Wöchentliche 2 7 7 Illinois Staals;eitung. Tägliche a. wöchentliche,, Illinois 14 Staatszeitung und „Der Westen.“ Ofñce: 1015 West Randolph-Straße. Abonnements-Preise: ägliche Morgen-Ausgabe, in der Stadt durch die Träger Zee E r Haus geliefert: Der Zahr im Voraud 12.00 DPer Weihe· Tägliche Auegabe und „Der Westen“ per Woche.. 0.30 Auswartige Abonnenten per Post: Aaliche Ausgabe per Jahr, im Voraus. 510.00 Dtr eitt prt lahr Wöchentliche Ausgahe per Jahr. rret 2.00 Wöchentliche Ausgabe nach Deutschland per Jahr. 14.50 Nach Fraulttih. n 4.9 Rach der Schweiz und Luxemburg. ············r d.OO 2 Bestellungen sind zu adressiren an die inois Staatszeitungs-Co. Zuino ta Besondere Vortheile gewähren wir Abonnenten, die sich für die Verbreitung ur seres Blattes bemühen, wie folgt Wochenblatt, sowie Westen: 1 Eremplar 1 Zaht 200 10 20 1 50 1 Diese Ermäßigung tritt jedoch nur dann ein, wenn die Namen der Aboxnenten auf einmal eingesandt werden, und zwar unter Borausbezahlung für das Jahr a 872. Treten zu einem Club später weitere Abonnenten hinzu, de werden die Abonnementspreise fũr diese zu denselben Club- Raten berechnet. Solchen, die Clubs von 20 bis 25 Abon nenten bilden, senden wir 1 Exemplar gratis. Deder alte Abonnent, der noch zwei neue Abonnenten für 1872 und S 4 einsendet, erhält sein Exemplar ein Jahr frei. Um Postmeister, Agenten -e. für Mühe und Unkosten zu entschädigen, gewähren wir denselben einen Rabat von 10 Prozent auf alle Gelder, die uns von denselben eingesandt werden. Geldeinsendungen sind, wo es möglich, in Post-Geldan weisungen oder registrirten Briefen zu machen. Man adressire: Ditinois Staatszeitung Co., 101 West-Randolph Street, Chicago. Chicago, den 28. November 1871. Auf festem Grund. Die große Feueröbrunst, welche dem Raume nach fast die Hälfte, der geschästlichen Bedeutung nach drei Viertel vbon Chi— cago eingeaschert hat, hat der Welt ebensoviel Antaß zum Entsetzen, wie zur Bethätigung werkthätiger Nächstenliebe gegeben, sie hat aber daneben noch etwas Anderes bewirkt, was sehr wesentlich dazu beiträgt, das Unheil zu lindern. Sie hat die von eifersüchtigen Con turrenten geflissentlich genährte Meinung, daß der Wohlstand und die Größe Chicagos nur auf Triebsand beruhe; daß das rasche Wachs thum dauernder Werthe, wovon unsere Steuer- Einschätzungolisten Zeugniß ablegien, meht oder weniger Schwindel sei, aufs gründlichste widerlegt. Gibt es in ganz Amerika oder Europa eine ã'deite große Handelsstadt, die eine so fürch— terliche Verheerung hätte erleiden und in ge schäftlicher Beziehung binnen einer oder zwei Wochen wieder auf so festen Füßen hätte ste hen tönnen, wie Chicago nach der Katastrophe vom 9 Oktober? Man bedenke, daß alle Banten, alleöffentlichenGebäude, alle Großhandels-Geschäfte und Waaren-Niederlagen, ja selbst die wichtigsten Eisenbahnhöfe vernichtet waren! Es würde einem Bewohner von London, Liverpool, Amsterdam, Hamburg schwer werden, sich eine solche Lage auch nur deutlich vorzustellen, geschweige denn an diese Vorstellung die Ueberzeugung zu knü— pfen, daß auch nur in Monaten oder Jah— ren der Geschäftöverkehr sich von einem solchen Schlag erholt haben ktönnte. Hier in Chieago aber waren acht Tage nach dem Feuer alle Baaken wieder in volliem Betrieb. Nicht eine einzige von ihnen war genöthigt, die Zahlungen einzustellen. Mit andern Wrten: die Wechsel, welche sie discontir-, die Darie hen, welche sie gemacht hatten, waren alle „gut“, oder wrigstens es waren so wenige davon „nicht gut“ daß die Zahlungofä higkeit der Bant nicht darunter litt. Und doch waren vielleicht drei Viertel der Ausstel ler jener Wechsel abgebrannt! Biunen zwei Wocha nach dem Feuer hat ten fast alle unsere Großhändler ihdre Ver— bindlichkeiten im Osten geotdnet. Manche nahmen einen von ihren Gläubigern freiwiltig angebotenen theiüweisen Erlaß; die meisteü aber forderten nichts weiter als Prolonga tion der Zahlungofrist, die ihnen bereitwilügst gewährt wurde. Oer Getreide-, Holz- und Fte!schhandel, nach welchem concurrirende Städte sofort gierig ihre Hände audsstreckten, blieb in seiner gewohnten Bahn und schon in der vierten Woche nach dem Brande, erreichte der gesammte Umsatz in Getreide, Mehi, Pro visionen und Bauholz volle 2Prozent des Umfangs, welchen er in der entsprechenden Woche des Jahres 1870 gehabt hatte. Mit andern Worten: für jede Million, welche der Umsatz im November 1870 betrug, belief er sich im November 1871 schon wieder auf 920,- 000 Dollars. In welchem Grade die feste Zuversicht auf dir valdige võllige Wiederherstellung Chicagos alle Klassen der Bevölkerung belebt, kann man am besten aus dem Stande der Sparban—- ten ersehen. Vor uns liegt der neueste Be— richt derdeutschen Sparbantk. Er er streckt sich auf die neun Wochen vom 19. Sep tember (drei Wochen vor dem Feuer) bis zum 21. November (sechs Wochen nach dem Fener. In Anbetracht, daß de- größte Theil der Ein leger in dieser Sparbank aus auf der Nord—- seite wohnenden Deutschen bestand, hatte die Annahme nahe gelegen. daß uach dein Feuer die Bank einen schweren Sturm zu bestehen haben würde. Andere Sparbanken hatten solche Besorg nisse und zeigten an, daß sie vorerst nur Be träge bis zu 20 Dollars auszahlen würden. Schon zwei Tage nach ihrer Wieder-Eröffnung ließ die deutsche Sparbank diese Beschränkung fallen und zahlte alle Einlagen, die zurück gefordert wurden, aus. Was war das Er— gebniß? Das in den sechs Wochen nach dem Feuer nicht so viei Geld mehr rück bezahlt, als eingelegt wurde, daß in drei Wochen vor dem Feuer mehr eingelegt, als rückbezahlt worden war. In bdiesen drei Wochen waren beinahe 73, 000 Dollars ein gelegt und 40,855 Doll. ausbezahlt worden, so daß sich die Gesammteinlagen um mehr als 32,000 Dollars vermehrt hätten. Dagegen wurden in den 6 Wochen seit dem Feuer 103,786 Dollars eingelegt und 134,710 Dollars ausbezahlt, alfo nur 31,000 Dollars mehr ausbezahlt, als eingelegt. Sechs Wothen nach dem Feuer war somit die Ge sammtsumme aller Einlagen um 1000 Dollars größet, als drei Wochen vor dem Feuer. Diese Zahlen sprechen deutlicher, als alle Behauptungen. Sie zeigen im Verein mit Dem, was über das Wiedererstehen des Groß handels von Chicago gesagt worden ist, daß unsere Stadt auf festem Grunde steht und daß sie auf solchem Grunde in kürzerer Zeit, als selbst Sanguiniter geglaubt haben, in größerem Glanze, als je zuvor wieder errichtet werden wird. Illinois Staatsgesetzgebung. Die Staatsgesetzgebung ist seit dem 15. Nov. in Sitzung, aber sie macht mit ihren Ar beiten sehr langsame Fortschritte, namentlich deshalb weil im Hause der Abgeordneteu sich meistens keine beschlußfähige Anzahl von Mit gliedern befindet. Der Senat könnte sich auf einige Wochen vertagen da das Haus keine Bill durch alle drei Stadien durchgetrieben hat, dem Senat somit gar keine Hausbills zur Behandlung vorliegen. Die alten Fra gen, welche die Gesetzgebung letztes Frühjahr beschaftigten, sind wieder auf dem Tagis. So wird jetzt auch wieder der Versuch gemacht, stenographische Protokolle der Sitzungen auf Staatstkosten schreiben, resp. drucken zu lassen. Der Versuch besteht zunächst in einem Antrage, $25 per Tag für Berichten der Verhandtun—- gen des Senats zu bewilligen. Die nuahme des Antrags wird für wahrscheinlich erttäri Die Frage, wie weit das Registrationsge setz abgeändert werden soll, hängt auch noch immer in der Schwebe Die eine Bill, gegen welche im Frühjahr der Gouverneur sein Veto einlegte, hebt das Registriren in Städten unter 5000 Seelen und in Counties unter 100,000 Seelen auf. Die andere Bill (im Hause) hebt das Registriren in allen Städten unter 5000 Einwohner und allen Countitõ auf, Coot County (Chicago! Tüüein auẽge· nommen Ein Versn wird gemacht werden es auch für Cʒdk County aufzuheden. In der Gebührenfrage, die jetzt namentlich für die Bewohner von Coot County, die alle Deedo (Kaufbriefe) wieder vom Recorder nen eintragen lassen müfsen, zeigt ed sich wieder, wie langsam eine Kefotm, deren Nothwen digkeit in der Theorie Jedermann zugibt, zur Prarid wird. Nichts wäre denn doch ein— facher gewesen, als durch Gesetz festzustellen, daß für folche Wiedereintragung so und so viele Cent per 100 Worte an den Recorder oder Registrator zu zahten seien. In der That beantragte Springer den Preis auf 4 Cent per 100 Worte festzustellen. Ohae über diesen in Form eines Amendementd gestellten Antrag abzustimmen, wutde die ganze Ange legenheit an das Comite für Gebühren und Gehalte verwiesen, und die meisten Vertreter von Coot County stimmten für solche Ver weisung. Das Publikum wird somit noch eine Zeit lang das Vergnügen haben, die alten, ohnehin längst als zu hoch verdammten Sätze zu zahlen. Wie lange es dauern wird, bis an die Stelle der enornen Gehühren-Ge halte der Countyclerks und anderen County—- beamten e Gehalte treten werden, wissen besagte Cterkd wahrscheinlich am Besten, deren Interesse natürlich darauf hingeht, jede Gesetz— gebung über den Punkt hinaudzuschieben, und die Dinge so zu lassen wie sie sind. Im Juni 1870 wurde die neue Verfaffung angenom— men, welche es der Staatosgesetzgebung zur Pflicht macht, feste Gehalte füt die Staats— und County-Beamten festzustellen, seit De— zember 1870 ist die Staatsgesetzgebung ver schiedene Male in Sitzung gewesen, und jetzt nachdem beinahe ein Jahr seit Eröffnung der ersten Session verflossen ist, warten wir noch immer auf das so nöthige Gesetz. Waite, von Cookt, legte die in der neulichen Extrasitzung der Gesetzgebung im Hause an genommenc Bill vor, nach welcher der Mayor das Recht haben soll, Steuernachtaß anzuord nen, im Fall die Szeuerkraft durch Brandun glück vermindert oder ganz aufgehoben ist. Humphrey, von Cook, legte eine Bill vor, nach welcher in Orten, deren Steuer-Archive zerstört sind, eine neue Steuerabschätzung für Staatõ-, County-, Town- und Schulzivecke veranstaltet werden soll, und zwar anf Grund des Besitzstandes vom 1. Dez. 1871. Die Steuerabschätzer (Assessoren) sollen ihre Bü— cher bis zum 1. März 1872 abliefern, die Col lectoren bis zum 1. Juli 1872. Der Beschluß, $25 per Tag für stenogra phische Berichte auszugeben, wurde schließlich mit 21 gegen 11 Stimmen angenommen King, von Cook, legte, nachdem die Ge schäftsordnung aufgehoben, eine Bill vor, nach welcher die Mayore von Städten von 100,000 Einwohnern und mehr die Macht haben sol len, alle nicht vom Volke erwählten Beamten der Stadt anzustellen und abzusetzen, und ih nen (besagten Mayoren) außerdem die Be fugniß der Revision in allen städtischen Ver waltungs-Abtheilungen verleiht. Im Hause stattete das Drucksachen-Comite einen Bericht gegen Bezahlung stenographi— scher Prototolle ab, wie der vom Senat ange—- nommene Bericht es beabsichtigt Der Be— richt sieht darin einen Contrakt und darin eine Verletzung des 7 19, Abschnitt 4 der Verfass sung. Im Senat fand eine längere Debatte über einen Beschluß statt, durch welchen der Congreß ersucht wird, den Eingangszoll auf Bauholz aufzuheben. Nachdem die Wälder von Wisconsin und Michigan durch die Waldbrände der letzten Monate so stark ge lichtet sind, müssen Canada's Wälder in An spruch genommen werden. Der Eingangszolt auf canadisches Bauholz beträgt 82 Goid auf 1000 Fuß. John C. Dore, von Cook County, wünschte auch Eisen und Salz von Eingango—- zöllen befreit zu haben. Der Senat weigerte sich jedoch den bcreits angenommenen Beschluß in Wiedererwägung zu zichen, und so wird der Congreß nur um Aufhebung des Eingangs zolles auf Bauholz angegangen werden. Im Hause kam die Bill Vocke's über Le benoversicherungoögesellschaften vor Das mite empfiehlt Annahme der Bill en daudt eirmtiua die ist. Lag leine Poliee durch Nichtbeza ag ber Prämien ganz verioren 1 urgen sou Oie gleichfalls von Herrn Vocke ursprüng lich ausgegangene Bill in Bezug auf Biga— mie, ist jetzt auch im Senat angenommen ünd Bigamisten müssen sich jetzt vor de Gerichten mehr in Acht nehmen. indem jetzt ihre Ueber-- fuhrung möglich ist, nachdem die früheren, im Interese der Bigamisten offenbar durchgesetz sten Gesetze aufgehoben sind. Nach diefen jetzt aufgehoebenen Vestimmungen von 1853 mußte der Bewcis der Doppelehe durch Augenzeugen geliefert werden, ein Beweis, der natürlich selten zu liefern stand. ZAn die Stelle des Senators Gibson ist W. G. Bowman getreten. Die canadische Distelbill erhielt im Senat 31 Stimmen, 4 dagegen. Da die Bill die zur sofortigen Inkrafttretüg nöthigen ʒ Stimmen aller Senatoren nicht erhieit, ist sie trotz der odigen Stimmenzahl nicht ange nommen. Der republikanische Caueus hat sich über folgende Eintheilung des Staats in bie fur nchsten Herbst zuerst in Kraft tretenden 51 Senatodistritte geeinigt: I—7 Distritt, Cook Counth; 8., Lake und McHenry; 9., Winnebago und Boone; 10., Stephenson und Jo. Davbieß; 11, Ogle und Lee; 12., Carroll und Whiteside; 13., DeKalb, Kendall und Grundy; 14., Dupage und Kane; 15., Will; 16., Kankakee und Iroquois; 17. Livingston und Ford; 18, La Salle; 19. Woodford, Marshall und Putnam; 20, Start und Bureau; 21., Henry und Rock Ioland; 22., Knox und Mercer; 23., Hancock und Henderson; 24., Warren und MeDonough; 25., Fulton und Mason; 26., Peoria; 2. Tazeiell und Logan; 28., MeLean; 29., De- Witt und Macon; 30, Platt und Cham paign; 31., Vermillion und Edgar; 32, Douglas, Cole und Moultrie; 33, Shelby, Cumberland und Effingham; 34., Christian und Montgomery; 35, Sängamon; 36, Schuyhler, Brown, Caß und Menard; 37., Adams; 38., Pitke, Scott und Calhoun 39, Morgan und Green; 40.,, Macdupin und Jersey; 41., Madison; 42, Bond, Clinton und Washington; 43., Fayette und Marion; 44., Clah, Richland, Wahne, Edwards und Wabash; 45., Clark, Jasper, Crawford und Lawrence; 46., Hamilton, White, Saline und Gallatin; 47., Jefferson, Franklin und Wil liamson; 48., St. Clair; 19., Monroe, Ran-- dolph und Perry; 50, Jackson, Union und Alexander; 51., Johnson, Pope, Hardin, Massac und Pulasti. Im Senat wurde die Bill angenommen, welche das Gehalt des Vice-Gouverneurs auf 81200 per Jahr festsetzt. Eine Bill, welche den Ankauf der Oberge richts-Berichte von officiellen Berichterstat tern des höchsten Staatsgerichts zu d 5 per Band empfüehlt, wurde an das Finanz-Co mite verwicsen. Ein Gesuch von I. V. Far well und Andere um Aufhedung der Bestim— mung, nach welcher außerstaatliche Assecu ranzgesellschaften Extrasicherheiten in Spring-- field hinterlegen müssen, wurde an das ge eignete Comite verwiesen. Die erwähnte Be— stimmung wurde seinerzeit im Interesse der Illinois Versicherungsgesellschaften erlassen und vertrieb eine Menge auswärtiger nus Chicago, oder hielt sie ab, daselbst Agenturen zu eröffnen. Die Folge davou war, daß mehr als gut war, in den einheimischen Ge sellschaften versichert wurde. Die Canada Distelbill (Anstellung eines Commissrs in jedem Town mit $3 per Tag zur Ausrottung der Distel) erhielt schließlich im Senat die zur sofortigen Inkrafttretung nöthigen F Mehrheit. Im Hause wurde ein Beschluß ange— nommen, sich von Mittwoch bis Montag den 4 Dezemper zu vertagen. Ein Amendement, daß für die Zeit der Vertagung keine Taggel der (s 5 per Tag) berechnet werden sollen, wurde mit 85 gegen 42 Stimmen abgelehnt. Die Koerner'sche Bill, nach welcher Farmer die Produtte ihrer Farmen in Städten ver— kaufen können, ohne Licenz dafür zahlen zu müssen, wurde mit 34 gegen 14 Stimmen angenommen. Bocke'o Lebensversicherungöbill wurde zur dritten Lesung verordnet. Die Bill über Erweiternng der Gerichts barkeit von Friedensrichtern, wurde an das Pienarkomile gewicsen. Eine Bill wurde angenommen, nach wel cher die Respillage (days ot grace) bei falli gen Noten so werden sollen, daß falls der letzte Tog auf einen Feiertag fällt, die Zah iung am Tage nach demselben zu erfolgen hat, statt vor demselben. Die Bill wurde mit s 8 gegen 27 Stimmen angenommen. Halnes legte e!ñe Bill vor, nach welcher zur Feststellun der von einer Veksicherungsgesell schaft zu zahlende Betrag nach dem wirklichen Verluste bemessen werden soll. Campbell, von Coot beantrögte Anähme der folgenden Bist 21 die gesetzgebenden Körper einer Stadt sollen keine Macht haben, einer Eisenbahnge felischaft die Benutzung oder Legung eines Geleises auf einer Straße zu gestatten, es sei denn, daß die Eigenthümer von mehr als der Hälfte des Landes an der betreffenden Straße oder des betreffenden zu Eisenbahn— zwecken begehrten Theils der Sträße darum eingekommen sind. Diese Bill ist aüf Beschützung der Bürger gegen die neuen Eisenbahnen gerichtet, welche in das Centrum der Stadt kommen möchten, ohne daß es ihuen viel Geld kostet, nämlich dadurch, daß der Stadtrath ihnen dir Stra— ßen zu dem Zwece zur Verfügung stellt. Chicago und seine Nebenbuhler. (Aus dem N. Commercial Advertiser.) Chicago muß sich beeiten; sonst wird man bei dem Streit von zwei oder drei andern westlichen Städten über die Frage, welche von ihnen die Stelle einnehmen soll, die nach ihrer Meinung Chicago verloren hat, schreckliche Dinge erleben. —So lieblod es auch sein mõge, so ist es doch wahr, daß die erheuchelte Theil nahme, welche die Zeitungen jener Städte mit Chicago in seinem Unglück kund geben, nur sehr schlecht die Freude verbirgt, welche sie über den Zuwachs an commercieller Macht und Bedeutung enipfinden, den sie aus dem zeitweiligen Niedergange Chicagos zu gewinnen hoffen. Allein ehe sie unter sich darüber einig werden können, welche andere Stadt die Rolle von Chicago einnehmen soll, wird dieses wieder in voller Blüthe stehen. Es wächst beinahe so schnell, wie es abgebrannt ist, wieder empor und ehe sechs Manate um sind, wird es ebenso keck herausfordernd da stehen und in allen Stücken (auch Eheschei dungen) ein ebenso lebhaftes Geschäft ma chen, wie je. Im Augenblick fühlt es sich et was taumelig in Folge seines furchtbaren Zweikampfs mit dem Feuer Dämon aber es liegt nicht in der Natur des Chicagoers, die Flinte ins Korn zu wersen und jene Städte, welche jetzt, wie der Esel in der Fabel, den vermuthiich todten Löwen treten zu können glauben, werden das bald herausfinden. Es klingt recht schön, wenn sich St. Louis auf dem geduldigen Papiere als werdende Welt—- stadt ankündigt, wenn Cineinnati sich mit stolzer Miene „Königin des Westens“ nennt, oder Milwaukee sich mit der krankhaften Hoff nung schmeichelt, den Handel Chicagos an sich reißeu zu können Aber Chicago ist nur ge sengt, nicht verbrannt und denkt auch nicht im Traume daran, an Blutleere zu sterben. Die Bemühungen seiner unedlen Nebenbuhler, seine Wichtigkeit zu ignoriren, ist, um eineu Straßenausdruck zu gebrauchen „sehre dün— ne“, beinahe so dünne, wie das Papier. auf welches jetzt die. Chicagoer Zeitungen gedruckt werden Aber Chicago muß sich be eilen, sonst wird die gesteigerte Aufgebläsen heit seiner gehaßten Rivalin der „Stadt, die auf einer Mississippi Schlammbant hockt“, nicht mehr auszuhalten sein. Die Cholera in der Quarantäne. Der amtliche Bericht über die ärztliche Un tersuchung des Schiffes,Franklin“ bei dessen Ankunft im Hafen von ew Yortk ist soeben veröffentlicht worden und lautet mit Erwäh— nung der während der Ueberfahrt vorgekon menen Vorfälle wie folgt: Health Officer's Departement, Quarantäne, Tompkinoville, St. 1., 15. November 1871. sAn D. I. M. Carnochan, Sanitätobeamter. Geehrter Herr! Ich beehre mich, Ihnen hiermit den Bericht über die Untersuchung des Dampfschiffes,Franklin“ zu überreich·n Dasselbe verließ Stettin am 10., Kopenb— gen am 12. und Christanssunde— 27 ber In den zwei n ie im Zwischen wen defänden sich 22, 633 611 Passagiere, im Ganzen wahtend das Schiff laut gerichtlichem Auoweis füt 660 Rausn besitzt. Die meisten datten sich in Stettin eingeschifft, und bloß 120 waren in den zwei anderen Häfen einge stlegen. Der erste Krankheitsfall fand am 23 Ottober statt, am achten Tage der Seereise, sund es soigten bald andere, so daß bis zur Ankunft in Halifar am 5. November vierzig Rersonen gestorben waren. In einigen Fällen erfolgte der Tod schon 24 Stunden nach Aus— sbruch der Krankheit und etwa drei Tage war die mittiere Zeitdauer der Krankheit von Sol chen die mit Tod abgingen. Das Schiff ver ließ Halifar am 8. Robember und erreichte die Quarantäne am 12, nachdem unterwegs noch ein Todesfall vorgektommen war. Im Schiffohospital des „Franklin“ befanden sich sam 12. sieben Patienten, und einer davon starb am Tage nach der Ankunft. Acht Stun den nach der Ankunft des,„Franklin“ waren schon alle gesunden Passagiere und ein Theil der Bemannung nach dem Dampfer ,„Dela— ware“ und dem Spital auf West Bank ge bracht worden. Seither fand auf dem,Frant lin“ bloß ein Todesfall statt und vom,Dela— ware“ wurden Montags 21, Dienstags 8, Mittwochs 14 und Donnerstags 1 Patient nach dem Hospital gesandt. Von diesen starben wiederum drei an der Cholera, so daß jetzt im Ganzen 45 Personen dieser Krankheit zum Opfer sielen und im Spital auf West Bank 40 Cholerapatienten zurückbleiben. Der Zustand des „Franklin“ zur Zeit der Ankunft war eben so gut als der anderer Emigrantenschiffe. Die Lebensmittel waren guter Qttalitt und in genügender Menge vorhanden, und das Wasser war gut und aus dem Condensator hergenommen. Da man die Schuld auf das Wasser geschoben hatte, so kostete ich es selbst und fand es in gutem Zustande vor. Der gefährliche Cha ratter des Uebels erhellt vornehmlich daraus, daß zwei Personen Dienstag Abends scheinbar anz gesund herumspazierten, 10 Stunden an aber bereits todt waren. Vermuthlich hat die gute Ordnung, die auf dem Schiffe herrschte, weitere Erkrankungen verhindert. Die nicht von der Cholera Ergriffenen sahen im Ganzen gut aus und eine Panit war auf der Seereise nicht ausgebrochen. Die hiesigen Agenten dieser Dampfer-Linie. HH. Wendt und Kimmeloberg, haben seit der Ankunft des Schiffes uns kräftig geholfen und alle unsere Weisungen ausgeführt. Sie kauf ten täglich frisches Fleisch, Gemüse und an dere Lebenomittel auf den Märkten und füg ten sie bei den bereits an Bord befindlichen Vorräthen bei. Ergebenst der Ihrige I. S Mosher, Hülfs-Sanitäts-Beamter. (Aus dem N. I. Democrat.) Alexiana. New Hork, 22. Nov. Auf den Regen folgt Sonnenschein, und über Manhattan Joöland lächelte gestern früh die wärmste Sonne des indianischen Som— mers Die Scharwenzler frohlockten, und die Soldaten der Milizregimenter, welche dazu condemnirt worden waren, vor dem semmel—- blonden Sohne des Kaisers von Rußland das Gewehr zu präsentiren, fuhren mit Resigna tion in die Beinkleider, gürteten sich das „Käsemesser“ an die rechte Seite, stülpten das französische Käppi oder die preußische Pickel— haube über den Schädel und zwängten die Hände in zwirnene Handschuhe. Es konnte losgehen: dem Russen mußte gezeigt werden, daß auch der ameritanische Bürger die mora lische Idee des Parademarsches begriffen habe und zu würdigen wisse. Der Broadway prangte im Fahnen- und Bannerschmuck und die russische Flagge wehte friedlich neben den Sternen und Streifen. In allen Fensteröffnungen zeigten sich geputzte Frauen und Mädchen, das Battisttaschentüch zur Begrüßung des Großfürsten in Bereit— schaft haltend, die Trottoirs waren bevölkert von Menschea beiderlei Geschlechtes, welche sich darnach sehnten, einen lebendigen Kai serssohn von Angesicht zu Angesicht zu schauen, und auf den Querpfosten der Laternenpfähle balaneirten einige lärmende „Bootblacks“ und und „News-Boys“, welche nirgends fehlen, wo es etwas zu gaffen giebt. Die Volkomenge strebte der Battery zu, wo Alexis den Fuß an's Land setzen sollte, üm den Scharwenzlern zu Liebe, vom Militär mit den Ehroen eines Souverans in sein Hotel es cortirt zu werden. Als von der Dreifaltig teitstirche das ewig verstimmte Glockenspiel durch das Klimpern der eigens für die feier liche Gelegenheit einstudirten modcowitischen Natlonathymne die Mittagstunde bimmeite, war Alles auf seinem Posten: auch das Mi— Zur Paräde waren nicht allein mehrere Re gimenter der New Yorker Nationalgarde be fohlen worden, sondern auch Abtheitüngen der Milizen aus Brooklyn und New Zerseh Merkwürdigerweise hätte dos tGekerälkoni mändo die Grotet- und „Butcher“ Husa ren für dieses Mal unbehelligt gelassen: die Schwadronen thaten, in Civil, Etappendienst zwischenWashingtonMarket und den Schlach thäusern. Das Hauptquartier General Shaler's be— fand sich im Astor House, welches aus diesem Grunde auch „unstreitig am fchönsten deko— rirt“ war. Hier meldeten sich besonders Bri gädiers, Regimentoöcommandeuntoõ und deren Adjutanten aus den umliegenden Städten zum Rapport, um für ihre Truppen die ordre de bataille in Empfang zu nehmen. General major Shaler inspizirte die Regimenter in eigener Person, und der große Generalstab rasselte mit abgehatten „Schleppern“ an das Büffet im Restaurant des Hotels, um zu dem Genuß einer echt russischen, Bafra“ -Cigarette einen Alexis zu Ehren eigens componirten „cocktail a la Russe“ über den Gaumen gleiten zu lassen. Die Aufstellung der zur Parade comman—- dirten Regimenter ging glücklich um 13 Uhr von Statten, d. h eine halbe Stunde vor Ankunft des mehr als sechös Fuß hohen Groß—- sürsten auf dem Grund und Boden der Stadt New Hork. Die Truppen waren regiments weise in drei Divisionen auseinander gezogen: die New Yorker Diviston, in. drei Brigaden getheilt, ständ unter dem Commando der Brigade-Generäle Ward, Funk und Varian; die militärische Blüthe Brooklyn's, der Kir chenstadt, befehligte·General Major Wood ward, und der Soldateska von New Jersey ritt der Brigabe- General Plume voran auf einem Apfelschimmel. Die Truppen deployirten in fortlaufenden Bataillons -Colonneu an der Ostseite von Broadwayh, mit dem linken Flügel auf Bat tery Place. Das siebente Regiment war, als das „fescheste“, zur Ehrenwache des Groß—- fürsten erkoren und in drei Gliedern am Pier laufgestellt. Rachdem die Regimenter ihre Aufstellung genommen hatten, schob jede Compagnie zwei „Points“ über den Rinnstein, deren kriege rische Aufgabe es war, die Passage für die Karossen im großfürstlichen Gefolge frei zu halten. Bei der Annäherung des semmel—- blonden Prinzen machten diese,„Points“ auf dem linten Absatze Front, um: ohne Com mandowort das Gewehr zu präsentiren Um 123 Uhr hielten einige zwanzig Equi— pagen vor dem Eingange des Piers. Die Kutscher trugen reich gallonirte Livreen und im Knopfloche über dein Herzen einen Biu—- menstrauß von Rosen und Vergißmeinnicht. Die Knopflöcher der Scharwenzler sind noch nicht dekorirt, aber die Herren sehen dem Mo mente mit Sehnsucht entgegen, wenn sie auch so„ein schoönes Banderi“ oder Sternchen odert Kreuzchen bekommen werden. Kommt a Vogerl gepflogen Vun der Newa herkait Vor dem, für Alexis bestimmken Landauer waren vier schwarze Rappen gelegt, während die Wagen für das Gesindel minorum gen tium von je zwei Mähren gezogen wurden. Um 13 Uhr erreichte die ,Maryh Powell“ die Landungobrücke, die kommandirenden Ge neräle sprengten salutirend vorwärts an den Eingang des Docks: Trommelgerassel Ach tung! —Stillgestanden! Augen rechts! Das Gewehr auf! Da erscheint das groß fürstliche Viergespann in der Ferne—Achtung! Präsentirt das Gewehr! —Augen. ·links! und Alexis „thut sich rechts und lints yernei gen.“ Die Civilisten brüllen: „Dhree cheers tor the Grand Duke! Hurrah! und die Damen nehmen ihre Operngucker zur Hand und schwärmen: „Ain't hẽ swcet! slx feet and two inch -3 grucious œoodaess, he got che best of sthe Prinee wales and hiß dear brother arthur together!“ Die Regimentobanden blasen: „Lang lebe der Czaar!“ und die Mannschaften lassen mit präsentirtem Gewehr den Großfürsten vorbei passiren. Als die Karosse die Tete des zwei— sten Regiments der zweiten Brigade der New Yotker Division erreicht halte, gab Aiexis das Zeichen zum Halten und winlte den comman direüden General an den Wagenschlag heran Alexis: Ihrer goldbestickten Unifoerm nach zu schließen, sind Sie der General dieser Truppe? Ofsizier: Zu Befehl, mein Fürst! Alexis. Sie heißen? Ofsizier: Vt pit, patß, le pouß et tara; pa, pa tunk, Je suis, moũ, le Pierrot, Funk! Alexis: Danke, danke! Wie vicele Cam pagnen? Wie viele Blessuren? Ofsizier: Campagnen, o neulich erst. Çò keine Blessuren.. Doch, mein Fürst, ich bin neulich einmal gelaufen, und dabei geschlagen; aber ich weiß nicht. Alexis: Na, lat en loopen Sie sehen, ich spreche plattdeutsch: meine Ahnen waren Gra fen von Oldenburg, müssen Sie wissen. Sie können gehen. Nach diesem kleinen Intermezzo setzte der Zug sich wieder in Bewegung, der Reihe nach schwentktten die Regimenter der Eskorte, in Compagnie-Colonnen, ein, nnd mit klingen dem Spiele ging's den Broadway hinauf nach dem Union Square, wo der Großfürst vor den auf der daselbst errichteten Tribüne ausgestell ten Damen der Scharwenzler Revue passiren mußte, ehe man ihn in sein Absteigequartier kommen ließ. Bei der Annäherung des Zu ges erhoben sich die Damen yon ihren Sitzen und wehten mit den Taschentüchern, während Alexis galant den Chapeau lüftete und zu den Schönen dankbar und glückverheißend hin über lächelte. Der Großfürst geruhte die Ovation der Scharwenzerinnen im Wagen stehend entgegenzunehmen, und Alle stimmten darin überein: er ist der schönste Mann in New York. „Nie hab' ich geschaut in meinem Leben Solchen frommen martinischen Beau!“ Vom Balkon des Clarendon Hotel nahm der „gesunde Junge“ sodann die Parade ab, um endlich mit gutem Appetit zur Tafel zu gehen. Am Abend um 9 Uhr brachte die Regimentsmusik der Neuner dem Großfürsten eine Serenade. Von Nah und Fern. Inland. Ueber die Absichten des am 7. November geschlagenen demokratischen Gouverneurs— Kandidaten berichtet der Milwaukee Herold: Hr. G. R. Doolittle wird sich von jetzt an ganz der Advokatur widmen und sowohl in Illinois und Wisconsin wie vor dem Oberbundesgericht praktiziren. Er ist mit seinem Sohn in Com pagnie getreten, seine Advokaten-Office ist in Chicago, aber er wird in jeder Woche zwei oder drei Tage in Geschäften in seiner,Hei math“ Racine zubringen. Auch steht er in geschäftlicher Verbindung mit Reverdy John son und anderen Juristen in Washington. Es scheint also, als wenn Hr. Doolittle aller ferneren Betheiligung an der Politik in Wis consin entsagen will. mand folgeude Poesie: The melancholy days have come, The saddest of the year; When it's too warm for whiskey skins And too cool for lager beer. Auf Deutsch möchte sich das etwa so aus nehmen: Die Trauertage sind nun hier, O, schrecklichster der Schrecken, Wo es zu warm für Whiskey ist, Und ach, zu kalt für Bier. Der New YHork Demokrat schreibt: Herr. I. Grau schreibt aus Wien, daß er im Januar eine deutsche Operettengesellschaft, an deren Spitze die famose Gallmeher sich be findet, herüberzubringen beabsichtige, und fragt an, ob das Stadttheater in den nächsten Monaten frei scin werde. Ja, es ist seit einer Woche so frei; alle Personen zwischen 6 und 18 Jahren zwingt, die öffentlichen Schulen zu besuchen und Zuwiderhandelnde mit Strafen belegt. Da aber in Texas viele Personen sehr früh heirathen, so wird das Gesetz wohl abgeändert werden müssen. Neulich erhielt der Schul— Commissr einer der östlichen Counties einen rührenden Brief von der jungen Frau von 17 Jahren, die zu einer Geldstrafe verurtheilt worden ist, weil sie während des Jahres die Schule versäumte. Sie schreibt: Ich habe einen Mann, für den ich sorgen muß, ein Kind, dem ich abwarten muß; ich muß wa— schen, tochen und das Haus in Ordnung hal ten. Hoffentlich wird der Schul-Commissär ein Einsehen haben, und jedenfalls sollten verheirathete Leute von der Verpftichtung des Schulbesucho ausgeschlossen werden. schwedifche geitung unter dem Titel: Wart uha Ham,“ herausgegeben von Ahlström und Lahrson. Das Comite des Schulrathes von Louid ville ersucht die Staatsgesetzgebung, zu ver— ordnen, daß in Zukunst alle von farbigen Bürgern der Stadt bezahiten Steuern zur Verwendung füt die öffentlichen Schulen Farbiger bestimmt sein sollen, und zwar zu—- nächst für die nächsten 5 Jahre. Bisher wur-- den nur die von Farbigen bezahlten Schul steuern zu dem Zwecke berwandt. Der Er trag derselben belief sich nur auf 1500 jähr lich, und davon konnten nur die Kosten des Unterrichts von 500 farbigen Kindern be stritten werden. Es blieben somit, da es im Ganzen etiva 1700 farbige Kinder in Louis— ville giebt, 1200 ohne Unterricht in den öffent lichen Schuien. Für die 43 Beamtenstellen, welche der Stadtrath von Charleston zu vergeben hatte, die Polizei nicht mitgerechnet, waren 36 Ap—- plicationen eingelaufen, also fehlt es noch immer nicht an Leuten, die bereit sind sich fürs Vaterland zu opfern, und wenn der Ge halt guch nur tausend Dollars beträgt. Ch. D. Ztg. katen vom demokrätischen Richter zur Ge— richtöpraxis zugelassen. Bei det starken far bigen Bevölkeruug in Louisville werden die beiden Neulinge genwg zu thun bekoömmen, namentlich vor dem Polizeigericht. Herr Horace Greeley hat die ihm vom Mayor Hall angebotene Stelle als Präsident der Park-Commission ausgeschlagen. General Franz Sigel's Majorität über Shandley beträgt 28,118 Stimnien. Der Kansas Freien Presse in Leaven worth wird vou Herrn Levo mitgetheilt, daß Eudora stark vorwärts schreitet, und daß diese deutsche Stadt am Wakarusa eine schöne Zukunft vor sich hat. Mit Vergnügen bemerken wir, so schreibt die Kansas Freie Presse, daß die früher durch Bigotterie angefachten Zwistigkeiten durch humane Auffassung der Lebensverhältnisse von Seite der Leiter der öffentlichen Angelegen heiten in Eudora beseitigt sind. Daß in Eu dora, einer deutschen Stadt, bisher der Un terricht in der deutschen Sprache aus der,Pu— blic School“ ausgeschlossen, und daß derjelbe Coufessions-Schulen einzig und allein über lassen ist, erregt die Vewunderung umsomehr, alõ in Eudora viele deutsche Männer von Intelligenz ihre Heimath habrn. Wie weit die Scherwenzelei vor dem Großfürsten Alexis in New Hork getrieben wurde, beweist u. A. auch der Umstand, daß die höheren Gerichtshöfe der Stadt sich ihm zu Ehren vertagten: Der San Franzisco Sonntagogast schreibt: Die Angelegenheit von Mrs. Fair nähert sich sehr langsam einer definitiven Ent scheidung. Das Appellationsgericht hat ihr Gesuch um Gewährung eines neuen Verfah— rens empfängen und ihte Anwälte für fie plaidiren lassen. Zur Beibringung entkräf— tender Beweise ist der anderen Partei eine zwanzigtägige Frist gewährt worden und wenn dieselbe nicht verlängert wird, so kann der Gerichtshof zur Erwägung des Falls eben falls einiger Wochen benoöthigt sein. Wie auch die Entscheidung fallen möge, scheint es gewiß; daß die in dem fatglen Prozeß am meisten Interessirté die Morgentoöthe von 1872 wohl noch erleben wird. Eine Erb— schafts-Angeiegrnheit ist der Gegenstand eines anderen Rechtöstreites. Horace Lawton, wri cher am 17. März d. I. hier verstarb, hat über selen auf die hübsche Summe von 8800,- 000 geschätzten Nachlaß unter Ausschluß sei— ner Gattin testirt, die jetzt den Einwand macht, daß der Erblasser beim Abgeben seines letzten Willens und in Bezug auf gewisse Dinge schon lange vorher an einer Geistes störung litt. Die Klage, weilche der Schulinspektor Paul Schüngel vor dem „zuständigen Ge— richte“, d. h. dem Polizeirichter Maliorh in Milwautce“, gegen die 2ljährige Lehrerin der Schule der neunten Ward, Fräulein Willet, anstellte, endigte mit der Freisprechung der Verklagten. Die Verhandlungen wurden mit dem zu erwartenden Pompe geführt; statt des Staatsanwalts vertraten zwei Advokaten die Sache des Klägers, oder genauer der Kläge—- rin, der zwölfjährigen Frances Schüngel. Die Mißhandlung der Schülerin bestand darin, daß die Lehrerin sie stark an den Haaren ge rupft hatte. Frances hatte vorher eine Mit— schülerin an den Haaren gerupft, so daß die selbe Oh! geschrieen hatte. Die Lehrerin zupfte darauf, um die Ruhe herzustellen, die Tochter des Schulraths an den Haaren. Fran ces faßte sich darauf am Kopfe und that die bereits früher erwähnte charakteristische Aeuße rung: „Sie werden morgen Ihr Fett schon kriegen.“ 25 Minuten später erschien der Herr Schulrath und Vater mit dem corpus deliecti in der Hand, einem Büschel Häare vom Haupte der Tochter. Ein Dr. Naumann, welcher den Kopf untersucht hatte, fand einen Theil desselben, einen Fleck ungefähr einen Zoll lang und einen halben Zoll breit, haar los. Andere Doktoren verbreiteten sich über den Einfluß, welchen feuchtwarme Luft auf das Ausziehen von Haaren ausübe, ob das Ausziehen dadurch erleichtert werde oder nicht, kurz die Sache wurde von allen Gesichtspunk-- ten beleuchtet. Der Richter sprach sich dahin aus, daß unter dem allgemeinen Gesetze, das allein in Frage komme, es allerdingo den Leh rern zustehe, Schüler zu bestrafen, daß aber diese Klage den Schulcommissären zur Lehre rücksichtlich der Art der Bestrafung dienen sollte. In dem vorliegenden Falle liege es der Jury ob, zu entscheiden, ob die Lehrerin zur Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung ungewöhnliche Gewaltmaßregeln ergriffen habe oder nicht. Die Jurh erklärte um 11 Ühr Abends die Verklagte für „Nicht schuldig.“ Das amerikanische Woörterbuch ist durch die allerneuesten,„Sensationen“ in offiziellen und sozialen Kreisen um folgende Kunstaus drücke bereichert worden: bedeutet schrankenlose Ausdehnung auf Amors Gebiet. „Brighamie“ ein Ehemann in der Xten Potenz. „Jimfiskation“ Annection von Eisen bahn-Bonds. „Holdenismus“ Manie für Spazie ʒ fahrten auf öffentliche Kosten. „Myerei“ —Routine im Kleiderhandel und „Aufmachen“ von Juries. „Tweedle“ die Kunst, in 3 Jahren vom Bankerotteur Millionär zu werden Der New HYorker Gesangberein Arion hielt neulich seine jährliche Beaintenwahl mit folgendem Ergebniß ab: Präsident: Fr. Kühne; Vicepräsidenten: F. Behringer und Phil. Braun; Corr. Sekretär: C. M. v. Baur: Prot. Sekretär: August Weddingen; Finanz-Sekretär: A Reichelt; Schatzmeister: C. Idler; Verwaltungörath: C. Triaecca, I. O. Hundt, O. Braun, R. Katzenmayer, W. Schmiedel, I. Lindemeyer, G. Hanft, I. Neu—- städter und A. Kallmann. —ln dem neulich mitgetheilten Briefe des Comödianten Haase an Müller von der Werra hatte folgendes gestanden: „Obgleich ich in New-York gastirte, glaube ich mich für den freundlichen Empfang in Amerika über haupt dadurch revanchirt zu haben, daß ich drei bis vier Wohlthätigkeits-Vorstellungen veranstaltete, welche jede einen Betrag von mehr als tansend Dollars lieserte.“ Hierzu bemerken die New-Yorker Tagesnachrichten: „Wenn Herr Friedrich Haase, wie wir nicht zweifeln, den oben mitgetheilten Brief wirk lich geschrieben hat, so hat er auf die ge— meinste Weise gelogen, denn der Einzige, für den er Wohlthätigkeits-Vorstel lungen gegeben hat, war er selbst. Ober wirklich die übliche Vorstellung zum Besten eines hiesigen Hospitals gegeben hat, können wir nicht mebr mit Bestimmtheit sagen; daß er aber außerdem für Niemand Anders gespieit hat, als für sich selbst, wird Jeder wissen, der Herrn Haase's sprichwörtlichen Geiz kennt Herr Haase hat in seinem etwa sechos Wochen dauernden Gastspiele etwa 826,000 verdient, mchr als er vorher in ei—- nem gleichen Zeitraume „gemacht“ hat und Haase müßte nicht Haase sein, wenn er nicht jetzt, wo er sich in Leipzig fast eben so unmög—- lich gemacht hat wie überall, wo er vorher aufgetreten ist, Sehnsucht nach einer neuen Ernte amerikanischer Lorbeeren und nament-- lich ameritanischer Greenhacko verspüren sollte. Haase kommt wieder, daran zweifeln wir kei nen Augenblick. und bis dahin wollen wir Geduld haben.“ Khincas T. Barnum, der iuteressanteste, unberwüstliche und stets lebensfähige Schau steller, wenigstens auf dem ätleritanischen Continent, isi wieder im Felde. Man glaubte den merkwürdigen Mann längst verschollen; die zwei großen Feuersbrünste, welche im Sommer 1865 und im Winter 1868 seine seltenen Sammlungen aller möglichen Curio sitäten zerstörten, verdarben und die lebenden Species in andere Regionen verschlugen, hielt man für hinreichend, den alternden Mann auf dein Felde der Menagerien und des Cir cus füt inmer verschwinden zu sehen. Richts destoweniger hatte Barñnüm kfeine Ruhe; er hat abermals eine ungeheure Sammtung von Thieren aller Gattungen mit Kosten und Schwierigkeiten zusammengebracht und die selbe für die Zeit von sechs Wochen seitMon—- tag den 13. d. M. im „Rink“ an 3. Avenue (New-Yort) ausogestellt. Das Nathan sche Haus an der 23. Str. in New York, in welchem der Banquier Na than ermordet wurde, wird jetzt in ein Club haus verwandelt und zu diesem Behufe völlig neu eingerichtet. Vor etwa einem Jahre verfuhrte ein wohlhabender Farmer in Bedford County, Jowa, seine Tochter, ein 15jähriges gebildetes Mädchen. Er setzte den verbrecherischen Um gang mit derselben bis vor etwa zwei Mona—- ten fort, zu welcher Zeit das junge Mädchen von einem Kinde entbunden wurde Dies Kind soll der Schurke ermordet haben. Der Farmer wurde verhäftet, aber, da er einfluß reiche Freunde hatte, gegen Bürgschaft ent lassen. Vor vierzehn Tagen verschwand er plötzlich aus seinem Wohnorte und verdingte sich in Nebraska als Landarbeiter. Der She riff folgte seiner Spur und brachte ihn in sichern Gewahrsam. Die schmählichste Polizei Thyrannei herrscht in Danville, Indiana. Der dortige Stadtrath beesthlt mittelst Ordinanz allen Bürgern, nach 10 Uhr Abends zu Hause zu bleiben, Behufs Durchführung dieser polizei lichen Maßregel ist Extra-Polizeimannschaft angestellt. Die in Kanfas City erscheinende „West liche Volkszeitung“ vom 12. RNovember ent—- hält folgende Notiz: „Mittels Cabinetsordre des deutschen Kaisers vom 27; Juli dieses Jah— res ist dem Redakteur unserer Zeitung, Herrn Dr. Henry I. Lampe, für seine Verdienfte im letzten Feldzuge gegen Frankreich das ei serne Kreuz verliehen worden. Diese ehren volle Dekoration empsing derselbe am gestri— gen Tage durch ein eigenhändiges Schreiben des deutschen General-Consuls Rösing aus New-York.“ Ein Bild von der grausigen Zerstörung, welche die Watdbrände im nordwestlichen Mi— chigan angerichtet, gibt solgende Liste der al tein in den Counties Saranac und Huron derthüsteten Orte: Forestville, 600 Einwoh—- ner, ganz zerstört; White Rock, 400 Einwoh—- ner, ein Haus gerettet; Center Harbor, 150 Einwohner, gänzlich zerstört; Elm Creek, 100 Einwohner, gänzlich zerstört; Forest Bah, 150 Einwohner, total zerstört; Verona, 800 Einwohner, total verbrannt; Varis, 176 Fa milien, gänzlich zerstört; Scotch Settlement, 16 Familien, sämmtliche Gebäude verbranüt; Bohemian Settlement, 16 Familien, alle Ge bäude verbrannt; Huron City, 350 Einwoh— ner, 2 Häuser gerettet; Sand Beach, 200 Einwohner, 2 Häuser übrig; Port Hope, 250 Einwohner, 10 Häuser gerettet; isolirte Rie derlassungen 173 Famitien, alle Gebäude vom Feüer verzehrt. Zahl der Getödteten: 47. Ueber das theilweise Versinken des blü—- henden Städtchens Hyde Park bct Seranton lü Pennsylvanien berichtet der Phil. Demo— k. „Ain 16. Nov,, 3 Uhr Morgens, wur den die Einwohner des Theils von Hyde Park, dei südlich von Mainestraße und in der Nähe von Scranton Avenue liegt, durch ein dum pfes Krachen und das Beben der Erde und Wanken ihrer Häuser aus dem Schlaf geweckt. So gewailtig waren bie Stöße und so laut war das Gekrach; daß die Menschen in Nacht-- kleidern entsetzt aus ihren Häusern stürzten; Nachdem der erste Schrecken vorbei war, fand man, däß die Erde übet einem Theil des Ox ford-Schacht 2 Fuß tief gesunken war, wo— durch tiefe Risse im Boden entstanden waren. Die gesunkene Fläche, die 20 Acker im Um— fang hat, ist dicht mit Häusern (zum Theil schöne solide Gebäude) besetzt. Rings um die gesunkene Fläche, zwischen Maine und Ches— nutstraße, erstreckt sich ein tiefer Erdspalt, der bald enger, bald weiter ist. Da der Riß un—- ter einzelnen Häusern hergeht, so unter der Follows Hall, so sind deren Wände gerissen und drohen mit Einsturz. Aber auch fast bei allen andern Häusern auf der gesunkenen Flä—- che zeigen sich die Mauern und Wände be—- schädigt und unficher. Die Fußboden sind eingefallen die Fensterrahmen gebrochen und Keller, Brunnen und Cisternen haben buch stäblich keinen Grund mehr. Der dadurch an gerichtete Schaden an Eigenthum wird bis jetzt auf $30,000 taxirt. Man fühlte drei Erdstöße und in wenigen Minuten war die Mainstraße voll Männer, Frauen und Kin der, die entsetzt nach allen Richtungen flohen. Die Familie Richards entkam kaum mit dem Leben aus ihrem einstürzenden Haus, das ganz neu gebaut werdeu muß. Das Ger— man Haus ist so beschädigt, daß es nieder— gerissen werden muß. Die Pestofsice ist 18 Zoll tief gesunken und sank noch immer am 17. langsam weiter. Aus allen Cisternen verschwand das Wasser. Das einzige Glück ist nur, daß kein Verlust an Menschenleben zu beklagen ist.“ Markt hause in New York ram ein Fall von freier Liebe zur Verhandlung, der vielleicht sogar Vertheidigern der neuenEhestandseinrichtung, wite Theodor Tilton und Frau Woodhull sie empfiehlt, die Augen öffnen dürfte. Ein Mann war zwölf Jahre lang mit einer braven, treuen Gattin verheirathet, die ihm neun Kinder ge bar. Stöße von Briefen, die verlesen wür den, ergaben die Geschichte dieser Ehe. Vor zwölf Jahren war die Frau ein schönes, blü— hendes Weib; der Mann schrieb ihr vor der Hochzeit die glühendsten Liebes-Briefe, und nannte sie in Briefen, die er nach der Hoch zeit auf kurzen Reisen an sie schrieb, niemals anders, als,mein theures edles Weib,“ In ungetrübter häuslicher Ruhe gehen zehn Jahre vorüber. Da macht der Mann die Bekannt schaft einer jugendlichen Schönen. Zwar bringt ihm im nächsten Jahre seine Frau noch d-s neunte Kind, aber schon ist er kalt und oft hart mit ihr, bis er ihr am Ende des zwölften Jahres schreibt: „Madame, Sie wissen, daß wir uns niemals so- geliebt, wie ein Mann seine Frau lieben sollte tragen Sie also auf Scheidung gegen mich an, und verschaffen Sie Ihrem Manne das einzige ehrbare, freie Leben das jedem rechten Manne zukommt.“ Und damit verließ er sie und seine Kinder. Die arme Frau konnte nicht einsehen, daß ihre Ergebenheit so weit gehen müsse, sich von ihrem Manne scheiden zu lassen, damit er sich nach dem Prinzipe der freien Ehe mit einer Andern verheirathen tönne, und sie verklagte ihn daher auf Unterhalt für sich selbst und ihre neun Kinder, was ihr auch zngesprochen wurde. Der Anzeiger des Westens fühlt sich sehr „blue“ in Betreff der vorgeschlagenen Allianz der Schurzianer und Demokraten. Er schreibt: „Der Plan, aus den Reihen der liberalen Republikäner und der Masse der demokrati-- schen Partei eine neue Partei zu bilden, oder mindestens beide Elemente zur Unterstützung eines gemeinschaftlichen Präsidentschaftscan didaten zu vereinigen, macht Fortschritte, aber diese Fortschritte sind im Hinblicke auf die Kürze der Zeit, die zur Organisation noch übrig bleibt, sehr langsam und, was schlimmer ist, der Fortschritt ist fast ausschließlich in der demokratischen, nicht in der republikanischen Partei bemerkbar. Noch immer ist Senator Schurz der einzige hervorragende Nepublitaner, welcher frank und frei erklärt hat, daß er die Wiedererwählung Grant's, selbst wenn er von der Partei nominirt sei, bekämpfen werde. Kein Zweifel, daß eine ganze Reihe prominen— ter Republikaner gerade so denkt und fühlt wie Schurz und hinter den Coulissen vielleicht auch ein biöchen in seinem Sinne wühlt. Aber mit geheimen Wünschen bringt man weder jene Allianz fertig, noch macht man eine neue Partei. Es ist offenbar geworden, daß die Zahl der republikanischen Führer, welche ge neigt sind als,„Bolters“ gegen Grant aufzu treten, und ihre Schiffe hinter sich zu ver brennen, verschwindend klein ist Damit soll nicht gesagt sein, daß die Opposition inner halb der rehublikanifchen Partei gegen Grant schwach ist oder neuerdingo schwächer geworden wäre. Nein! Grant hat zahlreiche und ein flußreiche Gegner in der republkanischen Par tei, aber die Anstrengungen dieser Gegner sind foweit man bis jetzt sehen tanü nur darauf gerichtet, seine Nomination in der re pübtitanischen Nationalconvention zu verhin dern, nicht aber gegen ihn zu „rebelliren“ und mit Schurz an der Reconstruction der Par teien zü arbeiten. Wird Grant von der repu blitanischen Convention wieder nominirt, so wissen wir wenigstens soviel, daß Schurz und mit ihm eine nicht unbeträchtliche Anzaht von republikanischen Stimmgebern gegen Grant auftreten wird. Gesetzt aber, daß Grant in der republikanischen Nationalconvention ge schlagen, und statt seiner irgend ein,„Expe diench-Mann“ nicht so anstßig aber auch nicht viel besser als Grant als Candidot nominirt werde, wie dann? Man vergesse nicht, daß für diesen Fall nicht einmal Schurz eine bestimnite Stellung genommen hat. So lange die Zweifel und Bedenten, die im Vorstehen den angedeutet sind, nicht gehoben sind, ist, fürchten wir, auf eine frische, fröhliche Ent wickelung des Allianzgedankens oder der neuen Partei nicht zu hoffen. Es müssen mehr Re pubtikaner die Schiffe hinter sich verbrennen, che auf die Kraft der liberalen Bewegung Ver trauen gesetzt werden känn.“ Ausland. („Neapel sehen und Mat fehreibt aus Neapel: Am 19. Okt. wurde Frau Val ladarez, die Gemahlin des spanischen Consuls, bei helllichtem Tage um 4 Uhr Nachmittags angefallen und in der Straße Forcella be raubt. Die Quästur verhaftete hierauf wohl acht Inbividuen, allein wenn man auch in teinem Falle Unschuldige ergriff, fo scheint man doch überall daneben gegriffen zü haben, und doch will die Regierung nicht begreifen, daß für eint Stadt von 600, 000 Einwohnern der gegenwärtige Stand der Sicherheitsmann schaften zu niedrig normirt ist. Bei einer Zahlung, welche die Berliuer Disconto-Gesellschaft an die preußische Haupt bantk leistete, wurde, der Vossischen Zeitung zufolge, dert bedeutende Betrag von 4000 Thlrn. in gefalschten Fünfundzwanzig-Thaler- Darlehensscheinen ermittelt. Die geflschten Scheite sind so täuschend nachgeahmt, daß ein so großes Cassen-Institut, wie die Disconto- Gesellschaft, dieselben nicht erkannte und es nur der sorgfältigsten Prüfung bed Bankbe amten gelang, die Fälschung zu entdecken. Der jüngste Krieg hat in der Auflage der bedeutenderen englischen Tageblätter eine solche Veränderung hervorgebracht, daß es idohl am Platze scheint, einige Zahlen-Anga ben über die jetzigen Berhältnisse zu geben. Der Daily Telegraph legt atie 170,000 Exemplare auf, der Standard 140,000, Daily Newds, 90,000, Times 70,000, Morning Ad vertifer 6000 und die Morning Post 3500. Hiermit ist die Zahl derjenigen Blätter, welche eine große Circulation hobeu, keinëwegs er schöpft; so setzt Lloyd Weekly News, ein Wo chenblatt, welches seine Neuigkeiten audschtieß lich aus den Tagesblättern zusammenstoppelt, sede Woche mehr als eine halbe Million Ex emplare unter den unteren Classen ab. Der Eigenthümer des genannten Blattes hat sich bereits vor einiger Zeit veranlaßt gesehen, eine eigene Papiermühle in Littingbourne, Grafschaft Kent, anzulegen, und außerdem besitzt er große Länderstrecken in Algiet zum Anbau von Spartegras, welches er mit seinen eigenen Schiffen nach England einführt und aũ seinen eigenen Werften landet, um dasfel be hier in Papier zu verarheiten. —ln den katholischen Kirchen der Erzdiõ— cõse wurde neulich an einem Sonntag ein langer Hirtenbrief bezüglich der Unterrichts frage vorgelesen, welcher sechs enggedruckte Zeitungsfpalten in Anspruch nimmt, und vor zuglich gegen die gemischten Schulen zu Felde zicht. Auch werden in demsetlben Klerud und Gemeinde vor den geheimen Gefellschaften ge warnt, welche den religionöwidrigsten Grund sätzen huldigen, zumat das Programm der Internätionalen, wie auch die Unterrichtsoli— gue in Frankreich und Belgien, die von Frei mauern gegründet worden sei, werden auf das entschiedenste verdammt Einen sehr interessanten Beitrag zur Siausit der Elsenbahnunfalle Cefern einige uns fürzlich von Indien zugekommene Notizen. Es sind die auf den 4581 englische Meilen langen Bahnen Indiens erfolglen Todesfälle und Verletzüngen im verflossenen Jahre. Die Gesammtzahl der auf diefen Eisenbahnen ohne eigenes Verschulden getödteten Passagiere be trägt 13, die der Verwundeten 631 oder 2150 per Million Die Zahl der durch eigenes Verschulden Umgekommenen beträgt 1495 per Million. Die sonderbarsten, in Europa nur höchst selten vorkommenden Unfalle sind jene des natürlichen Todes von Passagieren wäh rend der Fahrt oder auf den Stationen. Das Jahr 1869 ist als ein besonders reiches an Sterbefllen dieser Art verzeichnet; man berich tet nicht weniger als 152 Todesfällen, wogegen im Jahre 1870 nur 63 auf der Vast India Line,“ und zwar 43 während der Fahrt und die übrigen auf den Stationen starben. Die Ursachen dieser sonderbaren Erscheinungen sind in Indien leicht erklärbar, sie heißen: Fieber, Ruhr und Sonnenstich. Unter den Acten eines gegen den Redac teur eines Pester Blättchens angestrengten Processes befindet sich auch eine Visitkarte, auf welcher dieser Herr Redacteur den Titel führt: „H. F., Eigenthümer, Verleger und verant wortlicher Redacteur des humoristisch-satyri schen Wochenblattes Die G., Journalist, Au tor, Volköcompositeur, Mitarbeiter, Corre spondent, Referent und Berichterstatter meh rerer in und ausländischer Blätter, Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften des In- und Auslandes.“ Die Auszahlung der Gelder, welche die Krone der Schweden der Stadt Stettin schul det, dürfte sich noch bis zum nächsten Jahre hinziehen. Es hat nämlich der Reichstag die zum Vergleich geforderte Summe von 116,838 RKeichs-Banco-Thalern zwar bewilligt, es dem Ermessen des Königs aber anheimgegeben, den Vergleich zu acceptiren oder zu verwerfen. Der König hat in Folge dessen von dem Kam mer-Collegium ein neues Gutachten erfordert, dessen Resultat zur Zeit noch nicht bekannt geworden ist. Man zweifelt jedoch nicht, daß dasselbe gleichfalls zu Gunsten des Vergleichs ausfallen wird. Einen anziehenden Vortrag über Raub vögel hielt der frühere Direktor des Zoologi schen Gartens, jetzt Direktor des Berliner Aquariums kürzlich in dem Louisenstädter Be zirksverein zu Berlin. Nach allgemeineren Ausführungen beschrieb er den Flug der ein zelnen Raubvogelarten, ihre Fangmethoden, wie überhanpt ihr ganzes öffentliches Auftre ten, und wußte die geflügelten und besiederten Räuber mit ihren menschlichen Handwerksge nossen glücklich zu vergleichen. Die Edelfalken bllden nach Dr. Brehms Ansicht die Geburts aristokratie, die Raubritterschaft unter den Vögeln, Sperber und Habichte sind gemeine, nichtswürdige Svitzbuben von Profession, die Weiher sind Mucker, die in hinterlistiger Weise, gewissermaßen ,„auf Socken“ heranfliegen, und ein in seinert Weltlust nichts Böses ahnendes Vöglein mit rettender Kralle aus dem Sün—- denpfuhl dieser Welt hinwegnehmen, um es in ihren Magen wandern zu lassen, während die Milane, Bettelmönchen vergleichbar, nach schaukelndem, schwankendem Fluge plötzlich ieise und unvermuthet aus der Luft herab fallen, um einem Bauer oder einem Arbeiter, der sein in der Stadt gekauftes Stück Fleisch heimträgt, dasselbe unter höhnischem Gelächter gu entreißen. Die Bussarde, eine weit weni ger schädliche Sippe, bilden eine Art Feld- Solizei, welche die Feldmäuse und ähnliche kleine Catilinarier consiscirt; die Adler er scheinen als eine durch unser Vorurtheil be günstigte Räuberbande, die, lange nicht so nobel und ritterlich wie die Edelfalken, an ge wisse hochadelige Spekulanten erinnern. Die Geier, meist edelgeborene Hungerleider, leben weniger von Mord, als von Brocken, welche andere Räuber für sie übrig lassen, und die Eulen endlich sind, mit Ausnahme der lustigen Käuze, die schlimmsten und widerwärtigsten von Allen, sie sind die im Dunkeln schleichen den, würgenden und nimmersatten Jesuiten unter den Raubvögeln. Ein gewisser Taylor in Neusceland hat nach dem Scientifie Neview eine vegetabilische Curiosität eine unterirdische Blume in den Gebirgen bei Hykurangi entdeckt und un ter dem Namen Dactylanthus Taylori be schrieben. Sie lebt als Parasit auf der Wurzel von Pitosporum rataka, bildet einen großen schuppenförmigen, blattlosen Auswuchs, aus dem Blumen mit schmutzig-weißen oder braun und roth gesärbten Petalen, die einen wenig angenehmen Geruch verbreiten, hervorgehen. Auch an anderen Orten der Insel hat man dieses souderbare Gewächs gefunden, doch sind die Mittheilungen darüber noch ziemlich verworren. Man schreibt aus Düsseldorf: Am Sonntag den 29. October wurde auf unserem städtischen Friedhofe das Denkmal eines Künstlers enthüllt, der sowohl wegen seines romantischen Lebensganges, welchen Wolf gang Müller von Koöönigowinter und Andere in literarischen Werken geschildert, wie auch wegen seines ungewöhnlichen Talents zu den interessantesten Erscheinungen unserer Schule gehörte. Es war Theodor Mintrop, der bis zum 30. Lebensjahre als Bauer hinter dem Pfluge gegangen, dann von dem Genremaler Geselschaap in Düsseldorf zufallig aufgefun den und der Kunst zugeführt wurde ünd in wenigen Jahren durch seine poetischen, schwunghaften und phantasievollen Compost tionen aus der Bibel, der Mythologic und allegorisch abftracten Ideenwelt zu einer all- 2 gemeinen Berühmtheit gelangte. Er starb im Juli vorigen Jahres, ünd bald vereinigte fich eine Anzahl seiner Freunde, um die Mittel zu einem Monument fur ihn zu beschaffen. Dies gelang in erfreulicher Weise, und unter zahtreicher Betheiligung aller Stände fand nun die fseierliche Weihe siatt Der Dichter Emil Ritterhaus wor aus Barmen herüber gekommen und sprach ein treffliches Gedicht, weiches von Chorgesängen aus Mendelsohn's „Paulus“, vorgetragen von der Künstter- Liedertafel, eingeleitet und beschlossen wurde. worauf mehrere Damen und Verehrer des allgemein beliebt gewesenen Künstlers mit Kränzen und Blumen das Denkmat schmück ten. Dasselbe besteht aus einer schönenßüste Mintrop's, die, nach dem Modell von Julius Bayerle in Bronce gegossen, sich auf einem hohen Postament von dunklem Granit er hebt, welches die Inschrift trägt; „Dem An den?en von Theodor Mintrop, geboren 1814, gestorben 1870, gewidmet von seinen Freun den.“ Das Ganze wird von einem geschmack vollen gußeisernen Gitter umschtossen und macht einen würdigen Eindruck. Auch die Prager Dienstmädchen schreibt die,„Bohemia““ —gelangen in diesen Tagen immer mehr und mehr zu dem stolzen Bewußtsein ihrer Rechte und Ansprüche und beginnen bei der Regelung ihrer vertragsmä- Bigen Stellung vor dem Eintritte in einen neu-- en Dienst ihre,Fundamental-Artikel“ aufzu—- stellen. Die Gattin eines Prager Notars unterhandelte dieser Tage mit einer Reprä fentantin der czechischen Küchen-Curie über deren Geneigtheit zur Besögung der „ge-- meinsamen Angelegenheiten“ des Hauswe sens und die Schwierigkceiten des Sonntags ausganges, sowie der Zulaffung des Liebha bers waren glücklich beseitigt, als die Frau den unglücklichen Gedanken hatte, zu fragen, ab sie auch Deutsch verstehe und spreche, da dies vielen Parteien gegenüber, welche die Kanzlei des Herrn des Hauses besuchen nö—- thig sei. Aber eine solche Forderung darf man wohl bezüglich der czechischen Sprache an einen deutschen Conceptöbeamten, keines wegs aber bezüglich der deutschen an ein Pra ger Dienstmädchen richten; der betreffende dienstbare Geist erklärte vielmehr, jetzt sei die Zeit gekommen, wo eher die Dienstboten die Frauen zu Fragen hätten, ob diK czechisch verstehen, nicht aber sich fragen zuf sr chen, ob sie Deutsch köönnen. ter solchen Bedingungen nehme sie den Die ar nicht an. Sprach's und ging mit de zen Bewußtsein,“ ihre „berechtigte Stellung“ durch·eine soiche,,Rechtsverwahrung“ geltend gemacht zu haben, ab. Besonders feiner Wein ist heuer in Sie benbürgen gewachfen. Er gehört zur Gat tuiig jener berühmten ungarischen „Inqui sitionsweitie“, welche die Sträflinge, die ihn genossen haben, zur Verzweiflung und schließ lich zum Bekenntniß treiben. Im M. P. lesen wir diesbezüglich folgenden Dialog, wel cher der Aufmerksamkeit der Kortes, die bei den nächsten Wahlen reuissiren wollen, nicht genug empfohlen werden kann: „Ift die Weinlese bei euch zu Ende?“ —,„Ja, und ich habe auch einen Wein bekommen, dessen jeder Eimer zumindest 50 fl. werth ist.“ „Ja, das ist aber doch ein wenig zu hoch gegriffen, Nachbär —,Gewiß nicht, und er kann auch noch mehr werth sein, wenn man ihn nur zur rechten Zeit in Gebrauch nimmt.“ „Ja, wie denn?“ „Weißt du, ich warte mit die sem Weine bis zur nächsten Abgeordnetenwaht und dann verkaufe ich ihn als Korteswein. Wenn man bann bewirken will, daß die Ge— genpartei auf dem Wahlplatze nicht erscheine, dann genügt es, jeden Mann ein Seidel dieses Weines austrinken zu lassen. Ich sage dir. die Leute, welchen diesen Wein getrönten ha—- ben, verstecken sich in die entlegensten Winket der Welt, so daß man stie zwei Wochen iang suchen muß, bis man sie sindet. Siehst dit jetzt! Wenn die Candidaten das erfahren, dann habe ich nicht Taschen genug, um das viele Geld einzustecken, welches man für mei— nen Wein bezahlen wird.“ Der vor Kurzem gestorbene Sir Roderick Murchison hat in seinem letzten Willen den Professor Gaikil von Edinburgh zu seinem li terarischen Testaments Vollstrecker eingesetzt und ihm für diese seine Bemühungen 1006 Pfd. St. hinterlassen. Der genannte Profeffor wird ein umfassendes Werk über den Verstor benen veröffentlichen. Material darüber steht ihm in Unmasse zu Gebote, da der verstorbene Gelehrte allein viele Kisten an Tagebüchern und sonst benutzbaren Schriften hinterließ. Icder der Professoren der Schule für Geologie ist in dem Testamente mit 100 Pfd. St. be dacht. Der Anstalt selber hinterließ er die ihm vom Kaiser von Rußland (Nikolaus) zum Geschent verchrte prachtvolle Vase aus sibiri schem Avanturin, sammt seinem sehr werth vollen Tafelgeschirr aus Gold und Platina. Ueber den Nachfolger Sir Roderick's als Prä sidenten der Anstalt ist noch kein Beschluß gefaßt. Vor einigen Jahren verkaufte cin ita lienischer Abbe dem Museum zu Clunyh ein seltsames Möbel! Es war dies eine Art Altar von Ebenholz, dessen obere Decke das Antlitz Christi darstellte; durch den Druck auf eine verborgene Feder verschwand das Christuobild und es sprang ein Teufel von Menschengröße bis zur Hälfte der Gestalt empor, aus seinem verzerrten Rachen schlugen Rauch uad Flam men heraus, und zugleich erhob er ein Ent setzen erregendes Geheul, welches v etten gerassel begleitet wurde. Diese Mefshinerie, welche aus einem italienischen Kloster“hervor gezogen wurde, diente dazu, Unglückliche zu erschrecken, um auf diese Weise Geständnisse von ihnen zu erpressen. Im clericalen Lager erregte das Vorhandensein dieses compromit tirenden Werkzeuges Besorgniß, und man setzte bei der Regierung durch, daß den Blicken der Menge entzogen wurde. Man erwartet jedoch, daß das Verbot jetzt aufge hoben und jedem Besucher des Museums die Besichtigung dieses Blendwerks religïsen Fa natismus gestattet werde. Aus Ronaszel (Maramaroscher Comitat) berichtet man der Pester Ref. unterm 24. v.: Vor Kurzem wurde eine große Bärenjagd in unserer Gegend abgehalten. Die Jäger aus Ronaszek und Umgegend machten sich am 19. d. mit hundert Treibern auf zur Jagd und er legten von fünf Bären, auf welche fie stießen, drei, nmlich zwei ältere und einen jungen. Den einen riesigen Bär schoß Sigmund Frau ner an und der Förster Horvath erlegte ihn Nach beendigter Jagd fand im Gasthofe zu Ronaszet ein Jagdfest statt. Der eine der erlegten Bären ist so groß, daß die ältesten Schützen sich nicht erinnern, einen ähnlichen gesehen zu haben. Das Fell desselben wird vermuthlich dem Erzherzog Joseph zugeschickt werden. Eine komische Scene ereignete sich auf der Jagdd In der Nähe des fernsten An standes, auf welchem der jüngste Jäger Posto gefaßt, brachen plötzlich zwei mächtige Bären aus dem Gebüsche und stellten fich vor den überraschten Jäger hin, dieser nahm sein Gewehr und schlug es einem der Thiere an den Kopf. Der Bar schüttelte das zottige Haupt, was dem jungen Jäger ein solches Entsetzen einflößte, daß er die Flucht ergriff. während der Bär einen anderen Weg ein schlug und den fliehenden Helden nicht eiter behelligte. Die tolnische Zeitung sollte vor Jahren, eine Anzeige des Buchs: „Die gottliche Co mödie,“ übersetzt von Philalethes (Johann, König von Sachsen) aufnehmen, der Censor strich dieselbe jeboch und bemerkte dazu: „mit göttlichen Dingen dürfe man kleine Comödie treiben.“ Die Generalversammlung der Altionäre der Dampfschiffgesellschaft auf dem Vierwald stätter-See wurde kürzlich durch die Nachricht erschreckt, eine neue Unüternehmung sfei einge leitet, die schon zur Erbauung von zwei neuen Salon-Dampfschiffen nach amerikanischem System geschritteu um den stets wachsenden der Touristen und Relsenden abzuhelfen.