Stadt Chicago. Ein Buß- und Bettag. 1 Protklamation des Mayors. 8 Mit Bezug auf das neuliche schreckliche Unglück empfiehlt der unterzeichnete Mayor von Chicago ecnstlich, daß alle Einwohner dieser Stadt Senntag, den 29. Oktober als einen besonderen Büß- und Bettag halten, zur Buße für die gegen Gott begangenen Missethaten, zum Gebet für Trost und Bei— hülfe der bedürfrigen Tausende in unserer- Mitte, zur Herstellung unseres materiellens! Gedeihens, besonders zu unserer dauernden Besserung als Bolk in Ehrerbietung vorst Gott und in der Befolgung seiner Gebote.! Auch sollen wir bei all unsern Verlusten und s! Leiden nie vergessen, Gott zu danken, daß s den zerstörenden Flammen so zetüig Einhalt t geboten wurde, um noch so viele Heimstätten zu retten und für die beispielose Sympathie! und Mithülfe aus allen Theilen des Landes; und sogar von jenseits des Oceens. Chicago, den 20. Oktober 1871. 1 R. B. Mason, Mayor. Die kleinen Häusehen, zu denen das Material bekanntlich an. Be—-: sitzer von Grundeigenthum, deren Häuser ab—-« brannten, unentgeltlich gegeben wird, sind nicht etwa, wie man vielfach aus Unkennt niß annimmt, elende Bretterbuden, sonderns— zweckentsprechende, kleine, für die erste Noth vollauf ausreichende Häuschen, deren Aeuße res sogar ganz hübsch aussieht. Es werden nicht etwa nur Bretter, sondern Fenster mit Scheiben, Thüren mit Schlöfsern und Schlüs seln, kurz Alles mitgegeben, was zum Aufbau eines vorläufigen Unterkommens nöthig ist. Selbstmor d. Gestern früh um 8 Uhr beging ein Eng— länder Namens Longworth in seiner Sel nung, No. 99 Clinton Str., dadurch Selbst—- mord, daß er sich einen Pistolenschuß in den Mund abfeuerte. Er blieb auf der Stelle todt. Der Schauplatz der traurigen That bot einen schrecklichen Anblick. Als Ursache wird Verzweiflung über die bei dem Feuer erlittenen Verluste angegeben. Er war von Profession Maurer und büßte nicht nur sein Handwerkszeug, sondern auch etwa S2OOO ein. Diesen Berlust nahm er sich so zu Her zen, daß er seit dem Feuer fortwährend trank. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete entsprechend. Herr Josey Stelzer, früher Juwe— lier in Nr. 131 Nord-Wellsstraße ver sichert uns, daß er, als noch das Feuer an der Ecke von Madison- und duerte straße an der Südseite wüthete, einen Mann gesehen habe, der ein Packet gegen, das Haus Nr. 127 Nord-Wellsstraße geworfen habe. Der Inhalt des Packe tes war schon entzündet, denn im Nu fprühten Funken ähnlich der einer Rackete nach allen Seiten. Der vermuthliche Brandstifter, der das Packet unter t Rocke verborgen hatte, zog sich dann den Rock aus, um das brennende Futter des selben herauszureizen. Als das Feuer gelöscht und das Packet, welches einem Packete Tabak geglichen haben soll, zer treten war, hob es der Unbekannte auf, und eilte davon, und alles Das geschah, ohne eine Verhaftung vorzunehmen. Adressen des Doctoren-Hülfs-Co— mites: Dr. D. Miller, 518 Wabash Avenue, Dr. N. S. Davis, 797 Wabash Avenue, Dr. Ernst Schmidt, 387 State— straße, Dr. T. O. Fetich, 2906 West- Monroe-Straße, Dr. W. Hay, Michi— gan Avenue. Ein Säugling von zehn Monaten befindet sich im Schwestern-Spital an Calumet Avenue und 26. Straße. Frau Ellis wird gebeten, bei Lin— dauer, Levi u. Co., Nr. 68 18. Straße vorzusprechen. Chs. Hermann kann den Georg Schleiffer in 592 Wabash Avenue finden. Christine Gabrielson ist ersucht, in 575 Fultonftraße vorzusprechen. Der Cineinnati „Enquirer“ schickte ei— nen Spectial Correspondenten zum Feuer hierher; die Nachtwächter ergriffen ihn als Brandstifter und sperrten in ein; somit belam der „Enquirer“ keinen Bericht. Eine eigenthümliche Klage ist in dem Superior-Gerichte erhoben von einem John I. Sims gegen I. R. Härther und Charles E. Scharlau. Der Kläger giebt an, daß er am 11. Oktober in ruhigem Besitz eines Stores und sieben Zimmer im zweiten Stock von No. 479 Milwaukee Avenue befand, daß ihm Härther die erwähnten Räumlich teiten am 9. Oktober auf ein Jahr vermie— thet hatte, und daß am 11. Scharlau als Agent Härther's, ihn (Sims) nebst Familie mit dem Revolver in der Hand zum Ver—- lassen des Lokals gezwungen habe. Sims versichert ferner, daß Härther als Reserve zur Unterstützung seines Agenten bereit gestanden habe. Die Klage lautet auf S2OOO Scha denersatz. Wahrscheinlich hat die Geschichte noch eine andere Seite, aber auf den ersien Blick sieht es so aus, als habe Härther die fraglichen Räume zwei Tage nach dem Feuer besser vermiethen zu können geglaubt, als am Morgen des großen Feuers. Col. Grosvenor ein Opfer der Extra- Patrouillen. Den in weiten Kreisen be—- tannten Col. Grosvenor hat in der Nacht zum Sonntag ein tragisches Ende erreicht. Er wurde nämlich von einem jungen Bur schen, dem man eine Flinte in die Hand ge-! geben und als Patrouille an der Ecke der ʒzs. St.aße und Eotiane Grove sAvenue postirt hatie, erschossen. Der Unglückliche ging, um etwa 1 Uhr am Samstag Morgen, an der! Cottage Grove Avenue entlang, als er von dem Genannten, welcher fich nur wenige Schritte von ihm entfernt befand, angerufen wurde. Da er die Frage des Bursehen nicht sofort beantwortete, feuerte dieser auf ihn und die Kugel traf den Colonel in der Ge gend des Herzens. Trotz des starken Blut derlustes oar er noch im Stnnde nach seiner iemporren Wohnung, im Douglas Hotel zu gelangen, wo er am Samstag Morgen 6 Uhr, umgeben von den Seinigen, sarb. Bor seinem Tode traf er die Bestimmung, daß sein Begräbniß nad dem Ritus derl Freimaurer, deren Mitglied er war, stattfin-s den solle. Seine Leiche wurde nach seinem Wohnhause No. 18 Bryant Avenue gebracht und gestern Morgen seiner letzten Ruhestätte übergeben. Der Name des jugendlichen! Mörders ist Theodor Treat. Er ist aus Janesville, Wisc., 20 Jahre alt und war seit 15 Jahr Zögling der hiesigen Douglas Universität. Man hat ihn nach dem Vor fall sofort verhaftet und nach ber Polizei- Station an Cottage Grove Avenue gebracht. Col. Thomas W. Grosvenor war im Jahre 1834 in Ueica, N. V., geboren und seit 1857 ein Bürger unserer Stadt. Im Kampfe ge— gen die Rebellion zeichnete er sich als Oberst des 12. Illinois Cavallerie-Regimentes aus (wobei er den rechten Arm verlor), war, nach Beendigung des Kriegs Lokalredakteur der „Evening Post,“ sodann Tabak— Inspektor und fungirte, seit etwa einem Jahre, als! öffentlicher Aukläger bei dem Polizeigerichte der Südseite, Sein biederer Charakter hat ihm die Achtung aller seiner Mitbürger er— worben, welche für seine so schwer heimge— sachte Familien tiefgefühlte Sriwn thie hegen. Nach dem Advertiser be laufen sich die Gefammtverluste der durch das Chicago Feuer betroffenen New Yorker Feuerversicherungsgesellschaften auf beinahe 58 Mill. Doll. Die Washington Fire In— urnnce Comp. hat ihr Geschäft geschlossen, ebenso die Market Insurance Comp. uud die Atlantie Comp. in Brooklyn. Massen-Cu ratoren sind für jede der drei Gesellschaften angestellt. Die Leiche eines Farbigen wurde in den Ruinen in der Alley, zwischen Snatestr. und Wabash Avenue und zwischen Randolph und Washingtonstr., gefunden. Der Heumarkt der Weftheite besindet sichnunmehr an Union Straße. Ein Brief an Frau Mare Rofsow, vor dem Feuer in No. 135 Nord Marketstraße wohnhaft, von George Blurner in College Point, liegt in unserer Offive. Wie aus der Anzeige in einer andern Spete zu erjehen, haben die Herren C. L. Nieho ff und Co. ihr Benkgeschäft in Ro. 57 Lakestr. wiedereröffnet. Sie zahlen hun— dert Cents auf den Dollar, sind also ganz entschieden aN rigt. Senator Karl Schurz war gestern in der Stadt, auf seiner Dærchreise nach Mil wautee begriffen, wo er eine Vorlesung zum Besten der Abgebnannten in Chicago halten wird. lichen aller Kirchen und Vertretern verschie— dener amerikanscher und cdeutscher Unter u mertnn sind gestern folgende Per— sonen: Dr. N. S. Dewis, B. I. Caulfield, Sa— muel Hoord, Lo ui s Wiahl, Chittenden und T. B. Carter, Frau Jos: Medill, Frau O. A. Gage nnd Frau I. A. Tyler zu einem Comite erwählt worden, welchem die ange— messene Unterftützung hülfsbedürftiger ver— jgamiter Armer übertragen worden ist. VWilhelm Pope, welcher vor dem gro- Ben Feuer in No. 34 Norb Marketstr. wohnte, ist ersucht seinen jetzigen Wohnort seinem Freunde Chs. Wathier bei Heinrich Föll— mann in Molena, 111., zu schreiben und zu—- gleich zn berichten, vb er von Wathiers Werthsachen Etwas gerettet hat oder nicht. Wer kann Auskunft geben üüber Johann Selig, 23 Jahre alt, Eigarienhändler, erst unlängst mit 10,000 Dol. von Deutschland gekommen; seit dem Feuer verschwunden? Marx Hirsch in 104 Archer Lvenue wird dank bar jede Nachricht entgegennehmen. Herr W. H. Clay, 181 Bierte Avenue, sucht seine Frau und drei Kinder seit dem großen Feuer. Fräulein ouzins von St. Louis ist nun seit drei Wochen in Gicago und besagt hauptsälich Unterstützung und Hülfe für die verschämte Armuth unter den abgebrannten Ameritanern. Die Verwelter der „Washingtonian Home,“ einer Anstalt zur Heilung der Trunk sucht, nehmen jetzt nur solche Patienten auf, die bezahlen können. Die Stadt kann näm— lich jetzt zu diesem Institute Nichts bei—- steuern. Die Manufaeturers Insurance Comp., Boston, Mass., bezahlt in vollen Beträgen alle ihre hiesigen Brandverluste. Ein Wholesale Grocery-Geschäft in Chicago kaufte drei der größtert Wholesale Grocery-Geschäfte in Milwautee vollständig aus, bevor genügende Vorräthe geschafft wa ren, um hier wieder Berkäufe zu beginnen. Ein Knabe, Namens Frank Warder, wurde an Madisonstr. überfahren und er heblich verletzt. Das Southern Hotel, 352 uud 354 Süd Clarkstr., Ecke Harrisonstr., wird in ei— nigen Tagen eröffnet. In allen katholischen Kirchen von New York wurden Sonntag Geld für die bedürf tigen Katholiken Chicagos gesammelt. Die Großhändler von Kinziestr. haben! ihre Fleischmärkte an West Randolphstr. am ehemaligen Heumarkte, zwischen Desplaines und Halstedstr., einstöckig errichiet. Fünfhundert Advokaten und Rechts gelehrte haben durch den großen Brand ihre Gesetzbücher eingebüßt mit einem Gesammt schaden von 15 Mill. Doll. Ex-Oberrichter John M. Wilson (Superior Court) appel lirt an die Juristen der Ver. St. und Groß- Britaniens um Schenkung von Gesetzbüchern; er schlägt vor, daß die Advokaten und Rechts--! gelehrten jedes Bundesstaates sich zur Unter stützung des Advokaten-Berufs von Chicago vereinigen und dem Chicago Law Institute die ganze Rechts Lirtratur der respektiven Staaten schenken sollen. Ferner mögen die Banken von London, Edinburg und Dublin und anderer britischen Städte gemeinsam wirken, um die Rechtsliteratur von England, Schottland und Irland uns zuzusenden. Die „Chicago Insurance Patrol“ hat 100 Doll. von den Mitgliedern der oit Insurance Brigade“ erhalten. Viele Landleute mit Familien besahen sich Sonntag die Brandstätten. Lincoln Park war Sonntag ungewöhn kich stark besucht. DOr. S. Wickersham hat seit dem Feuer in 426 Süd Statestr. die Bedürftigen un entgeltlich behandelt und Frau F. Lohman zahlte die Recepte, so daß factisch eine freie Klinik bestand. Laut einer gestern Nacht eingetroffenen Kabeldepesche hai Kaiser Wilhelm 1000 Thaler für Chicago beigesteuert. Der Supervpisorenrath versammelt sich nächsten Mittwoch um 2 Uhr Nachmittags im Hochschulgebäude. ʒ Der belgische Consul, Or. Henrotin, ist in 509 Washington Ave., woselbst beditrftige Belgier ihre Verluste anmelden sollen. Mayor Mason hat eine Prokla nation erlassen, worin er alle Diejenigen, welche fremdes Eigenthum (Koffer, Kleidungsstücke e.) in ihrem Bestt haben, auffordert, solches sofort aüf der nächsten Polizeistation behüfs Identifieirung abzuliefern. Delinquenten verfallen einer strengen Strafe. Polizeisuperintendent Kennedy zieht eben gegen die Fuhrlente zu Feld, welche während der Feuersbrunst Prellereien be gangen haben. Wem ein solches Indivi— buum bekannt ist, der versäume nicht, sofort Anzeige gegen dasselbe zu machen. Eine große Anzahl hiesiger Volks— schullehrer und Lohrerinnen hat dem Erzie—- hüngsrtath für den Rest des Jahres seine Dienste unentgeltlich angeboten. Andere wieder, die von der Feuersbrunst verschont geblieben, haben zu Gunsten ihrer weniger glücktichen Collegen und Celleginnen re· signirt. 1 Die Lehrerin Martha Williams wird sseit der Feuersbrunst vermißt. Die Ver smuthung, daß dieselbe den Flammen zum Opfer gejallen, klingt um so wahrscheinlicher, da die Unglüückliche theilweise gelähmt wat. Alle Swedenborgianer, die durch das Feuer gelitten haben, sind ersucht sich bei dem Comite in No. 281 Cottage Grove Ave. zu melden. sindet sich eine Wegenladung Möbel nebst re Rähmaschine, in welcher sich ein deut— sches Buch vorfend. Der Eigenthümer stann die Möbel gegen passenden Ausweis echalten. Ernst Robertson, und die Boarding haus-Besitzerin von 110 N. Wellsstr., wer den ersucht ihre Adrefse für Ad. Klinkenspor in der „Illinors Staatszeitungs“ Office zu hinterlassen. Hr. William Käcke, Stationswärter in der Rolling Mill Polizeistation an North Avenue, sucht eine Mufsikletzrerin Namens Hahn, damit diese ihre Noten und Musita ien, welche alle gerettet sind, in der Statioen entgegen nimmt. Bis jetzt hat der Coroner über 96 ver kohlte Leichname Jnquest eibgehalten. Nur wenige wurden identifizirt. Die Bürger der 17. Ward hatten am 16. October an der Ecke der Division und Sedgwick Straße eine Massenversammluung und wählten ein Comite, um Lebensmittel,! Fleidungsstücke, Decken, Bauholz, -e., für die Bewohner vom Haupt-Comite zu erlangen. Eie Unter-Comites besorgen die verschiede nen Theile dieser umfangreichen Ward. Alle Bedürstigen haben sich bei einem der folgen- E drillmann, H. Zimmermann, Adolph Schö ninger, B. Schmidt, I. Gräf, W. Pott, I. Taubmann, Colonel Sthade, Fritz Siehler, I. Arbograst und A. Michelson. An Sedg wick zwischen, Black Haæwk und Schillerstr., werden Lebensmittel u. dgl. an die Bedürf tigen ausgetheilt. Die abgebrauuten Hom öopathen sollen sich n 5838 Wabash Avenue bei Dr. A. E. Small melden. Ein hundert Dienstmädchen sinden loh nende Beschäftigung in Adrian, Michigan; man adressire an den Methodisten Prediger I. H. MeCarty. Die Houng Mens Christian Associa— stion hat sich in ber ersten Baptisten Kirche, Ecke Wabash Arenue und Hnbbard Court, einstweilen eingerichtet. Heute Nachmittag findet daselbst eine Lehrer-Versammlung un ter Dr. Northup's Leitung statt. Frau Gertrude Stolz, früher von No. 78 Ewingstraße, wird ven ihrem Manng er sucht, ihm nach No. 252 Dritte Str.. Mem— phis, Tenn., über ihrem Besinden Nachricht szu geben. Carl Hoffmann, früher von Kaltenbach, wolle seine Adresse, No. 157 Milwaukee Ave nue, bei L. Poeschel hinterlassen. Hans Balatta ist gestern Abend in der Sitzung der Directoren des Musikvereins in Milwaukee zum Dirxigenten gewählt worden, snachdem Herr von Gumpert zu wiederholten Malen resignirt hatte. Mithkutschen (Ha-ks) stehen Ecke Clinton- und West-Madisonstraße. Der Bericht, vbaß Col. Niles wahn— sinnig geworden, beruhte auf einer Ueber— treibung. Der Genannte ist zwar in Folge der Calamität unsexer Stadt und seiner persönlichen Verlufte sehr aufge sregt, jedoch nicht derart, baß sein Ver—- sstand darunter leidet. —Richter Joel Parker von Camb— ridge, Massachusetts, hat an Mayor Mason 8500 als Beitrag zur Gründung einer „Law-Library“ (Juristen-Biblis— thek] geschickt. Herr AugustLimberg, einer unserer ältesten Hauseigenthums-Agenten, ist Candidat für das Amt eines County- Commisiärs. L. u. R. Berlitzheimer, die bekann—- ten Schnittwaaren-Händler, früher 132 Nord-Clarkstraße, die bein- Brande ihre ganze Habe, einen Waarenvorrath von $23,000 verloren, sind jetzt in Nr. 178 Milwaukee Ave. zu finden. Herr Julius Speyer, der beim Feuer Alles verloren hat, theilt seinen Freunden mit, daß er vor wie nach Can didat für das Amt des Polizeigerichts— Clerk ist. New York am 16. Okt. wurde angezeigt, daß bereits $1,400 eingegangen. Es wurde beschlossen, zu ermitteln, wie viele Collegen in Chicago der Unterstützung bedürfen, und die eiforderlichen Summen durch eine Samm— Ivng aufznbringen. unter den Arbeitern Newark's ist eine Bewegung im Gange, den Ertrag eines Tagewerks dem Chicagoer Unterstützungs— fond zu widmen. Eine Delegation von St. Lvuiser Aerz— ten traf gestern mit Unterstützuugen für ihre hiesigen Collegen hier ein. Dr. Wagner und Dr. Ernst Schmidt sind zu näherer Auskunft bereit. Aus dem Vermiethen der Metzgerstände auf dem Marktplatze an Randolphstraße, er wächst der Stadt eine Einkunft von 10,000 Doll. per Jahr. Die „N. H. Staatszeitung“ vem 17. Olkt. schreibt: „Die Banken in Chicago haben etwa $3,- 006,000 an Baargeld und verkläuflichen Pa— pieren hier disponibel und werden, wie man glaubt, alsöõald diese Beträge von hier be— ziehen. Gestern schon sendeten zwei unserer Banken S4OO 000 in Greenbacks nach Chi— cago· ab. Morgen werden die dorticer Banken ihre Zahlungen wisder aufnehmen. Eine New Yorker Zeitung schätzt die Gerluste in Chicago durch den großen Brand, wie folgt: Schnittwaaren.. 810,000,000 roceries 10doo doo Chemicalien u. Apothekerwaaren 8,000,006 Kleiderftoffe und Kleider.. 5,000,000 Cisenwaaren..... 4.060,000 Schuhe und Stiefel. ævN 2,000,000 Hüte und Mützen 2,060 000 Gold- und Silberwaaren, Ju weien ?c. .2;000 006 Elevatoren und Getreide. 3,000,000 Andere Waaren.. 5,000,000 Ofsicen von Rechtsgelehrten ?c. 1,000,000 Lötden und öffentliche Gebäude 80,000,000 15,000 Häuser $2,000.. 380,000,000 Eisenbahngesellschaften. c æ 1,000,000 e 1,000,000 $164,000, 000 Daran jehlr noch viel. sind Gegeastände im Gesammtwerthe von etwa $15,000, die von den betreffenden Ei— genthümern erlangt werden können. Die Dampfspritzen „Fred Gund“, „Wil— liam James“ und „Liberty“, welche während des Feuers sehr stark beschädigt wurden, be finden sich gegenwärtig in Reparatur. Man hat Herrn Hooley für seinen Grundbesitz an Clarkstraße $200,000 gebo—- ten, doch schlug er dirt Offerte ab. Die leinenen Portofeuillen haben sich im Gegensatz zu den viel kostspieligeren ledernen, ausgezeichnet bewährt. Man hat bei Kassenschränken, ün welchen sich lederne und leinene Portofeuẽllen, mit Bantmoten ange-- füllt, befanden, die Beobachtangen machen können, daß, während letztere nebst Inhalt fast unversehrt geblieten sind, erstere total verkohlten. Wohlhterbende Bürget der Nordeite bauen diesen Herbst Stallungen aus Backstein und richten sich darin wohnlich ein. Nächstes Frühjahr errichten sie Wohmhäuser. Jett st die Zeit, die Nordseite, welche au Wohnzwecken die größten natürlichen Vor theile besitzt, so zu bebauen, daß sfie das Brooklyn won Chicago wrd. Schnelles Fahren ist jetzt ein große— Uebelstand allenthalben eind es wäre zeitger mäß, deß die Polizei dagegeu sumenarisch æftrete. —Düieæ hiesigen Bürstenbinder versammeln sich Mittroch Abend um 714 Uhr in No. 200 West Madison Straße, um die Gelder unrer sich zu vertheilen, welche von den „Bürstenbindern Kew Yorts geschenkt wurden. Leser e-ne binnen zwei Stunden von 33 un— serer besten deutschen Bürger untsrzeichnete Aufforderung an Herrn L. I. J. Nissen, als Candidat um die vacante Stelle in der Circuit-Court aufzutreten. Es giebt in Chi cago neun höhere Richter «nd kein einziger darunter ist ön Deutscher. Es wäre doch wohl einmal an der Zeit, auch anf die sem Gebiete des öffenzlichen Lebens bie berech üigten Ansprüche des deutschredenden Theiis der Bürgerschaft anzuerkennen. Es äst früher vielfach Herr Julius Rosenthal als für ein Föheres Richteramt geeigneter Candi dat genannt worden, doch hat er bisher die Candidatur stets abgelehnt. In giner Zeit, wie die jetzige dürfte kaum ein Bürger, den das Amt sucht, moralsch berechtigt sein, es auszuschlagen. Bei der Wahl eines Polizeirichters für vie Westseite verlangt das zahlreiche beutsche Element mit Fug und Necht die Berücksichti gung, welche ihr bisher stets versagt worben ijt. Capt. George Miller wäre der rechte Mann für dieses Amt. Seine lang— jährigen Erfahrungen in Polizeisachen, seiñüe Bildung und sein gesundes Urtheil würden ihn zum besten Polizeirichter machen, welchen die Westseite je gehabt hätte. —Rathan V. Hell von Posntiac, Mich., starb gestern in einem Onenibus sauf der Fahrt vom Michigan Central— Bahnhofe. —Es heizt, Wmn. B. Ogden habe sich erboten, elf Millionen für die Nord— seite aufzubringen, vorausgesetzt alle Häuser von Backstein gebaut werden. Der Inquest über die Leiche des Obersien Grosvenor wurde gestern Vor—- mittag fortgesetzt. Die Geschworenen gaben den Wahrspruch ab, daß ihrer Meinung nach die Schildwache ohne ge nügenden Grund geschossen, jedoch ge glaubt habe, nach den von den Vorge— setzten erhaltenen Befehlen zu handeln. Preat (so heißt der Wachiposten) ward in's Gefängniß ge chickt. Die Geschwo— renen waren fünf Stunden in Be— rathung. Catholik Library Asfociation in Carrs Hall, Ecke Halsted- und Adams-Straße wurde ein Comite ernannt, um einen Aufruf zu erlassen an alle Katholiken in Chicago und sonstwo, um Bücher-Schen tunz zum Wiederaufbau einer allgemei— nen katholischen Bibliothek. In 3864 West-Tahlorstraße werden Beiträge ent— gegengenommen. Dieser Vildungs- und Leseverein besteht ausschließlich dus Ir ländern. Es wäre endlich an der Zeit, daß die 35,000 deutschen Katholiken ein Casino mit Bibliothek und Lesezimmer gründen und daß die ehrwürdige Geist—- lichkeit in dieser tns sich ebenso be— mühe, wie Bischof Foley und viere Prie ster und Pfarrer unter den Irländern. Die Mauern der deiden Flügel des Courthauses sind wenig beschädigt und die Supervisoren haben bereits verord net, daß der County-Flügel sofort wie der in Stand gesetzt uud ünter Dach ge— bracht werde. Im Winter kann die in nere Ausftattung geschehen. Der städti sche Flügel könnte ebenfalls in Angriff genommen und beide könnten im Früh— jahr zum Beziehen für die Beamten fer tig werden. Das Campagne- Comite der 15. Ward beschloß, daß es eine frechr Anmaßung sei, wenn ein republikanisches Central-Comite eigenmächtig nominirt, und es protestirt feierlichst gegen die Giltigkeit solcher Nomi nationen; nur das Volk mittelst Delegaten in Convention nominirt endgiltig. W. Gastfield, Präs. Louis Schultze, Sekr. Bankier Ferdinand S. Winslew mel-! det, baß er von Hambro u. Sohn SIOOO, von den Skandinaviern Rew Yorks 82000 zur Vertheilung unter abgebrannte Lands leute empfangen hat. Die Herren F. Winslow, INelson, F Frantzen, C Sundell, I Johnson, G Hoffmann; A Silversparre, NP éoberz, IA Nelson/ ILundin, E Erick son, G Olsen, H P Gryden, Consul P Swanoe und Consul E Oreier bilden das gemeinsame Hilfs-Comite der verschiedenen fkandinavischen Bereine. In den Distrikts— Comites soüten die Skandinavier, die be— kanntlich durch das Feuer im Verhältniß eben so, wenn nichi viel mehr gelitten haben, als irgend eine andere Nationalität hier, vertre ten sein, da die meisten Dänen, Schweden und Norweger, besonders die Frauen, weder englisch noch deutsch sprechen und verstehen. Die Calvary Kirche und die Atonement- Kirche haben seit dem Feuer die bisherige Deckung der Kosten durch Vermiethen der Sitzplätze aufgegeben und verlassen sich auf freiwillige Beiträge. Die (amerikanische) Religiansgenossen schaft hat durch das Feuer den größten Ver— lust an Kircheu erlitten, darunter die Pracht kirchen St. James, Trinity, Ansgarius, Auferstehungs und Unser Heiland. Die erste Arbeit zum Wiederaufbau an der Brandstätte wurde Montag Nachmittag während des rasenden Fortschritts des Feuers iu Angriff genommen. Ein Nerema mit einer Anzahl Arbeitern sprang auf die rauchenden Ruinen an der Ecke von Dear—- born und S. Waterstr. und räumte den hei— ßen Schutt weg. 5000 Aktien der Südseite-Pferdebahn wurden vorgestern pari verkauft. Sturmsignale. Die Wetterbeobacht ungen des Sturmf:gnalbeamten in Chicago werden jetzt von No. 10 W. Randolphstraße angestellt. Von jetzt an sollen herankom— mende Stärme durch eine rothe Flagge mit schwarzen Streifen signalisirt werden, die oben auf Lind's Block in der Nähe der Lake— straßenbrücke aufgesteckt werden foll. See— leute und Bürger im Allgemeinen werden eÊs etwaigen Sturmwarnungen Nutzen zie— u. Vom 14. bis 20. Okt. fanden in New. Hort nicht weniger als 17 Vorstellungen zum Besten der Chicagoer Abgebrannten statt. Darunter befand sich sogar ein Sonn— tagsconcert das am 15. im Großen Opern— hause von Fists g. Regimentsmusitcorps veranstaltet wurde. Schauspieler, Sänger, Minstrels, Alle werteifern im Gutesthun für Chicago. Am 25. giebt es noch eine große Matinee im neuen St. James Theater. Henry Philippi kann seinen Schwager finden in der Baptiftenkirche, nahe Union Park. B. A. Miller von Miller Bros. Schiffs vauhof ist republikanischer Aldermans-Can—- didat für den weßlichen Theil der 16. Ward. Kentlana, Ind., mit 800 Einwohnern schickte eine Carladung gekochter Nahrungs rnittel an die Bedürfligen in Chicago. Die Stadt Glasgow (Schottland) brachte $25, 000 für die bedürftigen Chica goer auf. Die Feuergrenzen für die West- Seite, d. h. die Grenzen des Distriktes, in welchem von jetzt an keine Häuser von Holz mehe gebaut werden dürfen, sind folgende: Von Kinzie Straße westwärts bis Reuben, von Reuben südlich bis Van Buren, von VBan Buren ostwärts bis Halsted, von Hal sted südlich bis zur 12., und von der 12. ost wärts bis zum Flusse. Hätten die dider männer der Westseite schon vor Jahren den Muth gehabt, auf Annahme einer ähnlichen Ordinanz zu dringen, so würde man jetzt im neuen Geschäftscentrum weit größere beffere Gebäude haben, Gebäude, in welchen der durch das Feuer von der Südseite ver triebene Großhandel ein bequemes Unter—- kommen gefunden hätte und damit einen Be— weggrund, sich auf der Westseite auf längere Zeit heimisch zu machen, als bis zum 1. Mai oder 1. November 1872. —Republikanische Ward-und Town-Politiker hielten gestern Nach mittag in Jackson Hall eine Vorversamm— lung, erklärten das republikanische Central- Comite als abgethan, bestimmten auf nũch sten Samstag von 2—7 Uhr Abends die Pri— märwahlen zur Convention am folgeuden Montag, ernannten ein zeitweiliges Central- Comite von „Einem Mann für jede Ward und vier für alle Towns“, und luden ihre demokratischen Gesinnungsgenossen ein, das Gleiche zu thun, um dann ein republikanisch demokratisches Fusions-Volksticket für die Novemberwahl aufzustellen. Die erstrebten Combinationen sind eigenartig; die Wühl huber scheinen piel Zeit ünd Lust zu haben. Bei A. M. Pulvermacher, No. 284 Vierte Avenue ist ein dunkelbräuner Wallach, auf dem rechten Auge blind, etwa 4 Jahr alt, beim Feuer zugelaufen. Der Eigenthümer mag sich daselbst melden. Ein in voriger Woche in Philadelphia gegebenes Concert der Lotta und der Frau John Drew hat die schöne Summe v0n51463 für den hiesigen Hilfsfond abgeworfen. Freimaurer! Die würdigen Meister und Wärter der verschiedenen Freimaurer—- logen in Chicago sollen fofort ihre Loge einberufen und mir im Freimaurer Unt stützungsbord an Randolph- und Halsted r melden, wie viele Mitglieder durch den B/str. gelitten: Alle Liebesgaben, Gelder, cand ren -c. für Unterstützung der Freir Laa— sollen mir übergeben werden; der naurer wird deu Empfang bescheinigen. ekretär Dewitt C. Cregi— Großmeister der Freimaurer d r, Illinois. es Staate Der Vorort des nordamerik nerbundes hat jeden Turner u nischen Tur zum Besten der abgebrannten m F 1 besteuert go's. Turner Chiea- Ein Individuum, dess nicht festgestellt werden kor en Identität no Nacht zum Montag an ate, feuerte in der und Mitchellstraße auf e der Ecke der Canal- John Ryan. Die Ku neu Mann Namens glücklichen in den S gel drang dem Un— nes. Man brachte ih Henkel des rechten Bei— einem Kosthause a a nath seiner Wohnung, Avenue nnd Mitch 1 der Ecke der Stewart wärtig unter ärzt! ellstraße, wo er sich gegen Die SIO,O icher Behandlung befindet. maunschaft vor 00, welche unter der Polizei den, werden u Rew York gesammelt wur sten von Chie nter die nothleidenden Polizi—- nen 150 du- ago vertheilt werden, von de— verloren ho q den Brand ihre ganze Habe Es ben. und östti sind bereits gegen mehrere hicsige zesse an' che Versicherungsgesellschaften Pro— gängigg emacha worden. Am Seeunfer nahe Nord-Avenue wurde eine Leiche cufgefischt, muthmaßlich von Ja cob Schwabenthal, mit einem Depositenbuch der Commercial Bank, deutschen Photogra phien und Papieren. Arbeitslöhne steigen noch immer; Mau--* rer erhalten 4—5.00, Bauschreiner $3. 50 4 per Tag. Nichael Chesse, John Fish, I MeMa— hon, Michael MeVer, Ann McVey, Pat Me Nulty und John Smith sind verhäftet wegen Aneignung fremden Eigenthums beim großen Feuer. Haussuchung nach gestohlenen ober geplünderten Gegenständen wird fortgesett. Das Gewölbr im Stadtschatzamt ist geöffnet und der Inhalt verkohlt ge— funden worden. Die verstümmelte Leiche des Hrn Shaweroß wurde nahe den Ruinen von Field u. Leiter's Eträbliffement! aufge funden. Unterstützungen stießen nach wit vor in reichlichem dit hier ein. Gesiern meber hat ein großmüthiger Richmonder 3150 Re— bellenpapiergeld (grayback-) an das hiesige Hülfs-Comite abgesandtr Seit vorgestern Abend hat die Süd-“ seite wieder Gasbeleuchtung. Die deutsche Gesellschaft existirt noch, wenn auch nur in Gestalt des Agenten Fritz Annecke, der in der Arbeiterhalle, Globe theater, Desplainessiraße, nach wie vor zu jeder Austunft bereit ist, so weit es sich un d Ermittelungen handelt. Geld unterstütz ungen kann die Gesellschaft jetzt nicht ge— ben, weil sie gar nichis hat. Auf einige immnerhin deutliche Briefe des Agenten umn Hülfe bekam er aus New York und St. Lonis nichts als eine Menge Aufträge und Rathschläge der -dortigen Gesellschaften, während die Firma Langfeldt, Thode und Co. ihm $25 übersandten. —Es werden täglich durchschnittlich 40 Licensen zum Wiederaufban von Gebäüden in den abgebrannten Distrikten ertheilt. Hooley hat an der Ecke der Wabash Avenue und Monroestraße ein Grundstück angekauft, auf dem er im nächsten Frühjahr ein Theater in großartigsteni Style zu er—- richten beabsichtigt. Beim „Reliquien“ Sammeln stürzte ein Knabe in einen heißen Keller und ver letzte sich lebensgesährlich. Zwischen dem Rathe der öffentlichen Arbeiten und dem Controller sind bedauers— werthe Differenzen eingetreten. Der Control ler widersetzt sich nämlich der weiteren Re paratur der Wasserleitung und der beiden hierbei verwendeten kleinen DamF fmaschinen, worauf der Rath der öffentlichen Arbeiten mit vollem Rechtẽ energisch besteht. Da der Controller das Heft (die Kasse) in der Hand hat, so wird er natürlich den Sieg däpon tragen und es kann sich ereignen, daß wir eines schönen Tages wiederum im Trockenen sitzen werden, denn selbst eine Dampfmaschine kann nicht Jahr aus Jahr ein ohne Unter brechung arbeiten. Der Controller ging sogar soweit, vorgestern den Leuten, die seither an her Raparatur der Wasserwerke gearbeitet ha ben, Bezahlung zu verweigern. Üeber hundert derselben umstanden seine Office, mußten je— doch schließlich unverrichteter Sache wieder abziehen. In einer Zeit wie die jetzige machen sich derartige Vorkommnisse doppelt unan genehm fühlbar und man erwartet, daß zwi schen den genannten Beamten recht bald ei ae Verständigung erzielt werde. Der Baurath empfahl, das Nivea: Ider sämmtlichen Straßen der Nordseile u a— höhen, so daß es dem der Südseite glrich kommt. —Seneral Anwalt Bushnell b a: gegem die Republic Feuer-Versicherungs- gesellschast von Chicago eine Klage anhäng ʒ gemacht: und die Abwicklung der Geschoõ fte desagter Gesellschaft beantragt, weil de' en Veamtem gegen die Interessen der Versi herden auftre ten -c. Die Town- und War -Pol-tiker setzew arn gewetunsn t Ahrn Se stenin rr he Samstag zn treiben. bie Prindewanew Unsere Kaufleute ihre ane un reorganisiren rafeh Lakr Park sind mit aporaren Läden am stellungen werden be „aaren gefult und Be- Bauholz- nnd Viehh jorgt. Der Getreide-, Gen. Sheride andel ist befriedigt. Fairchild von der hat, als ihm der Gour. in Wisconsin offi entsetlichen Feuerddrunst sofort verfügt, d zielle Mittheilung machte, wollene Decen aß den Abgebrannten 4008 Waggons Lel 2000 Ueberröcke und 100 sollen. „ensmittel zugestellt werdend —Das a westlichen Kendall Gebäude“ an der süd— ingtonstr. ẽcke von Dearborn und Waßh- Keith Br wird rasch und gut aufgerichtet. Partwi 2 Backsteingebäude an Dearborn 7 cd in einigen Tagen fertig. Abent gie Bürger der 11. Ward sind auf heute Aure „halb 8 Ahr zu einer Versammlung in 7 xa Turnhalie berufen. Das Comite. ger Eine koftenfreie Klinik wird von Mor— an in dem Ftauenhospital, No. 598 est Adamsstraße eröffnet. Patienten, die ostenfreie Behandlung beanspruchen, kön— nen sich zwischen 1 unb 2 Uhr Nachmittags melden. Das Jinanz Comite des Common Couneil wird von heute an in der Mayors- Office, Ecke Hubbard Court und Wabash Avenue jeden Nachmittag eine Sitzung ab— halten, behufs Berathung über die finan— ziellen Verhältnisse der Stadt. (Ausschla— gung der Steuern, Reduzirung der Ausga—- ben 2-e.) H. S. MevLean läßt ein dreistöckiges Backsteingebäude mit Untergeschoß 45 bei 100 Fuß an Monroe, zwischen Lasalleftr. und Fünfte Ave—., errichten. Ald. George Powell behauptet, daß das Chicagoer Feuer-Department nur Chi— märe und Betrug ist und erbietet sich zu ge— nügenden Beweisen. August Wernecke schreibt aus Monee, 111., daß et in der Brandnacht ein neues Buggy vor seiner Wohnung, 185 Ohiostr. fand ünd auf demselben seine Habseligkeiten wegfuhr. Wernecte ist bereit, dem Eigen thümer das Buggy von Monee znrückzu—- schicken. Die Schuldiener und Ingenieure der Freischulen versammeln sich heute (Mitt woch) Abend in der Skinner Schule, um den Bedürftigen unter denselben beizu— stehen. Or. Beheim Schwarzbach, der vor ei nigen Monaten nach Chicagd kam, um srch hier als Augenarzt zu etabliten und bereits eine ansehnliche Praxis frlana hatte, reist heute nach Cleveland, Ohio, ab ein Ber— lust für uns.