1871 fschreiber alve aus der schöner, horgehen! daß sie iders be-! mit Recht age stel senschliche Vernl (die nun ist, und weil sie da auch den— mit solchen Wholesale Qicsalen, s Gartenstadt eines befallen an soll, wenn man ihr zumuthet, sie dL sie physisch-nothwendigen Folgen kleiner ser, gedankenloser Zufälligkeiten zu be- en? Ein dummer Funke fällt in dum-! heu oder Stroh, der dumme Stall ge sin Feuer, das erste dumme Haus brennt hm folgen zehn, zwanzig dumme Häuser dann kommt ein dummer Wind dazu Jagt die dumme Flamme über eine ganze und sie legen die blühendste Hälfte der in Schutt uud Asche, Hunderte von chen teiden Qualen und Todespein, nde werden ihrer sauer erworbeneu Habe bt, die Arbeit von Jahrzehnten in einer t vernichtet, Schaaren noch gestern glück- Menschen in Noth und Entbehrung ge- und wo Reichthum und Wohlstand ʒ,. wird die Saat der Armuth für ein Nenschenalter gesäet! Und dies Alles ser Laune eines blinden dummen Zu—- y dder sich mit eben so blinden und gedan hsen Naturgesetzen“ verbündet, und zu hem anderen Zwecte, als dem, absolutes hel zu stiften! Begreife das, wer cs n, in meine Vernunft geht es nicht hinein, xißt es Unsinn und Unhett auf den hon des Weltalls zu se Rag die An me el en/ sondern er Mehrzahtl findet in ihm id Erhebung se Elemente, dhassen“, h Vernunft— da die drei in welche sich on Altersher ner einheit n, die wir, hristenthum, sie in diesem und durch e eines Dua en, die ent ht setzt oder m, zu einem dem selbst die drittens die taterie mit n sie aus sich ider Entwick hirt, der aber, 1z verlangen, Gebieter sei erheben kann. s, das mir, lte, die Wort uung auf den n Sie meine ege dafür die derer Art als ie das Ihrer ingen zu ver— auch wir, seit hier viel, sehr tachholen des denken, dazu Ich muß mich rt, an einige chnellsten und nsere „Lage“ õ der, nach un ang erwarten daß man von t Recht sagen cals Ver— etwas Anderes dentenausdruck daß die Leiter die wir der hirte ansehen einem Kerl wie in dessen wei ieser Hallunte, nissen der An t glücklich im nd fängt, vom e gemacht, jetzt it; aber gesetzt ebäcken gewesen wie der Haupt ze die aalgleiche it Oakey Halls, ach 4 Monaten ig des, Rings“? im Anfang sich ite gesetzt, noch n breit schlagen der Sache der leitenden Gei— ßu danken wäre, ihm Bismarck können. Aber 1 zweifeln und eines unsichtba jiach alles Ding bestorganisirte sein Wachs achdem dieser allmählichen schaft war und son-- e ihrer nd ersten Nesten Ent r eine andere Niedertracht g gewesen, die „Redlichteit“ beilääufig 5820,- s dann jetzt mit wegung“ Sie chooße der Zu hlänzte noch in bem Zauberring Lilhelm Jordan proß weinte noch den Trümmern siuf den Ruinen hätte sich nicht dentreiber zum schwungen, der nen“ Horatius ingsjünger Jo- Es ist unend- Yorker Reform nt eines Verfas säße, die Gold- Eagles“ auszu- ertracht ist das ber vor der Hand he Niedertracht aber, daß auch ß tkommen wird; st einmal ange ehen, die Wurf n, die Lüge sich nd die Leute die e Fläche gestellt liche Größe aus tommen, bis sie wohin sie gehoõ rkwürdiges ge-- ann leicht noch Es ist ein fri- gefahren, eine n Revival ange—- ach, wird es sich unseres Empire i ein nationales teresse sieht man gresses entgegen. kanischen Partei h für sie kfommt e die Forderun sie keine „dritte“ den Stoff und in ihrem eigenen heit in Händen, hren Union zur en Herrschaft zu daß sie die Zei er Wand zu le- nheit in New— samkeit, als seine n lassen Sein war gut besucht, Brooklyn ergab daß die Hälfte n Sitze leer Tobachter kann er Zeit rechnen ikanern, die der sten Classe ange der Schurz'schen lar zu sein; es ten, von dem sich icht frei machen der berñhmte jier mit seinen ten Geschäfte nnung bei einem ür derartige Ge haben; aber als e ihm kein New— erstande ist, eine transatlantischen Die Leute da cherlei Illusionen Wer diese kennt hmen zuzugeben, erikas als solche lande Schritt ge—- üchner, soweit a-dedt ist, wird es nicht besser ergehen als dem Dr. Jordan, obgleich „Kraft und Stoff“ noch po pulärer sind, als Siegfried und Chriem hilde. Daran ließen sich auch Betrachtun gen über die Idee der Hervorrufung einer deutsch-ameritkanischen Literatur knüpfen, mit welcher sich unser trefflicher E Steiger trägt. Dergleichen Pläne beruhen, meiner Ueberzeugung nach, auf etwas unklaren An schauungen über die praktischen Bedingungen einer Literatur. Die bloße Erhaltung einer Sprache schafft noch keine solche. Ich tomme bei Besprechung der literarischen Abende, die wir im Hause des Herrn Steiger halten, noch einmal auf dieses Thema zurück. Für heute will ich Ihren Raum nicht weiter in Anspruch nehmen, obgleich ich noch man— cherlei aufẽ dem Herzen hätte. Staatsgesetzgedung. Die Frage der Ermäßigung der Gebühren stze von Countybeamten wird endlich von den Comite's im Senat wie im Hause ernstlich in Angriff genommen, jedoch wird das Volt vor Weihnachten noch keine Erleichterung erhal ten, indem die Debatten lange genug dauern werden, um die Annahme der betreffenden Bill bis nach den Feiertagen hinauszuschieben. Eine Bill in der Richtung wurde im Senat von Bangs eingereicht. Dieselbe theilt die Counties in drei Classen; die erste Classe um— faßt Counties von 20, 000 Einwohnern die zweite von 20,000 bis 70,000; und die dritte von mehr als 70,000 (d h. Cook County) Ais höchsten Satz oder Satzgrenze für die erste Ciasse oder diejenige, in welcher die höchsten Sätze gestattet werden, sind die Gebährenstze von 1845 angenommen; für Counties zweiter und dritter Classe sind diese Sätze bedeutend ermäßigt. Senator Woodard hat für Cook County unter dem Titel „Counties von 70,- 000 und mehr Einwohnern eine eigene Bill vorgelegt. Der 71 der Bill stellt den für Ein tragung von Kaufbriefen, Hypotheken, Voll machten -c. zu zahlenden Gebührenbetrag auf 5 Cents per 100 Worte fest; und für Eintrag in das Register soll nichts berechnet werden. Alle Gebühren, welche die Circuit -Clerks (die von Amtöwegen die Registratoren von Kaufbriefen sind) erhalten, sollen mit Aus snahme von 52500, welche das Jahresgehalt des Clerks bilden sollen, in den Countyschatz fließen. Der Richter der Circuit Court soll die Anzahl der Deputies und Gehülfs-Clerks be stimmen, und die County-Commissäre die Be zahlung derselben feststellen. Die letztere darf jedoch in keinem Falle die Summe der wirklich cingenommenen Gebühren übersteigen. Der Schlußparagraph der Bill verordnet, daß die seibe sofort in Kraft treten soll. Im Hause versucht das Comite für Ge bühren und Gehalte die Sache dadurch auf die lange Bank zu schieben, daß es eine Bill vor bereitet, welche alles auf Gehalter und Ge bühren Bezügliche einschließt, vom Gehalt des Gouverncurs bis zu den Gebühren des Con stablers. Eine solche Bill wird natürlich einer Combination von Opposition ausgesetzt sein, welche ihre Annahme verhindern kann, und |welche jedenfalls die sofortige Inkrafttretung einer solchen Bill verhindern wird. Die Vertheilung des Hegenstandes unter verschiedene Bills kann allein zum Ziele führen. Im Senat legte Eddy eine Bill vor, welche nicht weniger alb 8324, 132 für Voll sendung der nördlichen Staatsirrenanstalt (bei Elgin) auswirft. Der Gouverneur schickte eine Correspondenz vom Bundeskriegsministerium ein, in welcher das letztere Abtretung von Land zur Anlage von Nationalkirchhöfen in Mount City, Quincy, Springfield, Chicago, Alton sund Rock Island verlangt. Die im Hause angenommene Bill, nach welcher Wechsel, deren letzter Respittag auf einen Feiertag fällt, am Tage nach demselben zahlbar sein sollen, wurde im Scnat mit 33 gegen 3 Stimmen verworfen. Ebenso eine an dere Hausbill, nach welcher im Centrum des County eine Anzeigesäule errichtet, im Uebri— gen aber das Verunstalten von Zäunen und Mauern durch Plakate -c. verboten sein soll. Am 6. kam die Bill Medill's im Hause vor, welche dem Mayor von Chicago außerordent liche Machtbefugnisse verleiht. Campbell war gegen die Bill, weil dadurch der Mayor die Macht erhält, die Parkeommissäre abzusetzen. Burley war aus demselben Grunde dagegen und beantragte Rückverweisung an das Co— mite, was denn auch durchging. Burley, Campbell, Austin, Egan, Senne und Heofield stimmten sfür Rückverweisung Die andern VBertreter von Cook County, mit Ausnahme von Waite, der sich um das Stimmen weg drückte, stimmten dagegen, d. h. für sofortige s Vornahme der Bill. Mrs. Myra Brodwell's Bill, eingereicht von Haines am 15. November wurde zum dritten Male im Hause verlesen und mit 90 gegen 59 Stimmen angenommen. Die Bill verleiht Franen das Recht, irgend ein Geschäft u treiben, oder irgend einen Beruf auszu üben. Frau Bradwell, welche die Chicägo sLegal News mit großem Geschick redigirt, möchte gern Advo atur- und Notariato-Ge schafte treiben, konnte aber in Ermangelung e nes bestimmten Gesetzes nicht dazu kommen. Ein Mitglied des Hauses, Lee, droht übrigens mit einem Striche durch die Rechnung, er zeigte nämlich an, daß er Wiedererwäguug beantragen werde, weil die Bill nicht mit rech ten Dingen durchgesetzt sei. Eine Bill wurde im Hause angenommen, nach welcher Eisenbahnen und andere Corpo rationen alle öffentliche Armen, die durch Zu—- fall getödtet werden auf ihren (den Corpora tionen) Landes beerdigen sollen. Die Chicago Mayors Bill führte zu einer längeren Debatte in Plenarcomite Merritt war dagegen, einem einzigen Mann so viel Macht zu geben, die Bill stehe mit den Grundsätzen eines freien Staatswesens im Widerspruch und sei ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Centralisation. Campbell be antragte als beschrantenden Zusatz,„mit Aus nayne der vom Gouveneur ernannten Beam en“ Damit waren die verschiedenen Park-Com missäre aus dem Bereich der projektirten Ab setzungsgöwalt des Mahors gebracht Burleh meinte, die Bill sei nicht scharf ge nug gehalten, insofern als die Bill bestimme, daß gewisse Beamte, mit Einschluß der Po lizei-Commissãre, abgesetzt werden können, je doch seien die Polizisten der Absetzung durch den Mayor nicht aüsgesetzt, insofern als die Gerichte sie wieder in ihre Stellen einsetzen würden, wenn nicht bestimmte Beschwerden gegen sie erwiesen wären. Cummings bean tragte Rückverweisung der Bill an das Co mite, damit sie mit den Wünschen der Ver treter von Cook County in Eintläng gebracht werde. Die Rückverweisung erfolgte. Vom Corporationeu Comite wurde eine Bill über Expropriationsgewalt vorgelegt, welche sehr weit gehender Natur ist. Nicht allein Gemeindeverwaltungen, sondern auch Townships und Counties sollen die Macht haben, Land zu expropriiren, um Straßen an zulegen, Wasserwerke oder sonstige nothwen wendige Anlagen zu machen ferner wird Ei senbahn- (mit Einschluß von Pferdebahn-) Gesellschaften dasselbe Recht verliehen, un Land zu Geleisen, Bahnhoöfen -e. zü erlan gen; ebenso Bergbau-Gesellschaften, Kirch hof-Vereinen und Deich-Commissären. Die Bestimmungen der Bill sollten bei der enor men Tragweite der Bill außerordentlich vor-- v rsichtig und genau abgefaßt werden, oder die Rechte der Privateigenthümer werden ge fährde. Eine Bill über den Verkauf von Gift ist im Senat angenommen und wird hoffentlich auch im Hause angenommen werden Nach die ser Bill soll jeder Apotheter, der Gift (es sei denn auf ärztliche Anordnung) verkauft, den Namen des Käufers in ein eigenes Buch eintragen; ferner soll die verkaufte Quantität sowie der Zweck, zu dem es ver tauft wurde, bemerkt werden. ferner das Da tum des Verkaufs und die Wohnung des Käu fers, und auf dem Packet soll ds Wort „Gift“ (poison) deutlich zu lesen sein. An minder jahrige Perfonen soll gar kein Gift verkauft werden dürfen. Uebertretungofälle werden mit 525—5500 Strafe geahndet. Eine Bill ist von Merritt eingereicht, nach welcher bei Wahlen von Diretktoren von Cor pborationen jeder Aktionãr seine Stimmen (je nachdem er Aktien hat) auf einen oder meh- rere Candidaten beliebig concentriren oder vertheilen kann (Minderheitswahlprinzip). Wie behauptet wird, soll die eigentliche Ab sicht der Urheber der Bill nicht der Wunsch scin sein, das Minderheitowahlprinzip seiner innern Vortrefflichteit halber einzuführen, sondern mitttelst desselben die Eisenbahnwerk stätten von Mattoon nach Libitsield zu verle gen. Eine Bill zum Schutze der Viehhändler ist eingereicht Dieselbe bestraft jede Perfon, welche schneller als ein Fußgänger geht durch eine Viehherde reitet oder fährt, oder über cine Brücke zu fahren versucht, während die Herde darüber geht, mit einer Buße von $5 bis SIOO. Diese Bill soll, der früher bereits cingereichten Bill zum Gegenstück dienen, nach welcher Viehtreiber straffälig werden, wenn sie Vieh ch von der Heerde weit ab verlieren lassen. Der Bericht des General- Post meisters. Die Einnahmen des Postdepartements für das mit dem 30. Zuni 1871 abgelaufene Fis— caljahr betrugen 820,037,045.42 und die |Ansgaben aller Art 824,390, 10408. Im vorhergehenden Jahre hatten die Einnahmen 218,879,377.65 und die Ausgaben 823,348,- 837.63 betragen Das Deficit von nahe 43 Millionen rührt ron der Ausdehnung und Verbesserung des Postdienstes her. Die Sortirung und Verthei iung der Post auf der Eisenbahn, d. h. wäh rend der Fahrt, soll allmälig durch die ganze Union eingeführt werden. Sie ist es bereits zwischen Neu -Brunswick und San Francisco (eine Strecke von 3832 Meilen) und von der Fundy Bai bio zum Golt von Mexico (2108 Meilen). Für das mit dem 30. Juni 1873 ablaufende Fiscaljahr fordert der Bericht einen Zuschuß aus dem Bundesschatz für das Postdeporte mentt von 54,749,001.00, außer 8725, 000.00, welche zur Unterstützng von Dampferlinien nach Japan nnd China, Brasilien und den Sandwichinseln erforderlich sein werden. Der Postverkehr mit Japan ünd Brasilien soll nämlich zu einem halbmonatlichen aus dem jetzigen monatlichen gemacht werden. Der Verkauf von Briefinarten, gestempel ten Briefcouverts und Zeitungoöcouverts -c. betrug im letzten Jahre 17,620,551.25, und überstieg den Verlauf des vorhergehenden Jahres um $1,172,769.25. Die Gesammtanzahl der Briefe, welche mit auswärtigen Ländern ausgetauscht würden, war 20,295,998. Von diesen wurden 10,- 461,868 aus Ver. Staaten abgeschickt und 9,834,130 empfangen. Die Tranoportationstkosten der amerikani schen Pot nach Europa betrugen 5174,128.- 39, von welcher Summe die Hamburg-Ameri kanische Packetschiffahrtsgeselischaft 520,415 69 und der Bremer Norddeutsche Lloyd 815,- 576.32 erhiett. Die Rubrit “dead letters”, d. h. solche, welche als unbestellbar in den Postbureaux bleiben, beziffert sich auf die ungeheure Summe von 4,195,748. Das Geldanweisungs- Auszahlungssystem hat die Summe von 542,027,336.31 vermit telt. Während des Jahres 1871 wurden neue Eisenbahnrouten in Thätigkeit gesetzt, welche eine Länge von 6107 Meilen hatten. Es wurden während des Jahres 2407 neue Postämter errichtet und 854 Postämter ge— schlossen. Am 30. Juni 1870 waren 28,492 Postämter in Thätigkeit, am selben Datum 1871 dagegen 30,045. Von den Postmeistern hat der Prasident 1172 zu ernennen, und der General-Postmeister 28, 873 Während des letzten Jahres wurden 8370 Postmeister ernannt. In 22 Städten besteht das freie Ablieferungsystem der Briefe durch 1419 Briesträger, die 112,612,693 Briefe ab gaben. Das System verursachte 81,363,- 923.23 Kosten. Postverträge wurden zwischen den Ver. Staaten und Deutschland abgeschlossen, nach weichen das Porto für frankirte Briefe per geschlossene Post (elosed mail) via England von 10 auf 7 Cent ermäßigt wurde, und das Porto für frankirte Briefe via Bremen oder Hamburg von 7 auf 6 Cents. Mit England und dem deutschen RNeiche trat das Postdepartement in Unterhandlungen über Einführung eines Post-Geldordresystems zwischen diesen Ländern und den Ver Staa—- ten. Mit England wurde ein Vertrag ratifi zirt und das Post-Geldordresystem zwischen England und den Ver. Staaten trat am 2. Ottober 1871 in Kraft. Mit Deutschland ist der Vertrag geschiossen, aber noch nicht ratifi zirt. Nach dem Vertrage mit Deutschland würde das Post Geldordresystem zwischen Deutschland und den Ver. Staaten am 1. Oktober 1872 in Kraft treten. Der Bericht empfichlt dann das Post-Tele graphensystem und verweist auf England, Deutschland, Frankreich und andere Länder, wo dieses System mit steigendem Erfolg in Wirksamkeit ist Zur Deckung eines Theiles der Kosten, welche der Ankauf der Telegraphen linien durch die Regierung verursachen wird, empfichlt der Bericht die Errichtung von Post- Sparbanken, wie solche in England mit gro ßem Erfolge bestehen Die englische Postver waltung hält ietzt 875,145,690 in diesen Sparbanken, für die sie nur 23 Prozent In— teressen bezahlt. Der Bericht empfiehlt vier Prozent als Zinsfuß für Depositen in solchen Postsparbanten in den Ver. Staaten, wenn solche eingerichtet werden sollten. Schließlich wiederholt der Generalpostmei ster seinen Antrag auf Aufhebung des so viel fach mißbrauchten Frankaturprivilegs der Con greßmitglieder. Ebenso wird die Einführung von Correspondenzkarten empfohlen und ist eine dahin abzielende Clausel bereits einer dem Senat vorzulegenden Bill einverleibt. Gemordete Mörder oder gemordete Unschuldige. Merkwürdige Enthüllungen über die mit der Ermordung der Part Familie in Clarke County, Indiana, verbundenen Umstände, sind so eben im Indianapolis Journal verffent— licht, welche kaum einen Zweifel darüber las sen, daß die drei von einem bewaffneten Hau— fen aufgehängter Neger, Johnson, Taylor und Davis, nicht das Geringste mit der Ermor dung der Park Familie zu thun hatten, son dern daß sie nur deshalb aufgehängt wurden, um die Nachforschungen nach den wirklichen Mördern, wahrscheinlich zwei Weißen, mög lichst zu verhindern. Es wird zunächst darauf aufmertsam gemacht, daß ein Herr Kirk bei der Tod tenschau die Aussage abgab, daß Park lange Zeit vor seiner Ermordung Droh— briefe erhalten habe, darunter einen von ei—- nem betannten Bürger von Clark County. Als der Zeuge sich weiter darüber auslassen wollte, wurde ploötzlich von gewisser Seite, eine andere Richtung gegeben und—was noch mehr Beachtung verdient, am Abend desselben s Tages wurde von zwei Weißen ein Angriff auf Kirt gemacht. Die Fußspuren dieser Angrei ser entsprachen genau den Fußspuren, die vor dem Hause Parts nach der Nacht des Mor—- des aufgefunden und jetzt erst genau vergli—- chen wnrden. Es stellt sich ferner heraus, daß die ge hängten Neger sehr gute Freunde Part's ge wesen waren, und daß, wenn sie Raubgier zu der schrecklichen That bestimmt haben sollte, sie jedenfalls werthvollere Beute aus Park's sHause mitgenommen haben würden, als sie mitnahmen. Ferner wird behauptet, daß Jehnson, den man mit dem Strick um den Hals zum Geständniß brachte, dasselbe nach her im Kreise seiner Freunde jedesmal zuruct nahm und als erpreßt hinstellte; ferner daß die der Anklage vorgelegten Beweiser ge gen die drei Neger teineowegs zureicheud waren, und daß schließlich das Aufhängen der drei Neger schon beschlossene Sache war, ehe noch die Anklagejury sich dahin entschieden hatte, keine Anklagebill gegen die drei Neger einzureichen, Das Gravirendste ist schließlich der Umstand, daß drei Mitglieder der erwähn ten Anklagejury sich bei dem Aufhängen der Neger betheiligten, diejenigen also summarisch und ungesetzlich bmuctsen halfen, welche sie in gesetzlicher Weise dem Galgen oder dem Zuchthause nicht zuzuwenden im Stande waren. Zuletzt erklärt einer der Hauptführer des Mordhaufens, dem jetzt sein Gewissen brennt, weil er bei der ganzen Geschichte am thätigsten gewesen, daß die Neger durchaus gar nichts mit der Ermordung der Part Fa milie zu thun gehabt haben. Das Indianapolis Journal fordert die Be amten von Clark Countyh auf, ihre Pflicht ohne Rücksicht auf Personen zu thun, die Mörder der drei Neger zur Strafe zu bringen oder sich eines stärkeren Arms zu versehen. Leider, so fürchten wir, wird dazu ein besonderes Ge setz ere Indiana Staatogesetzgebung er lassen PVerden müssen. Die vom Volke er wählten Countybeamten in Clark Counth werden schwerlich ihre Pflicht thun, wenn sie dadurch so einflußreichen Leuten wehe thun müssen, als offenbar bei und hinter der Auf hängung der armen Neger betheiligt gewesen sind. Vor der Hand sollte jedoch jedenfalls auf Ermittelung der wirklichen Mörder der Park Familie hingearbeitet und dadurch der Beweis geliefert werden, wie unsicher und un gerecht die sogenannte Volks- oder Lynch- Justiz fast immer verfährt. Eiu franzöfischer Tacitus über die Germanen. In mehreren Pariser Blättern las man jüngst als besonders pikant das Werk eines anonymen Autoren angepriesen: „Les moeurs des Germains par Tacitus Tra duction nouvelle.“ Der gelehrte Autor, der nach seiner Ansicht offenbar eine „geistvolle“ Satyre schreiben wolite, wirft in ergötzlicher Weise Julius Cäsar und Tacitus in einen Topf und bringt hoffentlich den Leser in die Laune, einiges aus dem Werke zu lesen, das wir hier folgen lassen. Taeitus der Jüngere schreibt also: 1 Deutschland oder Germanien ist getrennt von Frankreich durch die tiefe Verachtung und den ewigen Haß, welches jenes diesen einzuflö— ßen verstand; von Rußland durch eine sehr natürliche Eifersucht; von Oesterreich durch Sadowa; von Dänemark durch Artitel 4 des Prager Friedensvertrages; von Holland durch einen Rest von Zaghaftigkeit; von Bel gien durch ein wenig Furcht vor England und von der übrigen Welt durch den Unterschied, welcher zwischen einem ehrlichen Schuhmacher und einem Flickschuster besteht, welcher sich mit Schurten abgibt, die nicht des Stehlens werth sind Der Rhein benutzt es mit Wider willen und die Donau verläßt es schnell, um in anständige Länderzu gelangen. Ich glaube, daß die Deutschen cin plumpes Volk sind, in indigesta moles. Ihre Marine ist zu klein, als daß sie Sceräuber sein können, sonst würde keine Nation eine solche Pflanz schule von Piraten geliefert haben 92 Deutschland wird wenig besucht, außer, von Faulenzera, Gaudieben, Spietern und Dir üen. Wer sollte auch Frankreich, Italien, Asten, Afrika oder Amerika veriassen, um nach einem Lande zu gehen, welches man lkein Va teriand nennen tann? Die Deutschen be haupten, sie hätten einen Herkules gehabt. Das ist nicht wahr. Sie haben Krupp'sche Kanonen und ihr größtes Verdienst besteht darin, sich zu verstecken und von Weitem zu schießen, ganz von Weitem. Weun sie in den Kampf gehen, so stoßen sie ein Gebrüll aus, weiches beweist, daß die Bestie, von welcher sie abstammen, noch nicht aus ihnen verschwun den ist, und daß sie kaum in die menschliche Familie eingetreten sind. 3. Ich für meine Person acceptirte die Ansicht Derer, welche meinen, daß die Bewohner Germaniens nicht durch Ehen, mit anderen Völkern civilisirt sind. Diese haben immer das Bewußtsein ihres Werthes gehabt und die Germanen bleiben lassen, was sie sind, in dem sie nicht annehmen konnten, daß jene einer Vollendung fähig waren, welche einzig den mit Geist und Herz begabten Racen zu kommt. Auch ist die äußere Bildung der ein zelnen Individuen trotz ihrer großen Zahl immer dieselbe: die Augen haben die blaue Farbe des Hammels-Auges; ihr Haupthaar ist gelbes oder röthliches Werg, in den Hund stagen leicht stinkend; sie theilen es in der WMitte des Kopfes durch einen Strich, welcher sehr weit nach hinten reicht und so andeutet, von welcher Seite sie die Civilisation betrach ten. Sie trinken wenn sie Durst haben, und meist darüber; viel eher können sie den Hun ger ertragen und begnügen sich mit Kartoffeln, wie die Angehörigen des Geschlechtes der Schweine. 4. Sie haben Truppen von Landstreichern, welche man Uhlanen nennt, deren Rekruti— rung auf den Landstraßen geschieht, wo sie sich aufzuhalten pflegen, um die Reisenden zu plündern. Die Uhlanen tragen xanzen init eisernen Spitzen, welche kurz sind wie ihr Verstand, aber schärfer als dieser. Die Soldaten im Allgemeinen sind in verschiedene, sehr häßliche und unbequeme Uniformen ge tleidet, die aber doch vortrefflich für die Indi— viduen passen, welche sie tragen, und für all den Schmutz und das Ungeziefer, welches ein von Sauertraut genährter und ungewaschener deutscher Körper hervorbringen kann. Früher hatten sie kaum eiserne oder messingene Helme, aber als ihre Häuptlinge merkten, welchen Vortheil es brächte, wenn man ihr·n Kopf beschwerte und so ihren Gehirn -Em— bryo zusammenpreßte, da wurden sie gezwun gen, eine Art Fleischtopf mit einer Art Blitz ableiter daran aufzustülpen. Seit dieser Zeit ist die Disciplin, die Aütomanie, mit einem Wort, die Verthierung des deutschen und spe ziell des preußischen Soldaten sprichwörtlich geworden. Ihren König wählen sie nach der Quan titt von Getränten, welche er verschlucken kann, und nach dem Grade der Truntkenheit, welchen er zu erreichen vermag. Gambrinus, das Glas in der Hand und auf einer Tonne Bier das ist der Typus, nach welchem sich die Preußen Könige bilden. 6. Die Häuptlinge der Germanen sind ein Kai— ser (srüher König) Fürsten und Herzoge, um welche sich eine zahlreiche Dienerschaft grup— pirt. In der Schlacht sucht jeder von ihnen sich in hierarchischer Reihenfolge zu sviren. Der Kaiser am äußersten Ende, stets bereit zur Flucht; die Fürsten geneigt, ihm in kur zer Entfernung zu folgen;, die Herzöge in weiterer Distanz, dann die Grafen. Die Sol daten allein haben tein Schlupfloch vor dem Feinde. Wenn sie sich von vorn zurücktreiben lassen, so werden sie hinten von den Kanonen der Fürsten nicht weniger warm empfangen. Ja es ist vortrefflich gesorgt für die groößte Sicherheit des Kaisers und die schnellste Ver nichtung seiner Unterthanen Es ist bewie sen, daß die Häuptlinge in ihrem Gefolge nicht viele Krieger halten könnten, ohne Plün derung und Verwüstuug, ohne Gelage, Raub und Schändung. Von der Landwehr bis zur Kaisergarde gibt es nicht eine einzige Pickel haube, welche nicht vorzöge, durch Diebstahl, Mord -und Raub das zu erwerben, welches man sonst durch ein ehrenhaftes, arbeitsames und friedliches Leben schaffen müßte. Ja, es scheint ihnen sogar feig und schmachvoll, durch Schweiß zu erwerben, was man durch Blut erlangen lkann. Wie trefflich kennzeichne dies ihre herrliche Natur, ihre ausgezeichnete und edle Abkunft! 7. Alle Zeit, welche sie nicht im Kriege zu— bringen, verbringen sie in einer Art glückseli gen Schlafes oder bei den Freuden der Ta fel. Sie haben lange Zeit gebraucht, um sich an das Hausen in Städten und an das zu—- sammenhängende Wohnen zn gewöhnen. Sie tennen einander und fürchten sich deßhalb, so nahe beisammen zu wohnen. Ihre Kleidung besteht häufig aus Thierfellen, das macht mit ihrem eigenen Fell doppelte Rechnung, aber das Klima verlangt es so. Die Kleidung der Frauen ist dieselbe wie die der Männer, doch tragen sie den oberen Theil des Busend offen. Wenn das Uebrige verhüllt ist, so hat das sei nen guten Grund. Was ihre Sitten anbetrifft, so sind diese von einer Strenge, von welcher weder Cato noch der heilige Antonius etwas ahnten. Ihre Ehen sind keusch und erzeugen Mengen von Musitanten auf den Jahrmärtten, Straßen tehrern und Korbflechtern, wie man sie zer lumpt in den Gräben unserer Landstraßen oder vor den Thoren unserer Städte sieht, be gierig, wie sie etwas ergattern können. Man sagt, daß sie sich mit einer einzigen Frau be gnügen, und daß erklärt sich folgendermaßen: den größten Theil ihrer Mädchen liefern sie in die öffentlichen Häuser in Frankreich und im Auslande. Parent Duchatel, ein zeitgenössi scher Schriftsteller, gibt hierüber unwiderleg bare Zahlten Diese Mädchen bilden ihre Spione, wie man sich auf den Trottoirs von Paris überzeugen konnte. 9. Die Frauen sind alle idealistilch, Marga rethe oder Mignon: Ihrem Gatten bringen ste nichts zur Mitgift, dafür aber verlangen sie Alles von ihm, ohne sich zu kümmern. wo her er es nehmen soll. Bisweilen aber ernied rigt sich ihre poetische und göttliche Natur doch so weit, daß sie ihre Wünsche ertlären und die Läden bezeichnen, wo sich der Gegen stand ihrer Träume befindet. So schrieb be tanntlich eine junge blonde Braut während des letzten Krleges an lhren Bräutigam, der sich zur Plünderung einer großen Hauptstadt anschicktte: „Wenn Du zu einem Juwelier tommst, mein Heißgeliebter, so nimm goldene Ohrringe und rringe sie Deiner Dorothea.“ 0. In jedem Hause leben die Kinder im Schmutze, wenn ihre Väter im Felde sind. Die Frauen aber nehmen sorgfältige Säube rung vor, sobald der Moment ihrer Exporta tion, von der wir vorhin sprachen, getom men ist. Das Verbrechen, der Diebstahl, der Mord, haben bei ihnen weder Strafe noch Rache im Gefolge. Bei ihnen gilt ein Thier wie das andere, und in den Familien wird für einen getödtetenu Menschen mit einem großen oder tleinen Stück Vieh, je nach Umßänden, Ersatz geleistet Keine Nation ist praktischer und we niger gastfreundlich; dafür aber laden sich die Einwohner mit erstaunlicher Leichtigteit bei andern zu Gaste; sie offeriren das Gut eines andern mit einer Freigebigteit ohne Gleichen. Wenm ihre eignen Vorräthe erschöpft sind, so machen sie sich an die ihrer Nachbarn, und scheuen dabei vor nichts zurück. 12 Wenn sie sich mit der ausgesprochenen Ab sicht der Plünderung in ein Haus eingeführt haben, so würden sie sich ein Gewissen daraus machen, etwas darin zu lassen, und sie suchen es mit einer unvergleichlichen Sorgfalt aus Diese edle Seite ihres Charakters hat sich in den letzten Kriegen mehr denn je gezeigt. Die Fürsten wie die Unterthanen haben diesen Charakterzug, und wenn sie nicht alles weg schleppen, was ihnen in die Hände fällt und ihnen nicht gehört, so liegt dies nur daran, daß ihnen Pferde, Fuhrwerte und Waggons mangeln. Man hat gesehen, wie sie alles nach Deutschland schleppten, bis auf die sei denen Vorhänge der Häuser. Eine Gerechtig keit aber muß man allen widerfahren lassen: was sie nicht fortschleppen können, das —ver brennen sie! 13. Es ist für Niemand entehrend, den ganzen Tag und die ganze Racht mit Trinlen zu ver bringen; es ist sogar obligatorisch. Krieg und Frieden werden fast nur unter dem Tisch be rathen. Ihr Getränt ist ein aus Gerste oder Weizen gebrannter, dicker, trüber und unver daulicher Saft. Sie haben versucht, Reben zu pflanzen und Wein zu trinken, aber der Boden eignet sich schlecht dazu, und das ist Schade, denn der Wein würde diese einförmigen, farb losen, abgeschmackten, dummen und lächerli chen Völkerschaften veredelt haben. 14. Dies haben wir im Allgemeinen über Ab stammung und Sitten der Germanen erfahren. derere: Ein neues Luftschiff. Zu den zahlreichen Versuchen, der mensch lichen Betriebsamkeit das Reich der Lüstezu! offnen, sind Anfangs September auch in Mainz öffentliche Experimente mit einem kieinen lentbaren Luftballon getreten; bis jetzt nur im geschlossenen Raume. Wir wollen eine kurze Beschreibung desselben ver- suchen. Die Frucht jahrelänger Studien und Arbeiten eines dortigen Vürgersohnes, P Hänlein, stellte dieses neue Luftschiff ein mit vielem Scharfsinn und unverdrossenem Fleiße zu Sltande gebrachtes Geräth dar,! bestehend aus eiuem etwa zwölf Meter lan gen, drei Meter im Durchmesser haltenden, aus blauem Percal angefertigen Ballon, in Gestalt einer kolossalen Schmetterlingspuppe. In der Nichtung der Längenachse sind zwei Träger von außerordentlicher Leichtigkeit an gehängt, zwischen den am vorderen Theile der eigertliche Motor, am hinteren Theile das Steuer und eine Quelle der bewegenden Kraft angebracht sind. Der Motor ist im Wesentlichen eine kleine Gaokraftmaschine von sehr sorgfaltiger Aus führung, das Mittel der Bewegung eine vierflügliche, den Schiffoschrauben ähnliche Vorrichtung von einem Meter im Durch messer. Sie erhält ihre Umdrehung auf die gerah u- drt, nämlich durch eine tewe, bon der Treibstanget eines Cylinderkolbens bewegte Kurbel. Der eigentliche Angriff zur Bewegung geschieht durch eine äußere Kraft, indem man das Luftrad mit der Hand in Umdrehung setzt. Sobald dies geschehen ist, beginnt dao Anf- und Absteigen des Kölbchens im Gascylinder, und damit das Zzu- und Absirömen des dem Ballon selbst entnomme nen Gases. Die hierdurch allein zu erzielende regelmäßige Fortdquer der Bewegung wird mit Hülfe des elettrischen Funtens erreicht welcher durch eine sehr wohldurchdachte Bor richtung in das Innere des Cylinders ein geführt, abwechselnd ober- und unterhaib des Koölbchens die Ausdehnung des Gases und dadurch eine äußerst rasche Bewegung der Treibstange und des Luftrades bewirkt. An diesem ist eine Vorrichtung angebracht, mittelst deren durch Rotation die Umsetzung des elektrischen Stromes in Wärme erzielt wird. Letztere aber wird von einer am Hin—- tertheile des Ballons befindlichen tleinen elek trischen Batterie erzeugt, welche von einer Inductionsrolle regulirt wird. Das Steuer, in der Form dem Schiffosteuer ähnlich, besteht aus einem mit Seidenzeug bespannten Draht rahmen. Die Quelle der Kraft ist wie bei der Lendis'schen Gasmaschine, das gewöhn— liche Leuchtgas, mit dem auch der Ballon gefüllt ist. Ein Korb oder eine Gondel fehlt dem Modell vorerst. Maschinen und Steuer sind indessen so arrangirt, daß aus einem solchen Anhängsel sie sehr leicht zu dirigi— ren sind. Der Erfinder besorgt dieses vom Boden aus, indem er den Ballon in Mannd— höhe balancirt hält Die Bewegungen und Wendungen des Ballons sind sehr ruhig, stät und sicher. Ob sich die Hypothesen des Erfinders be—- züglich der praktischen Sicherheit und Brauch barkeit des Ballons in den Strömungen der freien Luft als richtig erweisen, wird durch Versuche festgestellt werden müssen. Dem Fachmann kann nicht entgehen, daß noch manche Modisication nöthig ist, um der Er findung den Erfolg zu sichern. Vorerst ist sie des aligemeinen Interesses werth, das ihr hier (obschon die Militärbehörden, die höheren technischen Chargen derselben, um viele sach tundige und sachlich interessirte Bürger es am Versuch der Experimente nicht fchlen las sen) bis jetzt nicht geworden ist. Die Erfin dung ist, wie alle derartigen Unternehmen, mit beträchtlichen Opfern des Urhebers selbst verknüpft gewesen. Ganz zu Stande kam sie mit Hülfe von Zuschüssen, darunter einer ziemlichen Summe der Casse des hessischen Landeogewerbvereins. Stoff zu einem Trauerspiel. „Pensionat für junge Mädchen“ stand deutlich über dem offenen Thorgang eines al ten, dunklen Hauses in Wien, und einzeln und gruppenweise traten junge und noch jüngere Mädchen eines Tages durch jenen Thorgang ein. Violet oder Schwarz war die Farbe der Toiletten, und leisen Trittes und auch nicht schäternd und einander überjagend, wie es wohl sonst geschah, stiegen sie in das zweite Stockwerk hinauf. In der Mitie eines einfach geschmückten Saales stand der geschlossene Sarg, der die irdischen Reste ihrer einst ver götterien Directrice umschloß. Sie bespreng ten sich und den Sarg mit geweihtem Wasser, knieten nieder, verrichteten unter leisem Schluchzen ein kurzes Gebet und flüsterten dann, in Gruppen zusammenstehend, leise, leise, als ob sie die arme Entschlafene nicht wecken wollten. Hin und wieder entschlüpfte wohl ein heftiges Wort den jungen Lippen, oder das zornige Funkein eines Augenpaars wurde sichtbar da gab das Eintreten eines jungen, schönen Männes der Scene ein neues Interesse. Widerstrebend, mit unsicheren Schritten naht der Eintretende dem Sarge, legt einen Kranz von weißen Rosen auf den selben und preßt halblaut die Worte hervor: „Verzeih' mir, wie ich Dir verzeihe.“ Dann neigte er sein todtbieiches Haupt gegen die jungen Mädchen und eine Stunde darauf deckte die Erde Sarg und Rosen. Ein Jahr vordem war die Verblichenẽ ein junges, schö ues, blüheudes Mädchen gewesen. Sie war Vorsteherin eines iun der höheren Gesellschaft sehr beliebten Instituts, und es schien, als lache ihr die Zukunft im rosigsten Lichte ent gegen Verwunderlich war es nur, daß die jnnge Dame nicht ans Heirathen dachte, wo— ran, wie man sagt, junge Damen doch zu denfen pflegen, oder wenn sie daran dachte, daß sich kein Freier finden wollte. Die kiei— snen und großen Pensionärinnen lachten wohl schelmisch, wenn ihnen ein solches Wort zu Ohren tam, und blickten dann so verschämt geheimnißvoll und alttlug vor sich nieder, als wollten sie sagen: „Uns ist das durchaus nicht auffällig“; aber eines fchönen Tages war die schöne Directrice doch Braut gewor— den, und die kleinen Dinger schüttelten er staunt ihre Köpfchen Ein Beamter, ein iun ger schöner, ernstblickender Mann war der Bräutigam, und vier Wochen uach der Verlo bung war die Hochzeit. Die junge Frau hatte ihr biühendes Ausschen schnell verloren, sie war dazu immer kränktich, und der junge Gatte blickte noch ernster als sonst und ließ sich nur selten sehen. Da, eines Tages, gab's große Unruhe im Hause, es war ein Hin- und Her laufen, ohne daß man wußte. was da vorging; da ertönte der schrille Schrei eines Kindes die Frau Vorsteherin war Mutter geworden. Das traf sich gerade fünf Monate nach der Hochzeit, und einen Augenblick schien es, als ob das Institut einen großen Theil seiner wech selndeu Bevölkerung verlieren sollte; da trat ein Mann muthig in die Schranken und legte linde die Hand auf die der Sitte geschlagene Wunde. Es war das die Hand eines Prie sters, also eine geweihte Hand, die man nicht zurückstoßen durfte eines Priesters; der in Wort, Blick und Geberde stets nur Liebe und Nachsicht predigte und der in der vornehmen Weit hoch in Ansehen und Gnaden stand Als Katechet des Pensionats, wie als Belchtvater der jungen Frau, die er schon tannte, als sie selbst noch Schülerin war, stand ihm dliese Mittlerrolle wohl zu. Da zerriß ein gewalt sames Ereigniß den schönen Mantel, den er priesierlich über die Wöchnerin geworfen hatte. Der junge Vater des, wenigstens ihm so un erwartet erschienenen Kindes, in allen Din gen sanft, friedfertig und fügsam, hatte seine cheliche Wohnung verlassen und war nicht wieder dahin zurückgekehrt. „O, ich schäme mich unter die Leute zu treten,“ war seine ein zige Antwort, wenn man ihn bat, zu seiner Fian zurückzutehren. Da wurde ihm ein rieschen in die widerstrebende Hand gedrüctt, das ihm in wohlbetkannten Schriftzügen sagte: „Ich habe Gift genommen, komm' schüell, denn ich liebe Dich und möchte Dir's noch eint mal sagen.“ Das war zu Mittag, und ge gen vier Uhr war ste todt Freilich hatte ste ihrem Gatten, wie sie es gewünscht, noch sa gen können, daß sie ihn und nur ihn liebe, daß sie gefallen sei, bevor sie ihn gekannt, daß sie das Bekenniniß aus Scham von einem Tage zum anderen verschoben habe, daß sie ihn bitte, ihr zu verzeihen und das arme Würmchen, da mit es nicht in die Hände jenes Priesters falle, der sie, kaum den Kinderjahren entwachsen, verführt, verderbt habe. Das ist die Geschichte der armen Frau. Der Gatte ist im Irren hause, der edle Katechet blüht in voller Ge sundheit und predigt für die vornehme Welt heute wie gestern das Evangelium. Gambetta's Rede in St. Quentin. Am Donnerstag, 16 Nov., fand in St. Quentin zum Andenken an die am 8. Ott. 1870 bei der Vertheidigung dieser Stadt ge fallenen Einwohner ein Bankett statt, dem Gambetta anwohnte. Der begeisterte Em— pfang, der Gambetta zu Theil wurde, darf nicht überraschen, da die Theiinehmer nur aus Republitanern seines Schlages bestanden, wie denn auch in dem Saal die Büste der Repu— blit mit der phrygischen Mütze aufgestellt war. Die Rede, welche Gambetta bei diesem Ban kett hielt, verdient deshalb Beachtung, weil es sich ereignen könnte, daß ihm die Geschicke Frantkreichs noch einmal zufallen. Gambetta wenigstens ist vollständig davon überzeugt, ja, wenn man seine Rede liest, tönnte man glauben, er habe den französischen Präsiden tenstuhl bereits bestiegen, und richte seine erste Botschaft an das französische Volk. Weist er doch in seiner Rede den verschiedenen Parteien bereits die Stellungen an, die sie unter seiner Nepublit einnehmen sollen. Seine Rede ist ein Abtlatsch der Reden, welche Louis Napo leon vor Jahren zu halten pflegte und in de nen auch er Alle berief und nur die ausschloß, welche er „die Unverbesserlichten“ naünte. Gambetta geht von dem Satze aus, daß fast ganz Frantkreich die Republik wolle, und daß nur die Versailler Versammlung, deren Auf lösung er ernstlich verlangt (sie sagt: —so meint er Frantreich hat nicht dad Recht zu sprechen; wir werden über sein Schictsal ent scheiden), verhindert, daß dieselbe noch nicht foörmlich protlamirt sei. Für Gambetta sind „die Unverbesserlichen“ sene, welche es mit dem Kaiserreich gehalten haben und noch halten. Für ihn sind jedoch nicht alle die, wel che für das Kaiserreich gestimmt, Imperiali sten Unter den 6 Millionen Stimmen, wel che das Kaiserreich 1870 erhalten nimmt Gambetta wenigstens 4 Millionen in An spruch, welche dadurch irre geleitet worden seien, daß sie geglaubt, das taiserliche System tnne den Fortschritt geben. Die Legitimisten schließt Gambetta von seiner Republit nicht aus. „Wir werden“, so sagt er, „die glorrei— chen Seiten nicht vergessen, welche ihre Ah— nen in die Geschichte Frantreichö eingesthrie ben haben, und dies ladet sie seibst ein, sich dem Wohle des modernen Frankreichs anzu schließgen. Noch länger, 80 Jahre nach 1789, die Rüuctkehr eines Regime's betreiben, welches unter den vereinten Kräften der französischen Gesellschaft verschwunden ist, heißt sich der Machtlosigteit und der Isolirung ohne Hoff nung weihen. Sie haben nur eine Partei zu ergreifen; sie müfsen in Antracht ziehen, daß die republitanische Regierung die liberaisten aller Regierungen ist; daß ihre Fähigteiten, ihre Talente, ihre Erziehung sie in derselben eine wichtige Rolle spielen lassen müssen, und daß sie wie der Schmuc ded Staates fein wer den“ Daß Gambetta so gndig mit den Legitimi sten verfährt, ist dadurch zu erklren, daß er ihre Concurrenz, falls es zur definitiven Repu biit ktommt, nicht zu befürchten hat, und dann, daß er bei seinen „Rebanche“ -·Jedeen, auf die er seine Politik hauptsächlich stützt, auf deren Unterstützung rechnet. Wie Napoteon 11. sind thmi uns ent ein Greuel, die er die Conservativ-Liberälen nennt, die kein Ideal und klein Herz haben, welche nur Eins itn Auge behalten, näämlich ihren eigenen Vortheil. Der Zorn des Exdictators ist erklärlich, denn da die Prinzen von Orleans fich gern dazu verstehen würden, auch mit der Republit für— lieb zu nehmen;, so sieht Gambette als guter Spetulant Concurrenten in ihnen, die man nicht aufkommen lassen darf. Ganz will der Redner die Conservativen aus seiner Republit jedoch nicht ausschließen: er theilt dieselben in zwei Hälften, in die „Herzlofen“, d. h. die reinen Orleanistén, ünd iñ die „wirklich und weise Conservativen“, d. h. die, welche sich je der bestehenden Regierung anschließen. Alle revolutionären Parteien, alle die, welche die Republik wollen, sind in Gambetta'd Reiche willkommeu, aber es muß dem Vorgchen der selben durch das, was er die „„wirtlich conserva tive Partei nennt, ein Zaum angelegt werden. Gieich bei Beginn feiter Rede läßt sich Gam betta auch darüber aus, „wäs geschehen müsse“. Ihm zufolge fallt die Rücktehr des französischen Patriotiomus mit der der Republit zusammen. Er wiederholt sodann, was er immer gesagt, daß, wenn man überall den nämlichen Wid stund geleistet, wie in Chateä:rdin und St Quentin, man die Eindringlinge zum Lauoe hinausgeworfen haben würde. Auch scheut der Exdictator sich nicht, wieder zu behaupten, daß Deutschland seit 50 Jahren seine Inva sion vorbereitet habe. Die letzten Ereignisse selbst muß man sich, fo heißt es dann weiter, zu Nutzen machen: nach Sedan, nach einer zwanzigjährigen Knechtschaft sei Frankreich in einer Lage gewesen, die einem Volke nicht ge statte, sich wie Ein Mann zu erheben; das Land habe zwar große Anstrengungen gemacht, aber ohne sich verständigt zu haben; es habe die Folgen des Kaiserreichs tragen müssen Man müsse wieder von vorn anfangen; tühne Worte ziemten sich nicht für die Besieg-- ten; man solle nicht vom Fremden sprechen, aber immer an ihn denken Sache der re publikanischen Partei sei es, darzuthun, daß sie die Fähigkeit habe, ihre Geschäfte zu leiten. Vor Allem müsse man den Unterricht orga nisiren, die Christlichkeit von dem Unterrichts wesen entfernen und die Kirche vom Staate trennen. Bei der Geistlichkeit unterscheidet Gambetta die hohe und niedere; während er selbst sich Freideuter nennt; er verlangt aber, daß man der niederen Geistlichtkeit, weiche die Sclaven der höheren Geistlichteit seien, unter die Arme greife. Nachdem er sein Programm vorgelegt, was seine Republik für Frantreich thun werde, sagt er schließlich: „So tönnen wir denn sagen, daß Frantkreich sich der Re publit definitiv angeschlossen hat und daß binnen Kurzem sich alle Parteien erneuern müssen; die, welche für das Kaiserreich ge stimmt, die durch die Erfahrung belehrten Conservativen, werden mit jedem Tage mehr begreifen, daß die republikanische Regierung alleiu die für die Ordnung und die Freiheit nothwendigen Garantieen darbieten kann Es wird uns vielleicht gegeben sein, mit der Un terstützung aller Bürger der Gründung der großen nationalen republikanischen Partei anzuwohnen, die keinen anderen Ehrgeiz hat, als den Wohlstand des Landes herzustellen, die Einheit der Franzosen durch die Aner tennung und den Eintklang aller Rechte zu besiegeln. Dann wird die Nation, alle ihre Kräfte sammelnd, einig und frei, sich an Eu ropa wenden tönnen, um das, was ihr ge hört, und den Platz, den man ihr schuldet, zurüctzufordern.“ Aus dem Leben Kaulbach's. Das Bild Kaulbach's: „Das Ketzerge richt“, zieht mit Macht die Bevölkerung Wiens in das Schönbrunnerhaus Es ist das wahrlich keine fromme Wallfahrt zum jüng sten Heiligen der tatholischen Welt; denn wenn auch der Ketzerrichter Arbues das Auge des Beschauers fesselt, so ist es Kaulbach, dem jeder Auoruf huldigend gilt. Das Jahr 1830 lieferte das erste Blatt zu jenem unverwe:tlichen Kranze, der heute die Stirn Kaulbach's schmückt. In diesem Jahre entstand das Bild: „Das Narrenhaus“, und die Veranlassung hierzu will ich Ihnen hier mittheilen. Im Atelier des Altmeisters Cornelius saßen die jungen Maler vor ihren Staffeleien, wäh rend der Psychiater Dr. N..., nach seiner Art plaudernd uud kritisirend, die Arbeiten der jungen Männer der Reihe nach musterte. Er war ein täglicher Gast im Hause Cornelius' und von Allen geschätzt und wohlgelitten. „Gebt Acht,“ sagte eines Tages der Mei—- ster zu seinen jungen Gesellen, „der schtaue Doctor wird euch urploötzlich mit einem An— liegen an den. Hals fahren, woran ihr Mühe genug haben werdet.“ Und so kam es auch. Am Irrenhause wurde für die Kranken ein Kirchlein angebaut, und Dr. N... bat die jun gen Maler, die Mauern desselben mit ihrem Pinsel zu schmücken. An die Vorhersage des Meisters lachend sich erinnernd, sagten sie freundlich zu, und als das kleine Gottebshaus im vollen Schmucke dastand, wurde ihnen vom Doctor der Vorschlag gemacht, das In-- nere der Irrenanstalt zu besuchen Auf den jungen Kaulbach hatte dieser Be such einen furchtbaren Eindruck gemacht. Seit er diese lachende, heulende, polternde und trübsinnige Narrenwelt gesehen, fand er nirgends Ruhe mehr. An seinem Bette stand mit dem ängstlichen starren Blicke jener Alte, der in jedem Nähertretenden einen Mörder wittert; vor der Staffelei machte sich jener zähnefletschende Mann zu schaffen, der lein anderes Wort als: „Ein guter Freund, ein guter Freund!“ hervorbrachte. Beim fröh lichen Male sprang jener turze, dicke Sarty aus dem grünen Römer und zwinterte frech mit den Augen; und gar jenes junge;, schöne Weib, das eine Puppe im Arme wiegte, sie an den Busen drückte und Wiegenljedchen sang, das wollte ihn selbst im Träume nicht verlassen „Ich muß dieses hööllischen Spules los werden, aus mir heraus sollen sie, indem ich sie Alle auf die Leinwand banne.“ Das Bild machte ungeheures Aufsehen, und der betkannte Kunsthändler Meyer bestellte brieflich beim schnell berühmt gewordenen Künstler eine Anzahl „Narrenbilder“ Kaul—- bach dantkte für den Auftrag und wies ihn, froh, des Alpes losgeworden zu sein, mit dem Bemerken zurück, er sei Historienmaler aus. Neigung und Beruf. „Schuster, bleib' beim Leisten,“ lautete Meyer's nächste Epistel: „Sie sind eine Spe cialitt als Narrenmaler, taugen jedoch zum Historienmaler eben so gut wie ich zum Ritt meister Von Nah und Fern. Inland. Die Chicago Times erschien gestern, den 8. Dezember, genau zwei Monate nach dem Feuer, zum erstenmale wieder in ihrem früheren achtseitigen Formate. Sie hat 61 Tage gebraucht, um so wiederhergestellt zu werden, wie sie vor dem Feuer war, die Ilü nois Staatözeitung nur 50 Tage, um in vermehrter und verbesserter Gestalt wieder aufzuerstehen. Alexis Romanoff wird am 20. Dez. nach Chicago tommen. Die „Tribune“ empfiehlt dem Mayor Medill, inzwischen russisch zu lernen und giebt ihm als erste Lection folgen den „russischen“ Brief, welchen Alexis, als Erwiderung aus eine Einladung des Mayors von Boston geschricben hat: Orl ritold busta yuken sormi legorf butti tellu ile bloski hifur Boston. Gilgur rumanwiski anlotzi eitti bomers rèdi, anian olecateazy wilbi downonyer lykea neskemo onah tallak andle. welches, in orthographisches Englisch über setzt, lauten würde: AI right, dld Buster. Vou can saw my leg ott, but I tell you, II blow sky high for Boston. Get your Roman whiskey and lots of city bommers, and I and old Catacazy will be down on you like an Es- Kkimo on a tallow candle. Dem Tenor Brignoli stieß im Jahre 1867, als er mit der Parepa-Truppe unter StracoschsLeitung von Chicago nach Cincin nati reiste, auf dieser Strecke der Chicago und Great Eastern Bahn unweit Logansport der Unfall zu, daß sein Waggon umstürzte, wo bei der Sänger einen Bruch des Schlüsselbei nes erlitt. Infolge dieser Beschädigung war er während jener Opernsaison außer Stande, sein Engagement zu erfüllen, und vertlagte deshalb die Eisenbahngesellschaft auf Scha—- denersatz. Die Sache wurde vor Richter Lar remore (N. 9) und einer Jury untersucht, welche dem Kläger 87,833.33 zusprach. Gegen dieses Urtheil wurde vor etlichen Monaten beim Generaltermin appellirt, und die nun-- mehr erfolgte Entscheidung desselben bestätigt das Urtheil der ersten Instanz. Die Frauklin-Statur. welche am 17. Januar 1872 auf dem kleinen Platze vor dem „Timeo“ Gebäude in New Yort aufgestellt werden wird, ist jetzt vollendet und gewährt einen überraschenden Anblick. Sie hat eine Höhe von zwölf Fuß; das Mazerial ist Bron ze. Der Künstler (Herr Georg Plaßmann in New Yort) hat Frantklin in der Kleidung dar gestellt, die er bei seiner Vorstellung ani Hofe zu Versailles trug, und bei Nachbitdung der Gesichtözüge hatte mon namentlich auf Por tratahnlichteit gesehen, wozu die vielen Ku pferstiche aus jener Zeit Anhaltöpunkte dar boten. Capitän Albert Degroot, der mit frei gebiger Hand die Statue der Presse und den Druckern New Yorks geschenkt hat, wird bei der Enthüllung die Hauptrolle spielen. Das Postament zu der in allen Theilen fein cisc ürten Stotue wird sich 12 Fuß hoch erheben, und der 17. Januar würdẽ darum als Zeit punkt der Enthüllung festgesetzt, welt dies det Geburtotag dieses Biedermannes ist. Daß „die Sünde der Leute Verderben“ ist, witb von Steuerzahlern erst dann begrif fen, wenn sie in ihren Taschen eine zu mert hiche Ebbe verspüren, wenn Handels-Geschäfte teiden, ünd det Grundbesitz, dieser festeste aller Werthe, im Preise sintt. Daß dies die 28 gen der Tammciny Halt Wirthschaft in New DHork gewesen stud, lehren unwiderleglich Zah len. Die höchste Blütheperiode der Stadt fällt in die 10 Jahre vor 1554 und in derset ben wuchs auch die Bevölkerung am schnell sten. Von 1800—1860 betrug das Wachs thum 28 Prozent, von 1870 —IB6O wuchs die Bevölterüng in je 5 Fahren über 57 Prozent; von 1860—1870 um nur 13 Prozent Wäh rend in der Periode von 1800—1861 die Be völlerung sich von 60,524 auf 823, 669 erhob, alfo sich 23 mal schncller vermehrte als die Bevölkerung der Vereinigten Staaten (welche 1800 5,305,920 und 1860 31,392, 901 betrng) war in der Dekade von 1860—1870 der Zü wachs nur 13 Prozent, während er in den Vereinigtẽn Stagten für dieselbe Periode mehr als 32 Prozent betrug. Man kann sagen, daß jetzt die Bepoölkerung der Stadt vollstn dig stillsteht. Diese Erscheinung ist um so be denklicher, als selbst il Ländern von wenig zu uehmender Bevölkerung, wie z. B. Fraillteich, große Städte wie z. B. Paris, doch im starken Zunehmen fortwährend begrtiffen sind, oder doch bis auf die letzte Zeit begriffen waren Mit dem Wegfall des früheren Wachoöthums der Bevölkerung hängt die Abnahme der Ge schafte zusammen, die sich namentlich seit 1800 fühlbar macht. Einen Theil der Ursachen die ser Abnahme hat man in der Verwaltung des Hafenwesens und auch des Zollhauses von New Yort zu fuchen. Die Entwerthung, wel che in der letzten Zeit im Grundbesitz einge treten ist, macht einen noch weit größeren Ver lust für die Bürger der Stadt aus, als die ih nn direkt vom Tammauy King gestohlenen Sumnie. Das N. 9. gJZournal schreibt: Alter schützt vor Thorheit nicht. Ein Musiler, Na mens Charles Theodor Busch, dessen Glatze verräth, daß er schon lange das Alter erreicht hat, in dem, dem Sprüchwort gemäß, die Schwaben ihren Verstand bekommen, war von den Reizen der Sängerin Nilsson so einge nommen, daß er jede Gelegenheit benutzte, um ihr seine Huldigungen zu Füßen zu legen. Er war so verliebt in die Dame, daß er, alle Rücksichten bei Söite setzend, iht auf jedem Schritt folgte, vor dem Clarendon Hotel be ständig auf und ab ging und zuletzt so vor witzig war, die Dame zu küssen Fräulein Nilsson ließ diese Unverschämtheit nicht unge strast hingehen und erwirkte einen Verhafts befehl gegen Busch. Der liebestrunkene Mu sikant wurde demzufolge vor das Essexmartt gericht gebracht, wo er von der Dame seines Herzens beschuldigt wurde, sich dreimal in iht Boudoir geschlichen zu haben. Busch stellte diese Beschuldigung nicht in Abrede und wurde unter S3OO Bürgschaft gestellt, damit er Fräu—- lein Nilsson 6 Monate lang nicht belästige. New York laufenden Dampfschiffes Franklin haben der Einwanderungs- Commission eine Klageschrift über die ihnen auf der Fahrt von Stettin hieher an Bord des „Franklin“ widerfahrene Behandlung übersendet und machen in denselben etwa folgende Angaben: Die Nahrungömittel an Bord waren in den ersten vierzehn Tagen der Fahrt ziemlich gut; von da an aber wurden sie fast gänzlich un genießbar. Das Trinkwasser war schlecht de stillirtes Seewasser; das Pökelfleisch war über mäßig gesalzen Es wurde, ohne daß man sich die Mühe nahm, es zu waschen, mit Reis und Kartoffein in dem schlechten Wasser ge tocht und gewährte dies zusammen eine Kost, die für Menschen und wohl auch für andere Geschöpfe nicht genießbar war, oder zuträglich sein konnte. Das Brod, das verabreicht wurde, war nicht ausgebacken. Vier Tage vor der Ankunft in Halifax gab man den Passagieren etwas Wein zum Wasser, dies hals aber dem Uebel nicht sonderlich ab. Es folgen noch andere Klagen über Unrein-- lichkeit, über den Schacher an Bord mit Wein und Bier æe. Die Auswanderungs-Commis sion wird die Passagiere und Offiziere des Schiffes ins Verhör nehmen lassen und wird man hoffentlich der Sache endlich auf den Grund kommen. Herr Hermann Ekelmann, Vielen durch die ausderlesene Gesellschaft bekannt, welche in seiner Wirthschaft Nr. 263 Williamstraße iu New Yortk zu verkehren pflegten, ist in Dres den, wohin er voriges Jahr zurückkehrte, im 66. Lebensjahre gestorben. Herr Ekelmann war ein geborener Bremer, kam aber schon in jungen Jahren nach Dresden, ließ sich dort häuslich nieder, etablirte ein Geschäft als Schuhmacher und brachte es bis zum Hof schuhmacher des Koönigs von Sachsen. Als im Jahre 1848 die Revolution ausbrach, schloß sich Ekelmann ihr mit Herz und Seeie an und nahm so thätigen Antheil an den Dresdener Ereignissen, daß er nach der Reac tion gleich vielen ein trauriges Schicksal ge funden hätte, wenn es ihm nicht gelungen wäre, nach Ameritka zu entkommen. Zuerst als Schuhmacher, zuletzt als Wirth erwarb er sich einen hübschen Verdienst Durch die schon vor Jahren in allen deutschen Staaten er folgte Begnadigung der politischen Flücht linge wieder in den Besitz feines confiseirten Vermögens gelangt, kehrte Herr Ekelmann im April v. I nach Dreoden zürück, woselbst er bis zu seinem Tode als Privatmann wohnte. Sigiomund Löw berichtet über seine weiteren Fahrten in der Goldreglon Monta na's: Etwa 70 Meilen von Helena kam ich in ein Goldgräber- Camp, genannt Blackfoot. In diesem Camp befinden sich groößtentheils Chinesen, die von Californien herüber tamen; auch fehlten die unvermeidlichen germanischen Landoleute, und, was selbstverständlich ist, das Lagerbier nicht. Man solite wirklich glauben, die Brauereien würden überall aus der Erde gestampft. Kaum sind die India uer und die anderen wilden Thiere in einem Umtkreis von 20 bis 30 Meilen vertrieben, so sindet man Deutsche mit ihrem Bier. übernachtete in Camp Bläckfoot bei einem Landbmann, gebürtig aus den sächsischen Ge birgen an der böhmischen Grenze; er hatte in Californien und Oregou schon viel mitge mac ·wußte mir deßhalb sehr viel von Inierte zu erzhlen. Dad Gold bei Blackfoot war Frciu von sehr feinem Goldstaub ge wonnu. rin fleißiger Arbeiter ist im Stande; per Tag s 8 ovis S 0 Gold aus dem Sand zu waschen. Nächsten Morgen ging es wieder weiter über die Blackfoot Gebirge, die durch schnittlich 6500 bis 8000 Fuß über der Mee resfläche liegen. Abends 7 Uhr kam ich in Camp Deer Lodge an, wo ebenfalls in der Umgebung viel Goldstaub gewonnen wird; daß auch hier sich eine kleine Brauerei besin det, lßt sich denten. Die Brauer beziehen Gerste, Hopfen u. s. w. von dem benachbarten Oregon und diese Produtte müssen mit Pack- Eseln über die Gebirge gebracht werden; für ein Viertel-Fäßchen bezählen die Goldwäscher 7 Dollars und ʒ Centoõ. am Danksagungotage ein Mord begangen. Die Farbigen hielten dort in einer Kirche eine Festlichteit ab und ein gewisser Collins hatte den Auftrag, dit Thür zu bewachen, weil ein Haufen weißer Knaben in die Kirche eindrin gen wollte, um Skandal zu machen Ein Far biger, Namens „Nim“ Tillman, forderte für die Knaben Einlaß, Collins weigerte sich, die selben einzulassen, es kam zum Streit und Tillmann schoß fanfmal auf Collins; vier Ku geln trafen. Am Samstag starb der Unglück liche. Tillman hat sich bis jetzt der Verhaf tung entzogen. Ernst W. Decker, ein bedeutender Advo kat in St Louis und durch das Vertrauen sei ner Mitbürger verschiedene Male in die Staatogesetzgebung von Missouri geschickt, ist im 33. Lebendjahre am 6. Dezember gestorben Er war in St Clair Counth, 111., geboren, studirte die Rechte in Cincinnati und betrieb gemeinschaftlich mit Fintelnburg (dem jetzigen Congreßmitgliede) die Rechtopraxis in St. Louis. Sein frühzeitiger Tod wird allgemein tief beklagt. cutiv-Comite ein Unter-Comite ernannt, um deftnitive Unterhandlungen und Arrangements betreffs Ausführung eines für das Sängerfest passenden großen Gebäudes zu treffen. 25, 000 Doll. sollen zü diefem Zwecke bereits gezeich net sein. Das Gebaude wird höchst wahr-- scheinlich auf dem Fairplatze errichtet werden. Am 21. November wurde in Norris town, Montgommery County, ein Deutscher, Namens Carl Bantk, der Ermordung von Adam Obwald schuldig befunden und zu 11 Jahren und 11 Monaten Zuchthaus, abzubü ßen in der Eastern Penitentiarh, verurtheilt. Am 23. November statteten ihm einer seiner Advokaten, Rev. Daly und Richter Jacoby einen Besnch ab und diesen gelang eo, ihm folgendes Geständniß zu entlocken: Er sei im Jahre 1869 von Baden in New York gelan det, habe dort den Adam Odswald getroffen und mit diesem Montgommery County, Ger mantown und Manayunk bettelnd durchstreift. Eines Taged seien sie an der Radpumpe in Montgommerh County mit einander in Streit wegen einer Geldsumme gerathen, welche ihm angeblich Oswald habe abnehmen wollen. Darüuber seien sie handgemein geworden, und während Oswald äuf ihm gelegen, habe er denselben gestochen Am 15. November wurde der Gefangene nach der Eastern Penitentiary gebracht. Gencral Meade, welcher dem Nordwesten einen Befuch abgestattet, und mit den Gou verneuren der Staaten Wioconsin und Michi gan in Detroit Unterredungen hatte, berich tet, daß nach Ausage des Gouverneurd Fair child von Wioconsin dort zwei Tausend Fa milien, jede durchschnittlich zu fünf Personen gerechnet, gänzlich von allen Hilfomitteln ent b oößt scien; für jede Familie seien drchschnitt 1y 5150 erforderlich, demnach eine Sunime Fn 300,000, wahrend er höchstens S2OO, 000 zur Verfugnng habe. Gouverneur Baldwin don Michigan berichtete, daß im Staate Michigan fünf Tausend nothleidende Fami —en seien, die im schrecklichen Elend leben und für weiche Obdach, Nahrung, Kleidung und Medizinen zu befchaffen sind. Hort fehlt es an Kohlen, weil die Beamten, deren Pflicht es ist, Feuerung zu besorgen, dieselbe nicht liefern Ob dies auch eine Folge der durch Tweed u Co. herbetgeführten Leere in der Siadtkasse ist oder aus anderen Grün—- den hercuhrt, wissen wir nicht· Sicher ist, daß die Kichter, wenti fie nicht erfrieren wollen, sich selbst Kohlen kaufen miüffen Noch trau riger ist es mit dem Arrestlotal besteltt, in wel chem die Gefangenen bis zum ersten Verhöre zu verbleiben haben; ed ist ein Glaskäfig mit bier Wänden, keine einzige Scheibe in den Fenstern ist ohne Riß unb der bitter kalte Nordwester pfeift ungehindert durch die Fu gen „Starrend vor Frost“ hocken die armen Sünder neben einander, als ob sie bereits durch deil bloßen Verdacht, ein Verbrechen be gangen zu haben, aus der menschlichen Gesell schaft ausgestoßen worden seien. Und dennoch trifft diese unmenschliche und unwürdige Be handlung zuiti ibeitaus größten Theile Leute, iwelche unbedeutender Bagatellvergehen halber der Poitzei in dle Hände gerathen sind; Be trunkene, Ruhestöter, Landstreicher u. s. w. Die Mehrzaht der Arrestanteit im Jefferson Martet Potizeigericht wird in der Regel gteich nach dem Verhööre straffrei mit einem Verweise oder nach Entrichtung einer unbedeutenden Geldbuße vom Richter wieder auf freien Fuß gesetzt. Am Montag Nachmittag ward Azel ewtirk, vor Jahren ein geachtetes Mitglied des Advokatenstandes, kürzlich aber in Folge der Truntsucht zum Vagäbunden und Dieb herabgefunten, ünter der Anklage, dem Wm C. Dunham, vot No 94 Bleeterstr., ein Fell eisen mit Kleidungostücken gestohten zu haben, verhaftet und in das Jefferson Market Poli-- zeigericht eingeliefert. Als der Arrestant um 3 ühr äus dem Käfig oder der,Box“ genom men und Richter Cot dorgeführt werden solite, machten die Potizeidiener zu ihrem Schrecken die Entdeckung, daß deẽ Ungtückliche hatb er froren sei. Man transportirte ihü nach un ten in eine erwärmte Zelle der Gefängnißah—- theilung, wo, mit theitweisem Erfolge, Wie derbelebungoversuche mit dem Erstarrten vor genommen wurden. Nothdürftig wieder zur Besinnung gebracht, fiel Newtirt von einer Ohnmache in die andere und seine Kräfte nah men zusehends ab. bis endlich in der Nacht um 1 Uhr der Tod den Armen von seinen Qualen erlste.. Als gestern Morgen der Kläger er schien, um dem ersten Verhöre beizuwohnen, mußte ihm der Gefängnißwärter sagen, daß der Arrestant inzwischen schon vor dad Tribu nal eineo höheren Richters beschieden worden sei. Im Laüfe des Bormittags ließ der Se kretär des Gerichtbhofes auf eigene Kosten die schadhaften Fensterscheiben in der Bet repari ren und sorgte ferner dafür, daß die während der Nacht eingebrachten Arrestanten in ein ge heiztes Lotal der Zellenabtheitung gebracht würden. Ausland. Aus Belgrad, 13. Nov., wird dem Ung. Lloyd folgende Geschichte mitgetheilt: Auf eine tragi-komische Weise gerieth Fürst Milan gestern in Lebendgefahr.“ Die Sache ist etwas schwer zu erzählen und hat einen stark bitumi noösen Geschmack. Setzen Sie voraus, daß Fürsten Menschen sind und als solche gewisse Bedürfnisse mit allen Geschöpfen verschieden ster Rangordnung gemein haben. Bei einem solchen Anlasse nun scheint es, als wäre jener stille Ort, auf den sich Culturmenschen in ähn lichen Fällen zurückzuziehen pflegen, nicht auf hinreichend soliden Grundlagen aufgerichtet gewesen. Wie immer es gekommen sein mag, genug der junge Fürst stürzte in eine Untiefe, die nur zur Anfnahme unorganischer Stoffe im Stadium des Verbrennungoprocesses be stimmt ist, und mußte in dieser ebenso unan genehmen als gefährlichen Situation einige Zeit verharren, bis es energischen Bemühun gen gelang, ihn aus derselben zu befreien. Er freulicherweise soll der junge Fürst keinen Schaden genommen hadben. Ein Troppauer Rechtsanivalt erhielt dieser Tage von einem Herrn, welchen er um Einzahlung einer Schuld an eine seiner Par-- teien mahnte, nachstehendes Schreiben: „Ich habe 1700 fl. gestohlen, bin verhaftet und kann daher nichts zahlen. Ergebenster. (Folgt Datum und Unterschrift.) dem preußischen Dorfe Klein-Chelm getrenn ten krakau'schen Dorfe Chelmetk hatte sich kürz lich eine rüstige Nonne eingefunden, um für ihr Kloster Sammlungen zu veranstalten. Dieselbe hatte sich für eine Dominicaner- Nonne aus Krakan ausgegeben, auch hatten die Einwohner bereits am ersten Tage an 10 Scheffel Kartoffein, Butter herbeigebracht, welches von der Nonne sogleich zu Geld ge macht wurde, und hätte die Sammlung noch so Manches geliefert, da die Spender mit ge weihten Heiligenbildern beschenktt wurden, wenn inzwischen nicht die lebenoslustige Nonne sich mit jungen Leuten in Verhältnisse einge lassen hätte, welche dem Klostergelübde schnuc stracks entgegen gewesen wären. Dies führte zu näherer Recherche uud schließlich zur Ver haftung. Hier entpuppte sich die RNonne als ein liederliches Frauenzimmer, welches per Schub der österreichischen Behörde übergeben wurde. Das österreichische Museum für Indu ftrie und Kunst hat dieser Tage sein prächtiges von Fertel erbautes Museumshaus am Stu-- dienring zu Wien eröffnet. Der Ernst Deutsch lands und die lichte Heiterteit Itallens rei chen sich in diesem Prachtbau die Hände. Der Kaiser wohnte der Eröffnung bei und zeichnete den Direktor v. Eitelberger, welcher Plan, Statut und Reglement für das Mu—- seum und die Kunstschule entworfen und durchgeführt hatte. aus. Unter großer Theil nahme der künstlerischen und industriellen Kreise der verjüngten Kaiserstadt wurde in dem neuen Gebäude eine reiche Industrie- Audstellung des österreichischen Kunstgewerbes eröffnet, deren größter Triumph darin besteht, daß sie nachweist, wie sich dort Alles von dem Papstthum des Geschmackes, der Pariser Mo de, emancipirt hat. Man ist mit Recht stolz auf die eigene Judustrie, die, von echtem deut schen Kunstsinne getragen, weder der Vorbil der aus dem Westen bedarf, noch nach Osten hin einen Ausgleich mit ungarischen, tschechi schem, slovakischem oder kroatischem Styl nö—- thig hat. Diretktor von Eitelberger und Dr. Jatkob Falke leiten die Kunstgewerbeschule mit Geschick und Erfolg, und es steht nur zu wün schen, daß die ähnlichen Anstalten des Deut schen Reichs sich gleicher Munifizenz seitens des Staates, gleicher Theituahme seitens des Pu blikums zu erfreuen hätten. Eine Kunstausstellung neuer Art ist die vom Berliner Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen veranstaltete. Der Verein will die Tyatigteit des weiblichen Geschlechts erweitern und auf das Gebiet der Kunst aus-- dehnen. Die Auosstellung bringt vorzüglich Versuche und Anfänge, Beweise erlangter tech nischer Fertigkeit, aber auch wirkliche und in jeder Beziehung vortreffliche Kunstwerte. Klei ne Aquärellstizzen, reizende Arahestken und Albumblättern, bunt und sauber gemalte Tischplatten erfreuen das Auge. Unter den verschiedenen Copien ragen die Arbeiten her vor, welche die Damen Franzioka Gräf (auf Marmor), Pauline Blantenburg und Antonie Eichlet geliefert haben. Portraits sind 25 ausgestellt, Landschaften etwa 30, die meist nicht ohne eine große technische Fertigteit. Die Versuche, die einige Künstlerinnen im Genrefach gemacht haben, sind nicht glücklich ausgefallen. Das Grabdenkmal des Vater Methfes-- sel, zu welchem die deutschen Gesangvereine gesteuert haben, geht seiner Vollendung ent gegen und wird wahrscheinlich am nächsten Jahrestage des Todes des Altmeisters auf dem Friedhofe zu Heckenbeck im Braunschweigi schen aufgestellt und feierlich enthüllt werden. Ganz gewaltiges Aufsehen macht in Bonn die lieblose, ja geradezu rohe Weise in welcher man die langjährige Oberin der barm herzigen Schwestern des Johannis-Hospitals, Schwester Augustine, eine nahe Verwandte des verstorbenen Münchener Professoro v. La sauix, zur Anertennung der päpstlichen Un— fehlbarkeit zu bringen versucht hat. Dieselbe, in den höchsten wie in den geringsten Kreisen weit und breit hochgeachtet und geliebt, em pfing vor etwa drei Wochen, als sie eben von einer schweren Krankheit befallen war, den Besuch der Oberin des deutschen Mutterhau ses aud Trier, und vor etwa acht Tagen den der General-Oberin aus dancy, weil ste, höchst wahrscheinlich auf eine Denunc.ation hin die ihren Weg über Köln genommen, in den Ver dacht gekommen war nicht an den unfehibe ren Papst zu glauben. Als sich dieß nach einer stundenlangen Inquisition allerdings als wahr und trotz der angewandten Drohmtttel als unabänderlich herausstellte, wurde sie, ohne daß man das zuständige Curatorium aüch nur im mindesten befragt hätte, ganz einfach ihrer Stelle entsetzt, uud eine neue Oberin ernannt. Es bleibt nun zunächst ab zuwarten, ob sich das Curatorium gefallen lassen wird, so ohne weiteres beiseite gescho ben zu werden. Ein Consortium, bestehend aus den Holz häundlern L Fürth, M. Gerstle, den Hof- und Gerichtoadvocaten Dr. Kreuth, Bantiers I Roth und Comp-c, ist beim Gemeinderathe von Wien um Uebertassung des Platzes über dem Wienflusse oberhalb und unterhalb der Zollhausbrücte behufs Erbauung eines groß— aãrtigen Hotels (eines ameritanischen Hoteio, wie die N. Fr. Presse es nennt) für Massen bequartierung von Fremden während der Weltauhlelluna im Jähre 187ã eingeschritten. Die Herren weisen auf den argen Mangel an ünterkunftsräumen hin, sowie darauf. daß durch Umgestattung yon Wohnhäusern zu Hotelzwecken die Bewohnerfchaft zu fehr in s dDẽitlers gezogen und die Zinse bis zur uner schwinglichkeii hinaufgeschraubt würden. Der Bau dicses Hotels, weiches am Donaucanale daãchst der Dampfschifffahrt utnd der Ring straße, daher unmittelbar an der Trammah- Linie sehr günstig situirt wäre, wärde archt tettonisch schon ausgeführt und nach der Welt ausstellung wiedet demotirt werden. Die Ho telgebnde würden sich lttgs der beiden Ufer und zum Theile nach Ueberbrückuig der Wien über den Wienfluß selbst ausbreiten. Das Consortium meint nun: die Communal-Ver tretung sollte das Werk dadurch fördern, doß sie den noöthigen Platz unentgeltlich oder dach gegen eine sehr mäßige Entschädigung abtrete. Das Journat de Gand (Genter Jour nal) schreibt anläßlich der von Herrn Jules Simon in der Akademie der Wissenschaften erhobenen Klage über die Plünderung Frank reichs dnrch die Alliirten im Jahre 1815 Fol gendes: Die Franzosen, weiche sich über die Plünderung ihrer Museen im Jahre 181t5 be ktagen, weil sie gezwungen wurden, einen Theil von dem zurückzugeben, was ste im Aus—- iaude gestohten hatten, scheinen nicht zu wis fen, wie weit sich die Räubereien ihrer Gene rale in den eroberten ʒrovinzen erstrectt ha ben. Was unfere Universc ts-Biblioihet an Kosibarteiten, sowohl an Manic eripten wie an Incutnäbein besitzt, ist uns nur duc d eine Art Wunder erhalten geblieben. Ein Be richt, welchen die Herren Coppens und Van Hullem am 14. Floreal des Jahres V an die Centralverwaltung des Departements Escaut richteten, besagt darüber: „Wir haben die Bibliotheken der Franciscaner, der baarfüßi gen Carmeliter und des Abtes von St. Pierre in das Depot nach Vandertoo gebracht. Die— ses letztere halte bedeutend gelitten, während der General v. Sonigs das Haus des Abtes occupirt hielt. Die Sieget fsind erbrochen, die Thüren mit Gewalt geöffnet und die besten Gemälde, Küpferstiche, Zeichnungen und Bü-- cher fortgenommen worden.“ Das wiegt wohl die französischen Pendülen auf, welche jetzt angeblich nach Preußen gebracht worden sein soller. Wenige Jahre nachher warden fünf Kisten mit Büchern und Manuscripten in demselben Augenbiicke in Amsterdam mit Beschlag betegt, als man ste nach England einschiffen wollte. Man überzeugte sich, daß ste Alles enthielten, was die Bibliothek von St. Pierre an Kostbarkeiten besessen hatte, und man sthickte sie nun an die Universitäts- Bibliothetk zu Gent. Die seltensten Incuna bein unseres Depots sind aus diesen Kisten hervorgegangen, unter Anderem die Schöffer sche Bibel von 1472 Die Officiere, welche die Abtei von St. Pierre bewohnt hatten, waren nicht Alle hinsichtlich ihres Geschmacks an seltenen Büchern gefühllose Barbaren ge wesen. Ein berühmtes Manuscript des Horaz, durch sein hohes Alter unter den Gelehrteu betant und oft citirt, war nicht wieder aufge funden. Außerdem veröffentlicht das Brüsseler Echo du Parlament noch einen Notenwechsel zwischen Lord Castlereagh und Lord Liverpool vom Jull, August und September 1815, in welchem die von den franzoösischen Heerten begangenen Plünderun gen an den Kunstschätzen der eroberten Län-- der erörtert und amtlich constatiri werden. Der Gauioid erzählt nachfolgende Ge schichte, deren leidende Heldin, der Franz. Corr. znfolge, die Ex- Königin von Spanien ist: Eine sehr hohe, bon ihrer Macht gestürzte Dame ist das Opfer eines bedeutenden Dieb stahles gewesen. Die Geschichte ist so bedenk lich und mysteriös, daß man kaum ein Wort dabon zu sprechen wagt Eine Pecsonlichkeit von den besten Manieren und von einem Na men, mit dem der Adel verbunden ist, endlich mit ansehnlichen Papieren versehen, hatte Zutritt zu den Gemächern der hohen Dame Diese ausgezeichtiete Guust brachte den Kam merherrn selbst in die größte Verwirrung, denn der Unbetkannte erhieit Audienzen, welche den hohen Würdenträgern versagt waren. Auch wagte man im Anfang nicht ein Wort gegen die geheimnißvolle Persöulichkeit. Man wußte nur, daß dieselbe ein sehr schönes Hotel in den elysäischen Feldern bewohnte, zahl reiche Dienerschaft und Equipagen hatte, turz, einen fürstlichen Aitfwand machte. Plötzllch erfährt man, daß der Gün“tting der hohen Dame der Familie, deren Namen, Titel und Decorationen er angenommen hatte, fremd ist; es war ein Betrüger. Bald macht man über seine Perfon schüchterne Entdeckungen, denen zufolge sich der Betrüger in einen In dusirieritter verwandelt; denn er hat sich ge gen eine gefälschte Tratte 35,000 Fres. aus zahlen lassen, und dieser Tratte waren meh rere andere von demselben Kaliber gefolgt. Die Ueberraschung stand in dem entsprechen den Verhältnisse zu der Ehre und den Privite gien, deren Gegenstand er mit Ausschluß der Vertrauten des Hauses gewesen war Seine Rolle erinnerte nachgerade an Cagliostro. Besorgniß malt sich auf allen Angesichtern. Schnell öffnet man die Cassetten, und wel cher Schreck! Diamanten im Werthe von mehr als einer Million sind verschwunden. Was thun? Soll man ihn verfotgen und der Justiz übergeben? Der Fall ist bedenklich. Mit einer geheimen Mission betraut, waren ihm auch wichtige Dinge anvertraut worden. Alles wohl erwogen, ist Schweigen einem Scandal noch vorzuzichen. So ist denn die Sache nahezu begraben, und man will dem Abenteurer die Freiheit lassen, sich anderwärts seinen Galgen zu suchen. Man wird sich erinnern, daß zur Zeit, wo die Lebenoversicherungogesellschaft „Al bert“ stürzte, auch gar bedenkliche Gerüchte über die Lage der „European“ laut wnrden. Damals wurden die Sachen vertuscht, der Verwaltungorath fast gänzlich anders besetzt, und die Verwaltungskosten wurden um eine bedeutende Summe per Jahr verringert. Neuerdings jedoch sind wieder allerlei Gerüchte im Schwange gewcsen, und jetzt ist ein Vor schlag unter Erwägung: das ganze Versiche rungögeschäft an eine ameritanische Gesell schaft die New York Life Assurance Company zu übertragen. Die katholische Studenten Verbindung „Arminia“ in Bonn (sie zählt nur wenige katholische Theologen zu ihren Migirdern hat vier Mitglieder durch förmlichen Beschlu ausgestoßen, weil ste die Vorlesungen des Prof. Reusch über Schöpfungsgeschichte besu chen und weil sie sich geweigert haben, auf der Kneipe sich feierlich zum Glauben an die Unfehlbarkeit des Papstes zu bekennen. Ein Correspondent der A A. Z. schreibt von Rom im November: Wir haben noch im mer das unerhörte Schauspiel, daß 500 Wag gons mit dem Hausrathe der Beamten im Bahnhofe stehen und nicht ausgepacktt werden tönnen, weil die unglücklichen Opfer ihrer Stellung leine Wohnungen finden, um ihr Haupt niederlegen zu können. Der klagende Aufschrei über dieses gezwungene Zigeuner thum wird mit jedem Tage größer, und die Verlegenheit wurde noch gesteigert, als die Eisenbahn Direktion erklärte, sie könne alle diese aufgestapelten Massen nicht länger un terbringen. Endlich hat nun die Regierung Hülfe schaffen müssen und hat den Beamten einen Theil des Klosters von Michel Angelo und die Kirche Santa Teresa zur unentgeltli chen einstweiligen Aufbewahrüng ihrer Hab seligkeiten angewiesen Die höheren Lehranstalten in ganz El saß-Lothiingen haben sämmtlich im Novem— ber ihr neues Schuljahr begonnen. Das Ly-- ceum in Straßburg zählt 170 Schüler, welche sich mit jedem Tage mehren; darunter sind bis jetzt 40 eingeborene Elsässer und Lothrin ger Das Internat der Anstalt beläuft sich auf 14 Zöglinge, und es darf bemerkt wer den, daß mehrere National Franzosen aus dem Innern Frankreichs ihre Soöhne gesendet haben, um einer deutschen Erziehung theil haftig zu werden. Das Gymnasium in Buchs weiler hat mit 102 Schülern begonnen, wo—- runter nur ein einziger eingewanderter Deut scher; Mülhausen zählt 80, darunter die Söhne der angesehensten Familien; Colmar 84, darunter 60 eingeborneElsasser; Metz 87, größtentheils eingewanderte Deutsche, ob wohl sämmtliche Lehrer daselbst Französisch sprechen und der Direktor ein Lothringer ist. Der Sultan hat die Ausgaben seines Palastes auf drei Millionen einzuschränten befohlen, seinen Hofbanquier und Höfjuwe-. lier abgesetzt und genaueste Rechnüngable gung über den Ban des neuen Palastes in Tscheragian eingefordert. Auch Daud Pascha soll bei dem Eisenbahngeschäft Unterschleife begangen haben und vom Baron Hirsch be stochen worden sein. Der Bey von Tunis hat sich verpflichtet, alle in der Türkei bestehenden Staatseinrichtungen auch in seiner Regent schaft einzuführen, vor allen Dingen aber die Finanzen in Ordnung zu bringen. Daß ihm der Sultan dazju die Erlaubniß gegeben, die Moscheengüter zu verkaufen, ist höchst z v ei felhaft, zumal die Vatuf-Frage ini ottomani schen Reiche selbst noch nicht entschieden ist Die Cholera hat aus Stambul noch immer nicht weichen wollen. In Metta hat eine Au zahl Fanatiter eine Empörung gegen die Herrschaft der Pforte in Scene zu setzen ge sucht. Die Sache mißlang aber; zwei Rä— delsführer wurden enthauptet und die übrigen eingele·tert Der russische eeb hat scharfste Bestrafunq eined gewissen Opza chowoti verlangt, der als derjenige ermittelt ist, welcher den angeblichen Vertrag zwischen Preußen und Rußländ gefälscht hat. Ein Mädchen aus Olmütz hat sich in einer Bittschrist an den Temedvarer Magistrat gewendet, in welcher es angibt, ein Soldat, der jetzt in Temeovar in Garnison liege, habe zu ihr in einem zarten Verhältniß gestanden, und der löbliche Magistrat möge ihn dazu verhalten, seine Pflichten gegen sie sowohl als auch gegen ihr und sein Kind zu erfüllen. Dem originellen Gesuche war originellerweise ie Photographie der Botreffenden bei gelegt. 2 4 1 Woöchentliche Brieflft· m Vom 26. November bis 3. Dee ber 1871. A 4566 Adler Moses 1571Altmayer A 41567 Adams Mary Miß 1572Ar0n heimer Jac Mn ht dre une eberle Heinr ugusti s Marie 41570Ahrens Havemeyer e tin r 4576 Barbara Sister 4596 Blohm John 415768auer Jonn 4597810ch Jacedb 77Bauscher Raimund 4598Bedum Anton 1578Beitm F tedenlaar KRic 579Beders 4600Boniel 580Benning Aug 4601 Bockelmann H H 581 Bernhard. L 60280rn JZatob 4582Bechrrt Leop 460380fch jr Ant 4583Beder Wm 460-Bornack Carl 5 ißecich Joh Doda 460580idt Pautina Mit B 5 Behlicte Gust 4605 Brosmire Frant 586Beer Herm 4607 Brüst John 557 Beck Fratiz Em 46088r0ß u Hein Dehu 588Benschoter Mart 4609 Bredner Jas BBernstein u Co 2510Buttolsli Cesar sßerwanger Amson Mrs 36t1Bulwan E Boiviu Jof 12Butte A B92Dih er 41613Burmeister H 593Bittinger G Wen Herm ißlohn Frank 4615Buter Frer 459581ahn Franz C 4616Caviezel Christian 1620Ctaufen 3 F 617Caßman Dos 1621 C ehen ʒ 618Chelewoti Ant 4622 de 619Christman Nick —do Selemon, 4624 Daubenspeck Min 4531Doehrn John 1655 Dammerow Franzu Carl4632Dowrigß Frit 1626Datteizweig d 41633Drersuß Saimn 627 Dectert Frant 4634Dreßler Gottlieb 1623Diedrich S H S Drauzburg Robert 4629 Dijes Joseph 4636 Drever Marie Mrs dbateran An it Maria 4638Eg1l Ignatz 46413Eisenman Fraut dChrenderg Erhart 46 HEllermann Aug 30 vEif gobn 16 HEngelharat Dr Carl ie enhard Erust 6Erlenborn Caepar ihne Ch crtte Emil 42661 Frank Elise Mrs tc or draneberger Cras leso a en 166; ride Heinrich 651 Faeche Robt 7 tt o 6 2ßethne Louis Ju ren mern tto. ggeliman Henry ochr. igeidtoyp T 4667hrant. 16 sFehl RH 4668Frant A 4656 Fischer L 4669unt Aetn 41657Flerjcheim GP 41670hrey Mac rantenbeeg 467 IFrechosteiner Ignat ren Bertha Miß 4672ʒuchs gohn 4660hrisch delir o 4673Ganschow Freb TosGreenbaum M 4674Gartenwan B 4606Gritmacher Wm 4675Gescheid!e Henrv 4687 Greiczyt Jos 4676Gergen Peter 46588Grunbman Wm 41677 Ginsberg B 4689Grubbe A 7irerers B 4690Groth Minna 1679Gisq-r Jos A 4691Grcenberg Wm 6 leener Maria Mrs 4692Gründoef Anna Mrw 4681Goebel C 41693Gramann Mr 682Goldschmidt Abr Rer 4694Gursti Louis Freder 4683Gotthardt Liberim 1695Guyor Lonio 4684Gouldsmith L 2 4696 Hahn Heinrich e Martha 697 Hartna Susette 4721Heides Rev 4698Haat 3 D 2a W r S 4723Heid Chr looHarniso Otto AHeller Alfr oolHaller Wm L 72—Heoge Louise Miß 4702 do öriß 41 ecder John 47u3Hartmann Chas 4727Hetvemann Panl 4704 Haag Balt 4728Hilbebrandt 9 o Haenle John Martin 1720Hohnet ört s 2 4730Höd F 4707 Hesse Wm 4731H0rn Martin 41708Hehenbrock ð 4732Haesch Jacob 4709 Hesse Wu? 41733Hongner Vytech 4710Havs MH rrrttnarener M 4711Hengelman L 4735Horner Henrt 4712 Herrmann W 4736 Heß Anton 4713Heintoleman L W 4737H01e Frank 4714Heigell uCo D Eodenma Chas 1715Hepp u Schoenthaler 4739 ari Mius 4716 Hektor F 70Huth L 4717Hevler John 41Heigler Ann Miß ishercit Maria Hi2uttenbvcher Zobn 4719 Hermes John s 47439ac0b0w01y u Stein 1751 dẽ Eet iJanuvewsi doseph 4752Irung Winnie 4745 Jauch John 175330t1en 2746 Jans Johann 475415ac B 7ã7 Jahries Conrad 4175 Isaacs Wnt“ 1: Frir Peter 4755Junt John 4749 Jacobs Musiler 4757 Ina Louis 17Ibsen sdung Zohn 4759Kaßmann Davis 1786Knaat Htent 1760Jarch WP 4757 Kuaus ic 4761 Kandlit Jatob 1785 uester Toeod 4762Kaufert I 4789Kntep Andr 41763Kampfchülte Eb 790 Knatover John 4761Kantsty W 170 i Knuckel Rie 1765Karnau Zohn 2792Knuth Chas 476bKarsten Peter 4793Kollsmith A 4767 Kaiser Maria Miß 4794Koehnecke D 4768 Keller Heury 4795Kester Anton 1769 Kempfrr Caroline Miß 4796K0wa 4770Kestein Fried 4797Korepte Chac 4771 Keller F 41498K011ar Martim 4772Kenefick 283 799 Kreusch Mare 4773Kezens Wmn 4800Krastner H 4774Ke5l 4801Kremler Mich 4775Kuchenthal Jahn 4802Crauser Fried 4776Ketter Engelhard 4803Krictle Therese Mit 4777 Keßler Bros 4804 Kreis Fohn 4778 Kirchhoff S 4805 Kranz John 4779 Kluge Wm 4806 Kunz Carl A7BoKlessel Wenzel D uehn CF lKlafting August 4808Kusofsty Maria 18. alee 4809 Kurt C S /8 a ibormänner 4810 Kuhn u Zakob Hsisla. iner Gerhard 4511 Kurland John /Klnʒn ann dF Bir atrtet Fustav 36 din 4830 Link Geo atet tziee Mlenih vernd 4815Lazear Anuca 41832Lillig Baden Anna 4533 Liebermann L i-Lauer Maeb rgltennein isLand Emtmns rrinrentrnr? 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Co dortgengeler John 5051Zedat A doiggedtite Atr otornt A Mre W9Zenischect Jo stZuctermann Ir dosoZerniß Mr ʒ 9 H. Claussenius Co., Deutsche Bank 0— No. 254 West-Randolph Straße. Verkaufen Wechsel auf Europa zu New-Fork Raten; besorgen die Einziehung von Erbschaften als Specia lität: verlaufen Passagen von und nach Eutopa billigst besorgen die Anlage von Capitalien zuverlässig und ver mitteln Importationen von Euroda. CONSLAT des Deutschen Kaiserreichs. 1 H. Clanssenius, Consul. 6dezl It so uwö 104 Länderei azum Verkauf. Acker gites Prairie Land, nicht cultivirt, in Thellen von 80 bis o Acker, trit ronr eit die eirt Meilen von Cisenbahn· Stationen. „Ferner zwei eultivirte Farmen von 160 Acter jete, mit, Hauser, Ställen, Cribs, Brunnen, Obstgarten und Hedges. guter, reicher Boden. a Diese Ländereien sind nahe Nevada, Dwight und Odell tã 1 Livingston Co., Ilnois, und werden billig für Cafh vet tauft, oder auf lange Termine. Manu addressire oder spreche dor ba L ae Imlw r di Va..