets d'or du poids de i<^) marks, les jugeant trop lourds et gênants pour boire. — Cfr. Sp. n»21r3a Les Suisses reprennent Granson el pendent une partie de la garnison ennemie avec les mêmes cordes qui avaient servi à jiendre la garnison suisse. Les alliés se dispersent, el les Strasbourgeois à leur retour suspendent à la cathédrale l•> , un prêtre alsacien en costume clérical monte sur un tertre et donne aux troupes la bcnédiclion avec le Saint-Sacrement. L'avant-garde s'avance doucement par un chemin creux, précédée de 400 cavaliers. Les chevaux ayant henni, les Bourguignons surpris font une décharge qui tue le seul André de Bulach, parce qu'on tirait de loin et au hasard. Dès qu'ils aperçoivent la tête de colonne des alliés, les cavaliers de Charles se portent vivement sur elle et y jellent la confusion. Mais l'arrivée des Suisses et la décharge de leurs couleuvrines rétablit le combat; Charles, voyant les siens reculer, ordonne à ses cavaliers de courir sus aux Suisses, mais une nouvelle décharge des couleuvrines achève la défaite de son arrière-garde. L'aile gauche est battue j)ar les Suisses, les Alsaciens commandés par Herdter et la cavalerie d'Ossvvald de Thierstein, puis tous les confédérés fondent sur le corps de bataille commandé par Charles et le gran'd bâtard Antoine de Bourgogne. Le carnage est horrible; Charles se bal avec un courage et une témérité inouïs, en franc seigneur et chevalier. Ses efforts sont soutenus par une petite troupe de serviteurs dévoués. Enfin la déroule devient générale. 2626. (Schlacht bei Nancy. — Karl der Kähne von einem strassburger Fol. I7i'' beckerknecht erschlagen.) — ... Und hübe die flucht an. Herzog Carlen wolle nicht weichen, es waren veil grosse herren um iiin, die ihn auf- - 26 - hielten zuo beschülzen. Da wuiileii veil gefangen das sie ihm nit mehr helfen kunlrn. huicss als er lierzug Carlen nach einem wolt schlagen, >tuess ihn ein hcckerkncchl von S(rasshurg(Vi(i. M. Zeileh, ///v^ Germern., pars 1, c. 1(1, p. i*.»0) mil einem spiess, das ei' vom pfcid kam uid)ekant, den er in einem grahle vollends erschlüge, das sehe ein junger grafl' so sein jung war, halle den kncchl er wolle discn verschonen, aber es ward in dem gelümmel nit mehr aciilung auf ihn gelhan, der andere reisig zeug hienge den llüchligen nach Andere sagen ci' sey von einem lothrin- gischen tatdicn edelmann namens Claude de Beaumonl verwundet worden und an ikv wiindii '^c$\üv\k'u. (\n\. Ocster. Eltrcnspicffd, I. 5, c. 75, p. 8.^».) Casi'. Ens in Tlics. polil., apolelcsin. '^5, pag. 412, de hoc ducc Carolo hoc refcrl: Carolus audax dux Buigundiae ad Nanceium oecisus Irihus vulnc- lihiis non snic gravi suspicione proditionis ah Italo (juodam Comité Campo- hassa inslitulae. Ein junger knah der . . S. . . kammerjung Johann Baj)lista de Golumna war gefangen. Er wisse wo und wie er erschlagen. — Slrasshurger in der beule 8 hanner und h. Karls wa|ipenrock zogen ins Münslei', dankten gotl und steckten die fahnen da auf. Kamen sonlag nach Erhardi in schö- ner Ordnung nach Sirassburg zurück. Man crkanle h. Karl an einer wunde am hals die er zu Morien erhallen, wo ihm auch zwei zahn ausgeschlagen, lind an den langen näglen die er im wachsen lies, damit er wie ein low krammen kundt. — Sp. n" 2141. — Résumé Sehn. Fol. 17.1 Les Lorrains et les Français font des prisonniers; les Suisses et les Alsaciens ne font quartier à personne. Après la bataille, Hené demande avec inquiétude à tout venant des nouvelles de Gliailes; nul ne savait s'il était mort ou en luite. — Hené lait son entrée à Nancy vers sept heures du soir avec la noblesse du pays et les principaux chefs de l'armée confédérée, entouré des bannières des alliés qui ne le (pjillenl jias. 5008 morts du parti de Charles jonchent le sol. Dans le partage du butin, la cotte d'armes du duc trouvée dans la lente de Charles échoit aux Strasbourgeois, ipii la suspendent dans la caihédrale. Le duc de Lorraine crée le lendemain, jour des Hois, un grand nuiiibre de chevaliers, dont sept Strasbourgeois (|ui s'étaient particulièrement dis- tingues dans la bataille, à sav(nr: Jean Spendei-, Jean et Guillaume du Ilicdl, Ciasjiard Zoiii de Dulach, Ilans de Seckingen, Henri de ilaslach <'l Josl DrunighoU'en. Cam|)0-Bagsü rejoint son nouveau maître et annonce que parmi ses prisonniers est im jeune jiage du duc de Bourgogne qui prétend avoir vu — 27 — tomber Charles dans la mêlée. Koiié mande ce jeune homme, (jui confirme Fol \Tj^ la nouvelle. Il est envoyé à la recherche du corj)s; le médecin de Charles déclare qu'il reconnaîtra le corps de son niailre à divers signes. Enfin on le trouve dans la vase gelée des marais do Sainl-Jean. On le dégage do la glace à coups de pioches. — Le visage élait fort enflé, le corps cnlière- ment nu, sale et sanglant, la fèlc fendue; il avait encore deux aulres blessures, l'une à la cuisse, l'autre au bas du dos. René envoie (jualre gentilshommes afin de chercher le corps cl de le Iransporicr à Nancy, il est reconnu par les siens, et René ordonne (|uc l'on piocède à la céré- monie funèbre avec la j)ompe due au rang du défunt. Marguerite d'York, veuve du duc de Bouigogne, ofhe une forle somme pour le rachat de son corps, mais René refuse, disant (pie Charles avait juré d'entier à Nancy poui* la fêle des Rois, que le serment élait acconq)li et qu'il y resterait. Les Slrasbourgeois (piitlent Nancy en même temps (jue les aulies alhés, Fol. 176' et rentrent à Strasl)ourg le dimanche après la Sainl-Eiliard, rapportant, outre un riche butin, la cotte d'armes de Charles et huit bannières bour- guignonnes, qui sont suspendues à la cathédrale. En souvenir de la délivrance de Nancy, René fait Itàtir à la droite de Fui. 176'' son palais un couvent de l'ordre de Saint-François, avec une église (|u'il désigne comme devant être le lieu de sa sépulture. Epitaphe composée à Strasbourg pour le duc de Bourgoyne. Uppida trina tibi, Dux Carole, dira fuere. In rebus Gransen, grege Murten, corpore Nanse. Cernite nunc Ducem Burgundum gloria necat. Contra vim mortis Non herba virescit in hortis, Mors servat legem, Recipit cum paupere Regem, Est commune mori, Mors nulli parcit honori. 2626''**. Le chevalier Hans Marx d'Eckwcrshcini du Rilstein, arut dans la grande salle, Je che- valier de lülslcin, au eunihle de la sur|»rise, s'écria: «Je crois que le dialdf vous a lait cnlrei' ici, seigneur Amnieislie. » — «Je pense, moi, <|ue c'csl philôl le Imn Dieu», iépli(pia Scliull. Là-dessns loul le monde se pril à rire, on dîna ensendjle, el Marx prouva que ce revei's inallendu ne lui avait ùlé ni sa In-lle humeur ni son hoii aj)|)élil. Le lendenjain loule la Iroupe partit puui" Slra^hourg; Louis de INassau fut enfermé dans le l'ionni^llnirni cl y rcsia seize semaines, sans (pi'on le laissât niaii(]ucr de rien. An Imut di' ce temps il s'engagea à payer 50000 fl. el fut relâché. Ct'iU' guerre cuùla à Sliasliouig 10500011. d'oi', sans 0. (Neue Münze gebaut.) — In dissem jähr buh man an die alte !'•"" Miiiiz abznbrcehen, und buhe die neue Münzen bey der Pfalzen mit der >ch(»uen scblngglocken zu bauen an (Sp. n" 2105), die ward das folgende jähr, wie sie noch slohl, ausgebauen. — Ibid. I.'ids 2037. {Golilt/ulden gemünzt.) — L'empereur Maximilien accorde à la vilh.' le druil «le faire des monnaies d'or. — Auf der einen seile U. Lieben Krauen hihhuss und under iren fucssen der SladI schild, mit der Umschrift: UrlxMn virgo luam serva. — Aufder andern, ein reichsapfel mit einem crütz und Umschrift: Aureus urbis Argentine Nummus. — 100 '/a fein und 107 gleich geslicklel aul 1 '/s cölnisch marck gehen. — Quand le bâtiment de la Monnaie fut terminé, on frappa en carême le premier florin. Depuis, le (iiol Clni.^le remplaça le mot Vhr/o. — Pp. H. Koi. ?7 203S. (Tliurn an der Steinstrasse.) — Dissen frühling hat man den 1-»1" Ihiiru au der Sleiuslrassen, so das grosse wasseranno 1180 vor 30 jähren lialic uiii;(i\\ orirn, augefangen widerum gross und gewalliglich aufzubauen, der .soll auf 20000 R gekostet haben. — Pp. Sehn. ^'':.?' 'i^yV.). {S. Marlin sliapelie im Münster.) — Damahlcn buob hiscliod Wilh.lm neben S. Lorenzen die gross capell zuo St. Martin an zu bauen, mil dem kiipb-rm dach und £;uldeneii knöpfen welche im feur verguld sind, nnil wnlio da .sein begräbnis haben, und slüflle dahin gutte pfründen, inid i^l s.'in bildnuss und wap[)en noch im fi-nsler zuu sehen, welche anno ir,L - 31 - 1520 fertig- ward, bleibe aber hernach in Veränderung der reh'gion er- sitzen. Als aber die religion hernach ist geendcrl worden, hat er solchs bleiben lassen wie es noch ist. — Sp. n" 2210 dit: S. Michelskapelle, évi- demment par erreur. — Pp. Sehn. 2640. ( Gespenster im Elsass. — Das luülhende Heer. ) — Sp. Fol. \:,*' n"2211. I'JKJ 2641. {Défnils de la Reforme.) — Les premiers écrits de Luther se t'ol. ry.i répandent à Strasbourg et ses thèses sont affichées aux portes de la cathé- 1517—1518 drale et de plusieurs églises. — Buss., ÉlabL, p. 53 et suiv. — Nf'. Tout ce qui est donné en français, est un résumé d'après Hussierre. 2642. Mariengloche. Fol. 57" 1519 2643. Pierre PItilippi sui'nummé Rumsperger, prédicateur à Saint- Fol. .jh'« Pierre-le- Vieux, est destitué par le Chapitre à cause de ses tendances lu- thériennes. — B. n" 107. — Sp. n*^ 2221. 2644. (Liillier à Worms.) — Luther se rend à Worms. Bucer le re- Fol. 59''— eu joint à Oppenheim pour l'engager de la part de Sickingen à rebrousser chemin et à ne pas se fier au sauf-conduit. — Aventure du fou du duc de Bavière. — Représentations du délégué strasbourgeois Ilans de Bock. — Sp. n« 2222, 2645. Malheus Zell hub an die epistel zuo Fiömern auszulegen im Fol. G'2'' .Münster, in St.-Lorenzen capel. — Pp. Sehn. 2646. Mallhieii Zell, curé de Sainl-Laurent, embras.'^e le prolestan- Fol. C2 tisme. Le Chapitre ferme la chaire, les menuisiers de la Kurbengasse fabri- 1^-1 quent une chaire portative en bois, que l'on place pour chaque sermon en face de la chaire en pierre. — B. n" 10(S. — Sp. n" 2225—2226. — Bus.s., op. cit. 2647. Ein Reim von /)'' Murner. Fol. (,m 2648. Diète de Nuremberg. — Le nonce Cheregati et les députés de Fol. 63 Strasbourg. Etat des esprits dans celle ville. Prédications violentes de Zell. 1523 - Sp.no 2228. Attitude du magistrat et de l'évêque. Mariage de Firn. Le Chapitre de Fol. 08—69 Saint-Thomas se plaint au magistrat, qui prie Firn de ne plus prêcher dans cette église. Firn ne lient nul Compte de cette prière. — B. \V' 204. — Sp. no 2235. L'évêque porte plainte au magistrat contre Butzer. Celui-ci fait son apo- Fol. 70 logie. Il prêche à la cathédrale. — Sp. n« 2233. — 32 — Fol. TU»« 2G49. Prorédvre contre Zoll. — Gervais Soj.her, proniulour episco- ir»23 |,r.l. dresse conlre Zell iin acte d'accusalion en 'Jl arlicles. {En allemand, iip. S|.. n" 2520—30; en français, ap. Bussierre, F. d. n. p., p. 4.00.) Fol. 72»- Apulo-ic lie Zell. — Sp. n" '2±M. Fol. 73*-'' Zeil est (iéposé par le Groml-r-linpilie. Il ronlinue à prêcher. Gapilo, prévûl (le Saiiil-Tliomas, se prononee en sa laveur. Zell se marie. Desli- liiliun .le Symphorien Pollion. - H. n" 20tl-20r). - Sp. n" 2232-2234. Fol. 74 2050. llcdiou arrive à SlirishourL,^ nommé préilicaleiir à la calhédrale, il se prononce pour les idées nouvelles. Écrils de Lullier conlro la Messe cl le Sainl-Sacrement. — 1!. n'^ 200. — Sp. n" 2237. Fol. 74'' 2051. l.'iiniMicisler Trachenfels remplacé par Daniel Mueg-, chaud par- l'>2'» iiv;iii (1rs dùcirines de Lullier. Les prêlres mariés soni cilés par l'évêque à comparaître à Saverne. Leur apologie. Le magisiral les protège elles reçoit hourgeois. Fol. 75 2052. {Le clergé forcé d'acquérir le droit de bourgeoisie.) — Le ma- gistrat ordonne aux prêlres el aux religieu.\ de se faire recevoir hourgeois. Kcril de Gapilo. — H. n" 217. - Sp. n« 2252. 205)î. Thomas Murner gardien du couvent des Franciscains. 2054. Kmcvte; le couvent des Dominicains est envahi. — Sp. n"22'47. Fol. 75'- 2055. Messe allemande. — Tliéohahl Schwailz dit la messe en alle- mand. — Gliangements dans le culle. — \\. n" 211. — Sp. n" 2230. Fol 7C— 77 2050. {Murner à Nuremberg.) — Murner envoyé par l'évêque à la diète de Nuremberg. Le légal Campeggio el les délégués strasbourgeois. Fni. 77'' Discorde dans la population. Libelles diffamatoires. Intervention du magi.stral. Uéclamalions de l'évêque auprès du Sénal. Fol. 78 .Martin Scliutl ayant imprimé une édition des sermons de Luther, l'évêque Guillaume de Ilonslein en défend la lecture. Fol. 78' 2057. {M. Greitter, Egenolph Darhsiein und andere machen geistliche 152-4 deutsche Lieder.) — Das bapstumb wirdt zuo Straszburg auszgemusteil. Ks sind .'lucli um di.sse zeil aus dem closter gangen und haben weiber genommen hon' .Mrdlhoiis Greitler, ein niönch und voi'sänger, welcher ein guter musicus wahr, und Egcn(dn' Dachstein, so vicarius zuo St. Thoman war, auch organisl im .Münster, dei' aiicli von Unser Frauen Hausz ge- speisset und bezahlt ward, disse haben die aller erslen teutschen psalmen gemarhl, welche sarnjit der kirchonordlnung sind zuo Siraszburg gelruckl worden. — 33 — Herr Mallheus Greiller. 0 Herre Golt begnade mich. — Dass Kirieleyson. — Ich glaub ahn Golt. — Dass PaUernoster teulsch. — Ach Herr wie lang- vergissest mein. — Da Israel aiiss Egyplen zog. — Mit uns mil uns o ewiger Gull. — Es seindl doch seilig alle die. — IIülffHerr Golt dem deinen knechl. — Nuhr welche hie ibr hoffnung han. Simphorian Pollio. Mein seehl erhepl den Herrn. Johannes Flinner. Lobet den Herren alle heyden. {Main postérieure.) Herr Egenolff Dachstein, alijs WolfTgang. 0 Herr wer würdl wohnung han. — Der Ihorechl spricht es ist kein Gott. — Ahn wasserflüssen Babylon. Heinrich Voglherr ein mahler. Herr Gott ich traw allein auff dich. — Gott ist so gutt dann Israel. — Herr Gott der du erforschest mich. Herr Conradt Rupertt. Weldt schöpfier Herr Gott Jesus. — Nuhn siehe wie fein und lieblich ist. — GoU du höchster genaden horll. Johannes Englisch. Doctor Capito. Gebenedeyet sey Golt der Herr. — Gib h'id zuo unser zeit, o Herr. — Ich bin ins fleisch zum todt geboren. — Die nacht ist bien, der tag bricht ahn. Doctor Johannes Fischer hall hernach disse gemach l. Frolock, 0 dochter Zion fest. — Ihn suessem jubilo. — Wasz besorgest du dich findt Heroden. — Was ergerl dich ungläubigen. — Wen sucht ihm grab ihr weiber. — Aller Heyligen leben. — Alsz Christus nuhn woldt fahren auff. — Welcher hinfellig will werdlen. — Ach Herr Gott mich nil straffe. — Der erdlkreysz ist des Herren ja. — Ihr gewaldligen bringt dem Herren. — Ich will o Herr erheben dich. — Wohl dem welchen vergeben ist. — Gleich wie ein hirlz noch wasser, — Mein hertz dichtet ein feines. — Grosz ist der Herr. — Ilörtt zuo ihr volcker. — Wasz trotzest du dann. — Golt hilfl" mir umb. — Seydt ihr dann slum. — Golt gibt dem könig. — Herr Gott du unsser zuo. — Israel sagt billich also. — Herr mein herlz B. XV. - (M.) 3 — u - 152-4 ist hocliferltig niclit. — Wohlan mm preisz den Herrn. — 0 Herr erliör mein. — Gelobt sey der Herr mein GoU. — Mein Golt icli will erhöhen dich. — Nnhn preiss undt lobt den Herrn. — Gelobt sey Gott der uns. — Himlischer Vatter grosz von Ihallen. — lim deinem Nammen o höchster Gült. — Sp. n" 2245. — Pp- Sclm. Fol. 79 2G58. Émir/ration d'une partie du clergé. Décret du magistrat et mesures 27 défense au Chapitre de la cathédrale d'entretenir le feu béni, d'allumer des cierges et de conserver le Saint-Sacrement dans le tabernacle. Sur le refus du Grand-Chapitre de s'y soumettre, le Sénat fait enlever le tabernacle. — 37 — Réclamations de l'évêque Guillaume de Ilonslcin. Le magistrat négocie Fol. los'' avec les chapitres, et défend aux prédicants de demander la suppression 1527 des quatre messes capitulaires. Symphorien Pollion continue ses violentes prédications. Fol. I09 2676. {Défense d'enterrer en ville.) — Fermeture du cimetière de Saint-Michel attenant à la cathédrale, et défense d'enterrer dans les églises, les chapelles et les couvents. — B. n'» 235. — Sp. n" 2281. 2677. {Exécution de Thomas Salzmann dit Scheidenmacher.) — Fol. loo'' Les magistrats firent exécuter par l'épée, après la St. Thomas, le nommé Thomas Scheidenmacher, le(]uel proférait beaucoup de paroles antichré- tiennes; car cet individu ne croyait pas que le Christ nous eût délivrés par ses amères souffrances et sa mort, et pensait qu'il avait été un homme comme nous. Il ne croyait pas non plus à la Trinité et disait: ail n'y a qu'un Dieu, par conséquent Jésus- Christ n'est pas Dieu.)) Gomme il ne voulait pas se laisser persuader du contraire, on décida qu'il fallait le brûler vif. Lorsqu'il eut connaissance de ce jugement, il demanda grâce et reconnut son erreur. Alors sa peine fut commuée en celle de la décol- lation; il mourut avec beaucoup de repentir et un grand regret de ses péchés. — ß. n" 232. 2678. {Étal des esprits à Strasbourg.) — Plusieurs soldats mercenaires Fol. i lo strasbourgeois qui avaient assisté au sac de Rome, reviennent à Strasbourg, et leurs discours excitent les esprits de la population. 2679. (Guerre à la messe.) — Bulzer et Gapito renouvellent leurs Fol, 112 attaques contre les institutions catholiques et demandent la suppression complète de la messe dans les quatre collégiales. Nouvelle lettre de Guillaume de Honstein au Sénat. Foi. 112— 113'' Pétition des femmes protestantes adressée à Gapito et à ses collègues. Les bourgeois catholiques tiennent des réunions au Fronhof. Nouvelle interdiction des messes privées et de la prédication catholique. Gapito continue sa campagne contre la messe. Les vingt tribus adressent Fol. lis chacune une supplique à l'ammeister Herlin pour demander la suppression 1528 des quatre messes capitulaires. 2680. Abolition de la messe malgré les réclamations de Guillaume de Fol. 1 17— tio Honstein. — B. n^ 239. — Sp. n« 2299. ' ^''-'^ 2681. Théobald Schwarz détruit les autels, les statues et les tableaux Fol. 120 de Saint- Pierre-le- Vieux. Il est cité devant le Sénat et blâmé d'avoir agi sans la participation- des magistrats. Le Sénat défend qu'à l'avenir on fasse aucun changement sans son autorisation. — B. n" 240. — Sp. n° 2300. — 38 - 1529 2682. (.St///(J6 de lu sujtjircssion de la messe.) — En apprenant la ^up()l•C6sion de la messe à Strasbourg, le Conseil ini|iérial de régence exclut de son sein Daniel Mueg qui y siégeait au nom de la république. A la Diète de Sjtire, Jacques Slurm de Sturmeck proteste contre cette exclusion; il dit en pleine séance: «Si la ville de Strasbourg doit être privée de ses droits pour avoir travaillé en vue de la plus grande gloire de Dieu en détrônant la lionle cl l'idolâtrie, il ne faut pas compter non plu> sur son concours à rien de ce qui concerne l'empire. » Quelques-uns lui ayant demandé où donc Strasbourg trouverait aide et protection à l'avenir, il réjiondil: «Le roi de France désire depuis longtemps traiter avec nous, et nous ofiVe même un subside annuel de plusieurs milliers de couronnes; nos voisins les Suisses nous admettraient également très volontiert dans leur confédération, comme ils y ont admis la ville de Dàle, il y a vingt-neuf ans; nous ne manquerons donc pas d'amis.» Fol. \:\ La réponse de Slurm alarma les députés, mais malgré leurs représenta- tions, l'empereur resta inflexible, et Strasbourg resta exclu (jusqu'en 1541). - Sp. n" 2302. Kol. 125 2683. (Mesures contre les couvents.) — On sécularise plusieurs cou- vents; on laisse subsister six prébendes calboliques dans l'oratoire de la Toussaint, et les couvents de Sainte-Marguerile, de Saint-lNicülas in undis et de Sainte-Madeleine; mais on leur défend de faire dire des messes, et on force les religieuses à écouter tous les dimanches les prédicateurs pro- icstanls dans les églises de leurs couvents. Sainte-Glaire anf dem Rossmarekt est changé en arsenal, l'église de Saint-Martin est abattue, le couvent de Sainte-Catherine devient une maison d'orphelins, son église une halle aux blés. Les biens du couvent de Saint- Marc deviennent une fondation pour les pauvres. Les pierres funéraires et les matériaux des édifices détruits sont employés dans les travaux de for- tilicalion à la j)Oi'le Blanche et à celle des Juifs. — B. n" 343, 344. — Sp. n- 2300-2303, 2304—2305. h»!. 12:/' 2684. {Paroisses protestantes.) — On organise sept paroisses protes- tantes dans les églises des quatre chapitres et de plus à Sainte-Aurélie, Saint-Guillaume et Saint-Nicolas. — Buss., Ëtabl. i-ol. I2(;^ 2685. {JlolUer.) — Die Zeichnung des böhlers: n Ein böler oder fcyr- 127» cl** mörser von eyssen gegossen. » — Pp. Sehn. Fol 128 2686. Zen g} i aus gehauen. — 1529 das geschütz und anders hinein- 1529 gesielli. ^ ll,i,|. Pol. 128»' 2687. Une cruelle famine ravage l'Europe depuis 1528. Strasbourg — 39 — reçoit et nourrit dans rßluiHleii-IIerberg, la première année 18000 et la lo'^lj seconde ^2:\M>^ étrangers. (Juatorze cents paysans alsaciens sont hébergés dans les couvents sécularisés. On oblige tous les hommes valides à travailler aux fortifications de la ville. — P.. n" 'im. - Sp. n" ^2300. 2688. (Alliance de SLrasbour(/ avec les Suisses.) — Les Stiashouigeois i'"'- ^^- ayant conclu en 1530 un traité d'alliance avec Berne, Baie et Zuiich, le '•'•^'J comie ()alatin Frédéric, président de la chambre impériale, écrit au magis- trat pour l'en blâmer et demander au nom de l'empereur une copie du traité. — Buss., op. cit. 2080. (Si. Sleffan.) — «1534- sonlag vor Liechtmess hatman diolvirch 'iiizu kann diese kuiisl auch in grossen hofl", couvent, spilel und bade- sluben gebraucht wenlen. Die haben auch solche proben gethan, ilass sie deswegen von K. M. ein sonderbares Privilegium erlangt haben. — Ibid. FoL 3i(; 2706. (Schweres Gewitter.) — 8 Julius schlug der bliiz in das Zoll- ihur beym A.-S.-Peter; fieng das dach an zu brennen, gieng aber vorüber ohne schaden. — Es stunden auiï 100 lonnen pulver darin. Nach solchem hat man das pulver aus dissem thurn gethan und in das kirchlein bey S. .lohamiis, unden im garten der (sie) Ellenden-Herbcrg stöbet und zum Ilciligen-Grab gcnandl war, gelegt, wie es noch darzuc gebraucht wurd. — B. n" 520. — Sp. n" 2/i75. — Pp. Sehn. Fol. 322*' 2707. Jacob Trausch lie. jur. — Ibid. i:.7e "^ l.>7l) 2708. (Schiessen.) — A l'occasion d'un tir, on monnaie des thaler a auf der einen seite zwo büchsen geschrengt oder ein armbrust, auf der aiiduni der Stadtwappen und zwei löwen im stall». — Pp. II. Fol. 3fif 2709. (Schaffcney U.-F.-Wercks gebaut.) — Es wurden auch elliclic 1.j78 yiie heu^shn zwischen Unser Frauen werck und der herbcrg zum Iliir- schen abgebrochen, und das schön neu haus zur Schaffeney Unser Frauen werck dahin gehauen, wie noch zuo sehen ist. Das ward im jähr iumo IThSl ausgebauen und vollbracht. — II. n« 523. — Pp- Sehn. Fol. 362' 2710. Graf Vollradts von Mansfeldl Tod und Leichenbegänrjniss. I.j/.J _ Uß,, c) ,3^, januarius starbe zuo Strassburg in Isaac Weickers haus bey S. Catharina, graf Vollradt von Mansfeldt, der warde den 5 ditto zum grab geführt auf einem wagen, alles mit schönem weissem duch und schwarzen decken, auch die A pferdtbisaufdie erd alles schwarz verdeckt. Voi' dissem gienge sein leibpfcrd ledig, ganz schwarz auf die erd be- - 43 — (leckt, darauf volglen 2 [iford aber ganlz schwarz l)is aiil die erti bedeckt; darauf zwen edele knaben der ein führt das Mansfchliscbe fahnen, der ander das vvappen ; darauf volgl die leucht, lieniach volgten seine zwöhii söhn zuo pferd, ganz scliwarz bis auf die erd bedeckt; darauf volgteh. Jo- hannes Spangenberger samt den zwencn fürnemsten vom adcl, alles im leyd, samt etliche graffon, darnach die lälit und hoffgcsiiid, und ein grosse menig volck. Man führte ihn zuo S. Gallen, da geschähe eine Ovalion (Oralionl). Man wolte ihm kein predigcr sie predigen lassen, so wolle man den Spangenberger auch nil predigen lassen. — Pj». Sehn. 2711. Pasquill. — Ibid. Fol. 375 2712. (Böse pfennig.) — L'cvêque et Hanau établissent le ^o-sc/j/e/wt/y 15 ein Wechsel under der Canzley aufgerichtet, dardurch man vermeint der Statt nutzen zu schaffen, daraus aber hernach das widerspiel erfolgt ist. Novembre. Impôt de 1 fl. 1 ^ par foudre de vin, 4 U pour l'eau-de-vie et 2 a* pour le vinaigre. La tonne de poissons paie 2 ß au lieu de 8 ^. — Ibid. 2727. Heinrich Trausch, grosser rathsherr, starb 1593 im 70 jähr. Fol. bso^ — Pp. S. 2728. {Münzherren.) — La monnaie doil consulter les échevins pour 1594 les prêts supérieurs à 500 S". — Pp. H. 2729. Paulus Messerschmid, l'un des trois de la Monnaie, est décapité 1598 pour malversation. — Ibid. 2730. {Georg Kips und Claus Braun bestraft.) — Den 2 nov. hat man 1G07 Job. Georg Kips u. Claus Braun, verordnete des wechseis, in den Ihnrii geführt, weilen sie neben Mathias Karcher, so vor ohngefähr 27» Jahr ist eingezogen worden, gar übel und unlreulich mit demselbigen gehandelt haben. — Ibid. 2731. Wunderliche Geschieht mit einer frauen und eim Soldaten. — Fol. 544'' Domalen hatte Erzherzog Leopoldus, bischoff zuo Strassburg, durch 1610 herrn Franz von Criechingen veil volcks zuo ross und fuss werben und im Elsass samlen lassen, um solche in das herzoglhum Jülich zuo führen, welche hernach im amt Dachstein sind gemustert worden. Von solchen halt ein reiter ein frau (so von Freyburg kommen und heim nacher Hor- burg, so würtembergisch ist, gähn wollen) angetroffen, dieselbige gantz fadennacket aussgezogen, auch die schnob von den füssen und den Schleyer vom köpf genommen, indem er ir kleider zuosammen packet, ist sie in eyll aufsein pferd gesessen, und nacher Horburg gerennt. Als die - A^^ - soldnlt'ii (Ilt besalziing die sahen also nacket mit zcrslreiglem hare daher rennen, hielten sies für ein gespenst, als sie aber herbey kam, ihr zuo- ständl erzehlct, sindt sie eylendl hinaus und haben den rcyller antrolTcn und erschossen, der freuen ihre klcyder samt dem pfeid zuogestelU, seine kleyder aber samt dem geld so auf 90 croiien gewesen, under sich getheilet. — IV- ^'^hn. li'll 27:i2. {Weinachlsmess frey.) — A la demande des marchands, le magistral décide (|ue la foire de Noël sera franche comme celle de la Sainl- Jean. - Pp. II. h« 1:1 2733. {Wcdiscl auf der Q/nzley geschlossen. — Kexie Ahgabcn.) — Le Wechsel est fermé. «Colt verzeihe denen die den angefangen haben!« Oll hausse les droits de bourgeoisie, 20 fl. d'or et 7 ß. Désormais le Stall- ijeld sera de 12 ß pour les cent premiers fl. au lieu de 10, et .") ß ensuite par 1(11» n. — Ibid. 1(11:; 2734. {Si'chslxUzner gemunzl) — Strasbourg obtient du comte-palatin, vicaire de l'empire, le droit de faire des sechsbätzner, ce qu'on commence l»eu avant Noël. Ils portent d'un côté le lys et la légende: Gloria in excelsis Deo — de l'antre: Moneta nova reipub. Argent. — Ibid. Tom. I Fol. iy 2735. (Pont de Kehl.) — L'auteur a mesuré lui-même le pont de Kehl, KilT If -Jl juillet 1017, et lui a trouvé une longueur de 1580 pieds. 2730. {fihcingold.) — Es nennen disen flusz die poeten Aurifer, das ist goldgeber oder goldlräger, dann die rheinischen goldgulden dahero Fol. ?i) ihren Ursprung haben. Darumb hat under könig Ludwig des frommen söhn, der fromme münch Otlfricd von Weissenburg der die evangelien in deut- sche reimi'n gebracht hat, im nnfang dieses wercks under andernmb also gcschribeii : loli lèsent thar in laute Gold in iro sante. fias nun der liheiii in seinem sand gediegen gold treibt, ist uideugbar inid gewiss, diewcil aber solches nicht durch sonderbare künstler daraus gewaschen oder gezogen würdt, sondern durch schlechte und gemein leut, als bauren und fischer, welche die weidt (wie es genant) und ordt am niiein von der obrigkeit zu leben haben, auf folgender weiss geschihet. Erstlich so richten sie am staden des Rheins zwei oder drei zusamen- gefaszte ungehobelte bretter, so auf der seilen mit leisten verwahret, etwas schregs auf, weriïen mit hauen oder schauffcln aus dem Uhein vil sand- .slfin und küss f/./V'.s) darauf. Warm dann zieridich viel darauf, so nehmen — Al — sie auch mit langen Schöpfern wasser aus dem Rliein und flüszen den groben sand von den breilern herunder, alsdann so bleibl der reinesle und der schwersle sand dorunler das gold vermischel, zwischen den rauvven sprissen heflen. Das vvürd liernach in ein hölzern lopf oder schusseln, wie es die prilschwescher brauchen, gelhan, und mil dem rhein wasser aller unral davon geweschen, also das allein der schwarzbraune goldsand (darunder das gold isl) verbleibel, welchen goldsand und das gold da- runder, man an vil orlcn am sladen des Hhcins beim Sonnenschein wohl sehen kann. Das gold und sand nun zu scheiden, slellel man ein irden geHisz auf ein kohlfeur, Üiul den sand darein. Wann er nun wohl warm, so Ihulman ein gewicht lebendig quecksilber darzue, das nimpl das gold alles an sich und vermischt und vermengt sich mit demselben, also das es ein weiss klimplein wirdt, aus welchem in der band zwischen den fingern ein rundes kuglein gemacht. Und dieser kuglein eins oder mehr werden hernach in den schmelztigel in ein kohlfeur gesetzt, so rauchet das quecksilber darvon und bleibl ein pur lauter gold kuglein darin. Welches ich zuo etlich mahlen selber bey und under der Pdieinbrucke gesehen habe. — Pp. ÏI. 2737. {Rheinßsche.) — Man fischet im Rhein: sahnen, nassen, lern- i'^l 22 prellen, meyfisch, karpfen, laucken, liechlen, börlin, mehrgrundlen (muergrundlen?), bressem, barben, auch zu zeilen stör, so aber nicht bald über die Pfallz heraufkommen. Die III fischreicher als der Rhein, gibt: forellen, selmling, eschen, barben, hechten, karpfen, laucken, roltlen, berschig, schieigen, rufolcker, schroppen, kressen, grundlen, fürnen, schnodfischc, berlin, neunauen, mülling, krebs, bhcken, etc. — Ibid. 2738. {Vins et blés.) — L'hôpital de Strasbourg a encore du vin de Fol. 23'' 1525, 1529 et 1472. Ge dernier a donc 161 ans. — (Donc le chroniqueur écrivait en 1633. — Note de M. II.) Dans le Stadtspeicher il y a du blé de 1591, 1555 et même 1439, comme l'atteste l'inscription suivante : Anno vierzehn hundert dreissig und neun Sein erster Gecken im land gesein Wuchs dise frucht nach sag der alten S. Klar im Werde ward sie behalten Und achtzig fünf jar daselbst zuo kästen Darnach gelegt in disem kästen. — 48 — Inscriptions placées sur des tonneaux de l'hôpital : Euch soll der wein sein wol hekannl Dass er der Laurenkrieg ward genannt Daher er auch hat seinen nahmen Weil damals kamen vil bauren zusamen Die waren erschlagen, das ist wahr Als man zait läSf) jar. • Hiser zedul zeigt uns mit mass Wie lang der wein in diesem fass Gelegen, das ist, sag ich für wahr Seil man zeit 1529 jar Da der würtemherger vertrieben. Wie man ein solches find geschrieben. Lieber freund, ich thue euch damit kunl Ilie ligt ein wein auiï diese stund, Der wuchs, sag ich gewiss und wahr, Als man zalt l/i72 jar, Kam er in den spital herein Da der burgunder krieg ist gesein. — Pp. II. Fol. 2C»' 2739. [Monnaies, poids et mesures) — 10 ß ihun l gülden von GO kreulzern. Aber ein gülden strasburger wehrung ist G 5 oder 3 kr. mehr. Ks gehen IV f^ gülden auf ein merck, die hat 18 Va karat. Der Stadt Strasburg silberprob ist, so wohl in der silberarbeit als auch in den münzen, wie volgt. Ersllichen so darf kein silber- odcrgoldarbeiler einig silber, es sey wenig oder vil verarbeiten, oder auch mit der Sladt- zeichen (welches die Silberschauer hinder sich haben) zeichnen lassen, es hab..' denn 10 S 2 gr. Die strasburger reicbslhaler haben 10 8 IG gr. Die lestonen oder sechsbälzner 9 — Die dreibätzner 7 — Die schilling groschen 7 15 Die halben balzen G — Die kn;uzer 5 — ilie pleniiitig 4 12 Die heller (helbeling) 3 — — 40 — Ein cenlner wigt 104 pfund. Wein und Bier: Le fuder a 24 olimen, et l'oJime 24 massen — und wird ein ohmen wein für ein cenlner gerechnet. Frucht: 4 vierling = 1 sesler, G sester = 1 viertel oder sack, der ge- meinhch 150 ^ in weitzen wigt. 12 zoll = 1 schuh. — 7 schuli = 1 klafler. — 3 schuh = einen ge- meinen schritt. D'après la longueur de 3 lignes tracées sur cette page {dans le msc. de Tmusch), le pied vaudrait à Strashourg 0'", 29, à BAle 0m,295, à Nurem- herg 0"i,305. — Pp. H. 2740. {Presswerck zum münzen eingerichtet.) — Demnach die kunst 1015 mit dem druck- oder presswerck gemein wird, welche kunst die münzer nicht fur redlich anrufen und halten weil es ir mit grosser mühe eilernle kunst gantz zu nichts macht und verderhet: dieses ungeachtet E. E. Kalh auch ein solches presswerck in dem Barfüsserkloster eingerichtet, und daselhst doppelle ß oder 3 hätzner münzen lassen. Sie hallen ein seit die gewöhnliche creuzstrasse mit dem Gloria in excelsis Deo, auf der andern die gilgen und : Assis reip. Arg. duplex. — Ibid. 2741. {Thenrung. — Specitlanlen.) — Es hat auch in diesem jähr die 1022 iheurung in allem was der mensch vonnöthen hat, wie auch zugleich die Steigerung des gelts von tag zu tag zugenommen, und his in das folgende jar gewärt. Und obwohl eine grosse und unerhörte Iheurung gewesen, so hat doch mänglicher geld vollauf gehabt, also dass die kinder auf den gassen und in den häusern mit geld gespielt haben. Es hat aber die Stei- gerung des geldes von tag zu tag zugenommen, und die ehrliche gesell- schafl der kipper und wipper aufkommen, welche in der Stadt umgelaufen, nicht allein in den häusern, sondern auch aufden gassen und den markten den leuten das alt und gut geld abgewechselt, granalirt oder geschmelzt und auf die Münze verführet, so dann alsobald schlecht geld daraus ge- macht hat. Es haben sich auch elliche weiber wechseldischlcn oder bänck- lin auf S.-Martinsplalz gestellt; so aber vom Rath alsobald abgeschafft worden. Es sind aucli vil arme und geringe leuten zu grossem reichthum in kurzer zeit komen, also das auch ein solcher so nicht 10 11. vermögen gehabt, ein haus in der Spiesgasse um 0000 reichsthalern kaufft und über die massen statlich mit hausrath zuogerichl bat. Es sind aber dicsel- bigen, als das geld und anders wider in seinen rechten stand gebracht worden ist, gar bald in wenig jähren widerumb in iren alten stand komen, B. XV. — (AI.) 4 — 50 — 1G22 also das man Gottes urlheil augenscheinlich gesehen. Hingegen so sind reiche und wohlsländige leut, in Sonderheit wiltiben und weissen, in grossen sclinden und verderben gcralhen, diwill ihn ire zins in geringen geld abgelöset, und bei der grausamen theuerung durch die iiand gangen ist. Darmit aber solcher kupperei möchte abgeholfen werden, hat E. E. Rrtlb noch ein losiingstub, zuo derjenigen so auf dem neuen bau gewesen, beim inennigthuni in der capelien im Barfüsserkloster angcrichl. Ist auch ein neu presswei'ck und schmelzkammer darzuo gehauen worden. Die haben von den burgern allein, silher gold und geld, was sie haben auf den Pfennigthurn wollen anlegen, anL;enommen, und das gold in gohl- giddon, das silber aber in uhätzner vermimtzt, und davon allen frembden, so geld auf der Stadt angelegt haben gehabt, wann es schon beständig und uimIi 'r/^ ist angelegt gewesen, abgelöst. Die dann vom adel und andere verursacht worden dass sie seind bürgor worden, darmit ir geld bey gemeiner Stadt haben anbringen mögen. Es hat aber die bürgerschaft ein solche grosse summe getragen, dass E. E. lialh verursacht worden ist zu erkennen, das man uf Jacobi nichts mehr annehmen sollte, allein umb den witliben und voglkindern sollte man noch von jedwederm 500 fl. annehmen. Als nun E. E. Uath ersehen den grossen Schuldenlast darin gemein Stadt durch solch aufnahm kom- men, und verursacht worden zu erkennen dass allen denen so über Iß 000 fl. angelegt halten, dasselbig sollte wider geben; dann etliche bei ihn Ul, 50, CO tausend fl. angelegt hatten. Denjenigen aber so 1000(1 11, tmd darunder angelegt, solle der zehnte 6. wiedei' geben werden. Es ist in diesem münzenwesen endlich dahin kommen, das manches stück geld o, A und mehrmal geschmelzt und rings gemünzt worden, also das man nichts als G und 3 bälzner auch Ô. sähe. Es behielten die Strassburger den preiss das sie die Ijesten waren , und war doch keinor mehr als A ô. werlh. L'arrivée de Mansfeld contribua aussi à la cherté, surtout à la rareté du bois. On paya un f. cichenholz 8 fl. Pendant plusieurs semaines on ne pouvait presrpie plus trouver de viande. On payait un veau X fl., un agneau A fl., une poule 5 ß, un chajjon 7 à H ß. — Pp. II. 1 02:5 2742. {Jhlx des repas dans les Stuben.) — 5 avril. — Pour l'ammeister et ses invités l'écol est de 12 ß, étrangers .'}U ß, domestiques A ß au lieu de 8 6. Ee menu était de 0 plats chauds poui' les premiers, de 3 plats chauds pour les seconds, avec un demi-pot de vin. — Ibid. - 51 — 2743. (Untreue Beamten.) — 10 S*""« 1623 Israel Gold, kaufhaus- 1623 Schreiber, qui avait détoiu'iié 250 fl., obtient grâce de la vie, mais est condamné à une amende de 500 fl, et à une détention perpétuelle chez lui. 17 S'*'"^ Jean Jacques Zeishoitz, qui avait été 18 ans kmifhausschreiber, est condamné à avoir la tête tranchée, après restitution des 5000 fl. qu'il avait détournés. Vu la cherté, la ville fait distribuer du blé à 17 ß le boisseau. On finit par refuser toute petite monnaie. Le reichslhaler est fixé par des mandats à 6 fl., il se payait à la campagne 9 et 10 fl. — Pp. II. 2744. {Impôts.) — On ôle le grosse gefell. Mais le Kmifhmts demande 1624 pour la viande 2 fl. sur cent; auparavant chaque partie payait 5 ß. Cela indispose le commerce. Les deux Lösunr/sstuben sont supprimées, et tout est rendu au Pfennigthurm. — Ibid. 2745. Wunderb arliche Geschieht mit einem Soldaten. — Bald darauf Fol. 594» hat ein soldat im würtzhaus zum Engel, sich gerümmet etllicher greylichen fhalen so er in innemuiig Ileydelbergs begangen, mit vermelden dass er die nassauische kunst liab und vest sey. Solches zuo beweisen das wambs aufgemacht, zwen stich auf den blossen leib mit dem messer gethan so nicht durch gangen. Als er darauf aber den dritten gethan, ist er in leib gangen. Als er darauf als tod dahin gefallen, hatte man ihnen in den spittal getragen und daselbsten geheylel. Hernach in den tliurn gelegt und wegen disser gotteslästerlichen that an das halseissen gestelt und mit rutten ausgehauen. Hat also sein nassauische kunst auf dem rucken ge- schriben aus Strassburg getragen. — P. Sehn. — Item, Strassb. Gesch., p. 189. 2746. Ein Duell ziveyer vom adel. — Den 11 Tag Julius haben Fol. hm^ zwen vom adel ein duell bey Lüngolsheim, dahin sie am abend zuvor ein- 162j ander ausgefordert haben, gehalten, in welchem einer von Allfeldt, ein dänischer vom adel, so eines überaus reichen Junckern in Holstein einzi- ger söhn gewessen, in das hertz gestochen worden dass er gleich tod bliben ist; der wardl hernach palsamiert und heim geführel, der ander aber N. von Bellis, so auch wund worden, ist nacher Molsheim geritten und hat sich aida verbinden lassen, und begab sich hernacher in Franck- rcich; dises geschah morgen um 8 uhren. — Pp. Sehn. 2747. Ungewöhnlich donnerstreich in das Münster. — Den 23 tag Fol. oou» Julius hatl es ohn einiges vorhergahnendes donnern zwen erschreck- liche starcke streich gleich aufeinander in das Münster in die cronen - m - 1095 gellinn, alsu ilns die stein bis in das kesselgessel und die miinslergassen in die liauseï- geflolien seind ; es ist aucli ein grosser stein in der gädlein eins am Münster diircli das dacli gefallen, aber niemand geschedigl wor- tb'n. — Ibid. 2748. Der alle Knopf auf dem Münster wiird abgehoben. — Nach- dem es nun so ofU in das Münster geschlagen und die cron davon die- selbigen bis an den ivno|if hinauf dermassen beschädigt war, also das man ihnen schier nicht mehr hat hellTen können, derentwegen grosser schaden und gefahr man dahcro hat zuo gewahrdten gehabt, also ist von Rälli (u.), XXI cikant wurden i\ey\ knöpf ahzuoheben, darauf ward the crone samt dem knöpf den 18'"" augusti abgehaben und herunter gelhan, der war so gross und stund darauf gehauen, wie beyleigender abriss mil n" . . . . aussweissel; Ist also disser knöpf 138 jähr gestanden und ist dei- nene knöpf berauf gcsetzel worden wie im jähr 1626 volgen würd. (Le dessin in(H(|né ci-dessus comme dans Schadens^ p. 18.) — Pp. Sehn. 2749. Ordnung des Slallgelds. — Rétablissement du ScheUenwerck. 1020—1628 27.")(>. [ümgeld erhöhl.) — On hausse VUmgeld i)orlé à 3 ß au lieu de t» ô. — Pp. II. Fol. 602' 2751. Iu7i neuer Knopf nnlrd auf das Münster gesetzt. — Demnach im vorigen jähr, wie gemeldl, der knöpf auf dem Münster war abgehaben wurden, hat Hanns Ileckler der werckmeister, so die neue cron samt dem knnpi .sehr künstlich gemacht hat, den 15 h mayus nach dem das gerüst darzuo gemacht, angefangen disses neue werck aufzuoselzcn, un vom T. niailii k. nov. I)is den lOcjusd. mit eben so vit! hciun^ gezogenen personcn, deien kleyd nnd instiunicntcn nocli viel .cbönei- alb voriges mal gewesen, auf der Maurerslub ollenllicli gespielcl wider worden ist, gab man G S zu sclicn, haben den letzten tag die licchlcr ins w^asser gcworlen. — lliid. Fol. 638 2751>. yr Obrcchls Schwanciujesany. — Ibid. Notes prises dans Trausch par M. l'abbé Hanauer pour ses Etudes économiques. Nous donnono ces notes telles f|iio les a i)ri.ses l'auteur, sans rien chaiij,^er a la forme, laquelle ici n'a aucune impoitancc. — L. U.) W. = Weizen. — U. = Rocken. — G. = Gerste. — II. = llabcr, q. = vierzel, quaiUiIc. — 6 = pfenning. ß =1 schilling. N" 2760. Abondance' Abondance^ Une bonne poule — 2 8 Le vin réussit mal'' Après Saint-Urbain Gute erndle Vin très abondant et très bon .... Blé bon marché, mais pain cher, parce que la sécheresse empêche de moudre Peste suivie de cherté. Le q. frucld se paie 40 ß à la campagne, 30 ß en ville Vendange bonne pour la qualité et la quantité. Les tonneaux manquent . Bonne vendange. On pouvait remplir pour 20 ß un tonneau qui en coûtait 30 Beaucoup de souris, cependant . . . Froids. Cherté des blés et mauvais vin. Cherté Grande cherté W. 1273 20 6 1274 42 1275 — 127Ü 28 1277 1278 30 B 30 128K 30 1280 34 1300 1303 1313 1333 1353 1301 48 1364 1365 — 1360 H. 16^ 16 20 20 24 26 G. 12 ft 10 14 13 13 14 II. 30 20 12-16 ß 42 8 13 1. 1 i œufs =15,8 harengs = I S. 2. 14 œufs = l 0, 8 harengs = 1 o. 3. U œufs =18,8 harengs — 1 S. - 56 — I.ü cheilc' diminue un peu Le H. se paie 80 ß ;'i la campagne, 51 ß en ville Clicrlé |tonr tout, saul les grains. On vendait au même jtrix 1 U de pois el 1 Jt (le ligues et on préférait les pois. Lv vin était si cher (jue l'on ven- dait le pot iO h el ï ß, le meilleur marché 3^2 h. Un pot de vin cl un (j. de W. coulaient la même chose, -iß. Vin cher. Beaucoup de souris, cepen- dant Vin ahondant. Le fudcr se paie 1 11. el le loimeau d'un foudre, 1 fl. Le pot se paie en détail '/s S Le |»ol de vin coùlc 5 à 3 5 en ville, \ 5 à la campagne Vin hon et abondant Un dîner se paie 4 8, le meilleur G 8. Les souliers achetés à l'empereur par les dames de Strasbourg coûtè- rent 1 i 8 Cherté par suite de pluies. Le fudcr vin coûte 20 à 30 fl. Après la récolle le pol de bon vin se paie 18... Année précoce, on mange des raisins à la Sainl-Jean-Baplisle inondations. Le bois cbci-, 10 ß lu fndcr, bJ ßles 100 fagots . . . . Le pot fie vin est à '/î S lUocus. Le boisseau de sel mojile à 7 ß. Le pot de vin, .') 8. Le (|. de poires se paie 18 ß Le fudcr de vin se jiaie o U W. 11. G. 1370 — 2fl. 1371 " 21 ß 1372 1378 — 16-18 8 10-12 8 1380 1388 48 8 24-36 1392 6 à 7 ß 1394 \Wi 1/iU) 00 8 1420 1421 1424 — 30 8 1428 1432 12 ß 1430 4ß 3 2 ß 8-108 - 57 - Clicrlc iiprùs la i*oiilecôle. En Souabc le K. se paie i à 5 11., à Slrasbouiy 9 à lu ß; un délcnd l'exportation. On paie 1 S ponr une poire, l S |>our une pomme Ciierlé et mortalité Bonne année Été chaud, bonne moisson, le pot do vin à 1 8, foin cher, 1 ît de beurre Ü à 7 5, 1 q. d'oignons à 1 ^ . . . Hiver froid, mauvais vin, point de noix, 1 q. d'oignons à 18 5 Année abondante. L'orne vin à 14 8, 15 œufs à 1 8. Le vin nouveau est aigre, se paie i2 fl. le fiider, le vieux 16 à 20 fl Gelée. Le pot de vin à 7 8. On fait de la bière à 2 ou .j 8 le pot. Vumgeld est de '/|3 Excellente année. Le vin coûte 2 fl. le foudre, '/s S le pot' En carême, 1 pot de vin pour 1 8, .jO pommes pour 1 8^ Grantle vendange, le vin nouveau 2 à 3 f]., mais le vieux à 20 fl. le fuder. Vin bon et abondant, le vin nouveau à 20 fl.; le vieux, 8 fuder pour 20 fl Récolte et vendange bonnes. L'orne vin à 15 — 16 8, même à 8 8. Le pot ordinaire V2 S, bon 2 à o 8. Mais légumes chers à cause de la séche- resse. Chaleur si grande qu'on eut W. a. G. 1. 6 œufs pour 1 0. 2. 8 œufs pour 1 ô. lfô8 144 1442 144". 1445 1446 1448 1454 1465 1466 18 ß 20 8 18 8 m h 28 36 24 16 42 26 58 (If iiuiivciiu ilct! iL-riscs ;"i I;i S;iiiil- .Miirliii Oliorlt' li'lle (|u'oii Itieii des lieux loblé se veiiil ;iu [loids IViKlaiil le séjoui' des seiji:iicuis, les boiiiyeois de garde ont 18 8 jtar jour puiir solde cl pour nourriture. Grands froids, puis inondations, cherté. "Viel Iculli liaelien liabern u. kleyen. Ks blarben vil bungers. Da tbatc man die Speicher auf und gab die Statt den hecken den W. innb 1 i ß, den i;. umb 11 ß, auch den burgern, wer es begehrte. Es wurde eine grosse anzalil buchten aus der Statt an den nachbauren herumb ver- kaull, dadurch vil leuth bey dem leben blieben, welches der Statt gross lieb brachte. Es kam der wein auToO fl. der fuder, dei' neue auf :i(l. Denn das wasser verderbte fast allen wein im kellcr. » (irosser und guter herbst. ..... Vendange si abondante (jue les ton- neaux Ibnl défaut, l/onie du meil- leur est à 20 6, le landwcin 0 à 7 ô. On le donnait pour rien. En beau- coup d'endroits ïoine se paie 2 8, on donne 1 eymer dd vin pour I ojuf, poui' vider les tonneaux \j'oiuc vin de Molshcim coté à ü ß 9 S. Missiraclis, le Vs sesler zlblen oi) 8, ce <|iii met le (|. à .jO ß, «damahl ein unerhörl ding». — Der 07ne vin war geschlagen undj 5 ß 11 8. . . W. |/i78 147! 1480 1481 /i84 i486 :}(J-.42 20 ß 17 ß 13 ß 3ß 59 - L'omc vin csl i/csclUa;/cn ù Mulslieim unib 6 ß L'omc wein ist (jcscJiälil à la Sniiit- Mailiii umb 7 ß i2 Ô Vome wein ist geschätzt à la Saint- Marliii umb 0 ß .'î ô Long- liiver suivi dei)luicsel decbcrlc. Le q. l\. sec se paie 10 ß, mouillé 9 ß 2 8. Le raisin ne mûrit pas. Le vin aigre se paie 3 à 4 fl., ou y mêle du vin vieux aclielé dans le Brisgau à 8 fl. le fuder. Les vii,qics gèlent ensuite, ce qui met le vin aigre à 20 fl. et le vieux à 40 fl. On fait de la bière Ward im Pfeningthurn in der mess den fremden zu gefallen ein keller gutter wein aufgethan, und ver- schenckten 1 masz unib 9 8, wie die wirthe, was aber vil besser. Der saure wein galt ein masz 6 8. Solclie tlieurung war nicht erhört, damah- len galt ein sester zibeln so vil als 9 sester R., jedes 5 ß. Entre autres cadeaux que Maximi- lien recul à l'Assomption : «6 fuder guter wein, kosten 168 fl. — 100 stück karpen u. hechten, kosten 28 fl. — 1 salmen, A ochsen gar grosse, kosten 40 fl. (denn das ïï fleisch galt damaln 1 8). — 200 q. H. à 30 8 le q., alles zum besten.» Das vorig jar, auch dies, waren die fruchten und wein also theuer, 1487 1488 1489 Schiafî (le Molshcim. (Iß 7 ß, 2 8 0 ß, 3 8 149 i 5ß 60 (\a> I <|. Ivorn \X ß giill, tl;ts fiicler weiii lit 11., also das vil hiiiiger slarlioii. Il;inialii wnclis iilteniialeiis sauer wriii. — L'amnicislcr cul un jour à la fuis à sa table du vin nouveau à A^I^DAefudcr m"s: cl du vin vieux à i2 11 Vin abondani cl lion. On eu lelirait à peine le fulnion. On donnait le bon vin 5 à G 6, le meilleur 7 8 Vomc. (Quelqu'un céda un/?<(/tTde vin pour un kalbkrcss. Mais les années sui- vantes le vin redevient aigre et cher. Bon été, chaud. Un scsler zibcln se paie T» ß, comme *.J sester rocken. Vui abuiid.'uit. \ai fudcr se paie A, 511. le meilleur Cvlcr herbsl. Le fuder de o à 4 fl. — Die vasz kosten noch also vil als der wein IVuchl so theuer, das ein q. 10 — 1^ ß kostet. Aber die Stall gab nil allein in der Stall, sondern bis in Schweilz, Schwaben u. Lothringen genug à 5 ß ioq Bonne vendange •Irosscr Jicrbst in allen landen, .'> jar nach einandei', das 1 Inder ^, o, A (1. galt, d Ic (j. W. .^] ß 1492 um 1495 1490 1503 Schlap de .MoLsbcim. 7ß 0 7, 2 S 2, 1 1497 3, 2 1498 4, 2 1499 /i. 1500 .^ 1501 ^i', 2 1502 3, 11) 1, (i — 61 — Schlag- •le Molsheim, W. H. Vil und gar gut. Der ome galt \A, IG, 18 lind der beste 20 8. Ein well rettig galt so vil als 8 mnsz wein, GS / 150/. 1 ß G8 «Vier m 6 y fisch kamen auf 14 ß, so doch sonst einer nur G S galt. 100 selni- ling kosten .ifl. Ein well rellig gall so vil als 8 masz wein, G S», pendant le séjour de l'empereur. Jamais on ne vit tant de vin 1505 9 4 Eté chaud et sec, vil tvein. W. de '^ à /i-ß, AwhSV, q. à 1 fl 150G ^^. Telle chaleur que presque tout dessè- che. Cherté 1507 1508 6 1 Printemps froid, suivi d'épizooties. . 1509 •S • > 1510 2 Grands froids. Vignes gèlent. Le f. vin se paie 20 fl. à la vigne 1511 8 1512 ^, 3 151.^ 0, 8 1514 2 1 Été humide. Cherté. Le pot de vin 8 8, le bêcher ancken 27 8 1515 4, 3 8 à 9 ß 5ß Eté sec. Cherté. La ivelle ruhen à r> 8. Vin bon, mais rai'e. Quand on creuse le fossé devant la porte des Pêcheurs, on donne à chaque homme 1 ß par jour 151G 4 3 11 9 Vin et grains gelés. De la Penlecùte à ^ > la Saint-Martin Strasbourg distribua 50000 q.R. à l'i, ß. Chacun élail tenu de jurer qu'il n'en avait plus et qu'il voulait le consommer avec les siens. Ailleurs le R. se payait 17 - G2 ;i IS ß. Les pauvres recevaienl le boisseau île laiinc à 17 ô. Le vin monte à % cl :»G fl. le f., à 8 Ô le pot. Il y avait tant de pauvres à riiù|.ilal, (jn'il lui fallait par semaine :I0 (|. l.oDi , \ r. lie vin et (H) fl. . . Vin el hli' rf'nssisseni mjil. r.li 8, G, 0, et •», r- / , 4, 5, 0, 0 8 0 G G A- Gfî nourrit l'hiver durant. On distribuait aux bourgeois le l)oisseau de farine à 14 5 à 18 5 après la Saint-Martin, à 2 ß plus lard. Celui qui n'avait pas plus de 400 fl. de fortune, recevait 2 boisseaux par semaine. Le sel était aussi très cher. Le f. vin valait 16 fï La cherté continue. 1 GOO personnes sont nourries aux Barfûsscr et tra- vaillent aux fortifications à 1 ß par jour. Le q. (ruchl coulait î:] 11. Le f. vin 32 fl., le pot 0 ou 8 8, il était aigre Bonne année, mais la cherté continue. Le f. vin est à 25 fi. Le pain de 1 S pesait 8 onces. On donnait 4 à 5 œufs pour 2 S. La af de viande coûte 6 à 7 8; le boisseau de sel, 7 ß. La ville distribue le boisseau de farine à 2 ß. Le jour du i*^^ mai le spicher en céda 230 q. Alors les Étals s'en- tendirent pour metire le W. à 13 ß, leR. à 11, leG. à 0 et leH.a3V,ß, et les prix tombèrent Année chaude. La cherté qui durait depuis dix ans cesse. Le W. se paie 24 ß et le f. vin 40 H Hiver froid. Wohlfeile. Le f. vin est à 12 fl Le f. vin se paie en ville 10 fl. . Schlag de Molslicini 1529 W. G. 1530! 7ß,08 153 1532 1533 1534 1535 1536 1537 4, .^ 5. 34 ß 28-30 ß >5ß llß 4, 11 7, 7-8 ß 9-10 ß — u — Hiver iloux, mais les vignes gèlenl au prinlemps et le f. vin se vend de P»0 à -40 n. . On ne se ra|i|ielle |ins avoii' vn les vignes si belles. Le f. vin se payait .iri ;"i lO fl., el le pol 8 8, le nunvean itinilic ;"i 8 7f. Un acre de vii^nes donnait de G à 8 f., onlinairenienl à peine un '/i f. A la vigne Xome se vt'iid :\ h. On donnait volontiers .'j f. de vin jjour un tonneau d'un f. On versa plus de 100 tonneaux de vin vieux aigre. Un|»aysan d'Olroltavait (pjehpies t., un voiturier lui en offrit •iO fl., il en voulut -il ; à la vendange il les doiuia pour rien Excellente vendange ipii commença en août ; le meilleur était à 8 fl. le f. p]n octobre, on eut de nouveau des cerises, des framboises. L'orne vin vieux se \(im\ "il ß, le (j. fruchl 5 ß, le i|. de fruits Ah.. Le f. vin est à 8 fl, et le pot à 2 ou 3 Ô. Beaucoup de raisins, mais ne mû- rissent pas (iiaiidr iiiorlaliti'. VAè chaud. Le vier- liii'/ de sel et d'oignons, 8 5. . . (irusseï' bagel den A mai, darauf der <(. fruciit 20 ß gall, le f. vin 'M) à 'lO (1., also schlüge die malzeit auf, das in beiren berbergen ein mal/eit auf I ß kam, tbat ziivoi' 10 ô. Aul nnnncislcrs slidie kam er auf 10 ft, zuvor 8 Ô. - On prend dans rill im broi jici (jni |icsail M îf 1538 1539 1540 1541 1542 1543 1544 Sclilag de MoLslieim. 5ß, 4 8 ^i, > .» . / 3, 7 r. 0) 10, 5 W. 11 8ß 14, 2 65 — So geringe enidl das 50 oder 00 gnr ben ofl keinen sesler cnben . . , Été froid. Vin aigre. Mais grains assez abondants Klé ebaud. Le blé flenrit avant la Saint- Georges Eté chaud. Beaucoup de chenilles qui nuisent au blé Eté chaud. A la Saint-Adelphe le pain est rare, parce que l'eau manque aux moulins Eté sec. On fait une schiffmühlc sur le Rhin Grosser hagel. Theurung Le blé réussit, cependant cherté. L'écot estélevéà l'Ammeistcrslubc; d'abord de 10, puis de 12 5, il est mis à \^ ô. Cherté. — «hn vorigen jar halle der ralh ein Ordnung gemacht, wie man die frucht geben solle, und wie man kauffen. solle. Dai'auf wird die frucht noch theurer; derW. kam auf 4 0., der U. auf .1fl.,dieG. auf 27, fl.» Gelte cherté dura pendant tout l'élé B. XV. — (M.) 1545 1546 1547 1548 1540 I55< 1551 1552 1553 1554 1556 1557 1558 1559 1500 1561 1562 Schlag de Molslieim. 9ß, OS 4, 6 0, 5 5, 5 8, 5 3, 9 3, 2 6, 6 5, 5 5, 1 5, 7 7, 9 W. w. G. IO-12ß 9-10 ß 4fl. 25 ß 20 ß 15 ß OG — chiiis tout le pays. On dressa clos loiiles derrière les imiis de Saint- Jean pour y loger el nourrir avec soupe, viande el pain, |>Ins de 1 500 persoiuics Grêle el gelée des vignes. Clierlé. Le n. monte à iO ß, mais après la mois- son retombe à 10 ß lirands IVoids. Le Rhin gèle. Le f. vin iiiOMle à r.O n. Le 11. à 25 et 30 ß . On lire irOppenheim e( de Worms 1201X» q. de a. à 10 ß. — Das kam der Stall gar wohl lidiiiie année. Le R. lomhe à 10 ß et il' vin est aussi à un prix eonvonahle. Kl(' liiniiidc el inondations. Le blé pourrit. Le q. moule à '> fl. Grande exportation qui augmente la diseUe. On mange des glands moulus, mêlés à du son. Le vin à peine polahle, quoique à 15 el 10 fl. le I'. Cheilé dure 0 ans Le hlé monte ;'i 5 fl., puis gràee à l'c'x- porlalion à 7 el 8 fl. On remportait ju.squ'à cent milles F.n ville on paie le R. G fl., le boisseau de farine 7 ß, le vicrUng de sel de 0-i à 72 S, un moineau 2 5, un œuf 2 S, un lièvre G ß, un .hareng .3 ô, ein klein spanferhle 0 ß, ein bêcher milch 1 ß, ein ome wein 2 fl. On cuisait du son fl tont ee ipii était 1563 l5G/i 15G5 1500 1567 1508 1500 1570 1571 Schlag de Molslieim. w. G. /i.ß,98 7, 1 13, 7 5, 2 7, 5 10, G 35-40 30 24- ß G, 1 12, 9 — G7 - Scilla}^- de Molshcim. mrjiigorible. II n'y avail. pas de viande à la büiicherie. Plus on faisait d'ur- doiinances, plus la cherlé auiümen- laif. On recollait le grain snr les champs avant qu'il mûrit. Le pain d'un 5 ne pesait que A lolhs. Les Souabes chercliaient le blé par milliers de voilures et s'enri- chissaient, parce qu'en Bavière il valait 15 fl. Les Etals se réunirent pour établir un maximum; alors on n'apporta rien au marché et le (|. haussa encore de 1 fl. Il fallut abo- lir le tarif. Les pauvres encombraient tant les maisons, qu'on établit au moyen de quêtes hebdomadaires un asile qui existe encore Grande cherté de harengs (|ui se ven- dent 22 à 24 fl. la tonne. Le i-aisin pourrit, vin aigre. Le vin vieux va- lait à la Saint-Martin 60 à 80 fl. le f., i ß le pot. Le R. se paie G fl. en ville, 7 fl. à la campagne. Le pain d'un S pèse 37-2 lolhs. On vend le vierling sel de 56 à 60 ô, le bêcher anken 6 ß, la S" liechter \ ß. Les États fixent le VV. à 28, le korn à 21, la G. à 18 ß et la U de bœuf à 4 S, — «und man solte nichts dann die rinds backen und fuesz darzuo wagen, so zuvor nicht brau- chig». — Le vin devait se vendre au marché 24 à 26 fl. Cette ordonnance ne dura que quatre semaines. Elle 1572 7ß — 08 — 111' liil jtns observée du loul liors Slinsliuiiig-. Kicn no vint plus nu marché; il fullul y renoncer. Pen- dant longtemps la ville donna à cliaijuc l)0ulanger I i 'pW. el 14q. 1{. |)ai' semaine Lp I'. vin se paie en ville 80 fl. On en défend l'exporlalion. Le (p friichl se vend 0 fl. en ville, 8 à 1) à la campagne Bonne vendange, le f. redescend à 15 cl 10 fl Les vignes gèlml le l'''" mai. Le blé tombe soudain à 12, puis à 10 ß, mais le vin remonte à cause de la i/elée à 40 fl Les boucliers doivent donner das gc- meslet ßeisch à 17 6 les A S", Vun- gemeslcl à A 8 la U; le hveßeisch das die schau erleiden mag à 4 5, das andere à ."î'/a; le magen à 8 5, le darin à 8 S. Die fuesz sollen die huiler verkaufen à 2 '/, ô la ÏÏ und kein wurst mer machen; le kalh- (leisrh à /<- S la S^, kopf und krcss \\h, ein gehenck 14 5; bockßcisch \ ô la U, hammelßeisch Ah h îi, s-G0-^00O(yi-rHC0ir500I>"Oi0 0i0iG0i-C)'^OG0 CSOt'C^C—COCMlr^O'C-^'rHOOG^CiCOi-OOiCOGO-r*"** G^th-^'^t-h^th »^l>«0*^'^GO*^'^OCOCO*^iO C-; -» '^ d -~21 — ^ -^>::^ ^ C- G~1 C:! CO G^l '^ OO CO G^l -rH o ^ t^ !>■ CO !>■ OO 00 OO UO OO CO iO GO -^ *^ -r- t-^ O l-O G^l CO CO Oi GO '^ CO ^ CO G^l -r-« G-1 G^ G^l -r- L— GO GO ai GO TH GO G^l G-l -r^ S o oo oo CO G-T -r- o i-O 'X) GO t- C^ CO GO -^ SO iO t- t^ lO t^ lO iO L"^ -^ -^ GO >^ t-' -T-< G-l G-1 O GO G-l O L-' LO '-< GO G-l C:» À-O O l^ OO lO —h GO TH GO GO '^ '^S' O G-l 00 G-l O GO Ci 'CO Oi ^ ^ -rH ^ --O» O G-l O OC' Gl '^ GO GO — < CS-l —< —' --<"r-GO-r-' -r-f-r--?-« CO GO c:> COO'OGlCO»53<'OOGO':Hv:^|>.COiOGOGOGOcOGOO't:^CO O''^0c0c0t^000i-O^COGOCS-THG1^00C:>C>--<00 CD t- GO GO ■^ -:- -rH o GO L^ er; Gl OO Ci CO oo oi oo l-O Gl O O CO t^ t^ Gl -^ CO -|- -f '-Ol -O O *-* -TH t-H. "^ Gl oo -r-< 1(0 ^< CO CO JaO GO Cic;, OCOOSOiOOO'O'O^rHCOOCi TT* -rH -rH CÏ CS •«rH GO GO GO Ci Gl C— Ci GO GO -TH Gl Gl ^ GO GO COCiCOGOOGOOOCi*^COOLOOGOGl Ci t- Ci t-^ t^ -rH -rH -TH »^ KO CO t^ »^ Gl »^ GIGIGIGIGIGOGOGOGO-^OGOGOGOGI t-^ OO -r-< Gl GO ^ lO CO lO CO -r< GO LO CO l->i OO Ci O -th Gl GO OO Ci I:^L-^0000000000G0CiC^'OO-rH-rH--'— GlGl O i_0 lO O LO LO LO LO iO LO CO CO CO CO CO CO CO CO CO CO CO CO CO o s GO oo »rs lO GO CO •^ -^ oo Ci JO O "^ Ci -- Gl CO GO oo oo o ^ LO CO to V. LA CHRONIQUE STRASBOURGEOISE DE JEAN WENCKER. SUMMARISCHE CHRONIK UND ZEITREG ISTEll DER STATT STRASSBURG von den Zeiten Caji Cresaris, des ersten rcnnisclien Monareben bis in das Secnlum naeb Cbristi unsers beybindts und sebgniaebers gebuit secb- zebnbundert d^c. AUSZUGE AUS WENGKER'S MANUSGR. GHRONIGK von 1637. Pp. Schneegans. Lib. I. Cap. I. 276j. Vom Regiment zu Strassburg. — . . . Es isl aber die sladl Slrass- burg (die fabel von Trier ausgesetzt) erstlich in der Römer, darauf in der französisch, folgendes der teutschen konig und kayser, fiirner, wie etliche (doch ohne glaubwürdigen beweis aus bewehrten alten authores) wollen, in der ersten hcrtzogen und landgraffen in Elsass, gewalt gestanden: sodann haben die bischöfe jedoch unrechlmässigerweise darauf prœlen- dirt; von welchen sich auch die burger mit dem schwerd nach langer band durch Gotes beystand und des kaysers conniventz baben erledigen müssen: das die landgraven aufs wenigst etwas jirœtension gehabt, will sich darin erzeigen dass a". 1129 kayser Lotharius 11 der Stadt Strassburg einen ansebnlichen besiegelten und verwahrten freyheitsbrief ertheill, ohne zweifei damit sie sich dessen wider Gonradum und Fridericum herzog in Schwaben und landgraven im Elsass, seine competilorcs im reich wider solche proetension bedienen möcbten : welche auch zugleich der bischöfe abzulehnen und zu verichtig dienen, weil bischof Gebhardus selbiger zeit für ihn wider die Schwaben gekriegt und Fridericum den einen bruder erstlich beyGugenbeim und hernach noch einmal geschlagen — 78 — iiiiil überwiiiidea, also dem kayser sehr lieb und er ilime deswegen ver- bunden woiden : « wo nun die bischöfT etwas gerechligkeit an der Stall gehabt hellen, wurde dieser die confinnalion leicht erhalten, und obge- inellen freyheitsbrief zu hinderlreiben vermoclil haben.» Kn marge: /)^7.s^ Rcf/hncnlsrechl stehet hey dem Adel, Status aristo- cvcUicus. V. IliT.TZuG in Citron, (ds., hb. VI, p. 2^23 sqq. Ob nun wühl kein zweilel deswegen viele der adelspersonen welche damalen die Stall bewohnt und ohne zweifei mit ihren ritterdiensien die besteligung und déclaration gemeldler freyheit erworben, zugleich wo nicht vorhin, die Verwaltung des régiments erhalten: so findet sich doch nichts in schririen, wie und auf was weise dieselbe eigentlich bestellet imd vc'rfasst gewesen, bis ins jähr 1225, als Fridericus II kayser imd ilciniciis giafzu Veringen bischofl'war: von demselben jähr befindet sich ein alter brief mit der Stall insigel verwahrt, in welchem der Magister civittni benebcn noch M personen des Raths benennet: war damalen gebrauchlirh dass der Halb alle vertrag und dergleichen bestetigl und in der lukund des bürgermeisters und der räthe namen vermeldet: ist also gewiss das damalen das régiment auf 12 personen bestanden; solches bestätigt noch mehi- eine alle Sladlordnung de a". 1270, welche annoch auf dem arcliiuo inid auf einem langen zusammengerollten zedul auf per- gamen geschrieben in welcher diese formalia: Es ist ufgesetzl das 12 uder mc, tut es not, ersamer und biderber lüle, wise und bescheidene werden gesetzt, alle jar zu rallüten diser statt \". Anno Chr. 1271 hat es sich etwas geändert, und dem Rath A iMeister, deren jeder ein vierlcljalir regiert, vorgesetzt, auch die zahl der ralhs- personen zugleich vermehrt worden. I. — Aenderung die ein status niixtiis. A. 13.^2 als der grosse miss- sland zwischen beiden adelichen geschlechtern den Zornen und denen von Mülheim sich erhebt (durch welche occ((sion die andern burger sich neben den edlen des régiments unterzogen) sind 25 edele im Ralh, (Iririnider -4 Meister gewesen, zu welchen auch 25 von (\(^i\ handwerkern, und einer unter den 25 edlen, h. Rurkard Twinger, zu einem Ammanu- meister geordnet; ist also bis auf dise zeit eine rechte aristocratie 'gewesen und bat je ein abgehender rathherr einen andern an seine stelle ernennen -— Jac. Wencker, Apparalus et Inslruclus Archivonnn, S. CO. Tom. I. ('ap. 8. Von Stall gehauen. (Sous ceüe nijjriqne nous donnons nne série île fragments de provenance diverse.) Fol. 2'i'' 2792. Bcr Armbrustrain. — Isl vor zeilen im Predigerclosler gewe- sen (bey St. Elisabethen), aber nachdem das zu St. Ciaren auf dem wörde zur Slnûidefension in den wähl nach seinem abbruch gezogen worden, ist hinder demselben wähl zwischen dem milllern sladigraben der ort zu sol- cher Übung i)e6liml, und a°. 1558 das Schieshaus wie auch zwei neben- hütten mit 3 schiessrainen und 2 rohrbrunnen gehauen worden. — Pp. Sehn. 2793. Saud Anrelien. — Soll a". 550 vel circa auf der Jungfer dises namens welche der liOOO Jungfrauen eine gewesen, grab crbaul worden sein. Ist a*'. 1171 von bischoff Ruperlo dem slifft S. Thoman als fdial incorporiri worden. Ist auch eine der 7 pfarrkirchen, der pfarrer cano- nicus daselbst, und die helffer auch dorther besoldet gleich den zu S. Niclaus, aber die fabriken bceder ort werden von den pfarrk indem und ihren sonderbaren slifTlungen erhallen, desswegen an jedem ort, auch beim Allen S. Peter 2 fabrirpfleger geordnet. Wie es gangen das S. Thoman die einkommen geniest und dise beschwer loss worden, will niemand wissen- Sonst sein bey allen 7 j)farrkirchen, bey jeder .'» kirchenpfleger, darunder einer des bestandigen Regiments; die haben zutritt und session bey dem kiichenconvenl. — Ibid. Fol. 33> 2794. Die fi'/rfüsscr kamen gen Strassburg, bauten ihr kirch mid 12:i0 kloster dinrh hilf der burgerschaft. — Ibid. 2795. Dus Dtindelhor fand sich an dem abgetragenen Thui'n, worauf in dem jähr 171(S das ende des deutschen Spitalgebäudes gesetzet wurde.... zwischen diesem und dem Spilallhor, kann, ehe der Spital in dem jähr 1308 in die Stadt an den jetzigen ort gebaut wurde, auch ein Ihor ge- wesen sein, und zwar obnweil dem halbachleckigten lliurn .... der an der allen Stadtmauer noch vor dem Spital siehe!, wovon in Herrn Ammeister Johann Wenckkiis CoUciducis manm^criplh , welche 1037 geschrieben worden, dies*' ■niriiri kimg zu lesen isl. a Es isl neben dem li.dbarliieckiglen lliurn ein ihorgeslell vermauert - 05 — frischer nls das andere mauervvcrck, stehet der liiiie iiacli grad gegen der KIaus-I3iucken, fragt sich, wozu es gehraucht worden? Darauf herichlc ich meine meynung, dass ich (nach vielfältiger hcsicliligung und belrach- tung der alten und neuen liäuser und gebäude dort herum, sonderlich eines alten geheis hinter dem Müllenheimischen hof, zweyer einfahrten zwischen den neuen häusern und eines alten liäuslcins in des Spilals schaffnerey begriffen) gänzlich dafür halte, dass aida die strass von der brücken hingegangen um des klosters und des Spitals, damalcn vor der Stadt, bequemlichkeit willen.» — Silp.ermann, Loc.-Gesch., S. G7. 2796. Die Canzley. — Der stock da jetziger zeit des StadlgericlUs Fni. ?() vor- und des Sibnergerichts nachmittag, beneben des Vogtcygerichts ses- sion und der Ammcisler audienzstub, so dann die Dreyzehen und Al- mendstub in der mitten, und oben etliche losamenter so der sladl- schreiber gebraucht, begrifßich, ist gebauet a". Chr. 140f>. Die beede bruslbilder über der thür neben dem Schnecken im hoff sind ahbildungen herrn Jacobs von Licchtenberg imd der sogenanten schönen Bärbel seiner concubin; an disem ort haben die Ammeister (vor der damaliger Canzeley jetziger zeit ihrer audienzstuben) viel jähr ihre nachmittagsaudienzen vor menniglich öffentlich gehalten, bis das ander geben in welchem jelzt die Canzeleyschreiberey beneben deroselben gewülben (in welchen zum theil eins E. grossen Raths acta, zum theil aber das archivum und der Herren XIII^"" gewölb) anno 1560. erbauet worden, und halte man domain die intention auch die übrigen kleinen heüsslein abzubrechen und den bau biss ans eck gegen den Spiegel zu führen, so aber in stocken gera- then. — {Addition de la main du fils Wencker) : ist ferner in stocken geralhen. A". 1700 war schon ein riss des baues gemacht. {En marge, de la même main, mention de l'incendie de la chancellerie du 13 9'^'-« 1080, avec renvoi à cette année.) — Sp. n" 2117. — Pp. Sehn. 2797. S. Catharinae kloster. — S. Georgen capelL — Das frauen- Fol- 1'»^^' kloster S. Catharinae in dem Entenpful oder Letz, am einfluss des lUieins, ^-^^^^ erbaut domalen ausserhalb der Stadt; item S. Georgen rapell, im creuz- gang an dem Münster erbauet (1242). — Ibid. 2798. {Dominikaner.) — 1218 kamen Dominikaner gen Strassburg. 1224 baueten ein kloster für der Stadt, als ihr aber vil wurden, bauelen sie a». 1254 an den ort alwo noch die geben stehen, wurde vollendet a". 1260. Das chor angefangen a». 1308, und geweihet a». 1345. Zur zeit der Reformation haben sie aus freyem guten willen verehrt und ver- schenckt den armen sondersiechen oder Leprosis ihr k losler sampt dem - 96 - schulhaus, benebcii noch 28 andern lieusern und elwos weniges an füllen und zinsen. Ist datirt 15 martii 1531. Die übrigen gefäll sein dem Spital zukommen. A» 1538 wurde das ganze kloslergebeu mil 2 neben- heusern der laleinischen schul übergeben, weil die Leprosen sich dessen nicht bedienen konnten; waren bereits a". 1535 ethche Stipendiaten aus fiemdcn reiciissti'idlcn beneben einem œconomo darin, die sint darnach conlinuirt und deren ein tbcil mit geringem coslgelt, andere aber frey verpflegt worden mit grosser beschwerde des schulseckels, bis man nicht mehr fortzukommen vermocht, desswegen man es a". 1035 gar abgeschafft. Jetziger zeit würdt es zu allen academischen gesciieften gebraucht, seindt 10 stuben zum gebrauch des Gymnasii und ethche andere für die übrigen exerciUn der heiren professoren gebauel. In dem chor werden die aclus publici, und darneben im grossen saal, über welcliem oben (He bibliothec, die dispvlaliones und declamntiones solemnes gehaUen, und muss das weitläufige geben darin auch des herren Prœ- sidis lies kirchenconvenls wohnhaus begrifl'en, von der Barfüssern gefallen underhallcn, und kommen aida auch alle donnerslog die geist- liche zusammen. — Pp. Sehn. Fol, lij'' Fraler Hugo cardincdls singt die erst mess im Predigerkloster zu Strass- 1251 hurg. {Amud. Calmar., f. 7.) — Sp. n« 1251. — Ibid. Fol. 14C' Prediger Möncli bauen ein Kloster in der Stadt, wohnten zuvor seit 1:>5.; a". 122/i vor der Stadt. — Ibid. 1 <>i. 1 '»~' Die l'rcdigerliirch zu Strassbiirg dedicirt worden. {Annal. Colm. f. 7.) 1 200 — S|). ut supra. — Ibid. K..I. 1 »8' Albertus Magnus, der berühmte mathemalieus und elwan bischoff zu 1208 Picgenspurg, hall sich zu Strassburg; sein cammer wird noch im Prediger collegio gezeigt, der weihet auf einmal 500 geistliche. — Sp. n" 1015. — Ibid. 2799. Draclienschlössel {Sl.-Louis.) — Le bâtiment à côté était ancieiuiement le Mnrgravenhof et avant, l'hôtel des nobles d'Endingen; sous Louis XIV, il fui liansformc en état-major du gouverneur militaire de l'Alsace. Louis \IV y logea en 1081. — Wencker ad. 1412. — Pp. P. 1202 2800. (Grrbcr graben.) — Daselbst (zu Strassburg) macht ein künstler (lurcli ein werck die Ihensch duich die gassen flicssen, hei darob zu tode. [Annal. Colmar., fol. 27.) — Pp. Sehn. 1288 2S01. V Ilalena.) — II. Güntlicr von Landsperg vitzdom bauet ein kirrli bcy der Kolben Kirchen, S. Helena genant, mit etlichen pfründen; waid der Sdiilli.L'hcinif'r ptarr. — Sp. n" 1007. — Ibid. — 97 - 2802. Cimetière de Sainte-IIéléne. — Anciennement il y avait une église {Bothe Kirche) qui servait aussi aux habitants de Scliiltigheim; il y avait tout près une maison curiale avec d'autres édifices Ijàlis en pierres, et une tour qui servait de signal et que la ville faisait garder en temps de guerre par des troupes (démolie en 1531). Une partie de ces bâtiments servait d'iiôpital pour des passagers malades qui n'étaient pas reçus à l'hôpital civil; cette partie portait le nom de Snelliivj, d'une ferme et d'un moulin qui existait sur la Bruche (démoli en 1392). Une partie des bâti- ments était habitée par de riches pfründer qui y avaient de beaux loge- ments et des jardins (le tout démoli en 1G78, en septembre). Les lépreux y étaient aussi reçus. En 1676, les bâtiments furent démolis et les biens incorporés à ceux de l'hôpital civil. — Pp. P. 2803. Das Herrenbrünnlein v^^ar gelegen vor dem Spitalthor zur rechten band. — Von diesem ist in einer 1636 von H. Aram. Johannes Wencker geschriebenen Chronik folgende Anmerkung: «Als in meinem garten vor dem Spital-Thor (der im jähr 1572 noch ein Alment-platz war) gegraben worden, hat man ein stark mauerwerk angetroffen, sagten alte leute dass es eine Wasserleitung gewesen in den Stadtgraben von einer quelle auswendig der garten unfern des Riepbergergrabens, so man das Herrenbrünnlein' genannt; stunden damalem noch etliche weidenbäume an demselben ort, aber kein brunnen.» — Silbermann, Loc.-Gesc/t.^p. 139. 2804. iß. Johann im Grünen Wörde.) — Fundata est S. Trinitatisin 1226 Argentina, das spital und Stiftung S. Johann auf dem Grünen Wördt. — Pp. Sehn. Dises hauss ward gestiftet a° 1227 zu ehren der heyligen Dreyfaltigkeit, 1227 von herren Werner Marschalck, das geistliche tumherren allda sein sollen. Hernach kam es an die Johanniter, und a». 1371 bauet h.RulmanMörswin ein strassburger burger die kirch von neuen. Von diesen gebeuen ist etwas vom garten zum stadtwahl gebraucht und an dem saal Jerusalem genannt etliche fenster verbauen worden. A^. 1633 wurde er fast gar mit sampt der kirchen abgebrochen, wolte man einen bogen schlagen und eine wehr über das wasser an die so dagegen uberhengen, ist aber, weil zugleich anderer orten zu bauen angefangen worden und die spesa zu schwer fallen wollen, verbliben und eine grosse batterie um das wasser zu be- streichen, dahin gemacht worden. A". 1649 ist den Johannitern das kleine kirchlein so sie den Spital nennen, welches a«. 1380 von li. Gunlzen zu der Megde einem stiffter gestifftet und erbaut, sampt den übrigen gebeuen so noch vorhanden, widerum eingeräumt worden, hatten inzwischen ihre B. XV. — (M.) 7 — 98 — Wohnung in der probsley zum Jungen S. Peter, und ihr exercilium rdigionis publicum bey den Reuerin und zwar freyer als anfangs dises seculi, da zu messzeiten und auf grosse feste ihnen wachten für ihre thore gestellet wurden, damit fremde leute abzuhalten. Sie haben einen pfleger der ein edelmann und des beständigen Regiments, so allein honorarius , dan er sich keiner inspection oder dergleichen annimmet. (Der orden ist de «•>. iOS9.) — B. no 519, 527. - Pp. Sehn. 1252 2805. Die Kloster zu S. Johann und Claus in Undis vor die Stadt er- baut. — Ibid. 1230 2800. Das Kloster St. Marx vor dem Spitalthor zu bauen angefangen, weil ihrer bey derclusen bey St. Arbogast zu viel worden. Item oasBaar- fiisserklostcr bey dem Pfennigthurn. 1231 Mag.{istra?) et conventus Monasterii Sti Marci dederunt capella{m) S. Marci apud pontem S. Arhogasti Monaslerio S. Arhogasli. — Ibid. 12i(-l S. Marx vollendet. — Kamen auf 200 Geissler aus Lombardey. — Kom- men 1000 Gesellen (?) [sie]. — Ibid. Fol. \u* 2807. {Mänsler. — Bischoff Gehhardus.) — Zu seiner zeit hat das Münster zu Sirassburg schaden genommen vom brand, und ist das kloster Neuenburg und Collegium Ittenwiler gebauet worden. — Starb a° Ch. 1140 oder 1141. — Sp. n" 778. — Ibid. Bischoff Burchardus I. — Dieser hat auch vielen kayserlichen Verrich- tungen beigewohnt, unter anderm dem zug in Palestinam (da vil Strass- burger mitzogen) und mit Friderico I als er Meyland ruinirt; das Münster und S. Thomanskirche welche schaden gelitten vom feur, hat er reparirt, und diesem S. Aurelienkirch incorporiert, auch dem Spital von dem sei- nigen guts gethan. SlarJj a" HCl. — Sp. n" 792. — Ibid. Fol. li?*" Münsterbau. — Im Julio dises hat der bischoff von Speyr allen seinen 120i geistlichen niandirt ihren angchörigen zuzusprechen dass sie denenje- nigen welche eine Steuer zum Münsterbau zu Strassburg samlen, wolten Unser L.-F. zu ehren steuren, dieweil sonsten ohne beyhilfF das werck musste erligen pleiben, dalür gab er indulgenz 40 tag. — Ibid. Fol. 150» Dises hat bischoff Conrad grosse indulgenz geben denjenigen welche 1275 zu dem Münsterbau steuren und fronen wurden, und solten alle priester im bislum ihre jtfairkiiuJer darzu ermahnen. Dat. in oct. Agnelis. Eod. auch wer dem grossen creuz im Münsicr nlldeiii chor opfert. (Item Cunr{adus) Dei gracia Episcopus kc.) — Sji. n° lOiO. — Cfr. Kraus, Kunst u. Alt., I, 358—59. - Ibid. - 99 - Münsterlhurn. — Der Münsterlhurn zu bauen angefangen durch Mr. 127G Erwin von Sleinbach welches visirung noch auf Unsrer Frauen haus bc- lialten. — Sp. n» 1046. — Pp. Sclin. Münslerhau. — Und gibt fraler Bonifacius, Episcopus Ecclesiae Boso- Fol. 153» niensis indulgenz in seinem bislum wegen sleur zum selbigen Münslerbau. Dise und andre haben die erzbischöfe zu Menlz, /rr/^cr Ilenricus a". 1287, und Gerhardus a«*. 1289, desgleichen die bäpst Bonifacius VIII und Cle- mens V, auch etliche Cardinal confirmiert und vermehrt. — Cfr. Kraus, op. cit. y p. 365 — 66. — Ibid. Münsterbau. — Dises hat Emicho bischoff zu Worms gleichförmige in- Fol. 154* dulgenz erlheilt wegen der sleur zum Strassb. Münsterbau als der zuSpcyr 1297 a°. 1264, und Manegoldus bischoff zu Würtzburg desgleichen das folgend 1298 jähr. Desgleichen Lupoldus bischoff zu Babenberg. — (Brand und kam der brand an Glockenthürn.) — Kraus, op. cit., p. 367. — Ibid. Frauenhaus. — Der Stadt werden die einkommen Unsrer Frauen haus übergeben, davon das Münster im baue zu erhalten. — Sp. n° 1107. — Ibid. 2808. S. Niclaus an der Breusch ist anfangs S. Mariae-Magdalenae capell genant, und von dem edlen Wallher Spender, a^. Chr. 1182 ge- bauet worden. A". 1314 hat bischoff Johann von Dirpheim solche dem slifft S. Thoman als ein filial incorporirt, deswegen der pfarrer als cano- nicus und auch die helffer ihr salaria von da haben. Hatten damalen 12 cappellanien; ist lang vor der Reformation bereits ein pfarrkirch gewesen, dessen unter andern zeugnüssen der alte aida sich befindliche tauffstein zeugnüss gibt. — Ibid. 2809. Kirch und Chor zum Jungen S. Peter erneuert. — 1290 ward Fol. isî»» chor und kirche neu. Nach der Reformation, eine der 7 pfarrkirchen ver- bheben. Hatte auch so wohl im interdict a". 1550 als dfi. 1628 ihre anstöss. 1 pfarrer und 2 helffer vom stifft besoldet. Die katholischen canonici ge- niessen wie die zum Alten S. Peter (gegen etwas schirmgell) ihre gefall ungehindert völlig, haben aber auch bey dieser kirch kein exercitium reli- gionis. — Sp. n» 1 107. — Ibid. 2810. Die Reuerinnen hatten ihr kloster gehauen zu Wasseneck a". 1245. — In einer Chronik in M. S. in-IV, pag. 39^ wird davon gesagt: Es vermeinen einige die Heuerin wären von den Geissleren die im jähr 1241 gen Straszburg kommen : conjectura die nicht schlechterdings zu vernichten. — Cfr. n" 2806. Dasselbe wurde 1475 sambt umliegenden hœusern abgebrochen. Und 1290 — 100 - baueten sie ein anders in der Uttengass ins ßlencklinshoff in der Stadt. Ilaben ihr cxercilivm erliallen, und ist 16o3 das oflentliclie fA'c?c/7mm der Römischkatbolischen dabin verlegt worden, welches sie zuvor in der Vor- stadt zu St. Jobann aber nicbt so frei halten. Es sind auch damalen die klosterfrauen von St. Margarelhen dahin transferirl worden. Weilen sie aber ungleiches ordens, über etliche jähr noch vor geendetem krieg wider in ihr kloster gelassen worden. Die Reuerin haben zwey pfleger des beständigen Regiments. — Pp. Sehn. 2811. {Schneidergraben.) — Von diesem graben restirt noch der dolen unter der erden. Dabey neben befinden sich noch andere merk- zeichen; dann vor wenig jähren, als unter der Gewerbslaube in einem hof ein brunnen gegraben worden , hab ich gesehen aida in der tiefe eichene hölzer hervor bringen, als obs ein rost von einer mühlen oder dergleichen fundament gewesen, kohlschwarz, aber noch ohnverfaulet. — Silbermann, Loc.-Gcsch., p. 31. 2812. Spital. — Lliôpital dans la rue Mercière (au) coin de la rue de l'hôpital près de la chapelle St.-Erhard, a été fondé sous l'évêque Cuno, de 1100 à 1122. Sous son successeur l'évêque Gérard, il reçut déjà beaucoup de dotations. 1127—1141. — Pp. P. 2813. S. Sleffan. — Ist ein frauenklosler und abtey zu Childerici Zeiten von Adalberto herzogen im Elsass gestiftet beneben 4 tumherren- jifründen, war vor zeitcn gar reich, aber zu zeilen keysers Ilenrici II a". 1011.') bat bisch. Wcrnher I solchs von demselben ausgebeten und von den einkünften das beste an das bistum gezogen : also dass jetziger zeit neben der äbtissin nur noch ein einzige weibesperson welche man die Tunifrauc nennet, im coslen darin erhallen wurd, der pfarrer und 2 diaconi zu S. Wilhelm aber die 3 übrigen tumherrenstellen ansetzen. In der allen kirch so verschlossen, stehen dise alte reimen angeschriben : Maria: Mein kind sich an die brüste mein, Kein sünder lass verloren sein. Clirislus : Mutter sich an die wunden Die ich h'ir den sünder trag alistunden. Christus: Vatlor lass dir die wtniden mein Kill Opfer IUI- den sünder sein. Valter: Sohn, lieber söhn mein, Alles was du begerest, das soll sein. - 101 — Ein aeptissin wird noch mit allen ceremonien von einem probst zu S. Thoman inveslirl, und gibt dafür einem bischoffvon Strassburg 100 gl. 15 yt^. Sie haben einen cdelmann zum oberschullhcissen ihres slädlleins Wangen, und 2 pflcgcr des beständigen Regiments welcher rhat sie in wichtigen gescheften gebrauchen mögen; aber die administration der haushaltung stehet bei ihnen beneben 2 schafTnern. Ein namhafter theil ihres einkommens besteht in'^dem weinzehenden zu Wangen, so in gute und fruchtbarkcit genug considérable. Ihr wähl ist frey, und votiren wan ein äbtissin abgehet, die Tumfrau und die 3 canonici; bey diesen dreyen aber ist sie nicht frey, sondern welche jeweilen pfarrer und helfer zu St. Wilhelm die seindt auch canonici bey St. Stephan, und gibt solche abley und stiffl der Stadt ein gering schirmgelt. — Pp. Sehn. 2814. Slolzeneck. — In II. J. Wencker's Chronick ist zu lesen : Im jähr 1332 wird gedacht eines thörlins beym Slolzeneck, muss das sogenannte Steinthörlein sein. Dann der thurn am wasser gegen dem Fischerthor, ist zum Slolzeneck genannt. — Silbermann, Loc.-Gescli., p. 156. 2815. S. Thomaskirch. — Ist erstlichen ein klein kloster gewesen, Fol. u*- mit schottischen münchen besetzt; KŒNiGsiiovEN setzts ungefähr um das jähr Christi 550. S. Florentins solls erstlich erweitert haben, hernach auch bischoff Adelochus, aber die noch stehende kirche ist anno 1190 durch mittel einer indulgenz welche bischoff Henricus I zuvor ertheilt, erbauen worden. — Sp. n" 731, 37. — Sciinéegans, Saint- Thomas , p. 43. Bischoff Richwinus (f 934) aus dem geschlecht der herzöge von Lothrin- gen, hat dem stifft S. Thoman viel verehrt, under andcrm 170 f. fruchts auf dem dinghoff zu Itenheim, wie auch bede dörffer Ober- und Nider- hausbergen, welche sie aber nicht mehr besitzen auch keinen bericht wissen wie sie von dem stifft kamen. — Ibid, p. 25. Under Wilhelmo I a. Chr. 1031 ausgebauet und geweihet. Aber die noch stehende kirche ist a. 1196 durch mittel einer indulgenz welche kc. ul supra. — Sp. n" 731. — Pp. Sehn. Schottisch kloster, ohngefähr um das j. 550 nach Kœnigshoven. S. Flo- rentius solls erstlich erweitert haben, hernach Adelochus welcher circa 830, lumherren dahin gesetzt. 1007—1031 durch B. W.I erbaut und ge- weihet. Aber die noch stehende kirch ist a. 1196 durch mittel einer indul- genz welche bischoff Ilenricus I zuvor ertheilt, erbauet worden. Und hat nach der Reformation bischoff Erasmus a. 1541 die gefäll den Academie- vorstehern überlassen, welche sampt dem pfarrer daselbst und denen zu - 102 — S. Nicolaus ii. S- Anrelien, annoch solches stiffts als canonici adminis>triren und eihalten. — Pp. Sehn. Fragments de la première Partie. 1268 2816. (Fruditpreise.) — Anno 1268 galt ein viertel waitzen in Slrass- bui'i,' 2 schilling, 6 pfenning. Anno 1273 galt ein viertel waitzen 20 pfen- ning, eier gab man iA um einen pfenning, ein hulin 2 pfenning, 8 heringe 1 pfenning. — Friese, Hist. Merkw., p. 154. 1270 2817. (StadlinsiegeL) — Der Stadt mittler alt insigel ist de 1221, und befindet sich eins ohne jahrzahl, darauf ein recht gebildeter wie todter adler mit der schrift: S. undecim judicum de pace, da kein bericht wie warzu solches gebraucht worden. — Pp. Sehn. 2818. {Gerichte sollen teuLsch handien) — König Rudolph ordnet dass man bey welllichen gerichlen teutsch handien, auch die obligation- brief in derselben sprach fertigen solle. — Ibid. irol. 154> 2819. {Wahl K Albrechts.) — Albertus von Oesterreich, rom. könig 1298 erwählt den 9 august, kam gen Strassburg vigilia Assumpcionis Marie. — Sp. no 1163. — Ibid. 2820. Grosser brand zu Strassburg. — Aida verbranten domals aus verwarlosung eines knechls viel heüser als Kurbengass, Kremergass, die Tucldaub vor dem Münster, Sporergass, der Gerbergraben (Schneidergr. ?) zu beden seilen, die seh.... und deschemacher vor dem Münster, und kam der brand in glockenlhurn; der heuser waren über 300. — Sp. n" 1165. — Ibid. 1299 2821. Bisch. Conrad f 1299. — Sein bruder Friderich starb a". Christi 1306 den 26'*=° X'"'^ ist im Münster in S. Johanscapell bey seinem bruder Conrado begraben. — Sp. n" 1172. — Ibid. ZWEITER THEIL. {Ici recommence le texte du manuscrit Schnéegans; nous marquons d'un * les fragments trouvés ailleurs et intercalés.) I. Buch. 2822. {Regiment.) — 1300 unter den Stellmeistern: h. Reinbold 1800 Liebenzeller, unter den rälhen: h. Götze von Grostein. — (h. wenn es bei den edlen vorsteht, bedeutet ritter.) — Msc. Sehn. 2823. (Hausgenossen und Münzgenossen.) — Auf der liste der ge- schlechter welche um diese zeit Münzgenossen waren {deämo nonas aprilis) befindet sich ausser den bekannten geschlechtern, Erlin, Glosner. Von deren gericht der Münzgenossen siehe Lehmann, L 4, cap. 90. Die Münzer und Hausgenossen sollen adelige rittermäsige personen, haben durch ire dienst, so sie königen und kaysern ausserhalb gemeiner nott hülff und dienst vor sich geleist , sonderbar stattliche privilégia und be- freiungen erworben, und unter andern dass sie aus ihrer gesellschaft einen Meister erwehlt, welchen sie in der Stadt zum haupt und oberkeit in allen bürgerlichen irrungen in ihrer gesellschaft gesalzt, und wenn sie under sich selbst gegeneinander zu klagen gehabt oder ein ander aus der burgerschaft oder fremden wider der Hausgenossen einen oder mehr anspruch oder forderung gewonnen, seind sie vor keinem andern gericht oder raht erschienen noch zu erscheinen schuldig gewest, dann allein vor ihrem Münzmeisler, da sie als ihrer gesellschaft ordentlichen Hehler rechtens gepflogen. Wann dann einer der gesellschaft vor dem Münz- meisler schulden halben beklagt und aufs 3^ fürgebot sich nicht eingestellt, so hat derselb macht gehabt in sein haus und hoff, hab und guter einzu- greifen und davon zu verkaufen soviel zur zalung der geklagten schuld von nöthen. Im fall sich einer widersetzt, hat er sein gerechtigkeit und ehr in der gesellschaft verwirkt, und vor des Schullheissen gericht wie ein ander burger verklagt werden mögen. Was auch sonst ein burger wider ihr einer für anspruch gewunnen , hat man sie vor den Münzherrn herum müssen fürnemen, dann sie in bürgerlichen Sachen von eines Ralhs gericht frey gemacht. It. cap. 4. — Ob aber Iheils dieselben zugleich burger gewesen, kann man eigentlich nicht wissen. Lehmann schreibt dass sie es zu Speyer gewesen L. 4, cap. 18; ist desweg fast vermuthlich, weil die Stadt Speyer selbiger zeit gleich Sirassburg von adelichen geschlechtern regiert worden, dass es auch mit den Hausgenossen gleiche beschaffenheit gehabt habe. - 104 - Bei den Stellmeislern ist zu merken dass theils das amt nur einmal ge- lragen, hernach widerum anderwärts den Rath besessen, daraus abzuneh- men dass sowohl bei denselben als bei dem rathsitz man ein jeden darzu (soviel möglich gewesen) gelangen lassen, œmiilation zu verhüten. 1300 2824. Streit zwischen der Stadt und Bischoff Friderich wegen der Uessburger. — Urkunde vom 4«° Mai 1300. — Strubel, Vat. Gesch., II, p. 134. 1 ,"50 1 282#'^ {Ein Landfrieden zu Strassbiirg aufgerichtet) — 1 30 1 . Bischoff Friderich, die sladt Strassburg und andere stände, darunder auch konig Albrccht machten einen landfrieden darinn der sladt Strassburg ver- sprochen, dass sie 1) bey ihren rechten und freyheiten verpleiben — 2) alle neue zolle zu wasser und land abgelhan werden sollen. Dises waren zoll, welche die 3 erzbischöfle und churfürsten auf dem Rhein in währenden troubles angerichtet hatten, welche der könig wider abzuschaffen sie er- sucht, welches sie aber in gutem nicht thun wollen sondern habenden churfürst pfalzgrafen dahin vermocht das er denselben wegen seines Vor- habens (als sein richter in dergleichen Sachen) wolle für recht fordern; er kam aber mit einer armee, nahm ihme und dem von Mainz etliche ort ein, deswegen sie sich demütigen, um gnad bitten und samt den andern hierauf solche zolle abschaffen mussten: davon Ch. Lehmann, L. 7, cap. 3, f. 712 Sc seq. weilläufig. — Sp. n" 1183. Fol. 4* *2825. S. Wilhelm zu Strassburg. — Beede landgraven Ulrich und 1302 Pliili|ip sliffteten das chor mit etlichen pfründen, beneben der kirchen zu Oehl bey Benfelden, ligen auch im Wilhelmerchor begraben. II. Walther von Gerollzeck den hohen alter mit einer pfründe .... — In diesem jähr kamen die Wilhelmiten gohn Strassburg, den gab man ein kirchlein so die von Mülheim 1300 gegen S. Stephan gebauet. Zur zeit B, Sixli IV, wurden prior und subprior streiltig, verreciitelen fast alles einkommen zu Rom. Fernere Veränderungen befinden sich bey denen jähren darinnen sie vorgangen. — Der Orden angefangen von S. Wilhelme herzog in Aquitania. a". 1155, und ihr kloster zu Strassburg gebauet a". 1302. A". 1502 ist es, so zuvor nur von holz gebauel, erneuert und von sleinwerck wie es noch stehet, aufgcführel. A". 1520 reformiert und anestall S. Stephan zu einer pfarr, auch die 3 canonici dasclbsl zum pfarrer und heifern verordnet worden. Hernach wurden 30 alumni jun^e Studenten welche tlieologiam studieren S(jllen, dahin verschafft. Die pfleger der Eilenden Herb er g erhallen die geben sowohl der kirch als des Collegii, der schul und des Inspectoris - 105 — behausung. Sie haben 2 pfleger des besländigen Regiments, ^ vlsUalores, welche alle dienslag See — r*P- Sehn. *2826. (Streit im Münster.) — Hans Zilwan ein burger ward von einem andern burger Hans Harwart genant, in dem chor im Münster verwundet, hörte man desswegen uff zu singen bis 3 wochen nach Ostern , da hat bischoff Friderich den ort wider geweyhet: derselb gebot darauf allen geistlichen ihre concubinen abzuschaffen. — Sp. n« M85. — Cfr. Kraus,!, 374. - Ibid. *2827. (Münsterbcmablass.) — Dises hat auch bischoff Friderich die Fol. indulgenz (de quitus cf>. 1275) wegen des heiligen creuzes und der 13i grossen glocken erfrischt, und weil sich falsche samler zum Münsterbau befunden, allen priestern anbefohlen auf solche achlung zu geben und sie anzugeben, bey 20 ß starb, ward zu Strassburg zu S. Wilhelm begraben, alii Ulrich. (Le landgrave Ulric de Werde. — ISote de M. Schn.) — Sp. n" 1401. — Pp. Schn. 2869. {B. Bertholds landvertrag. — Schatzimg der Geistlichen.) — 1345 1345 donnerstag vor Mitfasten verglichen sich der bischoff und sladt Strass- burg beneben andern ständen einen landvertrag auf 5 jähr, dabey jeder Iheil thun soll nach äusserster macht. Freilag vor St. Galientag haben sie auch kaiser Ludwigs landfriden angenommen. Dises jähr fordert bischoff Bertholt eine collect an seine geistliche, die weigerten sich aber dessen, vorwendent er hell sich verbrieft nichts mehr dergleichen an sie zu for- dern, selzents doch an h. Rudolffen von Andelau den vilzthum wegen des Bisthums, h. Johann von Liechtenberg wegen Hohen Stiffls und h. Peter Swarber wegen der Stadt Strassburg zu sich, die nahmen noch zu sich 3 unparleyische personen, ward wider den bischoff gesprochen, der con- tentii'i sich, bäte aber ferner, da wurde ihm freywillig geben von Höh. - 116 - Slifft 000, von St. Thoman 300, vom Jung S. Peter auch 300 mark silber. — Sp. n» 1403. — Msc. Sehn. 13.i6 2870. {Regiment.) — h. Bertholt Swarber, h. Gose Sturm, Amra. b. Peter Swarber an statt h. B. Twinger, so verstorben, auch edel. Fol. 52* *2871. (Todtenglock.) — Dises jähr Avurde ein gar grosse glock, über die todten damit zu leuten, gegossen, und mit mühe aufs Münster ge- bracht. — Pp. Sehn. Fol. 53 *2872. {Frcmenhaus neu gehauL) — Es wurde dises jähr Unser Frauen 1^'*' haus am Fronhoff erneuert und gehauen, und viel von frommen leüten darzu gesteuert. Ist ein brief vorhanden in welchem noch Berlholt Swarbers gedacht, in welchem die stifftherren zu S. Thoman der Stadt Strassburg burger ge- nennet werden. Dat. zinstag vor S. Georgen tag. — B. n° 160. — Sp. n" 1406. — Ibid. 2873. {Regiment.) — h. Gose Sturm, h. Conrad von Winterthür an des verstorbenen h. B. Swarber. Amm. : h. Peter Swarber. — Msc. Sehn. 1348 2874. {Regiment) — Dieselben. Die Stadt aus dem bann gethan von K. Karl IV. — Sp. n" 1411. 13 i9 2875. {Regiment. — Aufsland der Handwerke.) — h. Gose Sturm, h. Conrad von Winterthür Sltm. h. Peter Swarber Ammannmeister. . . . und thele h. Claus Zorn genannt Läpp die rede im namen der hand- werker, und begerte an sie beede (die Meister) sie ihrer eyde ledig zu sagen, und ihre aemter aufzugeben. Die antworteten das sie niemalen begehrt solche wider ihren willen zu tragen, weren darzu erbielig. II. Sturm erböte sich auch zugleich das grosse insigel in seiner behausung abholen zu las- sen, gingen also mit einander in des Ammeislers hoff, und fordert h. Claus Zorn ein gleiches von ihm, der war aber nicht so willfährig wie die 2 andern, sondern begehrt zu wissen was er gethan dass man also mit ihm procedivcn wolle. Da sprach h. Grosshans Marx : Ihr besamleten morgens vor lag die handwerker heimlich, mit denen widerruft ihr was man vormalen auf der Pfaltz bestätigt hat; das wolt der Ammeister verantworten, aber h. Sturm sagt ihm : Ilic gehört kein antwort zu, wir zween haben unsere aemlcr aufgeben, das solt ihr auch ihun. Da liess der Ammeister die brief bringen darauf er gehuldigt halte und gab sie ihnen, darauf thaten sich die 3 Meister beseits, aber die handwerker bhben die nacht vor dem Münster und wachten wo sonst vonnölhen; abent aber liefl'en viele in des Anmui.slcrs hoff, fundcn ihn über nicht und das zu seinem glück, dan - 117 — vermulhlich hätten sie ihn übel gehandelt dan er bey den handwer- kern sehr verhasst war, und muslen die andern 2 sein auch mitgehen : des andern tags wurde auch der Rath ab- und ein anderer eingesetzt, und ein anderer brief darüber verfasset, folgenden inhalts. . . . (2''''' Schwör- brief.) — Cfr. Sp. no 1425 sqq. 2876. {Neuer Rath.) — Der neu erwählte Raht: Die A Meister Claus Zorn von Bulach ritter, Gose Engelbrecht der jung, Johans zum Trüwel, Cleinfritz von lleilgenstein. Der 3'^ Ammeister: h.JohanBelscholt, der Am- manmeister von der Metzgerzunfft, der 1^'^ von den handwerken. Constoffler : II. Claus Zorn Lappe, h. Grosshans Marckes, h. Heintz von Mülnheim, ßurkart Erbe, Johans Cloblauch der alt, Cuntz Pfaffenlapp, Simon Büssner Crislian, Cuntz von Winterthür, Claus Heylmann, Hensel von Mollesheim, Ilenselin zum Riedt, h. Bilgerin, h. Hildebrand von Mülnheim, Tanris, Hugelin Albrecht, Wolffelin Rebstock, Wilhelm Tantz, Claus von Heil- genstein der alt, Götze Völtsche, Hensel von Epfiche, Johans Hessen sun in der apodek vor dem Münster. Von den Zünfften : 1. Von den Cremern. — Heintz Badener. 2. — Brotbecken. — Herman in Kirchgass. 3- — Metzigern. — Rulman Mack. A. — Woileslahern. — Johans Benefelt. 5. — Küffern. — Meister Gerlin. 6. — Gerwern. — Fritsch Eckendorff. 7. — Winlüten. — Cuntz zur Glocken. 8. __ Steinmetzen. — Meister Gerlach der Werkmeister. 9. — Snydern. — Claus Snyder. 10. — Smiden. — Conrat Müller. 11. — Schifflüten. — Heintz Meiger. 12. — Kürsenern. — Claus Erbe. 13. — Zimberlüten. — Heintz Berwart. 14. — Winruffern. — .... Dirdel. 15. — Schuhsütern. — . . . . Stouffer. 16. — Schillern. — Dielsch Satteler. 17. ■ — Kornkauffern. — Claus Müller. 18. — Gärtnern. — Jacob Innenheim. 19. — Vischern. — Cuntz Seckelin. — 118 — 20. Von den Badern. — . . . . Bertholl. 21. _ Saltzmütern. — Hans in Crutcnawe. QQ^ _ Webern. — Meister Lutze. 23. — Weinstichern u. Käuffern. — .... Hüsel. 2i — Wagenein, Kistnern. — .... Schodte. 25. — Seilern, Gremern. — Johans Molsheim. 26. — Vassziehern. — Heintz Schinck. 27. — Schiffzimberlülen. — Peter Ebelin. 28. — Oelleuten, Müllern. — Peter Snelblin. Aus vorgeschribenem brief und desselben Verfassung erbellet bey etlichen ein irriger, wohle weil der rilter, knecht und sogenanten burger gleich so viel als deren von den zünfTlen, dass sie alle edelleute müssen gewesen sein und keiner von denselben 28 under den zünfften begriffen; wan sie aber scharf auf die distinction würden sehen, könten sie keine exclusion finden sondern vielmehr die inclusionem, dan unvergebens sein die rilter und so genante edelknecht allein auf 11 determinirt und die burger auf 17, wann nicht in der leisten und zwar grössern zahl denen von zünfften auch zulritt gegönt sein solle, welches aber am allermeisten bey der Stettmeister wähl, da es indistincte exprimirt, wahrzunehmen, ob es auch wenig ge- schehen dass solche personen die nicht edel geachtet worden, so ist ihnen doch allezeit der zutritt auf begebenheit offen gestanden. 2877. {Verurlheilung Peter Sivarhers. — Judenverfolgung) — Der neue Rath condemnirt die 2 Meisler dass sie in 10 jähren nicht wider zu rathstell sollen gelassen werden. Den Ammeister Peter Swarber echtelen auf 4 meilen wegs aus der Stadt. Daruff gieng es über die Juden, die versammlet man uff ihrem kirchhoff und wurden allda von 1884, uff 900 verbrannt, die übrigen Hessen sich theils tauffen, und wurden die jungen kinder zur lauff sa^^tW, und bericht die alte Chronik^ das alle pfand und brief wider geben, aber das bar gelt nahm der Ralh und theils die handwerker, do waren viel die ihr theil an Unserer Fiauen werk geben. Also gieng es den Juden auch oben und unden am Rheinstrom, da sie an etlichen orten ihr eigene haeusser ansteckten und sich mit aller hab verbreneten. Zu Sirassburg war gesetzt in 100 jähren keine mehr einzunemmen; es wehret aber kaum zehen. Die verständigsten 1. Sous cc nom l'auteur (U-signe le plus souvent la Chronique de KœNicsHovEM, alors encore manuscrite, (jueiquefois celle de Hi:rzog. Le passage cite' ici se trouve dans KŒNKiSHOVEX-ScHn.TER , p. 206. — K.-Il., p. 763 et dans Herzog, L. VIII, p. 53. — 119 — leule, welche kein intéresse bey der sach suchten, hielten dafür dass ihnen gewalt und unrecht geschehen. Der sterbend verursacht eine abergläubische sect (Geisler). — Bei disem sterben wurde verboten die leich ufTgcdeckt zu tragen und keine über nacht im hause zu behalten, man lautet ihnen auch nicht. Zu Speyer muss sich der adel auch accomodiren und ein zuniït errichten. Lehmann, L. 6, f. 697. — Msc. Sehn. *2878. (Rathsherren.) — Im Rathe von den Steinmetzen : meister Ger- Fol. 58» lach der Werkmeister. — Pp. Sehn. 1349 2879. {B. Berlholds vertrag mit Tumcapitel und Stadt.) — Als bischoff 1350 Bertholt anfieng baufellig zu werden, verglich er sich mit dem tumcapitel und der Stadt Strassburg wie folgt: 1)dassnach seinem absterben land und leute sollen gehorsam sein h. Johansen von Liechtenberg lumprobsten, bis das ein einwäliger bischoff von dem Stifft wie herkommen empfangen sein wird; — 2) dass der tumprobst niemanden als einem solchen ein- wäligen bischoff das bistum einräumen, und die Stadt auf des Stiffts costen darzu helfen solle; — 3) bekeme die Stadt ein krieg um des bistums willen, soi man ir beholfen sein mit des Stiffts vesten und land, so lang der krieg weret — 4) die Stadt soll nichts mehr fordern wegen des Schadens so den bürgern geschähe als man kriegete um die tumprobstey — 5) würde der tumprobst zum bischoff erwölet, so mag er nennen an seine statt einen andern tumherrn des Stiffts und dem soll man gehorsam sein, wie vor von dem tumprobst geordnet ist, auch soll diss geschehen mit rath und gehelle der Stadt. Mehreres von der Verwaltung selbste, von erhaltung der arabachtlüte und anders darzu sieh h. Johann von Liechtenberg der tumprobst verpflichtet. Datum freitags vor Luciae 1350. — Msc. Sehn. *2880. {ührwerck im Münster.) — Wurde ein gross uhrwerck ins f^^- ^'' Münster gemacht, daran 2 jähr lang gearbeitet worden. — Sp. n« 1450. ^o^^ — Pp. Sehn. *288l. Orgelbrand sec. K. — Ibid. ?o^- ^3 1354 2882. {Kolenkauf -Ordnung) — Dises jähr freylags vor Adolphi ward 1355 ein Ordnung im kolenkauf gemacht darinn den Hausgenossen und der Münz ihr recht (der erste kauf) vorbehalten worden. — Msc. Sehn. 2883. {Freiheit.) — Unrechter zolle halber — würdt die Stadt Strass- burg von k. Carolo IV befreyet. *2884. {Beginenhaus zur Spitzen.) — Dises jähr ist das Beginenhaus Fol. G4« — 120 - zur Spitzen gestiftet worden, haben die canonici zu S. Thoman desselben Verwaltung und der decanus die collatur. — Pp. Sehn. Fol. 66» *2885. S. Lux. — Knopf am Münster. K. — Ibid. 1356 1357 *2886. Erdbeben f. 8«. — Processio S. Lux. — Sp. n" 1487. — Ibid. 1358 2887. (Regiment.) —Unter den edlen liausgenossen : Twinger, Ellen- hard, Grostein. — Msc. Sehn. 2888. {Landgrafschaß.) — Bischoff Johann erhandelt die landgraf- schaft des undern Elsas. *2889. (Kaufhaus.) — Dises wurde das erste gebau am Kaufhaus ge- macht, und die burger und fuhrleite dahin gehalten ihre waren zu führen. Zuvor thal ein jeder wie er wolle, und geschah viel diebstal und(er?) an- derem in würts- und privathäusern grosser schaden. — Sp. n« 1491. — Pp. Sehn. 1360 *2890. (Stiftung der Ellendherberg.) — Ottelin von Ittenheim ein vicarius bauet die erst Ellendherberg auf S. Elsbethengass aus gesam- melten geld so die burger gesteuert. — Sp. n*' 1491. — Ibid. Fol. C8» *2891. Sterben. — Neuer leichhof bey der Steinbutten. — Ibid. 1362 *2892. (Creuzgang.) — Wegen ungewitter und sterbend zu Strass- burg ein creuzgang aus dem Münster; wehret 3 tag nach einander. — Pp. Hli. Fol. 72 *2893. Von den Engelländern. — Buss., Rev. catli., p. 203 et 447. Fol. 72»' Bœrsch zu einer Stadt ummauert. — Pp. Str. 2894. (Neue Handwerker gemacht.) — Constoffler werden band werker. Die alle Chronick berichtet bei disem jähr (so etwas dunkel) also : Die Goldschmidt, Tuchscherer, Kühler und andere zu handwerken gemacht die vormals constoffler waren, doch ward kein besonder handwerk aus ihnen gemacht, dan man siiess sie zu den andren, dass die alt zal der hand- werken unverändert blieb «und machte auch wer von handwerks geschlechl €zu Sirassburg geboren war, der und alle seine nachkommen von knaben «sollen mit den handwerkern dienen wie riebe und mechtig er auch «wurde. (NB. a. 1472 wurden wider etliche edel.) Das war vor ungewon- «lich, dan viel guter geschlecht jetzt in der Stall sind, die von handwerk- «lülcn sinl ufl kommen, und nun meinen edel oder gut burger zu sin, 84 orgel bessert, wurde das feuer verwarloset, davon brannte die orgel und das bleyen dach am obern gewölb zwischen beden thürnen und dem chor, dasselbige aber wie auch die thürne wurde errettet. — Sp. n" 1672. — Pp. Sehn. Fol. lOö' *2928. {Neue Miinsterorgel.) — Zu Strassburg wurde die a". 1384 ver- 1385 branle orgel wider neu gemacht. Kostet über 1000 U ^. — Sp. n" 1073. - Ibid. I. K.-S., p. 3Ü9. — K.-II., \). 782. - Hiinzoo, p. .W. - 127 - 2929. {Ammei ster wähl.) — Domain waren zu Strassburg 3 alle Am- meister, weise kluge und erfahrne leule, welche durch ihre dexler'däl in eine solche authorilet, ansehen und gewalt kommen, dass sie vasl alle misverständt in der Sladl zwischen geistlich und welllich, auch ausserlialb under herren und edelleuten zu vertragen gebraucht wurden , und also fast aller gewalt in ihnen stunde; solchen desto mehr befestigen, einen aus ihrem mittel (nämlich Walther Wasichcn) zum Ammeisleramt zu fördern; als aber der abgehend Ammeister h. Conrad von Geispolsheim solche praciic verspürt, setzt er sich darwider, und kamen so weit das er sich verlauten Hess ehe wollte er die bürgerschaft mit dem paner vor das Mün- ster fordern und allda die wähl vorgehen lassen; das verfieng soviel dass, gemeinen aufstand und andern ungelegenheit zu verhüten, obgemeldter Claus Meyer erwählt wurde. — Msc. Sehn. 2930. {Untersuchung ivider die cdten Meister.) — Es plib aber nicht dabey das Wassicher nicht ans ample kommen, sondern weil dise 3 aller- hand so sie wider Ordnung, eyd und herkommen gehandelt haben sollen, beschuldigt wurden, so ordnete man 9 personen des Ralhs deswegen kuntschaft einzuziehen, nach welcher ablesung und ihrer darauf angehörter Verantwortung, erkante E. E. Rath dass sie die Sladt 10 jähr lang meiden, und nimmermehr in den Rath gezogen werden sollten. 2931. {Herr Hans Cantzler.) — Als Johann Cantzler der fürnemste und am meisten beschwerte, wider über ethche wochen zu land kam, und zu Hagenau erfuhr wie es Walther Wassichen und Philips Hansen ergangen, begehrte er geleit sich zu verantworten, es wurde ihm aber zu antwort, wann er gehört, würde ein Rath thun was recht ist; dieweil er nun nicht trauen dürfte, blieb er draus, er wurde aber 3 mal cilirt und auf nicht er- scheinen condemnirt, der Stadt verwisen, seine guter confiscirt und auf seine person lebend oder todt 1000 R geschlagen; darüber erschrack er also sehr dass er erhielte dass die Rheinstädt Mainz, Worms und Speier ihre gesandten abordneten die für ihn baten, das verfieng so viel dass man ihm sein'gut wider zukommen liess, mit condition der Stadt davon järlich 10 gülden zu reichen, die mochte er aber mit 1500 R ablösen, und verplib die acht; das aber solches alles ohne schlage oder blutvergiessen abgangen, dessen verwundert sich die ganze nachbarschaft, angesehen des grossen anhangs den sie gehabt. — K.-S., p. 310. — K.-H., p. 782. — Herzog, p. 63. — Sp. n° 1G77. 2932. {TJieilung der Geroldsecker erhschaft.) — Dises starb h. Volmar 1386 von Gerolzeck im Wasgau, der leiste (seines) stammens, da sprach hischoff — 128 — Fridrich die herrschaft an, ward gelädigt dass ihm 7* — dem h. von Oclisen- slein und dem von Wangen welche an des verslorhenen schweslern ver- heirathet waren auch jedem 7^ theil, und dem bischoffvon Metz 7i zu- kommen. — (Disen tragen die herrn von RapoUstein zu lehen.) 1389 *2933. {Kaufhaus erweitert.) — 1389 wurde das Kaufhaus erweitert, an das alle ein gross neu haus gebauet, auswendig mit kramläden und gaden, ist das theil gegen den kran. — Pp. Sehn. 2934. {Allgemeiner landfrieden gemacht. — Des Bischoffs vertrag mit der Stadt.) — Auf dises vertrug sich auch der bischofî mit der Stadt montags nach Martini mit consens des tumcapiluls mit leiblichem eyd auf folgende punkten: (davon Goldschmid, B. 5, p. 2, fol. 105 sq.) 1) Wegen der Pfalhurger, das seind aussburger, die im bistum gesessen, deren begibt sich die Stadt mit gewisser mass. — 2) Wegen freyen zugs den menniglich aus dem land in die Stadt haben soll, abermalen mit seiner mass. — 3) Der burger gült- und lehenleutim bistum sollen merers nicht als ihre mitbürger beschwert werden. — 4) Macht haben die bürger vieh, pferd, rinder, schaff (fcc. auf wunn, weid, almend zu treiben. — 5) Wann ein gült- oder lehenmann vor ändung der jahracht das gültgut verlasst, oder nach geendeter lehnung den lehen- oder gültherren an an- derwertiger Verleihung zu irren understeht, wider den sollen die amtleut hilf ihun, als in einer sach die den bischoff selbs angehet. — 6) Das gesind und die knechte so die burger auf ihren gütern silzen haben, die sollen frey sein, sie betten dann zuvor des jahrs mit mehr denn 10 ß<*| dem bischofî gedient. — 7) Über kein burgersgut soll im bistum gerichtet wer- den, und von Wirkung des entschlagsbrief. — 8) Wann die burger über land fahren, reiten, reisen, kc. soi man ihnen im bistum auf ihr begehren um billige pfenning forthelfen. — 9) Wann ein burger ins bistum ziehet, was er daselbst für dienst zu leisten schuldig ist. — 10) Wann ein burger der sein beste hausehr zu Strassburg hat, auf seine guter im bistum zihet dieselbe zu bauen, so ist er frey alles diensts und mag wunn und weid mit allem seinem vieh nutzen gleich einem underlhanen des bislums. Wann streit darüber einfalt wie es soll gehalten werden, ist ausführlich versehen. — 11) Wem die Stadt verboten wird, der hat einen freyen sitz im bistum, wie ein edler burger, so lang als das ziel weret. — 12) Die edlen burger wan sie aus der Stadt ins bistum zihen, sollen bcdt {sie) frey sein, es were denn dass sie zuvor belh geben betten. — 13) Dem bischofl' soi man 100 tili, für seinen zoll in zeit der gefreyten Johannismess geben. — 14) Die bischoffszoller zu Strassburg auf den brücken und thürnen sollen — 129 — von wein, körn und anderen dingen nit mehr zoll nemen als sie vor 20 und 30 jähren genommen hahen. — 15) Der bischoff soll in des bistums orten keinen neuen zoll weder zu wasser noch land machen auf die bur- ger zu Sirassburg und deren guter, und hinwiderum sollen auch Meister und Rath keinen neuen zoll setzen in der Stadt und burgban weder zu wasser noch land auf die bischoff und die seinen oder ir guot. — 16) Bi- schoff thut Verzug auf alle fordcruiig die er an Sirassburg haben könte, sollte oder möchte. — 17) Es solle auch stet bleiben die bundnüss die bischoff und Statt mit geschwornen eyden gegen einander aufgerichtet, alles treuHch und ohn gefehrde. 2935. Wider ein Schirmvertrag geschlossen zwischen dem bischoff 1390 und der Stadt, wehr von dem ersten nicht gehalten worden. — Msc. Sehn. *2936. {Stadtmauern geschlossen.) — Die Stadtmauern in der vorstadt (1374 angefangen) geschlossen (fertig). — Pp. Sehn. *2937. {Stifflsherren von Bheinau nach Strasshurg.) — Es hatte vor Fol. \w langem der Rhein die slifflsherren von S. Michael von Honau vertriben, und dies jähr widerum von Reinau alwo sie sich gesetzt hatten; die kamen auf erlaubniss des bischoffs nach Strasshurg, und mussten ihnen die kirch- herr und caplan zum Alten S. Peter platz geben ihren gottesdienstalda zu verrichten, da dann über etliche jar, nämlich anno 1398, als sie erwärm- ten, sie durch einen vertrag jene zurück gesetzt, sich die fürnemsten ge- macht und fürbashin sich das stifft zum Alten S. Peter zu titulieren ange- fangen. — Sp. no 17M. — Ibid. *2938. {Adelshofen abgebrochen.) — Herr Johannes Wencker Am- 1392 meister von Strasshurg meldet in seiner geschriebenen Strassburger Chronik unter dem Jahr 1392, da die Stadt mit Bischof Friederich krieg führte: «Man brach auch ab diezwozeilen häuser in Adelshoffen zwischen dem Weissenthurn und dem wighaus wider Koenigshoffen und dasselbe dorf gar ab, und machte es zum ackerfeld. » — Sp. n<> 1760. — Silber- mann, Lokal- Geschichte, p. 130. 2939. Mi'mz- Ordnung. — Art. 1. Strasshurg soll pfenning schlagen 1393 lassen hinfüro in silber und halt wie bisher. — Msc. Sehn. *2940. {Beginen.) — Die Schwestern im Rebstock und Leimengass 1394 gestiftet anno 1394 und 1473. — Piton, Strasb. ilL, 1. 1, p. 241. 2941. ( Vertrag zwischen Bischoff und Stadt.) — Dises jähr haben sich 1395 bischoff Wilhelm, das capitul Hoher-Stifl und die Stadt Strasshurg freund- lich zusammen gelhan, sich erinnert des verderblichen kriegswesens so B. XV. - (AI.) 9 — 130 - bischoflf Fridrich ohn und Widerwillen des câ'pi7M^5 verursacht, und für sich genommen die punkten der dag und gegenclag so bischofT und Statt im jähr 1393 vorm landvogt im Elsas, h. Berzyboy von Sumar, als hiezu ver- ordneten kays. commissariis (sie) eingebracht, über dieselben sich freund- lich mit einander beredet und endlich der volgenden punkten vergHchen. Zuvörderst begeben sich hischoff und capitul für sich und alle ihre nach- kommen mit vielen kräftigen worten aller der forderungen so hischoff Fridrich und capilnl für sich an die Stadt gethan, deren dann in specie die 29 nachstehende erzehlet worden, als nämlich: 1) Wegen des baues der Pfalz und einer Stuben auf ein capell. — 2) Wegen gesetzter gericht, auch Meister und Räte wider willen des bischofifs. — 3) Dass die Stadt richtet über eigen, erbe, leben und dabey den hischoff und seine gericht ausschliesset. — A) dass die Stadt sich der almenden in- und ausserhalb underzog, darauf ihre mauren gesetzt und dadurch gegraben. — 5) Dass die Stadt sich das Frauenwerkes und Spitals annimmt. — 0) Dass sie den hischoff des bannweins entwehret. — 7) Zoll und ungelt in geistlichen gerichten und anderswo aufsetzet. — 8) Den hischoff in geistlichen und weltlichen gerichten irret. — 9) Schätzung und gebot auf die pfaffheit leget. — 10) Dieselben straffet, dem hischoff aber die straff verweigert. — 11) Dass sie den pfaffen in ihren freyhöffen vor weltliche gericht gebieten lassen, sie daselbs gebessert, auch ihnen pferd zu halten auferlegt. — 12) Dass sie weltliche gebot im Münster aus- rufen. — 13) Den pfaffen geboten zu singen wider ihre statuta. — 14) Leute von geweihten stetten genommen und von ihnen gerichtet. — 15) Weltliche gespräch im Münster gehalten. — 16) In freyheit des Munsters krämerey gehalten. — 17) Gerichtet von Unzuchten die im Münster in freyheiten geschehen. — 18) Dass sie die geistliche gericht, den Ofiicialen und die Schreiber desselben in ihi-em amt und freiheit geirret. — 19) Dass sie haben pfallburger edel und unedel. — 20) Dass sie sich der klöster in- und ausserhalb der Stadt zur ungebür annehmen. — 21) Dass die Stadt den freyen zug weref. — 22) Sich des bischoffs münz unterzieht. — 23) Des bischoffs thor ihm entnommen. — 24) Auch das fahre am Rhein. — 25) Wollen dass der hischoff seinen ämter mit niemanden als mit burgern besetzen soll in der Stadt (etwas dunckel). — 26) Wehren den würthen zu schwören dem bischoffszoller zu rügen den zoll von ihren gasten. — 27) Das sie im krieg des capüuls insigel aus dem Münster in ihre gewalt genommen. — 28) Dass sie ein Ordnung gemacht wer ein pfründ ein jähr besetzt, den soll niemand heraustreiben. — 29) Dass die Stadt dem hischoff seinen kosten und schaden des kriegs halben gelitten kehren und erstatten — 131 - solle: diser Forderung aller zumal soll die Stadt jetzt und zu ewigen zeilen frey sein. Zum andern hat sich die Stadt verzihen ihrer Forderung die sie halte an bischolT Friedrich wegen dessen mutwilligen kriegen den der bischolT wider die rechtung vom jähr 1389 sträflich angefangen, darüber die Stadt in 1000 gülden zu kosten kommen, und aller ander ansprüch die sie an den bischofT geführet hatte. Zum dritten verspricht bischolY und 6«J!?«^m/ der Stadt: 1) Weil es von alter hero also gehalten ist so lang dass es niemand für denket, dass ein jeder bischofT zu Strassburg, er wurde erwölt oder vom Bapsl gegeben, schworen soll an den heiligen leiblich mit aufgelegter band aufsein herz, die Stadt Strassburg, ihre burger und die ihrigen lassen zu bleiben bey allen ihren freyheiten, gerechtigkeiten, rechten und gewon- heiten als sie die hergebracht han und ihnen die zu mehrende und nit zu minrende, und auch wider sie nit zu thun, als habe der bischoff dises alles und was noch farneres in disem brief folgt, stet zu halten geschworen. — 2) Dass des Stifts schlösse und Städte der Stadt und den irigen offen sein sollen wider meniglich, nur bischoff und Stift ausgenommen so lang der bischoff lebt , und das sollen jetzige und künftige amtleute schwören, es sollen auch schloss und Städte vom bischoff nit vertauscht, verkauft noch verpfändet werden ohn wissen und willen der Stadt, und soll doch die Öffnung alle zeit bleiben. — 3) Dass der freye zug von dem bisthum in die Stadt bleiben und bischoff darob ernstlich halten solle, doch eigen leut ausgenommen, die man besetzen mag. — 4) Dass deren von Strassburg lehenleut der burger vieh auf wunn und weid treiben dörfen, ungehindert menniglichs. — 5) Das der burger diener und gesind die auf ihren gütern und hoffen sitzen, sollen helfen machen mühlen, offen, heusser, weg, steg und brunnen, auch helfen graben und machen alles was nach marzal und gemeine einige halten , auch mit den inwohnern zu gericht gon , sonslen nit weiter besteuert werden. — " 6) Dass von der burger gütter nit soll gereicht werden , und sollen die amtsleut die entschlagsbrief annehmen und gelten lassen; auch sie samt den schultheissen schwören solches zu thun ungeverlich. — 7) Wann ein burger von Strassburg zihet in das bistum , soll er und seine nachkommen jährlich geben ein gemeine bann- belhe und § 5 mereres nit schuldig sein zu dienen, als hinoben vom ge- sinde geordnet ist. — 8) Begeht ein burger ein unfug in dem bistum, komt er mit dem leib davon, so ist auch all sein gut so er im bistum hat frey und ledig. — 9) Welcher burger sein kind oder gesind ins bistum schicket seine guter zu bauen oder sonst seinen nutzen zu werten, der ist aller dienst frey und mag wunn und weid brauchen, doch muss er sein — 132 — beste haus ehr in Sirassburg haben. — 10) Wann edle aus der Stadt ins hislum ziehen, sollen sie nit weiteres dienen als andere edele die vor alter hero im bistum gesessen sind. — 11) Wem die Stadt Strassburg ver- holten würd, der mag ziehen in das bistum an was ort er will, und soll da- selbste samt den seinen, so lang das ziel weret, frey sitzen wie die edlen. — 12) Die underthanen des bislums sollen den bürgern bachen, mahlen und arbeiten um ihre pfenninge. — 13) Diebischoffszollerauf den brücken und thürnen zu Sirassburg sollen von wein, körn und anderen dingen nit mehr zoll nemmen als herkommen ist, und vor 20 oder 30 jähren brauchlich gewesen ist. — 14) Der bischoff soll weder zu wasser noch land kein neuen zoll auf die burger zu Sirassburg und ihr gut machen, da er es auch gelhan, sollen solche zolle abesinn. — 15) Alle geistliche und well- liche gerichle des bischofis sollen in Sirassburg bleiben ewiglich, als bisher gewesen sind ohn gewerde. — 16) Und soll endllichen der bischoff die Stadt lassen bey der pfaffheit als herkommen. Zum vierten sagt die Stadt widerum dem bischoff und capitul zu : 1) Dass die lumhcrren und ihre güler anders nit als mit gericht angegriffen. 2) Den tumherren, um zehenden, seelgeret und zins von geistlichen pfründen, durch keinen rathsbotlen auf die Pfalz geholten. — 3) Auch kein weltlich gericht in ihre hoff gesetzt werden solle. — 4) Die tum- herren mögen ablhun an den 5 leyenpfründ mit willen derpfründener. — 5) Was den tumherren wachst von eigen oder pfründen, es seye wein, körn oder andere ding das in ßruderhoff gehet oder in andere ihre hoff, davon sollen sie keinen zoll geben als gewonlich ist, ohne geverdeundsie nicht. — 6) Und schlieslich soll der Schaffner des Bruderhoffs pferde ge- meiner Stadt halben zu halten erlassen sein. Diser vertrag und alles was darinnen begriffen, zugesagt und versprochen worden, soll also bleiben jelz und künftig, und siel und recht gehallen werden ewiglich. Ist der brief datirt samstags vor Nicolai a°. 1395, und besigelt mit dem grossen insigelen des bischoffs, des tumcapitels und der Stadt Strassburg. (Fernerer Vergleich.) Eodem anno freylag nach Martini hat der bischoff der Stadt einen revers goben des Inhalts, ob er schon versprochen hie oben § 14 keinen neuen zoll zu heischen von den burgern zu Strassburg, so liab im doch die Stadt (damit er den verein desto bass geloben möge) gegönnet, von Martini vergang. 2 jähr nach einander von den ihri^'-en pfundzoll zu nenimen, von deme so sie in des bislums Städten, marken oder gerichlen kaullen und nichts anders, ohne gewehrde doch ausgeschaiden ihre gewächs und güllcn davon sie nichts geben sollen; — 133 — disen gegönten pfundzoll solle und wolle er nun länger nit nehmen als obermelte zwey jähr durch, ohne gewehrde. Eodem anno haben sich bischofT Wilhelm, die Stadt Sirassburg und die Stätte in der landvogtey Hagenau eines landvereins mit einander ver- glichen, darinnen jeder theil aufzehen gleven angeschlagen auf 5 jähr, welche a^'. 1398 dienslag vor Georgii widerum um fünf jähr erlangert worden. NB. Auf obigem vertrag hat es mit disem unruhigen hischoff noch 10 andere nach und nach geben, und a'\ 1436 den leisten. — Msc. Sehn. 2942. Basel und Sirassburg verbinden sich auf3 jähr lang zusammen, 1396 ihrer burger leib und gut vor unbillichem gewalt zu beschirmen, alle krieg vorbehalten. — Basler Cron., fol. 200. — Sp. n° 1799. *2943. {Grosser Wind.) — ... der obgemeldete wind war so starck Fol. 125 auf dem ebenen land, dass er heuser und scheuren umwarff und beum "^397 aus der wurzel herauss riss, und das thürnlein im Münster da das vesper- glöcklein, bewegte. — Pp. Sehn. *2944. (Grosser Brand.) — Brand um Valentin in der nacht. — Sp. no 1801. — Ibid. *2945. (Stiftsherren zum A. S. Peter.) — Dieselben geistlichen (die Fol. 126> stifftherren zum Alten S. Peter) kamen wie hievorn gemeldet a<*. 1390 gehn "1398 Strassburg und interimsweise üblen sie ihr geisthche exercitien in der pfarrkirch zum Alten S. Peter, dises jähr aber vergHchen sie sich mit demselben pfarrer und kirchspiel folgenden ténors: «Wir Peter von Epfig probst, Heinrich Schaffner dechant, und das ganze capitul gemeinlich des neuen SlifTts zum Alten S. Peter und S. Michael, thun kund allen denen die disen brief ansehend, lesend oder hörend lesen: Als unser Stiffl vor- genant von der Stadt Reinau, Strasb. bistumbes aus S. Michaelis kirch ge- zogen ist, und verändert neulichen in die Stadt Strasburg in die pfarr- kirch zum Allen S. Peter, und uns guellich und einmütiglich die unterthanen derselben pfarrkirchen enlpfangen, und darzue das werck derselben kirchen mit seinen zinsen, eygenschaften , guetern, güllen, gefellen, pflege und allen seinen rechten aus ihren banden ewiglich uns und unsern noch- fahren gelassen und gegeben haben: darumb seind wir mit den pflegern desselben wercks und den erbarn pfarrleulhen überkommen und haben uns versprochen und versprechen auch mit disem brief für uns und unsere nachkommende inne dem genanten slifft gegen denselben pfarr- leuten, die nun seind und hernach werdenl inne der ehegenannten pfarr — 134 — ewiglichen, sie und ire nochkommende bey ihren alten rechten die sie von aller her von und inne derselben pfarren gehabt und gehalten haben, zu haltende und zu handhabende, des wercks getreulichen zu vorstehen, und ihnen ihre alte rechten und alte guten gevvonheilen zu halten, also die hernach beschriben sind. Zum 1) mitt den glocken todten zu leuten die inne der pfarr sein gesessen inne dem allen lohn: von einem alten menschen 4 Slrassburger pfenning, und von einem kind einen pfenning. Item mit dem begrabende von einem alten menschen, ein grab mit seinem sack, 4ß^ Strasburger, ohne sack 3ß und von kindern nach ihrem alter: so sollen wir und unsere nachkommende bescheidenlich nemmen von einer todtengruben der genanten pfarrkirchen, das keine klag von armen lüten inne der pfarr entstehen, und halten nach dem das ein leütpriester derselben pfarr vorhien genommen hat von einer todtengrube, von eins alten menschen begrabende 4 strasb. pfenninge, von eines kinds begra- bende 2 <«J; wir und unsere nachkommende sollen auch allen ihre zeit die beschriben seind begahn mit unseren vigiHen und seelmessen, über die gräber gehn und liechler auf diegräber legen, als das harkommen und beschriben ist inne dem seelbuch und auch inne etlichen beschribenen briefen die hinder uns gegenwärtig seind und bleiben sollent ewiglich; auch sollent wir und unsere nachkommende und der dem dis werck von uns empfohlen würd, einnehmen, heischen und entpfahen alle zins, pfen- ninge, gült, fruchten, opfer und nutzen desselbigen wercks; dawider sollen wir besorgen und versehen die kirch mit gut oh und wachs, einem leüt- priester als das unzher ist beschehen von dem werck, und sollent auch die kirch und das werck innwendig und auswendig und ane den glocken mit dem altar, buechern, messgewand, kelch und anderen gezierden und zugehören in guten ehren, besserung und baue halten und ohne ihren biellen besseren, das vorenlz auch aus des wercks guet beschehen ist; Ilem wir sollent auch jedlichem richten alle reuten, praecarien und zins, die auf dem werck stehen und verbrieft seind; darzu seind wir über- kommen mit ehegenanten pfarrleuten für uns und unsere nachkommende, das 4- manu die sie nun zumal aus innen gekosen haut, die seind Wallher Betscheliu unsers herren des bischoves nolarius ahne seinem geistlichen gericht, Peter Rüheler ein gerber, Claus Büchinger ein weber, und Jo- hannes von Seltz ein Schneider von Strassburg, alle jähr darbey sitzen sollend und verhören so die den wir oder unsere nachkommende das werck der kircheii ejilpfuhlen haben, rechnung Ihun von einnemmende und ausgebende des wercks guet, und als dick eines under den vieren abgeht, so sollen die übrigen 3 mann einen andein ahne des abgangenen — 135 - statt kiesen auss den pfarrleuten , die bey der rechnung des wercks guet sitzende zum jähr, und diser vorgeschribene diene zu einer ewigen zeug- nüs und urkund, so haben wir des Dechants und Capituls obgenant insigel gehenckt an disen brief , der geben ist zu Strasburg auf zinslag S. Lau- rentii des raartyrers tag im jähre als man zalt nach Gottes gehurt 1398. — Pp. Sehn. (Le volume se termine à l'année 1399. — Note de M. L. Schn.) TOM US II. Fol. 6»» *2946. Münster gebessert. — Und weil der Münslerbau auswendig zur 1-401 perfection kam in diesem seculo, so wurde es inwendig nach und nach, vürnemlich aber in dem chor, mit bildern, gemälden und anderm herr- lich gezieret, davon das münsterbüchlein guten theils bericht, welches ein extract eines alten protocolli auf Unserer L. Fr. haus, das Ordnungs- buch titulirt. — Pp. Sehn. Fol. 7» "2947. Trutziger ritter. — Dises schrieb ein ritter, Wilhelm Rottauer l/i-02 (RoLtauwer) genant, an die Stadt Strassburg, sie solle sich mit ihm ver- gleichen weil sie ihme ein wappen ndichfühvle, ward ihm sabb. post Andreae geantwortet, die Stadt Strassburg bette solches so lang ihr Stadt stünde ge- führt, es müsste aber er ritter und die seinigen sich nicht viel im krieg haben finden lassen, weil solches sonsten fürsten und herren, ja jeder- mann im Reich, als die ihr panner ofTt im feld fliegen sehen, bekant. - Ibid. Fol. 13» *2948. Freydeneck verstört. — In disemjahr widersagt der Stadt Strass- 1 i08 bürg Bechtenhanns von Wildsperg; die zogen deswegen für Freudeneck, ein raubscliloss hinder Wasslenheim gelegen, mit 50 gleven, 24 schützen und über 60 maurer und zimmerleut mit zeug zu velsenhëusern gehörig, wurde die veste aufgeben, die undergruben und sprengten sie montags nach Martini, waren nur 6 mann darauf, davon Hess der besitzer seinen unelicben bruder und einen verwandten aufhencken, dass sie sich so bald ergeben. — Sp. n" 1877. — Ibid. Fol. 15« ^2949. Johannsfeiler. — Geboten kein Singiht oder Johansfeuer zu machen bey5a^<»|. Ist noch im bapsttum sonderlich in Lothringen an viel oviQü dihenii?, vigiliae Johannis breuchlich, das einige leute darum her dantzen und drüber hin und wider springen. Zu Paris ein sonderbare festivilet mit feuerwerck darinn katzen verborgen, gibt ein jämerliche music, à la grève, — ingleiclien a". 1080 in Metz auch eingeführt (addition 'postérieure). — Ibid. Fol. 19* *2950. Mord in einer kirchen. — Ein Domher zu AUS. Peter ersticht 1-412 einen andern. — Claus Bock, tumherr zum Allen S. Peter, ersticht h. Johann von Rotenburg, tumdechan in derselben kirche, mit eim dolchen. — Sp. n" I8'.i0. - Ibid. - 137 - 2951. Der 4' Schivörbrief. — Dises jähr wurde der schworbrief um 1413 etwas geändert Inhalts: Die ritter, der Rath, die knechte, die buri^^er, die anlwerk und gemeinde, beede rieh und arm zu Sirassburg setzen uff ein gemein gericht, Gott zu ehren und der Stadt Strasburg zu nutz und zu frommen. 1) die 28 von den Antwerken im Rat und der Ammanmeisler sollen in den 8 lagen ehe der Rat abegol einen Ammeisler kiesen der ein antwerks- mann ist, der nit lenger als ein jähr Ammeisler sey, stirbt er oder er- kranket, einen anderen, und soll man darum nicht anderwerts vor dem Münster schwören. — 2) Darnach soll der Rat gemeinlich 4 erber unver- sprochen mann zu 4 Meislern kiesen von rittern, knechten, burgern oder antwerken, deren jedem V« Jahr Meister sein soll, nicht länger. — 3) Ein Rat soll auch in den 8 lagen ehe er abegot einen andern Rat kiesen von rillern, knechten 11, von burgern 17 und von antwerken 28. — 4) Die edelen verschworen die chur. — 5) Wann ein buob 18 jähr alt ist, soll er an den brief schwören. — 6) Der Ammeisler, sonst niemand, soll heissen die mordglock läuten. — Datum samstag nach Ei hardi a". 1399 under der Stadt und noch 53 insigeln. Subscripsit Wernherus Spatzinger protonota- rius C. Argent. — Ist die ammeisterwahl zwar der jähr acht halben noch frey, aber je zu zeiten zu 6, 7 oder 8 jähren nach verschliessung des ersten amts einer widerum erwöhlel worden. — Herzog, p. 70, ad an. 1416. {Schwörbriefe. Der 1« 1334. - 2^ 1349. - 3^ 1371. - 4' 1381. — 5« 1396. — Titre constitutif du conseil des XIII. 1448—1487 règlement concernant les membres du Magistrat appelé XXI et l'assemblée générale de tout le Magistrat sous le nom de Sénat & XXI. Dernière charte de 1482.) — Note de M. L. ScHN. — Cfr. Hegel, op. cil., p. 932 sqq. — Ici se termine le Msc. Sehn. 2952. {Wohlfeiles Jahr.) — Anno 1414, als kaiser Sigmund in Slrass- 1414 bürg war, war es wieder so wohlfeil dass fur jede person an der kaiser- lichen tafel nur 6 pfenn. und an dem gemeinen lisch 4 pfenning bezahlt wurden. — Friese, Hist. Merk. p. 159. 2953. {Kaiserl. Vestungen.) — Es begehrte der bischoff zu der zeit die Stadt sollt ihrer M. seine inhabende vestungen Bernstein, Epfig, Mutzig wieder einräumen, so geschehen, wesswegen der kayser der Stadt ein pergamein versiegelte urkund erlheilt. — Pp. Str. 2954. Excommunicationsbrief des Concilium von Conslanz wider etliche bürger der pfarrey zum Alten S. Peter in Sirassburg unterwürfig. 9. kal.julii. — Strubel, Alt. S. Peter, p. 10. Fol. 25» 1417 - 138 - 2955. Gespenstererscheimmg. — Es starb h. Johann von Westhausen ein rilter, und als viel herren und burger zum Hohensteg bey einander zu nacht assen, kam sein geist zu ihnen geritten auf einer geiss, angstete sie das ihrer 22 krank wurden, und 8 davon des andern tags stürben. — Sp. n« 1943. — Pp. Sehn. Fol. 26» 2956. Der Kaiser in des von Endingen hoff. — En marge: jetzt Mar- 1418 gravenhoff und dabey gelegenen Blänckleins, jetzt Johann Wenckers aber neu gehauen, behausung. — Sp. n<' 1949. — Ibid. Fol. 29'' 2957. Baumeister. — Dises bauete Mr. Matheus des werckmeisters 1421 u. Pi'. werck söhn, das Münster zu Bern. Wie Stettler. (Maltheus von Ensingen, Sohn Ulrichs von Ensingen. — Eote de M. Schn.) — Ibid. Tom. I 2958. (Sterben.) — Anno Christi 1426 ist wider ein sterben kommen Fol. 113'' dass in diessem jähr mehrerteyls junge leute, bis die 15000 menschen 1426 gestorben. Desswegen die grosse glocke von dem vielen leuten zersprungen ist. — Sp. n" 1997. — Ibid. Tom. II 2959. Grosse glock. — Es zerbrach von vielem leuten des Heiligen Fol. 37 Geistes glock, die ward von meister Hans Gremppen widerum gegossen, 1427 wurde viel silber, gold und ander köstlich metall aus andacht in den offen geworfen, wigt 100 centner, costet über den alten zeug 1300 R. — Sp. n» 1997. — Ibid. Fol. 68« 2960. Prediger bauen. — Zu Strassburg wurde der Predigermönch chor 1445 zu bauen angefangen. (Erreur de Wencker. Le chœur est du quatorzième siècle. Il fut commencé en 1308 et terminé en 1345. Wencker lui-même le marque ainsi Tom. I ad ann. 1308. — Note de M. Schn.) — Ibid. Fol. 74» 2961. Münster. — Disesjar wurde der bau des Münsters zu endegebracht. 1449 (Abweichend von der allgemeinen Angabe. — Note de M. Schn.) — Ibid. Tom. I {Werckmeistcr stirbt.) — Es starb zu Strassburg meister Hans Hültz von Fol. 7' Colin, der werckmeistcr welcher das Münster bis an den heim aufgeführt, die übrige stein blieben also gehauen etliche jähr hegen, jjis man wide- rum einen tüchtigen werckmeistcr bekommen möchte. — (Nach Schadaeus ^^^jj^ „ und Specklin. — Note de M. Schn.) — Pp. Schn. Fol. 7C» 2962. Bapst gibt auch freyheiten. — llem 201 g. 4 ß ^ hat mr. Hein- 14ül rieh der Barlüsser selbander mit 2 pferden verzehrt als er zum bapst gesant wart um besteligung der Stadt Strassburg freyheiten, sondedich 3 richler zu erwerben wider die westfälische gericht. — Ibid. 2963. {Romfahrt.) — Wencker dans la chronique T. II, p. II fol. 76', donne le détail des préparatifs faits à Strasbourg pour accompagner Fré- - 139 — déric III dans son expédition à Rome en 1451; il nomnne ceux qui en ont fait partie. Leur absence fut de vingt-neuf semaines, et il en coûta con- sidérablement à la ville. — Herrmann I, p. 146. 2964. (Papiermühle.) — A". 1451 wird eine papiermühle aufge- richtet unterhalb der pfarrei St. Helenae ausser der Stadt (am Wacken?) durch Wilhelm de monte albo. — Pp. Rh. 2965. {Ultimum Vale.) — E. E. Ratli zu Strassburg machte verschic- 1451 — 1458 dene Verordnungen um diesem span einhall zu thun, unter andern ward der prediglstuhl aus dem Münster gelhan, weil man vernommen dass fremde pfaffen gen Strassburg kommen würden die etwas verbringen sollten das der Stadt zu unglimpf gereichen würde. — Résumé Rh. 2966. Aenderung in kleidung. {Kleidertrachten.) — Domalen fieng Fol. 77« man zu Strassburg an lange Schnabel an die schue zu machen, auch kurze \^^^ kleine mäntelein und kleine gugelhüte die man mit nestlen zu sammen band, zu tragen, auch kurze wammes und lange hosen, auch trugen die frauen lange kleider und Schleyer und köstliche güldene gürtel. — Cfr. Sp. no 2106. — Pp. Sehn. 2967. Taufstein bey S. Lorentzen (im Münster). — Feria quarta post Fol. 79« CatharincB wardt der tauffstein zu S. Lorentzen im Münster gesetzt, doch ^^53 cum protestatione ex parte der Stadt und der pfleger Unser Frawen wercks, weil S. Lorentzen ein pfarr: dass maus für kein Schuldigkeit ausdeuten wolte; bekandlens coram notario h. Hans von Ochsenstein tumprobst, h. Hans von Helffenstein dechant, h. Friderich von Leiningen scholaster, h. Georg von Geroltzeck sänger, h. Conrad von Busnang portner, h. Ludwig von Bitsch custos, h. Wilhelm von Helffenstein cammerer und h. Niclaus von Leiningen. — Kl. M. Chr. n« 33. — Sp. n" 2102—2105. (Randglosse von der hand des Sohns W. : war im vorigen jähr von dem werckmeister Jost von Worms angefangen und anno 1454 samt dem grembs darumd vollbracht. Vide Chr. msc. in-4o To. L fol. 147.) — Pp. Sehn. 2968. (Alt S. Peter. — Chor gebauet.) — In disem ist das chor zum Fol. 81« Alten S. Peter zu bauen angefangen. — B. n« 179. ^^^"^ Der neue chor zum Alten S. Peter absolviert. Costet 2700 gl. — Fol. SQ»» Sp. n« 2114. — Ibid. ^^^^ 2969. (Ketzer verbrannt.) — Feria Jg^ ante Dominicam Laelare wur- den auf dem Rossmarckt zu Strassburg mit besondern ceremonien drei Personen, Friedrich Reissener und Anna Weylerin zum Feuer con- demnirt, hernach im Bruch verbrannt, aber die dritte Margreth Wiltter - 140 - pardoniert, nachdem sie ihre böhmische ketzerey abgeschworen. — Résumé Rh. Fol. 90« 2970. {Mümler reparirt. — Neues gewölbe im Münster.) — Nachdem 1459 die gewölber im Münster in der kirchen etwas bresthafl waren, hübe man das ganze dachwerck ab, und macht ein ganz neuen dachstuel, und be- deckt die kirch mit bley; hernach wölbete mans von neuem, man arbeitete 10 jaljr daran. {Presqiie mot à mot dans Sp. n" 2115.) — Pp. Sehn. Fol. 95» 2971. Canzley. — Dises die neue canzley vollendet mit dem kôst- 14G4 lichen portai an welchem h. Jacobs von Liechtenberg und Barbarae seiner concubin biidimss in stein gehauen, auch der gang oder schweb- bogen gegen der Pfalz; wurden viel burgerheuser abgebrochen, aber bezahlt. — En marge: Sciiad.eus, 1463. — Ibid. Fol. 100 2972. Der bxirgundische Krieg. — 1469, le 9 mai, Sigismond cède à Charles de Bourgogne, par la convention de Saint-Omer, ses domaines de la Plaute-Alsace. — Bussierre, H. de la ligue contre Charles-le-Téméraire. Fol. 101 Hagenbach enlève aux Slrasbourgeois le château d'Ortenberg et le val de Ville. — (Cfr. Trausch, n« 2614 sqq.) Fol. 101» 2973. (Umgelt.) — Domalén wurde das umgelt geändert, und gesetzt ^^'^^ dass ein würl soll geben vom ohmen 1 seh. ^ und ein anderer burger 6 64, 65. — Sp. n" 2172. - Ibid. 2991. (Procession.) — A". 1496 und 1511 hielt man eine procession wegen der bösen blättern, die Franzosen genannt, die landsknechte halten sie aus ItaUen nach Teutschland gebracht. — Pp. Rh. l."»01 2992. Schöner altar. — Dises ward von m. Niclaus von Hagenau der künstlich altar von geschnittener holzarbeit gemacht auf dem fronallar im chor im Münster, darauf man j)flegt die biscliöff zu setzen nach ihrer Wühl. Dessgleichen (iiidet sich auch im chor zum Alten S. Peter. — Sp. ,r21.S4. — Pp. Scliii. TOMUS III. (NB. Das sechzehnte Jahrhundcil findet sich doppelt im Tom. II Ahlh. 2 und im Tom. III. — Note de M. Schn.) 2993. Schöner Altar. — Wardt am fronaltar im Münster darauf Fol. 4* man den bischoff pflegt zu setzen, von meisler Niclaus von Hagenau 1501 die künstliche altarlaffel von erhabener geschnittener arbeit gemacht (der zum Alten S. Peter gleicht ihm). — Sp. n" 2184 — Pp. Schn. 2994. Ermahnung D^. Keyserspergs. — Sub tilulo D'". Johans Key- Fol. 4'' serspergs artickel* so er dem Rath zu Strassburg uberantwort hat, sich dornoch haben zu bessern und zu richten, hat er anno 1501 vor Rath gelesen : 1. Den closterfrauen soll man ir gut nicht sperren. 2. Closterlüten ihr erb frey lassen. 3. Den priestern in testamentsachen kein eintrag thun, weil geistliche frey. 4. Den laien zu testiren freyheit lassen , das widrige statut cassiren. 5. Auch gegen weltlichen, so weits die keyserlichen rechten erlauben. 6. Wittwen durch bevögtigung ihr gut hinzugeben nicht hindern. 7. Dem nachrichter an verbotenen spielen kein theil lassen. 8. Vom spilen aufs Ammeislerstuben nichts zum schleck anwenden. 9. Zechen und spilen auf den zunfftstuben abschaffen. 10. Fremde hecken sollen erst nach der vesper feyl haben. 11. Kein gemeinschaft haben mit Unser Frauen gut. 12. Des Spitals einkommen den kranken frey reichlich mittheilen. 13. Spenden in Ordnung bringen, starcke bettler und kinder abschaffen, l^. In den kirchen nicht schwetzen, der Ammeister kein geschefft aida verrichten. 15. Den kirchen ihre freyheit lassen, niemand heraus nehmen. 16. Den missbrauch des Roraffen im Münster abschaffen. 17. Geistlichen ihre pfründengefäll frey lassen , von zollen etc. ferner reden. 1. Voir le texte dans Dacheux, Geiler de Kaisersberg, et: Die acltestea Schriften Gei- ler's, I. Abtlieiluug. B. XV. - (M.) 10 — 146 — 18. Den todtschlag an fremden begangen, und Jungfrauen schwechen härter straffen. 19. Unbilliche statuta nicht wollen mit gewalt behaubten. !^0. Mit der Schätzung durchgehende gleichheit halten. 21. Bey examinirung der gefangenen modération brauchen. Schleisst dass ers niemand zur schmach, sondern auf begehren E. E. Raths gestelt, woU sich in Goiteswort erfahrenen meinung gern under- geben, rathet was wider Gott ist abzuschaffen. Ist weitleufig mit alle- girung keyserlicher und geistlicher rechte. An allen orten deffendirt er dise und den bapst, auch der kirchen oder deren geystlichen freyheit wider die weltlichen. — Schneegans, Der Rohraffe. (Alsatia, 1852.) 1505 2995. Wasslenheim gebessert. — Dises die 2 portal und thor an dem schloss Wasslenheim erbauen. — Pp. Sehn. 1506 2996. Böler erfunden. — In Niderland wurde das geschütz so böler genant, erfunden, und deren ein muster in das Strassburger zeughaus gebracht. — Sp. n" 2193. — Ibid. 1507 2997. c(. L'empereur Maximüien P"" ... y résida (dans la commanderie de Saint-Jean) à diverses reprises, depuis 1490 jusqu'en 1507.» — Quand l'empereur arriva à Strasbourg, le mercredi 21 février 1507, avec cinq cents chevaux, la ville lui fit hommage de douze tonneaux de vin, de cent rézaux d'avoine, de quatre bœufs et de cent poissons; sa fille, qui arriva le lendemain, reçut six tonneaux de vin, cinquante rézaux d'avoine et cinquante poissons. Outre quelques petits voyages à Haguenau, etc., et quelques parties de chasse qu'il fit dans notre province, son séjour se prolongea jusqu'au 21 avril suivant Gomme on le pense bien, le séjour prolongé de ce prince dut coûter cher à l'ordre : « Sie beklagten sich deswegen Doctor Keisersberger und begehrten seinen rath wie der sach abzuhelfen, mit ermeiden sie als arme brüder würdens in die länge nit erschwingen mögen, darauf er sagt: hättet ihr gebaut wie arme brüder, so hättet ihr diese gaste nicht; weil ihr aber gebaut wie fürsten, ist auch billig dass ihr solche beherbergt.» — Piton, 5^r.i7^., II, p. 103 — 4 Fol. 13'' 2998. Münsterthore. — Und wurde die grosse Münsterthür durch 1508 m. Hans Fomerantz den schraubenmacher renovirt, wie daran im möszin gestochen. — Pp. Sehn. 2999. Münz erbauet und goldgulden gemünzt. — Dises ward die neue münz an statt der alten welche a". 1507 abgebrochen, mit ihren ulirvverck ausgebaucn, und ficng die Statt an vermög keyserl. privilegii — Ul — goldgulden zu münzen, mit der schrift : Urbem Virgo tuam serva. Andrerseits: Aureus urbis Arr/entinae nummus, — modo Cliriste pro Virgo. — Sp. n« 2195. — Pp. Sehn. 3000. Ablass in Strassburg. — A^. 1509 predigte Geiler im Münster 1509 vom Ablass (aiuf Praesentatio Mariae); nach der Predigt giengen alle Stift und Orden mit Kreuz und Kerzen dem Ablass entgegen. Das Kästlein wurde im Münster Nachts auf den Altar gestellt; zwo Stunden mit allen Glocken geläutet. Der Ablass dauerte bis Sontag Quasimodo 1510, und war für die Teutschen Herren in Liefland gegen die Ungläubigen. — Pp. Rh. 3001. Processionen. — Ibid. 1511 3002. {Passionsspiel.) — A«. 1512 nach Ostern wurde 3 Tage lang 1512 Passion gespielt am Rossmarckt und dann etliche Jahr continuirt. Ap. 1514 in den Osterfeyertagen wird die Passion agirt am Rossmarckt. 1514 — Ibid. 3003. Ao. 1514 gebot der Magistrat: Edle und andere Leute sollen nicht im Münster während der Mess spa- tzieren oder hanthieren gehen. Procuratores etc. sollen allda nicht ihre Zusammenkünfte und Geschäfte anstellen, dies gehört auf die Pfalz. Etliche Weiber setzen sich zuweilen auf die Staffeln des Altars und keh- ren demselben den Rücken, dies soll abgeschaft sein. — Res. Rh. 3004. {Mandat des Baths.) — A^. 1514 Hess der Rath ein gedruckt Mandat anschlagen, worin befohlen : dass künftig niemand mehr soll in ünehe sitzen und sich in Zeit von 14 Tagen sollen von einander thun bey Strafe. Dass die Sponziererinnen an keinem andern ort als in der Fincken-, Klapper-, Graiber- (Ciaren-) und Bicker-gass, wie vor Altem wohnen sollen. Diese Dirnen dürfen ihr Geschäft in keinem Wirthshaus oder Gasse aus- üben. Die 2 Herrenknecht und 3 Thurnhüter sollen, wenn sie jemand in Unzucht Nachts auf der Gasse antreffen, sie in den Thurn legen. Wenn eine Frau von ihrem Mann zu einem andern sitzet soll sie, wann ers begehrt, entweder wieder zu ihm gehen oder aus der Stadt gewiesen werden. Die Zünfte sollen Macht haben dass dies bezüglich ihren Zunftgenossen ausgeführt. — Pp. Rh. A^ 1471 war ein ähnliches Mandat ergangen, aber nicht in Druck ge- kommen. — Res. Rh. - 148 - -1515 3005. (Neuer Ablass in Strassburg gepredigt.) — Grosser Ablass in Jung S. Peter für die von den Türeken gefangenen. — Sp. n" 2207. — Pp. l^h. 1517 3006. {Hungersnoth.) — In diesem jähre eine grosse hungersnoth. — Sp. n« 2217. - Alsalia, 1868-72, p. 154. 3007. S. Veits tantz wunderliche chur. — Domain erhob sich ein lantzen von jungen und alten, die tantzten tag und nacht, das man ihnen zu Strassburg der Zimmerleut- und Gerberstub gab, und sondere leute bestellet die genug mit ihnen tantzten. Etliche stürben dran. Auf dem Rossmarck schlug man ein gerüst auf, Hess sie bey trummel und pfeiffen lantzen, half aber alles nicht. Man schickt viel auf wagen nach S. Veit zum hellensteg hinder Zabern, andre lieffen selbs dahin und fielen also dantzend vor dem bild nieder. Da machte dan ein priester ein mess über ihn, da- raufgab man ihnen creuzlein und rolhe schue daran oben und unden f mit chrisam gestrichen und mit weyhewasser in S. Viti nammen besprengt, half vilen und trug ein gross Opfer, darum nent mans S. Vits tantz; käme vil leute 1518 an, denen mans fluchte, lieff aber auch viel schelmenwerck mit under, da mans anfieng aus Gottes wort zu widerlegen, liess alles nach. — Sp. n« 2216. — Pp. Sehn. 1518 3008. (Theürung.) — Nachdem schon drey Jahre hinter einander die Ernte und der Herbst missrathen und daher eine grosse Theürung ent- standen war .... öfnete .(. der Magistrat) die reichen Vorrathskammern der Stadt .... Was die Stadt in zwey Jahren an Fremde, das Fiertel zu 18 Gulden verkaufte, soll, wieWENCKER's Chronik versichert, 362962 Fier- tel ausgemacht haben. — Cfr. Sp. n» 2217. — Friese, II, S. 138. 3009. (Ablass.) — A«. 1518 brachte abermals ein Cardinal grossen Ablass nach Strassburg, logiert in der Probstei beym J. St. Peter, in welcher .... auch der Ablass verkauft mit grossen Zulauf, lag 4 Wochen allda, hatte bey sich 20 Reiter und -4 Wagen, vor jedem A Pferde und 8 Maul- esel, die trugen Briefe und Geld. — Res. Rh. Fol. 23 3010. (Reformation.) — Les premiers écrits de Luther se répandent à Strasbourg. Ses thèses sont aflichées à la porte de la cathédrale et de plusieurs éghses. — Buss., Élabl, p. 53 et suiv. Fol. 25—20 3011. (Marienglocke.) — Elle fut fondue le 13 décembre, sur le Fron- 1519 hof même. Elle coûta 10000 fl. Elle avait onze pieds de diamètre, trente- six pieds et deux pouces de circonférence. Elle pesait seule 420 quintaux et avec son attirail 464. Elle ne fut suspendue que 18 mois plus tard, parce ~ 149 - qu'il fallut construire une nouvelle chaipente pour la soutenir, et agrandir la porte voisine de la chapelle Sainte-Catherine pour la faire entrer. On la sonna pour la première fois le 7 septembre 1521 aux vêpres de la Nativité et elle se fendit la même année le jour de Noël. — Buss., ibid. 3012. (Réformation.) — Les nouvelles doctrines continuent à se ré- Fol. 25 pandre. — Buss., ibid. 3013. (Mag. Philipp von Rumsperg predigt zum A. S. Peter.) — Petrus \ 520 Philippi predigt 1520 evangelisch im Alt St. Peter, aber die Canonici schaffen ihn ab. Dies vermehrt sehr den Hass gegen die Geistlichen. — Res. Rh. 8014. Diète de Worms. — Strasbourg y est représenté par Hans de Fol. 26 Bock, Conrad de Dunzenheim et Martin Herlin. — Luther arrive à Worms. 1521 Matthieu Zell prêche les nouvelles doctrines dans la grande chaire de la cathédrale. — Le grand-chapitre la fait fermer. — Chaire portative. — Buss. , ibid. 3015. [Papst Hadrian schreibt an Strassburg.) — Schon 1522 schrieb 1522 P. Hadrian VI an den Strassb. Magistrat darüber dass man hier der luthe- rischen Lehr anhänge, ketzerische Bücher drucken lasse, verbreitet und gelesen werden , — und begehrt dass der Mag. wache dass nichts von der Art hier gedruckt, und dass die bereits ausgegangenen Bücher nicht blos unterdi'ückt, sondern auch verbrannt werden sollten; wenn dies nicht be- folgt werde, so verkündigt er der Stadt Gottes schweren Zorn und Rache. — Sleidan., L. III, p. 78. Der Magistrat antwortete: Was die h. Schrift betreffe, darüber zu ur- theilen stehe den Gelehrten zu, ein ehrenwerther Rath sey bisher noch bey der alten Religion verharrt, es habe sich aber nun über 20 Jahre Dr. Keisersperger mit ihren Bischöffen Albrecht und Wilhelm und E. E. Rath beredet und berathschlagt wie den Sachen zu helfen, weil die Geist- lichen gar ein ärgerlich Leben führen, auch dero Gedancken genugsam angezeigt und geoffenbart, es wolle aber keine Reformation folgen. Der Card. Cheregati antwortet: Die Reformation gebühre allein dem Pabst, der werde bald ein Concil in Teutschland berufen; indessen soll man alles Widrige verhüten. Sonst würde Gott und der Pabst sie strafen mit dem Bann. — Sp. n" 2228. — Res. Rh. Réponse du magislrat à la lettre du pape apportée par le nonce Chère- ^°^- 27 gati. — Buss., ibid. - 150 - 1523 Die Schriften Luthers und seiner Anhänger werden zu Sirassburg feil geboten. — Rh., Gesch. der Ref., I, S. 124. 3016. Almosen- Verwaltung. — Manche von den Verbesserungen die schon Geiler dringend gewünscht wurden erst zur Reformationszeit ein- geführt. A". 1523 wurde durch einen Rathsbeschluss das Gassenbetteln abge- schafft und dafür in allen Kirchen Almosenstöcke angebracht. Auf Michaelis wurde im Kloster zu S. Marx für Bürger und andere ein gemein Almosen angerichtet aus den obigen Kirchenstöcken, bald aber auch aus andern Gefällen, und zur Aufsicht neben einem Schaffner und Almosenknechten auch Herren des Raths, nachher aber auch andere ehr- bare Männer aus den 7 Kirchspielen zu Pflegern, Assessoren und Exami- natoren theils beständig, theils auf 2 Jahr beygeordnet. Das Opfer das sonst auf den Altar gelegt worden, in den Kirchenstock geflossen. — B. n» 207. — Res. Rh. Fol. 28'' 3017. {Polémique entre les catholiques et les novateurs.) — Le clergé catholique attaque les novateurs. — Le magistrat interdit les controverses en chaire. — Matthieu Zell et Capito demandent à être confrontés publi- quement avec leurs adversaires. — Leur demande n'a pas de suite. xMariage de Firn, curé de Saint-Thomas. — Sermon de Zell. — L'évêque demande que Firn et Butzer lui soient livrés. — On ne lui répond pas. — Le chapitre destitue Firn, qui résiste. — Le chapitre a recours au magis- trat et le prie de défendre à Firn de prêcher à Saint-Thomas. — Celui-ci continue. — L'évêque accuse Butzer près du magistrat. — Apologie de Butzer. — Le magistrat le prend sous sa protection. — Zell et Butzer re- doublent de hardiesse. Fol. 29»' Procédure contre Zell. — Son apologie. — Le grand-chapitre le des- titue. Gaspard Hedio, ancien prédicateur à Mayence, est nommé prédicateur à la cathédrale. — Il prêche les nouvelles doctrines. Fol, 31 L'ammeister Trachenfels est remplacé par Daniel Mueg, chaud partisan des idées nouvelles. — Murner, le gardien des Franciscains. — Buss., op. cit. 3018. {Gesandschaft nach Spanien.) — Da auf dem Reichstag zu Nürenherg in Abwesenheit des Kaisers manches den Städten Nachtheiliges beschlossen worden, schickten diese eine Gesandschaft nach Spanien; von Strasshurg war dabey Bernhard Wurmser, Stettmeister; den 6. August kamen sie zu Valladolid an, halten gute Verrichtung. — Pp. Rh. — 151 — Lorsque la ville de Strasbourg- envoya une dcpulation en Espagne auprès de Charles-Quint pour se disculper des accusations qui pesaient sur elle à cause de son attachement aux principes religieux que prêchait Luther, elle partit de cette ville le 18 mai et arriva à Valladolid le 6 août; il lui fallut donc 79 jours pour faire ce voyage. — Pp. P. 3019. (Mines de Sainte-Marie.) — VVencker dit dans sa Chron. msc, II, 32, que les mines de Sainte-Marie étaient si productives en 1523 que l'on en retira parfois par jour deux ou trois quintaux d'argent. — Ibid. 3020. {Mesures de l'évêque contre les prêtres mariés.) — Les prêtres Fol. 3i»— 3î' mariés sont cités à comparaître à Saverne, le 20 janvier 1524 — Ils se 1524 mettent sous la protection du magistrat, qui les reçoit bourgeois. — Buss. 3021. (Geistliche sollen Bürger werden.) — Den 25sten Januar 1524 ward publicirt, alle Geistliche und Notarii sollen Bürger werden auf fol- gende Lichtmess, die Domherren der Hohenstifts und was in Klöstern aus- genommen. Hiegegen protestirten etliche. Hierauf liess Gapito ein Tractat in Druck ausgehen, wie man der Obrigkeit soll gehorsam seyn. Besonders Murner schrieb Schmähschriften dagegen, die in seinem Kloster gedruckt wurden. Am Weihnachten 1524 gebot der Magistrat abermals dass alle Geist- liche sollten Bürger werden; da wollten die Bürger solche auch zünftig haben. E. E. Rath (stellte ihnen vor) wenn dies geschähe und sie auch Wachten Ihälen, müsse man sie auch zu Schöffen- und Gerichtsstellen ge- brauchen. Indessen sollen sie nur zünftig werden. Handtreu leisten, andere Auflagen tragen, aber der Wachten frey seyn. — Sp. n» 2252. (A«. 1525 16. Jan. ward das Gebot, dass die geisthche Bürger werden in Monatsfrist oder in Turn gelegt werden [erneuert?].) — Res. Rh. Gapito écrit contre les ecclésiastiques qui refusent de se soumettre au décret du magistrat touchant le droit de bourgeoisie. — Pamphlet de Mur- ner contre les prêtres mariés. — Buss., op. cit. 3022. (Tumult.) — Auf Laetare hatten einige Barfüsser ohne Consens ihr Habit abgelegt und theils lange schwarze Röcke, theils graue Studen- tenkappen angelegt, wie Luther gethan hatte. Die Predigermönche ärgerten sich darob und kamen dabey in Streit mit einem Burger den sie übel schlugen, es gab Lärm; über 200 Bürger liefen dazu vor das Kloster, und es zerstreut der Ammeister den Haufen wieder. — Cfr. B. n« 215. Auf Invocavit als Martin Butzer zur Abend predigte, fiengen die Pfaffen im Chor an zu singen mit heller Stimm, da gieng ein Schreiner, Strubel- — 152 — hans genannt, hin und hiess sie schweigen. Ein Mönch antwortete wenn es ihm nicht gefalle, möge er nach Haus gehen. Dieser Schreiner fieng an mit einem Predigtstuhl auf den Mönch loszuschlagen. Der Mönch mit der Pfaffen Hülfe verwundete den Schreiner; etliche hundert Bürger Hefen hierzu. Zum Glück besänftigte der Ammeister beide Theile. Im J. S. Peter wird Ablass gepredigt. Einige Muthwillige schütten das Geld in den Almosenstock, nehmen das Kreuz weg. Im Münster verschliesst ein Schneider bey einer Procession die Thür bey S. Lorentzen. — Res. Rh. Émeute au sujet du couvent des Dominicains. — Tumulte à la cathédrale. — Strubelhans. — Buss., op. cil. 1524 3023. (Des Bischofs Gebot.) — Auf Judica 1524 gebot der Bischof allen Geistlichen in Zeit von 9 Tagen ihre verdächtigen Mägde von sich zu thun. — Res. Rh. 3024. (DeutscJie Messe.) — Zinstags nach Jubilate sang Theobald Schwartz helffer zu S. Lorentzen die erste teutsche mess, das war dem volck sehr angenehm, darauf predigt er, reicht das sacrament in bederley gestalt und taufte auch teutsch. Geschähe in der kruft under dem Chor, aber oben hielt man latine mess. Hierauf fieng man an auch zu S. Aurelien und S. Martin das heil, sacra- ment in bederley gestalt zu reichen, theten das bildwerck ab und wurde bis auf die klösler überal reformirt, allein die chorröck behielt man beym gottesdienst, doch giengen noch S. Aurelien grosse wallfahrten. — B. n« 211. - Sp. n" 2339. — Pp. Sehn. Theobald Schwarz dit la première messe allemande. — Changements introduits dans les cérémonies du culte. — Réponse hautaine du magistrat aux réclamations de Guillaume de Honstein. — Buss., op. cit. 3025. Kreuzgang der dörfer eingestelt. — In der Pfingstwochen kamen nur 2 dorffschafften mit kreuzen gehn Strassburg, deren sonsten gar viel dahin kommen. — Pp. Sehn. 3026. (ßtiftherren ziehen aus der Stadt.) — A*'. 1524 sind mehrere Stifftsherren von S. Thomae und Alt S. Peter entwichen, und haben Man- ches mitgenommen; etliche aber wurden verhaftet; die Abwesenden erregten scharfe Processe die bis 1529 gedauert, wo sie ausgegUchen. — Sp. n^ 2244. — Res. Rh. Fol. 32 Mesures prises par le magistrat: inventaire des biens des couvents, chapitres et églises. — Le désordre se met dans les couvents. - 153 - L'évêque excommunie les prêtres mariés et les religieux qui ont quitté leurs couvents. Tumulle à l'occasion de la procession de Saint-Marc. — L'auteur est puni par le magistrat. Destruction des autels, tableaux, etc., dans plusieurs églises. — Les jar- diniers ouvrent la tombe de Sainte-Aurélie. Troubles dans la paroisse de Saint-Pierre-le-Vieux. — Menaces profé- Fol. 33 rées contre les membres du chapitre, qui s'éloignent. — Trois vicaires seuls restent. Troubles à propos d'un écrit de Conrad Treger, provincial des Augus- tins. — Intervention du magistrat. Une partie des paroissiens de Saint-Pierre-le- Vieux demandent un curé Fol. 3i protestant. — Buss., op. cit. 3027. Mûnch heurathen. — Domalen giengen eus den Klöstern und verheuratheten sich: h. Mathaeus Greiter ein guter musicus, und Egenolff Dachstein, vicarius zu S. Thoman und organist im Münster, der wurde von U. Fr. haus underhalten, dise zwei haben zuerst etliche psalraen ins teutsch zum gesang eingerichtet. — B. n« 210. — Pp. Sehn. 3028. (Verivirrung.) — In diesem Jahr war grosse Verwirrung, der Eine wolte seine Kinder teutsch, der Ander latein getauft haben. — Res. Rh. 8029. {Censur.) — Um dem Umfug mit den Schmähschriften ein Ende zu machen sollte von nun an niemand was drucken lassen, ehe es auf der Ganzley examinirt oder von E. E. Rath erlaubt, und soll der Drucker sei- nen Namen beysetzen bey Leibesstrafe. Es sollen auch sogenannte Druckerherren eingesetzt werden aus den XIII und XXI welchen die Censur anbefohlen. D. L. (Die Lehrer?) der schulen, es sey geistlich oder weltlich, geben nichts in die Censur. Den 12 Sept. 1524' verbot der Mag. abermals alle heftigen Schriften. Item 5 Januar 1526 und öfters. — Ibid. 3030. Le magistrat renouvelle le décret qui enjoint aux ecclésiastiques Fol. 3G de se faire recevoir bourgeois, 28 janvier. '152a Arrestation de plusieurs chanoines. — Les chapitres s'adressent à la chambre impériale d'Esshngen. — Les prédicants luthériens y envoient une apologie signée par Butzer et neuf autres. — Le magistrat défend de dire plus d'une messe par jour dans chacune des quatre collégiales. Le magistrat renouvelle le décret qui permet aux religieux et religieuses de quitter leurs couvents. — Beaucoup en profitent. - 154 - Fol. se*» On défend aux religieux restés dans les couvents d'administrer les sacre- ments ou de célébrer des messes en secret. — On interdit les cérémonies du dimanche des Rameaux, de la Semaine-Sainte et de la fête de Pâques dans toutes les églises et couvents. — Buss., op. cit. Fol. 30» 3031. Das Münster ausgeräumt. — Auf Liechtmess wurde das künst- ^1^-5 lieh traurig Marienbild, samt creuz, ampellen, kc, aus dem Münster ge- than, und verbollen des tags mehr als 4 messen zu hallen, bey jedem Stiffl eine, kc. — Sp. n» 2271. (La date de Wencker n'est pas exacte. Note de M. Schn.) — Pp. Sehn. Den 2. Februar, auf Liechtmess, wird das Marienbild sampt Kreuzen und Kertzen aus dem Münster gelhan, und verboten des Tags mehr als 4 Mes- sen zu lesen, in jedem Stift eine; Mönchen und Nonnen erlaubt aus dem Kloster zu gehen, zu heyrathen, weltliche Kleider anzulegen; etlichen gab man Pensionen lebenslang, andere lernten Handwerker; man zog auch den Spendpfennig ein. Sabbato vor Reminiscere ward verholten Bilder aus den Kirchen zu fhun ohne Vorwissen der Obrigkeit. — Res. Rh. Fol. 36»' Der Bauernkrieg. — Ittel George, le schultheiss de Rosheim, devient un des chefs de la révolte. L'abbaye d'Altorf est saccagée. Fol. 37'— 38 Strasbourg et les paysans révoltés. — Attitude du magistrat de Stras- bourg. — Révolte des paysans de l'Ortenau. — Strasbourg s'entremet entre les paysans et le margrave de Bade. Fol. 38 Saverne et Offenbourg renvoient à Strasbourg les objets appartenant aux chapitres de la ville. — Strasbourg négocie avec Saverne pour détour- ner cette ville d'ouvrir ses portes aux paysans révoltés. Ceux-ci s'en empa- rent. — Buss., Guerre des paysans, p. 100 sqq. Fol. 37 3032. Bauernkrieg. — Der Rath liess aile Bürger auf iliren Zünften 1.j!iü— 1ji6 2usammenberufen. Hier las man ihnen ein Bedenken vor, des Inhalts: «Dass das Betragen der Bauern dem Evangelium und der gesunden Ver- nunft zuwider wäre, — dass sie sich selbst schadeten, indem sie den rei- chen Vorrälh der Edelleule und Geistlichen verprassten oder verderbten, und bald selbst Mangel leiden würden; — dass zu besorgen wäre dass wen auf dem Lande alles aufgezehrt sein wurde, sie sich der Stadt nähern, und entweder eingelassen zu werden verlangen, oder begehren würden dass man ihnen die Güter der Geistlichen ausHefern sollte. Nun wären aber letztere erst neulich gezwungen worden Bürger zu werden, man seye ihnen folglich Schulz und Sicherheit schuldig, — der Magistrat wäre ent- - 155 — schlössen die Ehre und den Nutzen der Stadt zu handhaben, wünsche aber eines jeden, auch des geringsten Bürgers Meinung darüber zu vernehmen. d — Friese, II, S. 181. 3033. Das Münster ausgeräumt. — Den 16. Dec. 1525 wird im Mün- 1525 ster alles Katholische weggeräumt, und ein hülzerner Altar aufgestellt mit eisernem Gitter, woran teulsche Mess gelesen im Ghorhembd, ohne ander Ornat. — Sp. n'' 2259, 2271. — Res. Rh. Den 16 decembris räumt man alles was under dem letlner im Münster Fol. as»* war hinweg, auch unserer Lieben Fr. altar und bild, und setzt einen hül- zernen altar herfür mit einem eisenen gitter umgeben, darüber bettet man und hielt teulsche mess in einem chorhembd. — Pp. Sehn. 3034. Münster noch mehr ausgeräumt. — Auf Otiliae thate man das Fol. 39»' gross gülden creuz hinder dem altar im Münster hinweg und den grossen 1526 Christoffel, der was 36 schue hoch, muste man ihm bede füss abnemen deren einer ein Wagenladung geben, das corpus wurde in den Spital ge- führt. — B. n» 229. — Sp. n» 2280. — Ibid. Auf S. Odiliae Tag that man dis grosse guldne Kreuz hinterm Altar im Münster weg, auch der grosse Ghristoffel der 36 Schuh hoch. Die sonn- tägliche Kinderlehr und Examen, bald auch Luthers Katechismus wurden eingeführt. — B. n'^ 229. — Pp. Rh. On continue à dépouiller la cathédrale de ses ornements; k statue de Fol. 38 Saint-Christophe est enlevée. — Buss., op. cit. 3035. {Wiedertäufer.) — Als zu Strassburg die Wiedertäufer sehr zunahmen, ward ethchen ihrer Lehrer die Stadt verboten. Sie hielten aber doch ihre Zusammenkünfte im Eckbolsheimer Wald. — Cfr. B. n" 236. — Res. Rh. Le magistrat publie un décret contre les anabaptistes, qui se rassemblent ^^^- ^^ dans la forêt d'Eckbolsheim. — Attitude conciliante de l'évêque à l'égard de Sigismond de Hohenlohe, grand-doyen. — Buss., op. cit. 3036. {Oeff entliehe Messe verboten.) — Streng hielt der Magistrat auf l-»27 sein Verbot (keine lateinische Messe mehr öffentlich zu singen) denn als imj. 1527, die Geisthchen der Kirche Aller Heiligen, jedesmal wann in der Kirche zum J. S. Peter das Abendmahl gefeiert wurde, Messe lasen, befahl er denselben aufs Ernsllichste, so lang damit aufzuhören bis sie die Messe aus der H. Schrift behaupten könnten. — RH.,/?^/'orwi.,I,p.351. 3037. {Bürger hegehren Abschaffung der Messe.) — Mehrere bürger bitten flehentlich und mit scharfen Erinnerungen um Abschaffung der Messe. — 156 — Auch die Predicanlen sollen dies beg(ehren?) auf den Cantzlen, besonders aber wurde Symphorian, Prediger zu St. Martin beschuldigt, er habe auf der Cantzel gesagt die Gemeind soll mit Kolben auf den Chor laufen und die Pfaffen herabschlagen, daher bei Räth und XXI erkannt wurde «zu inqidriren î> und da sichs befindt, ihn zu strafen. — Res. Rh. 3038. Thomas Salzmann, . . . der Scheidenmachcr . . ., am Fischmarkt wohnhaft, trat im j. 1527 öffentlich als Gegner des Christenthums auf, — wurde als Gotteslästerer enthauptet, Freitag nach S. Thomä. — B. n° 235. — Un., Beform., I, p. 346. Fol. 41» 3039. Beicht abgeschafft. — Rhat und XXI geboten auch bey 30 ß^ dass am Charfreytag niemand ins chor im Münster zu beicht gehen solle, oder vor dem sacrament oder bildern liechter brennen, und wurden alle monstranzen ausgeleert. — Sp. n" 2279. — Pp. Sehn. 1529 3040. Vertrag von Schlettsladt. — Den 21 Januar 1529 ward durch H. Balthasar Bischof zu Hildesheim ein Tractat geschlossen zwischen der Stadt Strassburg und den ausgetretenen Canonicis von St. Thomas, Jung- und Alt St. Peter. 1. Soll E. E. Rath sie schützen, auch mit singen, lesen verbleiben lassen bey allem dem so gütlich, christlich und recht, und soll der Wortverstand aus dem Reichsabschied zu Speier genommen werden. 2. Alle ihre Güter sollen inventirt, und ohne der Stadt Wissen und Willen nicht entwendet werden, doch sollen sie freye Administration haben. 3. Soll residirenden und abwesenden ihre Prœsentz zu reichen ge- stattet werden. 4. Jedem Leutpriester, Miethling und Sigrist zu dem Jung- und Alt St. Peter sollen für ihr Gompetenz und Unterhalt anderthalb hun- dert Gulden, sodann derselben zweyer Pfarrer Behausung weil sie alt, klein und eng, den Micthlingen zustellen, und den 2 Pfarrern jedem ein ander geläg und ziemlich Behausung, oder jedem der- selben Hauszins gegeben werden, jährlich mit 8 Gulden. Adel. Der Pfarrherr zu St. Thomas, St. Niciaus und St. Aurelien halber, soll es bey dem Vertrag bleiben so die Stiftherren zu St. Tho- man in der Stadt wohnend mit E. E. Rath abgeredt haben. 5. Alle ihnen entzogene Ilauser und Güter ihnen wieder eingeräumt werden. 0. Wenn sie Häuser zu verlehnen haben, sollen sie dieselben an Bur- ger verleimen, und Fremde sollen so oft sie in die Stadt kommen, — 157 - 3 tage frey haben, wollen diese länger verweilen, so sollen sie dieselben bey einem wohlfeilen Wirlh weisen , wann sie gesund sind. 7. Alle Personen so den Stifftern verwandt, sollen ihrer Gelübde er- lassen werden, freyen Wandel haben, doch geschworene Urfehden gelten. 8. Des Baus halber in D'' Wolf. Gapitos Haus, sollen sie sich mit E. E. Rath vergleichen, er aber ihnen die Briefe drüber heraus geben. 9. Was E. E. Rath während der Zeit dieses Streits den Pfarrern in Geld zu Besoldung gegeben, soll ihm in Zeit v. A Jahren wieder erstattet werden, und wegen Kosten dieser langen Irrung und Schadens von jedem Slifft 1500 fl auch in folgenden Jahren erlegt werden. 10. In diesem Tractat sollen auch die ausgeschlossene Personen und die andern Stifftsherren begriffen seyn. 11. Des Decanats zu St. Thomae und J. St. Peter gross und klein Siegel, auch Briefe über das Beguinenhaus etc., durch die kaiserl. Commissarien restituirt werden. 12. Dieser Vertrag soll durch Hans Bock, Jac. Sturm, Claus Meyer und Claus Wencker Schultheiss zu Offenburg aufgerichtet werden. — Pp. Rh. 3040 ^^^ Attaques violentes contre la messe. — Remontrances de Fol. 42 l'évêque au Sénat. Abolition de la messe. — La dernière messe est célébrée dans les collé- Fol. 43 giales, le 20 février 1529. — Plusieurs églises et monastères sont abattus. — Les quatre chapitres sont forcés de loger et de payer les curés et vicai- res luthériens. — On organise sept paroisses. Le conseil impérial de régence exclut de son sein Daniel Mueg, le dé- puté de Strasbourg, à cause de l'abolition de la messe. — Diète de Spire. — Protestation des partisans de la nouvelle doctrine. — Buss., op. cit. 3041. {Bund der Slrasshurger mit Basel, Bern und Zürich.) — Das Fol. 45 Bündniss halte den Titel Christlich. Burgerrecht. Anfangs erhoben sich 1529—1530 Schwierigkeiten wegen dem Vorsitz; am 5. Januar 1530 kams zu Stand. Von Bern kamen nach Strassburg Bernhard Tillemann und Nicolaus Ma- nuel und schwuren. Hernach auf Fabiani Sebastiani im Namen Strassburgs H. Egenolf Röder, Stett- und Conrad von Duntzenheim Ammeister. Der Bund sollte 15 Jahre währen: dauerte aber nur bis 1531 wo die Zürcher bey Gappel geschlagen. Bey dem Friedenstractal mit den kallioli- — 158 — sehen Orten mussten Zürch und Bern den Bundbrief cassieren. Die Basler folgten diesen bald. — Res. Rh. 1530 3042. {Reichstag zu Augsburg) — Von Strassburg wohnten dem Reichstag bey: Jac. Sturm, Reinbold Spender, Math. Pfarrer und Martin Herlin, Capito und Butzer (Hedio wird nicht genannt). — Sp. n'^ 2315. — Res. Rh. 3043. Venturinus, un prophète à Strasbourg. — Buss., Dévelop., I, p. 150. Fol. 45'' 3044. Bilder vollends abgeschafft. — Auf Valentini ward vom Rhat und XXI erkant die bilder, crucifix und gemäld aus den kirchen zu räumen, wer etwas eigenthum daran zu praetendiren mochts zu sich nemmen. Wurden herrn des Rhats ins Münster und zu S. Thomas, auch die Schaffner darzu geordnet; beim Jungen und Alten S. Peter wars das vorige jähr und zwar bey disem ort auf anstalt Theobaldi Schwartzen geschehen (weils wider verbott nicht ohn verweis); wurden die kirchen entweder geweisst oder mit steinfarb angestrichen. — Sp. n° 2309. — Pp. Sehn. 1532 3045. (Fische verboten.) — In der fast wurde verboten am sonntag vor mitlag fische feil zu haben, hingegen war erlaubt rind- und kalbfleisch zu verkaufen. — Res. Rh. Fol. 46 3046. {Elenden Herberg.) — A" 1530 werden in der Elenden herberg 23548 personen beherbergt. — Pp. Rh. Fol. 48» 3047. Münster geziert. — Dises wurde das Münster inwendig geweisst und an etUchen orten mit gold und schöner schrifft geziert. — Sp. n" 2335. — Pp. Sehn. 3048. {Weissthurmlhor gebauen.) — Es wurde auch das Thor an dem Weissenlhurn gebauen und der Wahl darbey; am Thurn stehet: Carola V aug. copias germaniœ in Turcam Pannoniam invadentem ducente, Resp. Arg. portam hanc aggere et fossa muniri fecit. Anno MDXXXII — und wurde die Kirch des ßarfüsserclosters abgebrochen und die Stein zu diesem Bau verwendet. — Sp. n« 2337—38. — Res. Rh. Fol. 49« 3049. {Ein Sturmwind.) — Donnerstag nach der fastnacht warf ein 1533 grosser wind das Ihürnlin da die schlagglock innhieng herab und etwas vom steinern gang gegen dem chor, that über 3000 gld. schaden am Münster. — Sp. n" 2341. — B. n" 258. — Pp. Sehn. Fol. 50* 3050. Grabstein aus dem Münster {entfernt). — Es wurden auch 1534 alle grabstein (under andern II. Burekart Twingers, des ersten Ammeislers) — 159 — aus dem Münster gelhan und die kirch mit neuen platten belegt, stehet der stein noch vor dem kleinen thürlin. — Sp. n^ 2343, — ß. n° 2G1. — Pp. Sehn. 8051. {Lästern verboten.) — Am 17. iMart. wiederholt der Magistrat 1533— 1534 das Gesetz wider die so Gott und die Heiligen lästern. — Res. Rh. 3052. (Herzog von Wirtemberg wieder eingesetzt) — Dises ward Tom. ii herzog Ulrich von Wirtenberg durch landgr. Philipsen von Hessen mit ^'^'"'^ ^ gewehrter band in sein land wider eingesetzt, darzu richtet gr. Wilhelm ^^^ von Fürstenberg ein régiment von 15 Fähnlein landsknechten im Elsass und zu Strassburg, wurden zu Geispolsheim gemustert. Davon Hertzüg, p. I. das ganze 3. buch. — Pp. Sehn. 3053. (Sitten.) — Freitags den 19. Junii wurde auf dem zu Strassburg 1535 gehaltenen Synodo bey Rath und XXI. berathschlagt, wie zu erlangen sey dass das Volk der Predigten fleissig besuche : Erkannt dies solle nicht durch Gebot geschehen, weil es sonst das Ansehen hätte als wolle man ein neu Papsthum aufrichten, sondern durch gute exempta. Desswegen Regiments- und Rathspersonen zu ermahnen dass sie solche Predigten fleissig besuchen wollen, und solle solches alle Jahr Mitwochs wann die Rathspredigt gehalten wird, den Rälhen und XXI vorgelesen werden. — Res. Rh. 3054. (Gebot Kinder zu taufen.) — Den 9ten Februar ein Mandat ein- getroffen Kinder zur Taufe zu bringen; vierteljährig soll künftig deshalb inquirirt werden. — Ibid. 3055. (Christtag ivieder gefeiert.) — Dieses Jahr feyert man wieder 1537 den Christtag, was etliche Jahre seit 1524 unterblieben war. — B. n° 265. — Ibid. 3056. En 1538 la cathédrale fut dorée et peinte intérieurement. — 1538 Cfr. 1532. - Pp. P. 3057. (Wiedertäufer.) — Am Ostermontag fieng man 69 Wiederläufer, 1540 jung und alt bey Illkirch, wurden 14 Tag gefangen gelegt und dann der Stadt und Burgbann verwiesen. Auch wurde die Ordnung gegen die Wiedertäufer erneut dass man sie nicht beherbergen solle. — Res. Rh. 3058. S. Wilhelm. — Johann Rixinger bisher gewesener prior zu Fol. 56" S. Wilhelm alhie resignirt seines Klosters praetension gegen die ein- kommen der pfarrei Ahl, welche b. Erasmus nach dessen absterben 3 jähr hernach eingezogen und nicht mehr cediren wollen. — Pp. Sehn. — 100 — 3059. (Sturm.) — Donnerstag nach Mariae himmelfahrt, Sturm: warf den kupfern Deckel oben auf dem Münsterplatz herab, so S'/s Zentner gewogen. — Res. Sehn. 15 il 3060. (St. Thomas.) — Und hat nach der Reformation Bischof Erasmus a°. 1541, die Gefäll der Academivorsteher überlassen, welche sampt dem Pfarrer daselbst und denen zu S. Niclaus und S. Aurelien annoch solches Sliffts als Canonici administriren und erhalten. (Date fausse, c'est 1549 qu'il faut lire. Note de M. Sciin.) — Ibid. 154-2 3061. (Gebet ivieder die Türken) — Ermahnung zum Gebet wider die Türeken. Wegen des Türeken wird der monatliche Dinstagsbettag an- gestellt. — Res. Rh. Fol. 60 3062. {\VaJil) und am inneren thor macht man einen wähl auch mit 1544 rondeien und raumete den zwinger darvor, waren zum theil a°. 1536 gehauen, aber auf anleilung gr. Wilhelm von Fürstenberg verändert. (NB. das 16. Jhdt. doppelt bei Wencker, T. II, pars 'i und T. 111.) — Pp. Sehn. Fol. 61" 3063. Metzgerthurm. — Steinstrasserthurm. — 1545 abgenommen 1545 und gehauen wie er jetzt steht. — Ibid. 3064. (ùdtiis- Polizei.) — Den 15. Junii verordnet: Wirlhe sollen Burgern und Einheimischen zwischen der Abendpredig nichts zu essen geben. — Res. Rh. Fol. 63« 3065. Burger exerciert von Fürstenberg. — Ehe dann gr. Wilhelm 1546 in feld zog, führte er den 10. may zu Sirassburg die burger auf 5000 in feld auf die Metzgerau, macht ein schlacht Ordnung, exercirt sie, lies die stück deren elliche mitgeführl worden, losbrennen, und führte sie über S. Arbogaslbruck zum Weissenlhurn wider in die Stadt. — Pp. Sehn. 3066. {Prières publiques.) — Il est prescrit que tous les matins, au son de la cloche, chacun se mette en prières à l'endroit où il se trouvera, afin d'invoquer Dieu en faveur des confédérés de Smalcalde. — B. n^ 302. Buss., ibid., p. 269. 1547 3067. {Aussöhnung mit dem Kaiser.) — Am 20. März 1547 kommen die Gesandten Sliassburg, wie alle andere Mitglieder des Schmalkaldischen Bundes, vor (k-n Kaiser, Abbitte zu thun. Wencker läugnet den Fussfall vor dem Kaiser. — Cfr. Sp. n" 2332—33. — RŒnniCH, Ref., II, p. 185. 1550 3068. {Interim. Diruhcn im JSachmitlagsgoltesdienst.) — Nachmittags predigt im Münster ein fremder Geistlicher, ein Knabe macht etwas Lärm, ein Sladtdiener heisst ihn schweigen, eine Menge Knaben lauft dazu, es cnlilfjlil ein Gelüinniel, der ängstliche Prediger lauft zu den Seinen. Der — 161 — Statt- und Ammeister erfahren den Lärm, sie waren in einen andern Kirche, aber als sie kommen waren, war schon alles ruhig-. Den andern Tag ent- schuldigt sich Jacob Sturm bey den Domherren, aber diese klagens dem Bischof, der dem Kaiser, von dem aber beide Teile abgewiesen. — ß. n° 819. — Sp. n" 2392. — Res. Rh. 3069. (Interim.) — Weil Hedio sich weigerte im Münster in einem Chorhemd zu predigen wurde er daselbst abgeschafft, hingegen die Pre- digerkirch, der Gartner in der Steinstrass wegen, geöffnel. Da predigt er doch anfangs blos im Frähgebet. Der Bischof protestiert dagegen, beson- ders als man einige Stühle aus dem Münster dahin nahm, aber man be- deutet ihm dass sie die Burger ja hätten machen lassen. Diese Kirche war nicht gegen den Vertrag, da keine Sacramente daselbst administrirt. — Ibid. 3070. (Inschrift am Judenthor.) — Am neuen thurm des Juden- oder Fol. 76'» Schiessrainthors wurde pro memoria geschrieben : Henrico Galliarum rege io52 militem in Carolum V imperatorem augusium per hanc Germaniœ partem ducente, senaius populusque Argentinensis partum hanc aggere et fossa munirifedt, anno MDLIL, mense maio. — Pp. Sehn. 3071. (Prediger gegen das Interim.) — Die Prediger fordern den Rath auf die Messe wieder abzuschaffen. 27. aug. 1552. — Rh., Reform., III., S. 34. 3072. (Reichstag zu Augsburg.) — Durch den Religionsfrieden er- 1555 muthigt, forderten die Strassburger Prediger den 15ten Äugst vom Rath, entweder die Messe wieder abzuschaffen und sie frey predigen zu lassen, oder ihnen den Abschied zu geben. Es sey ihre Pflicht eines von dieser zu fordern. Der Ralh gab sich alle Mühe sie zu beruhigen , aber es vergiengen 5 Monate darüber. Er beralhschlagte mit den protestantischen Ständen, Herzog von Wurtemberg, Churfürst v. d.Pfaltz, Landgraf zu Hessen, Mark- graf zu Baden. Auf dem Reichstag erhielt man nichts von disem. Die Prediger fuhren in ihrem Behalten und heftigen Predigen fort. — Res. Rh. 3073. (Interim.) — Den 11. Januar suchten die Prediger abermals um 1556 Einführung der Reform in die Interimskirchen an. Den 15. ejd. ward erkannt dass man es thun solle, über den Modus wolle man deliberiren. Den 16. Märlz wird vorgeschlagen die Kanzeln mit evangel. Predigern B. XV. - (M.) 1 I - 162 — zu bestellen, aber den Katholiken im Chor ihr Exercitium zu lassen. Man beschliesst noch zu warten, und die Prediger zur Ruhe zu ermahnen. Die Prediger wiederholen noch mehrmals ihr Begehren, aber der Ma- gistrat bleibt beim letzten Schluss. Wencker 1. c. macht folgende Bemerkung: «Dies ist der stein des anstossens aller religionen, weil jede sich für die rechte dargiebt, wenn nun solche regel gelten sollt, könnte kein fried im Reich zu hoffen sein bis eine parthey die andre ausgerottet hätte. So vermeint je ein theil die andren sollen ihn dulden, und wollens doch ihrer Seiten nicht gelten lassen, welches die grosseste ursach ist dass der reli- gionsfrieden nicht recht einwurzeln kann.» — Res. Rh. 1557 3074. {Pi'ediger gegen das Interim.) — Den 15. Dec. erneurn die Strassburger Prediger abermals ihr Begehren die Messe abzuschaffen. — Ward zu Bedacht gezogen. — Ibid. Fol. 84 3075. (S. Calharina Kirch ein kornspeicher.) — Man machte aus S. Catharinakirch einen kornspeicher für die Waisenkinder mit 5 boden über einander. — B. n" 366. — Pp. Sehn. Tom. 1 3076. Der Armbrustrain. — Ist vor zeiten ein predigercloster gewesen Fol. 24 /jjgy g Elisabethen). Aber nachdem das zu S. Ciaren auf dem Wörde zur 1558 . . stattdefension in den wähl nach seinem abbruch gezogen worden, ist hinder demselben wähl zwischen dem mittleren Stadtgraben der ort zu solcher Übung bestümbt und a". 1558. das schiesshauss auch 2nebenhütten mit 3 schiessrainen und 2 rohrbrunnen gehauen worden. — Sp. n" 2418. - B. no 370. - Ibid. 3077. {Marbach dankt ab.) — Marbach gibt i. j. 1558 sein Pfarramt zu S. Nicolai auf. (Angeblich anderer Geschäfte wegen, wahrscheinlich aber aus Verdruss wegen der Fortdauer des Interims.) — Rh., Beform., III, S. 43. 1559 3078. (End des Interims.) — Der Bischof trug auf Verlängerung des Interims an schon vor dem Tumult. Aber der Magistrat antwortete den 13. Nov.: Die Katholiken sollten nur die Kirchen räumen, weil die Bürger- schaft solches mit besonderem Eifer suchte. Bisher habe mans zugestanden weil man noch eine Vereinigung hoffte, weil sie ohnehin gar wenig oder fast keine Zuhörer haben, und das Interim bey fast allen evang. Ständen abgeschafft worden; indess erbiete man sich die Geistlichen ferner in Schutz zu nehmen, mit ihren Gütern etc. gegen ein billig Schirmgeld. — Res. Rh. - 163 - 8079. (Graf Wilhelm von Fürstenberg baut einen thurm in die Stadt.) Fol. 60» — Gr. Wilhelm von Fürslenberg ward in kais. Caroli V. zug in Frankreich ^^60 im recognosciren an dem fluss Marne bey nacht gefangen , mussle 30000 cronen ranlzion geben, das liehe ihm die Stadt Strassburg auf seines 11. bruders gr. Friederich bitten und bürgschaffi; als er loss, that er sich in seinem hoff naher Strassburg, dan er viel aida wohnte. Gr. Wilhelm von Fürstenberg bauet an seinem hoffein port mit rondelen und schützlochern gegen S. Stephan, das verbot E. E. Ralh A". 1560 ist er wieder abgebrochen worden, dan alle heuser daherum sein waren. — Sp. n« 2375. — Pp. Sehn. 3080. Metzgerthor gebauet. — Mittwoch nach Andreae fieng man an den Metzgerthurn (der ein schönen zugespitzten heim hatte) abzubrechen. Den armen arbeitern gab man tags 1 ^^ und für 2 ^^f brod und zwei stück fleisch. Man setzte auch das nider thörlin in (den) graben mit den schutz- löchern und rundelen und dem laufgraben aus- und inwendig, und bei dem innern thor auf beiden Seiten machte man einen wähl, auch mit ron- delen, und räumte den platz davor, seind 1536 theils gehauen, aber auf angeben gr. Wilhelms also verbessert worden. (Ebenso ungefähr T. IL, ps. 2^ cfr. 60, 1544 — Ebenso in Trausch Chron. msc. T. III.) — Ibid. 3081. ( Vertrag zivischen Stadt und Domcapitel. — Verhältniss zwischen 1561 Kaiser und Bischof.) — Den 9. Juli durch Vermittlung des Hertzogs Christoph von Wurtemberg und Markgraf Carl von Baden , wegen einiger streitigen Punkte, schuldigen Summen, Gefällen etc. Das Capitel behauptet dass auch alle Dienstpersonen der Geistlichen unter geistlicher lurisdiclion ständen. Dieser Punkt wird verglichen. — Res. Rh. 3082. (Fallbrücken gemacht.) — Als dises Wilhelm von Grumbach Fol. 94» die Stadt Würtzburg vermittelst zerbrechung eines thors eingenommen, ^563 wurde man verursacht vor die stadtthor zu Strassburg fallbrucken zu legen. — Sp. n» 2431. — B. ad. 1566 n« 429. — Pp. Sehn. 3083. Stadtbau. — Disen sommer wurden vom Roseneck alle zinnen Fol. 94'' und gäng an der stadtmaur abgebrochen und mit blatten abgedacht, auch etliche thurn erniedrigt, damit man das feld desto besser von den wählen bestreichen könne. — Sp. n° 2432. — Ibid. 3084. (Streit zwischen Marbach und Sturm.) — Der Streit fieng 1561 an zwischen Mai bach und Sturm und Zanchi. 1563 wurde er mit grosser Mühe verglichen auf einem Colloq. zu Strassburg dem Jac. Andreae Probst zu Tübingen, GunemannFlinsbach Superintendent zu Zweybrücken, Simon — 164 — Sultzer Reclor zu Basel, Heinrich Schweblin von Zweibrücken etc. etc. Von Strassburger Seite Heinrich von Mülnheim, Wolf Wurmser, Bernhard Bolzheim Advocat &c &c. Nach dem Vergleich wurden Marbach, Sturm, Zanchi, durch die Scho- larchen darüber beeidigt. — Sp. n° 2429. — Res. Rh. 1564 3085. {Grosses Sterben.) — Weil a°. 1564 ein gross Sterben zu Strass- burg war, dadurch die Prediger hart beschwert wurden, verordnete man 3 junge Studiosos aus dem Wilhelmer Collegio , einen in das Waisenhaus, der die Leichenpredigten auf der Urbansau, den andern in die Elenden Herberg, der die zu St. Gallen, und den S'^» zu St. Helenen, der die zu den Guten Leuten halten solte, wenn etwa schlechte Leute stürben, wann aber ein sesshafter Burger starb, predigten die Pfarrer und Helfer. Auf einen Tag starben 25 Jungfrauen. — Ibid. 3086. {Betllen der Studenten abgeschaßt.) — Das Bettlen der armen fremden Schüler auf den Gassen wird abgeschafft, und bis gegen 100 der- selben jedem wöchentlich 6 Laib Brod und 6 Kreutzer gegeben von S. Marx. Auch wurde in den Kirchen für sie gesteuert. — B. n« 2122. — Ibid. 3087. (Kindtaufen.) — 16. Sept (1564) wird geordnet dass man die Kinder nicht mehr Morgens, sondern Nachmittags taufen soll. — Sp. n« 2437. - Ibid. 3088. {Geistliche verlassen Strassburg.) — Der Dechant von Jung S. Peter, Hans Mutschier, der von Haslach, Jakob Hämmerle und noch einige andere Stiftsherren werden gefangen genommen .... verlassen Strassburg und ziehen auf Haslach. — Friese, II, S. 295. Fol. 95» 3089. {Bleydach auf dem Münster.) — Im Münster die dach mit bley zu decken angefangen worden. — Sp. n<* 2439. — Pp. Sehn. 1566 3090. ISeue Canzley. — Im maio wurden etliche alte heuser in der Schlossergass abgebrochen, und die neue Canzley sampt des Stattschreibers Wohnhaus gebauet und in 3 jähren vollendet, zuvor war die Canzley- stub, dise in welcher der regierende Ammeister nachmittag die audienz haltet, die wurde auswendig darvor gehalten. — Sp. n" 2447. — Ibid. 3091. (Martin Steinbach.) — A". 1566 gab Martin Steinbach ein Kiefer, vor er sei der heil. Geist, wurde nebst Anhängern aus der Stadt vertrieben. - Sp. no 2450. — Res. Rh. Fol. 08* 3092. (Frdlbrücken.) ~ ... und wurden fallbrucken gemacht an denen "1567 uilbcn wo sie nocli unverfertigt. — Sp. n» 2431. — B. no429. — Pp. Sehn. — 165 — 3093. Umzug in der Stadt. — Den 7. und 8. februar haben die schrei- 1570 ner ihr spiel gehalten, in spenen gekleidet. — B. n" 477. — Pp. Sehn. 3094. {Blitz schlaegt in S. Thomae.) — Item auf Laurentii waren die Fol. 103» canonici zu S. Thoman mit den werckleuten auf einem augenschein auf 1571 demselben kirchlhurn. Als sie unden zur thüren kommen, schlug das wetter 7 personen nieder, als den pfarrer h. Johann Faber, D. Michaelem Benter (Peulter), M. Conradum Dasipodium, M. Johann Billner, M. Theo- philum Golius, Mollenden Sigristen, und Melchisedech Stumpfen, derplieb also bald lodt, die übrigen für todt nach haus getragen, wurden aber durch fleissige Wartung widerum curirt ohn nachfolgende leibschaden. — Sp. n''2476ad. 1571. — Pp. Sehn. 3095. Beltglock. — ... und wurde ein besondere glock gegossen dieselb wan man morgens nach der predigt das vatter unser bittet, im Münster zu leuten. — Sp. n° 2479. — Ibid. 3096. {Bisch. Johann v. Manderscheidl.) — Holte 1571 sein Pallium zu Rom. Das kostete 30000 fl. dagegen erhielt er vom Pabst etliche Freyheiten, z. B. alle ledigen Pfründen in des Pabstes Monat zu besetzen. Nach seiner Rückkehr legt er eine dreijährige Schätzung auf dasBisthum, erbte alle Pfaffen die starben, aber ihre Schulden wollte er nicht bezahlen, verbot die Concubinen ; etliche wichen, andere gaben geld ; erlaubt um geld in der Fasten Butter, Eyer, zu essen. — Sp. n» 2472. — Res. Rh. 3097. {Jesuiten zu Molsheim.) — Bisch. Johann von Manderscheid brachte 1571 zuerst Jesuiten nach Molsheira. — Res. Rh. 3098. {Reform der Klöster.) — Als die Verfolgung der Protestanten in 1574 Frankreich und an andern Orten stets zunahm, redete man zu Strassburg, und besonders die Prediger heftig wider die noch nicht reformirten Klöster und derselben Exercitium. Darum ordnete der Rath eine Commis- sion aus seiner Mitte an, die nebst den 3 Advocaten die Sache bedenken sollte, und Di". Marbachs Bedenken zu examiniren. Der Bericht dieses Ausschusses erfolgte erst im nächsten Jahr. Die Prediger und Marbach gaben 12 Gründe an, worunter folgende : 1) Nach dem Religionsfrieden sollen blos in denjenigen Städten beide Religionen frey sein, wo sie es bisher waren; die Orte aber wo das Pabstlhum vor dem Nassauer Vertrag abgeschafft waren, seyen nicht darunter begriffen. Von 1529 bis 1550 unterblieb zu Strassburg die Messe. 2) Die Einführung des Interim war blos eine Vergünstigung und ist nun wieder aufgehoben. — 166 - 3) Wenn man jetzt nicht Macht hätte in den Klöstern zu reformiren, so hätte man 1559 ja auch nicht Macht gehabt zu ändern. -4) Das alte Décret von 1559 welches die Messe abgeschafft, ist noch nicht abgethan. 5) Man greife damit in kein fremd Lant weil die Klöster in den Ring- mauern der Stadt liegen. 6) Der vornehmste Grund welcher den Ralh beweg die Messe abzu- schaffen, war das Gewissen; dies Gewissen sollte man noch haben da die abgöttischen Greuel noch vorhanden. 7) Die Furcht sey vergebens, da dergleichen im Religionsfrieden nicht verboten. 8) Die Strafe die man von Gott zu fürchten hat, wenn mans bey der Messe lässt, sey grösser als die zeitliche Gefahr. 1529 sey die Gefahr viel grösser gewesen. Die 3 Advocaten in ihrem Bedenken dachten anders. Sie sahen unbefangener die Sache an. Man müsste viel Unheil, lange Processe von einem solchen Schritt befürchten; die protestantischen Stände haben so lange so sehnlich einen Religionsfrieden gewünscht, daher sey es sehr gefährlich jetzt demselben zuwider zu handeln etc., etc. Den 28 May 1575 erfolgte der Rathschluss, dass die Reformation der Klöster eingestellt sey. — Res. Rh. Tom. II 3099. Fischbnmnen. — Steinere wehrlin zwischen Steinstrasser- Fol. 210 und Cronenburgerthor gemacht und der Vischbrunnen. kc. Und der lo7o Vischbrunnen mit der gump so den 8 dec**"* a". 1574 verdingt an M. Caspar Richard von Franckfurt uff 10 jähr wehrhafft, und das er wie er zu underhalten und zu bessren bericht ertheilen solle, kostet das steinwerck HO S", messing, bley, kupfer, schlosserwerck oO S", des meisters aibeit 50 S" ^ — (En marge: V. Chi-, msc. in-4". — Note de W.) — Pp. Sehn. Tom. m Der Vischbrunnen mit der gump ausgemacht worden, costet 210 8", Fol. iis»» wardt auff dem Pfennigthurn a'^'. 1574- den 8 dec.*""'' verdingt M. Caspar Richardt von Franckfort, mit condition 10 jähr wehrschafft, und dass er einen bericht davon geben solle im fall das können zu verbessern; Über- schlag, steinweiks sampt uncosten bis er steht 110 fl. Messing, kupfer, zinn, bley, schlosserwerk 50 » Dem meister fur seine besoldung 50 » (sind pfundt. — Vorher ein hölzerner Er. — JSote de M. Schn.) Fol. 111' — 112 "^ ' 1576 3100. Tir. — Arrivée des Zurichois. — Buss., op. cit., p. 135. Tom. II P. II Fol. 114» Tom . III Fol. 121« — 167 — 3101. (Daniel Specklin ivird Stadtbaumeister.) — Daniel Specklin Tom. II der Stadt Strassburg erster baumeister, dises bestallet, war in der Jugend ^°'- '^•^' ein seidensticker. — Sp. n« 2499. — Pp. Sehn. ^^"^"^ 3102. Das öffentliche messhören abgeschafft. — Als das predigen Fol. iii« und messmachen in den noch übrigen frauenklöstern zu S. .Margarelha, 1578 S. Claus in Undis und den Reuerin missbrauclit und zu gemein gemacht wurde, ward solches verholten, und solches zu hindern die eingang der- selben für fremde personen verwacht. — B. n° 517. — Sp. n° 2501. — Pp. Sehn. 3103. Formule du sei^ment de l'évêque Jean de Mander scheid. — B. 1578 no 522. _ Sp. n° 2503. — Voir le texte dans Friese, II, p. 307. — Rh,, op. cit., III, p. 73. — Buss., op. cit., p. 125. 3104. Wahl. {Neue Befestigung swerke.) — Um Liechtmess fieng man an den graben zu füllen zwischen S. Glarenwördt und dem Armbrustrein, führt einen wähl drüber und henget denselben an S. Glarenwördt, — B. n« 515. — Sp. n» 2500. — Pp. Sehn. 3105. Frauenhaus renovirt. — Im September fieng man an etliche alte häuser zwischen Unser Frawen haus und der herberg zum Hirtzen abzubrechen, und wardt ein schön neu haus an statt gehauen zu des wercks schaffeney und anno 1581 vollbracht. — B. n« 523. NB. Halt damalen gute baumeister geben, viel häuser gehauen wor- den. — Ibid. 3106. Jeremias Specklins tod. — Den 10. junii sprang Jeremias Speck- ^°^- ^^'^ in Schaffner im Blatterhaus, über die Rheinbruck ab und ertrankt sich, ^'^'^ wusle niemand die ursach. Im augusto hernach auch ein Jungfrau eben an demselben ort. — B. n° 528. — Ibid. 3107. Thor in der Steinstrass. — In der Steinstrass bey dem Rosen- eck schleiffl man ein rondel, mauren und graben, und bauet ein gross wehr so ein halb bollwerck mit einem weilten graben, und wurde das thor auch die brück verändert und a^. 1580 ausgemacht. — Sp, n° 2500. — Ibid. 3108. (Jesuitenschule zu Molsheim.} — Schenkt der Bischof den 1579 (Molsh.) Jesuiten den alten Spital zu Molsheim um ein Colleyium allda zu bauen, aber die Gefälle behielt er für sich. Er befahl allen Stiftern und Klöstern seines Bisthums zu diesem Bau zu steuern, anfangs weigerten sich diese, endlich verglichen sie sich. — B. n" 529. — Sp. n» 2509. — Res. Rh. — 168 - Tom. II 3109. Liechtenberg reparirt. — Hochgedachter Graf (von Hanau) P- ^ Hess das Slammhauss und Schloss Liechtenberg so fast verfallen, fast ^°^l ' ^^^ ganz neu, starck und köstlich bauen, ohne Beschwerden der Underthanen. ^^^^ Vide D. Specklin Architectur, f. 89. — Res. Rh. Tom. III Dises Jahr liess der graf von Hanau das schloss Liechtenberg, so fast Fol. 125 verfallen, fast gar neu, starck und köstlich mit rath Daniel Specklins bauen, beschweret die underthanen nicht damit. — Sp. n" 2513. — Pp. Sehn. Fol. lîO" 3110. Schloss Herrenstein vom bischof angesprochen. Darauf bauet 1581 man das starcke portal zu Herrenstein, versähe das haus mit etlichen stücken doppelhacken mehr und munition, und legt ein besatzung drein, wolle nicht zu wol trauen. — Ibid. Tom. II 3111. (Herzog Wilhelm von Baiern zu Strassburg.) — Herzog ^- ^' Wilhelm von Baiern kam den 11 julii in Strassburg an, hatte seinen Fol. 120 jj^ufier als bischoff zu Lüttich helffen praîsentiren , kam abends um 8 uhren, logiert in h. Friderich Prechters hauss, ward beschenckt, verreiset aber den andern tag wider fort über Rhein. — Ibid. Fol. 128» 3112. (Neiibau auf dem Martinsplatz.) — Im februario fieng man an 1582 zum fundament räumen in dem sogenannten neuen bau. Fol. 131'' Es wardt der neue bau auf S. Martins platz angefangen zu bauen, und 1585 den 7 may 1588 seyndt die h. Schœffen das erste mal darauf zusamen kommen. — Ibid. Fol. m^ 1586 Tom. II 3113. Metzig abgebrochen. — Den 20 junii hat man anfangen die P- '^ gross metzig abzubrechen, stunde gegen die zunfftstuben zur Mörin wo jetzt die 2 Schöpfbrunnen, war ein lüderlich gebeu, hatte unden fast ein jeder sein absonderlich kellerlin; wardt der anfang gemacht an der seilen gegen dem Bock; hernach den 10 dec*""' auch 7 heusser an dem alten Schlachthaus an dem Holzmarckt, und folgendes den 11 Januar 1587 der erste stein zur neuen metzig und schlachthauss ins fundament gelegt. — B. n« 556—557. — Ibid. Fol. 132»> 3114. ISeue Metzig. — Den 1 maii ward die alte Metzig an der Seiten 1588 gegen der Mörin völlig abgebrochen, und den 4 in der neuen das erste mal Fleisch ausgehauen, und in Johannismess, oben drauff allerhand Leinenluch, Zwilch, Docht und desgleichen feil zu haben angeordnet. — ß. n" 502. - Res. Rh. 3115. (Metzgerthurm.) — An dem eusersten Metzgerthurn wurde der deckel abgehebt, ein schulzgalter und wachtstub darauf gemacht und mit kupfer gedeckt, und bede eussere Ihürn am Spilal und Elsbelher ihor - 169 - aus dem fundament neu gehauen, auch mit stühlein und schulzgatlcrn. — Pp. Sehn. 8116. (Carthaus) in welchem jähr die Carthaus abgebrochen. S. ibid. Tom. ii die ursach, fol. V31^ eod. anno. i'- '- «Situs der Carthaus. Dieses closter lasr an dem schönsten und frucht- *"'■ ^^^ • 1 59 1 barsten ort so in der nahe um die Stadt, auf einer höhe die sich minden beynahe dreytheil in dem begriff in eine tieffe ziehen thut mit der Breusch umgeben und mit schönen wisen gezieret, war auch nach dem Münster und der Predigerkirch dise die schönste mit einem schönen kreuzgang und zellen daran. Gaben gross almusen und betrug man sich wegen ihres sittsammen wesens beständig wol mit einander, dergestalt dass järlich im meyen das beständige Regiment und der grosse Rath eine millagmalzeit allda einnahmen, je 50 personen ohne die diener, also dass bey diser handlung (wegen des abreissens) allein angezeigte forcht prœdominirt. » — Pp. Sehn. 8117. {Ausgestorbene Geschlechter.) — Unter den im 15 jhdt. abge- Tom. il storbenen ammeistergeschlechtern : n° 31, die Staheler. — Pp. Sehn. ^o'- 139'> 8118. Springbrunnen. — Im junio ward der springend brunnen auf Fol. ]6i^ dem Schiessrein gemacht. — Ibid. 3119. {Der bischöfliche Krieg.) — Er dauerte nur acht monate, aber 1592 er kostete die Stadt über drey millionen Gulden. Alle Stadt- und Privat- kassen waren leer, und die Burger mussten ihre Baarschaft und alles Silbergeschirre hergeben. — Wencker sagt bei Erzählung dieser Ge- schichte : Hier wurde der grund zu den grossen schulden des Pfenning- thurms gelegt, und alles unglück das hernach die Stadt betraf, war eine folge dieses kriegs. — Friese, II, S. 345. 3120. {Boffzheimische Haus. — Inschrift) — Mathias Dei gratia Archi- 1596 dux Auslriae, Dux Burgundiae, Styriae Carinthiae , Carniolae (fc Wirtem- bergae, &c., Comes Habspurgi et Tyrolis, 99 ao 1602 vollendet. — Ibid. — 170 — 1603 3122. {Himmelfahrtstag gefeiert.) — A». 1603 wird der Himmelfahrts- tag zum erstenmal feierlich begangen. Zuvor war erblos Beitag. — Pp. Rh. Tom. III 3123. Ein Goldmacher aufgehalten. — Philipp Jacob Gustenhover, Fol. 1^ bürger zu OlTenburg gab aus er könne aus bley gold machen, wurde wegen Kay. Maj. durch D. Pistorium nach Prag erfordert, denen er pariren musste. Dort entwich er, kam gen Strassburg; da wurde er von E. E. iiath 1603 angehalten, alwo er in gegenwart deputirter Herren eine pislolenkugel in gold verwandelt welches ducatenprob hielt. Nach 10-wo- chicher hafil, ward er, weil er keiner übelthat beschuldigt, auf recht frey gelassen, doch auf recht und {sie) der in krafft haben Privilegien, weil aber sein .... durchzugehen gern (?) gesucht, auch sonsten an der tinctur die er von sich geben, betrug befunden worden, ist er auf begehren Kay. Maj. dem landvogt auf Ortenburg, andertwerts ihn an kayserl. hoff zu über- schicken auf einen revers überlieffert worden. — Pp. Sehn. 1604 3124. {Prophet.) — Ein Gartnerknecht gibt sich für einen Propheten aus, ermahnt zur Busse, lässt sich aber eines Bessern belehren. — Res. Rh. 1605 3125. 11. Feb. 1605 alle Conventikel verboten. — Ibid. Tom. III 3126. Pulver am büchsenrain. — Den 10. juli hat Mathis Bürtsch ein ^'- " goldschmidt das pulver so den schützen pflegt gereicht zu werden, so 12 h (?) angezündet, davon das schiesshaus hefftig erzittert auch etwas schaden gelitten, weil aber alles offen, sein die personen so gezehrt mit dem schrecken quitt bliben. — Pp. Sehn. Fol. 13« 3127. (iV. Giistenhoffer enthattpt.) — Den 7 october wurde N. Gusten- boffer, obgemeldten goldmachers bruder enthaupt, weil er ein röhr mit 3 kugeln geladen mit vorsatz den regierenden Ammeister zu erschiessen, getragen. (War ein Scherer. S. Trausch's Chr., fol. 538^) — Pp. Sehn. — Res. Rh. 1011 3128. {Stettmeister entsetzt.) — A^. 1611 wird der Stetlmeister Hein- rich Prechler entsetzt und um 100 Pfund gestraft, wegen verübter ßuh- lerei. — Ibid. Fol. 27* 3129. Die lieiiseraugenschein von der Münsterhütt dem kleinen Rath 1614 heimgewiscn. 1618 3130. {Molsheimer Akademie inaugurirt.) — A". 1618, 16. Aug. wird die neue Jesuitenkirche zu Molsheim durch den Bischof von Basel geweiht, und die Académie inaugurirt mil grosser Feierlichkeit. Erzherzog Leopold und viele vom Adel waren da. Wie bei einer Kaiserkrönung, wurde ein ganzer Ochs gebraten, eine Comœdie wurde aufgeführt, dem Volk Brod Fol. 9 1607 — 171 - ausgeworfen. Die Feierlichkeit dauerte A Tage, waehrend welcher Zeit man 4 Fuder rolhen und weissen Wein öfTentlich springen Hess. — Res. Kh. 3131. {Dreissigjähriger Krieg.) — Die Union hielt zahlreiche Con- 1619 ventstage, auf denen die Bundesmitgheder grosse Geldanlagen verwilligten. Dabei halten die Unionshäupter grosse Bestallungen. Die Städte zahlten ihre Termine richtig, aber ein Tlieil der Fürsten blieb im Rückstand. Daher ein Witzkopf die Slädte auf einem Gemälde als im Schwitzbad sitzend dar- stellte. — Diese Zusammenkünfte waren so häufig dass Strassburg inner- halb 10 Jahren über 30000 fl. verreiste. — Ibid. 3132. {Kaiser Matthias stirbt.) — Allgemeine Besorgniss erregle der Fol. 33 im März 1619 erfolgte Tod des Kaisers Matthias. — Strubel, Val. Gesch., IV, p. 269. 3133. Koenig Gustav- Adolph von Schweden kam 1620 nach Strass- Fol. 39'' bürg, als ein unbekannter Reisender, nur mit fünf Personen, logirt in 1620 der Bergherren — jetzt Pfalgräfl. Hof — in der Steintrasse, geht von da in das Lager der Unirten zu Zwingen (?) bei Breisach. — (20. Juni 1620, Strubel, IV, p. 271.) — Res. Rh. 3134. Vertrag von Aschaffenburg. — Wurde am 10. April 1621 der Schöifenversammlung vorgelesen. Die Stadt versprach : dem Kurfürsten von der Pfalz keinen Beistand zu leisten, — in kein Bündniss wider den Kaiser einzugehen — und demselben eine bestimmte Summe Gelds zu erlegen. — Wencker in seiner geschriebenen Chronick sagt: 50 Römer- monat, welches ungefähr 60 bis 70000 Gulden betrug. — Friese, op. cit. III, p. 41. 3135. (Dreissigjähriger Krieg.) Adam Zorn, Georg Jacob Wormser, Fol. 4i Friederich von Botzheim, Bernhard von Kageneck, stettmeisler; am- 1621 meister: h. Ulrich Mürsel, zunft zur Möhrin. Das Prognosticon continuirt noch wie anno 1619 und 1620. Den 14 februar schlägt ein Speyrer cammerbott 2 kayserl. achts- mandata an wider den churf. Pfalzgraffund Ernst von Anhalt, wurden nachts abgerissen, wieder angeschlagen, wieder abgenommen, konnte man die thäter nicht erkunden. Den 5 aprilis kam der pfalzgraf von Lautrecht (?) alhero gewichen; — den 10 dito den schöffen communicirt worden dass man der Union renun- cirt, zu Aschaffenburg sich mit kays. Maj. vertragen, welche die hohe schul zur université! erhebet, hingegen 50 Römermonat erlegt worden. Den 27 aprilis ist die frohn mit bevestigung der Stadt ferners zu conti- nuiren von den schöffen widerum erkannt, und darzu etwas besser - 172 - 1621 anstalt gemacht ^\'orden ausswendig der pforten palissaden, inwendig starke gattern. In der wochen Exaudi ist die Union-Armee, auch den 18 maii seq. unsere drey fähnlein zu Strassburg licencirt worden. Den 14 augusti seind die nova 'privilégia der Universitet solenniier publicirt worden. — Pp. Sehn. 3136. Universität cum plenissimis privilegiis. — Die Privilegien die von Ferdinand II. der Strasb. Académie verheben wurden, 1628 in-4°. — Die Geschichte der Inaugaratio dieser Privilegien in Theatr. Europeum, 1. 1, p. 579 ad a. 1621. — Kaiser Ferdinand II ertheilt der Stadt dieses Privilegium unter der Bedingung dass sie der Union entsagte, sich zu AschafTenburg mit kaiserl. Maj. vertrage und 50 Römermonate erlege. — Res. Rh. Fol. 41» 3137. (Dreissi gjähriger Krieg.) — Graf von Mansfeld zu Lauterburg (Nov. 1621) legt eine Brandschatzung auf die Landvogtei. — Strubel, IV, p. 272. 3138. Den 1. septembris wurde auf einem tag zu Hagenau von den unter-elsässischen ständen und einem bischöfl. speyrischen abgesandten proponirt eine landsdefension und einen landgraben vom Rhein bis gegen Landau aufzurichten wegen erscheinender kriegsgefahr in der Pfalz; wurde aber nicht verglichen. Den 6 december kam grafErnst von Mansfeld, nachdem er Franckenthal entsetzt mit könig Friederich zu Böhmen armee ins Eisass, bemächtigte sich Hagenau, schätzt's um 100000 thaler, zogen das land hinauf in's Sunigau, machten stattliche beuten, verbrannten Hohenburg und andere ort, belagerten den 22 december Zabern in grosser kälte, mussten aber wieder abziehen weil der Statthalter graf Hermann Adolf zu Salm sich dappfer wehrte, ihnen die kugeln zu den stücken abgiengen und Strass- burg weder um bilt noch bedrohung keine hergeben wollte, verursacht dass ihre ort besetzt und überall starke wacht gehalten. — Den 30 dec. : man soll kein geraubt gut kaufen. — Pp. Sehn. Fol. 4.3 3139. Slettmeister: Georg Jacob Wormser, Joachim von Berstett, 1G22 Bernhard von Kageneck, Ludwig Böcklin. — Ammeister: Christophel Slaedei, zur Lucern. Die burger schiessen im quartier bei dem Kronenburgerlhor das neue jähr an, und schiessen 2 persoiicii draussen tod. — Bei der haussuchung linden sich 9812 fremde landleute mit 4453 - 173 — pferden und 2635 stück vieh, 117831 viertel fruchte, mehl 1118 viertel, 1622 wein 557 fuder. — Den 25. januarii und von 9 bis 12 uhren, 3 sonnen gesehen worden, in der nacht etwas wunderbares an dem mond bey sehr grosser kälte. — Den 30. ditlo, wird eine compagnie bandelierreuter, 50 mann stark, gemustert, um die zufuhr und die Strassen zu versichern. — Den 9. febr. sind 24 derselben zu Scharrachbergheim von den erz- herzogischen angegriffen, und über (wider? sie) gegebenes quartier 9 davon niedergemacht und 3 tödlich verwundet worden; geben vor sie hätten sich nicht als neutralisien , sondern als feinde erklärt, bravirt, ein caracol gemacht wie gegen feind gebrauchlich; behielt die /"orza recht, und verblieben auf 60 wagen mit wein geladen, etliche tage alldort stehen. Dies verursacht dass man die burger zur gedult ermahnet, die bui'ger zu nacht auf etlichen zunftstuben wachen lässt, dahin aller landleutgewehr in gewahrsam nimmt, ihnen mandiert keine Versammlung zu machen, sondern zu hause zu bleiben; aller unrath ihrer thiere wird auf die Metzgerau geführt, wagen und karren in die Steinslrasse oder in das kloster S. Claus in undis fuhren lässt. Den 13. februar, die Soldaten sollen sich friedlich verhalten bei leibes- strafe. Ein pasquill wider etliche regimentspersonen und Dr. Anton Wolff, im Rappen gelesen als ein Mansfeldisches schreiben. Sonntags den 3. martii kam graf Ernst von Mansfeld in begleitung von 4000 pferden unfern Strassburg, verlegt die dergestalt in die tieffe dass sie von der Hohenwart nicht möchten gesehen werden; er mit 36 pferden kam an's Steinstrasserthor vor den schlagbaum. Allda wurde er von etlichen herren des régiments deputierten aus höflichkeit in die Stadt geladen, gab zur antwort es wäre nicht bräuchlich dass ein gênerai sich in eine Stadt oder vestung begebe da er nicht zu commendiren, begehrt schiff um sein fusswolck den Rhein hinab führen zu lassen, ass zu Schiltig- heim zu mittag; etliche hielten eine so starcke, verdeckte convoy für ver- dächtig. Darauf zog er mit der armee wider in die Pfalz, all wo könig Friedrich nur selb dritt zu ihm kommen. Weilen die Soldaten in der Stadt auch allerhand insolentien geübt, in- sonderlich der obrist Johann Michael von Obentraut über den regierenden ammeister, weil er ihm nicht in allen seinen begehren willfahren wollte, den degen halb entblösset, also ist an S. Glausbruck ein corps de garde von Soldaten, auch bey dem Margräfischen hof beym Trachen ein reutter- wacht angeordnet worden. — 174 — Den 14. marlii kam ein wirtembergisch und den 18. ein badisch fahnlin zu füss gen Kehl den Rheinpass zu verwahren, bliben 6 vvochen, wurde diesseits das Zollhaus verschanzt und die Ihor täglich von regimentsper- sonen reitende besucht. Den 19. april der Stadt 4 fähnlin under cap. Job. Reinhard Haagen gericht und gemustert worden. Den 30. aprilis ist capitain Florian Zeis den 4 compagnien der Stadt für einen major vorgestellt worden. Darauf (nach Wimpfen) nahm erzherzog Leopold die belagerung Hagenau's vor, welches aber den 17. mai vom graffen von Mansfeld ent- setzt worden, und hat die munition und etliche stück bekommen, und wichen ihre Durchlaucht als eben der graf von Hanau bei ihr zu tische sassen (p. 44). Den 21. maii seind 6 compagnien Leopoldische zu den Mansfeldischen übergangen und zwischen dem Steinstrasserlhor und dem Gutleuttenhauss von dem jungen Obertraut angenommen worden, welche herz. Rudolf Maximilian von Sachsen-Lauenburg, der sie davon abwendig zu machen zu ihnen hinausgerilten, gefangen mit sich genommen. Es kam auch herzog Christian von Braunschweig, bischof zu Halberstadt mit 16 pferden, unter welchen der junge herr von Weimar herzog Bernhard, machte sich über gebür lustig mit den frauenzimraer, hielt einen nachtdantz in h. Sebastian Schachen haus, neben des Bockshoff. Den 31. may wurden 3 stadtreulter auf der Metzgerau enthaupt; der 4® salviert sich ; hatten des baron de Watwil trompeter aufgepasst, ihn erschossen und beraubt. Den 22. und 23. juni zog die Mansfeldische armee nahe bey der Stadt vorüber, das fussvolck bey 100 fähnhn theils hart an dem Stadtgraben beym Weissenthurn mit 10 stuck geschütz, drunter 50 cornetten beym hochgericht. Der könig mit den vornehmsten bey Hausbergen, lagerten sich auf die matten bey Eckbollzheim. Der könig that allerhand begehren an die Stadt so man ihm ableinet, ihn aber mit allerhand vivres stattlich verehrt; bleiben so tag lang allda still liegen; unterdessen plünderten und verderbten die völcker aller ort aufs ärgst ohn underscheid, sowohl die evangelische als bischöfliche und landvögtische dörfer. (Zug nach Zabern etc., kein Wort. — Note de M. Schn.) Den 19. juli passirt des Herrn von Anhalt volck und bagage auf Vergünstigung die Rheinbrücke. (NB. Mansfeld war es stets verweigert worden.) — — 175 — Auf dem Churfürstentag zu Regensburg, Dr. Job. Fried. Scbmilt stadt- advocat deputirt. Den 26. u. 27. aug. wurde die 5*® compagnie zu Strassburg gemustert, capitain Georg Ebel von Wasslenheim, — den 14. nov. die 6'<^ unter capilain Michael Gamer. — Capt. Jos. X . . . informiert 30 bürger zur artillerie. — Grosse noth wegen der münz confusion, bei Gelegenheit zu copiren. (Mots ajoutés nous ne savons par qui.) — Pp. Scbn. 3140. Als den 12./ 22. Febr. 1627 die 7 Jabr des continuirten Hage- 1627 nauiscben Vertrags zu Ende war, nabm der bisch. Statthalter zu Zabern und die kathol. Gapitularen mit Vorlegung kaiserlicher Mandate, ohne Rücksicht auf die Protestation der Evangelischen den Bruderhof samt allen Stiftshäusern, Gütern, dem Dorf Lampertheim und was sonst die evang. Stiflsherren inne gehalten, weg. Die Stadt wollte sich dessen ferner nicht annehmen, sondern sähe allein darauf dass es ohne Tumult abgienge. Den Bürgern geschah aber dabei viel Ueberdrang, da sie in verschiedenen vom Stifte gelehnten Häusern und Gütern, Baukosten aufgewendet die ihnen das Capitul nicht vergüten wollte. — Res. Rh. 3141. Strassburg leidet viel von den kaiserl. Werbobristen 1627, welche zu Dosenheim (?), zu Barr sich einquarliren, und erhalten von dem Kaiser leere Versprechen auf ihre Klagen. — Ibid. 3142. {Stadtkutsche.) — Die erste Erwähnung einer Stadtkutsche 1628. "1628 Die kaiserlichen Abgeordneten, welche das Restitutionsedict bringen, wer- den darin auf das Rathhaus geführt. — Ibid. 8143. (Fürstlicher Besuch.) — 1628 kam Ertzherzog Leopold vormals Bischof mit seiner Gemahlin nach Strassburg, ward festlich empfangen. Unter andern liess der Rath der Gemahlin zu gefallen einen kocherssper- gischen Bauerntanz von Ländlichen tanzen. Der Erzherzog gastirt den Rath an einem Fasttag mit lauter Seefischen, Krebsen, Austern, und hielt einen Abendtanz. — Ibid. 3144. Erzherzog Leopold früher Administrator des Bisthums Strass- burg, der sich mit Claudina von Medicis verehlicht hatte und nun von Seltz aus den Rhein herauf kam, besuchte am 12. Jänner Strassburg Sc Sc. — Strubel, IV, S. 301. 3145. Hexe7i. — In der Stadt, zu Barr, und an anderen Orten der Stadt gehörig, wie auch im Bisthum, wurden 1628 Personen wegen Hexerei hingerichtet. 3146. {Betstunden.) — 1628, 8. Juli fieng man in Stadt und Land — 170 — an, Belstuntleii zu halten. 33 Betstunden zu Strassburg angeordnet 1628 — Montag, Mittwoch, Donnerstag wegen der gefährlichen Zeit. Ein Cano- nicus z. J. St. Peter bemerkte darüber, es habe dieses Beten den Effect als wann es gegen ein Irrlicht geschehe, welche sich den Menschen je mehr und mehr nähern. 1029 i029 der erste Herbsttext erklärt. 3147. (Restitutionsedicl.) — Den 18. dec. 1629 wurde die Frauenhaus- rechnung in gegenwart D. Walther Didenheim, bischöfl. Raths und Lan- derslot (?) des Domcapitels Secretär abgehandelt. Seita°. 1584 war niemand von Katholischen dabei gewesen. Der Dominicanerprovinzial übergibt dem Rath ein kaiserlich. Rescript 1629, das befiehlt innerhalb 2 Monaten das Kloster den Mönchen zu räumen. Der Rath berichtet an die kais. Majestät wie a°. 1531 die Mönche es selbst vertheilt hätten. — Res. Rh. 1630 3148. {Jubelfest.) — Freitags den 25. Juni (1630) wurde in allen kir- chen das Jubelfest gefeiert. — Ibid. 3149. (Hexen.) — Das Hexenverbrennen zu Barr continuirt noch, auch in der Nachbarschaft. 1631 3150. {Lehranstalten.) — 15. Febr. 1631 wurden die Stipendiaten so mit grossen Unkosten, Freunden zu gefallen, im Predigerkloster unter- halten wurden, abgeschafft. 1632 3151. {Dankfest.) — Laut Décret des Magistrats wird am 7'en sept, ein Danckfest in den Strassburg. Kirchen gefeiert als am Jahrstag der Schlacht von Leipzig. — Res. Rh. 3152. Dorlislieim wird auf eine schreckliche Weise verheert durch die Truppen von Ossa und Montecuculli. — Strubel, IV, S. 325. 1633 3153. {Hexerei) — Ein junger Knabe von 14 Jahren von Börsch, wird 1633, 8 Febr. wegen Hexerei verbrannt. — Res. Rh. Fol. C8'' 3154. {Schlacht bei Pfaff'enhoffen.) — Die Lothringer werden von den Schweden zwischen Plaffenholfen und Ringendorf geschlagen. Der Pfalz- graf war durch den Mangel an Geld genölhigt die Belagerung von Ilagenau zu unterbrechen. Das ganze Pfalzgräusche Corps blieb einen grossen Theil des Monats August in seinen vorigen Quartieren liegen ohne etwas zu unternehmen. — In Strassburgs Mauern hatte damals eine arge Seuche gewüthel die von dieses Fürsten Leuten hineingebracht worden war. Da es so schwere Fäll geben, sonderlich in Julio als zuvor bei Menschenge- denken, das jeweilen zwei oder mehr Personen aus einem Haus gelragen — 177 — worden: sojnlerlich halt es ein ganz Geblüt ersuclit, wo die Pest ange- setzt. — Strubel, IV, S. ^55. 3155. {Klosterleute vertrieben.) — Die Johanniter, die Deutschlierren Fol. o?'» und die Nonnen zu St. Margarethen werden aus ihren Klöstern vertrieben X'o^o (19. Jan. 1633). Ihre Einkünfte genossen sie ungeschmälert wie vorhin; zugleich wurde den in der Stadt ansässigen Katholiken der Gottesdienst in derMagdalena- kirclie ganz frei und ungehindert gestattet. — Strubel, IV, S. 343. 3156. {Neue Befestigungen) — Als 1633 sich lothringische Kriegs- völcker der Stadt näherten, dachte man in Strassburg auf mehrere Befes- tigung. Das Johanniterhaus war sehr weitläufig und winkelig; auch das Frauenkloster zu S. Margarethen und das Teutsche Haus war im Wall und den Festungswerken gelegen, so dass in diesem ein heimlicher Ort unter dem Wall war mit einem Gewölb eingefasst. Auch konte man aus diesen Klöstern auf den Wall sehen, schiessen etc. Zudem waren War- nungen von ausserhalb geschehen. Darum wies man den Einwohnern der- selben am 18"^^" Jänner durch eine Ralhsbotschaft an, an andere unver- dächtige Orte sich zu begeben: den Commenthur zu St. Johann in die Probstey z. Jung St. Peter, den vom Teutschen Haus in die Decaney z. J. St. Peter, die Klosterfrauen aber zu den Pieuerinnen, wo ihnen ein besonde- rer Ort zum Gottesdienst eingeräumt und ihre Einkünfte gelassen. Weil aber der im Teutschen Haus sich hernach wider die evangehschen ßundesglieder in Krieg gebrauchen lies, ist sein Haus und Einkünfte ein- gezogen worden. Weil das Kathol. ReUgionis Exercitium zu St. Johann noch etwas in Uebung gewesen, so hat man es zu den Reuerinnen öffentlich gestattet, und zwar viel freier als zuvor, dann zuvor war viel Jahre lang auf die Sonntage und hohen Feste der Zugang zu St. Johann durch Burgerwachen besetzt worden. Am 4ten ]\iäp2 wurden die hinderlichen Gebäue von St. Johann und die Kirch abgebrochen mit Burgerfrolmen, dann auch einige von den Gebäuden von St. Margrethen und am 19'en August das Teutsche Haus samt Kirche und Wohnhaus. — Res. Rh. 3157. A°. 1633 sein die heuser und kirchen zu S.Johann und Teutschen- Tom. l Herren auch etwas von S. Margredencloster hinweg gebrochen, die wähle Fo'- 'O'' an denselben orten verbessert und ein realbollwerck zwischen dem Weissenthurn und Cronenburg auswendig der Stadt sampt zugehörigen redouten gelegt worden, mit leib- und geldfrohn: auch ganz Keel auf B. XV. — (M.) 12 - 178 - angeben generalqnai liermeisters Mörschheusers mit wählen und flancken umschantzet, die kiich so ausserhalb verplihen abgehrochen und der ort besetzt worden. Auf sein anleiten wurde auch a°. 1634 erkanl die ganze Stadt mit neuen bollwercken Sc realiter ringsherum zu fortificiren, darzu eine geldfron geordnet, ist am Steinstrasserthor der anfang und das Roseneck zu einem theil eines boUwercks genommen worden. — Pp. Sehn. Fol. 68 3158. {Slrassburff von den Schweden beschenkt.) — Strassburg erhält am 29. April von den Schweden die Aemler Kochersberg und Wanzenau, in der Sladt selbst den Bruderhof nebst den Höfen welche den Achten von Neuweiler, Mauersmünster und den Domherren zuständig waren. — Stru- bel, IV, S. 350. Fol. 70 3159. {Kriegsereignisse.) — Am 5. Jänner werden die Mühle bei Eck- 163i bolsheim und die Carlhäusermühle nebs der dabeistehenden Walke von den in Zabern befindlichen kaiserlichen Truppen ausgeplündert. Am 13*°" lagerte der commandant von Zabern, Graf Hermann Adolf von Salm mit seinen Truppen in der Nacht bei Westhoffen, und seine Leute steckten das Dorf Cosweiler in Brand. — Strobel, IV, S. 362. Fol. 72 3160. {Fürslliche Flüchtlinge.) — Schon vor dem Treffen bei Nord- lingen halten sich die würtembergischen Fürsten im Fall eines Einfalles in das Land, Strassburg zum Zufluchtsort aussersehen, und nach und nach kamen Pfalzgraf Christian von Birkenfeld, die Herzoge Eberhard, Ulrich und Julius von Wurtemberg, Markgraf Friedrich von Baden mit ihren Familien, Herr Frilz von Solms, mehrere Mitglieder des Rheingräflichen Hauses, Graf von Hanau-Schwarzenfels, Herr von Rappoltstein u. a. m. — Strubel, IV, S. 369. Fol. 70" 3161. {Fortification.) — 1634 Den 20., 21., 22. febr. ist den Schöffen 1634 proponirt woiden ob und wie die Stadt auswendig zu forlificieren : ist erkant soll vorgenommen und vermittelst einer geldfrohn verrichtet werden. Viel haben demain dafür gehalten dass der bezirk zu weit geplant und dass man solle suchen der sach irregnlariier zu begegnen. Den 18. juni der anfang der generalfurlification gemacht beym Stein- strasserthor. Ilette man general(|uarliermeistern Paul Mörschheusern gefolgt, wäre alles aufgebrochen worden. loi. IP A". 1034 hat man die werck zwischen dem Roseneck und dem Juden- llior angelangen, die lini gesucht, weit ins leid hinausgefahren, ein grosse sunnu äcker eingezogen, ist nichts undermauert. A«. 1635 an disoni imd doin lioseneck conlinniil iiu't geldfrohn. A". ht3V' den Hof und sucht das allweimarische Heer für sich zu gewinnen, was 1049 aber durch Bartholomeus Herwart verhindert wird. Gegen das Ende Fe- bruars kommt ein Theil der Armee das I-and herauf und nimmt seine Quartiere in Fegersheim und der Umgegend; nachdem diese Truppen am 26. Februar bei Hindisheim der Krone Frankreichs geschworen hatten, zog das Fussvolk am 5. März über Zabern nach Lothringen , die Reiterei aber gieng zu gleicher Bestimmung das Land hinauf. — Strubel, V, S. 2. 3192. {Schwedengeschenke herausgegeben. — Festlichkeiten luegen des Friedens) — Im Jänner 1649 gab Strassburg die von den Schweden erhaltenen Aemter Geispolsheim und Wantzenau, auch den Bruderhof, Gürtlerhof und geistliche Ritterhäuser zurück. 1650 wurden zu Strassburg Festlichkeiten wegen des erlangten Friedens 1 650 angeordnet, die Meistersänger führten eine Tragicomœdie auf und die Schiffleule ein Schiffturnier. Die nach dem Frieden wieder entstandenen Schwierigkeiten zwischen den paciscirenden Pariheien werden durch den Vertrag zu Nürenberg beygelegt. Nach dessen Abschluss wurden Dankfeste gehalten mit Lösung des Geschützes. Zu Strassburg wurde der 30^*« j^ii^ gewöhnl. Bettag als hohes Fest gefeiert mit Gottesdienst und Predigt, doch ohne weltlich Ge- präng. Das Rauben der abziehenden Kriegsleute dauerte fort. — Res. Rh. 3193. {Einquartierung) — Nach dem Westphälischen Friedensschluss 164'9— 1650 wurden sämmtliche Armeen der kriegführenden Mächte in die verschie- denen Reichskreise verlegt, aus welchen sie ihre Erhaltung ziehen sollten .... Strassburg bekam zwey ganze Regimenter mit dem Stab. Die Stadt ~ 186 - verglich sich zwar mil dem schwedischen General und hezahlte Qiiarlier- geld; tür jeden Tag- 350 Reichsthaler, zwey Scsier Haber und 10 Pfund Heu auf jedes Pferd. . . . Dieses Quarliergeld kostete die Stadt Slrassjjurg 120G50 gülden, und an den fünf Millionen für die schwedischen Kriegs- kosten musste sie 30000 Gulden nur für den ersten Termin bezahlen. — Friese, III, S. 103, nach Wencker. 1651 3194. {Molsheim er Jesuitenschule.) — Während des 30jährigen Kriegs gieng diese Académie fast ganz auseinander. A". 1651 sammeilen sich ihre Glieder wieder, es wurde ein Dr. theol. creirt. — Res. Rh. Fol. ITC' 3195. {Truppendurchmarsch) — Die Lothringer und die Spanier nahmen in der Mitte Dezembers ihren Marsch nach dem Elsass zu. . . . Bei ihrem Anzüge machte die Stadt Strassburg in Eile alle möglichen Anstal- ten um sich in guten Veriheidigungsstand zu setzen. — Strorel, V, S. 8. Fol. ns*» 3196. Am 18. Februar kam ein Theil dieser undisciplinirten Banden, 1652 lauter Reiter, wieder das Land herab, und nahmen ihr Hauptquartier in Andlau, .... plünderten Erstein, versuchten umsonst Mutzig mit Sturm einzunehmen .... erst am 24. März, begannen sie wieder ihren Zug nach den obern Gegenden. — Strorel, V, S. 11. Fol. 180 3197. (Französisches Regiment.) — Ende Augusts begiebl sich der neue Landvogt Graf von Harcourt in die Provinz. Eine seiner ersten Mass- regeln war diese dass er die zehn Reichsstädte zum Eid der Treue auffor- derte— Einen besonders heftigen Widerstand fand der Graf in demRalhe zu Colmar, so dass vor der Hand keine Huldigung stattfand. — Strubel, V, S. 18. Fol. 171'' 3198. Am 24. Sept. kam Espinac, der Lothringische Befehlshaber von Homburg, mit einiger Mannschaft vor die Schlösser Winstein unfern Niederbronn; er sprengte die Thore und glaubte Lebensmittel. . . zu finden, wurde aber in seinen Erwartungen betrogen : um sie aus seinen Händen zu befreien, mussten die untern Stände eine gewisse Summe zusammen- tragen. — Strobel, V, S. 13. 3199. (Geldnoth.) — Die finanzielle Lage der Stadt war sehr schlecht. — Von ihren Gläubigern hart bedrängt, musste sie zu mehreren Malen bei dr-m Kaiser um Verlängerung der Zahlungsfristen ansuchen (1668—71—80) die ihr auch gestaltet wurden. Auch machte die Geldnoth, in welcher sie sich befand, dass ihr Gebiet, von welchem schon durch den grossen Friedens- schluss die drei üben heinischen Dörfer Witlenweihcr, Almansweiler und Nonnenweiher weggerissen worden, sich noch mehr verringerte: sie sah — 187 - sich von 1651 an genölhigt das Amt Herrenslein, die Dörfer Cosweilcr Fol. I7C und Romansvveiler, das Scldoss Erlenburg, die in der Nähe der Sladt liegende Ganzau nebst dem Neuhof, in der Sladl selbst die sämmllichen Metzgerbänke zu verkaufen. — Strubel, V, S. 32. 3200. (Beicht.) — Zu St. Nicolai allein war noch die Privatbeicht über- 1G53 geblieben; den IS''^" Oct. 1653 wurde sie in die allgemeine Beicht ver- wandelt, wie sie in den 6 andern Pfarrkirchen üblich. 3201. (Kirchenvisitation.) — A«. 1653 wurde die Kirchenvisilation auf den Stadtdoerfern wieder gehalten, nachdem sie des Kriegs wegen meh- rere Jahre unterblieben (seit 1645). — Res. Rh. 3202. (Französische Gesandte.) — Der Marschall von Granimont und 1657 Hr. von Lyonne, die zwei französischen Abgesandten zum kaiserlichen Wahltag zu Frankfurt, kamen nach Strassburg. Der Marschall Hess dem Rath ankündigen wenn man zu seinem Empfang kein Geschütz lösen wollte, so würde er vor der Stadt vorbeiziehen und den König davon be- nachrichtigen. . . . Der Rath machte keine weitere Schwierigkeiten: Slelt- meister Wormser, Ammeister Wencker, und Syndicus Fried begleitet von vier Compagnien Rewaffneten empfiengen den Gesandten unweit IJaus- bergen; an dem Steinstrasserthor wurden bei ihrem Einzüge zwölf Schüsse gethan Am dritten Tag verliessen sie die Stadt unter glei- chen Ehrenbezeugungen. — Strubel, V, S. 32. 3203. (Pasquillen.) — 1658 wurden 2 gotteslästerliche Pasquillen 1658 angeschlagen in einer Nacht, Am 19'^" December wird dagegen in allen Kirchen ein scharf Décret verlesen mit angehängten Kirchenbann. Ist der erste öffenthche Rann so seit der Reformation in Strassburg vorgangen ist. Ist in Druck. — Res. Rh. 3204. (Feste.) — 1663 wird zuerst der Gründonnerstag und Char- 1663 freilag gefeiert. 3205. (Universitätsjubiläum.) — 1667,1. Mai, feiert die Universität 1667 ihr Jubilaßum. 3206. (Französische Besitznahme.) — 21. Aug. 1673 und folgend. 1673 Tage, hat der König die 10 Slädt im Elsass unter dem Titel der Ober- landvogtei Ilagenau in Besitz genommen. Von Colmar Hess er 130 Stück Geschütz nach Breysach führen. DieColmarer wollten den comte d'Harcourt nicht als Landvogt erkennen und ihm die übliche Reichssleuer ausszahlen , bis er den Burgern das Vieh vegfreiben liess. — Mémoires de Rosselange, p. 254, msc. — Bibl. ScHŒPFLiN. — Res. Rh. — 188 — 1677 3207. {Französische Schule.) — 1677, 20. Aug., wurde in Sirassburg eine französische Schule errichtet. 1681 3208. {Uehcrgahe von Slrasshurg.) — Louvois zu Illkirch : seine An- rede an die Stadtabgeordneten. — Strubel, V, S. 129. Jag. Wencker sagt nichts von Verralh und seine Chronik ad 1G81 er- zählt folg. : Nachdem Louvois am 19. Sept. 1681 zu Illkirch den Rathsdeput. stark gedroht, wurde das pro et contra der Uebergabe also erwogen. Pro \) Die Stadt halte nur 500 Mann Truppen, worunter die Hälfte kranck, und ausser dem Obrist, keinen Offizier. 2) Die Burgerschaft ist des Wachendiensls nicht gewöhnt, nachmittags truncken, lasse sich nicht commandieren, und sey nicht hinreichend die weitläufigen Festungswerke zu vertheidigen. 3) Vom Reich sey nichts zu hoffen. 4) Das ganze Elsass, Ritter und Bischof haben sich unterworfen. 5) Es sey besser sich jetzt zu unterwerfen als der Gewalt unterliegen; jetzt könne man noch die Privi- legien erhalten. Contra: 1) Die alte Freyheil. 2) Schwere Vorwürfe von den Ständen des Reichs. 3) Die französische Macht sey nicht so gross. 4) Vertrauen auf Gottes Hülfe. Ausgenommen 3 Stimmen wurde einmüthig obgleich mit grosser Be- Irübniss, die Uebergabe beschlossen. — Res. Rh. Fol. Si*- Am 4. Oktober leistete der Ratli den Eid der Treue in Gegenwart des neuen Stadtcommandanten von Chamilly und des Generals Monlclar. Jedes Mitglied des Stadtregiments musste seine Huldigung schriftlich bezeugen und dem Feldherrn den Handschlag geben, nachdem der Vorstand der unler- elsässischen Ritterschaft, Baron von W^angen, die Eidesformel in franzö- sischer und lateinischer Sprache vorgelesen halte. — Strubel, V, S. 133. 3209. {Eid des unterelsässischen Adels.) — 11. Mai 1681 wurden im Schloss zu Niederehnheim die Privilegien des unterelsässischen Adels ver- lesen, von dem Intendanten de la Grange confirmirt und diesem der Eid geleistet, auch von den zu Strassburg eingebürgerten Rittern. — Res. Rh. Fol. goi-et 91 3210. (Pfarrer Gross hefrcil. — Der gregorianische Kalender. — Vl- 1682 ridi Obrechl.) — Durch Vermittlung des Stallhalters von Chamilly wurde am 25. Januar 1682 der seit 18 Jahren verhaftete ehemalige Pfarrer Gross, wieder auf freien Fuss gestellt; auch kam am 11. Hornung der Be- fehl das sich der Magistrat künftighin des neuen oder gregorianischen Kalenders bedienen sollte. Dagegen nahm der Rath am 26. Sept. den ge- lehrten üh i( h Olirecht zu einem Stadtadvokalen an. — Strorel, V, S. 135. — 1^^< .-, -Cd ..^ ;; &^ TOJiATtM-SaS CcnAl^^t TfcdccunMrAQm 'Jliyaitlnar (l'AbsS d.22 tshr stu ^-^ "TTTïïTTinffnnTmiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiii ■ LES CHRONIQUES DE JACQUES TRAUSCH ET DE JEAN WENCKER. B. XV. — iMJ INTRODUCTION. I. NOTIGE SUR JACQUES TRAUSGH. On ne connaît à peu près rien que le nom de Trausch, aucun écrivain alsacien ne donne de renseignements sur lui, et nous en sommes réduit à glaner de droite et de gauche quelques détails bien maigres et bien rares. Grâce à un manuscrit conservé à la Bibliothèque de l'Université et pro- venant de la collection Heitz, et à quelques fragments de Reichardt, il nous est devenu possible de reconstituer la généalogie de la famille à la- quelle appartenait notre chroniqueur et de grouper les renseignements qui jusqu'à ce moment manquaient de cohésion. Les Archives de la ville nous montrent un Henri Trausch ou Triisch', qui siégea au Grand Sénat {Grosse Ralh) de 1568 à 1593 et mourut le 11 octobre de cette dernière année. Il fut marié deux fois. Sa première femme lui donna sept enfants, dont on connaît: Valentin, Ambroise, Mar- 1. Le nom figure dans les Rathslisten sous ces deux formes, conformément à la pro- nonciation de Strasbourg, où Rausch devient Rilsch et Strauss Strilss. — VI guérite et Martin. II en eut cinq de la seconde: Henri, Cunégonde, Elisa- beth, Sara et Jacques. Valentin devint joaillier, tailleur de pierres fines et orfèvre. Après avoir été plusieurs années au service du comte palatin Guillaume, duc de Ba- vière, il entra à celui de l'empereur en qualité d'orfèvre impérial, kaiser- licher Soiclier, Edelsleinschneider und Kammer g oldschmied. Malheureusement ces titres pompeux ne lui donnèrent pas la fortune; bien au contraire, de nombreuses fournitures de bijoux faites au comte palatin et non payées le ruinèrent; il perdit et son patrimoine et l'argent qu'il avait gagné précédemment. En vain son père vint à diverses reprises à son secours par des sommes d'argent considérables. Il finit en 1588 par être mis en prison à Augsbourg à la demande des créanciers qu'il avait tant dans cette ville qu'à Munich. Le comte palatin le fit transporter à Munich pour s'arranger avec lui, mais on ne put s'entendre, et Trausch fut renvoyé dans sa prison d'Augsbourg. Il y devint fou. Son père, Henri Trausch, s'adressa alors à diverses reprises à l'empereur, et la ville de Strasbourg en fit autant. D'autre part ce prince aussi bien que le comte palatin étaient harcelés par les créanciers de Trausch. L'empereur Ro- dolphe finit par prendre en main l'affaire. Le 10 juin 1596 il écrivit au Magistrat de Strasbourg de faire comparaître Ambroise Trausch qu'il appelle par erreur le fils de son ci-devant joaillier Valentin Trausch, afin de recevoir sa déposition sous la foi du serment et de lui envoyer le procès- verbal. Les frères Trausch montrèrent toute la bonne volonté possible et fournirent les copies vidimées des livres et des titres de créance de leur frère. Mais ils refusèrent catégoriquement de se porter parties dans le procès, par peur sans doute des créanciers, afin de ne pas s'exposer, disent-ils, à être réduits à la dernière misère, eux avec leurs femmes et leurs enfants. Là-dessus l'affaire traîna de nouveau jusqu'en 1602, où l'empereur se fit céder les créances par les agnats avec plein pouvoir d'en poursuivre le remboursement. Nous ignorons les suites de ce procès*. Le malheureux Valentin, que sa folie avait sans doute fait remettre en liberté, avait été recueilli par son frère Ambroise, chez lequel il mourut le 7 février 1610. Vers la même époque où commença cette affaire, en 1593, l'agiotage effréné sur les monnaies était devenu une calamité publique, et pour y porter remède, le magistrat avait créé un établissement de change {Weclisel). Le premier directeur, Jacques Kniebs, s'étant retiré en 1595, t. Archives de la Ville, AA, n"' 729—731. — VII — on nomma trois remplaçants (W echsellierren) , et l'un des trois fut Marlin Trausch; celui-ci ne resta également en fonctions que deux ans, jusqu'en 1597. L'affaire tourna mal: en 1604 un des trois directeurs fut mis en prison pour malversation, et Martin Trausch dut reprendre sa place. En 1606 il se trouva en désaccord avec ses collègues qui, l'année suivante, furent également livrés à la justice. Martin Trausch, resté seul, fut chargé de liquider l'affaire. Il termina ses opérations en 1612, où l'établissement fut définitivement fermé, laissant la ville en perte de près d'un million de notre monnaie*. Martin Trausch, qui était assesseur du Grand Sénat, mou- rut la même année, paraît-il, et sa veuve Anne Scheid épousa en secondes noces (1612) Charles Spielmann, qui fut ammeister en 1625 et mourut en 1631. Le premier des enfants du second ht, Henri Trausch, né en 1572, de- vint ammeister en 1631, et le 26 janvier de la même année, administra- teur ou Pßeger de la Chartreuse, ce qui lui valut de voir figurer dans un beau manuscrit conservé aux Archives de la ville, ses armoiries telles que nous les donnons en tête de cette notice. Il remplaça Charles Spielmann, qui avait épousé la veuve de son frère Martin et était mort le 6 janvier précé- dent. Henri Trausch mourut en 1636.11 demeurait rue de la Mésange n« 9. II s'était marié deux fois, et sa seconde femme, Ursule, était fille de Lazare Zelzner, le libraire bien connu. Enfin, le plus jeune des enfants Trausch, Jacques, licencié en droit et procureur du Grand Sénat, épousa Ursule Wittig, mais ne paraît pas avoir laissé d'enfants mâles, non plus que ses frères, si bien que la famille s'éteignit à la mort de Henri. Il mourut, d'après Reichardt, en 1510. C'est Jacques qui fut l'auteur de la chro- nique: il s'y nommait expressément au rapport de M. Schnéegans, et se déclarait le fils de Henri Trmtfsch, membre du Grand Conseil, mort en 1593, à l'âge de 70 ans (ff. 322'' et 580''), ce qui confirme les données fournies par les CoUectanea genealogica cités plus haut. Nous donnons plus loin la généalogie de la famille Trausch, en la complétant d'après les données fournies par Reichardt et par les Archives municipales; on verra, d'après ses alliances, qu'elle appartenait en plein à la haute bourgeoisie slrasbourgeoise. 1. Hanauer, Études écon., t. I, p. 571 sqq. — On s'explique dès lors que Jacques Trausch se montre dans sa chronique si bien renseigné au sujet de l'affaire de la Banque, et s'exprime avec tant de chaleur au sujet de sa lamentable issue. Il était aux premières loges pour en connaître tous les détails. — VIII — IL LA CHRONIQUE. Si nous possédons peu de renseignements sur la personne de l'auteur, nous n'en avons guère davantage sur l'œuvre. Les quelques écrivains qui parlent de la Chronique de Trausch, le font avec une concision déso- lante. Herrmann* se borne à dire: Jacob Trausch, Jur. Lie, Strasshurgische Chronick, 3 vol. in-foL Jusqu'en 1629 elle est de sa main; à dater de 1031, elle est écrite par un autre. StrobeP: Johann Trausch schrieb i626 eine Chronick in drei Bän- den, die später fortgesetzt wurde. Bœhrich ne la mentionne même pas dans la préface de son Histoire de la Réforme en Alsace. Théod. de Bussierre a tiré un grand parti de la Chronique de Trausch pour ses travaux sur l'histoire de l'Alsace, et il la connaissait à fond; dans l'Introduction à V Histoire de la guerre des Pay- sans, il déclare que cette chronique « est un des ouvrages les plus inté- ressants que l'on puisse lire». M. l'abbé Hanauer, que ses études économiques avaient amené à fouiller nos vieilles chroniques strasbourgeoises, en a trouvé une seule qui, au point de vue économique, lui parût d'une importance sérieuse, c'était la Chronique de Trausch, laquelle, du reste, résumait les données des chro- niques précédentes et les continuait jusqu'en 1G33. «Trausch, ajoute-t-iP, avait un esprit vraiment critique et mûri par la pratique des affaires. Son recueil, riche en documents, nous a paru du plus haut intérêt; nous lui avons fait de nombreux emprunts dans la première partie de ce travail; il nous en fournira encore . . . pour notre chronique économique l'ap- point le plus considérable*.» Une appréciation aussi flatteuse, formulée par un juge de la compétence 1. Notices historiques, I, xvij. 2. Vaterl. Gesch., IV, p. 484. 3. Études écon., II, p. 27. 4. L'abb6 Hanauer s'est trouvé cependant dans le cas d'avoir à rectifier diverses erreurs de notre chroniqueur. Ainsi, p. 131, au sujet des llilssgenosscn et des droits qu'ils avaient à payer pour leur admission. — page 383, au sujet de la date du mon- nayage des premiers dahlers. — Enfin page 553, il rectifie la date à laquelle Trausch avait reporl6 la crôation des Münzherren. — Kindes économiques , t. I. — IX — de M. l'abbé Hanauer, est bien faite pour nous faire regretter d'autant plus amèrement la perte de l'œuvre de Trausch, et nous faire désirer de la connaître un peu mieux. Malheureusement, aucun de ceux qui l'ont uti- lisée, n'a eu l'idée d'en faire une analyse détaillée; M. Hegel, qui, en tête de son édition de la Chronique de Kœnigshofen, donne sur toutes les chroniques conservées alors à la Bibliothèque de Strasbourg de précieux renseignements, paraît n'avoir pas eu connaissance de celle de Trausch, car il n'en fait aucune mention. Nous en sommes donc réduit à essayer de reconstituer la description de cet ouvrage à l'aide des fragments assez rares qui nous ont été conservés. Nous avons vu plus haut que la Chronique de Trausch formait trois vo- lumes in-folio, déposés à la Bibliothèque de la ville, où ils faisaient partie de la collection Schœpflin. Nous avons dit aussi que l'auteur en est Jacques Trausch, licencié en L'auteur. droit, et non Jean, comme l'appelle Strobel, sans doute par suite d'une erreur de transcription. Toutefois, au dire de Herrmann, l'œuvre de Jacques s'arrêtait en 1629, et elle avait été reprise en 1631 par un autre. S'il est vrai, comme le dit Reichardt, que Jacques soit mort en 1610, Herrmann a évidemment commis une erreur. Quoi qu'il en soit, la chro- nique a été continuée par un autre, qui, d'après les calculs de M. l'abbé Hanauer, écrivait l'Introduction en 1633, et c'était le frère de Jacques, l'ammeister Henri Trausch dont le nom se trouvait formellement ex- primé dans le texte, si bien que M. l'abbé Hanauer a été induit par là à le désigner comme l'auteur de la chronique elle-même. Mais Henri Trausch mourut en 1636, et nous possédons des fragments de 1667. Il y eut donc un second continuateur qui donnait même son adresse (fol. 634**); «il demeurait en 1665 dans la rue Mercière.» M. L. Schnéegans, qui nous a conservé ce détail, croit que ce continuateur anonyme était Künast, se basant sur ce fait que des passages entiers de cette continuation revenaient dans YArgentoratum sacro-profanum. Les deux œuvres ayant péri, toute comparaison devient impossible, et dès lors nous devons renoncer à résoudre ce problème pour aborder l'examen de la chronique elle-même. Autant qu'on en peut juger par les fragments qui nous restent La ciironique. (no 2735 sqq.), l'Introduction renfermait une description de l'Alsace et de Strasbourg. Ainsi l'auteur nous apprend (fol. 19) qu'il a mesuré lui-même, en 1617, le pont de Kehl; (fol. 20) il nous décrit l'industrie des orpail- leurs; (fol. 22) il donne la liste des poissons du Rhin et de l'Ill; (fol. 23) nous visitons avec lui les caves de l'hôpital et le grenier d'abondance — X — (Stadtspeicher), et, à cette occasion, nous pouvons constater qu'il écrit en 1633, «car, dit-il, le vin de 1472 a en ce moment 161 ans». Puis vient le tableau des monnaies, poids et mesures de la ville de Strasbourg. Nous serions presque tenté de mettre aussi dans l'Introduction le chapitre inti- tulé : « Voigt wann kirchen und closter zu Strassburg gehauen worden » (n° 2593), évidemment une réminiscence de Kœnigshoven; M. Schnée- gans, à la vérité, le déclare d'une autre main, mais sans donner aucun détail sur les diverses écritures qui se rencontraient dans la chronique, et sans dire si cette autre main est celle qui a écrit l'Introduction. Pour ce qui est de la chronique proprement dite, nous avons dit plus haut que les fragments échappés à la destruction s'arrêtent à la limite extrême de 1667. D'autre part, les plus anciens que nous possédions re- montent à l'année 1163, fol. 175 du manuscrit. Entre ces deux dates extrêmes il nous reste du I^"" volume, outre les quelques débris de l'Introduction, des fragments allant du fol. 175 au fol. 395, entre les années 1163 et 1395. Du 1^ vol., 1"' section, des fragments du fol. 5 à fol. 240, de 1400 à 1491. 2e section, de fol. 1 à 252, de 1500 à 1554. Du III*^ vol., qui paraît avoir continué la pagination de la 2^ section du vol. II, car il reprend à fol. 253 et va jusqu'à 638, de l'année 1555 à 1667. De toute façon, il ressort avec évidence de ces chiffres que, dans les 400 folios du I^"" volume, Trausch avait condensé l'histoire de toute la période antérieure au quinzième siècle. Gomment l'avait-il traitée? Adoptant le plan traditionnel de Kœnigshoven, a-t-il, lui aussi, cru devoir remonter à la création et au déluge? Ou bien, suivant l'exemple de Speckle, s'est-il plus spécialement attaché à l'histoire de l'Alsace? Les éléments nous manquent malheureusement pour résoudre celte question; nous inclinons cependant à croire que, fervent disciple de Speckle, il aura adopté le plan de son travail. C'est, en effet, l'œuvre du célèbre architecte qui a servi de canevas et de source première à Trausch pour la composi- tion de sa chronique. Son frère, Henri, ayant en 1605 épousé en secondes noces la fille de Lazare Zetzner, le neveu par alliance et l'héritier de Speckle qui mourut dans sa maison, Jacques se trouva tout naturellement avoir sous la main les Gollectanées*, et il en fit bon usage. Souvent il les 1. Lazare Zetzner avait épousé Catherine Heber, la nièce de Speckle. C'est en 1615 seulement qu'il vendit à Osée Scliad le manuscrit des Coilectanées pour 30 11. — Reuss, CoUectanées , Introduction, p. 17. — XI — copie purement et simplement, d'autres fois il les abrège ou les modifie légèrement, mais, somme toute, pour la période du douzième au seizième siècle, il ne s'en écarte pas sensiblement. Il y a quelque orgueil de famille dans la phrase par laquelle Trausch mentionne la mort de Speckle: «1589, le 18 octobre, mourut Daniel Speckel, architecte de cette ville, un célèbre architecte et un zélé historien de cette ville, a. Es starb diss Jahr i8 ocl. herr Daniel Speckel, disser Statt haumeister, ein berühmter baumeister und ein ßeissiger beschriber disser Statte), et il a soin de mettre en tête de son œuvre le portrait de son héros: a sein contrafactur ist bey dem anfang zu sehen y>. (N« 2721.) Celte intime connexion entre les deux chroniques n'a pas été sans in- convénients pour Trausch, et l'a empêché, selon toute apparence, d'être apprécié à sa juste valeur. Il est assez probable, en effet, que c'est la raison pour laquelle il a été si négligé par nos historiens modernes de l'Alsace. 11 y a là une véritable injustice. Même pour la partie ancienne, la Chronique de Trausch était plus qu'une simple copie, et paraît avoir eu son originalité propre. Le témoignage de M. l'abbé Hanauer atteste que, dans son travail, l'au- teur faisait preuve d'un esprit vraiment critique, ce qui indique autre chose que l'œuvre d'un copiste. D'ailleurs, il nous reste quelques traces de l'œuvre personnelle des frères Trausch, et nous pouvons encore signaler une partie des sources auxquelles ils avaient recouru. Ainsi no2583 l'auteur citeWimpheling; n" 2588, à propos àe^ Zigeuner, Sources. il renvoie à Münster* et à Aventinusl Selon toute apparence, il avait écrit l'histoire de la lutte de Charles le Téméraire contre les Suisses et les Alsaciens, en s'aidant de diverses chroniques suisses et alsaciennes; il cite (no 2626) Zeiler', Fugger* et Casp. Ens^ De son côté, l'auteur de l'Introduction en appelle à Ottfried, de Wis- sembourg, pour établir que dès les temps les plus anciens le Rhin a 1. Cosmographia universalis , 1544, fol. 2. Annales Boiorum libri , VII. Munich, 1554. 3. Zeiler, Hin. Germ., pars I, c. 10, p. 230. 4. Johanu Jakob Fugger und Sigmund von Birken, Spiegel der Ehren des .... Erz- hauses Oesterreich. 5. TAesaurwÄ po/iYicz<5 relationes instructiones, dissertationes, aliosque de rebus ad plenam Imperiorum Regnorum, Provinciarum omnium quse ab eis dépendent, cognitionem pertinentibus tractatus complectens. — Ex italico latiaus factus opera et studio Gaspari Ens. Cologne, Gérard Gravenbruch, 1613. — L'ouvrage est divisé en 52 apotelesmata. — XII — charrié des paillettes d'or. On voit que l'on a affaire à des gens lettrés, bien supérieurs à la plupart des chroniqueurs précédents. Le portrait de Speckle qui figurait en tête de la chronique, n'en était pas le seul ornement; Trausch avait encore intercalé dans son texte divers autres dessins. Ainsi on voyait fol. 49-' un fort beau portrait de l'historien Jean Aventinus; — fol. 8^^ celui de l'empereur Maximilien I"i" vu de profil; — fol. iSl"^ le dessin de la pierre tombale de l'évêque Henri de Hasen- bourg; — fol. 188 celui des sculptures qui ornaient l'ancien Bischofburge- Uior, et, chose digne de remarque, le dessin de Trausch différait de celui que donnèrent plus tard Wencker et Silbermann. — Enfin fol. 395 étaient esquissées les armoiries de Walthcr von der Dieke. Dans le second volume on rencontrait dans la première partie, fol. 133, le croquis d'un tableau qui se trouvait autrefois à la cathédrale, représen- tant l'évêque Widerolff naviguant dans un bateau avec sainte Ursule et trois bateliers, dont deux frappaient de leurs rames les souris qui faisaient irruption dans le bateau. La deuxième partie offrait, fol. 1%^, un dessin représentant un mortier a Ein höler oder feyrmörser von eyssen gegossen)^; — fol. 564** , gravure de Jacques von der Heyden, datée du 26 août 1615; — fol. 564 a Abbildung der grossen Raupen vor dem Metziger Thor », dont il était question dans le texte à la page suivante; — fol. 568 « Das Schiessen mit grossen Stücken vor dem Metzger Thor i607y>. — Enfin fol. 600 le dessin du Münster- knopf, remplacé en 1625, entièrement conforme à celui qui se voit pag. 18 du Münster buchet de Schadaeus. Les fragments de la Chronique de Trausch que nous publions pro- viennent pour la plupart de M. L. Schnéegans; cependant nous en devons un certain nombre, et non des moins intéressants, à MM. Straub et Hanauer. Ce dernier nous a notamment communiqué les notes prises par lui dans Trausch pour les Études économiques, notes prises en homme possédant les deux langues, tantôt en français, tantôt en allemand, et qui dans cet état rudimentaire n'étaient pas destinées à la publicité. Nous les avons données telles quelles, convaincu qu'ici le fond est la seule chose importante et craignant d'altérer le texte par une nouvelle traduction. A notre grand regret, nous n'avons pu retrouver dans les papiers de M. Théodore de Bussierre, gracieusement mis à notre disposition par sa XIII — famille, les nombreux extraits qu'il a dû en l'aire pour ses divers ouvrages sur l'Alsace, dans lesquels nous le voyons citer page par page la Chro- nique de Trausch. Nous apprenons ainsi que l'histoire de la lulle entre l'évêque Walther de Geroldseck et la ville de Strasbourg remplissait dans Trausch 12 folios (218—230); —la querelle entre les Zorn et les Müllen- heim en tenait 41 (281 — 322); — l'invasion des Armagnacs 19 (365—384); — l'histoire de Charles le Téméraire 39 (138^—177). Enfin l'histoire de l'établissement de la Réforme pour la seule période de 1517 à 1530 occu- pait 79 folios de la II<^ partie du deuxième volume (53—132). Ne pouvant nous résigner à laisser vide dans notre publication la place considérable tenue dans l'œuvre de Trausch par le récit de ces événements si importants, nous avons, pour l'histoire de Charles le Téméraire et pour celle de la Réforme, à défaut du texte même de Trausch, donné sous forme de régestes le canevas de la chronique tel qu'il nous est fourni par le travail de M. de Bussierre. Cela nous a semblé d'autant plus utile que les passages correspondants de Speckle ne nous ont pas non plus été con- servés. Or, il est probable que Trausch les avait plus ou moins fidèlement reproduits, car M. de Bussierre cite presque toujours avec Trausch les deux chroniques de Speckle et de Wencker. Enfin nous avons publié, à la suite de la chronique, les Notes de M. Hanauer; on remarquera qu'elles s'arrêtent en 1629, ce qui semblerait indiquer au premier abord, qu'elles sont l'œuvre de Jacques Trausch et n'ont pas été continuées après lui. Cette conclusion se présentait tout naturellement à l'esprit en présence de l'assertion de Herrmann, disant que Trausch avait continué sa chronique jusqu'en 1629. Mais Reichardt, qui fait mourir Jacques Trausch en 1610, ne nous permet plus de nous y arrêter, et il faut constater une fois de plus qu'ici encore nous nous trouvons en face d'une difficulté devenue insoluble, depuis que la destruction du manuscrit a rendu impossible l'exa- men de l'écriture. Il nous reste si peu de l'œuvre de Trausch, qu'il ne pouvait être ques- tion, comme pour Büheler et Speckle, d'en reconstituer même les grandes lignes. Aussi avons-nous pris le parti de ranger purement et simplement le tout d'après l'ordre chronologique, sans nous préoccuper de la pagina- tion, qui d'ailleurs ne nous était pas toujours fournie. Cependant, en réalité nous n'avons été que rarement dans le cas de nous écarter de cette der- nière, comme cela est arrivé pour les quelques débris de l'Introduclion sauvés par M. l'abbé Hanauer; le chroniqueur paraît s'être attaché stricte- ment à donner les faits année par année. Quanl à l'orthographe nous nous — XIV — sommes borné, ainsi que pour Büheler, à retrancher les consonnes de surcharge, en réservant les majuscules pour les noms propres et le pre- mier mot des phrases. Dans l'indication des sources d'où proviennent les divers fragments, nous avons également conservé le système adopté pour Büheler. Seule- ment M. Rod. Reuss ayant écrit Sehn, pour Schnéegans, que nous avions désigné simplement par S., nous avons cru devoir suivre son exemple pour éviter toute confusion. Voici le tableau des abréviations qui se ren- contrent au cours de ce travail : Pp. Sehn. = Papiers Schnéegans. Pp. H. = Papiers Hanauer. Pp. Str. = Papiers Straub. Buss. = BussiERRE (Théodore de). Ainsi que nous l'avions annoncé à la fin de l'Introduction à la Chronique de Büheler, et que M. Rod. Reuss l'a répété en tête de la Chronique de Speckle, les notes explicatives seront données à la fin des chroniques avec la table des [matières, ce qui permettra d'établir une concordance des passages parallèles. Nous avons déjà commencé ce travail pour les chroni- queurs antérieurs à Trausch, spécialement pour Speckle, ainsi qu'on pourra le remarquer. Quant aux imperfections malheureusement inévita- bles dans une publication de ce genre, nous nous en remettons à l'indul- gence du lecteur. L. D. GENEALOGIE DE LA FAMILLE TRAUSCH. — XVI GÉNÉALOGIE DE Heinrich Trausch XXI. War ein Gerbe f 1593. l'A 1* uxore 1-2-3. 4. 5. •7 Valentin Ambrosius n. 1564 t 1620 9 sept. 12 nov. ux. f 1610 Catharina 7 febr. Geigkrin. 6. Margareta ux. 1° Nicolai Ghristem 2° Jû. Jac. Zeyssolf. 7. Martin Senat. Maj. Assesi ux. 1" Susanna Widt f 1601. 2° Clara Scheidin vel S( postea uxor Garoli Spi consulis 1564-1631. 1. Anna S.alome n. 1604 9 sept. Martin Heinrich n. 1608 7 feljr. 3. Susanna Maria n. 1609 15 nov. ux. Nicolai Agger med. Doct. 4. Clara Anna n. 1614 11 aug. Ex 1* uxore Salûme Maria Magdale> n. 1599 16 juin n. 1601 n. 1604 ux. 10 febr. 8 april. Joh.Heinrich Bosch uiercatoris. Kotes. — Valentin war der älteste SoLu Heinrichs Trausclicn XXI. KB. Das 4" Kind geb. 1564 2 K". 1610, 7 febr., abeuds zwischen 5 und G iihrea, da starb h. Valentinus Trausch, begraben zuj. ( Er ist ia a». 1.088 vom verstand koiauieu und bey seinem bruder Aiubrosio Trauschea geslojjn KB. Letzterer starb 1C20, 9 sept. | k°. l'JlO 8 aprilis auf den li. üslertag starb li. Jacob Trauscii J. U. Licentiatus. REicHAnoT. XVI J ILLE TRAUSGH. or. |ior. Salome von Fessenheim. Rx 2* uxore Heinrich Kunigund ODSul. nat. 1572 t 1636. Uxores : filia Leonhardi B.\ur, aurifabri. njtiae 1595, 10 feb. I ,r! Zetzner, ölia Lazari Zjiîner, bibliopolae. D.tiae 1605, 15 oct. ; Ursula Braunin i( i Danielis Stedel lipl. 20juii 1635. Elisabeth ux. 1° JoH. Heinrichs Meissner XXI. 2° Balthasari ßlSCHOFF XV. I Balthasar Bischoff Gonsul. 1646. Sara Jacob J. U. Lie. Procur. Senat. Maj. t 8 april 1610. ux. Ursula Wittigin. Ex 2^ uxore TH Maria Magdalena Friedrich Gatharina Philipp Esther Elizabeth Barbara < D. 1610 n. 1611 n. 1613 n. 1614 n. 1616 n. 1618 n. 1620 anjir. 19 april. 17 oct. 18 jalii. 8 dec. 19 sept. 16 april. 27 aug. B. XV. — (M.) NOTICE SUR Là FAMILLE ^YENCKER. La famille Wencker qui, pendant deux siècles, a joué un si grand rôle à Strasbourg, se trouve naturellement mentionnée souvent dans les écrits (|i]i traitent de l'histoire locale. Elle est cependant très mal connue, et l'on semble s'être ingénié à plaisir à confondre les divers personnages qui se sont succédé dans les fonctions |)ubliques, de 1G44 à la fin du siècle der- nier'. Amené |)nr la publication des Fragments de la Chronique de Wencker à étudier la biographie de l'auteur, nous avons essayé de débrouiller ce chaos, et les pages suivantes contiennent le résultat de nos recherches. On n'y rencontrera pas des événements historiques de premier ordre, ce qu'il n'est pas permis d'espérer lorsqu'il s'agit d'un état minuscule tel que l'ancienne république de Strasbourg, mais le lecteur ne lira peut-être pas sans intérêt diverses pages où est retracée, soit la vie intime des per- sonnages qui figiuciii sur la scène, soit le fonctionnement de la vieille machine »pie l'fjii appchiil le gouvernement de Strasbourg. 1. Môme la itsli- i>ii iKiratoirc du Dictionnaire biographique d'Alsace, publiée par Stoffel en 1809, est fuiilive dans r6uuni6iatiou des Wencker. Wcnckcr. — XIX — Nous ignorons d'où sont venus les VVencker. En 1475, un Nicolas Origine Wencker devient bourgeois de Strasbourg par suite de son mariage avec ^^^ Barbe Schilling, veuve de Ilans Erhart, de Diemeringen', et la même année les deux époux achètent dans la cathédrale, devant l'autel de Sainte- Anne, un lieu de sépulture, au prix de 50 R. Après la mort de Barbe, qui ne lui avait pas laissé d'enfants, Nicolas se remarie, et l'une de ses filles, Odile, épouse un orfèvre de Strasbourg, la seconde, un marchand Adam, de Salzbourg; son fils Nicolas^ devient SchuUheiss (prœtoi-) à Offenbourg, Ce dernier laisse deux fils, dont l'un, Thiébault, s'établit à Bâle, l'autre, Jacques, se fixe à Strasbourg où il siège au Grand Sénat et meurt en 1568^ Son fils Daniel*, négociant à Strasbourg, remplit diverses foncions pu- bliques et meurt vers la fin du seizième siècle. Agnès de Tûrckheim, sa veuve, se remarie avec Christophe Staedel, en 1598; son fils, Jean I^r Wencker, est l'auteur de la chronique connue sous son nom, et par con- séquent l'objet principal de notre étude. Pour tout ce qui précède, nous renvoyons le lecteur à la table généalogique, où se trouvent complétées les données relatives aux Wencker antérieurs à Jean I*^' l JEAN pr WENCKER. Jean Wencker était né en 1590. Nous n'avons trouvé aucun détail rela- tif à son éducation, qui paraît avoir été fort soignée. Il fut inscrit parmi 1. Biirgerbuch, 1475. 2. En 1529 il signe en celte qualité le traité de Sclilestaclt, concUi par l'intermédiaire de l'évéque de Hildeshcim, Balthasar Merckel , entre la ville de Strasbourg et les cba- noines émigrés de Saint-Thomas et des deux Saint-Pierre. 3. Il figure le troisième sur la liste des bourgeois qui quittèrent Strasbourg en 1548 à cause de l'Intérim. — Pastorius, Abhandlung, S. IG9. 4. Le troisième volume des Arg. hist. pol. renferme n* 30b une lettre de Daniel Wencker, alors Zunftmeisler zue Vreyhurgern, au Renlmeister Thomas Obrecht, en date du 10 décembre 1594. 5. Il y avait encore à Strasbourg une autre famille du nom de Wencker, qui ne parait pas avoir été de la même souche, ou qui peut-être s'y rattachait par Wencker Nicolas, de 1475. A en juger par les prénoms on serait tenté de croire qu'elle était catholique. On trouve en 1525-59, André Wencker et quatre enfants [Kirchenb. St. Thomas— St. Clans) — en 1628 un Vincent Wencker {Kirchenbücher Münster) — en 1G75 et 76, Jean Chris- tophe Wencker, gew. Notarius publicus und Beijsitzer E E. grossen Ruths {Kirchenb. Munster) — en 1670—71 Schlestadt envoie un Jean-Jacques Wencker acheter des cé- réales à Strasbourg. — {irch. mun. de Strasbourg, AA. 126 4.) — XX — les membres de In tribu des Cordonniers', entra au Grand Sénat, et en 1C33, le 2 octobre, il fut éhi membre des XV. En celte qualité il eut à i-eniplir une série de cbarges dont le conseil avait la collation*, et qui toutes valaient à leurs titulaires (juelques petits profits, mais parfois aussi des désagréments. Wencker en fit l'expérience. Dans le courant de l'année 1635 il présida la chambre des XV et sortit de charge le 23 janvier 1636. Conformément à un ancien usage, il alla au siège qu'il avait occupé comme président, secoua le coussin qui le recou- vrait, pour pré|)arer la place à son successeur, s'approcha de la table qui probablement servait de bureau, remercia ses collègues de l'honneur qu'ils lui avaient fait en lui conférant la présidence, les pria de juger avec indulgence la maniéic dont il l'avait exercée, se recommanda à leur bien- veillance, et alla reprendre sa place de membre du conseiP. Le 30 juillet de la même année il fut appelé aux fonctions de Holzherr, c'est-à-dire d'administrateur des forêts de la ville, en place de Staedel. C'était une grosse affaire: il y avait à diriger l'exploitation et à surveiller les magasins où la ville entassait le produit des coupes, au moyen des- quelles elle faisait des paiements en nature à une foule d'employés, et il crut entrer de plain-pied dans les fonctions qu'avait remplies son prédécesseur. Mais son collègue plus ancien, le XV Zeyssolf, prétendit qu'à litre de doyen des Oberfioliherren il avait le droit de choisir, et il lui convenait de s'adjuger précisément la part de Staedel, c'est-à-dire les magasins de bois. La chose fut portée devant le conseil, et Wencker, qui aurait également préféré le bois sec au bois vert, fil valoir (ju'en sa qualité de |)arent du chef des forestiers (Har/emeister), il ne pouvait guère devenir son contrôleur. Le procès-verbal est singulièrement écourté, et il semble que le conseil n'ait pas tranché le contlil; mais le Hagemeisler n'eut pas à se louer de son cousinage avec Wencker, car ce fut lui qui paya les pois cassés; on décida qu'il y avait lieu de mettre ordre à sa gestion, car il s'occupait plus de ses biens particuliers que de son service. Les loiiclions de surveillant des imprimeurs {Oberlruckerherr), autre- t. Bkiinegoer, Delinealio, p. 140. 2. 1G33 Kohlenheir. — Obmann der Uhrenmacher Meister stückschuu. — 1G34 Ober- truckerherr. — OberumgcUsherr (iiiterimsweissi. — 1G36 llolzherr. — 1C39 Obmannder Schenckbecherschen Stiftung. — Apodeckerherr. — Mitlaridherr in der Ruprechtsau. — Protoc. d XV. 3. H. Joliaiui Wencker als abgeliender XV" meister, scliütteU altem herkommen nach das küssen uff etc. — Prot. d. XV, 1G3G. — Ce coussia rappelte le sac de laine qui aujourd'hui encore garnit le siège au cliancelier de rÉchiquicr en Angleterre. — XXI menl dit de Censeur, provoquèrent 飻alemeiit en 1639 un ronflil entre Wencker et son collègue, l'ammeisler Mucg. Celui-ci avait négligé de lui transmettre, pour cire aussi examiné par lui, le panégyrique du duc I5cr- nard de Weimar par Freinshemius (|ui venait de paraître, et autjuel il avait seul donné Vimprhnatur. Wencker s'en plaignit aux XV': (pie l'am- meister l'eût fait avec intention, comme cela était à présumei, ounon,peu lui impoi'tait. Mais comme cet écrit renfermait des choses dont à un mo- ment donné on pouvait avoir à répondre, il tenait à dégager sa responsa- bilité, et abandonnait le reste au conseil. Celui-ci déclara que pareille chose ne devait plus se renouveler, et que tout manuscrit devait être soumis pai- Mueg à l'examen de Wencker, et être approuvé par les deux. L'année suivante, 1640, le 4 mai, il tut élu membre de la chambre des XIII et dut quitter les diverses fonctions {Aempter) qu'il avait exercées en qualité de membre des XV. En 1644 Wencker devint ammeister; comme on pouvait s'y attendre en des temps si tourmentés, les affaires publiques lui donnèrent bien des tra- cas. Il trouva en débutant la ville engagée dans une querelle avec le duc Charles de Lorraine. En 1643, deux mille hommes de troupes hessoises qui servaient dans l'armée du maréchal de Guébriant furent rappelés dans leur pays. Ils descendirent le Rhin en bateau et leur chef, Ernest Albert d'Eberstein, présenta à la ville une lettre de Guébriant, demandant qu'on leur accordât libre passage. Grand fut l'embarras du Magistrat: refuser c'était s'exposer à voir dévaster les environs de la ville, et de plus blesser les cours de France et de Hesse. On accorda donc le passage le 22 juin et les troupes hessoises continuèrent leur voyage. Malheureusement, un peu plus loin, elles pillèrent quelques villages du margraviat de Bade et, près du Neckar, elles enlevèrent les bagages du duc Charles de Lorraine, qui y perdit tous les papiers de sa chancellerie, sa vaisselle d'argent et sa caisse. Grandes plaintes du margrave de Bade et du duc de Lorraine; mais celui-ci ne s'en tint pas là, et pour se venger des Sirasbourgeois qu'il rendit responsables de tout, il fil arrêter les ba- teaux strasbourgeois qui descendaient le Rhin, chargés de vin, et ne les relâcha que contre une grosse rançon; divers villages du territoire stras- bourgeois furent incendiés et pillés. Strasbourg avait réclamé la protec- tion de la France par des lettres adressées au Roi et au cardinal Mazarin en date du 29 décembre 1643, et fait également intervenir la landgrave 1. Protoc. d. xr. — XXII de liesse; le 9 février 1644 Mazaiin répondit qu'ordre serait donné au maréchal de Turenne et aux autres commandants des armées royales de protéger la ville et ses habitants '. Dans le courant de cette même année 1644, Strasbourg concourut puis- samment à approvisionner l'armée du duc d'Enghien durant la campagne (pii amena la juise de Phihpsbourg. En échange elle obtint de la cour de France une faveur longtemps sollicitée et toujours refusée jusqu'alors, à savoir la décharge de la dîme militaire et des contributions de guerre^ que les généraux français levaient dans le bailliage de la Wantzenau, confisqué par les Suédois sur l'évêque de Strasbourg et donné par eux à la ville. La lettie du roi est du IG septembre, mais le gouverneur de Brisach, M. d'Er- lacli, n'avait tenu aucun compte des ordres adressés de Paris au baron d'Oysonville, et il fallut recourir encore le 12 novembre au ministre français, le comte de Loménie-Brienne. Le nouveau résident français à Strasbourg, Stella de Morimont, apporta enfin des ordres plus formels pour d'Erlach, et la ville crut pouvoir jouir en paix de cette faveur. Mais il n'en fut rien. La dernière lettre du roi était datée du il décembre, et le 22/12 du même mois le S'' Bcrghammer, lieutenant-colonel du régiment de Mazarin, faisait de grand matin «escalader et surprendre le bourg de Geispolsheim dé- pendant du bailliage de la Wantzenau, désarmer et chasser les soldats strasbourgeois qui le gardaient et dont quelques-uns furent blessés, le tout sous prétexte que ce lieu entre autres lui aurait été assigné pour quartier d'hiver. En vain lui fit-on voir «l'ordre général du roi, ensemble la sauve-garde de M. le maréchal de Turenne, enfin l'exemption accordée tout récemment par le roi pour le bailliage de la Wantzenau»; rien n'y fit. Craignant de nouvelles violences, le magistrat s'adressa à la reine régente en date du 25/15 décembre 1644 et au comte de Brienne. La lettre envoyée à la reine était respectueuse et modérée; celle que reçut le ministre était ferme et presque menaçante: évidemment on se croyait joué et l'on était irrité à Strasbourg. Le magistrat demande «que raison et réparation . . . soit faite de cet affront, aussi bonne et prompte que l'indignité de l'action». — Il assure que «si cette violence insupportable demeure impunie, il (lui) sera bien difficile de la digérer avec la même patience et facilité qu'il avait fait toutes les (autres) précédentes» — et qu'il ne pourrait s'empêcher d'en avoir 1. Kentzinger, I, p. 2GC sqq. — Strouel, IV, p. 459 sqq. — Wencker, Chronique, n» 3182. 2. Cela représentait environ 300 sacs de bl6. — XXIII — raison parla force, «et d'en aveitir tous les Electeurs, Princes et États d'Allemagne, à ce que celle procédure leur serve d'exemple et de preuve de ce qu'ils doivent attendre de la France, — et que lui-même verrait à pourvoir à ses affaires le mieux qu'il pourrait». — Cette lettre [)roduisil l'effet voulu; à celle heure la France avait encore intérêt à ménager Stras- bourg. Le cardinal Mazarin écrivit une lettre des plus gracieuses, le comte de Loménie-Brienne en fil autant, on communiqua aux Slrasbourgeois les ordres formels que le roi adressait au maréchal de Turenne en date du 8 janvier 1645, et pour un temps la ville eul quelque repos. C'étaient là des questions politiques auxquelles Wencker fut mêlé en sa qualité d'ammeisler; il s'en présenta une autre où il fut directement im- pliqué et d'une manière peu agréable, nous voulons pailer d'une querelle que fil à la ville M. de Rasilly, le commandant français de Haguenau. D'après sa correspondance publiée par M. de Kentzinger, Rasilly était un excellent homme au fond, mais manquant de mesure, s'emballanl facile- ment, assez généreux toutefois pour reconnaître ses erreurs, et par-dessus tout cela d'un chauvinisme outré. Or en temps de guerre, de pareils chefs peuvent devenir bien dangereux pour leurs adversaires. Voici ce qui s'était passé, d'après le magistrat. Un convoi de blé destiné à M. de Rasilly avait reçu à Strasbourg «toute sorte de bon et favorable traitement»; en récom- pense de cela deux cavaliers dudil convoi, nommément Saint-André et un chirurgien, commirent en sortant de la ville mille «exorbilances» ; «l'un d'eux, dans la Grand'rue, pourchassa et épouvanta les femmes, sur les- quelles il lâcha des coups de pistolet», et tira dans un chariot de foin qui commença à brûler. L'autre fut si hardi et si insolent que «d'excéder et outrager en faits et paroles » quelques bourgeois et ce à la barbe des sol- dats qui gardaient la porte, et il eût tué d'un coup de «carabin» la senti- nelle, s'il n'en eût été empêché par un coup qu'il reçut sur la main. A ces deux s'étaient joints deux autres, savoir Conrad Wollher, cornette, et Jean Starck, lesquels exercèrent conjointement tant de violences sur le peuple moissonnant dans les terres de la juridiction de la ville, que les soldats de garde furent obligés de lâcher du rempart deux ou trois coups de mousquet sur eux. Après cela ils prirent un cheval à un paysan de Hœnheim, et ayant été sur ce galoppés par les paysans et un des soldats de la ville, le cheval fut trouvé entre les mains dudit cornette et Jean Starck, qui firent autant d'effort pour le retenir que les autres pour leur faire lâcher prise, ce qui ne se passa pas sans donner et recevoir des coups de part et d'autre. Enfin, les premiers ayant été forcés de céder aux plus forts et étant ensuite menés devant le consul régnant (Jean Wencker), ils — XXIV — vomirent non seulement en sa présence une infinité d'injures et blasphè- mes hoiiibles, mais aie iraidèrenl encor en sa personne avec tant d'excès, d'indignilé cl de mépris)), que pour sauver sa réputation et autorité, il fut contraint de les envoyer au prévôt'. Là-dessus grande colère de M. de Rasilly, à qui naturellement on re- présenta la chose tout autrement; à les entendre, les deux prisonniers avaient voulu lelenir leurs camaïades «afin que le vin, dont ils s'étaient trop chargés, ne leur fît faire quelque insolence», et maintenant ils étaient les victimes de leur humanité, ayant été enveloppés et fort inhumainement lraictésî> par les soldats de la ville et principalement les paysans de ttHejien». Il réclama donc la mise en liberté des prisonniers et le châtiment des coupables^ Le magistral ayant répondu par l'exposé des faits, l'irascible gouverneur riposta par une leltre d'une violence inouie, accusant les Strasbourgeois d'avoir «la passion de déplaire à tout ce qui dépend de Sa Majesté très chrétienne». 11 avait fait donner la question aux accusés, mais leur té- moignage ne s'accordait naturellement pas avec celui de la partie adverse, et, disait-il, il voyait assez clair ce que cherchait le magistrat et combien de foi il ajoutait «à ces paysans, qui de leur troisième et quatrième géné- ralion n'ont jamais eu une goutte de sang en leurs corps qui ait été affec- tionnée au parly français)). Il renouvela donc sa sommation, sinon il menace de chàlier ces paysans de Henen et «de leur faire ressentir que le Boy était encore maître des ÂlsacesD. A ce factum le magistrat de Strasbourg lit une réponse à la fois digne et ferme en date du 19: dès le 14 il avait remis en liberté les deux cava- liers emprisonnés qui, paraît-il, ne s'étaient pas pressés de retourner à Haguenau. Quant à la déposition des deux autres, on y opposait celle de cent témoins oculaires qui méritaient indubitablement plus de foi que des personnes déposant dans leur propre cause*. Là-dessus M. de Rasilly fit volte-face. Dans une leltre du 21*, après avoir prolesté de sa bonne volonté pour la ville de Strasbourg, il reconnaît que «la justice se voyt souventes fois servante de la passion paiticulière, la vérité se mener en triomphe par le praijudice de faux rapports et les bien- faits sans aucun tilre dans le journal du monde». 1. Kentzinger, h, p. 115. — Prot. d. XXI, 1644. 2. Kentzinger, II, p. 114. 3. If>id. p. 118. 4. lOid. p. 119. XXV Le paysan en faveur duquel le niaL,Mslrat de Strasbourg avait intercédé, a été relâché avant l'arrivée de la lettre, «non pas qu'il se soit trouvé en- tièrement lavé du crime de ceux de Ilenen, mais pour la considération et le respect particulier de Strasbourg, etc.» Toute la lettre est sur ce ton et le comble de l'emphase se trouve dans le post-scriptum, où M. de Ra- silly déclare qu'il respecte et honore les Strasbourgeois, à un point qui ne se peut exprimer par la plume, et qu'il se répulerail beaucoup plus glo- rieux d'avoir le droit de citoyen en cette ville et république qu'en celle de Venise, où les princes quelquefois se tuent pour en avoir le bénéfice; préférant la franchise allemande à la dissimulation italienne'. En sortant de fonctions à la fin de l'année 1644, Jean Wencker eut à soutenir une lutte pénible contre ses concitoyens. Dès le 6 avril 1644, les plénipotentiaires du roi de France à Münster avaient invité la ville de Strasbourg, ainsi que tous les autres princes et états de l'empire, à se faire représenter aux négociations. Cette mesure excita, comme on sait, le déplaisir de l'empereur qui voulut rompre sur-le-champ les négociations, et il ne fallut rien moins que la persistance de la Suède et de la France à maintenir leur exigence, pour le faire céder et spécialement pour faire admettre les députés de Strasbourg, que les plénipotentiaires impériaux voulaient exclure à tout prix. SlrobeP attribue en grande partie ces bonnes dispositions de la cour de France aux efforts du sieur Polhelm, l'agent de la ville à Paris; le sénat en reçut une nouvelle preuve par les communi- cations orales que lui firent le 29 juin les députés de Golmar qui reve- naient de la capitale de la France^ De son côté, le roi Louis XIV, dans deux lettres successives datées du 20 et du 30 août 1644, insistait pour que la ville donnât suite à l'invitation reçue, et le nouveau résident de France à Strasbourg, Stella de Morimont, le successeur de Melchior de l'Isle, remit au sénat une note rédigée dans le même sens*. Au commencement de 1645, les villes de Landau, Wissembourg et Spire 1. K. p. 119. — Nous citOQS ce fait entre beaucoup d'autres. M. de Rasilly aimait beau- coup écrire, ce semble, et les Archives de la ville conservent une volumineuse corres- pondance de cet officier. Voir série AA. 1109—1882—1883—1887—1889—1890—1896, 2. T. IV, p. 465 sqq. 3. Prot.d. XXI, 1644. 4. Strubel, IV, p. 466. — Athenae Rauricae, p. 159. — Kentzinger, p. 279 sqq.— 295. — XXVI — chargèrent Slrosbourg de les représenter à Munster, vu que l'état délabré de leurs finances ne leur permellail pas de faire les frais d'un dcpulé spé- cial'. Francfort, avec qui Slrasbourg s'était mis en rapport au sujet de cette question- aussi bien qu'avec les autres villes impériales, et où pro- bablement se tenaient les conférences de leurs délégués, fit savoir que l'on avait décidé d'envoyer seulement deux représenlanis par ville, un membre du magistrat et un avocat. Le moment d'agir était venu et, après avoir reçu le 20 janvier 1645 cette communication, les XXI décidèrent ipic riionorable mais délicate mission de défendre les intérêts de Stras- bourg à Münster — Osnabrück serait confiée à l'ammeister sortant, Jean \Vencker, cl à l'avocat de la ville, Marc Oit, plus connu sous son nom lati- nisé de Marcus Ollo'. Wencker refusa tout d'abord; il exposa de vive voix aux XV et aux XUI les motifs de son lefus; sa santé était si mauvaise qu'il ne lui serait pas possible d'ariiver sans encombre jusqu'à Francfort seulement. D'autre part, sa vie avait été si éprouvée qu'il se trouvait incapable d'aucun travail suivi; souvent il était en proie à une sombre mélancolie, suite de la ma- ladie de foie dont il souffrait. Il priait donc MM. du conseil de reporter leurs suffrages sur quelque autre personne. Cependant son refus n'était pas absolu, ce semble, car il ajouta que si on ne voulait pas admettre ses raisons, il lui fût permis d'emmener son fils (Daniel) qui pût lui servir de soutien et d'appui. Rapport fut fait aux XXI dans la séance du 22 janvier. Ils saisirent la balle au bond et décidèrent que l'on ferait auprès de Wen- cker de nouvelles instances; il emmènerait d'ailleurs qui il voudrait. L'am- meister Meycr et un membre des XIII, König, furent chargés de cette mission et revinrent en rendre comple: Wencker reconnaissait combien était flatteuse la confiance qu'on lui témoignait, il se souvenait de ce qu'il devait à sa patrie, mais il prenait Dieu à témoin qu'il se sentait incapable de faire ce voyage. Le conseil maintint sa décision, et fil dire à Wencker de ne pas s'exagérer les diflicullés de ce voyage. Mais à mesure que les négociations se prolongèrent, il se manifesta chez Wencker une surexci- tation toujours croissante, qui finit par accuser un caractère franchement maladif Le 24 il écrivit à l'avocat de la ville, le D'' Daniel Imelin, une lettre lamentable pour lui demander son appui*. Il était, dit-il, dans un vrai 1. Prot. d. XXI, 1C45. — Sthodüi,, p. 4G9. 2. Kentzinger, I, p. 287. 3. Prot. iL XXI, 16 45. 4. Argent, hisi. pot., I, n" 145'', — XXVII — labyrinllie I Ce choix le comblait d'un honneur immérité, mais il ne pouvait l'accepter, ce qui l'attristait à un tel point que, s'il n'y avait eu péché à le souhaiter, il eût voulu être mort. Personne ne voulait admellie ses excuses; entreprendre ce voyage lui était impossible; sa volonté le pous- sait à risquer la chose, ses forces lui criaient: tu en es incapable. Que faire? Sa conscience et sa conviction le forçaient à refuser, ne se sentant pas en état d'arriver à Francfort sans être obligé de s'aliter, et il se voyait forcé de maintenir ce refus, au risque d'encourir l'indignation du conseil; sed sains patriae prœvaleal! Il ne voulait pas causer des frais inutiles au trésor, ni des ennuis à son compagnon de voyage. Mais Imelin ne put ou ne voulut pas agir dans le sens demandé', et le 25 deux membres des XV, Bischof et AVohlfarth, ainsi que le greffier syn- dic, exposèrent aux XXI que l'ammeistcr AVencker leur avait fait savoir par son einspänniger, que l'état de sa santé ne lui permettait pas de venir en personne. Il les priait de représenter encore une fois au conseil les rai- sons de son refus, et il protestait à nouveau devant Dieu que la faiblesse de sa constitution ne lui permellait pas d'entreprendre ce voyage. Il priait le conseil de remettre la décision jusqu'au 25; il examinerait encore la question, accepterait s'il se trouvait capable de partir, sinon il espérait qu'on l'en dispenserait. Le conseil décida qu'on lui enverrait une nouvelle députation chargée de s'informer de sa décision, et de lui faire savoir que l'on espérait bien ne pas le voir se dérober dans une conjoncture si grave. Là-dessus Wencker rédigea un mémoire* pour justifier son refus. C'est un écrit verbeux et diffus où sont répétées et ressassées les raisons déjà alléguées, accompagnées d'une foule de protestations de dévouement et de patriotisme. Il était à la vérité à peine âgé de 54 ans, mais sa santé était si faible qu'il ne supportait ni le froid, ni la chaleur, ni la pluie; il n'était ni malade, ni bien portant; depuis quatre ans il se trouvait condamné à un régime spécial, malgré cela il n'avait pas eu tout ce temps une heure de bonne santé, et ses infirmités augmentaient chaque jour, loin de diminuer. Il était tourmenté de douleurs, qui de la tète se répandaient dans les membres, au point que souvent il était dégoûté de la vie et envahi par des humeurs noires qui lui ôtaient toute liberté d'esprit. Et comme si ce sombre tableau n'avait pas suffi pour apitoyer ses collègues, le malheureux, oubliant toute mesure, alla jusqu'à déchirer ce que l'on est convenu d'appeler les voiles du sanctuaire domestique, et, sans souci de ce qu'en penserait sa femme 1. Ibid. 2. Argent. hisLpoL, I, n° 144. — XXVIII — encore vivante, ni de ce qu'y venait la malignité publique, il déclara que dans son mariage il avait eu à supporter des chagrins cachés qui avaient achevé de ruiner sa santé'. Chose étrange! Dès (lu'il abandonne ce thème, l'homme d'état se retrouve; il expose parfaitement les qualités nécessaires aux délicates Ibnctions d'ambassadeur, fait ressortir l'honneur qu'il y aurait pour lui à les remplir et la joie qu'il éprouverait en travaillant à amener cette paix demandée à Dieu par tant de prières, lui qui, depuis sa jeu- nesse, avait voué sa volonté et ses forces au service de la patrie! Mais ce n'est qu'un éclair, et bientôt il retombe dans un ton lamentable, nous dirions presque pleurnicheur, qui, nous le répétons, offre un caractère véritablement maladif. 11 semble que le conseil ressentit une impression analogue à la nôtre, car le 27 janvier, après avoir entendu la lecture de ce mémoire, il décida que Wencker serait dispensé du voyage à Osnabrück. Dieu soit loué, écrivit celui-ci sur le brouillon de son plaidoyer qui avait obtenu cet heureux résultat. Il s'agissait de faire un autre choix, mais on dirait que le refus de Wencker porta malheur à la ville. Le 12 février suivant Jean Zeyssolf, des XIII, fut désigné et n'accepta pas. On renonça dès lors à choisir parmi les XIII à qui leur âge ei leur santé fournissaient un prétexte plausible de refuser celte charge, et l'on se rabattit sur le conseil des XV. Finalement on désigna le 19 féviier le stettmeisler Rœder qui refusa également. De ■guerre lasse, le conseil se décida le 10 mars à envoyer seul le pauvre D"" Marc Ott, alors avocat de la ville; celui-ci fit bien lui aussi quelques difficultés au début, mais ses fonctions lui ôtaient son indépendance, et il dut bon gré mal gré partir pour Osnabrück, d'où il ne revint qu'en 16-49. Une fois délivré du cauchemar qui l'avait obsédé, Wencker revint à ses affaires et à ses études, sans toutefois se désintéresser de la politique. En sa qualité de membre du Conseil des XIII où il avait été appelé en 1645, et qui avait la direction de la politique extérieure, il était sans cesse au courant des dépêches que la ville recevait de ses agents de Paris et d'Osnabrück. Il entretenait en outre des correspondances privées avec diverses per- sonnes, tant en France qu'en Allemagne, et le peu qui nous en reste suffît pour en montrer le puissant intérêt. En 1646 Dernegger, en mission poli- tique à Paris, le renseigne sur ce qu'il apprend, tandis que Wencker lui fait savoir ce qui se passe à Strasbourg. Bernegger ne se gène pas 1. In meinem ehesfande Ourch ziifàUig hertzenleid welches ich in geheim ver- schlucken müssen. — XXIX — pour exprimer toutes ses craintes et ses angoisses au sujet de l'avenir, ce qui montre bien de quel bord était Wencker. Plût à Dieu, lui écrit-il, que notre chère pairie fût plus éloignée de la France! Je crains que cet été ne voie de funestes changements. Le voyage de la cour en Provence, l'approche du duc de Lorraine avec 20,000 hommes, les courriers qui arrivent si souvent de Münster avec de nouveaux projets espagnols donnent à réfléchir à bien des hommes politiques. J'ai appris avec plaisir qne les Etats ont unanimement refusé d'accéder aux demandes de la France tou- chant les dédommagements'. Mieux vaut périr que de se mettre volontai- rement sous un joug pareil*! Une autre fois il se moque de Josias Glaser, que d'aucuns comparaient, dit-il, à l'oiseau que les Français appelaient duppe et qui passait pour le plus sot de tous les oiseaux — et cela parce qu'il avait accepté si facile- ment la commission d'aller à Münster. On craignait bien que les envoyeurs aussi bien que l'envoyé ne fussent trompés dans leurs calculs, car là-bas il aurait à faire à de fins matois (argen schälcken). Plus tard, le 23 avril (vieux style), le délégué strasbourgeois à Osna- brück, Marc Oit, exprimait à Wencker des craintes analogues dans une lettre au revers de laquelle celui-ci a écrit ces mots : Fride in der weite (la paix bien éloignée). Les affaires publiques prennent une mauvaise tournure, écrit Oit, el si Dieu n'incline pas les esprits à employer des moyens plus doux, tout est perdu. D'après toutes les apparences, les Sué- dois sont indifféremment disposés, soit à continuer la guerre, soit à faire la paix, mais celle-ci à la condition seulement que les Etats protestants reçoivent satisfaction touchant leurs Gravamina. Or, la réponse impériale ne donne aucun espoir sur ce point. Si le comte de Trautmannsdorf ne réussit pas à obtenir l'armistice qu'il désire, au prix de la satisfaction offerte, il se retirera, et les armes devront décider la question. On sait que ces prévisions pessimistes ne se réalisèrent pas. Le 10 avril 1. Il s'agit évidemment de la cession de l'Alsace, demandée par la France, et dont la nouvelle avait jeté la consternation à Strasbourg. «Le 9 juin 1045 les plénipotentiaires français avaient demandé d'une manière générale, pour la France et la Suède, une satis- faction proportionnée aux pertes et aux dépenses que ces deux couronnes avaient faites pendant la guerre. — Le 1" juillet arrivèrent les instructions de la cour de France, pré- cisant les prétentions du Roi et demandant la cession de l'Alsace. Les États de l'empire ignoraient encore cette demande au mois de septembre, et elle ne fut communiquée aux plénipotentiaires de l'empereur que le 16 octobre.» Laguille, Ub.XVl, p. 165 sqq. 2. Uiiderso ungereimbter rächloser leul unerträglich joch sich begeben. — Arg. bist, pol. — XXX i646 les ministres de l'empereur, par un écrit qui fui rendu public, décla- rèrent qu'il consentait à ce que la haute et basse Alsace et le Sundgau fussent cédés à la France, et l'affaire concernant celte province fut réglée le 13 septembre suivant dans l'iiùlel du comte de Traulmannsdorf. La même année où la paix fut signée, le 2 février 1648, Wencker fut appelé à reprendre sa place au Conseil des XIII laissée vacante par l'All- ammeister Tobie Sttedel, mort récemment^ Lorsqu'on 1650 Wencker redevint ammeisler, la question était tranchée et la paix était faite. Mais avec les signatures données par les plénipo- tentiaires tout n'était pas terminé. Il restait les armées à entretenir jus- qu'à l'évacuation du pays, il y avait surtout la contribution de guerre à payer aux Suédois, les Salisfadionsgelder, qui pesèrent lourdement sur la bourgeoisie strasbourgeoise; Wencker, pour sa part, dut, malgré ses réclamations, verser la somme de 300 U ^. Aussi l'enthousiasme qu'avait provoqué la conclusion de la paix fut-il considérablement refroidi au bout de peu de temps. Strasbourg, en particulier, se voyait l'objet de bien des revendications. Il avait fallu, dès janvier 1649, rendre à leurs légitimes propriétaires les biens dont on s'était fait gratifier par les Suédois: c'étaient les bailliages de Geispolsheim et de la Wantzenau, le Bruderhof, leGürller- hof, confisqués sur l'évêque et le grand chapitre, et les hôtels que diverses abbayes possédaient dans la ville. Les religieux de Saint-Jean avaient également réclamé. On sait qu'en 1033, au moment où les armes suédoises 1. Laguille, p. 1C9. 2. Prot. cl. XllI, lGi8. — Nous avons vu plus haut qu'il avait déjà 6té élu membre de ce conseil en 1640; mais il avait !)erdu son siège en devenant ammeisler, car il ne pou- vait y avoir au Conseil des XllI que quatre ammeisler. Celui qui était ainsi exclu, devenait membre des XXI, et ne rentrait dans le Conseil des XIII que lorsqu'un des quatre am- meisler qui y siégeaient venait à mourir. C'est ce qui advint pour Wencker. — C'est ^ER:iEGGEn, Descriptio pardcidae, kxi. Strassburg , qui nous apprend ce détail: Wann einer von den vier ältesten (Ammeistern, der ein XIII) stirbet, so wird einer von den jüngsten, ins gemein aber der älteste unter denselben, nach dem alter als er zu einem Ammeisler erkosen worden, ein XIII, der sonsten nur ein XXI war. . . » «Die Alten Herren Iwülffer , so man heutigen tags die Herren Xlll nennet, die beste- hen in vier Stätlmeislere, vier Ammeistere und vier ledige Dreyzchnere.» — Comme avec l'AnimeisIcr régent il y avait toujours six ammeisler, le cas mentionné plus haut se reproduisait régulièrement quand un membre des XIII devenait Ammeisler. Cela arriva notamment à Daniel Wencker, qui, entré dans la chambre des XIII en 1663, y perdit son siège en devenant Ammeister en 1673, et ne figure plus dans la Clironif/uc de Rei-sseissen, page iOG et le lletjiini'iitsbuckel de 1673 que comme XXI. — XXXI — étaient triompliantes, le magistrat avait violemment expulsé de leurs cou- vents près des Ponts-couverts, les religieux de Saint-Jean, les chevaliers teutoniques et les dominicaines de Sainte-Marguerite. On prétextait la nécessité de renforcer les fortifications de la ville de ce côté-là, et, en 1632, l'ingénieur suédois Adrian avait signalé le danger que courait la république pour le cas où un parti ennemi s'établirait dans ces maisons. Mais la paix conclue, les parties lésées s'efforcèrent d'obtenir ou restitu- tion ou dédommagement, et les Johannites firent intervenir la cour de France'. Dès le 30 juin 164-9 le roi de France avait écrit à la ville de Strasbourg pour demander qu'on rétablît les religieux de Saint-Jean de Jérusalem dans la jouissance de ce qui leur appartenait, et qu'on leur donnât quelque satis- faction pour leur aider à rétablir leurs maisons démolies en 1033 pour être «employées en fortifications». Le 4 janvier 1650 nouvelle instance du roi. Là-dessus, le 28 février 1650, une réponse du magistrat de Strasbourg disant que ces religieux avaient fait toutes les diligences et poursuites imaginables, tant à Münster et à Osnabrück que naguère à Nuremberg, pour obtenir quelque article en vertu duquel Strasbourg fût obligé de faire rebâtir leur église et maison démolies en 1633, que leurs efforts étaient demeurés inutiles, et leurs remontrances n'avaient rien opéré sur des esprits trop clairvoyants pour ne pas reconnaître l'injustice de leurs prétentions, contre lesquelles un article inséré exprès dans le traité de paix metlait Strasbourg entièrement à couvert, où il était dit qu'on exceptait de la restitution générale ce qui ne pouvait être rendu, les meubles etc., tant les choses détruites que celles qui, pour la sûreté publique, avaient été changées en autres usages, édi- fices publics et privés, sacrés ou profanes. Cette pièce, datée du 28 février 1050, fut signée par les Préteurs, Consul et Sénat de la République de Strasbourg. Les choses en restèrent là. Lorsque Louis XIV se rendit maître de Strasbourg, l'heure de la justice sonna enfin, et la ville dut céder aux Joannites l'ancien couvent de Saint-Marc, attenant à l'église actuelle de Saint-Jean; ils y construisirent les bâtiments où se trouvent aujourd'hui le presbytère et la Realschule. A la fin de l'année 1650, le 28 décembre, au moment où il allait dé- poser ses fonctions, Wencker eut le désagrément de se voir l'objet d'une réprimande de la part de l'ancien et du nouveau président des XV (Fiinf- l. Kentzinger, p. 306 sqq. — XXXII — zehner meister^) qui remplissaient à Strasbourg les fonctions de Censeurs. Ceux-ci constatèrent: 1° que l'ammeister, dont les fonctions allaient ex- pirer, avait un jour violé publiquement le secret professionnel. C'était au moment où l'échevin nouvellement élu par la tribu des Cordonniers allait se faire présenter. Wencker avait dit devant le Grand Sénat et les XXI que lui et les membres du Conseil de la tribu auraient mieux aimé voir élire le XV Braun, mais que la majorité s'était portée sur l'aulre, ce qui était contre le règlement : ivelchcs dann war ivider die Ordnung: 2" Il avait désigné pour assister aux comptes du iye7îm^^/m>'>i, en qualité de délégué suppléant, un sénateur du nom de Scheerbaum, sachant fort bien que ledit Scheerbaum avait été récemment l'objet de diverses accu- sations par devant les trois chambres secrètes, si bien que Wencker sem- blait vouloir braver ces dernières. Toutefois, comme Scheerbaum était à la mort et que l'ammeister allait sous peu sortir de charge, les Censeurs abandonnèrent au Conseil le soin de décider si l'on devait faire des remontrances à Wencker ou laisser dormir l'affaire. Le Conseil des XV opina dans le sens de la rigueur, et décida que deux de ses membres iraient faire des remontrances à l'am- meister. Ceux-ci rendirent compte de leur mission le 3 janvier suivant. Wencker les avait bien reçus, protestant qu'il n'avait jamais voulu blesser Messieurs du Conseil; il était homme et comme tel pouvait faillir, priant que ses excuses fussent ajoutées au rapport. De plus, le lendemain il était allé trouver les deux Fïmfzehnermeisler, et avait renouvelé sa prière de l'excuser auprès de Messieurs du Conseil; il reconnaissait avoir eu tort sur le pre- mier point, et quand la langue avait trop parlé, il était juste que les oreilles en eussent à souffrir. Il s'excusa aussi sur le second point, avec prière de faire insérer ses excuses au procès-verbal. Là-dessus le Conseil décida que, puisque le sieur ammeister s'était ainsi excusé ou justifié, il y avait lieu de laisser tomber cette afi'aire. Deux ans plus tard, nouvelles réclamations, le 6 mars 1652. Wencker et le XIII Baur n'avaient pas quitté la salle où siégeaient le Sénat et les XXI, lorsque cependant il s'agissait de deux personnes de leur parenté , le D"" Sebizius et Salzmann. Il fut décidé que l'article du règlement et spécialement le passage re- latif à ce point {ahtreUen) serait lu publiquement dans la grande salle {in der grossen stuben). L'année suivante Wencker eut un conflit encore plus désagréable. Le l. Protoc.d. XV, 1650. — XXXIII — i^'^ juillet le XV Erhard se plaignit en séance de ce qui s'était passé le lundi précédent au tribunal de police. Il s'agissait d'une question relative au curé de Saint-Nicolas: on recueillait les voles; Wcncker, qui piohable- ment présidait, avait tout d'abord interpellé (inlerloquirl) le sénateur Hessler, parce qu'il ne votait pas selon l'opinion de lannmeister, puis plus tard il l'avail, contrairement au règlement, interrompu, lui Eihard, durant son vote, proférant des paroles blessantes, disant m spccie qu'il était un jeune homme, une tête chaude, n'y entendait rien, ne siégeait que depuis trois jours, et voulait déjà le prendre sur un ton si haut. Il l'avait bien re- marqué le jour même lors de la séance des trois chambres secrètes, et précédemment déjà Erhard en avait fait autant à la tribu Zur Slellz, etc. Le 5 juillet l'affaire fut renvoyée aux Censeurs.^ Wencker fut entendu, s'ex- pliqua et s'excusa en termes fort modérés, disant que certaines paroles avaient été prises dans un sens différent de celui qu'il y mettait. Le tri- bunal de police dut prendre la chose en main et réconcilier les deux parties. En 1656 Wencker fut pour la troisième fois appelé aux fonctions d'Am- meister. Dès les premiers jours de janvier il se vit saisi d'une question relative à l'Université de Strasbourg', dont il était scholarque depuis 1642. En offrant leurs félicitations à Wencker, probablement au nouvel an ou à l'occasion de son entrée en fonctions, le recteur, les doyens et les profes- seurs de l'Université de Strasbourg lui remirent un mémoire qui renfer- mait un certain nombre de desiderata. |o Prière à l'ammeister de renvoyer au recteur et aux doyens la con- naissance des querelles, streitligheiten und sacken, qui se produisaient entre étudiants aussi bien que des plaintes formulées contre ceux-ci, et cela autant pour soulager l'ammeister que dans l'intérêt de la consi- dération de l'Université, et pour empêcher celle-ci d'être décriée par les étrangers. 2° Que dans les cas où pour dettes ou fautes légères, il y aurait lieu de prononcer un arrest oder haftung contre des étudiants, l'ammeister voulût bien engager les plaignants à employer les voies de douceur et laisser au recteur le soin de juger en première instance, selon l'usage. 3° Prière à l'ammeister d'aider l'Université à obtenir du Pfenniglhiirn le payement de diverses sommes arriérées dues au Beneficium Maurilia- num, fondé pour les enfants de Strasbourg à la collation de l'Université et qui depuis des années avait éprouvé de grandes pertes. Gomme depuis 1. A.rg. hist. pol. , n" 199. B. XV. — (M.) — XXXIV — plusieurs années les traitements des professeurs, de ceux qui devaient être payés sur les fonds de Saint-Thomas aussi bien que sur la caisse du Schulschaffner des Barfiisser, n'avaient pas été soldés, comme cela était de notoriété publique, prière à l'ammeister de hâter la marche du procès engagé pour obtenir ces arriérés, et de vouloir bien, par les voies indi- quées en diverses suppliques, faciliter, favoriser et augmenter les moyens de paiement, die hezahlungsmillel, et ainsi maintenir les ressources que l'Université tirait de cette source, unverstopfl die Ilawplquelle dieses nütz- lichen Brunnens erhalten. Une deuxième pièce analogue apporte au n** 2 une légère modification ou plutôt lui donne plus de précision. L'ammeister est prié de renvoyer d'abord les plaignants en conciliation devant le recteur avant de recourir aux voies de rigueur. Au no 3 on lit: Gomme jusqu'ici, en maintes circonstances, des étudiants étrangers ont trouvé la pension et le logement chez des bourgeois de la ville, in host und lochement aufgenommen und gehalten werden, sans que ceux-ci eussent le certificat requis du Stadt-Gericht ou de l'Université, ce qui produisait du désordre, on priait l'ammeister de vouloir bien renou- veler le décret publié environ trois ans auparavant et lu alors dans toutes les tribus. Cette même année Wencker fut appelé à s'occuper d'une question qui était d'une importance capitale pour le commerce de l'Allemagne avec la France et en particulier pour celui de Strasbourg. On sait que, durant tout le moyen âge, le Rhin fut une des grandes routes que suivit le commerce entre le nord et le sud de l'Europe, et, grâce à sa situation topographique, Strasbourg en profita largement'. Il y a eu un temps, surtout pendant que la navigation du Rhin était plus libre qu'elle n'est présentement, disent après 1682 les négociants strasbourgeois dans un mémoire adressé au gouvernement^ la ville de Strasbourg était comme l'entrepôt et le magasin général des marchandises 1. Les lettres de Pierre Schott nous montrent en vingt endroits différents combien étaient fréquentes alors les relations entre Strasbourg- et l'Italie. Sans cesse il est question de messagers qui vont et viennent entre ces deux points. Cfr. P. Schotti Lucubraciwn- culae. — Tout récemment on a publié deux lettres adressées au Magistrat de Strasbourg, en 1360 et 13G8, par les marchands milanais, dans lesquelles ils étaient sollieilés d'inter- venir auprès du duc d'Autriche qui troublait les relations commerciales, et de concourir avec les autres villes commerçantes de l'Allemagne, à l'entretien ou au rétablissement des routes qui menaient d'Italie en Allemagne, — Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Neue Folge, Bd. VI, Heft 2. 2. Archiv, inunicip., G. ü. P., Lad. 183, n" 1. — XXXV — tirées de l'Italie, de la Suisse et des provinces voisines, et destinées pour les pays situes sur le Neckar et le Mein, comme aussi pour la basse Alle- magne et pour l'Angleterre. Ses foires étaient fréquentées par les habi- tants de la Lorraine, du Palatinat, du Brisgau, de la Souabeetdela Suisse, et en revanche ses marchands se rendaient régulièrement aux foires de Francfort, de Leipzig, de Nuremberg, où ils portaient une quantité consi- dérable de marchandises de France'. Le commerce entre la France et l'Allemagne avait été singulièrement favorisé par les rois de France. Dès 1463 on trouve des traités conclus entre ces princes et les villes hanséatiques, qui obtiennent des privilèges considérables, renouvelés en 1483 par Louis XI, en 1489 par Charles VIII, en 1536 par François I^i-, par Henri II en 1552, Henri IV en 1604 et Louis XIII en 1655^ Les villes libres de l'Allemagne du Sud, de leur côté, avaient établi de nombreuses maisons de commerce en France et y avaient également acquis une situation privilégiée. Lyon^ notamment, qui possédait dès lors toute une colonie allemande organisée en corporation, paraît avoir été le centre principal de toute cette activité commerciale. C'est là, dans les archives de la corporation des drapiers, qu'étaient déposés les origi- naux des privilèges royaux. C'est là que se rendaient les envoyés des villes libres, et ces envoyés négociaient avec le gouvernement français, non pas au nom des villes qui leur donnaient seulement des lettres de recomman- dation, mais au nom des corporations de marchands. A chaque changement de règne, il fallait faire renouveler et confirmer ces privilèges, et c'est à cette occasion que furent adressées à Wencker les lettres suivantes dont nous donnons la substance. Les négociants allemands de Lyon, lui écrit-on de cette ville le 16 juin 1656, avaient prié les magistrats de leurs villes d'origine, Strasbourg, Nu- remberg, Augsbourg, Francfort et Ulm, d'envoyer des députés chargés de solliciter auprès du roi Louis XIV la confirmation de leurs anciens et beaux privilèges, et la suppression des taxes que, contre toute justice, ils étaient forcés de payer depuis 1633, aussi bien que l'exemption de tous les impôts futurs. Ils n'avaient pas abouti jusqu'à ce jour, bien que les envoyés des villes libres eussent vivement insisté auprès de l'ambassadeur français. Celui-ci les avait renvoyés au Roi et à son ministre, et depuis lors les négo- 1. On en a vu de nombreu-x. exemples dans la Chronique de Büheler. 2. LoNDORP, Acta publica, VII. Theil, p. 988. 3. Argent, hist. polit. , III, 201 sqq. — Ai-ch. municip., H. H. V. 121. — XXXVI — dateurs munis de recommandations desdites villes avaient continué leurs sollicitations à Paris auprès du Roi, du cardinal et des autres ministres, puis- samment secondés par l'ancien secrétaire français de l'archevêque de Mayence, M. Milbus, présent à Paris depuis dix-huit mois, et qui précé- demment avait agi en leur faveur lors de la conclusion des traités de paix, aussi bien qu'à la dernière Diète de Ralisbonne. Ce M. Milbus jouissait tout particulièrement de la faveur du cardinal, et il avait réussi à mettre les allaires en bonne voie, si bien que l'on espérait un résultat favorable. La ville de Strasbourg était invitée à adresser de nouvelles lettres de recommandation à quelques ministres, et à verser sa quote-part des dé- penses, qui se montait à 200 Reichsthaler. Les frais étaient en effet con- sidérables, les négociateurs avaient fait de fortes dépenses, et des marchands allemands de Lyon, au nombre de six, avaient avancé beaucoup d'argent pour recouvrer leurs anciens privilèges. Pour mieux faire connaître ces derniers, M. Milbus en avait fait imprimer un résumé; un exemplaire en avait été confié à M. Kiimmerel, qui le devait remettre à Wencker; celui-ci était prié de le communiquer à son cousin {seinem Jierren Yeliern?), et de vouloir bien, comme ammeister régent, aider au succès de l'entre- prise. Pour mieux gagner les Strasbourgeois, le correspondant, un sieur Mat- thieu Wolff, ajoute que dans l'énumération des griefs, on a particulièrement insisté pour la suppression du droit sur le safran, alors fort cultivé en Alsace et objet d'un commerce important; ce qui, ajoute-t-il, pourra être fort utile à Monsieur {dem Herren?) s'il veut se faire inscrire avec sa mar(}ue commerciale sur les registres de la corporation. Il termine en disant que l'on fondait de grandes espérances sur l'intervention de Monsieur (Wencker?) et lui renouvelle la prière de s'entremettre auprès des auto- rités aussi bien que M. Kummerich, sitôt l'arrivée de celui-ci; car, dit Wolff, les beaux privilèges que nous avons, obligent tout Allemand ami de l'hon- neur, à travailler à leur conservation, sans ménager ni efforts ni argent. Wencker répondit le 7 juillet, et la lettre arriva à Lyon le 27. Il paraît que Strasbourg ne se montrait pas bien zélé, et Wolff écrivit le 29 août une seconde lettre que Wencker reçut le 26 octobre. Wolff énumérait les raisons qu'avait Strasbourg de s'associer aux efforts des autres villes, et de payer les 200 R. qu'on lui demandait. On n'y tenait pas assez compte des privilèges en question. Cependant ses marchands pou- vaient en profiter plus que qui que ce fût, ils n'avaient qu'à se faire in- corporer par YinscripUon, puisque Strasbourg recevait de France et expé- diait dans ce pays beaucoup plus de marchandises qu'aucune autre ville — XX XVI [ — libre; ce mouvement augmenterait encore si l'on obtenait la suppression des droits sur le safran. Messieurs dû gouvernement tiendraient compte de cette prospérité du commerce, et ne s'arrêteraient pas aux vieilles dettes que Strasbourg- avait à réclamer à la France, aussi bien (|ue toutes les villes libres. La condition la plus essentielle au succès de l'entreprise était l'envoi des lettres de recommandation à l'adresse du Roi de France, du cardinal et des ministres, envoi qu'il sollicitait instamment en son nom et en celui de ses collègues. Il demandait qu'elles fussent expédiées le plus tôt possible, munies du sceau de Strasbourg et des autres villes libres im- périales. Comme la cour était de retour à Paris, on espérait aboutir enfin. Cette fois-ci on se décida à Strasbourg à fournir les pièces de- mandées; elles arrivèrent à Lyon vers la fin de 1656, et de là furent en- voyées à Paris et remises au cardinal, au Roi et aux ministres d'État. Mais le sieur Bosch, qui à ce moment suivait l'affaire à Paris, avait envoyé à Lyon le modèle d'une nouvelle lettre que les villes libres devaient adresser au surintendant Fouquet; il était d'avis que cette pièce serait la plus importante, vu que M. Fouquet avait les douanes dans son départe- ment et pouvait donner le meilleur «branle» à toute cette affaire. M. Couvreur transmit donc ce modèle de lettre à M. Kiimmerel avec des instructions. De son côté, Wolff fut chargé par le corps de la nation alle- mande de Lyon, de prier le correspondant de Strasbourg, dont le nom n'est pas mentionné, de demander au magistrat d'expédier cette nouvelle l-ettre, qui devait aller de là à Francfort, Nuremberg, Augsbourg et Ulm, pour y recevoir les sceaux de ces villes. L'affaire pressait fort, car il importait d'aboutir avant que le roi se remît en campagne. La lettre est du 11 fé- vrier 1657. Le magistrat était prié également de charger ses députés à la diète de Francfort de faire avec ceux de Nuremberg, Augsbourg, Francfort et Ulm, des instances auprès de l'envoyé du Roi à la Diète, M. Gravef, pour qu'il recommandât à la cour de France la confirmation des privilèges en question; on avait appris en effet que M. Gravet y était fort considéré; .... l'affaire était d'ailleurs assez avancée, et l'on espérait une issue favo- rable. Wolff terminait sa lettre en chargeant son correspondant anonyme de compliments pour l'ammeister Wenckei'. Nous ignorons quel fut le résultat définitif de ces négociations, et il n'entre pas dans le plan de ce travail de nous en occuper davantage. Wencker n'était plus ammeister, et sa carrière politique touchait à sa fin. Sa santé devenait de plus en plus mauvaise. Au début de l'année 1657, le 10 janvier, les Censeurs exposèrent que l'ammeister Jean Wencker, appelé à exercer durant le quatrième trimestre les fonctions de président — XXXVIII — (Meister) du petit Sénat, demandait à prendre le troisième trimestre où il y avait le plus de vacances et les cong'és motivés par les chaleurs (cani- culares) qui, sous le nom de Hitzferien, font encore de nos jours le bon- heur des écoliers — ce qui lui allégerait la besogne. Sa requête fut accordée. Toutefois il lui fallut encore dans le courant de cette année se sou- mettre à une corvée qui dut être pénible à son orgueil de républicain et de Strasbourgeois. L'empereur Ferdinand III étant mort le 2 avril 1657, il s'agissait de lui choisir un successeur, et le roi de France jugea qu'il était à propos dans ces conjonctures d'envoyer un ambassadeur en Allemagne. Le maréchal de Grammont fui choisi avec M. de Lyonne. «Dès qu'ils furent arrivés à Saverne, ils prièrent le jeune monsieur Colbert, qui dès lors était inten- dant d'Alsace, d'aller pressentir les magistrats de Strasbourg sur la ma- nière dont cette ville recevrait les ambassadeurs du Roy. Les magistrats répondirent que le Sénat enverrait au-devant d'eux hors de la ville et qu'on leur ferait les présents d'usage.» — C'étaient des poissons, du vin et de l'avoine. — « A la demande que M. de Colbert leur fit s'ils ne tire- raient pas le canon, ils répondirent sans hésiter que non; mais pour adoucir une réponse si sèche, ils ajoutèrent qu'ils n'avaient pas fait cet honneur au duc d'Angoulême, lorsqu'il fut envoyé en Allemagne avec M. de Béthune. Le maréchal fut piqué de ce refus, parce qu'il était in- formé que Strasbourg avait fait trois salves de canon à l'Électeur palatin, lorsqu'il entra dans la ville.» «M. de Grammont s'attendanl qu'on ne devait pas faire de moindres hon- neurs à l'ambassadeur du Roy, et craignant d'ailleurs que les autres villes de l'empire ne se réglassent sur Strasbourg, renvoya M. de Colbert se plaindre aux magistrats du peu d'égards qu'ils avaient pour un Roy qui regarderait leur procédé comme une injure. Il leur fit en même temps déclarer qu'il ne passerait point par leur ville, mais qu'il rendrait compte de la manière dont ils usaient à Sa Majesté, qui pourrait bien dans la suite trouver occasion de leur marquer son ressentiment. Ce discours fit chan- ger de résolution aux magistrats, qui députèrent dès le moment au maré- chal pour l'assurer que les bourgeois se mettraient sous les armes pour le recevoir et qu'on lui ferait trois salves de canon*. » L'ammeister Wcncker, le stettmcister Wormser et le syndic Frid furent désignés pour recevoir les ambassadeurs; ils allèrent au-devant d'eux jus- 1. Laguille, h, p. 205, d'après les Mémoires de Grammont. — XXXIX — qu'à Hausbergen, accompagnés de quatre compagnies de la garde bour- geoise; lorsque le cortège arriva à la porte de Pierres, on tira douze coups de canon, et les ambassadeurs furent conduits à leur logis. Le troisième jour, après avoir reçu les présents d'usage, ils quittèrent la ville avec les mêmes honneurs, et une escorte de cavaliers les conduisit au pont du Rhin. Le maréchal avait trouvé fort à son goût la ville et ses environs; il avait daigné approuver les fortifications et admirer l'arsenal qui élait abondamment fourni d'armes, et où se voyaient rangées en bel ordre plus de sept cents pièces de campagne avec leur approvisionnement en munitions. Nous ignorons siWencker avait consigné dans sa chronique ses impres- sions intimes; mais à coup sur, il dut se dire que les temps étaient bien changés, et que dix ou douze ans auparavant on n'aurait pas traité ainsi la vieille république strasbourgeoise. C'est la dernière fois, à notre su du moins, qu'il figura dans une mission politique; sa santé paraît avoir déchné de plus en plus. Le 13 février 1658 il fit solliciter par son fils Daniel, alors de la chambre des XV, un congé de huit jours, avec dispense d'assister aux séances; il était occupé de ses affaires privées, notamment de l'inventaire de sa fortune, dont il s'agissait de déclarer le montant*. A la fin de la même année, le 31 décembre, il demanda, vu l'état de sa santé, wegen einigen leihsincommodüäten, à être dispensé d'aller au prochain Churmorgen à la réunion de sa tribu, où l'on devait élire un Zumann, promettant d'envoyer son vote par écrit et de se rendre à six heures à la Pfalz. Le 23 avril 1659, son fils Daniel demanda pour lui aux XV un nouveau congé de deux jours, vu qu'il de- vait prendre médecine ^ Son état s'aggrava de plus en plus, et enfin le 16 octobre, jour de la Saint-Gall, il mourut après quelques semaines de maladie « nachdem er etliche wochen stranguria laborirt » , dit son gendre Reisseissen\ Il était âgé de 69 ans. En 1612 il avait épousé ÉHsabeth Berchtold, fille d'Etienne Berchtold, L U. D., avocat de la ville, qui fut anobH par l'empe- reur Ferdinand. Celle-ci lui survécut jusqu'au 5 septembre 1666; à sa mort elle laissait après elle six enfants, trente petits-enfants et deux arrière- petits-enfants; dix enfants et dix petits-enfants l'avaient précédée dans 1. Wegen Berechnung seiner nahrung und eingebung derselben vffdem Stall. — Prot, d. XV, 1658. 2. Prot. d. XV, 1659. 3. Reisseissen, fol. 40. — XL — dans la tombe; le tout au rapport du consciencieux Reisseissen, qui fil en l'honneur de sa belle-mère une pièce de vers allemands*. Des seize enfants de Wencker, huit vivaient encore au moment de sa mort. C'étaient: Elisabeth, mariée au professeur Salzmann; — Daniel; — Marie, qui épousa successivement George Camehl et Jean Philippe Brann; — Apollonie, mariée à André Brackenhoffer; — Ursule, la pre- mière femme du célèbre Dominique Dietrich; — Jean II; — Jacques I^r et Salomé, la femme du chroniqueur Reisseissen. Nous les retrouverons lors du partage de la succession, et nous consacrerons d'ailleurs une notice particulière à chacun des fils. Bornons-nous à constater ici que le vieux Wencker pouvait mourir content: sa famille était entrée en plein dans le patriciat strasbourgeois et ne disparut qu'avec lui dans la grande Révo- lution. II. Wencker Nous avons groupé les faits relatifs à la carrière politique de Jean financier. Wencker; nous allons étudier maintenant l'histoire du financier et de l'homme d'affaires. Wencker descendait d'une famille de négociants et s'adonna, sans doute, lui aussi, au commerce, comme le fit plus tard son fils Jean. Nous pouvons supposer que la maison Wencker, comme toutes les grandes maisons commerciales de Strasbourg à celte époque, achetait les denrées du pays, le vin, le blé, le safran, etc., pour les exporter, en même temps qu'elle recevait du nord et du sud les denrées étrangères pour les re- verser en Alsace, en Lorraine et dans l'Allemagne du Sud. Malheureuse- ment, les détails nous font complètement défaut sur ce point. Mais à côté de ces opérations strictement commerciales, Wencker faisait de la culture, exploitait un moulin; de plus il s'adonnait au commerce d'argent, prôlanl sur hypothèques, achetant des créances et des propriétés-, spéculant sur 1. Den 5. sept. 1666 starb frau Elisabeth Wenckerin, geborene Berchtoldin, ahne der rothen rühr, ihres erlebten alters in dem 73. iahr, weniger 3 Wochen, wurde auf die Curbaw begraben, und die Leichlpredigt zu St. Niclauss gehalten durch herren Brehmen. Gott gebe dieser meiner lieben frau schwieger seeligen eine frœhliche auferstehung. Es hat dieselbe sechs kinder, dreissig enckel und zwei uhrenckel verlassen, nachdeme zehn kindcr und zehn enckel vor ihr mit tod abgegangen. Ilab derselben ein teutsches cö/vhch gemacht. — Reisseissen, I, p. C6. 2. Les registres de la Contraclstube , nous dit M. Sevuoth, présentent à celle époque presque sur chaque page le nom des Wencker dans toute sorte d'opérations financières. Un grand nombre de maisons leur appartenaient, qu'ils les aient achetées comme maisons de rapport ou qu'ils aient été forcés de s'en rendre acquéreurs pour rentrer dans des XLI — les fonds publics de Strasbourg et de l'étranger, prenant part aux em- prunts des villes et des États, et la période de la guerre de Trente ans ouvrit un champ immense à ses opérations. C'est à bon escient, sans doute, qu'il nous dit dans sa Chronique (n" 3189), que dans un rayon de trois ou quatre lieues autour de Strasbourg les deux tiers des terres et la plupart des maisons étaient, à cette époque, entre les mains des cor- porations religieuses Stifter, des nobles ou des Strasbourgeois. Nous croyons même qu'on ne se tromperait guère en admettant que les pa- triciens et les négociants de Strasbourg en possédaient la plus grosse part, et Wencker ainsi que les familles à lui alliées avaient fait là de belles opérations. Mais tout ce qui brille n'est pas or, et la longue durée de la guerre amena une telle misère pour les Étals comme pour les particuliers, que les bénéfices des prêteurs d'argent finirent par se trouver singulièrement réduits, notamment en ce qui concerne les fonds publics. Les détails qui vont suivre nous en diront long à ce sujet; mais auparavant il importe d'esquisser à grands traits l'histoire financière de Strasbourg à cette époque, dont la connaissance est indispensable pour l'intelligence de cette question. Au quinzième siècle encore les finances de la ville étaient prospères : au rapport de Trausch (n^ 2626) Strasbourg se trouva en état de dépenser 165,000 florins pour les frais de la guerre contre Charles le Téméraire, sans que les bourgeois eussent été frappés d'aucune nouvelle imposition. Cent ans plus tard, tout cela était bien changé: la ville se vit entraînée à des dépenses énormes (3 millions de florins) par la guerre qui, à la fin du seizième siècle, éclata entre l'évêque Charles de Lorraine et son com- pétiteur George de Brandebourg; Wencker, qui connaissait la matière à créances hypothécaires, ce qui leur arriva notamment pour une maison du Finckwiller qui avait appartenu à un boucher du nom de Jean Pierre Böclcel, et qu'ils revendirent en 1642 à Jean Michel Nagel le pêcheur. [Contractstube. Reg. de a". i642.) Le domicile de Jean Wencker était l'ancien hôtel des Blencklin, près de l'hôtel d'En- dingen, appelé plus tard Margravenhof q\. Drache7ischlœssel, et qui a été démoli en 1891. Wencker nous apprend lui-même que sa maison avail été rebâtie, probablement par lui ou son père, Daniel Wencker, qui l'avait achetée en 1589. C'est la maison du quai Saint-Ni- colas n° 3 ou 5. Derrière le n°4 se trouvait un jardin, appartenant également à Jean Wencker. 11 possédait aussi en 1642 une maison Grand'rue et rue de l'Aimant, en 16i4 une maison (n» 8) grande rue de la Grange, une maison place Kleber, incorporée depuis à la Maison-Rouge; enfln, un jardin près de l'église Sainte-Madeleine, derrière les greniers de rOEuvre Notre-Dame, un autre devant la porte de l'Hôpital (n" 2803), etc. — XLII — fond, nous apprend qu'elle mit à sec toutes les caisses publiques et pri- vées; les bourgeois durent livrer tout leur argent monnayé et leur vais- selle d'argent. Il n'hésite pas à faire remonter jusque-là l'origine de l'énorme dette du Pfennîgihurn, c'est-à-dire de la ville, et voit dans cette guerre la cause de tous les malheurs qui fondirent plus tard sur la répu- blique (n" 3119). En 1617 éclata dans toute l'Allemagne une crise monétaire effroyable': les monnaies d'or et d'argent étaient accaparées par la spéculation, les monnaies d'appoint s'affaiblissaient chaque jour, si bien qu'il se produisit une hausse continue sur le prix des premières. De 1601 à 1622 le florin d'or passa de 96 kr. à -480, le Reichslhaler de 84 à 360, le Guldenthaler de 74 à 3301 Il est facile de voir quelles furent les conséquences de cette hausse in- sensée : d'une part un renchérissement plus factice encore que réel de toutes les denrées'', de l'autre une augmentation non moins factice de la fortune publique. Malgré la chei'té, disent Tp.ausch et Waltiier, l'argent abondait: les bourgeois profitaient de la hausse du change pour placer 1. Cfr. Hanauer, Études ccon., I, p. 439 sqq. — Ibid., p. 256. 2. Nous extrayons du savant ouvrage de M. Hanauer le petit tableau suivant : le flor. d'or. En 1542 72 kr. 1601 96 « 1605 100 " IGll 108 » 1615 112 M 140 " '"'» 150 180 " 210 » 1621 ( 270 .. 300 " 360 » / 390 » « 1622 I 450 » ( 480 " » 1623 (19 oct.) . . 112 . 3. « 1621. Es hatte die theuerung damahlen schon dergestalt zugenommen, dass zu Strassburg ein ficrtel frucht schon 5 bis G gülden galt. ... Zu diesem ellendt käme noch ein ander Unglück, nemlichen dass alle gute münzsorten auss dem laude kamen, und das gelt hoch anünge zu steygen, also dass der reichslhaler schon 2 gülden und 18 creutzer galt und die ducat 4 '/j gülden und von tag zu tag höher käme. » — Walther's Chronik. Reichsthaler. Guldenthaler 68 kr. 84 " 74 kr. 88 « 76 '. 90 » 80 « 92 » 80 » 124 « 1 140 » Î 120 « 180 " 150 « 210 » 195 » 240 » 210 » 270 >. 240 . 300 " 270 " 330 " 300 " 360 " 330 .. 90 .. 80 « — XLIII — sur la ville tout leur argent, leurs bijoux et leur vaisselle d'argent. L'on acceptait en 1622 le Reichsthaler à 6 fl., le doublon à 20 fl. et ainsi du reste, promettant 57o d'intérêts qui devaient être payés régulièrement, comme le portaient les reçus délivrés aux déposants. Bientôt on fut dé- bordé, et il fallut établir à l'ancien couvent des Franciscains, place Kléber, un bureau spécial où les métaux précieux étaient pesés, évalués et leur valeur inscrite; tout y passa et aucun souvenir de famille, si précieux qu'il fût, n'échappa au creuset; l'énorme accroissement du capital grisait toutes les têtes, et, dit Walther, personne ne se serait imaginé que jamais il pût y avoir une réduction. A la Saint-Jacques il fallut arrêter le torrent : le Sénat décida que l'on n'accepterait plus que les dépôts des veuves et des orphelins^, et encore seulement jusqu'à concurrence de 500 fl. par tête. Cette mesure ne suffit pas. On remboursa intégralement tous les comptes de la Mïmtz et du Pfennigthurn qui dépassaient 16,000 fl.; il y en avait beaucoup de 40, 50, 60,000 fl.; les comptes au-dessous de 16,000 fl. furent réduits d'un dixième. Bien des gens firent alors des fortunes subites. Tel qui ne possédait pas auparavant 10 fl. put s'acheter dans la rue des Hallebardes une maison de 6000 Reichsthaler (33,000 fr.) et la meubler avec un luxe inouï. En re- vanche, ce fut la misère inattendue pour tous ceux qui vivaient de renies ou de traitements fixes, l'appauvrissement des institutions de bienfaisance, les pertes énormes des capitalistes dont les créances étaient l'objet de remboursements fictifs au dixième souvent de leur valeur réelle, ce qui arriva surtout pour les veuves et les orphelins. La ville profita d'abord de cet état de choses et remboursa toutes ses créances du dehors, même celles à 47o et qui avaient été acceptées à titre perpétuel. Pour échapper à ce remboursement ruineux, beaucoup de nobles et de riches étrangers se firent recevoir bourgeois. Mais, d'un autre côté, les débiteurs de la ville firent la même spécula- tion et se hbérèrent de leurs dettes en inondant de mauvaise monnaie la caisse du Pfennigthurn. En 1623 la Mïmtz (Monnaie) qui faisait la banque, avait un encaisse de 242,728 U, et ses extances étaient à peine de 88,990 U: encore y avait- il là beaucoup de créances véreuses'. Le gouvernement strasbourgeois essaya bien de réagir: dès 1620, le 6 novembre \ on nomma une commission tirée des conseils des XIII, des XV 1. Hanauer, op. cit., p. 563. 2. Arch. mun., V. C. G. GG. II, 7. — XLIV — et des XXI, ainsi que du corps des échevins; elle eut pour président le Stellmeister Jean Frédéric de Botzheim, assisté des deux avocats de la ville, Sébastien Leilersperger et Jean-Frédéric Schmitt, et pour secrétaire Josias Glaser. Elle eut pour mission d'étudier l'état des finances publiques et de rechercher les moyens d'y remédier. Provisoirement elle n'arrêta pas le mal, mais peut-être y a-t-il quelques rapports entre ses travaux et la réforme financière de 1623, décrétée par les princes et les villes de la basse Alsace, qui releva la valeur des monnaies d'appoint : le reichslhaler fut fixé à 90 kreuzcr, et toutes les autres monnaies divisionnaires furent réglées sur cette base. Le prix des vivres fut également taxé. Ailleurs on en fit autant: cela ramena l'ancien état de choses, dit Walther*; mais, si les fortunes mal acquises s'écroulèrent promptemeni, les gens qui s'étaient vu racheter leurs créances ou rembourser leurs capitaux avec l'argent dé- précié, n'en restèrent pas moins irrémédiablement atteints. On essaya bien à Strasbourg de ménager la transition et de sauvegarder les intérêts de la bourgeoisie, et dans l'édit de réforme du 19 octobre 1623 le magistrat avait ratifié purement et simplement les contrats passés pendant la crise. «Si l'on adoptait, disait-il, l'avis de certains jurisconsultes; si l'on réduisait toutes les constitutions de rentes, toutes les transactions sur le cours qu'avait l'argent au moment où elles furent conclues; si l'on admettait toutes les réclamations des personnes qui croiront avoir été lésées pen- dant la crise, on ouvrirait la porte à d'interminables procès Bien peu de gens pourraient rester tranquilles à l'abri de toute poursuite. Aucun honnête homme ne serait sûr de laisser à sa veuve ou à ses orphelins un héi'itage inattaquable. Enfin ces procès provoqueraient entre les bourgeois une irritation, un déchaînement de colères qui ruinerait la concorde et l'union nécessaires à la cité.» Malgré toutes ces bonnes raisons, ajoute M. Hanauer^ l'avis contraire prévalut quelque temps après, et, en 1629, on revint, au moins pour les fonds de la ville, sur cette première décision. 1. 1623. Weilca die Kippercy und schlechte gcld noch immer im schwänge gienge, wollen diejenigen, so victualieu und anders verkauften, auch nicht nachlassen. Dess- wegen denn ein löblicher magistrat alhier die sache anders angegrilTen, und in junio dises IC23 jahrcs das gelt abgesetzt und auf die quart rcducirt, den rcichsthalcr wider auf 15 seh. und die ducat auf 42 bafzen, den stättischen goldguldcn auf 2 fl. 5 kr., die spannische doblon auf ô fl. 5 seh., den Königs- oder Philippsthaler auf 25 batzen gesetzt, und darbey auch ein ta.v in den victualien gemacht und publicirt, welches denn so viel gefruchtet, dass es wider angefangen auf den alten wog zu kommen. Darauf dann sofort alle angelegte capitalien, so in vergangenem jähre geschehen, reducirt und auf die quart gesetzt worden, da dann mancher sich in seiner hoffnung betrogen gefunden. 2. Hanauer, op. cit., p. 56 i. — XLV — Il semble même, à en croire Waltiier, que de suite on fil la distinction entre les créances privées et les fonds de la ville. Il déclare, en eiïcl, que la réduction commença sur-le-champ en 1623 et se continua en lOS^', sans doute pour être interrompue bientôt après, grâce à la négligence intéressée de ceux qui devaient l'opérer. Quoi qu'il en soit, en 1629 l'opération fut repiise. Les créances de la ville provoquèrent un double travail. On décida que les sommes déposées au Pfennifjthurn durant la crise et acceptées alors à leur valeur du mo- ment, seraient réduites sur le pied du reichsthaler à 90 kr. (au lieu de 360 kr.). On s'en prit aussi à ceux qui avaient profité des cours élevés pour liquider leurs dettes, et on statua qu'ils auraient à verser une soulte, Nachtrag. Après cela, pour ménager le public, on prit une série de mesures qui, en fait, neutralisèrent les dispositions précédentes. Les IIIc du Pfennigthurn furent autorisés à remettre un tiers de la soulte et la totalité des intérêts qui eussent été exigibles; mais le reste dut être payé en espèces ou en rentes sur le Pfennigthurn. Plus tard on consentit à ne réclamer le Nachtrag que sur les remboursements faits depuis le 30 juin 1621 où le Ihaler valait 3 fl., laissant ainsi en paix ceux qui n'avaient bénéficié que de la moitié du capitaP. Bref, comme tout le monde se trouvait plus ou moins atteint en per- sonne ou dans ses amis et dans les amis de ses amis, on finit par laisser dormir la loi, connivendo, comme s'exprime Wencker dans une autre circonstance. Tout cela cependant ne s'était point passé sans que l'opinion publique s'exaspérât: selon l'usage, on s'en prit aux gouvernants, qui furent ac- cusés d'être la cause de tous les désastres. A Strasbourg spécialement la chambre des XV devint le bouc émissaire, et Friese' consacre dix pages à nous peindre leurs méfaits. Mais, dit M. Hanauer*, on ne saurait admettre 1. Voir note précédente et le passage suivant : 1624. Aucli hat man alliier mit reducirung des gelts fortgefahren, und auf dem Pfen- nigthurn diejenigen capitalia da der Reichsthaler zu G gülden angelegt gewesen, auf die quart reducirt, welche aber den Reichsthaler zu 4 und ein halben gülden angelegt, seind auf die tertz reducirt worden, also seint viel leut auf einmal viel aermer worden, wie- wohlen die burger nichts verloren, weilen sie zwei und ein halben guten zins bekom- men. . . . Allein diejenigen denen ihre alten capitalien mit schlechtem gelt abgelösst worden, wie auch was auf häusern gestanden und mit schlechtem gelt bezahlt worden, seint sehr übel zu kurtz gekommen. ... — 2. Hanauer, op. cit., I, p. 563. 3. Vaterlündische Geschichte, Hl, S. 4G sqq. 4. Op. cit, p. 450. — XLVI — cela sans réserve; il se peut, il est même certain que parmi les magistrats il s'en trouva plus d'un qui abusa de ses fonctions pour exploiter la crise à son profit. La ville comme telle ne craignit pas de demander au billon- nage des ressources blâmables; mais il ne faut pas oublier que cette crise s'étendit à l'Allemagne tout entière. Conclusion : les XV et d'autres encore sans doute n'étaient pas la cause du mal, mais ils n'ont pas été sans mériter quelque peu les colères dont ils i'urenl poursuivis. En attendant, la misère allait toujours s'augraentanl. Déjà, en 1624', la caisse militaire était à sec, cl l'on ne savait où prendre l'argent pour payer les mercenaires au service de la ville et couvrir les autres dépenses mili- taii'es les plus indispensables. Cela venait de ce que les tribus se mon- traient négligentes dans le paiement de leurs cotisations mensuelles. Trois seulement, celle de la Lucern, des Tailleurs et des Pêcheurs avaient tout versé; les autres, ainsi que les Consloßer, étaient en retard, qui pour un cinquième, un quart, un tiers; quelques-unes, pour plus de la moitié; d'autres avaient à peine payé un tiers, un quart, un cinquième; il en était une dont on n'avait pu tirer que le sixième. On fit sommation sur somma- tion d'avoir à payer dans les huit jours, on menaça de garnisaires, einquar- tierung, ou d'autres mesures de rigueur les récalcitrants, avec promesse que plus tard, à la paix sans doute, tout serait remboursé, capital et intérêts. Mais cela ne servait guère. En 1630 nouvelles difficultés: bien des gens, dans diverses tribus, se refusaient catégoriquement à payer les cotisations mensuelles qu'au début «ils avaient volontairement et patriotiquement promis de verser». On prit de nouveau diverses mesures plus ou moins efficaces. Cependant les besoins augmentaient chaque jour. En 1639 (13 mai) on frappa d'un impôt de guerre les maisons de la ville; chaque propriétaire, bourgeois ou non, dut payer sonel pro semper, pour chaque immeuble 3 plapparls pour 100 florins de la valeur, à la caisse militaire, la moitié à la Sainl-Jean-Baptiste, le reste à la Saint-Michel. La même année (2 janvier) on avait formé une nouvelle commission chargée de réformer les finances de la ville. On réglementa le Pfennig- tliKin, les III'-'', leurs subalternes; on dressa des protocoles, on rédigea des mémoires, et le tout fut ratifié le 16 septembre 1640. Il fut prescrit que tous les capitaux empruntés en 1619, 1620, 1621, 1622 et 1623, qu'ils eus- sent été réduits dans la suite à 27 batzen ou qu'ils ne l'eussent pas été du 1. Arch. mun., CC, V. ÜÜ. — XLVII — tout, seraient réduits sur le pied de 15 ß' le florin: tout ce qui depuis 1629 avait été payé d'intérêts pour une valeur supérieure au capital réel était à déduire du capital. Un tableau annexé à ce décret montre par des exemples à quel résultat on arrivait par celle opération, et on l'avouera, les financiers d'alors auraient rendu des points à ceux de notre temps. Ainsi un capital de 1400 livres placé au Pfennigthum en 1023, en mau- vais argent accepté par la ville, et qui n'avait jamais été réduit, mais dont les intérêts avaient été payés de 1629 à 1039, non seulement était réduit à 0, mais le créancier redevait encore à la ville 175 livres. Un second type est celui des capitaux déjà réduits une première fois au tiers: ici un capital primitif de 5860 livres est descendu par la première réduction à 1950 S" et par la seconde à 1218 iï 15 <«|. Le troisième type est celui des capitaux qui avaient été réduits à 27 balzen le thaler. Ici 1000 thaler sont d'abord devenus 900 S", puis réduits à 2272 batzen, ils descendent à 750 ïï; enfin, grâce à la déduction d'intérêts, il nous reste un capital de 675 ÏÏ. Ainsi devait-on procéder à la réduction de tous les fonds publics; de plus, on réduisit à 47o l'intérêt des capitaux de 100 fl., achetés au-dessous de 80. Le 67o du Pfenniglhurn fut réduit à 57o- Enfin il fut prescrit aux receveurs, qui avaient à administrer les biens de Marmoutier et de Gengenbach, aussi bien qu'à ceux de la Sammlung zum Thurm, de Saint-Marc, de l'Église rouge, de Y Elenden Herberg, de la Chartreuse et de l'hospice des syphili- tiques {Blatterhaus), de donner quittance au receveur du Pfennigthurn de tout ce qui était dû à ces fondations. C'étaient là des mesures radicales qui, au bout de peu de temps, ne furent plus appliquées, selon la louable coutume des Strasbourgeois. Enfin l'année 1648 la paix tant désirée fut signée. La joie fut grande à Strasbourg: c'était le triomphe partiel du moins de la cause pour laquelle on avait tant souffert. La cession de l'Alsace à la France, qui donnait à la ville un trop puissant voisin, mêlait bien quelque amertume à la satisfaction d'avoir abaissé l'empereur et son parti, et dès ce moment, les hommes, qui partageaient les idées de Wencker et de Bernegger, eurent, sans aucun doute, de sérieuses inquiétudes louchant l'avenir; mais la foule ne voyait pas aussi loin. Ce fut bien autre chose quand, le 19 dé- cembre, le magistral fit convoquer les tribus dans leurs Stuben: on y apprit que, d'après les conventions d'Osnabruck, les Suédois devaient recevoir cinq millions de Reichslhaler à verser par les États, car l'empe- 1. 22 'L batzen. — XLVIII — reur s'était fait exempter d'y contribuer, sous le prétexte assez fondé qu'il avait à entretenir et à payer ses propres armées. Le fardeau retomba tout entier sur le reste de l'Allemagne: les sept cercles de la haute et basse Saxe, de la Franconie, de la Westphalie, de la Souabe, du Haut-Uhln et du Palatinat rhénan, furent imposés de trois millions de thalers. Pour base de la répartition on prit la contribution connue sous le nom de mois ro- mains {Borner- Mona té) et la matricule de l'empire'. En Alsace furent appelés à contribuer l'évêque de Strasbourg*, les abbés de Marbach et de Münster au val Saint-Grégoire, les prévôts de Seltz et de ^Yissembourg, le baron de Fleckenstein, les villes de la déca- pole, Kaysersberg, Türckheim, Münster, Golmar, Schlestadt, Obernai, Haguenau, ^Yissembourg et enfin Strasbourg, qui eurent à s'exécuter pour la somme de 389,287 fl.' dont 120,150 th. pour les seigneurs ecclésias- tiques, 102,724 pour les autres, sauf Strasbourg qui en fut définitivement pour 120,150 fl.; au début il paraît, d'après Walther, qu'on ne lui en avait demandé que 90,000. Et qu'on le remarque, cette somme devait être payée en trois termes, en banco-thalers , car après le dernier paiement et la ratification du trailé devait seulement se faire le licenciement des troupes suédoises qui, jus- que-là, restaient cantonnées dans le pays*. Strasbourg, pour sa part, eut à défrayer deux régiments de cavalerie, installés l'un à Barr, l'autre à Wasselonne, Dorlisheim, Ittenheim, Für- denheim et Ilandschuhheim. Leur entretien coûtait à la caisse publique 14,000 thalers par mois; aussi, au bout de quatre semaines, la ville paya comptant 12,000 th. pour en faire renvoyer quatre compagnies au delà du Rhin. Tout cela n'était pas fait pour relever les finances publiques; il fallait cependant à tout prix se débarrasser de l'occupation militaire, toujours dure au peuple, mais qui alors devait être insupportable, étant données la brutalité et l'indiscipline de ces vieilles bandes. Aussi fit-on dans toute l'Allemagne des efforts inouïs, et l'on parvint à payer les SatisfaclioiiS' gelder, même avant le terme fixé^ Mais à quel prix? A Strasbourg, au rapport de Walther, la contribution 1. GuNDLiNG, Discours über den Weslphälischen Frieden, S. 3ü2. 2. Laguille, H, p. lüi. 3. Strubel, V, 3. — Theulr. Europ., Tli. VI, S. 10G8. k. GuNDUNG, loc. eil. 5. PüFi'ENDonpp, de Rebus Suecicis, qui y voit la preuve du peu île sympathie qu'avaient les Suédois eu Allemagne. — XLIX — de guerre fut répartie entre les bourgeois au prorata de leur fortune. On se figure aisément la consternation du peuple quand il se vit en présence de nouvelles exigences; bien des gens n'avaient pas en leur |)ossession les sommes souvent fort considérables que l'on exigeait d'eux; tel artisan, de condition moyenne, chargé d'une grande famille, devait fournir jusqu'à 5011. en une fois. Les domestiques même furent taxés d'après leurs gages, et eurent à verser 1 ou 2 fl. par tête. De là des lamentations et des plaintes; on trouvait celte paix hieri chêre\ L'argent se trouva tant bien que mal, mais les caisses publiques et privées s'en ressentirent longtemps. On essaya de nouveau de recourir à un moyen souvent mis en œuvre et toujours inutilement: c'était la ré- forme des finances. En 1650 on prit de nouvelles mesures pour réduire la dette publique. Le 26 septembre fut signé le procès- verbaP de la vérification des diverses caisses de la ville, et cette vérification avait fait constater des abus tout à fait incroyables. Les fonctionnaires préposés aux finances agissaient à leur guise, sans souci des règlements, et l'arbitraire le plus complet régnait partout. Le service des rentes se faisait de la manière la plus irrégulière. Tous les titres de rente étaient, à ce qu'il paraît, nominatifs, et il était de règle de ne payer les intérêts des emprunts qu'aux bourgeois, non aux étrangers, du moins pour les années 1630 à 1639. Malgré cela il était arrivé que des bourgeois n'avaient rien reçu pour leurs propres créances, tandis que l'on avait payé à d'autres des renies dont des étrangers étaient titulaires. D'autres fois on avait accepté en déduction des sommes dues à la ville par des particuliers, pour le paiement des impôts par exemple, ce que nous appellerions des coupons de rentes, sans rechercher si ceux qui les pré- sentaient étaient propriétaires des titres. Enfin il se faisait des rachats de capitaux à l'insu des XV, qui devaient cependant statuer sur chaque cas particulier. Des capitaux achetés au-dessous de 80 "/o étaient acceptés en rembour- sement au pair et déduits sur ce pied aux débiteurs de la ville. De fortes amendes avaient été payées ainsi avec une perte sèche pour l'Etat. C'était le gaspillage le plus effréné sur toute la ligne et le triomphe du compérage. On voit que la spéculation s'était fortement portée sur les titres de 1. Walther's Chronik: « Disser frieden (ist) uns theuer versalzt worden.» 2. Arch. mun., GG. B. XV. — (M.) 4. — L — rente placés à l'étranger. Nous en verrons des exemples un peu plus loin, car Wencker, lui aussi, s'en était mêlé. Ces abus régnaient au Pfennig- tliuni tout aussi bien qu'à la Muntz et au Stall, qui était le bureau des contributions directes. Le mal était patent : on essaya de l'enrayer, et de nouveaux règlements vinrent dormir sur les anciens. Le 3 décembre 1055 une nouvelle commission remit en vigueur le règlement du 8 septembre 1040 concernant la réduction de la dette pu- blique. Elle constata, dans son décret du 4- mars 1656, que ce règlement avait bien eu un commencement d'exécution, mais que bientôt après il était devenu lettre morte, ins stocken geralhen. Il fut enjoint aux Ill^r chargés de la direction des finances et aux autres fonctionnaires, sous peine de perdre leurs honneurs et leurs fonctions, de reprendre la réduction des capitaux et de la pousser jusqu'au bout. Tous les trois mois ils devaient rendre compte de leurs travaux au Conseil des XV : jusqu'à l'achèvement de leurs opérations devait être suspendu le paiement des intérêts des ca- pitaux non réduits \ Ces décisions étaient fort sages et pouvaient produire de bons résultats; mais Strasbourg souffrait d'un mal incurable que nous avons déjà signalé : c'est que ceux qui faisaient les lois aussi bien que ceux qui devaient les exécuter, n'avaient ni l'impartialité ni le désintéres- sement ni l'autorité nécessaires; dès lors, tous les règlements devenaient, au bout de quelque temps, lettre morte, et les vieux abus continuaient à fleurir paisiblement. A Osnabrück on s'était occupé, comme de raison, de la situation lamen- table des finances de l'Allemagne, et dans l'article 111 § 5, il était statué qu'il serait pourvu par l'empereur à ce que les débiteurs écrasés de dettes et qui, par suite des malheurs de la guerre, n'avaient pu s'acquitter, ne fussent pas abandonnés à la merci de leurs créanciers^ En 1654 la Diète de Ratisbonne^ (§ 172), en vue de réaliser cette stipu- lation, arrêta que le capital dû resterait complet et imprescriptible, mais que les intérêts arriérés seraient réduits au quart. Ce quart devait être payé par dixièmes avec les intérêts courants. Enfin, quel que fût le taux auquel avaient été faits les emprunts, les intérêts courants furent réduits à 57o. Tout cela était facile à décréter; mais l'exécution était plus difficile 1. Arch. mun., V. CG. GG., Il, 7. 2. GuNDLi.VG, Discours, etc., g 5, S. 2G8. 3. Reiclisabschiede , 111, p. 072. — LI — quand les caisses étaient vides, et c'était le plus souvent le cas à Stras- bourg. Les rentes du Pfennig Ü mm ne furent pas payées plus régulière- ment après 1G48 qu'elles ne l'avaient été auparavant, et nous allons faire assister le lecteur à la lutte que Wencker et les siens poursuivirent près d'un demi-siècle pour retirer en quelque sorte sou par sou, des caisses de l'État ce qui leur était dû. Nous nous bornerons à donner, sous forme de regestes, tout ce que les archives municipales nous ont fourni de renseignements. On y trou- vera des détails qui ne manquent pas d'intérêt sur les opérations finan- cières des Wencker, en même temps que sur les spéculations auxquelles donnaient lieu les fonds strasbourgeois. Nous déclarons, d'ailleurs, qu'il n'entre pas dans notre pensée de blâmer les Wencker; pour recouvrer leur argent compromis dans la quasi-banqueroute de la ville, ils recoururent à tous les moyens possibles; une centaine d'autres en firent autant, davantage peut-être, et ceux qui y trouvaient à redire étaient évidem- ment des gens dont le portefeuille ne contenait aucun titre de rentes sur la ville. Seulement on s'explique aussi que dans ces conditions les finances de la ville n'aient jamais pu se relever et que ses domaines soient toujours allés s'amoindrissant. 1640. Wencker tenait à bail des terres de la ville; il devait payer sou fermage en seigle et en froment. Mais comme il en avait ensemencé un tiers avec de forge [wintei'gcrst) et retiré seulement 7 boisseaux [sester] de froment, il demande qu'on le tienne quitte de ce tiers ou du moins qu'on accepte le paiement en orge. — XV'^ Prot., 28 février. 15 juillet. Wencker envoie un mémoire aux Directeurs (lll") du Pfennigthurn, réclamant le paiement de ses rentes arriérées qui se montent à 4,000 R. Le 1" septembre il revient à la charge; elles s'élèvent maintenant à 5,000 R. On propose de lui donner pour le prochain quartier un acompte de 400 R., et à l'avenir 100 S" ou 200 R. chaque mois, ou bien 50 R. chaque semaine, suivant que les ressources du trésor le permettront, mais pour le moment, seulement jusqu'à concurrence de 2,000 R. — XV<^^ Prot. 1641. Dans trois lettres, du 9 mars, 6 juillet et la troisième sans date, le D' Marc Ott entretient Wencker des afiaires financières de Nuremberg, où Wencker avait des fonds, dont il ne pouvait recevoir ni capital ni intérêts. 1643, 15 décembre. Wencker achète de la vdle un terrain de 26 arpents {acker), situé à YAmeisenköpfel, au prix de 6,600 R., payables moitié en capital du Pfen- nigthurn, moitié en intérêts arriérés. — Vol. Directeurs des Bâtiments, 1643-45. 1645, 22 mars. Il demande à louer un terrain vague {Rohrschutt) contigu à sa — LII — propriété de YAmeisenköpfel\ avec autorisation d'émonder ou d'abattre les arbres y plantés, seulement sur la longueur de son bien. On propose de lui faire payer 15 ß de location par arpent de 21,000 pieds. La proposition est acceptée, mais les administrateurs des communaux {Almend- herren) devront faire aboriier le terrain et W. paiera la moitié des frais. Le 29 mars celui-ci demande que les 15 ß de loyer soient réduits à 10 ß, ce qui est refusé. — XV'"- Prot. Il demande à racheter une rente de 25 ß qu'il paie à la ville comme loyer de communaux [Almcndzins), pour un coin de communal contigu à sa propriété de la Uobertsau. On consent au rachat, à condition que le triple du capital, soit 300%, soit déduit de ses rentes arriérées, — XV^^ Prot. 6 août. Il réclame de nouveau le paiement de ses intérêts arriérés. On refuse, sous prétexte que sa réclamation est trop vive (zimblich hart) et que l'année pré- cédente et celle-ci môme, il avait touché beaucoup d'intérêts. 1649, 3 janvier. W. remet un mémoire où il établit que, vu l'état de sa fortune, il lui est impossible de payer les 306 ÏÏ auxquelles il a été taxé pour l'indemnité {Satisfactionsgelder) des Suédois. Refusé sur-le-champ. L'alTaire revient le 0, et l'on décide que l'on ne pouvait accorder .«a demande, um der conséquent z vnllcn, pour ne pas créer un précé- dent. Toutefois le conseil ne veut pas se donner l'air de n'avoir point pesé les raisons données parW. ni pris en considération ses plaintes. La réponse sera donc différée de quelques jours. En outre, on promet de le recommander aux adminis- trateurs, 111", du Pfennigthurn , afin qu'il puisse en tirer une notable partie de ses rentes. — XIIP"" Prot., vol. 1648. 19 mars. Il demande à résilier le bail qu'il avait fait avec la ville pour le terrain (Schluet) contigu à sa propriété de la Robertsau, vu que ce terrain na aucune valeur et que nulle culture n'y est assurée, et il prie en même temps qu'on le lui laisse sans loyer, puisqu'il y a beaucoup perdu par les inondations et d'autres causes. Une commission est chargée d'examiner les lieux. Elle constate que le terrain est pur sable, plein de roseaux, ein eitler Sand voller Rohr, in summa nichts sonder nutz, et eile propose de faire une gracieuseté à M. l'ammeister {gratifi- ciren) et de le lui laisser sans redevance ; mais en adoptant cette proposition le 26 juillet, le conseil décide que le terrain ne sera pas enclos avec VAineisen- köpfel, mais devra rester communal {Ahnend) dans l'élat où il se trouve depuis la location; de plus, en reconnaissance des droits de la ville, W. devra payer annuellement 5 ß, qui courront depuis 1645*.— XV^'^ Prot. 1. Sur le JJlumengiessen , en face du XV^r Garten. — Silbermann, p. 18). 2. W. qui était si regardant pour les redevances qu'il avait à payer, n'était pas toujours coulant pour les autres. Le S novembre 1050 les liéritiers .Stadel réclament une diminu- tion de redevances pour les communaux du Neuhol qu'ils tenaient à bail, disant que ces terrains étaient en jachère et de peu de rapport. On leur accorda un nouveau bail de neuf ans et le fermage fut réduit do 80 fl. à üO, malgré l'opposition de W., lequel soutenait que les Sta;del ne retiraient pas de ces terrains aussi pou qu'ils le disaient. — LUI — 1649, 13 juin. On a réitéré la défense d'exporter du blé, laquelle n'avait pas été observée, et prescrit une enquête rigoureuse contre ceux qui achètent du blé sur un grenier et le revendent de suite, c'est-à-dire spéculent sur les blés. Ils doivent être sévèrement punis. W. demande qu'on lui permette de livrer 100 fierlcl de blé qu'il a vendu, il y a trois semaines. Le Conseil décide que l'on doit refuser, mais avec tous les ménagements possibles [glimpflich ableinen). — J///«'' Prot. 1650, 7 février. 11 remet un état de ses rentes arriérées qui s'élèvent à 10,135 R., 7 ß, 6 tf, et demande qu'on lui donne un acompte. Les Oberbauherren décident que M. l'Ammeister recevra de nouveau par mois 100 R. de rentes. Le 22. 11 réclame de nouveau, n'ayant encore rien appris de la décision susdite. 11 demande qu'on lui avance 3 mois =: 300 R. pour solder ses Friedensgelder. — Accordé. — XF«'' Prot. 1653, 6 novembre. — On accorde à l'ammeister J. W. l'autorisation de faire déduire de ses renies arriérées la somme de 15 S', 15 ß, 2 tî qu'il doit comme Pfundtzoll, mais seulement pour cette fois {für dieses mahl). — IF«'" Prot. En 1654, 6 juillet, Jean Wencker, alors Alt-Ammeister, adresse à l'avocat de la ville, Jean Iralin, un long Mémoire relatif aux rentes du PfennigthurnK Le bruit s'est répandu dans la ville que l'on aurait l'intention de traiter les étrangers et les bourgeois de la ville sur un pied d'égalité relativement à leurs rentes arriérées. Des personnes qui sont aux affaires {Regimentspersonen) doivent s'être exprimées dans ce sens, et cela paraît plausible, vu la masse des dettes dont la ville est chargée. Ce serait une belle chose que l'on pût, par un décret sur le papier, se débarrasser d'un coup de tant de milliers de gülden, d'autant plus que ceux qui ont voix au chapitre ont presque tous touché leurs renies. Des gens dont les intérêts ne sont pas en jeu, pencheront facilement vers cette solu- tion et n'hésiteront pas à se prononcer dans ce senSj se disant que le tort qui sera causé à d'autres est un malheur fortuit. Il s'attache ensuite à combattre ce projet pour les raisons suivantes : 1° Gomme l'État est une république démocratique, il est équitable et juste que les bourgeois portent tous les mêmes charges. 2° Ceux qui n'ont pas touché leurs intérêts ne doivent pas être condamnés à un dommage nouveau. Ils ont déjà assez souffert, car ils ont déjà perdu tout ce que leur argent eût pu leur rapporter depuis, tandis que d'autres ont en quelque sorte doublement joui de leurs rentes. 3" Ce dommage n'est pas imputable à la faute ou à la négligence de ceux qui l'ont éprouvé, mais au bon plaisir de ceux qui tiennent les cordons de la bourse. 1. C'est un brouillon, et nous ne savons s'il fut remis à destination; en tout cas il renferme de précieux renseignements. — LTV — 4° On aurait dû payer les inlérôts à chacun en proportion de son capital. 5° Gela avait d'ailleurs été décidé à diverses reprises. 6° Il y a une grande injustice à soumettre à l'impôt les revenus que l'on n'a pas touchés, ce qui se fait avec une telle inégalité que, dans la répartition des impôts extraordinaires, les uns sont taxés au triple et au quadruple et d'autres s'en tirent avec 1 '/i ou 'A 7° Ceux qui n'ont rien au Pfmniglhurn ne perdent rien, tandis que d'autres sont ruinés complètement. 8° D'autres y ont déposé de grands capitaux en mauvais argent à un intérêt usuraire, et ont louché intégralement ces intérêts. 9" Au contraire, ceux qui y ont placé des capitaux, le thaler à 2 batzen, dont ils devraient toucher la rente, outre que cette rente est bien plus faible, n'en reçoivent môme rien, et se voient forcés de payer les impôts sur leurs autres capitaux. 10° Des gens qui ont acheté le 100 à 55 ou 60 R. reçoivent leurs intérêts comptant, ou du moins peuvent se faire décompter ce qu'ils doivent. Ces raisons et d'autres encore le déterminent à demander que l'on veuille bien réfléchir mûrement à la chose, de peur qu'il n'en résulte des conséquences que l'on ne prévoit pas à cette heure. Que l'on cherche un moyen: soit en cessant de payer les rentes à ceux qui les ont touchées jusqu'ici, jusqu'à ce que les autres en aient reçu autant, ou bien que l'on vote des crédits extraordinaires pour donner quelque chose à ceux qui n'ont rien reçu. Ainsi l'égalité serait rétablie entre les citoyens, et la tranquillité et l'union seraient maintenues; personne n'aurait le droit de se plaindre. Quant à lui, dit-il, bien que dans le compte des intérêts il n'ait jamais été fa- vorisé, mais souvent traité avec dédain {höhnisch an orten wo es nicht sein solle), bien que dans la répartition des contributions extraordinaires il ait été lourde- ment chargé, il a tout supporté avec patience pour l'amour de la patrie et en vue de la difliculté des temps, dans l'espoir qu'après la conclusion de la paix, on lui tiendrait compte de sa patience et que les perles éprouvées lui seraient l'objet d'une juste compensation, espoir qu'il avait encore à cette heure. 11 déclare qu'il n'appartient à personne d'infliger à ses concitoyens un traitement d'une si criante inégalilé, et que cela ne peut se fonder sur aucun droit. 11 ne lui serait pas pos- sible de supporter ainsi la perte de 10,000 gld. ou davantage, cela serait im- pardonnable vis-à-vis des siens; il proteste à tout événement et ajoute qu'il ne peut se soumettre à aucune mesure de ce genre, à moins que tous ne soient traités sur le pied d'égalité. Il termine en disant qu'en prolestant ainsi, il obéit à sa conscience, et qu'en refusant de se soumettre à des mesures injustes et spoliatrices, il use de son droit de défendre ses intérêts. — LV — Du reste, en toutes choses il est mit zu heben und zu legen, nicht allein bereit und lüillig, sondern begierig. Le 6 juillet 1654. Jean Wencker, l'ancien. (Signé: Joh. Wencker der ältere*.) 1654, 29 juillet. J. Wencker écrit au Magistral pour obtenir qu'on lui alloue quelque chose sur ses rentes arriérées qui se montaient à plus de 10,000 R. Recommandé aux 111" du Pfenniglhurn de donner à l'avenir à M. l'Ammeister ce qu'il sera possible {nach möglichkeit). — XV^'' Prot. 1655, 16 novembre. Les directeurs de l'octroi (Obere Umgelthcrrcn) exposent que l'ammeister J. W. leur a fait savoir que mardi en huit il célébrera les noces de son fils; le repas se fera à la maison, en petit comité, si bien, que l'on ne boira probablement pas plus de 4 ou 5 ohm de vin, tant il y aura peu de monde (dergestalt eng eingezogen). Il demande qu'on lui remette là-dessus l'octroi (umgelt). On décide que, puisque la noce se fera à la maison et qu'il s'agit de si peu de chose, on peut accorder à M. l'Ammeister sa demande. — XY^^ Prot. 1656, 15 novembre. La Commission des grains (Obere Kornherren) expose que M. l'Ammeister W. demande à ce qu'on déduise de ses rentes arriérées les 5 rézaulx, 2 boisseaux (5 frtl. 2 str.) de froment et 5 rézaulx, 2 boisseaux de seigle qu'il doit à la ville pour ses fermages. — Accordé. — Bas paar à 4 R. compensirt. — XV^^ Prot. 1658, 11 juin. Pétition de l'ammeister J. W. qui demande que, comme ses rentes arriérées se montaient alors à plus de 13,000 ît, on lui donne un acompte sérieux en vin, blé ou autrement. La Commission des bâtiments (Obere Bauherren) accorde 50 rézaulx de grains, 2 fuder '/• de vin nouveau et 50 R. Cela est ratiflé in plc7io le 16 juin. — XV'^ Prot. 1659, 16 septembre. Il demande une double location à partir de ce jour (eine doppelte Lehnung von dato an) pour les terres qu'il a louées de la ville. 4 acker beym Kochhaus und 4 beym Ziegelofen. — Accordé. — JF"' Prot. . Le 3 février 1655 le duc de Wurtemberg' avait décrété que les villes, villages et communes ne paieraient que la moitié des intérêts de l'année courante, et le tout à partir de 1656; tous les arriérés antérieurs à 1655 étaient annulés. L'État lui-même procéda autrement à ce qu'il paraît. En tout cas, la ville de Strasbourg et les particuliers, qui avaient des fonds d'État wurtembergeois, ne paraissent pas avoir touché quoi que ce soit. En 1659 la Ville envoya à Stuttgart Antoine Diebold pour négocier en son nom; Jean Wencker lui donna également procuration pour traiter de ses intérêts particuliers qui étaient fort considérables (in seiner habenden starcken prœ- tension). 1. Arg. hist. pol., III, n" 196. 2. Arg. hist. pol, III, no^ 219—220. — LVI — L'Ammeister Reisshofer, le XIII*'' Kœnig et les héritiers Guichart (la première femme de Jean Riclishoffer, f 1672, était une Agnès Guichart) et d'autres encore en firent autant. Le Magistrat de Strasbourg demanda à ne pas être traité comme la masse des créanciers, faisant valoir notamment les services rendus au ^Vurtemberg, dont les Archives avaient été longtemps conservées à Strasbourg durant la guerre, mais le gouvernement wurtembergeois resta inflexible et s'obstina à ne vouloir payer que la moitié des rentes de l'année courante aux créanciers qui, à ce mo- ment, se présenteraient, sans toutefois exiger de renonciation à l'arriéré. Diebolt ne conclut rien et en référa à ses commettants, tout en leur conseillant d'accepter ces propositions, car, vu les troubles qui semblaient menacer l'empire {ivegen obschioebender Beiclislroublen), il n'y avait rien de mieux à espérer, et d'ailleurs, même dans ces conditions, le paiement se faisait bien lentement. Dans l'intervalle était survenue, le 16 octobre, la mort de Jean Wencker, et ses héritiers durent prendre en main cette afTaire. La Ville, de son côté, persista dans ses réclama- tions; Jean Baldner, greflier en chef du Pfeimigthurn, et Daniel Wencker furent envoyés à Stuttgart. Le 13 novembre le gouvernement leur fit savoir qu'il ne pou- vait rien faire de plus que de donner à Strasbourg la moitié des rentes de 1658, sans renonciation aux intérêts arriérés, et de payer celles de 1659 en deux termes, l'un en 1660, l'autre en 1661. Quant à MM. Wencker, on voulait bien, pour des raisons particulières, les traiter comme la ville de Strasbourg, bien que cela ne se fût fait pour aucun autre débiteur. Les envoyés acceptèrent, au nom de la ville et des Wencker, toutefois en sti- pulant que ceux-ci seraient payés sur-le-champ. Le gouvernement consentit et dut emprunter l'argent. Les trois capitaux qui appartenaient aux W. formaient en tout une somme de 14,780 R. La moitié des intérêts ^e 1658 faisait 369 R. 30 K. Pour hâter l'expé- dition de son affaire, W. dut, selon l'usage du temps, faire des cadeaux en argent: au secrétaire et au receveur 5 ducats, à un autre employé 3 R., à un autre encore 5 R.; puis il les retint à dîner, et entre temps leur recommanda ses affaires, comptant que si Dieu voulait bien laisser la paix à l'Allemagne, il récol- terait les fruits de sa générosité. A son retour à Strasbourg il remit à ses frères et beaux-frères les intérêts en question, se montant à 114 ducats 3 ß. Outre les pots-de-vin, le voyage avait coûté, suivant les comptes fournis aux XV, la somme de 32 S;" 12 ß, dont la moitié, soit 16 ZZ 6 ß, fut remboursée à W. {z-u einer rerompens). Après la mort de Jean I' '" Wencker, ses héritiers continuent la liquida- tion de ses affaires. A notre grand regret nous n'avons pu découvrir le chiffre auquel se montait la succession. 1660, 7 janvier, ils adressent à la Ville une réclamation au sujet dcYAmeiscn- kopfel. L'arpent a été mesuré à 21,000 pieds. Or, ils en voudraient 24,000 et — LVII — demandent un supplément de 3000 pieds par arpent, soit trois arpents, 6000 pieds. Ils prient le Conseil de leur compenser ce dommage, comme on l'a [ail pour d'autres, en leur donnant un équivalent à la Plaine des Bouchers (Mcjzgerau). — Renvoyé à la Commission des travaux (Oèere Bauherren) et aux administrateurs des communaux (Almendherren)^ qui refusent. On fait relire les procés-verbaux de 1643, 45 et 49, et Daniel Wencker déclare s'en remettre à la décision du Conseil. — IP'" Prot. 1660, 2 juin. Daniel W., XV", obtient sur ses intérêts arriérés un acompte de 12 mesures {ohm) de vin nouveau. — XV^'' Prot. Le 1" septembre, nouvel acompte, 12 mesures (ohm) de vin nouveau blanc. Le 3 novembre, même quantité de vin blanc. — XF'^'" Prot. 1662, 2 février. Jacques I" Wencker demande à ce que l'on accepte 200 R. de son Pfennigthurncapital pour payer les droits d'octroi sur le vin {umgelt) dus par l'aubergiste à la Fleur. — Accordé à 70 R. pour cent. — XV^'' Prot. 1663, 9 mai, il demande à faire déduire de ses intérêts arriérés 8 S" 9 ß d'im- pôts [PfundtzoU) par lui dus à la ville. — Accordé. L'abbé Romain, de Gengenbach, écrit le 7 février à cause d'une créance sur le Pfennigthurn (Pfennigthurnbrief) de 8000 fL que jadis l'ammeisler Wencker a racheté au couvent au prix de 3800 fl. et qui se trouve entre les mains de ses hé- ritiers. — Renvoyé au Conseil. Le 4 avril, l'abbé Romain, de Gengenbach, répond à la lettre à lui écrite par le Magistrat, qu'il ne sait rien de la transaction sur laquelle s'appuient les héritiers de Jean W. 11 demande qu'on lui en fournisse une copie authentique. Le 23, nouvelle lettre, où il se plaint de ce que lesdits héritiers lui réclament les intérêts dans leur intégrité, et prie le Magistrat de trancher le litige. — Ren- voyé au E. E. Rath. — JF«'' Prot. 1664, 30 avril. Jacques I W. demande à faire déduire de ses rentes arriérées 7 tt, 1 ß, 8 ^ d'impôts {PfundtzoU). — Accordé. — A'F«'- Prot. 1665, 6 mai. Les héritiers W. exposent que Jean Charles Ringler senior et Jean Wencker marchand, leurs ancêtres, ont emprunté, il y a près de cent ans, 100 « au couvent de Sainte-Marguerite et Sainte-Agnès. Ils demandent à le rem- bourser au moyen de leurs rentes arriérées, Pfennigthurnzins , dont le chiffre dépasse 1,000 Thaler. — XV'^ Prot. 8 juillet. André Brackenhoffer, Daniel et Jean W. et Jean Philippe Braun possèdent en commun un moulin à Achenheim, venant évidemment de la succession W. Ils se plaignent de ce que, tandis que les bourgeois ont à payer aux moulins de la ville (vom mahlgut) pour la mouture 26^ d'octroi [Umgelt), on leur en prend à eux 29. Ils demandent a être mis sur le même pied que leurs concitoyens. — Renvoyé aux directeurs de l'octroi [Umgeltherren). — Ceux-ci exposent que la loi commune est que ceux qui font moudre leur blé dans des moulins étrangers, qui n'appartiennent pas à la ville, ont à payer en sus de ÏUmgelt ordinaire 3 ^ et cela pour attirer la clientèle aux moulins de la ville. — LVIII — Toutefois, comme le moulin d'Achenheim n'était pas affermé, mais exploité directement par les héritiers W. — qu'ils y faisaient moudre seulement ce qui était nécessaire pour les besoins de leurs ménages, évalués par eux, l'un dans l'autre, à 50 frtl. par famille, et amenaient au marché de la ville le reste de leurs récoltes — les Obereumgeltherren proposent de les exempter des 3 ^ supplé- mentaires. Mais le Conseil refuse. — XV^'' Prot. 16GG, 8 juillet. Daniel W. Xlll demande à faire déduire de ses intérêts arriérés deux billets de contributions {Pfundtzollzedul) de 2 ?*', 6 ß, 6 ^. — Accordé. — JF«'- Prot. 1666 au mois d'août Jacques I Wencker acheta une maison avec cour et jardin. D'un côté elle était conliguë à une maison appartenant au Bruderhof et à la pro- priété de Jean George Redslob, de l'autre également à une maison appartenant au Bruderhof et à une maison appartenant à Jean Henri Metzger. Elle avait une issue sur la rue des Frères {Bruderhofsgassc). Il la paya 1,735 R. {Contractstube a° 1666.) C'est évidemment la maison n" 1 2, occupée jadis par l'école des Frères de Marie et qui, il y a vingt ans, avait encore son jardin du côté de la rue des Frères. Il paraît qu'il la fit rebâtir, car il demanda le 24 août 1667 la permission d'y faire mettre un Erker, la tourelle en encorbellement qui s'y trouve encore; la maison elle-même a été surélevée il y a quelque trente ans. Cette permission lui fut accordée par le Sénat et les XXI le 2 septembre. On stipula que la tourelle serait ein einfacher Erker large de 9 pieds et en saillie de 3. Pour cela il devait payer à la Ville ou 5 R. de rente annuelle ou un capital de 100 R. comptant. Il demanda à ce qu'on acceptât en paiement une somme égale de ses rentes arriérées. La décision fut qu'il devait ou bien verser 100 R. comptant ou se laisser déduire 300 R. d'intérêts. C'était à ce qu'il paraît le tarif normal, 300 "/o- Wencker marchanda et en offrit 150. Refus. Il revint à la charge le 19 septembre et offrit 80 R. de capital du Pfennigthurn et 120 de rentes et finit par voir accepter son offre. On voit où en étaient les fonds publics à Strasbourg vingt-neuf ans après le traité de Westphalic. — Pfcnnigthitrmsprotokoll 1667 — 70. 1667, 24 mai. Daniel W. XIII demande à faire déduire de son arriéré un billet de contributions [Pfundtzollzedul) de 6 (3, 2 ^. — Accordé. La veuve de Jean 11 W. en fait autant le 17 août pour 12 ?«, 2 ß, 11 ^ d'impôt [Pfundlzoll). — Accordé. — AT«'' Prot. 1667 la veuve de Jean II W. et ses héritiers déposent un billet du tribunal des [\i\.ii\\G&{Vogte\jgcrichtszeduJ) les taxant à 9 S', 17 ß, 8 -i avec prière de les déduire de leurs intérêts arriérés. 1668, 18 janvier. Môme demande pour un billet de contributions {Pfundtzoll- zedul) de 6 a: 13 ß et 4 '^. — JF«^ Prot. 1669, 27 novembre. Daniel W. expose que son beau-père, König, avait payé au nom de la ville 226 R. de rentes (Isclbachischer Zins), qui devaient lui être — LIX — déduits successivement des sommes par lui dues pour droits de douane [Kauf- hausgebür) — 100 R. seulement ont été déduits. Dans l'intervalle il a été décidé que les droits de douane [Kaufhaus) seraient payés comptant. La compensation a cessé et il reste créancier de 126 R. La question revient le 30 avril de l'année 70. Ses rapporteurs, vu que l'affaire n'était pas nette {etwas unlauter), proposent de la renvoyer aux Directeurs de la douane (Obere Kaufhausherren). En 1671 ceux-ci établissent que 150 R. et non 100 ont été déduits — et l'arriéré est de 75 seulement. — Ils supposent que Daniel W. se contenterait de 40, ce que le Conseil accepte. — IF«'' Prot. 1670, 14 mai. Jacques I W, produit un billet de contributions [Pfundlzollzedul) de 6 S" 4 ß 2 -îi et demande qu'il soit déduit de ses rentes arriérées. — XV^'' Prot. Les volumes de 1675 à 1685 inclus, sont brûlés. 1687, La veuve et les héritiers de l'ammeister Daniel I W., — l'ammeister Dietrich au nom de ses enfants du premier lit—, le syndic Gilntzer et Kempfer comme tuteurs, le XIII Braun et le XXI Model proprio nomine exposent qu'ils possèdent une créance sur la ville de Gengenbach. Les héritiers Back(Mc/iew Erben) offrent de s'en rendre acquéreurs en l'échan- geant contre un capital sur le Pfennigthurn [Pfennigthurns capital) de 1,000 R. Déjà auparavant cette proposition avait été rejetée par le Conseil comme illégale {wider Ordnung). Mais cette fois le préteur royal intervient, il fait valoir que la ville gagnait les intérêts de plus de 20 ans, ainsi 1,000 R., et se prononce en faveur des supphants. Naturellement son avis triomphe. — XV^''' Prot. 1688, 30 avril. L'ammeister Jacq. I W. a vendu au cloulier Jean Michel Scheuring une maison dans la Grand'rue {in der Strass) au prix de 475 fô. La moitié des droits de vente (ou de mutation?) Pfundlzoll, qui est à sa charge se monte à 3 S" 19 ß 2 -îf. 11 demande à les fake déduire de ses intérêts arriérés. — XV''- Prot. 1689, 11 mars. L'ammeister Jacques I W. demande le 11 mars à ce qu'on réduise le fermage (GüM) des 3 arpents qu'il tient en location de la ville, et pour chacun desquels il doit donner 3 boisseaux (Sester) par an. Il demande remise pour 1687 et 88, vu que les années avaient été mauvaises. Or, on constate qu'il a sous-loué ces terres et par suite n'a éprouvé aucun dommage. Ces champs venaient de son père et les Wencker les avaient fait défricher. W. promet de payer exactement à l'avenir les 3 boisseaux {Sester) et c'est à cette condition qu'on lui remet sur les années écoulées 6 boisseaux (Sester), il en paiera donc 12 au lieu de 18. Mais il n'en fait rien. En 1692 les Obere Kaufherren constatent que des dix arpents, tenus à bail par les Wencker, et qui, du vieux Jean , avaient passé 7 à Dominique Dietrich et 3 à Jacques I, celui-ci ne payait en règle que 2 boisseaux {Sester) par arpent. — LX — Aux réclamations du préposé aux grains {Kornmeisler), le stettmeister Wurmser et Wencker avaient répondu que les choses avaient été convenues ainsi et qu'on avait laissé à W. les champs en question à raison de 2 boisseaux {Sester) par arpent. Lorsqu'on lui montra le protocole de 1689, W. convint de son erreur, mais recourut à d'autres arguments; il fit valoir les longs services rendus par lui à la ville, et il ajouta que les champs en question ne lui rapportaient à lui-même pas plus de 3 boisseaux (Sester). En vain fît-on la remarque que c'étaient de bonnes terres, im Neuen Feld, et que W. les avait lui-même sous-loués. Grâce à l'intervention du préteur royal, W. obtint gain de cause, on les lui laissa à 2 boisseaux {Sester), tant que durerait le bail des autres. 1690. L'ammeister Reisseisen, l'ammeister Wencker et consorts ont acheté un jardin à la Krutenau; ils doivent 16 S" 3 ß de droits {Pfundtzoll) qu'ils paient moitié en capital, moitié en rentes arriérées du Pfennigthurn. — AT«»" Prot. 1691. Jacques I W. obtient de payer moitié en argent, moitié en rentes arrié- rées un billet de contributions {Pfundzoll) de 2 ïï 7 ß. 1694. Jacques 1 W., ammeister régent, a célébré les noces de son fils aîné et doit une somme assez considérable à Michel Hirschmann, l'aubergiste de l'Hom- melet rouge. Il veut lui donner en paiement entre autres valeurs 100 S" sur ses rentes arriérées et demande qu'on réduise d'autant les 299 « 11 ß 3 -iqui lui sont encore dues, pour les porter en décompte des droits d'octroi {Umgeld) dus par Hirschmann; d'autant plus qu'il sait que cela a été accordé à d'autres. — Ac- cordé. — IF«'- Prot. 1698, Il juillet. J. I W. a dépensé pour les noces de son fils Daniel 230^, qu'il doit à Jean-Frédéric Guntz, l'aubergiste de la Luccrn. 11 demande que l'on prenne une somme équivalente sur son capital du Pfennigthurn , à porter en décompte des droits d'octroi {Umgeld), que doit ledit Guntz; parce qu'il sait qu'il y a beau- coup de précédents de ce genre. — Accordé. — AT«»" Prot. 1699, 14 mars. L'ammeister Jacques I" Wencker, en sa qualité de tuteur {ehevogtlicherweiss) et au nom de tous les héritiers Spielmann, et Daniel-André Kœnig au nom de tous les héritiers Richsholîer, déclarent qu'entre eux et le sieur Philippe-Ghristophe Gailing, d'Altenheim, et son épouse, il a été fait le 21 février un échange de capitaux, et demandent qu'on veuille bien les faire en- registrer sans déduction {vor voll) par qui de droit. La commission des travaux (Oherbauherren), à qui l'afTaire est renvoyée, fait son rapport le 19 juin suivant, d'où il ressort que les requérants ont cédé au sieur Gailing un capital de 2,000 R. sur le comté de Hanau, et en ont reçu trois capitaux, à savoir: deux créances sur la Caisse des fortifications {For ti filiations- kasse), l'une de 150 S", l'autre de 300 /?, et une troisième créance de 250 5" sur le Pfennigthurn. Ils se demandent s'il y a lieu de les inscrire sans déduction {vor voll) au nom des Wencker et consorts, et répondent que 1° la chose ne saurait être mise en doute pour les créances de la Fortifikationskasse. Divers précédents sont la pour le prouver. — LXI — 2° Pour ce qui est du Pfennigthurn, los intérêts sont dus depuis 1682 et se montent à 212 ^ 10 ß. Or, il y a un décret du Sénat et des XXI, disant que dans le cas où des bourgeois acquièrent des capitaux des étrangers, le quart revient à la ville avec tous les intérêts arriérés. La solution était donnée de soi — or voyons à quoi l'on arrive avec de la bonne volonté: Mais, continue le rapporteur, comme le steltmeister Wormser défunt de qui vient ce capital, n'a pas rendu peu de services à la ville, et que le sieur Gailing est en position de lui en rendre également; comme il convient aussi d'avoir égard à la personne de l'ammeister Wencker, Messieurs du Conseil verront qu'il leur convient de dispenser de l'application du décret précité. Le syndic intervient, rappelle que les capitaux de la Caisse des Fortifications sont privilégiés aussi bien que ceux de la Caisse du sel [Salzkasse], et que le décret en question n'est applicable qu'au capital du Pfennigthurn. Mais, dit-il : T il s'agit de savoir si ce décret est applicable aux sujets du Roi. 2° Il faut considérer les services rendus par le sieur Wormser et à rendre par le sieur Gailing. 3° Avoir quelque égard [eiîiige reflexion machen) à la personne de l'am- meister Wencker. 4° Enfin le capital est peu considérable et le gain de la Ville serait médiocre. Bien entendu W. gagna sa cause et son argent. — XV^^ Prot. 1699, 17 août. Les Wencker avaient sur Gengenbach une créance de 600 R., dont les intérêts étaient dus depuis 1689 inclusivement. Ils échangèrent capital et intérêts dus le 12 avril 1694, avec un sieur Séverin Columban Jünglin, intendant de l'abbaye de Gengenbach , qui leur céda un ca- pital du Pfennigthurn de la valeur de 425 R., dont le titre était daté du 15 juin 1629, ainsi que tous les intérêts arriérés. Quand ils voulurent faire transférer à leur nom le capital du Pfennigthurn, le sieur Wetzel refusa, sous prétexte que ce capital avait été confisqué, in die con- fiscation gekommen. Les W. réclamèrent parce que !*• l'un des administrateurs, IIP', du Pfennigthurn., Michel Storck avait fait transférer tout récemment, en son nom, un capital du même genre, acheté d'un individu de Lohr. 2° Ce capital était peu considérable. 3° Il était à craindre qu'en cas de refus ils ne perdissent leur capital. Ils con- sentaient d'ailleurs à sacrifier le quart et les intérêts arriérés. Le syndic Klinglin, à qui l'on avait parlé de cette affaire, y avait d'abord vu des difficultés, puis reconnu que, comme ce n'était qu'un échange., le capital pourrait être transféré au nom des demandeurs à partir du jour de l'échange, mais sans que cela tirât à conséquence, et il ajouta qu'il serait bon de tenir la chose secrète. — Con- cessum. C'est la dernière trace que nous ayons trouvée aux Archives touchant les affaires financières des Wencker. Nous verrons plus loin Jacques I — LXII — opérer autrement. Mais ce qui précède suffît pour donner au lecteur l'idée du ménage financier de la République. Toute observation serait superflue. Wencker A côté de l'homme politique et de l'homme d'affaires, il nous reste à ôcrivain. étudier en Jean Wencker l'homme d'études et l'érudit, nous n'osons dire le littérateur. Nous aurons alors esquissé le type du Strasbourgeois du dix- septième siècle, tel qu'il se rencontre assez fréquemment dans celte petite république, au moins parmi les hommes appartenant aux classes supé- rieures. Strasbourg était à celte époque un des principaux centres du pro- testantisme allemand ; le corps des pasteurs et les professeurs de la faculté de théologie y exerçaient une influence fort grande, sinon prépondérante. De leur côté les autres facultés de l'Université y avaient considérablement développé le goût des études historiques et scientifiques. Enfin les rela- tions avec les huguenots français, qui dataient du siècle précédent, avaient continué dans celui-ci; elles avaient augmenté depuis que la France, direc- tement ou indirectement, avait pris parti pour les protestants d'Allemagne. Toutes ces causes concoururent à donner à cette république de marchands une physionomie spéciale et à y provoquer un épanouissement de la vie intellectuelle destiné à survivre à la liberté et à l'indépendance de la cité. Sans doute, ici encore, il ne faut pas s'attendre à trouver la moindre analogie avec la splendide floraison littéraire qui fut en France l'honneur du règne de Louis XIV. A Strasbourg on écrivait en latin ou en allemand, et l'on sait que l'allemand n'était pas encore la langue de Schiller et de Gœthe; on faisait bien plus d'érudition que de littérature, mais on y travailla beau- coup, on s'exerça dans toutes les branches, et l'on prépara ainsi le siècle de Schœpflin et de Grandidier. Jean Wencker fut un des pionniers de la première moitié du dix-sep- tième siècle. Il s'occupa de politique, comme cela était naturel dans sa po- sition — d'ailleurs qui n'en faisait pas durant celte guerre de Trente ans qui ébranlait et allait transformer le saint empire germanique? — il s'en occupa en zélé protestant, comme l'était tout Strasbourg à celte époque. Il s'adonna spécialement à l'étude de l'histoire de sa ville natale, de son passé, de sa constitution, de ses droits séculaires, de son antique indépendance. Les horreurs de la guerre de Trente ans, qui finit par atteindre cruellement l'Alsace, l'amenèrent à élargir le cadre de ses éludes historiques et à don- ner à la deuxième partie de sa Chronique le caractère d'une histoire géné- rale; pour mener à bien celle œuvre qu'il continua jusqu'à sa mort, il — LXIII — n'épargna ni soins ni argent, comme nous le verrons dans les fragments malheureusement trop rares de sa correspondance. Ce qui en reste nous montre également qu'il était en relations avec le monde lettré de Stras- bourg et d'ailleurs encore. Il s'y révèle le protecteur bienveillant des sa- vants et des hommes d'étude au service desquels il met sa riche biblio- thèque, et qui le consultent comme une autorité pour ce qui touche à l'histoire de Strasbourg et de l'Alsace. Pour justifier ces appréciations, nous allons donner les extraits des lettres de ses correspondants qui sont par- venues jusqu'à nous : le lecteur se trouvera ainsi en mesure de juger par lui-même la curieuse figure du vieux chroniqueur strasbourgeois. Le plus ancien en date des correspondants de Wencker dont nous possédions des lettres, est le savant juriste Jean Limnaeus. Il avait passé à Strasbourg, et de là datent peut-être leurs relations. Le 17 juillet 1629 il écrivit d'Angier une lettre dans laquelle il s'excuse d'avoir laissé « es- couler tant de mois sans aucun mouvement de plume»; ce n'est pas qu'il ait «quitté la mémoire de ces courtoisies avec lesquelles» Wencker l'avait étroitement tiré à «lui», pour «s'estranger» de lui-même. La crainte de l'importuner, le manque d'occasions pour faire parvenir les lettres « ont été jusques à présent» les barrières «de ses desseins»; mais il les franchit et supplie Wencker « d'aiguillonner » par ses admonitions l'imprimeur Ledertz, «à tenir étroitement ses promesses et à donner au pubhc» son «ouvrage avec moins de fautes qu'il sera possible*». Il s'agissait de son Jus publicum Imp. germanici, qui parurent en effet à Strasbourg. La correspondance paraît avoir été continuée. En 1643 (15 mars) nou- velle lettre^ de Limnseus qui était resté en relations d'affaires avec Stras- bourg, mais ne s'accordait pas avec son imprimeur Spoor. Ils finirent cependant par s'arranger, et Spoor se chargea même de donner une nouvelle édition de fouvrage de Limnaeus. Celui-ci écrivit d'Onolsbach (Anspach) à Wencker le 18 septembre 1645, en réponse à une lettre de celui-ci datée du 14 août'. Nouvelles difficultés avec Spoor qui ne hâlait pas assez l'impres- sion. Puis Limnaeus avait peine à tirer de fargent de la caisse de Spoor. Celui-ci avait bien donné à fauteur des lettres de change pour cent reichsthaler, mais qui restèrent impayées, aber der effect nicht erfolgt. t. Arg. hist. pol, I[I, n» USb. 2. La lettre, écrite à Oaolsbach (Anspach), arriva à Strasbourg le 4 avril. — Arg. hist. Pol., III, n» 143'. 3. La lettre de Limnteus arriva à Strasbourg le 9 octobre; celle de W. était parvenue à son adresse le 25 août. — Ibid., III, n» 143«=. — LXIV — Wencker dut à nouveau aiguillonner Spoor, nous ne savons avec quel succès. Celte publication nous vaut aussi de nouvelles lettres du D"" Marc Oit, alors en ambassade à Francfort. Déjà précédemment nous avons mentionné sa correspondance de 1641 au sujet des créances de la ville et de Wencker sur Nuremberg. Outre les questions d'alTaires elles renferment encore d'in- téressantes appréciations politiques et de curieux détails de mœurs. Nous y voyons que des relations très intimes régnaient entre les deux familles Oit et Wencker; la femme d'Olt lui a fait savoir de quelles attentions elle avait été comblée. «Meine hausfrau hat mir sehr yerülimt was für grosse ehr mul courtoisie von dem h. Schwager und seiner liebsten hausfrau ihr in neuUchheil erwiesen worden serj\y> La pauvre femme d'ailleurs élait souffrante, le mari également, depuis qu'il avait renoncé à se faire ven- touser comme d'habitude. Il a bien l'air d'attribuer le tout à leur trop longue séparation. Si les ambassades durent si longtemps, il faudra bien que ceux qui en sont chargés, emmènent dorénavent leurs épouses; l'un d'eux a même déclaré que c'est un cas de conscience de les abandonner si longtemps. Du reste il se plaint des pertes qu'il éprouve en se voyant ainsi forcé d'abandonner sa clientèle, et le reichsthaler d'indemnité {Rill- geld) qu'il reçoit par jour est loin de les compenser. Dans la même lettre, il parle aussi d'un pasteur qui a du être répri- mandé, et il insiste à ce sujet sur l'inconvénient de certaines nominations dues à la faveur et dont Wencker parle également dans sa chronique. Il finit par informer celui-ci que le colonel Baumberger elle quartier-maître de son régiment ont fait transporter à Ratisbonne trente-deux tonneaux de vin, saisis peut-être sur des bateaux appartenant à des Strasbourgeois, dieselben zu verschmieren. Ob es zu Behauplung dieses Arrests, oder erlan- gung anderwertigen Assignation zu thun sei, ajoule-t-il, wird die Zeil eröffnen. Le 15 janvier 1040 c'est à propos de la deuxième édition de l'ouvrage de Limnaeus mentionné plus haut, qu'Otl écrivit à Wencker. Cet ouvrage donnait un exposé des privilèges de la République, et pour la seconde fois, on allait les imprimer à Strasbourg même, d'une manière fautive. Oit s'était entendu avec le D"" Schräg, qui rédigeait Yindex, et celui-ci avait invité Spoor à envoyer les quelques feuilles relatives à Strasbourg, à Osnabrück, où Oit les corrigerait d'après son exemplaire qu'il avait eu soin de rendre conforme à l'extrait lu chaque année à Strasbourg, au 1. Ary. liisl.jjol., III, a"» 138'' et <=. — LXV — Schwöriag probablement. Spoor avait Ijien envoyé les fein'Iles, mais dé- claré que, vu la brièveté du temps, l'ouvrage devant être livré à la foire d'automne (Herbstmess) de Francfort, il serait impossible de réimprimer les feuilles corrigées, après la confection de Xindex. Comme cependant il n'avait pas réalisé son projet, il semblait bien que ce refus était motivé par la crainle des dépenses. Or, dit Ott, on ne saurait croire combien, sous ce rapport, est fausse cl incomplète la première édition, à moins de la com- parer à l'exemplaire corrigé. Pour que l'on ne soupçonnât pas à Strasbourg même et à l'étranger le magistrat de voir avec complaisance celte réim- pression fautive, pour empêcher aussi qu'en justice on ne se fondât sur ces textes tronqués, Ott proposa donc que l'on mît officiellement Spoor en de- meure de faire corriger la nouvelle édition ou d'en retrancher ce qui avait rapport à Strasbourg. La réimpression ne lui causerait aucun dommage, car pour l'amour de la correction {der correciion zu gefallen) bien des gens achèteraient sinon l'exemplaire entier, du moins les feuilles corrigées, dont il faudrait faire un tirage considérable'. Dans les années 1642 et 1643 nous trouvons Wencker en correspon- dance avec son futur gendre Dominique Dietrich. Celui-ci, alors âgé de 23 ans, était à Paris, faisant son tour de France, paraît-il, comme c'était la mode à Strasbourg. C'est vraiment chose curieuse de voir combien était grande l'attraction exercée par la France sur les pays voisins. Nos jeunes patriciens faisaient leurs études au Gymnase et à l'Université de Strasbourg, se rendaient même à celles de l'Allemagne, mais pour eux le complément d'une éducalion soignée semble avoir été un voyage en France pour se perfectionner dans la langue française^, dont ils avaient d'ailleurs déjà reçu une teinture dans leur ville natale. Bons protestants, ils avaient grand soin de rechercher les centres huguenots, aussi allaient-ils de Paris à An- gers, à La Flèche, à Grenoble, là où ils retrouvaient leurs coreligionnai- res. Ils s'occupaient d'études sur V Estât de la France ; il semble que les futurs hommes d'état de Strasbourg eussent à rapporter sous celte forme leur chef-d'œuvre politique, comme les ouvriers avaient à fournir le leur pour passer maîtres ès-professions manuelles. Dietrich paraît s'être rendu à Paris dès la fin de 1642 ou au commence- 1. Arg. hist. poL, III, n"' 148^ et *'. 2. Voir sur l'école française qui existait alors à Strasbourg, le curieux livre intitulé : Parlement nouveau ou Centurie interlinéaire , par Daniel Marti.v, linguiste, à Stras- bourg, aux despens des héritiers de feu Evcrard Zetzner (l""" édition 1637, p. 361. Collec- tion F. Reiber; 2" édition IG60, p. 367, Bibliothèque municipale). B. XV. - (M.) 5^ — LXVI — ment de 1643, car Wencker lui écrivit déjà le 17 février de celte dernière année, et c'est le 13 juin seulement qu'il reçut la réponse de son corres- pondant*. Celui-ci avait tant lardé à répondre parce qu'il attendait l'appa- rition des Vérités françaises qui venaient de quitter la presse dans les huit derniers jours et se vendaient à 2Vî S", et la seconde partie du Minisire d'élat à A U. Comme les troupes lorraines rendaient chaque jour les routes moins sûres, il s'était décidé à confier son envoi à Jean George de Türck- heim que l'on attendait incessamment à Paris, d'où il repartirait à coup sûr avec des marchandises. Dietrich avait transmis à M. Stella les compliments de Wencker et en ren- voyait de la part de celui-ci. Ce même M. Stella lui avait appris assez de « ce qu'il est utile et nécessaire de savoir sur l' Estai de la France » pour qu'il n'eût plus grande envie de connaître ce/i«" de M. Bernegger^, qui est jaloux de voir son travail communiqué à d'autres Strasbourg cois. Il avait reçu avec plaisir la nouvelle du voyage de son cousin Daniel en Italie et il es- pérait hienlôl avoir l'honneur de constater en personne son heureux retour à Strasbourg (?). Puis répondant à une question de Wencker, il déclare qu'en dehors de son Prince et de ses Lettres, M. de Balzac n'avait rien publié qu'un discours sur une tragédie de M. Heinsius intitulée Ilerodes infan- ticida, et le passage en question que Wencker l'avait prié de rechercher n'existait pas, dit-il, au fol. 235 du tome III des lettres, du moins dans les édi- tions qui à ce moment pouvaient se trouver à Paris. Il annonce en termi- nant sa lettre qu'après avoir fait un tour en Normandie, il s'est décidé à quitter Paris et à se rendre sur les bords de la Loire. A cette lettre datée du 30 mai 1643 et écrite en allemand à Jean Wencker, Dietrich ajoute un long posl-scriptum destiné aux dames Wencker, et celte fois, par un raffine- ment de galanterie, il se sert de la langue française, ce qui semble indiquer que ces dames savaient également le français. Nous la donnons tout en- tière, car elle ne manque ni de charme ni d'intérêt, spécialement en ce qu'elle nous révèle le goût pour la musique commun à la fois à Dietrich et aux dames Wencker. Comme nous l'avons dit, c'est le posl-scriptum de sa lettre à W^encker; en voici le texte. a P. S. Monsieur, me sentant infiniment obligé a ma Irès-honorée dame madame votre femme et a mesdemoiselles vos filles, de la bonne souve- 1. Arfj. /liai, po/., III, II« 215. 2. Probablement Jean Gaspard Bernegger, qui fut un des diplomates les plus en vue de la U6piibliqne, et dont nous avons pari/' précôileinmcnt. Il était né on IGI2, donc l'alné de Dietrlcb. — LXVII — nance qu'il leur plaist avoir de leur plus humble valet, je vous supplie aussi humblement de me permettre, s'il vous plaist, rpi'après avoir salué leurs bonnes grâces, je les prie qu'ayant augmenté de la sorte la grandeur de mes obligations, il leur plaise faciliter à leur plus grand debteur par l'honneur de leurs commandements les moyens d'acquitter tant soit peu de ses devoirs. Et en particulier que je représente a mademoiselle ma cou- sine Marie, si cela se pouvait faire par des lettres, l'extrême réjouissance qui s'est engendrée dans mon esprit par la bonne nouvelle de son bien- heureux mariage*, dont les prédictions que je lui en fis avant mon départ ayant si bien rencontré, j'espère que les prières que je fay pour le bon et agréable succès d'iceluy, seront aussi bien exaucées. Touchant l'espinette, il faut confesser que durant mon séjour icy, je n'y ay guères touché, car outre ce qu'il ne se trouve point ici de maistresqui y fassent grand chose, il faut payer par mois 3 ou 4 S" pour une espinette qui presque ne vaut cela en tout. Mais pour les orgues, il y en a icy quasi dans toutes les églises de fort bonnes, mais principalement dans celle des Jésuistes j'ai trouvé quantité de jeux si doux et si bien disposés pour faire des écho et d'autres charmoirs, qu'elles m'ont fait souhaiter mille fois qu'il s'en trouve de pa- reilles à Strasbourg. Mais monsieur, je vous prie d'excuser par votre fa- veur ma hardiesse d'abuser si longtemps de votre patience par mes badi- neries, et m'arrètant ici tout court, je me dis encore une fois ce que je suis toujours, c'est-à-dire, monsieur, votre très humble, très obéissant serviteur D. D.» Un autre correspondant de Wencker est ce Bernegger, dont parlait tantôt Dietrich. En 1646 il avait été envoyé par le magistrat près la reine régente de France; profilant de l'occasion, Wencker le chargea de lui ache- ter des livres, et lui en remit, ce semble, tout un catalogue. Rien de plus intéressant que la lettre datée du 14 avril par laquelle Bernegger rend compte de ses opérations. Répondant à une question de Wencker, Bernegger lui apprend que l'Histoire de France par Scip. Dupleix, en 5 volumes im- primés en 1639 et continuée jusqu'en 1642, coûte reliée au plus juste prix 24 francs. Depuis lors cet auteur a fait imprimer un nouveau volume qu'il a intitulé VHistoire de Louis XIII, où l'on doit avoir fait beaucoup de coupures, surtout dans les passages où il parle du feu cardinal de Ri- chelieu. Mais comme, au point de vue de la chronologie, il va plus loin que l'ouvrage précédent, il ne négligera pas de l'acheter. A ce qu'il apprend, cette année a paru une toute nouvelle Histoire de France dont l'auteur a l. Marie W. avait le 8 mai épousé George Cainehl, [ Ü. D. et secrétaire du üraud Sénat. — LXVIII — nom Mezeroy; celui-ci a écrit en deux volumes l'histoire de tous les rois et reines de France, de Pharamond à Henri II, et il doit à celle heure travailler au troisième; d'aucuns restimcnt fort, mais les libraires le ven- dent très cher, à savoir 50 francs, pai-ce qu'il s'y trouve beaucoup de gra- vures sur cuivre. La Chronique de Monstrelet se vend au plus juste 25 fr. et on ne la trouve plus que reliée. L'Hisloria Gramontii a coûté 6 fr.; du petit livre intitulé Erreurs de J. de Serres il ne s'est plus trouvé qu'un exemplaire broché au prix de 16 sous. Les Mémoires sur l'origine des Maisons et Duchés de Lorraine et Bar se vendent 4- couronnes; l'auteur les a fait imprimer à ses frais, mais il ne veut pas encore donner les deux autres parties. Étant donné ce prix, Bernegger en a encore acheté assez bon marché un exemplaire à Metz. U Histoire de France d'ANDRÉ du Ciiesne en A tomes est cotée 40 francs par les libraires, son Histoire des Papes 1 fr. et YHistoire d'Angleterre 8 fr. Les Antiquilés de la Gaule Belgique ne se trouvent plus; elles se payaient 50 fr. L'Histoire de Bretagne d'AR- GENTRÉ in-fol. sur grand papier coûte 15 fr. MM. de Sainte-Marthe pu- blient une nouvelle édition considérablement augmentée de leur Historia Genealogica ; Bernegger espère que Wencker voudra bien patienter jus- qu'à rai)parilion de cette nouvelle édition. Quant au Discours de M. deNe- vers dédié au Pape, personne n'en sait rien; mais on lui a signalé un livre intitulé Discours des droits appartenant à la maison delSevers et imprimé en 1581, parmi lesquels pourrait bien se trouver celui-ci. Des autres livres, inscrits sur la liste à lui remise, beaucoup ne se trouvent plus, mais ce qui se rencontre encore et les nouvelles publications, Bernegger promet de les acheter, aussi bien que tout ce qu'il jugera pouvoir convenir à Wencker, comme par exemple l'Histoire généalogique de la maisofi d'Au- vergne et de Turenne par M. Justel qu'on vante beaucoup. Les Annales d'Aragon par Cunta en 7 vol. sont cotées 40 couronnes. Le cinquième tome de l'Histoire de Henri IV par Peleus n'est pas encore imprimé, non plus que le deuxième et le troisième de la Légende de l'abbé de Clii- gny;\e premier volume de celte dernière se vend à 2 pistoles et demie. Pour le reste, on lui assure, dit Berneggei", que l'Histoire d'Aubigné n'a jamais été brûlée nulle part, mais il s'en informera encore autre part. Le M. de Saint-Germain qui a répondu à la Amico-critica Monitio avec une impertinence qui dépasse toute mesure, désigne dans son Français fidelle par le Bog morveux, Charles X que les ligueurs (ceux qui firent battre des testons au Roy) avaient proclamé roi sous Henri IV. Le Catholique anglais est offert à .SO sois, mais le seul libraire qui croit en avoir encore un exemplaire, ne l'a pas encore trouvé. Quant à ce que signifie proprement — LXIX — le mol duppe, j'ai consullé, dil-il, déjà liicn des gens, nolammeiil trois maîlres de langues; l'un, qui fait poui lant grand cas de lui et à fouiller les histoires pour voir si à d'autres époques il y avait eu d'aussi affreuses ca- lamités dans ce fertile pays. Nous verrons plus tard lorsqu'il s'agira de constater autant que possible les sources auxquelles il a puisé, qu'il avait consulté une Ibule d'ouvrages de tout genre, chroniques et autres, et il est assez probable, vu l'absence d'une bibHolhèque publique bien fournie, qu'il les avait achetés. L'archiviste Jacques II W., le petit- fils de Jean, nous a laissé dans un manuscrit intitulé Res alsaticae et argentoratenses^, avec le 1. Arcli. inun., voJ. iii-fül. relié en purclieuiiu. — LXXI — sous-titre: Scriptores eœ qmhtis res alsalicae illnslrari posmnl, l'énumé- ralion d'une série d'ouvrages et de manuscrits qu'il dut sans doute trouver en grand nombre dans la riche bibliollièque de son aïeul; mais ce ne sont là que des suppositions. Une lettre du pasteur de Bischheim près Strasbourg, Israel Murschel, nous laisse entrevoir quelque chose des rapports que Wencker entrete- nait avec les savants strasbourgeois. Murschel lui écrit le 5 janvier 1657 pour lui transmettre les compli- ments de Dorsch' avec quelques questions posées par celui-ci au sujet de V Histoire des évcques de Strasbourg de Wimpheling et de Guillimainn*. Dorsch avait emprunté de W. une Histoire de France en cours de publi- cation, et il attendait que la suite lui parvînt pour continuer ses travaux. Mêlant le plaisant au sévère, Dorsch continuait : Pour ce qui me con- cerne, je me porte passablement. Vous me demandez comment je passe mes nuits de veuvage. Je dors tranquillement et n'ai pas envie de changer de condition. Murschel transmet consciencieusement ce passage à W. et le caustique vieillard écrit en marge : Il n'est pas resté longtemps fidèle à cette résolution; s'est remarié la même année^ Murschel lui parle ensuite de son Mïmsterbuchel\ qui n'avance pas, bien qu'il ait trouvé un bon graveur d'Augsbourg. Sans cesse il reçoit de nou- veaux matériaux, tant du Frauenhaus que d'autre part, et il se promet d'en raconter des merveilles à Wencker. Son seul désir serait d'obtenir la permission de visiter les archives qui se trouvent à côté du logement du receveur, afin que rien ne puisse lui échapper. Il propose ensuite à Wencker comme une fort belle chose, de placer à la pointe de la cathédrale un soleil doré au feu, de même qu'il y a une lune au bas de fédifice; non seulement ce soleil jetterait un vif éclat, mais il tournerait encore à tous les vents. La personne qui serait disposée à 1. Voir la Chronique de Wencker, n" 3231 sqq. 2. 1. Was ist in W. u. G. falsch. — 2. Was memorabel und ausgelassen, sonderlich die ^iXQii wA A&x ^i^Al , m piincto praetensae jiirisdiclionis , und herrenhändel, deren ein gutes Vorrat vorhanden ? 3. Mich belangend tnetUocri utor valetudine. Qui viduas noctcs agam qvceris ? Ich Hg und schlalTe gantz mit friden, ps. 4. q. Non est horizon hujus loci ita dispositus ut hactenus co?isilia ohsignandi corporis deposiœrim. hique meo leclo nolo Vldere DUÄS. Halt nitt lang färb gehalten. Eodem geheurath, dit Wencker. 4. Des Miinsterbüchels befoi-derimg ist nunmehr innerhalb Jahresfrist nicht gesucht noch begert worden, unangesehen ich von Augspurg aus ein ansehnlichen Kupferstecher an die hand geben. — LXXII — faire les frais de cette girouette lui a été signalée récemment par le sieur Franckenberger. {Wenclic?' écrit en marge: Daniel Steinbocke) Mais il comptait l'entretenir de vive voix de cela et d'autre chose. — Et en marge Wencker qui avait bonne mémoire, écrit : Voici un an qu'il n'a pas mis les pieds chez moi : ht in einem Jolir nitt zu mir komen. Nous le trouvons également en échange de livres et d'écrits avec le D"" Jean Frédéric Schmidt qui lui adresse en 1635 ses observations manus- crites sur le traité de Prague-, Wencker les lui renvoya au bout de quel- ques jours, mais les copia alors ou plus tard de sa propre main. Parmi ses protégés nous trouvons Jean Frédéric de Draxdorff, un futur stettmeister de Slrasbouri>-, qui lui écrit au sujet d'une citation pour crime, criminal cilalion, que l'université voulait faire alïicher^; Jean Otto Tabor, depuis 1634 professeur de droit à Strasbourg, qui en 1656 dut quitter celle ville par suite de difficultés dont le crédit de Wencker ne put le préserver*; — Jean Kiimeck^ qui paraît avoir accompagné Marc Otto à Osnabrück et auquel il obtint la faveur d'être promu docteur in abseniia, faveur qui lui avait été refusée sept ans auparavant. Dix ans plus tard il semble avoir obtenu la même faveur pour un cousin de son vieil ami le D''Rebhan, le juriste Jean André Frommann, un ancien élève du gymnase. Celui-ci avait été admis l'année précédente au doctorat par le collège juridique; mais comme il devait quitter Strasbourg, il de- manda, le 12 mars, la faveur d'être promu in abseniia^ Le 20 août 1656 il était à Angers où il avait accompagné le comte palatin de Birckenfeld, avec lequel il resta en France jusqu'en 1658, et qui devait ensuite aller en Suède. A ce moment Frommann, redevenu libre, désirait entrer comme professeur à l'université de Strasbourg^ D'Angers il avait dès le 20/30 août 1656 adressé à Wencker une lettre où il lui exprimait sa vive gratitude pour toute la bienveillance que celui-ci lui avait témoignée avant son départ, et lui envoyait un écrit que l'évêque de cette ville venait de publier, écrit qui laissait entrevoir, dit-il, ce qui à cette heure pour- rait facilement se produire en France dans les affaires de religion: Was 1. Voir sur Daniel Steinbock, un marcliand de vin strasbourgeois, les notes de M. Reuss, dans Reisseisse.v, Memorial, p. 1 io et H., Chronick, p. 31, note 2. 2. Arg. hist.pol., III, n» 101''. 3. Ibid., n» 211. 4. lôid., n« 217. 5. Ibid., n" 210. 6. .irg. hist.pol, III, n» lOQ"*. 7. Ibid., n" 199"=. — LXXIII — etwan jetziger Zeit in Frankreich sich in Religionssachen leicht anspinnen könnteK Voici, à peu de chose près, tout ce que la correspondance de AVencker contient d'intéressant; après avoir ainsi étudié sur le vif le chroniqueur, il nous reste à examiner son œuvre et nous passons à la Chronique. n. LA CHRONIQUE. Les anciens hisloriens strasbourgeois font le plus grand cas de la chro- nique de AVencker. Déjà Bernegger dans sa Descriplio Parliculae vante son travail sur le gouvernement de Slrasbourg^ Friese {Vat, Gesch. ,\\, 2) déclare qu'elle peut servir de pierre de touche pour toutes les autres : Diese ist vjegen ihrer Gründlichkeit gleichsam der Probestein der andern. Herrmann s'exprime en ces termes : «Jean Wencker, Amraeister de la ville de Strasbourg, Chronick von Strassburg, en 3 vol. in-folio. Le rédacteur y mentionne, outre ce qui est arrivé à Strasbourg, les principaux événements qui se sont passés dans d'autres états. Il commence sa chronique à l'année 1300 et la continue jusqu'en 1659. Son fils cadet Jacques Wencker, aussi ammeister, l'a continuée jusqu'en 1709. Ces deux magistrats, littérateurs très instruits et judicieux, ayant tout accès aux archives de la ville, méritent toute confiance, et l'on peut se fier à tout ce qu'ils rapportent.» — Notices historiques, tome II, Pré- face, p. XVII. Strubel n'est pas moins élogieux: Noch mehr Verdienst für die Landes- geschichte hat die Chronik, welche Johann Wencker, der Regimentsherr und späterhin Ammeister, in der schweren Zeit des dreissigj ährigen Krieges auszuarbeiten begann, und nach der Reihe der Jahre von iSOO bis i659 fortführte. — Vaterland. Gesch., V, p. 212. 1. Arg. hist.poL, III, n» [d9<^. 2. P. 59 : « Es mag gleichwol aber weder in obangezogenen noch in andern auctoribus, als ß. Herzogen, Jacobo Königshoffen und andern dergleichen Scribenten mehr, von dem rechten Uralten und jetzigem Regiment der Statt Strassburg warhafften zustand gelesen und gefunden werden, was der Woledle und Hochiveise Herr Johamies Wencker gewe- sener alter Ammeister und Scholarcha in unterschiedenen Maniiscriptis über allemassen ordentlich und sehr fleissig zusammen getragen. » — Descriptio particulae. — LXXIV — RôHRiCH {lîeform. I, 6) déclare que Wencker se dislingue par sa con- naissance parfaite des archives de la ville et l'usage qu'il en fait : Zeichnet sich der Ammeister Johannes Wencker durch seine genaue Kennlniss und Benutzung der Schätze des Stadtarchivs aus. Malheureusemenl tous ces écrivains s'en tiennent à ces généralités, et ici encore c'est M. Hegel qui nous fournit le plus de renseignements sur cette chronique si importante. 11 nous en a conservé le titre exact que nous avons reproduit en tête de notre publication, et nous donne une analyse de l'ouvrage. C'est, dit-il, un travail considérable, d'une valeur réelle pour son temps, parce que l'auteur a recouru aux sources et aux archives; pour l'histoire des temps postérieurs, elle gagne en importance par le fai-t que les deux auteurs racontent comme témoins contemporains des faits que leur position officielle leur permettait de connaître à fond'.» Nous avons tout d'abord à examiner quels sont les auteurs dont parle M. Hegel. L'auteur n est hors de doute que la partie la plus considérable de la Chronique ^^}^ fut écrite par Jean I Wencker. Dans sa préface datée du 3 décembre 1637, il déclarait que l'affi-euse cherté et la famine qui régnèrent durant les années 1636 et 1637, l'avaient porté à rechercher dans les vieux auteurs si à d'autres époques également la guerre et les mauvaises récoltes avaient causé dans ce pays si fertile des disettes semblables. Ces recherches lui avaient inspiré le désir d'en savoir plus long au sujet de l'histoire de l'an- cien Strasbourg, et de rassembler ce qu'il aurait trouvé, pour en faire non pas une belle histoire ou une chronique en forme, mais de simples annales l L'œuvre de Jean Wencker s'arrêtait à l'année de sa mort, 1659, et rem- plissait les deux premiers volumes et la moitié du troisième. Bien qu'elle ait été continuée jusqu'en 1709, elle resta toujours pour la famille Wencker Vœiivre de l'ancêtre, et il y a quelque chose de touchant dans la vénération, avec laquelle en parle le petit-fils de l'auteur, l'archi- 1. Chronicken, etc., 8. Bd., S. 71. 2. Johann Wencker. . . . giebt in der Vorrede. ... als Veranlassung seiner Arbeit au, dass er «bei grausamer Theurung und erbärmlicher Hungersnoth 1636 und 1637 in allen Autoren zu forschen angefangen, ob auch zu andern Zeiten in diesem fruchtbaren Lande dergleichen Mangel in Kriegs- und Misswachszeiten sich befunden, dabei sei die Begierde in ihm entstanden mehr von der Stadt Strassburg alten Wesen zu erfahren und etwas davon zusammenzutragen, nicht als eine zierliche Historie oder förmliche Chronik, son- dern als ein schlichtes Zeit- und Jahresverzeichniss. » — ibid. — LXXV — viste Jacques II dans une série de passages que nous reproduisons en note*. La Chronique toutefois eut encore un second auteur, qui d'une part fit au texte primitif une série d'additions plus ou moins importantes, de l'autre le continua jusqu'à l'année 1709. Ce continuateur, d'après M. Flegel', ne serait autre que le petit-fils de Jean I^', l'archiviste Jacques II. Il est profondément regrettable que la destruction du manuscrit original ne permette plus l'examen des écritures, ce qui eût permis facilement de vérifier ce point. A défaut de cela, il nous reste le témoignage de M. L. ScHNÉEGANS, qui est ici en contradiction formelle avec le savant éditeur de Kœnigshofen. Cependant nul mieux que M. Schnéegans n'était en situation de déter- miner le nom du continuateur: l'écriture de Jacques I^f lui était connue aussi bien que celle de Jacques II; or, toujours en relevant les additions qui se trouvent tout au long de la chronique de Jean, il les attribue au ßs Wencker, c'est-à-dire à Jacques ¥^. (Voir les n^s 2796, 2842, 2967.) Pour M. Rœhrich également, à partir de l'année 1659, la chronique est purement et simplement celle de Vammeister Wencker. Au reste, nous avons en plus le témoignage même du chroniqueur : après avoir dans le texte raconté l'histoire de la dernière chanoinesse protes- tante de Saint-Élienne, Henriette de Vitzthum, il a ajouté une note marginale 1. 'I Haud pauca etiam sunt quae debebam beati avi mei Johannis Wenckeri, Reip. Ar- gentinensis consulis quondam merentissimi, Ghrooico Argent, mslo. de cujus viri memoria colenda, si soliicitus fui provocando ad illius scripta, nemo mihi id vitio jure vertet.« — [Collectanea juris publici. Prae/atio.) «Addi possunt celebriora plura nobilium personarum (nomina) . . . quos hue apponere . . . vel ex ipsis literis (reversalibus) , vel e Chronico Argentinensi msc. viri consularis et de patria bene meriti Joliannis Wenckeri, avi mei, ante 30 annos béate defuncti, nemini forsan grave erit. » — Ibid., p. 16. «Soviel ich davon beflnde, hat Jungherr Johannes von Liechtenberg a°. 1393 sein Burgerrecht, so damalen zu Eud gegangen, wieder von neuem empfangen, und auf zehen jähr gesworen. Chron. Argent, msc. B. avi mei. » — {Collectanea juris publici, S. 211.) «Womit auch das in der dissertation de Phalburgeris g 40 angeführte Zeugniss e Chro- nico Argentinensi msto. B. avi mei übereinkommen.» — [Conti7iuation des Berichts von den Aussburgern , S. 51.) «Herum et similium monumenlorum fundamentis . . . nituntur etiam verba beati. Dni. consulis Johannis Wenckeri, quas in Apparatu archivario, obs. 3, p. 61 adduximus. . .« — (Collect. Archiv, et Cancell. jura , 1715. — Gfr. n» 2791.) 2. In gleicher Weise hat dann sein Enkel Jacob Wencker . . . das Werk in der letzten Hälfte des dritten Bandes noch bis zum Jahr 1709 fortgesetzt. — Op. cit., S. 71. — LXXVI — OÙ il dit «(jtie celle aflaice a causé beaucoup d'ennuis à l'auleur de celte chronique». — Sie hat dem mdhor dieser Chronik viel mühe causirt. (n"3219.) Or, en admettant même que cette note ne soit pas de Jacques I«^"", il n'en est pas moins vrai qu'il s'airit de l'année 1(3*.>8. Il ne peut donc être question de Jean muri en 11)50, ni de Jacques II qui était alors depuis trois ans à peine sous-régislrateur aux archives de la ville, mais de Jacques I"^"" alors à l'apogée de sa carrière ftolitique. Il avait été ammeister en 1682, 1688 et en 1694-, il allait le redevenir en 1700; dans l'inter- valle, il restait dans les conseils de la République et prenait part à la direction des affaires; de plus il était administrateur de l'abbaye de Saint-Élienne. Or, celle histoire de la chanoinesse était une question de la plus haute gravité, (jui donna au Roi l'occasion de reprendre l'abbaye de Saint-Elieinie. Il y avait bien là de quoi causer des soucis aux Pères de la patrie. Autre indice: la continuation de la Chronique s'arrête en 1709, c'est-à- dire six ans avant la mort de Jacques I''^", tandis que Jacques II l'archiviste vécut jusqu'en 1743 et n'était entré dans la vie politique qu'en 1734. Il semble que s'il eût entrepris de continuer la Chronique, il aurait poussé plus loin que 1 709, au moins jusque vers 1 730 ou 1 740. Mais absorbé par des études plus relevées, il n'eut sans doute ni le loisir, ni peut-être l'envie de se vouer au rôle d'annaliste. Il n'est pas impossible d'ailleurs qu'il ait, comme son père, ajouté quelques annotations au texte déjà établi, mais en tout cas le silence gardé à ce sujet par Rgehrich et Schnéegans indique suffisamment que ses additions n'avaient guère d'importance. Tout semble donc se réunir pour prouver que les auteurs de la Chronique sont Jean Wencker et son fds Jacques P'\ et c'est à bon droit que le portrait de ce dernier, gravé de son vivant par Seupel, et dont la reproduction figure en tête de cette notice, le représente la main gauche posée sur la Chronique, à laquelle est attaché le nom de son père et le sien. Texte Ainsi que nous l'apprend le titre, l'œuvre de Wencker se composait de ^^ deux parties distinctes: la première, intitulée Summarische Chronik, for- la Cliromque. ^^gj^^ jj^ j^j ij£(jj,Li^ l'introduction et traitait de ïorirjine de la ville et de l'église de Strasbourg, des Collégiales et des Couvents, de la constitution de la ville, de Yhistoire de l'empire et d'autres pays. Première Cette partie, dont M. Schnéegans nous a conservé des fragments assez partie: considérables, est ou plutôt était un travail sérieux dont on ne saurait mé- Summarisc/ie Chronik. i. Op. cit., S. 71. — LXXVII — connaître la valeur; l'auteur y révèle des connaissances étendues et fait preuve d'un esprit judicieux et critique dans l'emploi des matériaux que lui fournissent les archives de sa ville natale. Il utilise également les an- Sources, ciennes chroniques strasbourgeoises, notamment Kœnigshofen, dont il pa- raît avoir employé les manuscrits allemands et la chronique latine, déposée aux archives en 1G35, enfin Herlzoïj, qu'il cite à diverses reprises. Il a ex- ploité également la chi'onique de Speckle, donnée en 1615 aux archives de la ville par Osée Schadens, et il doit même y avoir fait des annotations, conservées, d'après Rœhrich, aux archives de Saint-Thomas. Nous avons re- trouvé et signalé dans son travail de nombreux passages analogues à ceux de Speckle, et quelques-uns qui paraissent littéralement copiés, mais c'est le plus petit nombre. Enfin une de ses sources favorites est la Chronica spirensis de Lehmann, à côté de laquelle il cite encore une Chronique d'Augshourg {n° 2901), une Chronique de Baie (n'^ SO^S), Goldschmid (no 2934), Stettler (n» 2958) etc. Dans la première partie de son œuvre se rencontrent des citations de Guillimann, Coccius, Goldast, Bodinus, Limnaeus, de Thou (Thuanus), Leander Albertus, dont il discute, rectifie, accepte ou rejette les assertions. Ici ce n'est plus de la chronique à la façon de Kœnigshofen, c'est une sé- rieuse étude historique, écrite comme on écrivait alors et alourdie par un appareil de pédantisme scientifique qui en rend la lecture peu attrayante. Pour donner au lecteur une vue d'ensemble de ce travail, nous avons reconstitué autant que possible le plan de la première partie dans le ta- bleau suivant. On sait qu'au rapport de M. Hegel il traitait de l'origine de la ville et de l'évéché de Strasbourg , des collégiales et des couvents, de la constitution de la ville, de Vhistoire de l'empire et d'autres pays. Livre L — Chap. P'. Du gouvernement de Strasbourg. ( Vom Regiment von Sirassburg, n° 2761.) Livre VII. Chap. XX. De l'avouerie de Strasbourg. ( Vogtey Strassburg, no 2764.) Livre VIII Chap. IL De l'étal de Strasbourg à cette époque. (Von dem Zustand der Stadt Strassburg selbiger Zeit, n» 2772.) — LXXVIII — Chap. IIL Des Bourgmestres de Strasbourg. (Von den Bür- germeistern zu Strasshurg, dP ^115.) Chap. IV. Des Maîtres du Conseil à Strasbourg. {Von den Meistern des Baths zu Strasshurg, n« 2778.) Chapitre VIII. Strasbourg sous les empereurs saxons. {Strass- hurg unter den sächsischen Kaysern, n° 2790.) Chap. XI De l'état de la ville de Strasbourg au temps de ces empereurs. ( Vo7n Zustand der Stadt Strasshurg bey dieser Kayser Zeit, n» 2791.) Puis nous trouvons sans indication du Livre, un Chap. VIII intitulé Von Stadt gehauen — Des bâtiments de la ville, n« 2792 — évidemment une réminiscence de Kœnigshofen, qui a d'ailleurs passé dans la plupart des vieilles chroniques. On voit que de cette œuvre si considérable il nous reste fort peu de chose , et c'est à M. L. Schnéegans que nous en devons la conservation. Deuxième La deuxième partie formait ce que Wencker appelle Zeitregister, qu'on partie: pourrait traduire par Annales. Commençant à l'année 1300, elle allait jus- Zeitregister ^^,^ 1650, date de la mort de l'auteur. Nous avons déjà vu qu'elle fut con- tinuée jusqu'en 1709. Celle partie, qui ressemblait davantage aux chro- ni(|ues ordinaires quant à la forme et au fond, n'avait plus le caractère scientifique de la première, mais était d'une incomparable valeur pour l'histoire du dix-septième siècle, que les deux chroniqueurs avaient vu tout entier. Elle renfermait, et il nous en reste quelques-unes, des copies d'une foule de pièces tirées des archives de la ville, les Schworhriefe , divers traités de paix, des listes des membres des conseils et du magistrat co- piées sur les originaux, etc. Tout cela remplissait, comme nous l'avons dit plus haut, trois volumes in-folio. Le premier était divisé en deux parties, dont chacune semble avoir eu une pagination spéciale, et il s'arrêtait à l'année 1399. Le deuxième volume paraît avoir embrassé tout le quinzième siècle dans sa première partie, et le seizième dans la seconde. Par une singula- rité inexplicable, l'histoire du seizième siècle était encore une fois traitée ou An7iiiles. — LXXIX — dans le troisième volume. Etait-ce une simple transcription ou bien un travail nouveau et plus étendu? C'est ce que la destruction du manuscrit ne permet plus de vérifier. Suivait l'histoire du dix-septième siècle jusqu'à la mort de Jean en 1659, et la continuation par son fils jusqu'en 1709, avec une pagination nouvelle. La Summarische Chronik, nous l'avons vu, était divisée en parties, livres et chapitres; il ne semble pas que les mêmes divisions et subdivisions aient existé dans les Annales, où nous trouvons seulement dans les citations les volumes divisés en deux parties. En publiant les maigres débris delà Chronique ûe Wencker, nous avons dû nous écarter de la méthode que nous avions adoptée pour les frag- ments de Büheler. Nous avons donné tels quels les extraits de la première partie conservés par M. Schnéegans, et qui permettent déjuger plus ou moins de l'œuvre originale de Wencker. Sous la rubrique « Von Gehauen und Kirchen^ nons avons groupé une série de fragments qui semblaient devoir être réu- nis sous ce titre. Enfin, à partir de 1300 nous avons rangé d'après l'ordre chronologique les passages divers que nous ont conservés principalement iSc/mee^a7i5, Silber- mann, Fliese, Strobel, Röhrich, Cunitz et Bussierre. Lorsque ceux-ci ne donnaient pas le texte original, nous avons adopté, comme pour Trausch, la forme de Régestes, indiquant du moins les faits mentionnés par la chro- nique. C'était le seul moyen de reconstituer quelque peu les grandes lignes de l'œuvre primitive. Ce procédé a dû être spécialement employé pour la guerre de Charles le Téméraire, la Réforme et la guerre de Trente ans. Il permet de constater que Wencker avait donné à l'histoire de la guerre de Bourgogne bien moins de développement que Trausch, 5 folios au plus contre 39. Il en est de même pour Vhistoire de In Réforme, où il consacre 22 folios à la période de 1517 à 1530, qui en remplissait 79 chez Trausch et 56 chez Specklin. Pour ce qui est de l'orthographe, nous avons suivi les mêmes principes que dans la publication de la chronique de Büheler, réduisant au néces- saire l'emploi des majuscules et éliminant les lettres inutiles. Nous avons cherché également à écrire d'une manière uniforme les mêmes mots, toutes les fois qu'ils reparaissent, mais sans y réussir absolument, vu l'extrême diversité qui se rencontrait sous ce rapport dans les divers fragments ras- semblés de toute part qui forment le texte de notre chronique. Le lecteur voudra bien, en faveur de l'intérêt du fond, passer sur ces défauts de la forme et excuser aussi quelques fautes d'inadvertance faciles à rectifier. IGI8--1G75 — LXXX — m. LES ENFANTS DE JEAN WENGKER. Jean Wencker fit donner à ses fils une éducation fort soignée, comme le comportaient sa fortune et sa position. Wencker L'aîné Daniel (né en 1618) visita successivement la France et l'Italie. En Daniel 1" 1042, Bernegger, alors secrétaire du Sénat, délégué auprès du Roi de France avec Rœder de Diersperg et Bœcklin de Bœcklinsau, trouva le jeune Wencker à Paris et en donna des nouvelles à son père par une lettre datée de Lyon, 16 février 164-2', «J'ai, dit-il, rencontré dernièrement M. voire fils à Paris en bonne santé et bien disposé de demeurer encore quel(]ue temps en France pour se perfectionner en la langue française, laquelle, pour en dire mon jugement sans flatterie, il ne parle point avec tant d'assurance que fait le fils deM. l'AmmeisterBrackenhoffer, ce qui m'a fait approuver sa résolution ...» Du reste, Bernegger en était fort con- tent : «J'ai remarqué, continue-t-il, qu'il est bien versé dans la plupart des bons autheurs français, et qu'il a une curiosité fort louable de s'informer de toutes choses remarquables, qui doit être le vrai but des voyages. Je ne me scaurais assez louer de la promptitude que lui et le fils deM. l'Am- meister Brackenhoffer ont témoigné en tout ce que j'ay eu besoin de leur assistance.» Il paraît cependant que le séjour de Daniel à Paris touchait à sa fin, car Bernegger, qui avec ses collègues dut courir après la cour de France jusqu'à Narbonne et à Béziers, l'avait rencontré de nouveau à Lyon. «Il se trouve à présent en cette ville et vous mandera sans doute le sujet qui l'y a porté», dit-il à la fin de cette même lettre du 10 février. Si Daniel Wencker fil connaître à son père les motifs de cette pointe sur Lyon qui semble n'avoir pas été prévue dans le plan de son voyage, il n'en est resté aucune trace dans les papiers de la famille. Nous perdons de vue le voyageur jusqu'au 2 avril 1643, où nous le rencontrons à Padoue, et la lettre qui lui est adressée, est recommandée au soin du Bedeau de la nation allemande; nous ne nous croyons pas cependant autorisé à en conclure que D. Wencker ait étudié le droit à l'université de cette ville. Il s'agit d'ailleurs dans cette lettre d'une (juestion parfaitement étrangère au Digeste: on lui demandé, pour un individu qui voudrait s'en procurer par achat ou [)ar échange, le prix d'une tulipe double. 1. Cette lettre arriva à Strasbourg-, le 4 mars, à l'adresse de M. Wencker, du conseil se- cret des Xlll de la ville. — Arg. hisl. pol., n° 1 18 G. — LXXXI — Nous ignorons la durée du séjour de Daniel en Italie, séjour que nous avons vu mentionner par Dominique Dietrich dans sa lettre de 1643. L'année suivante il fut question pour lui un instant d'accompagner son père à Osnabrück. Le reste de son histoire ne rentrant pas dans le cadre de ce travail, nous nous bornons à quelques indications. En 16-46 il épousa, le 16 juin, Marie-Madeleine König, fille d'André König, de la Chambre des XIll, qu'il perdit le 5 décembre 1667 après de longues années de maladie'. En 1649 il devint échevin, puis Oberherr de la Tribu des Fribourgeois, qui l'envoya au sénat le 21 avril 1655; l'année suivante il entra au Conseil des XXI et devint membre du tribunal matrimonial, administrateur de Saint-Guillaume. En 1657 il entra au Conseil des XV, et le 4 juin 1662 il passa à celui des XIIL En 1668 nous le trouvons OberkirchenpjUrjer à Saint-Pierre-le-Jeune et P/leger der Sammlung zum Offenburg, en rem- placement du membre du Conseil des XIII, S. Kniebs, dont il épousa en secondes noces la fdle Salomé. En 1673 — 74 nous le trouvons parmi les administrateurs, Landpßeger, du bailliage de Marlenheim, Oberzeugherr, Obercanzlegherr. Enfin, le 2 janvier 1673, il fut élu ammeister, et c'est sous son adminis- tration que se produisit l'émeute provoquée par la destruction du pont du Rhin imposée à la ville par Louis XIV. Il se vit menacé par les révoltés et forcé de se barricader dans sa maison^ Il mourut le 26 janvier 1675 à l'âge de 57 ans et sa branche s'éteignit avec lu il Les élèves du Collegium Wilhelmitanum dont il était administrateur, prœfedus, célébrèrent sa mémoire dans une pièce de 75 hexamètres latins*, où ils lui décernent le titre de père et de soutien de la patrie, et proclament sa mort un malheur irréparable. Jean II Wencker, le second des fils du chroniqueur, naquit en 1630. Il Wencker épousa en 1655 la fille de Jean-Jacques Kugler, des XIII; devint échevin ^^^^ '^ 1C30— IfiGC I. Reisseissen, op. cil., p. 75. "2. Voir les détails dans KENTzrxcEii, documents , I, p. 339 sqq. 3. Reisseissen, op. cit., p. 106, 10 i. — Berxeguer, Descriptio particit/œ, ]). (10. 4. Monumentiun pietalis (fiod liojiori et menioriœ viri marjuifici , noliilis.siini. pru- dentissimi cl merilis in patriam inclijti, JJn. Danielis Wenckeri, Reipuhlicae Argenlora- tensis consuluris amplissimi) Coll. Xlll oir. assessoiis gravixsimi el Collegii Wilhelmi- tani Prœposili optimi vere Patris consecrant Collegii Wilhelmilani alumni. — Argentorati, Spoor, ia-fol. i pages. B. XV. — (M.) ■ e. — LXXXII en 1659, directeur, IIP'', du Pfennigthurm en 1660, et mourut le 28 août 1666^ Sa veuve se remaria un an plus tard avec son beau-frère Dominique Dietrich, et ses deux filles épousèrent l'une JNicolas Giinlzer, qui fut syndic royal en 1681, l'autre Nicolas Kempfer, cousin de ce dernier et syndic de la noblesse de la Basse-Alsace. Elles demeurèrent protestantes, bien que leurs maris eussent embrassé la religion catholique. 1G33— 1715 Wencker Jaccpies 1*^'' Wencker, le troisième fils de Jean ^'', était né en 1633. Il Jacques!" p^qi-gît avoir étudié le droit à Strasbourg, car le 7 février 1657 Jean OUo Tabor lui adresse dans cette ville une lettre où il l'a|)pelle étudiant en droit; Dem edlen und Rechtsgelerten Herren Jacobo Wenckern dem Jüngern, beyder Rechten candidalo^. Le 19 juillet 1058 il quilta Strasbourg pour aller, suivant l'usage, passer quelque temps on France, notamment à Grenoble, comme le dit formelle- ment son beau -frère Reisseissen. 11 paraît s'y être rendu par Bâle et Lyon; en 1659 nous le trouvons à Saumur et à La Flèche. Durant ce temps il resta en relations suivies avec ses amis de Strasbourg et les tint au courant de ses pérégrinations^ Par quelques-unes de leurs lettres qui nous ont été conservées, nous apprenons qu'il fit de rapides progrès dans la langue française, et l'on admire l'élégance de son style. Elles nous ré- vèlent aussi ce souci des choses de France qui s'est déjà rencontré chez les correspondants du vieux Wencker. Jacques Schaller est curieux d'ap- prendre où en est la controverse des jansénistes, et en quels termes ceux-ci sont avec les réformés. Il demande à Wencker si à Saumur vivent encore Louis Gappel (Capellus), Amyraut (Amyraldns) , De la Place {PlacaeusY, et quels sont les plus célèbres écrivains réformés, car, dit-il, rarement leurs écrits arrivent jus(ju'à nous, surtout quand ils sont publiés en fran- çais. En même temps il donne à Wencker des nouvelles de divers amis communs, notamment de Bebel, revenu de Wittenberg, et qui, après avoir passé son examen de docteur, songeait à se rendre en France. 11 n'en fut rien pour le moment; car lui aussi écrivit à Jacques Wencker une 1. Soi) boau-frère Reisseisseu lui consacra un Carmen; il en avait déjà fall autant pour un des eufants de Jean, mort peu avant lui. — Gfr. Thrcnodiœ super lucluoso et prœma- turo obitu viri nob. et ampl. D. Joh. Wencke?-i/ — Argent., Welper, I6G8. 2. Arg. hist. poL, 111, n" 217. — Nous ignorons pourquoi il le qualilie de J. W. jeune, dem jünger h; il était alors, à notre su du moins, le seul de ce nom. 3. Arg. last, pot., III, n» 207. 4. Gfr. Haau, Lu France protestante. — LiCHTENnEROEn, Encyclopédie des sciences religieuses. — LXXXIII — première fois pour lui exprimer ses sentiments de condoléance à l'occa- sion de la mort de l'ammcister Jean, qui venait d'arriver en l'absence du jeune homme, le 16 octobre 1059. H lui donne ensuite sur sa propre personne quelques détails assez piquants. Depuis son retour à Strasbourg il avait eu de la peine à se faire aux mœurs de cette ville : pour un étu- diant en théologie, dit-il, on lui trouvait le costume trop soii;né, les che- veux trop longs, bref, on relevait mille vétilles dans toute sa manière d'être; il ne voyait guère de chances à trouver une position et avait songé à repartir pour Wittenberg. Sa mère et Schaller l'avaient retenu, et c'est à l'intervention du défunt ammeister qu'il avait dû d'être chargé de donner le mardi de chaque semaine le sermon du soir, et plus lard d'être admis à prêcher, à son tour, le sermon du dimanche pour lequel les pasteurs alternaient, bien que, dit-il, je porte encore le costume ordinaire des étudiants. Grâce sans doute aussi à celle puissante protection, il obtint des facultés de théologie et de philosophie la permission de faire des cours sur ces deux matières. Lui aussi, d'ailleurs, s'intéresse aux théolo- giens français. Puisque tu es à Saumur, écrit-il à Wencker, informe-toi, je te prie, des théologiens qui se trouvent à celle académie; si Moïse Amyraut (Amyraldus), Louis Gappel (Capellus), Paul Teslard(w5), Jean Daillée {Dalleus) sont encore en vie. Dure-t-elle encore cette controverse qui s'était élevée entre eux et les autres calvinistes? Quels livres onl-ils écrits sur celle matière, spécialement sur la grâce? Puis, si tes occupations le le permettent, informe-toi de ce que font en France les jansénistes, ces nouveaux schismatiques qui viennent de surgir parmi les papistes. Les jésuites les laissent-ils en paix? Et, en gé- néral, si tu peux obtenir quelques renseignements sur les églises de France, tu m'obligeras beaucoup en me les communiquant. Celle lettre, datée du 20 novembre 1659, parvint à Jacques Wencker le 3 janvier 1660, et il répondit à Bebel, de La Flèche où il se trouvait alors. Celui-ci lui écrivit une seconde lettre sans date, consacrée presque tout entière à mettre Jacques Wencker au courant des potins et de la chro- nique scandaleuse de Strasbourg. Quelques lignes sont consacrées cepen- dant aux affaires publiques. Strasbourg était en émoi; l'empereur venait de demander formellement qu'on lui rendît hommage, ce qui ne s'était ja- mais fait. D'un autre côté on se préoccupait fort des projets que la voix publique prêtait au cardinal Mazarin, le nouveau gouverneur de l'Alsace; il voulait, disait-on, relever la ville de Ilaguenau et tout y régler sur le pied du traité d'Osnabriick, y mettre un conseil mi-parti de catholiques et de pro- testants, lui accorder vingt ans durant l'exemption de toutes charges, etc. — LXXXIV — Nous ne savons pas à quelle date précise Jacques revint à Strasbourg, mais Reisseissen nous apprend' que le 22 octobre 1661 il se maria avec Eve Sl;i3mmler, fille de Jcan-Miclicl Sléemniler, membre de la Chambre des XIII, ammeister et scliolarque. Cctie union fut de courte durée; Jacques perdit sa jeune femme le 16 décembre 1664 et se remaria au bout d'un an avec Agnès Spielmann, fille du négociant strasbourgeois Jacques Spielmann^ Il avait alors 32 ans, et le moment était venu pour lui de prendre part aux affaires publiques. En 1664 il devint échevin suppléant {Mitschöffe) à la Tribu des Fribourgeois, Zum Freijburger. Le 4 janvier 1666 il fut nommé un des directeurs des impôts, auf den Stall. En 1671, 5 janvier, la Tribu des Fiihourgeois l'envoya au Sénat, le 12 juin 1675 il entra au Conseil des XXI. Le 29 décembre de la môme année il |)assa à celui des XV. En 1677 il devint administrateur de Saint-Etienne. En 1679 Ober- herr de la Tiibu de l'Ancre, administrateur de la maison des Orphelins, Landpfleger à Barr, assesseur à l'Université. En 1681 il entra au Bureau de censure. Nous passons une foule de fonctions moins importantes dont la liste se trouve dans les Regimentsbüchlein. Enfin, le 5 janvier 1682, il fut élu ammeister, et jusqu'à sa mort il se vit régulièrement rappelé à ce poste en 1688, 1694, 1700, 1706 et 1712. Dès 1690 il était également entré au Conseil des XIIP. On voit que le point culminant de sa carrière politique coïncide avec les temps les plus difficiles que Strasbourg ait eu à traverser à la fin du dix- septième siècle, lorsque, au lendemain de sa réunion à la France^, il s'agis- sait d'établir entre le gouvernement de la ville et ses nouveaux maîtres un accord singulièrement difficile à obtenir. D'un côté en effet on voulait donner le moins possible, de l'autre les besoins et par suite les exigences ne connaissaient point de bornes. Wencker connaissait trop bien la situation pour ne point trouver son chemin; en homme pratique il ne fut pas intransigeant et sut vivre en bons termes avec les représentants du Roi. En 1683, le 26 juin, Louis XIV, 1. Op. cil., p. 'il. 2. Un Annales de Brant étaient en réalité l'œuvre de Jacques II Wencker et portaient le titre suivant: Extractus ex prothocolUs D. D. XXI, necnon quibiisdam ex annalibtis Seb. Brandii, auctore Jacobo Wenckero. L'un des deux exemplaires, peut-être l'original, formait un volume. Le se- cond exemplaire, en deux volumes, était une copie, car il portait la note suivante : Descripsit Maria Barbara Meyer, Lahrensis ancilla, il 63. Ce curieux renseignement nous a été conservé à la fois par MM. Schnéegans et Cunilz, auxquels nous devons également les extraits que nous publions à la suite de la chronique de Wencker. Le lecteur remarquera le soin avec lequel l'auteur indique les noms de ceux qui ont rédigé les manus- crits dont il a fait usage. La part de Brant y est faite bien nettement, ce qui nous dispense d'entrer dans aucune explication à ce sujet. De tous les travaux de Jacques II Wencker, c'était incontestablement le plus précieux, et la perte en est irréparable, du moins pour ce qu'il avait tiré des protocoles et âesMemorialia disparus depuis lors de nos archives. Avant de terminer cette notice déjà trop longue, nous devons cepen- 1. Clussrath devint archiviste en 1594. Voici le titre que porte son œuvre : Dni. Cliiss- rath Registratoris CoUectcuiea ex XXI Memorialibus seculi i400 , iôOO et init. 1600 aliisque Annalibus et documenlis deprompta ac online alphabetico concinnata , cum supplementis Dnr. Berneggeri et Wenckeri rcgistratorum. — 1 vol. in-fol relié eu par- chemin. — Sur un fragment d'une vieille couverture on lit le titre suivant d'un travail qui faisait partie de la bibliothèque SchœpQin : Stück einer Strasburgischen chronic, Laurentz Clussrath. 2. Notons ici un détail qui mérite d'être conservé. En 1869 ou 187Ü, M. l'archiviste Brucker avait obtenu Tautorisation de faire réintégrer aux archives tous ces trésors. Le triage était fait, il y avait de quoi remplir une pièce assez considérable. A la iMairie on ne trouva pas la place nécessaire, et le transport fut différé. Survint la guerre, et tout périt. On voit à quoi tenait la conservation d'une partie de nos plus précieuses richesses historiques. — Renseignement fourni par M. l'arch. Krippendorf. B. XV. — (M.) 7. — XCVIII — dant dire encore un mot sur un dernier travail de Jacques II Wencker. Sous le litre: Res Alsaiicae et Argenioratenses , on trouve aux Archives de Strasbourg un volume in-folio, relié en parchemin et contenant un ré- pertoire des sources de l'histoire d'Alsace, rédigé par Jacques II Wencker, et c'est de tous ses ouvrages celui qui, de nos jours, offre le plus d'intérêt au point de vue bibhographique. Wencker y a employé un registre prove- nant de son grand-père, qui l'avait préparé pour y inscrire les matériaux de ses Annales. La preuve s'en trouve col. 1252, 1263, 1264 et 1314., où il a noté des faits qui se retrouvent dans sa Chronique, n^s 2765 — 2771 , 2840. Pour des raisons à nous inconnues, le volume resta en blanc, et le petit-fils l'utilisa. En tête se trouve sous le n^ 1 une liste des auteurs qui ont traité plus spécialement de l'histoire de l'Alsace, et sous n» 2 une liste de ceux qui n'y ont touché qu'accidentellement. Mais la distinction n'est pas rigoureusement observée. Puis vient le plan d'une histoire de l'Alsace, spécialement de Strasbourg, en cinq chapitres, et qui, partant des temps les plus reculés, s'arrête à l'année 1681. C'est tout au long de ce planque sont rangés les indications bibliographiques et les renvois aux sources, et il y a de quoi donner une haute idée de l'érudition de Wencker. Nous y trouvons spécialement une foule de renseignements intéressants sur nos chroniques alsaciennes qui se trouvaient alors aux archives de Stras- bourg. Là, notamment, est mentionnée formellement comme y existant, la Chronique de Jérôme Gehwiler, qui figure plus tard dans la bibliothèque de Klinglin. Gomme précisément à celte occasion W. renvoie à son traité de Pfal- burgeris daté de 1696, nous pouvons en conclure que le Répertoire bibliographique ne remonte pas plus haut que celte date. D'autre part, il parle de la Chronique d'Alsace, de Séb. Brant, sur la foi de Voss {Hist. lit., III, c. 4), ce qui prouve que ce travail esl antérieur à la rédaction de VExtradus ex protocollis {Annales de Brant), car, à celte époque, Wencker connaissait par les archives mômes l'existence de la Chronique de Brant; mais cela ne s'applique qu'à ce passage, car W^encker fil de nouvelles ins- criptions dans son Répertoire durant toute sa vie, et l'on y trouve notam- ment citée V Histoire d'Alsace du P. Laguille, qui parut, comme on sait, en 1727. D'un autre côté, le Répertoire nous donne quelques lumières sur les collections des Wencker. Déjà dans les quatre passages inscrits par lui dans le volume, Jean I«"" renvoie à une source désignée par AA et BB. Or, nous trouvons dans les renvois faits par Jacques II des indications ana- logues: AA, CG; BB se présente sous la forme Menior. BB.; c'est un ma- — XCIX — nusci'it in-fol. (col. 1313), et col. 1338 nous lisons Vide Memor. BB, no 7, f. 4-1 ubi regimen et status civilis in Alsatia Carolinorum tempo- ribus perlustrantur. C'étaient là peut-être des collections de manuscrits provenant de Jean I'^'". Ailleurs Wencker cite mise. msc. — mise. yeb. in-4°, depuis tome LXV jusqu'à CVIII, probablement la môme collection in4o, qui reçut plus tard le nom de CoUeetio Wenekeriana dans le cata- logue de l'ancienne Bibliothèque publique de Strasbourg. Enfin Jacques II cite encore la collection Argentoratensia historieo- politiea, mentionnée précédemment, dont il reste les trois premiers volumes aux Archives municipales ; mais à cette époque il y en avait davantage, car, outre les tomes I et II, il mentionne les tomes V et VI, de col. 1448 à 1597; à partir de 150G il ne cite même que cette collection, et l'on y trouve une foule de détails intéressants pour l'histoire du temps. Dans leur ensemble, ces indications de sources fournissent des éléments fort utiles pour la rédaction d'une bibliographie alsacienne, et à ce point de vue, nous les recommandons aux chercheurs. junior 1698—1740 Jacques III, né le 19 janvier 1698, était le deuxième enfant de Jacques II Wencker et de Marie-Madeleine Krauth ; sa sœur aînée, Marie-Salomé, épousa Jean- Jacques lll Sébastien Gambs, J. U. L. et assesseur du grand Sénat; son frère cadet Nicolas prit du service en Autriche dans le ban de Temeswar: Areh. milit. prœfiUt seeimdus, dit le manuscrit de la Bibliothèque de l'Université. Gomme ses ancêtres il étudia le droit. Dès 1716 il figure avec le titre de D^"^* (doctorandus) et paraît même avoir composé plus tôt sa thèse De justitia indilata, seu Von Unverzogenen Rechten^ car elle était citée par Jacques II dans l'Apparatusarchivonim,i[iuh\iée en 1713 ^ Il ne la présenta toutefois que le 26 mars 1722. Ainsi que nous l'avons vu, il entra en 1726 aux archives delà ville en qualité de registralor substitutus, devint en 1728 registrator adjunctus, et à partir du 28 septembre 1730 il fut régistrateur ou archiviste en second à côté de son père. Cette même année, le 26 juin, la chambre des XIII eut à s'occuper d'un conflit qui se produisit après la mort du sieur Jean Barraduc, entrepreneur 1. dissertatio inauguralis dejusticia indilala seu von ünverzogenen Rechten quam . . . .pro licentia in u.j. [et doctorata. . . solemni eruditorum examini 26 mardi 1722 submittit Jacobus Wencker Argentinensis). — Argentorati , Simon Kursner, in-i". 2. Vide Jacobi Wenckeri fll. Disquisitionem de justitia indilata : Von ünverzogenen Rechten. des ouvrages de forlificalion à Strasbourg. La ville réclamait les droits habituels de 10 "/o (den zehnten Pfennig) sur le montant de la succession des étrangers. Les héritiers s'adressèrent à M. d'Angervilliers qui les ren- voya à l'Intendant d'Alsace, M. de Brou. Le préleur royal de son côté chargea les avocats de la ville, Michel-Oswald Scheffmacher et François- Antoine Hold, de rédigfjr un mémoire sur cette question. A cette occasion le jenne Wcnckcr rendit aux avocats de signalés ser- vices en leur fournissant les pièces nécessaires: ceux-ci lui rendirent jus- tice en plein conseil, cl l'avocat Scheffmacher, appuyé par ses collègues Hold et Kornmann, proposa de charger Wencker d'un travail d'ensemble sur les droits et les privilèges de la ville. Il devait faire pour cela des recherches aux archives, tant à la Pfalz qu'au Pfennigthiirn et dans les protocoles des Chambres secrètes des XXI, XV et XIII, aussi bien que dans les livres où il pourrait en être question, et recueillir tout ce qui concer- nait les droits de la Ville et des Seigneuries qu'elle possédait. Tout fut précisé. L'auteur devait: 1° Réunir tous les extraits faits par lui en deux volumes, renfermant l'un les droits de la Ville, l'autre ceux des bailliages ruraux. 2° Indiquer en quel temps et de quelle manière la Ville et les bailliages avaient acquis ces droits. 3« Indiquer quand ces droits avaient été attaqués, violés, périmés ou entamés. ¥ Exposer les moyens parlés- quels on avait repoussé ces atteintes. 5" Indiquer les motifs politiques et les raisons pour lesquelles, en certains cas, on n'avait j)as voulu recourir à ces moyens. 6° En particulier réunir dans un troisième volume tout ce qui de la part de la Ville avait fait l'objet de négociations ou de demandes à la cour du Roi, comme aussi ce que la cour avait demandé à la Ville, les remontrances faites par celle-ci, enfin ce qui avait été décidé et exécuté. 7° Rédiger sur tout cela des index réels d'après l'ordre alj)liabétique. 8" Enfin, pour que le travail fut fait avec plus de soin, d'ordre et de zèle, l'auteur devait chaque mois soumettre son travail aux avocats et conseils judiciaires de la ville. Cette proposition était motivée par la considération que, si chaque état a besoin de connaître l'étendue de ses droits et de sa juridiction, sous peine de les voir se perdre, cela était spécialement nécessaire à Stras- bourg, qui chaque jour voyait ses droits de plus en plus attaqués et con- testés par ses adversaires. Le préteur royal emporta facilement le vote du Conseil, et pour sti- muler le zèle de Wencker, on lui alloua en sus de son traitement une gratification annuelle de cent livres argent, prises par moitié sur le Pfen- niglhurn et sur les biens de la Chartreuse : Q fiertcl de blé, moitié seigle, — CI — moitié froment, un boisseau (sester) de sel, quatre covdea, fnllcr, de buis et 200 fagots. Enfin, considérant que Jacques III, pour rester aux archives, où l'on trouvait sa présence nécessaire, avait refusé des propositions avantageuses, il fut décidé que s'il devenait un jour régistrnleur ordiuaire, la question financière serait à régler à nouveau, de telle façon toutefois, ajoute naïve- ment le texte allemaud, (|ue sa condition n'en devînt pas plus mauvaise. Nous ignorons ce qu'il advint de cette œuvre. Le plan était beau et bien conçu, et nous serions fort aises aujourd'hui s'il avait été réalisé. Mais il y avait là de quoi occuper un homme pendant des années, et d'après la décision du magistral, Wencker devait faire ce travail à côté de ses occupations ordinaires et en tant qu'elles le lui permettraient, ce (jui était une dérision véritable. Il en est encore question en 1731, dans la proposition faite au magistrat de nommer Jacques III archiviste en se- cond. Puis en 1734 celui-ci quitta les archives et il est probable que son travail n'était guère avancé, si tant est qu'il y eût sérieusement mis la main. En tout cas nous n'en avons, jusqu'à cette heure, pu découvrir aucune trace aux archives^ Le 23 septembre 1730 les Obere Canlzleiherren et les Obere Archiv- herren proposèrent de nommer 1^ &ncker junior régistrateur en titre aux archives en place de Spohn, qui passait rapporteur près le Petit-Sénat. On fit valoir l'aptitude qu'il avait acquise sous la direction de son père, ses bonnes études, sa fidélité, sa discrétion, son amour du travail et finale- ment sa qualité de prolestant, car précisément en vertu de l'alternative cela était requis. L'avocat Scheflmacher fit le plus grand éloge de Wencker, disant que difficilement on trouverait un sujet plus apte à ces fonctions. Son collègue Hold opina de même, et le rapporteur' Kornmann rappela que le candidat avait dans mainte circonstance donné des preuves de sa capacité et de sa parfaite connaissance des archives; de plus, on pourrait, en fixant les trai- tements, augmenter quelque peu celui de Wencker senior, en considéra- 1. Il existe bien aux Arcliives munie, un vieux caiton sur le dos duquel on lit: Jacobi Weîickeri, Avsziige und Bedächte das Sladtwesen in génère, und in specie der Stadt Strassburg Rechte und Gefälle betreffend. — Le contenu ne répond pas à ce titre; c'est un ramassis de notes et d'extraits divers, de la main de Jacques II. Ce même titre se retrouve sur un feuillet déchiré où se lit: Fasc. XII. Jacobi Wenckeri consularis Histo- rische Auszüge und Bedächte das Stattwesen in genere imd in specie die Déduction der Statt Strassburg Rechte und Gefälle betreffend. — Lad. 8, n" 25. — Ge n'est pas l'écri- ture de W., mais le titre consularis prouve qu'il s'agit de Jacques II. — cil — lion de ses trente-cinq ans de service, et cela sans grever le budget, vu que l'on venait de supprimer la place de régistrateur-adjoint. A l'unanimité Wencker junior fut nommé régistrateur et son installa- tion eut lieu le 2 octobre 1731. La question des traitements fut également réglée: Le fils reçut 250 ît ^ et 18 frll de blé, 12 cordes de bois, 1,600 fagots et 3 boisseaux de sel. Le père reçut un supplément de 50 U pour que les deux traitements fussent égaux, car jusque-là il n'avait touché que 200 U, et le reste en nature comme ci-dessus. Cette proposition avait été cbaudemenl appuyée, quant au père, par le préleur royal qui insistait surtout sur le fait de sa science profonde, du manque absolu de casuel, emolumenta, et sur l'intention de MM. du Conseil de le maintenir aux archives avec son fils, ce qui lui ôtait tout espoir d'a- vancement. Plus tard on changea d'avis. Le 22 mai 1734, il s'agissait d'élire deux avocats de la ville ; en vertu de l'allernalive il fallut un catholique et un proleslant. La liste des candidats fut dressée par le préteur royal, le stettmeisler de Müllenheim, l'ammeister Leitersperger et le XIII Gangloff. Pour la place catholique furent pro- posés le lie. Billerey, le lie. Adam et le lie. Spohn; pour la place protes- tante le lie Jacques Wencker jwn., le lie. Lantz et le lie. Fleischmann. Dans la discussion le préteur royal soutint chaudement la candidature de Wencker qui possédait la science nécessaire, avait toujours fait preuve d'une activité extraordinaire, d'une fidélité constante et d'un zèle infati- gable. Il rappela qu'il était au service de la Ville depuis 1725, fit valoir la connaissance parfaite qu'il avait des droits et des lois de la ville, l'ha- bilelé qu'il avait déployée dans diverses négociations, notamment dans sa mission auprès des cours de Constance et de Slutlgard dans la question des droits de douane badois {Badische Zölle), dont le succès avait été complet. Bref, il insista tellement que Wencker fut élu à l'unanimité. Les archives de la ville mentionnent encore un discours de nouvel an, Weyhnachtsivunsch, que, selon l'usage, Wencker jun. prononça au début de la séance du lundi 29 décembre 1738. Il y parla de l'origine de Strasbourg, de la forme et de l'excellence de sa constitution, et cela historice et d'une manière parfaite, in einer zierlichen und nach den Hegeln der Wohlreden- heit eingerichteten Rede, ce qui lui valut les applaudissements et les re- merciements de ses auditeurs. Jacques III Wencker remplit comme ses ancêtres quelques fonctions publiques qui augmentèrent ses revenus, mais la mort l'arrêta trop tôt pour qu'il pût aller aussi loin qu'eux. Il se rendit en 1737 — 1738 avec cm — MM. Holdl el Billcrey acquéreur de la moitié de i'îlol des XV {Fünfzehner wœrth), que la Ville avait jadis cédé en 1698 pour 192 livres 12 sols et 6 deniers au préteur royal Ulrich Obrecht. Ces messieurs l'achetèrent au prix de 4,6 15 1. 4 s. 5 d. Leurs fermiers s'approprièrent dans la suite des temps 22 arpents des communaux voisins, et en 1784 la Ville, pour reprendre son bien sans plaider, racheta la moitié du Fünfzehner icœrth pour 28,000 livres (jue lui avancèrent les administrateurs de l'œuvre Notre-Dame'. On voit que tout le monde faisait de bonnes affaires, sauf la caisse municipale. Il possédait un jardin à la Fiobertsau, in den sofjenannlen JSeiiiven Zeilen über dem Weg. En 1738 la Ville lui avait loué un communal de 15,037 pieds carrés, moyennant 10 ß de redevance annuelle. Comme dès 1736 elle lui avait cédé moyennant 2 ß de redevance, in recognitionem dominii, un petit jardin contigu à sa propriété, il éprouva le désir de s'arrondir définitivement, et demanda en 1739 à acheter le grand communal, ce qui lui fut accordé moyennant une somme de 12 îi ^^f et 1 ß de redevance, hodenzins, in recognitionem dominii direcli. Jacques III Wencker mourut en 1740, laissant d'Agnès Wesner, qu'il avait épousée le 12 mars 1724, une fille Agnès et un fils, qui fut Jacques IV. Jacques IV Wencker était né le 29 avril 1731 ; il n'avait donc que neuf Wencker ans à la mort de son père. Comme cela était de tradition dans sa famille, Jacques iv il fit ses études en droit et prit pour sujet de sa thèse de docteur les foires de l'Allemagne en général et spécialement les foires de Strasbourg^ Elle est datée du 27 mai 1754. En 1756 il entra aux archives de la Ville en qualité d'accessist, le conseil des XIII l'ayant admis à l'unanimité dans sa séance du 10 janvier, à la suite d'une requête que le postulant avait envoyée à Paris, d'où elle était revenue au magistrat; le 18 mai suivant il fut admis à prêter le serment d'usage. En 1759 il fut nommé second archiviste de la Ville ^ et il conserva ces 1. Arch. mim., AA. 2318. 2. Dissertatio. . . de solemnibus in Germania nundinis, etc. — Arg. Kürsner, in-4''. 3. Jacques Wencker avait accompagné dans son voyage en Souabe le baron de Wrède, ministre en second du roi auprès du cercle de Souabe. Celui-ci en fut si content , que le 13 juin 1762 le ministre de Choiseul écrivit au préteur royal que M. de Wrède désirait employer de nouveau Wencker dans le travail qu'on lui avait confié, et demanda que la Ville le dispensât de ses fonctions d'archiviste, toutes les fois que ce diplomate en aurait besoin. — Arch. mun., AA. 2189. — CIV — fonctions jusqu'en 1763, où il fui appelé au poste d'avocat de la Ville {Stadtralh und Advocal) qu'avait déjà occupé son père. En 1772, Jacques-Frédéric Faust étant devenu ammeister, on proposa de le remplacer par l'avocat de la Ville comme assesseur du conseil des XV. Dans le cours de la discussion, le préteur royal rappela combien l'avocat général Wencker s'était fait aimer par les excellents services qu'il avait rendus jusque-là; — il ajouta que sa faible santé ne lui permettrait pas de continuer à remplir ses importantes fonctions sans se faire à la longue un tort sérieux, et déclara que, pour ces deux raisons, il lui donnait sa voix. Élu à l'unanimité des volants, Wencker fut sur-le-champ introduit et assermenté. Onze ans plus tard, le 8 janvier 1783, il devint à l'ancien- neté président de ce conseil, ce fut le couronnement de sa carrière poli- tique. Quelques mois après son entrée en XV, le 28 mars, il dut soulever un incident relativement à son traitement; la question fut résolue en sa défaveur, grâce à l'intervention du préteur royal. En même temps que Wencker était entré dans la vie politique, il s'était vu appeler à diverses dignités secondaires: en 1772 il devint Obmann des tourneurs, chapeliers et fabricants de crics (Dreher, Hul- und Winde- macher), — en 177i Oberherr de la tribu de la Stelz, — en 1778 admi- nistrateur (Landpßeger) à Barr, — en 1780 Oberkirchenpjleger, — en 1781 Oberfeuerherr, à l'ancienneté comme étant le plus ancien Vicarius — Oberaccisherr et Oherkohlenherr, et Obmann dans l'administration de la Fondation Schenckbecher. En 1773 il fît par ordre du préteur royal un voyage prétendu d'agré- ment sur les bords du Khin; en réalité il avait mission de recueillir des renseignements sur l'état de la navigation et du commerce dans les pays riverains'. Mais sa santé était depuis longtemps chancelante. Déjà en 1707 il se proposait d'aller à Paris pour y consulter les maîtres de l'art, et le préteur royal, M. Gayot, déclara n'y voir aucun inconvénient^ Nous ignorons s'il donna suite à ce projet. En 1783, le 29 novembre, le notaire Greiss, son mandataire, demanda en son nom au conseil des XXI une attestation au- thentique que Jacques Wencker, qui avait renoncé à son droit de bour- geoisie, s'était volontairement et librement démis de toutes ses fonctions honorifiques et autres, plus un certificat constatant sa naissance et son origine. Lui-même à celte époque était déjà parti pour des voyages. 1. Arch. man., A.\. 2iü. 2. krch. mun., AA. l'J-2(J. — cv — A partir de ce moment nous perdons sa trace. En 1789, M. Seyboth nous le montre habitant ou possédant le n" 1 1 de la rue des Juifs — en 1790 le n^ 6 du Graelelgässdien. Il figure également en 1789 sur la liste des électeurs de l'assemblée provinciale sous le titre de ci-devant XV, mais cela ne prouve pas qu'il fût revenu. Outre les deux maisons sus-mcntionnées, il possédait rue Saint-Nico- las, 6, une maison qui provenait probablement de la succession de sa bisaïeule Agnès Spielmann. Nous n'avons pu trouver ni l'année, ni le lieu de sa mort. Avec lui paraît s'être éteinte la branche strasbourg-eoise dos Wencker. L. Dacheux. NOTE. Dans les ouvrages de Wencker les abréviations sont les mêmes que dans Trausch. Pp. Sch. = Papiers Schnéegans. Pp. H. = Papiers Hanauer. Pp. Str. = Papiers Straub. Pp. P. z=z Papiers Piton. Pp. Rh. = Papiers Rœhrich. Pp. G. = Papiers Gunitz. Buss. = Bussierre (Théod. de). Le texte de Wencker et celui des Annales de Brant étaient déjà composés, quand M. Rod. Rcuss voulut bien nous communiquer des fragments importants de ces deux ouvrages, provenant de M. Gunitz. Nous les avons intercalés en dédoublant les numéros au moyen des lettres a,b, c. L. D. CVI — ARBRE GÉNÉALOGIQUI D'après les Archives de l'Éti NiCOLAUS WeNCKER — civ. Arg. 1475 in Arg. Civil. Tabulas receptus. — Clads Wencker ist burger worden ScHiLLiKGEE sincr hiissfrau wegen. — (Bürgerbuch.) uxores 1'^ BaRÜ.\RA SchILLINUER t absquo proie, .haben a». 1475 vor St. Anna altar im Münster ein Begräbniss vor umb 50 R. darüber Brief vorhanden. — 9a OtTILIA. Ottilia t 9 sept. 1518. ux. Pauli Bittlinger civ. arg. Aurifabri. Margareta ux. Adami von .Salzburg mercatoris. KiCOI Praetor in axoi 1' Bardai iilia Jacob: Lf.i civit. ejnsd. Senat, à et Syndici — ab al L. L. A. Mag. u. Si, An.na M. Jo. Herhenbergeb. Ursula ux. Sebastiani Katzenheimer Schulmeister zu Freiburg i. B. Theobaldus civ. Basiliensis ux. MARGARETiE KÖCHIN Barbara ux. Georgii Murbonii Pastoris zu Maiderdring Reliqui infantes in juventute f. Jacobü.s Senat. Maj. Arg Assessor t *ii'« nx. Apollo.ma filia Job. Wei vel Wynich xv. vel TVe; Agnes Magdalena Peternell ux ux. ux. 27 dec. 1557 1» JoH. Kips, Metzger, Mathia: Hans Mevek 2° Tuomä von Weissensee Spielmann. von Neuenburg, dises Kirchspiels Pfarrer (2ae nuptias 5 raaij 1590). — CVII AMILLE WENCKER. Iz. (Bibl. de l'Université.) A Meicherin 1 08 genuit libcros. DiiEL Sara Apollonia Nicolaus I n«i, Kaufherr. ux. 12 jun. 1571 ux. nat. 1557. 3iiest. III". Andrej Cüntzen. Isaaci Bernhakd. r U et 1598. c. .1 1573) kss |ia i| Tdrckheim X ex rijllBTSCHIN ■Heti8l598 9mai, rOl ST.EDEL.) H Ines I. CVIII — Johannes I Reip. Arg. Consul XIII — Scholarcha. nat. 1590. f 1651». 16 oct. ux. 23 ftbr. 161ii Elisabeth f 10 sept. (6C filia Stepii. Bercutold J. U. U. Coiisil. ot Advoc. Reip. Arg. — abliiip. Feuuikas nobilitati — et Kusabktm Uammerbk. .^^. Elisa UETH t 25 Martii 1690. 74 ann. 8 mens. 10 d. nata. ux. US nov. 1037 (alias 2 nov ) JOH. KüDOLPU. SaLZMAMN Med. Doct ia Univ. Arg. P. P. Cap. Tliom. Dec. et Reipubl. Archiatri. Elisaueth ux. .loii. Faust S. S. Theol. D. in Uuiv. Arg. P. P. Cap. Thom. Decani. Agnes ux. Martini Silbehkad Can. D. Thom. ejsd. Kecl Diaconi et Min. Arg. quondam Scnioris. Agnes ux. 1° Jon. Pastorii Bibliopolae et Civ. Argent. 2° .JoH. Dakikl Reissbissen Aled. Doct. et Civ. Ai-g. 3" JoH. Bœckler Med. D. et Prof. Cap. Thom. Cau. JoH. Martin Pastorius J. U. D. nat. 1719. Proc. et Adv. Senat. Maj. Arg. III"' Stabul. Kquestr. Senat. Maj. Assessor. 17G5. Consularis Civitatis Vallisque Moiiasteriensis in Sup. Alsat. Daniel I nat. febr.ieiS. t 26 jan. 1675. Nat 56 an. 11 mens. 2 hebd 2 dies Consul. XIII. ux. 1*. a°. 1G4Ü. IC junii. Mahia Magdalena t 1667. 5 dc'c. nat. 39 ann. 11 m. filia Martin. Andk. Kœnig xm. 2*. a». 1668. 13 aug. SaLOME KnIEBS (5/15 mart. Ex. 1«. ■ ~ ■ Maria nat. 1622. t la aug. 1704. ux. 8 mai 16J3. 1» Georg. Camklii (Caniobl) J. U. D. et Actuarii Senat. Maj. 2» JoH. Phil. Braun Stattschriber, postea XIII. Apo nat. 7 ux. ii As Bbacr CODk 1685 ux. Phil. Alb. Wesshbb J. U. D. Se EX. 2". Salome nat. 1649. ux. 31 sept. 1GG5 Daniel. Richsiioffer Consil. XIII. Handelsmann. Maria Félicitas nat. 1671. ux. 20/30 (sic) febr. 1687. Jon. Paul. Gambs. J. U. Candidat. JOH. Seb. Games J. U. D. in Univ. prof, et Cap. Th. Canonicus. Elisai Jacobu; nat. 1668? t 1 ait 74 jabr 5 t J. U. L •Scbol. et ux. 26 mai Maria Mau lilia .JoH. Bali XV. ex AxK/ M ICI! A E t 2 julii 170«. 2; Maria Salome nat. IG nov. 1695 t 20 febr. 1740. ux 2 julii 1721. JOH. Sebast. Gambs J. U. L. ot Senat. Maj. Asscssoris. Jacobus III nat. 19 jan. 1698. f 1740. J. U. Lie. Jcsultus. Reipubl. Arg. Consil. et advocatus. t 1740. ux. 12 martii 1724 Agnes Wesnerin filia JoH. Phil. Wesnkk Mag. Senatus Apsessoris. Ä':CÜ1.< qui in Banatii ': Arcb. milit. socunil Agnes nat. 1725, 25 febr t 13 sept. 1756. Jacob Philipp Maria-Magu. Ja« nat. 27. febr. 1726 f 23 april ej. a. nat. 25 jan. 1728 t 19 junii 1743. CIX Johannes II t 28 aug. ICCG. nat. 36 au. ot 41 hebcl. nanJelsm.,III'^''d. Pfennigthurms ux. Ü7 nov. I(i55 MaRGARETA KÜGLERIN fil. Jo. Jac. Kuoler quœ 2" Dupsit Dom. Diktricii. 5 oct. 1()()7. , ^ , Jacobus 1 nat. 1G33 22 oct. t 1715 21 oct. Cousul, xiii. Scbolarclia. 2. uxores. Margareta 2 Pilii juvenes nat. 1603. moriuntur. ux. 1G81-27 oct. Christoprori GÜNTZER J.U. L. Pyndici Reg. t'ivit. Arg. !■. — 1661. 22 oct. Maria Eva t 16 dec. 1664. fil. Jo. Mich. St.emi.ek Cens. xiir. Schol. et Ottili^ Grasenia. Maria nat. 9 maii 1664. ux. 25 mart. 1683 1» JOH. Christoph. Stadel Handelsmann. 2" JoH. Prid. Schmid J. TJ. L. Supremîe Curiœ Wurtemb a Secretis et Regestis. 2" 1665. 14 dec. Agnes filia Jacobi Spielmann mereatoris et eir. arg. et SALOMEiE RiNGLERIN. Sai.o.\ie nat. 20 aug. IfiS.O t 8 maii 170."> ux. 12 april 16.Sy Franc. Ruishbi.ssrn Consiil. XIII Scholarchaî. I. Il 4 aiig. Fürstlich Rath uud rsicus (jlingen. i 169S «lîERNEGGEIl ■RNKGGER . et XV. Nicolaus nat. 1671 12 jan. Mercator Burtscheidae in duc. Bremensi Anna Siemetsin. Fridericus Secretariu.s Archivi Camer. Wurtemberg. Salomea nat. 1675 25 nov. ux. 5 sept. 1696. 1" JOH. Georg. Artopœii Prsec. i. Ob. Gymnasio Prediger bey S. Wilhelm. 2° Jon. Heinr. Barth SS. Theol. Doct. et P. P. Agnes nat. 1680 21 jun. IX. 17 mart. 1702 JoH. Philippi Wesnbr Senat. Maj. Assessoris. Daniel. Magd.-C.\th. Christ.-Melch. Maria-Magd. Christ. -Nicol. Augustus. Johannes nat. 16 juniil736 t 31 oct. natus Nordlingae 6 julii 1710 t Argentorati 3 nov. 1739 Med D. et Practicua Chemiîe et Botanices prodemonstrator, und Burger allhler. ux. 27 febr. 1737 Maria Salome Sachsen fil. JoH. Jac. SacHSEN Med. Doct. et Practici. Chemise et Botanices et Mathemates professoris public! et Can. S. Thoma;. Catharina Salome Christoph August nat. 15 nov. 1737. uat. 23 aug. 1739 t 13 juli 1759. t 9 mai 1740. SUPPLEMENT A LA CHRONIQUE DE WENCKER. En tête du manuscrit du Mémorial de Reisseissen (fol. 1) on lit n' 2 : «la der mitten beflnden sich bedenkliche und curiose Sachen, so ich aus h. Johann Wenckers ammeisters, meines h. schwehrs scel. Collectaneis excerpirt, allwo die ämpler der hh. XIII" und hh. XV", die bestallung etlicher Oßcianien, ensetzung der ehrenstellen, einkommen der aempler und dorffschafften auf dem landt, der pflegereyen, bezirk der Statt Strassburg, kosten der Reihnbrücke, und herrliche und notable Sachen begrilTen. » En publiant le Mémorial, M. Rod. Reuss a d'abord renoncé à imprimer un certain nombre de fragments que l'auteur avait inscrits à la suite de sa chronique, et il se borne à en indiquer les titres (p. 94, note 2). Plus tard il s'est décidé à en donner quelques extraits compris entre les années 1667 — 1710 et complétant le texte du Mémorial. Les passages que Reisseissen déclare avoir tirés de la Chronique de Weiicker , se trou- vaient ainsi condamnés à l'oubli; nous croyons devoir les joindre à notre publication dans l'ordre où ils se suivent dans le manuscrit et sans les ranger par ordre chronologique, ce qui nous eût forcé à les morceler indéfiniment. Ils se rapportent en général à des événe- ments qui sont arrivés du vivant de Jean Wencker, et on peut avec toute vraisemblance les lui attribuer. L. D. FRAGMENTS DE LA CHRONIQUE DE WENCKER. Extract aus H. Ammeyster Wenckers seelig Observationibus fol. é;. . 3224. Um diese zeit, verstehe a". 1638 im maijo, hat herr gênerai Fol. ce» Goetz fruchte und meel für seine armee begert, so ihme gh'nipfiich abge- '^638 leint worden, mit der Unmöglichkeit entschuldigt, vide alibi. Nach dem treffen, seind etliche Goetzische copeyen an kais. Maj. ingleichcn unserer originalia und seine copeyen an uns, mit 2 alphabet von Ziffern aus seiner cantzley uns communicirt worden, da er uns aufs heftigst verclagt, seyen ärger als Machiavellislen, geben die besten wort, gedächten aber nichts B. XV. - (M.) 13 - 194 — zu hallen, hatte uns müssen ein trab schencken, hätte sonst für 2 jähr profianl bekommen etc. — Reisseissen, C/ir. msc, I, fol. 06. — Vide Prot. DD. XIJI, fol. 169^. Fol. 68^ 3225. WieneueConsloßerzunemenundmtracliren. — Den30'°"junii 1659 1059 ward den Schöffen sich zu resolviren vorgetragen: ^Yeilen grosser mangel an Constofflern, vermög Ordnung des régiment, grossen und kleinen Ralh zu ersetzen, die edelleut aber sich etlicher Ursachen Iialber ins burgerrccht zu begeben bedenckens tragen, wie zu remediven. Die Ursachen aber scind dass man sich stricte zu verstallcn verbunden, ihnen aber dass jedermann was ihr vermögen nach ihrem ab- sterben wissen mög und man inventiren müsste, nicht allein beschvvehrlich sondern ganlz unlhunlich. Item müssen auch zur rilterca^sa extraordina- rie contribuiren. Konten (durch die Ordnung gehindert) der mehrere theil als nicht in dem bistum geboien, nicht in die XV'^'' stub gezogen werden. Vorschlag: Man solle mit einem jeden neuen burger sich eines gewissen beytrags vergleichen, sie der extraordinären beyträgbefreyen,mi'e»iiVens entheben; bey der XV'^'' stell es widerum zu freyer wähl stellen, wie es vor anno 1594- gewesen ehe die wort «in dem bistum geboren» in die Ordnung gewürckt worden. Bey dem aller der 33 jähr dispensiren und solche auf 25 setzen. Ratio weil man in solchem aller kann Stettmeister werden, und aber vermulhlich dass wer würdig solches hohe amt zu ver- wesen und zu tragen, auch zu einem XV^«" tauglich. Ist per majora zu versuchen placidWi worden. Die ursach und anlass zu disser ender- und neuerung bat sich gleich eingangs des jahrs bey ersetzung beeder Raihsslellen des grossen und kleinen Ralh erreigt, in dem diser von 6*^" nur mit einem Gonsloffler hat können ersetzt werden, die übrigen aber mit alten Ralhsherren dispensando ersetzt worden; bey jenem aber eine stell etlich wochen lang leer stehen hüben, bis sich der junge Frantz Rudolph von ßerghcim ins burgerrecht eingelassen, worauf sich Irdld zween mercklicher todtfäll begeben, mit denen zwei XIII^""", in dem herr Stettmeister Johami Reinhardt Vollz den 24 aprilis, herr Stettmeister Claus Ludwig Zorn aber den 5 maij todts verblichen ist. II. Vollzen stell bey Ralh gar nicht, herr Zornen aber bey den hh. XIII erst den 4 junii ersetzt wurden, so innerhalb 3 tagen also den 7 maij hätte sollen geschehen. Hat man nun nicht gar von Ordnung weichen wollen, den Gonslolflern ihre hergebrachte ehrenstelle unter- schlagen oder die alte regimentsform ändern, hat man einen mittlem weg ergreiffen müssen. Das übrige wird in der pralick beruhen. - 195 — 3226. Aendenmg bei den Geistlichen. —Anno 1627 liai M. Juh. Jaco- Fol. 70« bus Ruckus heller z(im Jung S. Pelcr den armen viel spend'wX welches zu ÏG27 seinem rühm bald lautbar wurde, deswegen ihn ein E. Ehiw. Ministerium zu rede setzte und bericht begehrt dieweil ihm bewusst dass aus seinen milteln nicht geschehen konle, von wemme ihm solches her kommen. Als er aber bald disses bald ein anders vorbrachl und in seiner anzeig je Länger je mehr varivl, haben sie ihn endlich der kantzel und ihres con- sortii untauglich erkant und auch endlich seine abschaffung zwar mit grosser altercation bey der obrigkeil erhalten. Ist sonsten seinen zuhörern sehr lieb, und sonderlich bey krancken ein sehr tröstlicher angenemmer mann gewessen, hat ausserhalb bald widerum dienst bekommen, aber nicht mehr lang darnach gelebt, praetexl: er habe dem iL Geist gelogen. 3227. Anno 1639 ist M. Juh. Christophoro Artopœo gleiches wider- Fol. 70^ fahren; disser als er im wiltwensland, hat in der kinderlehr Kundschaft zu '^639 Stephan Dürren der Statt holzverwalters ältister tochler gemacht, ihro briefflein ins buch gelegt, auch so weit kommen dass die ellern zum hei- rathen verwilligt, aber plötzlich nicht allein abspringen wollen, sondern auch schmähliche scaiteeken ihr ins haus und vor die Ihür werfen lassen, welches er anfangs läugnel, aber doch endlich überzeugt bekantlich sein müssen; ist pfarrer zu Westhofen worden, wider geheyralhet, aber immer baufällig hüben. 3228. Das alle herkommen vermag wan eine pfarraufstellung, dass wo Fol. 70'' mehr als ein Diaconus, zwen derselben Pfarr nebst 2 andern sollen auf- ^""^' gestellt werden. Anno 1637 als h. Schaller abgeheischen ist aus Ursachen damals verborgen, h. Kolb allein aufgestellt, h. Knoderer umgangen, aber 3 monat hernach zum Jung St. Peter aufgestellt, auch pfarrer worden. Vielen kam es fremd vor dass disser welchen man zu jung sein vermeldet in so kurlzer zeit solle tauglich worden sein, aber ratio principalis war, weilen der Pfarrer im Münster im kirchenconvent den Vorsitz und disser mann noch wenig erfahrung, mochte es praejudicivVich sein. 3229. Anno 1639 suchten etliche der fürnemslen im Münster C. ec. Fol. ti» h. Staltschreiber Frid bey den 3 geheimen Stuben bedachtsweis, ob nicht "^^"^^ h. M. Schilling von St. Aurelien dahin zu befürdern wäre, mit vielen schein rationen, worauf mit h. Dr. Schmiden commimic'iri, welcher mit den Pastoribus es anfangs dissuadlvl, doch sich endlich bereden lassen, ist eine aufstellung von noch 2 personen, welche bede schwachen aussprechens pro forma beschehen, also Schilling pfarrer worden, hat aber mit h. Dr. Schmiden und ihme hernach bald und oft piquen geben , ist eine — 196 — neuerung welche seithero das pabstum abgeschalTt, niemahlen vorgegangen oder vorgenommen worden. Fol. 71» 3230. Anno 1644 jar, halte M. . . . Beck, Diaconus im Münster einen 1644 gewesenen pfafTen, Samuel Suess genannt, in kost hey sich, welcher seiner magd Unzucht zugemulhet; als es oflenbar wurde, hat derselbe aus räch allerhand, so ihm Beck vertraut, lautbar gemacht; desswegen er nach 111- kirch Iransferhi worden. Fol. Ti»» ' 3231. Anno 1650 starb h. Strauss pfarrer zu St. Tlioman, bericht 1650 11. Dr. Schmidt dass er in 20 jähren seines presidenlsam\.& bereits 15 pfarrer leichpredigten gelhan, h. Dr. Pappus in 20 Jahren nur 5, und h. Dr. Mar- bach in 39 jähren nur eine, so lang oder kurz lebten die hh. Pfarrer alhie. Unter diesen 20 waren viel jung starke leute. Damalen hatte man vor, ent- weder h. Dr. Dorcheum oder h. Dr. Dannehauern zum pfarrer zu ordnen, wie auch anno 1651 nach absterben h. Schillings ins Münster, und das erledigte canonical unter sie beede, um sie reichlich zu salariren, zu ver- theilen, weilen Dr. Dorsch sich nicht mehr bey dem canonical allein con- tentiren, und der ander dissem gleich gehalten sein wolle; sie nahmen aber so viel aus bei der pfarr Verrichtung dass es verplib, zu welchem auch das übrige Ministerium die sach schwer machte. Fol. 71'' 3232. Anno 1651 wurde h. Daniel König helfer im Münster und dar- 1651 durch die pfarr Schilligheim ledig, schlugen die hh. pastores für h. Dr. Jo- hann Schmiden söhn, der in der fremde und der 21"^ im Seminatio, und der qualitälen halb für das taugliche suhjectiun gehallen, ohne aufgeslell in gratiam Patris darhin zu befürdern, fügten gleichwohl bey, wer disses meinen hh. nichl ahnnehmlich, ob man sein zur probpredigt neben andern dreyen erwarten, oder alsobald vier aufstellen wolle : Ist etwas cunctirt, doch hernachcr frey dahin zum pfarrer geordnet worden. Fol. 71' 3233. Als wie vorgemelt, h. Dr. Dorsch sich je länger je mehr be- 1652 Schwert, sich aber die mittel, wie ers desiderlvl zu contentivcn nirgends praesentiren wollen, auch der modus solchen gesuchs der consequentz halben nichl passirlich sich befinden thäle, ist im a". 1652 offenvl worden haare 100 Pi. zu erlegen, und dan folgends jährlich nuUohannis Baptistae 100 R. zu vorigen Inlraden, so er aber nicht accept'wV, sondern sich nach Rostock von dem herlzog von Mechelburg bestellen lassen, auch a°. 1653 den 12'ß" octobris alhie abgereist. Ist darauf von E. Ehrw. Ministerio der Vorschlag hey dem ?>c\m\convent geschehen, sein ;)ro/"6'5s?o)i zwischen li. Dr. Jacob Schaller und h. Dr. Ballhasar Scheiden zu iheilen, wie auch die son- tagsmittagspredigen, und sollen sie in der hh. Theologorum subselliis - 197 — sitzen, doch darum auch ihre vorige professiones behalten, welches aber nach Rülh und XXI^'' nicht practici7Mch befunden, sondern zur völligen profession h. M. Sebastian Schmidt, Rector und Prediger zu Lindau beruf- fen, und gedachte beede hh. um der schule besten nützens willen bey ihren stellen gelassen worden; der dodor'ivl darauf. H. Dr. Dorsch halte sich zuvor mit Ghursachsen eingelassen, all die- weil ihm aber vor dissem von der Statt zu beliuf seiner Studien etlich 100 R. verehrt worden, er aber sich dagegen deren zu dienen schriftlich verbunden, ist damalen auf verweissung verhüben; weil er aber sich nicht mehr cojitentiven wolte, ist ihm fur disses mal, wiewol ungern, eilaubt worden. 3234. Weil wegen der theuren zeit man bey dem stifft zuSt.Thoman 1647 die helfer zu besolden nicht mehr fortzukommen vermocht, also ist ge- ordnet worden donnerstags in der morgenpredigt noch ein seckel um- zutragen, von welchem sie von der policeygerichtsstuben theils die bezahlung erheben qxiartalüer, doch ist die intention nicht publicirt worden Act. 29 febr. 1647. 3235. A». 1656 zog h. Otto Tabor, Doctor u. Prof essor juris von Strass- Fol. 73' bürg nach Gustravv, ein mechelburgische bestallung, wendet erstlich vor 1656 die bestallung were ihm zu gering, nachdem ihm aber der Yd^ihüitul und befreyung bürgerlicher beschwerung und des ungelts offerkl worden, und er gleichwohl fortzog, enderte er vorgeschütztes prœtext, und legt die schuld auf h. prœsidem Dr. Job. Schmiden, und schrib ihm dessweg 2 scharfe brief zu, voller schmähwort. Das verursacht dass derselbe einen argwöhn auf h. M. Martinum Grossen, pfarrer im Münster waif, als ob derselbe ihn bey h. Dr. Tabor falschlich traduc'wl, und gab zur prob vor, er hätte theils der formalieii in h. Dr. Ta- bors brief begriffen, an andern orten ins gespräch gebracht, suchte auch revocation und abbitt vor dem kivchenconvent, weil aber M. Gross nichts geständig sein und zur abbitt sich nicht verstehen wollen, klagte er ihn in 19 punkten bey den hh. Xllle^" an, doch solte man geheim halten; weil aber beede bev bekanten sich über einander beklagten und beschwerten, fiel die geheimhaltung, und gelangt die sach an hh. Räth und XXP^ und ward den 22. und 28. may 1657 jedem à part, ingleichem dem kirchen- convent was hinc inde zu beobachten, per décréta angezeigt; war noch nicht genug, sondern es verging sich M. Gross mit reden gegen einen slelt- meister und einen von seinen coUegis, das verursacht dass derselbe h. stelt- meister und h. Dr. Schmid ihn (jeder absonderlich) bey E. E. Ralh ver- - 198 - klagten; ob er nun gethane rede unlersluiule etlicher massen auf besondere weiss zu deuten, befand sich doch dass er gefehlet, und ward der verlauf den 23. dec. vor E. E. Ralh der hh. XXI^'' vorgetragen, er seines pfarr- amls, doch seiner ehre und künftiger befürderung onhinderiich, privivi. Er that aber die Ihorheit, gieng den 24. abends wider abmahnung auf die cantzel und an die beicht, redet von dem ihm überschikten décret un- gleich, und als ihm von den hh. Xlll'^'' (wegen einstehenden fests) im nam- men eines ganlzen Magislrals wegen seiner bewohnung gelegenheit 6 ein- spänner, ferneres unheil zu verwehren, zugeschickt vy^orden, beschloss er die thüre vor ihnen und rief der burgerschaft um hilf, that aber doch endlichen solche widerum auf, muste aber vier derselbigen bey sich ver- köstigen bis auf den 2'en januarii 1658. Da er auf gelhancn verspruch dass er hinführo ruhig sein wolte und 1000 H. caution desswegen von seinen brüdern und kindervogt, ohn fernere abstraffung, derselben widerum befieyet worden; es blieb aber dabey andere betreffend noch allerhandt in rest. Nachdem man nun erkündiget wass so wohl unter dissem streit als zuvor bey dem Münster vorgeloffen, ist zwar der aufstellung halb von dem Ministerio eine unvorgreitfliche nomination der drey heliïer im Münster und dös ältisten in diensten (von denen die sich noch aufstellen lassen wollen) geschehen, man hat aber für dieses mal solch sonst ge- bräuchlichen modum nicht Ihunlich befunden, auch nicht dass man einen pfarrer aus andern kirchen mit aufstellen solte, derowegen in den proto- collis so wohl des régiments als den kirchenac/is nachschlagen lassen, was irgend zu andern zeiten practickl worden; da sich dann befunden dass a". 1578 h. Dr. Johann Pappus auf anweissung E. E. Ministerii immé- diate zum pfarrer ins Münster geordnet, und damit auch der dritte ordo der Zuhörer bey der wähl nicht umgangen sondern gehört wurde, seind auf 100 personen berufen, ihnen beeder anderer orden meinung (als der Magistrats und Ministerii) mit allen umständen eröffnet, und um ihren consens befragt worden, welche aUes placidirl. Gleiches ist nun a^ 1658 den 4'^" februarii in dem chor des Münsters auch vorgenommen, und h. Dr. Johann Conrad Dannenhauer der Professor und Prediger also er- wählt. Und sonlags den 7'"-'" dito durch h. Di'. Johann Schmiden wie ge- bräuchlich der gemein prœsentiri , und darauf ordin'ivl worden, hat zwar so viel die curam animarum belangt, allerhand bedingt damit er an sei- ner pro/'essiou vcrrichlung nicht gehindert würde. Fol 75» Den .... junii 1658 ist M. Gross unstellig worden an etlichen orten 1658 in privat häusern beschwerliche reden getrieben, desswegen E. E. Rath grösser unglück zu verhüten denselben früe nacht 2 uhren {milmusqueti- — 199 - reren welche ihn zuvor ein paar tng im haus verwahrt) auf S. Calherincn- thurn führen lassen, aber auf flehentliches bitten seiner und der unschtd- digen seim'gen, 14 tag hernach widerum ins haus gelassen worden mil vorigem versprechen. Den IG. julii 1658 ist ein Pasqxiil unter die Erbslaub und h. Frœreisen 1658 h. Prœsidis düchterrnans haus, wider gemelten h. Prœsiilem gelegt worden, sein bildniss am galg hangend, darüber griechisch und teutsch geschri- ben; hat der thäter nicht mögen erkundiget werden. Den 27ten augusti ist der h. Doctor nach \A tägigen kranckheit ver- storben, und den Sl^^" mit unzähligen comitat zu St. Gallen begraben worden. Nach abslerben h. Dr. Schmiden ist h. Dr. Dannhauer von dem Magistrat zum Presidenten ernannt worden und hat biss den .... das pfarramt versehen; sein stell aber widerumb zu ersetzen, ist h. Lia: Saltz- mann angesprochen und vom Magistrat den 15 januarii a°. 1659 ernant worden, hat eines pfarrers /wNdio?îe5 übernommen, die sonnabendspre- diglen ausgenommen so die hh. Diaconi verrichten sollen, welche sich aber dessen beschweret, verwendent dass sie h. D'' Dannhauer zur band gegangen, were ursach weil er älter als sie, ihr prœceptor, länger in dienslen, Professor und berühmt m controversiis, Saltzmann nicht solcher qtialitcet , jünger als sie, nicht so lang in diensten, blödes leibs, geringer sprach, hab wenig gearbeitet, dem aiiditorio unanmüthig, würden bey der wähl etliche gar nicht erscheinen, andere nicht votirtn, viel die kirch qtiitliven, seye darzu an dem dass sie auch bereits hatten wollen einkom- raen sich wegen der abendpredig zu beschweren; wiewohl sie hingegen die morgen oder früegebelspredig von andern verrichten zu lassen erlaub- nüss hätten, were doch die beslallung so forchtsam dass einer solche lieber Selbsten versehen thäte, bäten es dahin zu richten dass sie ruhig und in gutter einigkeit ihre Labores verrichten möchten. Ist ihnen per decretum wegen unverschämten begehrens und vorschri- benes verweis gethan, und zur schuldigen gebühr ermahnung geschehen. M. Gross* ist nachgehendts widerum unruhig worden, da man ihn dann 1. Jean Wencker étant mort le IG octobre 1G59, ce dernier passage ne pent être de lui, puisqu'il a été écrit lorsque Gross était en prison depuis plusieurs a?uiées. D'après la chro- nique citée par Strubel (V, p. 135), M. de Chamiiiy lit remettre Gross en liberté en 1682 après iS ans de captivité, ce qui place son arrestation eu iG6i (cfr. n" 3210), et la rédac- tion du texte vers 1670. Ce passage serait donc de Jacques Weiicker, s'il n'est pas l'œu- vre de Reisseissen lui-même. Voir la suite dans Reisseissen, Strassbnrgische Chronik, p. 189. Coninie il y est ques- tion de faits relatifs aux années 1069, 1670 et suivantes, les fragments en question n'ont en tout cas pas Jean W'encker pour auteur. En revanche, ce qui suit dans notre texte, semble bien être du vieux chroniqueur. — L. D. - 200 — in der Elendeherberg in ein verschlossen gemach gesetzt, allwo erannoch ist, und schon bey etlich jähren nicht ausgehen dörfte. Fol. 82^ 3236. Zufällige Sachen beyni Begiment. — Das bey vornemmer ende- rung in hohen Piegimeiiten auch zugleich zu facilil'uung derselbigcn Gott der IJerr bey geringern ungewöhnliche mulationes lässei mit einschlagen, würde aus den Jdsioniiw sonderlich auch aus slrasshurgischen Chroni- eken gar leicht beyzubringen sein: ich hab allein weniger alhie meidung thun wollen, wie mir dieselben obiler an die band gekommen. 1548 Anno Christi 1548 nach trenuung des Schmalkallischen bunds und ab- strafiung der Evangelischen, Hess kays. Carolus V viel Völker im Würlem- bergerland einquartiert liegen, welche allgemach sich dem Elsass näherten, und weilen die burger zu Strassburg aus antrieb der prediger wenig lust hatten das Interim anzunemmen, förchleten theils der vornemsten burger (besonderlich die welche kayserliche leben halten) sich vor einer belage- rung, oder dass es ergehen möchte wie mit Costentz, welche den 6'*" aii- gusti «o. 1548 von den Spaniern überrumpelt und derselben prediger verlribeu worden, sagten derowegen ihr burgrecht auf und zogen theils nach Ilagenau, theils auf ihre landgüler. Darauf eifolgt dass in 6 jähren, 5 neue ammeister erwöhlt wurden, darunter vier XVß'", welche alle fünf erst de dP. 1548 im Regiment. 1620 Anno 1620 do die grosse Veränderung im römischen reich vornemlich ihren anfang genommen, seind acht personen des beständigen Regiments abgegangen, darunter drey XIII^'" gestorben, und zwey XV«^«"; ein ammei- ster so XXI«r war, degradirt, ingleichen ein XV^^f, und ein steltmeister so XV«"", leibs halben abgeheischcn, also drey neue X1II<^'', sieben neue XV^«" und ein neuer XXI«'' erwöhlt worden, und zuvor a°. 1619 auch zwey neue XV'er von den burgern, was nun solche grosse enderung bey einem Regi- ment, bevorab alhie do unter 10"*^" kaum einer studirt oder politischer Sachen sich beflissen, in Consiliis für deliberationes verursacht, ist ver- nünftig zu ermessen, denen aber mehr bekant welche dem Regiment ein zeillang beygewohnt. Sapienti sal. Fol. 83" Anno 1634 et seq. Als die benachbarte edelleul sich hieher in sicher- 1634 heit begeben, hat man ihrer viel ersucht burger zu werden, auch theilen das burgerrecht geschenckt : proposilio war, jetzt seyc die zeit den ab- gehenden adel zu ersetzen; man möchte sonst in kurtzem gar um den titul kommen. Die vei-niöglichen habens recushi, andere sich der zeit be- quemt: ohs dem pnblico nutz, wüid die zeit lehren. Fol. 83' Den 12'«" augusli a'>. 1580 ward h. Heinrich Joham gewessner land- — 201 — vogt zu Mülperffard biirger, und alsobald an h. Burckard Gossen stell XV^r; 1580 halle solche vom 6 niaii vacirt. H. Goss ist 30 jähr XV^'" gewessen und nie steltmeister. Vor Zeilen, war der legierende steltmeister absens, hat der regierende ammeisler in der nolariorum conlracluum verschreihungen pflogen be- nent zu werden. Exempel seind 2 bey der Uotlikirch de 1590 et 1592, da beede mal h. sletlmeisler Georg Jacob Bock das aml getragen, 1590 vom 29julij, 1592 vom 4 junij. Disser war mehrerer zeit zu Uomersweiler, sogar dass ihm endlich ein mahnung der hh. XV^i- angezeigt worden, er solle entweder seiner ehrenslell fleissig abwaiten, oder resigniien. Ob aber der ammeisler auch das Slallinsigel und paner bey hande gehabt, dubito. «Wir Wolfgang Schütterlein oder Abraham Held regierender ammeisler und der Ralh zu Strassburg ihun kundt etc.» Bey h. steltmeister von Kagenecks zeilen, welcher immer widerum in Rath, auch über seine erklärung, erwöhlet worden, also in 8 jähren nicht mehr auf die Pfallz kommen, haben andere vicarirl, oder einige monat hat niemand disses erinnert, vielleicht niemand davon gewussl. Ao. 1656 slarb h. Jonas Stör XV^r, isl über 2 jähr wegen fallenden siech- 1656 tags nicht ausgegangen, doch XV^r bliben. A». 1658 in januario isth.XlIJer Haassen (welcher gesichts- und anderer 1658 verlegenheilen halber nicht mehr qualißcivl) angedeutet worden seine ehrenstellen zu resigniren, welches er zwar doch ungern gethan, vermeint sonderlich aliein die schoflenstelle zu erhalten, weilen er oberherr bey E. E. zunfft der Freyburger (auch überall die schöffenstellen ersetzt), hats ihm glimpflich abgelehnt, ist aber doch connivendo verbliben. Nous ajoutons ici un certain nombre de fragments qui complètent la Chronique de Weucker. 3237". {Bestrafte Beamte.) — In disem iahr wurden 2 ammeisler Tom. ii hart angesehen. 1° h. Heinrich Meyer um dass er sich bey seiner regierung fol. 89^ zu viel gewalts angemasset und seiner pflegereyen missbraucht, gegen die ^'^^^ Stall, um 100 pfund pfenning, und dem Werck Unserer Frauen Haus um 30 S" ^ zu erlegen abgestraft. Darum muste er drey bürgen geben, auch seines schöffenamts priv'ierl sein, und caviren leib und gut nicht ohne eines Ralhs erlaubnüss aus der Statt zu enläussern, und als er über 10 jähr slarb, ward ihm das lipsal als einem ammeisler sonst gewönlich zu hallen aberkandt. 2" h. Hans Meelbrüh ward abgestrafft etc. - 202 - Fol. syb 3237^. Vorrath im Burgundischen krieg. Anno 1475. ^^'^^ Summa der slnttleute ist personell 20 722 Darunter die kein körn haut 7 702 Summa fruclit darunter auch elliclier landlülhe . . . . iVtl. 240550 Summa der landlüthe ist personen 5476 Die haben körn frll. 23829 Summa Summarum aller personen in Statt und land ist 26 198 Davon haben kein körn 8369 Summa aller fruchten ist frll. 264379 Tom. II 3237*'. (^Bundschuh.) — hi der fasten rotteten sich etliche liederliche Fol. 133 leute zusammen, von Schlettstadf, Sultz, Dambach, Epfich, Andlau, Kesten- 1502 hültz, Slolzhcim, Dieflenlhal, Scherweiler, Bliensweiler, Nothalden etc. Die pflichteten sich gegen einander auf dem Uiigersberg, und wer in ihre buntnüss begerte, muste sich zuvohr schwören, ihr vorhaben heimlich zu halten, niemand (auch in der beicht) zu offenbaren; ihre iiäubter waren Hans ülman von Schletlstnlt, Jacob Häuser von Bliensweiler, Hans Ziegler von Stolzheim und schulteissen Ulrich zu Andlau. Ihr vorhaben war sich ihrer schulden zu entbrechen, das Rotlweiler gericht abzuschaffen, item zolle und andere beschwcrden, sleur und bette nach belieben zu geben, die Juden zu todten und ihr gut für sich zu behalten, die geistlichkeit zu nötligen mit einer pfründ allein aufs meiste 50 oder 60 fl. ertrag, sich conlentiren zu lassen, in der Charwoche Schieltstat zu überrumpeln, zu plündern und sich darin fest zu legen, und ein paner mit eim bundschuh aufzurichten; so wurde, wie sie vermeinten, ihnen aller orten der gemeine mann bey fallen. Wurde aber entdeckt: Claus Ziegler zu Schieltstat und Hans ülman zu Basel deswegen zuvierlheilt, die andern 2 giengen durch, die übrigen theils am leib, theils mit Verweisung, umgelt oder der leib- eigenschaft, je nach dem sie Obrigkeiten fanden. — Pp. C. 1517 ' 3237''. {Schlechtes Jahr.) — Auf den vorigen dürren sommer ist 1518 erfolgt ein druckener kaller winder, das es von anfang des Jahres bis auf den mitlwoch in den Ostern nicht geregnet, seind die alten rebslöck erfroren, am freylag vor Gcorgii gabs ein grossen reyffen, Ihete viel schaden im feld, reben und obst, gab man von Pfingsten bis Martini den becken und bürgern vum Speicher frucht, das fierté! rocken um 7 seh., musste aber ein jeder hanrltreu geben dass er keinen vorrath, und dass er solches in seiner haushaltung mit den seinigen essen wolle; den gar armen gab man meel den sester um 17 pfenninge, sonsten zalte das körn 17 auch 18 schiliig. - 203 - Im Spital waren so viel erhungerte und krancke, rlass man woclienlich haben musste 30 fiertel frucht, 4 fuder wein und in die küchen CO gulden, war das pfund rindfleisch taxirt l'/a pfennig-. Was den burgern gegeben behef sich auf 50,000 fierlel, und wurde sonst innerhalb zwei jähren aus der Statt geführt 362,962 fiertel, ohn was der Brudcrhof, Unser Frauenhaus, der Spital, die Ellende herberg, das Gulleulhaus und an- dere pflegereyen hingeben und sonsten heimlich hinweg geführt worden. Weil wenig wein gewachsen, kam das fuder auf 26 bis 30 gülden, die mass 7 oder 8 pfenninge. D'après M. Rod. Reuss {Alsatia, 1868-72, p. 153 — 154) ce passage se lisait dans la chronique de W^encker, II, tome IV, p. 24. Comme l'histoire du 16® siècle se trouvait deux fois dans la chronitjue, d'abord dans la deuxième section du vol. II, puis dans la première section du vol. III, il faut traduire dans la phrase de M. Reuss le mot tome par celui de partie ou pars, comme le donnent les citations de M. Schnée- GANS. Cette famine que Wencker plaçait, selon M. Reuss, en 1517, est placée en 1518 par Friese (ïh. II, S. 136), qui s'appuie sur le même passage de Wencker. De là dans le texte de Wencker que nous avons publié, les n'^s 3006 et 3008 qui paraissent se rapporter au même fait. 3237^ {Bauernkrieg.) — Um dise zeit erhub sich der Widertäuffer Tom und liauren aufstand im Elsass, sollen in eilf häufen bey Molsheim 50 tau- ^'^'"^ ^^ send zusammen kommen, deren oberster Ilel Georg schultheiss zu Rosheim, ihr prediger Clemens Seich, strasburger gartner. Die Statt Strassburg Hess under 2 haubtmännern , Caspar Wolffen und Hans von Matzenheim 2 fähnlin landsknecht werben, auch alle handwercksgesellen als wartgelter in bestallungnemmen, und hielt man starck wacht bey tag und bey nachl: ursach das man dem gemeinen mann, sonderlich den fremden nicht zu wohl trauen konte, angesehen voriger schwierigkeilen bey 1514 be- schriben. (Auflauf auf dem Rossmarckt.) Desswegen die Rälh und XXI sich fleissig vorsahen, erstlich ihre ge- dancken mit den 300 Schöffen oder dem grossen Ralh communicierten, und darauf um mehrerer gewiss- und sicherheil widerum eine ermah- nung und bericht auf allen zünfften nicht allein vortragen, sondern eins jeden, auch des geringsten burgers meinung besonders anhören und ver- nemmen Hessen, dessen inhalt: 1. der prœtext dass es dem Evangelio zum besten geschehe nichtig, weil es ohn, ja wider die obrigkeit vorgenommen. Fol. 3G'' 1525 — 204 — 2. Procedur clessgleiclien, weil sie nicht die g-eislliche und ihre in- traden, sondern noch viel mehr die zinsreicher dadurch verderhlen. 3. Alles verschwcndelen dnss sie bald auch wurden der leyen guter an- greiffen, derowegen die Statt belrefl'eiid nicht unnöihigerweiss die vorsorg zu haben, sie mochlen a) wann auf dem land aufgezehrt, sich der Statt nähern, entweder begehren eingelassen zu werden, oder doch der geist- lichen substanlz und vermögen ihnen zu lüflern, h) Nun hab man die geistlichen genölhigt burger zu werden, darum c) man ihnen auch schuldig wie andren aufrecht schufz zu halten. 4. Zu besorgen die menge des volcks und die gewohnheit mit andern nach belieben zu verfahren, werde auch die vvelllichen treffen. 5. Möchte, wo nicht eine gute résolution gefasst würde, bey einander und ihnen, wo sie sich der Statt mit uiig:ebühr nähern sollen, zu wider- stehen, ein confusion under der burgerschaft erwecken, der Slatt ver- derblich. Ilelten ein exempel ihres procediiens bey, der Statt damaln zu- ständig, slättlehi Benfeld, da sie die burger mitzuziehen gelrungen. 6. Die vorfahren hellen durch ihi' zusammensetzen die Statt in vilcn veit ausgehenden widerWertigkeiten sich redlich durchbracht. 7. Eins Magistrats intention seye für diesmal dergleichen zu thun. 8. Helle zwar in ansehung guten Vertrauens keinen zweifei, es werde ein übrige buigerschaft mit ihnen und den schöffen einstimmen. JV/?. 9. Aber doch um mehrerer gevvissheit und ihr der burger scdis- faction willen, einen jeden besonders vernemmen wollen. Hat so viel gebuchtet dass nicht allein ein ehrliebende burgerschaft sich nach wünsch erklärt, sondern in ansehung so guter einigkeit, man hat mögen mit nutzen der nachbarschaft als underhändler mit disen schwierigen Iculen Iractiren; dann als dieselben das closter Altorf einge- nommen, schickten sie nach Strassburg um etliche prediger, zogen hinaus M. Capito, Bücer und Zell, die stellen sie gegen den abt und conven- tualen, vermeintlich der religion halb mit ihnen zu disputiren. Aber Bücer vermahnet, wäre nicht da wegen geistlichen sacben mit gewalt zu ver- fahren, sollen ihnen heimzukehren und den abt frcy lassen, das Closter nicht beschweien; jenes geschah, das Closler wurde spolirt. Im Sunigau und über Bhein war alles schwing, spolirlen alles und ver- brannten die brief und urbaren. Als auch ihren 15000 gen Lohr kommen, reiselen aufbegehren frl. gnaden maigraf Ernst von Baden, von Strass- burg dahin h. Jacob Sturm und h. Conrad Johnm der Stadt abgesandte, die sprachen ihnen also zu, dass etliche artikel aufgesetzt und vom h. mar- grafen bestätigt wurden, lifl'en daiauf von einander. — 205 - Die im amt Elteiiheim, der Stall Sirassburg, wie Benfeld pfandsweiss t'^l. 37 ungehörig-, wurden von h. Bernhard Wormser und Hans Eihard von Roll- weil gen Cappel eil'ordcrt und mil guter verlröslung von einander zu gehen belhätigl. In der andern margrafschaft wurden die underthanen von denen im Brürein aufgewickelt, samlelen sich zu Oberkiich und zu Offenburg die Landvögliichen, ßischüflichen und Lichlenbergischen etc. bauern den Smaij vor Offenburg, mulhelen ihnen zu wesen (sie) sich die Strassburger besorgt hatten, doch wollen sie den pfaffen ihr eigenlhum lassen und möchten die slattlhor verwaren, begerten nur mit 200 personen die exécution verrichten, wurden befragt was sie under dem wort geistliche guter verstünden, sie der Spital auch drunder gemeint, wollen gleichvvol den corpus nicht schwächen, aber jelzmalen vorralh haben, wurden abge- wisen und gewisse limites beslimmt die sie nicht überschreiten sollen. Darauf sich 3 häuffen zerlheilt, der eine zu Eberswiher und zu Durbach, der 2 zu ßolspach, der 3 zu Biel verpliben, bis der ausstand, donnerslag nach Georgij gemacht worden; haben mit ihnen gehandelt margraf Phi- lipsen wegen h. D- Ilieronymus lleuss ôantzler und bans Sigwarlh, und von der Stall Strassburg, h. Bernard Wormser sleümeister und h. Caspar Rumler des Raihs; wegen der bauren von den Oberkirchischen Georg von Wimpfen, wegen der andern Wolf Tucher schultheiss zu Biel {sie} ihre beschwerden bey Schlüssero fol. 14 und 48. Weil die Statt Strass- burg immitten lag, musste sie sich bederseits Rheins bemühen, dann die zu Altorf oben gemeldet erwarteten zuzug vom obern und undern Elsass, auch aus Westreich. Desswegen h. Conrad Ryffmit der Statt einspenniger an sie geschickt, im namen der Statt, sich zu interposition zu erbieten, gaben aber schlechten bescheid. Hierauf auch beneben den Landvöglischen zu Hagcnau, h. Bernard Wormser sielt- und Martin Ilerlin ammeister, die musslen sich zum 4^** mal anmelden, wurden darauf vor die am lisch sitzende bauren ein- gelassen, und stehend ihr anbringen sie zur ruhe anzuweisen ablegen, erholten ihnen gleichförmigen vergleich wie mit den überrheinischen aufgerichl. Sie re5/>.; sollen heimziehen, musslen einmal ihrer beschwerden Fol. 38 frey sein, wussten besser was sie ihun sollen als die von Strassburg; wann sie mit andern ferlig, wollen sie mit ihnen sich wol wissen zu verhalten, und als sie merckten dass die- armen sich zu acco7nodiren nïchl ungeneigt, ^ sprachen sie, sollen ihres wergs fortziehen oder wurden ein ander ant- vvort empfangen, worauf sie sich nach haus begeben. Auf dises haben sie sich gelheilt und ihr auf 20,000 nach Zabern gezogen, begehrten an — 206 - Strassburg pulver uikI gcschütz, wurde iliiien abgeschlagen, Hessen 2 weisse seidene fähnlin machen mit 5 schwarzen buchslaben N.D. M. I. E. Nomen Domini manet in ctcrmim, wurden aufgehallen (sc. z. Slrassbnrg) und nochmalen sie abzumahnen nach Zabern (alwo auch die gemein meisler) geschickt h. Reinbold Spender und Caspar Rumler, stell- und ammeisler, die erhielten was die geisllichon dahin gefleht, und deren von S. Themen bracht h. Peler Sturm von OlTcnburg wurde alles auf den Pfennigthurn in Verwahrung gelegt. Zabern wolle man ihnen anfangs nicht öfl"nen, geschah aber durch ein Vix von Zabern genant, an einem thor, da trangen sie mit gewalt hinein, namen der geistlichen, edclleutc und deren heuser die es mit ihnen nicht hallen wollen mit gewalt ein, und plünderten sie, fingen darauf an zu zechen bis der herzog Anton von Lothringen ihnen den 17 maij einfiel und sie niderlegle. Davon die Elsassisch Cronick fol, 169 und andere authores (M. Frkh. P. 3, fol. 104 seq. — Sleidan. — B. R. n° 6. — Jac. SCIILUSSER.) Dieser krieg cosfet die Sladl Sirassburg über 30,000 fl. Nach dem Risch. Wilhelm wider nach Zabern gelangt, fände er ein ausgeplünderte statt und verwüstet land, dann die Lothringer alles was mügh'ch fortzubringen, ja auch etliche hüpsche weibervolck mit geführt; er straffte weiter keine bauren wie iheils andre herrschaflen, sonderlich im obern Elsass Kön. Ferdinand gethan. 1525 {ßtadlhefestigiing.) — Domain baute man den Weissenihurn und die Srädermühle, und fleheten die Cartheuser ir gut zur Statt; alsda der wein kam, lieffen die arbeiler herzu und Irancken in eyl auf 30 ohmen, konnten auch durch kein oberkeitlich gebot abgehallen werden. Der wähl bey dem Grünenlhurn itzmid das Sleinstrasserthor wurde derzeit auch zu verschüt- ten angefangen. 1526 3237^. Graf Philips von Hanau hatte einen Strassburger burger zu Weslhoven gefänglich anhalten lassen, wolle ihn aulf frl. schreiben und erbielens sich rechtens zu beipiemen nicht folgen lassen, drum zog man auf Lucae aus mit 100 knechten, 400 burgern und 100 reulein und geschülz solchen ledig zu machen. Der graf kam vor und lies bey nacht den gefangenen für den Weissenihurn führen. Fol. 39 {Zug nach Wilstelt.) — Mitwoch post Q'iasimodo zogen die von Strass- 1520 bürg mit 80 pferd, 000 zu Inss und 8 stück büchsen nach Willstelt, aida einen ihrer burger Herder Georg genant ledig zu machen, alwo sie weil sie ihn frey gefunden, zwar gezehrt, aber alles bezalt, weil sie aber ein — 207 — par schütz nach tauhen gethari, und (]en schafTncr den sie antroffen, vor der erledi^qing in die Stall geschickt, hat graf Philips zu IJanaii wider sie an der Gammer zu Speier gelilagt, und ein heschwerliche urlheil wider sie erhallen; weil aber dabey nichl allein niiUitelen, sondern auch partia- lüeten vorgeloffen, hat die Slalt die Cammer zu sindiciren gesucht, seind die Acta in iruck. — Pp. C. 3237''. Der Ber/ri ff der Statt Sirassburg von der grossen Münsterlhür 1580 an zu allen Ihoren, stracks wegs über alle hausser gerechnet im julio 1580. Von mitten der grossen Münsterthüren bis an das Fischerlhor ge- rechnet: schuh 2884 = klafter 480, 4 schuh. Von obiger thür bis zum Neuenthor: seh. 3380. Thut klafter 563, seh. 2. Von gemelter thür ans Metzigerthor: seh. 2036 = klafter 339, seh. 2. Von besagter thür ans Spitallhor : seh. 1988 = klafter 331, seh. 2. Von angedeuler thür ans EL>belherthor: seh. 2624 = klafter 437, seh. 2. Von erwehnter thür zum Weissenihurn : seh. 4680 = klafter 780, seh. 0. Von berührter thür zum Steinstrasseilhor: seh. 4280 = klaficr 713, seh. 2. Von oflwidei'holter thür zum Judcnlhor : seh. 2240 = klafter 377, seh. 2. Summa der werekschuh à 6 seh. für 1 klafter gerechnet, seind: 28372. Thul klafter oder ruthen : 4728, seh. 4. Die gantze länge der Statt Strassburg ward gerechnet von dem Ihurm Lueg ins land bey dem Teutschen Haus bis an den Giesswahl hinder St. Claus in Undis, ist 8310 werekschuh, Ihun klafter à 6 schuh ge- rechnet: 1385. Die breite der Slalt von dem Spitallhor bis an den XIIP^ graben ge- rechnet (ist der graben hinter dem Reiffgässlein), begreift 6280 schuh = klafter 1046, seh. 4. Die Stall hat zu erhalten in der statt und dem burgbann 152 brücken. — Reiseissen, op. cit., fol. 79'' et 80^. 3237''. Music auf dem Münster. — Auf Johannis Baptistoe haben Marx i'"'- '6^' von der Heyden und consorten zincken und posaunenb'äser moigens umb 1^99 5 und abends umb 8 uhren ahnestatt der Ihurnblaser mu.^cirt, hat nicht über 2 monat gewehrt, seindt jene wider angenommen, dise abgeschafft worden. — Pp. Sehn. VI. ANNALES DE SEBASTIEN BRANT. B, XV. — (M.) M JAG. AVENGKER EXTRAGTUS EX PROTOGOLLIS Dom. XXI vulgo SEBASTIAN BRANTS ANNALEN 3238. Das Kartenspiel schon 1382 verboten. Ein Fürsprecher bei Fol. 88 gericht, namens Gudo, der bey dem spiele unchrislliche schwüre gelhan 1382 hatte, wurde bei strafe der Verbrennung auf ewige zeit aus der Statt verbannt. 3239. Um. Hans Cantzl er wird die Statt und das Bischtum auf ewig i'ol. 92' verwisen nacht und lag, und wo er darüber in denselben ziln ergriffen "^385 wurde, so soi man von ime rihten mit dem swerte. Darzu so soi sich Meister und Ralh alles sins guts underziehen und zu iren banden nemen, doch ist dass er in disen nehslen drieen tagen sine besserunge swert zu haltende, so soi sinre frowen ir reht an irme drilleil und wideme und ander ir gut behalten sin, tut er das nit, so soi sich Meister und Raih alles irs guts un- derziehen, untze an die sinnt dass er die besserunge swert zu haltende. Item Philippus Hans und Waller Wassirher haut unser Statt zu Slrass- burg 10 gantze jnre verschworen nacht und lag eine mile etc. Act. feria sexta post Purificat. Marie a". 1385. — Extr. Reg. de a". 1384 et 1385 (cancelliit). Wir Burekart von Mülnheim dem man sprichet von Rechberg, der Mei- Tom. i ster und der Ralh von Sirassburg haut erteilt urteil dass Johann Canlzeler ^°'* ^' vor dem Meisler und dem Rathe der stete zu Fryburg sweren soi an den h'efligen, dass er diewile er gelebet niemer wider unser Stall, unsere bür- gere noch die unsern roten soi noch tun, es sy uff tagen oder uff stunden etc. Act. feria terlia ante diem S. Thome apostoli. — Memor. XXL Registr. de a?. i385. 3240. {Polizei-Ordnung. — Münster.) — It. was vor dem Münster Fo'- ß*" an dem holwege oder an weihen stellen das ist, abgebrochen ist oder ge- ^^°" machet wirl, das soi ouch alle wege also hüben, und soi dirrc Rath noch — 212 — kein ander Rath der hernoch wirt, kein recht noch gewalt haben es lossen wider zu machende oder gell darvür zu gebende, doch so soi man von unser Stelle wegen ein gemein mess machen wie breit iegeliclier ein lach one ufle sülen an sime hüsse gegen unserre Sielte almende machen soll und darüber nit. It. es soi ouch menglich vor sinen hüsern do almenden gemachet sint, die löcher verfüllen in disen nehestcn ahte lagen, und soi ouch mengelich in densellien lagen die lecher die an dem Münster han- geiit und vor dem Münster und daran stont, abebrechen und dannan tun, und sie ouch nit me do haben by straff 5 S". Und soi disse urleil alle iar ein Rath dem andern in den eyt geben. Actum et publicalum dominica proxima posl diem sancti Nicolai episcopi a«. 86. II. Es soi nieman keine stunde noch tage machen uff Unsere Frauen hüss noch in Unser Frauen hoff, noch kein gespreche do haben, bey straff 30 ß, doch soi dis unsern Rath und so wir von unserre Stelle wegen zu schaf- fende haut nülzit ane gon. — Register allerhand Urteilen, i3S6. Fol. 7^ 3241. {Münster.) — It. unsere herren Meister und Ralh sint überein 1388 komen dass man alle die stüle die in dem Münster sint, und mit namen die slüle bi der sülen vor Sl. Laurentien, die stüle umbe die sülen und alle andere slüle die in dem Münster sint, sie sint an weihen stellen in dem Münster sie wellenl, unverzogenlich abe brechen und dannan tun, und das Münster lossen bliben als es von aller haikomen ist, und söllent ouch der schaffener noch die pflegere des werckes noch nieman anders nieman erlouben keinen stul in dem Münster zu machende an keinen enden, klein oder gross. Doch süllent die slüle die an den wenden zu beden silen stont, bliben slonde als sie von alter do gestanden und gewesen sint, und nit lenger herfür in das Münster, das einre vür den andern gange. Fol. 93« 3242. It. Claus von Künigeshoven der Schultz hat ein valrot pfert. Ist gemusteit vür 6 S". — lieg, de a°. 1388. Fol. 17* 3243. {Rheinau.) — Ob man den von Rinowe den hürigen zins soi 1396 varen lassen? Fol. 98» 3244. (Pidver.) — Anno 1400 und vorhero muss das pulver bereits 1400 seyn erfunden gewesen, ob man aber solches schon zu den feürbüchsen fin- det sich nicht, dann man damals steine in die büchsen geladen und damit geschossen; wie man dann damals grosse steinbüchsen, jagende büchsen, yseriii steinbüchsen, stabebücbsen, klotzbüchsen, kleine li.uiiibüchsen ge- habt, bcnebfns den arndxoslen. Welcher gezeng allhier auf den Ihürnen, in der von Bischoffsheitii iKjfl u. des Lolmers huff und anderswo verwar- lich gestanden und gelegenl. ^Alibi zwen sack mit büchsen pulver.) - 213 - En marge. 20 zentner bereites pulver. It. A zentner schwebels. It. feuer- pfileissen und büchsen, pfileisen. It. spangürtel. — Exlrad. e liegislro de a». 1400. 3245. {Archiv.) — It. von des gewölbes wegen so man die briefe Fol. oot inleget. 1401 3246. Druder Johans von Prüssen. — Id. fol. 10^ 2 art. Addeibid.: Fol. o»» Predigen der orden in der fasten im Fronhof. 1404. — Vide infra. 1403 Bruder Johans von Prüssen ward zu rede gesetzt darum dass er an dem pfingsltage nach imbiss in offener predig verächtlich und auffrürisch soll geredel haben wider die obrigkeit allhier. Urteil wegen der irrunge, unfiiden und smocheit so unsere erbere Fol. lo» pristerschaft, beide geistlich und welllich, und auch unsern hauptern und dem gantzen Rat gemeinliche geschehen ist, von einem der vor ziten her kam in blotzbrüders cleider, mit eime lidrin betlelsack, bruder Johans der Prüsser genant, und sich aufgehalten by den Tütschen herren alhier. Darumbe so siiit unsere herren Meisler und Rat mit rehler urleil überein komen, dass dehein mensche in unser Stall, wie das genant ist, es sie frowe oder man, in das kloster des Tütschen hüses, noch in den begriff desselben hüses und was darzu gehöret, es sient nebenhüser, höfe, garten oder anders was an sie stosset, nit gon noch darin wandeln oder zu de- heime ze redende die in dem selben hüss noch ime deheine bolschafft ze tunde, es sie mit briefen oder andern dingen, noch ouch kein botschaft von in empfohen, es sie heimlich oder öffentliche, untz uns die smocheit und der widertriess benommen würl, der uns von dem obgenanten Prüsser geschehen ist, bey der besserung hundert marck Silbers und 10 jare von der Statt. Actum 6^ post Corporis Christi. — Reg. de a^. i403. Porro plura. Wie die tütschen herren den Prüsser hinweg geschickt und gebetlen das gebot zu diser zit abe zu lossen bis dass ir Lant- comentur komet, welches willfahrt. 3247. {Strohdächer verboten.) — Decretum dass jederman sine rörin Fol. 18» oder schobin dächer soi abe brechen, bis auf pfingstlag, und die mit 1406 Ziegeln decken bey 5 ^ ^^ und jar und tag üss unser Statt. Public, dom. ante Palmaium. — Reg. de a°. i406. 3248. (Münster.) — Mandaten uff dem Lettner zu verkünden ver- Fol. 17'' holten. 1406. 3249. {Münster.) — Den Pflegern des Frauenwercks gewalt gegeben Fol. ii« precarie und lipgediuge geben zu kouffende. Feria 5^ ante diem S. Oswaldi. 1408 - 214 - Fol. Il'' 3250. {Schneider.) — Mandai und verbot dass niemand hinnanvürder 1408 in unser Stall das liede von dem snider und einre geissen nit me singen soi, noch dehein ander lied in semlicher mossen, das erber lüle und ant- wercke antreffende ist, bey straff 30 ß ^, dann es das erber aniweick der snider und ire knechte verdrossen. Public ipso die S. Nicolai episcopi a°. 1408. Fol. lOP 3251. Zollfreyheü von Rheinau erneuert. Sabb. a. diem S. Erasmi 1410. Fol. 11'' 3252. (Rathsglocke.) — Menglich soi wissen dass man die ratesglo- 1410 cken wenden will, und dass man sie in den ahte tagen nit gelüllen mag etc. (Mil der h. geislsylocke in den Ralh läuten.) Actum ipsa Oswaldi. Tom. I 3253. (Waisen.) — Item wer hinnanvürder dehein jung unerzogen Fol. 12» kiui^ es sie sin oder ander lüle heimlichen vor das Münster, in andere ^^^ ^ kirchen, oder andere heimliche stelle in dirre stat oder burgbanne setzet, und von dem gol und sie lot slon, und man nit anweist wemme es zu gehört, wo man das ergriffet, do es uns in unser gerihte gevolgen mag, es sie man oder frowe, knabe oder dohter, den soi und wil man erlrencken, und wil man ouch heimliche hüten darüber setzen, die daruff wornenien süllent vürbas denne bitzhar geschehen ist. Publicalum dominica po5l Ulrici episcopi anno 1411. — Regislr. de a°. i41i. Fol. 102'' 3254. Slorcken schiessen in der Stall und burgbann weder ufThüsern 1423 noch an andern enden bey 30 ß ^ verbollen. — A». 1423. Fol. 102 3255. Spiel verholten in der Stall und burgbann, jeder männiglich alle spile hohe oder nider das dem pfenning geschaden mag, excipe brelt- spiele, walen, schiessen und bescheidenlich karten, doch nit lüslels und semlich unzimlich spiele uff der karten, bey straff 5 ÏÏ ^. Der nachrichter aber mag wol seine schybe an offene Strassen setzen, und den leülen die darzu gehören oder derselben schyben öffentlich zu spielen vergönnet sein, nicht aber heimlich in hüsern. — De annis i423 et 25. Extract. Reg. de a'\ i423. Fol. 104'' 3256. (Arme Gecken.) — Als die Gecken wider aus dem land ge- 1445 wichen waren, hatte Meister u. Ralh uffgesetzel dass man eine singende mess anstelle die ufT montag vor Nativ. Marie im Münster halten solle. It. man hat auch 10 vierteil korns bachen und unter armen leullen vor Unser Frauenliüss austheilen lassen. — Reg. de a". j445, Fol. 1'' 3257. (Ketzer.) — Bruder Hans Paulus der kctzer. — Assurnpl. 1449 Mar. — 215 - 3258. Dicbolt Brant von wegen siner stiefmuler — 5^ posl Fol. i'' Ascens. 1450 3259. (Glocken.) — Von den glockcn iiiï dem Münster domit man Foi. 76» gegen dem wclîer lüten sol. Act. feria 6^ posl S. Margeiellie a*^. 1451. 1451 (Nota.) War S. Tlieodorus heyllum in ein glock so iill' dem Münster hangt, vergossen nnd verwürckt, und daruffgewihel und getouffel, ufîdass das ungewiller, wan man die lütet und so verre die gehört würt, domillc vertriben werden soi. — Aus einem Buch in-fvl. allerlei/ Slallordnungen enthaltend. 3260. Ist Diebolt Brant underkäufer worden, dass er der würtschaft Fol. V' sich soll ablhun. 1453 3261. {Ketzer.) — Die Tächsin und der hutmacher buss um kelzerey Fol. 2> empfangen. 1458 3262. {Münster:) — Item des gewölbs halb im Münster. Sabb. post Fol. 2« Sixli. 1462 3263. Schiessrain bey S. Elsabethen. 1464. Fol. 52* 3264. It. Hanns Brant genant Spirer, contra Hans sinen sun. 1464. Fol. 2*^ — It. Hanns Spirer der jung contra sinen valter. 1465 3265. (Ablass.) — Hoc anno ward ein boltschaflt gen Rom geordnet Fol. iii'' abloss zu erweiben des Münslergebäues halb. Solchen abloss die lumher- 1466 ren verwilliget haben drey teil zum werck und den vierten teil zum chor und zum kieutzgang. 3^ post Regum. — Gedechtnissbüchel de a°. i466. 3266. {Schiessen.) — It. den gesellen von Zürich und von andern Fol. iii^> lenden, die in eim tage von Zürich bar gefaren sint, 3 omen wins ge- schencket an die herberge (zu einem schiessen auf dem Schiesrain.) Dom. posl Ulrici. — A7//. Gedechtnisbüchel i466. 3267. (Stürmen.) — It. dass die Wächter nit stürmen sollen so es Fol. 1I2' üssvvendig der Stattringmüren bürnet, sondern sie sollen hürnen als es 1467 von alter harkommen. 3^ post Purificat. — XXL 3268. It. Hans Spirer der jünger im turn. 1467. Fol. 2'' Der junge Spirer zum (barré: im thurn) J. S. Peter besetzt. It. dass Fol. 1I2» Spirer ein langen degen an habe, aus dem wihewasser trincke. ... — Gedachtnisbüchel de a°. M 67. 3269. (Unfug.) — Ein schererknecht Hanns von Oppenheim und Fol. lOi^ Bernhart von Wilr der weher zu rede gesetzt; halten am h. Fronleich- namstag auf dem Münster iren mutwillen getrieben und sunder ein be- — 216 — schissen brüch mit lüte bebt mutwiiliglich, frevelich und bedechllich abe dem Münster gewoifen in dem gemeinen dantz ulî dem plalz, als die schumacherknecht danzten vor dem Münster etc. Erkant sollen sollichs bessern, der scherer der die brüch abgezogen \iï ^ den weisen, und der vvöber 10 ß <5| Unser Fr. Werck in drien lagen, oder aber in derselben zeit sich zu anlvvurten in den thurn und vier Wochen darinn zu blibeii, welches jeglicher wil. — Extr. Regisl. i467. Fol. 112» 3270. li. aas Weissenhüss zu hüwen. — Gedechtnissbüchel de a^.i467. 1467 (C'est la maison Polidoro dans la rue Sie. Madeleine, nommée encore dans des litres de la fin du seizième siècle das alte Waisenhaus , nolam- meiil dans le conliat d'écbange de 1592 aux mains de mon beau-père, M. Bartbolmé. — JSole de M. Sciinéegans.) Fol. 2^ 3271. (Sladlmaiier.) It. die mûr vom Guldenlhurn bi der bedeckten brücken geblattet. Fol. 112*' 3272. {Bellelorden) — It. die vier orden des widerpredigens halp im 14-69 Münster, hotten h. Friderich u. h. Baumgartner also den bischoff ouch zu bitten sie nit zu entsetzen. Sabb. post Purif. — XIII. Fol. 2'» 3273. (yVasserwerck.) — It. das rad wart gemacht by der gedeckten brücken das wasser in S. Elsbethengraben zu tragen. 1469. Fol. 113' 3274. Schiesrain ordnet vor S. Elisabelhenthor. Sabb. post Corp. UIO Christi. Fol. 113^ 3275. {Zigeuner.) — Item ein schar beiden kam überdie Rinbruck uff die au, die ander by Lingelsheim herabe by S. Arbogast. Ilem die heyden bitten sie noch zwen tag hie zu lassen. 6^ vigilia Nativ. Marie 1470. — XXL 3270. (S. Pancralius.) — Ilem S. Pancralius ist gnedig zu drien eichen by der Mendat. Wer zu opfTer gibet, dem mäht er sinen win nit üsslauffen, als her Burggr. seit. — 8. post Nativilalis Marie 1470. {NB. Dem alten Liede von demselben Heiligen beyzufügen, das ich frü- herhin Freund Stöber mitgetheilt habe. — Note de M. Schn.) Fol. ih^ 3277. Weisenhüssordnung. — Act. feria 2^ post Katherine a°. .1470. — Aus einem Buch in fol. allerley Stadiordnungen enthaltend. Fol. 2>> 3278. II. 4° Schiessrein erkant. II. alle nöbe {sie) uff die gassen aberkant. Fol. 46'' 3279. H. Hans Conrat Bock seit wie fr. Marggr. ime kint gehebt und siner frau ein ringel in kindbetl geschenckel. Ist erkant um dass siner frau ringel blibe und Marggr. geeret, soi lossen schetzen und das gelt — 217 — geben das halbe Unser Fr. Werck und das ander halb den weisen. — XV. Memor de a«. i470. 3280. H. Claus Baumgarlner seit das Speckmessers frowe by ime Fol. 47" gessen, ime ein schüssel galreü bracht, und sin sun ein göltel ein seckel 1472 und 3 helbling darinne. Erkant er soi für die galreü 2 ß ^ den weisen geben und das ander widerum {sie). 5^ post Erhardi. 3281. It. das Rennduch zu bestellen. li. 4 feiilin zu machen, huren und buben laufTenlin. 5^ post Job. Bapt. 3282. Z/7^/ocÂ; zum Münster den wechlerknechten auch ein slüssel zu loi. li.^^ geben. Die uhr auch richten. 3» post Pelii u. Pauli 1472. — XXL 3283. {Pßeger.) — It. Probest zum Jungen S. Peler und Bernhart Worniser begehren einen pfleger. Ist Hanns Spirer erkant. 2^ post Vincula Petri 1472. — XXI. 3284. {Mihifiler.) — Item uff das Münster ein fan wiss und rot, hant _i'oi. 116» die Bete und XXI erkant. 6^ post Jucobi. — XXI. ^1473 3285. {Vigend gut.) — Item obe man Richarls des goldschmiden selig Fol. 1 17 guts unterziehen will, als burgundisch vigend gut? Ist erkant, entpfoblen 1475 den Ill^n mit sampt h. Claus von Kageneck und M. Trachenfels. Fer. 5'' post Antljoiiii. — XXI. — Gedächlnisbüchel de a°. i475. 3286. {St. Marxkloster.) — Denen frauen zu St. Marx ward gegonel Fol. 108 und erlaubet Caspar Uarpfennings hüss, hoff und garlen zu kauffen, und ihr kloster dahin zu bauen. Act. feria 6^ post Lucie 1475. 3287. (i?eMßn»?iew.) — Den frauen zu den Reuern werden 50 (öT^ms 80) B. Fol. 118" zu ihrer kirch und kloster wihung zu erkant. 3^ post Miseric. Dom. — XXL I47b 3288. {Münster.) — Item die herren zum Hohen Slifft, tumprobst, Fol. 119 dechan, marggr. Ilenenberg, Werlenberg und Künig, des schiimgelts (\'el'i9?) halb vicarien h. Gritsch und sonst vier; item Kürsener abbruch zum Gürt- ler bitten sie wider dahin zu lossen, so wollen sie davon und von iren zinssen die 30 B. erfüllen, {sie!) Item uff die zit da jelz der ammeister auch gewesen sy. Erkant ihrchor zu bauen dann er ihr gesiebt halb notturft sy und bitten flisseglich zu be- stellen das gebüen werde, und dass man es besehe. Statte bey herren die XXI als vor und den pflegcrn zu machen entpfohlen den chorbau. {sie) — Gedechtnüssbüchel de a°. i478. 3289. (S. Marxkloster.) — Item Hanns Völlsch bittet von der frauen zu Fol. 49» St. Marx wegen, ihnen zu gönnen einf^n werkmann üsswendig zu nehmen, ^ ^'° zu gebeü ihrs neuen klosters. Erkt. für XXI. Sabb. post Misericord. Dom. - 218 — Rätlie und XXI haben gewönnet fremde oder heimisch meisler oder knechl zu nehmen. XV erknt, auch zugelassen, Ilcm m. Lüdemann Hans zu gönnen. Fol. 49'' It. Iluns VuUsch seit wie die zimbeiiül ihr wohl 20 mil exen gangen sint 1479 zu dem gebeü zu St. Marx und habenl inen irgeschirre genommen, weilen fremde knecht do geai heilet. 6^ post Epiphanie Dni. Fol. 82*' XVer besleligen XXJcr urteil in Sachen dass einige des gerichls der zim- herlüle den fremden gesellen, so an dem werck des neuen kloslersge- bues zu Sl. Marx geai heilet, ir geschirre genommen. Act. 3^ post Oculi ao. 1479. lieber solcher ihal ist auch der Statlwerckmeisler geurlaubt, und ein Rathlierr sins schöfTtlamls eniselzl worden. Act. 2^ post Reminiscere 8°. 1479. — Aus dem Buch Besscrg. u. Urteil der ZFde a°. 1434. Fol. 4' 3290. Die dry yfiffer schalzgelts frey. Oculi 1480. Fol. 3^ 3291. Der Schiessreiu im Bruch aberkanl, Oculi. 1480 Der Schiessrein im Bruch aberkanl. 4^ post Oculi. II. der gust. (sie) bym Schiessrein im Bruch. Invent. Grucis. 3292. {M. Jost Dotzinger.) — II. Ordnunge steinwerck ist zu Spire er- kant worden uff den 9^" lag des aprillen 1464, dass Meister Jost Dotzinger von Wurms, Werkmeister der mehreren stilfl zu Sirasbuig, soi in seim ge- biete ein samenunge haben der wercklüle. 3=* post Jacobi 1480. — XXI. 3293. {Münsterprediger.) — It. der lülpi'iester im Münster zu bredigen im Summer und im winler, ist den pflegei n anempfolen. 3294. Profeyen uff dem Münster. 2^ anl. 00. SS. 1480. 3295. Das würtshüss zu S. Arbogast gebüwen und verlihen durch die liier. _ Memor. der XV. 1480. Fol. 4 3296. {Unier den Kürsnern.) — It. der winckel under kirsener neben Merswins gotshüs. 1480. Fol. 122" 3297. Am Steinstrass wird ein neuer ihurn zu bauen erkanl. 1480. Fol. 123" Hoc anno ward der neue thurn an Steinstrass gemacht. 1481. 3298. Jungen S. Peters marck am Krummittwoch gehallen noch hoc anno. Fol. 123« 3299. (U. L. Fraiienwerck.) — Item die pfleger und Schaffner Unser 1481 Frauenwerck sniien die schalzhcrren heischen schalzgelt des werckes- steinmelzen. Ist erkanl wer hü^elich und hebelich hie sitzet, der soi geben als ander hindersassen. 2^ post Reminiscere. — XXL Fol. 121'' Fol. . 4'' Fol. 49'' — 219 — 3300. (Münster. — Kirchweih fest.) — It. als der doclor im Münster ge- Fol. 123' brediget hat von dem handel ufl' St. Adülffslag mit lüle im Münster nachts h'gen, it. nachts singen, it. wie im Münster zu trincken, it. mil kerlzen gon, it. mit gufen stechen. Ist erkanl als h. liudulfl'das mcrer teil wurden ist. 2« post Adülfi 1481. — XXL 3301. (St. Catharinencapcll.) — Itm. der slüle halb so zu den messen ^'ol. 50' in S. Calherincapell gemacht sint, soi man einen oder zvven do lossen ^^^^ die nit irren. Sabb. post Corp. Christi. — XV. Memor. i48i. 3302. (Herzog von Mailand begehrt einen Baumeister) — Dem her- i'»'- '24 tzogen von Meyelon den werckmeister zum Münster. Ist geroten in selb- ^^8- ander zu schicken. Dom. Judica. — XIIL — XV. — XXL 3303. (Bockstanz.) — Ii. das tantzen uni den bock den Müreren ist fol. 124» abgeschlagen. 6^ post Adolfi 1482. — XLLL ^ 3304. (Ein werffendes Werck.) — Der werckmeister Unwillen unter •''o'- ^o sich eins neuen werffenden wercks halb. 5^ post Galli 1482. 3305. {Münsterpredigten.) — Die bredige üsswendig der krufft hie ^o'- ^^'J** oben vor St. Laurentien. Als an die Rete u. XXI gelangt von den kirchs- ^'*"^ pellüten zum Münster, wie dass sie fürgeben habent das die bredige so bishar in der krufft under dem chor bescheen sy, fürbass hie obenan vor St. Laurentien gescheen soi, und deshalb mit den herren des chors und ouch den pflegern Unser Frauenwercks ein abrede geton noch besag eins zedels u. gebetten sollichs zu verwilligen und zuzelossen. {Cfr. fol. seqti 1480 et infra 1469. — JSole de M. Schn.) It. der brediger stule soi gesetzet werden nebent der Stegen des chores by dem tauff. It. zu der zit wo man brediget soi niemant zu messen klencken. Als noch aller verhörunge habent dieRäthe u. XXI sollichs zugelossen zu versuchen ein jore u. was dann fürter gut sy das beschee. Act. 2^ post Judica a°. 1483. 3306. (Münster.) — It. die Räthe gehollen dass die pflegere Unser Fol. 124'' Frauenwercks mögent die hüsere darinne die gemeinen dirnen sint, den weisen geben oder verkauffen. 5^ post Judica 1483. — XXL. 3307. (Reuerinnen.) — It. Gedencken an abloss zu den Reuern. Räthen Fol. 125'> geseit. Kommen an St. Gathrinencapell, grossen glocken lüten. 3^ post Laurentii 1483. 3308. Unter den todengräbern Bastian von Wilihaden. 1483. Fol. 88-- 3309. (Münsteruhr) — Itm. das urley uff dem Münster, porro sollen Fol. 126 die büweherren besehen. 1484. — 220 — 1484 3310. (il/. Jost Glocken giesser.) — It. Jost Glockengiessers suns halber. ErkI. über Lampartisch gebüig by hencken. 4^ posl Sebasliani. — XXL Fragm. Gedächlnissbüdiel de a^. i484. Fol. 125^ 3311. {Fravenbrüder.) — It. den Frauenbrüdern sol man üben 100 ît ^ noch Erk. Sabb. post Reminiscere 1484. — XXI. 3;>r2. {Reuerinnen.) — It. den bauen zue Reuerinnen 500 R. halb gelihen. Erknl lossen slan. Sabb. post Lelare. — Fragmenlum Gedech- nüssbüchel de a°. i484. Fol. 125»' 3313. [Frauenbrüder.) — It. der Frauenbrüder gebüwen halb. Erkant 600 gl. zu üben und damit sagen nit me üben, sonder sie sollent domit chor in larbunge bringen und glockhüss machen. 2^ post Assurapt. Marie. - XXL Ibid. — It. der Frauenbrüder halb, obe lihen oder geben? Lihen und wan das ander gelt bezahlt, die 30 gülden geld fierler niessen. Porro versch. gehört und uffzeicbnen. 7^ post Assumpt. Mar. — XXL. Fol. 52" 3314. Schiesrain zu S. Elsabethen. 1484. Fol. 125'' 3315. {Münster.) — Item die pfleger u(T Unser Frauenhüss sagent, wie 1485 sich bt geben bale des werckmeisters halb, das sie dem siner unkunslhalb urlop geben habenl. Erkant soi by urlop blibcn , und wann sie fürter werek- meister bestellen oder urlouben wollent, sollent sie mit XXI tun, und den alten werckmeisler zu versehen hienoch fürnemmen. 2^ ante Vili 1485. — XXL Fol. 126' 3316. (Klöster.) — It. h. Peter Schott begert von den frauen zu 1486 S. Margrethen u. S. Claus wegen, die hofestat daruff ir klöster gestanden sint zu vermarcksteinen. Ist empfohlen den büherren und den IIl^" uff dem Pfennigthurn. 2^ post Bonifacii. — XXL Fol. 27'' 3317. Johans Ortwin von Vendenheim episcopus Manlonensis wihe- 1490 bischof. Fol. 27' 3318. {Verfasser der Rathsprotokolle.) — NB. Von a«. 1490 bis 1520 etc. seind E. E. Gr. Ratbs Prothocolla von D'' Branden; die übrigen und auch zum Ihcil die älteren, von anderen protliocollisten so nit genambset, eœ- cipe etliche von P. ßuotzen dem staltschiiber, wie sein nabmen bien und wider anzeiget. (NB. Ce passage se trouve en 7narge de Registrum de a°. 1490. — ^ote de M. Schn.) Fol. 127'' 3319. It. des Gümpelmarckes halber: sol man halten am Ilolwege. 2a vigil. Barthol. 1490. — XXL - 221 — 3320. {Münsteruhr.) — Des neuen urleyes halben uff dem Münster t^ol- Si*- soll die Stall das halbe und das Werck das ander halbe bezahlen. Sabb. ^-^92 vigil. Martini. 3321. {Münster glocken.) — Die ralhsglock und die mordglockzu hen- Fol. 54 cken. 1492. 3322. {Kaisers Tod) — It. des keysers lipbevilhes halb. Sollent Rete Fol. 129'' und XXI zu opffer gohn zum Münt^ter und jeder opfTcrn ein kertz, 3 ufTein 'I4'93 pfunt, und sunst 6 der grossen kertzen. 2^ post Nativ. Marie 1493. — XXI. Der barbein halb. 3 artickel. Add. fol. 130^, 132^ 137^. Fol. 129'' 3323. {Schumachertanz.) — It. die Schumacher hant begerl inen zu Fol. 125« gönnen ein böckel und ein pfiffel den knechten die mit den swertern um- 1494 (sic) danlzen. Zugelossen. 3324. Hüpsmyde begeren bruderschafft S. Elogium zu bestätigen, Fol. 125'' noch besage. Episcopo br. Lot man geschehen. 2^ post Letare 1494. 3325. {Lorenz Vendenheim ein XV^"".) — It. die herren die XV brin- Fol. 129^' gent einen neuen XV^'', nemlich Lorenlz Vendenheim an Hanns Venden- heim sins bruders statt, als der ein ungeller worden ist. Sabb. post Dio- nysii. — XXL Gedechlnisbüchel de a^. i494. 3326. Mentioät: It. Bümeister und Ganerben zu Kockingen briefs. ^°'- '^^'' 1496 3327. {Geiler und der Boraffe.) — It. der doctor zum Münster seit Fol. 129" des RorafTcn halb, begert den hindenan zu lossen. It. er redet auch der blotern halben, dieselben zu versehen. 2» ante Matlhaei 1496. — XXL 3328. {Ein Schulmeister.) — Sebastianus Vogelsperger begert under- Fol. 130'' haltung, will welsch, italienisch und französisch leeren und schul halten. ^^^' Erkt. hh. verordnen mit ihm sprach zu halten und erlernen was er für ein mensch seye, und so er andere zu leren geschickt, im platz zu geben und XV oder XII gld. 6^ post Exaudi. 3328''^. {Theurung.) — Item der menge zu gut und uffenthalten einer Fol. 55 stumjiffe Ihürung halben, ist erkl. der Statt win uffzuthun, die schlechte- ^^^° sten und geringesten ein moss um 2 /^f als bis uff monlag über 8 tage, alle tage uff ein fuder win ungeverlichen. Freilag vor Martini 1498. — Pp. C. 3329. {Waise7i.) — It. der weisen halb ist die leste meinunge erkant, Fol. 133« und ist den vier herren empfohlen und gewalt geben einen schaffner zu ^^^^ bestellen. Bedacht wie dem weisenhüss zu helfen ; darauf den weisen ein — 222 — Schaffner bestellt worden namens Hans RotkopfT der hy StefFan Bocks wittvve gewesen ist. Solches die vier herren. 2^ post Andrée vor die XXi, und ist der Schaffner aida confirmiert worden. 3^ post Katherine. — Die XXI. Fol. 56' It. der weisenpfleger, schaffener und elten Ordnung gehört und gefellet inen wol, doch dass man es bringen soi für Rete und XXI. — 2^ den h. Winachl obent 1499. Fol. 133" 3330. It. der weisenpfleger ordenunge gelesen. Zngelossen. Pflegere 1500 h. Böcklin und h. Wysebach, die swören die Ordnung. 2^ post Hilarii 1500. — XXI. Fol. 133'' 3331. It. D"^ Brants halb, sagent die herren wie sie mit ime geredet ha- ben!, wan er har kompl soi sin sold ang*ehen. 2^ post Assumpt. Marie. — XXI. II. Doctor Brant hat sinen hrief gesworen. 4^ post Erhardi 1501. 1501. (Mehrere andere stellen fol. 134. — Note de M. Schn.) Fol. 56 3332. {U. L. Fr. Werck.) — Rem als die Schaffner uff Unser Frauen- 1501 hiiss und im Spital meinent Schätzung fry sein. Ist erkant diewile die Schaffner welllich sient, sollen sie geiiorsam sin. Erkant soUent Schätzung geben, aber den weisen elt fry weilen er ein apt ist. Sabb. vor Cantate. Fol. 56=" 3333. {Pfalz.) — Item den dritten gebel an der Pfalzen soll man zu- rüslen und ouch üsstiichen, und soll man S. Christopli wider molen an das ort by dem halsissen. Plura von der Pfalzen seübern und bessern, Wappen in der XV*^'" stub machen. Vigil. Exalt. Crucis. 1501. Fol. i3i^ 3334. {Münster.) — It. der gedemel halb am Münster: soll man ettlich hinweg Ihun. 4» post 00. SS. 1501. Fol. 134» 3335. {Seh. Brant.) — Kö. M. begehrt D"" Branden. Ist der brief gele- 1502 sen und zugelossen, ihme erlaubt hinweg. Ist ihm ein diener zugeben W'Orden. 5^ post Oculi. — XXI. Item D'" Brant hat gelesen ein uflzeichnunge an die Kö. Majestät, der un- elichen halb zu erben, die sich selbs erlötenl, von den gerichl wui"t, und anders. Ist bevohlen Museler und Rotwii. Soi ime geben 80 gülden. 2^ post Judica. — XXL Fol. 134" ■ II. \)v Sebast. Brant sagt wie er von der Kö. Majestät gescheiden sy, be- sund. Episcopi erlangten friheiten wider der Statt friheilundharkomraen. Dom. Vocera. — XXI noch Inibs. It. D^" Brants anbringen vor Rö. König des bischoffs nüwer erlangter friheit halb. Soi man disser zyt lossen rüwen, docli nit lossen ligen, dann wann hienach botschafft zu KÖ. Majt. lossen anbringen obe ützil erlangen. 4^ post Ascens. — XXL — 223 - 3336. (Krenzgcmg.) — Item die von Illkircli sagenl des ki'euzgangs und Fol. 134 des dantzens halb diese Pfingsten wie uiïdem tage zu Schletlstadt bescJjlos- '^502 sen islj^dowider nit Ihun, doch mit der antwoit verhalten an 4 tage, dozu erfahren wie die umbsassen sich halten wolienl. 2^ posl Vocem. — XXL 3336''**. (Bundschuh.) — Die XIII wegen des bundschuhes verschi- Fol. 134 dene anstalten und uffrüslungen zu versehung der Statt et in sqq. 4^ post Ascensionis Dni. — 2» post Vocem. — XXI. — Pp. C. 3337. (Schmähschrift.) — It. der funden zedel uff den stafflen des bre- diglsluhls im Münster ward gelesen etc. 2^ Penlhec. — XXI. 3338. (S. Adolphstag) — Item das gebott St. Adolffstag soll man thun. Fol. 134 2a vigil. Bartholomei 1502. — XIII 3339. (Ruprechtsau.) — It. die üss Rnprechtsaue bringent an, nach- Fol. 135» dem sie ein teils gehörent gen Keule, gen Bischen, %en S. Steffan, woltent '^502 gern einen priester haben und ziehen, der inen sacrament gebe mit be- grebde, doch der kirchen die opffer und zehenden behalten, des am Le- gaten zu erwerben. II. Ott Sturm cff. mit doctor. Ist hernach erkt. den erbern lüten zu verwilligen für sich selbs zu suchen dieweil man aller- hand difficultet dabey gefunden. 2^ post Naliv. Marie. 3340. It. jD'" Brant seyt wie die herren zur Hohen Stifft ine gebelten Fol. 135» habent inen zu dienen in der sache gegen den von Wickersheim. Ist zuge- lossen. 2^ post Luce 1502. — XXI It. underrede Statlschriber halb. Dr. Brant. 5^ vigil. Martini. — XXI. 3341. (Abgehender Staltschriber.) — It. min herr stattschriber ein früntl. abscheit begeret, und dem stettmeister das sigel überantwurt, und ein supplicatz ingeleit. Erkt. gewisen für die XV<^r. Vigil. Nativ. — XXL It. der stettmeister mir das sigel überantwurtet. En marge de ce dernier passage : NB. wird D^" Seh. Brant stattschriber und hat der die folgenden gedächtnissbüchel geschriben. 3342. (Crucifix auf der Schindbrucke.) — Ist schon 1500 die rede 1502 von einem crucifix auf der Schindbrucke. «1502. Crucifix war auf der Schindbruck. » 3343. Dem Bappirmacher vergönnet der Statt schilt in das pappir zu Fol. 56'' trucken. 1502. 3344. (Brants Gedächtnisbüchle.) — Enmarge: Hier fangen Di- Bran- Fol. \3b^ den des stattschribers gedächtnüsbüchle oder protocollagHller an, und sind ^^^^ etwas prolixer und dicker als die vorhergehenden. - 224 — 1503 3345. {Hans Mynch Staltschreiber.) — It. erkant dem alten herren statlschiiber zu geben 12 fuder hollz und 2 hundert wellen alle jor sin leblag lang. Sabb. post Ililarii. — XXI. • Fol. 29« Autre texte: Nochdem h. Hans Mynch der alt stattschriber in sinem früntlichen abscheil begehrt nihh. in gnädiglieh zu bedencken, do ist erkt. dass mhh. im all jar so lang er lebl, 12 fuder hollz und 200 wellen geben wollen. Act. Sabb. post Ililarii. — Beg. de a". i503. Fol. 136> 3346. {Sclnvere Zeiten.) — II. vil crütz gefallen uff die lül im Fronhof und andern enden. Gott geh uns sin gnad. 6^ post Penlec Fol. 136'' 3347. (Münster.) — Der stiel halb im Münster soi man verkünden dass jedermann sinen slul hinweg nem in einer zit lang, oder man wolle sie hinweg dragen, und sonst zu erfahren wer den zedel geschriben hat wider den roten hart, und dapferlich straffen und annemmen. 2^ ante Vincula ?cUi \oOS. — XXI. 3348. D^ Schorendorffs erben. — Memor. de a°. iöOS. D^" Schorendorffs gut dem bischoff zu erkant. — 1508, f. 36, adde 1509, f. 12 et 20^ 3349. {Zigeuner) — Item als Zyginer harkommen, soi man in sagen bis imbs hinweg oder in Ihurn legen. ^^ post Hilarii. 3350. {Allammeister Peter Schott.) — It. hr. Peter Schott seit 77 jor alt sm und sig geboren 1427 uff den tag do die gross glock gössen wart, und diewile er unvermöglichen libs halb nit me die pflegerey des wercks tragen mög, begert sich dess und des eids erlossen; soi man im früntlich dancken und betten dass er fürbasser das beste tug, will er nitbliben soll man im erlouben. 4^ post Doroihee. — XXL Fol. 29» 3351. {Büchercensur.) — Item h. Peter Arge der ammeister hat durch erkentni.ss der Rälhe und XXI disen nachgeschribenen buchtruckern und bürgeren hier zu Sirassburg bey ihren eyden geholten, dass sie nun für- terhin nülzil überal durch sie und yemanl anders von irentwegen trucken odertrucken lassent, dass do sy wider unsern h. valter den pahst, unsern allergnedigslen herren den röm. kayser oder künig noch ander fürslen, sielte und nachgepuren oder iren verwanten, auch kein schändlich noch üppig lied oder gedieht, noch solche getruckle schriflen lassen üssgon ohne wissen und willen Meister und Kaihs dieser Statt Sirassburg. — Act. in presentia Jacobi Mayer und Conrad von Dunzenheim. Sabb. vor Reminis- cere 1504. — Beg. de a^. i504. Und sind diss die buchlrucker denen solich geholt in den mund und Fol. 19^ Fol. 20» Fol. 141 1504 Fol. IS?»» — 225 — unter äugen geseit ist, mit namcn Jörg flüsener, Joli. Grüninger, Joli. Prüss, Matthias Ilupfiiff, Joh. Werhinger, Joh. Knobeloch, Rarlhol. Kissler, Thomas Swop, Joh. Schott. Anno 13 und 1515 ist obgemelle erkantnüss nachgeschrihnen truckern und bürgern abermal fürgelesen und in eid gebunden zu halten : nemlich Reinhardt Prüss, Wilhelm Schaffner, Paulus Götz, Conradt Körner, Arnolt von Collen, Conradt Schwicker, Joh. Bischoffsheim, Conradus Schilling, Utz Schmidt, Ily Löwensperger /werwn/ absentes, praesentes vero fuerunt: Hans Grüninger, Hans Knoblouch, Hans Schott, Malhis Schürer, Barthol. Küssler, Malhis Hupfuff, Martin Flach, Joh. Prüss. 1515 ihnen vorgelesen. — Iterum renovatum ttt in Reg. a'\ XV conscrip- tum et rursus a^. 1520. A^ post Agnetis. — Résumé Rh. 3352. (Waisen.) — Item der weisen halb sollent die hh. bedenckcn Fol. 137' wie den geholfen werden möchf, es wer durch lacticlnia oder aploss, oder 1504 incorporation der Samlungen. 2^ post Reminiscere 1504. — A'AT. 3353. (Schule.) — It. einer gemeinen schulen halben hie von der Stalt Fol. 56'' wegen zu halten. Ist bevohlen zu ralslahen. 5^ nach Judica 1504. 3354. (Kö. Maximilian zu Sirassburg.) — Intravit rex Maximilianus Fol. 162^' urbem Argentinensem feria 6^ vigilia Laiirentii a«. 1504, infra nonam et decimam in nocte, et hospitalus fuit cum Johannitis in viride insula juxla suum optatum. — Memor. de a". i504. NB. De mane hora 6'^ que acta sunt non scripsi, quia dominus D"" Can- cellarius ea in suo memoriali signavit. Uff Laurentii ging Kö. Majt. uff den werkhoff.und bleib daruff 3 stunden. Fol. 138'' 3355. (Weilmachispiele.) — Item seind die spiel nach allem brauch 1504 jährlich auff Weihnachten (nacht vor dem Chrisllag) verholen worden, und auf den Chrisll'ag ausgeruffen. — Résumé Rh. 3356. (Schneiderknechte) — Item den Schniderkn echten ein trom- Fol. 1C3 mensläher zugelassen zu ihrem könig. S. Thom. Gant. 1504. 3357. (Seb. Braut.) — Fragm. zum Gedachtbüchel de a". d505. Ist Fol. 140» nicht Dr Branden schrifft. 3358. {Kreuzgang.) — Item des kreulzgangs halb so man morgen 1505 Ihun soll gen St. Helenae noch alter gewonheit, und etwas sorgen vor äugen ist mit den fussbuben, so üsserhalb der Statt zu Schilligheim ligen und an andern orten .... do ist erkant ein boltschaffl an das capilel zur Hohen Stifft zu ordnen, um den kreutzgang zu ändern den fürzuschlagen. Ist also geschehen und der kveutzgang gen Allerheiligen zugangen. 5^ post Vocem. — XXI. — Pp. Rh. B XV. - (M.) 15 - 226 — Fol. 164' Autre texte: Item des crülzgang-s halb so man morn thun soi genS. He- 1505 lenen nach alter gewonheit etc. Gullül am Snelling, seind die armen da versorgt worden, die reichen aber zur Rothen kirchen. 2» post Vocem 1505. — Pp. Sehn. Fol. 142 3350. Jacob von Barre ist erkant zu eim stattmürer an meister Wendelings statt. Fer. 4» Vigil. Nativ. Christi. — Gedächtnissbüchel de a". i505. Fol. MO 33Ö0. Item vom Jacob dem Moler ist gebetten sin metze wider in die Statt zu lassen, die gong grosskint, wolle er ehelichen. Ist erkant ihr die acht abe und wider harin zu lassen. Sabb. vigil. Petri et Pauli Aplor. 1506. — XXL Gedechtnüsbuchel de a°. i505. Fol. 143'' 3361. En marge: Nota. D'" Brand, dann das vorige de hoc anno von 1500 dem unterschreiber oder adjuncto villeicht mag seyn geschriben worden. 2a post Erhardi. It. Erkant min sun zu swören der canzly halb, E. Brant. 2'' ante Johis. — XXI. Fol, 29'' 3362. (Bischof Wilhelm von Honstein.) — Sexta post Dionisii electus in episcopum dominus Wilhelmus comes de Honstein. Vide in MemoriaU et in Cronica nostra. — Reg. de a^. 1506. Episcopus begehrt geld ihm zu leihen zu seiner bestätigung zu Rom. — Ward ihm geliehen. — Pp. Rh. Fol. 57» 3363. It. D^ Branls kanzler antr. etwas wort halben die der ammeister gerett, er vermeint ine berüren. Erkt. ine zu beschicken und frünllich mit ime zu reden, ruwig zu sin. 5^ noch S. Andres tag 150G. Fol. 144 3364. (U. Fr. Hans.) — 6» Barbare, Unser Frauenhüss rechnung in der XV®"" Stuben gehört in gegenwart des dechans und des von Hennenbergs und des gantzen Raths, und gut erkant. — Geddchtnüsbüchel i506. 1506 3365. (Streit.) — Meister Gibolt vicari im Münster und Johann Murner einander geslagen. — Pp. Rh. Fol. 145' 3366. (Wilhelm von Honstei7iivi7'd geweihet.) —Bischöfliche weihung 1507 betreff, handhnig befinden sich in disem büchlein kurtz beschriben, seind aber anderwärts weitläufiger traclirt zu sehen. Similiter porro des bischoffs inritt belangend. Fol. 30'' A''. 1507 uff sontag Letare, hat man bischoff Wilhelm von Hunstein im Mynsler gewillt, und ist Kö. Maximilianus auch darby gesin und 12 Fürsten geistlich und weltlich und uff 30 grofen und l'ryen, und wihet in der erz- bischof von Madeburg etc. ut in Cronica mea. — 227 — 3367. (Chronick.) — M. StefTans sun wil den lih. die cronica losscn Fol. 'oi^ werden um 12 gl. an siner schulden. Ist inzubinden und darin zu schriben ^•'0'^ was hoch mangelt. Erkt. .... Steffen wittwe .... dargegen wellen sie die Cronic werden .... t'ol. i'*^' lossen .... Sabb. Pentecosles. — XXL {sie) 3368. (Betlelorden.) — (Streit zwischen Predigern und Barfüssern Fol. ijo wegen der Mutter Gottes. — Ketzer zu Bern verbranl.) 3369. (Waisenpfleger.) — Als h. Jacob Wisbach der ammeisler nachten Fol. I4C» zu 10 uren todes abgangen, soi man morn Rät und XXI besamein und die \^^'i hantwerck zu dem Opfer gon. 5» Sebasliani 1508. — Rälhe allein. It. als h. Jacob Wisbach der ammeister tods verschieden, soi man morn ein andern XIII'^'" machen by 10 ß, und den ammeister kiesen wie das herkommen am menlag. 6=* Agnete. — XXI. 3370. (ßeh. Branl heim Kaiser.) — It. D^" Sebastian Brant kanzler ist Fol. ici'» verordnet zu K. Majt. und Peter Musslern zu riten, und die br(iefe) der west- välschen handl. üss zu bringen, und sind ime 2 knecht geben. Sabb. post Letare. — Rälhe und XXI. Memor. Jacob Wolfjen de annis 1508 et 1509. 3371. (Bruderschaß.) — It. die spittelpfleger und die zymmerlüt Fol. ['ii^ bringen in bruderschafft S. Anna, Joachim und Joseph. Ist inen zugelossen wie sie das harbrocht. 4^ "Vigil. Andrée 1508. — X\7. 3372. (Münster.) — Item die XV^^r bringen an der stiel halb die man Fol. 148= im Münster gemacht hat. Sabb. Vigil. Pentecostes. — XXL ^^09 3373. (Dominikaner.) — Item die Prediger sagen : der handel der verbranten Predigermünch sy zu Basel unterstanden zu trucken und durch den bischoff und statt daselbst nidergelegt und verbotten worden: be- gehren ein gleiches hie zu thun. Erkant soll man die trucker beschicken und inen verbieten solichen handel zu trucken und zu verkauffen. Porro erkant: sollen die büchlin in die canzley geben zur censur des doctors, ob etwas unbilliges darinnen sey, domit last man es bliben. l'"* post Mar- gar. virg. — Rälhe u. XXL — Pp. Rh. 3374. (Hencker.) — Item dass des henckers frau unter andern frauen feyl hat der abgelhanen lüt kleider .... soll dem hencker gesagt werden, sin frau sich von andern frauen uff dem gümpelmerck zu sondern, damit ein unterscheid gehalten werde 1509. — Ibid. 3375. Ein Rheinhruckzollner weilen ihn das wasser nit dulden wollen, wird des diensls entlassen 1509. — Ibid. - 228 — 1510 3376. {Kreiugang.) — 1510 do geschah ein semlich kreutzgang für den slerhoü der dozumol zu Strasburg war. — Pp. Rh. 3377. {Slijfler gegen Bischof.) — Die stifTter Jung und All St. Pete'r su- chen ralh, hilfT und schirm bey der Statt contra episcopum, der ein geistli- chen process wider sie, die priesterschafft dieser sliffler, fürgenommen und ausgehen lassen, sonderlich dass sie sich in kein weltlichen schirm thun sollen, von dem sie schon an den h. Stuhl zu Rom appelhrt. — Ibid. 1510 3378. (Unpassende Predigt.) — Item herr Peter Veltsch prediget von den Fassnachthennen soll man ihm sagen dass er kein neuerung mach und es loss bey altem gebruch hüben. M ante Purif. — Pp. Rh. Fol. 1G5'^ 3379. (Geiler V. Kaisersberg f.) — 1510 Dominica Letare obiit pro- fundissimus dominus Doctor Johannes Geiler, Argentine civitatis bene me- ritus concionalor, cujus anima in Christo requiescit. — Memorialia Jacob Wolffen und zum theil auch Valentin Schollen. 1510, 11, 12 et 13 Anfg. 1510 3380. (Dominikaner.) — Item die bichtiger St. Niclaus in undis und Margarethen sagen dass sie uff nechstens abscheid wider die verächter ihrs Ordens ihrem Provinzial geschrieben, der dann da mit gutem willen ihnen zugeschrieben, den process von ihres ordens Conservator üssgangen gegen den burgern (sie) und verwanlhen der Statt Strassburg mit siner wircklichkeit uffzehencken, mit dem beger man soi noch hüt ze tag die büchlin nach dem besten vermögen unterston zu nidertrucken und zu verbrennen, massen zu Ulm, Augspurg und im herzoglhum Wurtemberg beschehen sey, das wolt ein gemeiner orden um ein Statt Strassburg mit ihren gebetten gegen Gott und sonst verdienen. Ist durch h. Heinrich Ingolten und Peter Musslern gesagt, die Sachen gütlich hingon zu lassen, und der nit heftiger anregen, damit nit grösseres entstand. 5-' post Marg. virg. — Pp. Rh. Fol. 23^ 3381. (Michel Weschers Testament.) — Ursula des bemelten Michels eeliche Schwester, meister Bernhart von Trier des murers eehche hüss- frau. Sabb. post Assumpf. Mai-ie. — Grosser Hath. Reg. de a". i5i0. Fol. 152= 3382. (Jost V. Friburg.) — Uff disen tag starb min gut friendt Jost von Friburg. Gott woll siner seien und allen gloibigen seien gnedig und barmherzig sin. Amen. Sabb. post Egidii. Fol. 149'' 3383. (Zigeuner.) — Item als die Zyginer aber in das laut kommen, soi man in hinweg gebieten, wöll man ergrifft soi man annemen, welcher stielt soi man strecken, und mit Margrafe, Episcopo und Bitsch reden; herren bedencken. 2^ post Nativ. Marie. — A'A7. — 229 - 3384. (Streit.) — Pfaffen über einander zuckl und geblutrunzet — 1510 sollen siben geschriben geben und sonst rechtfertigen. Sabb. posl P^ran- cisci. — Pp. Rh. 3385. (Dominikaner.) — Item Herr Böcklin und andere sollen zu den vettern zu den Predigern gon und ihnen dapfferlich sagen dass sie uff den canzlen die Muttergoltes unbemesst lassen. 3^ post Martini 1510. — XXI. - Ibid. Referunt die harren dass si mit den Predigern gered des Empfengnüss halb Marie Virginis; dass sie das nit mehr Ihun, denn der gemein mann darob ein missfallen, und mög ihnen der tag einer ein ungeschicktes zu- fügen. Daruff die Prediger geantwortet : sie wöllent fürler nit predigen, eins solchen müssig ston, doch pfetzen sie die Barfüsser und sagen: sie haben auch ein ader von den ketzern die zu Bern verbrant seynt. Ist leider war. Do ist erkant dass die ehegenanten hh. die Barfüsser bitten sollen dass sie die Prediger ihrer ehren halb nit zu pfetzen, was sie aber der Mutter Gottes zu lob und ehre predigen , darob hab man ein gut gefallen. Sabb. post Martini, Othmari. — XXI. — Pp. Rh. 3386. (V. Fr. Haus.) — Item die rechnung Unser Frauenhüss büw Fol- i^o beschehen in der XV^r stub. Ist ein rathsh ist gross worden, aber nachmals durch die XV^r erkant by solcher rechnung nützit zu geben. ßa posl Thomae. — Bath allein. 3387. (Seb. Braut.) — II. D'' Sebastianus Brant und siner hüssfr. wyd- ^'ol. 166 men sind zugelossen und bestätiget, ouch beidersits gelobt und versprochen, und die dochtermenner mit iren wibern (sie), nemlich Mathis Pfarrer, Ono- frius, Anna und Euffrasia darin bewilliget. 2^ post Thomae Canluar. — Bäthc und XXL — Memor. Jac. Wolffen u. Val. Schollen. Dr Brant. It. min wydem gevertiget und erkant versigeln. 2» ante Cir- Fo'- I50^ cumcis 1510. — Bath allein. 3388. (Buppenspiel und Fesselstechen.) — Item das buppenspiel 1510 frembden und heimischen verbieten. Item das fesselslechen soll man ganz abstellen und verbieten nit me zu thun, dann nütz guts darüss entston mag. — Pp. Rh. 3389. (Dominikaner.) — Item die bichliger St. Catharinen und Sl. Mar- 1511 grelhen bringen vor, der Prediger Provinzial ihn enlbolten wollen gegen den burgern und verwanlhen der Slalt den process abgestellt haben, wie das die bichliger vormals auch zugeseil, dis sey sin guter will und be- fehlde. - 230 — Soll man ihn sagen, man wöU sich gebürlich halten, und den truckern zu sagen, solches fürter nit zu Irucken, aber die do kaufft oder verkaufft worden oder sinl, könnt man nit wider üss den lüten rissen, und ihr geld darum geben haben. 4» ante Purif. — XXI — Pp. Rh. 1511 3390. {Fechtmeister.) — Item als zwischen den fechtmeistern irrung ist, soi man den meistern die schul halten, gebieten dass sie nit gegen einander ufflieben oder fechten. Item als der ammeister anbringt der fechtmeister halb, wie die begehren ihre schulen zuzulassen, und wie er bericht wird dass vor etlichen jaren hie, auch noch zu ziten zu Ulm, Nürnberg und andren orten der gebrauch gewesen und ist, das die lehrherren 2 knechte darzu zu behüten geben, denen die fechtmeister ein Verehrung gelhan, ufTrühr zu verhüten. Erkant dem ammeister gewalt geben. Sabb. post Valent. — XXI. Item meister Niclaus ist zugelassen, offen schul zu halten, doch dass sich kein uffrühr mache, und ammeister gewalt geben knecht in sein kosten zuzugeben, uflsehn zu haben. 3^ post Mathie. — XXI Item hh. Florenz Gabriel und Jost gewalt geben die fechtmeister all zu beschicken und ihnen bescheid geben, wer die best freiheit hat, dem soll man die schul zu lassen. 4^ post Miscric. Dom. — XXI. Item als ein kürsner begert dem fechtmeister das svert abzuhauen, soll man ihm sagen und gebieten bei einer leibstraf, das schwert nit abzuhauen oder schul hie zu halten, noch gegen den meister uffzuheben; wo er darwider tliäle, woll man ihn an sim Hb stroffen. Soll hh. Gottfried und Gabriel antwort geben, wann die Schüler meister werden und das anzeigen, mögen sie erwarten was man ihn erlauben wird. Sabb. post Miseric. Dom. — A'A7. — Pp. Rh. 3391. {Peter Wickgram.) — Item Meisler Peter (Wickgram) predicant im Münster bittet ihn zu ehren uff sin doctorat zu Friburg uff Dionysii. — Soll man ihm ein bottschafft zu geben h. Trach. u. Martin Sturm. Porro 20 gülden ihm geschenckt. 3^ post Nativit. Mariac. — X\7. — Ibid. Fol. 152'> 3392. {Prognosticon.) — Sabb. vigil. Tbomae, XXI, in conjunctione 1511 solis et lunae, et conjunctione horribili Martis et Saturni in scorpione per juramentum convocati. Deus det nobis pacem. Fol. 58 3393. [St. Thomasbriinnen.) — Item die herren zu St. Tlioman bitten und begehren uiid {sie — under?) St. Thomansbrunnen ein bilde zu setzen, St. Tlioman. Ist erkant wollen sie den heiligen in ihren kosten machen und in die mitten setzen, soll man ihnen zulassen und uff jeden knöpf ein fenhn mit der Statt schilte und St. Thoman. — 231 - 3394. {Münster) — Item gauckler uff dem seyl vom wechlcrhüsel 1511 fliegen. . . . Die lierren vom capitel verbalen sichs und es wurde ihnen gewährt. — Pp. Rh. 3395. Bau zu Wassebiheim. Amthaus, schloss hoc anno et preced. Fol. 150'' 1511. 3396. {Passionspiel.) — Item die Passionspicler begehren platz und \^A^ gerüst zu geben. Ist ihnen gunt, wie es vormals gehalten worden ist, in lyhen dielen und schrägen vom werckhoff in ihren kosten uffzerichten, und das gebott im Rollbuch üssrufen lassen; aber kein gelt ist ihnen wor- den. 4^ post Conv. Pauli. Item uff dem Passionsspiel soll der ammeister lossen diener um die Statt ritten alllag, haben hernach die Passionsspieler 20 gl. bekommen von der Statt, und ein cammer zu einer behältnüss der rüstung. — Pp. Rh. 3397. {Peter Wickgram.) — Item als der doctor (Peter Wickgram) im Münster gepredigt dass « ob 33 in 3 ivochen erfroren und hnngers ge- storben)), sollen m. hh. erfahren ob das war oder erlogen sey? — Sagen die lodtengräber, nie keinen begraben silher Winachten, auch kein mensch darvon zu sagen. Hat D"" gelogen uff der canzlen; ist ihm hernach gesagt solches zu Widerreden oder man wird ihn verklagen. — Ibid. 3398. {Jude bestraft.) — Item Jesel der Jud von Miltelbergheim, als 1512 der in gefängnüss kommen, darum das er ohne erkentnüs eins ammei- slers und unvergleitet {ohne geleit) zum dickern mal in der Statt Strass- burg sich finden lassen und zu ziten sin hüssfrau mit ihm hereinbracht, desshalb ihm eine mille straff 30 schilling pf. uffgeleit worden; hat ge- schworen ein urphete siner gefängnüss, dieselbe nit wollen rächen gegen der Statt Sirassburg, allen ihren burgern oder zugewanthen, dess bitt er den wahren Gott Adonai in solcher warheit zu helffen und bestälen. Act. Agath. — Ibid. 3399. (Waisenpßeger.) — It. die weisenpfleger haben gewalt die Fol. 153« ächter die nit mit inen überkommen, wieder hinüss zu gebieten. Sabb. post Crucis. 1512. — XXL 3399*^^ {Furcht vor Aufruhr.) — Item den XX soll man fründlich FoK 58 fürhallen, wo sie etwas hörten dass de dienen möcht zu eim ufruhr wider "1^13 die oberkeit oder gemein, dass sie fürterlich den XV fürbringen. 2^ post Letare 1513. — Pp. C. 3400. Scharivächt&r pfaffen geschlagen. 2^ post. Judica. — Pp. Rh. - 232 — Fol. 58»> 3401. S. Michelscapell im Münster zu bauen uff Frauenhaus kosten. 1513 2a post Erasmi 1513. 3402. {Schulen) — Item man soll zu den schulmeistern sagen, dass sie die knaben in den hütten behalten und kein uffrühr machen, oder man vvöU sie straffen. ¥■ post Exaudi 1513. — XXI. Fol. I6C'' 3403. {Seb. Branl.) ? — It. meinem herren D'' ist erkant das tuch und ein halb fuder nach allem herkomen zu geben. Mittwoch post Udalrici 1513. — Räthe und XXL Fol. 158 3403^'*. Bundschuher-Warnung. — Item bedacht deswegen der XIII. 3a post Barlhol. — XXI. — Pp. G. 3404. {Ein Ketzer.) — Item Arbogast im thurn siner ketzerei wegen verhört, und als verslanden dass er acolythus sey, soll man erfahren haben by dem doctor, ob m. lih. auch gewalt über ihn haben über die wyhen ab ihn zu richten, und wo er zu buch gewihet, dass man ihn dem bischoff überschicke. Hat ihn hernach die Statt gericht und über ihn urlheil ge- sprochen. 6^ post Aegidii 1513. — Rath allein. — Pp. Rh. Fol. 166 3405. {Münster Ordnung.) — Itm. h. Ludwig Böckel und Caspar Hoff- 1513 meisler bringent für ein alte Ordnung so der huren halb, und mit dem geschwetz im Münster, auch irer kleidung halb etc. So die verlesen so ist hie so vil huren «dass der allen fromm Ordnung nit mag genesen — das bevihl ich goltes besen — doch ist der geistlichen küschheit so ungehür — dass schir alle erbarkeil ist worden ihür — die schicken uns vor ein solch exempel — dass das Münster schir wurt ein huren tempel». Doch ist er« kant diewil etliche pf;iffen so hoch geschworen, dass die XV bedencken. Mittwoch post Crispiniani et Grispini 1513. — Räthe u. XXI. {JSD. Scheint noch dem ersten iheile von 1513 anzugehören. Vide supra. Also nicht von ßranl. — Note de M. Sohn.) 3406. {Stadtarme.) — Die armen so das allmusen von der Statt gehabt, schon vor alten zeilen spangen oder schilt getragen. — Ré- sumé Rh. 3407. {Heilig Geist messe.) — Fieng man zum ersten mal an die mess vom heil. Geist zu eim seligen régiment. — Ibid. Fol. 23' et h (Zum ersten mal die mess vom II. Geist im Münster ufF mitwoch nach 1513 Erhardi verordnet, disse mess jedes jähr den tag nach dem schwörtag. Kein Rathspfenning.) — Es soll auch der rentmeister uff denselben tag jedem siechen im Spittal, dessgleichen im Blollerhüss ein blappart in sin liant geben, und - 233 - 1 S^ ^ in das Waisenhüss. So sol der Gutenlüt Schaffner von der riehen zins allen sonder siechen desselben hüss und uffdem Snelling ein plapparl in sin hant geben. Solch ward bracht für schöffel und ammann uff milL- woch noch S. Marx lag diss jors, die liessen in das wol gefallen, gaben ouch den Rälhen gewalt clc. — Registr. de a«. 1513. It. h. ßöcklin und Mussler bringen der messen \ïd\h {missa de S. Spiritu) Fol. 153»^ in honorem sancii Spiritus pro felici statu et regimine etc. Zugelossen den Bloterlülen jedem in sin hanl 1 plappert, jedem sie- chen im spital 1 plappert in sin hant, in das vveisenhüss \ d^ ^ , und soi man die mess halten den nehsten tag nach dem swörtag zu siben uren in der cappel mit kertzen wie andere messen, und soi man uff denselben tag keinen Ratschilling geben, sonder denselben one coslen zu slür haben. 2a Johannis Evang. — XXL — Pp. Sehn. 3408. (St. Johann.) — (Des keisers prophey zu S. Johann wollen die Fol. 155" Johanser steinen machen.) — Zugelassen. 2^ post Remin. — A'ÄT. '^Sl^ 3409. (Seb. Braut) — It. dem D"" ist erkant zu geben 20 gl. und ein Fol. 167' halb fuder wins wie es vor gehallen ist, für sin messkromm. . . . 2^ post Visit. Mariae 1514. — Mthe u. XXI. 3410. (Thiergarlen.) — Ein thiergarten an St. Elisabethenrain machen und den schützen den graben nit geben. Eod. an. In den Elsbelhergraben hat die Statt wildpret gehen lassen und erhalten. 1514 — Pp. Rh. 3411. (Miirner's Polemik.) — Item der ammeister bringt an wie der 1514- gardian zu den Barfüssern klag, wie Murner wider sie by Hupfuff Irucken lasse. Ist erkannt dass man Hupfuff beschick mit derselben matery fürzukommen. Item zu Hupfuff. die Geüchmatt besichtigen, soll Peter Mussler und Hoff- meister ihme gesagt, hab er etwas das wider die münch sey, soll ers nit trucken, auch sonst nichts, es sey denn zuvor in der kanzley besichtigt, und man hab ihm vor mehr by sinem eyd befohlen, dass er lug und ge- denck dem zu geloben. — Ibid. 3412. Weisenhiiss erweitert. 1514. ^ol- ^^ 3413. (Stadtinsigel.) — It. des sigels halb mangel. Erkt. dass man ein Fol 59" nüw sigel machen lossen soi und dass dasselbe sy wie das alt und mit '^"^*'^ der jorzal dass es uff den sübenden tag a°. 1516 angon soll. Sabb. post Conv. Pauli. It. das nüwe insigel soi man machen uff das alt gebräche wie das aU gewesen ist. 4^ vig. Corp. Christi. — 234 - Fol. lôeb 3414. {Drucker or dnwig) — Item die schampern lieder soll man bey 1515 30 ß Fol. 17^ Antre texte: Vorgeschlagen ein wehssen bild eins Zentners swer zu S. Vit schicken, oder aber dasselbig wehssen bild uff ein allar im iMünster stellen, und do eren bitz die neu cappel üssgemacht, dann ein altar in derselben capellen in S. Viten ehre wihen lossen. Erkt. zu einer kerzen machen lassen und zu dem lieben heiligen schicken und ein singent erlich ambt und dry neben messen lossen lesen von wegen des ganzen Raths und gemeiner Stall. Dienstag post Adolphi 1518. — A'Ä7. S. Veits-Tanz: fol. 159^ 161", 171^ «' ^ 172% 174^ Fol. 36» 3444. {Stadt secret Insigel.) — Nota ad futuram rei memoriam. Uff zinstag in Pfingsten S. Urbans des h. babstes, den 25 tag des monals meyen diss jars, als h. Johannes Bock riller sleltmeisler, und h. Andres Trachen- fels ammeisler was, fing man in diser kanlzley an zu brüchen das nüvve — 241 — insigel daruffzu beiden siten der Statt schilt, und unden zu den füssen stat das datum 1518. Ist das alt sigcl mit der ketten ufl' den Pfennigllmrn kommen. 3445. {Lingolsheimer capelle.) — H. Gottfrid von Ilohenhurg ladet Fol. 60^ mhh. ufTdie kirchvvihe der capellen Unser Fr. so er zu Lingolzheim jelz 1518 Malhei will lossen wihen. 1518. 3446. (Ablass.) — It. die aplosherren lassen aplos erstrecken 14 tag Fol. iso*» nach Ostern. 2» Cosme et Damiani 1518. — XXL 3447. (Hebammen.) — Item die hebammen begeren ein frau so an einem kind gestorben, uffschniden zu besehen der bresten: zugelassen. 1518. — Pp. Rh. NB. Von 1519 hinweg Memoriale. 3447^*'*. (Bundschuh.) — Die bauren von Danckoltzheim vertreiben Fol. 173 die Juden daselbsten wohnhafït, weil sie nach key. Mjt. absterben keinen '1^19 Schirmherrn haben, und begehen andere unfug mit träuworten und an- deren, deswegen der landvogt zu Hagenau die Statt Sirassburg um hülff anrufFt ihm 30 pferd zu leihen, und zu dem landvogt zu Oberehenheim sicher zu reiten und sich daselbst bescheydt erholen. Bauren sagen der fenerich im bundschiih sey in der Pfaltz und der hauptmann im Reich; solchem gift nun vorzusein, habe sich der landvogt auch bey dem Bischof um 25 beworben und in der landvogtey auch zusamen bracht auf 40 oder 50 knecht. Erkt. ihm 20 pferd zusagen. Morgen zu Wasslenheim haben. 4a post Dorothée 1519. — X\7. Item Adrian von Brombde und doctor Witherr credentz vom landvogt, Fol. IGO wie die büren von Danckrolzheim buntschuh gemacht, begern 30 pferd etc. Soll 20 pferd darlihen und Riff hauptman sin. 2^ post Valentini. — XXL Memor, de «°. i5d9. — Pp. C. 3448. (Lästerungen.) — Malhis Marx kühler und vier andere burger 1519 sagen einmülhig, dass auf nechstverschinen mitwoch sie von Unserer Lieben Frauen zum Elend wollen hereingehen, und auf dem weg des kreutzgangs halben, so man auf morgen thun wird, red gehabt; da hab Hans Wen- denscheimpff der seckler, so mit ihnen gangen, angefangen: er seh.... meinen herren in den kreutzgang, und man woll den allen götzen (das h. kreutz) herumbtragen, und thun es mhh. um keiner andern ursach willen, dann dass ir keller und kästen voll werden; er wolle sich aus der Statt machen damit er damit unbeschissen sey, dan er mag es nit sehen, desglichen den ablass so mhh. hätten, do wären fünf artikel innen die wären nicht gerecht und das wollte er beibringen, und hätte ihnen eine B. XV. — (M.) 16 — 242 — bull mit gewalt genunimen, die hätte er in seinem disch liegen, und sollte ihnen nit wükschbeben (siel) um einen brifT. Hätte aber seiner frau einen kaufft um -4 schilling, uff dass er sehe was er für einen sigel hätte, so wäre ein geiss unten am sigel; halte auch formich (?) ein brifT uiti 1 gülden geben, so war er dis jar abgeschlagen uff 4 Schill., da gehört 1 seh. den weisen, 1 scli. den bloterechten lüten, 1 seh. in den Spitlel und die G pfennig den spetzelschiessern. Veneris post Pascha. — Pp. Rh. Fol. 174 3449. (Ablass.) — Commissarien des ablass vermögen dass St. Vix 1519 bitter die Pfingsten admilliert werden herzukommen, und Daniel Mügund Hanns Schütz ein zit lang die armen lüt zu dem heiligen fertigen und ver- sehen. Sabb. post Exaudi, vigilia Pentecostes. — XXI. Fol. 175 3450. Meistersenger bitten ihn zu erlauben morn zu singen. Zuge- lassen. — 4a post Nicolai 1519. — XXL 3451. {Fesselstechen verholen^ — Item das fesselstechen soll man abthun wie es 3°. 1510 erkannt ist. 1519. — Pp. Rh. 1520 3452. {Münzlienker.) — Als der doctor predigen solle contra senatum « Münzhenker » ; ammeister befohlen. 3^ post Judica. — Ibid. Fol. ICI'' 3453. (Sebastian Brant.) — Ab isto tempore usque Simphoriani absens fui, missus Gandam ad Gaesaream Majest. Rediisanus et incolumis, gratiam Gaesaris adeptus ex congralulatione quae in Chronica nostra habetur. Laus Deo optimo maximo. 5^ post Johannis. Vigil. Pelri et Pauli 1520. — XXL Fol. CO'' It. Als der doctor (Brand) sin sun mit ime zum künig genommen und not ist sin stat uff dem Pfennigthurn zu versehen. Ist erkant mit Benedict Rauweler zu reden das beste zu thun. Sabb. Vigil. Margarethe. 1520 3454. {Judengelei t.) — — dem ammeister sagen das er kein Juden geleid geben soll, sie tragen dann gelbe ringlin vornen an rocken. — Pp. Rh. Fol. 178 3455. {Predigtglock.) — Lütpriester im Münster supplicirt ihm zur 1521 predigt glock lassen machen oder verschaffen dass man darzu läutet, damit man wisse wenn man predigen will. Erkt. dem lütpriester sagen dass er seinen sigristen vor der ersten singenden mess, wenn man unsern herrgott erhebt, die glock genant die prcdigglock läuten lass, und läuten bis man die singenden mess anfangt, hh. Sturm und Hofmeister. 4^ post Judica. — XXL — Memorial Pelri Buotz de a". i52i. Adde fol. 219. 2^ post Gonceptionis 1525. — XXL Fol. 179' 3456. {Seh. Brant und Onofrius Brant.) — Keys. Majl., auch der ver- ordneten herren zu Wurms schriben dass D'' Brant sin lehenpflicht vor — 243 - mhh. hie zwischen Jacobi Ihun soi. Sabb. post Marci Evang. — XXL Memor. Pelri Buotz de a°. i52i. Onofiius Brant sin Ichcnpflichl des liüss zum Nesselbaclis halb, lül des l'd. ivo'' lehenbiiefTs, anfenghch der glübdl und demnach mil dem eid bewert, und l'^^l urkundt zugelossen. 2^ post Medardi. — XXI. 3457. (Münslerglocken.) — Die messglock wird ein und aus gelüllen, l'ol. I8ü mit der mordglock vermog erkanlnüss. Sabb. post Viti et Modesli a". 20 beschehen. — Die glock ist verniög erkanlnüss 3^ post Margarethae, Halb u. XXI hoc anno dieweil sie an einem ort gehangen da sie nit wohl gehört mag werden, an ein ander ort hinauf zu der grossen giocken gehenckt worden. Den pflegern befohlen. Sabb. Viti et Modesti 1521. — Ä'A7. 3458. {Seh. Brants Nachfolger.) — Petrus Buolz zu einem statt- Fol. 180= schriber an h. Sebastian Brant der rechten doctor sei. verordnet, und die neu angestelt Ordnung von mhh. den XV gebracht so auch von unsern herren Räthe und XXI beslossen, gesworen. 4^ Vigil. Jacobi apostoh. — XXI. 3459. {Münster. — Gross Glock.) — Rathschlag wie die gross glock Fol. 180= im Münster gewihet und getouffet werden mögt, mit wasvor solennitälen; man hat sie auch abwigen wollen, aber den costen zu ersparen ist es underwegen zu lassen erkant 4.a post Jacobi. — XXI {von i 519 hinweg Memoriale.) Hr. Dunlzenheim zeigt an die gross glock bitz zinstag wihen und nit gevattern darzu nemen, dann es corpus inanimatum. ¥ post Assumpt. — XXI 3460. {Münster. — Kreuzgang.) — Wegen des kreutzgangs im Münster Fol. iso zu repariren. Erkant herren für das capitel verordnen und ihnen anzeigen das das "\Yerck des willens worden den kreutzgang zu bauen mit der zeit, desshalben ihre bitt dass ihr. gnaden darein bewilligen, und so er gehauen wird, der oberen gebäu schütten und andern zu ewigen tagen verziehen begeben und dem Werck zustellen wollen, und dess versiegelten schein über sich zu geben. Capilulum bittet zuvor die visirung wie breit und weit er sein soll ihn sehen zu lassen, und den werckmeister zukommen, wollen sie den ihrigen auch darzu verordnen und dann antwort geben. Quod factum 6^ post Assumpt. Mariae. Haben darein gewilliget A^ post Jacobi 1521. — XXL 3461. i)r Baidung zu einem advocaten bestellen. Sabb. post Assumpt. Fol- '80» (fol. 183'' : die verschreiben verlesen. 2^' post Barthol. 1522.) ^^^^ — ViA — 1521 34G2. {LîUher's Schriften verholen.) — Vorgelesen in der Almend- stuben 2^ post Michaelis. Nachdem Kays. Majl. unser aller gnedigster herr ein cdict und gebollbrieff iissgon lassen, D"" Martin Lulhers bûcher und schiifflen by hohen penen der acht und aberacht nil zu kauffen, verkauffen noch zu trucken .... wir Räth und XXI haben erkant alle trucker, buch- führer und die bûcher kauffen und verkauffen in diser Statt wohnen, be- schicken und ihnen solch edict so vil es sie bereichet, verlesen und dabey sagen lassen, sich vor den bemelten penen zu hüten. 1521. — Pp. Rh. Fol. 45'' 3463. {St. Thomas.) — Von dem loch in Thomans Ihurn. 1521. Fol. 6P 3464. Dr Jheronimus Baldimg zu einem stattschriber anzunehmen. Fol. 180'' 3465. Ulrich von Hütten schreiben den Karthäusern gelhan und einen abtrag begert 10000 R. Verlesen, darauf der prior und procurator ihre entschuldigung der länge nach gethan,dergestalten dass sie der zugelegten ausgeschlagenen injuri nit geständig, und darüber rechts begert, und darbey gebetten, wiewohl sie bisher nicht in meiner hh. schirm gewesen, sie in schirm zu nemen beraten und beschlossen zu sein, damit sie nit wider recht gewaltigt, das wollen sie gegen Gott und mit dem zeutlichen gut willig sein zu verdienen und vergelden. Erkant ihnen sagen dass man willig sey zu allem dem sie recht haben und zu aller billig handhaben, schützen und schirmen, und dabey anzeigen, dass sie ihres visitatoris rat erwarten und darzu ihre gethane entschuldigung in eine supplication stellen, und damit sie eine solche desto geschickter setzen mögen, herren zu ordnen, hh. Bock, Knibis, Hoffmeister. 2^ post 00. SS. 1521. — A'À7. Tom. II 3466. {Ulrich von Hüllen und die Prediger.) — Der Prediger suppli- Foi- 2' cation, auch seind brief in von h. Ulrich von Hütten an ihr kirchtliür Voll uffgeschlagen verlesen. Geratslaget zu raten diewil dem ganzen orden widersagt, dass sie dann mit rath ires obern ein solchen sich vor dem Reichsrat beclagen, dann zu achten wü man für sie schriben werd, dass dann nichts änderst do werd sin dann gelt. 3-' post Misericord. Dni. — Memor. Xlll. Fol. 183 3467. (Umgeld) — H. Bock und Knibis zeigen an dass die erbaren lüt von Keyl sich frywillig erbotten das umgeld zu geben, doch dass ihnen der fünfftheil bliben, und Unser Frauenwerck der zwey theil, und dan Böcklin und Lentzlin der anderhalb theil werden. 3^ post Vincula Petri 1522. — Ä'A7. Fol. 185' 3468, {Murners Schriften.) — D'' Thomas Murner ein schanlbüchlein üssgon lassen durch Hans Grüninger cum privilégia getruckt. Disen be- schicken. Dieser die büchcr in die kanlzley überliefert. 2»postThomae apli 1522. — XXL - 245 - 3469. Mathis Huppftiffs des buchtruckers und würls zum ïliier- For. 37^ garten erben — Reg. de a°. d522. 3470. (Weynachtsumzug.) — Ilem anzeigt wie das Syfrid von ßic- 1522 denheim diese kindehiacht (die Innocentium) ein pabst und cardinal um- herschleiffen oder führen woU. Erkt. ihn beschicken und sagen des müssig zu ston. — Pp. Rh. 3471. {Lästerungen.) — Item das der bürslenbinder uff der Schint- 1523 brücken der zu cim Barfüsser münch gesagt, es sey in einer jeden pfarr und kloster ein sunderglauben, und in jeder kirch ein sunder abgolt, und figur des kalbs etlichen andren Barfüssern geschenckl, dass der beschickt und darumb zu red gestelt und solches verbotten. — Ibid. 3472. {Buchführer.) — .... frembde buchführer so auff die mess Fol. toi'' kommen und bey S. Lorenlzen im portail oder tabernackel feil haben. 5^ post Ulrici. 1523. 3473. Gemein Almüsen uffgericht. Als bishar winterzyt vil armer Fol. a?*» breslhaffliger menschen uff den gassen erfroren etc. Ordnung. Actum und angangen uff Michaelis dis 1523 jors. — Registr. de «". 1523. 3474. IJ. Wolfram Dachstein Organist St. Thome, ein söhn Jhieroni- Tom. i mus von Dachstein, wird burger. 1523. ^°'- ^^' 3475. It. Mcdern Kreisz priester und organist im Münster empfangt Fol. 38' das burgerrecht von seinem vater Peter Kreisz schrifflschneider. 1523. 3476. {Religionsstreitigkeiten.) — Item her Bernhard Wurmbser zeigt 1523 an dass ihnen von nöthen bedünke dass mhh. ein insehens haben sollen, das man in der lutherischen sachen nit so hitzlich gegen einander im Ralh handelte, und dass die uffrührischen wort gespart würden, und keiner dem andern sin wort verkehre. Ist erkannt dass mhh. die XV fürsitzen und die 2 artikel lesen lassen, so in der XKI^^" Ordnung geschrieben ston. 3477. {Hieron. Gebweilers Chronik.) — Cronic die W Jheronimus der Fol. 62^ Schulmeister gemacht, etc. 1523. 3478. {Seb. Brants Chronik.) — It. der Cronicken halb so D"" Brand Fol. 62^ gemacht, sollen beyd Meister mit der früntschafft reden, die mhh. zu ^"PPj* banden zu stellen die zu besichtigen. 3'^ post Erhardi. 3479. {Ruprechtsaupfarrhaiis.) — Arme lüt in Ruprechtsau bitten in Fol. 29» ein klein stück almend das sie gern brüchen wollen zu eim hüss das sie "PP- irem caplan büwen wolten mitzulheilen. Erkt. die büwherren hinüssfahren und plalz besehen. Porro erkt. in den platz geben, doch dass die gemein - 246 - jars davon 1 ß dem zinsmeisler der Statt zu geben verschriben soll. 4^ nach Quasimodo. — XXL Memoriale de a". 1524. Fol. 30' 3480. {Pfennigthurn.) — Die XV haben ein Schnecken ufl den Pfen- Suppl. nigthurn zu machen angefangen dass man jetzt im hüss und nilüsswendig ^'^'^^ uff' denselben gehen soll; es haben aber der Rath u. ZunfTt zu den Melzi- gern solchs zu vollführen nicht wollen bewilligen, darumb in sämtlich anzeigen dass solchs in nit zuwider noch abbruch beschehen, mit beger solchs zu bewilligen und nit für die scholTel bringen. 2^ post Joh. Baj)t. — XXI. Fol. 207^ 3481. (Erasmus von Botterdam.) — It. Erasmus von Rotterdam schriben ettl. schmaclibüclilin (halb) so durch Ilulten und Ott Brunfels gemacht und Hanns Schott gelruckt. Erknt. m. Otlen und Schollen be- schicken und ihr veianlworlen hören. Sabb. post Darlhol. 1524. — Rätlie u. XXI. Fol. 207'' 3482. {Bäder in den Kirchen.) — Dass die bild in den kirchen und ufF den Strossen gewalllglich hinweg gerissen. Erkt dass man alle die loffcl und bilder so an den sülen und wenden hangen und slon, hinweg Ihun soll und die wend süfer machen, doch die altar mit ihren toff"eln lossen beslon und bliben, und dass in allen kirchen und klostern thun, und das wachs und ander ding uff Unser Frauenhüss thun. Am andern ein mandat ansetzen und by hoher pen gebieten dass niemans eigens gewalts die bilder cinichs heiligen hinweg thun odernemmensoll. 3« Diepredican- ten beschicken und in solchs anzeigen, und sagen dass eins Ralhs meinung über dem mandat zu halten und dass sie das volck auch darzu mit ihren predigen ermanen. 4" Diejhenen so Claus Ingolt anzeigt, so bilder in den kirchen und uff den Strossen abgerissen und hinweg gelhan, als den zun- telmacher, Seckler, den Schneider an Sleinstross und ihren anhang in thurn legen und stroffen. Im Münster und sonst mit den pflegern handien und kirchen zuthun, wann sie es thun wollen. 2^ post Egidii 1524. — Ä'Ä7. Fol. 208'' 3483. (Bilder zu S. Aurelien) — It. dass die zu S. Aurelien ir doff"elii alle und crucifix, on die doff^el uff dem fronaltar, hinweg gethon. 2=^ post Simonis et Jude. — A'A7. 1524 3484. {Stadtmessen.) — ly^eine hb. die XV bringen mit dem mehrer teil dass man die fünf Statlmessen hinfürter nit halten, sonder den kosten so uffkertzen goht in stock, blater- und waissenhüss glich theilen. Sabb. post Martini. — Memoriale de a^. i524. Fol. 32' 3485. {Kaplan zu lll wicker sheim) — Die zu Illwickersheim begeren ein eignen caplan. 7^ nach Martini 1524. — XXL _ 247 - 3486. {Alte Gebräuche.) — Krentzel uffseUen uff den Stuben, Ostereier 1524 samlen etc. etc. Sabb. nach Calh. 1524 — XXL 3487. (lllwickersheim.) — Der gemein zu lllvvickersheim werden 3 U gelts der Stegmalten zugestelt, mit dem beding dass sie daraus das haus und die kirch in gebüw halten, um ein priester zu halten der in predig und mess lisset. 4^ vigil. Concept. — XXL 3488. Item Jacob von Künig^hoven der goldschmid empfängt das Fol. 38 burgerrecht von seinem vatter Mathis von Künigshoven dem grempen. 3489. (Zivischenhandel.) — Item die XXI (XX?) beschickt und ge- Fol. 62 fragt ob sie ützit wissen hatten dass zu empörung reichen möchl oder aber 1524 jemans wider ordn. gehandelt hat. Daruff sie angezeigt dass sie by ihren zünfften keinen Unwillen gegen der priesterschafft spühren darüss empö- rung erwachsen, noch wissen dass wider Ordnung gehandelt. Sunder allein dass etwas Unwillen darüss erwachsen dass die grompery so gross, dass alle ding von dritten oder vierten band erkauffl werden müssen, desgl. mit dem fruchlkauff in der frucht etc. 3^ post Gonvers. Pauli 1524. — Pp. G. 3490. (Bilder in den Kirchen. — Bedacht der Bilder halben.) — H. F. 1525 Zorn, h. Kniebs, Bettfrid, m. Betscholt. Diewil alle ergernis in der kirchen verhütet werden sollen, u. dann auch Gott der Herr im gesatz die bil- derabgotterey so darüss, wie am tag ligt, bitzher gevolgt ist, zu vermy- den, zum höchsten und by grosser straff verholten, so were der verord- neten herren gut beduncken, dass die bilder und tafeln hie in allen kir- chen durch etliche herren, so deshalb durch E. E. P«ath verordnet werden sollen, an eim oben in der still und mit beschlossenen Ihüren hinweg ge- nomen, und in die crufft oder sonst an ein heimlich ort gestellt werden sollen. Damit sich aber nyemands zu beclagen hab, das ime das syn, so von ime oder sinen voreitern in die kirchen geben worden, genommen oder entwerl werde, das man dann eim jeden so lafeln in den kirchen sien helle, die durch sie oder ihre ellern darin geben oder gesielt, verkünden und sagen lassen soll, dieselben in acht tagen den nehsten hinweg zu nemen, dann wo nit, werde man sie sonst abweg nemen. — Argentoratensia his- torico-ecclesiastica, 1. 1, fol. lOß'"*. 3491. (Bilderstürmer.) — Als die gartner das crütz vor dem Wissen Fol. ni' thurn hinweg gethan für sich selbs. Ralh befohlen. — Memori aie de a".i525. 3491*'*. Gemein von Wasslenheim und h. von Eschau ihr vogt bitten Fol. '2ii ihn evangel. priester zulossen, dann sie des nolhtürfftig, wollen sie ihn ohn 1^-5 schaden des lülprieslers bis Johannis behalten, und darzu dass man her- — 248 — tzog Görgen als dem paslor schrib die pension nachzulassen etc. Erkant hertzog Görgen pfallzgraff als dem vcro pastori schriben um gotls willen und uns zu ehren und gefallen den reservat nachlossen und den armen lüten vergünstigen ein evangel. priester mit sein willen lossen werden, mit anzeig das die armen Kit mit unahbrüchlich des pfarrherrs bis Johan- nis unterhalten wollen, und so er sich recht halt, woll man für ihn gebe- ten haben, und solchen bricff dem vogt geben und befehlen selbs dem forsten zubringen, und darüber nit wollen der pfaffen guter so erst herin- gezogen und uns geketzert, zu schützen oder schirmen, doch nach em- pfangenem bericht sich auch gutwillig erzeigt und gesagt, sie habens nit verstanden. 1525 Wagner sind auch alle gutwillig gewesen libe und gut zu mhh. zusetzen, ohne zwen die wolten auch der pfaffen gut nit beschirmen; Gartner unter Wagner sind auch gutwillig gewesen, üssgenomen einer wolt man solle der pfaffen gut theilen, und einer vermeint man solt sie (die?) burger auch annehmen in den sold; am Steinstross haben by den 110 gesagt wann der hülf für die Statt kom und der pfaffen gut fordern würden, werent sie der meinung dass man sie ihnen mit lib und gut zustellen solt, und er derselben namen wollen uffschriben, seyen sie hinweg gangen und ihren namen nit wollen anzeigen, doch dannoch dafür gebeten und wollen sich eines andern bedencken, sind auch die von andern zünfTten im hämisch gelegen nit gefragt worden. In Kruttenau haben gehandelt lüt eins zedels; mürer sind alle gutwillig. Ist für mhh. die XIII gewisen ein bedencken haben das ein fehnhn knecht angenomen, die Statt und alle letzen und schutzgätter versehen und versorgen und lüt zu ihnen annehmen und dazu zu brüchen die des verstand haben und desgleichen den constoßlern wie den zünfften auch fürhalten und ihr gemüt eim Rat anzeigen. A^ post Ililarii. — XXI. Memoriale de anno i525, Pelro Buotz Prothonotario. — Pp. C. Fol. 211'' 3492. {Münster. — Wihestein.) — Item als ellich den wihestein im Münster haben wollen hinweg Ihun. Ralh erfahren. 2^ post Sebastiani. — XXI. Memoriale de a^. i525. Fol. 212^ 3493. (Verfall der Kunst.) — Mohler und bildhauer suppliciren die- weil durch das worl gottes ihr handtierung abgond, sie mit empler vor andern versehen, darneben Hans Bildhauer der fechtmeister bitt ihm ein für oder underhaUung zu geben. Eckt, ihn sagen so empler ledig werden, mögen sie sich geschi'iben geben, woll man der bitt ingedenck sin. Des fechlmeislers halb für mhh. die XV gewisen. 6^ post Purif. 1525. — XXL — 249 - 3494. {Bilder und Gottesdienst.) — Ilem dass die sacramcnthüsel sollen Fol. 2i2*> uffgeslossen und die sacrament und das h. ole nim do stot, duian vi! men- 'loSo sehen beschwerd tragen. Pfleger begern bericht ob sie dise fastenzit ire bilder in der capellen vor dem h. crütz verhencken, ilem das hungerduch ufîhencken, ilcm ob sie das Salve an der grossen fastennacht aber (rdias über) liilen, orgeln und das wyhewasser geben sollen. Erkt. das Salve singen wie man uff einen andern tag und zu der selbigen stund, und das orgeln und wyhewasser geben underwegen lossen, sunst das hungerduch und die heiligen unverbitlen lossen und slon wie bisher, und herren verordnen ob das Salve zu ändern uO" meinung wie zu Nürn- berg und der predicanten rath harunder haben. Montag den 20. Febr. 1525. — XXL 3495. {Gottesdienst.) — Jacob Duntzenheim und Hans Meiger befeh- fo'- 220' len in allen kirchen und klöstern und capellen versehen dass die heiligen nit verbulzt werden dise fast. 2^ post Eslo mihi. — A'A7. 3496. {Schulen.) — lim. dass man gut Schulmeister hie haben soll. i'oi. 212 2a posl Invocavit. — Räthe u. XXI. 1525. 3497. {St. Martins-Capläne.) — Caplon zu St. Martin begern, nach- Fol. 213 dem ihnen ihre alläre zu St. Martin deslruirt, rath was sie sich hallen sol- len, damit ihre palronen sie nit der pfründen enlselzen. Erkt. den patro- nen es anzeigen. 4^* post Reminiscere. — XXI. 3498. {Münster. — Kerzen u. Bilder ahgellum.) — Ralhslag hh. Jaco- Fol. 1 1 P ben Zorn, Peter Sturm, Caspar Iloffmeyslers u. Jacob Meyers. ¥ post Re- ^<^^*^ miniscere anno 1525. Der ampelen und liechter auch kerzen halb. — Das man alle ampellen an allen orten im Münster ablhun, desglichen die kerzen, auch welche dem Werck zugehörig hinweg thun u. dem Werck sagen das sy solchen costen zimlichermass anslagen u. ins almusen geben. Dessgleichen was kerzen den zünfften oder bruderschafften zugehörig, in früntlich sagen das sy die hinweg thun, und solchen costen in ein bes- sers verwenden. Und daruff den Pflegern bevelhen zu verschaffen das sy an den zugengen im Münster u. mitten dorin grosse lucernen u. darin ampellen oder ker- zen verordnen, die man zu angond der nacht die ganze nacht bis morgen wider das der tag harbricht, domitein jeder üss und zu gon sehen müg, anzünden und brennen lassen soll, und im tag solche lichter löschen und zu nacht wider anzünden. Approbalum Sabbato prima aprilis a". 1525. - 250 - Ilem friUag den letzten martii 1525, durch h. Zorn, h. Berlin, h. Meiger, h. Doctor, des Marienbilds halber geralschlagl in der capellen. Das duch und bild hinweg thun an einem obent; das behalten und nit zerschlagen, biss es besser wurl. Darneben auch den Münsterknechten bevelhen, wo sy gesehen das man also liechter uffzint, die lüt früntlich abvvysen und sagen dass sie solich ulT die armen wenden, und die liechter ablöschen. Approbalum prima aprilis a". 1525. (Bilgernüss abgeschafft, aus des babsts selgeret.) Fol. 213'' Autre texlc: H. Zorn, h. Martin etc. bringen iren bedacht dass man alle 1525 kerzen im Münster hinweg thun soll und doch in der nacht an den ingen- gen laternen mit lichtem haben soll, damit die by nacht und am morgen früg hynin gon sehen mögen. Erkt. dobybliben und mit den zünfflen reden der kerzen halb. Am andern tag bringen sie dass man das Mariabild in der capellen by nacht hinweg thun soll und ein crucifix an die stat stellen. Erkt. das bild by nacht hinweg thun, und ein blo tafeln für die kapffs machen, und da- ruff mit güldenen buchstaben schriben: Allein got die er, oder: Gloria in excelsis Deo. Porro pflegern fabrice befohlen das klencken und sonder lüten mit den glocken uff die hochzittl. fest abzustellen. Sabb. post Letare prima aprilis. — Räthe u. XXI. 3498**. {Bauernaufruhr.) — Item die XX beysamen gewesen und einen um den andern befragt uffrur halb unter der gemein, haben ein und andere angezeigt. ^^ post Palmarum. Den Pfenniglhurn versehen erkt. underschriben die 2 knecht und dry von alten dryen tag und nacht darufïlegen zu hüten. — Pp. C. Fol. 210 Item als ellich büren mit wägen und fruchten die sie herinflehen wolten 1525 vor dem thor halten (dann es verboten worden von landlüten niemand mehr herein lossen) und die burgerschaft ein grossen verdruss dass man sie nit herin lossen will. Erkt. dass man alles das gut so die armen lüt bringen, es sey win, körn, haussradt oder anders herinzulossen, doch dass die es herinführen geloben und versprechen der Statt Sirassburg treu und hold zu sin und ihren schaden zu wenden, und dass man diejhenen so zum hüffen geschworen desgl. ihr wibe und kinde nit lierin lossen soll. (Das kloster zue Barfüssen würde den armen eröffnet, hh. verordnet die den münchen geholfen sie zu logieren etc. 3*'' post Cantate. — XXI — Ibid. 3498^. (Thiergarlen.) — Item den Unkosten mit dem Thiergarten ab- — 251 — stellen und den hüpschen lusl wider ufflhun. Erkl. dass man die hirlz üss dem graben zu der zit sie gut sind, und den graben und den luslgang auch die zinen wider uff Ihu, wann die hirlz herüskomnien, damit die burgerschafft lust haben mag. (Noch diese woch nil in Uhat lülen, den der hüffen her zog.) — Pp. C. 3499. {Münster.) — Das gerembs und den altar daruff die üssfürung Fol. 214" im Münster gestanden, by nacht süferlich lassen abbrechen und hinweg 1^25 thun, den pflegern fabrice befohlen. Den Münsterknechten, auch dem sigristen im Münster zu Unser Frauen- capell sagen dass sie die liechter so ullgesteckt werden ablöschen, damit es nit von andern beschehe. Sabb. vigil. Paschae 1525. — XXL 3499*. Bauernaiifruhr. — Der Deputaten des Chors um schirm Fol. 30' ihrer mannschafft halben, der bäurischen empörung wegen w.'ir erkl. von hh. Rät und XXI anfängl. den Deputaten mit ernst sagen, wiewohl ihnen der vergriff des schirms der gemeinen stifftgüter vor langem zugestellt, und sie bisher darauff kein antwort geben, desshalb ein Rat wohl ursach hätte in diesen läuffen sich ihrer hindersassen nit zu beladen, dann sie die vi- carien als sondere personen allein burger und die gemeinen guter darin mitbegriffen. Jedoch wolt ein Rat aus günstiger geneigter meinung in diesen läuffen den armen hindersassen zu gutem trost und damit sie bey weib und kindern anheimisch bliben, solchen schirm nicht versagen, son- dern als ihrer burger hindersassen achten und halten, und wie andere einer Statt Strassburg und ihrer burger hindersassen im land schützen und schirmen, doch dass sie, die Deputaten, dafür jähilich bO ÏÏ ^ zu schirmgeld geben sollen und ob einer Statt heerzug, reissen, krieg oder andere geschäft zustünden, dass sie die hh. die Deputaten mit ihrer dörfer mannschaft, auch wegen kärchen und pferden, wie andrer burger hinder- sassen gewärtig sein und dienen sollen etc. Act. Mittwoch den 19. aprilis. 3499^. {Bauernaufruhr.) — Haus-Visitation der Fremden halb vor- 1525 genomen. Item der Juden suppl. gelesen die do bitten sie um gotts willen in diesen schwären läuffen hie zu behalten. Erkt. ihnen acht tag uffschlag geben, doch dass sie gedencken und sich in den acht tagen oder so es ee sin mag, hinweg fertigen und nicht länger hie bliben, und dass ihnen solchsin gna- den letzt beschehe der ungetreuen kriegsläuff halben. Porro Elias Jud von Rosheim danckt mhh. von sin und andrer Juden wegen, dass man sie be- herbergt. Die hh. XIII bringen an wie die bürschafft Freyburg im Breisgau inge- 1525 nomen und als sie ongelangt den nechsten fiir Brisach, darnach für Ensis- heim ziehen wollen, und daneben wer ihrgulbedüncken den Allmechtigen vor äugen liaben und mit den Prcdicanten zu reden das folck uf der can- tzel zu vermahnen dass sie Golt den allmechtigen um gnad bitten, dass er das gemein volck erleuchten und sin göttlich Wahrheit und evangelium lehren woll; wittcr so sey die Statt zu verwahren befohlen, und wie der befelch gewesen knecht anzunemen, wurt das beschehen. Losst man in allen puncten und articklen wie heibrocht hüben. Daneben witter ange- zeigt, dieweil sich die beden grafen Bitsch und Hanau (auch andere) unge- bührlich gegen ihren unterthanen halten und die leibeigenschafft zu schwö- ren zwingen wollen, dardurch wiiter uffrühr zu besorgen, den selbigen schriben solchen ihren unbillichcn bcschwerl. fürnemens gegen den armen dieser zit in ansehung der geschwinden läuff abzuston, dann man so das von ihnen nit liden mag noch könne (damit der freyzug im Elsass abge- slelt wird, welches die Statt nit dulden wollen). 6^ post Ascensionis, den 26. may. Witter abstellen die unnützen reden die do gand, man werd die luthe- rischen alle tödten und damit unruh verhütet. — Pp. C. Aufrührische baurschafft dieses lands desswegen Meisler und Rat ver- ordnet, dass man alle inwohner und hindcrsassen in der Statt Strassburg flecken und dörfern auf ein neues, dieweil sie zuvor über gelipt und eyde hinweg und den bauren zugezogen, schwören sollen der Statt treu und hold zu sein etc., desgleichen auch sich hinanfiirter in kein rottung, em- pörung oder versamlung begeben oder schlagen etc. Act. 2^ post Exaudi. lieber ankauf der herrsch. Barr von Nicl. Ziegler. Unterhandlungen. Item dass bey den ussländigen ein boss geschrey erwachsen dass man hie viel uffrührische enthalt, darzu die so in einer Statt dôrfîer sind nit straff etc. Seind die bauren gestrafft worden und haben abtrag geben müssen im bistum an etlichen orten uff jedes hüss 5 gl. — milius tn {ta- rnen, eigtl. steht 1er; niuss aber ein schreib- oder lesefehler sein, ^ote de M. CuNiTz) a civitale fuerunt habiti riistici rebelies. Episcopus warnt dis Statt vor den enthaltenen meineydigen bauren, dass sie nicht ein mütcrey machen. Erkl. gewer den hindersassen zu tragen verboten und niderlegen etc. — Add. ad inilium Memorial, de a°. i525. Als ein frag gehallen, ob man die zu burger uff soll nehmen so zum hülfen geschworen haben, oder ob man länger mit ihn verziehen soll, da- mit der freye zug nit still schwigend verhindert und abgelcnt werd etc. Erkt. wer do koml und das büigcirecht begert, ihn annehmen, doch lül des arlickels ihn wainen und sagen wo er ein ursacher der hüflen oder — 253 — ihn williglichen anhängig gewesen und er desslialb erfordert, dass man ihm darzii weder beraten noch beholffen sin woll. Verordnete hh. zeigen an bcym Capitel gewesen und im angezeigt wie ein Rat anlangt dass Dachstein, Mollzheim und Mutzig etwas geschworen, dass zuwider einer Slatt Strassburg und des ganzen Vaterlands, und auch die Rät und sie fürler willens sie schwüren lassen ein libeigenschaiïl, auch dem evangelio nicht gleichförmig zu halten, sonder den alten gebrüchen der röm. kirchen; darob dann ein Rat ein bcschwcrd (rag, wer auch ihn nit lidlich, wüsten auch sie wo daruff behart solt werden, alhic nit zu schirmen ; daruff haben sie anzeigt dass nit ohn Moltzheim und Mutzig haben ellich artickel geschworen, dass sey aber beschehen dass (als) der hertzog mit sim zug im land gesin. So haben auch die Rät vier artickel gesetzt, die sie die unlerthanen wolten lassen schwören, darunter sie vier artickel abgestelt, und wollen es glich unsern hh. halten, und in allem dem bewisen dass zu frid und einigkeit dienstlich ist, haben auch den Räten geschriben sich dess zu halten. Episcopo auch geschriben etc. 2'> post Exaudi. — XXL 3499^ (Bauernaufruhr.) — H. Hans Bock M. (Meisler?) und h. Marlin Berlin bringen ihren abscheid von dem lag einer landsreltung von Hagenau wie sie angeschlagen alsdan verlesen; darneben zeigen sie auch an wie des hertzogen von Lothringen rät und gesandt auch graff Philips von Hanau und graff Reinhart von Bilsch mhh. vor dem üsschuss verklagt, wie mhli. die jehnen so ietz an ihnen meineidig worden, zu burger annehmen und sie enthalten, darzu schribe man ihn spitzige brieff und geh ihn knechtzu das ihr zu holen, daran abzunehmen dass mhh. ein gefallens ab der büren fürnemen haben. Dargegen sie es verantwort das der fryzug mhh. nicht nochzulossen, doch haben sie etwas an mhh. zu langen, mögen sie eim Rat schriben und das do als acht (mc) beschehen werd. Erkl. hh. verordnen die es bedencken. 5^ post Pentecoste^. — A'A7. — Pp. G. 3499'^ (Stadthore.) — Die Ratsherrn erlichtern mit dem thor be- 1525 schliesen, ob sie die Schlüssel ihren schöffen geben. Erkt. den Kriegsherrn befohlen. 2^' post Corporis Christi. — XA7. — Ibid. 3499^. {St. Johann.) — Pfleger Sl. Johanns laden mhh. von wegen des comturs uff St. Johanns tag zum imbis. Erkt. nach gestalt der läuff woll man es rügen lassen und ihn fründlich dancken. 4'» post Corporis Christi. - XXI - Ibid. 3499A {Zoll.) — Item die Ordnung des zolls halben uffdem Fronhoff. Erkt. dass man von aller essenhaffter spisen, es werde heringeführt uff — 254 - kärchen oder wägen, zollfry sin soll ohne fisch, fleisch und salz, körn und will, und dass man an den llioren soll von dem karcli 2 ^ und dem wagen A ^j geben und zollern sagen. 6^ posl Corporis Christi, denlG.ju- nii. — Rallie und XXL — Pp. G. Fol. 217 3499f^ {Hüssfjeld.) — Mhli. die XV bringen dass man das hüssgeld 1525 üsserlhalb des KaufThüss ab sin soll. Ilem das die unterkäuffer kein unter- kaufl'mehr nemen soll von den käuffen, es sey dann darby gewesen. Erkl. mhli. es herbracht und dass mans der bürgerschafft verkünden und sagen in ihren hüssern kein hüssgelt me zu fordern. A^ post Johannis Bapt. — XXI. — Ibid. 3499''. {Fürstenberg.) — Als uff" gestern graf Wilhelm von Fürsten- berg angezeigt, ob mhh. willig in bund zu kommen, woU er das beslthun. Erkl. seiner gn. uff" das fründlichst danken soi dass er mhh. so im besten gedacht hat, und des bunds halb ihm sagen dass man solchs zu sonderm gefallen ihr willig geneigt gemüt gehört, und wäre liinwider willig allen dienstl. und früntl. willen zu bewisen. 6^' post Johannis. — XXL — Ibid. 3499'. {Predicanten.) — ßitsch und Hanau schriben mit den Predi- canlen zu reden, dass sie in ihre herschafft kein Predicanten mehr schi- cken, oder sie wollen sich der gebühr gegen ihn hallen. Erkt. sie beschicken und das fürhallen und sagen sich des halten. — Ibid. 3499-^'. {Münster.) — Item die glockenseil im Münster bas versehen. Erkt. wechter besser verwahren. — Ibid. Fol. 217^ 3500. {Bauherren.) — It. das allejor neu büwherren gemacht werden, und wan einer geschickt wird, muss er abgon, do gut dass man ewige büwherren macht. XV befohlen. It. dass man zu diser schweren gebeuen so man zu beschirmunge der Statt hie hat, die gebüw zu Bern, Pavia und andre stet so mit gewalt be- legert und sich enthalten haben, besichtigen lossen. XV. befohlen. 2^ post Visit. — A'A7. Memor. de a'\ i525. 3500". {Bettel) — Ilem dass man möcht bedencken dass die armen hie auch arbeiten und nicht also müssig gon, und man sie üss dem almü- sen erziehen. 2^ post Margarete den 17. julij. — XXI. — Pp. C. 3500^. {Bauernauf nihr.) — Nachdem auff einem tag zu Hagenau ge- halten, unter andern sonderlich ein streiff"ende rott, der landvogt mit 20 pf. zu streiffen willens gewesen, hie disseilh Rheins beliebt worden, dai'zu Strassburg 12 [)fcrd geben sollen von hundert pferden, und solches aber nicht zum stand kommen, allein hat die Statt dem landvogt geschri- - 255 - ben dass sie auch in ihr oberkeit streiffcn woll lassen , und dass er dei' sinen beschcid und vvort zeichen geben, damit sie gegen einander vsiisslen sich zu halten, der gewehr halb im schiiben dass man den burgern nil will oder wird abstricken mit ihren gewehren zu gon, sonder wie sie bisher gangen aber gon werden. Aber den in den dôriïcrn, die sollen ihr sillen- gewehr zimlicher mass, doch kein lang gewehr als spiess, hcllcniiarlen und bi^ichsen tragen, und denselbigen schriben dass sie ihm also nachkom- men und ihr lang gewer in den hüssern lossen und nii über land tragen, sie würden ihn sonst genommen etc. A^ post Margarete. — XXL H. Daniel Müg zeigt an, dass uff gestern viel knechl in die Statt komcn 1525 und ihr gewehr an den porten gelossen und gesagt sie komen vom bund und haben gehört wie vier Fürsten vor der Statt legen, haben sie sich er- hebt und hergezogen. Erkt. uff der Rinbruck und Gruffenstadenbruck be- scheid geben, wo knecht komen ihn zu sagen, dass man sie nit in die Stall werd lassen und dass sie neben fürziehen, desgl. an den porten auch zu sagen, und in der Statt umschlagen, wer kein dienst hat dass er üss der Stall ziehe, dann man sie nit bedarff. 2» posl iMagdalenae. — XXL — Pp. C. Item zu bedencken ob ein botschafft gen Insbruck zu fsl. D. schicken sich zu verantworten, dass man sagt das solcher empörung der anfang hie ist. Landvogt von Hagenau schreibt dass ihn für gut ansehe dass mhh. sich mit Trier, Pfaltz, herzog Ludwigen, Bilsch und Hanau der gewer halben verglichen und ihn auch ihre gewer nemen, darzu kein sitten- messer oder degen tragen. Erkt. bey mgn. herren von Strassburg. Räten, auch dem Capitel ansuchen wie sie es mit den ihren halten wollen, wo sie dann sich mit mhh. verglichen, das dann mhh. kein sonders (nichts beson- deres) haben sollen. 4^ post Jacobi. — XXL Sonsten haben die fürsten ein hiesige oberkeit im verdacht und Unwillen gehabt, als wan hier die entloffenen bauren unterschleiff betten, ja gar zu burgern angenomen würden, welches auch geschehen, sonderlich von dem schultheissen der sie häulTig angenomen; über die Predicanten sich beschwert, dass sie bösen reden wider die fürsten aussliessen etc.' — Ibid. 1. Ad: 2^ post Petri et Pauli. XXI, steht schon folgendes: Als M. Matthis gestern gepredigt der keyser wird mit eim grossen zug etlicher beginen kommen, und sonst vil uffrüriger wort tribt, erkt. die Predicanten beschicken und ernstlich sagen uffrüriger wort, darzu den keyser oder andere obern als insonders zu schmehen und anzutasten abstanden, oder werd sie stroffen. — 556 - Fol. 216' 3501. (Gottesdienst.) — Uff Pfingstmontag: It. verordnet dass man 1525 doch etwas in den kirchen im las: srol dient dass sie nit also oslür stund. Fol. 218* — Darnocli der vergriff (verlesen) des gotsdienst wie er am morgen an- slat der früg mess liallen, desgl. wie der gesang in der kirchen, die mess, die üsslegung, auch wie mit den predicanten geredt soll werden, alles verlesen. Erkant solchen rathslag ad Episcopum als den ordinarnim lassen langen und sin fr. gn. hcrichlen üss was gcstalt und bewegung man es angestellt und siner fr. gn. gemüt auch harunder vornemen. G''> post Ber- nardi 1525. — ÄA/by cß. Fol. 218'' 3502. (Schule.) — Der bedacht der schulen halb wie die uffgericht soll werden verlesen. Erkt. wie harbrocht daby bliben und h. Zorn und Ja. Sturm, Lindenfels, Sebolt und der D^. haben zum fürderl. handeln. 6^ post Bernhardi. — X\7. 3503. (Bauernaufruhr.) — fl. Hans Bock und h. Martin sagen zu Dachstein bey Episcopo gewesen und hab sin fr. g. uff den punclen der straff halb angezeigt, dass sie kein sunderung wohl konten thun, dann wo einer schon nit üssgezogen, so hellen doch die dörffer die ihren üssgelegt, und deshalb anfenglich von den vier dörffern (so Bischoffund Stall gemein- schaftlich) 4000 gl. geheischen, demnach 2000, zulest nach viel handlung dahin gewachsen, dass sie 12 hundert gülden geben sollen, do des halb siner frl. gn. und das ander halb mhh. zuständig sin soll, und dass mhli. solch Schätzung genemen und an der extantz des sigelsgelts innemen. So- dann der gewehr halb viel red gehalten, aber sin frl. gn. daruffbeharl, dass man ihn ihre gewehr alle nemen und das büchsenschiessen in den dörffern abstellen, und die büchsen ihn nemen solle, doch dahin gewachsen dass man den büren ein gewehr 2 eleu lang zuliess zu tragen. Erkt. der gewehr halb wo es nit besser sin mag, mit min. g. hh. verglichen, doch Keyl, Graffensladen und Illkirch üssnemen der letzen halb. Sabb. post Bernhardi den 26. augusti. — XXL Fol. 2»' 3503^'*. (Graf Wilhelm von Fürstenberg.) — Gr. AVilhelm von Für- '1^25 stenberg lassl mhh. unter anderm anzeigen dass erzherzog Ferdinand nichts dann eines gnedigen willens gegen einer Statt Strassburg sie voll: it. dass Kays. Majl. des willens sin soll gen Rom zu ziehen, und villicht den babsl abzusetzen und ein stallhaller machen, und dass die Majl. zimlich dem evangelio anhengig und dass solche chrisüiche 1er forlgang haben würd. Sabb. den 20. Aug. 1525. Fol. 218 3504. {Münster. — Salve) — Erkt. dass man den Münsterknechten sagen dass sie alle morgen mit der salveglocken uff ein viertel einer — 257 - stund lyten sollen, also dass es um fünffe üssgelülel hat, bis Martini, darnach zu 6 üssgelütet hab, und die Münsterthüren ulT Ihun ehe sie anfahen lüten, und die liechler anzünden, und doss ihn dargcgen lohn werde uff dem hüss wie biszher von der pilgermess zu lylcn gegeben ist worden. 2» post Crucis exalt. — A'A7. 3505. (Predigerldrchhoff.) — Erkt. dass man die ihor an dem Prediger- i'ol- 2 1 9* kirchlioff abheben, das galler und staffeln hinweg thun, also dass es offen blib '1^25 tag und nacht. Dann vorhero erinnert worden, dass nachts in geschüllen ein grosser mangel dass daselbslen kein offen gass. 2^ postLucae. — A'AT. 3505^'*. (Eid verweigert.) — Burger etliche sind schwürisch und wollen nicht schwören, die pfaffen schwören dann auch mit ihnen gehen an die hut und letzen (Hut-Wache). Erkt. dass man unangesehen der läuff im namen gottes uff morn den schwörlag halten und lassen fürgan, und burgerschafft sonderl. die gartner ermahnen ruhig zu seyn. Darzu D. Capilo auch das seinige gethan und den gärtnern vorgestelt, wie ein hiesige Obrigkeit auf intercession des landvogls den geistlichen nachgelassen dass sie nicht schwören dörffen an die weiss wie die übrige burgerschafft der Obrigkeit treu und gehorsam jährlich vor dem Münster schwöret, und ist auch der schwörtag wohl abgangen. 2« post Erhardi. — A'AT. — Pp. C. 3506. (Bcmernaufnihr.) — Ein gemein mandat von den Bundständen Fol. 221 die uffgewigler und anfenger nit zu enthalten wird verlesen. Erkt. ihn un- 1526 terschriben; wie wohl man hoch, als ob man die unterhallen soll, verarg- wont, so het man doch ein mandat vor guter zit gemacht, man hab auch etliche hh. ihr uffmerckens zu haben verordnet, die täglich insehens Ihun etc. So hab man doch ein offene Statt da man nit an thoren hütet, so sie aber jemans erfahren der ein solcher wer und ein Rat dess verständigt, woll man ihn verwisen. A'^ post Hilarii. — A'AT. Memoriale Petri Buolz Prothoscribae de 0°. 1526. — Ibid. 3506". {Schulen.) — H.Zorn, J.Sturm, Lindenfels bringen iren bedacht Fol. 221» der schulen halb wie verlesen. Erkt. wie harbrocht doby bliben, und dass man etl. herren verordnen soll, die schidherren seyn sollen, und by den orten und klostern wie bedacht um die Unterhaltung ansuchen thun sollen, h. Kniebs, J. Sturm, Meiger, und dass fürderlich anfohen, damit die schulen uffgericht werden und die angendt Jugend erzogen wcrd zu eren und lugenden. 6-'' post Blasii. 3506*. (Ratsverhandhmgen.) — Item dass man sich der langen unnot- wendigen reden enlschlug, damit einer Statt geschefft und fürgefallen liän- del üssrichten könt. 2^ post Esto mihi. — XXI. — Pp. C. B. XV, - (M.) 17 — 258 — 1526 3506'". (Bauemmifruhr.) — Seine! die hiesigen Predicanten beym Bi- schofT und den Räten in verdacht konien als wann sie den bauren sollen geralhen und selbige nffgewickelt haben, beidagen sich deswegen die Predicanten für hiesiger obrigkeit und bcgern sich ihrer anzunemcn; wird ihnen gesagt ein supplication an die Rät zu Zabern uffzusetzen, darin sie bitten mögen ihnen die vergicht der armen so zu Zabern um der bäuri- schen empörung halb gericht worden, darin sie verdacht sonderl.D.Gapito und M. Malhis ihn gerathen zu haben, zu verlesen, qnod factum und wartl erkt. also zu schicken. Sabb. ipsa Mathiae. — XXL Es haben aber die Räte Episcopi daruff geantwortet und einer Statt geschriben, sie wissen nichts mit den Predicanten zu schaffen haben. 2^ post Invocavit. — XXL — Pp. C. Fol. 220 3506''. (Verbot in den Krieg zu ziehen.) — Niemand in krieg ziehen by sim eyd ohne erlaubnüss unser hh. geboten. Sabb. post Mathiae. — A'AY. - Ibid. " Fol. 221 3507. {Grosse Münsterglocke.) — Erkt. dass die pfleger fabrice mit besten fugen die gross glock ganz herab sollen lassen, weil sie die nicht zerschlagen konnten. 2^ post Judica. — A'AT. Memoriale de a^ i526. Fol. 222b liem die gross glock wieder giesen. 2=^ post Cantate. — A'AT. 3507". {Pulver.) — Erkt. uff den vierten puncten des pulffers halb, dass ellich solchs in ihren hüsern haben, dass mhh. von XIII, XV und XXI verordnen sollen, die do fürderlich platz bedencken do die pulffermacher ihr pulffer feyl haben, dar zu platz da sie sonst ihr pulffer verwahren, und darneben dass kein burger in sim hüss pulffer soll feil haben, und sonst keiner pulffer zu kauff in sim hüss, allein die schützen in ihren büchsen haben etc. 2'' post Laelare. — A'A7. — Pp. C. Fol. 222 3507'\ (I^auernaufruhr.) — Der Statt unterthanen im land als zu Dorlisheim, Detlwiler etc., werden wegen der bäurischen empörung von hiesigem Magistrat mit geldstraffen angelegt und müssen Schätzung geben, ex. gr. Dorlisheim 300 fl., Itenheim und Ilandschussheim 400 fl. etc. Sabb. post Judica. — A'A7. — Ibid. 3507". {Kleiner Bat.) — Mhh. die XV. bringen ihren bedacht der klei- nen Rät halben, dass man ihn fürter 8 ^ geben soll. Erkannt confirmirt. 4a post Paschae. — A'A7. — Ibid. 3507*^. {Dauernaufruhr) — Item dass viel leuth in D. Capitons hüss üss und in gon, so da auch in der uffruhr bedacht sind. 2" postQuasimodo. — AA7. - Ibid. - 259 - 3507". Zug gen Wilslett, geben die schöffel nilili. grvvall, fui-ziirahreii 1520 wie sie es bedacht; der landvogt schreibt mit der tliällicheii liaiulUmg wider den von Hanau still zu stehen, woll die sach güllicli hiidcgen. Hatte der graf einen hiesigen burger zu Willstett gefangen, Gr-org von Kckers- wir. 3^' posl Quasimodo. Pp. C. 3507^. {Bauernmifruhr.) — D. Capito und D. llcdio zeigen an . . . 4) dass ihr der Predicanten wahrhafflig entsclnddigen uff das üssgangen geschrey und verlümbden, wie sie dem bäurischen fürneinen rätig und behülfflich gewesen etc. zu verhören, oder ihm zu befehlen die zu besich- tigen damit das gesclirey abgeleit werd. Erkt. uff den A puncten, ihr ver- antworten hie hören lassen, beschehe nach verhör derselbigen was gut sey. 2^'' post Misericord. Dni. — XXL — Ibid. 3507^. Verhör Hans Wolffs (ist ein weber seines handwercks gewe- Fol. 223 sen) der zu Benfelden wider Predicanten gepredigt und ihre lehre ange- griffen. 2a post Exaudi. — XXI. — Ibid. 3507^*. Das fohr in Ruprechtsau und den costen abstellen. Es beden- Fol. 218 cken. Dem Mandat anhangen damit die uffrürigen üss der Statt kommen. ¥ post Malhei. — X\7. — Ibid. 3507'. {Bolschaft) — Statt Ulm schreiben h. Jacob Stürmen zu eim Fol. 219 redner zu fsl. (fürstl.) Durchl. der Werbung halb zu verordnen. Erkt. ihn als ein botschafft dahin verordnen und bitten dass er rede und das best thue, und kein ander Statt reden loss; so es ihm aber je beschwerlich, ein brieff geben dass sie die Stett oder gesanden gemeiniglich ein doctor zu Esslingen mit ihn nehmen mögen etc. 4''» post XI. M. Virg. — XXL — Ibid. 3507-^". Item dass Stoff elüs Spengler von Menlz für ein uffrührischen Fol. 219 anzeigt, und er dargegen sagt dass er des evangehums halb abgewichen und begert recht. Desgleichen etliche priester hieher sich begeben so des evangeliums halb vertriben und um golteswillen von burgern unterhalten worden. Erkt. lassen hin gehen noch zur zit. 2" post Othmari — XXL — Ibid. 3508. {SL Martinskirche.) ~ Erkt. dass man S. Mariinskirch gar Fol. 226» dannen thun und vom lichlioff ein platz behalten, dass man zwo stuben dahin büwen, und solchen gottsdienst halb in das Münster, halb zu St. Thoman bewenden. — Erkt. das crütz hinder dem fronaltar im Münster hinweg thun. 2^ posl Andreae. — Räthe u. XXL 8509. Beginenhüss zur Gans. ^^'' ~^^" ~ 260 — 1526 3509". {Clemens Gartener ein Predicanl.) — Der von Ober-Elienheim scliriben wie Clemens Gartener über gegeben treu nym in ibren zwingen und bennen zu predigen, wider gen BernJLarlwiler kommen und gepre- digt, bitten davor zu sin damit nit ufTrnbr erwacbs. Erkt. ibn fürderl. los- sen Sueben und by sim eyd sagen solchs predigen in andern berschaiïten über der obern willen niüssig zu ston, dann wo ihm etwas dargegen be- gegnet, werd man ihm weder beratbcn noch behoKfen sin; so er nit hie ist, alsdann schriben und by sim eydt herbeschriben, und das er sins pre- digen abstand und wider den willen der oberkeit der ort nit predig, dann was ihn darüber widerfuhr, wird man ibm weder beralben noch beholffen sin, und so er also komt, ihn verhören lassen ob er der sect anhang so Carolstat des sacraments halb unter das gemein volck gelriben; und den von Ober Ehenheim schreiben und zum verhör diePredicantendarzuthun. iVote; Dieser Clemens hat nochgehens auch in der Ruprechtsau und der krancken gewartet da der englisch schweiss grassiert, ohnerlaubt ge- predigct, -wie dan darüber geclagt worden, wie wohl die Ruprechtsauer lust zu ihm hatten, hat doch ein obrigkeitihn nicht daselbst dulden wollen. — Pp. C. 3509 '\ {Bettel.) — Item ein arbeit oder handel bedencken damit die im almusen sind und gern arbeiten wollen, etwas zu lliun betten. — Ibid. Fol. 224 3509". {Baurenaufrnhr.) — Nota (wahrschl. Wenckers): StefTan Stör ist auf der Statt Basel klag und anruffen alhier gefenglich angenomen worden, weilen er ihre unterthanen in der empörung wider eine obrigk. soll aufgewickelt haben benanllichen zu Liehenstall {sie) eine aufTruhr für- genomen : ists geständig gewesen. Er muss des bistums alhier sein ver- wissen worden, dann zu a''. 1529 hat der landgraffvon Hessen für ihn bey hiesiger Statt intercedirt, ihm das Strassburgische und Basler bisluni wider aufzuthun und der acht zu erlassen. Es war dieser Steffan Stör lütpriester zu Liehenstall {sie) Basler bistums, hatte durch einen briefïan die gemeinen zünfTten zu Basel geschriben etlicher beschwerden und hülff halben im namen der auffrührer, die empörung geheget und auffgewicklct, ist flichlig geworden und mit seinem weih hihero kommen, da man ihn dann incarcerirl, endlich aber in ansehung seiner langwürigen gefengnüss und vornebmer intercession wider ledig gelassen, mit condition dass er aus diser Statt Strassburg und Basel, auch beyder bistum für seine person sein lebenlang bey eriiencken schwören müssen. — Ibid. Fol. 22G' 3510. Tliiirn allbie genant Lu(^ ins Irnid zu(?) den gefangenen. 2'' post Andrée. — BtUhe u. XM. — 261 - 3511. Das Memoriale de a" 1527 desüleratur. Fol. 226 — Das Memoriale de a'\ 1528 pr. Buotz prolhoc. 3512. (Grabsteine.) — Ilcm dass die stein der edcln und burp^cr uiï 1528 den kirchöiTen wider das herkomnfien hinweg geführt werdou. Erkl. sollen die wercklül keinen stein nehmen dann die so man ihn gern gibt. 2'' Ipsa trium Regum. — Memoriale de a°. i528. — Ä'AT. 3512^*'*. Der Pfarrherr in Ruprechlsau stirbt. Erkt. zwen hh. verord- nen die Mstr. und das gericht in Ruprechtsau beschicken und ihn gebieten den Clemens Zieler nit uffzustellen oder zu hören, oder man werd sie slroffen. Sabb. post Erhardi. — XXL — Pp. C. (Es gab ausser Clemens Ziegler noch einen Georg Ziegler, Schneider an der Steinslross sesshafft, der gleichfalls der WiederläufTersect anhängig gewesen. — Note de M. Cunitz.) 3513. (Waisen.) — It. dass die weisenkinder noch singen : sturen das Fol- 226»' üch Gott vergelt und Unser Liebe Frau. Porro wider erinnert zum dritten mal solches ihnen zu verbieten zu underlossen, und sonst sie uff ein recht Verehrung der mutter des Herren und der heiligen zu weisen. 2^ post Blasii 1528. — X\7. 3514. {Burger begehren Abschaffung der Messe.) — Sechs burger Fol- 227» legen in ein suppH darin begert wird die mess und altar, auch bilder für- derlich hinweg gethan, und die ehre gottes gefördert werd, dergleichen h. Marlin Bassamar, Christophorus Hengel, Walllierus Rapss, Matern Kreis und Henricus Winckler supplicirten (waren vicarii) dieweilen die mess ein gottesläslerung sei. — Erkt. den bedacht des gottesdiensts halb für- derl. vornehmen. Sabb. post Oculi 1528. — XA7. Autre texte: Etlicher burger von wegen anderen suplicieren mess, altar und bilder abzustellen. Sabb. post Oculi 1528. .... Darumb in namen gemeiner burgerschaft deren gemüt und willen wir meinen zu wissen, bitten wir uffs underthenigst, dass ir üch Gottes ere lassen angelegen sin, und disse vier messen sampt irem anhang, als altar und bildern fürderlich abthun wellent, und üch harin bewysen als wäre christliche oberherren und veiter. . . . (Folgen die Unterschriften.) von wegen gemeiner burgerschafft so gemeinlich dem gotswort geneigt ist. {Argentoratensia historico-ecclesiaslica, tom. I, fol. 125''' et ''.) 3515. S. Jörgencapell kaufft zu einem saltzhüss von Hans Joham, der Fol. 63' i ^'=>8 es von den Marxen erkaufft. - 262 - Fol. 227'' 3516. (Kanzley.) — Das gewölb in der kantzley registriren — dergl. 1528 uff dem Pfennigthurn auch die brieff registriren befohlen. ¥ post Paschœ 1528. - XXI Fol. 228 3517. {Wasslenheim. — Bilder abgeschafft.) — Die zu Wasslenheim Ihun alle bildnisse hinweg. Erkt. dabey bleiben. 2=' posl Canlale. — XXL Fol. 229' 3518. {Münster geplattet. — Altäre iveg geschafft.) — Im Münster hat man geplallel und so weit das geschehen die altär hinweg gelhan, welche doch nur zu hunds stellen worden. 2" post Kiliani. — X\7. Fol. 230 3519. {Münster. — Tahernackel an der süleii.) — Auf den andern arlickel den tahernackel an der sülen im Münster hinweg thun, damit man auf das nachtmal sehen möcht. Rrkt. dass man solchen hinweg thun soll weil er am gesiebt irt, doch besehen ob man es unzerbrochen mag thun. 2a post Nicolai. — Räthe. 3520. {Messe abgeschafft.) — Erkt. 6" die mess, altär und bildcr üss den kirchen zu schaffen. Sabb. 2''' ipsa Thomae Apli 1528. — XÄ7. Fol. 230^ 3521. {Schulen) — It. dass man alhie schulen uffrichten und die 1529 Jugend in den sprachen underwisen soll. 2''' post Ililarii. — XXL Fol. 230'' 3522. {Beinhüss abgebrochen) — Das beinhüss bym Saltzmark hinweg füren. Erkt. dass man das bein an dem ort und in dem andern lichhöffel mit pferden und karchen uff Unser Frauenhüss hinweg füren, und man knecht von rüwknechten, den todtengräbern oder sonst bestellen, die do laden. 2^ post Esto mihi. — Memorkde de a°. 1529. Fol. 230 3523. {Münsterorgel) — Item dass man die orgel im Münster slagen und nit also müssig ston soll lassen. ¥ post Laetare 1529. — XXL Fol. 231 3524. {Grabsteine) — Erkt. den burgern so grabstein haben und behalten mögen dass sie ihr seyen, und solche stein uff' den kirchhöffen, und nit in den kirchen oder crützgängen ligen, folgen zu lassen, doch mit erlaubnüss eins ammeisters. Sabb. post Laetare 1529, — A'A7. 3525. {Sahmarckt) — Saltzmarck angerichtet, deswegen der gerner hinweg gebrochen worden. Sabb. (?) posl Palmarum. — A'A7. Fol. 232^ 3526. {Predicanten bittest um Abschaffung der Altäre etc) — Hedio, Buzerus u. Mathiss Zell bringen an 5" So seyen noch altar und götzen vorhanden, davor viel abgötterei gelriben, diewil nun das dem gesatz gottes hoch zuwider, bitten sie das abzustellen und die olleub hinweg zu thun uff dass man sich gar zu goll beker. Erkt. ihn sagen man woU sich bedencken und dan verordnete her- 'M :y> - 263 — ren es fürdern sollen, und so sie der predicantcn ralli bedürflen, mögen sie die beruffen. 4''^ post Exaudi. — Ä'A7. 3527. Sebast. Vogelsberg (will welsch, italiäniscli u. oiicli fraiizüsisch t""'- 2:il'' leren und schul halten) 1529. 3528. {Diebold Schivarz.) — It. dass h. Diebolt Schwartz (Pfarrer z. Alt S. P.) ein kunslbild so zu Predigern im liofT gestanden, eigens g-ewalls zerslagen. 2^ post Vincula Petri 1529. — A'A7. 3529. {St. Arbogast und Karthaus abbrechen.) — It. diewil ein gross fremd volck im land, S. Arbogast und die Kailhüse abbrechen. 2" post Sixti. — AAT. 3530. {St. Erhartscapell abgebrochen.) — Item St. Erhartscapell zu Fol. Toï" hüsern machen. Item die altar und dafTeln in den kirclien zu handeln. 2-> post Egidii. — XXL 3531. {lüostergüter.) — Klosterherren bringen iren bedacht welcher Fol. 23i massen und wie man die übergebenen klöster ad pias causas bewenden soll und nemlich. . . . Item dem Weisen- und Blaterhüss soll man gemein- lich St. Cathrinen und Ciaren uff dem werd zustendig etc. Erkanl die hh. bedencken wither wie und welcher mass die klöster zu bedencken. 2'' post Egidii. — AA7. Memoriale de a". i529. 3532. {St. Mariinskirche abbrechen.) — Item St. Martinskirch abbre- Fol. 234'' chen, damit die armen lüt diesen winter zu arbeiten hätten. Erk. den bau- herren ein zedel geben herren zu verordnen, die die kirch lassen abbre- chen. 2» post Crucis Exalt. — A'A7. (Vorher schon durch die bürger begehrt, damit ein grosser platz würde. — Note de M. Sohn.) Die fischer hatten gäden unter der kirche zu S. Martin; nachdem die Fol. 235 kirch abgebrochen, um die capell im kreutzgang zu lihen.^Erkt. die bau- herren den platz besehen. 3533. {lüostergüter.) — Klosterherren bringen iren bedacht wie man Fol. 235 die übergebene klöster ins Almusen, Spittal, Waisen und Blaterhüss übergeben soll, wie dann der lenge nach verlesen, nemlich. ... Sf. Clar ufl dem werd ins AVaisenhüss. Daruff erkant, wie die ralhschlag für- bracht worden durch die verordneten, dabey zu bliben, und dermassen angenommen werden und gehalten werden soll. 2-'' post Luce 1529. — AA7 3534. Bischof prolestirl gegen das abbrechen von S. Martin. Sabb. post Sim. et Jud. — A'A7. — 264 — Fol. 63'' 3535. Der Würtemberr/isch Ao/f auf der Brandgass und Baumans hoff 1529 ii. Jacob Stürmen und seinem bruder verkauft. Fol. 234'' II. Jacob Sturm und sin bruder h. Peter kauffen von der Statt den hoff in Brandgass, welchen die Statt vorhero von graf Georg von Würten- berg erkaufft mit vorbehält des vorkauffs vor andern, so die Statt haben soll. Fol. 235'' 3536. Kirchenornaten seind dem almüsen zukommen, silber und gold aber auf den pfcnnigthurm geliffert -worden. Fol. 235'' 3537. {Gesandter nach Wien.) — It. einen gen Wien schicken zu besehen wie es in dieser noth zugerüst gesin. S^ post 00. Sanct. — XXL Fol. 235'' 3538. (St. Helenakirch.) — Item das die von Schiltigheim gern S. He- lenen in ihren kosten abbrechen und ins dorff setzen wollen. 3^ post 00. SS. - A'AT. Fol. 235'' 3539. {Predicanten gegen die Bilder.) — D. Iledio und Buzerus er- schinen, zeigen an. ... 2» dieweil wissentlich dass die abgöttischen bild- iiüss nit zu liden, auch in der geschrifft verbotten götzen und bilder zu haben an den orten da man goll ehren soll; ist ihr bitt die, dessgleichen die altargerems ab zu thun, darzu die schilt auch die da heidnischer art und um einer weltlichen ehr willen dahin gehencket. Ufl^ das der ralhschlag der bilder halb verlesen. Erkl. alle aberglaubige bilder davor man vererungen Ihut, hinweg thun, was aber nit abgöttische bild, sonder ein bedilung des hdens unsers herren Jesu Christi, lassen stehen. So dann der altar halb so noch zu der zit, bis zu einer andern zil lassen bliben, den almusenlierren befohlen. Der schilt und fenle halb. Erkant noch zur zit lassen hangen. 4^ posl Florentii. — XXL Fol. 236'' 3540. (Bilder.) — It. den almusenherren bescheidt geben welche bilder abgöttisch sind und welche nit abgöttisch sind, damit sie ihren be- felch vollenden können. 2» post Andreae 1529. — A'A7. Fol. 238» 3541. {ßtadthefestigiing) — II. Röder, h. Pflu'rer, h. Sturm, Betscholt 1530 und Jörg von Guntheim bringen iren ratschlag dass man üss S. Claus und S. Juhanslhor ein thor machen soll, und die schutt by S. Johanslhor grösser machen und den thurn abbrechen etc. etc. Item etliche in Hessen zu schicken die büw und andres zu der gegenwer not haben zu gebrüchen wie dcjm solches alles verlesen. Erkt. dass die verordneten herren, wie bedacht, gevvalt haben fürzufaren, auch hinweg in Hessen zu schicken, wie sie gut bedunckt. Sabb. nach Erhardi 1530. — AA7. — 265 - 3542. {Bilder und Altäre ahgethan.) — Item die taffel und allar liin- Fol. 238» weg Ihun wie zu vor erkt. 2'^ posl Ililarii. — A'A7. — Memorialc de a'\ 1530. '^«^30 — Porro iterum : Item der gölzen und altar halb. Ist verlesen was mitlwuch nacli Flo- renlii nechst 29 erkant. Erkt., dieweil die bildnüss zum höchsten wider gott und sin befelch, das man die bildnüss und laffeln allenthalben samt den alteren hinweg thun soll, und im Münster dem Gapilel fründlich an- zeigen dass sie ihr laffel uff dem eher auch hinweg zu thun; wo sie das nit thun wollen, dass man den chor beschlissen soll, darzu die grems auch hinweg thun, und wem die taffein zu gehören, lassen wieder werden wann sie es begeren, und das alle pfleger an orten in den klöstern und kirchen sie pfleger sind, sie das verschaffen das es beschehe, wo sie das nit thun wollen, dass die verordneten almusenherren es thun und dem befelch in allen klöstern, kirchen und stifflen und pfarren nachkommen, also das taffei und allar der orten hinweg kommen. 2=» ipsa Valentini. — XXI. 3543. {Bischof prolestirt.) — Episcopus schreibt wie ihm anlangt dass 1530 man uff ungestim anhalten der predicanten, die altar und bilder in willens hinweg zu thun, mit beger dieweil Kais. Majt. nahe, siner zukunft erwarten und mit dem fürnemen still stan. Erkt. wie vor erkant, dem nachkommen und siner gnaden schriben man woll sich in dem fall bewisen als man das mit göttlicher verschrifft verhofft zu verantworten. 2^ post Valentini. — XXL 3544. {Sladlhefesligung .) — Meister Jörg Guntheim baumeister und Fol. 238 sin schwoger Hans Ulburger. Ist ihnen das rillgelten geben und bezahlt worden. Ward in Hessen geschickt der fortification halb die zu besehen, komt wider und referirt was er ausgericht und gesehen, und wie ihn der Landgraf gnädig empfangen und gehalten. Sabb. post Valentini. — A'AY. — Memoriale de a^ iSSO. 3545. {Jung u. All St. Peter. — St. Claus. — Bildersturm.) — Herren Fol. 238" zum Jungen St. Peter zeigen an, im 25 jähr seye mit ihnen gehandelt und unter anderm gemeldet was in der kirchen fürter hinweg zu thun dass man ihn das ansagen wol. Jedoch seyen verschinen zwen tag etllich in ihr kirch gangen ein tafel so by 500 R. kost zerslagen, darzu etliche steine zierd und bild in einer capellen zerslagen. Ob das mhh. befelch wissen sie nit, aber wie dem ist ihr unterthenig bitt ihrs chors zu verschonen dann sie darin ein taffel so ob lausent gülden gestott, auch ihr brieff und klei- nod darin haben, wollen sie den chor beslossen halten, und ob fenster nit lidlich, wollen sie die zumuren. - 266 - Sodann bitten die herren zum Allen St. Peter des chors halb glicher gestalt. Erkanl ihnen sagen, wie wohl sie mhh. bisher in allem dem so man an sie begert, ihnen angemutet und geholten, wenig willfahrt noch gehor- sam erzeigt, jedoch so wer ein ersamer Raih ihnen (huiiioch zu willfaren wol geneigt, diewii man abei' nun üss den vielfaltigen bisher gehabten predigen dem hellen und lültern wort gottes genugsam hericht das solche bildnüssen abgoltcrisch, der Schrini zu wider und eigerlich wercn, wisst (alias wiset) ein Rath (damit sich fürter niemant daran ergert) die fürter nit also zu gedulden, und desshalb befehlch geben die mitgutter Ordnung hinweg zu Ihun. Mittwoch Vigilia Matthiae 1530. — XXL Fol. 238'' 3546 3° Item dass zum Jungen St. Peter die altar und bildnüss un- iaoO füglicher^wiss abgeworfien, zerslagen und zu grosser ergernüss gehandelt. 4. Item dass der lütpriesler zu St. Claus uff hiit in die kirch gangen mit elUchen soldnern, alle tafel und altar zerslagen über und das der Schaffner sich gerüst uff hüt das hinweg zuthun. 5. Item dass man die ablasskisl öffnen soll, was darin ist besichtigen. iO. Item dass die herren zum Spiegel den ölberg zu St. Tlioman ver- müren lassen. 11. Item dass man acht haben solt uff die silbern kleinoter so zu St. Lorentzen und uff dem chor sint, ehe sie wandern. H. ammeister zeigt an diewii den tumherrn nechst erkantnüss des chors halb gesagt, und aber des letlners nit gedacht worden, daruff denn die altar noch stond, dass dann künfflig irrung {alias gerung) zu verhüten, man die predicanten beschicken und in sagen soll was man erkant, auch was man den lumherren des orts zu antwort geben, und das sie es auch daby wolten lossen bliben, und in iren predigen desler gemesser hallen, und das voick zu witern dem zuwider nit bewegen sollen, und sonderlich M. Mathis sagen sin predigen mit einer mass und bessern sytten und zucht zu volbringen. Am andern dass man ein geholt üss Hess gon, dass niemans eignens gewalls einich bildnüss oder andere gemeld in fcnsler oder sonst hinweg ihun, zerslagen oder zerwerffen, oder für sie niderknien, liechter davor brennen, oder man wurd die der gepür nach stroffen. 3" Dass man die so zu St. Claus für sich selbs also gewüstet und ge- stürmt beschicken, und ihn das fürhalten und üss wess geheiss oder Ursa- chen sie das gelhan verhören, und wider harbringen. Erkant die predicanten beschicken. — 2» kein mandat lossen üssgon, son- dern diewii es zuvor verholten, hut darüber machen, und welcher dawider handelt, den für Kalb zu red stellen und ihn der gepür noch stroffen. 3" Die Stürmer zu St. Claus beschicken und sie behagen. 2-i posl Eslo mihi. — A'A7. - 267 — 3547. (Dominicaner.) — Die invvoner des Predigerklosters übergeben Fol. îss* mhh. ir kloster und die gefcll, doch um zimlichc pension. Erkt. dass die klosterherren soUichs fürderlich bedencken und sie pensioniren mögen mit wissen der pfleger, und das kloster ad pia loca geordnet und über- geben werd. 3548. (Waisenhaus) — Erkt. die pfleger zu St. Ciaren ufT dem werd Fol. 239 sollen die gefäll in das Weissenliüss lülTern wie dan liievor auch erkant. ^•"'30 4^ posl hivocavit. — XXI. 3549. Legatarii Hupfuff contra desselben Erben. 2« post Laelare. — Fol. 2.39» Raul. 3550. {Altäre abgebrochen.) — IS'* dass man die allar in allen kirchen Fol. 239" und klostern abprechen soll damit es glich gehalten wird. 2'' post Palma- rum 1530. — X\7. 3551. {Klosterleute treten aus.) — Wilhelmer wie auch etliche con- Fol. 24u^ ventbrüder der Barfüsser suppliciren um pension. Erkt. den klosterherren befelch geben zu handien. Sabb. nach Quasimodo 1530. — XXI. 3552. {Münster.) — 4« dass man das Münster oben wie unden darinnen Fol. 2io» glich strichen soll. A^ post Cantate 1530. 3553. {Curhäuser.) — 6" Dass man die curhüser reformiren soll, nam- Fol. 240" liehen den knaben ein sonder und den töchterlin ein sonder curhüss ordnen soll. Ist den schulherren befohlen und gewalt geben. — A^ post Cantate. — XXI. 3554. {Münster.) — Herr ammeister zeigt an ob man die schilt, fenle Fol. 240» üss dem Münster hinweg thun und es gar wissen woll. Erkt. diss mal also lassen bliben und nit herüss. 2^ post Trinitatis. — XXI. 3555. St. Arbogast abbrechen, zum büwen Wissenthurn. — Auch die ^^l. 2i0'' Karthaus der kriegsläufe wegen, schon früher erkant. 3556. {Bildstöcklin im Bruch) — It. dass man das bildstecklin im Fol. 240" Bruch so on des zerschlagen ist, hinweg thun solt, alibi klein gotzlin genant. 2^ post Laurenlii 1530. — XXI. — ¥ Das heiligenstöglin im bruch wil St. Veitin haben. 2''> post Egidii. - XXI 3557. (Wunder) — Ein junckfrau macht drey hünd. Ins Sagebuch. — ^°'- ^^^^ 1530. 3558. {Schimpf reden) — der reden so sich einer hie bey uns ^om. 11 Fol 5"* im Münster als man den altare uff dem lettner abgebrochen. . . . burger ' ° " (addit.) und wercklüt, so den tabernackel und anders des orts abgebrochen, be- — 268 — schicken etc. — Memor. cl. hh. XIII von i7 aiigiistiiSSO bis nach Assiimp- tiouis i531 inclusive. Fol. 240'' 3559. {St. Catharina-Capell.) — Das gewölb in St. Catharinen capell zu repariren und Le^-sern den pflegern fabrice gevvall geben. S*"* post Nati- vit. 1530. — XXI. Tom. I 3560. {Schulen.) — It. dass man der jugent schulen ufTrichten soll. Fol. 241' Qa post Michaelis 1530. — XXL Fol. 241° 3561. (Wundenbeseher.) — Auff der 5 wundenbeseher supplicieren, 1530 die instrumenten so sie zu ihrer arzny und handlierung bedürfflich belangend, selbige auss den kelch, schilt und andern ornaten zu kaulTen, und solche instrumente hinder den eltisten wundenbeseher legen und gebrüchen gemeiner bürgerschafTt zu gut. Erkt. wie begert zugelassen. 4^ post Michaelis. — A'A7. 3562. {Saumerck vor dem Münster.) — Item dass ein saumerck vor dem Münster gehalten am sonlag. ^^ post Galli, — XXI. Fol. 2 il 3563. Das Toülenlütlen abstellen. 2^ post Calharinae. — XXI. Fol. 242» 3564. {Schulen.) — II. dass man die schulen ufTrichten und die jugent 1531 zu gots forcht und der 1ère erziehen soll. 2'' post Sebastiani. — XXI Fol, 2i2'' 3565. {Münsterorgel.) — Item dass man die orgel im Münster im lag auch schlagen soll lassen zu den psalmen. Eikt. zu bedencken. 2» post Convers. Pauli. — Memoriale de a" I5M. — XXI. Fol. 2421- 3566. {Bauherren.) — lt. dass man slonde bauherren verordnen soll. Erknt. die XV bedencken. 1^ post Convers. Pauli. — XXI. Fol. 242» 3567. {Liberey einrichten) — It. dass man ein liberey anrichten soll die gemein wer, dass da die armen gelerlen sich darin üben mochten. Erkt. die schulherren ein bedencken haben. 2^ post Blasii 1531. — XXI. Fol. 243 3568. {Ulm begehrt einen Werchneister.) — Der von Ulm schriben um verstendig wercklüt zu ihren gehauen ihn zu schicken. Ist ihnen Meister Hans Albeger {sie) zu geordnet. 4° post Esto mihi. Fol. 247 3569. {Barfüsserkloster abbrechen.) — Ist den bauherren gewalt geben worden das Barfüsserkloster weilen es baufellig, die mauren und den kreulz- gang abzubrechen lassen. A^ nach Judica. — XXL Fol. 213'' 3570. {Läuten in den Klöstern.) — Als man in kloslern das Ave Maria elwan nach dem grossen Ave Maria lülel. Erknt. zu sagen dass sie am morgen nach dem grossen und zu abend vor dem grossen Ave Maria lülen — 269 - sollen, und durch das jar üss, es sey carfritag oder ander lag. Sahl). post Palmarum 1531. — XXI. 3571. (Kanzley.) — Registratur auf der kanlzley vollendet worden. Fol. 2i3 2'* posl Quasiniodo. — XXL Item dass man die Kantzley machen soll. — 2» post Vocem. — XXf. Fol. 24 i'- 3572. {Neue Schlag glo eh.) — Ist die neu schlagglock gegossen worden Fol. 2i7 und aufgehängt. 2' post Misericordias Domini 1531. — XXL 1531 3573. (Münster. — Schule abgeth an.) —llem oh man jelzl im 'SUm&lev Fol. 2iv^ eben do die schilt hangen, anstricht, und aber vormals davon geredt ob man die schilt hinweg thun wolt. Erkt. die säuberlich herab und zusamen thun, der tumherren ihre hangen lassen, und von jedem geschlecht zwen darzu hencken ; die fenlin ufT den zeughoff zu thun. 3574. {Läulen für Todle abbestellt.) — Ilem dass ein gross geleüff ist im Münster so man eim toten lütet von den jungen buhen. Erkt. das lüten der toten allerdings abstellen. 2^ post Vocem Jucund. — XXL 3575. U. Frauenbrüder kirche. Hat man ein zollschür aus dieser kir- chen gemacht. 3576. (Capell auf der Metzgerau.) — Dass die capell auf Metzgerau Fol. 247 wider gedeckt oder gar abgebrochen werde. Erkt. die bauherren gewalt haben sollen die capell bei der kleinen Rheinbrucken abzubrechen und etwa sonst ein schöpflin machen darunter die leut im trockenen ruhen mögen. 8 julij. — Räthe und XXL 3577. (Waisen.) — Uff den andern puncten des costens, die weisen- Fol. 245' kind und die im Spittal auf die Korbau zu begraben. Erkant die spittal- grub jetzt zumal mit dem todten graben sparen, niemants dahin zu be- graben, sondern ausserhalb der spittalgruben die weisenkind, Spittal und die im Blalterhaus in die Korbau und ander platz. G' post Exaltât. Ciucis 1531. — Räthe und XXL 3578. Item dass der gross ILerrgott hinder dem Münster ins almusen Fol. 245'' gehört. Sabb. 9 dec^"' 1531. — Räthe und XXL 3579. (Der Teufel zu Schilligheim.) — Hr. amraeister zeigt an es Fol. 2i9 komme einer, hab die geschieht so mit dem teufel zu Schiltigheim begegnet 15«jo sein soll, bitt ihm zu erlauben dieselbig zu trucken. Erkt. es bringt kein nutz, soll ihm befohlen werden das er gedenck und es hier nicht trucken lasse, man soll mit dem teuffei nit zu schaffen haben. 24 april 1533. — Räthe und XXL. 3580. (Rarfüsserkirch abgebrochen.) — Aus mangel an steinen zu Fol. 251 — 270 - der Statt gebeü ward erknnl die kirch zur Barfüsseren abzubrechen, die umgebend mür und gerner. MiUwoch 18 juni. — Häthe und XXL Memo- rüde de a^ d533. Fol. 253 3581. {Salzhäusslin am Münster.) — Dass die salzhäusslin am Mün- ster fressen. Erkl. den bauiierren befohlen dass sie es mit den werckleulen besehen, und rallischkngcn ob man dannen thut oder wie maus versehe und wider herbringen. Montag 0 octob'■'^ — RiUhe und XXL Fol. 256 3582. (Wilhelmerkirche.) — Seynd desswegen die altar und anders 1533 so in der kirchen zu Wilhelmern firen mögen abwegen gethan, die kirch- spielpfleger darzu genomen. Sabb. 27 dec'"■'^ Fol. 255 3583. (MeistergesangschuL) — Dass etliche ein Meistergesangschul 1534 ausrichten wollen. Erknt. den singer und Sprecher auf den stuben, will einer etwas gult singen, mag ers thun, wo nicht ihn abweisen, das Meister- gesang nicht verbieten. 8 febr. — Bälhe und XXL — Memoriale de ffo i534. Fol. 25S 3584. Die Kirchspielkinder zu SL Steffan um ein pfarrer schreyen, und die messgewandt (so?) noch zur Wilhelmern ligen um gottswillen gegeben würden. Fol. 259 Ein pfarrer ernannt Ludwig Huwer. Montag 2 martij. — RätheundXXL — Memoriale de a° i534. Fol. 2C0 3585. (Münster.) — 7° Die zelten im Münster hangen die zünfflen herab thäten zusamen. Erkl. sollen jede zunfft ihr zeit herab fhun, uffschlagen, mit neuen seilern und andrer notlurfTt versehen. 1 junij. — Räthe und XXL Fol. 2G3 3586. {St. Ulrichscapelle hey SL Arbogast abbrechen.) — Als angezeigt dass man in St. Ulrichscapellen hey St. Arbogast ufl" halten solle. Erkt. ab- zubrechen und den bauherren befohlen. 3 aug. hora G'*". — RätheundXXI. Fol. 2C3 3587. {Liberey in der Pt^edigerkirch.) — 3" Die schulherren fragen ob sie den chor zur Predigern ihrem empfangenen befelch nach, zu einer li!)(;rey machen sollen, dass man den werckleuthen befelch den altar und das gestül dannen zu Ihun. 8 octob'"'^ hora 6". — Räthe und XXL. Fol. 2G9 3588. {Den Klosterfrauen befohlen in die luth. Predigten zu gehen.) 1536 — Den frauen zu Sl. Margrethen, Reuerinn, Claus in Undis befohlen in die predif^ten der für sie angestellten predicanten zu gehen, bei strafe aus dem kloster gethon zu werden. Beschlossene j)lälze sollen für sie ge- macht werden, darum liab man geordnet ihnen einen beschlossenen stuhl zu machen und den chor in Undis abheben, dass man sehn könte dass sie — 27! — drin sitzen und dass sie am sontag, miUvoch und freylay in ilie [irediy gicngen. 13 mart. 1530. 3589. {Zollfreiheil.) — Ilem die mit crützen gon nffder lUiiidu-ucken Fol. 271 züll fry gon lassen zu fuss oder wagen. ¥ Pcntccostes 153G. — X\7. 3590. {Armenkasse.) — In die ncbengäng im Münster secklein zu l'ol. 271 hencken, da man den armen eingeb. S» den 11 sept. — Uälh und XXI. 3591. {Münsler.) — Erkt. die hohen stuhl im Münster hinweg und (h'c i'ul. 275 niedern bänck dahin machen. 5 martij. — Räthe und XXI. 1537 3592. {Predigerkirch.) — 6° Die Fenster in der Prediger kirchen heraus Fol. 27 i thun dass die hüben nit also zerwerffen. 9 aprilis. — Rälh iind XXL — Memor. de a". i537. 3593. {St. Andreaskirch.) — 3° Das bild im glasfenster zu St. Andres Fol. 27G hinweg zu Ihun. 13 sept^"'. — Bäthe und XXL 3594. {Thürnlin von St. Ciaren abbrechen.) — Das hübsch thürnlcin Fol. 27G auf der kirchen zu St. Ciaren auf dem Rossmarck abbrechen, dass man nicht sage, es sey auf einer holtzscheur. 3 dec'*"\ — Räthe und XXL — Memor. de a°. i537. 3595. Das Predigerkloster und kreutzgang im bau erhalten. Fol. 27G— 277 3596. {Schwalben am Münster nit schiessen.) — Auf den puncten der Fol- 277 schwalben halb. Erkt. dass man soll ein mandat üssgehen lassen bey3 ß ^j 1538 nieman im oder am Münster noch keinen schwalben zu werffen oder zu schiessen, und dass die ellern das von wegen ihren kinder geben sollen. (Der bilder und fenster halb dass sie nit versehrt würden.) Den 17 junij. — Memor. de a". i5S8. 3597. Singschulen. — 4° Dass gestern vil hüpscher lieder uff der Fo'- 280^' beckerstuben gesungen und aber der singer wenig, dann man die schul lo39 nit wol halten mag, ob man inen etwas zu steur geh dass das gesaiig er- halten werde. Erkt. dass sie jars vier mal singen sollen, und jedes mal inen 5 ß zu losung der krönen geben, und sollen nichts dann geistliche lieder singen. Den 20 januarii 1539. 3598. {Den Fronhof pßastern.) Montag den 14- julij 1539. Fol. 280^-282' 3599. {Münslerfabrik.) — Herr Peter Sturm bringt für, als ihm be- Fol. 30G fohlen worden hinder sich zu suchen wie die fabrica an die Statt komen, habe er uff dem Pfennigthurn hinder sich gesucht, aber nit sonders funden dann dass Meister und Ralh den pflegern ein gewalt und procuratorium zu- gestelt, wie solchs im rolhen buch verzeichnet; so hab er üss einer alten geschribenen cronica, so h. Peter Schotten gewesen und sie daheim haben, — 272 — befunden dass zur zeilen bischof Wallhers zu Geroldseck als derselbe gegen gemeiner Slalt des kriegs unlergelegen, die fabrica üss allerley Ursachen einem Ralh übergeben, also dass sie zu ewigen lagen bey einer Slall bleiben soll, sonsl weiss er nichts besonders dann dass ein chronick uff dem Haus, da stand es gleicher geslalt ine, wie in ihrer chronick, aber vom kreulzgang wissen sie nichts, ob dasselbig dem werck anhengig oder nit. Den 16 $ept*"■'^ — Memorialc de a«. i5S9. Fol. 282^ 3600. {Slaiiden für diu Slii dir enden.) — Die schulhei-ren bringen 1539 etliche Statuten dass die sludirenden jungen nit sollen zerschnittene kleider noch legen und dolchen tragen, nit zu dantz und nachts uff der gassen gehen. Erklwieherbrachl zu underscbreiben und aussgehen lassen. Den 26 nov^"^ 1539. Fol. 282"' 3601. {Bauordnung.) — 2° Dass man im bauen acht hätte dass or- 45-40 denlich in gassen gebüwen werden möchte, das würd in künftigem zu grossem vorstandl und zierd der Stall dienen. Den 15 marlij. Fol. 282'' 3602. {Orgel im Münster.) — Erkant die pfleger des Frauenhaus sollen zu der orgel im Münster sehen lassen dass sie gemacht und ge- bessert werde. Und soi man auch alle sontag zu den predigen daruff psal- mcn ein vers und den andern schlagen lassen. Den 17 marlij IS^O. Fol. 285 3603. {Kreuzgang am Münster.) — 3" Kreulzgang ans Münster zu 1541 bauen. Erkant zuvorkommen damit es nit schaden thue, soll man die Ihür gegen dem Bruderhof zu Ihun, dessgleichen an beiden capellen, gegen den kreulzgang- die ihüren auch zu Ihun, und damit niemant in den capellen mulhwillen Iribe, an dieselben gegen dem Münster geller machen, dass mann noch hinein sehen könte. Ist den pflegern l'abricae befohlen. Den 14 marlij. — Memoriale de «". i54i. Das lumcnpilel bringt meinen herren folgende beschwerten an. 1° dass der kreulzgang im Münster zugelhan worden, des missbaus halben und dass man in dem durchgehen fürnemhch am sontag die prediger und Zuhörer irre, und dass des orts viel buberey angerichtet werde: bitten weil der kreulzgang zu der fabrick gehöre, den missbau zu machen, damit man den gang widerum öffnen, und sie die kästen so daroben sind, auch gebrauchen mögen; 2" Erkant auf das erste dass die herren berathschlagen und bedencken ol) die seile wider dem pfarrhauss gar dem Werck zu- geeignet werden möchte, dass aldar hausser vom Werck gehauen und ge- nutzt werden möchten, und dass die lumherrcn die andere seile, da sie kästen haben, gehauen hätten; oder ob der kreulzgang dem capilel oder — 273 - der fabrik zugehörig zu erkundigen. Ist auf einen augenschein kommen von beiden seilen. 4 aprilis. 3604. Hans Schott der ralhsherr zeigt an als Hans Knoblocli di'r '"'»i- 'S^' buchtrucker seligen in anno etc. 28 hievor mit (odt abgangcn, sei er des- selben kinder zu vogt geordnet. (Knoblocli ihm 1000 ÏÏ ^j schuldig.) — Memor. XXL Im Rath eod. anno, Steltz : Hans Schott murer, Jacob Khun. 7 maii 1541. 3605. Kreuzgang im Münster. Montag 8 april 1541. Fol. 285» 3606. {Orgel im Münster.) — Der herr ammeister nachdem befohlen fol. 28G'' die orgel im Münster zu machen, dass sey geschehen, vermeint ob man sie ^^'^^ nit vs^olte schlagen lassen. Erkt. morgen das werck lassen gehen und fol- gens alle sontag wie vor auch erkant. Den 6 augusti 1541. 3607. {Peslilenzhaus) — 2« Ein pestilenzhaus zu ordnen. Erkt. wie es F'^'- 28G'' zu thun ist uff der spitalgruben zu richten zu einer gemeinen eilenden hilff. Den 22 augusti. 3608. {Freiheitsknaben.) — 1« Erkt. die freiheitsknaben nit um das Fol- ^87'' neu jar singen lassen, den vassziehern, die sie underhalten, sagen dass sie sein ruig stünden, man wolls nit haben, inen auch sagen dass sie nit also hin und wider gangen flaschen wein holen. Den 21 dec''"^ 3609. {St. Johannisfeür verboten.) — 5« Zu vürsehen dass kein Fol. 288'' S. Johannsfeür gemacht werde. 1542. 2^ den 19 junij. — XXI. — Memor. '^^'^^ f. ni\ 3610. {St. Thomasschatz.) — Hr. Marlin Butzer dechanl, D^" Ludwig Tom. II Bebion und M. Peter Dasypodius nomine der stifft zu St. Thoman, suppli- ^oK \o^ ciren und begehren raths was sie mit den silberin götzen und heillhum ^"^ so noch hinder irem stifft liegen sollen, zu thun haben, vermeinen solche zu verkauffen und ein vorrath üss dem gelt zu kauffen etc. Erkant be- dencken mit den hh. XV communiciren. Porro a". 1546 halten sie wider an und bitten mhh. wollen es hinder sich auf den Pfennigthurn nehmen, wollen sie das gell anlegen etc. Ist für Rath gewiesen. — Exlr. XIII. Memor. 3611. {Kram bey S. Lorentzen abzuschaffen.) — Der doctor im Münster Fol. 296'' über die kräm bey St. Lorentzen geschrien. Erkt. die pfleger sollen denen so es bestanden haben, sagen sich bis weyhenachten anders zu versehen, und darnoch die kräm hinweg thun. Den 28 sepl^"'. — XXI. Memoriale de ao. 4545. B. XV. - (M.) 18 — 274 — Fol. 296 3612. Taufstein im Münster. — Das getter um den taufistein im Münster hinweg zu Ihun. Den 26 nov*""'* 1545. Fol. 304»' 3613. 9" 67. Claus in den badlsluben und schererhäusern abzulhun. 1548 Den 10 dec^"« 1548. - Memor. Räthe u. XXL Fol. 306 3614. {Münster. — 4 Schnecken heschliessen.) — 7» Die vier schne- lo49 ci^en am Münster zu heschliessen dass das höbel nil also ulThin Jieff und die kunslstück zerschlagen werden. Erkt. die wächler beschicken und ihnen sagen sich der Ordnung zu halten. Den 20 maij. Fol. 489 3615. {Interimsthürnlin.) — Interimsherren geben ihren bedacht. Des 1j49 geleuts halben sagen sie das Ihürnlin sey deshalben abgebrochen, dass es Valien wollen, sie wollen es aber so vil in eill ufricliten, so es aber in diser kelt nit zu wegen pringen, machen die glöcklin anderswohin hencken. Den 14 dec*'"^ — XXL Fol. 307 3616. {Predigerkirch eingerichtet.) — Hat man die Predigerkirch zu- louO gerüst darin zu predigen, und die kremerhaüszlin so darin gelegen, an die maur auf den kirchhoff gelhan. — Mitwoch den 22 januarij. Fol. 308 3617. {Capitel begehet die Glocken zu läuten.) — Nach dem das Ca- '1551 pitel begert an die pfleger Unser Frauenwercks dass man ihnen die glocken wider uff die fest solenniter zu läuten zustellen wolle: Ist demselben zur anlwort worden, das läuten für sich selbs seye kein gottesdienst, sonder ein beruffung des volcks zum kirchendienst, und dass sie diser zeit mit denen glocken zufrieden sein möchten. Porro auf ferner anhalten ist die sach abermahl abzuleinen erkant w'orden. 2^ post Palmarum den 23 raar- tij. — Memoriale de a». '1551. Fol. 311 3618. St. Erharts, St. Veltins und dieKapellin St. Anthonienhoff und 15j2 2U St. Andres besichtigt, wo die welsche kirch hin machen, aber St. Er- hartscapell sehe als ob sie oben einfalle — St. Andres das sey ein pfarr- kirch, stände der fronaltar unter dem ihurn so in der Staltmauren stehe — (vorgeschlagen.) Schwierigkeiten mit Marx, welcher behauptete «es wäre ein affterlehen von denen von Ratzsamhausen » , begehrt den pfarrer zu ernennen. Sabb. ' den .j dec'^'"'' 1552. Fol. 310^ 3619. {Predigerkirche. — Grabstein.) — 1« Dass man die grabstein 1555 zu den Predigern angefangen uffheben und die schulherren nit darunter besprochen, und under andern dreyer grafen, ncmhch ein grafen von Hanau, Dalmasingen und Alben uffgehebt, welches zu Unwillen gereichen, zu dem dass es ein wüsten unlust bringen wo maus nit wider besetzen - 275 - werde. Erkt. so fern der grafen grabsteiii nocli uiizerschlagen vorhanden, sie wider an die alle stall zu legen, und wollen die bauherrcn der rnüncli grabstein je uffheben lassen, doch befohlen dass mans gleich wider zu mach und blatl, und daneben dem werckmeisler sagen dass er nil also für sich selbs handel, isl den obern bauhcrren befohlen. Den 21 januarij. — Memor. Räthe u. XXI de a°. i555. 3620. {Handivercksgescllen ummg) — i» Die handlwercksgesellen Fol. :{57^ wann sie umziehen ein narren haben, der viel Unzucht mit der Jugend 'l-^'"'-^ treibet. Erkt. wann man inen mehr erlauben will umzuziehen, soll man inen sagen dass sie kein narren mehr, der in der kappen lauff, mit füe- ren, dieweil ir sonst genug die kein schellen oder kappen tragen. Den 5 augusli. Den Narren belreffend. — XXI. 1555. l-ol. 174>' 3621. 2'' Die thürnlin auf der Pfallzen hinweg zu brechen dass es nil so Fol. 3 18 kirchisch sey. Erkt. die bauherren und III*^'' sollen gewalt haben, kann 1550 mans hinweg tliun, soll mans thun. Montag den 27 aprilis. — Memor. de a". i556. 3622. {S. Thomaskirch erweitern.) — 3» Die kirch zu St. Thoman er- Fol. 355 weitern, dass das volck auch platz haben möge; möcht der lettner so ein 1557 nachgemacht werck, wider hinweg gethan werden. Zeigt h. Heinrich von Müllenheim an, dass etlich kirchspielkinder zu St. Thoman ihn in den chor geführt, und anzeigt der lettner sey erst nach dem concilio zu Basel gemacht, und mit einem geringen kosten weg zu räumen, wo er danen gethan würde, möchte schier noch so viel volcks in die kirch kommen, und stunde die cantzel fast mitten in der kirchen. Erkant herren ordnen die den platz mit dem werckmeisler und kirchenpflegern besichtigen und es wider her bringen. Mittwoch den 24 nov^"^ 3623. {Kürsnergesellen umzug.) — Die kürsnergesellen bitten ihnen Fol. 13G zu vergönnen, alter gewohnheit nach, ihr gesellschaffl zu halten und mit '1559 pfeiffen und Irummen um zu ziehen. Erbieten sich aller bescheidenheit und noch eim goldschmidgesellen ein nassen abzuhauen. Erkt. ihnen zulassen und sagen dass sie sich bescheidenlich hallen, bey der grossen hilz nit voller weins werden, oder man werds ihnen ein ander- mal nit zulassen. ISola. Wider und auf die kürschner seind allerhand lied er und pas- quillen von sludiosis und andern damals gemacht worden, sondei'lich und von wegen dass sie der Marxbruderschafft und federfechlens sich berühmt und geübt. Sabb. den 22. julij. — Memoriale de a". 1559. - 276 — Fol. 328 3624. {St. Thomashirch erweitern.) — 2" Dass viel volcks in St. Tho- 1560 mans kirche gehe, die kirch eng, da man wohl den lellner wegthun und weiler machen wolle. Erkt. noch zur zeit still stehen mit ohbrechung des leüners, aber harren ordnen, die mit den stifftsherren zu St. Thoman handelten, wie mehr platz mit hohrkirchcn oder sonsten zu machen dass das volck stehen möchte. Gehen proj3sl, dechant und Schaffner zu anlwort, wo mhh. wolten etwas da endern, so hätten sie, man wolte ihrer ver- schonen, und es durch mhh. werckleüt besichtigen und machen lassen. Den 15 julij. — Memor. de a°. iöüO. 3625. {Kreiizgang im Mänster.) — Die weil der kreutzgang im Münster sogar baufällig, auch vill unlust und Unzucht darin gemacht und fürgehet, da gutl dass man denselben sampt S. Andreas capell zumacht. Erkt. zu- zumachen und den pflegern gewalt geben. Montag den 16 sepl*""'^ — Ibid. 1562 3626. Dass Haussen Burckfiarts des scherers behausung neben dem scharwechterhaus von einem goldschmid bewohnt, der ein solichs geham- mer dass man in der Almend, Dreyzehen und der Rathstub nit hören kann. Erkt. dem goldschmid Jacob Rietsch, dem das haus zustehet, sagen dass er sich bis Weihnachten um ein ander haus umsehen, und er die be- hausung einem andern, der ein stille handtierung treibt, verlehne. Den 24 aug. — Memor. de a'\ 1562. Fol. 344 3627. {Kreuzgang im Münster.) — Ein ehrwürdig tumcapitel ist vor- 1564- habens den kreutzgang zu bauen, bitten ihnen den werckmeistcr zu gön- nen, auffsicht auf das werck zu haben. Erkt. Ihr fürst, gn. zu gefallen also zu verwilligen. Millvvoch den 5 januarii. — Memor. de a". i564. Fol. 317 3628. {St. Erhartscapelle.) — Item weilen St. Erharlscapell abge- brochen und ein haus daselbst gehauen worden, solches aber abzu- brechen die nachbaren bey mhh. angesucht, und das die communication der schwibogen die unten über das gessel gehauen gewesen und von einem haus an das andere gereichet und an die kremergass gangen, nicht mehr zuzulassen sey. Ist darauf in folgenden jähren das gesslein unten da die brunst gewesen, weiler gehauen worden und der fabricka ein platz binden behalten. Montag den 16 od'"''" 1564. Fol. 352 3629. {Meistersänger.) — Meistersänger wollen den treuen Erhart 1566 spielen, solches wird ihnen abgeschlagen, dicweil angezeigt dass viel unter ihnen, die besser bcdorfften ihrer haiidlhierung nach zu gehen, damit sie die Schuldner bezahlen und ihren weih und kindern brod kauffen möch- ten. Den 6 maij 1566. — 277 — 3630. {Sigillwn der X1I1'\) — Den 3 sept''"« 1578 ward das sigillum Tom. i( mhh. XIII zu verfertigen erkant weilen die hh. XV auch ein besonderes *■"'• '^' sigillum haben machen lassen. — XlII. Mcmor. de «". io78—79. 3631. {Einhorn.) — (Wegen des einhorns, so hinder mhh. arresliil i'^l- 20^ und deponirt.) den 24 martij. 1582 3632. H. Mich. Liechtensleigcrs des AUammeislers lad i8 deà''" i'ol. 23' 1589. 1589 3633. //. V. Schomberg Werbung bey mhh. um hülf pro rege Galliae. 1580 3634. Karthaus zu gemeine Statt bringen. 3635. Kay. Majt. warnt die Statt Hagenau vor französ. Pi-aktiken. 3636. Daniel SpecJilin stirbt und sein gemach in seiner Schwagers Lazari Zetzners haus verschlossen, und mhh. visitirt seine Sachen und zu banden genommen was davon zustendig. 3637. Hanns Enoch Meyer um dienst als baumeisler, offerirt sich Fol. 24» mhh. kunslkammer in ein ordenthch registratur zu bringen. Ist denobern l^^ö zeugherren zu bedencken befohlen, doch dass sie es wider bringen. 3638. (Frauenhaus Rechnung.) — Referirt und erkt. wegen Frauen- Fol. 24'' hausrechnung welche solenniter zu hallen ein zeitlang unterbrochen. Soll lö07 auch unterlassen werden weil das Molsheimisch capitel noch nie dazu beruffen worden; wegen der ergötzlichkeiten aber so etliche mhh. wie auch die kantzley gehabt, sollen die hh. pfleger mit fleiss bedencken wie selbige nicht allerdings auffgehoben, sondern wol zu andern zeitten ins werck zu richten. Den 30 nov. — XIII. Memor. 3639. Jacob von der Heyden zu red gestellt, dass er die um disse Fol. 20» Statt gelegene warten, würtshäusser und zoll, auch die Rheinbrucke in 1613 kupfer gestochen. — Memor. iôiS. 3640. {Kanzel im Münster.) — Die kantzel im Münster mit einer decken Fol. 26' zu versehen, den hh. pflegern befelch und gewalt geben. — XIII. Memor. i6I3. 3641. Christian Mahler der contrafeter und eisenschneider zu Nürn- Fol. 28» berg überschickt mhh. 24 silber u. vergulte thaler, darauf auf einer seitlen 16^6 der hh. Statt- und Ammeister wappen, auf der andern aber der Statt Strass- burg Wappen getruckt, die seind ausgetheilet, und ihme zur Verehrung 24 rlhlr und dann 16 rlhlr. — XIII. Memor. 1616. 3642. {Sigill der S Stand) — Regierend ammeister hat ein sigill der Foi.^ 29'^ drei sländt a». 1592 des bischoffs, capitel und diesser Statt in silber ge- 1619 - 278 - stochen gehabt, so hinder h. ammeister Stoffelin gefunden. . . . Erkt. der Pfennigthurm verwahren. Den 13 maij 1619. Fol. 36" 3G43. Siffill des Kirchenconvenls. Fol. 30» 3G44. (Stadtplan.) — Ein hiesiger burger Jacob Schmit der träher ^^^^'^ und künstler legt die Statt und alle wasser wie sie in und aus der Statt fliessen in grund, hat auch die schlag v. Sturmbruck gemacht, darfür im 50 S" . S'arrêlail originairement à Jean XXIII, i4i0. Laissé de la place dans laquelle il ajouta plus tard la déposition par le concile de Constance, i4i5, sa mort i4i9 et l'élection de Martin V 1417. {Autre main. Eugène IV et mort de Martin, 1-432.) Au bas de la main de K: Num. ppar. usque ad Joliann. XXIII : 214'. 2° Emp. rom. depuis Jules César, 8''— lO''. Franc. Allem, s'arrêlail d'abord à Charles IV à Strasbourg, 1354 K. ajoute: Mort de Ch. 1378. W^enceslas 1376. Deposit. 1400, et plus tard encore mort 1419. Robert 1400 — f 1410. Sigismond élu 1410. Concile de Constance et élect. de Marlin V, et concile de Bâle. Otton de Bavière. Catalog. regum diversorum. 11^^ — 16^. — (Francor.) Rois francs et de France — Jean, 1350, pris par les Anglais 1356. Obiit. . . . Cap. III De vocabulis gencium, unde gentes originem et nomen sumpserunt, de diversis terre partibus. — De terra et ejus partibus et divisione. 17^ — 28^. Cap. IV Catalogus Episcop. argent, et aliqua facta eorum. Usque ad Wilhelmum Fol. 29«— 3G' de ßiest provisum a papa de episcopatu arg. legit litleras suas {sans date), s'arrêtait d'abord à Fréd. de lU. 1375. — Au bas de la page : nunc ep. arg. usque ad Fr. de B. ipso et numeralo 72. (30'' blanc.) Sequitur fol. 37-'— 38^: Suspirium seu oracio Erchenbaldi episcopi. (38'^ blanc.) Cap. v Registrum diversorum geslorum sccundum ordinem alphab. et spe- cialiter fundaciones ccclesiarum ac aliarum rerum civitatem vel dyocesim argent, conveniencium. {Additur fol. Ol*" — 63-'): De Komulo et Remo, de Sybilla et Viigilio. 38» Fol. 39'— Gl 63 — 285 - De fundacione et conversione Germanie et Argentine civitatis, (fol. 64=^.) Cap. vi De S. Materno {Q5^). — De Attila rege Ilunnorum (GG"). — De Ilunnis '^^^- ß^'-cs' (66*'). — De S. Arbogasto (67^). — De genealogia S.Odilie et Attale (ibid.). — De fundacione S. Stephani (67''). — Copia donacionis per regem Dago- bertum ad eamdem ecclesiam facte (68*'>). nistoria Mochemeti. — Addilur : Grosse reyse in die Ileydenscbaft. Cap. vu 1396. (76-'') {allemand ul in germ. codice.) Fol. es»»— 75'- Aber ein grosse reyse der deutschen herren zu Prüssen, 1410. (76^— 77a) _ 77b f^i^^^c. Allemand: Der grosse stril zu Lütiche zvvüschent der Stette und irme bischofe, 1408. (78''» et ^). — Der grosse strit zvvüschent den künigen V. Fraiigrich und Engenlant, 1415 (79'''). — 79*' blanc. Gesta pontificum et imperatorum rom. nee non quedam aha que in Cap. viii registre precedenti scripta sunt. Fol. 80^ Rome, rois, empereurs, Adrien. (80^—93''.) Pontifices (94^-99»'). Sixte III 436. Regredit. ad imperatores. Antoninus pius (100^ — 106'''). Augustinus. {Prise de Rome par Alaric, 105».) — Honorius et suc- cessores (106'' — 114^). — Leo III, a. 718. Iterum ad 'pontifices procedit (fol. 115^—129'') a Leone I ad Joan. XX. 1204. — IL imperatores: Gons- tantinus V, Leonis fihus 742. — Allemands {loO^) Garolus magnus (loi") jusqu'à l'interrègne (fol. 143^). — A la fin on lit en marge: Hic finitur Cronica Martini quoad imperatores. — Au bas de la même page: Berwer- stein, Sulz et Beinheim destruuntur. Fol. 143^ Fundacio monaslerii argent. — Brant. 1384 ail. (Kathr. Kap. 1340), fol. 144". La page i44 est triplement marquée, trois feuilles portent cette suscrip- tion. K. y a ajouté en allemand l'histoire de plusieurs églises et construc- tions. — Kaufhüss. — Brande. Fol. 144*6r, Miranda béate virg. Marie in ecclesia argent. — 145''. A la page immédiatement suivante marquée 147^ ad liist. pontif. iterum procedit. — Benedictus IX, 1034. — Boniface IX. (147^—159".) De Duce Bavarensi tempore Severi imp. a. 194. (160^.) De duobus socns Amelio et Amico. (160'' — 162^) Gonflictus in Husbergen p. cives arg. et episc. (163^^—167''). — Au bas de la dernière page K. avait écrit : Explicit bec guerra, mots qui sont barrés. Fol. 168^. Der krieg zwischen den herzogen von Oesterich und den Switzern, 1386. Sempach {allemand) (168^-169"). — 286 - Gcschoelle zwischent den Zorncn und den Mülnheim zu Strassburg (allemaml). iMO-^'—rn^) Fol. 17P. Anlw. rilende. ibid. 133^. — Constoffler zu anlwerken ge- macbt, 1362. Ibid. — Drige der mecbligsten verlriben, 1385 (172''). Brende. allem, à Slrasbg. (\1S^ — 173^ incl.) — 174=» — 175'' inclus, blanc. Incipiunt qucdam incidentia ad Icnipora prescripla perlinencia. — Reges francorum. (170".) — De majoribus domus Francic etKarolo magno. (177b_|79b) _ imperalores. (180='.) De caplacione Romane civitatis. (180'' — iSi^.) Varia (181"). A". 1031 monasterium S. Thome in Argent, a Wilbelmo episcopo consecralur et ecclesia S. Petri ab eodem inchoatur. (181''.) Imperatores (Berlhold de Zeringen, 1092, Heinr., 1125, 1179 Ilohen- burg, Nidermünsler.) (182''). Suit: Imperalores et varia. Ilobenburû- comburilur, 1191. (184'''). — Phiiippus. (184=>— 184^) — Otto etsuccessoresusquelludolphum de Habs- burg. (188=1.) Gesta Rudolplii. (188''-191".) Tempora Adolphi imp. (192"— 193''.) Albertus (193='— 195**) mêlé de faits relatifs aux évoques de Slrasbourr/. Henri de Liitzelbourg et success. (195'' — 198''.) Geste Argent. Conflictus arg. inier mechanicos et nobiles Zornen et Mülnheim et mulationes seq. usque Liber statutorum, 1322. (195''— 199='.) Guerres entre Leopold d'Autriche et les Suisses 134 (6'ic)— 1368. (199''.) Ludovici Bavarie et Frider. Austrie ducum discordia 1314. Histoire de Louis, mêlée d'autres événements , surtoid relcdifs aux guerres des rois de France et d' Anfjlcterrc. (200='— 207='.) Electio Caroli 1340. Imperatores. De rcgibus Anglie et Francie. Lude- wicus 1 1347. (207=»— 209='.) — Imperatores. — 211='. Terre motus, peslilencia magna. — Judeorum perseculio. — Flagella- tores {pas de renvoi à Closener). — (211='— 212".) Electio Güntheri de Schvvartzburg imp. — (212''— 213='.) Peslilencia 1349. (213''.) — Autres faits : Ingressus Angl. in Franc. Incidentia hujus lemporis. — Ilamman de Lichtenberg etc. — Renus obstruilur. Vini bona copia. — Garmehla facil sermonem etc. — Cardina- les, pape etc. (214='.) Imperatores. Carolus 1353. Liga pacis suevice. Faits divers: Goronatur 1355. (217=«— 219=») avec faits divers. Wenceslaus rex 1376. (219='.) - Carolus obiit 1378. (219".) — 287 — Hagenowe obsidelur 1359. (219''.) — Jean de Liclileiiberg- etSlrasb. — Ibid.: Iiicideiilia temporis (caslra destrucla) usrjuc 220^ — Judci inlraiit Argent. 1368. f Urban. VI. 1389. Gesla Argentinensia. llerlesheim. 1372. ampliacio Argentine. 1374. (220^) Socielas Anglorum. (221=>): de quibiis ad peticionem laycorum, propler novitatem temporis lioc affectancium legere, volo primo scribere in thctu- nico, demum in lalino, ut tam clericis quam laycis in lioc valeam compla- cere. — Ensuite : Von den Engenlendern 1375. (222'' ind.) Varia. Obrechtslal comburitur, Schellelo etc. lat. (223^—224'' incl.) — 225^ et ^ blanc. Instr. Caroli magni qiialiter ipse slaluit ut iiuilus symoniace eccl. Arg. ingrediatur. (226^ et ^) Pontifices Urbanus VI et bist. seq. et successores usque ad Job. XXIII. 1410 (227''); ajouté passage — 1415. (235^—238'' blanc.) Krieg zwüschent den von Wurtemberg und den Stetten 1368. (in ger- man. clehinc desumtum.) allemand. (239^.) Grosser Krieg zwischent Bischof Fridrich von ßlanckenheim u. Strass- burg. - (244«— 248'-'.) 248^— 251a i^icl blanc. Copia lit. reg. Dagob. magni sup. fundat. eccl. in Haselo. (251'' — 252^.) 252b__253a i^cl. blanc. Epistola diffidacionis reg. Anglie c. rege Francie misse ad papam Cle- menlem XII. 1345. (253^-254^) 254,b_255a 1^1(^1 })ianc. Fol. 255^ Note : in Chronica Gotfrdi Viterbiensis que Pantheon appella- tur ; scribitur sie a. ab ao. CCCGXIII. sans (?) époque. Fol. 256: Iste liber est Jacobi Twinger canonici sancti Thome Argent. — Pp. Sehn. FRAG M E N T S. ^"ous avons rangé les fragments de la Clirouique latine de Kœnigshoven d'après l'ordre des folios et des chapitres, tels qu'ils sont indiqués dans l'analyse de M. Sclinéegans. Certains passages se trouvent ainsi en double, mais par là même se reconnaît mieux le caractère rudimentaire du travail de l'auteur. VORREDE. Incipiunt cronica nova de diversis auctoribus collecta. Licet de hystoriis pontificum et regum romanorum seu aliarum rerum gestarum multos revolveremus libros, paucos tchnen vel quasi nuUos de rebus moderno tempore geslis vidi compilatos, quamvis humanum genus fransacta postponens, novis maxime delectetur. Insuper quum ea que ge- runlur in tempore, propter vite brevitalem, humanitatis quoque fragilila- tem similiter cum tempore memorie nomen perdent, nisi rcdivivo littera- rum testimonio annolentur, hiis de causis ego Jacobus de Künigeshoven, clericus argenlinensis, licet minimus, quosdam flores seu aliqua alia in his- toriis utilia ac deleclabilia de diversis libris cronicorum, et specialiter de speculis bistorialibus et cronicis Fratrum Vincencii et Martini, que mo- derni repulant veriora, in presens opusculum excerpendo collegi, et pre- cipue aliqua que in civitale vel dyocesi Argentinensi gesta sunt, vel in fama celebriori feruntur, ad cerlum ordinem temporum redegi. Ille quippe res geste, ut dicit Hugo floriacensis, que nulla regum vel temporum certilu- dine commendanlur, non inter hystorias sed inler viles fabulas depulanlur. Valet igilur in hoc opère romanorum pontificum, regum et imperatorum brevis annolacio, ut unaqueque res per ipsos vel sub ipsis gesta, faciliter sciatur, quo anno vel tempore annolala acciderit. Nam et historié non so- lum gentilium, sed et ecclesiastice et evangelice secundum imperatorum et regum tempora describuntur. Lucas nempe cum incarnacionis dominice hysloriam texeret, in ipso evangelii sui principio de Ilerode rege et post pauca de Augusto Gesare mencionem fecit, ut illa que minus nota essent honiinibus, per alia que in majori fama gererentur pateficrent, eliam in hiis si forsitan aliqua sunt que non mullum expédiât scire, quanquam ta- rnen hec ipsa turpe est ignorare. Insuper sciendum quod presens compen- - 289 - dium primo per annos a crealione mundi, dein per annos incarnacionis domini nostri Ilicsu Christi per ponlifices cl imperatores dcsceiidendo, usque ad tempus noslrum, videlicet ad lempora Gregorii pape XII cl Ruperti de peygern régis romanorum, dcdiixi inclusive. Et ne aliquis in revolvendo folia lihri aliqua querendi allediatur, ij)sum librum in oclo capitula distinximus, prelibanles paucis vcrbis que in quolibet capitulo oslendere inlendimus, ut co brevius et ordinacius (iiiis(pic ad matcriam in hoc opère contentam possit proccdere. Oberlin, Thèse Holländer sur Könlgshoven, p. 7. 3646. Adalnoch. — Hic conslruxit primum ecclesiam Sancli Thomae Cap. iv arg. et eam nfiultis bonis dotavit ac ibi requiescit. — Addition marginale '^°'" ^^ de K. {Note de M. Schn.) Illustris ius hoc probos decorabat Adaloch. 3647. Richio. — Ilic ep. multa predia ad ecclesiam S. Thome apli tradidit. 3648. Riithardus. — Iste inslituit ul fralres S. Thome arg. in vigiliam S. Aurelie vesperas in ecclesia S. Aurelie célèbrent ibid. et processionem illuc facianl ut adhuc est consuelum. 3649. Wilhelmus OTÛmdiiMY m episcopum anno domini MXXVIII. Ilic M. 31'^ Wilhelmus reedificavit ecclesiam sancli Thome Argent, et consecravit eam anno domini MXXXI, que ecclesia fuit prius per ignem annichilata s. anno domini MVIII. Hic eciam Wilhelmus ecclesiam sancli Pétri junioris Argent, inchoavit anno domini iMXXXV, ipsamque oclo canonicorum beneficiis ditavit. Hic Wilhelmus obiit anno domini MXLVII. 3650. ■Helzelo. — Hic reliquas sex canonyas ecclesie sancti Pelri pre- dicte fundavit. Poslea Leo papa IX"^^, Argentinam veniens, eandem ecclesiam prius parochialem in honore sancte Columbe virginis consecratam, hinein honore sancli Pelri apostoli dedicavil. In cuius memoriam suam cappam sericam ipsi ecclesie dedil anno domini MLII. Eiusdem ecclesie sancli Pétri campanile cum campanis iclu fulminis incendilur et comburitur anno domini MGCCXXXVII in vigilia Philippi et Jacobi aposlolorum. Hue usque lilulus episcoporum argent, fuil sic : Ego lalis divina favenle clemencia argent, ecclesie pastor indignus. 3651. Wernharius secundus ordinatur anno domini MLXV et obiit anno domini iMLXXIX. — 290 — Ilic oralorium apud Sanclum Petrum juniorem ad preces Oliche incluse conslruxit. Fol. 33'' i5652. {Ikrlholdus de Buchech) — Item fundavit capellam in lalere meridionali ecclesic maioris argenlinensis cum tribus allaribus et quatuor prebendis quas copiose ditavit. Et enm in honore sanctc Katherine dedi- cavit anno domini MCGGXLIX quam sciiicct sanctam Kalherinam multum (lilexit quia dicitur cum fuisse nalum et ad cpiscopum electum cl sepultum in festo sancle Katherine. De sepultura constat quia in festo ipsius sepultus fuit anno domini MCGCLXXX. Fol. 38^ 3653. Capelle et ccchsiae consecratc ah Erchenbaldo cpiscopo (122): in Hohenburg. — ad Rosheim duas capellas. Cap. V 3654. Agnes virgo passa anno GGLX. Eius ecclesia argent, dedicatur Fol. 39^ anno MGGXLVIII. Adelbertus dux gcrmaniae pater sancte Atlale monasterium sancli Ste- phani fundavit anno DGGX, demum Rynaugiensem ecclesiam fundavit anno DGGXX. Andrée ecclesia parochialis Argentine conslruilur anno .... Argentinense monasterium combustum est anno MVII, demum reedifi- cari cepit anno M XV. Argentinense novum monasterium primo combustum est anno MGXXX. Item secundo combustum est anno MGXL. Item tercio combustum anno MGL. Item quarto combustum est anno MCLXXVI. Item quinto combustum est cum ccclv hospiciis in festo Assumpcionis anno MCGXGVIII. Item sexto accensum est per ictum fulminis, sed non combustum anno MGGGLXVIII. Septimo combustum est tectum superinum lotaliter a turribus usque ad chorum 1384, 18 kl. aprilis. ISB. Ge dernier passage est ajouté après coup et en marge. Encre moins noire. Le registre paraît donc avoir été rédigé par K. avant 1381. {Noie de M. SCHN.) Fol. 41'' Aurelia sancta virgo obiit Argentine, anno GGXXXVII. Fol. 42^ 3655. Campana magna ecclesie argent, cum qua morluis pulsatur fusa ^^'' est MGGGXVL Gampana distinguons horas super monasterio argenlinensi cum suo opère paratur MGGLXXIl. Cartlum romanorum composuit et organo concordavit Vitacianus paj)a, anno DGLX. Fol. ZQ^ Fol. 40'' Fol. 40'' 1 14 — 201 — Carmditae veiierunt Argentine ad locum ubi nunc huhitant anno I'«j1 '»2^ MCGGXXV, licet prius aliquandiu habitassent extra murosargcntinenses in vico diclo Bundegcsselin. Chorus autem ipsorunn inchoalus fuit a l'unda- mento anno MGCCL, et complclur anno MGGCLXXI. Ecclesia autem choro contigua completur MGGCLXXII, et in feslo sancte Lucc anibo dcdicanlur ab episcopo Augustensi. (Carllmsia.) — Garthusianorum ordo inccpit anno MLXXXVlil. Venernnl i'<>'. ''57 autem ad Argentinam et extra muros cenohium construxerunt MCCGXL. ^^' Clara virgo canonizatur sub Innocencio IUI papa. Ecclesia eins in Ar- i'oi. ii^ genlina dedicatur MGGLXX. Clarenses exlra miiros translate fuerunt de Hagenoija ad civitatem argent, ad locum quem nunc inhabilant exlra muros anno MGGXGIX, qua- rum ecclesia nova constructa est et tecto superducla anno MGGGIAX, et dedicala anno MGGGLXXVl. Colonie ecclesia Sancti Petri scissa est fulmine sub Nicolao I papa. Fol- i'-*' 3656. Elizabet Ungarie regis fdia sancta. Obiit anno MGGXXXI. — Ca- Fol. -ü" nonizatur sub Gregorio IX papa. Ecclesia eius Argentine dedicatur anno MGGXXXVllI. 3657. Fabrice ecclesie arg. domus construitur. anno MGGGXLVII et Fol. iö*» constabat cccx hbras. Franciscus institutor ordinis fralrum minorum obiit anno MGGXXV. Flasgasse vicus contiguus domui Fabrice amplificatur per absumptionem duarum domorum anno MGGGXLVII. 3658. Georii cappella Argentine fundaiur anno. . . . Fol. 46'^ Grünewerl cenobium Argent, fundatur anno MGGXXVII pro canonicis Fol. iC' regularibus quod nunc Johannite possident qui illic venerunt MGGGLXXI. 3659. Herelicorum persecucio fuit anno MGGXXXI et XXXII (f. 186). Fol. 47' Heretici numéro Ixxx. Argentine combusti sunt anno MGGXII. Heretici numéro xxij a civitate proscribuntur, quidam perpétue, quidam ad tempus, anno MGGGG. Hohenburg monasterium et cœnobium fundaiur ab Attico duce Germa- ^^^l. 47'' niae tempore Hilderici filii Glodovei regis francorum, anno DGLXXX, cuius monasterium demum dedicatur iterum a Brunone episcopo Tullensium, qui postmodumfactusestapostolicus et vocatus Leo papa IX''^ anno iMXLV. Postea idem monasterium combustum est primo anno domini MGGXIX, secundo anno MGGXLIIII. 292 Fol. 47" Horologium distinguens horas percuciendo campanam paratur anno MCGCLXXII. Fol. 48-^ 3660. Jacohi cnpella in Sporergasse fundala est a nudolplio sculleto civitatis Argent. Anno MGXC. Jacobiis Tivinger compilator liujiis libri natus fuit anno domini MCGGXLVI. Ordinatur in presbylerum anno domini MGGGLXXXII. Fit canonicus sancti Thome anno MGGCXGV. Obiil anno. ... — Schn., Code hisL, p. 28. Fol. 48'' Johannis ecclesia Argent, extra muros dedicatur MGGLII. Johannes diclus Twinger civis argentinensis et dominus meus generosus obiil MGGGLXXVI vigilia Sancti Laurencii. Deinde anno domini MGGGXGV, quinto calendas maij obiil domina Nesa Tvvingerin uxor prefali Joannis Twinger. — Schn., Cod. hisL, p. 26. Fol. 49' Johannüe venerunt ad locum dictum Grünewert extra muros Argent. Anno iMGGGLXXI. Fol. 50^ 3661. Aö^Amna virgo passa est subMacencioimperatore anno GGGIX. Ecclesia eins Argent, dedicata est anno MCGXLII. Fol. 50^ Kronenburg turris in dem Brucb bi der cappelien, conslructa est anno MCGGLXIX. Sed murus ei contiguus cingens suburbium Argent., construi inchoatur anno MGGGLXXIIII. circa festum Martini, et completur anno MCGGLXXVIII. Fol. oü*» 3662. Lichlenowe opidum ultra Renum construitur per episcopum de Lichtenberg anno MGGLXXXXII. Fol. 51» 3663. Marci evangeliste ecclesia Argent, dedicatur anno MGGLI. Marci evangeliste sorores primo fuerunt in capella sancti Marci vor sant Arbogastusbrucke, fundata per Engelberlum decanum ecclesie sancti Thome Argent, anno MCCXXV, et processio dominorum ecclesie sancti Thome, que modo fit ad sanctum Marcum, lunc fiebal ad dictam capellam. Et eadem capella data diclis sororibus per capilulum sancti Thome, postea data est monasterio sancti Arbogasti per ipsas sorores. Anno MGGXXXI. Fol. 5P il/«r^are//irtvirgo passa est anno.... Eins ecclesia incipitur anno MGGLXX, dedicatur anno MGGGXXIl. Fol. 51'' Menia muri antiqui civitatis Argent, exaltata sunt cum peribulo seu deambulatorio novo. Anno MCGGLXX. Fol. 52^ Melzigerturn exterior civitatis Argent, cum suo muro lendeiite a sancta Agnete usquead Ulengasse construitur anno MGGGXXllI. Reliqua parseius- — 293 - dem muri usque ad turrim cum ipsa liirri, (jue Iciidil iisque ad torrenlem qui finit de sanclo Jolianne, construiluranno iMCCCXLllI. (Juliannis Giessen. — (V. Silbermann, LocaUjcschichle.) 3664. Mco^«i episcopiecclesia Argentine apud canes dedicalur anno. .. l'oi. 52'' Nicolai ecclesia parochialis Argent, fundalur a dominis dictis Spender, anno MCLXXXII. 3665. Organo concordavit canlum Romanornm Vilalianus papa. Or- l'ol. 53^ gana ecclesie Argent, facta sunt anno MCCGXXVII que constabant ccccl. U. 3666. Penitencium ecclesia Argent, dedicatur anno . . . Fol. 5i' Petri Apostoli ecclesia Junioris in Argentina inclioatur a Wilhelmo Fo'- ^4^' episcopo argent, anno MXXXI. Sed prius parva ecclesia parochialis sine '^^ canonicis fuit, in honore sancle Golumbe virginis dedicala. Hie Wilhelmus predictus ecclesiam sancti Petri prefatam per ipsum constructam oclo canonicorum beneficiis dilavit, et obiit anno domini MXLVII. Gui in episco- palu successit Hetzel. Isle reliquas sex canonias in dicia ecclesia fundavit. Demum Leo papa IX"' Alemannus interfuit in synodo multorum episcopo- rum Moguncie celebrata, cum Henrico III imperatore, synodoque expe- dita, Leo papa predictus Rhenum ascendens, Argentinamque veniens, ecclesiam sancti Petri prescriptam cum suo antiquo choro et allari in honore beati Petri apostoli dedicavit anno ML. De isto papa require supra sub Leo. Eiusdem eciam ecclesiae sancti Petri campanile cum campanis ictu fulminis incenditur et comburilur anno MGGGXXXVII in vigilia Phi- lippi et Jacobi apostolorum. Item novus chorus eiusdem ecclesie ac am- pliacio et reedificacio tocius ecclesie fit anno domini MCGXG. NB. Ge dernier passage est ajouté après coup. Encre moins noire et caractères plus grands. — (Note de M. Schn.) Predicatonim ordo incepit anno MGGXI quem Honorius papa confirmavit ^^^- ^^' anno MGGXVL Pulsaciones horarum diei per ecclesias instituit Savinianus papa anno ^'^^- ^^^ DCV. 3667. Quatuor Coronati passi sunt anno GGG. Quatzenheim castrum construxit Waltherus de Mülnheim anno MCCCXL. 3668. Rynagensis ecclesia scotorum fundatur a duce Adelberto pâtre Fol. se sancte Attale et Benedicto episcopo. Anno DCCXX. Rynagensis ecclesia vel collegium translatum fuit de Honowe, anno MGCXCII. Fundatur primo anno DGGXX. - 294 - Fol. 56» Blnllmrgertor quod tlicilnr der Pfeniiiglurn Argent, conslruilur anno MCGCXXI. Fol. SG»» Rosheim conibusla est anno MCXXXII. Item iterum combiisla anno MCCCLXXXV. Fol. 58» 3669. 5î/6«r6«a civitatis Argent, inchoanlurcircumdarimuris et piimo an der Steinstrosze anno MGCCLXXIIII. Stephani prothomartyris cenobium Argentine fundatur ab Adelberlo duce Germanie sul) Hilderico inutili et ultimo rege francorum DCGX. Fol. 59" 3670. Terre motus tam mognns Argentine factus est, quod columne monasterii movebantur in lantum ul timebalur de ruina monaslerii et sub- versione tocius civitatis in sabbato posl Malbei, anno MCGLXXXIX. Item alius ibidem fere similis priori qui destruxit Basileam civilatem in die sancle Luce anno MGGGLVI, de quo supra. . . . Tlwme ecdesia fundatur ab Adalnocbo episcopo Argentinensi a°. DCCCXXX et prius parvum claustrum fuit. Thoniae apostoli monasterium in Argentina comburitur anno MVII. — Demum reedificalur a Wilhelmo episcopo Argentinensi et consecralnr anno MXXXI. Demum anno MCXLIIII iterum comburitur cum privilegiis et litle- ris. Et demum anno MCLXIII per imperatorem Fridericum privilegiatur. Item ecclesia cum novis muris prout nunc est a fundamenlis inchoalur anno domini MGCLXX, mit liültzen büiicn undsülen. Dernochüber LY jor, wurdent die gewölbe und steinen sülen gemabt ut infra continetur. — ScnN., Saint- Thomas , p. 51. Tiirris que dicilur Pfemngturn paratur anno MGGGXXI. Turris que dicitiir Kronenburg bi dem eilenden Grütze, Arg. construilur anno MGCGLXIX. — Cappella ibidem construitur anno MGGGXXXVIII. 3671. Wernharius marschalcus zum Grünewert cenobium Arg. fimda- vit obiit MGCXXXIII. Fol. 60^ Wilhelmile venerunt Aigenlinam ad locum ubi nunc sunt anno MGGGII. Cap. M 3672. (S. Stephan. — S. Attala.) — Werndrudis abbatissa in llulien- Fol. 67'' bürg, misit furem quemdam Wernherum nomine, pro reliquiis sancte Attale. Wernberus abscidit manum Atlale, cum ca comprehenditur, scd abircpermiltitur.Widerolfusepiscopusargentinensis voluit rcliquias beate Altale perdere et dimergcrc in profundum terre ut memoria ejus dej)erirel. Sed Trutmnnnus dyacoiius quidam, dei revelacione reliquiasipsassub terra abscondil in loco quodam sccreto, nullo scicnle. Episcopum illum comede- - 295 - runt mures. Trulmannus vero in lerrom sanclnm profectus, in Jerusalom morilur. Sic reliijiiic illc jacucrunt iiicogiiilc liüminibiis usqiie ad annos domini MGLXXII. Tnnc primo beata Attala apparuit cuidam Alberoni milili anliquo in visione, de revelacione sua ei indicans. Hic adiit Iledvvigam abbatissam dicens ei visionem, el ul fodeiel ac (juererel reliqnias sanclas eam ammonuil, sicut ipse a beala Altala ammonitus fueral. Que noluil se intromiltere de lanlo labore et tam gravibus expensis. Posl mortem vero ipsius Hedvvigis electa fuit in locum ejus quedam nomine ßerhta, que cum sororibus suis adiit Rudolfum tune episcopum argenlinensem, roganscum ut adiutorium ei prestaret pro reliquiis sanclis invcniendis, qui fidcliler in hoc opère laboravit et fidèle subsidium ministravit. Sed priusquam inve- nirentur reh'quie sancte Altale, inventum fuit corpus sancte Savine virginis sororis ejus carnalis, demum invenerunl corpus Gerlindis matris sancte Atlale, et corpus Bachildis noverce sancte Atlale, quam, mortua Gerlinda, Adelberlus duxit in uxorem, Attala adhuc vivenle, demum corpus Adelberti ducis invenerunt cum puella suo Albina nomine, demum invenerunt corpus Childerici avunculi sancte Atlale, ultimo per ostensionem cuiusdam con- verse devote dicte Hemma, cui beata Altala locum occultacionis reliquia- rum suarum in visione, que ccl annis et amplius humi tumulate fuerunl, ostendit. In quoloco, dum foderent, reliquias eins invenerunt. In eodem loco fons erupit, per cuius contactum vel locionem mulli infirmi sanitatem'' receperunt. Postea invenerunt corpus sancte Imme, uxoris ducis Lutoldi, lotunensis, cognate et Bacbildis noverce Atlale, que mortua posita in na- vim apud Pinguiam opidum, sine gubernalore per ascensum Ueni ad sanc- tum Steflanum pervenit ibique sepulta est. 3673. Episcopi argentinenses. — Bertholdus de Buchecke. — Item fun- Cap. vu davit capellam in latere méridional! ecclesie maioris, cum tribus altaribus et ^°'- ^^^ quatuor prebendis quas copiose ditavit, et eam in honore sancte Katherine dedicavit anno domini MCCCXLIX, quam scilicet sanctam Kalherinam mul- tum dilexit quia dicitur eum fuisse nalum et ad episcopatum eleclum et sepultum in festo sancte Katherine. De sepultura, constat quia in festo ipsius sepultus fuit anno domini MGGCLIII. Fuit autem episcopus Bertholdus predictus sepultus in capella predicta sancte Katherine anno quo supra. 3674. {B. Heinrich von Veringen.) — Ilic concessitecclesiam S. Aure- lie fratribus Sancti Thome anno MGGXIX. — Schn., Saint-Thomas, p. 40. 3675. Argentinense monasterium nomine sancte Marie surgit primo a Cap. Mil fundacione sua anno MXV. Guius structura media testudinum superiorum °,' b*' — 296 - prêter turres anteriores, complelur MGCLXXV. Turris aulem eiusdem mo- naslerii que dicilur nova versus Predicalorcs, inclioata fuit anno MCCLXXVII in die Urbani pape. Cuius planicies superior, super qunmgallca velpinacu- luni seu conus débet locari, compléta est anno MCCCLXV. Turris aulem illi collaterab's que dicilur anliquior, intérim fuit ex toto constructa. Fol. 144» 3676. Item die cappelle zum heilgen grabe in der Augustiner garte, stifte bruder Johanns von SchalTolsheim, ein münich desselben ordens, noch gots geb. MCGCLXXIIII jor. Fol. 144 3677. Domws ^«6nce argent, in dem fronhüve edificatur. MCCCXLVII. Fol. I4i Domiis mercalornm dicta kufliüs an dem salzhove edificatur MCCCLVllI. Fol. 1 i4 3678. Horologium in ecclesia argent, inchoatur anno domini MCCCLII et posl ij annos completur. Fol. 144 3679. Omnium Sanctorum ecclesia Argent, construilur a lleinrico de Mülnheim, cive argent, cum quinque prebendis sacerdolalibus anno MCCCXXVIII. Fol. 14G'' 3680. {Münster) — Item quidam puer submersus et mortuus posilus super altare bcale virginis spiritum vite recepit, cujus pater vocabatur Grasen wurm existens pictor Argentine. Fol. 148*' 3681. Sant Katherinen cappelle. — Do men zelle MCCCXL jor, do wart Sant Katherinen cappelle in dem Münster gestiftet und gemäht von bischof Behtülde, also do vor bi dem selben bischove geseit ist. (Hernach Unser Frowen hüss. MCCXLVII.) Fol. 148 3682. Er {Leo IX) kam ouch also er den ryn beruf fur gein Stros- burg und was do elwie manigen dag, und wihele do die kirche zum Jungen S. Peter und gap grossen aplos do hin, und sine bebestliche4sydin kappe die noch do ist. Er wihete ouch die kirche zu Eley, und das closter zu Ilohenburg. Also det er noch in andern stelten unlz er gein Rome kam. In honorem beati Petri apostoli dedicavit, maximis indulgenciis pluri- mum adornans. Insuper idem Leo cappellam sanctae Walpurgis et cappellam s. Michaelis Argentine solenniter consecravit. Anno Domini MXLV (do man zalte MXLV jor, do wart das Münster zu Hohenburg gewihet an Sant Nyclaus dag, von Leo dem bobeste in Unserre Frawen und sant Niclaus ere. Fol. 153 3683. Fralrum minorum ordo incepit sub Innocentio III papa. Anno MCXCVIII. — 297 — Demum videlicet anno MCGXXX pauci fralres minores venerunl in Ai - l'ol- 153 genlinam el cum adiulorio civium argent, conslruxcrunt ecclesiam in loco ubi nunc sunt. Postea, scilicct anno domini MCCLXXXI quidam fralor Con- radus chorum eiusdem ecclesiae conslruere incepit cum adiuloiio civium, quem chorum infra biennium postea complevil. Fralres minores argent, venerunl; anno MCGXXX. Ipsorum ecclesia dedi- Fol- i^'* calur anno cuius ecclesiae chorus inchoatur per fratrem Guma- dum anno MCCLXXXI et complevit eundem in duohus annis. Fralres minores habuerunl Argent, generale capituhim in quo numerali l'oi- i^'^ fuerunt fiaires dcc, anno MCGCLXII. Fratrum minorum et predicatorum ordines pre cunctis ordinibus privilegiis exallali sunt eo quod Fridericum secundum imperalorem de- teslabantur, in lantum quod nunc ipsa sedes et clerus vix defensanlur ab ilhs. 3684. Predicalores Argenlinam venientes, primo habitabant extra mu- Fo'- 133— l5i ros ubi nunc est claustrum sancte Elizabel ibique domum aedificare ceperunl, circa xliij anno domini MGCXXIII. Intraverunt autem civitatem ad locum quem nunc inhabitanl anno MCCLl. Cuius domus edificium inchoalum est anno MCCLIII. hiceperunt vero celebrare divina in ecclesia sua anno MGCLV, que prelerea dedicala est anno MCCLXVIII. Chorus autem novus eiusdem ecclesie inchoatur anno MCGCVIII. Completus et dedicalus fuit anno MCCCXLV. Predicalores habuerunt generale capitulum Argentine anno MCCCLVIII, in quo fuerunt fralres ceci. Predicatorum el minorum ordines pre cunctis ordinibus privilegiis exaltali sunt, eo quod Fridericum H imperalorem quem papa excommuni- cavit detestabantur, anno. . . . Predicalores exiverunt Argenlinam per très annos, anno MCCLXXVII. Fol. 154 189 Predicalores exiverunt civitatem, ecclesiam et domum vacuas relin- Fol. 154 quenles iiii annis, anno domini MCCLXXVII. — Item ilerum exiverunt anno MCCCXXX. 3685. (S. Thomas.) — Anno domini MXXXI monaslerium Sancti Tho- Fol. m^ me in Argenlina a Wilhelmo episcopo consecratur el ecclesia sancti Pelri ab eodem inchoatur. Anno Domini MXXXI monaslerium Sancti Thomae in Argenlina a Wil- Fol. 181^' helmo episcopo consecratur el ecclesia Sancti Pétri inchoatur. B. XV. — (M.) 20 — 298 — (Hohenburg.) — Anno domini MXLV detlicalum est monaslerium Ho- henbnrg in lionore bealo Marie virginis a venerabili Brnnone episcopo Tullensium, postea apostolico. Nam idem Bruno episcopus ab imperatore tleinrico electus Iioinam millitur et Leo papa nonus voccalur, scilicet anno domini MXLIX. Fol. 183—187 3686. Nüivenburg coenobium fundatur MCXXVIII. Monaslerium con- secialur MGLVIII. Näwilre coenobium fundatur tempore Pirminii episcopi anno DGGXXX. Fol. \8b^ 3687. Herellci Argentine comhusti. 1212. — Ante tempora hujus con- eibi (das 2^^ gênerai concibum zu I^om 1215) fere triennio, disponenle Deo, herelici qui perverso dogmate seducunt latenter fidèles ecclesie, compre- hensi sunt in civitate Argentinensi, producti vero cum negarent beresim, iudicio ferri candenlis ad legittimum terminum reservantur. Quorum nu- merus fuit Ixxx vel amplius, de ulroque sexu, et pauci quidem ex eis innocentes apparuerunf. Reliqui omnes coram ecclesia convicli per adus- tionem manuum damnati sunt et incendio perierunt. Fol. 18C« Herelicorum persecucio. — Anno domini MGCXXXI. facta est perse- cucio contra bereticos hostes fidei, veritatis inimicos, quorum mullitudo magna latitabat in populo dei, in civitatibus, opidis et vilHs, subverlentes et in errorem miltentes quos poterant de ecclesia, quorum plures com- prehensi et in prescncia cleri et populi, convicti fuerunt, et inter cetera nefandi erroris sui flagicia confessi sunt, quod etiam ab usu carnium non abstinerent el (juod annalcm censum Iransmillere solebant Mediolanum, ubi di versa rum beresum et errorum primatus agcbatur. Fol. 186 3688. Grüneiverl cenobium Argent, fundatur anno MGGXXVII pro ca- nonicis regularibus quod nunc Johannitc possidenl (}iii iliic venerunt MGGGLXXI. Fol. 198>> 3689. Conßidus inter Zorne et Mülnbeim. Feslum solatii seu ludum in orto curie clauslralis dominorum canonicorum ecclesie argent, site in Brantgassc, in qua tunc erant nobiles et mcliores civilatis argent, viri et mulieres congregali ad chorizandum, inter ipsos eximia cedcs. L'extrait qui suit est copié d'un exemplaire du livre de Rulman Mcrswin, conservé (autrefois) à la Bibliothèque (de la ville). Cet extrait, écrit sur la première feuille de ce livre, parait être de la main de J. Twinger de Kœnigslioven, ce qui indique que l'ouvrage appartenait jadis au chroniqueur. — L. Schn. 3690. S. Johann im Grienen Werde, — Anno des jores, do man zalle von Gottes geburt xiii'lxvij jor, do llulman Merswin das hüsszumgruenen — 299 - werde mit siner zugehoerde an sich broht hatte, und es dennoht nit sanl Johans orden geben hatte, also er zu derselben zil den allen gehü zu dem gruenen werde aneving zu ernüwendc, do büwcte er ouch ein nüwe cap- pelle in ere der xi tuscnt megede uiï der stall do nun der beslosscnc kor stol. — Ilem vor der selben xi tusenl megede cappellen büwete Peter von Keisersberg ein hüss den growen münichen von sanct Bernhardes orden zu Peris, do man zalle xiii^lxix jor, also sü in den ziten zu dem gruenen werde wurbent. — Und under demselben liüse büwcle llulman Merswin den ersten spittal mit rote des von Brunsperg zu den ziten meisler sant Johans ordens in lutschen landen. In dem ersten jor also er das hüss zum gruenen werde dem orden sant Johan gegeben hatte und man ouch zu der zit zalete xiii^lxxi jor. Ilem dem selben ersten spittal und den dürftigen darinne gap Heinrich Blanchart von Louffen und Luckart sin hüssfrowe IUI lib. geltes, wurdent darnoch zu fünfe jorgeziten gemäht. Ilem diser ersle spillale, der xi. tusenl megede cappelle und der von Peris hüss wart alles widder abe gebrochen noch des genanten Heinrich Blanchartes tode, do man den beslossenen chore aneving zu büwende, des jores also man zalte xiii^lxxvij jor, und die durffligen Hesse man alle üssslerben, und meinde nie mer kein spiltal me zu hallende zu dem gruenen werde. Item noch diss ersten spillales undergang und abbruch vier jor wart anderwerbe ein nüwer spiltal der noch hie zum gruenen werde stot, gebüwen, von Guntzel zur megede und siner hüssfrowen, mit stüre und hilffe des obgemeldelen herren von Brunsperg, meister sant Johans ordens in dem jor do man zalte xiii^lxxxi jor. (Rulman Merswin commence le livre remarquable qu'il nous a laissé sur sa conversion et sur ses extases mystiques, par plu- sieurs chapitres dans lesquels il raconte l'histoire de l'église de Saint-Jean. L'extrait ci-dessus a été tiré par K. de la relalion de Merswin. — Note de M. L. Schneegans.) — 300 — Fragments de la Chronique latine reproduits par Schilter dans son édition de Kônigsboveji. {]\fors Hoir ici impcraloris.) — K. S., p. 125. {Mors Ludovici impcraloris) — [). 130. {Mors Vigilii papae.) — p. 1 08. {Electio Pelagii papae.) p. 100. {Cives assumunl regimen fabrice Ecclesie Arg.) — p. 255. {Johannes de Line vel de Liltzelburg. Ep. Arg.) — |). 201. {Die Kreniche by dem KofJiiïse an dem Saltzhove gemacht.) — p. 285. {AntwergliUe und Edelleule.) — p. 306. {Handwerker sollen ewig zu den Handwerken dienen.) — p. 312. {Séries regum et imperatorum francorum.) — Anmcrckung V, p. 483. Erkenbaldi Episcopi Argentinensis Catalogus Episcoporum Argenlinen- sium versibus comprehensus. — Anmerk. VI, p, 490. hislrumentum Caroli Magni qualiter ipse staluit ut malus simoniace Ecclesiam Argenlinensem ingredialur etc. — AniTierk. VI, p. 495. De Genealogia S. Odiliae et Atlalae Virginum. — Anmerk. VII, p. 507. 7^.511. {Descriptio Civitatis Arg.) — Anmerk. IX, p. 555. Concessionsbrief des Ober-Mundals. — Anmerk. X, p. 592. {Origo Civitatis Argentinensis.) — Anmerck. XI, p. 599. Der gross Krieg zwüschent Bischoff Friderick und den von Strossburg. — Anmerck. XIII, p. 754. {Fundatio praebendae Regis Chori.) — Anmerck. XIV, p. 766. {De Ducibus Alsatiae.) — Anmerck. XIX, p. 1007. LA DONATION DE CHAIILEMAGNE AU PRIEURE DE LIÉPVRE EN 7 7 4. Parmi les Alsaciens illustres on peut compter à bon droit un homme qui a tenu une grande place dans l'histoire de son temps et laissé dans notre pays même les traces de son activité : nous voulons parler de l'abbé Fulrad. Issu d'une famille noble de l'Alsace, honoré de la confiance des rois Pépin, Charlemagne et Carloman et de celle des papes Etienne III et Adrien I^'', archichapelain de Cliarlemagne et abbé de Saint-Denis durant trente-quatre ans, il fut, à diverses reprises, chargé de hautes missions diplomatiques, et son nom est intimement lié aux grands événements qui amenèrent la ruine du royaume des Lombards et préparèrent la fondation de l'empire de Gharlemagne. Dans l'un de ses voyages à Rome, en 763, Fulrad avait obtenu du pape Paul I^i" les corps de saint Alexandre et de saint Hippolyte. Il ramena ces reliques en Alsace pour les déposer l'une à Fulradovillare , au Val de Lièpvre, probablement son lieu de naissance, dans le monastère dont il fut le fondateur et l'architecte; l'autre à Audaldovillare\ où il avait éga- lement érigé une cella^ qui fut l'origine de la paroisse de Saint-Iiippolyte. Une troisième locahté, celle de Sainte-Croix-aux-Mines, non loin du mo- nastère de Lièpvre, fut appelée d'abord Fulrado-cella et prit ensuite le 1 Simililer alia cella que diciêur Audaldovillare, ubi sanctus IpoHtus requies- cit; et tertia cella infra vasta Vosgo edificavi, ubi sanchis Cocovatus reqinescit, super fluvium Laima, quae dicitur Fulrado-cella. (Tardif, Carton des rois, n» 78, pag. 62.) - 302 — nom de Sainl-Cucuphas', des reliques de ce saint martyrisé à Bayonne, et dont le corps fut donné à Fulrad par le roi Charles, qui le tenait de la générosité du pape Adrien. Par un testament fait à Iléristal en 777, l'abbé Fulrad légua à son abbaye de Saint-Denis tous ses biens «omnes res proprietatis meaey>, tout ce qu'il avait reçu de ses parents ou de la générosité des rois, et toutes les propriétés qui lui étaient advenues par acquisition ou autrement. Il y avait là notamment les biens que Fulrad tenait de Widon, situés en partie dans la Mortenau, en partie en Alsace à Guémar, Saint-IIippoIyte, Andols- heim, Sundhoven, Grusenheim et Uibeauvillé. Cette donation de Widon avait été confirmée en 768, par le roi Pépin, dans une charte par laquelle il rendait à Fulrad les biens que cet abbé lui avait remis lorsqu'il se croyait en danger de mort^ Afin d'assurer l'entretien des religieux, Charlemagne, par un diplôme daté de Düren en 774, concéda au monastère de Lièpvre nouvellement reconstruit, une vaste étendue de forêts, détachée du domaine royal de Kintzheim, en Alsace. Cette donation fut confirmée par un diplôme de Lothaire I<^'', donné à Verdun en SS-i, lequel reproduit avec de légères variantes les noms de lieux figurant dans la Charte de Charlemagne. Ces pièces ne sont pas sans intérêt pour l'histoire de l'Alsace, puis- qu'elles nous fournissent la description des fimites de la partie du domaine royal aliéné en faveur du monastère de Lièpvre. L'abbé Grandidier les a données parmi les pièces justificatives de YHis- toire de l'église de Strasbourg, tome II, p. CXIII, n« 67 et p. CCxXXXVIII, n" 125, en y ajoutant quelques annotations topograpliiques en partie dé- fectueuses. Après lui, d'autres historiens se sont occupés de cette donation, notam- ment Schweighœuser qui, le premier, dans ses Antiquités de l'Alsace, a reconnu dans le Stophanberg de la charte de 774 la montagne de Hoh- Kœnigsbourg, et a démontré l'erreur commise par Schœpflin, lequel attri- buait l'origine du château de ce nom à la famille impériale des Hohen- staufen. Jusqu'à présent l'on croyait généralement que le territoire cédé à l'abbé Fulrad ne dépassait pas les limites de la vallée de Lièpvre. Il résulte de 1. Ecdesia parrochialis loci de Sancta-Cruce , sub invocatione sancli Cucii/ati, in valle Leporacensi. (Archives de Meurthe-et-Moselle, fonds de Saiut-Georges.) — Ce vocable a disparu, et l'église paroissiale actuelle est placée sous riuvocatioa de Saiut-Kicolas. 2. Cf. Takdik, Carton des rois, n" 60, pag. 19. — 303 - nos recherches qu'il paraît s'être étendu au-delà île la crête, vers la plaine d'Alsace, sur les banheues des communes de Saint-Hippolyte, Köderen, Rorschwir et Orschwiller, à l'exclusion de la montagne du IIoh-Kœnigs- bourg, et sur une partie des bans de Bergheim et de Gucmar, jusqu'au Ried vers l'est, et au ruisseau de Bergheim vers le sud. Dans la vallée de Lièpvre, il comprenait les communes entières de Lièpvre, de l'Allemand- Rombach et de Sainte-Croix-aux-Mincs, sauf la montagne de Saint-Pierre- mont située entre le ruisseau du Petit-Rombach et le ban de Sainte-Marie- aux-Mines^ Nous allons donner d'abord, en entier, la charte de Charlemagne de 774, d'après le texte publié par Tardif dans le Carton des rois, en y joignant un essai de traduction. Ensuite nous la discuterons afin d'établir la nature et les hmites de la donation et, autant que possible, le sens précis des noms de lieux qui y figurent et qui ont presque tous disparu. Donation faite par Charlemagne au monastère con- struit par Fulrad, abbé de Saint- Denis, en Alsace, à Lièpvre (Fulrado\ illare), de la forêt de Kinsheim, située dans le même pays. (Paris, Arch. nat., K. 6, n'' 3. — Original scellé.) Confirmatio Karoli imperatoris de silva et pasturis ad sanctum Alexandrum irifra Vosago tempore Fulradi abbatis. Carolus, gratia Dei rex Francorum Charles, par la grâce de Dieu, roi et Longobardorum , vir iluster. des Francs et des Lombards, homme illustre. Quicquid enim ad locis sancto- Nous sommes persuadés que tout rum venerabilium congruenter ob ce que nous avons concédé ou con- amore Dei concedimus vel confir- firme, par amour de Dieu, aux vé- 1. Le règlement forestal de Charles III, duc de Lorraine, de l'année 1583, porte: «Le " ban-bois dict Saint-Pierremont appartenant à nous à cause de la Chastellenie de Zuck- «mantel pour la moitié et l'autre au S'', de Hatlstatt, à cause du chasteau de la liaulle- « Eckerich , ûef de Lorraine , etc. » - 304 - mamus, hoc nobis procul dubio ad aeternam beatudinem, Domino pro- tegente, perlinere confidimus. Ideoque cognoscat magniludo seu utililas veslra, qualiler vcnerabilis virFulradus, abba, clementiae regni nosti'i suggessit, eo quod in amore vel reverentia bealissimiSanctiDio- nisi, Ruslici et Elculherii, in sua proprielate, in pago Alisacense, in loco qui dicitur Fulradovilare, infra finis Audaldovilare, cellam aedifi- casset, vel a novo suo opère con- struxissel, et in anlea, auxilianle Domino et bonorum hominum, ae- dificare velleat, ubi bealissimus et Sanctus Ippolitus corpore requies- cit humatus. Propterea nos, proplei' nomen Domini et anime salulem, eo quod mercis nosi ra in aeternum permane- al, vel etiam ad petitionem fideli nos- tro Fulrado, ad ipso loco superius conscriplo aliqua loca silvestria, pro oportunitate et stipendia servorum Dei ibidem degentium, in pago Ali- sacense, ex marca fisco nostro Quuningishaim, in amore beatorum Sanctorum Dionisii et Privati, nec non et Sancti Yppolili, donamus donatumque in perpeluum esse vo- lumus: hoc est silva ex foreste nos- tra superius nominata, de una parte Laimaha, ubi dicitur Bobolino-cella, et inde primitus ubi Aetsinisbach nérables sanctuaires, nous conduira certainement, sous la protection di- vine, à la félicité éternelle. Que Votre Grandeur sache donc pour sa gouverne, combien le véné- rable abbé Fulrad a contribué à la clémence de noire règne, en éle- vant dans sa propriété située en Al- sace, au lieu dit Fulradovillare', ter- ritoire d'Audaldovillare-, un sanc- tuaire construit à neuf suivant ses plans, en vénération et par amour des bienheureux saints Denys, Rus- tique et Eleuthère, et que son in- tention est d'en fonder un autre, avec l'aide de Dieu et d'hommes de bonne renommée, dans le lieu même où repose le corps du bienheureux saint Hippolyte. C'est pourquoi Nous, au nom de Dieu et pour le salut de notre âme, afin que notre récompense dure éternellement, comme aussi faisant droit à la requête de notre fidèle Fulrad, en affection pour les bien- heureux saints Denis et Privat, et aussi de saint Hippolyte, donnons et voulons être maintenu à perpétuité au lieu susdit, au profit et pour l'entretien des serviteurs de Dieu y demeurant, quelques terrains boi- sés de la marche de Quuningishaim'' appartenant à notre domaine au pays d'Alsace. A savoir: La partie de notre forêt susdite, d'un côté de la Laimaha', 1. Lièpvre. 2. Saiut-Hippolyle. ;i. Kiiilzheim, prôs de Sélesladt. 4. La Liùpvrelte. — 305 venit in Laima, inde vero per Acl- sinisbach ubi ipse surgit, inde eliam Nannenstol, deindc aulem monte usque ad Rumbach, deinde Tludi- nisberch, deindc in alia Paimbacb, deinde in Burebcrch, exinde in ter- lia Rumbach, deinde autem pergit in Achinis Ragni, inde in fersta per ducias et confinia, inde per Laimaha fluvio in valle de ambas ripas, per marca Garmaringa et Odeldinga usque Deoplianpol, et inde per Lai- maha fluvio, de alia ripa usque ubi Audenbach in Laimaha confluit, et pergit per ipso fluviolo usque radi- ées Stophanberch per valle, sub in- tegrilate ipsius monte usque in Stagnbach, inde par Rivadmarca, Odeldinga et Garmaringa, et inde per confinia usque in Deoplianpol. Isla omnia per loca denominala, marcas et confinia, tolum et ad in- tegrum infra ipsos fines, lam pisca- tione quamque avis capiendo, ad ipso sancto loco concedimus, atque pro oportunitate ecclesiae indultum esse volumus; et jubemus ut per au lieu dit Robolino-cclla', cl par- lant (le l'embouchure de l'Aelsinis- bach' dans la Laima, puis en remon- tant l'Aclsinisbach jusqu'à sa source; puis aussi NannenstoP, de là par la montagne jusqu'au Rombach*; puis à Tludinisberch^; de là au deuxième Rombach", le Bureberch'' et le troi- sième Rombach"; puis, d'autre part, en remontant le rain d'Achinis", puis par la crêle suivant les fron- tières du diocèse; puis par la vallée sur les deux rives de la rivière Lai- maha, par les t'orèts Garmaringa et Odeldinga jusqu'à Deophanpol'"; puis, en suivant l'autre rive de la rivière Laimaha, jusqu'à l'endroit où l'Audenbach" se jette dans la Laimaha, et en remontant ce petit ruisseau par le vallon jusqu'au pied du Stophanberch'-, en laissant de côté cette montagne, jusqu'au Stagn- bach'^; puis par les forêts Rivadmarca, Odeldinga et Garmaringa, et enfin par la frontière jusqu'à Deophanpol. Nous accordons à ce saint heu le droit de pêche et de chasse aux oiseaux dans toutes les localités, fo- rêts et confins dénommés et entiè- rement compris dans les limites in- diquées, et voulons que ce soit au profit de l'église; nous ordonnons 1. La Vancelle. 2. Ruisseau de la Vaucclle. 3. Le Chalmont. 4. L'Âllemand-Rombach. 5. Montagne près de Misloch. 6. Le Grand-Roraliach. 7. Berbuclie, moatague. 8. Le Petit-Rombach. 9. La Goutte de Saint-Biaise. 10. Le Ried, et plus particulièrement la Gemein-mark. 11. Le Saarbacli. 12. Montagne du Holi-Kœnigsbourg. 13. Le Steinbacli. a Orschwiller. - 306 - tola illa forest c iioslra, foras ipsos aussi qu'il jouisse de la faveur que unis denominalas, pasiura ad corurn nous lui concédons, de faire pâturer pecunia ex nosira indulgenlia con- ses troupeaux par toute notre forêt cessum habeat. susdite, même en dehors des limites indiquées. Praecipientes enim jubcmus ut Mandons et ordonnons que nul inillus quislibet de fidelibus nostris, de nos fidèles, quel qu'il soit, ni neque de judiciaria poleslate, qui aucun magistrat n'ose inquiéter ou ipsa casa Dei vel rectores ejus de condamner cette maison de Dieu ou ipsa loca denominata inquiclarc, ncc ses recteurs au sujet des localités condemnare, nec contra ralionis or- dénommées, ni faire quoi que ce soit dine facere non presumatis, nec vos, contre le droit, ni vous, ni ceux neque juniores, seu successores- (jui vous succéderont; mais que pour que vestri; sed pro mercedis nostre augmenter notre récompense etpour aug-mentum, vol stabilitatem regni la stabilité de notre royaume, ces noslri, in luminaribus ipsius eccle- biens prospèrent et s'accroissent siae, vel ad stipendia servorum Dei dans les siècles futurs pour l'entre- ibidem consislentium, evis tempori- tien des luminaires de cette église bus proficiat in augmentis, qualiter et la nourriture des serviteurs de delectet ipsa congregatione pro nos Dieu qui y demeurent, afin que la et uxore nostra, etiam etprolis, Do- congrégation implore avec joie et mini misericordia attentius exorare. Et haec auctoritas ßrmior habea- lur vel per tempora melius conser- vimus et de anulo noslro sigillare ferveur la miséricorde de Dieu pour Nous, notre épouse et nos enfants. Et pour donner plus de force à la présente lettre et la rendre durable vetui', manu propria subter firma- pour les temps futurs, nous l'avons revêtue de notre signature et l'avons fait sceller de notre anneau. jussimus. Signum {loc. monogr.) Caroli glo- riosissimi régis. Vuigbaldus ad vicem Ilitherii re- cogmovi cl subscripsi. Datavi octavo decimo Kalendas Oclobris , anno sexto régnante Seing [inonoyr.) du très glorieux roi Charles. AVigbald en place de Ililhère ai vu et signé. Donné le 18 des calendes d'oc- tobre, la sixième année du règne domno nostro Caroio gloriosissimo de notre très glorieux roi Charles, rege. Actum Dura palatio jtnblico. Fait au palais de Düren. - 307 - IL Dans ce diplôme, Charlemagne déclare qu'il donne au couvent fondé à Fidradov'dla aliqna loca silveslria in pa/jo Alisacoisc, ex marca fisco noslro Quuningeshaim plusieurs lieux boisés, situés en Alsace, faisant partie de la marche fiscale de Kinlzheim. Hoc est silva ex foreste nostra superius nominala, c'est une partie de notre foret ci- dessus nommée. Ici l'expression de loca silveslria est synonyme de forêt, dans le sens le plus étendu de ce mot: elle comprend les bois, les broussailles, les ri- vières et les ruisseaux dans la forêt, les étangs, les marais, les pâturages et les prés non cultivés, le gibier et les oiseaux, en un mot tout ce qui constitue ou se rattache au sol forestier. C'est la jouissance de toutes ces choses, droit de prendre du bois pour construire des habitations et pour d'autres usages, droits de pâture, de pêche et de chasse aux oiseaux, dans les forêts appelées Garmaringa, Odeldinga et Rivadmarca, que Charlemagne concédait au sanctuaire de Lièpvre pour le bien de l'église. Il lui accordait de plus le droit de parcours ou de faire paître les troupeaux dans toute l'étendue de la marche de Kinlzheim, même en dehors des hmites indi- quées, foras ipsos finis denominalas. Il n'est pas fait mention dans le diplôme de 774, comme dans les chartes postérieures, mais toutes supposées, en faveur du prieuré de Lièpvre, de cession de terres labourées, champs, habitations, hommes, cens, dîmes, etc., suivant la formule que l'on rencontre dans les actes similaires des rois des deux premières races. C'est que les limites décrites renfermaient des propriétés déjà antérieurement détachées du domaine royal, telles que celles qui faisaient partie des seigneuries de Widon et de Riculphe, par- venues à Fulrad, et les dotations faites à diverses abbayes qui possédaient des cours avec dépendances dans ces parages, avant et après l'année 774. Le prieuré de Lièpvre n'y possédait en propre que les biens-fonds que Fulrad avait légués à l'abbaye de Saint-Denis et que nous croyons recon- naître sous la dénomination de «terre de Saint-Denis» dans les documents du quinzième au dix-huitième siècle. La forêt de Chalmont paraît avoir fait partie de ces biens, car elle resta la propriété exclusive du Chapitre de Saint-Georges à Nancy qui avait succédé aux droits de l'abbaye de Saint-Denis, jusqu'à la Révolution française, où elle fit retour au domaine national. Il est probable aussi que le terrain situé entre le ruisseau de Frarupt — 308 - et celui du Molcnhack cl aboulissaiil à la fersla et au Bogenstein (Ram- slein), appartenait déjà à Fulrad. Cela semble ressortir de ce fait que le prieur avait des droits spéciaux dans ce canton : ^Ttem, le Prieur a telle franchise que nul ne doit pcsclier ne mai que '( lui ou de par luij du ru de Foraru (Frarupt) au ru de Molenbecli qui est «devant la place où on dit la maladerie; et du ru de Molenbech jusques à « Bogenstaing (Ramstcin) la moitié de la peschcrie est au prieur. Cette forêt comprenait, à l'exclusion du Kœnigsbourg, le ban d'Orscli- willer avec le Langenberg de Saint-IIippolyle, vers la plaine, et les dis- tricts de Saarbach et de Kalbling, situés entre la forêt de Kintzbeim et le Molenbach , vers Lièpvre. On pourrait admettre que la mark Odeldinga, placée entre celles de Rivadmarca et de Garmaringa, formait le territoire d'Audaldovillare^ ou de Saint-Hippolyte actuel, la propriété de Fulradl La mark Garmaringa bordait VOdeldinga de l'autre côté, et il est pro- bable que les trois marches, en s'étendant jusqu'au Ried , comprenaient aussi la partie du territoire de Gucmar* et d'Ul- haeusern, sur laquelle se trouvent, outre la forêt communale de Bergheim, sur rill, les prés et pâturages communaux aujourd'hui partagés entre les sept communes usagères de la Gemein Mark\ et aboutissant à la limite des départements à l'est, à l'Illwald de Sélestadt au nord, et aux confins du ban de Grusenheim au sud. Ce ne sont là, à vrai dire, que des hypothèses, nous sommes le premier à le reconnaître, et nous les proposons en attendant mieux. Toutefois elles semblent prendre un certain degré de vraisemblance, en ce qu'elles pourraient expliquer l'enchevêtrement de droits de nature diverse, que le prieur de Lièpvre d'une part, les habitants de la Gemein Mark de l'autre, possédaient de temps immémorial dans ces territoires, droits qu'en maint procès on prétendit justifier par la donation de Charlemagne. Ainsi on lit dans un Règlement du Conseil d'État de Lorraine, de 1469'': l*' Les habitants de Saint-Hippolyte et d'Orschvviller sont maintenus dans l'exercice de leurs anciens droits dans les forêts communes {Hinderwald) 1. Grimm, Weisth., V, p. 390. 2. M. FüRSTEMANN {op. cit.) iadiqiie une seule et même racine poui* les noms à'Ociel- dinga et ^ Audaldovillare. 3. Ce territoire est encore aujourd'hui délimité sur l'ancienne voie romaine, dite Alt- landstrass, entre Berglieini et Orscliwiller, par deux bornes miliaires appelées l'une "Sleinerne stutz» et l'autre «Zollstöckeh. (Cf. Strassburger Studien, II. Bd., p. 310—312.) 4. Beatus Rhenanus, que nous nous contentons de citer, donne le nom de Garma- ringa à la petite ville de Guémar. {Rerum germanicarum , liber III, p. 129 de l'édition in fol. deBâle, 1551.) 5. Voir sur la Gemeine Mark Hanauer , Constitutions des campagnes de l'Alsace au Motjen âge, page 158. G. Yoy. Pièces justificatives , \\° I. B. XV. - (M.) 21 - 314 - et continueront d'en jouir comme ils l'ont fait jusqu'à présent. Néanmoins le prieur aura toujours pouvoir d'y bailler aux habitants de Lièpvre des terrains à défricher, et d'en employer les bois pour bâtir ou autrement, suivant les besoins de son monastère. 2° La forêt (Gefürst) mentionnée au titre colonger appartient au prieur, à ceux de Sainl-IIippolyte et d'Orschwillerseuls. Lorsque ceux-ci voudront en vendre du bois, ils devront appeler le maire du prieur et ne rien vendre sans lui. La moitié du produit de la vente reviendra au prieur et l'autre moitié aux communautés, pour être employée aux bâtiments et suivant les besoins de leur monastère ou de leurs villes. 3° La forêt dite Kelbling sera mise en réserve. Néanmoins, le prieur devra en donner, tous les quatre ans, un canton de 20 arpens pourvu de bois, que ceux de Saint-Hippolyte et d'Orschwiller pourront exploiter pour y faire des échalas ou autres bois. 4" En outre, le prieur a force et pouvoir {macht und gewald), tant dans cette forêt que dans toutes celles qui sont mentionnées au titre colonger, de prendre à sa volonté les bois de construction ou de chauffage dont lui ou son couvent pourront avoir besoin. Les autres forêts mentionnées au § 6 du titre colonger, visées par le règlement ci-dessus, et dans lesquelles le prieur avait le droit de prendi'e à volonté le bois de chauffage et de construction pour son usage et celui du monastère, sont celles de Saint-Denis, de Saint-Pierre \ de Saint-Léger et de Breitengiessen^ Deux au moins de ces forêts faisaient partie de la Gemein Mark: celles de Saint-Denis et de Dreilengiessen. Une sentence arbitrale, rendue en 1357, à la suite de contestations entre la ville de Bergheim et les seigneurs de Ribaupierre, en adjuge la propriété à ces derniers'. Plus tard, le chapitre de l'église collégiale de Saint-Georges à Nancy, se fondant sur la donation de Charlemagne, avait fait abattre des chênes dans un bois de haute futaie situé près de Guémar, pour la reconstruction de son prieuré du Val de Lièpvre, ruiné pendant la guerre de Juliers. Eberhard, seigneur de Ribaupierre, se fondant sur le droit de retrait, lit enlever les outils des charpentiers et des bûcherons. Le secrétaire de 1. Ou Petershoitz, l)an de Gu6iiiar. (Arch. du Haut-Rhin, E. 2518.) 2. La cour colongère, niedere Diiujhoff, de Berglieiiu avait aussi part à cette forôt. i. Hanauer, Conxlilulions, p. 159, - 315 — la Régence d'Ensisheim fut chargé de faire une enquête, dont le résultat n'est point indiqué'. Les documents que nous venons de parcourir, établissent suOisammcnt les droits du prieur sur les forêts, tant de la montagne que de la plaine, comprises entre les limites que nous avons assignées à la donation de Charlemagne. Ces droits étaient partagés avec les communautés de Berglieim, Guémar, Saint-IIippolyte et Orschvviller. Nous allons voir que les habitants de ces communautés avaient aussi le droit d'envoyer paître leur bétail, non seu- lement sur leur territoire commun jusqu'à Till et la Blind, mais encore par-dessus la montagne, jusqu'au milieu de la vallée de Lièpvre. Les forêts qui s'étendent sur le versant méridional du Val de Lièpvre, à partir de celle de Kinlzheim appartenant à la ville de Sélesladt, jusqu'aux confins de la paroisse de Sainte-Croix, étaient autrefois communes entre les habitants de Lièpvre et ceux des villages de la plaine. Elles ont été partagées vers 1763, et depuis lors le canton de Saarbach, situé entre le ruisseau de ce nom et la limite du département du Bas-Rhin, appartient à la commune d'Orschwiller. La ville de Saint-Hippolyte est devenue seule propriétaire des forêts du Kalhling et du Hinderwald, et il ne reste plus à Lièpvre que le bois de Spiémont avec les anciens défrichements faits aux abords du village, entre la forêt et la Lièpvrelte. Le § 4 du rotule de Saint-Hippolyte porte : « Curia est ita sita, quod ipsa habet taie spacium qiiod dicitur wunne «und weide, usque ad medium spacium quod dicitur vidgo in die Blinda, l lu et adopté. M. le Président rend compte encore une fois, en quekiues mois, de toutes les démarches ten- tées en faveur de l'Hôtel du Dragon, dont le con- seil municipal vient de voter la déiuolition. H regrette, avec tous ses collègues, que les elforls de la Sociélé soient restés inutiles. Gelegentlich der jüngst aufgeworfenen Frage, ob es nicht zweckmässig sein dürfte, das Kaiserl. Ministerium um Mittheilung und Veröffentlichung der Liste der in Elsass-Lothringenklassirten Denk- mäler, die unter Staatsschutz stehen, zu bitten, bemerkt der Vorsitzende, dass dies längst ge- schehen, und dass die besagte Liste sich im Sitzungs-Protokoll vom 12. April 1875 bereits gedruckt befindet [Bulleiin, IP série, vol. IX. p. 65—66). Sie umfasst 30 Bauwerke im ünter- Elsass und 11 im Ober-Elsass, doch ist sie einer Erweiterung fähig und betlürftig, da in ihr noch mancher interessante Rest der Vergangenheit fehlt, u. A. die unserer Gesellschaft gehörige Ruine Wineck. Die Liste müsste also von Neuem geprüft werden, und die nothwendigen Ergän- zungen wären dem Kaiserl. Ministerium in Vor- schlag zu bringen. Auf Vorschlag des Mitglieds Euting wird Herr Dr. Bechstein, Lehrer am protestantischen Gym- nasium hier, als Mitglied der Gesellschaft aufge- nommen. Der Vorsitzende theilt mit, dass ihm durch offizielles Schreiben vom 9. März 1891 der jähr- liche Zuschuss des Bezirks Unter-Elsass für die Arbeiten der Gesellschaft in der Höhe von GOO -^ zur Verfügung gestellt worden ist. Im Anschluss hieran verliest er ein Schreiben des ßezirkspräsidenten des Ober-Elsass, in dem um Aufklärungen darüber gebeten wird, in welcher Weise der Zuschuss des Bezirks zur Ver- wendung gelange. Bei der letzten Sitzung des Dans une des dernières séances de la Commis- sion on avait soulevé la question de savoir s'il ne serait pas urgent de faire dresser par le minis- tère une liste officielle des monuments historiques classés en Alsace-Lorraine, c'est-à-dire mis sous la surveillance spéciale du gouvernement du pays. M. le Président dit à ce sujet que cette me- sure de protection a été prise, il y a de longues années déjà, et que la liste demandée se trouve au procès-verbal du 12 avril 1875 [Bulletin, 11" série, vol. IX, p. 65—66). Elle comprend 30 monuments pour la Basse-Alsace et 11 monuments pour la Haute-Alsace. Seulement elle est suscep- tible d'être allongée, bien des restes intéressants du passé y manquant encore, p. ex. le château de Wineck, appartenant à la Société elle-même. H y aurait donc lieu de réviser la liste et de pro- poser quelques additions au ministère. Sur la proposition de M. Euting, M. le docteur 0. Bechstein, professeur au Gymnase protestant, est admis comme membre de la Société. M. le Président annonce qu'il a reçu avis, par lettre officielle du 9 mars 1891, que l'allocation annuelle du district de la Basse-Alsace, se mon- tant à 600 ^//., est à la disposition du Comité. 11 donne également communication d'une lettre de M. le Président du district de la Haute-Alsace, demandant quelques renseignements sur l:i façon dont la subvention régulière de ce district est employée par la Société. Lors de la dernière ses- 46 - Bezirkstages habe ein Mitglied die Vermuthung ausgesprochen, dass dieser Zuschuss von 400 J^. den Bauwerken des Ünter-Elsass zu gut käme; es sei wünschenswert!!, diese Ansicht, wenn mög- lich, richtig zu stellen. Der Vorsitzende erinnert daran, wie oft beträchtliche Summen für das Ober-Elsass bewilligt worden seien; im Vorstände bestehe die grösste Bereitwilligkeit, auf jeden vom Subcomité in Golniar nach dieser Richtung geäusserten Wunsch einzugchen. Auf Vorschlag des Mitglieds Schricker soll die Antwort derart gefasst werden, dass in chronolo- gischer Folge alle für die Erhaltung von ober- elsässischen Denkmälern bewilligten und veraus- gabten Gelder aufgeführt werden und so die Grundlosigkeit jener im Bezirkstag gefallenen Aeusserung erwiesen wird. Die Stadtverwaltung von Strassburg hat den Vorstand offiziell und schriftlich davon in Kennl- niss gesetzt, dass der Miethsvertrag der Gesell- schaft für die Räumlichkeiten in der Akademie am 1. Juli 1891 ablaufe. Eine Erneuerung des Vertrags sei nicht möglich, doch willige die Stadtverwaltung darin ein, dass die Gesellschaft die Räumlichkeiten vorläufig noch behalten dürfe unter der Verpflichtung, sie binnen drei Monaten nach formeller Kündigung zu räumen. Der Vorsitzende theilt dies Schreiben mit und hebt die thatsächliche Unmöglichkeit hervor, binnen drei Monaten die mit Denkmälern und Kunstgegenständen vollgefüllten Säle zu räumen, zumal da ein grosser Theil der Sammlungen nicht der Gesellschaft gehöre und auch städtisches Eigenthum reichlich dabei vertreten sei, auf dessen Erhaltung und Bewahrung wir in gleich- massig selbstloser Weise bedacht seien. sion du conseil général de la Hante-Alsace, un de ses membres aurait émis l'opinion que ces 400 Ji étaient consacrés aux monuments de la Basse-Al- sace, et il serait désirable qu'on rectifiât cette as- sertion, s'il y a lieu. M. le Président rappelle que l'on a fourni bien des fois des subventions à la Haute-Alsace pour des monuments intéressant ce district; il ajoute que le Comité de Strasbourg ne demanderait pas mieux d'ailleurs que de répondre à des demandes plus nombreuses encore, s'il lui en était transmises par le sous-comité de Golmar. Sur la proposition de M. Schricker, on répon- dra par une lettre an Président de la Haute-Alsace, énumérant, par ordre chronologique, tous les fonds votés pour des monuments appartenant à cette région, et faisant voir ainsi l'inexactitude des affirmations énoncées au sein du conseil gé- néral. L'administration municipale de Strasbourg a fait parvenir au Gomité un avis officiel, afin de lui rappeler que le bail pour les locaux, occupés par la Société à l'Académie, expire le l" juillet 1891. Le renouvellement de ce bail n'est pas possible; cependant la municipalité consent à laisser provisoirement la Société en possession de ses locaux, si elle accepte de les quitter trois mois après une dénonciation formelle. M. le Président fait observer, après avoir donné lecture de celte pièce, qu'il est matériellement impossible de s'engager à évacuer, dans un délai de trois mois, les salles remplies de monuments et d'objets d'art, qui n'appartiennent pas seule- ment à la Société des monuments historiques, mais sont, en partie, aussi propriété de la Ville, dont nous conservons et soignons les collections de la façon la plus désintéressée. Nach längerer Diskussion, in welcher die Ansicht des Präsidenten vielfache Zustimmung findet, wird Mitglied Schricker damit beauf- tragt, die Angelegerdieit zunächst dilatorisch zu behandeln, bis man sich vergewissert habe, ob der betreff"ende Schritt der Stadtverwaltung nicht blos ein Akt der Formalität sei, der Après une assez longue discussion, dans la- quelle les arguments et la manière de voir de M. le Président sont partagés cl appuyés par di- vers orateurs, le Gomité décide qu'il sera répondu en son nom, d"une façon dilatoire, par M. Schri- (ker, afin qu'on puisse s'assurer tout d'abord si la pièce en question n'est pas uniquement une — 47 - ernstere Folgen in naher Zukunft nicht nach sich espèce de formalitr aihiiiiiistialivc, qui uimpli- ziehe. querait aucune mise en dcineure de dépari elTec- tif pour un avenir prochain. Herr Pfarrer Schauniann von St. Johann in M. Ic curé Schaumaun, de SainlJisui, à Stras- Strassburg hat Herrn Straub eine gallo-römische bourg, a lait don a M. le ciianoine Slraub d'une Vase, die zu Ivönigsholen gefunden wurde, ge- amphore gallo-rotuaine, trouvée à Ivœnigshoiïen. schenkt, der sie seinerseits dem Museum der Ge- M. le Président l'oiïre à son tour au musée de la Seilschaft überlässt. Dank. Société. Remercîments. Herr Ganonicus Gyss von Oberehnheini liât dem M. le chanoine Gyss, d'Obernai, a fait parvenir Vorsitzenden eine kleinere Miltheilung über zwei à M. le Président la note suivante sur deux chartes Urkunden Kaiser Friedrichs I., die er auf das der de l'empereur Frédéric Harbcrousse, qu'il croit Gesellschaft von Herrn lUngeisen geschenkte ro- relatives à la maison i'omane d(! lloshcirn, léguée manische Haus in Uosheim bezieht, eingereicht, récemment par M. lUngeisen à la Société des mo- Sie folgt hier im Wortlaut: numents historiques. «Â mon avis, la vieille maison romane de Roslieim, que M. Ringeisen a cédée à la Société des monuments historiques, pourrait fort bien avoir un passé historique. Les archives départementales renferment deux chartes, ayant pour objet une donation faite au douzième siècle, du temps de l'ab- besse Herrade, et par l'entremise de l'empereur Frédéric Barberousse, à l'abbaye de Hohenbourg d'une maison en pierre [domus Japidca)^ sise ä Rosheim. Puisque, comme on sait, il n'y eut guère avant ce temps que des habitations construites en bois, et que, au douzième et môme encore au treizième siècle les maisons en pierre furent encore d'une bien grande rareté, serait-ce se hasarder trop d'admettre que la adomus lapidem^ expressément qualifiée dans la charte comme une construc- tion de ce genre, ne doit être autre que la maison acquise par notre Société? « Voici le sommaire de ces deux chartes, tel que je l'ai retrouvé dans les notes que j'ai prises dans le temps en compulsant les archives départementales. «La première de ces chartes (Inventaire Spach, Trésor des Chartes, G. 459) est l'acte de la dona- tion faite par la dame Willebirgue d'Andlau {Willehirc de Andcla) à l'église de Hohenbourg (5/. Marie ad Hohenburc\ pour le salut de son âme et de celle de son mari Bernher {pro redemplione anime sue et mariti sui Bernheri), par l'entremise de l'empereur Frédéric {per manum Fridcrici impera- toris) d'une maison en pierre qu'elle possédait à Rosheim et de 30 arpents de terre (domum lapi- deam. . . in Rodeshcim et 30 agros). — La seconde charte, qui est le pendant de la première (môme inventaire, G. 1637) a pour objet la confirmation de l'empereur Frédéric de la donation faite par la noble dame Willebirgue d'Andlau (donationem factum per nobikm matronam in villa Andcla no- mine Willebirc). Il est ajouté que cette dame est issue des ministériaux de l'abbaye de Hohenbourg {de Hohenburgensis ecclesie minister ialibus ortam). «Ces deux chartes, comme la plupart de celles qui se rapportent à l'administration de i'abbcsse Herrade, ne portent point de date; mais l'époque de leur confection est bien déterminée par les noms des témoins qui y figurent. Les témoins qui sont nommés dans les deux pièces susdites sont les suivants: « Günther de Ujenhege {de Yienhege, dans la deuxième), Diethcricus de lapide et frater ejus Bur- chardus, Lampcrtus {Lamprehl, dans la deuxième) et Ruclolfus de Ehenheim, Walther {Wallhcrus, dans la deuxième) scultetus de Ehenheim, Cunradus villicus, etc. — Günther de Yienhege, seigneur du village disparu de Vinhey, appelé aussi Günther de Landsperg, qui passe pour avoir été le frère de l'abbesse Herrade, concourut avec elle à la fondation de la prévôté de Truttenhausen, et figure comme témoin dans toutes les chartes émanées de cette abbesse. — Thierry et Burcard de lapide, - 48 - ancêtres des nommés plus tard Ralhsamhauseu zum Stein, seigneurs du Ban de la Roche et des châ- teaux de Lutzelbourg au-dessus d Ottrott, Ggurent, en qualité de ministériaux de l'abbaye de Hohen- bourg, eo 1 178 comme témoins dans la charte de fondation de Saint-Gorgon, ainsi que dans d'autres chartes émanées de l'abbesse Herrade. — Lambert el Rodolphe d'Ehenhcim, membres de l'ancienne famille noble des Ehenheim, signèrent également la charte de fondation de Saint-Gorgon et figurent encore comme témoins dans d'autres titres de cette époque, en qualité de ministériaux de l'abbaye de Hohenbourg. — Le prévôt Walther d'Elienheim, de la même famille des Ehenheim, figure aussi ea qudL]i[é d'àYoué {Walthenis advocatus et scultetus de Ehenheim) ä la tête de la charte dans la- quelle, par son autorité, l'abbesse Herrade se fît réintégrer son abbaye dans les anciens droits qu'elle eut à exercer à lugmarsheim. Il figure encore dans plusieurs autres chartes de celte époque, notam- ment comme témoin dans le diplôme, daté de Sellz, que l'empereur Frédéric Barberousse accorda en 1189 aux Prémontrés de Haguenau, ce qui prouve qu'il était alors de la suite de l'empereur. — Quant à la donatrice de la v^domus lapidea»^ Willebirc de Andela, elle était issue de la famille noble d'Andlau, lesquels nobles, comme elle le marque elle-même dans l'une des chartes susdites, furent également ministériaux de l'abbaye de Hohenbourg, et deux membres de cette famille, Fre- dericus de Andelo et son frère Rudolfus, signèrent également en cette qualité en 1178 la charte de fondation du prieuré de Saint-Gorgon, fondé par l'abbesse Herrade. Mitglied "W'inkler legt Pausen vor, die er von einer deutschen Handschrift der Golmarer Biblio- thek genommen hat. Sie enthält 75 Tafeln und ist mit einem Tractat über die Kriegskunst von Valturius, einer schönen italienischen Incunabel, offenbar zur Ergänzung oder Illustration zu- sammengebunden. Diese Tafeln zeigen eine Reihe sehr merkwürdiger Kriegsmaschinen. Der Vor- sitzende bittet Herrn ^Vinkle^, darüber eine Ver- öffentlichung für die Mittheilungen vorzubereiten. M. Winkler soumet au Comité les calques pris sur un manuscrit allemand de la bibliothèque de Colmar, qui renferme 75 planches, et est relié avec un traité de l'art de la guerre de Valturiu- bel incunable italien, qu'il semble devoir com- pléter. Ces planches représentent une série de machines de guerre, fort curieuses. M. le Prési- dent engage M. Winkler à rédiger une note plus développée, pour le Bulletin, sur ce curieux manuscrit. Vorstands-Sitzung vom 6. Juni 1891. Vorsitzender: Herr Canouicus Straub. .\nwesend die Vorstandsmitglieder: Barack, Christmann, Dacheux, Kurtz, Martin, Michaelis, Salomon, Schricker, Seyboth, Stamm, 'SViegand und Reuss als Schriftführer. Herr Kindler von Knobloch aus Berlin, Mitglied der Gesellschaft, wohnt der Sitzung bei. Das Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen und genehmigt. Eingelaufen sind und zur Ansicht liegen auf die folgenden Bücher: Séance du Comité du 6 juin 1891. Présidence de M. le chanoine STRAUB. Présents: MM. Barack, Christmann, Dacheux. Kurtz, Martin, Michaelis, Salomoo, Schricker. Seyboth, Stamm, "SViegand et Reuss, secrétaire en fonctions. M. Kindler de Knobloch, membre de la Société, assiste à la séance. Le procès-verbal de la séance précédente est lu et adopté. M. le Président dépose sur le bureau les ouvra- ges suivants: Afbildningar af föremäl i Nordiska 3Iuseet, 1 brochure in-4''. Bulletin de la Société philomatique vosgienne, 180U— 1891. Führer durch die Sammlungen des Nordischen Museums in Stockholm. — m — Das Nordische Museum in Slockliolm. Messaçicr des sciences hislofiques ou Arciiioes des arts et de In bildiofimphie de BeUjique , IXIH, l'^livr. Rappollsteinisches Urkundenbuch 759—1500, lierausgcgcbeii von Dr. Karl Mbreclil. I. Hand. Römische Spuren und Uebcrreste im oberen Nahegebiele, von F. Back. Birkenfeld, l.S'JI. Samfiindet für Nordiska Musceto främjdnde, 1888. Die Restaurationsarbcilen der St. Ma)-tinskirche zu Cohnar, 1890. Der Vorsitzende legi den notariellen Akt über die Schenkung des alten Hauses zu Roslieim vor. Trotz der den Erben des verstorbenen Herrn Bingeisen gemachten Andeutungen halle die Ge- bühren dafür die Kasse der Gesellschaft tragen müssen. M. le Président cununnni(|ue an Comité l'acte notarié de la donaliun l'aile par M. Kingeisen de la vieille maison de Rosheira; malgré les obser- vations présentées à ce sujet aux héritiers du dé- funt, c'est la Société qui a dû payer les frais de transfert. Der Vorsitzende macht von Neuem auf den Zustand der Johanniterkirche in Mülhausen auf- merksam, die derartig verfallen sei, dass für ihre Erhaltung fast ein Neubau von sehr beträchtlichen Kosten erforderlich sei. Im Ober-Elsass scheine man zu erwarten, dass unsere Gesellschaft sich dieser Aufgabe in hervorragender Weise annehme, wenigstens habe er schon diesbezügliche Briefe erhalten. Indessen, die Gesellschaft besitze viel zu geringe Mittel, um an einem solchen Unter- nehmen sich wirksam betheiligen zu können. Der Vorstand einigt sich nach längerer Diskussion dahin, dass nicht von Anfang an und auf jeden Fall die Beihilfe der Gesellschaft zn verweigern sei, dass ihr es aber andrerseits unmöglich sei, unübersehbare Verpflichtungen einzugehen, und dass mansichzunächstgenaudarüber vergewissern müsse, was man in Mülhausen mit jener Kirche zu machen gedenke. Mitglied Wiegand macht auf den bedenklichen Znstand der ülrichsburg zu Rappoltsweiler auf- merksam, der durch verschiedene Arbeilen, welche sie zugänglicher machen sollen, Gefahr drohe, und meint, die Gesellschaft habe die Pflicht, zu einer für ihre Aufgabe so prinzipiell bedeut- samen Frage entschieden Stellung zu nehmen. M. le Président appelle ensuite l'attention de ses collègues sur l'église des chevaliers de Saint- Jean, à Mulhouse, bâtisse ruinée, qu'il faudrait presque réédifier pour la conserver, ce qui ne saurait se faire qu'au prix de sacrifices fort con- sidérables. On semble attendre, dans la Haute- Alsace, que la Socirtr des monuments historiques contribue d'une façon notable à cette besogne, et M. le Président a déjà reçu des lettres à ce sujet. Mais la Société ne possède que des fonds trop peu importants |)Our venir en aide à pareille en- treprise, d'une façon plus eflicace. Après discus- sion, le Comité est unanimement d'avis qu'on ne doit pas refuser absolument, et dès l'abord, tout concours, mais qu'il est impossible de s'engager au hasard et qu'on devra s'informer plus particu- lièrement de ce qu'on prétend faire de cette église à Mulhouse. M. Wiegand attire l'altenlion du Comité sur l'état du château de Saint-Ulric, à Ribeauvillé, gravement menacé par suite de travaux qu'on y fait pour en faciliter l'accès, et croit que la So- ciété devrait prendre position dans cette question si importante en principe pour les monuments historiques de notre pays. Mitglied Salomon weist dabei auf die Arbeiten hin, welche Zeitungsnachrichten zufolge vom Vogesen-Club an der Ruine Girbaden übernommen wurden; er fürchtet, dass dieselben, wenn auch aus bester Absicht veranlasst, nur einen raschern M. Salomon signale également les travaux qui, d'après les journaux, doivent être entrepris au château de Girbaden et dont le Club vosgien se serait chargé. Il craint qu'entrepris dans les meil- leures intentions du monde, ces travaux ne con- - 50 — Verfall der Ruine herbeiführen werden. Andrer- seits wird bemerkt, dass das Scliloss Girbadcn Privateigenthum sei, und dass es sehr schwer fallen durfe, liier Einspruch zu erheben, sobald der Eigenthümer sich mit jenen Arbeiten ein- verstanden erklärt habe. Mitglied Michaelis hält es für an der Zeit, das Publikum über Grenzen und Umfang unsrer Thätigkeit, über unsere eigentlichen Aufgaben und die geringen Mittel, die uns zur Lösung der- selben zur Verfügung stehen, einmal aufzuklä- ren. In der Discussion einigt man sich einstimmig da- hin, dass im Allgemeinen die zwecklos unternom- menen llerstellungsarbeiten an unsern Ruinen^ vor allem die Bemühungen, sie zugänglicher zu machen, nur zu bedauern seien, dass es aber schwierig sei, hierin Wandel zu schaffen, ohne nach allen Richtungen hin mit anderen Interessen in Conflict zu gerathen. Der Wunsch des Mitglieds Michaelis, es möge die Landes-Regierung ohne Bezugnahme auf Spezialfälle von uns ersucht werden, llerstellungsarbeiten an den Burgen des Landes ohne vorgängige Befragung der Gesell- schaft nicht zu genehmigen, wird vom Vorstand angenommen. Der Vorsitzende schlägt sodann vor, die nächste General-Versammlung anzuberaumen, und wid- met bei dieser Gelegenheit im Namen und im Sinne des ganzen Vorstands einige Worte des Nachrufs unsern beiden im Laufe des Jahres verstorbenen Mitgliedern Herrn J. Sengenwald, Präsident der Handelskammer, und Baron R. von Türckheim, der mehrere Jahre lang als Schrift- führer der Gesellschaft thätig war. Die General- Versammlung wird auf Mittwoch, den 24, Juni anberaumt. Die diesmal ausscheidenden bezw. wiederzuwählenden Vorstandsmitglieder sind: Die Herren Christmann, Nessel, Schlosser, Wie- gand, alle für fünf Jahre, Sengenwald und von Türckheim Ersatz auf ein Jahr zu wählen, und Herr Ingold für das Ober-Elsass (fünf Jahre). Herr Schatzmeister Kurtz verliest die von Mit- glied Barack nachgeprüfte Jahresrechnung, die genehmigt wird. tribuent à une dégradation plus rapide des ruines. Un des membres fait remarquer que le château de Girbaden étant propriété particulière, il serait bien difTicile d'intervenir, du moment que le pro- priétaire autorise les arrangements en (luestion. M. Michaelis demande à cette occasion qu'on oriente le public sur les limites légales et maté- rielles de notre activité, sur l'étendue de notre programme, surtout aussi sur les faibles ressour- ces dont nous disposons pour mettre à exéculion les projets les plus désirables. Dans la discussion générale qui s'engage, tous les membres sont d'accord pour regretter les ré- parations inutiles et généralement destructives qui se font dans nos ruines, la trop grande faci- lité que l'on crée au public de les aborder, par- lant de les dégrader; mais il leur semble difficile d'améliorer cette situation sans amener des con- flits regrettables. M. Michaelis pense qu'on pour- rait demander, en termes généraux, au gouver- nement, de ne pas autoriser des restaurations et autres travaux de ce genre, avant d'avoir consulté d'abord noire Société. Le Comité se range à cet avis. M. le Président propose ensuite de fixer la date de l'assemblée générale; il rend, à cette occasion, un dernier hommage à deux membres du Comité, récemment décédés, MM. Jules Sengenwald, pré- sident de la chambre de commerce, et Rodolphe de Türckheim, (lui fut, durant plusieurs années, secrétaire de la Société. Le Comité s'associe tout entier aux sentiments de regrets exprimés par M. Straub. La prochaine assemblée générale est fixée au mercredi-, 24 juin. Les membres sortants, à remplacer ou à réélire, sont: MM. Chrislmann (5 ans), Nessel (5 ans), Schlos- ser (5 ans), Wiegand (5 ans), Sengenwald (I an) et Rod. de Türckheim (1 an), pour la Basse-Alsace, et M. Ingold, pour la Haute-Alsace. M. Kurtz, trésorier, donne lecture des comptes annuels, qui ont été révisés par M. Barack, el qui sont approuvés. - 51 Der Vorsitzende llieilt sodann mit, dass die Restaurationsarbeiten an der St. Martinskirche zu Golniar vollendet seien, und legt eine Reihe pholographischer Aufnahmen vor, die von ein- zelnen Thcilen des Rauwerks gemacht worden sind. Er legt ferner als liesclienk der Landes-Re- gierung den ersten Rand des RdppoUsteinischen Urkundenbuchs vor, bearbeitet von Dr. Albrecht, und das dritte Heft seines Gesditchlskalenders des Slrassburger Hoclislifls und Münsters. Dank für alle drei Gaben. M. le President parle ensiiile des travaux di' restauration accomplis à l'cglise de Sainl-Marlin, à Colmar, et dépose une série de phutograpliies partielles prises sur cet édifice. Il dépose égale- ment, comme don du gouvernement, le premier volume (lu Cartiilaire des Rihctnijiierre , édile par M. Aibrecht et fait hommage du troisième fascicule de son Calendrier hislorique de la Ca- iJiédrale de Slvasbourçi. Des remercîmcnts sont votés pour tous ces dons. Der Vorsitzende gibt einen Auszug seines an das Ministerium gerichteten Rerichtes über ein jüngst bei Munweiler im Ober-Elsass aufgedecktes Grab. Ueber demselben befand sich früher ein künstlich aufgeworfener Hügel, derjetzt fast dem Boden gleich gemacht ist. Das Grab, von Westen nach Osten orientirt, ist ein Kistengrab, bestehend aus aufrechtstehenden, ziemlich roh gearbeiteten Sandsteinplalten. Während der Todle auf die blosse Erde gebettet war, lag über der Grabkiste ein steinerner Sargdeckel. Aus dem Zeugniss des Eigenthümers Rernhard Starck und mehrerer Personen, welche den Fundort sofort nach der Ausgrabung besucht haben, lässt sich nichts Er- hebliches entnehmen. Einige Eisenslücke, die zu den Füssen des Skeletts gelegen haben, sind vielleicht Ueberreste von Sporen oder Lanzen- spitzen. Da vor etwa 30 — 40 Jahren in nächster Nähe des Tumulus zwei alte Gräber aufgedeckt worden sind, so dürfte es nicht ohne Interesse sein, eine weitere Untersuchung des anstossenden Terrains vornehmen zu lassen. Zum Schluss verliest der Vorsitzende noch eine Mittheilung des Mitglieds Schlosser über zwei merowingische Gräber, die im Rannholz bei Rimsdorf aufgedeckt worden sind, und deren Fundgegenslände beim Oberförster in Saarunion aufbewahrt werden. M. Straub communique également au Comité le résumé de son rapport, adressé au ministère, sur la tombe récenjment découverte à Munweiler, dans la Haute-Alsace. Établie dans une butte, autrefois assez considérable, mais presque entiè- rement rasée dans les derniers temps, la tombe était formée par des dalles de pierre et recou- verte d'un couvercle, tandis que le mort reposait sur le sol. Le propriétaire, Rernard Starck, qui a visité l'emplacement, après l'ouverture de la sépulture, n'y a trouvé que quelques fragments en fer, éparpillés aux pieds du squelette, et qu'il considère comme des pointes de lances ou de ja- velots. Gomme on a découvert deux autres tom- bes dans le voisinage immédiat du tumulus, il y a une trentaine d'années, on pourrait poursuivre des fouilles en cet endroit, qui donneraient peut- être des résultats plus satisfaisants. EnOn, M. le Président fait encore donner lec- ture d'une note de M. Schlosser sur les deux tom- bes mérovingiennes trouvées dans le Rannholz, près Rimsdorf, et dont les restes sont déposés chez M. le garde général de Saarunion. General-Versammlung vom 24. Juni 1891. Vorsitzender: Herr Canonicus Straub. Anwesend sind als Ehrenpräsident Freiherr von Freyberg, Rezirks-Präsident des Unter-Elsass, Assemblée générale du 24 juin 1891. Présidence de M. le chanoine STRAUB. Présents : Gomme président de droit honoraire: M. de Freyberg, président de la Rasse-Alsace, les 52 - die Yorstandsmilglieder Barack,Daclieux, Euting, Kurtz, Michaelis, Salomon, Schricker, Stamm und Reuss als Schriflfülircr, ausserdem etwa zwanzig Mitglieder der Gesellschaft. Der Vorsitzende eröffnet die Versammlung mit einigen begrüssenden Worten. Das abgelaufene Geschäftsjahr sei nicht reich an archäologischen Entdeckungen und Funden gewesen, so dass die Gesellschaft weniger als in andern Jahren ein ergiebiges .Feld für ihre Arbeiten gefunden habe. Alle Gräber seien bei Munweilcr, im Ried und bei Rimsdorf auf der lothringischen Hochebene auf- gedeckt worden. In Strassburg habe der Abbruch des Drachenschlösseis alle Freunde unserer ge- schichtlichen Vergangenheit und ihrer Ueberreste wehmüthig berührt. Um so freudiger begrüsse er es, dass die Wiederherstellungsarbeiten am Kammei'zeU'schen Hause raschen Fortgang neh- men, und dass darin ein kleines Museum zur Yeranschaulichung der alten heimischen Cultur- formen eingerichtet werden solle. Er hoffe, dass recht viele Strassburger Familien dieser Samm- lung ihre alterlhümlichen Möbel und Geräthe anvertrauen würden, die hier die entsprechendste Stätte fänden. Bezüglich der Veröffentlichungen der Gesellschaft erwähnt der Vorsitzende zunächst das Erscheinen der 31 itth eilung en ^ Band XV Heft 1; Heft 2 derselben sowie das 5. Heft des Hortus deliciariim schreite im Druck voran, ebenso sei eine vollständigere, ergänzte Ausgabe seiner Arbeitüber die verschwundenen Ortschaften des Elsass im Werk, aber die letzte Hand daran zu legen, daran habe ihn die Ueberlast der Ge- schäfte, die seit einigen Monaten auf seinen Schultern ruhe, gehindert. Der Schatzmeister Herr Kurtz legt sodann die Jahresrechnung der Gesellschaft vor, die im Wortlaut folgt: membres du Comité, MM. Barack, Dacheux, Eu- ting, Kurtz, Michaelis, Salomon, Schricker, Stamm et Reuss, secrétaire en fonctions, et une vingtaine de membres de la Société. M. le Président souhaite la bienvenue à l'As- semblée et remercie les membres venus du de- hors pour y assister. L'exercice qui vient de s'écouler n'a pas été riche en découvertes archéo- logiques, et l'activité de la Société n'a point eu, par conséquent, l'occasion de s'exercer autant que dans d'autres années. Des tombes anciennes ont été découvertes à Munweiler, dans le Ried, et à Rimsdorf, sur le plateau lorrain. A Stras- bourg la disparition définitive de l'Hôtel du Z)raf?on a vivement attristé tous ceux qui tiennent aux vieux souvenirs, de plus en ])lus rares, du moyen âge; par contre, M. Slraub est heureux de pouvoir annoncer que la restauration de la maison Kammerzeil avance rapidement, et qu'il y sera placé un musée, destiné à illustrer l'his- toire de la civilisation locale. H espère que beau- coup de Strasbourgeois voudront enrichir de leurs dons ce petit musée, placé dans un cadre si pittoresquement exact. Passant aux publica- tions de la Société, M. le Président mentionne les livraisons du Bvlletin et annonce que la pu- blication du cinquième fascicule du Hortus dcli- ciarnm avance, et qu'une édilion plus complète de sa brochure, les Villages disparus d'Alsace, est également sur le chantier, mais que le sur- croît de travail que les circonstances lui ont im- posé depuis plusieurs mois, l'a absolument em- pêché d'y mettre la dernière main. Il donne ensuite la parole à M. Kurtz, tréso- rier, (jui présente le rapport suivant : - 53 — EINNAHMEN. Ordiiiarium der Einnahmen. Kapitel I. Zinsen von Kapüalien. Einkassirung der Zinsen der Heiclisanleilie- j/: Briefe 175 32 Zinsen der bei der Elsass-Lolhringischen Bank auf Kontokorrent hinferleo-len Gelder 23 99 j^ Kapitel II. Beiträge der Mitglieder. Beiträge von 282 Mitgliedern für das Jalir 1890; der einzelne Beitrag zu 8 Mark 2,256 Von der Stammrolle sind. . . . 291 Quittungen abgetrennt worden. Nach Abgang der Demissionäre und verstorbenen Mitglieder 9 » bleiben noch 282 )) Hinzuzufügen sind noch 2 Beitr.ïge aus den Vorjahren, die nachträglich gezahlt worden. 16 — Kapitel III. Subventionen. Subvention des Bezirks Unter-Elsass pro 1 890/9 1. 600 Subvention des Bezirks Ober-Elsass pro 1 890/91 . 400 Extraordinarium der Einnahmen. Rechnungs-Saldo vom Jahr 1889 5,887 55 Ertrag durch den Verkauf von Exemplaren des Hortus deliciarum 9 — Zuschuss des Staats für die Herausgabe des Werks : « Das alte Sirassburg » , von Herrn Seybolh 2,500 - B. XV. — (S.-B.) 199 31 2,272 ~ 1,000 - 3.471 31 8,396 55 11,867 86 - 54 - Recapitulation : Ji. Einnahme-Ordinarium 3,471 31 Eitinahme-Exfraordiiiariuni 8,390 55 Gesammt-Summe der Einnalimen . . . . 11,867 80 AUSGABEN. Ordinarium der Ausgaben. Kapitel I. Verwaltungskosten , Bureau und Mobiliar. § 1. Unterhaltung des Sitziingslokals und des Museums. A. Bewachung des Silzungslokals und des Museums. Vergütung an den Wächter des Lokals für ui das Rechnungsjahr 1890/91 250 - B. Feuer-Versicherung des Mobiliars und der Bibliothek 07 20 G. Ausgaben gelegentlich der General-Ver- sammlung 24 — D. Unterhalt des Museums-Gartens 78 40 E. Ausserordentliche Bewachung des Mu- seums während der Tage, wo dasselbe dem Publikum geöffnet wird 280 — F. Unterhaltung der Steindenkmäler und des Mobiliars des Museums 25 94 ji 725 54 § 2. Verwallungskosten. A. Vergütung an den Beamten des Präsi- denten 100 — B. Vergütung an den Beamten des Kassirers. 120 — 280 - § 3. Büreau-Kosten. A. Porto der Korrespondenz und für ver- schiedene Versendungen 29 94 B. Versendung der Zeitschrift der Gesell- schaft 175 30 Zu übertragen .... 205 24 1,005 54 - 55 — Uehertrag .... 205 24 1,005 54 G. Trägerlühn der Zeitschrift und Einla- dungskarlen in der Stadt, sowie ver- schiedene Kommissionen 32 — D. Heizung des Sitzungslokals und des Mu- seums 26 44 E. Druckkosten der Mitgliedskarten, Einla- dungsbriefe und verschiedener Verwal- lungs-Drucksachen 140 25 § 4. Einkassirungskosten. A. Einkassirung der bei den Strassburger Mitgliedern erhobenen Beiträge 32 — B. Einkassirung der durch die Post erhobenen Beiträge bei den auswärts wohnenden Mitaliedern 96 29 Kapitel II. Ausgrabungen, Nachforschungen , Erhaltungs- arbeilen und Erwerbungen für das Museum. § 1. Ausgrabungen. Nichts. § 2. Erhaltungsarbeiten. Erhaltungsarbeiten an den Dächern und Gie- beln des romanischen Hauses in Rosheim, welches durch Herrn Ringeisen der Ge- sellschaft geschenkt wurde 207 40 § 3. Erwerbungen für das Museum. Ankäufe von Alterthumsgegensländen 43 50 Kapitel III. Herausgabe der Mütheilungen der Gesellschaft. An Herrn Selten, für 300 Exemplare von 25 Blättern photographischer Tafeln ... 150 — An Herrn Linlz, Buchdrucker in Trier, für 425 Exemplare des Correspondenzblattes pro 1889 und^890 359 40 403 93 128 29 250 90 Zu übertragen .... 509 40 1,788 66 — 56 - US! Jl. Uebertrarj .... 509 40 1,788 66 An Herrn Schultz & Comp, für Druck vou 450 Exemplaren der SitzungsprolokoUe Nr. i bis 3 69 50 An dieselben für 550 Exemplare der zweiten Lieferung des XIV. Bandes der Zeitschrift der Gesellschaft 1,783 54 2,362 44 Kapitel IV. Verschiedene Ausgaben. A. Verschiedene Ausgaben 65 68 B. Kommissions- und Verwahrungsgebühr für die Geldbriefe der Gesellschaft — 96 C. Reisekosten 8 — 74 64 4,225 74 Extraordinarium der Ausgaben. Herausgabe des Hortus deliciarum. Nichts. Herausgabe des Werks: (.(Das alle Sirassburg » , von Herrn Seybotli. Zuschuss des Staats an Herrn Seybolh durch Vermitt- lung der Gesellschaft 2,500 — 6,725 74 RECAPITULATION. Einnahmen. Ordinarium der Einnahmen. Kapitel I. Zinsen von Kaj)italicn 199 31 — II. Beiträge der Mitglieder 2,272 - — 111. Subventionen 1,000 — 3,471 31 Zii überlragen . ■ . 3,471 31 — 57 — Vebertrag . . . 3,471 :M Extraordinarium der Einnahmen. Rechnungs-Saltlo vom Jahr 1889 5,887 55 Ertrag des Verkaufs des Hortus deliciarum. . . 9 — Subvention für das Weik: a Das alle Strassburg^d 2,500 — 8,396 55 Gesamml-Summe der Einnahmen .... 11,807 86 Ausgaben. Ordinarium der Ausgaben. Kapitell Verwaltungskosten, Bureau und Mo- biliar 1,537 76 — II. Ausgrabungen, Nachforschungen, Er- haltungsarbeiten und Erwerbungen für das Museum 250 90 — III. Herausgabe der Millheilungen der Gesellschaft 2,362 M — IV. Verschiedene und unvorhergesehene Ausgaben là: Q^ 4,225 74 Extraordinarium der Ausgaben. Herausgabe des Hortus deliciarum. Nichts. Für das Werk: , von Herrn Seyboth. 2,500 — Gesammt-Summe der Ausgaben . . . 6,725 74 Schlussbilanz : Einnahmen 11,867 86 Ausgaben 6,725 74 Rest 5,142 12 der sich folgender Weise vertheilt : 448 10 — 58 - Bei der Elsass-Lothringischen Bank aufbewahrte Gelder . . In der Kasse 38 72 Bei dem Präsidenten hinteilegl 320 — Durch den Ankaufprcis vertretener Werlh der Geldbriefe der Reichsanleihe, die bei der Elsass-Lothringischen Bank deponirt sind 4,335 30 5,142 12 Nachdem Herrn Kurtz Entlastung ertheilt worden und der Vorsitzende den beiden vertorbencn Yorstands-Mitgiicdern Herrn J. Sengen wald und Baron R. von Türcktieim für ihre treuen Dienste und ihr stets bewiesenes Interesse noch ein letztes Wort des Dankes gewidmet hat, wird zur Erneue- rung des Vorstands geschritten. Après avoir payé le tribut d'un sincère regret aux collègues décédés, MM. Jules Sengenwald et Rodolphe de Türckheim, dont il a rappelé les services rendus et qu'il a remerciés de l'intérêt témoigné à notre œuvre, M. le Président a pro- posé à l'Assemblée de passer au vote pour le re- nouvellement partiel du Comité. Die Abstimmung ergibt das folgende Resultat: Es erhalten die Herren : Christmann 27 Stimmen. Schlosser 27 « Wiegand 27 « Reinhard 27 » Ingold 26 .) Nessel 19 » Winckelmann. ... 14 » SchlagdenhaufTen .10 « Reiber 9 » Einige Stimmen sind zersplittert. Der Vor- sitzende erklärt in Folge dessen die Herren: Christmann, Reinhard, Schlosser, Wiegand und Ingold für fünf Jahre gewählt, die Herren Nessel und Winckelmann für ein Jahr als Mitglieder des Vorstandes zum Ersatz für die beiden Mitglieder gewählt, deren Mandat noch nicht abgelaufen war. Le scrutin est ouvert et donne les résultats suivants : MM. Ghristmann 27 voix. Schlosser 27 » Wiegand 27 » Reinhard . 27 « Ingold 26 1) Nessel 19 » Winckelmann .... 14 SchlagdenhaufTen . . 10 » F. Reiber 9 » plus quelques voix éparpillées sur divers. En conséquence, M. le Président proclame MM. Ghrist- mann, Aimé Reinhard, Schlosser, Wiegand et Ingold membres du Comité pour cnuy ans, MM. Nes- sel et Winckelmann, membres du Comité pour un an, en remplacement des deux membres décédés dont le mandat n'était point encore écoulé. Herr Canonicus Straub wird trotz seines lebhaft geäusserten Wunsches, zurücktreten zu dürfen, durch Acclamation einstimmig wieder zum Vor- sitzenden gewählt. M. le chanoine Straub est renommé, unanime- ment, à la présidence, malgré le désire exprimé par lui de se démettre de ces fonctions. 59 Der Vorsitzende legt sodann die Frage vor, ob die Milgliodor der Gesellscliart nicht auch in dicsoni Jaiiro einen gemeinsamen Ansdng maclien sollen. Als Ziel desselben schlügt er u. A. Schlelt- stadt und die Ilohkönigsbiirg vor, wobei man die Restaurationsarbeiten an der St. Fides- Kirche genauer ansehen könne. Von andrer Seite wird der Besuch der Frankenburg in Anregung ge- bracht. Es wird schliesslich dem Vorsitzenden überlassen, Ziel und Tag des Ausflugs zu be- stimmen. Derselbe erörterte dann noch die Stellung der Gesellschaft in der Frage über die Wiederher- stellung der Johanniterkapelle zu Mülhausen, um sie gegen Anklagen zu schützen, die nament- lich in oberelsässischen Kreisen erhoben wor- den sind. Er setzt die Unmöglichkeit auseinander, für diese Arbeit nur einigermassen betrachtUche Mittel aus unsrer Kasse zur Verfügung zu stellen. Wenn es sich bestätige, dass der Staat einen Zu- schuss von 30 000 J/: und die Stadtverwaltung von Mülhausen einen solchen von 10 000 Ji. geben wolle, so sei die Zukunft dieses Bauwerks gesichert, ohne dass es nöthig wäre, unsre Kasse von Grund aus zu erschöpfen. Da Niemand mehr ums Wort bittet, wird die Sitzung um 4 '/^ Uhr geschlossen. M. le Président introduit ensuite la question (l(! savoir si les inenibrcs'de la Société ne feront pas, cette année, une excnrsion collective. Il pro- pose, entre autres, une visite ù Sclilesladt et au Hoh-Kœnigsbourg, afin de visiter, dans la pre- mière localité, les travaux de restauration de l'église de Sainte-Foy. D'autres membres pro- posent de visiter Schlestadt et le Franckenbourg. L'Assemblée abandonne, après discu.ssion, le soin de fixer la date au Président de la So- ciété. Celui-ci prend encore une fois la parole au sujet de la chapelle de Saint-Jean à Mulhouse, afin de défendre la Société contre l'accusation de ne rien faire dans cette question, vivement dis- culée dans la Haute-Alsace. 11 expose qu'il nous est absolument impossible de fournir, à pareille entreprise, des fonds un peu considérables. S'il est vrai que l'État promette 30,000 ^i. et la ville de Mulhouse 10,000 Jj:., comme on l'afTirme, la restauration de l'édifice est assurée sans que nous ayons besoin d'épuiser notre caisse pour y contribuer. Personne ne demandant plus la parole, la séance est levée à 4 heures et demie. Vorstands-Sitzung vom 24. Juni 1891. Vorsitzender: Herr Canonicus Straub. Séance du Comité du 24 juin 1891. Présidence de M. le chanoine STRAUB. Die Sitzung schliesst sich unmittelbar an die General-Versammlung an. Anwesend sind folgende Vorstandsmitglieder: Barack, Dacheux, Euting, Kurtz, Martin, Michaelis, Salomon, Schricker, Stamm und Reuss als Schrift- führer. Auf der Tagesordnung steht die Erneuerung des engern Vorstands. Auf Vorschlag der Herren Michaelis und Salomon wird derselbe durch Accla- mation wiedergewählt, dessgleichen der Redac- tions-Ausschuss. Schluss der Sitzung um 4 74 Uhr. La séance a lieu immédiatement après l'As- semblée générale. Présents: MM. Barack, Dacheux, Euting, Kurtz, Martin, Michaelis, Salomon, Schricker, Stamm et Reuss, secrétaire en fonctions. L'ordre du jour appelle la formation du bu- reau. Sur la proposition de MM. Michaelis et Sa- lomon, le Comité renouvelle, par acclamation, le mandat des membres du bureau actuel, ainsi que celui des membres du Comité de publication. La séance est levée à 4 heures trois quarts- CARTE !R servir a L'INTELLIGENCE ,< "^ y M ''■''oim RATION DE CHARLEMAGNE AU PEIEURÉ DE LIÈPVEE. 'K o o S^."^ MARIE * » /■t::!*' •Stx